[0001] Die Erfindung betrifft einen Reinigungsmittel-Spender.
[0002] Bei einem solchen Reinigungsmittel kann es sich beispielsweise um ein Gel handeln,
das eine pastöse Form aufweist und beispielsweise durch einen Applikator an die Innenseite
einer Toilettenschüssel angebracht werden kann, um so eine Reinigung oder Desinfektion
der Toilette zu erreichen. Ein derartiger Applikator bzw. eine derartige Dosiervorrichtung
ist bekannt aus
EP 2361850 B1.
[0003] Nachteilig an einer derartigen Dosiervorrichtung ist, dass durch sie lediglich ein
einziges Reinigungsmittel verwendet werden kann. Somit wird dieses einzige Reinigungsmittel
auch nur eine einzige Farbe aufweisen können.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Reinigungsmittelspender bereitzustellen, durch
den beim Applizieren des Reinigungsmittels ein besonderer optischer Effekt beim Benutzer
hervorgerufen werden kann.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Der erfindungsgemäße Reinigungsmittelspender weist mindestens zwei Aufnahmezylinder
auf, die jeweils mit einem unterschiedlichen Reinigungsmittel gefüllt sind. Bevorzugt
sind mindestens zwei Aufnahmezylinder mit jeweils einem Reinigungsmittel mit unterschiedlicher
Farbe gefüllt.
[0007] Die Aufnahmezylinder weisen je ein offenes Ende und eine diesem gegenüber liegende
Ausgabeöffnung zur Ausgabe der Reinigungsmittels auf.
[0008] Der erfindungsgemäße Reinigungsmittelspender weist ferner mindestens zwei Kolben
zum axialen Einführen in das erste offene Ende jeweils eines Aufnahmezylinders auf.
Beim Einführen der mindestens zwei Kolben in die mindestens zwei Aufnahmezylinder
erfolgt ein Verdrängen des in dem jeweiligen Aufnahmezylinder befindlichen Reinigungsmittels
und ein Herauspressen des Reinigungsmittels aus der Ausgabeöffnung.
[0009] Erfindungsgemäß weist der Reinigungsmittelspender ein sich in distaler Richtung in
seinem Querschnitt verjüngendes Konfusorelement auf, das distal der Ausgabeöffnungen
der Aufnahmezylinder angeordnet ist. Ferner weist der Reinigungsmittelspender eine
sich hieran distal anschließende im Querschnitt zylindrische Ausgabedüse zur Ausgabe
des Reinigungsmittels auf. Ein Element, das erfindungsgemäß distal angeordnet sein
soll, befindet sich in Fließrichtung des Reinigungsmittels hinter einem proximal angeordneten
Element. Die zylindrische Ausgabedüse ist somit das am weitesten distal angeordnete
Element des erfindungsgemäßen Reinigungsmittelspenders.
[0010] Erfindungsgemäß ist es somit möglich, in den mindestens zwei Aufnahmezylindern Reinigungsmittel
mit unterschiedlichen Farben oder auch unterschiedlichen Reinigungseigenschaften aufzunehmen.
Beispielsweise kann eines der Reinigungsmittel vorwiegend eine Reinigungswirkung aufweisen,
während ein anderes Reinigungsmittel vorwiegend eine Duftwirkung entfalten kann. Somit
ist es möglich, mindestens zwei verschiedene Reinigungsmittel, die zum Beispiel unterschiedliche
Farben und/oder unterschiedliche Reinigungungs-/Dufteigenschaften aufweisen mit einem
einzigen Appliziervorgang mit dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittelspender zu applizieren.
Das Vorsehen von mehreren Spendern, um Reinigungsmittel mit verschiedenen Eigenschaften
zu applizieren ist nicht notwendig. Auch kann mit einem einzigen Appliziervorgang
ein besonderer optischer Effekt erreicht werden.
