[0001] Ausführungsbeispiele der Erfindung betreffen eine Betriebsschaltung für ein Leuchtmittel
und ein Verfahren zum Erfassen eines Steuersignals. Insbesondere betreffen Ausführungsbeispiele
der Erfindung Betriebsschaltungen und Verfahren, bei denen Steuersignale an die Betriebsschaltung
in Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten von Halbwellen einer Versorgungsspannung
übertragen werden können.
[0002] Betriebsschaltungen für nicht konventionelle Leuchtmittel, wie LED-basierte Leuchtmittel,
dienen dazu, eine Versorgungsspannung oder einen Versorgungsstrom für das Leuchtmittel
bereitzustellen. Beispiele für derartige Betriebsschaltungen sind LED-Konverter. Zusätzliche
Funktionen können in derartige Betriebsschaltungen integriert sein. Beispielsweise
können die Betriebsschaltungen eingerichtet sein, um Steuersignale über eine Versorgungsleitung
zu empfangen. Derartige Steuersignale können beispielsweise in Phasenanschnitten und/oder
Phasenabschnitten von Halbwellen der Versorgungsspannung kodiert sein. Durch die Übertragung
von Steuersignalen über Versorgungsleitungen kann der Installationsaufwand für die
Betriebsschaltung oder die diese umfassende Leuchte gering gehalten werden.
[0003] Betriebsschaltungen wie LED-Konverter können eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung,
die in der Technik auch als PFC ("Power Factor Correction")-Schaltung bezeichnet wird,
umfassen. Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung wird eingesetzt, um Oberwellenströme
in einem Eingangsstrom zu verringern oder zu beseitigen. Oberwellenströme können insbesondere
bei nicht-linearen Verbrauchern, wie es beispielsweise Gleichrichter mit nachfolgender
Glättung in Netzteilen sind, auftreten, da bei derartigen Verbrauchern der Eingangsstrom
trotz der sinusförmigen Eingangsspannung in seiner Phase verschoben und nicht-sinusförmig
verzerrt wird. Den dabei auftretenden höherfrequenten Oberschwingungen kann durch
eine dem jeweiligen Gerät vorgeschaltete Leistungsfaktorkorrekturschaltung entgegengewirkt
werden.
[0004] Die Erkennung von Steuersignalen, die an einem Versorgungseingang der Betriebsschaltung
empfangen werden, kann beispielsweise durch Überwachungsschaltung erfolgen, die das
Eingangssignal überwacht. Derartige nur zum Zweck der Erkennung von Phasenanschnitten
und/oder Phasenabschnitten vorgesehene Überwachungsschaltungen erhöhen die Komplexität,
die Kosten und den Bauraum der Betriebsschaltung.
[0005] Ausführungsbeispielen der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte Betriebsschaltungen,
Leuchten und Verfahren anzugeben, die für einen Empfang von Steuersignalen über eine
Versorgungsleitung eingerichtet ist. Ausführungsbeispielen der Erfindung liegt insbesondere
die Aufgabe zugrunde, derartige Betriebsschaltungen, Leuchten und Verfahren anzugeben,
die die schaltungstechnische Komplexität zur Erkennung von Phasenanschnitten und/oder
Phasenabschnitten verringern.
[0006] Nach Ausführungsbeispielen werden ein Betriebsgerät, eine Leuchte und ein Verfahren
mit den in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen Merkmalen bereitgestellt. Die abhängigen
Ansprüche definieren Ausführungsformen.
[0007] Nach Ausführungsbeispielen weist eine Betriebsschaltung eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung
auf. Zum Erkennen von Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten wird eine in der
Leistungsfaktorkorrekturschaltung vorhandene Information ausgewertet. Dadurch kann
ausgenutzt werden, dass das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung, beispielsweise
das zeitabhängige getaktete Schalten eines steuerbaren Schalters der Leistungsfaktorkorrekturschaltung,
davon abhängt, ob eine Halbwelle der Versorgungsspannung einen Phasenanschnitt und/oder
Phasenabschnitt aufweist oder nicht.
[0008] Die Information über das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann von
einer Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung bereitgestellt werden. Eine
Steuereinrichtung des Betriebsgeräts kann die Information, die beispielsweise in ein
oder zwei Bit enthalten sein kann, auswerten, um zu erkennen, ob eine Halbwelle der
Versorgungsspannung einen Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt aufweist oder nicht.
[0009] Als Reaktion auf die Erkennung eines Steuersignals, das in einem oder mehreren Phasenanschnitten
und/oder Phasenabschnitten übertragen werden kann, kann die Betriebsschaltung beispielsweise
einen Dimmvorgang, einen Farbsteuerungsvorgang oder eine Übertragung von Statusinformation
einleiten.
[0010] Nach einem Ausführungsbeispiel wird eine Betriebsschaltung für ein Leuchtmittel angegeben.
Die Betriebsschaltung kann zur Verwendung mit einem Leuchtmittel, das wenigstens eine
Leuchtdiode (LED) umfasst, eingerichtet sein. Die Betriebsschaltung umfasst einen
Eingang zum Empfangen einer Versorgungsspannung eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung
und eine Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung ist eingerichtet, um die Betriebsschaltung
abhängig von Steuersignalen zu steuern, die in Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten
der Versorgungsspannung kodiert sind. Die Steuereinrichtung ist eingerichtet, um abhängig
von einem Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung einen Phasenanschnitt und/oder
Phasenabschnitt zu detektieren.
[0011] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann einen steuerbaren Schalter umfassen. Die
Steuereinrichtung kann eingerichtet ist, um abhängig von eine Zeitablauf von Schaltvorgängen
des steuerbaren Schalters der Leistungsfaktorkorrekturschaltung den Phasenanschnitt
und/oder Phasenabschnitt zu detektieren.
[0012] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann die Topologie eines Aufwärtswandlers,
eine Sperrwandlers oder eine andere Wandler-Topologie aufweist. Der steuerbare Schalter
kann getaktet betätigt werden, um eine Verringerung der gesamten harmonischen Verzerrung
("total harmonic distortion", THD) zu bewirken.
[0013] Der steuerbare Schalter kann getaktet betätigt werden, um Energie in einer Induktivität
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung zu speichern und aus der Induktivität in einen
Kondensator zu entladen.
[0014] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um abhängig von einer Information über
einen Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung den Phasenanschnitt und/oder
Phasenabschnitt zu detektieren.
[0015] Der Parameter kann abhängig sein von einer T
on-Zeit, während der der steuerbare Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung in
einen Ein-Zustand geschaltet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Parameter abhängig
sein von einer T
off-Zeit, während der der steuerbare Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung in
einen Ein-Zustand geschaltet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Parameter abhängig
sein von einer Schaltzyklusdauer des steuerbaren Schalters der Leistungsfaktorkorrekturschaltung.
Dadurch kann zur Erkennung des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts genutzt
werden, dass das Ein- und Ausschalten des steuerbaren Schalters Leistungsfaktorkorrekturschaltung
zur Verringerung der THD mit einem Zeitablauf erfolgt, der von dem Betrag der Versorgungsspannung
abhängt.
[0016] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann eingerichtet sein, um den Parameter wenigstens
bei einer Nullstelle der Versorgungsspannung zur Leistungsfaktorkorrektur zu verändern.
Eine Steuer- oder Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann den Parameter
automatisch abhängig von dem Betrag der Versorgungsspannung einstellen. Die logische
Information, ob sich die Versorgungsspannung nur für eine Dauer nahe bei Null befindet,
die einem normalen Nulldurchgang der Versorgungsspannung entspricht, oder für eine
Dauer nahe bei Null befindet, die aufgrund des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts
verlängert ist, kann von der Steuereinrichtung verwendet werden, um das Steuersignal
zu detektieren.
[0017] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um abhängig von einer Dauer, während
der Parameter bei der Nullstelle der Versorgungsspannung verändert ist, den Phasenanschnitt
und/oder Phasenabschnitt zu detektieren
[0018] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann eingerichtet sein, um die T
on-Zeit zu erhöhen, wenn ein Betrag der Versorgungsspannung kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert
ist.
