[0001] Die Erfindung betrifft ein Klimatisierungselement zur Temperierung eines Gebäudeinnenraums,
umfassend zumindest ein Trägermittel sowie zumindest eine Wärmetauscheinrichtung,
welche an zumindest einer Seite des Trägermittels angeordnet und welche von einem
Wärmeträgermedium durchströmbar ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl an Ausführungsformen von Flächenheiz-
und/oder -kühlsystemen zur Klimatisierung bzw. Temperierung von Gebäuden bekannt.
Beispielsweise sind Flächenelemente aus Gipsfaserplatten bekannt, auf denen Rohrleitungen
verlegt sind, die wahlweise je nach Temperierungsaufgabe von einem Heiz- oder einem
Kühlmedium durchströmt werden, wobei durch die Verwendung von Wärmeleitblechen aus
Metall ein möglichst guter Wärmeübergang zwischen der Rohrleitung und dem Flächenelement
erzielt werden soll. Derartige Flächenelemente sind insbesondere für die Montage an
Gebäudedecken vorgesehen.
[0003] Weiters sind sogenannte Kühldecken bekannt, die beispielsweise als von einer Gebäudedecke
abgehängte Flächenkühlsysteme eingesetzt werden, wobei insbesondere abgehängte Kühldecken
meist aus einzelnen Plattenelementen bestehen. Dabei werden Kühlrohre bereits bei
der Fertigung der Plattenelemente meist in Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten
eingeformt und dabei vollständig von der jeweiligen Gipsplatte umschlossen. Vorteilhaft
sind die Kühlrohre somit an den Oberflächen der Plattenelemente nicht mehr sichtbar.
Als Kühldecken werden üblicherweise Raumdecken bezeichnet, deren Temperatur unterhalb
der jeweiligen Raumlufttemperatur im Gebäudeinneren gebracht werden und auf diesem
Temperaturniveau auch über einen bestimmten Zeitraum gehalten werden. Sinngemäß können
derartige Kühldecken beispielsweise auch als entsprechende Wandpaneele oder als Fußbodenelemente
eingesetzt werden und zusätzlich oder in Ergänzung einer Deckenkühlung auch zur Wand-
oder Bodenkühlung dienen.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind außerdem in der Putzschicht integrierte, eingeputzte
Kühldecken bekannt, bei denen Flächenkühlsysteme direkt in einer Gebäudedecke oder
Gebäudewand befestigt sind, wobei beispielsweise Kapillarrohrmatten oder Kupferrohre
in den Decken- oder Wandputz eingelegt und überputzt werden.
[0005] Weiters wird zwischen Strahlungskühldecken und Konvektionskühldecken unterschieden.
Flächenheiz- und/oder -kühlsysteme, bei denen die Wärmeübertragung vorwiegend durch
Strahlung erfolgt, haben meist geschlossene Oberflächen. Eingeputzte Kühldecken, die
direkt in der Gebäudedecke integriert sind, arbeiten meist nach diesem Prinzip. Hingegen
handelt es sich bei Flächenheiz- und/ oder -kühlsystemen, bei denen die Wärmeübertragung
vorwiegend durch Konvektion erfolgt, meist um offene Konstruktionen, die von Gebäudedecken
abgehängt sind und die üblicherweise auch an eine Gebäudelüftung gekoppelt sind.
[0006] Die Kühlung der vorgenannten Flächenkühlsysteme erfolgt üblicherweise durch einen
geschlossenen Kühlmittelkreislauf, in dem gekühltes Wasser als Kühlmittel umgewälzt
wird. Die bisher bekannten Flächenkühlsysteme, bei denen die Wärmeübertragung vorwiegend
durch Strahlung erfolgt, sind jedoch dadurch eingeschränkt, dass bei niedrigen Vorlauftemperaturen
im Kühlbetrieb insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit Kondensat an den Wandungen
der Flächenelemente anfällt, da die Raumluftfeuchte an den kalten Oberflächen der
Flächenkühlsysteme kondensiert. Um die unerwünschte Bildung von Kondensat bzw. von
Tauwasser zu vermeiden, wird üblicherweise danach getrachtet, die Vorlauftemperatur
des Kühlmittels nicht unter 16°C abzusenken. Dies erfolgt üblicherweise durch den
Einsatz eines Kondensationsfühlers bzw. Taupunktwächters, von dem der Beginn einer
Kondensatbildung bzw. Betauung festgestellt wird und sodann die Vorlauftemperatur
entsprechend der detektierten Taupunktstemperatur angehoben wird. Durch den unerwünschten
Effekt der Kondensatbildung sind alle bekannten Kühlsysteme in Ihrem Leistungseintrag
bzw. in ihrem Wirkungsgrad der Raumkühlung insbesondere bei höheren Raumluftfeuchten
sehr eingeschränkt. Weshalb die Kühlleistungen, die mit derartigen Flächenkühlsystemen
üblicherweise erzielt werden können, zum Kühlen beispielsweise von stark frequentierten
Besprechungs- und Gemeinschaftsräumen insbesondere in der warmen Jahreszeit oftmals
unzureichend sind.
[0007] Um den Wirkungsgrad herkömmlicher Kühldecken oder Kühlelemente von Flächenkühlsystemen
zu erhöhen, muss die Luft im Gebäudeinneren mit hohem Energie- und Kostenaufwand entfeuchtet
werden, um Kondensation zu vermeiden. Insbesondere im Sommer bzw. zu Spitzenlastzeiten
sind dazu entsprechend aufwendige Gebäudelüftungseinrichtungen erforderlich, um die
gesamte Zuluft, die in ein Gebäude eingeblasen wird, zuvor bereits entsprechend zu
entfeuchten. Ebenso sind die vorhin genannten offenen Flächenheiz- und/oder -kühlsysteme,
bei denen die Wärmeübertragung vorwiegend durch Konvektion erfolgt, sowohl in der
Errichtung als auch im Betrieb aufwendig, da meist jedes einzelne Flächenelement neben
den Anschlüssen an die entsprechenden Wärmeträgermittelleitungen zusätzlich auch noch
an Zuluftleitungen der Gebäudelüftung gekoppelt sein muss.
