[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlagbolzenfederspannverhinderungsvorrichtung, genauer
eine Vorrichtung zur Verhinderung des Spannens einer Schlagbolzenfeder bei der Demontage
einer mit einem Verschlussschlitten versehenen hahnlosen Selbstladepistole. Eine derartige
Vorrichtung kann eine Verriegelungsstellung bzw. Spannstellung und eine Demontagestellung
einnehmen und weist auf; einen federbelastbaren Schlagbolzen mit einem daran ausgebildeten
Ansatz zum Wirkeingriff mit einer Fangklinke, die in der Spannstellung zum Spannen
der Schlagbolzenfeder in die Bewegungsbahn des Ansatzes hineinragt und in der Demontagestellung
sich außer Wirkeingriff mit dem Ansatz befindet, und eine mit einem Abzug gekoppelte
Abzugstange, die in der Demontagestellung die Fangklinke außer Wirkeingriff mit dem
Ansatz bringt.
[0002] Die Erfindung betrifft auch eine Selbstladepistole, die mit einer derartigen Vorrichtung
ausgestattet ist.
[0003] In diesen Unterlagen beziehen sich Lagebezeichnungen, wie "oben", "unten", "vorne",
"hinten", etc. stets auf die Sicht eines Schützens, der die Selbstladepistole bei
horizontal verlaufender Seelenachse in normaler Schusshaltung hält.
Stand der Technik
[0004] Selbstladepistolen mit einer Vorrichtung zur Verhinderung des Spannens der Schlagbolzenfeder
bei der Demontage dieser Pistolen sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt.
Eine solche Vorrichtung dient dazu, eine unbeabsichtigte Schussabgabe bei der Demontage
der Selbstladepistole, beispielsweise zum Zwecke ihrer Reinigung oder der Überprüfung
ihres technischen Zustandes, zu verhindern. Es ist auch bekannt das Abzugssystem über
ein zusätzliches Bedienteil, wie ein Entspannhebel, zu entspannen, oder einfach dadurch,
dass es durch Betätigung des Abzugs ausgelöst wird.
[0005] Ferner sind hahnlose Selbstladepistolen - auch Pistolen mit Schlagbolzenschloss genannt
- bekannt. Beim Durchladen dieser Pistolen wird der Verschlussschlitten aus seiner
hinteren Position losgelassen und die Schließfeder treibt den Verschlussschlitten
nach vorne. Der Schlagbolzen wird dabei von einer Fanklinke - auch Abzughebel genannt
- im Griffstück gefangen und kann daher nicht mit dem Verschlussschlitten nach vorne
gleiten. Der vorlaufende Verschlussschlitten komprimiert dabei die in ihm befindliche
Schlagbolzenfeder. Wenn der Schütze dann den Abzugsmechanismus im Griffstück betätigt,
gibt dieser den vorgespannten Schlagbolzen frei. Bei einem Spannabzugssystem hingegen
kann die Abzugbetätigung zusätzlich zur Schlagbolzenauslösefunktion die Schlagbolzenfeder
ganz oder teilweise spannen.
[0006] Zur Demontage einer solchen hahnlosen Selbstladepistole hält ein Schütze normalerweise
mit einer Hand die Pistole am Griffkörper des Griffstücks und umgreift mit der anderen
Hand den Verschlussschlitten bzw. das Verschlussoberteil von oben. Anschließend zieht
er den Verschlussschlitten nach hinten, entgegen der Federkraft der im Griffstück
angeordneten Schließfeder, bis ein Verschlussfanghebel den Verschlussschlitten in
dessen Verschlussfangstellung fängt, d.h. hält. Eine etwaig im Patronenlager vorhandene
Patrone wird beim Zurückziehen des Verschlussschlittens ausgeworfen.
[0007] In der Fangposition des Verschlussschlittens lässt sich ein Demontagehebel bzw. eine
Demontagewelle über eine äußere Handhabe aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Demontagestellung
verdrehen. Die Demontagewelle blockiert in ihrer Verriegelungsstellung einen Ansatz
an der Unterseite des Rohrs, so dass das Rohr nicht entnommen werden kann. In der
Demontagestellung kann dieser Ansatz über die Demontagewelle hinweg gleiten und die
Pistole in üblicher Weise zerlegt werden. Nach Freigabe des Verschlussschlittens über
ein Betätigen des Verschlussfanghebels lässt sich dann der Verschlussschlitten zusammen
mit dem Rohr und der Schließfeder nach vorne abnehmen.
[0008] Werden hahnlose Pistolen ohne entsprechende Sicherheitseinrichtungen bei eingesetztem
geladenem Magazin demontiert, wird eine Patrone aus dem Magazin dem Patronenlager
zugeführt und die Schlagbolzenfeder gespannt. Beim Zurückziehen des Verschlussschlittens
gleitet dieser nämlich über das Magazin hinweg und gibt oberhalb des Magazins Raum
frei. Eine Magazinfeder drängt dann eine Patrone aus dem Magazin nach oben in die
Bewegungsbahn des Verschlussschlittens. Beim Vorlauf bzw. geführten Vorgleiten des
Verschlussschlittens aus seiner Fangposition greift dieser, getrieben von der Federkraft
der Schließfeder, mit seiner Unterseite an der Patrone an, genauer an deren Patronenboden,
und schiebt die Patrone nach vorne in das Patronenlager. Sofern keine Vorrichtung
zur Verhinderung des Spannens der Schlagbolzenfeder bei Demontage vorhanden ist, fängt
und hält beim Vorlauf des Verschlussschlittens eine Fangklinke den Schlagbolzen. Der
weiter vorgleitende Verschlussschlitten spannt dann die Schlagbolzenfeder. Entsperrt
der Benutzer zur Entnahme des Schlittens nach vorne die Fangklinke durch Drücken des
Abzugs und Auslösen des Schlagbolzens, so wird in solchen Fällen ungewollt bei der
Demontage ein Schuss ausgelöst.
[0009] EP 1 022 535 A2 offenbart eine hahnlose Selbstladepistole mit einem Abzugsmechanismus, bei dem in
einer Spannstellung ein Fangglied in die Bewegungsbahn einer am Schlagbolzen (dort
Zündstift genannt) ausgebildeten Fangnase ragt. Das Fangglied ist an der Oberseite
eines im hinteren Teil des Griffstücks vorgesehenen Einsatzes ausgebildet. Der Einsatz
umfasst eine federbelasteten Klinke, die über Stifte in schräg nach hinten unten verlaufenden
Langlöchern geführt ist.
[0010] Beim Durchladen beaufschlagt die Fangnase bei einer Bewegung des Verschlussschlittens
nach hinten das Fangglied, drückt dabei die Klinke gegen die Kraft einer Feder nach
hinten unten, bis die Fangnase über das Fangglied hinweg gleiten kann. Bei der anschließenden
Vorwärtsbewegung des Verschlussschlittens auf Grund der sich entspannenden Schließfeder
aus dessen hinterer Stellung, fängt und hält das Fangglied die Fangnase, wobei der
weiter vorlaufende Verschlussschlitten die Schlagbolzenfeder vorspannt. Die Pistole
ist dann schussbereit.
[0011] Bei Abzugbetätigung beaufschlagt eine Abzugsschiene die Klinke und drängt sie nach
hinten unten, bis das Fangglied außer Eingriff mit der Fangnase kommt und den Schlagbolzen
freigibt, so dass ein Schuss ausgelöst wird. Bei anschließendem Zurückgleiten des
Verschlussschlittens schwenkt die Klinke wieder in ihre Spannstellung zurück.
[0012] Zur Demontage der Pistole ist ein Steuerhebel vorgesehen, dessen äußere Handhabe
bei geöffnetem Verschluss in eine Zerlegestellung nach oben verdrehbar ist. Dabei
wird ein Stift in einem der Langlöcher in der Klinke abgesenkt, so dass die Klinke
und das Fangglied aus der Bewegungsbahn der Fangnase gelangen. Nach Ziehen eines Bolzens
mittels eines Zerlegehebels lässt sich der Verschlussschlitten nach vorne abziehen.