[0019] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann eingerichtet sein, um unter Verwendung
wenigstens eines Kennfelds, das Veränderungen der T
on-Zeit abhängig vom aktuellen Wert der Versorgungsspannung definiert, die T
on-Zeit zu erhöhen.
[0020] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um abhängig von einer Dauer, während
der die T
on-Zeit erhöht ist, den Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt zu detektieren.
[0021] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um den Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt
abhängig von wenigstens einem Zustandssignal der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
zu detektieren.
[0022] Das wenigstens eine Zustandssignal kann angeben oder aus dem wenigstens einen Zustandssignal
kann ableitbar sein, ob die Dauer kleiner oder größer als ein Zeit-Schwellenwert ist.
[0023] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann eine integrierte Hableiterschaltung zum
Steuern des steuerbaren Schalters umfassen, die eingerichtet ist, um das wenigstens
eine Zustandssignal zu erzeugen.
[0024] Das wenigstens eine Zustandssignal kann durch wenigstens zwei Bits einer Speichereinrichtung
der Betriebsschaltung repräsentiert werden.
[0025] Die wenigstens zwei Bits können durch die integrierte Halbleiterschaltung der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
gesetzt werden.
[0026] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um für eine Mehrzahl von Halbwellen
der Versorgungsspannung jeweils zu detektieren, ob ein Phasenabschnitt und/oder ein
Phasenabschnitt vorliegt, um ein in einer Binärfolge kodiertes Steuersignal zu empfangen.
[0027] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um für eine Mehrzahl von Halbwellen
der Versorgungsspannung abhängig vom Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
jeweils zu detektieren, welchem Winkel der Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt
entspricht.
[0028] Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um abhängig von den Steuersignalen
einen Dimmvorgang auszuführen.
[0029] Die Steuereinrichtung kann alternativ oder zusätzlich eingerichtet sein, um abhängig
von den Steuersignalen eine Farbsteuerung auszuführen.
[0030] Die Steuereinrichtung kann alternativ oder zusätzlich eingerichtet sein, um abhängig
von den Steuersignalen eine Übertragung von Statusinformation zu beginnen.
[0031] Die Betriebsschaltung kann einen mit der Leistungsfaktorkorrekturschaltung verbundenen
Wandler umfassen. Die Steuereinrichtung kann eingerichtet sein, um den Wandler abhängig
von den Steuersignalen zu steuern.
[0032] Der Wandler kann ein DC/DC-Wandler sein. Der Wandler kann eine galvanische Trennung
aufweisen.
[0033] Die Betriebsschaltung kann ein LED-Konverter sein.
[0034] Eine Leuchte nach einem Ausführungsbeispiel umfasst ein Leuchtmittel, das wenigstens
eine Leuchtdiode umfasst, und eine Betriebsschaltung nach einem Ausführungsbeispiel,
die mit dem Leuchtmittel verbunden ist.
[0035] Ein System nach einem Ausführungsbeispiel umfasst eine Betriebsschaltung oder eine
Leuchte nach einem Ausführungsbeispiel und eine Einrichtung zum Erzeugen von Steuersignalen.
[0036] Die Einrichtung zum Erzeugen der Steuersignale kann ein Dimmer sein, der ein manuell
betätigbares Einstellelement aufweisen kann.
[0037] Die Einrichtung zum Erzeugen der Steuersignale kann eine Steuereinheit zur Helligkeits-
und/oder Farbsteuerung umfassen. Die Steuereinheit kann die Steuersignale abhängig
von einer Benutzereingabe an einer Benutzerschnittstelle und/oder automatisch erzeugen.
[0038] Nach einem Ausführungsbeispiel wird ein Verfahren zum Erfassen eines Steuersignals,
das in Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten einer Versorgungsspannung einer
Betriebsschaltung für ein Leuchtmittel kodiert ist, bereitgestellt, wobei die Betriebsschaltung
eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung umfasst. Das Verfahren umfasst ein Detektieren
eines Phasenanschnitts und/oder eines Phasenabschnitts abhängig von einem Verhalten
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung. Das Verfahren umfasst ein Steuern der Betriebsschaltung
abhängig von dem detektierten Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt.
[0039] Das Verfahren kann von der Betriebsschaltung oder der Leuchte nach einem Ausführungsbeispiel
automatisch ausgeführt werden.
[0040] Bei dem Verfahren kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung einen steuerbaren Schalter
umfassen. Das Detektieren des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts kann
abhängig von eine Zeitablauf von Schaltvorgängen des steuerbaren Schalters der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
erfolgen.
[0041] Bei dem Verfahren kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung die Topologie eines
Aufwärtswandlers, eine Sperrwandlers oder eine andere Wandler-Topologie aufweist.
Der steuerbare Schalter kann getaktet betätigt werden, um eine Verringerung der gesamten
harmonischen Verzerrung ("total harmonic distortion", THD) zu bewirken.
[0042] Das Verfahren kann eine getaktetes Schalten des steuerbaren Schalter umfassen, um
Energie in einer Induktivität der Leistungsfaktorkorrekturschaltung zu speichern und
aus der Induktivität in einen Kondensator zu entladen.
[0043] Das Detektieren des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts kann abhängig
von einer Information über einen Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung erfolgen.
[0044] Bei dem Verfahren kann der Parameter abhängig sein von einer T
on-Zeit, während der der steuerbare Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung in
einen Ein-Zustand geschaltet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Parameter abhängig
sein von einer T
off-Zeit, während der der steuerbare Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung in
einen Aus-Zustand geschaltet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Parameter abhängig
sein von einer Schaltzyklusdauer des steuerbaren Schalters der Leistungsfaktorkorrekturschaltung.
Dadurch kann bei dem Verfahren zur Erkennung des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts
genutzt werden, dass das Ein- und Ausschalten des steuerbaren Schalters Leistungsfaktorkorrekturschaltung
zur Verringerung der THD mit einem Zeitablauf erfolgt, der von dem Betrag der Versorgungsspannung
abhängt.
[0045] Bei dem Verfahren kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung den Parameter wenigstens
bei einer Nullstelle der Versorgungsspannung zur Leistungsfaktorkorrektur verändern.
Eine Steuer- oder Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung kann den Parameter
automatisch abhängig von dem Betrag der Versorgungsspannung einstellen. Die logische
Information, ob sich die Versorgungsspannung nur für eine Dauer nahe bei Null befindet,
die einem normalen Nulldurchgang der Versorgungsspannung entspricht, oder für eine
Dauer nahe bei Null befindet, die aufgrund des Phasenanschnitts und/oder des Phasenabschnitts
verlängert ist, kann bei dem Verfahren verwendet werden, um das Steuersignal zu detektieren.
[0046] Bei dem Verfahren kann abhängig von einer Dauer, während der Parameter bei der Nullstelle
der Versorgungsspannung verändert ist, der Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt
detektiert werden
[0047] Bei dem Verfahren kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung die T
on-Zeit erhöhen, wenn ein Betrag der Versorgungsspannung kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert
ist.
[0048] Bei dem Verfahren kann unter Verwendung wenigstens eines Kennfelds, das Veränderungen
der T
on-Zeit abhängig vom aktuellen Wert der Versorgungsspannung definiert, die T
on-Zeit von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung erhöht werden.
[0049] Bei dem Verfahren kann abhängig von einer Dauer, während der die T
on-Zeit erhöht ist, der Phasenanschnitt und/oder der Phasenabschnitt detektiert werden.
[0050] Bei dem Verfahren kann der Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt abhängig von
wenigstens einem Zustandssignal der Leistungsfaktorkorrekturschaltung zu detektieren.
[0051] Bei dem Verfahren kann das wenigstens eine Zustandssignal angeben, ob die Dauer kleiner
oder größer als ein Zeit-Schwellenwert ist.
[0052] Bei dem Verfahren kann aus dem wenigstens einen Zustandssignal ableitbar sein, ob
die Dauer kleiner oder größer als ein Zeit-Schwellenwert ist.
[0053] Bei dem Verfahren kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung eine integrierte Hableiterschaltung
zum Steuern des steuerbaren Schalters umfassen, die eingerichtet ist, um das wenigstens
eine Zustandssignal zu erzeugen.
[0054] Bei dem Verfahren kann das wenigstens eine Zustandssignal durch wenigstens zwei Bits
einer Speichereinrichtung der Betriebsschaltung repräsentiert werden.