[0008] Weiters sind die derzeit bekannten Flächenkühlsysteme dadurch eingeschränkt, dass
diese nicht gemeinsam mit Kondensat unempfindlichen Systemen wie beispielsweise mit
üblichen Gebläsekonvektoren (englisch: Fan-Coils) kombiniert und mittels einer gemeinsamen
Versorgung auch gemeinsam mit diesen betrieben werden können, da sich sonst bei den
Flächenkühlsystemen aufgrund der erforderlichen tiefen Vorlauftemperaturen für den
Betrieb der Gebläsekonvektoren ebenfalls unerwünschtes Kondensat bildet. Gebläsekonvektoren
werden üblicherweise bei einem Temperaturniveau zwischen 10° und 14°C betrieben, um
Gebäudeinnenräume ausreichend entfeuchten zu können. Um dieses Temperaturniveau zu
erreichen sind zur Versorgung solcher Gebläsekonvektoren Vorlauftemperaturen beispielsweise
von 6° bis 7°C sowie Rücklauftemperaturen beispielsweise von 12° bis 13°C einzustellen.
[0009] Mit abgehängten Deckensystemen aus besonders wärmeleitfähigen Materialien wie beispielsweise
aus Graphit lassen sich zwar auch mit wasserführender Flächentemperierung höhere Kühlleistungen
von über 100 W/m
2 erzielen, allerdings haben diese Flächenheiz- und/oder -kühlsysteme zumindest den
Nachteil, dass sie in der Anschaffung teuer sind.
[0010] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, für Flächenheiz- bzw. -kühlsysteme
der eingangs genannten Art die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile zu vermeiden,
und dazu ein Flächenelement zur Klimatisierung bzw. Temperierung von Gebäuden bereitzustellen,
welches sowohl in seiner Herstellung als auch im laufenden Betrieb günstig ist und
welches auch bei tiefen Temperaturen des Kühlmittels, beispielsweise bei einer Vorlauftemperatur
des Kühlmittels von 6°C und einer Rücklauftemperatur von 12°C betrieben werden kann,
ohne dass sich im Kühlbetrieb Kondensat an den Oberflächen des Flächenelementes bildet.
[0011] Diese Aufgabe wird bei einem Klimatisierungselement gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche
betreffen besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0012] Bei einem erfindungsgemäßen Klimatisierungselement zur Temperierung eines Gebäudeinnenraums,
umfassend zumindest ein Trägermittel sowie zumindest eine Wärmetauscheinrichtung,
welche an zumindest einer Seite des Trägermittels angeordnet und welche von einem
Wärmeträgermedium durchströmbar ist, ist zumindest eine Feuchteregulierende Schicht
aus einem diffusionsoffenen Material an zumindest einer Seite des Trägermittels aufgebracht,
wobei die Wärmetauscheinrichtung zumindest abschnittsweise mit der Feuchteregulierenden
Schicht in Verbindung steht.
[0013] Vorteilhaft ist bei dem Klimatisierungselement zumindest eine Feuchteregulierende
Schicht aus einem diffusionsoffenen und hygrisch aktiven Material hergestellt, welches
diffusionsoffene Material eine vergrößerte Verdunstungsoberfläche bereitstellt und
daher ein anfallendes Kondensat aufnehmen kann, ohne dass an der Oberfläche des Klimatisierungselements
sichtbares Kondensat auftritt. Die Raumluft dringt durch das diffusionsoffene Material
hindurch bis zum Wärmetauschelement, das im Kühlbetrieb eine Temperatur unter dem
örtlichen Taupunkt haben kann. Die Raumluft kondensiert dabei am Wärmetauschelement
aus und das Kondensat sammelt sich in den Poren des diffusionsoffenen Materials. Nach
Beendigung des täglichen Kühlbetriebs wird keine Wärmeenergie mehr vom Wärmetauschelement
des Klimatisierungselements abgeführt. Dadurch wird das Klimatisierungselement samt
der Feuchteregulierenden Schicht erwärmt und es beginnt eine Diffusionsumkehr, während
der das gesammelte Kondensat aus den Poren abgetrocknet wird. Als diffusionsoffenes
Material werden vorzugsweise Zement-Verbindungen eingesetzt. Die Vergrößerung der
Verdunstungsfläche erfolgt dabei durch ein Mikroporensystem, welches mit einem Feinstkapillarnetz
verbunden ist. Die anfallende Feuchtigkeit im Kühlbetrieb des Klimatisierungselements,
also kapillare Feuchtigkeit, hygroskopische Feuchte sowie Kondensation, wird durch
die vergrößerte Verdunstungsoberfläche der Feuchteregulierenden Schicht von dieser
mit hoher Geschwindigkeit abgeführt, wobei vorteilhaft das Klimatisierungselement
selbst oberflächlich trocken bleibt.
