[0001] System zur Dosierung von Medien für Wasch- und/oder Reinigungsanlagen u. a.
[0002] Die Erfindung betrifft zunächst ein System zur Dosierung von Medien für Wasch- und/oder
Reinigungsanlagen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0003] Dosiereinrichtungen werden von den Anmeldern seit geraumer Zeit entwickelt und vertrieben.
[0004] In professionellen, gewerblichen Wasch- und Reinigungsbetrieben werden üblicherweise
eine Vielzahl von Waschmaschinen bzw. Geschirrspülmaschinen parallel betrieben und
von solchen Dosiereinrichtungen beschickt. Es kommt insbesondere auch vor, dass in
einem Gebäude eine Mehrzahl von Waschmaschinen und eine Mehrzahl von Geschirrspülmaschinen
oder anderen Reinigungsanlagen betrieben wird.
[0005] Typischerweise ist jeder Waschmaschine oder Reinigungsanlage, die im Rahmen dieser
vorliegenden Patentanmeldung ganz allgemein auch als Zielgerät bezeichnet wird, eine
eigene Dosiereinrichtung zugeordnet. Die Dosiereinrichtung kann beispielsweise eine
Schlauchpumpe oder eine Dosierpumpe umfassen. Als Dosiereinrichtung im Sinne der vorliegenden
Patentanmeldung kommen insbesondere auch solche Dosiereinrichtungen in Betracht, die
von den Anmeldern entwickelt wurden, und die beispielsweise in den deutschen Patentanmeldungen
10 2011 108 396.4, oder
DE 10 2011 119 021.3, oder
DE 10 2014 002 560.8, oder
DE 10 2011 122 921.7 beschrieben sind.
[0006] Bei solchen Dosiereinrichtungen ist eingangsseitig eine Mehrzahl von Behältnissen
vorgesehen, die mit unterschiedlichen Medien, zum Beispiel mit unterschiedlichen Waschmitteln,
oder Reinigungsmitteln oder mit unterschiedlichen Waschmittelbestandteilen, befüllt
sind.
[0007] Die Dosiereinrichtung kann durch einen entsprechenden Steuerungsvorgang jeweils eine
schaltbare, kommunikative Verbindung mit einem der unterschiedlichen Behältnisse und
dem Zielgerät bewerkstelligen. Eine Pumpe sorgt dafür, dass eine vorgegebene Menge
an Medium, also ein vorbestimmtes Volumen an Medium, zu einem von einem Steuerungsprogramm
vorher bestimmten Zeitpunkt dem Zielgerät, also der Waschmaschine oder der Geschirrspülmaschine,
zugeführt wird. Auch ein sukzessives Zuführen von Waschmittelbestandteilen aus den
unterschiedlichen Behältnissen hin zu dem Zielgerät, insbesondere zu einer in dem
Zielgerät angeordneten oder einer diesem vorgeschalteten Mischkammer, gemäß ausgeklügelter
Wasch- und Reinigungsprogramme, ist damit möglich.
[0008] Die Dosierprozesse werden unter Berücksichtigung vorgegebener Parameter durchgeführt.
Die Parameter können beispielsweise in einer Speichereinheit in der Dosiereinrichtung
abgespeichert sein. Eine Abspeicherung von Dosierprogrammen kann auch im Zielgerät
erfolgen. Über eine Steuerungsleitung können in diesem Falle entsprechende Dosiersignale
an die Dosiereinrichtung weitergegeben werden. Auch besteht bei vielen Dosiereinrichtungen
unmittelbar oder über eine Eingabe an dem Zielgerät durch eine Bedienperson die Möglichkeit,
auf den Dosierprozess bzw. auf die vorgegebenen, ggf. änderbaren Parameter, Einfluss
zu nehmen, und diese bei Bedarf einzustellen.
[0009] Die Erfindung bezieht sich ausschließlich auf solche Systeme zur Dosierung von Medien,
bei denen die Dosiereinrichtungen gesondert von dem Zielgerät angeordnet sind, und
insbesondere im Falle eines als Haushaltswaschmaschine oder Haushaltsgeschirrspülmaschine
ausgebildeten Zielgerätes nicht integraler Bestandteil einer Haushaltswaschmaschine
oder einer Haushaltsgeschirrspülmaschine sind. Es geht der Erfindung insbesondere
um Systeme, bei denen das Zielgerät, also insbesondere die gewerbliche Wasch- oder
Reinigungsanlage, die gesondert angeordnete Dosiereinrichtung anspricht und steuert
und/oder bei denen das Zielgerät von der gesondert angeordneten Dosiereinrichtung
mit einem entsprechenden Medium oder mit mehreren entsprechenden Medien beschickt
wird.
[0010] Von der Erfindung sind auch solche Systeme umfasst, bei denen an eine Dosiereinrichtung
mehrere Zielbehältnisse angeschlossen sind. Hier kann durch entsprechende Schalteinrichtungen,
beispielsweise derart, wie sie in den eingangs erwähnten Patentanmeldungen der Anmelder
aufgeführt sind, schaltbar gesteuert jeweils eine Verbindung von Behältnissen zu unterschiedlichen
Zielvorrichtungen hin bewirkt werden.
[0011] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein System zur Dosierung von Medien für Reinigungsmittelanlagen.
Hier kann die Zielvorrichtung beispielsweise als eine Vorrichtung zur Aufbringung
oder zur Einbringung eines Reinigungsmittels ausgebildet sein. Beispielsweise kann
in einem Hotelleriebetrieb eine Vorrichtung zur Einbringung eines Reinigungsmittels
in eine Reinigungslösung für die Reinigung der Hotelzimmer im Hotel bereitgestellt
werden. Hierzu wird z. B. ein Behältnis zur Aufnahme eines Reinigungsmittels an die
Dosiereinrichtung angeschlossen, und die Dosiereinrichtung kann das Behältnis mit
einem Medium oder mit mehreren Medien, in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis und
in einer vorgegebenen Konzentration, ggf. zusätzlich unter Bereitstellung und Mischung
mit Wasser, befüllen. Eine derartige Zielvorrichtung kann auch dazu ausgebildet sein,
ein Reinigungsmittel auf ein Reinigungsgerät aufzubringen, um z. B. einen Mopp zur
Bodenreinigung mit einer entsprechenden Reinigungsmittellösung zu befeuchten. Auch
hierfür kann eine entsprechende Dosiereinrichtung ausgebildet und vorgesehen sein.
[0012] Bei Systemen des Standes der Technik ist regelmäßig vorgesehen, dass eine Verwaltung
der Parameter für die Dosierprozesse derart erfolgt, dass diese Parameter entweder
ausschließlich an der Dosiereinrichtung oder ausschließlich an dem Zielgerät verwaltet
werden.
[0013] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
das bekannte, druckschriftlich nicht belegbare, System gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 derartig weiterzubilden, dass eine vereinfachte und komfortable Verwaltung von Dosierinformationen,
insbesondere von Parametern für Dosierprozesse, möglich wird.
