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(11) |
EP 3 088 315 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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02.11.2022 Patentblatt 2022/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2018 Patentblatt 2018/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.04.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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TIEFZIEHVERPACKUNGSMASCHINE MIT STREIFENSTANZE
DEEP DRAW PACKAGING MACHINE WITH STRIP PUNCHER
MACHINE D'EMBALLAGE PAR EMBOUTISSAGE ÉQUIPÉE D'UNE THERMOFOREUSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.2016 Patentblatt 2016/44 |
| (73) |
Patentinhaber: MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG |
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87787 Wolfertschwenden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- EHRMANN, Elmar
87730 Bad Grönenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte
PartG mbB |
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Leopoldstraße 4 80802 München 80802 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 361 157 DE-A1- 10 351 567 DE-A1-102012 204 502
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WO-A1-2013/102682 DE-A1-102006 045 477
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Tiefziehverpackungsmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] In Tiefziehverpackungsmaschinen wird üblicherweise in einer Formstation ein Behälter
bzw.eine Mulde in eine Unterfolie geformt, darin ein Produkt eingelegt und die Mulde
in einer Siegelstation mit einer Oberfolie unter Vakuum und/oder modifizierter Atmosphäre
luftdicht versiegelt. Die so hergestellten Packungen hängen als Verbund über die Unterfolie
zusammen und werden durch beidseitig angebrachte Klammerketten durch die Tiefziehverpackungsmaschine
transportiert. Zum Vereinzeln der Verpackungen aus dem Verbund der Unter- und der
Oberfolie kann eine Kombination einer Querschneidestation und einer nachfolgenden
Längsschneidestation vorgesehen sein. In der Querschneidestation wird der Verbund
der Unter- und der Oberfolie quer zur Transportrichtung geschnitten oder es werden,
falls Radien an den Rändern der Verpackungen notwendig sind, Streifenschnitte ausgestanzt.
[0003] Da normalerweise der Platz für eine Einrichtung zum Sammeln innerhalb des Maschinengestells
oder zum Heraustransportieren aus dem Maschinengestell nicht ausreichend vorhanden
ist, stanzt das Stanzmesser üblicherweise von unten kommend die Streifenschnitte nach
oben aus der Folie heraus. Diese werden in einem Aufnahmebehälter nach jedem Schnitt
weiter nach oben geschoben und können dann gesammelt entnommen werden. Bei Hochleistungsmaschinen
sind die Aufnahmebehälter sehr hoch, um sie nicht laufend leeren zu müssen. Dabei
werden die Streifenschnitte über einen Absatz geschoben, der sich oberhalb einer Folientransportebene
befindet, und auf dem der zuletzt geschnittene Streifenschnitt teilweise mit seinem
Rand aufliegt. So wird verhindert, dass die darüber gestapelten Streifenschnitte nach
unten in die Querschneidestation bzw. auf die zu schneidenden Verpackungen fallen.
In letzterem Fall würde es auch zu Störungen in der Tiefziehverpackungsmaschine und
Stillstandszeiten kommen.
[0004] Vor allem bei dünneren bzw. nicht biegesteifen Streifenschnitten ist das Risiko groß,
dass das Gewicht der gestapelten Streifenschnitte nicht durch den untersten aufliegenden
Streifenschnitt gehalten werden kann.
[0005] Aus der
DE 10 2012 204 502 A1 geht eine Stanzeinrichtung zum Abtrennen von streifenförmigen Randbereichen aus einer
Verpackungsbahn hervor. Bei dieser Stanzeinrichtung sind in Transportrichtung der
Verpackungsbahn hintereinander zwei verschiedene Stanzeinheiten angeordnet, die ihrerseits
jeweils ein Oberteil und ein Unterteil aufweisen. Details zu den Antrieben dieser
Stanzeinheiten offenbart dieses Dokument nicht.
[0006] Die
WO 2012/102682 A1 offenbart eine Verpackungsmaschine mit einer Schneidstation, bei der zumindest ein
Antrieb für ein Schneidmittel oder ein Gegenmittel der Schneidstation oberhalb der
auszustanzenden Folienbahn angeordnet ist.
