[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugtürschloss, mit einem Gesperre, ferner mit
einem Betätigungshebelwerk mit wenigstens einem Betätigungshebel und einem Kupplungshebel,
und mit zumindest einem Blockierelement, welches im Normalbetrieb eine mechanische
Verbindung zwischen dem Betätigungshebel und dem Kupplungshebel und bei auftretenden
Beschleunigungskräften vorgegebener Größe, beispielsweise im Unfallbetrieb, eine mechanische
Trennung zwischen dem Betätigungshebel und dem Kupplungshebel - mittelbar oder unmittelbar
- bewirkt.
[0002] Fliehkraft- oder Massensperren bzw. Crash-Sperren sorgen bekanntermaßen dafür, eine
unbeabsichtigte Öffnung einer Tür, einer Klappe oder eines Deckels bei einem Kraftfahrzeug
zu verhindern. Dadurch werden die im Karosserieinnenraum befindlichen Insassen optimal
bei einem Unfall geschützt und können beispielsweise in einer Kraftfahrzeugseitentür
befindliche Sicherheitseinrichtungen wie Airbags, Versteifungen etc. optimal ihre
Wirkung entfalten. Außerdem wird verhindert, dass die Insassen aus dem Innenraum geschleudert
werden. Solche Fliehkraft- bzw. Massensperren oder auch Crash-Sperren sind in vielfältiger
Ausgestaltung bekannt.
[0003] So beschäftigt sich die gattungsbildende
DE 20 2008 012 949 mit einer Crash-Sperre, die mit einem elastischen, längenveränderlichen Element arbeitet.
In diesem Zusammenhang ist ein Verbindungselement realisiert, mit dessen Hilfe die
Sperrklinke als Bestandteil des Gesperres mit wenigstens einer Griffeinheit verbunden
ist. Das Verbindungselement ist mit wenigstens einem Verbindungshebel ausgerüstet.
Durch Ziehen des Handgriffes wird der Hebel betätigt und greift an einer Kontur der
Sperrklinke an. Dadurch kann das Gesperre geöffnet werden.
[0004] Ebenfalls ist aus der
EP 1 518 983 A2 ein Kraftfahrzeugtürschloss, mit einem Gesperre, einem Betätigungshebelwerk mit wenigstens
einem Betätigungshebel und einem Kupplungshebel, und mit zumindest einem Blockierelement,
welches im Normalbetrieb eine mechanische Verbindung zwischen dem Betätigungshebel
und dem Kupplungshebel bewirkt und bei auftretenden Beschleunigungskräften, die eine
vorgegebene Größe, beispielsweise bei einem Unfall, überschreiten, eine mechanische
Trennung zwischen dem Betätigungshebel und dem Kupplungshebel bewirkt.
[0005] Zusätzlich ist ein Sperrelement in Gestalt eines Funktionselementes realisiert, welches
mit wenigstens einem federelastischen Bauteil verbunden ist. Bei einer stoßartigen
Belastung bzw. im Unfallbetrieb verlängert sich das federelastische Bauteil. Dadurch
wird das fragliche Funktionselement in Folge der Längenänderung des federelastischen
Bauteils in eine Position verlagert, welche die Bewegung der Sperrklinke blockiert
oder auskuppelt. Auf diese Weise sollen auch Kräfte im dreidimensionalen Raum beherrscht
werden können und eine einfache Positionierung möglich sein.
[0006] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt. Allerdings wird bei solchen
Kraftfahrzeugtürschlössern oftmals ein sogenanntes "Prellen" beobachtet. Dieses stellt
sich u. a. dann ein, wenn die Kraftfahrzeugtür bei in Hauptraststellung befindlichem
Gesperre federnde Bewegungen gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie ausführt, so dass
es zu einer Relativbewegung zwischen der Sperrklinke und der in Hauptrasposition befindlichen
Drehfalle kommt. Ein solches Prellen wird noch dadurch begünstigt, dass eine zugehörige
Kraftfahrzeugtür unvermeidliche Elastizitäten wie eine umlaufende Türgummidichtung
aufweist. Derartige Prellbewegungen sind nicht nur unter geräuschtechnischen Aspekten
nachteilig, sondern können auch zu Funktionsbeeinträchtigungen führen. Hier setzt
die Erfindung ein.
[0007] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Kraftfahrzeugtürschloss
so weiterzuentwickeln, dass die Geräuschentwicklung im Betrieb verringert ist und
insbesondere Prellgeräusche vermieden werden. Außerdem soll die Funktionssicherheit
gesteigert werden.
[0008] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen
Kraftfahrzeugtürschloss vor, dass zusätzlich zu dem Blockierelement ein Sperrelement
vorgesehen ist, welches ein Stellelement für den Kupplungshebel derart beaufschlagt,
dass zumindest im Unfallbetrieb der Kupplungshebel nicht nur mechanisch vom Betätigungshebel
getrennt wird, sondern zusätzlich seine Position "verriegelt" einnimmt.