[0014] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1, und ist demgemäß
dadurch gekennzeichnet,
- a) dass jeder Dosiereinrichtung eine Steuereinheit und eine von dieser ansprechbare
Speichereinheit zugeordnet ist, in der Dosierinformationen ablegbar sind,
- b) dass eine Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung von Dosierinformationen vorgesehen
ist, mit der gemeinsam für die mehreren Dosiereinrichtungen eine Fernübertragung der
Dosierinformationen bewerkstelligbar ist,
- c) und dass die Vorrichtung zum Zwecke einer Daten-Nahübertragung der Dosierinformationen
mit den mehreren Dosiereinrichtungen in kommunikativer Verbindung steht.
[0015] Das Prinzip der Erfindung besteht im wesentlichen darin, ein System bereitzustellen,
welches mehrere Dosiereinrichtungen aufweist. Dies war im Stand der Technik bereits
nicht der Fall, da man von einem echten System nicht sprechen konnte. Im Stand der
Technik findet eine Venivaltung der Parameter für die Dosierprozesse jeweils in der
Dosiereinrichtung oder in dem Zielgerät statt.
[0016] Eine Verwaltung von Parametern für Dosierprozesse in einem System, in dem mehrere
Dosiereinrichtungen zusammengefasst sind, ist im Stand der Technik nicht bekannt.
[0017] Gemäß der Erfindung ist jeder Dosiereinrichtung eine Steuereinheit und eine Speichereinheit
zugeordnet. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die Steuereinheit und/oder
die Speichereinheit integraler Bestandteil der Dosiereinrichtung. Bei einer alternativen
Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinheit und/oder die Speichereinheit an
einem von der Dosiereinrichtung gesonderten Bauteil angeordnet, aber mit der Dosiereinrichtung
wirkverbunden.
[0018] In der Speichereinheit sind Dosierinformationen ablegbar. Die Speichereinheit kann
von der Steuereinheit angesprochen werden, das heißt, die Steuereinheit kann auf die
in der Speichereinheit abgelegten Daten, also die Dosierinformationen, zurückgreifen.
Sie kann auch geänderte Dosierinformationen, die die Steuereinheit entweder automatisiert,
oder durch eine Benutzereinstellung, erhalten hat, in der Speichereinheit abspeichern.
[0019] Gemäß der Erfindung ist des weiteren eine Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung von
Dosierinformationen vorgesehen.
[0020] Die Vorrichtung ermöglicht eine Fernübertragung von Dosierinformationen von einem
externen Computer zu der Vorrichtung, und/oder von der Vorrichtung zu dem externen
Computer. Besonders vorteilhaft ist eine bi-direktionale Fernübertragung der Dosierinformationen
bewerkstelligbar. Wesentlich ist, dass die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung gemeinsam
für die mehreren Dosiereinrichtungen eine Daten-Fernübertragung bewerkstelligen kann.
Es genügt insoweit, für die Vielzahl von Dosiereinrichtungen nur eine einzige Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung vorzusehen. Dies ermöglicht die Bereitstellung eines Systems
bei nur geringen Kosten. Insbesondere ist es nicht erforderlich, jede einzelne Dosiereinrichtung
mit einer Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung auszugestalten.
[0021] Die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung ist stationär angeordnet. Sie befindet
sich insbesondere in unmittelbarer Nähe der ebenfalls stationär angeordneten Dosiereinrichtungen,
insbesondere in dem selben Raum, in dem auch die Dosiereinrichtungen angeordnet sind,
und/oder in dem selben Gebäude, in dem die Dosiereinrichtungen angeordnet sind, oder
in dem selben Werk, oder auf dem selben Werksgelände, auf dem auch die Dosiereinrichtungen
angeordnet sind.
[0022] Demgegenüber befindet sich der externe Computer sehr weit entfernt von der Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung, beispielsweise mehrere Kilometer, oder unter einer noch
größeren Distanz.
[0023] Als Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung kann beispielsweise im Rahmen der vorliegenden
Erfindung eine Vorrichtung bezeichnet werden, die ein GSM-Modul aufweist. Damit kann
eine Telefon- oder Datenübertragung zu einem externen Computer bewerkstelligt werden.
Insbesondere wird hierdurch eine bi-direktionale Datenübertragung von der Vorrichtung
zu einem externen Computer bzw. von dem externen Computer zu der Vorrichtung, möglich.
Als Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung wird auch eine Vorrichtung bezeichnet, die
einen Internetanschluss aufweist. Auch jede andere Kommunikationsschnittstelle, so
wie jedes andere geeignete Kommunikationsmodul, welches zur Durchführung einer Daten-Fernübertragung
geeignet ist, kann erfindungsgemäß an der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung vorgesehen
sein.
[0024] Eine Daten-Fernübertragung gemäß der vorliegenden Patentanmeldung ermöglicht eine
Übermittlung von Dosierinformationen über praktisch beliebig große Distanzen über
ein geeignetes Datennetzwerk. Der externe Computer, mit dem die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
zwecks Daten-Fernübertragung kommunizieren kann, kann beispielsweise zentral für alle
Dosiereinrichtungen eines Herstellers, oder zentral für alle Dosiereinrichtungen eines
Unternehmens, welches zum Beispiel mehrere Systeme betreibt, angeordnet sein.
[0025] Gemäß der Erfindung steht die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung zum Zwecke einer
Daten-Nahübertragung der Dosierinformationen mit den mehreren Dosiereinrichtungen
in kommunikativer Verbindung. Als Daten-Nahübertragung wird die Datenübertragung innerhalb
sehr kurzer Distanzen, typischerweise innerhalb eines Gebäudes, typischerweise innerhalb
weniger Meter, vorzugsweise aber innerhalb weniger als 100 Meter, bezeichnet. Beispielsweise
kann die Daten-Nahübertragung zwischen der Vorrichtung und den an sie angeschlossenen
Dosiereinrichtungen über herkömmliche Nah-Übertragungs-Standards wie W-LAN, Bluetooth,
oder LAN erfolgen. Es kann insoweit für die Kommunikation zwischen der Vorrichtung
und den einzelnen Dosiereinrichtungen auf preiswerte und kommerziell erhältliche Kommunikationsschnittstellen
bzw. Kommunikationsmodule oder Kommunikationsbausteine, zurückgegriffen werden.
[0026] Die demgegenüber wesentlich aufwendiger ausgestalteten Kommunikationsmodule, wie
beispielsweise ein GSM-Modul, die zur Bewerkstelligung einer Daten-Fernübertragung
von Dosierinformationen erforderlich sind, sind in dem System lediglich einmalig,
nämlich in der Vorrichtung, angeordnet.
[0027] Damit gelingt eine Bereitstellung einer sehr schlanken Architektur eines Netzwerks
von Dosiereinrichtungen zur Bereitstellung eines Systems, das in einer sehr effizienten,
komfortablen Weise eine Übermittlung von Dosierinformationen von einem externen Computer
an die einzelnen Dosiereinrichtungen, sowie von den einzelnen Dosiereinrichtungen
an einen externen, zentralen Computer ermöglicht.
[0028] Die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung ist insbesondere dazu ausgebildet, die
Dosierinformationen von den an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen oder für die
an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen zu verwalten.
[0029] Die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung ist insbesondere weiter dazu ausgebildet,
die an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen zu verwalten. Hierfür kann auf bekannte
oder proprietäre Adressierungssysteme und Protokolle, sowie auf bekannte oder proprietäre
Adress-Vergabeverfahren zurückgegriffen werden.