[0007] Die
EP 2 447 171 A1 offenbart eine Lösung für eine sichere Entsorgung von Schneidabfall, der nach oben,
nämlich oberhalb der Folienebene, abgeführt wird.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Tiefziehverpackungsmaschine mit einer
verbesserten Streifenstanze bereit zu stellen.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Tiefziehverpackungsmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Tiefziehverpackungsmaschine umfasst eine Folienstanze mit einem
gemeinsamen Hubantrieb für eine Matrize und einen Stempel, wobei die Matrize und der
Stempel vom gemeinsamen Hubantrieb orthogonal zu einer Folientransportebene zueinander
bewegbar sind. Eine erste Hubmechanik überträgt die Antriebsbewegung des Hubantriebs
auf den Stempel, während eine zweite Hubmechanik die Antriebsbewegung des Hubantriebs
auf eine Bewegung der Matrize überträgt. Die dabei von dem Stempel und der Matrize
ausgeführten Hubbewegungen sind vorzugsweise stets gegenläufig zueinander. Die erfindungsgemäße
Tiefziehverpackungsmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass der Hubantrieb oberhalb
der Folientransportebene angeordnet ist. Somit können ausgetrennte Folienstreifen
direkt in einen Behälter oder auf ein Abfuhrband fallen, ohne dass es dabei zu Verschmutzung
oder negativer Beeinträchtigung des Hubantriebs kommt.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausführung umfasst der Hubantrieb einen Elektromotor,
vorzugsweise einen Servomotor, beispielsweise zusätzlich mit einer Bremse. Bei einem
herkömmlichen Hubantrieb mit Pneumatikzylinder ist eine Folienstanze im Ruhezustand
in einer offenen Stellung und im Falle eines abfallenden Druckes in den Versorgungsleitungen
des Pneumatikzylinders besteht die Gefahr von Verletzungen für den Bediener durch
eine unerwartete Bewegung eines oberen Werkzeugs der Folienstanze nach unten. Ein
Elektromotor hingegen kann eine selbsthemmende Hubspindel antreiben oder eine Bremse
aufweisen, so dass in der Ruhestellung der Folienstanze keine Gefahr für das Bedien-
oder Wartungspersonal ausgeht. Um die Funktion der Bremse zu überwachen oder zu testen,
kann die Steuerung der Tiefziehverpackungsmasche den Elektromotor mit einem definierten
Drehmoment bei geschlossener Bremse betreiben und prüfen, ob eine nicht zulässige
Bewegung stattfindet.
[0012] Zweckmäßig ist es, wenn sich die erste Hubmechanik vollständig oberhalb der Folientransportebene
befindet, weil die Folienstanze auf diese Weise besonders einfach wird. Die zweite
Hubmechanik hingegen kann über Führungsstangen verfügen, die sich seitlich außerhalb
der in der Folienstanze transportierten Folie befinden und mittels derer eine Antriebsbewegung
des Hubantriebs auf die unterhalb der Folientransportebene befindliche Matrize übertragbar
ist.
[0013] Die Folienstanze kann einen Rahmen aufweisen, der stationär an einem Maschinengestell
der Tiefziehverpackungsmaschine angeordnet ist. Als Komponente der zweiten Hubmechanik
kann eine Lagerplatte vorhanden sein, die sich im Betrieb der Folienstanze relativ
gegenüber dem Rahmen der Folienstanze auf und ab bewegt und an deren Bewegung die
Hubbewegung der unterhalb der Folienebene befindlichen Matrize gekoppelt ist. In einer
ersten Variante ist der Hubantrieb starr am Rahmen befestigt, sodass sich die Lagerplatte
relativ zum Rahmen bewegt. In einer zweiten Ausführungsvariante hingegen ist der Motor
an der Lagerplatte befestigt, sodass er sich beim Betrieb der Folienstanze gemeinsam
mit der Lagerplatte relativ zum Rahmen der Folienstanze alternierend nach oben und
unten bewegt.
