[0001] Vorrichtung und Verfahren zum Ermitteln des Durchmessers eines durch einen laufenden
Faden gebildeten Fadenballons an einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln des Durchmessers
eines durch einen laufenden Faden gebildeten Fadenballons an einer Arbeitsstelle einer
Textilmaschine sowie ein zugehöriges Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 11.
[0003] In der Textilmaschinenindustrie sind seit langem unterschiedliche Ausführungsformen
von Produktionsmaschinen bekannt, bei denen es während des Betriebes im Bereich ihrer
oft zahlreichen Arbeitsstellen oder von zugehörigen Betriebseinrichtungen zur Ausbildung
von Fadenballons kommt.
[0004] Derartige Produktionsmaschinen weisen daher zur Ermittlung und Begrenzung der Größe
dieser Fadenballons Überwachungseinrichtungen auf, die sehr unterschiedlich arbeiten
können. Die bekannten Überwachungseinrichtungen verfügen beispielsweise oft über optische
Sensoreinrichtungen, mit denen das umlaufende Garn, das den Fadenballon bildet, beobachtet
wird.
[0005] In der
DE 101 03 892 A1 sind zum Beispiel ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, mit dem/der die
Fadenabzugsgeschwindigkeit von im Gatter einer Zettelmaschine angeordneten Vorlagespulen
optimiert werden soll.
Bekanntlich entsteht, wenn von einer Vorlagespule, die in einem zugehörigen Gatter
positioniert ist, im Zuge des Arbeitsprozesses über Kopf und mit relativ hoher Abzugsgeschwindigkeit
ein Faden abgezogen wird, ein Fadenballon, dessen Durchmesser unter anderem von der
Fadenabzugsgeschwindigkeit abhängt. Die Größe des Fadenballons wächst dabei mit zunehmender
Fadenabzugsgeschwindigkeit.
[0006] Bei dem durch die
DE 101 03 892 A1 bekannten Verfahren wird durch am Gatter angeordnete Messmittel die Größe zumindest
einiger der beim Fadenabzug entstehenden Fadenballons erfasst und an eine Steuereinrichtung
übermittelt, die beim Erreichen von Grenzwerten der Fadenballone dafür sorgt, dass
regelnd in die Fadenabzugsgeschwindigkeit eingegriffen wird.
[0007] Als Messmittel zur Erfassung der Fadenballongröße kommen dabei verschiedene optisch
arbeitende Messeinheiten zum Einsatz, beispielsweise eine Kamera, eine oder mehrere
Lichtschranken oder ähnliche Einrichtungen.
[0008] Optisch arbeitende Messeinrichtungen zum Erfassen einer Fadenballonform und/oder
einer Fadenballongröße sind durch die
DE 22 55 663 A1 und durch die
EP 0 282 745 A1 auch im Zusammenhang mit Ringspinnmaschinen bekannt.
[0009] In der
DE 22 55 663 A1 wird beispielsweise eine Arbeitsstelle einer Ringspinnmaschine beschrieben, die mit
einem luft- oder magnetgelagerten Spinnring ausgestattet ist, auf dem ein durch den
laufenden Faden angetriebener Spinnläufer umläuft.
Da beim Betrieb derartiger Arbeitsstellen, um ein einwandfreies Spinnverfahren zu
gewährleisten, bekanntlich eine bestimmte Differenz zwischen der Drehzahl des Spinnringes
und der Drehzahl des Spinnläufers notwendig ist, findet während des Spinnbetriebes
sowohl eine Kontrolle der Drehzahl des luft- oder magnetgelagerten Spinnrings, als
auch der Drehzahl des Spinnläufers statt.
[0010] Des Weiteren wird bei diesem Verfahren laufend kontrolliert, ob eine vorgegebene
maximale Fadenspannung eingehalten wird und es erfolgt eine Kontrolle und gegebenenfalls
Stabilisierung des sich beim Spinnen im Bereich des Spinnkopses einstellenden Fadenballons.
Das heißt, durch Messen der Fadenkurvenabweichung des Fadenballons aus ihrer Meridianebene
und entsprechendes Regeln der Fadenspannung mittels variablen Bremsens des Spinnringes
wird der Verlauf der Fadenkurve des Fadenballons stabilisiert. Die Einrichtung zum
Erfassen der Fadenkurvenabweichung des Fadenballons besteht dabei im Wesentlichen
aus einem Messgeber, der eine Reihe kleiner Photoelemente aufweist sowie einer Triggereinrichtung,
die dafür sorgt, dass der Fadenballon periodisch angeblitzt wird.
[0011] Die bekannten Vorrichtungen sind entweder (
DE 22 55 663 A1) relativ kompliziert und oft auch recht ungenau, oder aufgrund ihres großen Messbereiches
(
DE 101 03 892 A1) bezüglich Luftverschmutzung sehr empfindlich.