[0030] Die mehreren Dosiereinrichtungen können an die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung,
beispielsweise nach Art einer zentralen, sternartigen Schaltung, oder alternativ nach
Art einer Reihenschaltung, oder einer Ringschaltung, oder alternativ nach Art eines
Bussystems angeschlossen sein.
[0031] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Verwaltung der einzelnen Dosiereinrichtungen bzw.
der Dosierinformationen von oder für die einzelnen Dosiereinrichtungen durch die Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung ermöglicht zum Beispiel eine gezielte Adressierung, Zuordnung
und Weiterleitung bestimmter Dosierinformationen, die die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
von dem externen Computer erhalten hat, an einzelne Dosiereinrichtungen. Andererseits
kann die Vorrichtung die von den einzelnen Dosiereinrichtungen empfangenen Dosierinformationen
ebenfalls zuordnen, geordnet speichern, und zum Beispiel en bloc an den externen Computer
übermitteln. Dort kann dann eine entsprechende Zuordnung erzielt werden.
[0032] Als Dosierinformationen gemäß der vorliegenden Patentanmeldung werden beispielsweise
die vorgegebenen, änderbaren Parameter für Dosierprozesse bezeichnet. So können beispielsweise
über die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung von einem externen Computer geänderte
Parameter empfangen werden. Wenn beispielsweise neue Wasch- oder Reinigungsmittel
oder Bestandteile entwickelt werden, die spezielle Dosierparameter ermöglichen, oder
erfordern, oder, wenn neue Erkenntnisse über die Anwendung oder Dosierung der Medien
bekannt gegeben werden sollen, kann zentral von einem externen Computer eine entsprechende
Änderung der Parameter über die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung an die einzelnen
Dosiereinrichtungen übermittelt werden.
[0033] An den einzelnen Dosiereinrichtungen können jeweils beispielsweise Systeme vorgesehen
sein, die automatisch erkennen können, welches Behältnis mit welchem gerade befüllten
Medium, ggf. auch mit welchem Füllstand, an sie angeschlossen ist. Diesbezüglich kann
beispielsweise verwiesen werden auf die deutsche nachveröffentlichte Patentanmeldung
DE 10 2014 002 560 A1 der Anmelder, deren Inhalt hiermit vollumfänglich, auch zum Zwecke der Bezugnahme
auf einzelne Merkmale, in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung
miteingeschlossen wird.
[0034] Gemäß der Erfindung umfasst eine Dosiereinrichtung vorteiihafterweise auch eine Einrichtung
zur Erfassung von Dosierinformationen, insbesondere von Prozessdaten. Eine solche
Einrichtung kann unmittelbarer integraler Bestandteil der Dosiereinrichtung sein,
oder extern, dass heißt gesondert von der Dosiereinrichtung, angeordnet sein, und
mit der Dosiereinrichtung wirkverbunden sein. Als Dosierinformationen im Sinne der
Erfindung werden insbesondere zu erfassende Prozessdaten angesehen, beispielsweise
Messwerte der dosierten Volumina bzw. der dosierten Mengen, oder im Rahmen von Dosierprozessen
verwendete Größen, wie PH-Wert des Mediums, Leitfähigkeit des Mediums, Temperatur
des Mediums. Die Größen können zu Dokumentationszwecken erfasst werden. Eine Erfassung
dieser Prozessparameter, die im Rahmen der Erfindung als Dosierinformationen angesehen
werden, kann durch Zusatzgeräte erfolgen, die der Dosiereinrichtung zugeordnet sind,
oder durch Einrichtungen, die integraler Bestandteil einer Dosiereinrichtung sind.
[0035] Als Dosierinformationen werden auch solche Prozessdaten und -parameter angesehen,
die beispielsweise von einer Einrichtung zur Erfassung von Prozessdaten erfasst werden,
die in oder an dem Zielgerät angeordnet ist, oder dem Zielgerät zugeordnet ist. So
kann beispielsweise die Messung der Leitfähigkeit der Waschlauge oder Flotte in einem
als textile Waschmaschine ausgebildeten Zielgerät während des Waschprozesses erfolgen.
Diese Information kann dann als Dosierinformation über eine entsprechende Signalleitung
von dem Zielgerät an die Dosiereinrichtung übermittelt werden.
[0036] Als Dosierinformationen gemäß der vorliegenden Patentanmeldung werden zum Beispiel
dann solche Informationen bezeichnet, die Daten umfassen, die von den Dosiervorrichtungen
durchgeführte Dosierprozesse berücksichtigen. So können beispielsweise einfache Mengenmessungen
erfolgen, um beispielsweise festzustellen, welche Dosiereinrichtung welches Medium
mit welcher kumulierten Gesamtmenge oder mit welcher Häufigkeit oder mit welcher Regelmäßigkeit
oder im Rahmen welchen Waschprogramms verwandt hat.
[0037] Hierdurch können statistische Erfassungen der Dosierprozesse zentral an einem externen
Computer erfolgen. Auch können auf diese
[0038] Weise beispielsweise Dokumentationen einfach und effizient durchgeführt werden.
[0039] Als Dosierinformationen im Sinne der vorliegenden Patentanmeldung werden auch Prozessereignisse
bezeichnet, also insbesondere Ereignisse, die unmittelbar oder mittelbar mit einem
Dosierprozess zusammenhängen. Beispielsweise werden als Prozessereignis das Ein- und/oder
Ausschalten einer Dosieranlage oder des Zielgerätes und/oder dessen Zeitpunkt, das
Starten eines Waschprogramms, das Auftreten eines bestimmten Fehlers an der Dosieranlage
oder an dem Zielgerät, eine Information zu einer Prozessgröße, wie zum Beispiel PH-Wert
des Mediums, gemessene Leitfähigkeit des Mediums und/oder Temperatur des Mediums oder
Umgebungstemperatur der Dosiereinrichtung angesehen. Als Prozessgröße in Bezug zu
dem Mediums wird - in Abhängigkeit vom Ort der Messung - ein Messwert angesehen, der
stromaufwärts der Dosiereinrichtung oder stromabwärts der Dosiereinrichtung oder innerhalb
der Dosiereinrichtung gemessen worden ist.
[0040] Die Übermittlung der Dosierinformationen von und/oder zu dem externen Computer kann
über die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung in einfacher und effizienter Weise
erfolgen.
[0041] Als Dosierinformationen im Sinne der vorliegenden Patentanmeldung können beispielsweise
Informationen über Dosiermengen des Mediums, sowie Informationen über die Zahl der
damit vorgenommenen Dosiervorgänge, oder Informationen über die Dosierzeitpunkte,
oder Informationen über den Dosierort, über die Art des verwendeten Mediums, sowie
eine Information über eine Bedienperson, die den Dosiervorgang durchgeführt hat, angesehen
werden.
