[0001] Die Erfindung betrifft eine Profilvariation an den Flachschlüsseln bzw. den Schlüsselkanälen
der zugehörigen Schließzylinder einer hierarchisch aufgebauten Schließanlage insbesondere
General-Hauptschlüssel- oder Zentral-Schlüssel-Anlage, wobei die Breitseiten der Schlüsselschäfte
nach einer schließanlagenspezifischen Codierungsprofilvorgabe erzeugte, in Längsrichtung
des Schlüsselschaftes verlaufende Variierungsnuten und die Schlüsselkanäle der Schließzylinder
dazu korrespondierende Variierungsrippen aufweisen, wobei die die Individualität und
insbesondere die Schließhierarchie festlegende Codierungsprofilvorgabe durch eine
Mehrzahl, die Randabstände von Scheiteln der Variierungsnuten von einem Längsrand
der Schlüsselschaftbreitseite, insbesondere vom Schlüsselrücken, beziehungsweise den
Scheiteln der Variierungsrippen vom Rand einer Breitseite des Schlüsselkanals und
die Scheiteltiefen der Variierungsnuten beziehungsweise der Scheitelhöhen der Variierungsrippen
bestimmenden, in einer Querschnittsebene durch den Schlüsselschaft beziehungsweise
den Schlüsselkanal erstreckende Sinusfunktionen festgelegt sind, deren Nulllinien
parallel zur Schlüsselmittenebene beziehungsweise Schlüsselkanalmittenebene und quer
zur Längsrichtung des Schlüsselschaftes beziehungsweise des Schlüsselkanals verlaufen,
und deren durch einen Amplitudenparameter, einen Wellenlängenparameter und einen Phasenparameter
definierten Kurvenverlauf die Lage der Scheitel der Variierungsnuten beziehungsweise
Variierungsrippen beschreibt, wobei die Variierungsrippen einen durch den Bereich
der Spitzen des Kurvenverlaufs definierten Querschnitt aufweisen, wobei alle die Lage
der Scheitel einer Breitseite definierenden Sinusfunktionen dieselbe Nulllinie besitzen,
deren Abstand von der Schlüsselschaftmittenebene beziehungsweise der Schlüsselkanalmittenebene
größer ist als die halbe Materialstärke des Schlüsselschaftes, so dass die Nulllinie
außerhalb der Querschnittsfläche des Schlüsselschaftes beziehungsweise der Querschnittsfläche
des Schlüsselkanales liegt. Die Sinusfunktionen besitzen denselben Wellenlängenparameter.
[0002] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Schließvorrichtung, eine Schließanlage
und ein Verfahren zum Fertigen von mindestens einer Schließanlage.
[0003] Die
AT 405 550 B beschreibt ein Zylinderschloss mit einem Schlüsselkanal, von dessen sich gegenüberliegenden
Seitenwänden Variierungsrippen in den Schlüsselkanal hineinragen. Die Variierungsrippen
der beiden Breitseiten liegen versetzt zueinander und besitzen eine derartige Scheitelhöhe,
dass der Schlüsselkanal ein parazentrisches Profil besitzt. Die untereinander gleich
hohen Variierungsrippen wurzeln unter Ausbildung einer Verrundung in den Breitseiten
des Schlüsselkanals und besitzen geradlinig verlaufende Flanken, die im Scheitelbereich
in eine Scheitelverrundung übergehen. Die Scheitelpunkte der Variierungsrippen sind
voneinander gleich beabstandet.
[0004] Die
DE 101 34 894 A1 beschreibt eine Profilvariation an Flachschlüsseln bzw. Schlüsselkanälen, bei denen
der Verlauf der Bodenflächen von Variierungsnuten bzw. der Stirnflächen von Variierungsrippen
entlang einer Sinusfunktion verlaufen.
[0005] Die
DE 10 2006 002 726 A1 beschreibt einen Profilflachschlüssel mit Ausbuchtungen im Schlüsselschaft, deren
Konturlinien durch eine Sinusfunktion approximierbar sind.
[0006] Die
DE 197 07 932 A1 beschreibt das Profil eines Flachschlüssels, wobei die Profilrippen eine parabelförmige
Querschnittskontur aufweisen und die zwischen den Profilrippen des Schlüsselschaftes
liegenden Variierungsnuten ein V-förmiges Querschnittsprofil aufweisen.
[0007] Die
DE 103 06 371 A1 beschreibt eine Profilvariation zur Fertigung von Schließanlagen, wobei geradlinig
verlaufende Nutwände sich im rechten Winkel schneiden.
[0008] Die in den beiden zuletzt genannten Druckschriften beschriebenen Schlüsselprofile
führen zu schlanken, von den Seitenwänden des Schlüsselkanals ausgehenden Variierungsrippen.
Insbesondere im Kopfbereich können die Flanken dieser Rippen eine hohe Steilheit aufweisen.
Dies führt zu einer verminderten Stabilität, so dass sich die Variierungsrippen im
Bereich der Schlüsseleinstecköffnung des Schlüsselkanals beim Einschub eines Schlüssels
verbiegen können.
[0009] Darüber hinaus besteht das Bedürfnis, das zur Verfügung stehende mechanische Permutationsspektrum
optimal nutzen zu können.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zur Gestaltung einer Vielzahl von
Schließanlagen mit hierarchischem Aufbau robustere Gestaltungsregel anzugeben.
[0011] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. Es wird
vorgeschlagen, dass die Variierungsrippen einen durch den Spitzenbereich der Sinusamplituden
definierten Querschnitt aufweisen. Die Rippen haben somit eine Querschnittsfläche,
die von dem Wellenberg einer Sinuskurve eingefasst ist. Der Spitzenbereich einer Sinusamplitude
kann durch eine Parabelkonturlinie approximiert werden. Demzufolge besitzen die Querschnittsflächen
der von den Seitenwänden des Schlüsselkanals ausgehenden Rippen die Querschnittsfläche
etwa einer Parabel. Die Flanken der Profilrippe sind dort am steilsten, wo die Profilrippen
am dicksten sind. Die Flankenstärke vermindert sich sub-proportional zur Rippenhöhe.
Dies führt zu einer verbesserten Rippenstabilität. Die Verwendung mehrerer Sinusfunktionen
führt nicht nur zu einer optimalen Anordnung benachbarter Rippen zueinander. Die Verwendung
einer ersten und einer zweiten Sinusfunktion, die dieselbe Nulllinie aufweisen, führt
darüber hinaus auch zu einem einfach zu fertigenden Codierungsprofil. Indem die Sinusfunktionen
denselben Wellenlängenparameter aufweisen und die Nulllinie mit einem Abstand der
größer ist als die halbe Materialstärke des Schlüsselschaftes entfernt von der Schlüsselmittelebene
außerhalb des Querschnitts des Schlüsselschaftes liegt, ist sichergestellt, dass nur
der äußerste Spitzenbereich einer Sinusamplitude formgebend für die Variierungsnut
bzw. Variierungsrippe ist. Bevorzugt besitzen sämtliche der mehreren Sinusfunktionen
nur zwei voneinander verschiedene Amplitudenparameter. Die Amplitudenparameter unterscheiden
sich bevorzugt nur um geringe Beträge, die jedoch größer sind, als die Abtasttoleranzen
von Variierungsrippen und Variierungsnuten. In einer bevorzugten Ausgestaltung wechseln
sich Sinusfunktionen mit voneinander verschiedenen Amplitudenparametern ab, so dass
eine geringfügig höhere Rippe einer geringfügig niedrigeren Rippe benachbart ist.