[0012] In der Praxis konnten sich diese bekannten Vorrichtungen daher nicht durchsetzen.
[0013] Die
EP 0 282 745 A1 beschreibt ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zur Produktions- und Qualitätsüberwachung
der Arbeitsstellen einer mehrspindligen Textilmaschine. Das heißt, eine Ringspinnmaschine
ist mit einem optischen Überwachungsorgan ausgestattet, das gleichzeitig eine Vielzahl
der in Reihe nebeneinander angeordneten Arbeitsstellen der Textilmaschine dadurch
kontrolliert, dass die im Bereich der Arbeitsstellen rotierenden Fadenballons angeleuchtet
werden.
[0014] Das Überwachungsorgan weist zu diesem Zweck einen Sender und einen Empfänger auf,
die so ausgebildet und angeordnet sind, dass ein von einem Sender ausgeschicktes Strahlenbündel
auf seinem Weg zum Empfänger durch die zahlreichen, umlaufenden Fadenballone geht
und dabei durch die Fadenballone intermittierend unterbrochen oder abgeschwächt wird.
Die Abschattung wird im Empfänger in ein elektrisches Signal umgesetzt, das in einer
zugehörigen Regeleinrichtung als Basis für eine weitere Auswertung benutzt wird.
[0015] Auch das in der
EP 0 282 745 A1 beschriebene Verfahren arbeitet gelegentlich recht ungenau, da das Strahlenbündel
auf seinem Weg vom Sender zum Empfänger oft durch Faser- und Staubpartikel, die in
der Atmosphäre eines Spinnsaales nahezu unvermeidbar sind, negativ beeinflusst wird.
[0016] Des Weiteren ist durch die
EP 2 419 554 B1 eine Arbeitsstelle einer Doppeldrahtzwirn- und Kabliermaschine bekannt, deren Spul-
und Wickeleinrichtung so angeordnet ist, dass sie während des Betriebes innerhalb
eines Fadenballons liegt.
Um die Größe des Fadenballons kontrollieren zu können, verfügt die Arbeitsstelle über
eine Überwachungseinrichtung, die verschiedene Ausführungsformen aufweisen kann.
[0017] Die Größe des Fadenballons kann beispielsweise über einen Fadenspannungssensor ermittelt
werden, der entweder zwischen einer Fadenantriebseinrichtung und dem Eintritt des
Fadens in eine Spindel angeordnet ist, welche für die Entstehung des Fadenballons
sorgt, oder mittels eines Fadenspannungssensors, der zwischen dem Austritt des Fadens
aus der Spindel und einer weiteren Fadenantriebseinrichtung positioniert ist.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform kann die Erfassung der Größe des Fadenballons aber
auch durch Messen der Leistung bzw. des Drehmoments der Antriebseinrichtung der Spindel
erfolgen. Das heißt, mittels einer Messeinrichtung wird der Strom ermittelt, der vom
Spindelantrieb aufgenommen wird und daraus in einer Auswerteeinrichtung auf die Größe
des Fadenballons geschlossen.
Durch die
EP 2 419 554 B1 ist außerdem die Verwendung verschiedener optischer Messeinrichtungen bekannt, die
den die Spul- und Wickeleinrichtung umkreisenden Fadenballon überwachen.
[0019] In einer ersten Ausführungsform wird zum Beispiel der Einsatz einer Lichtschranke
vorgeschlagen, die eine Lichtquelle zur Abgabe eines Lichtstrahles und einen lichtempfindlichen
Detektor zur Aufnahme des Lichtstrahles aufweist.
In einer vergleichbaren, zweiten Ausführungsform findet ein Lichtsensor vom Typ CCD
in Verbindung mit einer strahlartigen, stroboskopischen Lichtquelle, zum Beispiel
LED oder Laser, Verwendung.
Bei der Einrichtung, die mit einer Lichtschranke arbeitet, wird während des Betriebes
die Unterbrechung des Lichtstrahles durch das vorbeilaufende Garn des Fadenballons
erkannt.
Bei der Einrichtung, die mit einem Lichtsensor und einer stroboskopischen Lichtquelle
agiert, die mit der Drehung der Spindel synchronisiert ist, wird das Bild und damit
die Form des den Fadenballon bildenden Garns lokalisiert, wenn es vom Blitz erhellt
wird.
[0020] Die in der
EP 2 419 554 B1 im Zusammenhang einer Arbeitsstelle einer Doppeldrahtzwirn- und Kabliermaschine beschriebenen,
verschiedenen Überwachungseinrichtungen sind ebenfalls verbesserungsfähig, da sie
entweder nicht genau genug messen, oder ebenfalls relativ schmutzempfindlich sind.
[0021] Ausgehend vom vorstehend genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zu entwickeln, mit der/dem zuverlässig
der Durchmesser eines durch ein laufendes Garn gebildeten Fadenballons auch bei schwierigen
Umweltbedingungen sicher ermittelt werden kann.
