[0001] Die Erfindung betrifft eine Arbeitsvorrichtung, mit einer zur Betätigung einer fluidbetätigten
Antriebseinrichtung geeigneten Betätigungseinrichtung, die ein Arbeitsventil aufweist,
das durch ein auf Basis eines pneumatischen Steuerdruckes generiertes Steuersignal
ansteuerbar ist und die eine den pneumatischen Steuerdruck liefernde Steuereinrichtung
enthält, die zu ihrer manuellen Betätigung mit einem beweglichen Handbetätigungsmittel
ausgestattet ist und einen den pneumatischen Steuerdruck bereitstellenden Steuerausgang
hat.
[0002] Aus der
DE 20111435 U1 ist eine als Hebevorrichtung ausgestaltete Arbeitsvorrichtung der vorgenannten Art
bekannt, mit der es möglich ist, einen umzupositionierenden Gegenstand mit geringem
Kraftaufwand anzuheben und abzusenken und auch so lange wie gewünscht auf jedem gewünschten
Höhenniveau zu positionieren. Verantwortlich für die Hubbewegung ist eine nach Art
eines Arbeitszylinders konzipierte Antriebseinrichtung, die mit einer volumenveränderlichen
Antriebskammer ausgestattet ist, die mit einem Antriebsfluid beaufschlagbar ist, das
in der Höhe eines Sekundärdruckes an einem Sekundäranschluss eines Druckregelventils
bereitgestellt wird. Der Sekundärdruck wird von dem Druckregler auf einem konstanten
Niveau gehalten, kann allerdings zeitweilig nach oben oder unten variiert werden,
um das Volumen der Antriebskammer und mithin die Höhenposition des Gegenstandes zu
verändern. Diese zeitweilige Veränderung des Sekundärdruckes kann durch eine an das
Druckregelventil angeschlossene Steuereinrichtung bewirkt werden, die mittels eines
beweglichen Handbetätigungsmittels manuell betätigbar ist und dazu dient, dem Druckregler
einen sich auf den Sekundärdruck auswirkenden pneumatischen Steuerdruck aufzuschalten.
Der pneumatische Steuerdruck wird von einer externen Steuerdruckquelle bereitgestellt,
die alternativ zur Atmosphäre mit einem Steuereingang des Druckregelventils verbindbar
ist. Die Steuereinrichtung ermöglicht mittels des beweglichen Handbetätigungsmittels
ein wahlweises Verbinden des Steuereingangs des Druckreglers mit entweder der externen
Steuerdruckquelle oder der Atmosphäre, um das Druckregelventil vorübergehend so zu
verstimmen, dass es entweder eine Zufuhr oder eine Abfuhr von Antriebsfluid bezüglich
der Antriebskammer der Antriebseinrichtung hervorruft. Ein Nachteil der bekannten
Arbeitsvorrichtung besteht darin, dass aufgrund der quasi digitalen Ansteuerung des
Druckregelventils eine gefühlvolle Handhabung eines Gegenstandes kaum möglich ist.
[0003] Aus der
EP 0361162 A2 ist ein Manipulator bekannt, der über eine kraftgeregelte Ansteuerung verfügt. Ein
Kraftaufnehmer erfasst die vom Bediener an einem Handhebel aufgebrachte Handkraft,
die dann in ein elektrisches Spannungssignal umgewandelt wird, auf dessen Grundlage
eine Antriebseinrichtung des Manipulators betätigt wird. Bei einem solchen System
ist ein relativ hoher Aufwand erforderlich, um eine Funktionsbeeinträchtigung durch
Umgebungseinflüsse auszuschließen. Auch weist dieses Steuersystem einen nicht unerheblichen
Energieverbrauch auf.
[0004] Die
DE 198 01 839 A1 befasst sich mit einer Vorrichtung zur Erzeugung einer Gegengewichtskraft bei einem
Manipulator. Eine zu manipulierende Last ist hier über ein Getriebe bewegbar und mittels
eines eine Gegengewichtskraft erzeugenden druckmittelbetriebenen Antriebes balancierbar.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau eine energiesparende, zuverlässige und gefühlvolle
Handbedienung ermöglicht.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist in Verbindung mit den eingangs genannten Merkmalen
vorgesehen, dass die Betätigungseinrichtung ein den Steuerdruck bereitstellendes geschlossenes
pneumatisches Hohlraumsystem aufweist, zu dem eine mit dem Steuerausgang verbundene
volumenveränderliche Steuerkammer der Steuereinrichtung gehört, deren Volumen mit
dem Resultat einer stetig variablen Veränderung des Steuerdruckes durch manuelles
Bewegen des Handbetätigungsmittels kontinuierlich veränderbar ist.
[0007] Auf diese Weise ist die Steuereinrichtung zur Erzeugung eines stetig variablen Steuerdruckes
ausgebildet. In dem pneumatischen Hohlraumsystem eingeschlossene Druckluft kann durch
manuelles Bewegen des Handbetätigungsmittels unterschiedlich stark komprimiert werden,
sodass sich der in dem geschlossenen pneumatischen Hohlraumsystem herrschende Innendruck,
der dem Arbeitsventil als pneumatischer Steuerdruck zugeführt wird, verändert. Dabei
ist eine kontinuierliche variable Druckänderung realisierbar, mit der Folge, dass
das Arbeitsventil nicht rein digital, sondern mit stetig veränderbarem Steuerdruck
angesteuert werden kann. Eine daraus resultierende Folge ist die Möglichkeit zur gefühlvollen
und dennoch präzisen Ansteuerung des Arbeitsventils. Da der Steuerdruck in einem geschlossenen
System zur Verfügung gestellt wird, erübrigt sich eine ständige Zufuhr eines Steuerdruckmediums,
was den Energieverbrauch sehr gering hält. Das System ist außerdem sehr robust gegen
Umgebungseinflüsse, was vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnet.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0009] Zur Realisierung der Erfindung kann das Arbeitsventil sowohl vom elektrisch ansteuerbaren
Typ als auch vom pneumatisch ansteuerbaren Typ sein. Bei einer pneumatisch ansteuerbaren
Bauform kann unmittelbar der von der Steuereinrichtung bereitgestellte pneumatische
Steuerdruck als pneumatisches Steuersignal herangezogen werden. In diesem Fall enthält
das Arbeitsventil ein pneumatisch verstellbares Ventilglied. Bei einem elektrisch
betätigbaren Arbeitsventil ist zweckmäßigerweise eine Drucksensoreinrichtung vorhanden,
die als Wandler fungiert und auf der Basis des von ihr erfassten pneumatischen Steuerdruckes
ein elektrisches Steuersignal hervorruft, das zur Betätigung eines Ventilgliedes des
Arbeitsventils genutzt wird. Ein solches Arbeitsventil enthält insbesondere einen
elektromagnetischen Antrieb zum Verstellen des Ventilgliedes.
[0010] Zweckmäßigerweise enthält die Steuereinrichtung zwei jeweils als Steuerkomponente
bezeichnete Bestandteile, die unter Ausführung einer als Steuerbewegung bezeichneten
Relativbewegung relativ zueinander bewegbar sind und die gemeinsam die volumenveränderliche
Steuerkammer des geschlossenen pneumatischen Hohlraumsystems definieren. Eine der
Steuerkomponenten bildet das Handbetätigungsmittel und kann manuell relativ zur anderen
Steuerkomponente bewegt werden, um das Volumen der Steuerkammer und folglich auch
den darin herrschenden, als pneumatischen Steuerdruck herangezogenen Innendruck zu
variieren. Die vorhandene stufenlose Verstellbarkeit des Handbetätigungsmittels gewährleistet
eine bei Bedarf stetige Veränderung des Steuerdruckes zur entsprechend variablen Ansteuerung
des zugeordneten Arbeitsventils.
[0011] Als besonders vorteilhaft hat sich ein Aufbau der Steuereinrichtung nach Art eines
Pneumatikzylinders erwiesen. In diesem Zusammenhang ist eine der beiden Steuerkomponenten
von einem Gehäuse gebildet und die andere Steuerkomponente von einer einen Kolben
und eine Kolbenstange enthaltenden Baueinheit, die als Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit
bezeichnet sei. Wie bei einem Pneumatikzylinder befindet sich der Kolben innerhalb
des Gehäuses und begrenzt gemeinsam mit dem Gehäuse mindestens eine als Steuerkammer
genutzte Gehäusekammer. Die Kolbenstange ragt aus dem Gehäuse heraus und bietet wie
das Gehäuse die Möglichkeit zu einer Krafteinleitung zwecks Veränderung der Relativposition
zwischen Gehäuse und Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit, wodurch das Volumen der Steuerkammer
und mithin der darin herrschende Steuerdruck verändert werden. Im Betrieb der Arbeitsvorrichtung
wird zweckmäßigerweise das Gehäuse als Handbetätigungsmittel genutzt, das beispielsweise
mit einer Hand erfasst werden kann, um eine die Steuerbewegung hervorrufende manuelle
Betätigungskraft einzuleiten. An dem Gehäuse kann aber auch eine zusätzliche Handhabe
angebracht sein, die das manuelle Einleiten der Betätigungskraft erleichtert.