[0009] Im Rahmen der Erfindung kommen also zunächst einmal - wenn man so will - zwei Blockierelemente
zum Einsatz, nämlich zunächst einmal das Blockierelement, welches im Normalbetrieb
eine mechanische Verbindung zwischen dem Betätigungshebel und dem Kupplungshebel und
im Unfallbetrieb eine mechanische Trennung der beiden Hebel voneinander bewirkt. Neben
diesem Blockierelement, welches im Detail für eine Beabstandung zwischen einerseits
dem Betätigungshebel und andererseits dem Kupplungshebel im Unfallbetrieb sorgt, ist
nun erfindungsgemäß noch ein weiteres Blockierelement, bzw. zusätzlich zu dem Blockierelement
das bereits angesprochene Sperrelement realisiert. Dieses Sperrelement arbeitet auf
ein Stellelement für den Kupplungshebel.
[0010] Grundsätzlich können Stellelement und Kupplungshebel eine Baueinheit bilden. Im Allgemeinen
sind das Stellelement und der Kupplungshebel jedoch räumlich und strukturell getrennt
voneinander ausgelegt. Dabei ist die Wechselwirkung der Gestalt, dass zumindest im
Unfallbetrieb bzw. bei auftretenden Beschleunigungskräften vorgegebener Größe der
Kupplungshebel nicht nur mechanisch vom Betätigungshebel getrennt wird, nämlich durch
das Blockierelement.
[0011] Vielmehr sorgt das Sperrelement in Verbindung mit dem Stellelement für den Kupplungshebel
zusätzlich noch dafür, dass der Kupplungshebel seine Position "verriegelt" einnimmt,
und zwar zumindest im Unfallbetrieb. Das heißt, die verriegelte Stellung des Kupplungshebels
kann auch über den Unfallbetrieb hinaus eingenommen bzw. beibehalten werden. Sobald
also das Stellelement durch die auftretenden Beschleunigungskräfte vorgegebener Größe
in ausreichendem Maße beaufschlagt wird, dass mit Hilfe des Sperrelementes das Stellelement
für den Kupplungshebel eine signifikante Beaufschlagung erfährt, sorgt das Stellelement
dafür, dass der Kupplungshebel von seiner zuvor typischerweise eingenommenen Position
"entriegelt" in die Position "verriegelt" verschwenkt wird.
[0012] Das hat zur Folge, dass beispielsweise im Anschluss an den beschriebenen Unfallbetrieb
bzw. die auftretenden Beschleunigungskräfte vorgegebener Größe der Kupplungshebel
nach wie vor seine Position "verriegelt" einnimmt. Das Kraftfahrzeugtürschloss bleibt
also im Anschluss an den beschriebenen Unfallbetrieb bzw. nach Auftreten der Beschleunigungskräfte
vorgegebener Größe unverändert in seinem verriegelten Zustand. Dadurch kann es grundsätzlich
nicht zu dem zuvor bereits beschriebenen "Prellen" kommen. Denn der in Position "verriegelt"
befindliche Kupplungshebel verhindert eine durchgängige mechanische Verbindung zwischen
beispielsweise einem Türgriff und dem Gesperre dauerhaft bzw. so lange, wie sich der
Kupplungshebel in seiner Stelle "verriegelt" befindet. Etwaige vom Betätigungshebelwerk
auf das Gesperre übertragende Schwingbewegungen werden folglich nicht (mehr) beobachtet.
[0013] Hinzu kommt, dass der Aufbau des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschlosses einfach
und funktionsgerecht ist. Denn das Blockierelement sorgt im Normalbetrieb dafür, dass
eine mechanische Verbindung zwischen dem Betätigungshebel und dem Kupplungshebel vorliegt
bzw. bewirkt wird. Durch die mechanische Verbindung zwischen dem Betätigungshebel
und dem Kupplungshebel im Normalbetrieb führt eine Beaufschlagung des Betätigungshebels
dazu, dass auch das Blockierelement bewegt wird. Tatsächlich handelt es sich bei dem
Blockierelement regelmäßig um eine Scheibe, die sich um eine Achse drehen lässt. Außerdem
verfügt das Blockierelement meistens über eine Feder, mit deren Hilfe das Blockierelement
mit dem Betätigungshebel gekoppelt ist. Die fragliche Feder ist zu diesem Zweck zwischen
dem Blockierelement und dem Betätigungshebel zwischengeschaltet.
[0014] Bei der Feder handelt es sich vorteilhaft um eine Schenkelfeder. Diese Schenkelfeder
verfügt regelmäßig über einen freien Schenkel, mit dem sie am Blockierhebel anliegt.
Sobald also der Blockierhebel eine Beaufschlagung erfährt, wird die damit verbundene
Bewegung des Betätigungshebels über die fragliche Feder auf das Blockierelement übertragen.
