[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere Schrankmöbel, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, wie es zum Beispiel aus
EP 1 635 023 B1 bekannt ist.
[0002] Gattungsgemäße Möbel weisen lamellenförmige Türen, insbesondere Jalousiematten und
dergleichen auf und werden gewöhnlich durch einzelne miteinander verkettete lamellenförmige
Türelemente gebildet. Die Tür mit den Lamellen wird in einer Führung beidseits einer
zu verschließenden Öffnung geführt. Beim Öffnen des Möbels wird die Tür entlang der
Führung geführt und läuft mit zunehmendem Öffnungsgrad in der Nähe einer Seitenwand
des Schrankes ins Schrankinnere.
[0003] Aufgrund der Geometrie muss diese Lamellentür dort, wo sie aus dem Schrankinnern
zur Vorderseite hin austritt, in einem Umlenkbereich einen rechten Winkel durchlaufen.
Die Folge daraus ist, dass wenigstens das letzte Türelement bzw. die in Öffnungsrichtung
vorauslaufende Lamelle bei vollständig verschlossenem Möbel im Schließzustand schräg
steht oder mit der Seite des Schranks nicht bündig abschließt, so dass auf der Vorderseite
des Schranks eine Lücke entsteht, welche durch seitliche Verblendungen kaschiert werden
muss. Solche kaschierenden Verblendungen sind für den Gesamteindruck äußerst störend.
Dies wird im Stand der Technik gelöst, indem man die letzte Lamelle im Schließzustand
nach vorne klappen lässt. Bei dem bekannten Möbel wird dies durch eine komplexe Mechanik
erreicht, in der zwei Führungen in jeder die Öffnung des Möbels begrenzenden Seitenwange
vorgesehen sind, wobei die Lamellen in einer ersten Führung geführt werden und die
Kette aus Lamellen an ihrem Ende einen Beschlag aufweist, der zusätzlich in einer
zweiten Führung geführt wird und wenigstens eine Lamelle aufnimmt. Eine zweite Führung
läuft parallel zur ersten Führung, ändert jedoch im Schwenkbereich der Türelemente
zur Vorderseite des Schranks hin ihren Verlauf so, dass der Beschlag auf relativ kurzer
zurückgelegter Wegstrecke einen großen Schwenkbereich durchfährt. Hierdurch klappt
die letzte Lamelle zur Vorderseite des Möbels um, so dass eine Schrägstellung der
Lamelle vermieden wird und infolge dessen keine zusätzliche Verblendung mehr erforderlich
ist.
[0004] Diese Lösung hat sich in der Praxis bewährt, setzt aber einerseits passende Beschläge
und andererseits entsprechende Doppelführungen voraus.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Möbel der eingangs genannten
Art anzugeben, bei dem ebenfalls die letzte Lamelle nach vorne umklappt und deren
Schrägstellung vermieden wird, wobei der Mechanismus aber gegenüber der bekannten
Lösung stark vereinfacht und auch besonders für Jalousiematten, insbesondere solche
aus Kunststoff, geeignet ist.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte
Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.
[0007] Das erfindungsgemäße Möbel, welches insbesondere die Gestalt eines Schrankmöbels
aufweist, weist eine Öffnung und beidseits der Öffnung vorhandene Führungen auf, in
denen eine insbesondere als Jalousiematte ausgebildete Lamellentür verschiebbar angeordnet
ist. Die Lamellentür weist dabei ihrerseits gelenkig miteinander verbundene Lamellen
auf. Weiter ist ein Umlenkbereich vorgesehen. Dieser ist dabei so ausgebildet, dass
die Lamellen beim Verschieben der Lamellentür in eine die Öffnung zugänglich machende
Öffnungsstellung in Öffnungsrichtung nacheinander durch den Umlenkbereich geführt
und dabei durch einen Radius geführt werden.
[0008] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist wenigstens die in Öffnungsrichtung vorauslaufende
Lamelle, also die Lamelle, die beim Öffnen als erste durch den Umlenkbereich geführt
werden muss, einen ersten Magneten auf. Weiter weist der Umlenkbereich wenigstens
einen mit dem Möbel verbundenen zweiten Magneten auf.
