[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Flachmopp, insbesondere Einwegflachmopp,
sowie die Verwendung des Flachmopps für die Reinraumreinigung.
[0002] Reinigungsunternehmen verwenden regelmäßig Flachmopps zur Reinigung von Fußböden.
Hierbei kommen einlagige wie auch mehrlagige Flachmoppsysteme zum Einsatz. Während
für herkömmliche Reinigungszwecke der Auswahl des Materials, der Art der Herstellung
und dem strukturellen Aufbau wenig Beachtung geschenkt werden muss, ist hingegen für
Flachmopps, die bei der Reinraumreinigung, insbesondere der sterilen Reinraumreinigung
zum Einsatz kommen sollen, ein sehr anspruchsvolles Eigenschaftsprofil verlässlich
sicherzustellen. Die Reinigung von Reinräumen muss in einer Weise vorgenommen werden,
dass die Gefahr einer Kontamination ausgeschlossen werden kann, wobei jedoch gleichzeitig
eine hohe Reinigungsleistung garantiert wird. Dieses Anforderungsprofil bringt im
Allgemeinen eine aufwendige Fertigung sowie den Einsatz hochwertiger bzw. speziell
ausgewählter Materialien mit sich. Aus ökologischen Erwägungen wie auch aus Kostengründen
kommen bei der Reinigung von Reinräumen bislang meist Mehrwegflachmopps zum Einsatz.
Bekannte Flachmopps sind im Wesentlichen flach und haben eine längliche Form. Sie
weisen an der Deckblattseite Befestigungsmittel für einen Flachmopphalter auf. Oftmals
kommen dabei endständig an einer rechteckförmigen Deckblattseite angebrachte Haltetaschen
zum Einsatz. Im Allgemeinen wird der Mehrwegflachmopp durch vollständiges oder teilweises
Eintauchen in einen mit Flüssigkeit befüllten Behälter befeuchtet. Dieses erfordert
üblicherweise den Einsatz eines Reinigungswagens, der mindestens zwei oder mehr Aufnahmebehältnisse
umfasst.
[0003] Die
DE 20 2007 011 580 U1 beschreibt einen Wischmopp, der ein Deckblatt aus widerstandsfähigen Kunstfasern
aufweist, wobei eine Wischfläche aus Mikrofaserplüsch vorgesehen ist. Die Wischflächen
verfügen dabei über frei bewegliche Lamellen an den Rändern an der Unterseite des
Flachmopps.
[0004] Die
DE 10 2012 012 402 beschreibt einen Flachwischbezug für Reinräume, wobei das Textilmaterial als Gewirke,
Gestrick, Gewebe oder Vliesstoff ausgebildet sein kann. Der Flachwischbezug weist
eine verschwenkbare Reinigungslippe auf. Die Reinigungsfläche weist dabei kein Grundgewebe
mit aufgebrachten Fäden auf.
[0005] Die
DE 101 34 948 beschreibt ebenfalls ein Mopp-System für Reinräume, wobei der Mopp eine verbesserte
Aufnahme für Chemikalien, Wasser und Öle zeigt. Dabei kommen Schleifen aus Garnkordeln
zum Einsatz, welche aus ultrafeinem endlosen Polyestergarn oder Nylon hergestellt
sind. Das Deckblatt kann dabei aus einem PU-beschichteten Rascheltuch oder aus einem
mit PVC (Polyvinylchlorid)-beschichteten Maschentuch gefertigt sein.
[0006] Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung von Flachmopp-Systemen für Reinräume
stellt der zu erzielende Reinigungsgrad kombiniert mit einer kontrollierten Zufuhr
von Desinfektions- und/oder Reinigungsflüssigkeiten zum Zwecke der optimalen Befeuchtung
dar. Wird der Flachmopp nicht hinreichend getränkt oder befeuchtet, wird oftmals kein
durchgehender Flüssigkeitsfilm auf der zu reinigenden Fläche gebildet. Es findet keine
vollständige Desinfektion oder Reinigung statt. Wird hingegen zu viel Flüssigkeit
beim Tränken in den Mopp eingetragen, besteht die Gefahr, dass Schmutzpartikel nicht
von der Faserstruktur der Reinigungsfläche aufgenommen bzw. in dieser festgehalten
werden. Außerdem hat die Reinigungslage nicht nur sämtliche Mikropartikel mit aufzunehmen
und nicht wieder freizugeben, sondern ebenfalls zu gewährleisten, dass jedwede Schmutzpartikel
von der zu reinigenden Unterlage entfernt, in der Reinigungslage aufgenommen und nicht
wieder freigesetzt werden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, die oben genannten Nachteile
des Stands der Technik zu überwinden und einen Flachmopp zur Verfügung zu stellen,
der neben dem zuverlässigen und kontrollierten Befeuchten insbesondere von Reinraumflächen
auch stets eine hohe Reinigungskraft gewährleistet. Außerdem ist es eine Aufgabe,
einen Flachmopp zur Verfügung zu stellen, der auch mit herkömmlichen Flachmopphaltern
und Befeuchtungssystemen verwendet werden kann.
[0008] Demgemäß wurde ein Flachmopp, insbesondere Einwegflachmopp, mit einer Deckblattlage
und einer gegenüberliegenden Reinigungslage, welche einen ersten Rand und einen gegenüberliegenden
zweiten Rand aufweist, gefunden, wobei die Reinigungslage eine gewebte, gestrickte
oder gewirkte Lage, mit einer Front- und einer Rückseite, enthaltend oder bestehend
aus Mikrofasermaterial und Fasermaterial, das nicht Mikrofasermaterial ist (Nicht-Mikrofasermaterial),
aufweist oder darstellt und wobei die Deckblattlage ein verfestigtes Vliesmaterial,
insbesondere umfassend oder bestehend aus Polyesterfasern, aufweist oder darstellt,
wobei die Frontseite und gegebenenfalls die Rückseite der Reinigungslage alternierende,
insbesondere im Wesentlichen parallel verlaufende, erste und zweite streifenförmige
Areale aufweisen, die sich von oder beabstandet von dem ersten Rand in Richtung des
zweiten Randes oder bis zum zweiten Rand erstrecken, wobei die ersten Areale der Reinigungslage
frontseitig und insbesondere auch rückseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen
ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial enthalten
oder hieraus bestehen und wobei die zweiten Areale der Reinigungslage frontseitig
überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder
gewirktes Nicht-Mikrofasermaterial, d.h. Fasermaterial, das nicht Mikrofasermaterial,
enthalten oder hieraus bestehen.
