[0001] Die Erfindung betrifft ein modulares Baukastensystem zum Errichten eines Raums gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die Verwendung eines solchen modularen Baukastensystems
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14 und einen Raum oder ein Raumsystem gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 15.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Leichtbausysteme bekannt, die zum Errichten
temporärer oder dauerhafter Räume geeignet sind. Bei diesen Systemen werden häufig
unterschiedlich ausgestaltete Module miteinander verbunden. Die einzelnen Module sind
dabei teilweise recht komplex ausgestaltet und werden häufig durch Metallplatten gebildet,
die in seitlich angeordnete Stützprofile eingeschoben werden. Es sind auch Systeme
bekannt, bei denen Verbundplatten von Stützprofilen aufgenommen werden. Derartige
Verbundplatten bestehen beispielsweise aus einer zentralen Gipskartonplatte, die von
isoliertem Material umgeben wird und durch eine dünnere Metallplatte abgeschlossen
wird.
[0003] Aus der
WO 2012/063089 A1 sind Wandelemente zum temporären Aufbau eines Messestandes bekannt. Diese Wandelemente
bestehen aus einem einfachen Rahmen, sodass mit ihnen ein einseitiges Wandsystem aufgebaut
werden kann. Die Wandelemente gestatten eine zweidimensionale Konstruktion eines Messestandes
(in Höhe und Breite), nicht jedoch eine definierte Tiefenausgestaltung der Wände eines
solchen Messestandes.
[0004] Aus der
DE 10 2009 022 479 A1 ist ein mobiles modulares Wandsystem bekannt, dessen einzelne Rahmenelemente keine
Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Tiefe der damit aufzubauenden Wände gestatten.
Durch den Einsatz von miteinander verbundener Blechrahmen wird eine verhältnismäßig
starre, unflexible Konstruktion bereitgestellt.
[0005] Die
US 4,934,858 A beschreibt ein Befestigungsgerät, das bei Tragstrukturen eingesetzt werden kann.
Diese Tragstrukturen umfassen dabei keine vorgefertigten Module, sondern einzelne,
miteinander zu verbindende Profile.
[0006] Die
DE 20 2015 100 228 U1 beschreibt eine Einrichtung zur Schallabsorption, die mindestens ein Trägerelement
aufweist, welches mit einem anderen Trägerelement durch ein Verbindungselement verbunden
werden kann. Die Verbindungselemente sind dabei an den Ecken der Trägerelemente angeordnet
und gestatten insbesondere das Übereinanderstapeln von würfelförmig ausgestalteten
Elementen, die durch die Trägerelemente aufgespannt werden.
[0007] Die
US 2005/0279033 A1 beschreibt ein Wandsystem, das aus einer Vielzahl modularer Wandabschnitte besteht
und beispielsweise zum Aufbau von Laborbänken eingesetzt werden kann. Dabei ist es
vorgesehen, ein Auflageelement zum Lagern einer Arbeitsfläche an einer Strebe der
Wandmodule anzubringen.
[0008] All diese Systeme aus dem Stand der Technik sind verhältnismäßig komplex aufgebaut
und benötigen eine Vielzahl unterschiedlicher Bauteile.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein modulares Baukastensystem
zur Errichtung eines Raumes bereitzustellen, das einfacher als die aus dem Stand der
Technik bekannten Systeme aufgebaut ist und dessen einzelne Elemente leichter hergestellt
werden können. Insbesondere soll ein System bereitgestellt werden, dass mit einer
möglichst geringen Anzahl von einzelnen Elementen auskommt und das dennoch eine große
Gestaltungsfreiheit bei der Errichtung eines Raumes bietet.
[0010] Diese Aufgabe wird mit einem modularen Baukastensystem zum Errichten eines Raums
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein solches modulares Baukastensystem weist
eine Vielzahl erster Modulelemente auf, die miteinander verbunden werden können, um
einen Raum zu bilden. Die Verbindung kann dabei beispielsweise durch eine Verschraubung
oder eine andere lösbare Verbindung realisiert werden, um den Abbau des Raumes zu
erleichtern, wenn der Raum nicht mehr benötigt wird.
[0011] Erfindungsgemäß zeichnet sich das modulare Baukastensystem dadurch aus, dass die
einzelnen ersten Modulelemente die nachfolgend näher erläuterten konstruktiven Elemente
aufweisen.
[0012] Zunächst weist jedes erste Modulelement einen ersten Rahmen auf, der durch eine erste
äußere Rahmenstruktur und eine erste innere Rahmenstruktur gebildet ist. Die erste
äußere Rahmenstruktur definiert eine Höhe und eine Breite des ersten Rahmens. Das
heißt, die Außenmaße der ersten äußeren Rahmenstruktur geben die Außenmaße des ersten
Rahmens wieder. Die erste innere Rahmenstruktur ist innerhalb der ersten äußeren Rahmenstruktur
angeordnet und weist mindestens eine erste Strebe auf. Sie dient zur Versteifung der
ersten äußeren Rahmenstruktur und zur Definition einzelner Kompartimente innerhalb
der ersten äußeren Rahmenstruktur.
[0013] Die ersten Modulelemente weisen ferner einen zweiten Rahmen auf. Dieser zweite Rahmen
weist eine zweite äußere Rahmenstruktur und eine zweite innere Rahmenstruktur auf.
Die zweite äußere Rahmenstruktur gibt eine Höhe und eine Breite des zweiten Rahmens
vor. Innerhalb der zweiten äußeren Rahmenstruktur ist eine zweite innere Rahmenstruktur
angeordnet, die zumindest eine zweite Strebe aufweist. In gleicher Weise, wie die
erste innere Rahmenstruktur zur Versteifung und Kompartimentierung der ersten äußeren
Rahmenstruktur dient, dient die zweite innere Rahmenstruktur zur Versteifung und Bildung
von Kompartimenten in der zweiten äußeren Rahmenstruktur.
[0014] Der erste Rahmen und der zweite Rahmen sind voneinander getrennte Bauelemente, die
miteinander durch Verbindungselemente verbunden sind, wie nachfolgend erläutert wird.
[0015] Ferner weisen die ersten Modulelemente mehrere Verbindungselemente auf, durch die
der erste Rahmen mit dem zweiten Rahmen verbunden ist. Die Verbindung ist dabei derart
ausgestaltet, dass die Außenseiten des ersten Rahmens mit den Außenseiten des zweiten
Rahmens fluchten. Ferner wird durch die Verbindungselemente zwischen dem ersten Rahmen
und dem zweiten Rahmen ein Hohlraum gebildet. Dieser Hohlraum erstreckt sich senkrecht
zu einer Fläche, die von dem ersten Rahmen (insbesondere von der ersten äußeren Rahmenstruktur)
gebildet wird, und senkrecht zu einer Fläche, die von dem zweiten Rahmen (insbesondere
von der zweiten äußeren Rahmenstruktur gebildet wird. Der Hohlraum ist folglich zwischen
dem ersten Rahmen und dem zweiten Rahmen angeordnet Dieser Hohlraum kann dazu verwendet
werden, Versorgungs- und Entsorgungsleitungen oder Rohre innerhalb der ersten Modulelemente
zu führen. Der Hohlraum kann auch als Funktionssegment bezeichnet werden. Wenn mehrere
Modulelemente miteinander verbunden werden, sind die einzelnen Hohlräume bzw. Funktionssegmente
dieser Modulelemente miteinander verbunden. Dabei ist ein freier Übergang zwischen
den einzelnen Modulelementen im Bereich des Hohlraums bzw. des Funktionssegments gebildet.
