[0001] Die Erfindung betrifft eine Kühlvitrine zur Präsentation von Waren, insbesondere
gekühlten Lebensmitteln. Die Erfindung ist aber in gleicher Weise auch auf andere
Vitrinen, wie z.B. Warmhaltevitrinen anwendbar.
[0002] Derartige Kühlvitrinen werden in Bahnhöfen, Tankstellen, Mensen, Coffee-Shops, Bäckereien,
Gaststätten und anderen Geschäften für den Verkauf von gekühlten Lebensmitteln wie
z.B. Back- und Konditoreiwaren, Snacks, und ähnliches verwendet.
[0003] Eine derartige Kühlvitrine beinhaltet einen in der Regel einsehbaren Verkaufsraum
mit mindestens einer Warenaufnahmevorrichtung, einem Kühlelement und ggf. einer Beleuchtungseinrichtung.
Das Kühlelement kann in einer isolierten Wanne unterhalb des Verkaufsraumes so angeordnet
sein, so dass über Ventilatoren gekühlte Luft über die Warenaufnahmevorrichtungen
geführt wird. Das Kühlelement ist in der Regel mit einem Kälteaggregat verbunden.
[0004] Es sind jedoch auch Kühlvitrinen bekannt, bei denen die Kühlvorrichtung seitlich
oder oberhalb des Verkaufsraumes angeordnet ist.
[0005] Der vorzugsweise aus Glasflächen bestehende Verkaufsraum beinhaltete Entnahme- bzw.
Bestückungsbereiche in Form von Türen, Klappen oder offenen Abschnitten. Kühlvitrinen
in Verkaufstheken sind meistens so ausgeführt, dass auf einer Bedienseite für die
Warenbestückung Drehtüren oder Schiebetüren vorhanden sind. Bei Selbstbedienungsvitrinen
sind zusätzlich auf der Kundenseite Entnahmeklappen oder offene Entnahmebereiche vorhanden.
[0006] Da im Lebensmittelbereich häufig mit Warenblechen bzw. Warenschalen im Gastro-NormMaß
(325 mm x 530 mm) bzw. mit Bäckereiblechen (400 mm x 600 mm) gearbeitet wird, sind
die Nutzbreiten der Vitrinen in der Regel möglichst genau auf ein Vielfaches dieser
Standardmaße ausgelegt. Die Nutzbreite sollte nicht unnötig größer sein, da die dann
unbestückten Bereiche unschön in dem Warensortiment wirken.
[0008] In der
DE 20 2012 012 505 U1 ist eine Selbstbedienungs-Kühlvitrine mit gerundetem Glasaufbau und mehreren Warenauflageflächen
dargestellt. Die Kühlvitrine hat eine Bedienungsseite mit Drehtüren und eine Kundenseite
mit Entnahmeklappen. Bei kleinen Vitrinen mit einer Nutzbreite für zwei Warenbleche
werden, wie hier dargestellt, in der Regel Drehtüren auf der Bedienseite vorgesehen.
Schiebetüren werden bei kleinen Vitrinenbreiten kaum eingesetzt, da durch die notwendige
Überlappung der beiden Türelemente und durch den Griffbereich die maximale Öffnungsbreite
immer geringer ist als die halbe Vitrinenbreite und sich hierdurch insbesondere bei
einer Baugröße für zwei Normbleche die Normbleche nicht mehr waagerecht entnehmen
lassen. Hier wäre es natürlich möglich, die Kühlvitrine entsprechend dem Öffnungsverlust
durch die Überlappung der Schiebetüren und dem Öffnungsverlust durch den Betätigungsgriff
breiter auszuführen, so dass die lichte Öffnungsbreite einem Normblech entspricht.
Hierdurch ist der Warenraum dann aber nicht mehr komplett mit Ware gefüllt, was zum
einen unschön aussieht und zum anderen die Nutzfläche der Verkaufstheke vermindert.