Selbiges gilt auch für die zu den Variierungsrippen korrespondierenden Variierungsnuten.
Zwei, drei, vier, fünf oder bevorzugt sechs Sinusfunktionen haben bevorzugt dieselbe
Wellenlänge und haben eine gemeinsame Nulllinie. Vorzugsweise haben alle Sinusfunktionen,
die die Randabstandslage und die Scheiteltiefe der Variierungsnuten einer Breitseite
des Schlüsselschaftes oder der Variierungsrippen des Schlüsselkanals definierende
Sinusfunktionen dieselbe Wellenlänge und liegen in derselben Nulllinie. Sie unterscheiden
sich nur geringfügig durch einen Amplitudenparameter und durch einen Phasenparameter,
wobei der Phasenparameter bevorzugt so gewählt ist, dass die Sinusfunktionen äquidistant
in der Breitseitenerstreckung des Schlüsselschaftes bzw. in Höhenerstreckung der Seitenwand
des Schlüsselkanals nebeneinander liegen.
[0012] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die Schlüsselschaftbreitseite
in Querrichtung zur Längserstreckung des Schlüsselschaftes bzw. die Schlüsselkanalwandung
in mehrere Bereiche unterteilt. Jeder dieser Bereiche bildet eine Variierungszone
aus. Die Variierungszonen besitzen mehrere Variierungsrippen bzw. zugeordnete Variierungsnuten.
Eine Sinusfunktion kann dabei die Erzeugende einer Variierungsrippe beziehungsweise
Variierungsnut in der ersten Variierungszone und gleichzeitig die Erzeugende einer
Variierungsrippe beziehungsweise Variierungsnut in der zweiten Variierungszone sein.
Die Variierungszonen sind bevorzugt durch einen Abstand voneinander beabstandet. Sie
sind räumlich voneinander getrennt. Der Abstand ist größer als der Phasenunterschied
beziehungsweise größer als das Zweifache des Phasenunterschiedes zweier benachbarter
Sinusfunktionen. Eine erste Variierungszone und eine zweite Variierungszone können
auf einer gemeinsamen Breitseite des Schlüssels beziehungsweise einer gemeinsamen
Schlüsselkanalwand zugeordnet sein. Es kann eine dritte Variierungszone vorgesehen
sein, die der gegenüberliegenden Schlüsselschaft-Breitseite beziehungsweise Schlüsselkanalwand
zugeordnet ist. Bevorzugt verlaufen mehrere Sinusfunktionen derart parallel zueinander,
dass sie jeweils eine Variierungsrippe bzw. Variierungsnut in der ersten und in der
zweiten Variierungszone definieren. Im Zwischenbereich zwischen der ersten Variierungszone
und der zweiten Variierungszone kann eine Führungsrippe bzw. eine Führungsnut angeordnet
sein. Die Führungsrippe ragt ebenso wie die Variierungsrippen von der Seitenwandung
des Schlüsselkanals ab. Die Schlüsselprofile besitzen auf ihren beiden Breitseiten
jeweils mindestens eine Führungsnut, wobei die Führungsnuten beziehungsweise Führungsrippen
so angeordnet sind, dass sie in einer gemeinsamen Längsschnittebene vom Schlüsselschaft
oder vom Schlüsselkanal hineinragen. Sie sind so angeordnet, dass sich ein parazentrisches
Schlüsselprofil bzw. ein parazentrisches Schlüsselkanalprofil ausbildet. Der glattwandig
gekrümmte Verlauf der Variierungsrippen ist fertigungstechnisch auch dann von Vorteil,
wenn der den Schlüsselkanal aufweisende Zylinderkern Querbohrungen aufweist, in denen
Ergänzungszuhaltungen gelagert sind, bspw. Kugeln oder Stifte. Zufolge der glattwandigen,
knickstellenfreien Konturlinie der Variierungsrippen bilden sich beim Räumen des Schlüsselkanals
erheblich weniger Grate. Dies ist auch dann gegeben, wenn die Führungsnuten ein parabolisches
Querschnittsprofil und insbesondere ein von einer Sinusfunktion erzeugtes Querschnittsprofil
aufweisen. Die diesbezügliche Sinusfunktion kann in einer anderen Nulllinie liegen
als die die Variierungsnuten bzw. Variierungsrippen definierenden Sinusfunktionen.
Es ist ferner von Vorteil, wenn die beiden voneinander verschiedenen Variierungszonen
bei der Erstellung mehrerer Schließanlagen verschiedene Codierfunktionen übernehmen,
so kann die erste Variierungszone verwendet werden, um Schließanlagen voneinander
zu unterscheiden. Beispielsweise kann eine Variierungsnut kennzeichnen, dass es sich
bei der Schließanlage um eine Generalhauptschlüsselanlage handelt und die Lage einer
anderen Variierungsnut in der ersten Variierungszone kennzeichnen, dass es sich um
eine Zentralschlüsselanlage handelt. Die zweite Variierungszone kann in einer analogen
Weise dazu verwendet werden, um Schließgruppen voneinander zu unterscheiden. Jede
einer Vielzahl von Schließgruppen besitzt eine spezifische Variierungsnut, die nur
bei einem Schlüssel der zugehörigen Schließgruppe vorhanden ist. Die Schlüsselkanäle
besitzen diesbezügliche Variierungsrippen. Die dritte Variierungszone kann dazu verwendet
werden, die Schlüssel einer Schließgruppe zu variieren. Auch diese dritte Variierungszone
besitzt Variierungsnuten/-rippen, deren Lage und deren Scheiteltiefe von den zuvor
beschriebenen Sinusfunktionen definiert werden. Mit der Erfindung ist eine optimale
Nutzung des beschränkten Variierungsspektrums möglich.
[0013] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Schließvorrichtung bestehend aus mindestens
einem Schlüssel, dessen Schlüsselschaft Variierungsnuten aufweist und aus mindestens
einem Schließzylinder, der zu den Variierungsnuten korrespondierende Variierungsrippen
in seinem Schlüsselkanal aufweist. Die Lage der Variierungsnuten und deren Scheiteltiefe
werden durch eine Codierungsprofilvorgabe der zuvor beschriebenen Art definiert.