[0011] Dieser besondere optische Effekt besteht darin, dass die mindestens zwei unterschiedlichen
Reinigungsmittel die zylindrische Ausgabedüse ebenfalls in zylindrischer Form verlassen
werden und somit beispielsweise die Form eines Strangprofils aufweisen können, wenn
sie auf einen Gegenstand, beispielsweise die Innenseite einer Toilettenschüssel appliziert
werden. Hierdurch lassen sich interessante optische Effekte erzielen. Beispielsweise
kann durch eine Kombination von Reinigungsmittel mit gewissen Farben eine bestimmte
Wirkung beim Benutzer erzielt werden, da ein Benutzer verschiedene Farben von Reinigungsmitteln
mit unterschiedlichen Eigenschaften assoziiert und gewisse Farbkombinationen somit
als besonders positiv wahrgenommen werden und somit verkaufsfördernd sein können.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist es möglich, derartige Farbkombinationen
mit einem einzigen Reinigungsspender zu applizieren.
[0012] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Reinigungsmittelspenders ist, dass
es möglich ist, das Reinigungsmittel in einer genau definierten geometrischen Form
zu applizieren, unabhängig davon, wie viel Reinigungsmittel aus der zylindrischen
Ausgabedüse herausgepresst wird. Wird beispielsweise eine größere Menge an Reinigungsmittel
aus der zylindrischen Ausgabedüse herausgepresst, so führt dies lediglich dazu, dass
die Länge des herausgepressten Reinigungsmittelstrangprofils vergrößert wird. Die
grundsätzlichen geometrischen Eigenschaften des Strangprofils bleiben jedoch erhalten.
[0013] Das erfindungsgemäße Konfusorelement dient dazu einen Übergang zu schaffen zwischen
dem relativ großen Gesamtquerschnitt der mindestens zwei Aufnahmezylinder und dem
verglichen hierzu kleineren Querschnitt der zylindrischen Ausgabedüse. Hierzu ist
das sich verjüngende Konfusorelement zwischen den Aufnahmezylindern und der zylindrischen
Ausgabedüse angeordnet und verjüngt sich somit beginnend an seinem proximalen Ende
vom Gesamtquerschnitt aller Aufnahmezylinder zu seinem distalen Ende hin bis hin zum
Querschnitt der zylindrischen Ausgabedüse.
[0014] Es ist wichtig, dass die Ausgabedüse einen zylindrischen Querschnitt aufweist, um
eine unkontrolliertes Vermischen der unterschiedlichen Reinigungsmittel, die aus den
mindestens zwei Aufnahmezylindern in den Konfusor treten, zu verhindern und anstelle
dessen zu erreichen, dass die verschiedenen Reinigungsmittel klar voneinander getrennt
in einem in seinen geometrischen Eigenschaften klar definierten Strangprofil aus der
Ausgabedüse heraustreten. Nur so können die besonderen optischen Eigenschaften des
Reinigungsmittel-Strangs erreicht werden.
[0015] Es ist bevorzugt, dass der sich verjüngende Teil des Konfusors eine minimale axiale
Länge von 2 mm aufweist.
[0016] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die zylindrische Ausgabedüse eine minimale axiale
Länge von mindestens 2 mm aufweist.
[0017] Es ist ferner bevorzugt, dass der Konfusor und die zylindrische Ausgabedüse einstückig
ausgebildet sind. Weiterhin können sie von den Aufnahmezylindern abnehmbar sein. Hierzu
kann beispielsweise das Konfusorelement beispielsweise an seinem proximalen Ende einen
umlaufenden Befestigungsansatz aufweisen, der beispielsweise mit Hilfe einer Rastvorrichtung
formschlüssig mit dem distalen Ende der Aufnahmezylinder verbunden wird. Durch die
abnehmbare Ausgestaltung des Konfusorelements und der Düse ist es beispielsweise möglich
die Aufnahmezylinder im Produktionsprozess von ihrem distalen Ende aus zu befüllen.
Beim Befüllvorgang können somit die Kolben bereits in die Zylinder eingeführt sein.