Folglich wird ein durchgängiges Funktionssegment (gebildet aus den einzelnen Funktionssegmenten
einzelner Modulelemente) bereitgestellt. Das heißt, Versorgungsleitungen, Entsorgungsleitungen
und Rohre können durch unterschiedliche Modulelemente hindurch in dem durchgängigen
Funktionssegment geführt werden.
[0016] Die Höhe und die Breite des zweiten Rahmens können sich von der Höhe und der Breite
des ersten Rahmens unterscheiden. Durch eine unterschiedliche Höhe beider Rahmen kann
beispielsweise eine Schräge auf der Oberseite des Modulelements realisiert werden.
Typischerweise entspricht auch in einem solchen Fall, wenn eine Schräge auf der Oberseite
der Modulelemente ausgebildet werden soll, die Breite des zweiten Rahmens der Breite
des ersten Rahmens. Darüber hinaus ist es in einer Variante möglich, dass alternativ
oder zusätzlich die Höhe des zweiten Rahmens der Höhe des ersten Rahmens entspricht.
Wenn in dieser Variante auch die Breite des zweiten Rahmens der Breite des ersten
Rahmens entspricht, weist der zweite Rahmen dieselben Dimensionen wie der erste Rahmen
auf. Dann lassen sich die Rahmen besonders gut miteinander verbinden und die derart
gebildeten Modulelemente gut lagern und gut miteinander verbauen.
[0017] An einer ersten seitlichen Außenseite des Modulelementes ist ein Distanzelement an
dem ersten Rahmen angeordnet, das sich entlang einer Längserstreckungsrichtung der
ersten äußeren Rahmenstruktur erstreckt. Das heißt, das Distanzelement erstreckt sich
beispielsweise entlang der Längserstreckungsrichtung einer Seitenstrebe der ersten
äußeren Rahmenstruktur. Dieses Distanzelement kann beispielsweise dazu verwendet werden,
um ein Abdeckelement zu fixieren. Zu diesem Zweck können in dem Distanzelement Durchbrüche
vorgesehen sein, durch die Schrauben zur Fixierung des Abdeckelements hindurch greifen
können. Durch ein derartiges Distanzelement wird ein geringer Abstand zwischen der
Rahmenkonstruktion eines ersten Modulelements und der Rahmenkonstruktion eines an
dem ersten Modulelement befestigten weiteren Modulelements gebildet.
[0018] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dann, wenn neben einem Distanzelement
an dem ersten Rahmen auch ein Distanzelement an dem zweiten Rahmen angeordnet ist,
und zwar an einer zweiten seitlichen Außenseite des Modulelementes, die der ersten
seitlichen Außenseite des Modulelementes gegenüberliegt. Dabei erstreckt sich das
Distanzelement wiederum entlang der Längserstreckungsrichtung der zweiten äußeren
Rahmenstruktur. Dann stoßen bei der Aneinanderreihung verschiedener erster Modulelemente
die Modulelemente immer derart aneinander, dass sich zwischen den Modulelementen genau
zwei Distanzelemente befinden, von denen eines an dem ersten Rahmen und das andere
an dem zweiten Rahmen angeordnet ist. Der Abstand zwischen den Modulelementen ergibt
sich dann aus der Breite eines dieser Distanzelemente. Es kommt dabei nicht auf die
Orientierung der einzelnen Modulelemente an. Vielmehr können die Modulelemente in
beliebiger Weise gedreht werden und doch stets miteinander in der vorgenannten Art
und Weise verbunden werden.
[0019] Dies kann durch ein Beispiel veranschaulicht werden: Befindet sich das Distanzelement
an dem ersten Rahmen beispielsweise beim Blick auf ein entsprechend ausgestaltetes
Modulelement vorne links, dann befindet sich das an dem zweiten Rahmen angeordnete
Distanzelement desselben Modulelements hinten rechts. Dreht man nun das Modulelement
um eine senkrecht stehende Mittelachse, befindet sich das Distanzelement am zweiten
Rahmen vorne links und das Distanzelement am ersten Rahmen hinten rechts. Das heißt,
das Modulelement kann in beliebiger Orientierung mit einem benachbarten Modulelement
verbunden werden.
[0020] Die Breite der Distanzelemente ist dabei vorzugsweise klein gegenüber der Breite
der Modulelemente und auch klein gegenüber der Breite der für den Aufbau der äußeren
Rahmenstruktur verwendeten Streben. Vorzugsweise weist das Distanzelement maximal
die halbe Breite der für den Aufbau der äußeren Rahmenstruktur verwendeten Streben
auf, insbesondere eine Breite von 0,1 bis 0,5, insbesondere 0,2 bis 0,4, insbesondere
0,25 bis 0,3 mal der Breite der für den Aufbau der äußeren Rahmenstrukturen verwendeten
Streben.
[0021] In einer Variante bestehen die erste äußere Rahmenstruktur und/oder die zweite äußere
Rahmenstruktur jeweils aus zwei einander gegenüberliegenden Seitenstreben sowie einer
Unterstrebe, die die beiden Seitenstreben miteinander verbindet, sowie einer Oberstrebe,
die die beiden Seitenstreben ebenfalls verbindet und der Unterstrebe gegenüberliegend
angeordnet ist.
[0022] Vorzugsweise ist dabei zwischen einer ersten der beiden Seitenstreben und der Unterstrebe,
zwischen der ersten Seitenstrebe und der Oberstrebe, zwischen einer zweiten der beiden
Seitenstreben und der Unterstrebe sowie zwischen der zweiten Seitenstrebe und der
Oberstrebe jeweils ein rechter Winkel ausgebildet, sodass die beiden Seitenstreben,
die Unterstrebe und die Oberstrebe ein Rechteck bilden. Die Oberstrebe und die Unterstrebe
schließen dabei vorzugsweise nach oben bzw. unten bündig mit den beiden Seitenstreben
ab und sind zwischen diesen angeordnet. Die Höhe der ersten äußeren Rahmenstruktur
bzw. der zweiten äußeren Rahmenstruktur wird dann durch die Länge der beiden Seitenstreben
vorgegeben. Die Breite der ersten äußeren Rahmenstruktur bzw. der zweiten äußeren
Rahmenstruktur wird dann durch die Länge der Unterstrebe bzw. der Oberstrebe zuzüglich
der Breite beider Seitenstreben definiert.
[0023] Die Länge der Verbindungselemente, die den ersten Rahmen mit dem zweiten Rahmen verbinden,
gibt die Größe des Hohlraums vor, der zwischen den beiden Rahmen gebildet ist. Sind
die Verbindungselemente lang, ist der Hohlraum verhältnismäßig groß. Sind die Verbindungselemente
hingegen kürzer, wird auch der Hohlraum kleiner.
[0024] Durch die fluchtende Anordnung beider Rahmen zueinander weisen die Modulelemente
des erfindungsgemäß beanspruchten Baukastensystems eine bündig abschließende sandwichartige
Struktur auf, die nach außen durch die beiden Rahmen definiert wird. Vorzugsweise
schließen auch die Verbindungselemente bündig mit den Außenseiten der beiden Rahmen
ab, sodass die Verbindungselemente zusätzlich zur definierten sandwichartigen Struktur
der Modulelemente beitragen.