[0009] Diese beiden Magneten, der eine an der verschieblichen Lamellentür, der andere am
Möbel selbst, vorzugweise ortsfest oder unverschieblich, können miteinander Wechselwirken
und unterstützen so beim Schließen der Lamellentür das Vorklappen der vorauslaufenden
Lamelle nach vorne, so dass alle Lamellen der Lamellentür in einer Ebene liegen. Auf
diese einfache Art und Weise kann auf eine komplizierte Umlenkmechanik verzichtet
werden.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der erste und der zweite Magnet so gepolt und angeordnet
sind, dass in der Schließstellung oder kurz vor Erreichen der Schließstellung der
Lamellentür der erste Magnet und der zweite Magnet abstoßend miteinander Wechselwirken.
So wird erreicht, dass ein Vorklappen der letzten Lamelle durch die abstoßende Wirkung
des Magneten erreicht wird. Es ist auch denkbar, den zweiten Magneten so am Möbel
zu platzieren, dass das Vorklappen der Lamelle durch magnetische Anziehung erfolgt.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann auch vorgesehen sein,
dass der zweite Magnet oder/und ein dritter Magnet so angeordnet ist, dass er beim
Verschieben der Jalousiematte in Öffnungsrichtung so gepolt ist, dass der zweite und/oder
der dritte Magnet den ersten Magneten anzieht. Auf diese Weise kann auch der Öffnungsvorgang
und das Einlenken der vorauslaufenden Lamelle in den Radius des Umlenkbereichs unterstützt
werden.
[0012] Bevorzugt ist der erste Magnet in der vorauslaufenden Lamelle untergebracht. Auf
diese Weise kann der Mechanismus von außen nicht eingesehen werden und der Klappvorgang
der Lamelle erfolgt ohne erkennbare Mechanik.
[0013] Die Führungen, in denen die Lamellentür geführt ist, können im Umlenkbereich durchgängig
ausgebildet werden, damit die Lamellentür beim Führen durch den Radius nicht aus der
Führung entgleist. Damit dann die vorauslaufende Lamelle noch mittels der magnetischen
Wirkung erfindungsgemäß umklappbar ist, ist bevorzugt vorgesehen, dass die vorauslaufende
Lamelle in ihrer Längserstreckungsrichtung senkrecht zur Öffnungsrichtung gegenüber
den übrigen Lamellen an den zu den Führungen hin weisenden Stirnseiten kürzer ausgebildet
ist. So ist ein freies Klappen möglich, während die übrigen Lamellen in der Führung
verbleiben.
[0014] Insbesondere für den gerade beschriebenen Fall aber auch generell kann nach einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung am Korpus im Umlenkbereich
ein Umlenkhilfsanschlag vorgesehen sein. Dieser ist insbesondere so ausgebildet, dass
die vorauslaufende Lamelle beim Öffnen der Lamellentür auf den Umlenkhilfsanschlag
aufläuft und die vorauslaufende Lamelle aus ihrer im Wesentlichen zur Öffnungsfläche
der Öffnung parallelen Stellung zum Innern des Möbels hin anwinkelt.
[0015] Der Umlenkhilfsanschlag kann dabei eine schräge oder gekrümmte Umlenkfläche aufweisen.
Bevorzugt bildet die Umlenkfläche in Schließstellung der Lamellentür einen Winkel
zur Ebene der zur Außenseite weisenden Vorderseite der vorauslaufenden Lamelle. Auf
diese Weise wird das Umlenken erleichtert, da die angewinkelte Umlenkfläche eine Führung
für die vorauslaufende Lamelle bildet.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass wenigstens der zweite
und ein gegebenenfalls vorhandener dritter Magnet an einer Magnethalterung angebracht
sind, welche einen Drehabschnitt oder ein Verschiebeabschnitt und ein, insbesondere
als Welle ausgebildetes, Drehlager bzw. Verschiebelager aufweist, gegenüber dem der
Drehabschnitt um eine Drehachse drehbar bzw. der Verschiebeabschnitt entlang einer
Verschieberichtung verschieblich gelagert ist.