Es ist bevorzugt, dass die in den mindestens zwei Aufnahmezylindern befindlichen unterschiedlichen
Reinigungsmittel vor ihrem Eintritt in das Konfusorelement keinen Kontakt zueinander
haben. Hierdurch ist es möglich eine besonders klar definierte Trennung der insbesondere
unterschiedlich farbigen Reinigungsmittel im applizierten Reinigungsmittel-Strang
zu erreichen. Anders ausgedrückt ist es möglich zu verhindern, dass sich die Reinigungsmittel
im ausgegebenen Strang vermischen.
[0018] Es ist weiterhin bevorzugt, dass die zylindrische Ausgabedüse einen in einer ersten
Ebene symmetrischen Querschnitt und einen in einer zur ersten Ebene senkrecht angeordneten
zweiten Ebene einen asymmetrischen Querschnitt aufweist.
[0019] Grundsätzlich ist es möglich durch die abnehmbare Ausgestaltung des Konfusorelements
und der Ausgabedüse verschiedene geometrische Ausgestaltungen für eine Ausgabedüse
vorzusehen. Wichtig ist hierbei lediglich, dass die Ausgabe einen zylindrischen Querschnitt
aufweist, wobei es sich nicht um einen kreiszylindrischen Querschnitt handeln muss.
Durch die verschiedenen geometrischen Ausgestaltungen der zylindrischen Ausgabedüse
können Strangprofile mit unterschiedlichen Formen realisiert werden.
[0020] Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Volumen der Aufnahmezylinder jeweils zwischen
20 ml und 100 ml beträgt.
[0021] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Reinigungsmittel pastös ausgebildet sind und
eine Viskosität von 20.000 bis 60.000 mPas aufweisen.
[0022] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren
erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fign. 1a bis 1c
- unterschiedliche Ansichten einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittelspenders,
- Fign. 2a bis 2c
- unterschiedliche Ansichten einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittelspenders,
- Fign. 3a bis 3l
- verschiedene geometrische Ausgestaltungen von Ausgabedüsen.
[0024] In einer in Fig. 1a dargestellten Ausführungsform weist der Reinigungsmittelspender
10 drei Aufnahmezylinder 12a - 12c auf, die jeweils mit einem unterschiedlichen Reinigungsmittel
gefüllt sind. Die Aufnahmezylinder weisen je ein offenes Ende und eine diesem gegenüber
liegende Ausgabeöffnung zu Ausgabe des Reinigungsmittels auf.
[0025] Es sind drei Kolben 14a - 14c zum axialen Einführen in das erste offene Ende jeweils
eines Aufnahmezylinders 12a - 12c vorgesehen. Beim Einführen der drei Kolben 14a -
14c in die drei Aufnahmezylinder 12a - 12c erfolgt ein Verdrängen des in dem jeweiligen
Aufnahmezylinder befindlichen Reinigungsmittels und ein Herauspressen des Reinigungsmittels
aus der Ausgabeöffnung.
[0026] Distal der Aufnahmeöffnungen der Aufnahmezylinder 12a - 12c ist ein sich in seinem
Querschnitt verjüngendes Konfusorelement 16 angeordnet. Dieses kann beispielsweise
mittels eine Befestigungsstegs 16a formschlüssig beispielsweise mittels einer Rastlippe
mit dem distalen Ende der Aufnahmezylinder 12a - 12c verbunden sein. Das Konfusorelement
16 ist somit gegenüber den Aufnahmezylindern 12a bis 12c abnehmbar ausgebildet. Distal
des Konfusorelements 16 schließt sich die zylindrische Ausgabedüse 18 an. Diese weist
in der Ausgestaltung gemäß Fig. 1a einen relativ zur ersten Ebene A symmetrischen
Querschnitt auf. Relativ zur Ebene B ist dagegen der Querschnitt der zylindrischen
Ausgabeöffnung 18 nicht symmetrisch.
[0027] Die drei Kolben 14a - 14c sind an ihrem proximalen Ende durch einen Steg miteinander
verbunden, so dass sie gemeinsam und gleichmäßig in die Aufnahmezylinder 12a bis 12c
hineingedrückt werden können. In Fig. 1b ist erkennbar, wie sich das Konfusorelement
16 in distaler Richtung verjüngt bis es den kleineren Querschnitt der Ausgabedüse
18 erreicht hat. Die Verjüngung des Konfusorelements 16 kann auch in Fig. 1c in der
Seitenansicht nachvollzogen werden.