[0022] Die betreffende Vorrichtung sollte außerdem in ihrer Konstruktion möglichst einfach
und schmutzunempfindlich sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Arbeitsstelle über einen
mechanischen, kontaktbehafteten Abtastfühler verfügt, der so ausgebildet und angeordnet
ist, dass er während des Betriebes der Arbeitsstelle durch den Fadenballon in einer
vom Durchmesser eines Fadenballons abhängigen Betriebsstellung positioniert wird,
und dass eine Sensoreinrichtung vorhanden ist, die die Betriebsstellung des Abtastfühlers
erfasst.
[0023] Das Verfahren zum Betreiben der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die im Anspruch
11 beschriebenen Merkmale auf.
Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der
Unteransprüche 2 - 10, während vorteilhafte Ausführungsformen des zugehörigen Verfahrens
in den Unteransprüchen 12 und 13 beschrieben sind.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat insbesondere den Vorteil, dass durch die Verwendung
eines mechanischen Abtastfühlers, der kontaktbehaftet an dem den Fadenballon bildenden
Garn anliegt, unabhängig von den Umweltbedingungen, zum Beispiel den Staubbelastungen,
die im Bereich der Arbeitsstelle gegeben sind, stets direkt die korrekte Fadenballongröße
erfasst wird und dass diese durch die Betriebsstellung des Abtastfühlers angezeigte
Fadenballongröße zuverlässig und exakt durch eine Sensoreinrichtung erkannt und zur
Verwertung an nachgeschaltete Einrichtungen übermittelt werden kann, welche bei Bedarf
im Zusammenhang mit der Fadenspannung des Außenfadens regelnde Maßnahmen einleiten.
[0025] Der Einsatz eines mechanischen Abtastfühlers ermöglicht außerdem eine kompakte Bauweise
der Arbeitsstelle mit der Folge, dass der Platzbedarf der zum Aufstellen einer Doppeldrahtzwirn-
oder Kabliermaschine benötigt wird, verringert wird.
Die Sensoreinrichtung, mit der jeweils die Betriebsstellung des mechanischen Abtastfühlers
erfasst wird, kann dabei recht verschieden ausgebildet sein. Als Sensoreinrichtung
ist beispielsweise eine optisch arbeitende Einrichtung vorstellbar, beispielsweise
ein so genannter Messpositionsaufnehmer.
[0026] Ein solcher Messpositionsaufnehmer erfasst optisch den jeweiligen Abstand zwischen
der Sensoreinrichtung und dem in Betriebsstellung positionierten Abtastfühler und
sendet dann ein entsprechendes elektrisches Signal an einen nachgeschalteten Regelkreis.
Allerdings ist grundsätzlich zur Erfassung der Betriebsstellung eines mechanischen
Abtastfühlers auch der Einsatz andersartiger Sensoreinrichtungen möglich.
Es könnte beispielsweise auch eine Sensoreinrichtung Verwendung finden, die feststellt,
welchen Drehwinkel der Abtastfühler in Bezug auf eine Null-Stellung aufweist, wenn
der Abtastfühler in einer bestimmten Betriebsstellung positioniert ist.
[0027] Der mechanische Abtastfühler, der kontaktbedingt am laufenden Garn anliegt, das den
Fadenballon bildet und der dadurch in einer Betriebsstellung positioniert wird, die
dem jeweiligen Durchmesser des Fadenballons entspricht, kann verschiedene vorteilhafte
Ausführungsformen aufweisen.
[0028] In vorteilhafter Ausführungsform liegt der Abtastfühler, wenn sich die Spindel einer
Arbeitsstelle im Ruhezustand befindet, am Spulentopf an. Durch eine solche Ausbildung
wird auf einfache Weise sichergestellt, dass der Abtastfühler auch bei abgeschalteter
Arbeitsstelle stets in einer definierten Stellung positioniert ist, mit der Folge,
dass der Abtastfühler bei einem Neustart der Arbeitsstelle sofort tätig werden kann.
[0029] In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform ist der Abtastfühler beispielsweise
als bezüglich des Fadenballons konvex gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar gelagerter
Bügel ausgebildet, der von außen am Fadenballon anliegt. Die Schwenkachse des Bügels
ist dabei beabstandet zum Fadenballon und rechtwinklig zur Rotationsachse des Fadenballons
so angeordnet, dass der Bügel durch das laufende Garn, das den Fadenballon bildet,
angehoben und dabei in einer Betriebsstellung positioniert wird, die abhängig vom
Durchmesser des Fadenballons ist und die durch eine zugehörige Sensoreinrichtung zuverlässig
erkennbar ist.