[0014] Aufgrund des diffusionsoffenen Materials der Feuchteregulierenden Schicht kann überschüssiges
Kondensat, welches beispielsweise tagsüber bzw. in Intervallen mit hoher Luftfeuchte
im Gebäudeinneren schadensfrei in der Feuchteregulierenden Schicht im Klimatisierungselement
gespeichert wird, beispielsweise während der Nachtstunden bzw. in Zeiten mit geringerer
Luftfeuchte wieder abtrocknen. Dieser Verdunstungsprozess während des Abtrocknens
der Feuchteregulierenden Schicht führt dem zu kühlenden Raum im Sinne einer adiabaten
Kühlung vorteilhaft weitere Kühlenergie zu. Dadurch wird die zuvor aufgewendete Energie
der Kondensation dem Raum wieder als Kühlenergie zugeführt.
[0015] Je nach Anwendungsfall können Klimatisierungselemente als abgehängte Plattenelemente
ausgeführt sein, die mittels entsprechender Aufhängungen als Deckensegel an einer
Gebäudedecke hängend befestigt sind, wobei vorteilhaft jeweils eine Oberseite sowie
eine Unterseite der Klimatisierungselemente als Wärmetauschflächen zur Verfügung stehen.
Ebenso können im Rahmen der Erfindung Klimatisierungselemente in eine Gebäudewand
oder eine Gebäudedecke integriert bzw. eingeputzt sein, wobei in diesem Fall nur eine
Außenfläche, insbesondere die Unterseite des Klimatisierungselements, als Wärmetauschfläche
mit dem Gebäudeinneren in Kontakt steht.
[0016] Im Rahmen der Erfindung ist es weiters möglich, in einem Klimatisierungselement unterschiedlichste
Trägermittel einzusetzen. Beispielsweise können eine oder mehrere flächige Trägerplatten
oder Trägermatten ebenso wie ein Trägergitter, Geflecht, Gewebe und/oder Vlies als
Trägermittel dienen. Je nach Ausführung und Gestalt der zumindest einen Wärmetauscheinrichtung
dient ein Trägermittel dazu, die Anordnung beispielsweise von Wärmetauschrohren der
Wärmetauscheinrichtung zueinander festzulegen und ein Trägermaterial für die Feuchteregulierende
Schicht zu bilden.
[0017] Die Wärmetauscheinrichtung steht dabei zumindest abschnittsweise mit der Feuchteregulierenden
Schicht in Verbindung oder ist in diese zumindest abschnittsweise eingebettet. Somit
wird insbesondere während des Betriebs des Klimatisierungselements zur Gebäudekühlung,
wenn sich also bevorzugt Kondensat an der Wärmetauscheinrichtung bildet, dieses sogleich
von der Feuchteregulierenden Schicht absorbiert.
[0018] Vorteilhaft bildet bei einem Klimatisierungselement gemäß der Erfindung die zumindest
eine Feuchteregulierende Schicht eine Außenfläche des Klimatisierungselements. Somit
kann von der Feuchteregulierenden Schicht an der Außenfläche des Klimatisierungselements
besonders rasch eine Überschussfeuchte aus der Raumluft aufgenommen bzw. eine Kondensatbildung
zuverlässig vermieden werden. Die Feuchteregulierende Schicht an der Außenfläche des
Klimatisierungselements bietet aufgrund der diffusionsoffenen großen Oberfläche vorteilhaft
auch eine schallabsorbierende Wirkung. Diese schallabsorbierende Wirkung kann durch
eine entsprechende geometrische Gestaltung der Oberfläche noch erhöht werden.
[0019] Zweckmäßig ist bei einem erfindungsgemäßen Klimatisierungselement die zumindest eine
Wärmetauscheinrichtung an zumindest einem Trägermittel befestigt. In dieser Ausführung
dient das Trägermittel zur Befestigung und Stabilisierung der Verteilerrohre und/oder
Kapillarrohre der Wärmetauscheinrichtung. Beispielsweise können Trägerplatten, Trägermatten
ebenso wie ein Trägergitter, Geflecht, Gewebe und/oder Vlies als Trägermittel dienen.
Vorteilhaft ist der Einsatz eines metallischen Trägermaterials beispielsweise aus
Aluminium, da es zusätzlich als Wärme- bzw. als Kälteleiter fungiert und damit die
Wärme- bzw. Kälteverteilung an der Oberfläche des Klimatisierungselements begünstigt.
[0020] In einer Weiterbildung der Erfindung ist bei einem Klimatisierungselement die zumindest
eine Wärmetauscheinrichtung in zumindest einem Trägermittel integriert. In dieser
Ausführung wird eine besonders kompakte Trägerstruktur bereitgestellt, wobei Verteilerrohre
und/oder Kapillarrohre der Wärmetauscheinrichtung beispielsweise in Trägerplatten,
Trägermatten oder Trägergitter des Trägermittels integriert sind. Abstände zwischen
den Rohren der Wärmetauscheinrichtung werden vom Trägermittel verbunden bzw. durch
dieses stabilisiert.
[0021] Zweckmäßig umfasst bei einem Klimatisierungselement die zumindest eine Wärmetauscheinrichtung
Verteilerrohre und/oder Kapillarrohre, welche vorzugsweise an zumindest ein Vorlaufsammelrohr
sowie zumindest ein Rücklaufsammelrohr angeschlossen sind. Je nach Anforderung an
das Klimatisierungselement können Wärmetauscheinrichtung mit Verteilerrohren bzw.
mit Kapillarrohren mit beliebigen Querschnittsgeometrien eingesetzt werden. So ist
es im Rahmen der Erfindung möglich, beispielsweise Verteilerrohre mit kreisförmigem
und/oder mit ovalem Querschnitt einzusetzen. Ebenso ist es denkbar, Verteilerrohre
und/oder Kapillarrohre einzusetzen, die an ihren Außenseiten beispielsweise gerillte
oder strukturierte Oberflächen aufweisen. Dadurch werden sowohl der Wärmeübergang
als auch die Befestigung der Wärmetauscheinrichtungen zum umgebenden Material verbessert.
