[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse und
mit mindestens einem Federkraftklemmanschluss in dem Isolierstoffgehäuse sowie mit
mindestens einem Betätigungselement, das schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen
und zum Öffnen jeweils mindestens eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses ausgebildet
ist.
[0002] Leiteranschlussklemmen sind in vielfältiger Form beispielsweise als Dosenklemmen,
Leiterplattenklemmen, Reihenklemmen oder als Leiteranschlussklemmen in anderen elektrischen
Geräten bekannt.
[0003] DE 299 15 515 U1 offenbart eine Federklemme zum Anschließen elektrischer Leiter mit einem Isolierstoffgehäuse,
das eine Anschlussklemme mit einer mit einem Stromschienenstück zusammenwirkenden
Klemmfeder hat. In das Isolierstoffgehäuse ist ein Betätigungselement in Form eines
Exzenterhebels integriert, der drehbar im Isolierstoffgehäuse gelagert ist. Die Drehachse
des Exzenterhebels liegt im Wesentlichen senkrecht über der Klemmstelle. Dies führt
zu einer relativ großen Bauhöhe.
[0004] Aus
DE 87 04 494 U1 ist eine Anschlussklemme mit einem Federkraftklemmanschluss und einem Betätigungshebel
bekannt, bei der der Betätigungshebel mit seiner Drehachse in Leitereinsteckrichtung
gesehen hinter der Klemmstelle unterhalb der Klemmfeder schwenkbar gelagert ist. Am
freien Klemm-schenkelende ist eine Betätigungslasche abgebogen, die mit einem Betätigungsfinger
des Betätigungshebels zum Öffnen des Federkraftklemmanschlusses zusammenwirkt.
[0005] EP 1 622 224 B1 offenbart eine Anschlussklemme mit einem Betätigungshebel, der drehbar in einem Knick
einer Stromschiene gelagert ist. Die Klemmstelle zwischen Klemmfederende und Stromschiene
wird unterhalb der Drehachse bereitgestellt. Der Betätigungshebel ist mit einem Betätigungsabschnitt
im Klemmraum angrenzend an die Leitereinführungsöffnung angeordnet.
[0006] DE 20 2009 010 003 U1 zeigt einen Verbindungsanschluss mit einem Trennhebel mit Schwenkmitteln zum Schwenken
einer Verbindungsfeder in Bezug auf ein Stromschienenstück. Der Trennhebel ist auf
einer vom Stromschienenstück ausgebildeten Mulde zur Bildung der Schwenkachse gelagert,
so dass mit einem von Hand mit einer Hebelbetätigungskraft zu beaufschlagender Betätigungsfinger
und einem Anlageabschnitt zur Betätigung der Klemmfeder ein um die dazwischen liegende
Drehachse verschwenkbarer Hebelarm gebildet wird.
[0007] Weiterhin ist in
DE 10 2010 024 809 A1 eine Anschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse, einem Stromschienenabschnitt
und mit mindestens einer Federklemmeinheit mit einer Klemmfeder beschrieben. Die Klemmfeder
hat einen von einem Klemmabschnitt abgehenden Betätigungsabschnitt, der sich von der
Richtung der am Klemmabschnitt wirkenden Federkraft der Klemmfeder weg erstreckt und
zur Beaufschlagung durch einen schwenkbar gelagerten Betätigungshebel so ausgerichtet
ist, dass der Betätigungshebel zum Öffnen der Klemmfeder eine entgegen der Federkraft
wirkende Zugkraft auf den Betätigungsabschnitt aufbringt.
[0008] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte, möglichst
kleinbauende Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse und mit mindestens
einem Federkraftklemmanschluss in dem Isolierstoffgehäuse sowie mit mindestens einem
Betätigungselement zu schaffen, das schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen
und zum Öffnen jeweils mindestens eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses ausgebildet
ist. Die Leiteranschlussklemme soll dabei auch im Hinblick auf den Krafteinfluss des
Betätigungselements auf das Isolierstoffgehäuse und die Kraftübertragung der von außen
auf das Betätigungselement aufgebrachten Hebelschwenkkraft auf die Betätigungskraft,
die auf die Klemmfeder wirkt, optimiert sein.
[0009] Die Aufgabe wird durch die Leiteranschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Es wird vorgeschlagen, dass das Betätigungselement einer gattungsgemäßen Leiteranschlussklemme
zwei voneinander beabstandete Seitenwandabschnitte hat, die mindestens teilweise mit
einem Schwenklagerbereich in das Isolierstoffgehäuse eintauchen und beabstandet zu
dem Schwenklagerbereich mit einem Quersteg zu einem Hebelarm miteinander verbunden
sind. Die Schwenklagerbereiche der voneinander beabstandeten Seitenwandabschnitte
eines Betätigungselementes bilden dabei eine Drehachse, um die das Betätigungselement
schwenkbar im Isolierstoffgehäuse gelagert ist. Ein zugeordneter Federkraftklemmanschluss
ist dann mindestens teilweise im Raum zwischen den Schwenklagerbereichen eines Betätigungselementes
aufgenommen.
[0011] Das Betätigungselement bildet somit einen im Schnitt etwa U-förmig ausgebildeten
Betätigungshebel, der den Federkraftklemmanschluss mindestens teilweise in dem durch
die Seitenwandabschnitte seitlich begrenzten Freiraum aufnimmt. Die Schwenklagerbereiche
befinden sich somit nicht oberhalb, nicht unterhalb, nicht vor oder nicht hinter dem
Federkraftklemmanschluss, sondern seitlich neben dem Federkraftklemmanschluss bzw.
der zu betätigenden Klemmfeder des Federkraftklemmanschlusses.
[0012] Damit wird eine sehr kompakte Leiteranschlussklemme realisiert, bei der der Betätigungshebel
mit den seitlich neben dem Federkraftklemmanschluss im Isolierstoffgehäuse angeordneten
Schwenklagerbereichen lagestabil und robust in dem Isolierstoffgehäuse schwenkbar
gelagert wird.