[0017] Auf diese Weise kann eine Feinjustage der Position der Magnete vorgenommen und so
die Klappfunktion der letzten Lamelle optimiert werden. Dazu kann auch vorgesehen
sein, dass die Magnethalterung ein Fixierelement aufweist, wobei der Drehabschnitt
gegenüber dem Drehlager bzw. der Verschiebeabschnitt gegenüber dem Verschiebelager
mittels des Fixierelements in einer gewünschten Drehlage fixierbar ist. Mit dem Fixierelement
wird die Drehlage des Drehabschnitts bzw. die Verschiebeposition des Verschiebeabschnitts
nach der Feinjustage in der gewünschten Drehlage bzw. Verschiebelage arretiert. Dazu
kann das Fixierelement bevorzugt als Fixierschraube ausgebildet sein, die in die Halterung,
bevorzugt radial, eingeschraubt wird und das Drehelement an dem Drehlager arretiert.
[0018] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass wenigstens der zweite und ein gegebenenfalls
vorhandener dritter Magnet unverschieblich mit dem Möbelteil verbunden ist. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass wenigstens der zweite und ein gegebenenfalls vorhandener
dritter Magnet über eine Magnethalterung mit dem Möbelteil verbunden ist. Einbautechnisch
kann das zum Beispiel so erfolgen, dass die Magnethalterung ortsfest mit einem Zwischenboden
verbunden wird. Zwischen diesem Zwischenboden und der Wand des Möbelkorpus wird dann
die Lamellentür beim Öffnen in den Korpus des Möbels hinein geschoben. Die Magnethalterung
befindet sich bevorzugt auf der der Lamellentür zugewandten Seite des Zwischenbodens.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in den Figuren 1 bis 4B gezeigten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
- Figur 1
- - zeigt eine Frontansicht auf ein erfindungsgemäßes Möbel,
- Figur 2
- - zeigte eine Schnittansicht im Frontbereich des Möbels durch Seitenwangen und Lamellentür,
- Figur 3
- - zeigt eine seitliche Schnittansicht durch das erfindungsgemäße Möbel mit einem Ausschnitt
des Frontbereichs,
- Figur 4A
- - zeigt eine Ausschnittvergrößerung der Figur 2,
- Figur 4B
- - zeigt eine Ausschnittvergrößerung der Figur 3 im Umlenkbereich der Lamellentür,
- Figur 5A
- - zeigt eine seitliche Schnittansicht durch das erfindungsgemäße Möbel mit einem Ausschnitt
des Frontbereichs gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
- Figur 5B
- - zeigt eine Ausschnittvergrößerung der Figur 5A.
[0020] Das erfindungsgemäße Möbel 10 weist, wie in Figuren 1, 2 und 4A gezeigt, einen Möbelkorpus
auf, der von zwei Seitenwänden 11, 12 begrenzt wird. An den Seitenwänden 11, 12 sind
Führungen 13, 14 angebracht, in denen eine Lamellentür 20 verschieblich geführt ist,
um eine zwischen den Seitenwänden 11, 12 bzw. den Führungen 13, 14 liegende Öffnung
des Möbels zu öffnen bzw. zu verschließen. Dazu ist die Lamellentür 20 zwischen einer
Öffnungsstellung und einer Schließstellung verschieblich geführt. Die Lamellentür
20, die bevorzugt als Jalousiematte ausgebildet ist, weist eine Mehrzahl Lamellen
21, 22 auf, die miteinander gelenkig verbunden sind. Zum Angreifen für einen Benutzer
kann an der Lamellentür 20 ein Griff 30 angebracht sein. In der in Figur 1 gezeigten
Schließstellung der Lamellentür 20, liegen die zur Möbelaußenseite weisenden Außenseiten
der Lamellen 21, 22 in einer Ebene Y, Z, wobei Z im gezeigten Bespiel die Haupterstreckungsrichtung
der Führungen 13, 14 und die Vertikalrichtung des hier beispielhaft als Schrank ausgebildeten
Möbels bezeichnet und Y die Querrichtung bezeichnet, in welcher die Haupterstreckungsrichtung
der Lamellen 21, 22 liegt. Die Gelenkachsen der aneinander angelenk-ten Lamellen 21,
22 erstrecken sich ebenfalls parallel zur Querrichtung Y. Y (vgl. Figur 2) bezeichnet
die Tiefenrichtung des Möbels 10, senkrecht zur Querrichtung Y und senkrecht zur Vertikalrichtung
Z.