[0009] Da in der Regel der Bedienungsbereich hinter der Verkaufstheke in Hinblick auf eine
gute Raumausnutzung meistens sehr eng ausgeführt wird, ragen die geöffneten Drehtüren
in diesen Raum.
[0010] Insbesondere dann, wenn mehrere Verkäufer hinter der Theke arbeiten, stört der in
den Raum stehende Türflügel. Auch kann durch den Türflügel eine Ablagefläche vor der
Vitrine meistens nicht richtig genutzt werden, da beim Öffnen der Türen hier keine
Teller o.ä. abgestellt sein dürfen.
[0011] Die in der
DE 10 2012 022 422 A1 dargestellte Vitrine ist ebenfalls mit Drehtüren ausgestattet und hat daher das gleiche
Problem.
[0012] Die
DE 100 48 612 A1 stellt eine Kühlvitrine mit schrägem Glasaufbau und mehreren übereinander angeordneten
Warenauflageflächen dar. Zur Warenentnahme ist für jede Warenauflagefläche auf der
Bedienseite eine Entnahmeklappe vorhanden. Die Klappe hat den Vorteil, dass eine Ebene
nach öffnen der Klappe in ganzer Breite zugänglich ist. Hier ist auch bei kurzen Vitrinen
immer eine einfache Bestückung mit Normblechen möglich. Da die Klappenhöhe wesentlich
geringer ist, als die Höhe der Vitrine ist die Behinderung auch wesentlich geringer.
Jedoch kann auch bei dieser Lösung eine Arbeitsplatte vor der Vitrine nicht genutzt
werden.
[0013] Bei Selbstbedienungsvitrinen mit zusätzlichen Entnahmeklappen auf der Kundenseite
ist dieses jedoch eine gute Lösung.
[0014] Bei Vitrinen, welche auf der Entnahmeseite offen sind bzw. bei auf der Kundenseite
geschlossenen Bedienungsvitrinen hat eine derartige Lösung Nachteile. Hier hat sich
in der Praxis gezeigt, dass für unterschiedliche Warenhöhen unterschiedliche Abstände
der Zwischenetagen für eine optimale Ausnutzung der Vitrine notwendig sind. Daher
sind Zwischenetagen bei kundenseitig offenen oder bei kundenseitig geschlossenen Kühlvitrinen
in der Regel höhenverstellbar. Für derartige Kühlvitrinen ist die Warenbestückung
mit einer Klappe nach der
DE 100 48 612 A1 nicht möglich, da die Klappe immer ein festes Maß hat.
[0015] Zudem ist auch hier eine Arbeitsfläche vor der Vitrine, auf welcher z.B. die Teller
für die Kuchen stehen könnten, nicht nutzbar.
[0016] Vitrinen mit einer Breite von mehr als 2 Normblechen können mit einer Schiebetür
ausgestattet werden, da in diesem Fall die Öffnungsbreite größer als die Breite der
Warenbleche ist. Lösungen für Schiebetüren hierfür sind z.B. aus der
DE 20 2011 052 121 U1, der
US 6,745,813 B2, der
US 5,301,468 und der
GB 2 162 225 A in verschiedenen Ausführungen bekannt. Leider lässt sich das Problem bei einer Kühlvitrine
für eine Nutzbereite von 2 Bestückungsblechen mit keiner dieser Erfindungen lösen.
[0017] Aufgabe der Erfindung ist es, den Öffnungsbereich in einer weitestgehend vertikalen
Ebene einer Kühlvitrine so zu gestalten, dass der Öffnungsbereich eine lichte Öffnungsbreite
von mindestens der halben Vitrinenbreite oder der Hälfte einer inneren Breite des
Warenraums aufweist, bei dem im offenen Zustand kein störendes Element in den Bedienungsraum
ragt, welcher möglichst einfach, leichtgängig und schnell zu öffnen ist und welcher
in Hinblick auf eine hohe Öffnungsfrequenz bei gewerblicher Nutzung möglichst robust
ist.