[0014] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Schließanlage, die aus einer Mehrzahl
von derartigen Schließvorrichtungen besteht. Auch hier erfolgt die Definition der
Lage und der Scheiteltiefe der Variierungsnuten beziehungsweise Variierungsrippen
ausschließlich durch Sinusfunktionen, die dieselbe Wellenlänge aufweisen, die in derselben
Nulllinie liegen und die sich ausschließlich geringfügig durch einen Amplitudenparameter
und einen gleichbleibenden Phasenparameter unterscheiden.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lehre zum Aufbau
einer Profilvariation an einem Flachschlüssel beziehungsweise einem Schließzylinder,
bei dem die beiden Breitseiten 2, 3 des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise Wände
eines Schlüsselkanals unterschiedlich profiliert werden und der Schlüsselschaft nicht
dargestellte schlüsselbrustseitige Einschnitte aufweist zum Einsortieren von Zuhaltungsstiften
eines Schließzylinders,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch einen Schlüsselschaft mit einer Profilierung nach Figur 1,
jedoch zusätzlich mit Führungsnuten 4, 5, 6,
- Fig. 3
- am Beispiel einer Zentralschlossanlage die Nutzung der in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Codierungsprofilvorgabe zur Codierung der Schlüsselkanäle 8 von Schließzylindern 9
und zugehörigen Schlüsseln,
- Fig. 4
- am Beispiel einer General-Hauptschlüsselanlage die Verwendung der in den Figuren 1
und 2 dargestellten Codierprofilvorgabe zur Profilierung der Schlüssel beziehungsweise
Schlüsselkanäle 8 voneinander verschiedener Hierarchiestufen,
- Fig. 5
- schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lehre zum Aufbau
einer Profilvariation an einem Wendeflachschlüssel, dessen beide Schlüsselbreitseiten
2, 3 um 180° drehsymmetrisch profiliert sind und dem Schlüsselkanal 8 eines Schließzylinders.
[0016] Die Figur 1 zeigt am Beispiel eines Querschnitts durch einen Schlüsselschaft 1 eines
Flachschlüssels durch die erfindungsgemäße Gestaltungsregel festgelegten Lagen und
Tiefen von Variierungsnuten 11 bis 19, 32 bis 36. Sie entsprechen den durch die Gestaltungsregel
von den beiden sich gegenüberliegenden Wänden des Schlüsselkanals 8 in den Schlüsselkanal
hineinragenden Variierungsrippen. Ein Schlüssel lässt sich nur dann in einen Schlüsselkanal
einstecken, wenn der Schlüssel zumindest für jede der Profilierungsrippen 11 bis 19
beziehungsweise 32 bis 36 eine zugeordnete Variierungsnut 11 bis 19; 32 bis 36 aufweist.
Ein Schlüssel lässt sich nicht in den Schließzylinder einstecken, wenn der Schlüsselkanal
zumindest eine Variierungsrippe 11 bis 19; 32 bis 36 aufweist, zu der der Schlüsselschaft
keine korrespondierende Variierungsnut 11 bis 19 beziehungsweise 32 bis 36 aufweist,
so dass die Schlüsselspitze mit dem Vorhandensein der Variierungsrippe mechanisch
am Einstecken in den Schlüsselkanal gehindert ist. Es kann eine zusätzliche Variierungsnut
31 vorgesehen sein.
[0017] Der Schlüsselschaft 1 besitzt eine Längsrichtung, die sich von der Spitze des Schlüssels
zur Reide des Schlüssels erstreckt. In Richtung der Längsrichtung kann der Schlüssel
in den Schlüsselkanal 8 eines Zylinderkerns 9 eines Schließzylinders eingesteckt werden.
Auf seinen voneinander wegweisenden Breitseiten 2, 3 besitzt der Schlüsselschaft 1
die Variierungsnuten. Die Schlüsselbreitseite 2 kann die Variierungsnut 11, 12, 13,
14, 15, 16, 17, 18, 19 aufweisen. Die gegenüberliegende Breitseite 3 die Variierungsnuten
31, 32, 33, 34, 35, 36. Es ist vorgesehen, dass durch das Nichtvorhandensein einer
oder mehrerer Variierungsnuten eine Codierung des Schlüssels erfolgt. Indem eine oder
mehrere der Variierungsnuten an einem Schlüssel einer Schließanlage nicht vorhanden
sind, wird verhindert, dass ein derartig codierter Schlüssel in einen Schließzylinder
eingesteckt werden kann, bei dem von der Seitenwand des Schlüsselkanals 8 eine Codierungsrippe
abragt, die an der Stelle der nicht vorhandenen Codierungsnut angeordnet ist.
[0018] In den Figuren sind die Codierungsnuten und die Codierungsrippen, die zueinander
korrespondieren mit denselben Bezugsziffern bezeichnet. Eine Codierungsrippe, die
mit einer bestimmten Bezugsziffer bezeichnet ist, muss in eine Codierungsnut eingreifen
können, die mit derselben Bezugsziffer bezeichnet ist, damit der Schlüssel in den
zugehörigen Schließzylinder eingesteckt werden kann. Mit einer geeigneten Anordnung
von Variierungsrippen 11 bis 19 beziehungsweise 31 bis 36 lässt sich somit eine abgeschlossene
Menge von Schließzylindern derart codieren, dass in den Schlüsselkanal 8 nur solche
Schlüssel eingeschoben werden können, bei denen die zugehörige Variierungsnut vorhanden
ist.
[0019] Die Erstellung eines Schließplanes einer Schließanlage erfolgt mit der erfindungsgemäßen
Codierungsprofilvorgabe, die eine Mehrzahl von Sinuskurven verwendet, um die Lage
und die Scheiteltiefe der Variierungsnuten 11 bis 19 beziehungsweise 31 bis 36 zu
definieren. Die Lage einer Variierungsnut 11 bis 19 beziehungsweise 31 bis 36 ist
durch ihren Abstand in Richtung x von der Randkante 2' beziehungsweise 3' der Breitseite
2, 3 oder durch eine Rückenebene R definiert. Die Randkante 2', 3' kann beispielsweise
durch eine Schlüsselrückenebene R definiert sein. Die Sinusfunktionen erstrecken sich
entlang einer Nulllinie 20, welche der x-Achse einer in einem X-Y-Koordinatensystem
beschriebenen Sinuskurve entspricht. Die Spitzenabschnitte der Sinuskurve haben einen
parabelähnlichen Verlauf und bilden zumindest die Scheitelbereiche der Variierungsnuten
beziehungsweise Variierungsrippen aus. Die Nulllinie ist um das Maß n von einer durch
die Querschnittsmitte des Profilkerns verlaufende Mittenebene M beabstandet. Der in
der Figur 1 dargestellte Profilkern entspricht dem Schlüsselquerschnittsprofil eines
Schlüsselschaftes 1. Die beiden Breitseiten 2, 3 sind durch die Materialstärke S des
Schlüsselschaftes 1 voneinander beabstandet. Der Abstand der Nulllinie 20, 20' zur
Mittenebene M ist größer, als die halbe Materialstärke S, welche der Querschnittsstärke
des Profilkernes entspricht.
[0020] Die Breitseite 2 eines Schlüsselschaftes 1 kann insgesamt neun Variierungsnuten 11
bis 19 aufweisen, wobei die Variierungsnuten durch die Wellenberge von Sinusfunktionen
21 bis 26 definiert werden. Die Sinusfunktionen 21 bis 26 haben denselben Wellenlängenparameter
L und unterscheiden sich nur durch ihre Amplitudenparameter A und durch ihren Phasenparameter
P.