[0030] In einer weiteren, zweiten Ausführungsform ist der Abtastfühler als bezüglich des
Fadenballons konkav gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar gelagerter Bügel ausgebildet
ist, der ebenfalls von außen am Fadenballons anliegt.
[0031] Auch hier liegt die Schwenkachse des Bügels rechtwinklig zur Rotationsachse des Fadenballons
und ist so angeordnet, dass der Bügel durch das laufende Garn angehoben und dabei
in einer vom Durchmesser des Fadenballons abhängigen Betriebsstellung positioniert
wird. Wie bei der ersten Ausführungsform ist die Betriebsstellung des Bügels dann
durch eine zugehörige Sensoreinrichtung problemlos erfassbar.
[0032] In einer dritten Ausführungsform ist der Abtastfühler, ähnlich wie bei der vorstehend
beschriebenen zweiten Ausführungsform, als bezüglich des Fadenballons konkav gewölbter,
jeweils endseitig schwenkbar gelagerter Bügel ausgebildet.
Allerdings liegt der Bügel bei dieser Ausführungsform von innen am Fadenballon an.
Die Betriebsstellung des Bügels ist auch hier durch eine zugehörige Sensoreinrichtung
detektierbar.
[0033] Vorzugsweise weisen die Abtastfühler bei den beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
in dem Bereich, in dem der Bügel des Abtastfühlers den Fadenballon tangiert, jeweils
eine in Richtung Fadenballon weisende Auswölbung auf. Durch eine solche Auswölbung
wird der Kontaktbereich des Bügels mit dem laufenden Garn, das bekanntlich den Fadenballon
bildet, minimiert, was sich positiv auf die Garnqualität auswirkt. Das heißt, durch
eine solche Auswölbung wird der Oberflächenkontakt des Fadenmaterials mit einem Bügel,
der zu Garnschädigungen führen kann, minimiert.
[0034] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Abtastfühler allerdings
auch als federkraftbeaufschlagter, von außen am Fadenballon anliegender Tastfinger
ausgebildet sein.
Der Tastfinger kann dabei entweder linear ausgebildet sein oder eine bezüglich des
Fadenballons konkave Auswölbung aufweisen. Bei beiden Ausführungsformen kann die Betriebsstellung,
ähnlich wie bei den vorstehend beschriebenen Abtastfühlern mit Bügel, durch eine Sensoreinrichtung
sicher erfasst werden.
[0035] Bei einer linearen Ausbildung des Tastfingers ist es dabei vorteilhaft, den Tastfinger
aus einem elastischen, abriebsfesten Material, beispielsweise aus Federstahl, zu fertigen
und den Tastfinger an einer seiner Endseiten in einer Lagerstelle so zu lagern, dass
er an dem, durch das laufende Garn gebildeten Fadenballon anliegt.
[0036] Wenn der Tastfinger eine bezüglich des Fadenballons konkave Auswölbung aufweist,
ist es zweckmäßig, den Tastfinger an einer seiner Endseiten in einem Schwenklager
zu lagern und an seinen gegenüberliegenden Endseiten durch ein Federelement so zu
beaufschlagen, dass der Tastfinger mit seiner konkaven Auswölbung den durch das laufende
Garn gebildeten Fadenballon tangiert.
[0037] In vorteilhafter Ausführungsform ist des Weiteren vorgesehen, dass zur Beeinflussung
der Form und des Durchmesser des Fadenballons eine Einrichtung vorgesehen ist, mit
der die Fadenspannung eines Außenfadens an einer Doppeldrahtzwirn- oder Kabliermaschine
einstellbar ist und die Einrichtung an einen Regelkreis angeschlossen ist, der die
Signale der Sensoreinrichtung verarbeitet.
Die Einrichtung zur Beeinflussung der Fadenspannung des Außenfadens kann dabei entweder
als Bremse ausgebildet sein oder als aktives Lieferwerk. Der angeschlossene Regelkreis
sorgt dabei dafür, dass sich stets automatisch eine optimale Fadenballongröße ergibt.
[0038] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Abtastfühler
wahlweise in einer Ruhestellung positionierbar ist, in der kein Kontakt zum Fadenballon
stattfindet. Das heißt, ein erfindungsgemäßer Abtastfühler kommt vorzugsweise während
der Start/Stopp-Phasen der Arbeitsstellen zum Einsatz und kann während des Normalbetriebes
materialschonend in einer Ruhestellung positioniert werden, in der er vom umlaufenden
Fadenballon weggeschwenkt ist.
[0039] Wie vorstehend im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bereits angedeutet,
erfolgt beim erfindungsgemäßen Verfahren das Ermitteln des Durchmessers eines durch
einen laufenden Faden gebildeten Fadenballons an einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine
dadurch, dass die Betriebsstellung eines Abtastfühlers, die einem bestimmten Durchmesser
des Fadenballons entspricht, durch die Sensoreinrichtung erfasst wird. Die durch die
Sensoreinrichtung erfasste Betriebsstellung des Abtastfühlers wird darin in einem
Regelkreis verarbeitet und in der angeschlossenen Einrichtung zur Beeinflussung der
Fadenspannung des Außenfadens derart genutzt, dass der Fadenballon einen optimalen
Durchmesser aufweist.