[0042] Die Dosierinformationen können gemäß der vorliegenden Patentanmeldung auch Ortsinformationen
enthalten. Derartige Ortsinformationen können beispielsweise Informationen über den
Ort der einzelnen Dosiervorrichtungen, oder auch Informationen über den Ort der stationär
angeordneten Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung umfassen. Derartige Ortsinformationen
können individuell gesteuert, ggf. auch Eingabe durch einen Benutzer, an den externen
Computer übermittelt werden. Von der Erfindung ist aber auch umfasst, wenn derartige
Ortsinformationen - beispielsweise unter Verwendung der bei Einsatz eines GSM-Moduls
automatisch generierten oder automatisch generierbaren Positionsdaten - jedes Mal
dann von der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung an einen externen Computer übermittelt
werden, wenn eine Übermittlung von Dosierinformationen stattfindet.
[0043] Von der Erfindung ist also auch umfasst, wenn der externe Computer in Folge der Übermittlung
von Dosierinformationen von der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung beispielsweise
aufgrund der Übermittlung eines GSM-Signals Positionsdaten erhält, und aufgrund der
Übermittlung dieser Positionsdaten eine Zuordnung zu der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
treffen kann.
[0044] Das erfindungsgemäße System dient der Dosierung von Medien für Wasch- und/oder Reinigungsanlagen
und umfasst mehrere Dosiereinrichtungen. Als Wasch- und/oder Reinigungsanlage im Sinne
der vorliegenden Patentanmeldung wird insbesondere eine Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine
oder eine andere Reinigungs- oder zum Beispiel auch Desinfektionsanlage verstanden.
Demgemäß kann mit einer Dosiereinrichtung eines erfindungsgemäßen Systems eine solche
Wasch- und/oder Reinigungsanlage zum Zwecke der Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsprozesses
mit einem Medium oder sukzessive mit mehreren, unterschiedlichen Medien beschickt
werden. Von der Erfindung ist auch umfasst, wenn mit einer Dosiereinrichtung eines
erfindungsgemäßen Systems ein Medium oder mehrere Medien einer Wasch- oder Reinigungsanlage
zugeführt werden, um Reinigungs- oder Desinfektionslösungen zu mischen oder herzustellen.
[0045] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
von Dosierinformationen ein GSM-Modul und/oder einen Internetanschluss auf. Alternativ
weist die Vorrichtung ein anderes, für eine Daten-Fernübertragung geeignetes Kommunikationsmodul,
oder eine dafür geeignete Schnittstelle, auf. Es handelt sich dabei um ein Kommunikationsmodul,
welches eine Datenübertragung über weite Entfernungen von insbesondere mehr als einem
Kilometer, weiter insbesondere von unbegrenzter Reichweite, ermöglicht.
[0046] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung und jede an diese Vorrichtung angeschlossene Dosiereinrichtung
jeweils ein Kommunikationsmodul und/oder eine Kommunikationsschnittstelle auf, die
zur Daten-Nahübertragung geeignet ist. Insbesondere kann das Kommunikationsmodul bzw.
die Kommunikationsschnittstelle als W-LAN oder LAN oder Bluetooth-Schnittstelle ausgebildet
sein. Insbesondere kommt ein Rückgriff auf kommerziell erhältliche, bekannte Kommunikationsmodule
oder Kommunikationsschnittstellen in Betracht, wie sie im gebräuchlichen und weiten
Einsatz sind. Als Kommunikationsmodul zur Daten-Nahübertragung wird jedes geeignete
Kommunikationsmodul bzw. jede geeignete Kommunikationsschnittstelle bezeichnet, die
eine Datenübertragung über kurze Distanzen von bis zu einigen Metern, maximal bis
zu etwa 100 Metern, zulässt. Dies berücksichtigt, dass das erfindungsgemäße System
für eine Anwendung zum Beispiel innerhalb eines Gebäudes vorgesehen ist, und hier
nur kurze Reichweiten für die Datenübertragung zwischen der Vorrichtung und den einzelnen
Dosiereinrichtungen maßgeblich sind.
[0047] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist mit der Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung eine Übermittlung von Dosierinformationen von einem externen
Computer zu der Vorrichtung bewerkstelligbar. Insbesondere ist hiermit eine Übermittlung
von Parametern für Dosierprozesse zu den einzelnen Dosiervorrichtungen bewerkstelligbar.
Dies bietet zum Beispiel die Möglichkeit, Dosierinformationen an die einzelnen Dosiervorrichtungen
zu übermitteln, die Parameter für Dosierprozesse umfassen. Von dem externen Computer
aus kann insoweit auf die einzelnen Dosierprozesse Einfluss genommen werden. Beispielsweise
können bestimmte Dosiermengen erhöht oder reduziert werden, wenn bestimmte Wasch-
oder Reinigungsprogramme durchgeführt werden sollen.
[0048] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind mit der Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung Dosierinformationen von der Vorrichtung zu einem externen
Computer übertragbar. Insbesondere können hiermit Dosierprozesse dokumentiert werden.
Die bei den Dosierprozessen verwendeten Medien, und/oder deren Mengen, und/oder deren
Abfolge, und/oder deren Einsatzzeitpunkte und/oder Einsatzorte können auf diese Weise
einfach und sicher dokumentiert, archiviert, und bei Bedarf geprüft werden.
[0049] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung dazu ausgebildet, Dosierinformationen, die sie von den einzelnen
Dosiereinrichtungen erhält, zu sammeln, und/oder zu speichern, und/oder regelmäßig,
und/oder auf Aufforderung an den externen Computer zu übermitteln. Damit weist die
Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung nicht nur ein geeignetes Kommunikationsmodul
zur Daten-Fernübertragung auf, sondern umfasst darüber hinaus auch eine Steuereinheit
und/oder eine Speichereinheit, mit der sie von den Dosiereinrichtungen erhaltene Dosierinformationen
verwaltet, insbesondere unter Berücksichtigung der Zuordnung zu den einzelnen Dosiereinrichtungen
ablegt und speichert, und nach einem vorgegebenen Format nachfolgend, regelmäßig oder
auf Anforderung, an den externen Computer übermittelt.
[0050] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung
dazu ausgebildet, die an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen und/oder die von
diesen erhaltenen Dosierinformationen und/oder die für sie bestimmten Dosierinformationen
zu administrieren, oder zu verwalten. Insbesondere kann die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
die an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen einzeln gezielt ansprechen bzw. von
den an sie angeschlossenen Dosiereinrichtungen zugeordnet Informationen erhalten und
unter Wahrung bzw. Gewährleistung der Zuordnung ablegen und speichern und an den externen
Computer übertragen. Auch kann beispielsweise die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
die von einem externen Computer empfangenen Dosierinformationen sortieren und/oder
ordnen und/oder adressiert den einzelnen Dosiereinrichtungen zukommen lassen. Sie
kann also zum Beispiel dafür sorgen, dass für eine bestimmte Dosiereinrichtung vorgesehene,
von dem externen Computer erhaltene Informationen diese bestimmte Dosiereinrichtung
erreichen.
[0051] Gemäß einer Alternative der Erfindung fungiert die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
in einem Netzwerk von Dosiereinrichtungen sozusagen als Master und administriert und/oder
verwaltet das Netzwerk von Dosiereinrichtungen. Im Zuge der Ausübung dieser Master-Funktion
der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung können dann auch die Dosierinformationen
von den einzelnen Dosiereinrichtungen empfangen werden bzw. von der Vorrichtung zur
Daten-Fernübertragung an die einzelnen Dosiereinrichtungen adressiert versandt werden.