[0021] Am hier oberen Rand des Möbels 10 ist noch eine Abschlussblende 15 vorgesehen. Die
Führungen 13, 14 sind, wie in Figur 4A gezeigt, U- oder C-Profile, die an der nach
vorne weisenden Schmalseite der Seitenwände 11, 12 bevorzugt über Harpunenstege oder
dergleichen befestigt sind und die Lamellentür 20 mit ihren Lamellen 21 mit zwei Schenkeln,
131, 132 umschließen und führen.
[0022] In den Figuren 3 und 4A ist eine Schnittansicht durch das Möbel dargestellt. A bezeichnet,
die Außenseite des Möbels 10, I das Innere. Man erkennt einen oberen Korpusboden 16,
einen Zwischenboden 17, die Führung 13, in der die Lamellentür 20 geführt wird. Ferner
sind die einzelnen Lamellen 21, 22 der Lamellentür 20 gezeigt, die miteinander über
Gelenke 24, 25 verbunden sind. Die Gelenke werden hier durch Scharniere gebildet,
wobei die Lamellen 21, 22 an der einen Seite eine Aufnahme 25 und auf der anderen
Seite einen Gelenkzapfen oder Bolzen 24 aufweisen, der in die Aufnahme 25 der jeweils
benachbarten Lamelle 21 aufgenommen wird. Die zunächst in Richtung Z verlaufende Führung
setzt sich in einem Umlenkbereich fort durch einen gekrümmten Führungsabschnitt 19,
welcher im gezeigten Beispiel die geöffnete Lamellentür 20 in einen (nicht notwendigerweise
in Horizontalrichtung X verlaufenden) weiteren Führungsabschnitt 18 überführt. Auf
diese Weise wird die Lamellentür 20 beim Öffnen in das Möbel 10 hinein verlagert und
läuft zwischen dem Korpusboden 16 und dem Zwischenboden 17 hindurch bis zu einer Endlage.
Üblicherweise läuft die Lamellentür 20 dabei hinter eine (hier nicht gezeigt) innere
Rückwand, so dass sie beim Blick ins Innere I des Möbels 10 nicht sichtbar ist.
[0023] Im Umlenkbereich - das ist der Bereich des Möbels 10, in welchem die Lamellentür
20 durch den Radius des Führungsabschnitts 19 geführt wird, also der Bereich um den
Abschnitt 19 herum - ist ein Magnet 41 angeordnet, welcher bevorzugt möbelfest in
oder an einer am Zwischenboden 17 gelagerten oder angebrachten Magnethalterung 40
angeordnet ist. Ferner ist in der in Öffnungsrichtung vorauslaufenden Lamelle 22 (auch
"letzte Lamelle" genannt) ein Magnet 23 angeordnet. Ein Magnet 23 ist also bevorzugt
lamellentürfest und damit verschieblich, der andere 41 ist möbelfest und damit unverschieblich
vorgesehen.
[0024] Wird nun die Lamellentür 20 mit ihrer letzten Lamelle aus der Öffnungsstellung (angedeutet
durch die Lage der letzten Lamelle gem. Pos. 22') in die Schließstellung (in Figur
3 dargestellt) verschoben, geschieht Folgendes: Die letzte Lamelle 22, welche den
Magneten 23 aufweist, durchfährt den Radius 19 und gelangt in den Wechselwirkungsbereich
des Magneten 41. Die Polungen der Magnete 23 und 41 sind so gewählt, dass in diesem
Bereich eine Abstoßung erfolgt, angedeutet durch den Pfeil P1. Dadurch, dass die Pole
S des Magenten 41 und S des Magenten 23 hier miteinander wechselwirken, kommt es zur
Abstoßung und die letzte Lamelle 22 wird beim Schließen der Lamellentür 20 in die
vertikale Endstellung nach vorne in Richtung der Außenseite A umgeklappt. Der Magnet
41 ist zur Vertikalrichtung Z leicht - im gezeigten Beispiel schräg - angestellt,
um die Abstoßung P1 im Scheitelpunkt des Radius 19 zu optimieren.