[0040] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird insbesondere gewährleistet, dass der Abtastfühler
beim Start der Arbeitsstelle sofort wirksam wird. Das heißt, es wird sichergestellt,
dass der Abtastfühler insbesondere in der Start/Stopp-Phase einer Arbeitsstelle einwandfrei
arbeitet.
[0041] In weiterer vorteilhafter Ausführungsform wird die durch die Sensoreinrichtung erfasste
Betriebsstellung des Abtastfühlers in einem Regelkreis verarbeitet und in einer angeschlossenen
Einrichtung zu einer vorteilhaften Beeinflussung der Fadenspannung eines Außenfadens
und/oder eines Innenfadens an einer Doppeldrahtzwirn- oder Kabliermaschine benutzt.
[0042] Vorzugsweise sorgt der Regelkreis stets dafür, dass sich automatisch eine optimale
Fadenballongröße einstellt, das heißt, eine entsprechend den vorliegenden Betriebs-und
Materialparametern möglichst minimale Fadenballongröße.
[0043] Der Abtastfühler ist vorzugsweise während der Start/Stopp-Phasen der Arbeitsstellen
im Einsatz, während er im Normalbetrieb in einer Ruhestellung positioniert ist, in
der er vom umlaufenden Fadenballon weggeschwenkt ist.
Auf diese Weise kann einerseits insbesondere in den kritischen Phasen der Arbeitsstellen
ein ordnungsgemäßer Betrieb gewährleistet werden, und anderseits auch sichergestellt
werden, dass die Materialbeanspruchung des Abtastfühlers minimiert und damit die Lebensdauer
des Abtastfühlers verlängert wird.
[0044] Der erfindungsgemäße Abtastfühler kann allerdings nicht nur zur Ermittlung der Form
und des Durchmesser eines Fadenballons eingesetzt werden, sondern auch zur Fadenbruchüberwachung.
Das heißt, eine bestimmte Betriebsstellung des Abtastfühlers kann als Indiz für das
Vorliegen eines Fadenbruches verwendet werden. Zusätzliche Fadenbruchsensoren werden
an den Arbeitsstellen somit nicht mehr benötigt.
[0045] Die Erfindung wird nachfolgend anhand verschiedener in den Zeichnungen dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0046] Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisch, in Seitenansicht eine Arbeitsstelle einer Doppeldrahtzwirnoder Kabliermaschine,
die einen mechanischen Abtastfühler zum Erfassen des Durchmessers eines Fadenballons
aufweist,
- Fig. 2
- einen mechanischen Abtastfühler, der als konvex gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar
gelagerter Bügel ausgebildet ist, der von außen am Fadenballon anliegt,
- Fig. 3
- einen mechanischen Abtastfühler, der als konkav gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar
gelagerter Bügel ausgebildet ist, der von außen am Fadenballon anliegt und eine in
Richtung des Fadenballons weisende Auswölbung aufweist,
- Fig. 4
- einen mechanischen Abtastfühler, der als konkav gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar
gelagerter Bügel ausgebildet ist, der von innen am Fadenballon anliegt, und eine in
Richtung des Fadenballons weisende Auswölbung aufweist,
- Fig. 5
- einen als linearen Tastfinger ausgebildeten mechanischen Abtastfühler,
- Fig. 6
- einen mechanischen Abtastfühler, der als konkav gewölbter Tastfinger ausgebildet ist.
[0047] In der Fig. 1 ist schematisch, in Seitenansicht eine Arbeitsstelle 1 einer Doppeldrahtzwirn-
oder Kabliermaschine dargestellt, die, wie üblich, ein in der Regel oberhalb oder
hinter der Arbeitsstelle 1 positioniertes Gatter 4 aufweist, welches der Aufnahme
wenigstens einer ersten Vorlagespulen 7 dient, von der ein so genannter Außenfaden
5 abgezogen wird.
[0048] Die Arbeitsstelle 1 verfügt des Weiteren über eine Spindel 2, im vorliegenden Ausführungsbeispiel
über eine Kablierspindel, die mit einem Spulentopf 19 ausgestattet ist, in dem eine
zweite Vorlagespule 15 gelagert ist, von der ein so genannter Innenfaden 16 über Kopf
abgezogen wird. Der Innenfaden 16 wird einer oberhalb der Spindel 2 angeordneten Ballonöse
oder einem so genannten Ausgleichssystem 9 zugeführt.