[0009] Bei Mikrofasern im Sinne der Erfindung handelt es sich regelmäßig um sehr feine Fasern
mit einer Feinheit kleiner oder gleich 1,5 den. Besonders geeignet für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung greift man auf solche Mikrofasern zurück, die eine Feinheit
kleiner oder gleich 1,0 den, vorzugsweise kleiner oder gleich 1 dtex und insbesondere
im Bereich von 0,3 dtex bis 0,8 dtex aufweisen.
[0010] Das Mikrofasermaterial und insbesondere die Endlosmikrofasern zeichnen sich vorteilhafter
Weise dadurch aus, dass sie strapazierfähig und formstabil sind. Mikrofasern wie auch
synthetische Chemiefasern geben regelmäßig weitaus weniger Partikel ab als herkömmliche
Naturfasern. Mikrofasern umfassen im Allgemeinen ultrafeine Fasern, die besser in
sehr kleine Unebenheiten einer Oberfläche eindringen und dort auch sehr kleine Partikel,
beispielsweise im Mikrometerbereich, aufnehmen können. Die in dieser Anmeldung genannten
Mikrofasermaterialien nehmen in der Regel nur wenig Wasser auf, sind im Allgemeinen
relativ bruchfest und weisen bevorzugt eine hohe Formbeständigkeit sowie gute chemische
und thermische Beständigkeit auf.
[0011] Die mittlere Feinheit der Fasern des Nicht-Mikrofasermaterials liegt stets oberhalb
der mittleren Feinheit der in dem erfindungsgemäßen Flachmopp eingesetzten Fasern
des Mikrofasermaterials. Bevorzugt liegt auch die absolute Feinheit der Fasern des
NichtMikrofasermaterials stets oberhalb der absoluten Feinheit der in dem erfindungsgemäßen
Flachmopp eingesetzten Fasern des Mikrofasermaterials.
[0012] Ganz besonders vorteilhaft lösen auch solche erfindungsgemäßen Flachmopps die der
Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, bei denen die ersten Areale der Reinigungslage
frontseitig und rückseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich,
gewebtes, gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial enthalten oder hieraus bestehen
und bei denen die zweiten Areale der Reinigungslage frontseitig überwiegend, insbesondere
im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes Nicht-Mikrofasermaterial
und rückseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes,
gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial enthalten oder hieraus bestehen. Mit
diesen Ausführungsformen gelingt eine besonders gute und insbesondere auch gleichmäßigere
Flüssigkeitsverteilung.
[0013] Die zweiten streifenförmigen Areale sind aufgrund ihrer größeren Härte bzw. Steifigkeit
gegenüber den ersten streifenförmigen Arealen besonders geeignet, um anhaftende Schmutzpartikel
zu lösen. Diese zweiten streifenförmigen Areale übernehmen dabei eine Bürstenfunktion-
bzw. eine bürstenähnliche Funktion.
[0014] Die Form bzw. Geometrie der streifenförmigen ersten und zweiten Areale kann in weiten
Bereichen gewählt werden. Bevorzugt liegen die ersten und zweiten streifenförmigen
Areale in Form von Längsstreifen vor, die sich von oder beabstandet von dem ersten
Rand in Richtung des zweiten Randes oder bis zum zweiten Rand erstrecken, vorzugsweise
von dem ersten bis zum gegenüberliegenden zweiten Rand. In einer zweckmäßigen Ausführungsform
nehmen die ersten und/oder zweiten Areale eine im Wesentlichen rechteckige Grundform
an. Liegt der erfindungsgemäße Flachmopp in einer im Wesentlichen rechteckigen Grundform
vor, bilden der erste und der zweite Rand regelmäßig die Schmalseiten dieser Grundform
aus. Die streifenförmigen Areale erstrecken sich dabei vorzugsweise in Form von Längsstreifen
im Wesentlichen parallel zu den Längsseiten der im Wesentlichen rechteckigen Grundform.
Die mittlere Breite der ersten und/oder zweiten streifenförmigen Areale, insbesondere
in Form von Längsstreifen, d.h. die Ausdehnung im Wesentlichen parallel zum ersten
und/oder zweiten Rand, liegt üblicherweise im Bereich von 0,3 cm bis 4 cm, bevorzugt
im Bereich von 0,5 cm bis 3 cm und besonders bevorzugt im Bereich von 0,75 cm bis
1,5 cm. Liegen die ersten und/oder zweiten Areale in Form von Längsstreifen vor, stellt
deren Breite den Abstand zwischen den sich gegenüberliegenden Längsstreifen dar.
[0015] Die ersten und zweiten streifenförmigen Areale sind besonders bevorzugt integraler
Bestandteil eines Gewebes, Gestricks oder Gewirks. Besonders bevorzugt grenzen die
ersten und zweiten streifenförmigen Areale, insbesondere auch in der vorangehend genannten
Ausführungsform, jeweils unmittelbar aneinander an bzw. gehen ineinander über.
[0016] Die Reinigungslage liegt im Sinne der vorliegenden Erfindung auf derjenigen Seite
des Flachmopps vor, die beim Reinigungsvorgang mit der zu reinigenden Fläche in Kontakt
tritt. Diese Seite wird auch Frontseite des Flachmopps genannt. Indem der erfindungsgemäße
Flachmopp auf seiner Frontseite über eine gewirkte, gestrickte oder gewebte Lage verfügt,
ist die Reinigungsoberfläche mit einer unregelmäßigen Oberflächenstruktur bzw. Dreidimensionalität
ausgestattet, beispielsweise im Unterschied zu der glatten Fläche eines gespannten
Reinigungstuchs. Die Reinigungslage ist demgemäß Bestandteil der Frontseite bzw. bildet
diese. Die Reinigungslage kann selber wiederum in eine frontseitige und eine rückseitige
Fläche bzw. Abschnitte unterteilt werden. Frontseitig tritt die Reinigungslage bei
der gattungsgemäßen Verwendung mit der zu reinigenden Oberfläche in Kontakt. Die Reinigungslage
ist hingegen rückseitig der Deckblattlage bzw. der Zwischenlage zugewandt.