[0013] EP 2 294 351 B1 offenbart einen weiteren Mechanismus zur Demontage einer Handfeuerwaffe, ohne die
Schlagbolzenfeder zu spannen. In einer Spannstellung des Mechanismus ragt die Abzugstange
in die Bewegungsbahn eines Ansatzes am Schlagbolzen und fängt und hält ihn. Für die
Demontage sind ein exzentrisch gelagerter Zerlegehebel und ein von diesem horizontal
bewegbarer Abzugsstangenfanghebel zur Betätigung eines federbelasteten Abzugsstangenfangglieds
vorgesehen. Beim Verdrehen des Zerlegehebels bewegt dieser den Abzugsstangenfanghebel
nach hinten und verdreht dabei den Abzugsstangenfanghebel, so dass dieser weder die
Abzugsstange noch den Schlagbolzen fängt, sondern aus der Bewegungsbahn des Ansatzes
am Schlagbolzen gehalten ist. Nun lässt sich der Schlitten vom Griffstück nach vorne
abziehen, ohne dass die Schlagbolzenfeder gespannt ist.
Aufgabe und Lösung der Erfindung
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine andere Vorrichtung zur Verhinderung
des Spannens der Schlagbolzenfeder bei Demontage einer Selbstladepistole sowie eine
damit ausgestattete Selbstladepistole bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche 1 und
13 gelöst.
[0015] Die gattungsbildende Vorrichtung weist gemäß Anspruch 1 somit zusätzlich folgende
Merkmale auf: eine Demontagewelle, die in der Demontagestellung eine Bewegung des
Abzugs und damit der Abzugstange nach vorne ermöglicht, und eine mit der Abzugstange
koppelbare Unterbrecherstange, die in der Demontagestellung vom nach vorne bewegten
Verschlussschlitten beaufschlagt wird und hierdurch die Fangklinke mittels der Abzugsstange
außer Wirkeingriff mit dem Ansatz bringt.
[0016] Die gattungsbildende Selbstladepistole des Anspruchs 13 zeichnet sich dadurch aus,
dass sie mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 versehen ist.
[0017] Ein Zerlegen einer erfindungsgemäßen Pistole ist also nur dann möglich, wenn sich
deren Demontagewelle in ihrer Demontagestellung befindet, so dass die Fangklinke aus
dem Bewegungsbereich des Ansatzes am Schlagbolzen gelangt. Somit gewährleistet die
Vorrichtung eine gefahrlose Demontage, da in deren Demontagestellung die Schlagbolzenfeder
nicht gespannt wird und sich deshalb auch kein Schuss lösen kann. Außerdem ist eine
Demontage nur möglich, wenn der Benutzer den Wirkmechanismus der Vorrichtung bewusst
in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten freigibt, nämlich: 1. Entnahme des Magazins,
2. Zurückziehen des Verschlusses und manuelles Einrasten des Verschlussfanghebels,
3. Verdrehen der Demontagewelle zur Demontage, 4. Halten des Verschlusses und Lösen
des Verschlussfanghebels, 5.geführte Entnahme des Verschlusses mit Rohr und Schließfeder
nach vorne, so dass eine unbeabsichtigte Demontage verhindert ist. Die Montage der
Pistole erfolgt im Übrigen in umgekehrter Reihenfolge dieser Schritte.
[0018] Die Vorrichtung ist auf Grund der vergleichsweise einfachen und robusten Technologie
mit verschmutzungsunanfälligen translatorisch bzw. senkrecht bewegten Bauteilen wenig
störanfällig. Dies selbst bei starken mechanischen Belastungen von außen, so dass
die Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit der Selbstladepistole gegeben ist.
[0019] Vorzugsweise ist bei der Vorrichtung am Abzug ein Anschlag vorgesehen und die Demontagewelle
weist eine, vorzugsweise keilförmige Aussparung bzw. einen Abschnitt mit reduziertem
Durchmesser auf, an dem in der Demontagestellung bei verdrehter Demontagewelle der
Anschlag des Abzugs federbelastet anliegt (Anspruch 2).
[0020] Die federbelastete Anlage des Anschlags am Abzug am Abschnitt mit reduziertem Durchmesser
der Demontagewelle ist permanent, wobei der reduzierte Durchmesser eine kontinuierliche
Gleitschräge bildet, welche in Demontagerichtung der Welle fällt und in der Verriegelungsrichtung
der Welle steigt, so dass der Abzug und die Abzugsstange sich in Demontagerichtung
der Welle nach vorne und in der Verriegelungsrichtung der Welle nach hinten bewegen.
[0021] Vorzugsweise verhindert die Demontagewelle in ihrer Verriegelungsstellung eine Bewegung
des Anschlages und damit des Abzugs sowie der Abzugsstange nach vorne (Anspruch 3).
[0022] Die Demontagewelle umfasst in einer fertigungstechnischen einfachen Ausgestaltung
einen Bereich größeren Durchmessers, der bei in ihre Verriegelungsstellung verdrehter
Demontagewelle dem Anschlag gegenüberliegt und so dessen Vorwärtsbewegung blockiert.
So gewährleistet die Demontagewelle in ihrer Verriegelungsstellung ein Spannen der
Schlagbolzenfeder der Selbstladepistole, da sich die Fangklinke im Bewegungsbereich
des Ansatzes am Schlagbolzen befindet.
[0023] Vorzugsweise ermöglicht die Vorwärtsbewegung der Abzugstange deren Krafteingriff
mit der Unterbrecherstange und der Fangklinke (Anspruch 4).
[0024] Dazu kann die Abzugstange mit wenigstens einem Wirkelement versehen sein, das in
Wirkeingriff mit der Unterbrechstange gelangt.
[0025] Die Abzugstange kann für den Krafteingriff beispielsweise mit einem Vorsprung, Zapfen
oder einer anderen Ausformung mit geeigneter Geometrie versehen sein.
[0026] Vorzugsweise ist die Abzugstange für den Krafteingriff mit wenigsten einer Lasche
versehen (Anspruch 5).
[0027] Eine Lasche lässt sich fertigungstechnisch mit einfachen Mitteln, etwa über ein Umformen
eines Teils der Abzugsstange, bereitstellen. Bei einer parallelen Anordnung der Abzugsstange
und der Unterbrecherstange kann die Lasche die Unterbrecherstange untergreifen. Auch
kann eine zweite Lasche für einen Wirkeingriff mit der Fangklinke ausgelegt sein.
Die Anmelderin behält sich das Recht vor, eigenständigen Schutz für eine solche Abzugsstange
zu beanspruchen.
[0028] Vorzugsweise weist die Fangklinke für den Krafteingriff mit der Abzugstange einen
Vorsprung auf (Anspruch 6).
[0029] Der Vorsprung kann beispielsweise als Zapfen, Stift oder Bolzen an der Fangklinke
angeordnet, bspw. darin eingesetzt sein, oder auch als andere Ausformung mit geeigneter
Geometrie vorgesehen sein. Die Abzugstange kann ein zweites Wirkelement, bspw. eine
zweite Lasche umfassen, die mit dem Vorsprung in Wirkeingriff bringbar ist. Die vorstehenden
Bauteile wirken bewegungsmäßig in einfacher Weise zusammen.
[0030] Vorzugsweise umfasst die Unterbrecherstange für den Krafteingriff mit der Abzugstange
in einer Ausnehmung eine Stufe (Anspruch 7).
[0031] Die Ausnehmung und die Stufe lassen sich mit einfachen Mitteln, etwa durch Stanzen,
Fräsen oder anders geeignet herstellen. Die Lasche der Abzugstange greift in die Ausnehmung
ein.
[0032] Vorzugsweise umfasst die Unterbrecherstange an ihrer dem Verschlussschlitten zugewandten
Seite eine Erhebung und ist daran durch eine untere Kontur des sich bewegenden Verschlussschlittens
beaufschlagbar (Anspruch 8).