Die Rohre können beispielsweise aus Kunststoff oder aus einem wärmeleitenden Metall,
beispielsweise aus Kupfer oder aus Legierungen enthaltend Kupfer hergestellt sein.
Vorlaufsammelrohre bzw. Rücklaufsammelrohre, die mehrere Verteilerrohre oder Kapillarrohre
miteinander verbinden, bieten bekanntermaßen den Vorteil, dass die Anzahl der erforderlichen
Anschlüsse für das Wärmeträgermedium verringert werden können. So ist es beispielsweise
einfach möglich, die Vorlaufsammelrohre bzw. Rücklaufsammelrohre mehrerer Klimatisierungselemente
seriell oder parallel miteinander zu verbinden.
[0022] In weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist bzw. sind bei einem Klimatisierungselement
die Verteilerrohre und/oder die Kapillarrohre und/oder zumindest ein Vorlaufsammelrohr
und/oder zumindest ein Rücklaufsammelrohr zumindest abschnittsweise in der Feuchteregulierenden
Schicht eingebettet. Vorteilhaft wird in dieser Ausführung eine mögliche Kondensatbildung
an den Rohren der Wärmetauscheinrichtung zuverlässig verhindert, da diese zumindest
abschnittsweise in der Feuchteregulierenden Schicht eingebettet sind und Kondensat
von dieser rasch absorbiert wird.
[0023] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist bei einem Klimatisierungselement
die zumindest eine Feuchteregulierende Schicht aus einem diffusionsoffenen Material
einen Luftporengehalt von zumindest 35% sowie eine wasserdampfdiffusionsäquivalente
Luftschichtdicke von höchstens 0,5 m auf. Als einzuhaltende Grenzwerte der Feuchteregulierenden
Schicht werden die vorgenannten physikalischen Eigenschaften definiert. Die Wasserdampf-Diffusionsstromdichte
des Materials der Feuchteregulierenden Schicht fällt in Anlehnung an die DIN EN 1062-1
Tabelle 4 dabei in die Klasse V1.
[0024] Zweckmäßig ist bei einem erfindungsgemäßen Klimatisierungselement die Feuchteregulierende
Schicht aus einem Porenputz/Sanierputz aus luftreichen Mörtelschichten enthaltend
Zuschlagstoffe hergestellt. Vorteilhaft ist ein Porenputz/Sanierputz, der als diffusionsoffene
Materialschicht eingesetzt wird, einfärbbar bzw. strukturierbar, weshalb in dieser
Variante die Feuchteregulierende Schicht besonders flexibel in unterschiedlichen Farben
und/oder Strukturen ausgeführt sein kann. Ein diffusionsoffener Porenputz/Sanierputz
ermöglicht damit nicht nur große Oberfläche für die Aufnahme bzw. Verdunstung von
Kondensat und überschüssiger Feuchte, sondern bietet zusätzlich auch eine schallabsorbierende
Wirkung. Unter der Bezeichnung Porenputz/Sanierputz werden im Rahmen der Erfindung
am Markt erhältliche Spezialputze verstanden, die aufgrund ihrer diffusionsoffenen
Porenstruktur Überschussfeuchte aus der Luft bzw. Kondensat aufnehmen und die gesammelte
Feuchtigkeit bei Diffusionsumkehr auch wieder nach außen leiten und damit entfeuchtend
wirken. "Sanierputze" werden von zahlreichen Herstellern von Mauerputzen hergestellt.
"Sanierputze nach WTA" sind von der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft
für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V. mit Sitz in Deutschland) zertifiziert.
Unter der Bezeichnung "Porenputze" sind beispielsweise die Produkte Diffupor
®, Poroment
® sowie Hydroment
® am Markt erhältlich.
[0025] Bevorzugt enthält bei einem Klimatisierungselement der Porenputz/Sanierputz Tenside
als Zuschlagstoff, wobei von 100 g bis 1000 g Tenside je 100 l Mörtel, vorzugsweise
von 300 g bis 500 g Tenside je 100 l Mörtel, dem Porenputz/Sanierputz zugesetzt sind.
Die Rezeptur der zugesetzten Tenside spielt eine große Rolle bei der Bildung der Luftporen
beim Herstellen von Luftporenbeton mit dem Porenputz/Sanierputz. Der Tensidanteil
im Mörtel beeinflusst auch die feuchteregulierende Wirkung des Luftporenbetons.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung umfasst bei einem Klimatisierungselement
das zumindest eine Trägermittel eine flächige Trägerplatte, welche Trägerplatte vorzugsweise
aus einem Streckmetall hergestellt ist. Vorteilhaft kann im Rahmen der Erfindung beispielsweise
eine Gipskartonplatte als Trägerplatte eingesetzt werden kann, wobei Rohre der Wärmetauscheinrichtung
in dem flächigen Trägermittel integriert sind. Abstände zwischen den Rohren werden
von der Trägerplatte verbunden bzw. durch diese stabilisiert. In einer bevorzugten
Ausführung wird als Trägermittel eine Trägerplatte aus Streckmetall eingesetzt, da
diese eine besonders hohe Steifigkeit aufweist und ein unerwünschtes Durchhängen der
Klimatisierungselemente damit zuverlässig verhindert wird.