[0013] Eine besonders kompakte Bauweise bei optimaler Führung und Lagerung der Betätigungselemente
wird erreicht, wenn die benachbarten Seitenwandabschnitte zweier nebeneinander im
Isolierstoffgehäuse angeordneter Betätigungselemente unmittelbar aneinander angrenzen.
Die Außenwände der Seitenwandabschnitte nebeneinander liegender Betätigungselemente
dienen dabei zur gegenseitigen Führung und geben dem benachbarten Betätigungselement
einen zusätzlichen Halt.
[0014] Die Schwenklagerbereiche haben Betätigungsabschnitte, die jeweils zur Beaufschlagung
einer zugeordneten Klemmfeder eines Federkraftklemmanschlusses bei Verschwenken des
Betätigungselementes von einer Schließstellung, bei der das Betätigungselement mit
seinem Quersteg in Richtung Isolierstoffgehäuse geschwenkt und eine durch den Federkraftklemmanschluss
gebildete Klemmstelle zum Anklemmen eines elektrischen Leiters geschlossen ist, in
eine Offenstellung, bei der das Betätigungselement mit seinem Quersteg von dem Isolierstoffgehäuse
weggeschwenkt und eine durch den Federkraftklemmanschluss gebildete Klemmstelle zum
Anklemmen eines elektrischen Leiters geöffnet ist, ausgebildet sind.
[0015] Zur weiter verbesserten Führung können zwei Betätigungsabschnitte an den Schwenklagerbereichen
der Seitenwandabschnitte mit einem geringeren Abstand voneinander angeordnet sein,
als der Abstand zwischen den Seitenwandabschnitten. Die Betätigungsabschnitte erstrecken
sich dabei parallel zu den Seitenwandabschnitten und sind integral mit den Seitenwandabschnitten
so geformt, dass jeweils ein Führungsschlitz zwischen einem Betätigungsabschnitt und
dem zugeordneten, direkt benachbarten Seitenwandabschnitt vorhanden ist. Jeweils ein
Führungssteg des Isolierstoffgehäuses taucht dann in einen zugeordneten Führungsschlitz
zur Führung des Betätigungselementes bei Schwenkbewegung um eine Schwenkachse im Schwenklagerbereich
ein.
[0016] Mit Hilfe der von den Seitenwänden des U-förmigen Hebelarms durch einen zwischenliegenden
Führungsschlitz beabstandeten Betätigungsabschnitte wird erreicht, dass der Hebelarm
durch einen in einen jeweiligen Führungsschlitz eintauchenden Führungsstegs des Isolierstoffgehäuses
schwenkbar kippsicher gelagert werden kann. Mit Hilfe der Führungsschlitze und der
daran angreifenden Führungsstege lassen sich platzsparend sehr stabile Schwenklagerungen
realisieren, die im Wesentlichen seitlich neben den Federkraftklemmanschlüssen liegen.
[0017] Durch das Zusammenspiel der beschriebenen Maßnahmen wird eine äußert kompakte Leiteranschlussklemme
realisiert, deren Schwenkhebel stabil in dem Isolierstoffgehäuse schwenkbar gelagert
sind ohne dass auf den mindestens einen Schwenkhebel wirkende Betätigungskräfte das
Isolierstoffgehäuse übermäßig belasten.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Betätigungselement derart mit dem Isolierstoffgehäuse
und dem zugeordneten Federkraftklemmanschluss abgestimmt, dass die zum Verschwenken
des Betätigungselements des von der Schließstellung in die Offenstellung auf den Quersteg
wirkende Hebelschwenkkraft sowie die von den Betätigungsabschnitten bei Verschwenken
des Betätigungselementes von der Schließstellung in die Offenstellung auf die Klemmfeder
wirkende Federbetätigungskraft relativ zur Drehachse auf der gleichen Seite wirken.
[0019] Durch die Positionierung der Drehachse im Isolierstoffgehäuse durch entsprechende
Gestaltung der Schwenklagerbereiche sowie durch geeignete Anordnung der Betätigungsabschnitte
relativ zur Klemmfeder wird erreicht, dass die auf den Betätigungshebel von außen
aufgebrachte Hebelschwenkkraft in Bezug auf die Drehachse auf der gleichen Seite zur
Drehachse wirkt, wie die von den Betätigungsabschnitten auf die Klemmfeder aufgebrachte
Federbetätigungskraft. Damit wird eine Kinematik realisiert, die einen sehr kompakten
Aufbau einer Leiteranschlussklemme bei optimaler Kraftübertragung ermöglicht. Insbesondere
kann erreicht werden, dass die Hebelschwenkkraft und die Federbetätigungskraft in
die gleiche Richtung, d. h. nach oben oder nach unten wirkt. Dabei wird unter "nach
oben" eine prinzipielle Richtung unabhängig von dem genauen Erstreckungswinkel verstanden,
die der zum freien Ende hinweisenden Erstreckungsrichtung eines geöffneten Hebelarms
entspricht. Unter "nach unten" wird die entgegengesetzte Richtung unabhängig von der
genauen Winkelstellung verstanden. Es kommt daher nicht darauf an, dass die Kräfte
gleichermaßen parallel zueinander wirken.
[0020] Das Isolierstoffgehäuse ist vorzugsweise zweiteilig mit einem Klemmengehäuseteile
und einem separaten Deckelteil ausgeführt. Das Klemmengehäuseteil und das Deckelteil
sind im montierten Zustand mit dem in das Klemmengehäuseteil eingesetzten mindestens
einen Federkraftklemmanschluss und zugeordneten Betätigungselement miteinander verbunden.
Der Schwenklagerbereich ist dann in einem zwischen dem Klemmengehäuseteil und Deckelteil
gebildeten Zwischenraum aufgenommen.