[0033] Diese Maßnahme stellt mit mechanisch einfachen Mitteln eine wirksame Steuerkurve
bereit, die nur bei Wirkeingriff der Erhebung mit der Unterseite des Verschlussschlittens
deren Betätigung ermöglicht.
[0034] Vorzugsweise umfasst der Verschlussschlitten an seiner Unterseite eine erste Ausnehmung,
die bei geschlossenem Verschluss in einen Wirkeingriff mit der Erhebung der Unterbrecherstange
bringbar ist (Anspruch 9).
[0035] Vorzugsweise umfasst der Verschlussschlitten an seiner Unterseite wenigstens eine
zweite Ausnehmung, die in seiner Verschlussfangposition in einen Wirkeingriff mit
der Erhebung der Unterbrecherstange bringbar ist (Anspruch 10).
[0036] Die erste und die zweite Ausnehmung verhindern jeweils eine Beaufschlagung der Unterbrecherstange,
wenn die Erhebung der Unterbrecherstange in einer der Ausnehmungen eingetaucht ist.
[0037] Vorzugsweise drückt ein nicht ausgenommener Bereich an der Unterseite des Verschlussschlittens
bei dessen Vorwärtsbewegung aus seiner Verschlussfangposition die Unterbrecherstange
nach unten, die dabei in Form- und/oder Krafteingriff mit der Abzugstange gelangt,
diese in Form- und/oder Krafteingriff mit der Fangklinke bringt und die Abzugstange
die Fangklinke aus der Bewegungsbahn des Schlagbolzens bringt (Anspruch 11).
[0038] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung eine Auslösklinke, die bei Betätigung des Abzugs
mit der Abzugstange koppelbar ist und so die Fangklinke zur Schussauslösung außer
Eingriff mit dem Ansatz bringt (Anspruch 12).
[0039] Diese Maßnahme gewährleistet eine Schussabgabe in der Spannstellung.
[0040] Ausführungsbeispiele, der Erfindung sind im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten,
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Selbstladepistole und ein daraus entnommenes Magazin in Seitenansicht;
- Fig. 2
- die Selbstladepistole gemäß Fig. 1 mit ihrem zurückgezogenem Verschlussschlitten in
seiner Verschlussfangposition und ihrer Demontagewelle in ihrer Verriegelungsstellung;
- Fig. 3
- die Selbstladepistole gemäß Fig. 2 mit ihrer Demontagewelle in Demontagestellung:
- Fig. 4
- die Selbstladepistole demontiert in ihren Verschlussschlitten mit Rohr und Schließfeder
und ihr Griffstück;
- Fig. 5
- die Selbstladepistole gemäß Fig. 1 bis 4 mit von der Fangklinke gefangenem Schlagbolzen,
gespannter Schlagbolzenfeder und gesichertem und entspanntem Abzug in Schnittansicht;
- Fig. 6
- einen Teil des Abzugmechanismus der Selbstladepistole gemäß Fig. 5 mit gedrücktem
Abzug, bei Auslösung des Schlagbolzens in einer Seitenansicht;
- Fig. 7
- einen Teil des Abzugmechanismus der Selbstladepistole gemäß Fig. 5 mit gedrücktem
Abzug, bei Auslösung des Schlagbolzens schräg von oben hinten gesehen;
- Fig. 8
- die Selbstladepistole gemäß Fig. 5 mit entspannter Schlagbolzenfeder und entspanntem
Abzug, nach Leerabschlagen des Schlagbolzens in Teil-Schnittansicht;
- Fig. 9
- einen Teil des Abzugmechanismus der Selbstladepistole gemäß Fig. 1 bis 8 in einer
Seitenansicht mit einem Ausschnitt des Verschlussschlittens;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht des Teils des Abzugmechanismus gemäß Fig. 9 schräg von
oben jedoch ohne Verschlussschlitten;
- Fig. 11
- eine zu Fig. 10 analoge Darstellung von der linken Seite aus schräg von oben hinten
gesehen;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des Teils des Abzugmechanismus aus Fig. 9 jedoch mit zurückgezogenem
und vom Verschlussfang gefangenem Verschlussschlitten;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht des Abzugmechanismus aus Fig. 12 schräg von oben jedoch
ohne Verschlussschlitten;
- Fig. 14
- eine Seitenansicht des Abzugmechanismus aus Fig. 12 jedoch mit verdrehter Demontagewelle
in Demontageposition und über die Abzugfeder und die Feder 37 nach vorn bewegtem Abzug
und Abzugstange;
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht des Abzugmechanismus aus Fig. 14 schräg von oben;
- Fig. 16
- eine Seitenansicht des Abzugmechanismus aus Fig. 14 jedoch mit teilweise nach vorne
geführtem Verschlussschlitten; und
- Fig. 17
- eine perspektivische Ansicht des Abzugmechanismus aus Fig. 16 schräg von oben jedoch
ohne Verschlussschlitten .
[0041] Figuren 1 bis 4 zeigen den Funktionsablauf der Demontage einer hahnlosen Selbstladepistole
1 und Figuren 5 bis 8 die Einzelelemente der Pistole 1 vor, bei und nach Schussabgabe.
Der Aufbau und die Funktionsweise der Vorrichtung zum Verhindern eines Spannens der
Schlagbolzenfeder bei Demontage der Pistole 1 werden dann an Hand der Fig. 9 bis 17
erläutert.
[0042] Figur 1 zeigt in äußerer Ansicht eine Selbstladepistole 1 im zusammengebauten Zustand
aber mit entnommenem Magazin 3. Die Selbstladepistole 1 umfasst ein Griffstück 2 und
einen ein Rohr 9 umgebenden Verschlussschlitten 7. Über einen Abzug 5 lässt sich ein
in den Figuren 5 bis 17 gezeigter Abzugmechanismus in bekannter Weise betätigen. Mittels
einer äußeren Handhabe 15a lässt sich eine hier nicht sichtbare, in den Fig. 9 bis
17 gezeigte, im Griffstück 2 angeordnete Demontagewelle 15 in eine Verriegelungsstellung
oder in eine Demontagestellung drehen.
[0043] Die Handhabe 15a weist in der Verriegelungsstellung, auch Spannstellung genannt,
horizontal nach hinten. Dabei blockiert sie u. a. einen Ansatz 12 an der Unterseite
des Rohrs 9 (vgl. Fig. 4), und verhindert somit eine Entnahme des Rohrs 9. In der
Demontagestellung zeigt die Handhabe 15a nach unten (siehe Fig. 3 und 4). In dieser
Stellung lassen sich das Rohr 9 und der Verschlussschlitten 7 sowie die Schließfederbaugruppe
39 nach Freigabe eines an sich bekannten Verschlussfanghebels 10 nach vorne vom Griffstück
2 abnehmen, da der Ansatz 12 über die Demontagewelle 15 hinweg gleiten kann. Eine
solche Demontagewelle ist beispielsweise in der
DE 10 2013 010 969.8 der gleichnamigen Anmelderin beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen
wird.
[0044] Der Verschlussfanghebel 10 fängt und hält in bekannter Weise den Verschluss 7 in
seiner Verschlussfangposition (vgl. Fig. 2). An der Verschlussschlittenunterseite
ist eine halbrunde Ausnehmung 6 vorgesehen, die derart positioniert ist, dass sie
nur in der Verschlussfangposition ein Verdrehen der Demontagewelle 15 in ihre Spann-
bzw. Demontagestellung ermöglicht - und dies auch nur dann, wenn vorher das Magazin
3 entnommen wurde.
[0045] Figur 2 zeigt die Selbstladepistole 1 mit zurückgezogenen Verschlussschlitten 7 in
vom Verschlussfanghebel 10 gehaltener, offener Verschlussfangstellung. Beim Zurückziehen
des Verschlussschlittens 7 in seine Verschlussfangstellung wird eine eventuell im
Patronenlager verbliebene Patrone ausgeworfen. Die Demontagewelle 15 befindet sich
in ihrer Verriegelungsstellung.