[0028] In der Ausführungsform gemäß der Fign. 2a bis 3c weist der erfindungsgemäße Reinigungsmittel-Spender
10 zwei Aufnahmezylinder 12a, 12b auf, in die jeweils ein Kolben 14a, 14b eingeführt
wird. Auch hier ist wieder ein Konfusorelement 16 vorgesehen, an dessen distalem Ende
sich eine zylindrische Ausgabedüse 18 anschließt. Diese weist eine andere geometrische
Form auf als die zylindrische Ausgabedüse 18 der ersten Ausführungsform gemäß Fign.
1a bis 1c.
[0029] In anderen Ausführungsformen kann die zylindrische Ausgabeöffnung einen rechteckigen
Querschnitt aufweisen, zum Beispiel mit einer Breite von 10 bis 60 mm und einer Höhe
von 1 bis 8 mm.
[0030] Weitere mögliche Variationen der geometrischen Ausgestaltung der Ausgabedüse 18 sind
in den Fign. 3a bis 3l dargestellt. Allen diesen Ausführungsformen ist gemein, dass
die Ausgabedüse 18 einen zylindrischen Querschnitt aufweist sowie eine Mindestlänge
von 2 mm hat.
1. Reinigungsmittel-Spender (10) mit
mindestens zwei Aufnahmezylindern (12a - 12c), die jeweils mit einem unterschiedlichen
Reinigungsmittel gefüllt sind,
wobei die Aufnahmezylinder (12a -12c) ein offenes Ende und eine diesem gegenüber liegende
Ausgabeöffnung zur Ausgabe des Reinigungsmittels aufweisen,
mindestens zwei Kolben (14a - 14c) zum axialen Einführen in das erste offene Ende
jeweils eines Aufnahmezylinders (12a - 12c),
wobei beim Einführen der mindestens zwei Kolben (14a - 14c) in die mindestens zwei
Aufnahmezylinder (12a - 12c) ein Verdrängen des in dem jeweiligen Aufnahmezylinder
befindlichen Reinigungsmittels und ein Herauspressen des Reinigungsmittels aus der
Ausgabeöffnung erfolgt,
gekennzeichnet durch
einen sich in distaler Richtung in seinem Querschnitt verjüngenden Konfusorelement
(16), dass distal der Ausgabeöffnungen der Aufnahmezylinder (12a bis 12c) angeordnet
ist und
einer sich hieran distal anschließenden im Querschnitt zylindrischen Ausgabedüse (18)
zur Ausgabe des Reinigungsmittels.
2. Reinigungsmittel-Spender (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich verjüngende Teil des Konfusors (16) eine minimale axiale Länge I2 von 2
mm aufweist.
3. Reinigungsmittel-Spender (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Ausgabedüse (18) eine minimale axiale Länge I1 von 2mm aufweist.
4. Reinigungsmittel-Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Konfusor (16) und die zylindrische Ausgabedüse (18) einstückig ausgebildet sind
und von den Aufnahmezylindern (12a - 12c) abnehmbar sind.
5. Reinigungsmittel-Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in den mindestens zwei Aufnahmezylindern (12a - 12c) befindlichen unterschiedlichen
Reinigungsmittel vor ihrem Eintritt in das Konfusorelement (16) keinen Kontakt zueinander
haben.
6. Reinigungsmittel-Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Ausgabedüse 18 einen in einer ersten Ebene A symmetrischen Querschnitt
und in einer zur ersten Ebene A senkrecht angeordneten zweiten Ebene B einen asymmetrischen
Querschnitt aufweist.
7. Reinigungsmittel-Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der Aufnahmezylinder (12a - 12c) jeweils zwischen 20 ml und 100 ml beträgt.
8. Reinigungsmittel-Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittel pastös ausgebildet sind und eine Viskosität von 20.000 bis 60.000
mPas aufweisen.