[0021] Damit lässt sich der Federkraftklemmanschluss und das zugeordnete Betätigungselement
bei der Montage zunächst in das Klemmengehäuseteil einlegen. Die Leiteranschlussklemme
wird dann durch Verrasten des Deckelteils in dem Klemmengehäuseteil geschlossen. Durch
die Anordnung des Schwenklagerbereichs in einen Zwischenraum zwischen Klemmengehäuseteil
und Deckelteil können dann Abschnitte sowohl von Klemmengehäuseteil, als auch Deckelteil
zur Schwenklagerung des Schwenklagerbereichs beitragen. Hierzu sind diese Lagerabschnitte
bevorzugt teilkreisförmig gekrümmt und an entsprechende teil-kreisförmige Krümmungen
von Stirnseiten des Schwenklagerbereichs angepasst.
[0022] Das Klemmengehäuseteil und/oder das Deckelteil haben dabei vorzugsweise teilkreisförmige
Lagermulden zur schwenkbaren Lagerung des Betätigungselementes in dem Isolierstoffgehäuse.
Ein entsprechend an die teilkreisförmige Lagermulde angepasster teilkreisförmiger
Außenumfang des Schwenklagerbereichs taucht dann in eine zugeordnete Lagermulde ein.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Betätigungsabschnitte einen teilkreisförmigen
Außenumfang mit einem V-förmigen Einschnitt zur Bildung eines in Richtung des Zentrums
des Betätigungsabschnittes hineinragenden Absatzes haben. Der mindestens eine Federkraftklemmanschluss
hat jeweils einen Stromschienenabschnitt und eine Klemmfeder mit einer Betätigungslasche.
Die Betätigungslasche der Klemmfeder liegt bei Verschwenken des Betätigungselementes
zum Öffnen einer zwischen einer Klemmkante der Klemmfeder und dem Stromschienenabschnitt
zum Anklemmen eines elektrischen Leiters gebildeten Klemmstelle auf dem Absatz auf.
[0024] Mit Hilfe eines solchen Absatzes, an den sich ein darüberliegender Freiraum anschließt,
wird ein stabiles Auflager für eine Betätigungslasche der Klemmfeder geschaffen, so
dass die Federbetätigungskraft über den Absatz auf die Klemmlasche der Klemmfeder
optimal übertragen wird. Durch den in Richtung des Zentrums des Betätigungsabschnitts
ragenden Absatz wird ein darüberliegender Freiraum bereitgestellt, so dass sich die
Klemmfeder ansonsten auch ohne Hebelbetätigung vom Absatz frei abheben kann, um eine
Federklemmkraft auf den elektrischen Leiter unbeeinflusst durch den Hebelarm auszuüben.
[0025] Die Seitenwandabschnitte eines Betätigungselementes sind vorzugsweise mit einem derart
ausgebildeten Quersteg miteinander verbunden, dass sich der Quersteg im hochgeschwenkten
Zustand des Betätigungselementes, bei dem die Klemmstelle geöffnet ist, vom freien
Ende der Seitenwandabschnitte bis zum Isolierstoffgehäuse erstreckt. Damit wird unter
Ausnutzung des verfügbaren Bauraums eine optimale Stabilität des Hebelarms insbesondere
im Hinblick auf die Verdrehfestigkeit und Knicksicherheit erreicht.
[0026] Der Quersteg ragt bevorzugt über das freie, dem Schwenklagerbereich gegenüberliegende
Ende der Seitenwandabschnitte hinaus. Damit wird ein Ansatz zum Ergreifen des Querstegs
und Ausüben einer Hebelschwenkkraft bereitgestellt. Durch das vorspringende Ende des
Querstegs lässt sich der Hebelarm von Hand besser ergreifen oder mit einem Schraubendreher
zum Öffnen untergreifen.
[0027] Die Leiteranschlussklemme ist bevorzugt als Querverbindungsklemme, wie z. B. als
Dosenklemme, ausgeführt, indem zwei oder mehr Federkraftklemmanschlüsse nebeneinander
in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen sind, wobei die Federkraftklemmanschlüsse eine
gemeinsame Stromschiene haben. Ein an einem Federkraftklemmanschluss angeschlossener
elektrischer Leiter wird damit elektrisch leitend mit weiteren elektrischen Leitern
verbunden, die an den anderen Federkraftklemmanschlüssen angeschlossen sind.
[0028] Eine solche Dosenklemme ist überaus kompakt und lässt sich vorteilhaft in Verteilerdosen
elektrischer Installationen integrieren. Mit Hilfe der Betätigungshebel ist ein leichtes
Anklemmen und Entnehmen elektrischer Leiter für einen großen Bereich von Leiterquerschnitten
möglich. Eine solche Leiteranschlussklemme lässt sich damit nicht nur für Energieverteilungsinstallationen,
sondern auch für Kommunikationstechnik-Installationen nutzen.
[0029] Eine sehr stabile Lagerung der Betätigungselemente im Isolierstoffgehäuse lässt sich
erreichen, wenn die Schwenklagerbereiche auf einem Abschnitt einer Stromschiene des
zugeordneten Federkraftklemmanschlusses gelagert sind. Die in der Regel sehr stabile,
massive Stromschiene bildet dabei ein Auflager für das Betätigungselement, so dass
die Stromschiene mit der zugeordneten Klemmfeder und das Betätigungselement hinsichtlich
der Kraft- und Momentenwirkung im Wesentlichen selbsttragend sind, ohne dass größere
Kräfte und Momente bei Betätigung des Federkraftklemmanschlusses durch Verschwenken
des Betätigungselementes auf das Isolierstoffgehäuse wirken.