[0046] Bei der Darstellung in Figur 3 ist die Demontagewelle 15 mittels der jetzt nach unten
weisenden Handhabe 15a im Uhrzeigersinn in ihre Demontagestellung verdreht. Dies ist
nur möglich in der Verschlussfangposition, in der sich die Demontagewelle 15 in der
halbrunden Ausnehmung 6 an der Verschlussschlittenunterseite befindet; außerdem nur
bei entnommen Magazin, also einem leeren Magazinschacht.
[0047] Figur 5 zeigt die Pistole 1 mit gespanntem Schlagbolzen vor dessen Auslösen und Abschlagen.
Bekanntlich sind zur Schussabgabe folgende Elemente vorgesehen: der Abzug 5, die Abzugsicherung
5e, eine mit dem Abzug 5 gekoppelte Abzugstange 27, eine Auslöseklinke 45 (siehe Fig.
6 und 7), eine Fangklinke 19, der Schlagbolzen 17 mit einem Ansatz 17a und der Verschlussschlitten
7. Der Aufbau dieser Bauteile und deren Zusammenwirken wird nachfolgend beschrieben.
[0048] Der Abzug 5 ist verschwenkbar um eine Abzugswelle 5a gelagert und von einer Schenkelfeder
5b (vgl. Fig. 7) und einer Feder 37 (vgl. Fig. 11) in seine in Figur 5 gezeigte Ruheposition
vorgespannt. Der Abzug 5 umfasst an seiner Rückseite einen Ansatz 5c (vgl. insbesondere
Fig. 9). Dieser Ansatz 5c dient als Abdeckung, um das Eindringen von Schmutz und Fremdkörpern
über die Abzugsöffnung im Griffstück zu erschweren.
[0049] Die Abzugstange 27 ist mit ihrem vorderen Ende über einen als Abzugstangenlagerungsachse
wirkenden, den Abzug 5 quer zur Schussrichtung durchsetzenden Stift 5d mit dem Abzug
5 bewegungsmäßig gekoppelt und um den Stift 5d verschwenkbar gelagert. Die Abzugstange
27 ist in bekannter Weise zu ihrer Abstützung im Griffstück 2 an ihrer Unterseite
etwa mittig mit einer zweifach gekrümmten (etwa regenwurmartig gekrümmten) Feder 37
gekoppelt (vgl. Fig. 6 und 7). Die Abzugstangen-Abstützung im Griffstück 2 ist schematisch
in den Figuren 9, 12 und 14 gezeigt. Diese Feder 37 ermöglicht eine vertikale und
translatorische Bewegung der Abzugsstange 27 sowie eine Bewegung des Abzugs 5 in seine
Ruheposition. An ihrem hinteren Ende umfasst die Abzugsstange 27 eine zur rechten
Seite hin umgeformte untere Lasche 29 und an ihrem oberen Ende eine zur linken Seite
umgeformte obere Lasche 31. Die Funktionen der Laschen 29 und 31 werden später erläutert.
[0050] Der Abzug umfasst auch einen Sicherungszüngel 5e, welcher in bekannter Weise den
Abzug bei Fall- oder Stoßbeschleunigungen gegen eine ungewollte Abzugsauslösung schützt.
Dieser Sicherungszüngel 5e ist ebenfalls im Abzug auf der Abzugsstangenlagerachse
5d gelagert und wird bei der Betätigung des Abzugs automatisch um diese Achse und
gegen eine nicht dargestellte, im Abzug befindliche Feder geschwenkt, wodurch der
Abzug gegenüber dem Griffstück entsperrt wird und um die Abzugswelle (5a) geschwenkt
werden kann.
[0051] Die in den Figuren 6 und 7 gezeigte Auslöseklinke 45 ist linksseitig, am hinteren
Ende der Abzugsstange 27 vorgesehen. Die Auslöseklinke 45 ist um eine sie quer zur
Schussrichtung durchsetzende, im Griffstück 2 eingesetzte Auslöseklinkenlagerungsachse
49 verschwenkbar gelagert. Der Einsatz der Auslöseklinkenlagerungsachse 49 in zusätzlichen
Wandelementen des Griffstücks 2 ist bekannt und nicht gezeigt. Die Auslöseklinke 45
ist an ihrem hinteren, unteren Ende laschenförmig zum Eingriff mit der Fangklinke
19 nach links umgebogen (vgl. nachfolgender Absatz) und umfasst an ihrem hinteren
oberen Ende eine in Schussrichtung, zur oberen Lasche 31 der Abzugsstange 27 hin vorstehende
Nase 47.
[0052] Die Fangklinke 19 ist im Bereich des hinteren Endes der Abzugsstange 27 und parallel
zu dieser, linksseitig von der oberen Nase 47 der Auslöseklinke 45 unterhalb des Schlagbolzens
17 vorgesehen und um eine Lagerungsachse 19b verschwenkbar im Griffstück 2 gelagert.
Am hinteren Ende der Fangklinke 19 ragt etwa mittig eine Nase 19d nach hinten. Unterhalb
der Nase 19d schließt eine in etwa rechteckig ausgebildete Ausnehmung an, die nach
unten von einem hakenartigen Ende 19e der Fangklinke 19 begrenzt ist (vgl. Fig. 5).
In diese Ausnehmung greift die Auslöseklinke 45 mit ihrem unteren laschenförmigen
Ende ein (vgl. Fig. 6 und 7). Eine in etwa mittig an der Unterseite der Fangklinke
19 vorgesehene, als Rückstellfeder 19c wirkende Druckfeder (vgl. Fig. 8 bis 17) stützt
die Fangklinke 19 nach unten im Griffstück 2 ab. Die Abstützung im Griffstück 2 ist
schematisch in den Figuren 9, 12 und 14 gezeigt. Am vorderen Ende der Fangklinke 19
ist ein sich in Richtung der Abzugsstange 27 quer zur Seelenachse der Pistole 1 erstreckender
Zapfen 19a vorgesehen. An der Oberseite der Fangklinke 19 ist eine Stufe 19f angebracht.
[0053] Der Schlagbolzen 17 ist in einer Schlagbolzenführung 18 längsbeweglich gelagert und
umfasst an seinem vorderen Ende eine Schlagbolzenspitze 17c. Von seiner Schlagbolzenspitze
17c verdickt er sich in etwa konusförmig nach hinten bis zu einem als Schlagbolzenfederlager
dienenden ringförmigen Absatz 17d, an den wiederum ein Abschnitt 17b mit geringerem
Durchmesser anschließt. Eine Schlagbolzenfeder 17e umgibt den Schlagbolzen 17, die
sich mit ihrem vorderen Ende am Absatz 17d und mit ihrem hinteren Ende an eine in
der Schlagbolzenführung 18 vorgesehene, den Schlagbolzen 17 umgebende Schlagbolzenführungshülse
18a abstützt. Die Schlagbolzenführungshülse 18a führt das hintere Ende des Schlagbolzens
17. Die Schlagbolzenführungshülse 18a besitzt an ihrer Unterseite einen über etwa
4/5 der Länge der Hülse verlaufenden Längsschlitz 18b, in welchem der Ansatz 17a des
Schlagbolzens geführt wird.
[0054] An ihrem hinteren Ende stützt sich die Schlagbolzenführung 18 am Abschluss- und Abstützstück
58 ab, in dessen Innenkontur es federbelastet eintaucht und so das vertikal zur Schussrichtung
im hinteren Teil des Verschlussschlittens verschiebbar in einer Kulisse gelagerte
Abschluss- und Abstützstück 58 in wie bei anderen Pistolen bekannter Weise arretiert.