[0052] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
nicht als Master eines Netzwerkes von Dosiereinrichtungen ausgebildet, sondern administriert
und/oder verwaltet lediglich die Dosierinformationen. Hierzu kann die Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung beispielsweise aktiv, zum Beispiel regelmäßig, von den einzelnen
Dosiereinrichtungen zu erhaltene Dosierinformationen abfragen oder abholen. Von der
Erfindung ist aber auch eine Ausgestaltung des Systems umfasst, bei der die Vorrichtung
zur Daten-Fernübertragung sozusagen passiv darauf wartet, dass die entsprechenden
Dosierinformationen von den Dosiereinrichtungen bereitgestellt und sozusagen geliefert
werden.
[0053] Von der Erfindung sind auch Ausführungsformen umfasst, bei der die Vorrichtung zur
Daten-Fernübertragung die von einem externen Computer erhaltenen Informationen passiv
empfängt, und aktiv weiterleitet, oder sich alternativ nach Erhalt von Informationen
von einem externen Computer diese Informationen nur passiv bereithält, und auf Anforderung
einzelner Dosiereinrichtungen, zum Beispiel auf Anfrage der einzelnen Dosiereinrichtungen,
abgibt und/oder an diese Dosiereinrichtungen weitergibt.
[0054] Schließlich kann auch der Schritt des Erhalts der Dosierinformationen von einem externen
Computer durch die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung aktiv erfolgen, beispielsweise
derart, dass die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung regelmäßig, beispielsweise
zu vorgegebenen Zeitpunkten, bei einem externen Computer nach dem Erhalt neuer Dosierinformationen
anfragt.
[0055] Die Erfindung bezieht sich gemäß einem weiteren Aspekt auf ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des Anspruches 10.
[0056] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem Systeme
zur Dosierung von Medien, die mehrere Dosiereinrichtungen umfassen, komfortabel und
effizient betrieben werden können.
[0057] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 10.
[0058] Zur Vermeidung von Wiederholungen kann bezüglich der Einzelheiten und Vorteile des
erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 10 auf die zu den Ansprüchen 1 bis 9 geschilderten
Vorteile und Beschreibungen zurückgegriffen werden.
[0059] Wesentliches Prinzip des Verfahrens nach Anspruch 10 ist, dass Dosierinformationen
von den mehreren Dosiereinrichtungen an die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
übertragen werden, und sodann die von den mehreren Dosiereinrichtungen erhaltenen
Dosierinformationen von der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung - gemeinsam - an
einen externen Computer übertragen werden können. Durch diese besondere Daten-Übermittlung
wird eine Möglichkeit der effizienten Datensammlung und Daten-Fernübertragung geschaffen.
Außerdem kann durch dieses Verfahren vorgesehen werden, dass nur eine einzige zentrale
Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung mit einem Kommunikationsmodul, wie beispielsweise
einem GSM-Modul, ausgestaltet sein muss, welches eine Daten-Fernübertragung zulässt.
[0060] Die Erfindung bezieht sich schließlich gemäß einem weiteren Aspekt auf ein Verfahren
nach Anspruch 11.
[0061] Wiederum liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem
ein System zur Dosierung von Medien für Wasch- oder Reinigungsanlagen, welches mehrere
Dosiereinrichtungen umfasst, effizient und komfortabel betrieben werden kann.
[0062] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 11.
[0063] Auch hier kann zur Vermeidung von Wiederholungen bzgl. der Vorteile und der Bedeutung
der Merkmale dieses Anspruches auf die zu den Ansprüchen 1 bis 10 angeführten Vorteile
und die diesbezügliche Beschreibung der Merkmale verwiesen werden.
[0064] Das Prinzip des Verfahrens nach Anspruch 11 besteht im wesentlichen darin, dass Dosierinformationen
von einem externen Computer an eine Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung - gesammelt
- übertragen werden, und sodann Dosierinformationen von der Vorrichtung an eine erste
Dosiereinrichtung und von der Vorrichtung an eine zweite Dosiereinrichtung übertragen
oder übermittelt werden können. Insoweit genügt es, wenn eine zentrale gemeinsame
Übermittlung von Dosierinformationen von einem externen Computer nur an die Vorrichtung
erfolgt, die diese Informationen sodann entweder in einer Art Broadcast-Verfahren
an alle angeschlossenen Dosiereinrichtungen sendet, oder, gezielt adressiert, an einzelne
Dosiereinrichtungen übermittelt.
[0065] Die Übermittlung dieser Dosierinformationen an die angeschlossenen Dosiereinrichtungen
kann aktiv durch die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung bewerkstelligt oder betrieben
werden oder passiv, auf Anforderung einzelner Dosiereinrichtungen.
[0066] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nicht-zitierten Unteransprüchen
sowie anhand der nachfolgenden Beschreibungen der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems in einer schematischen,
blockschaltbildartigen Ansicht, mit einer Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung, an
die drei Dosiereinrichtungen angeschlossen sind, die jeweils mit einem Zielgerät in
Form einer schematisch dargestellten Waschmaschine verbunden sind,
- Fig. 2
- in einer Darstellung gemäß Fig. 1 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Systems, bei dem an die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung wiederum drei Dosiereinrichtungen
angeschlossen sind, die gegenüber der Sternschaltung in Fig. 1 nun in Reihe geschaltet
sind, und
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems in einer Darstellung
gemäß Fig. 1, bei dem drei Dosiereinrichtungen über eine drahtlose Nah-Kommunikationsverbindung
mit der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung verbunden sind.
[0067] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Figurenbeschreibung,
auch unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, beispielhaft beschrieben. Dabei werden
der Übersichtlichkeit halber - auch soweit unterschiedliche Ausführungsbespiele betroffen
sind - gleiche oder vergleichbare Teile oder Elemente oder Bereiche mit gleichen Bezugszeichen,
teilweise unter Hinzufügung kleiner Buchstaben, bezeichnet.
[0068] Merkmale, die nur in Bezug zu einem Ausführungsbeispiel beschrieben sind, können
im Rahmen der Erfindung auch bei jedem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen
werden. Derartig geänderte Ausführungsbeispiele sind - auch wenn sie in den Zeichnungen
nicht dargestellt sind - von der Erfindung mit umfasst.
[0069] Alle offenbarten Merkmale sind für sich erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen Prioritätsunterlagen
(Abschrift der Voranmeldung) sowie der zitierten Druckschriften und der beschriebenen
Vorrichtungen des Standes der Technik vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck,
einzelne oder mehrere Merkmale dieser Unterlagen in einen oder in mehrere Ansprüche
der vorliegenden Anmeldung mit aufzunehmen.
[0070] Die unterschiedlichen Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Systems zur Dosierung
von Medien für Wasch- und/oder Reinigungsanlagen sind in den Figuren in ihrer Gesamtheit
jeweils mit 10 bezeichnet.