[0014] Der Stempel umfasst bevorzugt ein Stanzmesser.
[0015] Die Matrize weist vorzugsweise eine Aussparung auf, in die das Stanzmesser eintauchen
kann.
[0016] Die Aussparung ist bevorzugt mittels Drahterodieren und/oder mittels Schleifen hergestellt.
[0017] Vorzugsweise sind der Stempel und das Stanzmesser jeweils mehrteilig ausgeführt,
so dass größere Abmessungen von Stempel und Stanzmesser ermöglicht werden und eine
Einstellmöglichkeit der einzelnen Teile zueinander ermöglicht ist.
[0018] Die Matrize weist bevorzugt mehrere Mulden auf, um nicht mit den Behältern der Unterfolie
zu kollidieren, da die Matrize Stege zur Stabilisierung ausgerichtet in Arbeitsrichtung
der Tiefziehverpackungsmaschine aufweist.
[0019] Dabei weisen die Mulden vorzugsweise in Vertikalrichtung eine Höhe von bis zu 60
mm und/oder in Horizontalrichtung eine Tiefe von 30 mm bis 40 mm auf, um auch für
die Bearbeitung von Behältern mit großem Tiefzug geeignet zu sein.
[0020] Die Folienstanze ist bevorzugt dazu konfiguriert, mittels des Stempels und der Matrize
einen Folienstreifen aus einem Folienverbund auszutrennen und nach unten durch die
Matrize hindurch zu fördern, um keine Ansammlung von Folienstreifen nach oben anzuheben
und beispielsweise in Behältern ansammeln bzw. stapeln zu müssen.
[0021] Vorzugsweise sind der Stempel für den Stanzvorgang vertikal nach unten und die Matrize
vertikal nach oben bewegbar ausgeführt.
[0022] Die Folienstanze ist bevorzugt dazu konfiguriert, die Bewegung des Stempels und der
Matrize weitestgehend zeitgleich auszuführen, um die Zykluszeit der Folienstanze minimal
zu halten und um die Konstruktion mit nur einem Elektromotor zu vereinfachen.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführung ist ein Behälter unterhalb der Matrize bzw. der
Folienstanze vorgesehen, um die Folienstreifen aufzunehmen. Dabei kann der Behälter
eine Füllstandsüberwachung aufweisen, die beispielsweise mit der Steuerung der Tiefziehverpackungsmaschine
verbunden ist, um dem Bediener die Information über einen fälligen oder auch demnächst
anstehenden Wechsel bzw. Leerung des Behälters anzuzeigen.
[0024] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Tiefziehverpackungsmaschine,
- Figur 2
- eine schematische Ansicht in Arbeitsrichtung einer Querschneidestation,
- Figur 3
- eine schematische Ansicht eines Stempels und einer Matrize und
- Figur 4
- eine Schnittansicht der Matrize.
[0025] Einander entsprechende Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichem Bezugszeichen
versehen.
[0026] Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine
in Form einer Tiefziehverpackungsmaschine 1. Die Tiefziehverpackungsmaschine 1 weist
eine Formstation 2, eine Siegelstation 3, eine Querschneidestation 4 und eine Längsschneidestation
5 auf, die in dieser Reihenfolge in einer Arbeitsrichtung R an einem Maschinengestell
6 angeordnet sind. Eingangsseitig befindet sich an dem Maschinengestell 6 eine Zufuhrrolle
7, von der eine Unterfolie 8 abgezogen wird. Im Bereich der Siegelstation 3 ist ein
Materialspeicher 9 vorgesehen, von dem eine Oberfolie 10 abgezogen wird. Ausgangsseitig
ist an der Verpackungsmaschine eine Abfuhreinrichtung 13 in Form eines Transportbandes
vorgesehen, mit der fertige, vereinzelte Verpackungen 21 abtransportiert werden. Ferner
weist die Verpackungsmaschine 1 eine nicht dargestellte Vorschubeinrichtung auf, die
die Unterfolie 8 ergreift und in einem Hauptarbeitstakt taktweise in der Arbeitsrichtung
R weitertransportiert. Die Vorschubeinrichtung kann zum Beispiel durch seitlich angeordnete
Transportketten realisiert sein und die Unterfolie 8 transportieren.