[0018] Nach der Erfindung enthält der Öffnungsbereich drei gegeneinander flächig versetzte
Schiebetürelemente (2,3), welche eine Breite von jeweils 1/3 bis maximal 1/2 einer
lichten Breite des Öffnungsbereichs haben und jeweils mindestens ein Paar Laufrollen
(5) aufweisen, über welche die Schiebetürelemente (2,3) auf zugeordneten Bahnen (6)
verschoben werden können.
[0019] Hiermit kann die umfangreiche Aufgabe überraschend einfach gelöst werden. Zur Öffnung
können die drei gegeneinander flächig versetzten Schiebetürelemente (2,3) auf eine
Seite verschoben werden, so dass alle drei Schiebetürelemente (2,3) hintereinander
stehen. Die lichte Öffnungsbreite entspricht somit mindestens der halben Vitrinenbreite
oder der halben Breite des Warenraums, wodurch die Normbleche problemlos eingebracht
bzw. entnommen werden können.
[0020] Zweckmäßigerweise sind die Schiebetürelemente miteinander gekoppelt, wobei bei Verschieben
einer der äußeren Schiebetüren das mittlere Schiebetürelement mitbewegt wird.
[0021] Einfacher ist das Öffnen und das Schließen der Schiebetürelemente (2,3), wenn nur
die äußeren Schiebetürelemente (2) einen Griff (18) aufweisen und das mittlere Schiebetürelement
(3) nach Anspruch 2 derart mit den äußeren Schiebetürelementen (2) gekoppelt ist oder
in Wechselwirkung steht, dass es beim Bewegen eines äußeren Schiebetürelementes (2)
mindestsens teilweise mitverschoben wird. Beim Öffnen könnte dieses z.B. ein einfacher
mechanischer Mitnehmer sein, wobei im offenen Zustand über eine Haftreibung oder eine
Magnetkraft die mittlere Tür an der äußeren Tür gekoppelt wird, so dass beim Schließen
der äußeren Tür die mittlere Tür bis zu einem Endanschlag, welcher an jeweils an der
anderen äußeren Schiebetür angeordnet ist, mitgeführt wird.
[0022] Wenn die Laufrollen (5) der Schiebetürelemente (2,3) nach Anspruch 3 im oberen Bereich
der Schiebetürelemente (2,3) angeordnet sind, können Verunreinigungen wie z.B. Krümel,
die Laufrollen nicht blockieren.
[0023] Besonders komfortabel wird der Bewegungsablauf beim Öffnen, wenn nach Anspruch 4
im oberen Bereich des mittleren Schiebetürelementes (3) zwei Umlenkelemente (7) angeordnet
sind, um welche ein flexibles Zugelement (8) ringförmig geführt wird, wobei die äußeren
Schiebetürelemente (2) an gegenüberliegenden Positionen des ringförmigen Zugelementes
(8) mit dem Zugelement (8) verbunden sind.
[0024] Dies führt dazu, dass relativ zum mittleren Schiebetürelement (3) die beiden äußeren
Schiebetüren (2) immer synchron gegeneinander verschoben werden. Da jedoch die Kraft
zum Öffnen auf eine der äußeren Schiebetüren (2) in Richtung der anderen Schiebetür
(2) wirkt, ergibt sich letztendlich eine gleichmäßige Bewegung der mittleren Schiebetür
(3) synchron zur bewegten äußeren Schiebetür (2). Es gibt keine Stöße bzw. Schläge
mehr, wie sie bei einer Lösung mit mechanischem Mitnehmer entstehen würde.
[0025] Besonders vorteilhaft lassen sich die Umlenkelemente (7) als Rollen ausbilden. Das
ringförmige flexible Zugelement (8) kann als ringförmiges Drahtseil oder endlos geführte
Kette ausgebildet sein. Ein solches Zugelement ist leichtgängig und die Fertigung
ist relativ preiswert.