Der Spulentopf 19 ist auf der rotierbaren Fadenumlenkeinrichtung 20 gelagert, die
im Ausführungsbeispiel als Zwirnteller 8 ausgebildet ist. Der auf der rotierbaren
Fadenumlenkeinrichtung 20 abgestützte Spulentopf 19 ist dabei, vorzugsweise durch
eine (nicht dargestellte) Magneteinrichtung, gegen Drehung gesichert.
[0049] Die Fadenumlenkeinrichtung 20 der Spindel 2 wird durch einen Spindelantrieb 3 beaufschlagt,
bei dem es sich entweder um einen Direktantrieb oder um einen indirekten Antrieb handeln
kann. Im letzteren Fall ist die Fadenumlenkeinrichtung 20 zum Beispiel über einen
Riementrieb an einen entsprechenden Antrieb angeschlossen.
[0050] Der von der ersten Vorlagespule 7 abgezogene Außenfaden 5 wird einer im Fadenlauf
zwischen dem Gatter 4 und der Spindel 2 angeordneten, regelbaren Einrichtung 6 zur
Beeinflussung der Fadenspannung zugeführt, mit der bei Bedarf die Fadenspannung des
Außenfadens 5 variiert werden kann.
[0051] Die Einrichtung 6 steht über Steuerleitungen 27 mit einem Regelkreis 18 in Verbindung,
der eine Regelung der von der Einrichtung 6 auf den Außenfaden 5 aufgebrachten Fadenspannung
durchführt. Das bedeutet, der Außenfaden 5 durchläuft im Anschluss an die Einrichtung
6 den Spindelantrieb 3 im Bereich der Drehachse 28 des Spindelantriebes und tritt
unterhalb des Zwirntellers 8 durch eine so genannte Fadenabgangsbohrung in radialer
Richtung aus der hohlen Rotationsachse 28 des Spindelantriebes 3 aus. Der Außenfaden
5 läuft dann zum Außenbereich des Zwirntellers 8, wo ein fester Abwurfpunkt 21 für
den Außenfaden 5 installiert ist. Dieser feste Abwurfpunkt 21 ist gemäß vorliegendem
Ausführungsbeispiel als Öse 23 ausgebildet.
Allerdings sind im Zusammenhang mit einer Fadenumlenkeinrichtung 20, die einen festen
Abwurfpunkt 21 aufweist, auch andere Ausführungsformen denkbar und in der Praxis einsetzbar.
[0052] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wird der Außenfaden 5 im Bereich der Öse 23
des Zwirntellers 8 nach oben umgelenkt und umkreist unter Ausbildung eines freien
Fadenballons B den Spulentopf 19 der Spindel 2, in dem eine zweite Vorlagespule 15
positioniert ist. Am Fadenballon B liegt kontaktbedingt ein mechanischer Abtastfühler
22 an, dessen Betriebsstellung BS durch eine Sensoreinrichtung 24 überwacht wird,
die über eine Signalleitung 25 an den Regelkreis 18 angeschlossen ist.
[0053] Der von der ersten Vorlagespule 7 abgezogene Außenfaden 5 und der von der zweiten
Vorlagespule 15 abgezogene Innenfaden 16 werden im Bereich der Ballonöse beziehungsweise
des Ausgleichssystems 9 zusammengeführt.
Wie aus der Fig.1 ersichtlich, wird dabei durch die Lage der Ballonöse beziehungsweise
des Ausgleichssystems 9 die Höhe des sich ausbildenden freien Fadenballons B bestimmt.
In der Ballonöse beziehungsweise im Ausgleichssystem 9 befindet sich der so genannte
Kablier- oder auch Kordierpunkt, in dem die beiden Fäden, der Außenfaden 5 und der
Innenfaden 16, zusammenlaufen und zum Beispiel einen Cordfaden 17 bilden.
[0054] Oberhalb des Kablierpunktes ist eine Fadenabzugsvorrichtung 10 angeordnet, mittels
der der Cordfaden 17 abgezogen und über ein Ausgleichselement, wie beispielsweise
eine Tänzereinrichtung 11, einer Spul- und Aufwickelvorrichtung 12 zugeführt wird.
Die Spul- und Aufwickelvorrichtung 12 weist, wie üblich, eine Antriebswalze 13 auf,
die eine Spule 14 reibschlüssig antreibt.
[0055] Die Einrichtung 6 zur Beeinflussung der Fadenspannung ist entweder als elektronisch
geregelte Bremse oder als aktives Lieferwerk ausgebildet, wobei auch eine Kombination
der beiden vorgenannten Komponenten zum Einsatz kommen kann.
Als Ausgestaltungsvarianten eines Lieferwerkes sind beispielsweise eine Galette, eine
Fächerscheibe oder eine Antriebsrolle mit korrespondierender Druckrolle möglich.