[0027] In der dargestellten Ausführungsform ist die Formstation 2 als eine Tiefziehstation
ausgebildet, in der in der Unterfolie 8 durch Tiefziehen Behälter 14 geformt werden.
Dabei kann die Formstation 2 derart ausgebildet sein, dass in der Richtung senkrecht
zur Arbeitsrichtung R mehrere Behälter 14 nebeneinander gebildet werden. In Arbeitsrichtung
R hinter der Formstation 2 ist eine Einlegestrecke 15 vorgesehen, in der die in der
Unterfolie 8 geformten Behälter 14 mit Produkten 16 befüllt werden.
[0028] Die Siegelstation 3 verfügt über eine verschließbare Kammer 17, in der die Atmosphäre
in dem Behälter 14 vor dem Versiegeln zum Beispiel durch Gasspülen mit einem Austauschgas
oder mit einem Austausch-Gasgemisch ersetzt werden kann.
[0029] Die Querschneidestation 4 ist als Folienstanze bzw. konkret als Streifenstanze ausgebildet,
die die Unterfolie 8 und die Oberfolie 10 in einer Richtung quer zur Arbeitsrichtung
R zwischen benachbarten Behältern 14 durchtrennt. Dabei arbeitet die Querschneidestation
4 derart, dass die Unterfolie 8 nicht über die gesamte Breite aufgetrennt wird, sondern
zumindest in einem Randbereich und zwischen zwei benachbarten Behältern 14 nicht durchtrennt
wird. Dies ermöglicht einen kontrollierten Weitertransport der Behälter 14 durch die
Vorschubeinrichtung.
[0030] Die Längsschneidestation 5 ist in der dargestellten Ausführungsform als eine Messeranordnung
ausgebildet, mit der die Unterfolie 8 und die Oberfolie 10 zwischen benachbarten Behältern
14 und am seitlichen Rand der Unterfolie 8 durchtrennt werden, so dass hinter der
Längsschneidestation 5 vereinzelte Verpackungen 21 vorliegen. Unter der Querschneideeinrichtung
4 ist ein fahrbarer Behälter 33 zur Aufnahme von Stanzabfällen vorgesehen.
[0031] Die Verpackungsmaschine 1 verfügt ferner über eine Steuerung 18. Sie hat die Aufgabe,
die in der Verpackungsmaschine 1 ablaufenden Prozesse zu steuern und zu überwachen.
Eine Anzeigevorrichtung 19 mit Bedienelementen 20 dient zum Visualisieren bzw. Beeinflussen
der Prozessabläufe in der Tiefziehverpackungsmaschine 1 für bzw. durch einen Bediener.
[0032] Die generelle Arbeitsweise der Verpackungsmaschine 1 wird im Folgenden kurz dargestellt.
[0033] Die Unterfolie 8 wird von der Zufuhrrolle 7 abgezogen und durch die Vorschubeinrichtung
in die Formstation 2 transportiert. In der Formstation 2 werden durch Tiefziehen Behälter
14 in die Unterfolie 8 gebildet. Die Behälter 14 werden zusammen mit dem umgebenden
Bereich der Unterfolie 8 in einem Hauptarbeitstakt zu der Einlegestrecke 15 weitertransportiert,
in der sie mit Produkt 16 befüllt werden.
[0034] Anschließend werden die befüllten Behälter 14 zusammen mit dem sie umgebenden Bereich
der Unterfolie 8 in dem Hauptarbeitstakt durch die Vorschubeinrichtung in die Siegelstation
3 weitertransportiert. Die Oberfolie 10 wird nach einem Ansiegelvorgang an die Unterfolie
8 mit der Vorschubbewegung der Unterfolie 8 weitertransportiert. Dabei wird die Oberfolie
10 von dem Materialspeicher 9 abgezogen. Durch das Ansiegeln der Oberfolie 10 an die
Behälter 14 entstehen verschlossene Verpackungen 21.