Als Folge hiervon wird das Blockierelement im Normalbetrieb um seine Achse verschwenkt.
Zugleich korrespondiert diese Funktionsabfolge in der Stellung "entriegelt" dazu,
dass der Betätigungshebel über den mechanisch angekoppelten Kupplungshebel das Gesperre
beispielsweise zu seiner Öffnung beaufschlagen kann.
[0015] Befindet sich dagegen der Kupplungshebel in seiner Position "verriegelt", so gehen
entsprechende Betätigungen des Betätigungshebels leer. Gleichwohl wird bei diesem
Vorgang das Blockierelement verschwenkt, so dass insgesamt dessen dauerhafte Funktionsfähigkeit
über die gesamte Lebensdauer des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschlosses gesehen
erhalten bleibt.
[0016] Bei dem zusätzlich zu dem Blockierelement vorgesehenen Sperrelement handelt es sich
meistens um eine träge Masse bzw. ein Gewicht. Im Regelfall ist das Sperrelement auf
dem Betätigungshebel drehbar gelagert. Außerdem mag zwischen dem Sperrelement und
dem Betätigungshebel eine Feder zwischengeschaltet sein.
[0017] Sobald das Sperrelement gegenüber dem Betätigungshebel eine Auslenkung beispielsweise
im Unfallbetrieb erfährt, wird diese Auslenkung nur dann umgesetzt, wenn die damit
verbundenen Trägheitskräfte die in Gegenrichtung wirkenden Kräfte der zwischengeschalteten
Feder überwinden.
[0018] Wie bereits einleitend beschrieben, arbeitet das Sperrelement auf ein Stellelement
für den Kupplungshebel. Das Stellelement seinerseits ist als Federelement ausgebildet.
Bei dem Federelement handelt es sich typischerweise um eine Schenkelfeder. Außerdem
ist das Stellelement regelmäßig auf dem Betätigungshebel angeordnet.
[0019] Das Sperrelement verfügt im Allgemeinen über eine Stellkontur für das Stellelement
bzw. Federelement respektive die Schenkelfeder. Meistens arbeitet die Stellkontur
auf einen freien Schenkel der Schenkelfeder. Dabei ist die Auslegung so getroffen,
dass das Sperrelement über die zwischengeschaltete Feder mit dem Kupplungshebel wechselwirkt.
[0020] Sofern die Stellkontur am Sperrelement die Feder respektive dessen freien (Feder-)Schenkel
beaufschlagt, erfährt der Kupplungshebel keine Beaufschlagung und behält typischerweise
seine Position "entriegelt" bei. Wird jedoch das Sperrelement gegenüber dem Betätigungshebel
beispielsweise beim Unfallbetrieb verschwenkt und kommt dadurch die Stellkontur außer
Eingriff mit dem freien Schenkel der Schenkelfeder bzw. des Stellelementes, so kann
dieser freie Schenkel den Kupplungshebel verschwenken, und zwar meistens von seiner
zuvor eingenommenen Stellung "entriegelt" in die Position "verriegelt".
[0021] Das heißt, der Unfallbetrieb bzw. die auftretenden Beschleunigungskräfte vorgegebener
Größe führen im Regelfall einerseits dazu, dass das Blockierelement den Betätigungshebel
festhält. Denn der Betätigungshebel ist in diesem Zusammenhang nicht in der Lage,
die träge Masse des Blockierelementes über die zwischengeschaltete Feder zu bewegen.
Vielmehr verharrt das Blockierelement größtenteils in Ruhe, so dass bei diesem Vorgang
allenfalls die zwischengeschaltete Feder (geringfügig) elastisch verformt wird.
[0022] Da der Betätigungshebel im Unfallbetrieb durch das Blockierelement gleichsam festgehalten
wird oder größtenteils festgehalten wird, kann der Betätigungshebel auch nicht auf
den (in Entriegelungsposition befindlichen) Kupplungshebel dergestalt arbeiten, dass
das Betätigungshebelwerk wie im Normalbetrieb das Gesperre zur Öffnung beaufschlagt.
Vielmehr wird im Unfallbetrieb eine mechanische Trennung zwischen dem Betätigungshebel
und dem Kupplungshebel bewirkt und kann das Gesperre nicht geöffnet werden.
[0023] Zugleich sorgen die auftretenden Beschleunigungskräfte vorgegebener Größe dafür,
dass andererseits das Sperrelement gegenüber dem Betätigungshebel verschwenkt wird.
Denn das Sperrelement ist auf dem Betätigungshebel drehbar gelagert, und zwar unter
Berücksichtigung der zwischen dem Sperrelement und dem Betätigungshebel zwischengeschalteten
Feder. Im Unfallbetrieb sorgen nun die am Sperrelement ebenfalls angreifenden Trägheitskräfte
dafür, dass das Sperrelement von dem gleichsam mit Hilfe des Blockierelementes festgelegten
Betätigungshebel weggeschwenkt wird. Dabei wird die zwischen dem Sperrelement und
dem Betätigungshebel zwischengeschaltete Feder gespannt.