Die Einrichtung 6 ist über Steuerleitungen 27 an einen Regelkreis 18 angeschlossen,
der über die Signalleitung 25 auch mit der Sensoreinrichtung 24 des Abtastfühlers
22 in Verbindung steht. Das bedeutet, die Einrichtung 6 regelt die Fadenspannung des
Außenfadens 5 in Abhängigkeit vom Durchmesser des freien Fadenballons B, der durch
den Abtastfühler 22 kontaktbedingt ermittelt und durch die Sensoreinrichtung 24, die
die Betriebsstellung BS des Abtastfühlers 22 in ein elektrisches Signal umwandelt,
an den Regelkreis weitergegeben wird.
Die durch die Einrichtung 6 auf den Außenfaden 5 aufgebrachte regelbare Fadenspannung
weist dabei vorzugsweise eine Größenordnung auf, die, in Abhängigkeit von der Geometrie
der Spindel 2, zu einer Optimierung des freien Fadenballons B führt.
[0056] Die Figuren 2 - 6 zeigen verschiedene Ausführungsformen eines mechanischen Abtastfühlers.
[0057] Die Fig. 2 zeigt beispielsweise einen mechanischen Abtastfühler 22, der als bezüglich
des Fadenballons B konvex gewölbter, jeweils endseitig schwenkbar gelagerter Bügel
26 ausgebildet ist, der von außen am Fadenballons B anliegt. Die Schwenkachse 29 des
Bügels 26 ist beabstandet zum Fadenballon B und rechtwinklig zur Rotationsachse 30
des Fadenballons B so angeordnet, dass der Bügel 26 durch das laufende Garn, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel durch den Außenfaden 5, der den Fadenballon B bildet, angehoben
und dabei in einer Betriebsstellung BS positioniert wird.
Die Betriebsstellung BS des Abtastfühlers 22 wird durch die zugehörige Sensoreinrichtung
24 zuverlässig erkannt und über die Signalleitung 25, als elektrisches Signal i, zur
Weiterverarbeitung an den Regelkreis 18 geschickt.
[0058] Die Fig.3 zeigt einen mechanischen Abtastfühler 22, der einen bezüglich des Fadenballons
B konkav gewölbten, jeweils endseitig schwenkbar gelagerten Bügel 26A aufweist, der
von außen am Fadenballons B anliegt. Der Bügel 26A weist eine in Richtung des Fadenballons
B auskragende Auswölbung 31 auf, durch die der Kontakt des laufenden Außenfadens 5
mit dem Bügel 26A minimiert und damit der Faden geschont wird.
Die Schwenkachse 29A des Bügels 26A steht rechtwinklig zur Rotationsachse 30 des Fadenballons
B und ist so angeordnet, dass der Bügel 26a durch den Fadenballon B angehoben und
dabei in einer Betriebsstellung BS positioniert wird, die, wie im Ausführungsbeispiel
der Fig.2, durch die zugehörige Sensoreinrichtung 24 erkannt und über die Signalleitung
25, als elektrisches Signal i, zur Weiterverarbeitung an den Regelkreis 18 geschickt
wird.
[0059] Die in der Fig.4 dargestellte Ausführungsform eines Abtastfühlers 22 entspricht in
wesentlichen Punkten der durch die Fig. 3 bereits bekannte Ausführungsform eines Abtastfühlers.
Das heißt, der Abtastfühler 22 weist einen bezüglich des Fadenballons B konkav gewölbten,
jeweils endseitig schwenkbar gelagerten Bügel 26B auf.
Der Bügel 26B liegt allerdings von innen am Fadenballons B an und verfügt deshalb
über eine in Richtung des Fadenballons B nach außen auskragende Auswölbung 31 B, durch
die, wie vorstehend bereits erläutert, der Kontakt des laufenden Außenfadens 5 mit
dem Bügel 26B minimiert und damit der Faden geschont wird, was sich positiv auf die
Garnqualität auswirkt.
Auch die Schwenkachse 29B des Bügels 26B steht rechtwinklig zur Rotationsachse 30
des Fadenballons B und ist so angeordnet, dass der Bügel 26A durch den Fadenballon
B angehoben und dabei in einer Betriebsstellung BS positioniert wird, die, wie im
Ausführungsbeispiel der Figuren 2 und 3, durch die zugehörige Sensoreinrichtung 24
erkannt und über die Signalleitung 25, als elektrisches Signal i, zur Weiterverarbeitung
an den Regelkreis 18 geschickt wird.
[0060] In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen kann der Abtastfühler 22 allerdings auch
als federkraftbeaufschlagter, von außen am Fadenballon B anliegender Tastfinger 32
ausgebildet sein.
Der Tastfinger 32 kann dabei, wie in Fig.5 dargestellt, linear ausgebildet sein oder,
wie in Fig.6 gezeigt, eine bezüglich des Fadenballons B konkave Auswölbung 33 aufweisen.