[0025] In einer Variante weist das Baukastensystem mindestens ein erstes Abdeckelement zum
zumindest teilweisen Abdecken einer Außenseite des ersten Rahmens und mindestens ein
zweites Abdeckelement zum zumindest teilweisen Abdecken einer Außenseite des zweiten
Rahmens auf. Die Außenseite des ersten Rahmens ist dabei die Seite des ersten Rahmens,
die vom zweiten Rahmen weg weist. Die Außenseite des zweiten Rahmens ist diejenige
Seite des zweiten Rahmens, die vom ersten Rahmen weg weist. Demgegenüber sind die
Innenseiten des ersten Rahmens und des zweiten Rahmens zum Hohlraum hin orientiert.
[0026] Das erste Abdeckelement und das zweite Abdeckelement dienen dazu, die Rahmenkonstruktion
der Modulelemente zu verkleiden, wenn einzelne Modulelemente miteinander verbunden
sind. Das erste Abdeckelement und das zweite Abdeckelement sind vorzugsweise derart
ausgestaltet, dass sie leicht auf den ersten Rahmen bzw. den zweiten Rahmen aufgesetzt
werden können, aber auch leicht von den ersten Rahmen bzw. dem zweiten Rahmen abgenommen
werden können, falls ein Abbau des Raumes oder eine andere Nutzung des spezifischen
Modulelementes gewünscht ist. Beispielsweise können sie mit dem ersten Rahmen bzw.
dem zweiten Rahmen durch eine Steckverbindung oder durch eine Schraubverbindung verbunden
werden.
[0027] In einer Variante unterscheiden sich die Abdeckelemente, die auf der Außenseite eines
Modulelements angebracht werden, von den Abdeckelementen, die auf der Innenseite eines
Modulelementes angebracht werden. Beispielsweise ist es möglich, einen Spülraum durch
die Modulelemente aufzubauen, bei dem die Abdeckelemente auf der Innenseite fluiddicht,
insbesondere flüssigkeitsdicht, insbesondere wasserdicht, ausgebildet und miteinander
verbunden sind. Dabei können Dichtungen vorgesehen sein, die ein einfaches Abnehmen
einzelner Abdeckelemente auf der Innenseite der Modulelemente nicht ohne Zerstörung
der Dichtung ermöglichen. Auf diese Weise wird ein besonders dichter Innenbereich
des Spülraums bereitgestellt. Gleichzeitig können auf der Außenseite in der oben beschriebenen
Weise nicht fluiddicht verbundene, abnehmbare Modulelemente angebracht werden, um
auf die Hohlräume bzw. Funktionssegmente der einzelnen Modulelemente zugreifen zu
können. Dann ist es problemlos möglich, auf Dämmmaterialien, Rohre, Elektroleitungen,
EDV-Leitungen, andere Versorgungsleitungen oder andere Entsorgungsleitungen im Bedarfsfall
von der Außenseite des derart aufgebauten Spülraumes zuzugreifen.
[0028] In einer Variante sind der erste Rahmen und der zweite Rahmen und/oder das erste
Abdeckelement und das zweite Abdeckelement baugleich ausgeführt. Auf diese Weise lässt
sich die Anzahl der für das modulare Baukastensystem herzustellenden Teile signifikant
reduzieren. Dadurch reduziert sich nicht nur der Herstellungsaufwand. Auch die Auswahl
der für einen bestimmten zu errichtenden Raum benötigten Teile, der Transport dieser
Teile, die Lagerung dieser Teile und letztlich der Aufbau des Raumes werden signifikant
vereinfacht, wenn die Anzahl der hierfür benötigten unterschiedlichen Teile möglichst
gering gehalten wird.
[0029] Beispielsweise ist es möglich, erste Modulelemente in hoher Stückzahl vorzufertigen
und diese zum gewünschten Aufstellungsort in kompakter Weise zu transportieren. In
gleicher Weise können Abdeckelemente, die sowohl für die Vorderseite als auch für
die Rückseite der Modulelemente geeignet sind (die also gleichermaßen dafür geeignet
sind, an die Außenseite des ersten Rahmens oder die Außenseite des zweiten Rahmens
angebracht zu werden) in großer Stückzahl vorproduziert und ebenfalls in kompakter
Art und Weise zum gewünschten Aufstellungsort transportiert werden. Dies reduziert
den für die Lagerung und den Transport benötigten Raum erheblich, sodass weitaus flexibler
auf unterschiedlich umfangreiche Bestellungen reagiert werden kann, als wenn aus dem
Stand der Technik bekannte Baukastensysteme zum Errichten von Räumen verwendet werden.
[0030] In einer Variante verläuft die erste Strebe parallel zu einer Oberseite oder einer
Unterseite der ersten äußeren Rahmenstruktur. Alternativ oder zusätzlich kann die
zweite Strebe parallel zu einer Oberseite oder eine Unterseite der zweiten äußeren
Rahmenstruktur verlaufen. Beispielsweise können die erste Strebe und die zweite Strebe
parallel zu einer Unterstrebe bzw. einer Oberstrebe des jeweiligen Rahmens verlaufen.
Bei einer rechteckigen Ausgestaltung der äußeren Rahmenstruktur wird dabei durch die
erste Strebe bzw. zweite Strebe ein kleineres Rechteck innerhalb der ersten äußeren
Rahmenstruktur bzw. innerhalb der zweiten äußeren Rahmenstruktur gebildet. Dadurch
wird die jeweilige äußere Rahmenstruktur versteift. Zusätzlich wird in einer Variante
ein Bereich definiert, der die Größe der einzusetzenden Abdeckungen vorgibt und von
der Abdeckung dann vollständig überdeckt wird. Dabei unterstützen dann die erste Strebe
bzw. die zweite Strebe die auf die Außenseite des jeweiligen Rahmens aufgesetzte Abdeckung,
so dass das entsprechende Abdeckelement mit einer geringeren Wandstärke ausgebildet
werden kann, als wenn es ohne unterstützende Strebe alleine die erforderliche Steifheit
aufweisen müsste.
[0031] In einer Variante sind alle ersten Streben parallel zueinander angeordnet. Alternativ
oder zusätzlich sind in dieser Variante zudem alle zweiten Streben parallel zueinander
angeordnet. Das heißt, es sind keine schräg verlaufenden Streben vorgesehen. Durch
diese parallele Anordnung der durch die Streben gebildeten inneren Rahmenstrukturen
kann eine Unterteilung der äußeren Rahmenstrukturen in kleinere Rechteckstrukturen
erreicht werden. Diese Rechteckstrukturen können jeweils die gleiche Größe oder aber
voneinander verschiedene Größen aufweisen. In einer Variante sind genau zwei Größen
für die durch die inneren Rahmenstrukturen definierten Rechteckkonstruktionen vorgesehen.
[0032] In einer Variante weist die erste Strebe eine Länge auf, die einer inneren Breite
der ersten äußeren Rahmenstruktur entspricht. Diese innere Breite der ersten äußeren
Rahmenstruktur kann beispielsweise der Länge einer Unterstrebe oder einer Oberstrebe
entsprechen. Die erste Strebe kann dann folglich in dem Bereich aufgenommen werden,
der zwischen der ersten Seitenstrebe und der zweiten Seitenstrebe der äußeren Rahmenstruktur
gebildet wird. In gleicher Weise kann die zweite Strebe ausgebildet sein und eine
Länge aufweisen, die einer inneren Breite der zweiten äußeren Rahmenstruktur entspricht.