[0035] Figur 2 zeigt die Querschneidestation 4 in Form einer Folienstanze, die mittels eines
elektromotorischen Hubantriebs 22, vorzugsweise eines Servoantriebs oder Servomotors,
einen Stempel 23 nach unten gegen die Unterfolie 8 und die Oberfolie 10, die gemeinsam
einen Folienverbund darstellen, bewegt und dabei einen Folienstreifen 32 aus dem Folienverbund
der Unterfolie 8 und Oberfolie 10 heraustrennt, Dabei wirkt der Stempel 23 mit einer
Matrize 24 zusammen, die gleichzeitig mittels des Hubantriebs 22 gegenläufig zum Stempel
23 von unten gegen die Unterfolie 8 und die Oberfolie 10 bewegt wird. Der Hubantrieb
22 ist dazu konfiguriert, über eine erste Hubmechanik 25a, die hier in Form einer
gebogenen Schubstange 26 realisiert ist, eine Platte 27 mit dem darauf angebrachten
Stempel 23 nach unten zu bewegen. Der Motor 22 ist dabei an einer Lagerplatte 28 gelagert.
Gleichzeitig bewirkt der Motor 22 durch seine Antriebsleistung eine Relativbewegung
der Lagerplatte 28 gegenüber einem Rahmen 29 der Querschneidestation 4 nach oben,
wobei der Rahmen 29 stationär am Maschinengestell 6 angeordnet ist.
[0036] Über wenigstens zwei Führungsstangen 30, die in der Zeichnung an der rechten und
linken Seite angeordnet sind, ist eine Hubplatte 31 mit der darauf angebrachten Matrize
24 starr mit der Lagerplatte 28 verbunden, so dass die Bewegung der Matrize 24 der
Bewegung der Lagerplatte 28 entspricht. Die Lagerplatte 28, die wenigstens zwei Führungsstangen
30 und die Hubplatte 31 bilden gemeinsam eine zweite Hubmechanik 25b, mittels derer
die Antriebsbewegung des Hubantriebs 22 in eine Hubbewegung der Matrize 24 übertragen
wird. Somit sorgt der Hubantrieb 22 für ein gemeinsames zueinander Zubewegen des Stempels
23 und der Matrize 24 zum Austrennen des Folienstreifens 32 bzw. auch wieder für ein
Auseinanderfahren des Stempels 23 und der Matrize 24, um einen nächsten Folienvorzug
zu ermöglichen.
[0037] Nach dem Heraustrennen des Folienstreifens 32 wird dieser vom Stempel 23 durch die
Matrize 24 hindurch nach unten gedrückt und kann nach unten in den fahrbaren, mit
Rädern 33a versehenen Behälter 33 unter der Querschneideinrichtung 4 fallen. Der Behälter
33 wird von der Steuerung 18 sensorisch abgefragt, ob dieser sich in seiner vordefinierten
Arbeitsstellung unter der Querschneideinrichtung 4 befindet, da er auch aus Sicherheitsgründen
ein Eingreifen eines Bedieners in die Querschneideinrichtung 4 von unten durch das
Maschinengestell 6 hindurch während des laufenden Betriebs der Tiefziehverpackungsmaschine
1 verhindern soll.
[0038] Denkbar ist auch eine alternative Ausführung ohne einen solchen Behälter 33 und stattdessen
mit einem Transportband, das die Folienstreifen seitlich zur Arbeitsrichtung R aus
der Tiefziehverpackungsmaschine 1 nach außen transportiert und einer Entsorgungseinrichtung
zuführt.
[0039] Eine Folientransportebene E wird durch den Folienverbund der Unterfolie 8 und der
Oberfolie 10 sowie durch die Ausrichtung in Arbeitsrichtung R definiert. Sowohl der
Hubantrieb 22 als auch die erste Hubmechanik 25a befinden sich vollständig oberhalb
der Folientransportebene E.