[0071] Ausweislich Fig. 1 ist in einer schematischen, blockschaltbildartigen Darstellung
ein erstes Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0072] Das System 10 der Fig. 1 umfasst eine Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung, an
die drei Dosiereinrichtungen 14a, 14b und 14c angeschlossen sind. Die Dosiereinrichtung
14a umfasst bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 eine Eingangsscheibe 26a mit beispielhaft
dargestellten drei Anschlüssen 30a, 30b, 30c und eine Ausgangsscheibe 27a mit einem
Ausgangsanschluss 31. Die beiden Scheiben 26a, 27a können relativ zueinander um eine
lediglich schematisch angedeutete Drehachse 32 rotiert werden, so dass jeweils wahlweise
einer der drei Eingangsanschlüsse 30a, 30b, 30c mit dem Ausgang 31 in kommunikative
Verbindung gebracht werden kann. Es ist auch eine relative Drehstellung der Scheiben
26a, 27a möglich, in der jegliche kommunikative Verbindung zwischen den Eingängen
30a, 30b, 30c und dem Ausgang 31 gesperrt ist.
[0073] Bezüglich der konstruktiven Details einer Dosiereinrichtung 14a, 14b, 14c kann auf
die eingangs erwähnten Patentanmeldungen der Anmelder verwiesen werden.
[0074] Eine Dosiereinrichtung 14a mit zwei drehbaren Scheiben 26a, 27a ist lediglich beispielhaft,
als ein Ausführungsbeispiel, zu verstehen. Für den Einsatz eines erfindungsgemäßen
Systems kommen jegliche Arten von Dosiereinrichtungen in Betracht, unabhängig von
deren konstruktiver Auslegung.
[0075] Als Dosiereinrichtung 14a, 14b, 14c im Sinne der vorliegenden Patentanmeldung wird
jede Einrichtung angesehen, die eingangsseitig an wenigstens ein Behältnis angeschlossen
ist, und die ausgangsseitig an wenigstens ein Zielbehältnis angeschlossen ist, und
die ein bestimmtes Volumen eines flüssigen Mediums zu einem vorgegebenen Zeitpunkt
dem Zielgerät zukommen lassen kann.
[0076] Die Dosiereinrichtung 14a des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 ist eingangsseitig
an drei gesonderte Behältnisse 12a, 12b, 12c über Verbindungsleitungen 23a, 23b, 23c
angeschlossen, die jeweils mit unterschiedlichen Medien 11 a, 11 b, 11 c befüllt sind.
Beispielsweise kann es sich hierbei um unterschiedliche Waschmittel oder Reinigungsmittel
oder Waschmittelbestandteile handeln.
[0077] Eine Pumpe 17a kann zum Beispiel stromabwärts der Dosiereinrichtung 14a vorgesehen
sein. Über die Verbindungsleitung 23d ist die Dosiereinrichtung 14a, insbesondere
dessen Ausgang 31, mit einem Zielgerät 13a verbunden. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 bis 3 sind als Zielgeräte 13a, 13b, 13c ausschließlich Waschmaschinen
zum textilen Waschen dargestellt.
[0078] Von der Erfindung sind aber auch andere Zielgeräte, zum Beispiel Geschirrspülanlagen,
oder andere Reinigungsanlagen oder Waschanlagen umfasst.
[0079] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist an die drei Dosiereinrichtungen 14a, 14b,
14c jeweils ein Zielgerät 13a, 13b, 13c angeschlossen. Von der Erfindung sind auch
umfasst Systeme, bei denen an eine oder mehrere Dosiereinrichtungen 14 jeweils mehrere
Zielbehältnisse 13 angeschlossen sind.
[0080] Jede Dosiereinrichtung 14a, 14b, 14c kann nach Einstellung eines Wasch- oder Reinigungsprogramms
entsprechend vorgegebener Parameter zu vorbestimmten Zeitpunkten für die Bereitstellung
einer entsprechenden kommunikativen Verbindung zwischen Eingangsanschluss 30a, 30b,
30c und dem Ausgang 31 sorgen, und durch Ansprechen der Pumpe 17a entsprechende, vorgegebene
Dosiermengen an Medium dem Zielgerät 13a, 13b, 13c zuführen. Eine Einstellung des
Waschprogramms kann beispielsweise durch einen Programmwahlschalter 33 an der Waschmaschine
13a vorgenommen werden. Die Waschmaschine 13a kann mit einer dort vorgesehenen Steuereinrichtung
über eine in den Figuren nicht dargestellte Signal- oder Steuerleitung hierzu mit
der Dosiereinrichtung 14a verbunden sein.
[0081] An der Dosiereinrichtung 14a ist eine in den Figuren lediglich angedeutete Steuereinheit
15a vorgesehen, die für eine entsprechende Abfolge der Dosierschritte zu den vorgegebenen
Zeitpunkten sorgt. Eine wiederum lediglich angedeutete Speichereinheit 16a, die mit
der Steuereinheit 15a, wie angedeutet, auch integral ausgebildet sein kann, das heißt,
von einem einzigen Bauelement bereitgestellt sein kann, kann Dosierparameter speichern.
[0082] Die Steuereinheit 15a kann Dosierinformationen von einer später noch beschriebenen
Vorrichtung 18 empfangen und verwalten. Sie kann auch Dosierinformationen über von
dieser Dosiereinrichtung 14a durchgeführte Dosierprozesse in der Speichereinheit 16a
einschreiben bzw. speichern. Schließlich ist die Steuereinheit 15a auch dazu in der
Lage, Dosierinformationen, die sich in der Speichereinheit 16a befinden, an die Vorrichtung
18 zu übermitteln.
[0083] Die Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c sind bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1
analog zueinander ausgebildet, so dass zur Unterscheidung an die Bezugszeichen lediglich
andere kleine Buchstaben angehängt sind.
[0084] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist die Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung
über eine Art Sternschaltung unter Zuhilfenahme einzelner Kommunikationsleitungen
24a, 24b, 24c mit den einzelnen Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c verbunden. Die Vorrichtung
18 kann über die Kommunikationsleitungen 24a, 24b, 24c Dosierinformationen bidirektional
mit den Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c austauschen.
[0085] Die Vorrichtung 18 verfügt darüber hinaus über einen Speicher 28, in dem Dosierinformationen
gespeichert werden können. Sie umfasst auch ein Kommunikationsmodul 21, im vorliegenden
Fall des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 ein GSM-Modul, um hierdurch drahtlos mit
einem externen Computer 19 kommunizieren zu können. An dem Computer 19 ist - lediglich
schematisch dargestellt - ein Bildschirm 20 mit einer Eingabemöglichkeit dargestellt.
[0086] Die Vorrichtung 18 kann von dem externen Computer 19 drahtlos Dosierinformationen
im Rahmen einer Daten-Fernübertragung erhalten, und an diesen übermitteln.
[0087] Der Abstand zwischen der Vorrichtung 18 und dem externen Computer 19 kann sehr groß
sein, und kann beispielsweise mehrere Kilometer betragen. Die Patentanmeldung bezeichnet
diese Datenübertragung als Daten-Fernübertragung.
[0088] Lediglich zur Klarstellung sei angemerkt, dass bei sämtlichen Ausführungsbeispielen
dieser Patentanmeldung die Daten-Fernübertragung drahtlos erfolgt. Von der Erfindung
sind aber auch Ausführungsbeispiele umfasst, bei denen die Daten-Femübertragung kabelgebunden
erfolgt.