Eine besonders kompakte Bauform lässt sich nach Anspruch 6 erreichen, d.h. durch Anordnung
der Führungsbahnen (6) für die äußeren Schiebetürelement(2) an dem oberen Bereich
der Vitrine, wobei das mittlere Schiebetürelement (3) auf Führungsbahnen (6) läuft,
welche an den beiden äußeren Schiebetürelementen (2) angeordnet sind.
[0026] Hierdurch wird jetzt oberhalb des mittleren Schiebetürelementes (3) zwischen Schiebetür
und Vitrinenoberseite ein Raum geschaffen, in dem das flexible Zugelement (8) nach
Anspruch 4 oder 5 montiert werden kann.
[0027] Die Schiebetürelemente haben bezüglich von Querkräften eine bessere Stabilität, wenn
mindestens ein Schiebetürelement (2,3) nach Anspruch 7 im unteren Bereich ein Führungselement
(9) enthält, welches das Schiebetürelement senkrecht zur Fläche der Schiebetürelemente
(2,3) abstützt.
[0028] Wenn die Laufrollen (5) der Schiebetürelemente (2,3) zu leichtgängig sind, ist es
nicht möglich, die Schiebetürelemente (2,3) zügig zu schließen, da das andere äußere
Schiebetürelement (2) dann über das ringförmige Zugelement (8) geöffnet wird. Dies
lässt sich nach Anspruch 8, d.h. durch ein Halteelement (10), welches das äußere Schiebetürelement
(2) in der geschlossenen Position hält und durch eine auf das Schiebetürelement (2)
in Öffnungsrichtung wirkende Kraft gelöst wird.
[0029] Das Halteelement (10) kann z.B. nach Anspruch 9 durch ein Rastelement, welches zwischen
einer äußeren Schiebetür (2) und der Vitrine wirkt, gebildet werden.
[0030] Verschleißfrei lässt sich das Haltelement (10) durch eine Magnetkraft, welche zwischen
der äußeren Schiebetür (2) und der Vitrine wirkt, ausführen. So ist es z.B. einfach
möglich, ein
[0031] Magnet an einem seitlichen Außenholm der Vitrine anzuordnen und den Gegenmagneten
an dem zugehörigen äußeren Schiebetürelement (2).
[0032] Die Führungsbahnen (6) für die Schiebetürelemente (2,3) lassen sich nach Anspruch
10 durch vertiefte längliche Bereiche ausbilden, in denen Laufrollen (5) mindestens
eines Schiebetürelementes (2,3) geführt werden. Hierdurch werden die Schiebetürelemente
(2,3) im Bereich der Laufrollen (5) gegenüber quer zu Bewegungsrichtung wirkende Kräfte
abgestützt.
[0033] Vorteilhafter ist aber eine Ausgestaltung nach Anspruch 11, d.h. die Führungsbahn
(6) enthält einen erhöhten länglichen Bereich, auf dem die Rollen (5) eines Schiebetürelementes
(2,3), welche im mittleren Bereich einen kleineren Durchmesser als im äußeren Bereich
aufweisen, geführt werden. Abrieb der Laufrollen, Staub und andere Verunreinigungen
können sich so nicht in den Führungsbahnen ablagern.
[0034] Um zu verhindern, dass am Griff (18) eines Schiebetürelementes (2) das Schiebetürelement
(2) aus der Führungsbahn gerissen werden kann, ist es vorteilhaft, nach Anspruch 12
Abstützelemente (11) im oberen Bereich der Schiebetürelemente (2,3) vorzusehen, welche
nach oben wirken.
[0035] Die Fertigungstoleranzen können größer ausfallen, wenn die Abstützelemente (11) nach
Anspruch 13 in der Höhe einstellbar sind.