[0025] Wird die Lamellentür geöffnet, so wird die letzte Lamelle 22 in die Position angedeutet
durch 22` geschoben. Dabei wird zunächst gegen die Abstoßung P1 angearbeitet. Um die
Abstoßung P1 zu überwinden ist ein Umlenkhilfsanschlag 50 vorgesehen, der die erste
Lamelle 22 aus der Schließstellung kommend gegen die Abstoßung aus- und in den Radius
19 einlenkt. Dazu weist der Umlenkhilfsanschlag 50 bevorzugt eine Schrägfläche auf,
die von der Horizontalen spitzwinklig und zur Vorderseite A abfallend ausgebildet
ist. Läuft die letzte Lamelle 22 auf diese Fläche 50 auf, wird sie nach innen geklappt
und kann durch den Radius 19 geführt werden. Hat die Lamelle den Scheitelpunkt des
Radius 19 oder sogar die Position wie bei 22' erreicht, lässt die abstoßende Wechselwirkung
mit dem Magneten 41 nach und der Magnet 23 gelangt in den anziehenden Wechselwirkungsbereich,
indem dessen Pol S von dem Pol N des Magneten 41 oder eines weiter innen an der Magnethalterung
40 angeordneten zusätzlichen Magneten 42 angezogen wird (Pfeil P2). Die letzte Lamelle
22 klappt also zum Zwischenboden 17 hin um und wird mit der übrigen Lamellentür in
die Öffnungsstellung geschoben.
[0026] Die in den Figuren 5A und 5B gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der
zuvor beschriebenen Ausführung lediglich dadurch, dass der zweite und/oder dritte
Magnet 41, 42 an einer Magnethalterung gelagert sein könnten, die selbst verstellbar
ausgebildet ist. Insofern wird vollumfänglich auf die obigen Ausführungen verwiesen
und lediglich auf die Unterschiede eingegangen.
[0027] Die Führung 18 kann wie hier gezeigt, Teil eines Kassetteneinschubs 60 sein, mit
dem die Lamellentür bzw. Jalousie 20 in den Korpus des Möbels (10) eingesetzt ist.
Die Magnethalterung 40 ist im gezeigten Beispiel beweglich, insbesondere um eine Drehachse
A senkrecht zu den Richtungen X und Z (senkrecht zur Zeichenebene) drehbar ausgebildet.
Dadurch kann die relative Lage der Magnete 41 bzw. 42 im Wege der Feinjustage angepasst
werden, um ein optimales Klappergebnis für die Lamelle 22 zu erzielen und die magnetische
Wechselwirkung zu optimieren.
[0028] Die Halterung 40 kann eine Welle, insbesondere eine Stützwelle des Kassetteneinschubs
60 sein. Im in Figur 5B gezeigten Beispiel weist die Halterung einen um eine Welle
45 (wie durch den Pfeil P3 angedeutet) drehbar gelagerten Ring oder Drehabschnitt
44 auf, an oder in dem die Magnete 41, 42 (falls vorhanden) gehalten sind. Der Drehabschnitt
44 ist bevorzugt in beliebiger Drehposition bezüglich der Welle 45 fixierbar. Dazu
wird ein Fixierelement 43 eingesetzt, welches im gezeigten Beispiel eine Fixierschraube
ist, die den Drehabschnitt radial durchsetzt und in der Welle 45 fixierbar ist, so
dass durch die Fixierung ein Verdrehen des Drehabschnitts 44 nicht mehr möglich ist.
[0029] Die magnetische Wechselwirkung kann im Übrigen auch so ausgebildet sein, dass das
Vorklappen durch magnetische Anziehung und das Zurückklappen bzw. Umlenken durch magnetische
Abstoßung erreicht wird. Dazu müsste der möbelfeste Magnet 41, 42 z.B. an der Wange
16 des Korpus angebracht sein.
[0030] In jedem Fall wird durch die genannte magnetische Wechselwirkung das Umklappen der
letzten Lamelle 22 auf einfache weise erreicht, ohne dass komplizierte Beschläge oder
Mehrfachführungen erforderlich sind. Auch hier kann die Abschlussblende 15 entfallen
oder jedenfalls wesentlich schmaler gestaltet sein als bei Lamellentüren ohne Vorklappmechanismus.