[0030] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Außenkonturen der Betätigungsabschnitte im
Raum zwischen der durch eine Stromschiene des zugeordneten Federkraftklemmanschlusses
aufgespannten Ebene und einem durch einen Anlageschenkel des zugeordneten Federkraftklemmanschlusses
aufgespannten Ebene liegen. Dies ermöglicht einen sehr kompakten Aufbau bei optimaler
Kraftwirkung des Betätigungselementes auf den Federkraftklemmanschluss.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme;
- Figur 2 -
- Querschnittsansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 1;
- Figur 3 -
- Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 1 mit geöffnetem Betätigungselement;
- Figur 4 -
- Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 1 mit geschlossenem
Betätigungselement;
- Figur 5 -
- perspektivische Ansicht eines Klemmengehäuseteils des Isolierstoffgehäuses der Leiteranschlussklemme
aus Figuren 1 bis 4;
- Figur 6 -
- Rückseitenansicht auf das Klemmengehäuseteil aus Figur 5;
- Figur 7 -
- perspektivische Ansicht eines Betätigungselementes der Leiteranschlussklemme aus Figuren
1 bis 4;
- Figur 8 -
- Seiten-Schnittansicht durch das Betätigungselement aus Figur 7;
- Figur 9 -
- Längsschnittansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 1;
- Figur 10 -
- Längsschnittansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 1 mit eingestecktem
elektrischen Leiter;
- Figur 11 -
- Seiten-Schnittansicht durch eine zweite Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
mit geöffnetem Betätigungselement;
- Figur 12 -
- Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme aus Figur 11 mit geschlossenem
Betätigungselement.
[0032] In den Figuren werden gleiche Bezugszeichen für einander entsprechende Elemente verwendet.
[0033] Figur 1 lässt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 erkennen. Die Leiteranschlussklemme hat ein Isolierstoffgehäuse 2 mit frontseitig
in das Isolierstoffgehäuse eingebrachten und nebeneinander angeordneten Leitereinführungsöffnungen
3. Über die Leitereinführungsöffnungen 3 ist ein jeweils im Isolierstoffgehäuse 2
angeordneter und einer Leitereinführungsöffnung 3 zugeordneter Federkraftklemmanschluss
(nicht sichtbar) zugänglich. Bei Einführen eines elektrischen Leiters in eine Leitereinführungsöffnung
3 kann dieser an dem zugeordneten Federkraftklemmanschluss elektrisch leitend und
mechanisch fest angeklemmt werden.
[0034] Oberhalb einer jeweiligen Leitereinführungsöffnung ist ein Betätigungselement 4 angeordnet.
Die Betätigungselemente 4 sind jeweils um eine Drehachse schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse
2 gelagert. Sie haben einen Quersteg 5 am freien Ende, der wie dargestellt in der
Schließstellung innerhalb des durch das Isolierstoffgehäuse 2 gebildeten Volumenraums
liegt. Die Querstege 5 der Betätigungselemente 4 schließen bevorzugt bündig mit der
durch die obere Randkante 6 des Isolierstoffgehäuses 2 aufgespannten Ebene ab.
[0035] Deutlich wird, dass die Querstege 5 an einem freien Ende einen vorstehenden Wulst
7 haben, der das Ergreifen des Betätigungselements 4 mit der Hand oder einem Schraubendreher
erleichtert, um eine Hebelschwenkkraft in Blickrichtung von unten nach oben auf das
Betätigungselement 4 aufzubringen und dieses damit zu verschwenken.
[0036] Der Quersteg 5 eines Betätigungselementes 4 verbindet zwei von einander beabstandete
Seitenwandabschnitte 8a, 8b miteinander, um einen im Prinzip im Schnitt U-förmigen
Betätigungshebel zu bilden. Der an den Quersteg 5 angrenzende Freiraum 40 zwischen
zwei Seitenwandabschnitten 8a, 8b wird in der Schließstellung durch einen erhabenen
Abschnitt 9 des Isolierstoffgehäuses 2 ausgefüllt. Der Freiraum 40 wird somit zur
Aufnahme von Isolierstoffmaterial genutzt, um auf diese Weise eine kompakte Bauweise
der Leiteranschlussklemme 1 zu erreichen.
[0037] Erkennbar ist weiterhin, dass oberhalb der mittleren Leitereinführungsöffnung eine
stirnseitig geöffnete Prüföffnung 10 vorgesehen ist. Damit kann ein Prüfwerkzeug,
wie beispielsweise ein Messstift oder ein Schraubendreher mit Prüfleuchte zur Messung
des Spannungspotentials an dem dahinterliegenden Federkraftklemmanschluss in die Prüföffnung
10 eingeführt werden.
[0038] Figur 2 lässt eine Querschnittsansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 aus Figur
1 erkennen. Deutlich wird, dass die Betätigungselemente 4 im Querschnitt U-förmig
durch die voneinander beabstandeten Seitenwandabschnitte 8a, 8b und dem diese verbindenden
Quersteg 5 sind. Deutlich wird, dass die Seitenwandabschnitte 8a, 8bin einen jeweiligen
Zwischenraum Z zwischen dem erhabenen Abschnitt 9 des Isolierstoffgehäuses und entweder
einem benachbarten erhabenen Abschnitt oder für die Randbereiche mit der Seitenwand
des Isolierstoffgehäuse 2 in der Schließstellung eintauchen. Dies führt zu einer optimierten
Seitenführung der Betätigungselemente 4, die damit nicht nur an dem sichtbaren Drehlager
gelagert sind. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel grenzen zwei Seitenwandabschnitte
8a, 8b benachbarter Betätigungselemente 4 aneinander und tauchen in einem gemeinsamen
Zwischenraum Z ein, damit führen sich die Seitenwandabschnitte 8a, 8b der benachbarten
Betätigungselemente 4 gegenseitig. Durch den Verzicht auf eine weitere Zwischenwand
zwischen zwei benachbarten Seitenwandabschnitten 8a, 8b wird Bauraum in Breitenrichtung
eingespart.
[0039] Figur 3 lässt eine Seiten-Schnittansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 auf Figur
1 mit geöffnetem Betätigungselement 4 erkennen.