[0055] Bei dem Verfahren können die wenigstens zwei Bits können durch die integrierte Halbleiterschaltung
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung gesetzt werden.
[0056] Bei dem Verfahren kann für eine Mehrzahl von Halbwellen der Versorgungsspannung jeweils
detektiert werden, ob ein Phasenabschnitt und/oder ein Phasenabschnitt vorliegt, um
ein in einer Binärfolge kodiertes Steuersignal zu empfangen.
[0057] Bei dem Verfahren kann für eine Mehrzahl von Halbwellen der Versorgungsspannung abhängig
vom Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung jeweils detektiert werden, welchem
Winkel der Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt entspricht.
[0058] Das Steuern der Betriebsschaltung kann einen Dimmvorgang, der von dem Steuersignal
abhängt, umfassen.
[0059] Das Steuern der Betriebsschaltung kann alternativ oder zusätzlich eine Farbsteuerung,
die von dem Steuersignal abhängt, umfassen.
[0060] Das Steuern der Betriebsschaltung kann alternativ oder zusätzlich Übertragung von
Statusinformation, die von dem Steuersignal abhängt, umfassen.
[0061] Die Betriebsschaltung kann einen mit der Leistungsfaktorkorrekturschaltung verbundenen
Wandler umfassen. Bei dem Verfahren kann der Wandler abhängig von den Steuersignalen
gesteuert werden.
[0062] Bei dem Verfahren kann der Wandler ein DC/DC-Wandler sein. Der Wandler kann eine
galvanische Trennung aufweisen.
[0063] Die Betriebsschaltung kann ein LED-Konverter sein.
[0064] Das Verfahren kann das Bereitstellen eines LED-Stroms an das Leuchtmittel, das wenigstens
eine LED umfasst, umfassen.
[0065] Das Verfahren kann ein Erzeugen des Steuersignals umfassen.
[0066] Das Steuersignal kann von einem Dimmer erzeugt werden, der ein manuell betätigbares
Einstellelement aufweisen kann.
[0067] Das Steuersignal kann von einer Steuereinheit zur Helligkeits- und/oder Farbsteuerung
erzeugt werden. Die Steuereinheit kann die Steuersignale abhängig von einer Benutzereingabe
an einer Benutzerschnittstelle und/oder automatisch erzeugen.
[0068] Bei Betriebsschaltungen, Leuchten und Verfahren nach Ausführungsbeispielen kann ein
Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt abhängig von logischer Information erkannt
werden, die in der Leistungsfaktorkorrekturschaltung vorhanden ist. Die Komplexität
der zur Erkennung von Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten benötigten Komponenten
der Betriebsschaltung kann gering gehalten werden.
[0069] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand bevorzugter
Ausführungsformen erläutert, wobei identische oder ähnliche Bezugsziffern identische
oder ähnliche Einheiten bezeichnen.
FIG. 1 zeigt ein System mit einer Betriebsschaltung nach einem Ausführungsbeispiel.
FIG. 2 zeigt ein Schaltbild einer Leistungsfaktorkorrekturschaltung einer Betriebsschaltung
nach einem Ausführungsbeispiel.
FIG. 3 ist eine schematische Darstellung eines Steuersignals für einen steuerbaren
Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung zur Erläuterung der Wirkungsweise der
Betriebsschaltung nach einem Ausführungsbeispiel.
FIG. 4 ist eine schematische Darstellung eines Steuersignals für einen steuerbaren
Schalter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung zur Erläuterung der Wirkungsweise der
Betriebsschaltung nach einem Ausführungsbeispiel.
FIG. 5 ist eine schematische Darstellung eines Zustandssignals der Betriebsschaltung
zur Erläuterung der Wirkungsweise der Betriebsschaltung nach einem Ausführungsbeispiel.
FIG. 6 ist ein Blockdiagramm zur Erläuterung der Funktionsweise der Betriebsschaltung
nach Ausführungsbeispielen.
FIG. 7 ist ein Blockdiagramm zur Erläuterung der Funktionsweise der Betriebsschaltung
nach Ausführungsbeispielen.
FIG. 8 ist ein Schaubild zur Erläuterung der Funktionsweise der Betriebsschaltung
nach Ausführungsbeispielen.
FIG. 9 ist ein Schaubild zur Erläuterung der Funktionsweise der Betriebsschaltung
nach Ausführungsbeispielen.
FIG. 10 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens, das von einer Betriebsschaltung nach
einem Ausführungsbeispiel ausgeführt wird.
FIG. 11 veranschaulicht ein Steuersignal, das in einer Folge von Halbwellen übertragen
wird.
FIG. 12 zeigt eine Leuchte nach einem Ausführungsbeispiel.
[0070] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben,
in denen identische oder ähnliche Bezugszeichen identische oder ähnliche Elemente
bezeichnen. Die Merkmale der Ausführungsbeispiele können miteinander kombiniert werden,
sofern dies in der folgenden Beschreibung nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist.
[0071] Auch wenn Ausführungsbeispiele im Kontext der Übertragung von Steuersignalen beschrieben
werden, mit denen eine Betriebsschaltung so gesteuert wird, dass ein Dimmvorgang,
eine Farbsteuerung oder eine Übertragung von Statusinformation durch die Betriebsschaltung
ausgelöst wird, sind die Ausführungsbeispiele nicht auf diese Anwendungen beschränkt.
Ausführungsbeispiele können allgemein verwendet werden, wenn eine Betriebsschaltung
eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung umfasst und für eine Übertragung von Signalen
über Versorgungsleitungen (PLC, "power line communication") eingerichtet ist.
[0072] FIG. 1 zeigt eine Blockdiagrammdarstellung eines System 1, das eine Betriebsschaltung
51 für ein Leuchtmittel 52 umfasst. Das Leuchtmittel 52 kann eine oder mehrere Leuchtdioden
(LEDs) 53 umfassen. Die LEDs können anorganische LEDs und/oder organische LEDs umfassen.
[0073] Das System 1 kann eine Einrichtung 15 zum Erzeugen von Steuersignalen umfassen. Das
System 1 umfasst eine Versorgungsquelle 10. Eine Leuchte 50, die die Betriebsschaltung
51 umfasst, wird durch die Einrichtung 12 gesteuert. Dazu kann die Einrichtung 15
ein Steuersignal, das analog oder digital kodiert sein kann, über eine Lastleitung
übertragen. Die Einrichtung 15 kann eingerichtet sein, um zum Erzeugen des Steuersignals
wenigstens einen Phasenanschnitt und/oder einen Phasenabschnitt einer Halbwelle einer
Versorgungsspannung der Betriebsschaltung 51 zu erzeugen.
[0074] Die Einrichtung 15 kann zur Helligkeitssteuerung der Betriebsschaltung 51 dienen
und als Dimmgerät ausgestaltet ist, das ein betätigbares Einstellelement 16 umfasst.
Die Einrichtung 15 kann als Steuereinheit zur Farb- und/oder Helligkeitssteuereinheit
ausgestaltet sein. Die Einrichtung 15 kann eine Benutzerschnittstelle umfassen, um
abhängig von einer Betätigung der Benutzerschnittstelle Steuersignale zu erzeugen.
Die Einrichtung 15 kann alternativ oder zusätzlich eingerichtet sein, um automatisch
Steuersignale zu erzeugen, beispielsweise für eine Helligkeitsregelung.
[0075] Ein von der Netzspannungsquelle 10 ausgehender Netzspannungsleiter 11 ist mit der
Leuchte 50 verbunden. Ein weiterer von der Netzspannungsquelle 10 ausgehender Netzspannungsleiter
12 ist mit der Einrichtung 15 verbunden. Bei dem Netzspannungsleiter 11 kann es sich
um einen Nullleiter handeln, während es sich bei dem Netzspannungsleiter 12 um einen
Phasenleiter handelt. Die Einrichtung 15 ist über eine Lastleitung 13 mit der Leuchte
50 verbunden. Die Leuchte 50 ist mit dem Netzspannungsleiter 11 und der Lastleitung
13 gekoppelt und nimmt ihre Versorgungsspannung über die Lastleitung 13 und den Netzspannungsleiter
11 auf. Die Versorgungsspannung der Betriebsschaltung 51 wird dieser über einerseits
den Netzspannungsleiter 11 und andererseits über den Netzspannungsleiter 12, den Lastleiter
13 und die dazwischen gekoppelte Einrichtung 15 zugeführt. Die Einrichtung 15 kann
so verschaltet sein, dass sie lediglich mit einem der Netzspannungsleiter 1, 12 direkt
verbunden ist.