[0055] Ferner ist am hinteren Ende des Schlagbolzens 17 ein nach unten ragender, die Schlagbolzenführungshülse
18a im Längsschlitz 18b durchsetzender Ansatz 17a vorgesehen. Innerhalb der Schlagbolzenführungshülse
18a ist eine Schlagbolzenrückstellfeder 17f angeordnet: Diese Schlagbolzenrückstellfeder
stützt sich mit ihrem hinteren Ende am Schlagbolzenansatz 17 und mit ihrem vorderen
Ende an der Schlagbolzenführungshülse 18a ab und zieht bei abgeschlagenem, in Ruhestellung
befindlichen Schlagbolzen 17 diesen nach hinten.
[0056] Wie eingangs bereits beschrieben, ragt die Fangklinke 19 in ihrer Spannstellung mit
ihrem hinteren oberen Ende in die Bewegungsbahn des Ansatzes 17a und fängt beim Durchladen
der Pistole 1 den mit dem Verschlussschlitten 7 vorlaufenden Schlagbolzen 17 an dessen
Ansatz 17a. In der in Figur 5 gezeigten Spannstellung liegt der Ansatz 17a mit seiner
unteren vorderen Kante in der Stufe 19f der Fangklinke 19 an und wird von dieser gehalten.
Der weiter vorgelaufene Verschlussschlitten 7 hat die Schlagbolzenfeder 17e in bekannter
Weise gegen das Schlagbolzenfederlager 17d gespannt, da der Verschlussschlitten 7
die Schlagbolzenführungshülse 18a beim weiteren Vorlauf mitnimmt, so dass deren vorderes
Ende die Schlagbolzenfeder 17 komprimiert. Der Abzugmechanismus ist in dieser gegenseitigen
Wirkverbindung schussbereit.
[0057] Figuren 6 und 7 zeigen den gespannten Schlagbolzen 17 im Moment seiner Freigabe durch
die Fangklinke 19. Der Abzug 5 ist entgegen der Federkraft der Schenkelfeder 5b und
der Feder 37 nach hinten betätigt. Der Stift 5d hat die daran gekoppelte Abzugstange
27 nach hinten mitgenommen, wobei sich das vordere Ende der Abzugstange auf einer
Kreisbahn um die Abzugswelle 5a nach hinten oben bewegt hat. Das hintere Ende der
Abzugsstange 27 ist im Vergleich zu Figur 5 in Längsrichtung nach hinten unten verschoben,
wobei die untere Lasche 29 der Abzugsstange 27 aus einer Ausnehmung 24. in einer Unterbrecherstange
21 nach hinten heraus geführt ist und so das hintere Ende der Abzugsstange 27 nach
unten bewegt. Die obere Lasche 31 der Abzugsstange 27 beaufschlagt dabei mit ihrer
hinteren Stirnseite die Nase 47 der Auslöseklinke 45, so dass diese auf einer Kreisbahn
um ihre Lagerungsachse 49 nach hinten unten verschwenkt ist. Die Auslöseklinke 45
hat dabei über ihren Wirkeingriff die Fanklinke 19 gegen die Federkraft der Rückstellfeder
19c (vgl. Fig. 9 ff.) um die Lagerungsachse 19b nach hinten unten verschwenkt. Der
Ansatz 17a gerät dadurch außer Eingriff mit der Stufe 19f der Fangklinke 19 und kann
nun zur Schussabgabe frei nach vorne laufen. Am Ende seiner Bewegungsbahn schlägt
der Schlagbolzen 17 mit seiner Spitze 17c auf einen nicht gezeigten Patronenboden
einer nicht gezeigten, im Patronenlager 51 vorgesehenen Patrone auf und zündet in
bekannter Weise eine Treibladung.
[0058] Fig. 8 zeigt die Pistole 1 mit abgeschlagenem Schlagbolzen und leerem Patronenlager.
Die Schlagbolzenfeder 17e ist entspannt und der Schlagbolzen 17 befindet sich in seiner
vorderen Position, etwas vom Patronenlager 51 beabstandet. Da sich die Schlagbolzenfeder
17e an dem Absatz 17d abstützt, drängt sie den Schlagbolzen 17 nicht komplett und
permanent auf ein Zündhütchen der nicht gezeigten Patrone im Patronenlager 51. Vielmehr
läuft bei Schussabgabe der Schlagbolzen 17 aufgrund seiner Masseträgheit über die
in Figur 8 gezeigte Stellung hinaus und komprimiert dabei seine Rückstellfeder 17f
in der Schlagbolzenführungshülse 18a. Nach erfolgtem Vorlauf und bei leerem Patronenlager
stellt die Rückstellfeder 17f den Schlagbolzen 17 geringfügig zurück, bis der Schlagbolzenkopf
17g am Schlagbolzenfederlager (17d) anliegt.
[0059] Der Abzug 5 ist in Figur 8 wieder in seine Ruheposition verschwenkt. Der Stift 5d
hat dabei die daran gekoppelte Abzugstange 27 nach vorne mitgenommen, wobei sich das
vordere Ende der Abzugstange auf ihrer Kreisbahn um die Abzugswelle 5a nach vorne,
unten bewegt hat. Das hintere Ende der Abzugsstange 27 befindet sich wieder in seiner
Ausgangposition gemäß Fig. 5, ebenso die Fangklinke 19 und die in Fig. 8 nicht gezeigte
Auslöseklinke 45.
[0060] Zum Spannen des Schlagbolzens 17 und seiner Feder 17e muss der Verschlussschlitten
7 zurückgezogen werden, bis die Fangklinke 19 den Ansatz 17a hinterstellt. Danach
ist der Verschlussschlitten wieder loszulassen.
[0061] Der Aufbau und die Funktionsweise der Vorrichtung zum Verhindern eines Spannens der
Schlagbolzenfeder bei der Demontage der Selbstladepistole 1 wird nun anhand der Figuren
9 bis 17 beschrieben. Da die Schlagbolzenfeder 17e bei der Demontage nicht gespannt
wird, kann sich dabei auch kein Schuss ungewollt lösen.
[0062] Die Vorrichtung zum Verhindern eines Spannens der Schlagbolzenfeder umfasst gemäß
den Figuren 9 bis 17 folgende zusammenwirkende Bauelemente: den Abzug 5, die Demontagewelle
15, die mit dem Abzug 5 gekoppelte Abzugstange 27, die Unterbrecherstange 21, die
Fangklinke 19, den Schlagbolzen 17 mit seinem Ansatz 17a und den Verschlussschlitten
7. Das Zusammenwirken dieser Bauteile bei der Demontage wird nachfolgend beschrieben.
[0063] Figuren 9 bis 11 zeigen einen Teil des Abzugsmechanismus in seiner Spannstellung
bei geschlossenem Verschlussschlitten 7 und dem in seiner Spannstellung befindlichen
Schlagbolzen 17. Der in Fig. 9 (schematisch) dargestellte Verschlussschlitten 7 befindet
sich dabei in seiner vorderen Position, in der er mit seinem vorderen Ende nahezu
bündig mit dem Rohr 9 abschließt (vgl. auch Fig. 1). Die Handhabe 15a der Demontagewelle
15 weist in ihrer Verriegelungsstellung horizontal nach hinten (vgl. auch Fig. 10)
und verhindert wie eingangs beschrieben eine Demontage der Pistole 1.
[0064] Der Abzug 5 umfasst an seinem oberen Ende einen als Ansatz ausgebildeten, nach vorne
ragenden Anschlag 35, der hier von der den Abzug in seine Ruheposition vorspannenden
Schenkelfeder 5b und der Feder 37 federbelastet am inneren Umfang der Demontagewelle
15 anliegt.
[0065] Die Demontagewelle 15 verhindert hier eine translatorische Vorwärtsbewegung des Anschlags
35 und damit eine Vorwärtsbewegung des Abzugs 5 und der daran gekoppelten Abzugsstange
27. Figuren 10 und 11 zeigen diesen Zustand jeweils in einer Ansicht von schräg oben
von der rechten bzw. linken Seite der Pistole 1 aus betrachtet- jedoch ohne Darstellung
des Verschlussschlittens 7. An der Hinterseite des inneren Teils der Demontagewelle
15 ist eine, vorzugsweise keilförmige Aussparung 23 vorgesehen, die dem Anschlag 35
nur in Demontagestellung gegenüberliegt, also nur wenn die Demontagewelle 15 in diese
Stellung verdreht ist, und so Raum für eine Vorwärtsbewegung des Anschlags 35 gibt
(vgl. Fig. 10 bis 13).