[0022] Die Amplitudenparameter A
1 bis A
7 können gleich sein. Sie können sich aber auch unterscheiden. Bevorzugt nehmen die
Amplitudenparameter A
1 bis A
7 zwei verschiedene Werte an, wobei sich Amplitudenparameter ungleicher Werte abwechseln,
wie es die nachfolgenden Gleichungen beschreiben:

[0023] Es ist ersichtlich, dass ungerade Sinusfunktionen den Amplitudenwert C
1 und gerade Sinusfunktionen den Amplitudenwert C
2 besitzen. Die Amplitudenwerte C
1, C
2 können sich lediglich geringfügig unterscheiden. Der Unterschied braucht im Wesentlichen
nur geringfügig größer zu sein, als die Abtasttoleranz des Schlüsselprofils.
[0024] Es ist ferner vorgesehen, dass sich die Phasenparameter benachbarter Sinusfunktionen
um einen konstanten Wert unterscheiden. Dies lässt sich mit folgender Rekursionsfunktion
darstellen:

[0025] Sinuskurven der Sinusfunktionen sind somit um ein gemeinsames Vielfaches in x-Richtung
versetzt, so dass benachbarte Wellenberge/Spitzen der Sinusfunktionen gleich beabstandet
sind.
[0026] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 besitzt die Breitseite 2 des Schlüsselschaftes
1 zwei räumlich voneinander getrennte Variierungszonen. Eine erste Variierungszone
wird von den Profilrippen/-nuten 11, 12, 13 bestimmt, die von den unmittelbar nebeneinanderliegenden
Sinusfunktionen 23, 24, 25 definiert sind.
[0027] Eine zweite Variierungszone mit Variierungsnuten 14, 15, 16, 17, 18, 19 wird von
den in x-Richtung gleich beabstandeten Sinusfunktionen 21, 22, 23, 24, 25, 26 definiert.
Es ist ersichtlich, dass die Sinusfunktion 23 sowohl die Variierungsnut 11 als auch
die Variierungsnut 16, die Sinusfunktion 24 sowohl die Variierungsnut 12 als auch
die Variierungsnut 17 und die Sinusfunktion 25 sowohl die Variierungsnut 13 als auch
die Variierungsnut 18 definiert. Lediglich die Variierungsnuten 19,14 und 15 werden
von Sinusfunktionen 21, 22 und 26 definiert, die ansonsten keine weiteren Variierungsnuten
definieren.
[0028] Nebeneinander liegende Sinusfunktionen 21, 22, 23, 24, 25, 26 besitzen Scheitelpunkte
21', 22', 23', 24', 25', 26', die eine unterschiedliche Scheitelhöhe besitzen. Die
Scheitelhöhe variiert um das Abstandsmaß d und ist durch den Amplitudenparameter A
1 bis A
7 definiert. Durch die Scheitelhöhe beziehungsweise den Amplitudenparameter ist die
Scheiteltiefe der Variierungsnut 11 bis 19 definiert. Der Phasenparameter P
1 bis P
7 definiert die Randabstandslage der Variierungsnut 11 bis 19.
[0029] Analoges gilt für die Lage der Variierungsrippen 11 bis 19, die von der Seitenwand
des Schlüsselkanals 8 in den Schlüsselkanal 8 hineinragen.
[0030] Die gegenüberliegende Breitseite 3 besitzt weitere Variierungszonen, die von drei
Sinusfunktionen 27, 28, 29 definiert sind. Diese Sinusfunktionen besitzen einen Nulllinie
20', die um dasselbe Maß n von der Schlüsselschaftmittenebene M beabstandet ist, wie
die Nulllinie 20. Die Sinusfunktionen 27 bis 29 werden durch dieselbe in den Gleichungen
1 bis 9 angegebene Gesetzmäßigkeit definiert. Es bilden sich zumindest zwei weitere
Variierungszonen aus. In einer Variierungszone verlaufen die Variierungsnuten 32,
33, 34. In einer anderen Variierungszone verlaufen die Variierungsnuten 35, 36.
[0031] Schließlich besitzt die Schlüsselbreitseite 3 noch die Variierungsnut 31. Auch hier
ist vorgesehen, dass von einer Sinusfunktion auch mehrere Variierungsnuten 31 bis
36 definiert werden können.
[0032] Das Vorhandensein einer der Variierungsnuten/ -rippen 11,12,13 der ersten Variierungszone
kann als Kennzeichnung verwendet werden, dass es sich bei dem Schlüssel beziehungsweise
Schließzylinder um ein Element einer GeneralHauptschlüsselanlage handelt. Das Vorhandensein
einer anderen Variierungsnut/-rippe 11,12,13 der ersten Variierungszone kann verwendet
werden, um einen Schlüssel oder einen Schließzylinder als Element einer Zentralschlüsselanlage
zu kennzeichnen. Die Variierungsnuten/ -rippen 14 bis 19 der zweiten Variierungszone
können zur Individualisierung der Schlüssel beziehungsweise Schließzylinder einer
Schließanlage verwendet werden. Dasselbe gilt für die Variierungsnuten/ -rippen 31
bis 36 der weiteren Variierungszonen.
[0033] Während die Figur 1 lediglich die Lage der möglichen Variierungsnuten an einem Schlüsselschaft
beziehungsweise die Lage der möglichen Variierungsrippen in einem Schlüsselkanal verdeutlicht,
zeigt die Figur 2 den Querschnitt durch den Schaft eines Flachschlüssels, der auf
der Basis der zuvor erörterten Codierungsprofilvorgabe mit den Variierungsnuten 12,14
bis 19, 32 bis 36 versehen ist. Lediglich die zur Kennzeichnung des Schließanlagentyps
verwendbaren Variierungsnuten 11, 13 sind nicht vorhanden. Bei nicht dargestellten
weiteren Ausführungsbeispielen könnte aber anstelle der Variierungsnut 12 die Variierungsnut
11 oder 13 vorhanden sein. Außerdem könnte zumindest eine, bevorzugt aber mehrere
der Variierungsnuten 14,19 nicht ausgebildet sein. Auch von den Variierungsnuten 32
bis 36 könnten ein oder mehrere Variierungsnuten nicht vorhanden sein.
[0034] Die Zwischenräume 14" 15", 16", 17", 18", 32", 33", 35" zwischen zwei benachbarten
Variierungsnuten 14 bis 19 beziehungsweise 32 bis 36 sind hier verrundet. Die Scheitelbereiche
14' bis 19' beziehungsweise 32' bis 36' verlaufen parabolisch und werden durch die
Spitzenabschnitte der Sinuskurven 21 bis 29 definiert.
[0035] Die Figur 2 zeigt zusätzlich Führungsnuten 4 bis 6, in die Führungsrippen 4 bis 6
des Schlüsselkanals 8 eingreifen, um den Schlüssel im Schlüsselkanal 8 zu führen.
Die Scheitelbereiche der Führungsnuten 4 bis 6 überragen die Schlüsselmittenebene
M. Es ergibt sich ein parazentrisches Schlüsselprofil. Die Führungsnuten 4, 6 dienen
nicht der Unterscheidung einzelner Schlüssel einer Schließanlage. Voneinander verschiedene
Schließanlagen können sich jedoch durch die Lage der Führungsnuten 4, 6 unterscheiden,
beispielsweise kann zumindest eine der Führungsnuten 4, 5, 6 in x-Richtung geringfügig
verschoben sein.