[0076] Die Leuchte 50 umfasst die Betriebsschaltung 51 und das Leuchtmittel 52. Das Leuchtmittel
52 kann eine oder mehrere Leuchtdioden (LEDs) 53 umfassen. Entsprechend kann die Betriebsschaltung
51 als LED-Konverter ausgestaltet sein. Das Leuchtmittel 52 kann auf verschiedene
Weisen implementiert sein, z.B. durch eine oder mehrere anorganische LEDs, organische
LEDs oder andere Leuchtmittel. Darüber hinaus kann auch eine Kombination der genannten
Leuchtmittelarten zum Einsatz kommen. Über die Betriebsschaltung 51 erfolgt ein geeigneter
Betrieb des jeweiligen Leuchtmittels 52. Zu diesem Zweck kann die Betriebsschaltung
51 beispielsweise ein Netzteil umfassen, welches aus einer der Leuchte zugeführten
Versorgungsspannung zum Betrieb des Leuchtmittels 52 eine geeignete Spannung und/oder
einen geeigneten Strom erzeugt.
[0077] Eine Steuereinrichtung 65 der Betriebsschaltung 51 kann die Steuersignale umsetzen,
um eine Helligkeit und/oder Farbe des Leuchtmittels 52 abhängig von den Steuersignalen
zu steuern. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinrichtung 65 die Steuersignale
umsetzen, um eine Übertragung von Statusinformation durch die Betriebsschaltung 51
zu beginnen.
[0078] Wie nachfolgend noch ausführlicher beschrieben wird, ist die Steuereinrichtung 65
eingerichtet, um abhängig von einem Verhalten einer Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 zu erkennen, ob eine Halbwelle der Versorgungsspannung jeweils einen Phasenanschnitt
und/oder einen Phasenabschnitt aufweist. Dazu kann die Steuereinrichtung 65 logische
Information einer Steuer- oder Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 verwenden.
[0079] Die Steuereinrichtung 65 kann beispielsweise abhängig davon, wie ein steuerbarer
Schalter 71 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung geschaltet wird, erkennen, ob eine
Halbwelle ohne Phasenanschnitt und ohne Phasenabschnitt vorliegt oder ob die jeweilige
Halbwelle einen Phasenanschnitt und/oder einen Phasenabschnitt aufweist.
[0080] Das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann in unterschiedlicher
Weise eine logische Information bereitstellen, die anzeigt, ob ein Phasenanschnitt
und/oder ein Phasenabschnitt vorhanden ist. Beispielsweise kann aus einer Zeitabhängig
einer T
on-Zeit, während der der steuerbare Schalter 71 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 in einen Ein-Zustand geschaltet ist, ermittelt werden, ob ein Phasenanschnitt und/oder
ein Phasenabschnitt vorhanden ist. Alternativ oder zusätzlich kann aus einer Zeitabhängig
einer T
off-Zeit, während der der steuerbare Schalter 71 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 in einen Aus-Zustand geschaltet ist, ermittelt werden, ob ein Phasenanschnitt und/oder
ein Phasenabschnitt vorhanden ist. Alternativ oder zusätzlich kann aus einer Zeitabhängig
einer Schaltzyklusdauer für den steuerbaren Schalter 71 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 ermittelt werden, ob ein Phasenanschnitt und/oder ein Phasenabschnitt vorhanden
ist.
[0081] Die Veränderung der T
on-Zeit und/oder der T
off-Zeit kann von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 abhängig von der Versorgungsspannung
automatisch vorgenommen werden, um die THD weiter zu verringern. Beispielsweise kann
die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 die T
on-Zeit über einen T
on-Schwellewert dann erhöhen, wenn der Betrag der Versorgungsspannung größer als ein
Spannungs-Schwellenwert ist. Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann die T
on-Zeit und/oder der T
off-Zeit beispielsweise kennfeldbasiert abhängig von der Versorgungsspannung zeitabhängig
verändern.
[0082] Die Betriebsschaltung 51 kann einen Gleichrichter 61, die Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 und einen DC/DC-Wandler 63 aufweisen. Ein Ausgangstreiber 64 kann in der Betriebsschaltung
51 oder in dem Leuchtmittel 52 vorgesehen sein. Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 stellt eine Ausgangsspannung für nachgeschaltete Komponenten der Betriebsschaltung
51 bereit, die auch als Busspannung V
bus bezeichnet wird. Eine weitere Spannungsumsetzung und/oder Dimmfunktionen können beispielsweise
über den DC/DC-Wandler 63, der als LLC-Resonanzwandler ausgestaltet sein kann, und/oder
den Ausgangstreiber 64 erreicht werden. Die Steuereinrichtung 65 kann verschiedene
Steuer- oder Regelfunktionen erfüllen.
[0083] Die Funktionsweise der Betriebsschaltung 51 nach Ausführungsbeispielen wird unter
Bezugnahme auf FIG. 2-12 ausführlicher beschrieben. Während in FIG. 1 schematisch
eine Betriebsschaltung dargestellt ist, bei dem die Leistungsfaktorkorrekturschaltung
11 eine Busspannung an andere Komponenten der Betriebsschaltung bereitstellt, kann
die Detektion von Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten nach Ausführungsbeispielen
auch bei einer isolierten Leistungsfaktorkorrekturschaltung mit nachgeschalteter Treiberstufe
verwendet werden.
[0084] FIG. 2 ist ein Schaltbild von Komponenten der Betriebsschaltung 51 nach einem Ausführungsbeispiel.
Eine Versorgungs-Wechselspannung U
S, beispielsweise die Netzspannung, kann optional geglättet und von dem Gleichrichter
61 in eine gleichgerichtete Wechselspannung umgesetzt, die als Eingangsspannung U
IN am Eingang der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 anliegt. Während in FIG. 2 beispielhaft
eine der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 mit Aufwärtswandler-Topologie dargestellt
ist, kann auch jede andere
[0085] Die Eingangsspannung U
IN wird einer Induktivität 72 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 zugeführt, die
eine Spule umfassen kann. Ein Widerstand 73 am Eingang der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
ist ebenfalls schematisch dargestellt. Die Induktivität 72 ist mit einer Diode 74
zwischen dem Eingangsanschluss und einem Ausgangsanschluss der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 in Serie geschaltet. An dem mit einem Ausgangskondensator 76 gekoppelten Ausgangsanschluss
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 wird eine Gleichspannung V
bus bereitgestellt, die zur Versorgung einer Last, beispielsweise des DC/DC-Wandlers
63 mit dem ausgansseitig angeschlossenen Leuchtmittel 52, dient.
[0086] An einen Knoten zwischen der Induktivität 72 und der Diode 74 ist der steuerbarer
Schalter 71 angeschlossen. Der steuerbare Schalter 71 kann über einen Shunt-Widerstand
75 mit Masse verbunden sein. Der Schalter 71 ist ein steuerbarer elektronischer Schalter.
Der Schalter 71 kann ein Schalter mit isolierter Gateelektrode sein. Der Schalter
71 kann beispielsweise als Feldeffekttransistor (FET), insbesondere als MOSFET, ausgebildet
sein. Der Schalter 71 wird getaktete in den Ein-Zustand und den Aus-Zustand geschaltet,
um die gesamte harmonische Verzerrung (THD) zu verringern.
[0087] Im eingeschalteten Zustand des Schalters 71 ist die Induktivität 72 über den Schalter
71 mit Masse verbunden, wobei die Diode 74 sperrt, so dass die Induktivität 72 aufgeladen
und Energie in der Induktivität 72 gespeichert wird. Ist hingegen der Schalter 71
ausgeschaltet, d.h. offen, ist die Diode 74 leitend, so dass sich die Induktivität
72 über die Diode 74 in den Ausgangskondensator 76 entladen kann und die in der Induktivität
72 gespeicherte Energie in den Ausgangskondensator 76 übertragen wird.