[0040] Erkennbar ist, dass ein Federkraftklemmanschluss 11 zusammen mit einem zugeordneten
Betätigungselement 4 in das Isolierstoff 2 eingebaut ist. Das Isolierstoffgehäuse
2 ist dabei zweiteilig ausgeführt und hat ein Klemmengehäuseteil 12 und ein Deckelteil
13. Nach Einsetzen des Betätigungselementes 4 und des Federkraftklemmanschlusses 11
in das Klemmengehäuseteil 2 wird dieses mit dem Deckelteil 13 verschlossen. Dabei
wird ein Schwenklagerbereich 14 unter anderem mit einem teilkreisförmigem Außenumfang
an teilkreisförmigen Lagermulden 15 des Isolierstoffgehäuses 2 geführt, um den Schwenklagerbereich
14 um eine Drehachse D herum drehbar zu lagern. Die Drehachse D ist dabei eine virtuelle
Drehachse, die durch den teilkreisförmigen Schwenklagerbereich 14 und dessen Drehlagerung
im Isolierstoffgehäuse 2 definiert wird.
[0041] Erkennbar ist, dass der Schwenklagerbereich 14 einen Betätigungsabschnitt 16 zur
Beaufschlagung eines seitlichen Abschnitts der Klemmfeder 17 des Federklemmanschlusses
11 hat. Die Klemmfeder 17 ist dabei aus einem Anlageschenkel 18, einen sich daran
anschließenden Federbogen 19 und einem sich hieran anschließenden Klemmschenkel 20
gebildet. Der Klemmschenkel 20 hat an seinem freien Ende eine Klemmkante 21, die zusammen
mit einer Stromschiene 22 des Federkraftklemmanschlusses 11 eine Klemmstelle zum Anklemmen
eines elektrischen Leiters bildet.
[0042] Deutlich wird, dass in dem dargestellten in die Offenstellung verschwenkten Position
des Betätigungselementes 4 der Klemmschenkel 20 von der darunterliegenden Stromschiene
22 weg verlagert ist, um die durch die Klemmkante 21 der Klemmfeder 17 und die Stromschiene
22 gebildete Klemmstelle zu Öffnen. Hierzu übt der Betätigungsabschnitt 16 eine Federbetätigungskraft
FF aus, die in Leitereinsteckrichtung L gesehen vor der Drehachse D liegt und von
der Stromschiene 22 nach oben in Richtung freies Ende des Betätigungselementes in
der Offenstellung gerichtet ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Stromschiene 22 mit einem integral damit geformten Rahmenabschnitt 23 versehen, der
von der Ebene der Stromschiene 22 nach oben in Erstreckungsrichtung des aufgesteckten
Betätigungselementes 4 und des Anlageschenkels 17 gerichtet ist. In dem Rahmenteil
23 ist eine Leiterdurchführungsöffnung durch zwei von einander beabstandete Seitenstege
und einem die Seitenstege verbindenden Haltesteg 24 an dem freien Ende gebildet. Der
Anlageschenkel 18 untergreift den Haltesteg 24 und ist durch eine leichte Krümmung
in dem Haltsteg 24 festgelegt. Auf diese Weise wird ein selbsttragender Federkraftklemmanschluss
11 geschaffen, bei dem die Klemmfeder 17 an der Stromschiene 22 angeordnet ist und
eine auf den Klemmschenkel 20 wirkende Kraft über den Anlageschenkel 17 auf die Stromschiene
22 zurückgeführt wird. Beim Einklemmen eines elektrischen Leiters übt der Klemmschenkel
20 eine Kraft auf die Stromschiene 22 aus, die der Haltekraft des Anlageschenkels
18 am Haltesteg 24 entgegenwirkt, so dass die beiden Kräfte weitestgehend kompensiert
sind.
[0043] Deutlich wird, dass der Schwenklagerbereich 14 gegenüberliegend zum Klemmschenkel
20 auf der Stromschiene 22 aufgelagert ist, mit einem teilkreisförmigem Außenumfang
an den Lagermulden 15 des Isolierstoffgehäuses 2 geführt und zusätzlich im rückwärtigen
Bereich gegenüberliegend zu den Lagermulden 15 an den Seitenstegen des Rahmenteils
23 gelagert ist. Dadurch ist sichergestellt, dass die durch den Schwenkhebel ausgeübten
Betätigungskräfte selbsttragend ohne Ausübung wesentlicher Verformungskräfte auf das
Isolierstoffgehäuse aufgenommen werden.
[0044] Figur 4 lässt eine Seiten-Schnittansicht der Leiteranschlussklemme 1 aus den Figuren
1 bis 3 erkennen. Dabei befindet sich das Betätigungselement 4 in der Schließstellung,
bei der das Betätigungselement 4 mit seinem Quersteg 5 in Richtung Isolierstoffgehäuse
2 geschwenkt und eine durch den Federkraftklemmanschluss 11 gebildete Klemmstelle
zum Anklemmen eines elektrischen Leiters geschlossen ist. Dabei ruht die Klemmkante
21 des Klemmschenkels 20 ohne elektrischen Leiter bevorzugt unter Federkraft der Klemmfeder
17 auf der Stromschiene 22.
[0045] Um nun die Klemmstelle zu öffnen muss eine Hebelbetätigungskraft FH auf den durch
die Seitenstege 8a und den Quersteg 5 gebildeten Hebelarm ausgeübt werden. Diese Betätigungskraft
FH ist in der Darstellung von der Ebene der Stromschiene 22 in Richtung darüberliegender
Klemmfeder 17 nach oben gerichtet. Bei einer hierdurch verursachten Verschwenkung
des Betätigungselementes 4 in der Darstellung im Uhrzeigersinn wird eine Federbetätigungskraft
FF von dem Betätigungsabschnitt 16 auf den Klemmschenkel 20 ausgeübt. Auch diese Federbetätigungskraft
FF ist nach oben, d. h. von der Stromschiene 22 in Richtung der Erstreckungsrichtung
des Betätigungselements 4 in der Offenstellung (siehe Figur 3) gerichtet. Inwieweit
die Federbetätigungskraft FF und die Hebelschwenkkraft FH dabei in einem bestimmten
gleichen oder unterschiedlichen Winkel verläuft ist unerheblich.