[0024] Zugleich mit der Schwenkbewegung des Sperrelementes gegenüber dem Betätigungshebel
bewegt sich die Stellkontur von dem Stellelement für den Kupplungshebel weg. Dadurch
kommt das Stellelement für den Kupplungshebel bzw. der an dieser Stelle relevante
freie Schenkel der Schenkelfeder frei und kann den Kupplungshebel beaufschlagen. Mit
Hilfe des freien Schenkels des Stellelementes bzw. der an dieser Stelle vorgesehenen
Schenkelfeder wird der Kupplungshebel von der zuvor eingenommenen Position "entriegelt"
in die Stellung "verriegelt" überführt.
[0025] Sobald in diesem Kontext das Kraftfahrzeugtürschloss wieder in seine Normalposition
übergeht, befindet sich der Kupplungshebel nach wie vor in seiner Stellung "verriegelt".
Erst wenn das Sperrelement aktiv auf den Betätigungshebel zubewegt wird und die Stellkontur
den freien Schenkel zurückstellt, kann der Kupplungshebel wieder von seiner Position
"verriegelt" in die Stellung "entriegelt" zurückgestellt werden. Das heißt, die Schenkelfeder
bzw. Sperrfeder lässt sich durch Betätigung der Verriegelung in entgegengesetzter
Richtung wieder in ihre Ausgangsstellung zurücksetzen. Im Anschluss daran befindet
sich das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürschloss wieder in seiner Grundstellung.
[0026] Es sollte betont werden, dass das beschriebene Szenario für den Unfallbetrieb nicht
notwendigerweise an Beschleunigungskräfte gekoppelt ist, die bei einem solchen Crashfall
herrschen, typischerweise mehr als 4 g. Sondern grundsätzlich ist die beschriebene
Funktionsweise auch dann gegeben, wenn die Beschleunigungskräfte seitens eines Bedieners
bei einem schnellen Ziehen beispielsweise des Türgriffes ausgeübt werden. Das hängt
von der jeweiligen Auslegung ab. Die fraglichen Beschleunigungskräfte arbeiten dabei
typischerweise in Fahrzeug-Y-Richtung, das heißt in Querrichtung, im Unterschied zur
Längsrichtung des Kraftfahrzeuges, die regelmäßig mit der X-Richtung identifiziert
wird. Die Z-Richtung bezeichnet demgegenüber die Hochachsenrichtung.
[0027] Im Ergebnis wird ein Kraftfahrzeugtürschloss zur Verfügung gestellt, bei dem insbesondere
ein durch Prellen auftretendes Schwingungsverhalten auf den Öffnungsvorgang keinen
Einfluss (mehr) hat. Denn das Schloss wird bei einer Beschleunigung in der angesprochenen
Y-Richtung vorgegebener Größe automatisch in seine Stellung "verriegelt" überführt.
Denn ab einem bestimmten Schwellwert für die fraglichen Beschleunigungskräfte erfährt
das Sperrelement die beschriebene Verschwenkung gegenüber dem Betätigungshebel, so
dass die Stellkontur an dem Sperrelement das Stellelement respektive die an dieser
Stelle realisierte Feder bzw. Schenkelfeder oder Sperrfeder freigibt. Die freigegebene
Sperrfeder ist dann ihrerseits in der Lage, den Kupplungshebel von seiner zuvor eingenommenen
Position "entriegelt" in die Stellung "verriegelt" zu überführen.
[0028] Das alles gelingt unter Berücksichtigung eines funktionsgerechten Aufbaus, weil insbesondere
das Blockierelement tumusgemäß im Normalbetrieb zusammen mit dem Betätigungshebel
beaufschlagt und verschwenkt wird. Etwaige Funktionsstörungen sind folglich nicht
zu befürchten. Außerdem arbeitet die Erfindung mit einer geringen Anzahl an Bauteilen,
so dass die Kosten überschaubar sind. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- eine Einbauposition des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschlosses,
- Fig. 2
- das Kraftfahrzeugtürschloss in seiner Grundstellung,
- Fig. 3
- das Kraftfahrzeugtürschloss nach Fig. 2 zum Beginn des Unfallbetriebs und
- Fig. 4
- das Kraftfahrzeugtürschloss nach Fig. 3 am Ende des Unfallbetriebes.
[0030] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürschloss dargestellt, welches über ein nicht
gezeigtes Gesperre aus Drehfalle und Sperrklinke verfügt. Auf das Gesperre arbeitet
ein Betätigungshebelwerk 1, 2, das im Ausführungsbeispiel mit wenigstens einem Betätigungshebel
1 und zusätzlich einem Kupplungshebel 2 ausgerüstet ist. Bei dem Betätigungshebel
1 handelt es sich nicht einschränkend um einen Außenbetätigungshebel 1.