[0017] Die Deckblattlage liegt im Sinne der vorliegenden Erfindung auf der der Frontseite
gegenüberliegende Seite des erfindungsgemäßen Flachmopps vor. Diese Seite wird auch
Rückseite des Flachmopps genannt. Die Deckblattlage ist demgemäß Bestandteil der Rückseite
bzw. bildet diese. Die Deckblattlage umfasst ein verfestigtes Vlies bzw. ist hieraus
gebildet. Die Verfestigung von Fasermaterialien ist dem Fachmann bekannt und kann
zum Beispiel durch Wasserstrahlbehandlung vorgenommen werden. Bevorzugt wird für das
Vliesmaterial der Deckblattlage auf Polyesterfasern zurückgegriffen. Alternativ kann
das Vliesmaterial der Deckblattlage auch Polyolefinfasern, insbesondere Polypropylenfasern,
umfassen oder hieraus bestehen. Ferner können auch Fasermischungen für das Vliesmaterial
der Deckblattlage eingesetzt werden, beispielsweise enthaltend oder bestehend aus
Polyester- und Polypropylenfasern. Insbesondere bei Verwendung von Polyesterfasern
hat sich überraschend herausgestellt, dass die Deckblattlage sehr abriebfest und ausgeprägt
beständig gegen GammaStrahlung ist. Auch lassen sich bei Verwendung von Polyesterfasern
für das verfestigte Vlies der Deckblattlage sehr feste und steife Systeme erhalten.
Durch den Einsatz der geschilderten Deckblattlage kombiniert mit der geschilderten
Reinigungslage enthaltend die geschilderten alternierend aufeinander folgenden streifenförmigen
Arealen kann u.a. auch erreicht werden, dass es beim Reinigungsvorgang mit Stiel und
Mopphalter nicht zu einem sogenannten Aufrollen bzw. einer Verformung der Reinigungslage
kommt.
[0018] Die Deckblattlage ist auf der Rückseite in der Regel mit zwei Eingreiftaschen versehen,
welche beabstandet voneinander vorliegen, so dass ein Flachmopphalter in diese Eingreiftaschen
eingreifen kann. Der erfindungsgemäße Flachmopp liegt regelmäßig in einer rechteckigen
Grundform vor. Dabei kann bei einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass die zwei Eingreiftaschen
einander gegenüberliegend an den Schmalseiten angebracht sind.
[0019] Solche erfindungsgemäßen Flachmopps lösen die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe
besonders gut, bei denen die Fasern des Nicht-Mikrofasermaterials über eine größere
Steifigkeit bzw. Härte verfügen als die Fasern des Mikrofasermaterials.
[0020] Besonders geeignete Fasern des Mikrofasermaterials sind dabei ausgewählt sind aus
der Gruppe bestehend aus Polyamidmikrofasern, Polyolefinmikrofasern und Polyestermikrofasern
oder deren beliebiger Mischung. Unter den Polyolefinmikrofasern sind Polypropylenmikrofasern
besonders bevorzugt. Unter den Polyestermikrofasern wird bevorzugt auf Polyethylenterephthalatmikrofasern
zurückgegriffen.
[0021] Alternativ oder zusätzlich können auch gespaltene konjugierte Mikrofasern, insbesondere
Polyamid/Polyester-Mikrofasern, für die Reinigungslage verwendet werden. Unter den
konjugierten Mikrofasern sind solche besonders zweckmäßig, deren Anteil an Polyesterfasern
im Bereich von 60 bis 90 Gew.-%, insbesondere im Bereich von 65 bis 85 Gew.-%, und
deren Anteil an Polyamidfasern im Bereich von 10 bis 40 Gew.-%, insbesondere im Bereich
von 15 bis 35 Gew.-%, liegt.
[0022] Durch den Einsatz von Mikrofasermaterial für die Reinigungslage kann besonders effizient
die Verunreinigung von Reinräumen durch Faserreste oder sogenannte Fusseln vermieden
werden.
[0023] Es hat sich als besonders zweckdienlich erwiesen, für die Fasern des Nicht-Fasermaterials
Polyesterfasern zu verwenden. Hierbei sind Polyethylenterephthalatfasern besonders
bevorzugt.
[0024] Geeignete erfindungsgemäße Flachmopp bzw. die Reinigungslage solcher Flachmopps verfügen
in der Regel über eine rechteckige Grundform, wobei der erste und der zweite Rand
einander gegenüberliegend angeordnet sind. Der erste und/oder der zweite Rand weisen
dabei im Allgemeinen einen geradlinigen Verlauf auf. Solche erfindungsgemäßen Flachmopps
haben sich als besonders zweckdienlich erwiesen, bei denen die ersten und/oder zweiten
streifenförmigen Areale sich im Wesentlichen rechtwinklig zum ersten und/oder zweiten
Rand erstrecken.
[0025] Um einen unabhängig von der Reinigungs- bzw. Befeuchtungseinheit einsetzbaren und
einsatzbereiten Flachmopp zur Verfügung stellen zu können, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, dass die Deckblattlage beidseitig durchlässig für Desinfektions- und/oder
Reinigungsflüssigkeiten ausgestaltet ist. Auch kann hierbei vorgesehen sein, dass
der Flachmopp in der Weise ausgestaltet ist, dass durch die von der Deckblattseite
hindurchtretende Desinfektions- und/oder Reinigungsflüssigkeit die Reinigungslage
mit den Desinfektions- und/oder Reinigungsflüssigkeiten tränkbar oder benetzbar ist.
Als besonders geeignetes Desinfektionsmittel für die Reinraumreinigung sowie für die
Reinigung von sterilen Räumen sei ein wässriges alkoholisches System genannt, z.B.
enthaltend 70 Vol.-% i-Propanol und 30 Vol.-% Wasser.
[0026] Durch den Einsatz von mindestens einer, insbesondere zwei, an der Deckblattlage vorliegenden
oder angebrachten Eingreiftaschen für einen Flachmopphalter kann der erfindungsgemäße
Flachmopp in der Regel mit allen gängigen Reinigungssystemen verwendet werden. Diese
Eingreiftasche bzw. diese Eingreiftaschen können dabei durch Umklappen eines oder
mehrerer Randabschnitte des Flachmopps gebildet werden, so dass im Bereich der Eingreiftasche
bzw. Eingreiftaschen das Material der Deckblattlage aufeinander zur Anlage gelangt.
Auch kann vorgesehen sein, dass die aufeinander umgeklappten Randabschnitte entlang
ihrer umlaufenden Ränder unter Ausbildung der Eingreiftasche miteinander verbunden,
insbesondere vernäht, vorliegen.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der erfindungsgemäße Flachmopp
ferner mindestens eine mittlere, zwischen Reinigungslage und Deckblattlage angeordnete
Zwischenlage aus einem unverfestigten Vliesmaterial oder aus einem Schaummaterial.