[0012] Als besonders vorteilhaft wird angesehen, die Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit mit
einer durch das Gehäuse hindurchgehenden Kolbenstange auszustatten, sei es mit einer
einstückig durchgehenden Kolbenstange oder mit einer mehrteiligen Kolbenstange. Auf
entgegengesetzten Seiten aus dem Gehäuse herausragende Endabschnitte der Kolbenstange
können zur Fixierung der Steuereinrichtung an einer Tragstruktur genutzt werden, sodass
anschließend der Steuerdruck durch ein Verschieben des Gehäuses in der Längsrichtung
der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit beeinflusst werden kann. Eine solche Bauform ist
einfach in der Herstellung und gewährleistet eine sehr gute Linearführung des als
Handbetätigungsmittel fungierenden Gehäuses gegenüber der anderen Steuerkomponente.
[0013] Vorzugsweise ist der Kolben derart im Gehäuse der Steuereinrichtung angeordnet, dass
er den Innenraum des Gehäuses axial in zwei Gehäusekammern unterteilt, von denen die
eine als Steuerkammer zur Bereitstellung des variablen pneumatischen Steuerdruckes
herangezogen wird. Die andere Gehäusekammer ist dabei zweckmäßigerweise ständig entlüftet,
insbesondere indem sie direkt mit der Atmosphäre kommuniziert. Je nachdem, in welcher
Richtung die Relativbewegung zwischen den beiden Steuerkomponenten stattfindet, ergibt
sich eine Verringerung oder Vergrößerung des Volumens der Steuerkammer und dementsprechend
eine Erhöhung oder Reduzierung des pneumatischen Steuerdruckes, wobei sich sogar ein
Unterdruck als pneumatischer Steuerdruck erzeugen lässt.
[0014] Eine besonders komfortable Bedienung der Arbeitsvorrichtung ist möglich, wenn die
Steuereinrichtung über Federmittel verfügt, durch die die beiden Steuerkomponenten
in einer als Grundstellung fungierenden Relativposition gehalten werden. Diese Grundstellung
ist durch die Federmittel stabilisiert und kann nur dadurch aufgehoben werden, dass
eine Rückstellkraft der Federmittel überwunden wird. Dies geschieht mittels der von
außen her manuell eingeleiteten Betätigungskraft. Wird diese manuelle Betätigungskraft
wieder weggenommen, kehren die Steuerkomponenten aufgrund der wirkenden Federkraft
von sich aus in die Grundstellung zurück. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass
die Steuereinrichtung in manuell unbetätigtem Zustand stets einen reproduzierbaren
gleichbleibenden pneumatischen Steuerdruck zur Verfügung stellt.
[0015] In Verbindung mit einer nach Art eines Pneumatikzylinders aufgebauten Steuereinrichtung
ist es vorteilhaft, wenn in jeder der beiden vom Kolben im Gehäuse abgeteilten Gehäusekammern
eine Federeinheit der Federmittel angeordnet ist, die zwischen dem Kolben und dem
Gehäuse wirksam ist. Die Federmittel sorgen für eine "Zentrierung" zwischen den beiden
Steuerkomponenten und auch für eine Art mechanischer Rückmeldung an den Bediener,
der mit zunehmender Auslenkung des Handbetätigungsmittels mit einer stärkeren entgegenwirkenden
Federkraft konfrontiert ist, sodass ihm ein Gefühl für einen mehr oder weniger stark
eingestellten pneumatischen Steuerdruck vermittelt wird.
[0016] Dadurch, dass der pneumatische Steuerdruck in einem geschlossenen Hohlraumsystem
bereitgestellt wird, wobei er nur über die Volumenänderung des Hohlraumsystems variiert
wird, wird auch der Vorteil geboten, dass auf der Steuerseite keine Ventile erforderlich
sind, was einen weiteren Faktor für die Reduzierung der Herstellkosten darstellt.
[0017] Bei einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Arbeitsvorrichtung ist das Arbeitsventil
von einem Druckregelventil gebildet. Das Druckregelventil hat einen Primäranschluss,
der an eine ein Antriebsfluid bereitstellende Druckquelle anschließbar ist, und außerdem
einen mit einer Drucksenke kommunizierenden Entlastungsanschluss, wobei die Drucksenke
bei einem pneumatischen Antriebsfluid unmittelbar die Atmosphäre ist. Das Druckregelventil
verfügt außerdem über einen Sekundäranschluss, an dem im Betrieb der Arbeitsvorrichtung
ein Sekundärdruck des Antriebsfluides ansteht, dessen Höhe vom gleichzeitig an dem
Druckregelventil anliegenden pneumatischen Steuerdruck abhängt. Je nach Einstellung
kann dabei eine Ausgabe oder ein Rückfluss von Antriebsfluid hervorgerufen werden,
um das Volumen der Antriebskammer und damit in Verbindung stehende Funktionen hervorzurufen.
[0018] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit einer Ausgestaltung der
Arbeitsvorrichtung als Handhabungsvorrichtung nutzbar, die dazu geeignet ist, Gegenstände
anzuheben und/oder abzusenken oder auch stabil in einer gewünschten Höhenposition
zu halten. Eine solche Handhabungsvorrichtung enthält eine Antriebseinrichtung mit
zwei unter Ausführung einer Arbeitsbewegung relativ zueinander bewegbaren Antriebskomponenten,
die gemeinsam eine Antriebskammer begrenzen, die mit dem Sekundäranschluss des Druckregelventils
verbunden ist. Eine erste der beiden Antriebskomponenten ist mit einem Gegenstandshaltemittel
verbunden oder verbindbar, an dem ein umzupositionierender Gegenstand zumindest zeitweilig
fixierbar ist. Durch Veränderung des pneumatischen Steuerdruckes kann eine Zufuhr
oder Abfuhr des Antriebsfluides in die oder aus der Antriebskammer hervorgerufen werden,
sodass eine die Höhenposition des Gegenstandshaltemittels verändernde Arbeitsbewegung
der ersten Antriebskomponente hervorgerufen wird. Durch entsprechende Vorgabe des
Steuerdruckes kann das Gegenstandshaltemittel bei Bedarf in jeder eingestellten Höhenposition
stabil gehalten werden.
[0019] Aufgrund der Möglichkeit zur stetig variablen Volumenveränderung der Steuerkammer
kann Einfluss auf die Strömungsrate des Antriebsfluides genommen werden, wodurch sich
die Geschwindigkeit der Arbeitsbewegung beeinflussen lässt. Dies eröffnet der Bedienperson
ein feinfühliges Bewegen und auch Positionieren des Gegenstandshaltemittel bzw. eines
daran fixierten Gegenstandes.
[0020] Besonders zweckmäßig in Verbindung mit einer Handhabungsvorrichtung wird angesehen,
wenn die nicht als Handbetätigungsmittel fungierende Steuerkomponente ortsfest bezüglich
der im Betrieb die Arbeitsbewegung ausführenden ersten Antriebskomponente angeordnet
ist. Auf diese Weise bewegt sich die Steuereinrichtung zusammen mit der ersten Antriebskomponente,
was die Handhabung der Arbeitsvorrichtung besonders einfach macht.
[0021] Die Arbeitsvorrichtung lässt sich vielfältig einsetzen, auch für vorstehend noch
nicht geschilderte Zwecke. Denkbar ist beispielsweise ein Einsatz als Türöffner in
Zügen, die über ein pneumatisches Türbetätigungssystem verfügen. Des Weiteren ist
es in explosionsgefährdeten Räumen oder Kabinen gefährlich bis sogar verboten, mit
elektrischen Signalen zu arbeiten. Hier könnte man mit Hilfe der Arbeitsvorrichtung
ungefährliche pneumatische Signale erzeugen. Beispielhaft sei hier die Handhabung
von Teilen oder das Öffnen der Kabinentüren von Lackieranlagen erwähnt.
[0022] Wenn die Steuereinrichtung direkt auf ein druckregelndes, als Schieberventil ausgeführtes
Arbeitsventil geschaltet wird, besteht auch die Möglichkeit zum Schalten beziehungsweise
Steuern höherer Drücke. In diesem Zusammenhang könnte man bei Werkzeugmaschinen mit
Druckluftmotoren eine Drehzahlregulierung realisieren.