[0061] Bei der in Fig.5 dargestellten linearen Ausbildung des Tastfingers 32 ist es vorteilhaft,
den Tastfinger 32 aus einem elastischen, abriebfesten Material, beispielsweise aus
Federstahl, zu fertigen und den Tastfinger 32 an einer seiner Endseiten in einer Lagerstelle
34 so zu lagern, dass er, am Fadenballon B des laufenden Außenfadens 5 anliegend,
vom Garn in einer Betriebsstellung BS positioniert wird, die, wie vorstehend erläutert,
durch eine Sensoreinrichtung 24 erkannt und an den Regelkreis 18 gemeldet wird.
[0062] Wenn der Tastfinger 32A, wie in Fig.6 dargestellt, eine bezüglich des Fadenballons
B konkave Auswölbung 33 aufweist, ist es zweckmäßig, den Tastfinger 32A an einer seiner
Endseiten in einem Schwenklager 35 zu lagern und an seiner gegenüberliegenden Endseite
durch ein Federelement 36 so zu beaufschlagen, dass der Tastfinger 32A am Fadenballon
B des laufenden Außenfadens 5 anliegend, vom Garn in einer Betriebsstellung BS positioniert
wird, die durch die Sensoreinrichtung 24 erkannt und an den Regelkreis 18 gemeldet
wird.
1. Vorrichtung zum Ermitteln des Durchmessers eines durch einen laufenden Faden gebildeten
Fadenballons (B) an einer Arbeitsstelle (1) einer Textilmaschine,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsstelle (1) über einen mechanischen, kontaktbehafteten Abtastfühler (22)
verfügt, der so ausgebildet und angeordnet ist, dass er während des Betriebes der
Arbeitsstelle (1) durch ein den Fadenballon (B) bildendes Garn in einer vom Durchmessers
eines Fadenballons (B) abhängigen Betriebsstellung (BS) positioniert wird, und
dass eine Sensoreinrichtung (24) vorhanden ist, die die Betriebsstellung (BS) des Abtastfühlers
(22) erfasst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) im Ruhezustand einer Spindel (2) der Arbeitsstelle (1) am Spulentopf
(19) anliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) als bezüglich des Fadenballons (B) konvex gewölbter, jeweils
endseitig schwenkbar gelagerter Bügel (26) ausgebildet ist, der von außen am Fadenballon
(B) anliegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) als bezüglich des Fadenballons (B) konkav gewölbter, jeweils
endseitig schwenkbar gelagerter Bügel (26A) ausgebildet ist, der von außen am Fadenballon
(B) anliegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) als bezüglich des Fadenballons (B) konkav gewölbter, jeweils
endseitig schwenkbar gelagerter Bügel (26B) ausgebildet ist, der von innen am Fadenballon
(B) anliegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) in dem Bereich, in dem er den Fadenballon (B) tangiert, eine
in Richtung Fadenballon (B) weisende Auswölbung (31, 31 B) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) als federkraftbeaufschlagter, von außen am Fadenballon (B)
anliegender Tastfinger (32, 32A) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Tastfinger (32A) eine bezüglich des Fadenballons (B) konkave Auswölbung (33)
aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (6) vorgesehen ist, mittels derer, abhängig vom Durchmesser des
Fadenballons (B), die Fadenspannung eines Außenfadens (5) einstellbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (6) zur Beeinflussung der Fadenspannung des Außenfadens (5) an einen
Regelkreis (18) angeschlossen ist, der die Signale i der Sensoreinrichtung (24) verarbeitet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) wahlweise in einer Ruhestellung (RS) positionierbar ist, in
der kein Kontakt zum Fadenballon (B) gegeben ist.
12. Verfahren zum Ermitteln des Durchmessers eines durch einen laufenden Außenfaden (5)
gebildeten Fadenballons (B) an einer Arbeitsstelle (1) einer Textilmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsstellung (BS) des Abtastfühlers (22), die durch den Durchmesser des Fadenballons
(B) vorgegeben wird, durch die Sensoreinrichtung (24) erfasst wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) beim Start der Arbeitsstelle (1) sofort wirksam wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Sensoreinrichtung (24) erfasste Betriebsstellung (BS) des Abtastfühlers
(22) im Regelkreis (18) verarbeitet und in der Einrichtung (6) zur Beeinflussung der
Fadenspannung des Außenfadens (5) und/oder eines Innenfadens (16) an einer Kabliermaschine
genutzt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Regelkreis (18) die Einrichtung (6) derart regelt, dass der Fadenballon (B) stets
einen optimalen Durchmesser aufweist.
16. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) vorzugsweise in der Start/Stopp-Phase einer Arbeitsstelle (1)
der Textilmaschine zum Einsatz kommt, während des Normalbetriebes der Arbeitsstelle
(1) aber in einer Außerbetriebsstellung positioniert ist.
17. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtastfühler (22) zur Fadenbruchüberwachung benutzt wird.