[0036] Der in der Figur 2 dargestellte Schlüssel lässt sich in alle Schlüsselkanäle eines
Schlüsselkanals einstecken. Es handelt sich gewissermaßen um einen General-Hauptschlüssel,
weil keine der möglichen Variierungsrippen eine Sperrfunktion ausüben kann.
[0037] Die Figur 3 zeigt anhand einer Zentralschlossanlage ein erstes Ausführungsbeispiel
einer Schließanlage. Eine Haustür besitzt einen Schließzylinder 7 mit einem Zylinderkern
9, der einen Schlüsselkanal 8 aufweist. Vom Rand 8' des Schlüsselkanals 8 sind Variierungsrippen
13,14 beabstandet. Von der Wand des Schlüsselkanals 8 ragen zudem Führungsrippen 4,
5, 6 in den Schlüsselkanal 8 hinein.
[0038] Die Schließzylinder der Wohnungen 1, 2, 3 und Technik besitzen ebenfalls die Führungsrippen
4 bis 6 und die Variierungsrippen 13 und 14. Zusätzlich besitzt der Schließzylinder
7 der Wohnung 1 die Variierungsrippe 33, der der Wohnung 2 die Variierungsrippe 34,
der der Wohnung 3 die Variierungsrippe 35 und der der Technik die Variierungsrippe
36.
[0039] In entsprechender Weise besitzt nur der Schlüssel zur Wohnung 1 die Variierungsnut
33 und nur der Schlüssel zur Wohnung 2 die Variierungsnut 34 und nur der Schlüssel
der Wohnung 3 die Variierungsnut 35 und der Schlüssel des Hausmeisters nur die Variierungsnut
36. Damit ist sichergestellt, dass der Schlüssel zur Wohnung 1 nur den Schließzylinder
zur Wohnung 1 und die Haustür, der Schlüssel zur Wohnung 2 nur den Schließzylinder
zur Wohnung 2 und die Haustür, usw. schließt.
[0040] Die Figur 4 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel die Schlüsselprofile einer General-Hauptschlüsselanlage.
Die Anlage besitzt zwei Gruppen GS1 und GS2. Es ist eine Variierungsnut 12 in der
ersten Variierungszone vorhanden, die kennzeichnet, dass es sich um eine General-Hauptschlüsselanlage
handelt. Anlagenspezifisch ist ferner die Variierungsnut 32 beziehungsweise die zugehörige
-rippe im Schlüsselkanal. Die zur Gruppe GS1 gehörenden Schlüssel, beispielsweise
zum Büro 1, 2, 3, unterscheiden sich durch das Vorhandensein beziehungsweise Nichtvorhandensein
einer Variierungsrippe 14 bis 16 in der ersten Variierungszone. Der Schließzylinder
zu Büro 1 besitzt die Variierungsrippe 14, zu Büro 2 die Variierungsrippe 15 und zu
Büro 3 die Variierungsrippe 16 und sonst keine weiteren Variierungsrippen in der ersten
Variierungszone. Der zugehörige Schlüssel besitzt jeweils eine Variierungsnut 14,15,16.
[0041] Der Gruppenschlüssel GS1 besitzt sämtliche Variierungsnuten 14 bis 16 in der ersten
Variierungszone, so dass mit diesem Schlüssel alle Büros 1 bis 3 geschlossen werden
können.
[0042] Die Schließzylinder zur Gruppe GS2, die mit Produktion 1, Produktion 2 und Technik
bezeichnet sind, besitzen jeweils nur eine Variierungsrippe 17,18 oder 19. Die zugehörigen
Schlüssel besitzen nur jeweils die Variierungsnut 17,18,19, so dass die diesbezüglichen
Schlüssel nur den jeweils zugeordneten Schließzylinder schließen können.
[0043] Der Gruppenschlüssel GS2 besitzt hingegen sämtliche Variierungsnuten 17 bis 19 der
zweiten Variierungszone, so dass mit diesem Schlüssel die Schließzylinder zu Produktion
1, Produktion 2 und Technik geschlossen werden können.
[0044] Mit dem Gruppenschlüssel GS2 können aber nicht die Schließzylinder der Gruppe 1,
also Büro 1, Büro 2 und Büro 3 geschlossen werden. Ebenso wenig lassen sich mit dem
Gruppenschlüssel der Gruppe GS1 die Schließzylinder der zweiten Gruppe, also Produktion
1, Produktion 2 und Technik, schließen.
[0045] Der Gruppenschlüssel GS1 besitzt nicht die Variierungsnuten 17 und 19 und der Gruppenschlüssel
der Gruppe GS2 nicht die Variierungsnuten 14 bis 16.
[0046] Der General-Hauptschlüssel GHS besitzt hingegen sämtliche Variierungsnuten 14 bis
19, so dass er in sämtliche Schließzylinder der beiden Gruppen GS1 und GS2 passt.
[0047] Die Figur 5 zeigt ähnlich wie die Figur 1 anhand eines Profilkerns, der bei einer
Schließanlage von einem Schlüsselschaft 1 oder vom Freiraum eines Schlüsselkanals
8 gebildet ist, die möglichen Variierungsnuten 10 bis 19 beziehungsweise Variierungsrippen
10 bis 19.
[0048] Anders als bei dem zuvor erörterten Ausführungsbeispiel handelt es sich hier um ein
Profil für einen Wendeflachschlüssel. Das Profil ist um eine Zentrumsachse des Profilkerns
um 180° drehsymmetrisch. Auch hier werden die Lagen und die Tiefen der einzelnen Variierungsnuten
10 bis 19 beziehungsweise die Höhen der Variierungsrippen 10 bis 19 durch einen Satz
von Sinuskurven definiert, die den obigen Gleichungen 1 bis 9 gehorchen. Es sind insgesamt
sieben Sinuskurven 21 bis 27 vorgesehen, mit denen drei räumlich voneinander getrennte
Variierungszonen bestimmt werden. Eine erste Variierungszone mit den Variierungsnuten
10, 11, 12, 13 wird von den Sinusfunktionen 24 bis 27 definiert. Weitere Sinusfunktionen
21, 22, 23, die mit den Sinusfunktionen 24 bis 27 einen Satz von in gleichen Schritten
beabstandeten Sinusfunktionen ausbilden, definieren die Variierungsnuten 14 bis 16
der zweiten Variierungszone. Die Sinusfunktionen 22 bis 24 definieren darüber hinaus
auch die Lage der Variierungsnuten 17 bis 19 der dritten Variierungszone. Die Sinusfunktion
24 definiert somit eine Variierungsnut 10 der ersten Variierungszone und eine Variierungsnut
19 der dritten Variierungszone. Die Sinusfunktionen 22, 23 definieren Variierungsnuten
15,16 in der zweiten Variierungszone und Variierungsnuten 17, 18 der dritten Variierungszone.
[0049] Auch hier unterscheiden sich die Amplituden unmittelbar nebeneinanderliegender Sinusfunktionen
geringfügig, so dass unmittelbar nebeneinanderliegende Variierungsnuten 10 bis 19
eine voneinander verschiedene Tiefe besitzen. Auch hier liegen sämtliche Sinusfunktionen
21 bis 27 in derselben Nulllinie 20, 20', die außerhalb des Profilkerns liegt. Der
Profilkern besitzt eine Schlüsselmittenebene M, von der die Nulllinie 20, 20' um das
Maß n entfernt ist, welches größer ist, als die Hälfte der Querschnittsstärke S des
Profilkerns.