[0023] Weiterhin erwähnenswert ist die Kombination zweier Steuereinrichtungen mit einem
als UND-Ventil ausgeführten Arbeitsventil, um eine pneumatische Zweihandbetätigung
zu verwirklichen. Ein Einsatz hierfür ist insbesondere derjenige einer Pressensteuerung,
bei der hohe Sicherheitsanforderung bestehen.
[0024] Die Steuereinrichtung könnte auch so ausgebildet werden, dass sich durch mehrmalige
Betätigung der Steuereinrichtung nach Art einer Pumpfunktion eine Erhöhung des Steuerdruckes
herbeiführen lässt. Dies insbesondere in Fällen, in denen besonders hohe Druckänderungen
seitens des Steuerdruckes gewünscht sind.
[0025] Schließlich sei als weitere Einsatzmöglichkeit eine Kopplung der Steuereinrichtung
mit einem 5/3-Wegeventil angesprochen, wobei mittels der Steuereinrichtung ein wahlweises
Belüften oder Entlüften des Wegeventils verursacht werden könnte.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In deren einziger Figur (Figur 1) ist schematisch eine vorteilhafte Ausführungsform
der Arbeitsvorrichtung illustriert, und zwar in Verbindung mit einer Ausgestaltung
als zum Umpositionieren von Gegenständen geeignete Handhabungsvorrichtung.
[0027] In der Zeichnung ist eine Arbeitsvorrichtung 1 illustriert, die in einer vorteilhaften
Weise als Handhabungsvorrichtung 1a konzipiert ist. Mit einer solchen Handhabungsvorrichtung
1a können beliebige Gegenstände, von denen einer bei 2 illustriert ist, bewegt und
bei Bedarf auch umpositioniert werden. Konkret ermöglicht die Handhabungsvorrichtung
1a zumindest auch eine durch einen Doppelpfeil angedeutete Hubbewegung 3 des Gegenstandes
2 zum Anheben und/oder Absenken des Gegenstandes 2, was beispielsweise im Logistikbereich
relevant ist, wo Gegenstände 2 an einer ersten Stelle aufgenommen und an einer diesbezüglich
beabstandeten Stelle wieder abgesetzt werden sollen.
[0028] Insbesondere im Zusammenhang mit einer Ausgestaltung als Handhabungsvorrichtung 1a
ist es vorteilhaft, wenn die Arbeitsvorrichtung 1 nicht nur die geschilderte vertikale
Hubbewegung 3 des Gegenstandes 2 hervorrufen kann, sondern auch eine diesbezüglich
isolierte oder überlagerte Querbewegung in insbesondere einer horizontalen Richtung,
wobei eine solche Bewegung als Verfahrbewegung bezeichnet sei und in der Zeichnung
bei 4 mit einem Doppelpfeil illustriert ist. Auch eine überlagerte Drehbewegung oder
Schwenkbewegung lässt sich realisieren. Durch diese kombinierten Bewegungsmöglichkeiten
kann ein Gegenstand 2 sehr variabel mehrdimensional im Raum verlagert und bei Bedarf
umpositioniert werden.
[0029] Die Arbeitsvorrichtung 1 hat zweckmäßigerweise eine nur schematisch angedeutete Tragstruktur
5, die beispielsweise von einem Vorrichtungsgestell gebildet ist und die je nach Aufbau
der Arbeitsvorrichtung 1 ortsfest oder beweglich sein kann. Die Tragstruktur 5 kann
beispielsweise auch ein beweglicher Auslegerarm sein.
[0030] Aus der Zeichnung ist weiterhin eine zweckmäßigerweise einen Bestandteil der Arbeitsvorrichtung
1 bildende fluidbetätigte Antriebseinrichtung 6 ersichtlich. Die Antriebseinrichtung
6 hat zwei unter Ausführung einer durch einen Doppelpfeil angedeuteten Arbeitsbewegung
7 relativ zueinander bewegliche Antriebskomponenten, die im Folgenden als erste Antriebskomponente
8 und als zweite Antriebskomponente 9 bezeichnet seien. Die Arbeitsbewegung 7 ist
vorzugsweise eine Linearbewegung.
[0031] Die beiden Antriebskomponenten 8, 9 begrenzen gemeinsam eine Antriebskammer 12. Aufgrund
der relativen Beweglichkeit zwischen den beiden Antriebskomponenten 8, 9 hat die Antriebskammer
12 ein variables Volumen. Die Arbeitsbewegung 7 ist dadurch hervorrufbar, dass ein
unter Druck stehendes Antriebsfluid entweder in die Antriebskammer 12 eingespeist
oder aus der Antriebskammer 12 abgeführt wird.
[0032] Die Antriebseinrichtung 6 ist bevorzugt eine Linearantriebseinrichtung. Hieran soll
sich die weitere Beschreibung orientieren. Bei einem nicht illustrierten Ausführungsbeispiel
ist die Antriebseinrichtung 6 als Drehantriebseinrichtung konzipiert.
[0033] Die zweite Antriebskomponente 9 ist starr oder beweglich an der Tragstruktur 5 angeordnet.
Bei der Arbeitsbewegung 7 bewegt sich die erste Antriebskomponente 8 relativ zu der
zweiten Antriebskomponente 9, was zur Folge hat, dass ein mit der ersten Antriebskomponente
8 verbundenes Gegenstandshaltemittel 13 eine vertikale Hubbewegung 14 ausführt, was
zur Folge hat, dass ein an dem Gegenstandshaltemittel 13 festgehaltener Gegenstand
2 zu der oben beschriebenen Hubbewegung 3 veranlasst wird.
[0034] Das Gegenstandshaltemittel 13 ist beispielsweise ein Unterdruckgreifer, ein Magnetgreifer
oder ein rein mechanischer Greifer, beispielsweise nach Art eines Parallelgreifers.
Ungeachtet seiner konkreten Ausführungsform ist das Gegenstandshaltemittel 13 insbesondere
in der Lage, einen Gegenstand 2 lösbar festzuhalten, sodass der Gegenstand 2 zwecks
seines Transportes zeitweilig festgehalten und anschließend auch wieder abgelegt werden
kann.
[0035] Das Gegenstandshaltemittel 13 ist vorzugsweise lösbar an der ersten Antriebskomponente
8 angeordnet. Dabei kann wie abgebildet eine direkte Anbringung vorgesehen sein oder
auch eine mittelbare Verbindung unter Verwendung einer nicht weiter illustrierten
Zwischenstruktur.
[0036] Durch die Gewichtskraft des Gegenstandshaltemittels 13 und des an dem Gegenstandshaltemittel
13 fixierten Gegenstandes 2 unterliegt die erste Antriebskomponente 8 einer Betriebskraft
"FB", die danach trachtet, die erste Antriebskomponente 8 im Sinne einer Verringerung
des Volumens der Antriebskammer 12 zu bewegen.
[0037] Bei der ersten Antriebskomponente 8 handelt es sich insbesondere um eine Antriebseinheit
15, die einen Antriebskolben 15a und eine mit dem Antriebskolben 15a fest verbundene
Antriebsstange 15b aufweist. Die zweite Antriebskomponente 9 besteht insbesondere
aus einem Antriebsgehäuse 16, in dem der Antriebskolben 15a linear beweglich aufgenommen
ist und aus dem die Antriebsstange 15b linear verschiebbar herausragt. Der Antriebskolben
15a begrenzt gemeinsam mit einer stirnseitigen Abschlusswand 16a des Antriebsgehäuses
16 die schon erwähnte Antriebskammer 12.
[0038] Exemplarisch erstreckt sich die Antriebsstange 15b ausgehend vom Antriebskolben 15a
geradlinig oder auch schräg nach unten. Die Betriebskraft "FB" zieht daher die Antriebseinheit
15 nach unten, wobei der als bewegliche Wand der Antriebskammer 12 fungierende Antriebskolben
15a in Richtung zu der unterhalb von ihm angeordneten stirnseitigen Abschlusswand
16a beaufschlagt ist. Der momentan zwischen dem Antriebskolben 15a und der stirnseitigen
Abschlusswand 16a vorhandene axiale Abstand hängt vom momentanen Füllvolumen der Antriebskammer
12 mit Antriebsfluid ab.
[0039] Ersichtlich kann durch eine Veränderung des Füllvolumens der Antriebskammer 12 eine
Hubbewegung 14, 3 im Sinne eines Anhebens oder Absenkens hervorgerufen werden.
[0040] Eine in dem Antriebsgehäuse 16 auf der der Antriebskammer 12 axial entgegengesetzten
Seite des Antriebskolbens 15a liegende weitere Kammer 12a des Antriebsgehäuses 16
hat zweckmäßigerweise eine ständige Verbindung zur Atmosphäre, sodass in ihr Umgebungsdruck
herrscht und bei der Hubbewegung 14 ein Luftaustausch mit der Atmosphäre, d.h. ein
"Atmen" möglich ist.