[0033] Um verschiedenen Anforderungen Genüge zu tun und einen gewissen Gestaltungsspielraum
zu haben, gleichzeitig jedoch die Konstruktion der ersten Modulelemente möglichst
einfach zu gestalten, kann ein Abstand zwischen einzelnen Streben der inneren Rahmenstruktur
bzw. zwischen einer Strebe der inneren Rahmenstruktur und einer Oberseite oder Unterseite
der äußeren Rahmenstruktur nicht frei gewählt werden, sondern maximal zwei definierte
Werte annehmen. Als "Abstand" zwischen zwei Strukturen bzw. Streben kann dabei jeweils
der Abstand zwischen den Mittelpunkten bzw. Mittellinien dieser Strukturen bzw. Streben
angesehen werden. In dieser Ausgestaltung ist es also möglich, dass die einzelnen
Streben einen großen Abstand oder aber einen kleinen Abstand zueinander aufweisen.
[0034] Wenn die äußere Rahmenstruktur rechtwinklig ausgebildet ist und auch die Streben
der inneren Rahmenstruktur parallel zu einer Oberseite oder Unterseite der äußeren
Rahmenstruktur angeordnet sind, werden durch diese unterschiedlichen Abstände dann
kleine Rechteckstrukturen oder große Rechteckstrukturen innerhalb der äußeren Rahmenstruktur
gebildet. In dieser Variante ist es sinnvoll, wenn Abdeckelemente zweier unterschiedlicher
Größen (nämlich große Abdeckelemente und kleine Abdeckelemente) in dem modularen Baukastensystem
bereitgestellt werden. Die großen Abdeckelemente können dann gerade eine große Rechteckstruktur
überdecken, während die kleinen Abdeckelemente eine kleine Rechteckstruktur überdecken
können.
[0035] Die vorgenannte Ausgestaltung des Abstands zwischen einzelnen Streben betrifft insbesondere
den Abstand zwischen der ersten Strebe und einer Oberseite (oder einer Oberstrebe),
den Abstand zwischen der ersten Strebe und einer Unterseite (oder einer Unterstrebe)
der ersten äußeren Rahmenstruktur und/oder einen Abstand zwischen zwei übereinander
angeordneten ersten Streben und/oder einen Abstand zwischen der zweiten Strebe und
einer Oberseite (oder einer Oberstrebe) der zweiten äußeren Rahmenstruktur und/oder
der zweiten Strebe und einer Unterseite (oder einer Unterstrebe) der zweiten äußeren
Rahmenstruktur und/oder einen Abstand zwischen zwei übereinander angeordneten zweiten
Streben.
[0036] In einer weiteren Variante sind zumindest einige der Verbindungselemente auf derselben
Höhe über einer Unterseite oder Unterstrebe des ersten Rahmens an den äußeren Rahmenstrukturen
dieser Rahmen befestigt wie die erste Strebe und/oder die zweite Strebe. Dadurch ergibt
sich auf einer höheren Ebene der ersten Modulelemente eine umlaufende Strebenanordnung
bestehend aus der ersten Strebe, einem ersten Verbindungselement, der zweiten Strebe
und einem zweiten Verbindungselement. Es ist möglich, mehrere derartige umlaufende
Strebenanordnungen innerhalb der ersten Modulelemente vorzusehen, die dann für eine
Unterteilung der äußeren Rahmenstrukturen in kleinere Strukturen sorgen.
[0037] In einer weiteren Variante ist zwischen der ersten Strebe und der zweiten Strebe
ein flächiges Einlageelement angeordnet. Dieses flächige Einlageelement erstreckt
sich über einen gesamten Querschnitt des Hohlraums im Bereich der ersten Strebe und
der zweiten Strebe. Das heißt, das flächige Einlageelement wird seitlich durch die
erste Strebe und die zweite Strebe flankiert und kann sich auf diesen abstützen. Wenn
auf der Höhe der ersten Strebe und der zweiten Strebe zusätzliche Verbindungselemente
angeordnet sind, kann sich das Einlageelement alternativ oder zusätzlich auch auf
den Verbindungselementen abstützen. Durch das Einlageelement wird ein Zwischenboden
im Hohlraum zwischen dem ersten Rahmen und dem zweiten Rahmen gebildet, der zur Abstützung
von Versorgungs- und Entsorgungsleitungen wie etwa Elektroleitungen oder Sanitärleitungen
dienen kann. Dabei ist es möglich und angedacht, mehr als ein flächiges Einlageelement
pro Modulelement vorzusehen. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Ebene zur Abstützung
von Elektroleitungen und eine Ebene zur Abstützung von Sanitärleitungen geschaffen
werden. Auch wenn das Einlageelement nicht zur Abstützung derartiger Leitungen verwendet
wird, kann durch den Einsatz mindestens eines solchen Einlageelements eine interne
Kompartimentierung des Hohlraums erfolgen, die einen Aufnahmeraum für entsprechende
Versorgungs- oder Entsorgungsleitungen bilden kann.
[0038] Um für ein möglichst geringes Gewicht bei dennoch ausreichender Stabilität der Modulelemente
zu sorgen, weisen der erste Rahmen und/oder der zweite Rahmen in einer Variante Leichtmetallhohlprofile
auf. Vorzugsweise bestehen sie aus derartigen Leichtmetallhohlprofilen. Aluminiumhohlprofile
sind besonders geeignete Leichtmetallhohlprofile.
[0039] In einer Variante erstrecken sich die erste äußere Rahmenstruktur und/oder die zweite
äußere Rahmenstruktur in jeweils einer Ebene. Das heißt, die beiden Rahmenstrukturen
sind vorzugsweise flächig angeordnet, sodass sie von einem flächig erstreckten Abdeckelement
überdeckt werden können. Dadurch ist es möglich, mittels der ersten Modulelemente
gerade Wände eines zu errichtenden Raumes zu realisieren.
[0040] Bei den Abdeckelementen kann es sich in einer Variante um Wandelemente oder Fensterelemente
handeln. Dabei können an einem Modulelement beispielsweise nur Wandelemente als Abdeckelement
vorgesehen sein, während an einem anderen Modulelement sowohl Wandelemente als auch
Fensterelemente als Abdeckelemente vorgesehen sein können. Typischerweise sind die
auf der Vorderseite und der Rückseite der einzelnen Modulelemente (also am ersten
Rahmen und am zweiten Rahmen) angeordneten Abdeckelemente auf einer definierten Höhe
des Modulelementes identisch. Wenn also auf der Vorderseite des Modulelementes ein
Fensterelement vorgesehen ist, ist auch auf der Rückseite des Modulelementes auf derselben
Höhe ein Fensterelement vorgesehen. Oberhalb des Fensterelementes und unterhalb des
Fensterelementes können dann Wandelemente angeordnet sein.
[0041] Die Fensterelemente können beispielsweise eine Größe aufweisen, die der Größe großer
Abdeckelement entspricht. Die Wandelemente können beispielsweise eine Größe aufweisen,
die der Größe großer Abdeckelemente oder kleiner Abdeckelemente entspricht.
[0042] In einer Variante ist es vorgesehen, dass die verschiedenen ersten Abdeckelemente
und/oder die verschiedenen zweiten Abdeckelemente in maximal zwei voneinander verschiedenen
Größen vorliegen. Wie bereits oben erläutert, lassen sich diese in maximal zwei Größen
vorliegenden Abdeckelemente dann einfach über durch die innere Rahmenstruktur gebildete
Bereiche entsprechender Größe legen.
[0043] In einer weiteren Variante gibt es im modularen Baukastensystem neben den Modulelementen
mindestens ein weiteres Element. Bei diesem weiteren Element kann es sich beispielsweise
um ein Eckelement, ein Zwischenelement, ein Verteilerelement, ein Torelement oder
ein Türelement handeln, wobei beliebige Kombinationen der vorgenannten Elemente für
die Zusammenstellung des modularen Baukastensystems möglich sind.