[0066] Die Unterbrecherstange 21 ist an ihrem vorderen Ende um die Abzugswelle 5a verschwenkbar
gelagert und umfasst an ihrem hinteren Ende eine annähernd halbrunde, wannenförmige
Ausnehmung 24, die in ihrem vorderen Bereich eine vom Wannenboden sich erhebende Stufe
25 aufweist. An der dem Verschlussschlitten 7 zugewandten Oberseite der Unterbrecherstange
21 ist eine in etwa trapezförmige Erhebung 33 ausgebildet. Diese ist zum Eingriff
mit jeweils einer in etwa komplementären ersten, vorderen Ausnehmung 8 oder zweiten,
hinteren Ausnehmung 8a, im Verschlussschlitten 7 vorgesehen. In der hier gezeigten
geschlossenen Verschlussschlittenstellung befindet sich die Erhebung 33 in Eingriff
mit der hinteren Ausnehmung 8a. Bei Bewegung des Verschlussschlittens 7 nach hinten
gleitet dieser mit seinem nicht ausgenommen Bereich 8b über die Erhebung 33, beaufschlagt
diese nach unten und verschwenkt dadurch die Unterbrecherstange 21 nach unten, bis
die Erhebung 33 in der Verschlussfangstellung in Eingriff mit der vorderen Ausnehmung
8 gelangt (vgl. Fig. 12).
[0067] Die Abzugstange 27 untergreift in der in Fig. 9 bis 13 gezeigten entspannten Stellung
mit ihrer unteren Lasche 29 etwa mittig die Ausnehmung 24 der Unterbrecherstange 21
und ist von der Stufe 25 beabstandet. Die obere Lasche 31 steht seitlich in Richtung
der hinten neben der Abzugstange 27 angeordneten Fangklinke 19 hervor. Der Zapfen
19a der Fangklinke 19 ist zur Lasche 31 etwas nach vorne versetzt, so dass diese beiden
Elemente in der Spannstellung der Abzugstange nicht in Eingriff miteinander gelangen.
[0068] In Figur 12 ist der Verschlussschlitten 7 in seine Verschlussfangstellung zurückgezogen.
Ausgehend von Figur 9 gleitet beim Zurückziehen des Verschlussschlittens 7 die etwa
trapezförmige hintere Schlittenausnehmung 8a über ihre vordere Anlaufschräge - unter
dem nach schräg hinten gerichteten Krafteinfluss - über die Erhebung 33 der Unterbrecherstange
21. Der nicht ausgenommene Bereich 8b des Verschlussschlittens 7 beaufschlagt dann
die Unterbrecherstange 21 solange beim Zurückziehen des Verschlussschlittens 7 nach
unten, bis die Erhebung 33 mit der vorderen Schlittenausnehmung 8 in Eingriff kommt.
Die hintere Ausnehmung 8a, die sich in Figur 9 noch in Eingriff mit der Erhebung 33
der Unterbrecherstange 21 befand, ist frei. Der Verschlussschlitten 7 nimmt beim Zurückziehen
den darin angeordneten Schlagbolzen 17 mit nach hinten, so dass dessen Ansatz 17a
außer Eingriff mit der Fangklinke 19 kommt. Die Schlagbolzenfeder 17 ist in diesem
Zustand entspannt.
[0069] Löst die Abzugstange 27 die Fangklinke 19 wie in Fig. 6 und 7 gezeigt aus, und zündet
der Schlagbolzen 17 eine im Patronenlager befindliche Patrone, dann wird beim Rücklauf
des Schlittens 7 über den nicht ausgenommenen Bereich 8b des Schlittens die Unterbrecherstange
21 über ihre Erhebung 33 nach unten gesteuert und nimmt über die an der Unterbrecherstange
21 anliegende untere Lasche (29) der Abzugstange 27 die Abzugstange mit nach unten.
[0070] Hierdurch rutscht die obere Lasche 31 der Abzugstange 27 nach unten in die Auskehlung
45a der Auslöseklinke 45, worauf die Auslöseklinke 45 und die Fangklinke 19 von der
Rückstellfeder 19c wieder in ihre Ausgangs- und Fangposition verbracht werden und
beim Verschlussvorlauf der Schlagbolzen wieder gefangen werden kann. Wird der Abzug
nach dem Schuss wieder losgelassen, so rutscht die untere Lasche 29 der Abzugstange
27 wieder in die Ausnehmung 24 der Unterbrecherstange 21. Die Feder 37 drückt dabei
die Abzugstange 27 nach oben in ihre Ausgangsposition (vgl. Fig. 5), wodurch die obere
Lasche 31 der Abzugstange wieder vor der Nase 47 der Auslöseklinke 45 zu liegen kommt
und der gespannte Schlagbolzen 17 durch Betätigung des Abzugs über die obere Lasche
31 der Abzugstange 27 und die Nase 47 der Auslöseklinke 45 wieder ausgelöst werden
kann. Die Unterbrecherstange 21 dient, wie der Name schon sagt, somit auch als Unterbrecherelement
beim halbautomatischen Schließen.
[0071] Die Demontagewelle 15 befindet sich in Fig. 12 immer noch in ihrer Verriegelungsstellung,
so dass der Anschlag 35 des Abzugs 5 weiterhin unter Vorspannung der Abzugschenkelfeder
5b und der Feder 37 an der Demontagewelle 15 anliegt. Figur 13 zeigt diesen Zustand
in einer Ansicht schräg von vorne oben.
[0072] In den Figuren 14 und 15 ist die Demontagestellung der Vorrichtung zur Verhinderung
des Spannens der Schlagbolzenfeder bei der Demontage gezeigt. Im Unterschied zu den
Fig. 12 und 13 ist die äußere Handhabe 15a und damit die Demontagewelle 15 um ca.
90° im Uhrzeigersinn nach unten verdreht. Nach dem Verdrehen liegt die Aussparung
23 mit ihrer Kante 23a der Demontagewelle 15 dem federbelasteten Anschlag 35 gegenüber.
Dieser verschwenkt mit dem Abzug 5 unter der Krafteinwirkung der Abzugschenkelfeder
5b und der Feder 37 gegen den Uhrzeigersinn auf einer Kreisbahn um die Abzugswelle
5a bis er an der oberen Kante 23a der Aussparung 23 anschlägt. Die Ausgangsstellung
des Abzugs 5 ist in Figur 14 gestrichelt dargestellt. Bei seiner Schwenkbewegung nimmt
der Abzug 5 auch die mit ihm gekoppelte Abzugstange 27 nach vorne in die in Figuren
14 und 15 gezeigte Position mit. Dies hat zur Folge, dass die untere Lasche 29 der
Abzugstange 27 unter der Stufe 25 der Unterbrecherstange 21 und die obere Lasche 31
der Abzugstange 27 über dem Zapfen 19a der Fangklinke 19 zu liegen kommen. Der Verschlussschlitten
befindet sich noch in seiner hinteren Verschlussfangstellung.