[0027] In einer Weiterbildung der Erfindung ist bei einem Klimatisierungselement, welches
weiterhin zumindest eine Stabilisierungsplatte umfasst, die Stabilisierungsplatte
vorzugsweise an einer Oberseite des Klimatisierungselements befestigt. Erforderlichenfalls
wird zur statischen Stabilisierung des Klimatisierungselements, wie z.B. gegen Durchhängen,
zusätzlich eine Stabilisierungsplatte am Klimatisierungselement befestigt. Die Befestigung
der Stabilisierungsplatte am Klimatisierungselement erfolgt dabei beispielsweise durch
Kleben oder eine entsprechende stoffschlüssige Verbindung oder durch eine mechanische
Verbindung. Die Stabilisierungsplatte ist dabei vorzugsweise auf der oberen Seite
des Plattenelementes angeordnet. Um im Kühlbetrieb des Klimatisierungselements eine
unerwünschte Kondensatbildung an der Stabilisierungsplatte zu vermeiden, ist diese
beispielsweise perforiert oder gelocht ausgeführt. Allfällig sich an der Stabilisierungsplatte
bildendes Kondensat kann durch die Perforierungsöffnungen oder Lochungen hindurch
in die Feuchteregulierende Schicht gelangen und dort gesammelt werden.
[0028] Besonders zweckmäßig umfasst ein Klimatisierungselement weiterhin zumindest eine
Faserverstärkungsschicht, wobei die Faserverstärkungsschicht zumindest abschnittsweise
in der Feuchteregulierenden Schicht eingebettet ist und die Faserverstärkungsschicht
vorzugsweise Glasfasern enthält. Die Faserverstärkungsschicht dient dabei zur statischen
Stabilisierung des Klimatisierungselementes, wie z.B. gegen Durchhängen. Vorzugsweise
sind Zuschlagsstoffe wie Faserstoffe, vorzugsweise Glasfasern oder faserige Haltestoffe,
der Faserverstärkungsschicht beigemengt.
[0029] Besonders vorteilhaft ist bei einem Klimatisierungselement gemäß der Erfindung, welches
weiterhin zumindest eine Wärmedämmschicht umfasst, die Wärmedämmschicht an einer Oberseite
des Klimatisierungselements befestigt und bildet vorzugsweise eine Außenfläche des
Klimatisierungselements. Die Wärmedämmschicht dient dabei zur thermischen Optimierung
des Klimatisierungselements. Um den Wärmefluss in einem Gebäudeinnenraum zu erhöhen,
ist eine Dämmplatte auf der oberen Seite des Klimatisierungselements angeordnet. Zweckmäßig
wird diese Dämmplatte beispielsweise am Klimatisierungselement angeklebt oder mechanisch
mit diesem verbunden. Wird das Klimatisierungselement in einer Betondecke mit eingegossen
so dient die Wärmedämmschicht im Kühlbetrieb als Isolierung zur Betondecke hin, um
eine raschere Abkühlung des Gebäudeinneren zu erreichen.
[0030] Vorteilhaft erfolgt bei einem Klimatisierungselement gemäß der Erfindung die Wärmeübertragung
vom Klimatisierungselement an den umgebenden Gebäudeinnenraum vorwiegend durch Strahlungswärme.
Dies ist insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen vorteilhaft, da zusätzliche Lüftungseinrichtungen
bzw. -anschlüsse, die sonst üblicherweise zum Betrieb von konvektiven Klimatisierungselementen
erforderlich sind, bei einem vorwiegend nach dem Prinzip der Wärmestrahlung arbeitenden
Klimatisierungselement nicht notwendig sind.
[0031] Im Rahmen der Erfindung kann auch ein Klimatisierungssystem zur Temperierung von
Gebäudeinnenräumen angegeben werden, welches zumindest zwei erfindungsgemäße Klimatisierungselemente
umfasst, wobei die Wärmetauscheinrichtungen der zumindest zwei Klimatisierungselemente
kommunizierend miteinander verbunden und von einem Wärmeträgermedium gemeinsam durchströmbar
sind.
[0032] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Erläuterung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1 in einer isometrischen Ansicht von vorne einen Gebäudeinnenraum mit mehreren
Klimatisierungselementen;
- Fig. 2 in einer Schnittansicht von der Seite eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements;
- Fig. 3 in einer Schnittansicht von der Seite eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements;
- Fig. 4 in einer Schnittansicht von der Seite eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements;
- Fig. 5 in einer Schnittansicht von der Seite eine vierte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements;
- Fig. 6 in einer Schnittansicht von der Seite eine fünfte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements;
- Fig. 7 in einer isometrischen Ansicht in Explosionsdarstellung Details möglicher Kombinationen
an Schichten eines erfindungsgemäßen Klimatisierungselements.
[0033] Fig. 1 zeigt mehrere längliche Klimatisierungselemente 1, die jeweils abgehängt von
einer Gebäudedecke 110 in einem Gebäudeinnenraum 100 befestigt sind. Die plattenförmigen
Klimatisierungselemente 1 sind jeweils von der Gebäudedecke 110 beabstandet im Innenraum
100 befestigt, weshalb sie jeweils mit einer Oberseite 2 bzw. einer ersten Außenfläche
2 sowie mit einer Unterseite 4 bzw. einer zweiten Außenfläche 4 in Kontakt mit dem
Luftraum stehen. Zur Aufhängung 50 der Klimatisierungselemente 1 dienen hier beispielsweise
Stahlseile. Im Inneren der Klimatisierungselemente 1 weisen diese jeweils ein flächiges
Trägermittel 10 mit einer Oberseite 12 sowie einer Unterseite 14 des Trägermittels
10 auf. Als Trägermittel 10 wird hier eine Trägerplatte 15 aus Streckmetall verwendet,
wie sie beispielsweise auch in Fig. 2 veranschaulicht ist. Als Wärmetauscheinrichtungen
20 sind hier jeweils über die Fläche des plattenförmigen Klimatisierungselements 1
verteilt mehrere Verteilerrohre 21 parallel zueinander in Längsrichtung der Klimatisierungselemente
1 angeordnet. Die Verteilerrohre 21 sind jeweils an ihren Enden an einer ersten Schmalseite
des Klimatisierungselements 1 mit einem Vorlaufsammelrohr 22 bzw. an einer gegenüberliegenden,
zweiten Schmalseite des Klimatisierungselements mit einem Rücklaufsammelrohr 23 miteinander
verbunden. Vorlaufsammelrohr 22 bzw. Rücklaufsammelrohr 23 sind hier im Wesentlichen
rechtwinkelig zu den Verteilerrohren 21 angeordnet. Die Wärmetauscheinrichtungen 20
sind an der Trägerplatte 15 ortsfest befestigt.