[0050] Der Abstand n der Nulllinie 20 von der Profilkernmittenebene M ist größer, als die
Profilkernbreite S.
[0051] Die erfindungs gemäße Profilvariation definiert die Profilierung eines Profilkerns,
der die "Positivprofilform" zur Gestaltung des Querschnittsprofils der Flachschlüssel
und die "Negativprofilform" für die Fertigung des Querschnittsprofils der Schlüsselkanäle
angibt.
[0052] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt
erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen
jeweils auch eigenständig weiterbilden, nämlich:
Eine Profilvariation, die gekennzeichnet ist durch an den Flachschlüsseln bzw. den
Schlüsselkanälen der zugehörigen Schließzylinder einer hierarchisch aufgebauten Schließanlage
insbesondere General-Hauptschlüssel- oder ZentralschlossAnlage, wobei die Breitseiten
2, 3 der Schlüsselschäfte 1 nach einer schließanlagenspezifischen Codierungsprofilvorgabe
erzeugte, in Längsrichtung des Schlüsselschaftes 1 verlaufende Variierungsnuten 10
bis 19 und die Schlüsselkanäle 8 der Schließzylinder dazu korrespondiere Variierungsrippen
10 bis 19 aufweisen, wobei die die Individualität und insbesondere die Schließhierarchie
festlegende Codierungsprofilvorgabe durch eine Mehrzahl, die Randabstände von Scheiteln
10' bis 19' der Variierungsnuten 10 bis 19 von einem Längsrand 2', 3' der Schlüsselschaftbreitseite
2, 3, insbesondere vom Schlüsselrücken, beziehungsweise den Scheiteln der Variierungsrippen
10 bis 19 vom Rand 8' einer Breitseite des Schlüsselkanals 8 und die Scheiteltiefen
der Variierungsnuten 10 bis 19 beziehungsweise der Scheitelhöhen der Variierungsrippen
10 bis 19 bestimmenden, in einer Querschnittsebene durch den Schlüsselschaft 1 beziehungsweise
den Schlüsselkanal 8 erstreckende Sinusfunktionen 21 bis 27 festgelegt sind, deren
Nulllinien 20, 20' parallel zur Schlüsselmittenebene M beziehungsweise Schlüsselkanalmittenebene
und quer zur Längsrichtung des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise des Schlüsselkanals
8 verlaufen, und deren durch einen Amplitudenparameter A1 bis A7, einen Wellenlängenparameter L und einen Phasenparameter P1 bis P7 definierten Kurvenverlauf die Lage der Scheitel 10' bis 19' der Variierungsnuten
10 bis 19 beziehungsweise Variierungsrippen 10 bis 19 beschreibt, wobei die Variierungsrippen
10 bis 19 einen durch den Bereich der Spitzen des Kurvenverlaufs definierten Querschnitt
aufweisen, wobei alle die Lage der Scheitel 10' bis 19' einer Breitseite 2, 3 definierenden
Sinusfunktionen 20 bis 27 dieselbe Nulllinie 20, 20' besitzen, welche Nulllinie 20,
20' mit einem Abstand n, der größer ist als die halbe Materialstärke S des Schlüsselschaftes
1, von der Schlüsselschaftmittenebene M beziehungsweise der Schlüsselkanalmittenebene
entfernt außerhalb der Querschnittsfläche des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise
der Querschnittsfläche des Schlüsselkanals 8 liegt, und denselben Wellenlängenparameter
L aufweisen.
[0053] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die auf beiden Breitseiten
2, 3 des Schlüsselschaftes 1 angeordneten Variierungsnuten 10 bis 19', 32 bis 36 beziehungsweise
alle auf beiden Seitenwänden des Schlüsselkanals 8 angeordneten Variierungsrippen
10 bis 19', 32 bis 36 ausschließlich von Sinusfunktionen 21 bis 29 definiert werden,
wobei sämtliche Sinusfunktionen 21 bis 29 denselben Wellenlängenparameter L aufweisen,
entlang von Nulllinien 20, 20' verlaufen, die von der Schlüsselmittenebene M gleich
beabstandet sind und sich ausschließlich durch einen Phasenparameter P
1 bis P
7 und einem Amplitudenparameter A
1 bis A
7 voneinander unterscheiden.
[0054] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Querschnittskontur
der Scheitelbereiche der Variierungsnuten des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise
der Variierungsrippen des Schlüsselkanales 8 ausschließlich von Kurvenabschnitten
der Spitzen der Sinusfunktionen 21 bis 29 definiert werden.
[0055] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Codierungsprofilvorgabe
zumindest eine erste Variierungszone mit Variierungsnuten/ -rippen 11 bis 13 und eine
zweite Variierungszone mit Variierungsnuten/ -rippen 14 bis 19 aufweist, wobei sich
die ersten und zweiten Variierungszonen jeweils in Längsrichtung über die gesamte
Länge des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise Schlüsselkanals 8 erstrecken und in
Querrichtung dazu nebeneinander angeordnet sich über einen Teilbereich der Breite
des Schlüsselschaftes 1 beziehungsweise der Höhe des Schlüsselkanales 8 erstrecken,
wobei zumindest eine Sinusfunktion 23, 24, 25 zumindest eine Variierungsnut/ -rippe
11, 12, 13 in der ersten Variierungszone und eine zweite Variierungsnut/ -rippe 16,17,18
in der zweiten Variierungszone definiert.
[0056] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Variierungsnuten/
-rippen 11 bis 13 der ersten Variierungszone verwendet werden, um durch die Lage einer
Variierungsnut/ -rippe 11 bis 13 eine Schließanlage von einer anderen Schließanlage
zu unterscheiden.
[0057] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass alle die Variierungsnuten/
-rippen 11 bis 19; 32 bis 36 einer Breitseite 2, 3 definierenden Sinusfunktionen 21
bis 26; 27 bis 29 maximal zwei voneinander verschiedene Amplitudenparameter A
1 bis A
7 aufweisen, wobei unmittelbar benachbarte Sinusfunktionen 21 bis 29 voneinander verschiedene
Amplitudenparameter A
1 bis A
7 aufweisen.
[0058] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass alle Sinusfunktionen 21
bis 29 zumindest und maximal zwei voneinander verschiedene Amplitudenparameter A
1 bis A
7 aufweisen, wobei unmittelbar benachbarte Sinusfunktionen 21 bis 29 voneinander verschiedene
Amplitudenparameter A
1 bis A
7 aufweisen.
[0059] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sich benachbarte Sinusfunktionen
21 bis 29 durch einen gemeinsamen konstanten Phasenparameter P
1 bis P
7 unterscheiden.
[0060] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Variierungsnuten/
-rippen 14 bis 19 der zweiten Variierungszone verwendet werden, um eine Schließgruppe
GS1, GS2 innerhalb einer Schließanlage zu codieren.