[0073] Figuren 16 und 17 zeigen weiterhin die Vorrichtung zur Verhinderung des Spannens
der Schlagbolzenfeder bei Demontage in ihrer Demontagestellung und den vom Nutzer
zur Demontage der Selbstladepistole 1 teilweise nach vorne geführten Verschlussschlitten
7. Ausgehend von Figur 14 gleitet die trapezförmige vordere Ausnehmung 8 bei Vorwärtsbewegung
des Verschlussschlittens 7 über ihre linke hintere Anlaufschräge 8b unter dem nach
vorne gerichteten Krafteinfluss über die Erhebung 33 der Unterbrecherstange 21. Die
untere Kontur des nicht ausgenommenen Bereichs 8b des Verschlussschlittens 7 beaufschlagt
die Erhebung 33 und damit die Unterbrecherstange 21 bei weiterer Vorwärtsbewegung
des Verschlussschlittens 7 nach unten. Da die Abzugstange 27 mit ihrer unteren Lasche
29 unten an der Stufe 25 der Unterbrecherstange 21 anliegt, wird die Abzugstange über
die Unterbrecherstange 21 ebenfalls nach unten gesteuert und bringt dabei beim Verschlussverlauf
in entriegelter Stellung der Demontagewelle 15 mit ihrer oberen Lasche 31 die Fangklinke
13 über ihren Zapfen 19a außer Eingriff mit dem ebenfalls vorgleitenden Ansatz 17a
des Schlagbolzens, so dass der Schlagbolzen weder gefangen noch gespannt wird. In
der geschlossenen Position des Verschlussschlittens 7 liegt die Erhebung 33 in der
hinteren Ausnehmung 8a und wird nicht beaufschlagt. Beim Abziehen des Verschlussschlittens
7 nach vorne beaufschlagt der nicht ausgenommene Bereich 8c die Erhebung 33. Während
ihrer Beaufschlagung durch den nicht ausgenommenen Bereich 8b oder 8c drängt die Unterbrecherstange
21 in der Demontagestellung formschlüssig ihre Stufe 25 auf die Lasche 29 und damit
die Abzugstange 27 nach unten. Diese gelangt dabei mit ihrer oberen Lasche 31 in Formeingriff
mit dem Zapfen 19a der Fangklinke 19 und bewegt diese wie schon bei der Aussparung
8 und dem nicht ausgenommenen Bereich 8b geschehen, gegen die Kraft der Rückstellfeder
19c nach unten aus der Bewegungsbahn des Ansatzes 17a am Schlagbolzen 17, wobei der
Ansatz 17a am Schlagbolzen 17 in dieser Position des Verschlussschlittens 7 nicht
mehr von der Fangklinke 19 gefangen werden kann. In der Verriegelungsstellung hingegen
blockiert die Demontagewelle 15 die Abzugsstange 27 in ihrer hinteren Position, so
dass sich bei nicht betätigtem Abzug 5 deren untere Lasche 29 seitlich zur Stufe 25
versetzt etwa mittig in der Ausnehmung 24 der Unterbrecherstange 21 befindet (vgl.
Fig. 9 bis 13). In dieser Position kann die Unterbrecherstange 21 die Lasche 29 nicht
beaufschlagen, da die Tiefe der Ausnehmung 24 in etwa der Höhe der Erhebung 33 entspricht,
so dass eine formschlüssige Verbindung dieser Elemente nicht möglich ist. Auch die
obere Lasche 31 der Abzugsstange 27 ist in der Spannstellung in Längsrichtung zum
Zapfen 19a versetzt (vgl. Fig. 9 bis 13) und kann ihn daher nicht beaufschlagen.
[0074] In der in den Figuren 16 und 17 dargestellten Demontagestellung der Einzelelemente
ist ein gefahrloses Abziehen des Verschlussschlittens 7 nach vorne möglich, da die
Fangklinke 19 den Schlagbolzen 17 an seinem Ansatz 17a nicht mehr fangen und daher
auch nicht die Schlagbolzenfeder 17e spannen kann.
[0075] Grundsätzlich ist es möglich, die Aussparungen 8, 8a des Verschlussschlittens 7 und
die Erhebung 33 der Unterbrecherstange 21 durch andere geometrische Formen zu ersetzen
und dadurch ebenfalls eine wirkungsvolle Kraftübertragung ermöglichen.
Die Stufe 25 der Unterbrecherstange 21 und der Zapfen an der Fangklinke 19 bzw. die
Laschen 29, 31 an der Abzugstange 27 sind ebenso gut ohne Einschränkung der Wirkungsweise
der Vorrichtung durch andere funktional vergleichbare Elemente ersetzbar.
1. Vorrichtung zur Verhinderung des Spannens einer Schlagbolzenfeder bei Demontage einer
mit einem Verschlussschlitten (7) versehenen hahnlosen Selbstladepistole (1), wobei
die Vorrichtung eine Demontagestellung und eine Verriegelungsstellung einnehmen kann,
mit:
- einem federbelastbaren Schlagbolzen (17) mit einem daran ausgebildeten Ansatz (17a)
zum Wirkeingriff mit einer Fangklinke (19), die in der Verriegelungsstellung zum Spannen
der Schlagbolzenfeder in die Bewegungsbahn des Ansatzes (17a) hineinragt und in der
Demontagestellung sich außer Wirkeingriff mit dem Ansatz (17a) befindet, gekennzeichnet durch
- eine mit einem Abzug gekoppelten Abzugstange (27), die in der Demontagestellung
die Fangklinke (19) außer Wirkeingriff mit dem Ansatz (17a) bringt;
- eine Demontagewelle (15), die in der Demontagestellung eine Bewegung des Abzugs
(5) und damit der Abzugstange (27) nach vorne ermöglicht, und
- eine mit der Abzugstange (27) koppelbare Unterbrecherstange (21), die in der Demontagestellung
vom nach vorne bewegten Verschlussschlitten (7) beaufschlagt wird und hierdurch die
Fangklinke (19) mittels der Abzugsstange (27) außer Wirkeingriff mit dem Ansatz (17a)
bringt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der am Abzug (5) ein Anschlag (35) vorgesehen ist
und die Demontagewelle (15) einen Abschnitt mit reduziertem Durchmesser (23a) aufweist,
der in der Demontagestellung bei verdrehter Demontagewelle (15) den Anschlag (35)
wenigstens teilweise aufnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Abschnitt mit reduziertem Durchmesser (23a)
eine Aussparung (23) ist, die keilförmig ausgebildet ist und in ihrer Verriegelungsstellung
eine Bewegung des Anschlages (35) und damit des Abzugs (5) sowie der Abzugsstange
(27) nach vorne verhindert.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Vorwärtsbewegung der Abzugstange
(27) deren Krafteingriff mit der Unterbrecherstange (21) und der Fangklinke (19) ermöglicht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die Abzugstange (27) für den Krafteingriff wenigsten
eine Lasche (29, 31) umfasst.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, bei der die Fangklinke (19) für den
Krafteingriff mit der Abzugstange (27) einen Vorsprung (19a) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei der die Unterbrecherstange (21)
für den Krafteingriff mit der Abzugstange (27) in einer Ausnehmung (24) eine Stufe
(25) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Unterbrecherstange (21)
an ihrer dem Verschlussschlitten (7) zugewandten Seite eine Erhebung (33) aufweist
und daran durch eine untere Kontur des sich bewegenden Verschlussschlittens (7) beaufschlagbar
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der der Verschlussschlitten (7) an seiner Unterseite
eine erste Ausnehmung (8a) aufweist, die bei geschlossenem Verschluss in einen Wirkeingriff
mit der Erhebung (33) der Unterbrecherstange (21) bringbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Verschlussschlitten (7) an seiner Unterseite
wenigstens eine zweite Ausnehmung (8) aufweist, die in seiner Verschlussfangposition
in einen Wirkeingriff mit der Erhebung (33) der Unterbrecherstange (21) bringbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der in Demontagestellung befindlicher
Demontagewelle (15) ein nicht ausgenommener Bereich (8b) an der Unterseite des Verschlussschlittens
(7) bei Vorwärtsbewegung aus seiner Verschlussfangposition die Unterbrecherstange
(21) niederdrückt, die dabei in Form- und/oder Krafteingriff mit der Abzugstange (27)
gelangt, diese in Form- und/oder Krafteingriff mit der Fangklinke (19) bringt und
die Abzugstange (27) die Fangklinke (19) aus der Bewegungsbahn des Schlagbolzens (17)
bringt.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einer Auslösklinke (45), die
bei Betätigung des Abzugs (5) mit der Abzugstange (27) koppelbar ist und so die Fangklinke
(19) zur Schussauslösung außer Eingriff mit dem Ansatz (17a) bringt.