[0044] Eckelemente dienen der Verbindung zweier erster Modulelemente über Eck, also um eine
Ecke eines Raumes auszubilden.
[0045] Zwischenelemente dienen zur Vergrößerung des Abstandes zweier benachbarter erster
Modulelemente, um beispielsweise ein an einer gegenüberliegenden Seite des Raums ausgebildetes
Maß aufzunehmen.
[0046] Verteilerelemente können auch als T-Elemente bezeichnet werden und dienen dem Anschluss
einer Zwischenwand bzw. Trennwand an eine durchlaufende Wand.
[0047] Bei einem Torelement kann es sich beispielsweise um ein Rolltorelement handeln, mit
dem ein Rolltor in der Außenwand, die durch die ersten Modulelemente gebildet wird,
ausgebildet werden kann.
[0048] Ein Türelement dient dazu, eine Tür innerhalb der Wand, die durch die ersten Modulelemente
gebildet wird, vorzusehen. Ein solches Türelement kann eine Türzarge aufweisen, in
die eine Tür mithilfe von Scharnieren eingehängt werden kann. Ein derartiges Türelement
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass im Öffnungsbereich der Tür keine Streben
vorgesehen sind, wie sie beispielsweise in den inneren Rahmenstrukturen der ersten
Modulelemente ausgebildet ist, um einen ungehinderten Durchgang durch die Tür zu ermöglichen.
[0049] In einer weiteren Variante umfasst das modulare Baukastensystem neben den ersten
Modulelementen auch zweite Modulelemente, die als Deckenmodule ausgestaltet sind.
Derartige Deckenmodule dienen dazu, eine Decke für den Raum auszubilden, der durch
die ersten Modulelemente aufgebaut ist. Dadurch wird der Raum nicht nur seitlich,
sondern auch nach oben abgeschlossen. In derartigen zweiten Modulelementen sind regelmäßig
Bereiche vorgesehen, durch die hindurch Elektroleitungen zum Anschluss von Deckenlampen
geführt werden können.
[0050] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines modularen Baukastensystems gemäß
den vorherigen Erläuterungen zur Errichtung eines Raums oder eines Raumsystems. Bei
diesem Raum kann es sich insbesondere um einen von einer Person begehbaren Raum, wie
etwa ein Büro oder ein Labor handeln. Mehrere miteinander verbundene Räume bilden
ein Raumsystem. Auch Kombinationen von Büros und Labors sind durch das Einziehen von
Zwischenwänden, die ebenfalls aus den ersten Modulelementen bestehen können, möglich.
[0051] Grundsätzlich kann ein solcher Raum im Freien errichtet werden. Das vorliegend beanspruchte
modulare Baukastensystem eignet sich aber insbesondere dafür, einen oder mehrere Räume
in einem bestehenden Innenbereich, wie etwa einer großen Halle, zu errichten. Es handelt
sich bei den Modulelementen also vorzugsweise um Indoor-Modulelemente. Auf diese Weise
können beispielsweise in Industrie- oder Messeanlagen kleinere Raumeinheiten (Raumsysteme)
geschaffen werden, die sich effizienter nutzen lassen als die großen Räume, in denen
sie angeordnet sind. Darüber hinaus ist es möglich, durch das erfindungsgemäß beanspruchte
modulare Baukastensystem Büros/Labors innerhalb von existierenden Büros/Labors zu
errichten, um für eine Abtrennung bestimmter Raumbereiche zu sorgen und um eine Strukturierung
großer Flächen zu erreichen.
[0052] Die Erfindung betrifft auch einen Raum oder ein Raumsystem, der oder das eine Vielzahl
miteinander verbundener erster Modulelemente eines modularen Baukastensystems entsprechend
den obigen Erläuterungen aufweist.
[0053] Sämtliche Varianten, die in Bezug auf das modulare Baukastensystem erläutert wurden,
sind in beliebiger Weise miteinander kombinierbar. Sie sind zudem in analoger Weise
auf die beanspruchte Verwendung und auf dem beanspruchten Raum und das beanspruchte
Raumsystem übertragbar. In gleicher Weise lassen sich Varianten des Raumes, des Raumsystems
und der Verwendung in analoger Weise auf das modulare Baukastensystem übertragen.
[0054] Weitere Details und Einzelheiten der vorliegend beanspruchten Erfindung werden anhand
von Ausführungsbeispielen und mittels der nachfolgend erläuterten Figuren näher dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel eines ersten Rahmens;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht des ersten Rahmens der Figur 1 mit eingeschweißten Distanzstücken;
- Figur 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Modulelementes;
- Figur 4A
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Modulelementes;
- Figur 4B
- eine vergrößerte Darstellung des in der Figur 4A eingekreist und mit B bezeichneten
Bereichs;
- Figur 5A
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Modulelementes;
- Figur 5B
- eine vergrößerte Darstellung des in der Figur 5A eingerahmten und mit B bezeichneten
Bereichs;
- Figur 6
- ein mit Abdeckelementen versehenes weiteres Ausführungsbeispiel eines Modulelementes;
- Figur 7A
- das in der Figur 6 gezeigte Modulelement;
- Figur 7B
- ein weiteres mit Abdeckelementen verkleidetes Ausführungsbeispiel eines Modulelements;
- Figur 7C
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines weiteren Elements;
- Figur 7D
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines weiteren Elements;
- Figur 7E
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines weiteren Elements;
- Figur 7F
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines weiteren Elements;
- Figur 8A
- eine erste perspektivische Ansicht einer aus Modulelementen errichtete Bürohalle und
- Figur 8B
- eine zweite perspektivische Ansicht der Bürohalle der Figur 8A.
[0055] Die Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Grundgestell 1, das als erster Rahmen
dient. Dieses Grundgestell 1 wird mit einer festen Höhe und einer festen Breite gefertigt
und besteht aus geschweißten Aluminiumhohlprofilen. Es weist eine erste Seitenstrebe
2 und eine zweite Seitenstrebe 3 auf, die parallel zueinander angeordnet sind. Die
erste Seitenstrebe 2 und die zweite Seitenstrebe 3 erstrecken sich dabei über eine
Längserstreckungsrichtung H, die die Höhe des Grundgestells 1 definiert. An einer
Unterseite U des Grundgestells 1 sind die erste Seitenstrebe 2 und zweite Seitenstrebe
3 durch eine Unterstrebe 4 miteinander verbunden.
[0056] Diese Unterstrebe 4 erstreckt sich von einer Innenseite der ersten Seitenstrebe 2
bis zu einer Innenseite der zweiten Seitenstrebe 3. Die Unterstrebe 4 ist mit der
ersten Seitenstrebe 2 und der zweiten Seitenstrebe 3 verschweißt.
[0057] An einer Oberseite O des Grundgestells 1 ist eine Oberstrebe 5 ausgebildet, die sich
ebenfalls wie die Unterstrebe 4 zwischen der ersten Seitenstrebe 2 und der zweiten
Seitenstrebe 3 erstreckt und mit diesen verschweißt ist. Eine Breite B des Grundgestells
1 ergibt sich aus einer Längserstreckungsrichtung der Unterstrebe 4 bzw. der Oberstrebe
5 zuzüglich der Breite der ersten Seitenstrebe 2 und der Breite der zweiten Seitenstrebe
3.
[0058] Eine geeignete Breite des ersten Grundgestells liegt im Bereich von 80 cm bis 1,20
m, insbesondere 90 cm bis 1,10 m, insbesondere 95 cm bis 1,05 m, insbesondere 1 m.