[0088] Der Schalter 71 kann gemäß einer Steuer- oder Regelschleife angesteuert werden. Eine
integrierte Halbleiterschaltung 70 oder eine andere Schaltersteuerung kann separat
von der Steuereinrichtung 65 vorgesehen sein. Es ist auch möglich, die Funktion der
Schaltersteuerung und der Steuereinrichtung 65 in einer einzigen integrierten Schaltung
zu kombinieren.
[0089] Die integrierte Halbleiterschaltung 70 kann beispielsweise als anwendungsspezifische
Spezialschaltung (ASIC), ausgestaltet sein kann. Die Leistungsfaktorkorrektur wird
durch wiederholtes Ein- und Ausschalten des Schalters 71 erzielt, wobei die Schaltfrequenz
für den Schalter 71 viel größer als die Frequenz der gleichgerichteten EingangsWechselspannung
U
IN ist. Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann als Aufwärtswandler arbeiten,
kann aber auch eine andere Wandler-Topologie aufweisen.
[0090] Die Steuerung des steuerbaren Schalters 71 kann abhängig von einem Betrag und optional
abhängig von einem Vorzeichen der Zeitableitung der Eingangsspannung U
IN der Leistungsfaktorkorrekturschaltung erfolgen. Beispielsweise kann die Steuerung
des steuerbaren Schalters 71 so erfolgen, dass eine T
on-Zeit, während der der steuerbare Schalter in einem Schaltzyklus in einen Ein-Zustand
geschaltet ist, selektiv dann erhöht wird, wenn der Betrag der Versorgungsspannung
U
s kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert ist. Alternativ oder zusätzlich kann eine
T
off-Zeit, während der der steuerbare Schalter in einem Schaltzyklus in einen Aus-Zustand
geschaltet ist, und/oder eine Schaltzyklusdauer für den steuerbaren Schalter 71 in
einer Weise verändert werden, die vom aktuellen Wert des Betrags der Versorgungsspannung
U
s abhängt.
[0091] Eine Anpassung der Steuerung des steuerbaren Schalters 71 zur Verringerung der THD
kann von einer Steuer- oder Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62
automatisch ausgeführt werden. Dazu kann die Eingangsspannung U
IN über einen Ohmschen Spannungsteiler 81, 82 überwacht werden. Optional kann auch die
Busspannung V
bus über einen weiteren Ohmschen Spannungsteiler 83, 84 überwacht werden.
[0092] Abhängig von einem Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 können Phasenanschnitte
und/oder Phasenabschnitte detektiert werden. Die Detektion von Phasenanschnitten und/oder
Phasenabschnitten kann beispielsweise abhängig davon erfolgen, wie sich Schaltzyklen
für den steuerbaren Schalter 71 ändern, während eine Halbwelle der Versorgungsspannung
empfangen wird.
[0093] Die in der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 vorhandene logische Information,
wann wenigstens ein Parameter für das Schaltverhalten des steuerbaren Schalters 71
in bestimmter Weise angepasst wird, kann zur Erkennung von Phasenanschnitten und/oder
Phasenabschnitten verwendet werden. Der Parameter kann beispielsweise die T
on-Zeit sein, die von der integrierten Halbleiterschaltung 70 automatisch erhöht wird,
wenn die Versorgungsspannung U
s eine Nullstelle aufweist. Alternativ oder zusätzlich kann zur Erkennung von Phasenanschnitten
und/oder Phasenabschnitten auch eine Veränderung eines anderen Parameters überwacht
werden, z.B. eine Veränderung der T
off-Zeit, der Schaltzyklusdauer oder des Verhältnisses von T
on-Zeit zu T
off-Zeit, die von der integrierten Halbleiterschaltung 70 zu dem Zeitpunkt vorgenommen
wird, wenn die Versorgungsspannung U
s eine Nullstelle aufweist oder ihr Betrag kleiner als der Spannungs-Schwellenwert
ist.
[0094] Abhängig davon, für welche Dauer die T
on-Zeit, die T
off-Zeit, eine Schaltzyklusdauer oder eine anderer Parameter, der das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 beschreibt, in einer Halbwelle in einer für kleine Versorgungsspannungswerte charakteristischen
Weise geändert wird, kann ermittelt werden, ob die jeweilige Halbwelle einen Phasenanschnitt
und/oder einen Phasenabschnitt aufweist.
[0095] Wenn beispielsweise die T
on-Zeit für den steuerbaren Schalter 71 selektiv dann erhöht wird, wenn die Versorgungsspannung
einen Betrag aufweist, der kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert ist, kann die Dauer,
in der eine Erhöhung der T
on-Zeit vorliegt, mit derjenigen Dauer verglichen werden, verwendet werden, um Phasenanschnitte
und/oder Phasenabschnitte zu erkennen. Beispielsweise kann ein Zeit-Schwellenwert
so definiert werden, dass er größer oder gleich derjenigen Dauer ist, für die eine
Halbwelle der Versorgungsspannung ohne Phasenanschnitt und ohne Phasenabschnitt kleiner
als der Spannungs-Schwellenwert ist. Wenn die Dauer, in der eine Erhöhung der T
on-Zeit vorliegt, größer als der Zeit-Schwellenwert ist, kann auf das Vorliegen eines
Phasenanschnitts oder Phasenabschnitts geschlossen werden.
[0096] Ähnlich kann eine Veränderung der T
off-Zeit oder der Schaltzyklusdauer des steuerbaren Schalters 71, die abhängig von dem
Betrag der Versorgungsspannung zeitabhängig vorgenommen werden, verwendet werden,
um einen Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt zu erkennen.
[0097] FIG. 3 illustriert eine beispielhafte Änderung des Ablaufs eines Schaltzyklus des
steuerbaren Schalters 72, wie er von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 zur
Verringerung der THD implementiert werden kann. Dabei ist in FIG. 3 das Verhalten
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung dargestellt, wenn kein Phasenanschnitt und kein
Phasenabschnitt vorliegt.
[0098] FIG. 3 zeigt ein Steuersignal 91 zum Schalten des steuerbaren Schalters 71. Das Steuersignal
91 kann von der integrierten Halbleiterschaltung 70 erzeugt werden. FIG. 3 zeigt auch
den Verlauf eines Betrags der Versorgungsspannung |U
s| 94.
[0099] Für Werte der Versorgungsspannung, deren Betrag 94 nahe an der Amplitude der Versorgungsspannung
liegen oder die größer als ein Spannungsschwellenwert sind, kann der steuerbare Schalter
71 jeweils für eine T
on-Zeit 92 in den Ein-Zustand geschaltet werden. Der steuerbare Schalter 71 bleibt eine
T
off-Zeit 96 in dem Aus-Zustand, bevor er wieder eingeschaltet wird.
[0100] Für Werte der Versorgungsspannung, deren Betrag 94 kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert
ist, kann der steuerbare Schalter 71 jeweils für eine T
on-Zeit 93 in den Ein-Zustand geschaltet werden, die größer ist als die T
on-Zeit 92. Der steuerbare Schalter 71 bleibt eine T
off-Zeit 97 in dem Aus-Zustand, bevor er wieder eingeschaltet wird. Die T
off-Zeit 97 kann gleich der T
off-Zeit 96 sein oder kann von dieser verschieden sein.
[0101] Wenn kein Phasenanschnitt und kein Phasenabschnitt vorliegt, ist eine erste Dauer
95, in der die T
on-Zeit den höheren Wert 93 aufweist, dadurch bestimmt, wie lange der Betrag der Versorgungsspannung
kleiner als der Spannungs-Schwellenwert ist.
[0102] Falls ein Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt vorliegt, verlängert sich die Dauer,
in der die T
on-Zeit den höheren Wert 93 aufweist, wie anhand von FIG. 4 näher beschrieben wird.
[0103] FIG. 4 illustriert eine beispielhafte Änderung des Ablaufs eines Schaltzyklus des
steuerbaren Schalters 72, wie er von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 zur
Verringerung der THD implementiert werden kann. Dabei ist in FIG. 4 das Verhalten
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung dargestellt, wenn ein Phasenanschnitt vorliegt.
[0104] FIG. 4 zeigt ein Steuersignal 101 zum Schalten des steuerbaren Schalters 71. Das
Steuersignal 101 kann von der integrierten Halbleiterschaltung 70 erzeugt werden.