[0041] Bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinrichtung 6 derart
in ein kinematisches System integriert, dass die beiden Kammern 12, 12a hinsichtlich
ihrer Funktion vertauscht sind.
[0042] Zur gesteuerten Beaufschlagung der Antriebskammer 12 mit einem Antriebsfluid ist
die Arbeitsvorrichtung 1 mit einer sich aus mehreren funktionellen Komponenten zusammensetzenden
Betätigungseinrichtung 17 ausgestattet. Die Hauptkomponenten der Betätigungseinrichtung
17 sind ein Arbeitsventil 18 und eine zur Ansteuerung des Arbeitsventils 18 dienende
Steuereinrichtung 19.
[0043] Bei dem Arbeitsventil 18 handelt es sich vorzugsweise um ein Druckregelventil 22.
Ein Druckregelventil 22 ermöglicht einen Betrieb der Handhabungsvorrichtung 1a in
einer Weise, dass der Gegenstand 2 in jeder beliebigen eingestellten Höhenposition
ausbalancierbar ist, sodass er so lange wie gewünscht die betreffende Höhenposition
beibehält. Im Zusammenhang mit dieser Funktionalität kann die Handhabungsvorrichtung
1a auch als Balancer bezeichnet werden.
[0044] Das Druckregelventil 22 ist zweckmäßigerweise ein mechanisches oder servo-pneumatisches
Druckregelventil.
[0045] Ist die ausbalancierende Funktionalität nicht gewünscht oder ist die Arbeitsvorrichtung
1 von anderer Art als eine Handhabungsvorrichtung 1a, kann das Arbeitsventil 18 auch
von einer anderen Ventilbauart sein, insbesondere auch von der Art eines nichtregelnden
Proportionalventils.
[0046] Der weiteren Erläuterung des Ausführungsbeispiels soll ein als Druckregelventil 22
ausgebildetes Arbeitsventil 18 zugrunde liegen.
[0047] Das Druckregelventil 22 hat einen Primäranschluss 23, der im Betrieb der Arbeitsvorrichtung
1 an eine das zur Betätigung des Antriebseinrichtung 6 erforderliche Antriebsfluid
liefernde Druckquelle 24 angeschlossen ist. Die Druckquelle 24 stellt das Antriebsfluid
so zur Verfügung, dass es unter einem Überdruck steht, der als Primärdruck bezeichnet
sei.
[0048] Das Druckregelventil 22 ist außerdem mit einem Entlastungsanschluss 25 versehen,
der ständig mit einer Drucksenke 26 verbunden ist. Bei dieser Drucksenke 26 handelt
es sich insbesondere um die Atmosphäre.
[0049] An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei dem Antriebsfluid vorzugsweise um
Druckluft handelt. In diesem Fall erfolgt eine pneumatische Betätigung der Antriebseinrichtung
6. Eine Realisierung als hydraulische Antriebseinrichtung 6 mit einem flüssigen Antriebsfluid
ist aber ohne weiteres ebenfalls möglich.
[0050] Das Druckregelventil 22 weist außerdem einen Sekundäranschluss 27 auf, der im Betrieb
der Arbeitsvorrichtung 1 an die Antriebskammer 12 angeschlossen ist. Ein beispielsweise
mittels einer Fluidleitung realisierter Arbeitskanal 28 verbindet den Sekundäranschluss
27 mit einer Anschlussöffnung 32 des Antriebsgehäuses 16, die mit der Antriebskammer
12 in Fluidverbindung steht.
[0051] Das Druckregelventil 22 verfügt über ein Ventilgehäuse 33 und ein in dem Ventilgehäuse
33 beweglich angeordnetes Ventilglied 34. Im Rahmen einer Regelungsbewegung ist das
Ventilglied 34 innerhalb des Ventilgehäuses 33 variabel positionierbar, um den Sekundäranschluss
27 entweder mit dem Primäranschluss 23 oder mit dem Entlastungsanschluss 25 zu verbinden,
wobei die jeweilige Fluidverbindung vorzugsweise jeweils mit einem variablen Strömungsquerschnitt
realisierbar ist, oder auch abzusperren. Auf diese Weise ist abhängig von der momentanen
Regelungsposition des Ventilgliedes 34 eine Fluidströmung mit unterschiedlichen Strömungsraten
möglich.
[0052] Das Druckregelventil 22 ist in der Lage, am Sekundäranschluss 27 einen geregelten
Sekundärdruck bereitzustellen. Dieser Sekundärdruck ist maximal so groß wie der Primärdruck,
regelmäßig jedoch niedriger.
[0053] Die Höhe des geregelten, am Sekundäranschluss 27 anstehenden Sekundärdruckes ist
mittels eines Steuersignals vorgebbar, mit dem das Druckregelventil 22 angesteuert
wird. Letztlich wird durch das Steuersignal diejenige Höhe des Sekundärdruckes bestimmt,
bei der das Druckregelventil 22 den Sekundäranschluss 27 von sowohl dem Primäranschluss
23 als auch dem Entlastungsanschluss 25 abtrennt.
[0054] Bei dem Steuersignal kann es sich, je nach Typ des Arbeitsventils 18 beziehungsweise
Druckregelventils 22, um ein elektrisches Steuersignal oder um ein pneumatisches Steuersignal
handeln. Bevorzugt ist das Arbeitsventil 18 beziehungsweise Druckregelventil 22 vom
elektrisch ansteuerbaren Typ, bei dem die Regelungsvorgänge auf der Grundlage eines
elektrischen Steuersignals ablaufen. Dies trifft auf das Ausführungsbeispiel zu.
[0055] Ungeachtet des Typs des Arbeitsventils 18 beziehungsweise Druckregelventils 22 basiert
das Steuersignal allerdings auf einem pneumatischen Druck, der als Steuerdruck bezeichnet
sei. Dieser pneumatische Steuerdruck wird dem Druckregelventil 22 mittels eines beispielsweise
von einer Steuerleitung definierten Steuerkanals 35 zugeführt, der an einen pneumatischen
Steuereingang 36 des Druckregelventils 22 angeschlossen ist. Eine Drucksensoreinrichtung
39 der Betätigungseinrichtung 17, die vorzugsweise als unmittelbarer Bestandteil des
Druckregelventils 22 ausgeführt ist, fungiert als pneumatisch-elektrischer Wandler
und erzeugt aus dem pneumatischen Steuerdruck das elektrische Betätigungssignal für
das elektrisch betätigbare Druckregelventil 22.
[0056] Wenn das Druckregelventil 22 vom pneumatisch ansteuerbaren Typ ist, wird der pneumatische
Steuerdruck unmittelbar als pneumatisches Steuersignal für die Regelungsbetätigung
des Ventilgliedes 34 herangezogen.
[0057] Den an dem pneumatischen Steuereingang 36 anstehenden pneumatischen Steuerdruck liefert
die oben erwähnte Steuereinrichtung 19. Ein Vorteil bei der Generierung des pneumatischen
Steuerdruckes wird darin gesehen, dass das hierzu verwendete pneumatische Steuerdruckmedium,
also insbesondere Druckluft, nicht ständig von außen her zugeführt wird, sondern in
einem geschlossenen internen pneumatischen Hohlraumsystem 37 bereitgestellt ist, wobei
die Menge des Steuerdruckmediums stets konstant bleibt. Zur Veränderung des pneumatischen
Steuerdruckes wird letztlich nur das Volumen des Hohlraumsystems 37, in dem das pneumatische
Steuerdruckmedium eingesperrt ist, verändert.
[0058] Das vorgenannte, geschlossene pneumatische Hohlraumsystem 37, das im Folgenden zur
Vereinfachung auch nur noch als "Hohlraumsystem" bezeichnet wird, verfügt über eine
in der Steuereinrichtung 19 ausgebildete volumenveränderliche Steuerkammer 38. Abgreifbar
ist der pneumatische Steuerdruck an einem in ständiger Fluidverbindung mit der Steuerkammer
38 stehenden Steuerausgang 42. Dieser Steuerausgang 42 steht mit dem Steuereingang
36 des Arbeitsventils 18 beziehungsweise Druckregelventils 22 in Fluidverbindung.
[0059] Wenn das Druckregelventil 22 mit der Steuereinrichtung 19 zu einer Baueinheit zusammengefasst
ist, können der Steuerausgang 42 und der Steuereingang 36 unmittelbar miteinander
verbunden sein. Beim Ausführungsbeispiel wird die Fluidverbindung durch den schon
erwähnten Steuerkanal 35 hergestellt, der einerseits an den Steuerausgang 42 und andererseits
an den Steuereingang 36 angeschlossen ist. In diesem Fall gehört auch das in dem Steuerkanal
35 enthaltene Volumen zu dem Hohlraumsystem 37.