[0031] Zum weiteren grundsätzlichen Aufbau gehört noch wenigstens ein Blockierelement 3,
welches vorliegend als um eine Achse 4 drehbare Scheibe 3 ausgebildet ist. Das Blockierelement
3 verfügt über eine zugehörige Feder 5, die als Schenkelfeder 5 ausgebildet ist.
[0032] Man erkennt, dass die Windungen der Schenkelfeder 5 einen mittigen Zapfen 6 der Scheibe
bzw. des Blockierelementes 3 umschließen. Die Schenkelfeder bzw. Feder 5 verfügt über
einen an die Scheibe 3 angeschlossenen Schenkel 5a und einen freien Schenkel 5b.
[0033] Die Feder 5 bzw. deren freier Schenkel 5b liegt am Betätigungshebel bzw. Außenbetätigungshebel
1 an. Im Normalbetrieb und in der in Fig. 2 dargestellten Position "entriegelt" des
Kupplungshebels 2 führt eine Beaufschlagung des Betätigungshebels bzw. Außenbetätigungshebels
1 um seine Achse 7 im angedeuteten Gegenuhrzeigersinn dazu, dass eine Kante 8 am Betätigungshebel
1 am Kupplungshebel 2 anschlägt und den Kupplungshebel 2 beaufschlagt.
[0034] Mit Hilfe des Betätigungshebels bzw. Außenbetätigungshebels 1 wird in dem in Fig.
2 angedeuteten Normalbetrieb und bei der Stellung "entriegelt" der Kupplungshebel
2 so beaufschlagt, dass mit seiner Hilfe - mittelbar oder unmittelbar - die Sperrklinke
von der Drehfalle abgehoben wird. Das heißt, im Normalbetrieb nach der Fig. 2 lässt
sich das Gesperre in bekannter Art und Weise öffnen. Bei diesem Vorgang wird zugleich
das Blockierelement 3 bzw. die Scheibe 3 um ihre Achse 4 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
wie ein entsprechender Pfeil in der Fig. 2 andeutet.
[0035] Kommt es nun jedoch ausgehend von der Funktionsstellung nach der Fig. 2 zum Auftreten
von Beschleunigungskräften F vorgegebener Größe, so würde der Betätigungshebel 1 erneut
im Gegenuhrzeigersinn um seine Achse 7 verschwenkt, wenn nicht das Blockierelement
3 in dem geschilderten Unfallbetrieb eine mechanische Trennung vom Betätigungshebel
1 und dem Kupplungshebel 2 bewirken würde. Diese mechanische Trennung wird erfindungsgemäß
dadurch umgesetzt und erreicht, dass das Blockierelement 3 bei den auftretenden Beschleunigungskräften
F vorgegebener Größe, das heißt im Unfallbetrieb, den Betätigungshebel respektive
Außenbetätigungshebel 1 blockiert.
[0036] Denn im Unfallbetrieb nach der Fig. 3 verharrt das Blockierelement 2 infolge seiner
Massenträgheit in seiner Ausgangsposition gemäß Fig. 1, so dass etwaige Bewegungen
des Betätigungshebels 1 lediglich dazu führen, dass die zwischen dem Blockierelement
3 und dem Betätigungshebel 1 zwischengeschaltete Feder 5 eine elastische Verformung
erfährt. Das ist in der Fig. 3 dargestellt. Diese elastische Verformung der Feder
5 korrespondiert dazu, dass der Betätigungshebel 1 allenfalls geringfügig im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt wird. Diese (geringe) Schwenkbewegung reicht jedoch bei weitem nicht aus,
dass der Anschlag bzw. die (Anschlag-)Kante 8 den Kupplungshebel 2 erreicht oder erreichen
könnte. Als Folge hiervon führt der geschilderte Unfallbetrieb auch nicht dazu, dass
das Gesperre geöffnet wird.
[0037] Im weiteren Fortgang des Unfallbetriebes kommt es dann noch dazu, dass zusätzlich
zu dem Blockierelement 3 ein ergänzendes Sperrelement 9 Wirkung entfaltet. Bei diesem
Sperrelement 9 handelt es sich im Kern um eine träge Masse, die über einen Bolzen
10 drehbar an den Betätigungshebel bzw. Außenbetätigungshebel 1 angeschlossen ist.