[0046] Erkennbar ist, dass von der Schließstellung gemäß Figur 4 in den Übergang zur Offenstellung
gemäß Figur 3 die Hebelschwenkkraft FH und Federbetätigungskraft FF nicht nur beide
gleichgerichtet, d. h. nach oben unabhängig von ihrem konkreten Winkel gerichtet sind,
sondern auch in Leitereinsteckrichtung L gesehen in relativ zur Drehachse D auf derselben
Seite liegen. Das Betätigungselement 4 bildet daher keinen Hebelarm, bei dem durch
eine Hebelschwenkkraft auf der einen Seite der Drehachse eine Federbetätigungskraft
FF auf der anderen gegenüberliegenden Seite der Drehachse D ausgeübt wird. Vielmehr
wirken Hebelschwenkkraft FH und Federbetätigungskraft FF relativ zur Drehachse D auf
derselben Seite.
[0047] Aus der Figur 4 ist weiterhin deutlich, dass der Federkraftklemmanschluss 11 teilweise
in den seitlich durch die Seitenwandabschnitte 8a, 8b und den Quersteg 5 begrenzten
Raum eintaucht, so dass die Bauhöhe der Leiteranschlussklemme 1 trotz Betätigungselement
4 relativ niedrig ist. Deutlich wird weiterhin, dass ein oberhalb des Federkraftklemmanschlusses
11 befindlicher Abschnitt 9 des Isolierstoffgehäuses 2 in einen an den Quersteg 5
angrenzenden Freiraum 40 des Betätigungselementes 4 eintaucht. Dieser Freiraum 40
wird also auch zur Aufnahme von Teilen des Isolierstoffgehäuses genutzt, um eine kompakte
Bauweise zu ermöglichen.
[0048] In der Schließstellung des Betätigungselementes 4 wird dieses durch eine von dem
Quersteg 5 abragende Rastnase 42 an einer zugeordneten Rastkontur 43 des Isolierstoffgehäuses
2 verrastet. In der Schließstellung wird das Betätigungselement 4 nicht durch die
Klemmfeder 17 kraftbeaufschlagt und dadurch lagestabilisiert. Eine unkontrollierte
Wackelbewegung des Betätigungselementes 4 wird somit durch die Verrastung verhindert.
[0049] Figur 5 lässt eine perspektivische Ansicht des Klemmengehäuseteils 12 des Isolierstoffgehäuses
2 der oben beschriebenen Leiteranschlussklemme 1 erkennen. In die Seitenwände 25 des
Isolierstoffgehäuses 2 sind schwalben-schwanzartige Ausnehmungen 26 eingebracht, in
die hieran angepasste schwalbenschwanzartige Vorsprünge eines zugeordneten Deckelteils
13 zur Verhinderung einer Aufweitung des Isolierstoffgehäuses 2 bei Belastung eintauchen.
Die Verrastung von Klemmengehäuseteil 12 und Deckelteil 13 erfolgt über nicht näher
dargestellte Rastelemente.
[0050] Deutlich wird weiterhin, dass im Innenraum des Klemmengehäuseteils 12 Führungsstege
27 sowie Lagermulden 15 mit teilkreisförmig gekrümmten Stirnseiten 28 eingebracht
sind. Mit Hilfe dieser teilkreisförmig gekrümmten Stirnseiten 28 mit jeweils einer
Lagermulde 15 wird eine Schwenklagerung eines zugeordneten Schwenklagerbereichs 14
zu eines Betätigungselementes 4 bereitgestellt. Die Führungsstege 27 tauchen in einen
Führungsschlitz 30 (siehe Figur 7) ein, der zwischen der Innenwand eines Seitenwandabschnitts
8a, 8b und einem hiervon beabstandeten Betätigungsabschnitt 16 vorhanden ist. Die
Führungsstege 27 dienen zusätzlich auch zur Stabilisierung des Klemmengehäuseteils
12.
[0051] Figur 6 lässt eine Rückseitenansicht des Klemmengehäuseteils 12 aus Figur 5 erkennen.
Deutlich wird hierbei, dass die stirnseitige zentrale Prüföffnung 10 nicht nur wie
auf Figur 1 erkennbar an der Vorderseite, sondern auch zum Innenraum hin geöffnet
ist. Auf diese Weise wird ein in den Innenraum des Klemmengehäuseteils 12 eingebauter
Federkraftklemmanschluss 11 für ein Prüfwerkzeug zugänglich, um zu prüfen, ob an dem
betreffenden Federkraftklemmanschluss 11 elektrisches Spannungspotential anliegt.
[0052] Aus Figur 6 wird weiterhin deutlich, dass im Zwischenraum zwischen benachbarten Führungsstegen
27 angrenzender Anbauräume für Federkraftklemmanschlüsse 11 jeweils ein Zwischenraum
Z vorhanden ist, in den die Seitenwandabschnitte 8a, 8b der eingebauten Betätigungselemente
4 eintauchen.