[0036] Sehr preisgünstig lässt sich die Höheneinstellung der Abstützelemente (11) herstellen,
wenn die Abstützelemente (11) nach Anspruch 14 eine Bohrung (12) mit Innengewinde
(13) aufweisen, in denen ein weitestgehend zylindrisches Bauteil (14) mit Außengewinde
eingeschraubt wird.
[0037] Der Öffnungsbereich lässt sich gut vorfertigen und einstellen, wenn nach Anspruch
15 ein weitestgehend U-förmiges Profilelement (20) mit nach unten weisenden Schenkeln
an den nach unten weisenden Schenkeln die Führungsbahnen (6) für die äußeren Schiebetürelemente
(2) enthält. Da die Führungsbahnen (6) für das mittlere Schiebetürelement (3) an den
äußeren Schiebetürelementen (2) angeordnet sind, das flexible Ringelement (8) oberhalb
des mittleren Schiebetürelementes (3) angeordnete ist und die Abstützelemente (11)
gegen die Innenfläche des U-Profil (20) abstützen können, lässt sich der Öffnungsbereich
weitestgehend vormontieren.
[0038] Die Zeichnungen veranschaulichen eine besonders für den Einbau in Theken geeignete
Ausführungsform.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1:
- Kühlvitrine mit geschlossenen Schiebetürelementen
- Fig. 2:
- Kühlvitrine mit nach links geschobenen Schiebetürelementen
- Fig. 3:
- Kühlvitrine mit nach rechts geschobenen Schiebetürelementen
- Fig. 4:
- Draufsicht auf die Schiebetürelemente
- Fig. 5:
- Schnitt durch die Führungen
- Fig. 6:
- Mittleres Schiebetürelement
- Fig. 7:
- Detail mittleres Schiebetürelement
[0040] Fig. 1 zeigt die Kühlvitrine mit geschlossenen Schiebetürelementen. Die Kühlvitrine
besteht aus dem Kühlelement (19) mit dem unteren Warenboden (4) und mit dem aufgebauten
Warenraum (1). Der Warenraum (1) enthält die Zwischenetage (15) und die Beleuchtungseinrichtung
(16). Unterhalb des Kühlelementes (19) ist die Temperatursteuerung (17) montiert.
Das Kühlelement ist mit einem Kälteaggregat verbunden, was hier jedoch nicht dargestellt
ist.
[0041] Der zu öffnende Bereich wird von den beiden äußeren Schiebetürelementen (2) und dem
mittleren Schiebetürelement (3) verschlossen. Die äußeren Schiebetürelemente (2) sind
jeweils mit einem Betätigungsgriff (18) versehen. Unten beinhalten die äußeren Schiebetüren
(2) ein Führungselement (9), über welche die gegenüber einer senkrecht auf die Schiebetürfläche
wirkende Kraft abgefangen wird.
[0042] Fig. 2 zeigt die gleiche Kühlvitrine mit nach links geschobenen Schiebetürelementen
(2,3). Alle drei Schiebetürelemente sind hintereinander an der linken Seite angeordnet.
[0043] Fig. 3 zeigt die gleiche Kühlvitrine mit nach rechts geschobenen Schiebetürelementen
(2,3). Alle drei Schiebetürelemente sind hintereinander an der rechten Seite angeordnet.
[0044] Fig. 4 zeigt die drei Schiebetürelemente (2,3) von oben. Die Führungen für die äußeren
Schiebetürelemente (2a, 2b) sind hier nicht dargestellt. Das mittlere Schiebetürelement
(3) enthält oben die Umlenkelemente (7a, 7b), welche als Rollen ausgeführt sind. Um
diese beiden Rollen (7a, 7b) wird das flexible Zugelement (7), welches aus einem ringförmigen
Drahtseil besteht, geführt.
[0045] Das mittlere Schiebetürelement hat oben zwei Laufrollen (5c, 5d). Die hintere Laufrolle
(5c) läuft auf einer Führungsbahn, welche an dem linken äußeren Schiebetürelement
(2a) befestigt ist, die vordere Laufrolle (5d) läuft auf einer Führungsbahn, welche
an dem rechten hinteren Schiebetürelement (2b) befestigt ist.