[0089] Schließlich sei zur Klarstellung angemerkt, dass die Daten-Fernübertragung zwischen
der stationär angeordneten Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung und dem externen
Computer 19 über sehr große Reichweiten, insbesondere über Reichweiten von mehr als
100 Meter, insbesondere von mehreren Kilometern, erfolgt. Dies lässt aber selbstverständlich
auch Ausführungsbeispiele der Erfindung zu, bei denen zwischen der stationär angeordneten
Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung und einer in den Figuren nicht dargestellten
BasisStation des GSM-Netzes nur geringe Abstände vorhanden sind, weil sich beispielsweise,
zufällig, in unmittelbarer Nähe der stationär angeordneten Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung,
auch eine Basisstation eines GSM-Netzes befindet. Auch in letzterem Falle ist der
an das GSM-Netz angeschlossene Computer 19, der freilich ebenfalls ein in den Figuren
1 bis 3 nicht dargestelltes GSM-Gegenmodul aufweist, oder mit einem solchem GSM-Gegenmodul
verbunden ist, weit distanziert von der Vorrichtung 18 angeordnet.
[0090] Demgegenüber wird die Kommunikation zwischen der Vorrichtung 18 und den einzelnen
Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c als Daten-Nahübertragung bezeichnet. Das gesamte
System 10, einschließlich sämtlicher Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c der Zielgeräte
13a, 13b, 13c und der Vorrichtung 18 zur Daten-Fernübertragung befinden sich innerhalb
eines Gebäudes, das durch eine gestrichelte Linie 25 dargestellt ist.
[0091] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung bezeichnet die gestrichelte Linie
25 in Fig. 1 ein Betriebsgelände oder ein Werk oder einen Raum eines Gebäudes.
[0092] Die Kommunikationsmodule in der Vorrichtung 18 und in den Dosiereinrichtungen 14a,
14b, 14c bzw. die entsprechenden Kommunikationsschnittstellen, die eine Daten-Nahübertragung
ermöglichen, werden als Nah-Kommunikationsmodule 22a, 22b, 22c, 22d bzw. als Nah-Kommunikationsschnittstellen
29a, 29b, 29c, 29d bezeichnet.
[0093] Zur Klarstellung sei angemerkt, dass durch die Vorrichtung 18 unter Zuhilfenahme
des Fern-Kommunikationsmoduls 21 und/oder des Speichers 28 und/oder einer an der Vorrichtung
18 angeordneten, in den Figuren aber nicht dargestellten, weiteren Steuereinheit,
auch eine Verwaltung der an die Vorrichtung 18 angeschlossenen Dosiereinrichtungen
14a, 14b, 14c erfolgen kann.
[0094] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems 10 des Ausführungsbeispiels der
Fig. 1 ist wie folgt:
Über die Eingabemöglichkeit an dem Bildschirm 20 des externen Computers 19 werden
in einer ersten Variante Steuerungsbefehle für Dosierinformationen oder unmittelbar
Dosierinformationen eingegeben, um Dosierinformationen von einem in Fig. 1 nicht dargestellten,
mit dem externen Computer 19 aber wirkverbundenen GSM-Gegenmodul zu der Vorrichtung
18 zu übertragen. Dort werden die Dosierinformationen für die an die Vorrichtung 18
angeschlossenen Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c verwaltet. Die Dosierinformationen,
die die Vorrichtung 18 von dem externen Computer 19 über Daten-Fernübertragung erhalten
hat, werden nun zum Beispiel gleichzeitig oder sukzessive an alle angeschlossenen
Dosiereinrichtungen 14a, 14c, 14c, oder gezielt an einige, das heißt, adressiert,
an bestimmte Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c über die Nah-Kommunikationsleitungen
24a, 24b, 24c weitergeleitet. Eine Übermittlung der Dosierinformationen kann durch
die Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung 18 aktiv erfolgen, oder passiv, auf Anforderung
einer oder mehrerer Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c. Beispielsweise können die erhaltenen,
übermittelten Dosierinformationen die Information enthalten, dass ein bestimmtes Medium
von den Dosiereinrichtungen zukünftig in einer geringeren oder höheren Dosierung -
als bisher vorgesehen - verwendet werden soll. Entsprechend kann ein - neuer, geänderter
- Dosierparameter an alle Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c versandt werden, so dass
die einzelnen Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c in einem späteren Dosierprozess diesen
geänderten Parameter berücksichtigen können.
[0095] Bei einer zweiten Variante der Erfindung werden Dosierinformationen, und zwar zum
Beispiel Informationen über Verbrauchsmengen an Medien, von den einzelnen Dosiereinrichtungen
14a, 14b, 14c über die Nah-Kommunikationsleitungen 24a, 24b, 24c an die Vorrichtung
18 übermittelt, und dort in dem Speicher 28 abgelegt. Zu einem späteren Zeitpunkt,
beispielsweise auf Anforderung durch den externen Computer 19, oder auch regelmäßig
zu vorgegebenen Zeitpunkten, oder nach vorgegebenen Intervallen, werden diese Informationen
gesammelt an den externen Computer 19 übermittelt. Dort können diese Informationen
sodann ausgewertet und verarbeitet werden.
[0096] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 entspricht im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1. Hier ist im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 keine sternförmige
Netzwerkarchitektur zwischen den einzelnen Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c und der
Vorrichtung 18 vorgesehen, sondern hier sind die Dosiereinrichtungen 14a, 14b, 14c
nach Art einer - nicht geschlossenen - Ringleitung in Reihe geschaltet.
[0097] Eine Übermittlung von Dosierinformationen beispielsweise von der Dosiereinrichtung
14c der Fig. 2 zu der Vorrichtung 18 erfolgt durch Übermittlung der Informationen
über die Nah-Kommunikationsleitung 24c zu der Dosiereinrichtung 14b, von dort weiter
über die Nah-Kommunikationsleitung 24b zu der Dosiereinrichtung 14a, und schließlich
von da über die Nah-Kommunikationsleitung 24a zu der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung
18. Hierdurch kann der Montage- und Verkabelungsaufwand insgesamt gering gehalten
werden.
[0098] Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt schließlich Fig. 3. Hier sind die Nah-Kommunikationsverbindungen
drahtlos durch entsprechende Nah-Kommunikationsmodule 22a, 22b, 22c, 22d gewährleistet.
Diese können beispielsweise nach dem W-LAN oder Bluetooth-Standard ausgebildet sein.
Hingegen können in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 die Nah-Kommunikationsverbindungen
durch Rückgriff auf bekannte kabelgebundene Standards, wie LAN, oder andere Bussysteme
realisiert werden.
[0099] Von der Erfindung sind - dies sei der Vollständigkeit halber angemerkt - als Zielgeräte
auch Geschirrspülmaschinen und andere Wasch- oder Reinigungsanlagen umfasst. Systeme
gemäß der Erfindung können auch unterschiedliche Arten von Zielgeräten, zum Beispiel
Textilwaschmaschinen und Geschirrspülmaschinen, umfassen.