[0034] Im linken Bildteil von Fig. 1 sind zwei Klimatisierungselemente 1 dargestellt, die
an ihren Schmalseiten miteinander verbunden sowie in Längsrichtung fluchtend an der
Gebäudedecke 110 montiert sind. Dazu sind die entsprechenden Vorlaufsammelrohre 22
bzw. Rücklaufsammelrohre 23 der einzelnen Klimatisierungselemente 1 leitend miteinander
verbunden, wobei je nach Design der Installation die Wärmetauscheinrichtungen 20 der
Klimatisierungselemente 1 seriell oder parallel kommunizierend miteinander verbunden
und von einem Wärmeträgermedium 200 durchströmt werden können. Als Wärmeträgermedium
200 dient hier beispielsweise Wasser, das je nach Klimatisierungsaufgabe wahlweise
erwärmt wird und als Warmwasser zur Gebäudeheizung dient oder aber gekühlt als Kaltwasser
zur Gebäudekühlung eingesetzt wird. Die externen Einrichtungen, Apparaturen und Armaturen,
die zur Kaltwasser- bzw. Warmwassererzeugung und -speicherung erforderlich sind, sind
dem Fachmann an sich bekannt und der besseren Übersicht wegen in den Figuren nicht
dargestellt. Im rechten, hinteren Bildteil von Fig. 1 ist ein in Längsrichtung durchgehendes
Klimatisierungselement 1 dargestellt, wobei sowohl das linke, vordere als auch das
rechte Klimatisierungselement 1 jeweils teilweise frei geschnitten dargestellt ist
und somit die parallel zueinander angeordneten Verteilerrohre 21 im Inneren der Klimatisierungselemente
1 sichtbar sind.
[0035] An ihren Unterseiten 4 weisen die Klimatisierungselemente 1 jeweils eine Feuchteregulierende
Schicht 30 aus einem diffusionsoffenen Material 35 auf. Sollte sich im Kühlbetrieb
beispielsweise tagsüber aufgrund von hoher Luftfeuchte im Gebäudeinneren 100 außenseitig
an den Klimatisierungselementen 30 Kondensat bilden, so wird dieses von der Feuchteregulierenden
Schicht 30 aufgenommen. Zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise nachts, wenn die
Luftfeuchte nicht mehr so hoch ist, wird die von der Feuchteregulierenden Schicht
30 absorbierte Feuchte wieder an die Umgebungsluft abgegeben und die Feuchteregulierende
Schicht 30 abgetrocknet, die somit erneut zur Aufnahme von Überschussfeuchte in der
Luft bzw. von Kondensat zur Verfügung steht.
[0036] Ebenso könnte ein Klimatisierungselement 1 direkt in der Gebäudedecke 110 eingeputzt
oder ohne Abstand direkt auf dieser flächig aufliegend montiert sein. Ebenso könnte
ein Klimatisierungselement 1 als Wandelement an einer Gebäudewand 120 befestigt sein.
[0037] Fig. 2 veranschaulicht in einer Schnittansicht eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements 1, wie es beispielsweise in Fig.1 zum Einsatz gelangt. Im
Inneren des Klimatisierungselements 1 dient eine Trägerplatte 15 aus Streckmetall
als Trägermittel 10, an der die Wärmetauscheinrichtungen 20, also die Verteilerrohre
21 sowie die Sammelrohre 22, 23 befestigt sind. Die Trägerplatte 15 weist eine Höhe
16 auf. Die Verteilerrohre 24 weisen hier einen kreisförmigen Durchmesser 24 bzw.
eine Höhe 24 auf und sind in einem Abstand 26 voneinander beabstandet. Aufhängungsschlaufen
50, die zur Befestigung von entsprechend an der Gebäudedecke befestigten Montageseilen
oder -ketten dienen, sind ebenfalls mit der Trägerplatte 15 verbunden. An der Oberseite
12 sowie an der Unterseite 14 der Trägerplatte 15 sind jeweils Feuchteregulierende
Schichten 30 aufgebracht, welche jeweils die Oberseite 2 bzw. die Unterseite 4 des
Klimatisierungselements 1 bilden. Die untere Feuchteregulierende Schicht 30 weist
eine Höhe 31 und die obere Feuchteregulierende Schicht 30 weist eine Höhe 32 auf.
Beide Feuchteregulierenden Schichten 30 sind im Randbereich des Klimatisierungselements
1 miteinander verbunden und jeweils aus einem offenporigen Porenputz/Sanierputz 35
aus luftreichen Mörtelschichten mit Tensiden als Zuschlagstoffen hergestellt. Somit
wird hier das diffusionsoffene Material 35 der Feuchteregulierenden Schichten 30 jeweils
aus offenporigem Porenputz/Sanierputz 35 gebildet.