FIG. 4 zeigt auch den Verlauf eines Betrags der Versorgungsspannung |U
s| 104. Aufgrund des Phasenanschnitts 106 verweilt der Betrag der Versorgungsspannung
|U
s| 104 länger bei kleinen Spannungswerten.
[0105] Für Werte der Versorgungsspannung, deren Betrag 104 kleiner als der Spannungs-Schwellenwert
ist, kann der steuerbare Schalter 71 jeweils für eine T
on-Zeit 93 in den Ein-Zustand geschaltet werden, die größer ist als die T
on-Zeit 92 für größere Beträge der Versorgungsspannung. Da ein Phasenanschnitt 106 vorliegt,
ist eine zweite Dauer 105, in der die T
on-Zeit den höheren Wert 93 aufweist, länger als die erste Dauer 95, wenn kein Phasenanschnitt
und kein Phasenabschnitt vorliegt.
[0106] Durch eine Überwachung der Zeitdauer, in der die T
on-Zeit, die T
off-Zeit oder ein anderer Parameter wie die Schaltzyklusdauer des steuerbaren Schalters
71 zur Verringerung der THD geändert wird, weil der Betrag der Versorgungsspannung
|U
s| klein ist, kann ermittelt werden, ob ein Phasenanschnitt und/oder ein Phasenabschnitt
vorliegt.
[0107] Auch wenn in FIG. 3 und FIG. 4 beispielhaft die Funktionsweise der Betriebsschaltung
nach einem Ausführungsbeispiel im Zusammenhang mit einer selektiven Erhöhung der T
on-Zeit bei kleinen Beträgen der Versorgungsspannung erläutert wurde, können entsprechende
Techniken auch eingesetzt werden, wenn die T
off-Zeit oder eine Schaltzyklusdauer 98, 99 abhängig von dem Betrag der Versorgungsspannung
|U
s| geändert wird.
[0108] FIG. 5 zeigt eine Folge von Halbwellen 112-114 der Versorgungsspannung 111. Eine
Halbwelle 112 weist keinen Phasenanschnitt und keinen Phasenabschnitt auf. Eine weitere
Halbwelle 113 weist einen Phasenanschnitt 115 auf. Eine weitere Halbwelle 114 weist
einen Phasenanschnitt 116 auf.
[0109] Die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann so eingerichtet sein, dass ein Parameter,
z.B. die T
on-Zeit des steuerbaren Schalters 71, verändert wird, während der Betrag der Versorgungsspannung
kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert ist, d.h. die Versorgungsspannung in einem
Bereich 119 liegt.
[0110] FIG. 5 zeigt ebenfalls einen logischen Wert L
inc, der anzeigt, ob jeweils eine Erhöhung der T
on-Zeit vorliegt. Für Halbwellen ohne Phasenanschnitt und Phasenabschnitt wird die T
on-Zeit jeweils während einer ersten Dauer 95 erhöht. Für Halbwellen 113, 114 mit Phasenanschnitt
115, 116 oder Phasenabschnitt wird die T
on-Zeit jeweils während einer zweiten Dauer 105 erhöht, die länger als die erste Dauer
95 ist.
[0111] Abhängig von der Zeitdauer, in der die T
on-Zeit jeweils von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 erhöht wird, können Halbwellen
ohne Phasenanschnitt von Halbwellen mit Phasenanschnitt unterschieden werden. Abhängig
von der Zeitdauer, in der die T
on-Zeit jeweils von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 erhöht wird, können Halbwellen
ohne Phasenabschnitt von Halbwellen mit Phasenabschnitt unterschieden werden.
[0112] Information über das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann auf
unterschiedlicher Weise von der Steuereinrichtung 65 erfasst werden. Beispielsweise
kann die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 ein Signal 121, wie es in FIG. 5 dargestellt
ist, bereitstellen. Das Signal 121 kann von der integrierten Halbleiterschaltung 70
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 bereitgestellt werden. Das Signal 121 kann
unterschiedliche Signalpegel aufweisen, um anzuzeigen, ob die T
on-Zeit gerade erhöht ist, um die THD zu verringern, oder nicht. Das Signal 121 kann
von der Steuereinrichtung 131 ausgewertet werden.
[0113] Durch eine Steuer- oder Regelschleife der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 kann
auch wenigstens eine Flag gesetzt werden, die anzeigt, ob eine Erhöhung der T
on-Zeit mit einer ersten Dauer 95, wie sie durch den Puls 122 repräsentiert ist, oder
eine Erhöhung der T
on-Zeit mit einer zweiten längere Dauer 105, wie sie durch die Pulse 125, 126 repräsentiert
ist, vorliegt. Die Steuereinrichtung kann diese Information weiter verarbeiten.
[0114] Eine Unterscheidung von Halbwellen mit Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt von Halbwellen
ohne Phasenanschnitt und Phasenabschnitt kann nicht nur abhängig von der Veränderung
der T
on-Zeit erfolgen. Beispielsweise kann eine derartige Unterscheidung auch vorgenommen
werden, wenn die T
off-Zeit oder eine Schaltzyklusdauer durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 abhängig
von dem Betrag der Versorgungsspannung |U
s| geändert wird, so dass ermittelt werden kann, wie lange der Betrag der Versorgungsspannung
|U
s| kleiner als ein Spannungs-Schwellenwert ist.
[0115] FIG. 6 veranschaulicht in einem Blockdiagramm 130, wie die Betriebsschaltung 50 nach
einem Ausführungsbeispiel in einer PFC-Steuerung oder -Regelung vorhandene logische
Information nutzen kann, um Phasenanschnitte und/oder Phasenabschnitte zu detektieren.
Eine PFC-Regelung 131 kann beispielsweise ein Signal 121, das anzeigt, wann die T
on-Zeit oder ein anderer Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 zur Verringerung
der THD verändert wird, bereitstellen. Eine Detektionskomponente 132 kann das Signal
121 auswerten, um für jede Halbwelle der Versorgungsspannung jeweils zu ermitteln,
ob diese einen Phasenanschnitt und/oder einen Phasenabschnitt aufweist. Dazu kann
die Dauer, in der die T
on-Zeit jeweils verändert ist, mit einem Zeit-Schwellenwert verglichen werden, der eine
Unterscheidung der ersten Dauer 95 von der zweiten Dauer 105 erlaubt.
[0116] Die PFC-Regelung 131 und die Detektionskomponente 132 können in unterschiedlichen
Elementen der Betriebsschaltung 51 implementiert sein. Beispielsweise kann die PFC-Regelung
131 in der integrierten Halbleiterschaltung 70 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 implementiert sein. Die Detektionskomponente 132 kann in der Steuereinrichtung
65 implementiert sein. Die PFC-Regelung 131 und die Detektionskomponente 132 können
auch in nur einer integrierten Halbleiterschaltung kombiniert sein.
[0117] FIG. 7 veranschaulicht in einem Blockdiagramm 130, wie die Betriebsschaltung 50 nach
einem Ausführungsbeispiel in einer PFC-Steuerung oder -Regelung vorhandene logische
Information nutzen kann, um Phasenanschnitte und/oder Phasenabschnitte zu detektieren.
Eine PFC-Regelung 131 kann beispielsweise wenigstens ein Flag setzen, das von der
Detektionskomponente 132 ausgewertet wird.
[0118] Die Betriebsschaltung 51 kann einen Speicher für wenigstens ein Bit 133, 134 umfassen,
in dem die PFC-Regelung 131 ein Flag setzen kann. Beispielsweise kann die PFC-Regelung
131 ein Flag setzen, das anzeigt, dass eine Halbwelle eine Erhöhung der T
on-Zeit um die erste Dauer 95 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 bewirkt.
Die PFC-Regelung 131 kann alternativ oder zusätzlich ein Flag setzen, das anzeigt,
dass eine Halbwelle eine Erhöhung der T
on-Zeit um die zweite Dauer 105 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 bewirkt,
so dass ein Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt detektiert wird.
[0119] Durch die Kombination zweier Flags, von denen ein erstes Flag die Anwesenheit oder
Abwesenheit einer Erhöhung der T
on-Zeit um die erste Dauer 95 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 und von
denen ein zweite Flag die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Erhöhung der T
on-Zeit um die zweite Dauer 105 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 anzeigt,
kann die Fehleranfälligkeit verringert werden.