Eine geeignete Höhe des ersten Grundgestells 1 liegt im Bereich von 2,50 m bis 3,50
m, insbesondere 2,60 m bis 3,30 m, insbesondere von 2,70 m bis 3,10 m, insbesondere
von 2,80 m bis 3 m. Als besonders geeignetes Maß hat sich eine Höhe von 2,74 m herausgestellt.
[0059] Ferner weist das Grundgestell eine erste Querstrebe 6, eine zweite Querstrebe 7,
eine dritte Querstrebe 8 und eine vierte Querstrebe 9 auf, die jeweils als erste Strebe
fungieren und eine innere Rahmenstruktur 10 des Grundgestells definieren. Sie weisen
jeweils dieselbe Länge wie die Unterstrebe 4 und die Oberstrebe 5 auf und versteifen
das Grundgestell 1.
[0060] Die Figur 2 zeigt das Grundgestell 1 aus der Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung.
In dieser Figur werden - wie auch in den folgenden Figuren - für dieselben Elemente
dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0061] In der Darstellung der Figur 2 sind zahlreiche Distanzstücke 11, die als Verbindungselemente
dienen und von denen nur einige mit dem entsprechenden Bezugszeichen versehen sind,
an die erste Seitenstrebe 2 bzw. die zweite Seitenstrebe 3 geschweißt. Dabei befinden
sich die Distanzstücke 11 jeweils auf einer Höhe, die der Höhe der Unterstrebe 4,
der Oberstrebe 5 oder einer der Querstreben 6, 7, 8, 9 entspricht.
[0062] In der Figur 3 ist nun gezeigt, wie ein zweites Grundgestell 12, das baugleich zum
ersten Grundgestell 1 ausgestaltet ist, an die Distanzstücke 11 angeschweißt ist.
Dadurch wird ein Modulelement 13 gebildet.
[0063] Das zweite Grundgestell 12 weist eine Unterstrebe 14 und eine Oberstrebe 15 auf.
Zwischen der Unterstrebe 14 und der Oberstrebe 15 sind eine erste Querstrebe 16, eine
zweite Querstrebe 17, eine dritte Querstrebe 18 und eine vierte Querstreben 19 ausgebildet,
die jeweils als zweite Strebe dienen und eine zweite innere Rahmenstruktur 20 des
zweiten Grundgestells 12 ausbilden.
[0064] Wie aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, existieren innerhalb
der ersten inneren Rahmenstruktur 10 unter zweiten inneren Rahmenstruktur 20 lediglich
zwei verschiedene Abstände der einzelnen benachbart angeordneten Querstreben bzw.
Unterstreben und Oberstreben zueinander. So ist zwischen der Unterstrebe 4 und der
ersten Querstrebe 6 ersten Grundgestells 1 ein kleiner Abstand ausgebildet, während
zwischen der ersten Querstrebe 6 und der zweiten Querstrebe 7 ein großer Abstand ausgebildet
ist. Zwischen der zweiten Querstrebe 7 unter dritten Querstrebe 8 ist wiederum ein
kleiner Abstand ausgebildet, während die dritte Querstrebe 8 und die vierte Querstrebe
9 durch einen großen Abstand voneinander beanstandet sind, der dem Abstand zwischen
der ersten Querstrebe 6 und der zweiten Querstrebe 7 und dem Abstand zwischen der
vierten Querstrebe 9 und der Oberstrebe 5 entspricht.
[0065] In gleicher Weise ist ein großer Abstand ausgebildet zwischen der ersten Querstrebe
16 und der zweiten Querstrebe 17, zwischen der dritten Querstrebe 18 und der vierten
Querstrebe 19 sowie zwischen der vierten Querstrebe 19 und der Oberstrebe 15 des zweiten
Grundgestells 12. Ein kleiner Abstand ist hingegen zwischen der Unterstrebe 14 und
der ersten Querstrebe 16 sowie zwischen der zweiten Querstrebe 17 unter dritten Querstrebe
18 des zweiten Grundgestells 12 ausgebildet.
[0066] Die innere Rahmenstruktur 20 des zweiten Grundgestells 12 erstreckt sich dabei ebenso
wie die Unterstrebe 14 und die Oberstrebe 15 zwischen einer ersten Seitenstrebe 21
und einer zweiten Seitenstrebe 22, die in gleicher Weise wie die erste Seitenstrebe
2 und die zweite Seitenstrebe 3 des ersten Grundgestells 1 ausgestaltet sind.
[0067] Die Figur 4A zeigt das Modulelement 13 der Figur 3, nachdem ein erstes Zwischenstück
23 an einer seitlichen Außenseite des Modulelements 13 angeschweißt wurde, und zwar
an einer seitlichen Außenseite der ersten Querstrebe 21 des zweiten Grundgestells
12. Das erste Zwischenstück 23 dient als Distanzelement.
[0068] Dies ist in der Figur 4B, die eine vergrößerte Darstellung des in der Figur 4A eingekreisten
und mit B gekennzeichneten Bereichs darstellt, noch genauer zu erkennen.
[0069] Die Figur 5A zeigt das Modulelement 13 der Figur 4A, nachdem zwischen der Unterstrebe
4 des ersten Grundgestells 1 und der Unterstrebe 14 des zweiten Grundgestells 12 sowie
zwischen der zweiten Querstrebe 7 des ersten Grundgestells 1 und der zweiten Querstrebe
17 des zweiten Grundgestells 12 jeweils ein Einlegeboden 24 positioniert wurde. Diese
Einlegeböden 24 dienen dazu, Versorgungsleitungen oder Entsorgungsleitungen aufzunehmen.
Beispielsweise können über den unteren Einlegeboden 24 Sanitärleitungen geführt werden,
während auf den oberen Einlegeboden 24 Elektroleitungen oder EDV-Leitungen gelegt
werden können.
[0070] Die Figur 5B zeigt den in der Figur 5A eingerahmt und mit B gekennzeichneten Bereich
in vergrößerter Darstellung. Dabei ist gut zu sehen, dass sich der Einlegeboden 24
über die gesamte Querschnittsfläche des Hohlraums des Modulelementes 13, der zwischen
dem ersten Grundgestell 1 und dem zweiten Grundgestell 12 gebildet ist, erstreckt.
Dabei dienen die zweite Querstrebe 7 des ersten Grundgestells 1 und die zweite Querstrebe
17 des zweiten Grundgestells 12 zur Abstützung des Einlegebodens 24.
[0071] Darüber hinaus ist in der Figur 5B zu erkennen, dass nicht nur an der ersten Querstrebe
21 des zweiten Grundgestells 12 ein erstes Zwischenstück 23 angebracht ist, sondern
auch an der zweiten Querstrebe 3 des ersten Grundgestells 1 ein zweites Zwischenstück
25 angebracht wurde. Stellt man nun zwei derart ausgestaltete Modulelemente nebeneinander,
stößt das erste Zwischenstück 23 des ersten Modulelements an eine nicht mit einem
Zwischenstück versehene zweite Querstrebe 22 eines zweiten Modulelements. In gleicher
Weise stößt das zweite Zwischenstück 25 des zweiten Modulelements an die nicht mit
einem Distanzstück versehene erste Querstrebe 2 des ersten Modulelements. Auf diese
Weise sind die beiden Modulelemente mit einem kleinen Abstand aneinander ausgebildet,
wobei aufgrund der Zwischenstücke 23, 25 ein Kontakt zwischen beiden Modulelemente
sowohl im Bereich des ersten Grundgestells 1 als auch im Bereich des zweiten Grundgestells
2 erreicht wird.