[0038] Fig. 3 veranschaulicht in einer Schnittansicht eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements 1, wobei zusätzlich zu der in Fig. 2 veranschaulichten Ausführung
hier an der Oberseite der oberen Feuchteregulierenden Schicht 30 eine Wärmedämmschicht
80 mit einer Höhe 81 angebracht ist. Die Wärmedämmschicht 80 bildet hier die obere
Außenfläche 2 des Klimatisierungselements 1.
[0039] Fig. 4 zeigt in einer Schnittansicht von der Seite eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements 1, bei der die Wärmetauscheinrichtungen 20, also die Verteilerrohre
21 sowie die Sammelrohre 22, 23, in einer Faserverstärkungsschicht 70 als Teil der
Feuchteregulierenden Schicht 30 eingebettet sind. Die Faserverstärkungsschicht 70
weist eine Höhe 71 auf und dient dabei zur statischen Stabilisierung des Klimatisierungselements
1. Als Trägermittel 10 dient hier eine Trägermatte 15 aus zwei Lagen von zueinander
versetzt angeordneten Trägerlamellen. Durch die Faserverstärkungsschicht 70, die an
der Unterseite der Trägermatte 15 befestigt ist und in der Glasfasern beigemengt sind,
wird einerseits die Haftung und Verbindung mit der unteren Feuchteregulierenden Schicht
30 aus Porenputz/Sanierputz 35 verbessert und andererseits ein Durchhängen des Klimatisierungselements
1 verhindert.
[0040] Fig. 5 stellt in einer Schnittansicht eine vierte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements 1 dar, bei dem ein Trägergitter als Trägermittel 10 dient,
an dem die Wärmetauscheinrichtungen 20, also die Verteilerrohre 21 sowie die Sammelrohre
22, 23, befestigt sind. Zusätzlich ist hier oberhalb des Trägergitters 10 eine Stabilisierungsplatte
60 mit einer Höhe 61 vorgesehen. Die Stabilisierungsplatte 60 ist aus Streckmetall
hergestellt und dient zur Stabilisierung und Versteifung des Klimatisierungselements
1, bei dem an der Oberseite 2 zusätzlich eine Wärmedämmschicht 80 angeordnet ist.
[0041] Fig. 6 in einer Schnittansicht von der Seite eine fünfte Ausführung eines erfindungsgemäßen
Klimatisierungselements 1, wobei hier im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Ausführungen
die Schichthöhe 31 der unteren Feuchteregulierenden Schicht 30 weiter erhöht ist und
als besonders stark strukturierte Schallabsorptionsschicht 90 mit einer Höhe 91 der
Schallabsorptionsschicht 90 ausgeführt ist.
[0042] Fig. 7 zeigt in einer isometrischen Ansicht in Explosionsdarstellung Details möglicher
Kombinationen an Schichten, die im Rahmen eines erfindungsgemäßen Klimatisierungselements
1 zum Einsatz kommen können. Von oben nach unten zeigt die mit Pfeil "A" bezeichnete
Schicht ein plattenförmiges Trägermittel 10, in das Verteilerrohre 21 der Wärmetauscheinrichtung
20 eingefräst sind. Beispielsweise ist bei der mit A" bezeichneten Anordnung an der
Oberseite des Trägermittels 10 eine - hier nicht gezeigte - Feuchteregulierende Schicht
30 aufgebracht, in welche die Verteilerrohre 21 zumindest teilweise eingebettet sind.
[0043] Die mit Pfeil "B" bezeichnete Schicht zeigt alternativ oder in Ergänzung zur Schicht
"A" Verteilerrohre 21 der Wärmetauscheinrichtung 20, die in einer Trägermittelschicht
10 zur Gänze eingebettet bzw. in diese integriert sind. Die hier gezeigte Trägermittelschicht
10 umfasst eine Trägerplatte, die eine Feuchteregulierende Schicht enthält.
[0044] Die mit Pfeil "C" bezeichnete Schicht zeigt alternativ oder in Ergänzung zu den zuvor
genannten Schichten eine Trägermittelschicht 10 mit einer Wärmetauscheinrichtung 20
mit Kapillarrohren 25, die hier in einem Abstand 27 parallel zueinander angeordnet
in der Trägermittelschicht 10 zur Gänze eingebettet bzw. in diese integriert sind.
[0045] Die mit Pfeil "D" bezeichnete Schicht zeigt eine Faserverstärkungsschicht 70 mit
einer Höhe 71, die erforderlichenfalls zur Verstärkung des Klimatisierungselements
1 dient. Ebenso kann die Faserverstärkungsschicht 70 als Putzträger zur Verstärkung
für einen Porenputz/Sanierputz 35, der als Feuchteregulierende Schicht 30 dient, verwendet
werden.
[0046] Die mit Pfeil "E" bezeichneten Schichten zeigen eine Stabilisierungsplatte 60 beispielsweise
aus Gipskarton sowie eine Feuchteregulierende Schicht 30, die an der Unterseite der
Stabilisierungsplatte 60 angebracht ist.
[0047] Die mit Pfeil "F" bezeichneten Schichten zeigen eine Stabilisierungsplatte 60 beispielsweise
aus Gipskarton, wobei an deren Unterseite eine Feuchteregulierende Schicht 30 sowie
an deren Oberseite eine Wärmedämmschicht 80 befestigt sind.
[0048] Die mit Pfeil "G" bezeichneten Schichten zeigen eine Wärmedämmschicht 80, an deren
Unterseite eine Feuchteregulierende Schicht 30 befestigt ist.