13. Selbstladepistole mit einer Schlagbolzenspannverhinderungsvorrichtung für ihre Demontage
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12.
1. Device for preventing the cocking of a firing pin spring during disarming of a hammerless
automatic pistol (1) provided with a lock slide (7), wherein the device can assume
a disarming position and a locking position, the device comprising:
- a spring-loadable firing pin (17) having a lug (17a) formed thereon for active engagement
with a sear (19) which, in the locking position for cocking the firing pin spring,
protrudes into the path of movement of the lug (17a) and, in the disarming position,
is disengaged from the lug (17a),
characterised by
- a trigger bar (27) coupled with a trigger which, in the disarming position, disengages
the sear (19) from the lug (17),
- a disarming shaft (15) which, in the disarming position, enables a movement of the
trigger (5) and thus the trigger bar (27) towards the front, and
- a disconnector bar (21) which can be coupled to the trigger bar (27) and is acted
upon in the disarming position by the lock slide (7) which is moved forward and thereby
the sear (19) is operatively disengaged from the lug (17a) by means of the trigger
bar (27).
2. Device according to claim 1, in which a stop (35) is provided on the trigger (5) and
the disarming shaft (15) has a section with a reduced diameter (23a) which at least
partially receives the stop (35) in the disarming position when the disarming shaft
(15) is rotated.
3. Device according to claim 2, in which the section with a reduced diameter (23a) is
a recess (23) which is wedge-shaped and in its locking position prevents the stop
(35), and thus the trigger (5) as well as the trigger bar (27), from moving forwards.
4. Device according to one of claims 1 to 3, in which the forward movement of the trigger
bar (27) enables forced engagement thereof with the disconnector bar (21) and the
sear (19).
5. Device according to claim 4, in which the trigger bar (27) comprises at least one
tab (29, 31) for the forced engagement.
6. Device according to one of claims 4 or 5, in which the sear (19) has a projection
(19a) for the forced engagement with the trigger bar (27).
7. Device according to one of claims 4 to 6, in which the disconnector bar (21) has a
step (25) for the forced engagement with the trigger bar (27) in a recess (24).
8. Device according to one of claims 1 to 7, in which the disconnector bar (21) has a
raised area (33) on its side facing the lock slide (7) and can be acted upon by a
lower contour of the moving lock slide (7).
9. Device according to claim 8, in which the lock slide (7) has on its underside a first
recess (8a) which, when the lock is closed, can be brought into active engagement
with the raised area (33) of the disconnector bar (21).
10. Device according to claim 9, in which the lock slide (7) has on its underside at least
one second recess (8) which in its lock catch position can be brought into active
engagement with the raised area (33) of the disconnector bar (21).
11. Device according to one of claims 1 to 10, in which, when the disarming shaft (15)
is in the disarming position, as a non-recessed region (8b) on the underside of the
lock slide (7) moves forwards out of its lock catch position, said non-recessed region
presses the disconnector bar (21) down, and said disconnector bar enters into form-fitting
or forced engagement with the trigger bar (27), bringing said trigger bar into form-fitting
or forced engagement with the sear (19), and the trigger bar (27) brings the sear
(19) out of the path of movement of the firing pin (17).
12. Device according to one of the preceding claims, having a release pawl (45) which,
when the trigger (5) is actuated, can be coupled to the trigger bar (27) and thus
disengages the sear (19) from the lug (17a) to discharge a round.
13. Automatic pistol having a firing pin cocking prevention device for disarming it according
to one of claims 1 to 12.
1. Dispositif pour empêcher la tension d'un ressort de percuteur lors du démontage d'un
pistolet à chargement automatique (1) dépourvu de chien et doté d'une glissière de
culasse (7), dans lequel le dispositif peut prendre une position de démontage et une
position de verrouillage, avec :
- un percuteur (17) sollicité par un ressort avec un embout (17a), formé contre ledit
percuteur, pour un engagement fonctionnel avec un cliquet d'arrêt (19) qui, dans la
position de verrouillage, pénètre dans la trajectoire de déplacement de l'embout (17a),
pour tendre le ressort de percuteur et qui, dans la position de démontage, se trouve
hors engagement fonctionnel avec l'embout (17a),
caractérisé par
- une tige de détente (27) couplée à une détente, laquelle tige de détente, dans la
position de démontage, amène le cliquet d'arrêt (19) hors engagement fonctionnel avec
l'embout (17a) ;
- un arbre de démontage (15) qui, dans la position de démontage, rend possible un
déplacement vers l'avant de la détente (5) et ce faisant de la tige de détente (27),
et
- une tige d'interruption (21) pouvant être couplée à la tige de détente (27), laquelle
tige d'interruption, dans la position de démontage, est sollicitée par la glissière
de culasse (7) déplacée vers l'avant et de ce fait amène le cliquet d'arrêt (19) hors
engagement fonctionnel avec l'embout (17a), au moyen de la tige de détente (27).
2. Dispositif selon la revendication 1, par lequel une butée (35) est prévue contre la
détente (5) et l'arbre de démontage (15) présente une section avec un diamètre (23a)
réduit qui, dans la position de démontage, accueille au moins en partie la butée (35)
lorsque l'arbre de démontage (15) est tordu.
3. Dispositif selon la revendication 2, par lequel la section avec un diamètre (23a)
réduit est une cavité (23) qui est formée en forme de coin et qui, dans sa position
de verrouillage, empêche un déplacement vers l'avant de la butée (35) et ce faisant
de la détente (5) ainsi que de la tige de détente (27).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, par lequel le déplacement
vers l'avant de la tige de détente (27) rend possible l'engagement en force de celle-ci
avec la tige d'interruption (21) et le cliquet d'arrêt (19).
5. Dispositif selon la revendication 4, par lequel la tige de détente (27) comprend au
moins une bride (29, 31) pour l'engagement en force.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, par lequel le cliquet
d'arrêt (19) pour l'engagement en force avec la tige de détente (27) présente une
saillie (19a).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, par lequel la tige d'interruption
(21) pour l'engagement en force avec la tige de détente (27) présente un cran (25)
dans un évidement (24).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, par lequel la tige d'interruption
(21) présente, sur son côté tourné vers la glissière de culasse (7), une saillie (33)
et contre laquelle elle peut être sollicitée par un contour inférieur de la glissière
de culasse (7) en déplacement.
9. Dispositif selon la revendication 8, par lequel la glissière de culasse (7) présente
sur son côté inférieur, un premier évidement (8a) qui, lorsque la culasse est fermée,
peut être amené en engagement fonctionnel avec la saillie (33) de la tige d'interruption
(21).
10. Dispositif selon la revendication 9, par lequel la glissière de culasse (7) présente
sur son côté inférieur au moins un deuxième évidement (8) qui, dans sa position d'arrêtoir
de culasse, peut être amené en engagement fonctionnel avec la saillie (33) de la tige
d'interruption (21).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, par lequel, dans l'arbre
de démontage (15) se trouvant en position de démontage, une région non évidée (8b)
sur le côté inférieur de la glissière de culasse (7) enfonce la tige d'interruption
(21) hors de sa position d'arrêtoir de culasse par un déplacement vers l'avant, laquelle
tige d'interruption ce faisant parvient à un engagement de forme et/ou en force avec
la tige de détente (27), amène celle-ci à un engagement de forme eet/ou en force avec
le cliquet d'arrêt (19), et la tige de détente (27) amène le cliquet d'arrêt (19)
hors de la trajectoire de déplacement du percuteur (17).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, doté d'un cliquet
de déclenchement (45), qui peut être couplé à la tige de détente (27) lors de l'actionnement
de la détente (5) et amène ainsi le cliquet d'arrêt (19) au déclenchement du tir hors
engagement avec l'embout (17a).
13. Pistolet à chargement automatique, doté d'un dispositif d'empêchement de tension d'un
percuteur pour son démontage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12.