Kommt ein unverfestigtes Vliesmaterial für die mindestens eine Zwischenlage zum Einsatz,
greift man bevorzugt auf Nadel vliese zurück. Das unverfestigte Vliesmaterial basiert
dabei vorzugsweise auf Stapelfasern, insbesondere solche mit einer mittleren Länge
im Bereich von 20 mm bis 80 mm, vorzugsweise im Bereich von 30 mm bis 70 mm und besonders
bevorzugt im Bereich von 40 mm bis 60 mm.
[0028] Bei dem erfindungsgemäßen Flachmopp liegen bei einer besonders geeigneten Ausführungsvariante
sowohl die Zwischenlage als auch die Deckblattlage als Vlies vor, wobei die Zwischenlage
bevorzugt unverfestigtes Vliesmaterial und die Deckblattlage verfestigtes Vliesmaterial
aufweist bzw. hieraus gebildet ist. Unverfestigtes Vliesmaterial im Sinne der vorliegenden
Erfindung umfasst solches, das bei der Vliesherstellung unmittelbar anfällt, einschließlich
Nadelvliese. Bei Nadelvliesen handelt es sich im Allgemeinen um unverfestigtes Vliesmaterial,
das vernadelt worden ist.
[0029] Geeignete Vliesmaterialien umfassen insbesondere solche aus Chemiefasern, z.B. aus
natürlichen Polymeren wie Viskosefaservliesstoff, aus Chemiefasern aus synthetischen
Polymeren oder aus Chemiefasern aus mineralischen Stoffen. Geeignete Chemiefasern
aus synthetischen Polymeren umfassen neben Polyestervliesstoffen auch Polyolefinvliesstoffe
wie Polypropylen- und Polyethylenvliesstoffe, Polyamidvliesstoffe und Aramidfaservliesstoffe.
Geeignete Chemiefasern aus mineralischen Stoffen umfassen zum Beispiel Glasfaservliesstoffe
und Karbonfaservliesstoffe. Für das Vliesmaterial der Zwischenlage wird bevorzugt
auf Polyethylenterephthalatfasern zurückgegriffen, wobei diese regelmäßig nicht in
Form von Mikrofasern vorzuliegen haben. Gleichwohl kann auch für das Vliesmaterial
der Zwischenlage auf Polyestermikrofasern zurückgegriffen werden, beispielsweise Polyethylenterephthalatmikrofasern.
[0030] Für das Mikrofasermaterial der Reinigungslage kommt in einer besonders zweckmäßigen
Ausgestaltung eine Endlosfaser zum Einsatz, und zwar unabhängig davon, ob es sich
bei der fronseitigen Lage um eine gewebte, gestrickte oder gewirkte Lage aus Mikrofasermaterial
handelt. Besonders bevorzugt wird auch für das Nicht-Mikrofasermaterial der Reinigungsanlage
auf Endlosfasern zurückgegriffen. Die Reinigungslage stellt dabei in einer geeigneten
Ausführungsform ein aus Mikrofasermaterial und Nicht-Mikrofasermaterial gebildetes,
insbesondere rundgestricktes oder kettengewirktes, Frottiergewebe bzw. -gestrick dar.
Indem man die Reinigungslage als, insbesondere rundgestricktes oder kettengewirktes,
Frottiergewebe bzw. -gestrick ausbildet, wird auf der Frontseite eine Besatz- bzw.
Schlingenstruktur mit besonders ausgeprägter Reinigungswirkung erhalten. Besonders
bevorzugt wird das Frottiergewebe bwz. -gestrick mittels einer Rundstrickmaschine
erhalten. Geeignete Rundstrickmaschinen sind dem Fachmann bekannt. Bevorzugt wird
hierbei das Herstellverfahren derart eingestellt, dass man einen Schlingenbesatz mit
einer Schlingen- bzw. Besatzhöhe von nicht mehr als 4 mm und insbesondere von nicht
mehr als 3 mm erhält. Die nach diesem Prozedere erhaltene Ware wird auch als "Terry
cloth" bezeichnet. Auch bei nach anderen Verfahren hergestellten Reinigungslagen hat
sich die Einhaltung der vorrangehend genannten Besatzhöhe als vorteilhaft erwiesen.
[0031] Mikrofasermaterial der Reinigungslage verfügt bevorzugt über eine mittlere Feinheit
kleiner oder gleich 1 dtex, insbesondere im Bereich von 0,3 dtex bis 0,8 dtex. Das
Fasermaterial der Zwischenlage weist bevorzugt eine mittlere Feinheit im Bereich von
0,5 dtex bis 4 dtex, insbesondere im Bereich von 1 dtex bis 3 dtex und besonders bevorzugt
im Bereich von 1,5 dtex bis 2,5 dtex, auf. Die bei den erfindungsgemäßen Flachmopp
zum Einsatz kommenden Nicht-Mikrofasern verfügen regelmäßig über eine signifikant
größere Härte bzw. Steifigkeit als die Mikrofasern. Die Fasern des Nicht-Mikrofasermaterials
der Reinigungslage können eine mittlere Feinheit im Bereich oberhalb von 15 den, insbesondere
oberhalb von 20 den und bevorzugt oberhalb von 25 den und besonders bevorzugt im Bereich
von 25 den bis 50 den aufweisen. Die Einheit 1 den = 1 g/9000m. Und 10 dtex = 9 den.
[0032] Die Bestimmung der Feinheit bzw. der mittleren Feinheit erfolgt auf der Basis von
ISO 1144 und DIN 60905 Teil 1.
[0033] Die Reinigungslage der erfindungsgemäßen Flachmopps verfügt bevorzugt über ein Flächengewicht
von mindestens 150 g/m
2 oder im Bereich von 150 g/m
2 bis 400 g/m
2, vorzugsweise von mindestens 200 g/m
2 oder im Bereich von 200 g/m
2 bis 350 g/m
2, und besonders bevorzugt von mindestens 225 g/m
2 oder im Bereich von 225 g/m
2 bis 300 g/m
2. Ferner kann die mindestens eine Zwischenlage in einer geeigneten Ausführungsform
ein Flächengewicht im Bereich von 50 g/m
2 bis 200 g/m
2, vorzugsweise im Bereich von 75 g/m
2 bis 175 g/m
2 und besonders bevorzugt im Bereich von 90 g/m
2 bis 150 g/m
2 aufweisen, auch erste Zwischenlagenmaterial genannt. In einer weiteren geeigneten
Ausfuhrungsform kann die Zwischenlage über ein Flächengewicht von mindestens 150 g/m
2 oder im Bereich von 150 g/m
2 bis 400 g/m
2, vorzugsweise von mindestens 200 g/m
2 oder im Bereich von 200 g/m
2 bis 350 g/m
2, und besonders bevorzugt von mindestens 225 g/m
2 oder im Bereich von 225 g/m
2 bis 300 g/m
2, verfügen, auch zweites Zwischenlagenmaterial genannt. Bevorzugt kommen mit dem erfindungsgemäßen
Flachmopp zwei oder mehrere Zwischenlagen zum Einsatz, beispielsweise eine Lage aus
dem genannten ersten Zwischenlagenmaterial und zwei Zwischenlagen aus dem genannten
zweiten Zwischenlagenmaterial. Mit derartigen Zwischenlagen ermöglicht man eine sehr
ausgeprägte Flächenleistung des erfindungsgemäßen Flachmopps.