[0060] Die Steuereinrichtung 19 verfügt über ein im Rahmen einer durch einen Doppelpfeil
angedeuteten Steuerbewegung 43 manuell bewegbares Handbetätigungsmittel 44, wobei
die Steuerbewegung 43 des Handbetätigungsmittels 44 eine Volumenänderung der Steuerkammer
38 hervorruft. Je nachdem, ob die Steuerbewegung 43 eine Verkleinerung oder eine Vergrößerung
der Steuerkammer 38 zur Folge hat, ergibt sich eine Erhöhung oder Reduzierung des
in dem Hohlraumsystem 37 herrschenden, als pneumatischer Steuerdruck genutzten Innendruckes.
Folglich kann der pneumatische Steuerdruck ohne jeglichen Fluidaustausch allein durch
eine Volumenveränderung des Hohlraumsystems 37 und insbesondere der Steuerkammer 38
hervorgerufen werden. Auslöser ist dabei eine manuelle Betätigungskraft, die durch
eine Bedienperson händisch in das Handbetätigungsmittel 44 eingeleitet wird.
[0061] Der in dem Hohlraumsystem 37 herrschende pneumatische Steuerdruck ist proportional
zur Steuerbewegung 43. Mithin ist der Steuerdruck stetig variierbar. Somit ist dem
Druckregelventil 22 ein stetig veränderbares Steuersignal auferlegbar, was die vorteilhafte
Möglichkeit bietet, nicht nur eine Änderung des am Sekundäranschluss anstehenden Sekundärdruckes
zu bewirken, sondern auch die Strömungsrate des zwischen dem Druckregelventil 22 und
der Antriebseinrichtung 6 überströmenden Antriebsfluides zu beeinflussen, was letztlich
eine Beeinflussung der Bewegungsgeschwindigkeit der Hubbewegung 3 bzw. 14 gestattet.
Man kann also nicht nur die Höhenposition des Gegenstandshaltemittels 13 beziehungsweise
des daran gehaltenen Gegenstandes 2 variieren, sondern auch die mit der Veränderung
der Höhenposition in Verbindung stehende Hubgeschwindigkeit.
[0062] Um die einen Gegenstand 2 tragende Antriebseinheit 15 stationär in einer beliebigen
Höhenposition zu positionieren, bedarf es in der Antriebskammer 12 eines bestimmten
Arbeitsdruckes, der in Verbindung mit einer die Antriebskammer 12 begrenzenden Druckbeaufschlagungsfläche
der Antriebseinheit 15 - exemplarisch an dem Antriebskolben 15a ausgebildet - eine
Hubkraft erzeugt, die die Gewichtskraft der Antriebseinheit 15 und die Betriebskraft
"FB" kompensiert. Soll die einen Gegenstand 2 tragende Antriebseinheit 15 hochgefahren
werden, bedarf es einer Druckerhöhung in der Antriebskammer 12, die mittels einer
Druckerhöhung des am Sekundäranschluss 27 anstehenden Sekundärdruckes hervorgerufen
wird. Der hierzu gewünschte Anstieg des Sekundärdruckes wird durch eine zeitweilige
Druckerhöhung des pneumatischen Steuerdruckes erreicht, indem das Handbetätigungsmittel
44 gemäß der strichpunktiert umrahmten Illustration entsprechend Pfeil 45 im Sinne
einer Volumenverringerung der Steuerkammer 38 manuell verlagert wird. Ist die gewünschte
Höhenposition der Antriebseinheit 15 erreicht, bewegt man das Handbetätigungsmittel
44 wieder in die vor Auslösung der Hubbewegung vorhandene Grundstellung zurück, in
der die bewegte Masse wieder kräftemäßig ausbalanciert ist.
[0063] In entsprechender Weise kann ein Absenken der Antriebseinheit 15 hervorgerufen werden,
indem das Handbetätigungsmittel 44 ausgehend von der das Kräftegleichgewicht an der
Antriebseinrichtung 16 bewirkenden Grundstellung entgegengesetzt zur Richtung des
Pfeils 45a verlagert wird, sodass sich das Volumen des Hohlraumsystems 37 vergrößert
und der pneumatische Steuerdruck niedriger wird. In einem solchen Fall stellt sich
in dem Druckregelventil 22 eine Fluidverbindung zwischen dem Sekundäranschluss 27
und dem Entlastungsanschluss 25 ein, der ein Entweichen von Antriebsfluid aus der
Antriebskammer 12 gestattet, um der Antriebseinheit 15 das angestrebte Absinken zu
ermöglichen. Auch hier kann die Absinkgeschwindigkeit jederzeit und an jeder Stelle
dadurch gestoppt werden, dass das Handbetätigungsmittel 44 wieder in die den Gleichgewichtszustand
definierende Grundstellung zurückbewegt wird.
[0064] Beim Befüllen des Hohlraumsystems 37 mit dem Steuerdruckmedium und/oder durch eine
entsprechende Justierung der Grundstellung des Handbetätigungsmittels 44 lässt sich
das System problemlos hinsichtlich der jeweils handzuhabenden Gewichtskraft justieren,
sodass eine konstante Höhenposition beibehalten wird, wenn das Handbetätigungsmittel
44 die Grundstellung einnimmt. Man kann ohne weiteres auch Mittel vorsehen, die ein
sogenanntes Teachen von verschiedenen Lasten ermöglichen.
[0065] An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Steuereinrichtung 19 bei einer bevorzugten
Weiterbildung an ein Sicherheitssystem gekoppelt ist, das bewirkt, dass eine Bewegung
nur möglich ist, wenn das Handbetätigungsmittel 44 von einer Bedienperson bewegt wird.
[0066] Es besteht auch die Möglichkeit, die Steuereinrichtung 19 als Rückmeldemittel zu
nutzen, indem ein Sicherheitssystem im Falle einer Störung oder eines sonstigen Ereignisses
eine pneumatische Rückwirkung auf das Handbetätigungsmittel 44 auslöst, die von einer
das Handbetätigungsmittel 44 festhaltenden Person registriert wird.
[0067] Die für eine Handbetätigung ausgelegte Steuereinrichtung 19 enthält zweckmäßigerweise
zwei unter Ausführung der Steuerbewegung 43 relativ zueinander bewegbare erste und
zweite Steuerkomponenten 45, 46. Die erste Steuerkomponente 45 bildet zweckmäßigerweise
das Handbetätigungsmittel 44, das im Rahmen der Steuerbewegung 43 relativ zu der zweiten
Steuerkomponente 46 bewegbar ist. Beide Steuerkomponenten 45, 46 begrenzen gemeinsam
die oben erwähnte Steuerkammer 38. Als besonders vorteilhaft wird angesehen, die Steuereinrichtung
19 nach Art eines Pneumatikzylinders auszuführen, wie dies bei dem illustrierten vorteilhaften
Ausführungsbeispiel der Fall ist. Ein solcher Aufbau zeichnet sich insbesondere dadurch
aus, dass die das Handbetätigungsmittel 44 bildende erste Steuerkomponente 45 als
ein Gehäuse 47 und die zweite Steuerkomponente 46 als eine Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit
48 ausgeführt sind.
[0068] Das Gehäuse 47, das quasi ein Zylindergehäuse ist, verfügt über einen länglichen
Gehäuseinnenraum 51, in dem ein Kolben 48a der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit 48
unter Abdichtung linear verschiebbar aufgenommen ist. Eine mit diesem Kolben 48a fest
verbundene Kolbenstange 48b ragt stirnseitig aus dem Gehäuse 47 heraus, wobei sein
außerhalb des Gehäuses 47 befindlicher Längenabschnitt einen zur Fixierung der Steuereinrichtung
19 nutzbaren Befestigungsabschnitt 48c bildet.
[0069] Von Vorteil ist es, wenn die Kolbenstange 48b das Gehäuse 47 komplett durchsetzt
und, wie beim Ausführungsbeispiel, auf entgegengesetzten Seiten des Gehäuses 47 mit
je einem Befestigungsabschnitt 48c herausragt. Mittels der beiden Befestigungsabschnitte
48c ist die Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit 48 an einer Halterung 52 befestigt.
[0070] Der Gehäuseinnenraum 51 ist durch den Kolben 48a in eine erste Gehäusekammer 53 und
eine zweite Gehäusekammer 54 axial unterteilt. Bei der Steuerbewegung 43 verändert
sich die Länge der beiden Gehäusekammern 53, 54, die an der dem Kolben 48a entgegengesetzten
Stirnseite jeweils von einer stirnseitigen Abschlusswand 47a, 47b des Gehäuses 47
begrenzt sind. In dem Maße, in dem sich die jeweils eine Gehäusekammer 53 oder 54
verlängert, verkürzt sich die jeweils andere Gehäusekammer 54, 53.