[0040] Fig. 3 zeigt den Stempel 23 und die Matrize 24. Die Matrize 24 weist eine Aussparung
35 auf, die mit der Kontur eines Stanzmessers 34 des Stempels 23 kongruent ist. Der
aus dem Folienverbund ausgetrennte Folienstreifen 32 kann durch die Aussparung 35
der Matrize 24 nach unten fallen oder durch das Stanzmesser 34 nach unten in die Aussparung
35 gedrückt werden. Der Stempel 23 und das Stanzmesser 34 sind mehrteilig ausgebildet
aus mehreren miteinander verbundenen Teilen A, B und C.
[0041] Die Matrize 24 ist einstückig und aus Edelstahl oder einem anderen gehärteten Stahl
ausgeführt und die Aussparung 35 beispielsweise mittels Drahterodieren hergestellt.
Die Matrize 24 weist vier Mulden 36 auf, die als Freistellung der Matrize 24 für die
Verpackungen 21 bzw. die Behälter 14 dienen. Eine Höhe H der Mulden 36 ist bis zu
60 mm vorgesehen und eine Tiefe T in Horizontalrichtung von 30 bis 40 mm, um der Matrize
24 eine hohe Stabilität zu verleiten. Die Aussparung 35 weist im Bereich der geringsten
Breite eine Breite B von 5 bis 10 mm auf. Es ist ein Schneidspalt zwischen dem Stanzmesser
34 des Stempels 23 und der Aussparung 35 der Matrize 24 von vorzugsweise 3 bis 5 µm
vorgesehen.
[0042] Fig. 4 zeigt die Matrize 24 in einer Schnittansicht quer zur Arbeitsrichtung R der
Tiefziehverpackungsmaschine 1 in der Mitte der Matrize 24. Die Aussparung 35 weist
im oberen Bereich eine plane Stanzfläche 37 auf, die parallel zur Bewegungsrichtung
vom Stempel 23 und Matrize 24 ist. Die Stanzfläche 37 weist eine Breite Z von mindestens
3 mm auf. Unterhalb dieser Stanzfläche 37 weist die Aussparung eine Freistellung 38
auf, um ein Herunterfallen von Folienstreifen 32 zu erleichtern.
1. Tiefziehverpackungsmaschine (1), umfassend eine Folienstanze (4) mit einer Matrize
(24) und einem Stempel (23), dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize (24) und der Stempel (23) von einem gemeinsamen Hubantrieb (22) orthogonal
zu einer Folientransportebene (E) zueinander und voneinander fort bewegbar sind, wobei
eine erste Hubmechanik (25a) zum Übertragen einer Bewegung vom Hubantrieb (22) auf
den Stempel (23) und eine zweite Hubmechanik (25b) zum Übertragen einer Bewegung des
Hubantriebs (22) auf eine Bewegung der Matrize (24) vorgesehen sind, und wobei der
Hubantrieb (22) oberhalb der Folientransportebene (E) angeordnet ist.
2. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubantrieb (22) einen Elektromotor, vorzugsweise einen Servomotor, umfasst.
3. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubantrieb (22) eine selbsthemmende Hubspindel antreibt oder eine Bremse aufweist.
4. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hubmechanik (25a) vollständig oberhalb der Folientransportebene (E) angeordnet
ist.
5. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienstanze (4) einen Rahmen (29) aufweist und dass der Hubantrieb (22) an einer
Lagerplatte (28) montiert ist, die sich im Betrieb der Folienstanze (4) relativ zum
Rahmen (29) bewegt.
6. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass über wenigstens zwei Führungsstangen (30) eine Hubplatte (31) mit der auf der Hubplatte
angebrachten Matrize (24) starr mit der Lagerplatte (28) verbunden ist, wobei die
Lagerplatte (28), die wenigstens zwei Führungsstangen (30) und die Hubplatte (31)
gemeinsam die zweite Hubmechanik (25b) bilden, so dass der Hubantrieb (22) für ein
gemeinsames zueinander Zubewegen des Stempels (23) und der Matrize (24) zum Austrennen
eines Folienstreifens (32) und auch wieder für ein Auseinanderfahren des Stempels
(23) und der Matrize (24) sorgt.
7. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Hubmechanik (25b) Führungsstangen (30) aufweist, die sich seitlich außerhalb
der in der Folienstanze (4) transportierten Folie befinden und mittels derer eine
Antriebsbewegung des Hubantriebs (22) auf die unterhalb der Folientransportebene (E)
befindliche Matrize (24) übertragbar ist.
8. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (23) ein Stanzmesser (34) umfasst.
9. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize (24) eine Aussparung (35) aufweist.
10. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (35) mittels Drahterodieren und/oder mittels Schleifen hergestellt
ist.
11. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (23) und das Stanzmesser (34) jeweils mehrteilig ausgeführt sind.
12. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienstanze (4) dazu konfiguriert ist, mittels des Stempels (23) und der Matrize
(24) einen Folienstreifen (32) aus einem Folienverbund auszutrennen und nach unten
durch die Matrize (24) hindurch zu fördern.
13. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel (23) für den Stanzvorgang vertikal nach unten und die Matrize (24) vertikal
nach oben bewegbar ausgeführt sind.
14. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienstanze (4) dazu konfiguriert ist, die Bewegung des Stempels (23) und der
Matrize (24) weitestgehend zeitgleich auszuführen.
15. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Behälter (33) unterhalb der Matrize (24) vorgesehen ist, um die Folienstreifen
(32) aufzunehmen.
1. A thermoform packaging machine (1) comprising a film punch unit (4) including a die
(24) and a punch (23), characterized in that the die (24) and the punch (23), making use of a joint stroke drive (22), are movable
orthogonally to a film conveying plane (E) towards and away from each other, a first
stroke mechanism (25a) being provided for transmitting a movement from the stroke
drive (22) to the punch (23) and a second stroke mechanism (25b) being provided for
transmitting a movement of the stroke drive (22) to a movement of the die (24), and
wherein the stroke drive (22) is arranged above the film conveying plane (E).
2. The thermoform packaging machine according to claim 1, characterized in that the stroke drive (22) comprises an electric motor, preferably a servo motor.
3. The thermoform packaging machine according to claim 2, characterized in that the stroke drive (22) drives a self-locking lifting spindle or comprises a brake.
4. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the first stroke mechanism (25a) is arranged fully above the film conveying plane
(E).
5. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the film punch unit (4) comprises a frame (29), and that the stroke drive (22) is
mounted on a bearing plate (28) that moves relative to the frame (29) when the film
punch unit (4) is in operation.
6. The thermoform packaging machine according to claim 5, characterized in that a lifting plate (31) with the die (24) mounted thereon is rigidly connected with
the bearing plate (28) via at least two guiding rods (30), wherein the bearing plate
(28), the at least two guiding rods (30), and the lifting plate (31) jointly constitute
the second stroke mechanism (25b), such that the stroke drive (22) ensures a joint
movement of the punch (23) and the die (24) towards each other for cutting a film
strip (32), and also ensures a movement of the punch (23) and the die (24) away from
each other.
7. The thermoform packaging machine according to claim 4, characterized in that the second stroke mechanism (25b) comprises guiding rods (30) which are arranged
laterally outside of the film transported in the film punch unit (4) and by means
of which a driving motion of the stroke drive (22) is transferrable onto the die (24)
which is arranged below the film conveying plane (E).
8. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the punch (23) comprises a punching knife (34).
9. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the die (24) comprises an opening (35).
10. The thermoform packaging machine according to claim 6, characterized in that the opening (35) is produced by means of wire eroding and/or by means of grinding.
11. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the punch (23) and the punching knife (34) are each configured as a multi-part component.
12. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the film punch unit (4) is configured for separating a film strip (32) from a composite
film by means of the punch (23) and the die (24), and for conveying it downwards through
the die (24).
13. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the punch (23) is configured such that it is movable vertically downwards and the
die (24) such that it is movable vertically upwards, for executing the punching process.
14. The thermoform packaging machine according to claim 13, characterized in that the film punch unit (4) is configured for executing the movement of the punch (23)
and of the die (24) simultaneously to the greatest possible extent.
15. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that a container (33) is provided below the die (24) for receiving therein the film strips
(32).
1. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage (1) comprenant une presse de
découpage de feuille (4) avec une matrice (24) et un poinçon (23), caractérisée en ce que la matrice (24) et le poinçon (23) peuvent être déplacés par un entraînement de levage
(22) commun, orthogonalement à un plan de transport de feuille (E), de manière à se
rapprocher et à s'écarter mutuellement, en ce qu'il est prévu un premier mécanisme de levage (25a) pour transmettre un mouvement de
l'entrainement de levage (22) au poinçon (23) et un deuxième mécanisme de levage (25b)
pour transmettre un mouvement de l'entrainement de levage (22) à un mouvement de la
matrice (24), et en ce que l'entrainement de levage (22) est agencé au-dessus du plan de transport de feuille
(E) .
2. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'entrainement de levage (22) comprend un moteur électrique, de préférence un servomoteur.
3. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'entrainement de levage (22) entraîne une vis de levage autobloquante ou présente
un frein.
4. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le premier mécanisme de levage (25a) est agencé en totalité au-dessus du plan de
transport de feuille (E).
5. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la presse de découpage de feuille (4) comporte un cadre (29) et en ce que l'entrainement de levage (22) est monté sur une plaque de montage (28) qui se déplace
par rapport au cadre (29) en cours de fonctionnement de la presse de découpage de
feuille (4).
6. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 5, caractérisée en ce que par l'intermédiaire d'au moins deux tiges de guidage (30), un panneau de levage (31)
avec la matrice (24) placée sur le panneau de levage, est relié de manière rigide
à la plaque de montage (28), dans laquelle la plaque de montage (28), les au moins
deux tiges de guidage (30) et la plaque de levage (31) forment ensemble le deuxième
mécanisme de levage (25b), de sorte que l'entraînement de levage (22) s'occupe d'un
déplacement conjoint du poinçon (23) et de la matrice (24) pour découper une bandelette
de feuille (32) et à nouveau d'une séparation du poinçon (23) et de la matrice (24).
7. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 4, caractérisée en ce que le deuxième mécanisme de levage (25b) comporte des tiges de guidage (30), qui se
trouvent latéralement endehors de la feuille transportée dans la presse de découpage
de feuille (4), et au moyen desquelles un mouvement d'entraînement de l'entrainement
de levage (22) peut être transmis à la matrice (24) se trouvant en-dessous du plan
de transport de feuille (E).
8. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le poinçon (23) comprend une lame de découpage (34).
9. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la matrice (24) présente un évidement (35).
10. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'évidement (35) est réalisé par usinage par érosion au fil et/ou par rectification.
11. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le poinçon (23) et la lame de découpage (34) sont chacun réalisés en plusieurs parties.
12. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la presse de découpage de feuille (4) est configurée pour, au moyen du poinçon (23)
et de la matrice (24), découper une bandelette de feuille (32) d'un ensemble de feuille,
et l'évacuer vers le bas à travers la matrice (24).
13. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que pour l'opération de découpage, le poinçon (23) est d'une configuration déplaçable
verticalement vers le bas et la matrice (24) d'une configuration déplaçable verticalement
vers le haut.
14. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon la revendication 13, caractérisée en ce que la presse de découpage de feuille (4) est configurée pour exécuter le mouvement du
poinçon (23) et de la matrice (24) dans une large mesure de manière simultanée dans
le temps.
15. Machine d'emballage par emboutissage ou thermoformage selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu un conteneur (33) sous la matrice (24), pour accueillir les bandelettes
de feuille (32).
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