1. Möbel (10), insbesondere Schrankmöbel, mit einer Öffnung und beidseits der Öffnung
vorhandenen Führungen (13, 14), in denen eine Lamellentür (20) verschiebbar angeordnet
ist, wobei die Lamellentür (20) gelenkig miteinander verbundene Lamellen (21, 22)
aufweist, wobei ein Umlenkbereich vorgesehen ist, der so ausgebildet ist, dass die
Lamellen (21, 22) beim Verschieben der Lamellentür (20) in eine die Öffnung zugänglich
machende Öffnungsstellung in Öffnungsrichtung nacheinander durch den Umlenkbereich
geführt und dabei durch einen Radius geführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens die in Öffnungsrichtung vorauslaufende Lamelle (22) einen ersten Magneten
(23) und der Umlenkbereich wenigstens einen mit dem Möbel (10) verbundenen zweiten
Magneten (41) aufweist.
2. Möbel (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Magnet (23, 41) so gepolt und angeordnet sind, dass in der
Schließstellung oder kurz vor Erreichen der Schließstellung der Lamellentür (20) der
erste Magnet (23) und der zweite Magnet (41) abstoßend miteinander wechselwirken.
3. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Magnet (41) oder/und ein dritter Magnet (42) so angeordnet ist, dass er
beim Verschieben der Jalousiematte (20) in Öffnungsrichtung so gepolt ist, dass der
zweite und/oder der dritte Magnet (41, 42) den ersten Magneten (23) anzieht.
4. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Magnet (23) in der vorauslaufenden Lamelle (22) untergebracht ist.
5. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorauslaufende Lamelle (22) in ihrer Längserstreckungsrichtung (Y) senkrecht
zur Öffnungsrichtung gegenüber den übrigen Lamellen (21) an den zu den Führungen (13,
14) hin weisenden Stirnseiten kürzer ausgebildet ist.
6. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Korpus im Umlenkbereich ein Umlenkhilfsanschlag (50) vorgesehen ist, der so ausgebildet
ist, dass die vorauslaufende Lamelle (22) beim Öffnen der Lamellentür (20) auf den
Umlenkhilfsanschlag (50) aufläuft und die vorauslaufende Lamelle (22) aus ihrer im
Wesentlichen zur Öffnungsfläche der Öffnung parallelen Stellung zum Innern (I) des
Möbels (10) hin anwinkelt.
7. Möbel (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Umlenkhilfsanschlag (50) eine schräge oder gekrümmte Umlenkfläche aufweist.
8. Möbel (10) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlenkfläche in Schließstellung der Lamellentür (20) einen Winkel zur Ebene (Y,Z)
der zur Außenseite (A) weisenden Vorderseite der vorauslaufenden Lamelle (22) bildet.
9. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens der zweite (41) und ein gegebenenfalls vorhandener dritter Magnet (42)
unverschieblich mit dem Möbelteil (10) verbunden ist.
10. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens der zweite (41) und ein gegebenenfalls vorhandener dritter Magnet (42)
an einer Magnethalterung (40) angebracht sind, welche einen Drehabschnitt (44) oder
einen Verschiebeabschnitt und ein, insbesondere als Welle (45) ausgebildetes, Drehlager
oder Verschiebelager aufweist, gegenüber dem der Drehabschnitt um eine Drehachse (A)
drehbar oder der Verschiebeabschnitt entlang einer Verschieberichtung verschieblich
gelagert ist.
11. Möbel (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Magnethalterung (40) ein Fixierelement (43) aufweist, wobei der Drehabschnitt
(44) oder Verschiebeabschnitt gegenüber dem Drehlager (45) bzw. Verschiebelager mittels
des Fixierelements (43) in einer gewünschten Drehlage bzw. einer gewünschten Verschiebelage
fixierbar ist.
12. Möbel (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens der zweite (41) und ein gegebenenfalls vorhandener dritter Magnet (42)
über eine Magnethalterung (40) mit dem Möbelteil (10), insbesondere über einen Zwischenboden
(17) verbunden ist.
13. Möbel (10) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamellentür (20) als Jalousiematte ausgebildet ist.