[0034] Die Deckblattlage basiert in einer zweckmäßigen Ausgestaltung auf einem Spinnvliesmaterial.
Es hat sich dabei für viele Anwendungen als hinreichend erwiesen, die Deckblattlage
einlagig auszugestalten. Spinnvliese sind dem Fachmann allseits bekannt. Sie werden
im Allgemeinen aus Fasern gewonnen, die aus durch Düsen hindurchtretende Polymerschmelzen
ersponnen und mittels kalter Luft und/oder mechanisch verstreckt werden. Diese Fasern
werden sodann in der Regel unmittelbar zu einem Spinnvlies ausgebildet bzw. bilden
nach Verfestigung diesen Spinnvliesstoff aus. Spinnvilesstoffe gehen im Allgemeinen
auf Endlosfasern zurück. Besonders geeignete Spinnvliese stellen verfestigte Spinnvliese
dar, beispielsweise wasserstrahlverfestigte Spinnvliese. Diese können zusätzlich auch
kalandriert worden sein.
[0035] Im Allgemeinen liegen die Reinigungslage und die Deckblattlage und gegebenenfalls
die Zwischenlage entlang ihrer umlaufenden Ränder miteinander verbunden, insbesondere
miteinander vernäht, vor. Hierdurch erhält man besonders flusensichere bzw. flusenfreie
erfindungsgemäße Flachmopps. Besonders bevorzugt werden die frontseitige Lage und
die rückseitige Lage sowie gegebenenfalls die Zwischenlage entlang ihrer umlaufenden
Ränder mittels Overlock-Nähverfahren miteinander verbunden. Mit einer Overlock-Nähmaschine
kann der Rand eines oder mehrerer Stoffe vernäht werden. Mit dem Overlock-Nähverfahren
können sehr saubere Kanten erhalten werden. Auch können mit dem Overlock-Verfahren
beidseitig über den Randverlauf gelegte Stoffe oder Netze mit dem zu vernähenden Lagenmaterial
verbunden werden. Es gelingt mit dem Overlockverfahren ein sehr zuverlässiger und
dichter Randabschluss, so dass sichergestellt werden kann, dass zwischen Reinigungslage
und Deckblattlage eingefasstes Zwischenlagenmaterial nicht nach außen gelangt.
[0036] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann das Vernähen der Ränder von Reinigungs-
und Deckblattlage sowie gegebenenfalls Zwischenlage(n), insbesondere mittels OverlockVerfahren,
dazu genutzt werden, einen farbigen Nähfaden zu verwenden, um auf diese Weise eine
Produktkennung bzw. Codierung zu erreichen.
[0037] Zweckmäßigerweise fügen die Reinigungslage und die Deckblattlage sowie gegebenenfalls
die Zwischenlage über eine im Wesentlichen identische Grundform, so dass sie, wenn
sie übereinander liegen, gegenseitig zur Deckung gelangen. In einer weiteren alternativen
Ausführungsvariante ist die Ausdehnung der Zwischenlage geringfügig kleiner als die
der frontseitigen Lage und der rückseitigen Lage, so dass beim Vernähen der drei Lagen
die Zwischenlage vollständig von den aufeinander anliegenden und miteinander vernähten
Randstreifen von frontseitiger und rückseitiger Lage eingeschlossen ist und bevorzugt
gleichwohl noch mit diesen verbunden, insbesondere vernäht ist.
[0038] Für viele Reinigungsanwendungen hat es sich als ausreichend bzw. besonders zweckmäßig
erwiesen, auf solche erfindungsgemäßen Flachmopp zurückzugreifen, bei denen die Reinigungslage
über eine mittlere Dicke von mindestens 0,5 mm oder im Bereich von 0,5 mm bis 5,0
mm, vorzugsweise von mindestens 1,0 mm oder im Bereich von 1,0 mm bis 4,5 mm, und
besonders bevorzugt von mindestens 1,5 mm oder im Bereich von 0,5 mm bis 5,0 mm, verfügt.
Kommt eine Zwischenlage zum Einsatz, liegt deren mittlere Dicke vorteilhafter Weise
im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich von 1,0 mm bis 8 mm und besonders
bevorzugt im Bereich von 2,0 bis 5 mm.
[0039] Die Reinigungslage und die Deckblattlage und, sofern vorhanden, auch die Zwischenlage
sind in einer zweckmäßigen Ausgestaltung neben der Verbindung entlang der überlappenden
Ränder auch zwischen insbesondere den längsseitigen Rändern miteinander verbunden,
vorzugsweise über eine oder eine Vielzahl an beabstandet voneinander verlaufenden
Nähten Zur Lösung der der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegenden Aufgabe hat es
sich als zweckmäßig erwiesen, dass auf der Reinigungsseite der Reinigungsanlage mindestens
zwei, insbesondere mindestens drei oder vier, erste und zweite streifenförmige Areale
vorliegen, die alternierend aufeinander folgen. Besonders bevorzugt liegen bei den
alternierend aufeinander folgenden streifenförmigen Arealen (n + 1) erste streifenförmige
Areale und n zweite streifenförmige Areale vor, wobei n eine ganze Zahl größer oder
gleich 2 ist. Insbesondere ist n gleich 2, 3, 4 oder 5. In einer ebenfalls bevorzugten
Ausführungsform ist vorgesehen, dass mindestens ein zweites streifenförmiges Areal,
insbesondere mindestens zwei oder sämtliche zweite streifenförmige Areale, in der
alternierenden Abfolge von ersten und zweiten streifenförmigen Arealen jeweils beidseitig
von einem ersten streifenförmigen Areal eingefasst ist bzw. beidseitig benachbart
ist bzw. begrenzt wird durch ein erstes streifenförmiges Areal. Auf diese Weise kann
sowohl eine umfassende und gleichmäßige Benetzung der zu reinigenden Oberfläche mit
Reinigungsflüssigkeit wie auch eine hohe Reinigungsleistung einschließlich zuverlässiger
Aufnahme der von der Oberfläche gelösten Schmutzpartikel erzielt werden.