[0072] Die Figur 6 zeigt das Modulelement 13 der Figur 5A, nachdem seine Vorderseite und
seine Rückseite jeweils mit zwei kleinformatigen Wandelementen 26 und drei großformatigen
Wandelementen 27 verkleidet wurden. Durch diese Verblendung mit Abdeckplatten in Form
der Wandelemente 26, 27 kann das Modulelement 13 als Wandmodul eingesetzt werden.
Die kleinformatigen Wandelemente 26 im unteren Bereich des Modulelements 13 dienen
zur Abdeckung eines Bereiches, in dem Sanitärleitungen aufgenommen werden können.
Die kleinformatigen Wandelemente 26 im mittleren Bereich des Modulelementes 13 dienen
zur Verkleidung eines Bereiches des Modulelementes 13, in dem Elektroleitungen aufgenommen
werden können.
[0073] Sowohl die großformatigen Wandelemente 27 als auch die kleinformatigen Wandelemente
26 sind mittels Schraubverbindungen 28, von denen nur einige wenige mit dem entsprechenden
Bezugszeichen gekennzeichnet sind, mit dem ersten Zwischenstück 23 oder dem zweiten
Zwischenstück 25 verschraubt. Da das erste Zwischenstück 23 und das zweite Zwischenstück
25 etwas über den äußeren seitlichen Randbereich des ersten Grundgestells 1 und des
zweiten Grundgestells 12 hinausragt, kann eine derartige Verschraubung auch dann gut
erfolgen, wenn das erste Grundgerüst 1 und das zweite Grundgerüst 2 über die Distanzstücke
11 miteinander verbunden sind.
[0074] Der Hohlraum, der im Modulelement 13 gebildet ist, kann mit einem Dämmstoff ausgefüllt
werden. Dann verdecken die Wandelemente 26, 27 die entsprechende Dämmung. Die Wandelemente
26, 27 können dabei mit den unterschiedlichsten Designoberflächen ausgestaltet sein,
um benutzerspezifische Anpassungen des Modulelementes 13 zu gestatten. Durch die Verschraubung
der Wandelemente 26, 27 mit dem Zwischenstück 23 sind die Wandelemente 26, 27 zudem
leicht von dem darunterliegenden Rahmen abnehmbar, sodass die Sanitärleitungen, die
Elektroleitungen und die Dämmstoffe innerhalb des Hohlraums des Modulelements 13 leicht
zugänglich und im Bedarfsfall leicht repariert oder ausgetauscht werden können.
[0075] Die Figuren 7A bis 7F zeigen verschiedene Ausgestaltungen des Modulelements 13 sowie
weiterer Elemente, die im modularen Baukastensystem enthalten sein können.
[0076] So zeigt die Figur 7A das bereits aus der Figur 6 A bekannte Wandmodul. Diesbezüglich
wird auf die Erläuterungen zur Figur 6 verwiesen.
[0077] Die Figur 7B zeigt ein als Fenstermodul ausgestaltetes Modulelement 13, das dem Wandmodul
der Figur 7A ähnelt. Allerdings ist beim Fenstermodul ein großformatiges Wandelement
27 durch ein Fensterelement 29 ersetzt. Diese Ersetzung erfolgt dabei sowohl auf der
Vorderseite als auch auf der Rückseite des Modulelements 13. Dadurch wird ein Fenster
gebildet, durch das hindurch geschaut werden kann.
[0078] Die Figur 7C zeigt ein Eckelement 30, das als weiteres Element im modularen Baukastensystem
dient. Ein solches Eckelement ist dazu vorgesehen und eingerichtet, zwei Modulelemente
13 (die beispielsweise als Wandmodul oder als Fenstermodul ausgestaltet sein können)
miteinander über Eck zu verbinden. Damit definiert das Eckelement 30 einen Eckpunkt
in einem Raum, der durch das modulare Baukastensystem aufgebaut wird.
[0079] Die Figur 7D zeigt ein Zwischenelement 31, das zur Vergrößerung eines Abstandes zweier
benachbarter Modulelemente 13 eingesetzt werden kann. Dies bietet sich immer dann
an, wenn auf einer Seite eines Raumes eine Trennwand in den Raum hineinragt, die nicht
bis zur anderen Raumseite reicht. Denn dann ist das Maß auf derjenigen Seite des Raumes,
auf der die Trennwand abzweigt, durch die Trennwandabzweigung vergrößert. Durch das
Einfügen eines Zwischenelementes auf der gegenüberliegenden Raumwand kann das Maß
dieser Raumwand derart angepasst werden, dass die nachfolgenden Modulelemente wieder
mit dem Modulelementen auf der gegenüberliegenden Raumwand fluchten.
[0080] Die Figur 7E zeigt ein Verteilerelement, das auch als T-Element bezeichnet werden
kann. Es dient dazu, zwischen zwei Modulelementen eingesetzt zu werden und bietet
die Möglichkeit, eine Trennwand senkrecht von einer Raumwand abzweigen zu lassen.
Das Verteilerelement 32 weist dabei dieselbe Breite auf wie das in der Figur 7D gezeigte
Zwischenelement 31, bietet aber die zusätzliche Möglichkeit, eine Wand in einem Winkel
von 90°zur Erstreckungsrichtung einer Raumwand, in die es eingesetzt ist, abzweigen
zu lassen.
[0081] Die Figur 7F zeigt ein Türelement 33, das zwei senkrecht angeordnete pfeilerartige
Zargenelemente 34 aufweist, an die eine Tür mittels Scharnieren befestigt werden kann.
Dabei sind die Zargenelemente 34 in ihrer Höhe derart messen, dass oberhalb der Zargenelemente
34 noch genau ein großformatiges Abdeckelement 27 angeordnet werden kann, um den Hohlraum
des Türelements 33 zu verkleiden.
[0082] Aus einer direkten Gegenüberschau der Figuren 7A bis 7F lässt sich gut erkennen,
wie die einzelnen Module bzw. Elemente miteinander kombiniert werden können und gegeneinander
ausgetauscht werden können. Dies zeigt die hohe Flexibilität, die ein modulares Baukastensystem
aufweist, aus welchem die einzelnen Module hergestellt werden können bzw. in dem die
einzelnen Elemente enthalten sind.
[0083] Die Figur 8A zweigt eine perspektivische Ansicht eine Bürohalle, die innerhalb eines
größeren Gebäudes angeordnet ist. Diese Bürohalle besteht einerseits aus Außenwänden
und andererseits aus Innen- bzw. Trennwänden, die von den Außenwänden abzweigen. Dabei
kommen als Wandmodule und als Fenstermodule ausgestaltete Modulelemente 13 zum Einsatz.
Ferner ist ein Türelement 33 und ein Rolltor 35 in Form eines Torelementes vorgesehen.
Der besseren Übersichtlichkeit halber sind jeweils nur einige wenige Module bzw. Elemente
mit den entsprechenden Bezugszeichen versehen.
[0084] An den Ecken der Bürohalle sind Eckelemente 30 vorgesehen. An den Stellen, an denen
von der Bürohallenseite eine Trennwand abzweigt, ist ein Verteilerelement 32 vorgesehen.
Auf der gegenüberliegenden Bürohallenseite ist ebenfalls ein Verteilerelement 32 vorgesehen,
das eine Stützstrebe 36 aufnimmt. An der Schmalseite der Bürohalle ist ein Zwischenelement
31 vorgesehen, um das Raummaß derart zu vergrößern, dass die äußere Schmalseite der
Bürohalle mit den inneren Trennwänden fluchtet. Diese inneren Trennwände weisen ebenfalls
ein Zwischenelement 31 als Stützelement zur Abstützung der jeweiligen Trennwände auf.