[0061] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schlüsselschaft 1
beziehungsweise der Schlüsselkanal 8 auf einer Breitseite 2 beziehungsweise Seitenwand
die erste Variierungszone und die zweite Variierungszone aufweist und auf der gegenüberliegenden
Breitseite 3 beziehungsweise Schlüsselkanalwand eine dritte Variierungszone aufweist,
wobei die Variierungsnuten 32 bis 36 der dritten Variierungszone von dem Kurvenverlauf
mehrerer Sinusfunktionen 27 bis 29 definiert sind und zumindest eine Sinusfunktion
27, 28, 29 die Lage und die Scheiteltiefe von zumindest zwei Variierungsnuten 32 bis
36 definiert.
[0062] Eine Profilvariation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lage der Variierungsnuten/
-rippen 11 bis 19; 32 bis 36 und deren Scheiteltiefe durch eine Codierungsprofilvorgabe
nach einem der vorhergehenden Ansprüche definiert ist. Eine Schließvorrichtung, die
dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lage der Variierungsnuten/ -rippen 11 bis 19;
32 bis 36 und deren Scheiteltiefe durch eine Codierungsprofilvorgabe nach einem der
vorhergehenden Ansprüche definiert ist.
[0063] Eine Schließanlage, die gekennzeichnet ist durch eine Mehrzahl von Schließvorrichtungen,
wobei die Lage und die Scheiteltiefe der Variierungsnuten/ -rippen 11 bis 19; 32 bis
36 ausschließlich durch Sinusfunktionen definiert sind, die denselben Wellenlängenparameter
L aufweisen und deren Nulllinien 20, 20' denselben Abstand n von der Schlüsselmittenebene
M beziehungsweise Schlüsselkanalmittenebene besitzen.
[0064] Ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lage und die Scheiteltiefe
der Variierungsnuten/ -rippen 11 bis 19; 32 bis 36 durch eine Profilvariation nach
einem der vorhergehenden Ansprüche definiert wird.
[0065] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander)
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren mit ihren Merkmalen
eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere
um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Schlüsselschaft |
17' |
Scheitelbereich |
| 2 |
Breitseite |
17" |
Zwischenraum |
| 2' |
Randkante |
18 |
Variierungsnut/ -rippe |
| 3 |
Breitseite |
18' |
Scheitelbereich |
| 3' |
Randkante |
18" |
Zwischenraum |
| 4 |
Führungsnut |
19 |
Variierungsnut/ -rippe |
| 5 |
Führungsnut |
19' |
Scheitelbereich |
| 6 |
Führungsnut |
20 |
Nulllinie |
| |
|
20' |
Nulllinie |
| 8 |
Schließkanal |
21 |
Sinusfunktion |
| 9 |
Zylinderkern |
21' |
Scheitelpunkt |
| 10 |
Variierungsnut/ -rippe |
22 |
Sinusfunktion |
| 11 |
Variierungsnut/ -rippe |
22' |
Scheitelpunkt |
| 12 |
Variierungsnut/ -rippe |
23 |
Sinusfunktion |
| 13 |
Variierungsnut/ -rippe |
23' |
Scheitelpunkt |
| 14 |
Variierungsnut/ -rippe |
24 |
Sinusfunktion |
| 14' |
Scheitelbereich |
24' |
Scheitelpunkt |
| 14" |
Zwischenraum |
25 |
Sinusfunktion |
| 15 |
Variierungsnut/ -rippe |
25' |
Scheitelpunkt |
| 15' |
Scheitelbereich |
26 |
Sinusfunktion |
| 15" |
Zwischenraum |
26' |
Scheitelpunkt |
| 16 |
Variierungsnut/ -rippe |
27 |
Sinusfunktion |
| 16' |
Scheitelbereich |
27' |
Scheitelpunkt |
| 16" |
Zwischenraum |
28 |
Sinusfunktion |
| 17 |
Variierungsnut/ -rippe |
28' |
Scheitelpunkt |
| 29 |
Sinusfunktion |
A1 |
Amplitudenparameter |
| 29' |
Scheitelpunkt |
A2 |
Amplitudenparameter |
| 31 |
Variierungsnut |
A3 |
Amplitudenparameter |
| 32 |
Variierungsnut |
|
|
| 32' |
Scheitelbereich |
A4 |
Amplitudenparameter |
| 32" |
Zwischenraum |
A5 |
Amplitudenparameter |
| 33 |
Variierungsnut |
A6 |
Amplitudenparameter |
| 33' |
Scheitelbereich |
A7 |
Amplitudenparameter |
| 33" |
Zwischenraum |
L |
Wellenlängenparameter |
| 34 |
Variierungsnut |
M |
Schlüsselmittenebene |
| 34' |
Scheitelbereich |
P1 |
Phasenparameter |
| 34" |
Zwischenraum |
P2 |
Phasenparameter |
| 35 |
Variierungsnut |
P3 |
Phasenparameter |
| 35' |
Scheitelbereich |
P4 |
Phasenparameter |
| 35" |
Zwischenraum |
P5 |
Phasenparameter |
| 36 |
Variierungsnut |
P6 |
Phasenparameter |
| 36' |
Scheitelbereich |
P7 |
Phasenparameter |
| |
|
R |
Schlüsselrückenebene |
| |
|
S |
Materialstärke |
| |
|
|
|
| d |
Abstandsmaß Amplitude |
|
|
| n |
Abstand Nulllinie |
|
|
| x |
Abstand |
|
|
1. Profilvariation an den Flachschlüsseln oder den Schlüsselkanälen der zugehörigen Schließzylinder
einer hierarchisch aufgebauten Schließanlage, wobei die Breitseiten (2, 3) der Schlüsselschäfte
(1) nach einer schließanlagenspezifischen Codierungsprofilvorgabe erzeugte, in Längsrichtung
des Schlüsselschaftes (1) verlaufende Variierungsnuten (10 bis 19) und die Schlüsselkanäle
(8) der Schließzylinder dazu korrespondierende Variierungsrippen (10 bis 19) aufweisen,
wobei die die Individualität und die Schließhierarchie festlegende Codierungsprofilvorgabe
durch eine Mehrzahl, die Randabstände von Scheiteln (10' bis 19') der Variierungsnuten
(10 bis 19) von einem Längsrand (2', 3') der Schlüsselschaftbreitseite (2, 3) oder
den Scheiteln der Variierungsrippen (10 bis 19) vom Rand (8') einer Breitseite des
Schlüsselkanals (8) und die Scheiteltiefen der Variierungsnuten (10 bis 19) oder der
Scheitelhöhen der Variierungsrippen (10 bis 19) bestimmenden, in einer Querschnittsebene
durch den Schlüsselschaft (1) oder den Schlüsselkanal (8) erstreckende Sinusfunktionen
(21 bis 27) festgelegt sind, deren Nulllinien (20, 20') parallel zur Schlüsselmittenebene
(M) oder Schlüsselkanalmittenebene und quer zur Längsrichtung des Schlüsselschaftes
(1) beziehungsweise des Schlüsselkanals (8) verlaufen, und deren durch einen Amplitudenparameter
(A1 bis A7), einen Wellenlängenparameter (L) und einen Phasenparameter (P1 bis P7) definierten Kurvenverlauf die Lage der Scheitel (10' bis 19') der Variierungsnuten
(10 bis 19) oder Variierungsrippen (10 bis 19) beschreibt, wobei die Variierungsrippen
(10 bis 19) einen durch den Bereich der Spitzen des Kurvenverlaufs definierten Querschnitt
aufweisen, wobei alle die Lage der Scheitel (10' bis 19') einer Breitseite (2, 3)
definierenden Sinusfunktionen (21 bis 27) dieselbe Nulllinie (20, 20') besitzen, welche
Nulllinie (20, 20') mit einem Abstand (n), der größer ist als die halbe Materialstärke
(S) des Schlüsselschaftes (1), von der Schlüsselschaftmittenebene (M) beziehungsweise
der Schlüsselkanalmittenebene entfernt außerhalb der Querschnittsfläche des Schlüsselschaftes
(1) oder der Querschnittsfläche des Schlüsselkanals (8) liegt, und denselben Wellenlängenparameter
(L) aufweisen.