[0053] Figur 7 lässt eine perspektivische Ansicht auf ein Betätigungselement 3 in Form eines
Betätigungshebels von der Unterseite erkennen. Hieraus wird die im Prinzip im Schnitt
U-förmige Ausgestaltung mit zwei voneinander beabstandeten Seitenwandabschnitten 8a,
8b erkennbar, die an ihrem freien Ende an einer über eine Seitenkante mit einem Quersteg
5 miteinander verbunden sind. Deutlich wird, dass die Seitenwandabschnitte 8a, 8b
von den Schwenklagerbereichen 14 zum freien Ende hin verjüngt zu laufen. Erkennbar
ist, dass am freien Ende des Querstegs 5 ein Betätigungswulst 7 vorhanden ist. Deutlich
wird auch, dass der Quersteg 5 mit dem Betätigungswulst 7 nach vorne über die freien
Enden der Seitenwandabschnitte 8a, 8b hinausragt, wobei die Innenseiten des Querstegs
5 an der freien Endkante geneigt verläuft. Damit wird einem Abrutschen bei Aufbringen
einer Hebelbetätigungskraft des Betätigungselements 4 entgegengewirkt.
[0054] Erkennbar ist weiterhin, dass die Schwenklagerbereiche 14 teilkreisförmig gekrümmte
Außenstirnseiten 29 haben, mit denen das Betätigungselement 4 um eine virtuelle Drehachse
D schwenkbar im Isolierstoffgehäuse gelagert wird.
[0055] Die Drehachse D erstreckt sich durch das Zentrum eines durch die Außenstirnseite
29 gebildeten Teilkreises.
[0056] Erkennbar ist weiterhin, dass von den Seitenwandabschnitten 8a, 8b im Schwenklagerbereich
14 mit einem Führungsschlitz 30 beabstandete teilkreisförmige Abschnitte 31 mit einem
V-förmigen Einschnitt 32 angeordnet sind. Im Bereich der V-förmigen Einschnitte 32
ist jeweils ein Betätigungsabschnitt 16 ausgebildet, der zur Beaufschlagung eines
zugeordneten Klemmschenkels 20 einer Klemmfeder 17 mit einer Federbetätigungskraft
dient. Erkennbar ist, dass die Betätigungsabschnitte 16, ebenso wie der Quersteg 5,
auf den eine Hebelschwenkkraft FH ausgeübt wird, auf der gleichen Seite relativ zur
Drehachse D liegen. Dies führt dazu, dass die über die Betätigungsabschnitte 16 ausgeübten
Federbetätigungskräfte FF auf der gleichen Seite relativ zur Drehachse D wie die zum
Verschwenken auf den Quersteg 5 aufgebrachte Hebelschwenkkraft FH wirkt.
[0057] Deutlich wird zudem, dass von dem Quersteg 5 auf der Seite, die der Betätigungswulst
7 gegenüberliegt, eine Rastnase 42 in etwa in Richtung des Schwenklagerbereichs 14
und des Abschnitts 31 hervorragt. Die Rastnase 42 dient der Verrastung des Betätigungselementes
4 in der Schließstellung mit dem Isolierstoffgehäuse 2.
[0058] Figur 8 lässt eine Seiten-Schnittansicht durch das Betätigungselement 4 aus Figur
7 erkennen. Hierbei wird nochmals deutlich, dass die Seitenwandabschnitte 8a, 8b durch
einen diesen verbindenden Quersteg 5 an der Oberseite des Betätigungselementes 4 verbunden
sind. Der Quersteg 5 erstreckt sich dabei nur über einen Teilbereich der Länge der
Seitenwandabschnitte 8a, 8b und nimmt dabei vorzugsweise mehr als die Hälfte der Länge
der Seitenwandabschnitte 8a, 8b ein.
[0059] Figur 9 lässt eine Längsschnittansicht durch eine Leiteranschlussklemme 1 in der
Draufsicht erkennen, deutlich wird, dass die voneinander beabstandeten Seitenwandabschnitte
8a, 8b der jeweiligen Betätigungshebel 4 in Zwischenräume Z des Isolierstoffgehäuses
2 eintauchen und dort durch Wandabschnitte des Isolierstoffgehäuse 2 sowie ggf. durch
angrenzende Seitenwandabschnitte 8a, 8b benachbarter Betätigungselemente 4 geführt
sind. Deutlich wird dabei, dass in den Führungsschlitz 30 zwischen einem Seitenwandabschnitt
8a, 8b und einem angrenzenden Abschnitt 31 mit dem Betätigungsabschnitt 16 ein Führungssteg
27 des Isolierstoffgehäuses 2 eintaucht. Damit wird eine Schwenklagerführung für das
Betätigungselement 4 geschaffen, die diesem auch seitlich Halt vor verkippen oder
verdrehen gibt.
[0060] Erkennbar ist auch, dass die Abschnitte 31 mit den Betätigungsabschnitten 16 die
Klemmfeder 17 in Breitenrichtung überlappen und mit Randbereichen der zugeordneten
Klemmfeder 17 bzw. dessen Klemmschenkels 20 zusammenwirken, um eine Federbetätigungskraft
FF auf den Klemmschenkel 20 auszuüben. An die Außenkanten der Klemmfeder 17 und der
Betätigungsabschnitte 16 schließt sich dann jeweils ein Führungssteg 27 an, der in
den Führungsschlitz 30 des Betätigungselementes 4 eintaucht. Angrenzend hieran ist
dann der Zwischenraum Z zur Aufnahme eines Teils eines Seitenwandabschnitts 8a, 8b
des Betätigungselementes 4 vorgesehen. Die Betätigungsabschnitte 16 sind integral
mit den Seitenwandabschnitten 8a, 8b über den Abschnitt 31 verbunden.
[0061] Figur 10 lässt eine Längsschnittansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 aus den
Figuren 1 und 9 etwa auf Höhe der Achse eines eingesteckten elektrischen Leiters 33
erkennen. Der elektrische Leiter 33 hat ein abisoliertes freies Ende 34, der mittels
der Klemmfeder 17 an einer Klemmstelle elektrisch leitend mit der darunter elektrisch
leitenden Stromschiene 22 verbunden ist. Die Stromschiene 22 erstreckt sich dabei
quer zur Anschlussrichtung, d. h. über die dargestellten drei nebeneinander liegenden
Federkraftklemmanschlüsse 11 hinweg, um so eine Querverteilung des elektrischen Potentials
am elektrischen Leiter 33 zu ermöglichen.