[0085] Die Figur 8B zeigt eine zweite perspektivische Ansicht der in der Figur 8A dargestellten
Bürohalle. Es wird insoweit auf die Erläuterungen zur Figur 8A verwiesen. In Ergänzung
zur Figur 8A sieht man in der Figur 8B, dass an einigen Modulelementen 13 Heizkörper
37 befestigt sind. Diese Heizkörper 37 sind dabei an großformatigen Wandelementen
27 befestigt. Sie können entweder durch eine im Hohlraum der einzelnen Modulelemente
13 verlaufende Versorgungsleitung mit Warmwasser versorgt werden oder aber mit Elektrizität,
die ebenfalls über den Hohlraum der einzelnen Modulelemente 13 zugeführt werden kann.
1. Modulares Baukastensystem zum Errichten eines Raums, aufweisend eine Vielzahl erster
Modulelemente (13), die miteinander verbunden werden können, um einen Raum zu bilden,
wobei die einzelnen ersten Modulelemente (13) jeweils folgendes aufweisen
• einen ersten Rahmen (1), der eine erste äußere Rahmenstruktur, die eine Höhe (H)
und eine Breite (B) des ersten Rahmens (1) definiert, und eine erste innere Rahmenstruktur
aus mindestens einer ersten Strebe (6, 7, 8, 9), die innerhalb der ersten äußeren
Rahmenstruktur angeordnet ist, aufweist, und
• einen zweiten Rahmen (12), der eine zweite äußere Rahmenstruktur, die eine Höhe
(H) und eine Breite (B) des zweiten Rahmens definiert, und eine zweite innere Rahmenstruktur
aus mindestens einer zweiten Strebe (16, 17, 18, 19), die innerhalb der zweiten äußeren
Rahmenstruktur angeordnet ist, aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen ersten Modulelemente (13) ferner jeweils folgendes aufweisen:
• mehrere Verbindungselemente (11), durch die der erste Rahmen (1) mit dem zweiten
Rahmen (12) derart verbunden ist, dass seitliche, obere und untere Außenseiten des
ersten Rahmens (1) mit seitlichen, oberen und unteren Außenseiten des zweiten Rahmens
(12) fluchten und dass zwischen dem ersten Rahmen (1) und dem zweiten Rahmen (12)
ein Hohlraum gebildet ist, wobei eine Länge der Verbindungselemente die Größe des
Hohlraums vorgibt, der zwischen dem ersten Rahmen (1) und dem zweiten Rahmen (12)
gebildet ist,
• ein erstes Distanzelement (23), das an einer ersten seitlichen Außenseite des Modulelements
(13) an dem ersten Rahmen (1) angeordnet ist und das sich entlang einer Längserstreckungsrichtung
(H) der ersten äußeren Rahmenstruktur erstreckt, und
• ein zweites Distanzelement (25), das an einer zweiten seitlichen Außenseite des
Modulelements (13), die der ersten seitlichen Außenseite des Modulelements (13) gegenüberliegt,
an dem zweiten Rahmen (12) angeordnet ist, das sich entlang einer Längserstreckungsrichtung
(H) der zweiten äußeren Rahmenstruktur erstreckt.
2. Modulares Baukastensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (H) des zweiten Rahmens (12) gleich der Höhe (H) des ersten Rahmens (1)
ist und/oder dass die Breite (B) des zweiten Rahmens (12) gleich der Breite (B) des
ersten Rahmens (1) ist.
3. Modulares Baukastensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein erstes Abdeckelement (26, 27, 29) zum zumindest teilweisen Abdecken
einer vom Hohlraum wegweisenden Außenseite des ersten Rahmens (1) und mindestens ein
zweites Abdeckelement (26, 27, 29) zum zumindest teilweisen Abdecken einer vom Hohlraum
wegweisenden Außenseite des zweiten Rahmens (12) aufweist.
4. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Rahmen (1) und der zweite Rahmen (12) und/oder dass das erste Abdeckelement
(26, 27, 29) und das zweite Abdeckelement (26, 27, 29) baugleich ausgeführt sind.
5. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Strebe (6, 7, 8, 9) parallel zu einer Oberseite oder einer Unterseite der
ersten äußeren Rahmenstruktur und/oder die zweite Strebe (16, 17, 18, 19) parallel
zu einer Oberseite oder einer Unterseite der zweiten äußeren Rahmenstruktur angeordnet
sind.
6. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Strebe (6, 7, 8, 9) eine Länge aufweist, die einer inneren Breite der ersten
äußeren Rahmenstruktur entspricht, und/oder die zweite Strebe (16, 17, 18, 19) eine
Länge aufweist, die einer inneren Breite der zweiten äußeren Rahmenstruktur entspricht.
7. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen der ersten Strebe (6, 7, 8, 9) und einer Oberseite oder einer
Unterseite der ersten äußeren Rahmenstruktur und/oder dass ein Abstand zwischen zwei
übereinander angeordneten ersten Streben (6, 7, 8, 9) und/oder dass ein Abstand zwischen
der zweiten Strebe (16, 17, 18, 19) und einer Oberseite oder einer Unterseite der
zweiten äußeren Rahmenstruktur und/oder dass ein Abstand zwischen zwei übereinander
angeordneten zweiten Streben (16, 17, 18, 19) maximal zwei voneinander verschiedene
Werte einnehmen kann.
8. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Verbindungselemente (11) auf derselben Höhe über einer Unterseite
des ersten Rahmens (1) und des zweiten Rahmens (12) an der ersten äußeren Rahmenstruktur
und der zweiten äußeren Rahmenstruktur angeordnet sind wie die erste Strebe (6, 7,
8, 9) und/oder die zweite Strebe (16, 17, 18, 19).
9. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Strebe (6, 7, 8, 9) und der zweiten Strebe (16, 17, 18, 19) ein
flächiges Einlageelement (24) angeordnet ist, das sich über einen gesamten Querschnitt
des Hohlraums im Bereich der ersten Strebe (6, 7, 8, 9) und der zweiten Strebe (16,
17, 18, 19) erstreckt.
10. Modulares Baukastensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Abdeckelement (26, 27, 29) und/oder das zweite Abdeckelement (26, 27, 29)
unabhängig voneinander und unabhängig von weiteren ersten Abdeckelementen (26, 27,
29) und/oder weiteren zweiten Abdeckelementen (26, 27, 29) ausgewählt sind aus der
Gruppe bestehend aus Wandelementen (26, 27) und Fensterelementen (29).
11. Modulares Baukastensystem nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Abdeckelement (26, 27, 29) und/oder das zweite Abdeckelement (26, 27, 29)
maximal zwei voneinander verschiedene Größen aufweisen.
12. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es neben den ersten Modulelementen (13) mindestens ein weiteres Element aufweist,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Eckelementen (30), Zwischenelementen
(31), Verteilerelementen (32), Torelementen (35) und Türelementen (33).
13. Modulares Baukastensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es neben den ersten Modulelementen (13) zweite Modulelemente umfasst, die als Deckenmodule
ausgestaltet sind und zur Ausbildung einer Decke des durch die ersten Modulelemente
aufgebauten Raumes dienen.
14. Verwendung eines modularen Baukastensystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur Errichtung eines Raumes oder eines Raumsystems.
15. Raum oder Raumsystem, aufweisend eine Vielzahl miteinander verbundener erster Modulelemente
(13) eines modularen Baukastensystems nach einem der Ansprüche 1 bis 13.