Infolge dieser drehbaren Lagerung kann das Sperrelement 9 gegenüber dem Außenbetätigungshebel
1 eine Uhrzeigersinnbewegung vollführen, wie man beim Übergang von der Fig. 3 zur
Fig. 4 erkennt. Diese Uhrzeigersinnbewegung des Sperrelementes 9 gegenüber dem Betätigungshebel
1 wird dadurch gedämpft bzw. abgebremst, dass zwischen dem Sperrelement 9 und dem
Betätigungshebel 1 eine Feder 11 zwischengeschaltet ist, die bei einer Auslenkung
des Sperrelementes 9 gegenüber dem Betätigungshebel 1 elastisch verformt wird und
entsprechende Rückstellkräfte aufbaut.
[0038] Das drehbar auf dem Betätigungshebel 1 gelagerte Sperrelement 9 ist mit einer Stellkontur
12 ausgerüstet. Außerdem erkennt man einen Anschlag 13 für einen Anschlagbolzen 14
auf den Betätigungshebel 1. Die Feder 11 sorgt dafür, dass im Normalbetrieb das Sperrelement
9 mit seinem Anschlag 13 an dem Anschlagbolzen 14 anliegt und lediglich im Unfallbetrieb
die in der Fig. 4 dargestellten Uhrzeigersinn-Drehbewegungen des Sperrelements 9 gegen
die Kraft der Feder 11 möglich sind und zugelassen werden.
[0039] Mit Hilfe der Stellkontur 12 arbeitet das Sperrelement 9 auf ein Stellelement 15
für den Kupplungshebel 2. Bei dem Stellelement 15 für den Kupplungshebel 2 handelt
es sich im Ausführungsbeispiel um ein Federelement 15, welches vorliegend als Schenkelfeder
15 ausgerüstet ist. Die Schenkelfeder 15 verfügt über einen freien Federschenkel 15a,
welcher am Kupplungshebel 2 anliegt, sobald die Stellkontur 12 an dem Sperrelement
9 das Stellelement 15 bzw. die Schenkelfeder 15 nicht (mehr) beaufschlagt, wie dies
die Fig. 4 darstellt. Außerdem ist die Schenkelfeder 15 an den Anschlagbolzen 14 angeschlossen.
[0040] Die Funktionsweise ist wie folgt. Im Normalbetrieb im Rahmen der Fig. 2 wird der
Kupplungshebel 2 mit Hilfe des im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 7 verschwenkten
Betätigungshebels 1 respektive durch Anschlagen an dem Anschlag bzw. Kante 8 so verschwenkt,
dass das Betätigungshebelwerk 1, 2 insgesamt das nicht dargestellte Gesperre öffnen
kann bzw. in der Lage ist, die Sperrklinke von der Drehfalle abzuheben.
[0041] In diesem Fall befindet sich das Sperrelement 9 in Anlage an dem Betätigungshebel
1, wofür die Feder 11 sorgt. Außerdem stellt hierbei die Stellkontur 12 an dem Sperrelement
9 sicher, dass der freie Federschenkel 15a der Schenkelfeder 15 bzw. des Stellelementes
15 für den Kupplungshebel 2 nicht am Kupplungshebel 2 anliegt. Zugleich sorgt die
Schwenkbewegung des Betätigungshebels 1 im Gegenuhrzeigersinn um seine Achse 7 dafür,
dass das Blockierelement 3 die in der Fig. 2 angedeutete Uhrzeigersinnbewegung vollführt.
Denn der Betätigungshebel 1 nimmt über seinen Ausleger 1a den freien Federschenkel
5b der Feder 5 am Blockierelement 3 mit. Die Feder 5 wird hierbei nicht komprimiert,
vielmehr erfährt das Blockierelement 3 die bereits zuvor beschriebene Schwenkbewegung
im Uhrzeigersinn um seine Achse 4.
[0042] Kommt es nun beim Vergleich der Fig. 2 mit der Fig. 3 dazu, dass Beschleunigungskräfte
F vorgegebener Größe an dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschloss in der dargestellten
Y-Richtung beispielhaft angreifen, so verharrt das Blockierelement 3 aufgrund seiner
Massenträgheitskräfte in Ruhe. Der Betätigungshebel 1 wird jedoch ebenfalls mit der
fraglichen Kraft F beaufschlagt und versucht, eine Gegenuhrzeigersinnbewegung um die
Achse 7 zu vollführen - ähnlich wie beim Normalbetrieb entsprechend der Darstellung
nach Fig. 2. Das deuten entsprechende Pfeile in der Fig. 3 an.
[0043] Eine solche Gegenuhrzeigersinnbewegung des Betätigungshebel 1 ist bei dem in Fig.