2. Profilvariation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf beiden Breitseiten (2, 3) des Schlüsselschaftes (1) angeordneten Variierungsnuten
(10 bis 19', 32 bis 36) oder alle auf beiden Seitenwänden des Schlüsselkanals (8)
angeordneten Variierungsrippen (10 bis 19', 32 bis 36) ausschließlich von Sinusfunktionen
(21 bis 29) definiert werden, wobei sämtliche Sinusfunktionen (21 bis 29) denselben
Wellenlängenparameter (L) aufweisen, entlang von Nulllinien (20, 20') verlaufen, die
von der Schlüsselmittenebene (M) gleich beabstandet sind und sich ausschließlich durch
einen Phasenparameter (P1 bis P7) und einem Amplitudenparameter (A1 bis A7) voneinander unterscheiden.
3. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittskontur der Scheitelbereiche der Variierungsnuten des Schlüsselschaftes
(1) oder der Variierungsrippen des Schlüsselkanales (8) ausschließlich von Kurvenabschnitten
der Spitzen der Sinusfunktionen (21 bis 29) definiert werden.
4. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierungsprofilvorgabe zumindest eine erste Variierungszone mit Variierungsnuten
oder Variierungsrippen (11 bis 13) und eine zweite Variierungszone mit Variierungsnuten
oder Variierungsrippen (14 bis 19) aufweist, wobei sich die ersten und zweiten Variierungszonen
jeweils in Längsrichtung über die gesamte Länge des Schlüsselschaftes (1) oder Schlüsselkanals
(8) erstrecken und in Querrichtung dazu nebeneinander angeordnet sich über einen Teilbereich
der Breite des Schlüsselschaftes (1) oder der Höhe des Schlüsselkanales (8) erstrecken,
wobei zumindest eine Sinusfunktion (23, 24, 25) zumindest eine Variierungsnut oder
Variierungsrippe (11,12,13) in der ersten Variierungszone und eine zweite Variierungsnut
oder Variierungsrippe (16,17,18) in der zweiten Variierungszone definiert.
5. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Variierungsnuten oder Variierungsrippen (11 bis 13) der ersten Variierungszone
verwendet werden, um durch die Lage einer Variierungsnut oder Variierungsrippe (11
bis 13) eine Schließanlage von einer anderen Schließanlage zu unterscheiden.
6. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle die Variierungsnuten oder Variierungsrippen (11 bis 19; 32 bis 36) einer Breitseite
(2, 3) definierenden Sinusfunktionen (21 bis 26; 27 bis 29) maximal zwei voneinander
verschiedene Amplitudenparameter (A1 bis A7) aufweisen, wobei unmittelbar benachbarte Sinusfunktionen (21 bis 29) voneinander
verschiedene Amplitudenparameter (A1 bis A7) aufweisen.
7. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Sinusfunktionen (21 bis 29) zumindest und maximal zwei voneinander verschiedene
Amplitudenparameter (A1 bis A7) aufweisen, wobei unmittelbar benachbarte Sinusfunktionen (21 bis 29) voneinander
verschiedene Amplitudenparameter (A1 bis A7) aufweisen.
8. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich benachbarte Sinusfunktionen (21 bis 29) durch einen gemeinsamen konstanten Phasenparameter
(P1 bis P7) unterscheiden.
9. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Variierungsnuten oder Variierungsrippen (14 bis 19) der zweiten Variierungszone
verwendet werden, um eine Schließgruppe (GS1, GS2) innerhalb einer Schließanlage zu
codieren.
10. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselschaft (1) oder der Schlüsselkanal (8) auf einer Breitseite (2) oder
Seitenwand die erste Variierungszone und die zweite Variierungszone aufweist und auf
der gegenüberliegenden Breitseite (3) oder Schlüsselkanalwand eine dritte Variierungszone
aufweist, wobei die Variierungsnuten (32 bis 36) der dritten Variierungszone von dem
Kurvenverlauf mehrerer Sinusfunktionen (27 bis 29) definiert sind und zumindest eine
Sinusfunktion (27, 28, 29) die Lage und die Scheiteltiefe von zumindest zwei Variierungsnuten
(32 bis 36) definiert.
11. Profilvariation nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den Variierungsnuten oder Variierungsrippen (11 bis 19; 32 bis 36)
Führungsnuten (4 bis 6) oder Führungsrippen (4 bis 6) vorgesehen sind, wobei die Scheiteltiefe
der Führungsnuten (4 bis 6) oder Scheitelhöhe der Führungsrippen (4 bis 6) größer
ist, als die Scheiteltiefe oder Scheitelhöhe der Variierungsnuten oder Variierungsrippen
(11 bis 19; 32 bis 36), so dass die Führungsnuten oder Führungsrippen (4 bis 6) dem
Schlüsselschaft (1) oder dem Schlüsselkanal (8) ein parazentrisches Querschnittsprofil
geben.
12. Schließvorrichtung bestehend aus mindestens einem Schlüssel, dessen Schlüsselschaft
(1) Variierungsnuten (11 bis 19; 32 bis 36) aufweist und aus mindestens einem Schließzylinder
mit einem zumindest zu einigen der Variierungsnuten (11 bis 19; 32 bis 36) korrespondierenden
Variierungsrippen (11 bis 19; 32 bis 36) aufweisenden Schlüsselkanal (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Variierungsnuten oder Variierungsrippen (11 bis 19; 32 bis 36) und deren
Scheiteltiefe durch eine Codierungsprofilvorgabe nach einem der vorhergehenden Ansprüche
definiert ist.
13. Schließanlage bestehend aus einer Mehrzahl von Schließvorrichtungen gemäß Anspruch
12, wobei die Lage und die Scheiteltiefe der Variierungsnuten oder Variierungsrippen
(11 bis 19; 32 bis 36) ausschließlich durch Sinusfunktionen definiert ist, die denselben
Wellenlängenparameter (L) aufweisen und deren Nulllinien (20, 20') denselben Abstand
(n) von der Schlüsselmittenebene (M) oder Schlüsselkanalmittenebene besitzen.
14. Verfahren zum Fertigen von mindestens einer Schließvorrichtung gemäß Anspruch 12 oder
13 aufweisenden Schließanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage und die Scheiteltiefe der Variierungsnuten oder Variierungsrippen (11 bis
19; 32 bis 36) durch eine Profilvariation nach einem der vorhergehenden Ansprüche
definiert wird.