[0046] Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Schnitt der Führungsbahnen. Damit es nicht zu unübersichtlich
wird, sind die Abstützelemente (11) hier nicht dargestellt.
[0047] Das weitestgehend U-förmige Element (20) enthält die Führungsbahn (6a) für das vordere
äußere Schiebetürelement (2a) und die Führungsbahn (6b) für das hintere äußere Schiebetürelement
(2b).
[0048] Das mittlere Schiebetürelement (3) hängt mit der Laufrolle (5c) auf der Führungsbahn
(6c), welche an dem vorderen äußeren Schiebetürelement (2a) befestigt ist.
[0049] Mit der Laufrolle (5d) hängt die mittlere Schiebetür auf der Führungsbahn (6d), welche
an dem hinteren äußeren Schiebetürelement (2b) befestigt ist.
[0050] An dem mittleren Schiebetürelement (3) sind oben die Umlenkelemente (7) befestigt.
Um die Umlenkelemente (7) wird das flexible Zugelement (8) geführt.
[0051] Fig. 6 zeigt das mittlere Schiebetürelement (3) noch einmal im Detail. Oben an der
Schiebetür ist ein C-förmiges Blechprofil montiert, welches auf den Schenkeln die
Rollen (7a, 7b) enthält. Um diese Rollen wird ringförmig das Drahtseil (8) geführt.
An den äußersten Punkten des C-förmigen Blechprofils sind an den Schenkeln die Abstützelemente
(11a, 11b) montiert. Diese bestehen aus einem Hohlprofil mit einem Innengewinde und
einer dort eingeschraubten Stellschraube (14), welche von unten her durch die Bohrung
des Abstützelementes so eingestellt werden kann, dass zwischen Stellschraube (14)
dem U-förmigen Profil (20) nur ca. 0.5 mm Luft ist. Hierdurch kann das Schiebetürelement
nicht versehentlich aus der Führungsbahn gehoben werden.
[0052] Fig. 7 zeigt, wie ein äußeres Schiebetürelement (2b) an das Drahtseil (7) des mittleren
Schiebetürelementes (3) verbunden ist. Auf dem Drahtseil (8) sind für jedes äußere
Schiebetürelement zwei Hülsen im Abstand von ca. 2 mm aufgepresst. Die äußeren Schiebetürelemente
(2) haben oben jeweils eine Abkantung mit einem Schlitz, durch die das Drahtseil (8)
geführt wird, wobei jeweils über die beiden Hülsen die äußeren Schiebetürelemente
an das Drahtseil (8) gekoppelt werden.
Da das äußere rechte Schiebetürelement (2b) mit der vorderen Seite des flexiblen Zugelementes
(8) verbunden ist und das äußere linke Schiebetürelement (2a) mit der hinteren Seite
des flexiblen Zugelementes (8) verbunden ist, bewegen sich die beiden äußeren Schiebetürelemente
(2) immer entgegengesetzt zum mittleren Schiebetürelement (3).
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Warenraum
- 2
- äußere Schiebetürelemente
- 3
- mittleres Schiebetürelement
- 4
- Warenboden
- 5
- Laufrollen
- 6
- Führungsbahn
- 7
- Umlenkelement
- 8
- flexibles Zugelement
- 9
- Führungselement
- 10
- Haltelement
- 11
- Abstützelement
- 12
- Bohrung
- 13
- Innengewinde
- 14
- Zylindrisches Bauteil
- 15
- Zwischenetage
- 16
- Beleuchtung
- 17
- Steuerung
- 18
- Griff
- 19
- Kühlelement
- 20
- U-förmiges Profil
- 21
- Verbindung Zugelement
1. Vitrine mit Mitteln zum Kühlen oder Warmhalten von verderblichen Lebensmitteln, bestehend
aus einem Bodenelement (19) und einem darüber angeordneten, vorzugsweise aus Glasflächen
gestalteten Warenraum (1), welcher mindestens einen Öffnungsbereich enthält, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein senkrechter oder gegenüber der Senkrechten um maximal 45° geneigter
Öffnungsbereich drei gegeneinander flächig versetzt angeordnete Schiebetürelemente
(2,3) enthält, welche eine Breite von jeweils 1/3 bis max. 1/2 einer lichten Breite
des Öffnungsbereichs haben und jeweils mindestens ein Paar Laufrollen (5) aufweisen,
über welche die Schiebetürelemente (2,3) auf zugeordneten Bahnen (6) verschoben werden
können.