LISTE DER POSITIONSBEZEICHNUNGEN
[0049]
- 1
- Klimatisierungselement
- 2
- Oberseite bzw. erste Außenfläche des Klimatisierungselements
- 4
- Unterseite bzw. zweite Außenfläche des Klimatisierungselements
- 10
- Trägermittel
- 12
- Oberseite des Trägermittels
- 14
- Unterseite des Trägermittels
- 15
- Trägerplatte
- 16
- Höhe der Trägerplatte
- 20
- Wärmetauscheinrichtung
- 21
- Verteilerrohr
- 22
- Vorlaufsammelrohr
- 23
- Rücklaufsammelrohr
- 24
- Höhe bzw. Durchmesser des Verteilerrohrs
- 25
- Kapillarrohr
- 26
- Abstand zwischen benachbarten Verteilerrohren
- 27
- Abstand zwischen benachbarten Kapillarrohren
- 30
- Feuchteregulierende Schicht
- 31
- Höhe der (ersten) Feuchteregulierenden Schicht
- 32
- Höhe der (zweiten) Feuchteregulierenden Schicht
- 35
- diffusionsoffenes Material; Porenputz/Sanierputz
- 50
- Aufhängung
- 60
- Stabilisierungsplatte
- 61
- Höhe der Stabilisierungsplatte
- 70
- Faserverstärkungsschicht
- 71
- Höhe der Faserverstärkungsschicht
- 80
- Wärmedämmschicht
- 81
- Höhe der Wärmedämmschicht
- 90
- Schallabsorptionsschicht
- 91
- Höhe der Schallabsorptionsschicht
- 100
- Gebäudeinnenraum
- 110
- Gebäudedecke
- 120
- Gebäudewand
- 200
- Wärmeträgermedium
1. Klimatisierungselement (1) zur Temperierung eines Gebäudeinnenraums (100), umfassend
zumindest ein Trägermittel (10) sowie zumindest eine Wärmetauscheinrichtung (20),
welche an zumindest einer Seite (12,14) des Trägermittels (10) angeordnet und welche
von einem Wärmeträgermedium (200) durchströmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Feuchteregulierende Schicht (30) aus einem diffusionsoffenen Material
(35) an zumindest einer Seite (12,14) des Trägermittels (10) aufgebracht ist, wobei
die Wärmetauscheinrichtung (20) zumindest abschnittsweise mit der Feuchteregulierenden
Schicht (30) in Verbindung steht.
2. Klimatisierungselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Feuchteregulierende Schicht (30) eine Außenfläche (2,4) des Klimatisierungselements
(1) bildet.
3. Klimatisierungselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Wärmetauscheinrichtung (20) an zumindest einem Trägermittel (10)
befestigt ist.
4. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Wärmetauscheinrichtung (20) in zumindest einem Trägermittel (10)
integriert ist.
5. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Wärmetauscheinrichtung (20) Verteilerrohre (21) und/oder Kapillarrohre
(25) umfasst, welche vorzugsweise an zumindest ein Vorlaufsammelrohr (22) sowie ein
Rücklaufsammelrohr (23) angeschlossen sind.
6. Klimatisierungselement (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerrohre (21) und/oder die Kapillarrohre (25) und/oder zumindest ein Vorlaufsammelrohr
(22) und/oder zumindest ein Rücklaufsammelrohr (23) zumindest abschnittsweise in der
Feuchteregulierenden Schicht (30) eingebettet ist bzw. sind.
7. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Feuchteregulierende Schicht (30) aus einem diffusionsoffenen Material
(35) einen Luftporengehalt von zumindest 35% sowie eine wasserdampfdiffusionsäquivalente
Luftschichtdicke von höchstens 0,5 m aufweist.
8. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchteregulierende Schicht (30) aus einem Porenputz/Sanierputz (35) aus luftreichen
Mörtelschichten enthaltend Zuschlagstoffe hergestellt ist.
9. Klimatisierungselement (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Porenputz/Sanierputz (35) Tenside als Zuschlagstoff enthält, wobei von 100 g
bis 1000 g Tenside je 100 l Mörtel, vorzugsweise von 300 g bis 500 g Tenside je 100
l Mörtel, dem Porenputz/Sanierputz (35) zugesetzt sind.
10. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Trägermittel (10) eine flächige Trägerplatte (15) umfasst, welche
Trägerplatte (15) vorzugsweise aus einem Streckmetall hergestellt ist.
11. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, weiterhin umfassend
zumindest eine Stabilisierungsplatte (60), dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsplatte (60) vorzugsweise an einer Oberseite (2) des Klimatisierungselements
(1) befestigt ist.
12. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, weiterhin umfassend
zumindest eine Faserverstärkungsschicht (70), dadurch gekennzeichnet, dass die Faserverstärkungsschicht (70) zumindest abschnittsweise in der Feuchteregulierenden
Schicht (30) eingebettet ist, wobei die Faserverstärkungsschicht (70) vorzugsweise
Glasfasern enthält.
13. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, weiterhin umfassend
zumindest eine eine Wärmedämmschicht (80), dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (80) an einer Oberseite (2) des Klimatisierungselements (1)
befestigt ist und vorzugsweise eine Außenfläche (2) des Klimatisierungselements (1)
bildet.
14. Klimatisierungselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragung vom Klimatisierungselement (1) an einen Gebäudeinnenraum (100)
vorwiegend durch Strahlung erfolgt.
15. Klimatisierungssystem zur Temperierung von Gebäudeinnenräumen (100), umfassend zumindest
zwei Klimatisierungselemente (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscheinrichtungen (20) der zumindest zwei Klimatisierungselemente (1)
kommunizierend miteinander verbunden und von einem Wärmeträgermedium (200) gemeinsam
durchströmbar sind.