[0071] Die durch das Gehäuse 47 hindurchgehende Kolbenstange 48b durchsetzt unter Abdichtung
gleitverschieblich die beiden stirnseitigen Abschlusswände 47a, 47b, von denen sie
zweckmäßigerweise jeweils linear verschiebbar geführt ist.
[0072] Die eine, erste Gehäusekammer 53 bildet die Steuerkammer 38. Die zweite Gehäusekammer
54 steht zweckmäßigerweise ständig mit der Atmosphäre in Verbindung, so dass sie drucklos
ist und bei der Steuerbewegung 43 ein Luftaustausch mit der Atmosphäre möglich ist,
um die Steuerbewegung 43 nicht zu behindern.
[0073] Um die Steuerbewegung 43 hervorzurufen, genügt es, das Gehäuse 47 als Handbetätigungsmittel
44 zu nutzen und mit einer Hand zu erfassen und relativ zu der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit
48 linear in der einen oder anderen Richtung zu verschieben. Je nach Verschieberichtung
stellt sich dabei eine Vergrößerung oder Verringerung des Volumens der die Steuerkammer
38 bildenden ersten Gehäusekammer 53 ein.
[0074] Bedingt durch die das Gehäuse 47 komplett durchsetzende Kolbenstange 48b ist das
Handbetätigungsmittel 44, welches von dem Gehäuse 47 gebildet ist, quer zur Richtung
der Steuerbewegung 43 optimal abgestützt, sodass ein verschleißarmer Betrieb der Steuereinrichtung
19 möglich ist.
[0075] Bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kolbenstange 48b so ausgebildet
und angeordnet, dass sie an nur einer Seite des Kolbens 48a wegragt und auch nur eine
der stirnseitigen Abschlusswände 47a oder 47b durchsetzt.
[0076] Die beiden Befestigungsabschnitte 48c können Endabschnitte einer einstückigen Kolbenstange
sein oder auch die Endabschnitte von zwei Längenabschnitten einer mehrteiligen Kolbenstange,
die von entgegengesetzten Seiten her mit dem Kolben 48a verbunden sind.
[0077] Um die oben bereits angesprochene Grundstellung des Handbetätigungsmittels 44 vorzugeben,
ist die Steuereinrichtung 19 zweckmäßigerweise mit Federmitteln 55 ausgestattet, die
die beiden Steuerkomponenten 45, 46 in einer die Grundstellung bildenden Relativposition
elastisch nachgiebig gegenseitig fixieren.
[0078] Die beiden Steuerkomponenten 45, 46 sind durch die Federmittel 55 in einer derartigen
relativen Grundstellung gegenseitig nachgiebig miteinander verspannt, dass die das
Handbetätigungsmittel 44 bildende erste Steuerkomponente 45 ausgehend von der Grundstellung
in einander entgegengesetzte Richtungen bewegbar ist. Je nach Bewegungsrichtung wird
das Volumen der Steuerkammer 38 verkleinert oder vergrößert.
[0079] Die zweckmäßigerweise vorhandenen Federmittel 55 sind so angeordnet und ausgebildet,
dass bei jeder Bewegungsrichtung der Steuerbewegung 43, die von der Grundstellung
ausgeht, eine rückstellend wirkende Federkraft zu überwinden ist. Die Federkräfte
sind in der Grundstellung des Handbetätigungsmittels 44 im Gleichgewicht. Mithin bewirkt
ein Loslassen des Handbetätigungsmittels 44 ein automatisches Rückstellen in die Grundstellung
und einen fast sofortigen Stopp der Arbeitsbewegung 7, weil sich der Sekundärdruck
27 in diesem Fall umgehend wieder auf den Arbeitsdruck einregelt, der die aktuelle
Höhenposition der Antriebseinheit 15 fixiert.
[0080] Zweckmäßigerweise setzen sich die Federmittel 55 aus zwei gesonderten Federeinheiten
55a, 55b zusammen, die in einander entgegengesetzten Richtungen auf das Handbetätigungsmittel
44 beziehungsweise die erste Steuerkomponente 45 einwirken. In Verbindung mit einer
Ausgestaltung der Steuereinrichtung 19 nach Art eines Pneumatikzylinders ist es vorteilhaft,
jede der beiden Federeinheiten 55a, 55b in einer der beiden Gehäusekammern 53, 54
unterzubringen, sodass sie sich jeweils zwischen dem Gehäuse 47 und der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit
48 abstützen. Bei einer nicht gezeigten Aus-führungsform sind die Federeinheiten 55a,
55b außerhalb des Gehäuses 47 angeordnet.
[0081] Die Federmittel bewirken nicht nur eine definierte Grundstellung der Steuereinrichtung
19, sondern vermitteln dem Bediener auch ein Gefühl für die Betätigung, weil die zu
überwindende Federkraft umso größer wird, je stärker das Handbetätigungsmittel 44
aus der Grundstellung ausgelenkt wird.
[0082] Als Halterung 52 für die zweite Steuerkomponente 46 bietet sich vor allem die erste
Antriebskomponente 8 an, die mit dem zu bewegenden Gegenstand 2 verbunden oder verbindbar
ist. Ein vorteilhafter Effekt dieser Anbringung besteht darin, dass sich die gesamte
Steuereinrichtung 19 zusammen mit der ersten Antriebskomponente 8 verlagert. Somit
besteht insbesondere auch die Möglichkeit, den umzupositionierenden Gegenstand 2 präzise
manuell zu führen.
[0083] Grundsätzlich kann die zweite Steuerkomponente 46, relativ zu der die das Handbetätigungsmittel
44 bildende erste Steuerkomponente 45 im Rahmen der Steuerbewegung 43 bewegbar ist,
auch an jeder beliebigen anderen Halterung 52 angebracht sein. In diesem Zusammenhang
ist oben links in der Zeichnung strichpunktiert illustriert, alternativ die Tragstruktur
5 als Halterung 52 zu nutzen.
[0084] Eine Realisierung der Steuereinrichtung 19 nach Art eines Pneumatikzylinders ist
eine sehr kostengünstige Lösung, da man auf gängige Pneumatikzylinder zurückgreifen
kann, die nur geringfügiger Anpassungen bedürfen.
1. Arbeitsvorrichtung, mit einer zur Betätigung einer fluidbetätigten Antriebseinrichtung
(6) geeigneten Betätigungseinrichtung (17), die ein Arbeitsventil (18) aufweist, das
durch ein auf Basis eines pneumatischen Steuerdruckes generiertes Steuersignal ansteuerbar
ist und die eine den pneumatischen Steuerdruck liefernde Steuereinrichtung (19) enthält,
die zu ihrer manuellen Betätigung mit einem beweglichen Handbetätigungsmittel (44)
ausgestattet ist und einen den pneumatischen Steuerdruck bereitstellenden Steuerausgang
(42) hat, wobei die Betätigungseinrichtung (17) ein den Steuerdruck bereitstellendes
geschlossenes pneumatisches Hohlraumsystem (37) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Hohlraumsystem (37) eine mit dem Steuerausgang (42) verbundene volumenveränderliche
Steuerkammer (38) der Steuereinrichtung (19) gehört, deren Volumen mit dem Resultat
einer stetig variablen Veränderung des Steuerdruckes durch manuelles Bewegen des Handbetätigungsmittels
(44) kontinuierlich veränderbar ist.
2. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsventil (18) vom elektrisch ansteuerbaren Typ ist, wobei die Betätigungseinrichtung
(17) eine zur Erfassung des pneumatischen Steuerdruckes ausgebildete und basierend
auf dem erfassten pneumatischen Steuerdruck ein für die Ansteuerung des Arbeitsventils
(18) dienendes elektrisches Steuersignal generierende Drucksensoreinrichtung (39)
aufweist, die zweckmäßigerweise ein unmittelbarer Bestandteil des Arbeitsventils (18)
ist.
3. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsventil (18) vom pneumatisch ansteuerbaren Typ ist, wobei unmittelbar der
pneumatische Steuerdruck ein pneumatisches Steuersignal für das Arbeitsventil (18)
bildet.
4. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsventil (18) einen pneumatischen Steuereingang (36) hat, der zum Empfang
des Steuerdruckes mit dem Steuerausgang (42) der Steuereinrichtung (19) pneumatisch
verbunden ist.
5. Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (19) zwei unter Ausführung einer Steuerbewegung (43) relativ
zueinander bewegliche Steuerkomponenten (45, 46) aufweist, die gemeinsam die volumenveränderliche
Steuerkammer (38) begrenzen, wobei eine der Steuerkomponenten (45) das Handbetätigungsmittel
(44) bildet, durch dessen manuelle Betätigung die das Volumen der Steuerkammer (38)
verändernde Steuerbewegung (43) relativ zu der anderen Steuerkomponente (46) hervorrufbar
ist.
6. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (19) nach Art eines Pneumatikzylinders aufgebaut ist, wobei
ihre eine Steuerkomponente (45) von einem Gehäuse (47) und ihre andere Steuerkomponente
(46) von einer Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit (48) gebildet ist, wobei der Kolben
(48a) der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit (48) in dem Gehäuse (47) angeordnet ist
und die Kolbenstange (48b) der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit (48) aus dem Gehäuse
(47) herausragt und wobei der Kolben (48a) gemeinsam mit dem Gehäuse (47) die volumenveränderliche
Steuerkammer (38) begrenzt, deren Volumen durch eine bei der Steuerbewegung (43) stattfindende
Relativbewegung zwischen dem Gehäuse (47) und der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit
(48) stetig veränderbar ist.
7. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit (48) eine durch das Gehäuse (47) hindurchgehende
und auf einander entgegengesetzten Seiten aus dem Gehäuse (47) herausragende Kolbenstange
(48b) aufweist.
8. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (47) das Handbetätigungsmittel (44) bildet, wobei die Steuerbewegung
(43) aus einer relativ zu der Kolben-Kolbenstangen-Baueinheit (48) erfolgenden, manuell
hervorgerufenen Linearbewegung des Gehäuses (47) resultiert.
9. Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (48a) im Innern des Gehäuses (47) zwei Gehäusekammern (53, 54) axial voneinander
abteilt, von denen die eine Gehäusekammer (53) die Steuerkammer (38) bildet, wobei
die andere Gehäusekammer (54) zweckmäßigerweise ständig entlüftet ist.
10. Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (19) Federmittel (55) aufweist, durch die die beiden Steuerkomponenten
(45, 46) relativ zueinander in einer Grundstellung gehalten sind, ausgehend von der
die das Handbetätigungsmittel (44) aufweisende Steuerkomponente (45) zur Ausführung
der Steuerbewegung (43) unter Überwindung einer rückstellend wirkenden Federkraft
der Federmittel (55) wahlweise in jeweils einer von zwei einander entgegengesetzten
Richtungen relativ zur anderen Steuerkomponente (46) bewegbar ist, wobei das Volumen
der Steuerkammer (38) je nach Bewegungsrichtung eine Vergrößerung oder Verringerung
erfährt.
11. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder der beiden Gehäusekammern (53, 54) eine von zwei Federeinheiten (55a, 55b)
der Federmittel (55) angeordnet ist, die zwischen dem Kolben (48a) und dem Gehäuse
(47) wirksam ist.
12. Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Steuereinrichtung (19) ansteuerbare Arbeitsventil (18) ein Druckregelventil
(22) ist, das einen an eine ein Antriebsfluid bereitstellende Druckquelle (24) anschließbaren
Primäranschluss (23), einen mit einer Drucksenke (26) kommunizierenden Entlastungsanschluss
(25) und einen an eine volumenveränderliche Antriebskammer (12) der Antriebseinrichtung
(6) anschließbaren Sekundäranschluss (27) aufweist, wobei zweckmäßigerweise die Höhe
eines am Sekundäranschluss (27) des Druckregelventils (22) anstehenden Sekundärdruckes
und/oder die Strömungsrate des in die oder aus der Antriebskammer (12) strömenden
Antriebsfluides durch den pneumatischen Steuerdruck stetig variabel vorgebbar ist.
13. Arbeitsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mittels der Betätigungseinrichtung (17) durch Fluidkraft betätigbare, an
das Arbeitsventil (18) angeschlossene Antriebseinrichtung (6) aufweist.
14. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 13 in Verbindung mit Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (6) eine volumenveränderliche Antriebskammer (12) enthält,
die an den Sekundäranschluss (27) des Druckregelventils (22) angeschlossen ist.
15. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie als zum Anheben und/oder Absenken von Gegenständen (2) geeignete Handhabungsvorrichtung
(1a) ausgebildet ist, wobei die Antriebseinrichtung (6) zwei Antriebskomponenten (8,
9) aufweist, die gemeinsam die volumenveränderliche Antriebskammer (12) begrenzen
und von denen die eine, erste Antriebskomponente (8) bei gleichzeitiger Veränderung
des Volumens der Antriebskammer (12) unter Ausführung einer Arbeitsbewegung (7) relativ
zu der anderen, zweiten Antriebskomponente (9) bewegbar ist, wobei die bewegbare erste
Antriebskomponente (8) mit einem zum Festhalten eines Gegenstandes (2) geeigneten
Gegenstandshaltemittel (13) verbunden oder verbindbar ist, dessen im Raum eingenommene
Höhenposition durch die Arbeitsbewegung (7) veränderbar ist.
16. Arbeitsvorrichtung nach Anspruch 15 in Verbindung mit einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die nicht das Handbetätigungsmittel (44) bildende Steuerkomponente (46) ortsfest
bezüglich der ersten Antriebskomponente (8) angeordnet ist, sodass sie deren Arbeitsbewegung
(7) mitmacht.
1. Work device, with an actuating device (17) suitable for actuation of a fluid-actuated
drive unit (6), which has an operating valve (18) which may be controlled by a control
signal generated on the basis of a pneumatic control pressure and which contains a
control device (19) supplying the pneumatic control pressure and which, for its manual
actuation, is equipped with movable manual actuation means (44) and has a control
outlet (42) providing the pneumatic control pressure, wherein the actuating device
(17) has a closed pneumatic hollow space system (37), characterised in that there belongs to the hollow space system (37) a volume-changing control chamber (38)
of the control device (19) connected to the control outlet (42), the volume of which
is continuously variable with the result of a constantly variable change in control
pressure by manual movement of the manual actuation means (44).
2. Work device according to claim 1, characterised in that the operating valve (18) is of the electrically controllable type, wherein the actuating
device (17) has, for detecting the pneumatic control pressure and based on the detected
pneumatic control pressure, a pressure sensor device (39) generating an electrical
control signal serving to control the operating valve (18) and expediently forming
a direct constituent of the operating valve (18).
3. Work device according to claim 1, characterised in that the operating valve (18) is of the pneumatically controllable type, wherein a pneumatic
control signal for the operating valve (18) is formed directly by the pneumatic control
pressure.
4. Work device according to claim 2 or 3, characterised in that the operating valve (18) has a pneumatic control inlet (36), which is pneumatically
connected to the control outlet (42) of the control device (19) to receive the control
pressure.
5. Work device according to any of claims 1 to 4, characterised in that the control device (19) has two control components (45, 46), movable relative to
one another in the execution of a control movement (43), and together bounding the
volume-changing control chamber (38), wherein one of the control components (45) forms
the manual actuation means (44), by manual actuation of which the control movement
(43) changing the volume of the control chamber (38) relative to the other control
component (46) may be generated.
6. Work device according to claim 5, characterised in that the control device (19) is designed in the manner of a pneumatic cylinder, wherein
its one control component (45) is formed by a housing (47) and its other control component
(46) by a piston-piston rod assembly (48), wherein the piston (48a) of the piston-piston
rod assembly (48) is mounted in the housing (47) and the piston rod (48b) of the piston-piston
rod assembly (48) extends out of the housing (47), and wherein the piston (48a) together
with the housing (47) bounds the volume-changing control chamber (38), the volume
of which may be varied constantly by a relative movement between the housing (47)
and the piston-piston rod assembly (48) which takes place during the control movement
(43).
7. Work device according to claim 6, characterised in that the piston-piston rod assembly (48) has a piston rod (48b) passing through the housing
(47) and extending out of the housing (47) on opposite sides.
8. Work device according to claim 6 or 7, characterised in that the housing (47) forms the manual actuation means (44), wherein the control movement
(43) results from a manually generated linear movement of the housing (47) relative
to the piston-piston rod assembly (48).
9. Work device according to any of claims 5 to 8, characterised in that inside the housing (47) the piston (48a) divides two housing chambers (53, 54) axially
from one another, with one housing chamber (53) forming the control chamber (38) while
the other housing chamber (54) is expediently constantly vented.
10. Work device according to any of claims 5 to 9, characterised in that the control device (19) has spring means (55) by which the two control components
(45, 46) are held relative to one another in a basic position, starting from which
the control component (45) with the manual actuation means (44) may be moved to execute
the control movement (43) while overcoming a resetting spring force of the spring
means (55), alternately in one of two opposite directions relative to the other control
component (46), wherein the volume of the control chamber (38) undergoes an increase
or a decrease depending on the direction of movement.
11. Work device according to claim 10 in conjunction with claim 9, characterised in that, in each of the two housing chambers (53, 54), there is located one of two spring
units (55a, 55b) of the spring means (55) which are effective between the piston (48a)
and the housing (47).