2. Vitrine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetürelemente (2,3) in Wechselwirkung stehen und beim Verschieben einer
der äußeren Schiebetüren (2) das mittlere Schiebetürelement (3) mindestens teilweise
mitverschoben wird.
3. Vitrine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (5) der Schiebetürelemente (2,3) im oberen Bereich der Schiebetürelemente
(2,3) angeordnet sind.
4. Vitrine nach einen der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Bereich des mittleren Schiebetürelementes (3) mindestens zwei Umlenkelemente
(7) angeordnet sind, um welche ein flexibles Zugelement (8) ringförmig geführt wird,
wobei die äußeren Schiebetürelemente (2) an gegenüberliegenden Positionen des ringförmigen
Zugelementes (8) mit dem Zugelement (8) verbunden sind.
5. Vitrine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkelemente (7) als Rollen ausgebildet sind, wobei das flexible Zugelement
(8) als ringförmiges Drahtseil oder endlos umlaufend geführte Kette ausgebildet sein
kann.
6. Vitrine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (6) für die äußeren Schiebetürelemente (2) an dem oberen Bereich
der Vitrine angeordnet sind und dass das mittlere Schiebetürelement (3) zwei zugeordnete
Führungsbahnen (6) enthält, welche an den beiden äußeren Schiebetürelementen (2) angeordnet
sind.
7. Vitrinen nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schiebetürelement (2,3) im unteren Bereich ein Führungselement(9)
enthält, welches das Schiebetürelement (2,3) senkrecht zur Fläche des Schiebetürelementes
(2,3) abstützt.
8. Vitrine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Schiebetürelemente (2) in der geschlossenen Position über ein Halteelement
(10) gehalten werden, wobei das Halteelement (10) durch eine auf eine in Öffnungsrichtung
der Schiebetürelemente (2,3) wirkende Kraft gelöst wird.
9. Vitrine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (10) durch ein Rastelement, welches zwischen einer äußeren Schiebetür
(2) und der Vitrine wirkt, gebildet wird.
10. Vitrine nach einen der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Führungsbahn (6) durch vertieft angeordnete längliche Bereiche gebildet
wird, in denen Laufrollen (5) mindestens eines Schiebetürelementes (2,3) geführt werden.
11. Vitrinen nach einen der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Führungsbahn (6) einen erhöhten länglichen Bereich enthält, auf dem
die Laufrollen (6) eines Schiebetürelementes (2,3), welche im mittleren Bereich einen
kleineren Durchmesser als im äußeren Bereich aufweisen, geführt werden.
12. Vitrine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schiebetürelement (2,3) im oberen Bereich nach oben hin wirkende Abstützelemente
(11) enthält.
13. Vitrine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützelemente (11) in der Höhe einstellbar sind.
14. Vitrine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützelemente (11) mindestens eine Bohrung (12) mit Innengewinde (13) und ein
hier einschraubbares weitestgehend zylindrisches Bauteil (14) mit Außengewinde aufweisen.
15. Vitrine nach einen der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weitestgehend U-förmiges Profilelement (20) mit nach unten weisenden Schenkeln
an den nach unten weisenden Schenkeln die Führungsbahnen (6) für die äußeren Schiebetürelemente
(2) enthält.