[0040] Die erfindungsgemäßen Flachmopps können für die Reinigung von Reinräumen oder von
sterilen Reinräumen verwendet werden. Hierbei kommt grundsätzlich auch der mehrfache
Einsatz in Frage. Hierbei kann in einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass
der Flachmopp in einem ersten, unbenutzten Zustand für die Reinigung von Reinräumen
und anschließend in einem gewaschenen und/oder dekontaminierten, zweiten Zustand für
die Reinigung von Räumen, die nicht Reinräume sind, eingesetzt wird. In letzterem
Fall könnte man dann auch von einem sogenannten Mehrwegflachmopp sprechen. In Bezug
auf die Reinraumreinigung wird der erfindungsgemäße Flachmopp bevorzugt als Einwegflachmopp
eingesetzt. Unter Reinraum soll im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Raum verstanden
werden, in welchem die Anzahl und Größe der Partikel in der Umgebungsluft kontrolliert
wird. Reinräume werden nach DIN EN ISO 14644-1 in neun Klassen (ISO 1-9) eingestuft,
wobei jede Klasse spezifische Grenzwerte für Partikelgröße und -anzahl vorsieht. Beispielsweise
dürfte ein Flachmopp, der für einen Reinraum der ISO-Klasse 1 geeignet sein soll,
praktisch keine Partikel größer oder gleich 100 nm abgeben.
[0041] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch eine
Reinigungsvorrichtung, umfassend ein Betätigungselement, insbesondere einen Stiel,
und, verbunden oder verbindbar mit dem Betätigungselement, einen Flachmopphaltern
sowie einen erfindungsgemäßen Flachmopp.
[0042] Der vorliegenden Erfindung lag die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass sich mittels
erfindungsgemäßer mehrlägiger Flachmopps kostengünstige Reinigungssysteme erhalten
lassen, die für die Reinraumreinigung gut geeignet sind. Mit der Erfindung wird ein
ökonomisch und ökologisch vorteilhafter Zugang zu Flachmopps ermöglicht, die insbesondere
als Einwegflachmopps für die Reinraumreinigung verwendet werden können. Die erfindungsgemäßen
Flachmopps stehen bei der Reinraumreinigung qualitativ auf mindestens gleicher Höhe
wie herkömmliche Mehrwegflachmoppsysteme für die Reinraumreinigung. Ein besonderer
Vorteil, der mit der Verwendung der erfindungsgemäßen Flachmopps einhergeht, ist der
Umstand, dass eine sehr hohe Reinigungsleistung erzielt wird. Insbesondere können
auch fest an der zu reinigenden Oberfläche anhaftende Rückstände mit dem erfindungsgemäßen
Flachmopp nicht nur entfernt, sondern auch sogleich von den Mikrofasern aufgenommen
werden. Beispielsweise gelingt es mit dem erfindungsgemäßen Flachmopp ohne weiteres,
auf der Oberfläche verbliebene angetrocknete Reinigungsmittelrückstände wieder zu
entfernen. Ohne an eine Theorie gebunden zu sein, wird vermutet, dass die Kombination
aus alternierend vorliegenden streifenförmigen Arealen aus Mikrofasermaterial und
aus Nicht-Mikrofasermaterial für die ausgeprägte Schmutzbeseitigung gepaart mit einer
sehr guten Schmutzpartikelaufhahme und einem sehr guten Schmutzpartikelrückhaltevermögen
zu der vorteilhaften Wirkung des erfindungsgemäßen Flachmopps beitragen. Mit den erfindungsgemäßen
Flachmopps können z.B. Partikel im Mikrometerbereich sehr effizient aufgenommen und
gehalten werden. Vom Nutzer wird darüber hinaus als besonders positiv die leichtgängige
Führung des erfindungsgemäßen Flachmopps empfunden. Das sonst bei Flachmopps mit einer
durchgängigen Reinigungslage aus Mikrofasermaterial beobachtete "Festsaugen" an der
zu reinigenden Oberfläche wird nicht mehr beobachtet. Ferner kann mit dem erfindungsgemäßen
Flachmopp eine geringere Belastung mit bakteriellen Kulturen durch einen beschleunigten
Trocknungsvorgang erreicht werden.
[0043] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer schematischen Zeichnung beispielhaft
erläutert werden, ohne dadurch die Erfindung zu beschränken. Dabei zeigt:
- Figur 1
- die Draufsicht auf die schematische Darstellung der Reinigungslage eines erfindungsgemäßen
Flachmopps von der Frontseite und
- Figur 2
- die Draufsicht auf die schematische Darstellung der Deckblattlage des erfindungsgemäßen
Flachmopps.
[0044] Figur 1 entnimmt man die Darstellung eines erfindungsgemäßen Flachmopps 1 von der
Frontseite, das heißt abgebildet ist die frontseitige Ansicht der Reinigungslage 2,
wie sie für die Reinigung von Oberflächen eingesetzt wird. Die Reinigungslage 2 liegt
in der dargestellten Ausführungsform in einer rechteckigen Grundform vor mit den ersten
und zweiten Rändern 4 bzw. 6, welche die Schmalseiten der rechteckigen Grundform bilden.
Die Reinigungslage 2 verfügt frontseitig über alternierend aufeinander folgende erste
und zweite streifenförmige Areale 8 bzw. 10. Diese ersten und zweiten streifenförmigen
Areale 8, 10 liegen in der dargestellten Ausführungsform als Längsstreifen vor und
erstrecken sich vom ersten Rand 4 bis zum gegenüberliegenden zweiten Rand 6. Sie verlaufen
im Wesentlichen parallel zueinander sowie parallel zu den sich gegenüberliegenden
Rändern 12, 14 der Längsseiten der rechteckigen Grundform des erfindungsgemäßen Flachmopps
1. Bei der in Figur 1 wiedergegebenen bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Flachmopps 1 grenzen an die Ränder 12 und 14 der Längsseiten der rechteckigen Grundform
jeweils erste streifenförmige Areale 8 an. Demgemäß verfügt der abgebildete erfindungsgemäße
Flachmopp frontseitig über fünf erste streifenförmige Areale 8 und vier zweite streifenförmige
Areale 10. Bei den ersten streifenförmigen Arealen 8 kommt Mikrofasermaterial zum
Einsatz, beispielsweise kettengewirktes oder rundgestricktes Frottiergewebe bzw. -gestrick
aus Mikrofasermaterial, während für die zweiten streifenförmigen Areale 10 überwiegend
oder ausschließlich auf Nicht-Mikrofasermaterial, vorzugsweise auch in Form von kettengewirktem
oder rundgestricktem Frottiergewebe bzw. -gestrick zurückgegriffen wird. Die ersten
und zweiten streifenförmigen Areale 8, 10 sind hierbei vorzugsweise integraler Bestandteil
eines einheitlichen Gestricks, Gewebes oder Gewirkes, vorzugsweise Bestandteil eines
einheitlichen, mittels Rundstrickverfahren erhaltenen Frottiergewebes bzw. -gestricks.