[0100] Angemerkt sei, dass als Zielgeräte in einem erfindungsgemäßen System beispielsweise
auch Vorrichtungen zur Aufbringung eines Reinigungsmittels, z. B. zur Aufbringung
einer Reinigungslösung auf ein Reinigungsgerät, wie z. B. einen Mopp zur Bodenreinigung,
umfasst sein können. Als Zielgeräte können beispielsweise aber auch Vorrichtungen
zur Einbringung eines Reinigungsmittels, z. B. in ein dafür vorgesehenes Behältnis,
zusammen mit Wasser und/oder mit anderen Medien, insbesondere zum Zwecke einer Mischung
oder Bereitstellung einer Reinigungsmittellösung oder einer Desinfektionslösung, vorgesehen
sein.
1. System (10) zur Dosierung von Medien (11 a, 11b, 11c, 11 d, 11 e, 11f, 11 g, 11 h,
11 i) für Wasch- und/oder Reinigungsanlagen und/oder Reinigungsmittelanlagen, umfassend
mehrere Dosiereinrichtungen (14a, 14b, 14c), wobei jede Dosiereinrichtung eingangsseitig
mit einem Behältnis (12a, 12b, 12c) oder mit mehreren, unterschiedliche Medien aufweisenden
Behältnissen, und ausgangsseitig mit wenigstens einer Zielvorrichtung (13a, 13b, 13c),
wie Waschmaschine, Geschirrspülmaschine oder Vorrichtung zur Aufbringung oder Einbringung
eines Reinigungsmittels, verbunden ist, wobei die Dosiereinrichtung unter Berücksichtigung
vorgegebener Parameter Dosierprozesse durchführt,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass jeder Dosiereinrichtung eine Steuereinheit (15a) und eine von dieser ansprechbare
Speichereinheit (16a) zugeordnet ist, in der Dosierinformationen ablegbar sind,
b) dass eine Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung von Dosierinformationen vorgesehen
ist, mit der gemeinsam für die mehreren Dosiereinrichtungen eine Fernübertragung der
Dosierinformationen bewerkstelligbar ist,
c) und dass die Vorrichtung zum Zwecke einer Daten-Nahübertragung der Dosierinformationen mit
den mehreren Dosiereinrichtungen in kommunikativer Verbindung steht.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Kommunikations-Modul zur Daten-Fernübertragung, insbesondere
ein GSM-Modul (21) und/oder einen Internet-Anschluss, aufweist.
3. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung und jede Dosiereinrichtung ein Kommunikationsmodul (22a, 22b, 22c,
22d) zur Daten-Nahübertragung und/oder eine Kommunikationsschnittstelle (29a, 29b,
29c, 29d) zur Daten-Nahübertragung, insbesondere ausgebildet als WLAN- oder LAN- oder
Bluetooth-Schnittstelle, aufweist.
4. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung eine Übermittlung von Dosierinformationen
von einem externen Computer (19) zu der Vorrichtung bewerkstelligbar ist, insbesondere
zum Zwecke der Übermittlung von Parametern für Dosierprozesse zu den einzelnen Dosiervorrichtungen.
5. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vorrichtung zur Daten-Fernübertragung eine Übermittlung von Dosierinformationen
von der Vorrichtung (18) zu einem externen Computer (19) bewerkstelligbar ist, insbesondere
zum Zwecke der Dokumentation von Dosierprozessen.
6. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Vorrichtung (18) an die einzelnen Dosiereinrichtungen (14a, 14b, 14c)
übermittelten Dosierinformationen Parameter für Dosierprozesse umfassen.
7. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von den einzelnen Dosiervorrichtungen (14a, 14b, 14c) an die Vorrichtung (18)
übermittelten Dosierinformationen Daten umfassen, die von den Dosiervorrichtungen
durchgeführte Dosierprozesse berücksichtigen.
8. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (18) von den Dosiereinrichtungen erhaltene Dosierinformationen sammelt,
und/oder speichert, und/oder regelmäßig an einen externen Computer übermittelt, oder
auf Anforderung an einen externen Computer übermittelt.
9. System (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung die an sie über ein Kommunikationsmodul (22a, 22b, 22c, 22d) zur
Daten-Nahübertragung und/oder eine Kommunikationsschnittstelle (29a, 29b, 29c, 29d)
zur Daten-Nahübertragung angeschlossenen Dosiereinrichtungen administriert und/oder
verwaltet, und insbesondere zu diesem Zweck Adressangaben über die einzelnen Dosiereinrichtungen
verwaltet.
10. Verfahren zum Betreiben eines Systems (10) zur Dosierung von Medien (11a, 11b, 11c,
11 d, 11e, 11f, 11g, 11h, 11 i) für Wasch- oder Reinigungsanlagen (13a, 13b, 13c)
und/oder Reinigungsmittelanlagen, welches mehrere Dosiereinrichtungen (14a, 14b, 14c)
umfasst, wobei jede der Mehrzahl der Dosiereinrichtungen eingangsseitig mit mehreren,
unterschiedliche Medien aufweisenden Behältnissen (12a, 12b, 12c, 12d, 12e, 12f, 12g,
12h, 12i), und ausgangsseitig mit wenigstens einer Zielvorrichtung (13a, 13b, 13c),
wie Waschmaschine, Geschirrspülmaschine oder Vorrichtung zur Aufbringung oder Einbringung
eines Reinigungsmittels, verbunden ist, wobei die Dosiereinrichtung unter Berücksichtigung
vorgegebener Parameter Dosierprozesse durchführen kann,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
i) Übertragen von Dosierinformationen von einer ersten Dosiereinrichtung (14a) an
eine Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung,
ii) Übertragen von Dosierinformationen von einer zweiten Dosiereinrichtung (14b) an
die Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung,
iii) Übermitteln der von den beiden Dosiereinrichtungen erhaltenen Dosierinformationen
von der Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung an einen externen Computer (19).
11. Verfahren, insbesondere nach Anspruch 10, zum Betreiben eines Systems (10) zur Dosierung
von Medien (11 a, 11b, 11c, 11 d, 11 e, 11f, 11 g, 11h, 11 i) für Wasch- oder Reinigungsanlagen
(13a, 13b, 13c) und/oder Reinigungsmittelanlagen, welches mehrere Dosiereinrichtungen
(14a, 14b, 14c) umfasst, wobei jede der Mehrzahl der Dosiereinrichtungen eingangsseitig
mit mehreren, unterschiedlichen Medien aufweisende Behältnissen (12a, 12b, 12c, 12d,
12e, 12f, 12g, 12h, 12i), und ausgangsseitig mit wenigstens einer Zielvorrichtung
(13a, 13b, 13c), wie Waschmaschine, Geschirrspülmaschine oder Vorrichtung zur Aufbringung
oder Einbringung eines Reinigungsmittels, verbunden ist, wobei die Dosiereinrichtung
unter Berücksichtigung vorgegebener Parameter Dosierprozesse durchführen kann,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
I) Übermitteln von Dosierinformationen für mehrere Dosiereinrichtungen von einem externen
Computer (19) an eine Vorrichtung (18) zur Daten-Fernübertragung,
II) Übertragen von Dosierinformationen von der Vorrichtung (18) an eine erste Dosiereinrichtung
(14a),
III) Übertragen von Dosierinformationen von der Vorrichtung (18) an eine zweite Dosiereinrichtung
(14b).