[0120] Das Flag oder die Flags können von der Detektionskomponente 132 ausgelesen werden.
[0121] Wie für FIG. 6 beschrieben, können auch bei der Implementierung von FIG. 7 die PFC-Regelung
131 und die Detektionskomponente 132 in unterschiedlichen Elementen der Betriebsschaltung
51 implementiert sein. Beispielsweise kann die PFC-Regelung 131 in der integrierten
Halbleiterschaltung 70 der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 implementiert sein.
Die Detektionskomponente 132 kann in der Steuereinrichtung 65 implementiert sein.
Die PFC-Regelung 131 und die Detektionskomponente 132 können auch in nur einer integrierten
Halbleiterschaltung kombiniert sein.
[0122] Ausführungsbeispiele der Erfindung können sowohl dann eingesetzt werden, wenn ein
Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung, z.B. die T
on-Zeit und/oder die T
off-Zeit für den steuerbaren Schalter 71 stufenartig geändert wird, als auch dann, wenn
die T
on-Zeit und/oder die T
off-Zeit stetig als Funktion des Betrags der Versorgungsspannung verändert wird.
[0123] Auch wenn in FIG. 6 und FIG. 7 beispielhaft ein PFC-Regler 131 dargestellt ist, kann
anstelle des PFC-Reglers 131 auch eine PFC-Steuerung verwendet werden.
[0124] FIG. 8 zeigt beispielhaft eine stufenartige Veränderung der T
on-Zeit 140 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62, wenn der Betrag der Versorgungsspannung
einen Spannungs-Schwellenwert 141 unterschreitet. Die logische Information, wann oder
für welche Dauer die T
on-Zeit jeweils erhöht ist, kann von der Steuereinrichtung 65 verwendet werden, um Halbwellen
mit einem Phasenanschnitt und/oder einem Phasenabschnitt zu detektieren.
[0125] FIG. 9 zeigt beispielhaft eine stetige Veränderung der T
on-Zeit 145 durch die Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 als Funktion des Betrags
der Versorgungsspannung. In diesem Fall kann immer noch die Dauer, in der die T
on-Zeit 145 für eine Halbwelle der Versorgungsspannung die zu einem Spannungs-Schwellenwert
145 gehörende T
on-Zeit unterschreitet, verwendet werden, um das Vorliegen von Phasenanschnitten und/oder
Phasenabschnitten zu erkennen.
[0126] FIG. 10 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens 150. Das Verfahren 150 kann von der
Betriebsschaltung 51 nach einem Ausführungsbeispiel automatisch ausgeführt werden.
Das Verfahren 150 kann ausgeführt werden, um abhängig von einem Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 für jede von mehreren Halbwellen zu bestimmen, ob die Halbwelle jeweils einen Phasenanschnitt
und/oder einen Phasenabschnitt aufweist.
[0127] Bei Schritt 151 wird ein Verhalten einer Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 erfasst.
Das Erfassen des Verhaltens kann das Auswerten eines Signals 121 umfassen, das anzeigt,
wann jeweils ein Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung 62 abhängig vom Betrag
der Versorgungsspannung selektiv geändert wird. Das Erfassen des Verhaltens kann das
Auswerten wenigstens einer Flag umfassen, die von der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 gesetzt wird.
[0128] Bei Schritt 152 kann ermittelt werden, ob das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 für eine Halbwelle mit einem Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt charakteristisch
ist. Dazu kann beispielsweise eine Dauer, in der die T
on-Zeit, die T
off-Zeit oder ein anderer Parameter zur Reduzierung der THD verringert ist, mit einem
Zeit-Schwellenwert verglichen werden.
[0129] Bei Schritt 153 kann selektiv aus dem Phasenanschnitt und/oder Phasenabschnitt das
übertragene Steuersignal dekodiert werden, wenn eine Halbwelle mit Phasenanschnitt
und/oder Phasenabschnitt vorliegt.
[0130] Das Verfahren kann zu Schritt 151 zurückkehren.
[0131] Figur 11 veranschaulicht, wie die Betriebsschaltung 51 Phasenabschnitte auswerten
kann, um ein Steuersignal zu dekodieren.
[0132] Eine an der Betriebsschaltung 51 der Leuchte anliegende Versorgungsspannung 160 weist
mehrere Halbwellen 161-168 auf. Mehrere der Halbwellen weisen Phasenabschnitte auf.
Die Phasenabschnitte werden von der Einrichtung 14 so erzeugt, dass beispielsweise
durch Anwesenheit oder Abwesenheit eines Phasenabschnitts bei einer Halbwelle eine
logische "0" oder ein logisches "1" kodiert werden kann. Eine erste Halbwelle 161
der Folge von Halbwellen kann einen Phasenabschnitt 171 aufweisen. Dadurch kann ein
Startbit eines Datenpakets kodiert werden. Wenigstens eine Halbwelle 168 der Folge
von Halbwellen kann einen Phasenabschnitt 178 aufweisen, um das Ende des Datenpakets
anzuzeigen. Für die dazwischen liegenden Halbwellen 162-167 können selektiv Phasenabschnitte
erzeugt werden, um einen Dimmwert, einen Farbwert oder eine andere Bitfolge zu übertragen.
Beispielsweise kann mit den Phasenabschnitten 172, 173, 174 und 176 der Halbwellen
162, 163, 164 und 166 jeweils ein Bitwert, z.B. eine logische "1", kodiert werden.
Durch das Fehlen von Phasenabschnitten 175 und 177 bei den anderen Halbwellen 165
und 167 kann jeweils ein anderer Bitwert, z.B. eine logische "0", kodiert werden.
Andere Ausgestaltungen sind möglich. Beispielsweise kann anstelle eines Zielwerts
für eine Helligkeit oder eine Farbe, der in einem Überblendvorgang durch das Betriebsgerät
angefahren werden soll, auch nur Information darüber in dem Datenpaket übermittelt
werden, ob ein Helligkeitswert, ein Farbwert oder eine andere Stellgröße inkrementiert
oder dekrementiert werden soll.
[0133] Die Auswerteschaltung, die die empfangene Versorgungsspannung auf das Vorliegen von
Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten überwacht, ist bei der Betriebsschaltung
51 so implementiert, dass Information über das Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
62 verwendet wird, um jeweils auf das Vorhandensein oder Fehlen von Phasenanschnitten
und/oder Phasenabschnitten zu schließen. Die Betriebsschaltung 51 kann den Start eines
Datenpakets basierend auf wenigstens einem Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt erkennen.
Die Betriebsschaltung 51 kann den mit dem Datenpaket übermittelten Steuerbefehl, beispielsweise
einen Zielwert einer Stellgröße, ermitteln. Die Betriebsschaltung 51 setzt den Steuerbefehl
um, beispielsweise durch Anfahren des Zielwerts der Stellgröße mit einer Überblendzeit.
Falls mit dem Datenpaket ein Befehl zum Inkrementieren oder Dekrementieren der Stellgröße
übertragen wird, der in einer Folge von Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten
kodiert ist, kann die Betriebsschaltung 51 ebenfalls einen entsprechenden Überblendvorgang
durchführen.
[0134] Andere beispielhafte Steuerfunktionen können ausgeführt werden. Beispielsweise kann
die Betriebsschaltung 51 Statusinformation, die die Betriebsschaltung 51 oder das
Leuchtmittel 52 betrifft, als Antwort auf ein Steuersignal übertragen, das in einer
Folge von Phasenanschnitten und/oder Phasenabschnitten kodiert ist.
[0135] Wie in Figur 11 schematisch dargestellt, können bei der Übertragung des Datenpakets
Phasenabschnitte oder Phasenanschnitte sowohl für Halbwellen mit positivem Vorzeichen
als auch für Halbwellen mit negativem Vorzeichen erzeugt werden. Bei anderen Ausgestaltungen
können Phasenabschnitte oder Phasenanschnitte selektiv nur für Halbwellen mit einem
Vorzeichen erzeugt werden.