3 dargestellten Unfallbetrieb jedoch nicht möglich, weil die Trägheitskräfte das Blockierelement
3 in Ruhe verharren lassen und lediglich geringfügige Bewegungen des Betätigungshebels
1 unter elastischer Verformung der Feder 5 zwischen dem Betätigungshebel 1 und dem
Blockierelement 3 zugelassen werden. Tatsächlich arbeitet in diesem Fall der Ausleger
1a auf den freien Federschenkel 5b der Feder 5 derart, dass die Feder 5 geringfügig
elastisch verformt wird. Jedenfalls reichen die hiermit verbundenen geringfügigen
Bewegungen des Betätigungshebels 1 nicht aus, um den Kupplungshebel 2 beaufschlagen
zu können. Es kommt also ausdrücklich nicht zu einem Kontakt zwischen dem Anschlag
bzw. der Kante 8 am Betätigungshebel 1 und dem Kupplungshebel 2. Das Gesperre wird
wunschgemäß nicht geöffnet.
[0044] Im Übrigen sorgen die Beschleunigungskräfte F vorgegebener Größe ausweislich der
Fig. 4 im Szenario Unfallbetrieb dafür, dass das Sperrelement 9 gegenüber dem Verbindungsbolzen
10 respektive aufgrund seiner drehbaren Lagerung auf dem Betätigungshebel 1 verschwenkt
wird. Dabei lassen das Wechselspiel zwischen dem Anschlag 13 am Sperrhebel 9 und dem
Anschlagbolzen 14 in Verbindung mit der Feder 11 lediglich eine Schwenkbewegung des
Sperrelementes 9 in Bezug auf den Gelenkbolzen 10 bzw. die dadurch gebildete Drehachse
10 lediglich im Uhrzeigersinn zu. Das erkennt man beim Übergang von der Fig. 3 zur
Fig. 4.
[0045] Die Schwenkbewegung des Sperrelementes 9 erfolgt gegen die Kraft der Feder 11. Hierbei
gibt die Stellkontur 12 an dem Sperrelement 9 den freien Federschenkel 15a des Federelementes
15 frei. Dadurch kann der freie Federschenkel 15a das Kupplungselement 2 in die Position
"verriegelt" verschwenken, wie dies in der Fig. 4 dargestellt ist und beim Übergang
der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Position "entriegelt" in die Stellung "verriegelt"
nach Fig. 4 deutlich wird.
[0046] Als Folge hiervon befindet sich das Kraftfahrzeugtürschloss in der Position "verriegelt".
Dadurch werden etwaige Schwingungen des Betätigungshebelwerkes 1, 2 bzw. des Betätigungshebels
1 nicht auf das Gesperre übertragen, weil solche Schwingbewegungen des Betätigungshebelwerkes
1 gegenüber dem Kupplungshebel 2 in der Stellung "verriegelt" leer gehen. - Mit Hilfe
eines Stellantriebes oder mechanisch kann der Kupplungshebel 2 wieder in seine Position
"entriegelt" entsprechend den Fig. 1 bis 3 überführt werden. Dann befindet sich das
erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürschloss erneut prinzipiell in seiner Ausgangsstellung
nach Fig. 2.
[0047] Die Schenkelfeder 15 ist im Ausführungsbeispiel auf dem Anschlagbolzen 14 gelagert,
der auf dem Betätigungshebel 1 angeordnet ist. In weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen,
kann die Schenkelfeder 15 auch an einem Schlossgehäuse, einem Schlosskasten oder Schlossblech
gelagert werden.
1. Kraftfahrzeugtürschloss, mit einem Gesperre, ferner mit einem Betätigungshebelwerk
(1, 2) mit wenigstens einem Betätigungshebel (1) und einem Kupplungshebel (2), und
mit zumindest einem Blockierelement (3), welches im Normalbetrieb eine mechanische
Verbindung zwischen dem Betätigungshebel (1) und dem Kupplungshebel (2) und bei auftretenden
Beschleunigungskräften (F) vorgegebener Größe, beispielsweise im Unfallbetrieb, eine
mechanische Trennung zwischen dem Betätigungshebel (1) und dem Kupplungshebel (2)
bewirkt, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem Blockierelement (3) ein Sperrelement (9) vorgesehen ist, welches
ein Stellelement (15) für den Kupplungshebel (2) derart beaufschlagt, dass zumindest
im Unfallbetrieb der Kupplungshebel (2) nicht nur mechanisch vom Betätigungshebel
(1) getrennt wird, sondern zusätzlich seine Position "verriegelt" einnimmt, in der
Schwingbewegungen des Betätigungshebels (1) gegenüber dem Kupplungshebel (2) leer
gehen.
2. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (15) als Federelement (15) ausgebildet ist.
3. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (15) als Schenkelfeder (15) mit zumindest einem freien Federschenkel
(15a) ausgebildet ist.
4. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (15) auf dem Betätigungshebel (1), an einem Schlossgehäuse, an einem
Schlosskasten oder an einem Schlossblech angeordnet ist.
5. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (9) auf dem Betätigungshebel (1) drehbar gelagert ist.
6. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sperrelement (9) und dem Betätigungshebel (1) eine Feder (11) zwischengeschaltet
ist.
7. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (9) eine Stellkontur (12) für das Stellelement (15) aufweist.
8. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (3) als um eine Achse (4) drehbare Scheibe (3) ausgebildet ist.
9. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (3) über eine zwischengeschaltete Feder (5) mit dem Betätigungshebel
(1) gekoppelt ist.
10. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (5) als Schenkelfeder (5) mit wenigstens einem am Betätigungshebel (1)
anliegenden freien Schenkel (5b) ausgebildet ist.
1. Motor vehicle door latch, with a locking mechanism, furthermore with an activation
lever system (1, 2) with at least one activation lever (1) and at least one coupling
lever (2), and with at least one blocking element (3), which in normal operation makes
a mechanical connection between the activation lever (1) and the coupling lever (2)
and with occurring acceleration forces (F) of a specified magnitude, for example in
accident operation makes, a mechanical separation between the activation lever (1)
and the coupling lever (2), characterized in that additionally to the blocking element (3) a locking element (9) is provided which
acts on an actuator element (15) for the coupling lever (2) in such a way that at
least in accident operation the coupling lever (2) is not only mechanically separated
from the activation lever (1), but also assumes its "bolted" position in which oscillation
movements of the activation lever (1) are going idle in respect of the coupling lever
(2).
2. Motor vehicle door latch according to claim 1, characterized in that the actuator element (15) is formed as a spring element (15).
3. Motor vehicle door latch according to claim 2, characterized in that the spring element (15) is formed as a leg spring (15) with at least one free spring
leg (15a).
4. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the actuator element (15) on the activation lever (1), is arranged on a latch housing,
on a latch case or on a latch plate.
5. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the locking element (9) is rotatable mounted on the activation lever (1).
6. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 5, characterized in that between the locking element (9) and the activation lever (1) a spring (11) is interposed.
7. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the locking element (9) has an actuator contour (12) for the actuator element (15).
8. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the blocking element (3) is formed as a disc (3) rotatable around an axis (4).
9. Motor vehicle door latch according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the blocking element (3) is coupled with the activation lever (1) via an interposed
spring (5).
10. Motor vehicle door latch according to claim 9, characterized in that the spring (5) is formed as a leg spring (5) with at least one free leg (5b) adjacent
on the activation lever (1).
1. Serrure de portière de véhicule à moteur, avec un mécanisme de verrouillage, de plus
avec un système de levier d'actionnement (1, 2) avec au moins un levier d'actionnement
(1) et un levier de couplage (2) et avec au moins un élément de blocage (3) qui réalise
en mode normal une liaison mécanique entre le levier d'actionnement (1) et le levier
de couplage (2) et en cas d'apparition de forces d'accélération (F) d'une importance
donnée, par exemple en mode accident, une séparation mécanique entre e levier d'actionnement
(1) et le levier de couplage (2) caractérisée en ce qu'en plus de l'élément de blocage (3), il est prévu un élément d'arrêt (9) qui sollicite
un élément de réglage (15) pour le levier de couplage (2) de façon qu'au moins en
mode accident, le levier de couplage (2) n'est pas séparé seulement mécaniquement
du levier d'actionnement (1) mais qu'il prend en plus sa position « verrouillée »
dans laquelle des mouvements oscillants du levier d'actionnement (1) marchent à vide
par rapport au levier de couplage (2).
2. Serrure de portière de véhicule selon la revendication 1 caractérisée en ce que l'élément de réglage (15) est formé comme élément à ressort (15).
3. Serrure de portière de véhicule selon la revendication 2 caractérisée en ce que l'élément à ressort (15) est formé comme ressort à branches (15) avec au moins une
branche de ressort libre (15a).
4. Serrure de portière de véhicule selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisée en ce que l'élément de réglage (15) est disposé sur le levier d'actionnement (1) à un corps
de serrure, à un boîtier de serrure ou à une tôle de serrure.
5. Serrure de portière de véhicule selon l'une des revendications 1 à 4 caractérisée en ce que l'élément d'arrêt (9) est logé sur le levier d'actionnement (1) de façon à pouvoir
pivoter.
6. Serrure de portière de véhicule selon l'une des revendications 1 à 5 caractérisée en ce qu'un ressort (11) est intercalé entre entre l'élément d'arrêt (9) et le levier d'actionnement
(1).
7. Serrure de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 6 caractérisée en ce que l'élément d'arrêt (9) présente un contour de réglage (12) pour l'élément de réglage
(15).
8. Serrure de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 7 caractérisée en ce que l'élément de blocage (3) est formé comme un disque (3) pouvant pivoter autour d'un
axe (4).
9. Serrure de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 8 caractérisée en ce que l'élément de blocage (3) est couplé au levier d'actionnement (1) par un ressort (5)
intercalé.
10. Serrure de portière de véhicule selon la revendication 9 caractérisée en ce que le ressort (5) est formé comme ressort à branches (5) avec au moins une branche libre
(5b) posée au levier d'actionnement (1).