Entlang der Ränder 4, 6, 12 und 14 ist die Reinigungslage 2 mit den weiteren Lagen
(Deckblattlage und Zwischenlage, nicht abgebildet) in der dargestellten bevorzugten
Ausgestaltung mittels Overlock-Verfahrens vernäht. Über die Farbe des Nähfadens 16
kann für den Nutzer zum Beispiel kenntlich gemacht werden, für welche konkreten Reinigungszwecke
der Flachmopp geeignet ist. Indem entlang beider Längsseiten 12 und 14 jeweils ein
erstes streifenförmiges Areal 8 aus oder enthaltend Mikrofasermaterial vorliegt, kann
sichergestellt werden, dass die zu reinigende Fläche zunächst hinreichend und gleichmäßig
mit Feuchtigkeit benetzt wird, bevor über die härteren Fasern der zweiten streifenförmige
Areale 10 insbesondere hartnäckige Schmutzpartikel von der zu reinigenden Fläche abgelöst
werden. Diese können sodann unmittelbar von dem nachfolgenden weiteren ersten streifenförmigen
Areal 8 aufgenommen werden. Hierdurch wird eine besonders effiziente Reinigung von
insbesondere Reinraumoberflächen gewährleistet.
[0045] Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Flachmopp 1 von der Seite der Deckblattlage 32.
Die Eingreiftaschen 20 und 22 an den Schmalseiten des Flachmopps 1 sind durch einfaches
Umschlagen bzw. Umklappen des an den Rändern mtieinander vernähten Lagensystems aus
Reinigungslage, Zwischenlage und Deckblattlage gebildet worden. Im Bereich dieser
Eingreiftaschen für einen Mopphalter sind die Deckblattlagen einander zugewandt und
bilden die Eingreiföffnungen 24 bzw. 26 aus. Indem diese Eingreiftaschen durch Umklappen
erhalten werden, werden im Bereich dieser Eingreiftaschen 20 und 22 die ersten streifenförmigen
Areale 8 in Form der Streifen 30 und die zweiten streifenförmigen Areale 10 als Streifen
28 fortgeführt. Die Eingreiftaschen werden bei der dargestellten Variante dadurch
erhalten, dass man die aufeinander zu Anlage kommenden Randabschnitte der Längsseiten
12 und 14 miteinander vernäht. Wie durch Bezugszeichen 18 angedeutet, können auch
die Deckblattlage 32 sowie die Reinigungslage und gegebenenfalls die Zwischenlage
(nicht abgebildet) über beabstandet voneinander vorliegende Nähte miteinander verbunden
sein. Diese erstrecken sich bevorzugt vom ersten Rand 4 bis zum zweiten Rand 6 bzw.,
falls die Endbereiche zur Ausbildung von Eingreiftaschen eingeklappt werden, auch
in diesen eingeklappten Bereichen.
[0046] Die in der vorstehenden Beschreibung, Ansprüchen und Zeichnungen offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln aus auch in jeder beliebigen Kombination für die
Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Flachmopp, insbesondere Einwegflachmopp, mit
einer Deckblattlage und
einer gegenüberliegenden Reinigungslage, welche einen ersten Rand und einen gegenüberliegenden
zweiten Rand aufweist,
wobei die Reinigungslage eine gewebte, gestrickte oder gewirkte Lage, mit einer Front-
und einer Rückseite, aufweist oder darstellt und
wobei die Deckblattlage ein verfestigtes Vliesmaterial, insbesondere umfassend oder
bestehend aus Polyesterfasern, aufweist oder darstellt,
wobei die Frontseite und gegebenenfalls die Rückseite der Reinigungslage alternierende,
insbesondere im Wesentlichen parallel verlaufende, erste und zweite streifenförmige
Areale aufweisen, die sich von oder beabstandet von dem ersten Rand in Richtung des
zweiten Randes oder bis zum zweiten Rand erstrecken,
wobei die ersten Areale der Reinigungslage frontseitig und insbesondere auch rückseitig
überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder
gewirktes Mikrofasermaterial enthalten oder hieraus bestehen und wobei die zweiten
Areale der Reinigungslage frontseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich,
gewebtes, gestricktes oder gewirktes Fasermaterial, das nicht Mikrofasermaterial ist
(Nicht-Mikrofasermaterial) enthalten oder hieraus bestehen.
2. Flachmopp nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fasern des Nicht-Mikrofasematerials über eine größere Steifigkeit verfügen als
die Fasern des Mikrofasermaterials und/oder dass die Fasern des Nicht-Mikrofasermaterials
der Reinigungslage eine mittlere Feinheit im Bereich oberhalb von 15 den, insbesondere
oberhalb von 20 den und bevorzugt oberhalb von 25 den und besonders bevorzugt im Bereich
von 25 den bis 50 den aufweisen.
3. Flachmopp nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fasern des Mikrofasermaterials ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polyamidmikrofasern,
Polyolefinmikrofasern, insbesondere Polypropylenmikrofasern, Polyestermikrofasern,
insbesondere Polyethylenterephthalatmikrofasern, und gespaltenen konjugierten Mikrofasern,
insbesondere Polyamid/Polyester-Mikrofasern, oder deren beliebiger Mischung und/oder
dass die Fasern des Nicht-Mikrofasermaterials Polyesterfasern, insbesondere Polyethylenterephthalatfasern,
umfassen oder darstellen.
4. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungslage oder der Flachmopp eine rechteckige Grundform aufweisen mit dem
ersten und dem gegenüberliegenden zweiten Rand als Schmalseiten, wobei die ersten
und/oder zweiten streifenförmigen Areale sich im Wesentlichen rechtwinklig zum ersten
und/oder zweiten Rand erstrecken.
5. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
mindestens eine, insbesondere zwei, an der Deckblattlage vorliegende oder angebrachte
Eingreiftaschen für einen Flachmopphalter, wobei die Eingreiftasche bzw. die Eingreiftaschen
insbesondere durch Umklappen eines oder mehrerer Randabschnitte des Flachmopps gebildet sind, so dass
im Bereich der Eingreiftasche bzw. Eingreiftaschen das Material der Deckblattlage
einander zugewandt ist und/oder aufeinander zur Anlage gelangt und/oder wobei die
aufeinander umgeklappten Randabschnitte entlang ihrer umlaufenden Ränder unter Ausbildung
der Eingreiftasche miteinander verbunden, insbesondere vernäht, vorliegen.
6. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
mindestens eine mittlere, zwischen Reinigungslage und Deckblattlage angeordnete Zwischenlage
aus einem unverfestigten Vliesmaterial oder aus einem Schaummaterial, wobei die mindestens
eine Zwischenlage vorzugsweise ein Nadelvlies darstellt und/oder wobei die Fasern
der mindestens einen Zwischenlage vorzugsweise Stapelfasern, insbesondere mit einer
mittleren Länge im Bereich von 20 mm bis 80 mm, vorzugsweise im Bereich von 30 mm
bis 70 mm und besonders bevorzugt im Bereich von 40 mm bis 60 mm, darstellen.
7. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mikrofasermaterial der Reinigungslage mindestens eine Endlosfaser umfasst oder
aus mindestens einer Endlosfaser gebildet ist und/oder dass die Reinigungslage ein,
insbesondere rundgestricktes oder kettengewirktes, Frottiergewebe umfasst oder hieraus
gebildet ist.
8. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fasern des Mikrofasermaterials der Reinigungslage eine mittlere Feinheit kleiner
oder gleich 1 dtex, insbesondere im Bereich von 0,3 dtex bis 0,8 dtex, aufweisen und/oder
dass das Fasermaterial der Zwischenlage eine mittlere Feinheit im Bereich von 0,5
dtex bis 4 dtex, insbesondere im Bereich von 1 dtex bis 3 dtex und besonders bevorzugt
im Bereich von 1,5 dtex bis 2,5 dtex, aufweist.
9. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungslage über ein Flächengewicht von mindestens 150 g/m2 oder im Bereich von 150 g/m2 bis 400 g/m2, vorzugsweise von mindestens 200 g/m2 oder im Bereich von 200 g/m2 bis 350 g/m2, und besonders bevorzugt von mindestens 225 g/m2 oder im Bereich von 225 g/m2 bis 300 g/m2, verfügt und/oder dass die mindestens eine Zwischenlage über ein Flächengewicht von
mindestens 150 g/m2 oder im Bereich von 150 g/m2 bis 400 g/m2, vorzugsweise von mindestens 200 g/m2 oder im Bereich von 200 g/m2 bis 350 g/m2, und besonders bevorzugt von mindestens 225 g/m2 oder im Bereich von 225 g/m2 bis 300 g/m2, verfügt und/oder das mindestens eine Zwischenlage über ein Flächengewicht im Bereich
von 50 g/m2 bis 200 g/m2, vorzugsweise im Bereich von 75 g/m2 bis 175 g/m2 und besonders bevorzugt im Bereich von 90 g/m2 bis 150 g/m2 verfügt und/oder dass die Deckblattlage über ein Flächengewicht im Bereich von 30
g/m2 bis 175 g/m2, vorzugsweise im Bereich von 50 g/m2 bis 125 g/m2 und besonders bevorzugt im Bereich von 60 g/m2 bis 100 g/m2 verfügt und/oder dass die Reinigungslage über eine mittlere Dicke von mindestens
0,5 mm oder im Bereich von 0,5 mm bis 5,0 mm, vorzugsweise von mindestens 1,0 mm oder
im Bereich von 1,0 mm bis 4,5 mm, und besonders bevorzugt von mindestens 1,5 mm oder
im Bereich von 0,5 mm bis 5,0 mm, und/oder dass die Zwischenlage über eine mittlere
Dicke im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich von 1,0 mm bis 8 mm
und besonders bevorzugt im Bereich von 2,0 bis 5 mm, verfügt.
10. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Frontseite der Reinigungslage alternierende, insbesondere im Wesentlichen parallel
verlaufende, erste und zweite streifenförmige Areale aufweist, die sich von oder beabstandet
von dem ersten Rand in Richtung des zweiten Randes oder bis zum zweiten Rand erstrecken,
wobei die ersten Areale der Reinigungslage frontseitig und rückseitig überwiegend,
insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes
Mikrofasermaterial enthalten oder hieraus bestehen und wobei die zweiten Areale der
Reinigungslage frontseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich,
gewebtes, gestricktes oder gewirktes Nicht-Mikrofasermaterial enthalten oder hieraus
bestehen und wobei die zweiten Areale rückseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen
ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial enthalten
oder hieraus bestehen.
11. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungslage und die Deckblattlage und gegebenenfalls die Zwischenlage entlang
ihrer umlaufenden Ränder miteinander verbunden, insbesondere miteinander vernäht,
vorliegen, insbesondere mit dem Overlock-Verfahren vernäht.
12. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens je zwei, insbesondere mindestens je drei oder vier, erste und zweite streifenförmige
Areale vorliegen, die alternierend aufeinander folgen und/oder dass (n + 1) erste
und n zweite streifenförmige Areale vorliegen, die alternierend aufeinander folgen,
wobei n eine ganze Zahl größer oder gleich 2 ist, und/oder dass mindestens ein zweites
streifenförmiges Areal, insbesondere mindestens zwei oder sämtliche zweite streifenförmige
Areale, in der alternierenden Abfolge von ersten und zweiten streifenförmigen Arealen
jeweils beidseitig zu einem ersten streifenförmigen Areal benachbart ist.
13. Flachmopp nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Areale der Reinigungslage frontseitig und rückseitig überwiegend, insbesondere
im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial
enthalten oder hieraus bestehen und dass die zweiten Areale der Reinigungslage frontseitig
überwiegend, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder
gewirktes Nicht-Mikrofasermaterial und rückseitig überwiegend, insbesondere im Wesentlichen
ausschließlich, gewebtes, gestricktes oder gewirktes Mikrofasermaterial enthalten
oder hieraus bestehen.
14. Reinigungsvorrichtung, umfassend ein Betätigungselement, insbesondere Stiel, und,
verbunden oder verbindbar mit dem Betätigungselement, einen Flachmopphaltern sowie
einen Flachmopp nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13.
15. Verwendung des Flachmopps gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 oder der
Reinigungsvorrichtung gemäß Anspruch 14 für die Reinigung von Reinräumen oder von
sterilen Reinräumen.