12. Work device according to any of claims 1 to 11, characterised in that the operating valve (18) controllable by the control device (19) is a pressure-control
valve (22) which has a primary port (23) which may be connected to a pressure source
(24) providing driving fluid, a relief port (25) communicating with a pressure sink
(26), and a secondary port (27) which may be connected to a volume-changing drive
chamber (12) of the drive unit (6), wherein expediently the level of secondary pressure
at the secondary port (27) of the pressure-control valve (22) and/or the flow rate
of the driving fluid flowing into or out of the drive chamber (12) may be constantly
and variably preset by the pneumatic control pressure.
13. Work device according to any of claims 1 to 12, characterised in that it has a drive unit (6) connected to the operating valve (18) and actuable by fluidic
power from the actuating device (17).
14. Work device according to claim 13 in conjunction with claim 12, characterised in that the drive unit (6) contains a volume-changing drive chamber (12) which is connected
to the secondary port (27) of the pressure-control valve (22).
15. Work device according to claim 14, characterised in that it is in the form of a handling device (1a) suitable for the raising or lowering
of objects (2), wherein the drive unit (6) has two drive components (8, 9) which together
bound the volume-changing drive chamber (12), of which the one first drive component
(8) may be moved relative to the other second drive component (9), with simultaneous
changing of the volume of the drive chamber (12) and executing an operating movement
(7), wherein the movable first drive component (8) is or may be connected to object
holding means (13) for holding an object (2), the height of which in space may be
varied by the operating movement (7).
16. Work device according to claim 15 in conjunction with any of claims 5 to 11, characterised in that the control component (46) not forming the manual actuation means (44) is mounted
immovably relative to the first drive component (8), so that it accompanies the operating
movement (7) of the latter.
1. Dispositif de travail, avec un dispositif d'actionnement (17) approprié à l'actionnement
d'un dispositif d'entraînement (6) actionné par fluide, qui présente une soupape de
travail (18) qui peut être commandée par un signal de commande généré sur la base
d'une pression de commande pneumatique et qui contient un dispositif de commande (19)
fournissant la pression de commande pneumatique qui est équipé pour son actionnement
manuel d'un moyen d'actionnement manuel (44) mobile et présente une sortie de commande
(42) mettant à disposition la pression de commande pneumatique, dans lequel le dispositif
d'actionnement (17) présente un système d'espace creux (37) pneumatique fermé mettant
à disposition la pression de commande, caractérisé en ce qu'une chambre de commande (38) à volume variable reliée à la sortie de commande (42)
du dispositif de commande (19) appartient au système d'espace creux (37), dont le
volume est modifiable en continu avec le résultat d'une modification variable en permanence
de la pression de commande par déplacement manuel du moyen d'actionnement manuel (44).
2. Dispositif de travail selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape de travail (18) est du type commandable électriquement, dans lequel le
dispositif d'actionnement (17) présente un dispositif de capteur de pression (39)
réalisé pour la détection de la pression de commande pneumatique et générant sur la
base de la pression de commande pneumatique détectée un signal de commande électrique
servant à la commande de la soupape de travail (18), lequel est de manière appropriée
un élément direct de la soupape de travail (18).
3. Dispositif de travail selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape de travail (18) est du type commandable pneumatiquement, dans lequel la
pression de commande pneumatique forme directement un signal de commande pneumatique
pour la soupape de travail (18).
4. Dispositif de travail selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la soupape de travail (18) présente une entrée de commande pneumatique (36) qui est
reliée pneumatiquement pour la réception de la pression de commande à la sortie de
commande (42) du dispositif de commande (19).
5. Dispositif de travail selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de commande (19) présente deux composants de commande (45, 46) mobiles
l'un par rapport à l'autre en réalisant un mouvement de commande (43), qui délimitent
conjointement la chambre de commande (38) à volume variable, dans lequel un des composants
de commande (45) forme le moyen d'actionnement manuel (44), par l'actionnement manuel
duquel le mouvement de commande (43) modifiant le volume de la chambre de commande
(38) par rapport à l'autre composant de commande (46) peut être suscité.
6. Dispositif de travail selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de commande (19) est constitué comme un vérin pneumatique, dans lequel
un composant de commande (45) est formé par un boîtier (47) et son autre composant
de commande (46) est formé par une unité de construction de tige de piston-piston
(48), dans lequel le piston (48a) de l'unité de construction de tige de piston-piston
(48) est agencé dans le boîtier (47) et la tige de piston (48b) de l'unité de construction
de tige de piston-piston (48) dépasse du boîtier (47) et dans lequel le piston (48a)
délimite conjointement avec le boîtier (47) la chambre de commande (38) à volume variable,
dont le volume est modifiable en permanence par un mouvement relatif ayant lieu lors
du mouvement de commande (43) entre le boîtier (47) et l'unité de construction de
tige de piston-piston (48).
7. Dispositif de travail selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité de construction de tige de piston-piston (48) présente une tige de piston
(48b) passant par le boîtier (47) et dépassant du boîtier (47) sur des côtés en regard.
8. Dispositif de travail selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le boîtier (47) forme le moyen d'actionnement manuel (44), dans lequel le mouvement
de commande (43) résulte d'un mouvement linéaire, suscité manuellement, s'effectuant
par rapport à l'unité de construction de tige de piston-piston (48), du boîtier (47).
9. Dispositif de travail selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le piston (48a) à l'intérieur du boîtier (47) sépare deux chambres de boîtier (53,
54) axialement l'une de l'autre, dont l'une chambre de boîtier (53) forme la chambre
de commande (38), dans lequel l'autre chambre de boîtier (54) est ventilée de manière
appropriée en permanence.
10. Dispositif de travail selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de commande (19) présente des moyens de ressort (55), par lesquels
les deux composants de commande (45, 46) sont maintenus l'un par rapport à l'autre
dans une position de base, à partir de laquelle le composant de commande (45) présentant
le moyen d'actionnement manuel (44) est mobile pour la réalisation du mouvement de
commande (43) en surmontant une force de ressort agissant par rappel des moyens de
ressort (55) au choix dans respectivement une des deux directions en regard par rapport
à l'autre composant de commande (46), dans lequel le volume de la chambre de commande
(38) subit selon le sens de déplacement un agrandissement ou une réduction.
11. Dispositif de travail selon la revendication 10 en liaison avec la revendication 9,
caractérisé en ce que dans chacune des deux chambres de boîtier (53, 54), une des deux unités de ressort
(55a, 55b) des moyens de ressort (55) est agencée, laquelle est active entre le piston
(48a) et le boîtier (47).
12. Dispositif de travail selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la soupape de travail (18) commandable par le dispositif de commande (19) est une
soupape de régulation de pression (22) qui présente un raccord primaire (23) raccordable
à une source de pression (24) mettant à disposition un fluide d'entraînement, un raccord
de décharge (25) communiquant avec un réservoir de pression (26) et un raccord secondaire
(27) pouvant être raccordé à une chambre d'entraînement (12) à volume variable du
dispositif d'entraînement (6), dans lequel de manière appropriée le niveau d'une pression
secondaire présente sur le raccord secondaire (27) de la soupape de régulation de
pression (22) et/ou le débit du fluide d'entraînement s'écoulant dans la ou hors de
la chambre d'entraînement (12) est prescriptible en permanence de manière variable
par la pression de commande pneumatique.
13. Dispositif de travail selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il présente un dispositif d'entraînement (6) raccordé à la soupape de travail (18),
actionnable à l'aide du dispositif d'actionnement (17) par une force de fluide.
14. Dispositif de travail selon la revendication 13 en liaison avec la revendication 12,
caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (6) contient une chambre d'entraînement (12) à volume
modifiable, qui est raccordée au raccord secondaire (27) de la soupape de régulation
de pression (22).
15. Dispositif de travail selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'il est réalisé en tant que dispositif de manipulation (1 a) approprié au levage et/ou
à l'abaissement d'objets (2), dans lequel le dispositif d'entraînement (6) présente
deux composants d'entraînement (8, 9) qui délimitent conjointement la chambre d'entraînement
(12) à volume modifiable et dont l'un premier composant d'entraînement (8) est mobile
pour la modification simultanée du volume de la chambre d'entraînement (12) en réalisant
un mouvement de travail (7) par rapport à l'autre second composant d'entraînement
(9), dans lequel le premier composant d'entraînement mobile (8) est ou peut être relié
à un moyen de retenue d'objet (13) approprié à la retenue d'un objet (2), dont la
position verticale occupée dans l'espace est modifiable par le mouvement de travail
(7).
16. Dispositif de travail selon la revendication 15 en liaison avec l'une des revendications
5 à 11, caractérisé en ce que le composant de commande (46) ne formant pas le moyen d'actionnement manuel (44)
est agencé fixement par rapport au premier composant d'entraînement (8) de sorte qu'il
participe à son mouvement de travail (7).