[0136] Eine Vielzahl anderer Ausgestaltungen kann verwendet werden, um Steuersignale zu
erzeugen und auszuwerten. Beispielsweise müssen Steuersignale nicht in einer Folge
von Phasenabschnitten oder Phasenanschnitten kodiert werden. Ein Stellwert oder eine
Änderung eines Stellwerts kann beispielsweise auch in einer Länge eines Phasenanschnitts
oder Phasenabschnitts kodiert sein, der von der Betriebsschaltung wie oben beschrieben
bestimmt wird.
[0137] Die Betriebsschaltung 51 und das Leuchtmittel 52 nach Ausführungsbeispielen können
unterschiedliche Ausgestaltungen aufweisen. Beispielsweise kann eine Leuchte 50, die
die Betriebsschaltung 51 nach einem Ausführungsbeispiel umfasst, als eine LED-Lampe
ausgestaltet sein. Die LED-Lampe kann einen Sockel 161 und ein transluzentes Material
162 aufweisen. Das transluzente Material 162 kann das Leuchtmittel 52 wenigstens teilweise
umgeben.
[0138] Während Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben wurden,
können Abwandlungen bei weiteren Ausführungsbeispielen realisiert werden. Beispielsweise
können die Funktionen der Steuereinrichtung 65 auch von mehreren separaten Schaltungen
ausgeführt werden.
[0139] Während Ausführungsbeispiele beschrieben wurden, bei denen die T
on-Zeit abhängig von einem Betrag der Versorgungsspannung verändert wird, können auch
Änderungen anderer Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung abhängig von einem
Betrag der Versorgungsspannung verwendet werden, um Phasenanschnitte und/oder Phasenabschnitte
zu erkennen. Die T
off-Zeit, ein Quotient aus T
on-Zeit und T
off-Zeit oder eine Schaltzyklusdauer des steuerbaren Schalters 71 sind beispielhaft für
derartige Parameter.
[0140] Während Ausführungsbeispiele beschrieben wurden, bei denen die Leistungsfaktorkorrekturschaltung
die Topologie eines Aufwärtswandlers aufweist, können die Ausführungsbeispiele auch
andere Leistungsfaktorkorrekturschaltungs-Topologien aufweisen. Beispielsweise kann
die Leistungsfaktorkorrekturschaltung als Sperrwandler ausgestaltet sein.
[0141] Verfahren und Vorrichtungen nach Ausführungsbeispielen können bei Betriebsgeräten
für Leuchtmittel, beispielsweise bei einem LED-Konverter, verwendet werden.
1. Betriebsschaltung für ein Leuchtmittel (52), umfassend
einen Eingang (60) zum Empfangen einer Versorgungsspannung (111; 160),
eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) und
eine Steuereinrichtung (65), die eingerichtet ist, um die Betriebsschaltung (51) abhängig
von Steuersignalen zu steuern, die in Phasenanschnitten (115, 116) und/oder Phasenabschnitten
(171, 172, 176, 178) der Versorgungsspannung (111; 160) kodiert sind,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von einem Verhalten
der Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) einen Phasenanschnitt (115, 116) und/oder
Phasenabschnitt (171, 172, 176, 178) zu detektieren.
2. Betriebsschaltung nach Anspruch 1,
wobei die Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) einen steuerbaren Schalter (71) umfasst,
und
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von eine Zeitablauf
von Schaltvorgängen des steuerbaren Schalters (71) der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
(62) den Phasenanschnitt (115, 116) und/oder Phasenabschnitt (171, 172, 176, 178)
zu detektieren.
3. Betriebsschaltung nach Anspruch 2,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von einer Information
über einen Parameter der Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) den Phasenanschnitt
(115, 116) und/oder Phasenabschnitt (171, 172, 176, 178) zu detektieren, wobei der
Parameter abhängig ist von
einer Ton-Zeit (92, 93), während der der steuerbare Schalter (71) der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
(62) in einen Ein-Zustand geschaltet ist,
einer Toff-Zeit (96, 97), während der der steuerbare Schalter (71) der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
(62) in einen Aus-Zustand geschaltet ist, oder
einer Schaltzyklusdauer (98, 99) des steuerbaren Schalters (71) der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
(62).
4. Betriebsschaltung nach Anspruch 3,
wobei die Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) eingerichtet ist, um den Parameter
wenigstens bei einer Nullstelle der Versorgungsspannung (111; 160) zur Leistungsfaktorkorrektur
zu verändern.
5. Betriebsschaltung nach Anspruch 4,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von einer Dauer (95,
105), während der Parameter bei der Nullstelle der Versorgungsspannung (111; 160)
verändert ist, den Phasenanschnitt (115, 116) und/oder Phasenabschnitt (171, 172,
176, 178) zu detektieren.
6. Betriebsschaltung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
wobei die Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) eingerichtet ist, um die Ton-Zeit (92, 93) zu erhöhen, wenn ein Betrag der Versorgungsspannung (111; 160) kleiner
als ein Spannungs-Schwellenwert (141) ist, und
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von einer Dauer (95,
105), während der die Ton-Zeit erhöht ist, den Phasenanschnitt (115, 116) und/oder Phasenabschnitt (171, 172,
176, 178) zu detektieren.
7. Betriebsschaltung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um den Phasenanschnitt (115, 116)
und/oder Phasenabschnitt (171, 172, 176, 178) abhängig von wenigstens einem Zustandssignal
(121) der Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) zu detektieren, wobei das wenigstens
eine Zustandssignal (121) angibt oder wobei aus dem wenigstens einen Zustandssignal
ableitbar ist, ob die Dauer (95, 105) kleiner oder größer als ein Zeit-Schwellenwert
ist.
8. Betriebsschaltung nach Anspruch 7,
wobei die Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) eine integrierte Hableiterschaltung
(70) zum Steuern des steuerbaren Schalters (71) umfasst, die eingerichtet ist, um
das wenigstens eine Zustandssignal (121) zu erzeugen.
9. Betriebsschaltung nach Anspruch 7 oder Anspruch 8,
wobei das wenigstens eine Zustandssignal durch wenigstens zwei Bits einer Speichereinrichtung
(133, 134) der Betriebsschaltung (51) repräsentiert wird.
10. Betriebsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um für eine Mehrzahl von Halbwellen
(112-114; 161-168) der Versorgungsspannung (111; 160) jeweils zu detektieren, ob ein
Phasenabschnitt (171, 172, 176, 178) und/oder ein Phasenabschnitt (171, 172, 176,
178) vorliegt, um ein in einer Binärfolge kodiertes Steuersignal zu empfangen.
11. Betriebsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um abhängig von den Steuersignalen
einen Vorgang auszuführen, der ausgewählt ist aus einer Gruppe bestehend aus:
einem Dimmvorgang,
einer Farbsteuerung und
einer Übertragung von Statusinformation.
12. Betriebsschaltung nach Anspruch 11, umfassend
einen mit der Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) verbundenen Wandler (63),
wobei die Steuereinrichtung (65) eingerichtet ist, um den Wandler (63) abhängig von
den Steuersignalen zu steuern.
13. Betriebsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Betriebsschaltung (51) ein LED-Konverter ist.
14. Leuchte, umfassend
ein Leuchtmittel (52), das wenigstens eine Leuchtdiode (53) umfasst, und
eine Betriebsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die mit dem Leuchtmittel
(52) verbunden ist.
15. Verfahren zum Erfassen eines Steuersignals, das in Phasenanschnitten (115, 116) (115,
116) und/oder Phasenabschnitten (171, 172, 176, 178) einer Versorgungsspannung (111;
160) einer Betriebsschaltung (51) für ein Leuchtmittel (52) kodiert ist, wobei die
Betriebsschaltung (51) eine Leistungsfaktorkorrekturschaltung (62) umfasst, wobei
das Verfahren umfasst:
Detektieren eines Phasenanschnitts (115, 116) und/oder eines Phasenabschnitts (171,
172, 173, 176, 178) abhängig von einem Verhalten der Leistungsfaktorkorrekturschaltung
(62), und
Steuern der Betriebsschaltung (51) abhängig von dem detektierten Phasenanschnitt (115,
116) und/oder Phasenabschnitt (171, 172, 173, 176, 178).
16. Verfahren nach Anspruch 15,
das von der Betriebsschaltung (51) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder von der
Leuchte (50) nach Anspruch 14 ausgeführt wird.