[0062] Aus dieser Schnittansicht wird deutlich, dass seitlich an den Anschlussraum für den
elektrischen Leiter 33 Schwenklagerbereiche 14 angrenzen, die Abschnitte 31 mit Betätigungsabschnitten
16 haben. Die Betätigungsabschnitte 16 benachbarter Schwenklagerbereiche 14 für denselben
Federkraftklemmanschluss und dieselbe Leitereinführungsöffnung 3 sind dabei geringer
voneinander beabstandet als die Seitenwandabschnitte 8a, 8b, an denen die Betätigungsabschnitte
16 integral angeformt sind. Zwischen den Betätigungsabschnitten 16 und den Seitenwandabschnitten
8a, 8b befindet sich ein Führungsschlitz 30. Die Schwenklagerbereiche 14 und/oder
die Betätigungsabschnitte 16 führen dabei den elektrischen Leiter 33 bzw. dessen abisoliertes
Ende zur Klemmstelle.
[0063] Deutlich wird auch, dass die von der Stromschiene 22 abragenden Rahmenteile 23 jeweils
zwei voneinander beabstandete Randstege 35 haben, deren Zwischenraum als Leiterdurchführungsöffnung
zum Durchführen des abisolierten Endes 34 eines elektrischen Leiters 33 dient.
[0064] Erkennbar ist weiterhin, dass die Federkraftklemmanschlüsse 11 durch das Deckelteil
13 in dem Klemmgehäuseteil 12 dadurch fixiert sind, dass Stege 36 des Deckelteils
an die Randstege 35 der Rahmenteile 23 stoßen und damit lagefixieren. Das Klemmengehäuseteil
12 hat Wandabschnitte 37 aus Isolier-stoffmaterial mit teilkreisförmigen Stirnflächen,
die an die teilkreisförmig gekrümmten Abschnitte 31 der Schwenklagerbereiche 14 mit
den Betätigungsabschnitten 16 anstoßen und für diese eine teilkreisförmige Lagermulde
bilden.
[0065] Vorteilhaft ist es, wenn das Isolierstoffgehäuse 2 oder zumindest Teile oder Abschnitte
davon aus transparentem Kunststoffmaterial gebildet ist, um auf diese Weise von außen
erkennen zu können, ob das abisolierte freie Ende 34 de eines elektrischen Leiters
33 korrekt eingeführt ist.
[0066] Figur 11 lässt eine Seiten-Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 bei geöffnetem Betätigungselement 4 in der Offenstellung erkennen. Auch hier ist
das Isolierstoffgehäuse 2 zweiteilig aus einem Klemmengehäuseteil 12 und einem in
dieses hineingeführt und mit dem Klemmgehäuseteil 12 verrasteten Deckelteils 13 ausgeführt.
Bei dieser Ausführungsform hat der Schwenklagerbereich 14 einen ersten mindestens
teilkreisförmigen Lagerabschnitt 37, an den sich in Richtung Leiteranschlussraum versetzt
der Abschnitt 31 mit dem Betätigungsabschnitt 16 anschließt. Deutlich wird, dass dieser
Abschnitt 31 mit dem Betätigungsabschnitt 16 einen größeren Durchmesser als der teilkreisförmige
Lagerabschnitt 37 hat. Dadurch steht der Abschnitt 31 mit dem Betätigungsabschnitt
16 gegenüber dem Drehlagerabschnitt 37 radial vor. Das Betätigungselement 4 kann dann
an dem Drehlagerbereich 37 durch entsprechend angepasste teilkreisförmige Lagermulden
des Isolierstoffgehäuses 2 und ggf. auch an dem größeren teilkreisförmigen Abschnitt
31 durch das Isolierstoffgehäuse gelagert werden. Dadurch wird auch in Verbindung
mit dem Überstand, an den seitlich eine Isolierstoffgehäusewand zur Führung angrenzen
kann, die Schwenklagerung und Kippsicherheit bei reduzierter Belastung des Isolierstoffgehäuses
verbessert.
[0067] Auch bei dieser Ausführungsform wirkt die Federbetätigungskraft FF des Betätigungsabschnitts
16 auf von der Klemmfeder abragenden Betätigungslasche 38 auf der gleichen Seite der
Drehachse D und in der gleichen Richtung wie eine zum Verschwenken des Betätigungselements
4 von der Schließstellung gemäß Figur 12 in die dargestellte Offenstellung von Figur
11 auf das freie Ende des Betätigungselementes 4 aufzubringenden Hebelschwenkkraft
FH.
[0068] Beide Kräfte, d. h. die Hebelschwenkkraft FH und die Federbetätigungskraft FF sind
dabei in die gleiche Richtung nach oben, d. h. von der Stromschiene 22 weg in Erstreckungsrichtung
des Betätigungselementes 4 in der Offenstellung unabhängig von der genauen Winkelposition
gerichtet.
[0069] Die Leiteranschlussklemme 1 kann eine im rückwärtigen Bereich von oben zugängliche
Prüföffnung 39 im Isolierstoffgehäuse 2 haben.
1. Leiteranschlussklemme (1) mit einem Isolierstoffgehäuse (2) und mit mindestens einem
Federkraftklemmanschluss (11) in dem Isolierstoffgehäuse (2), sowie mit mindestens
einem Betätigungselement (4), das schwenkbar in dem Isolierstoffgehäuse (2) aufgenommen
und zum Öffnen jeweils mindestens eines zugeordneten Federkraftklemmanschlusses (11)
ausgebildet ist, wobei das Betätigungselement (4) zwei voneinander beabstandete Seitenwandabschnitte
(8a, 8b) hat, die mindestens teilweise mit einem Schwenklagerbereich (14) in das Isolierstoffgehäuse
(2) eintauchen und gegenüberliegend zu dem Schwenklagerbereich (14) mit einem Quersteg
(5) zu einem Hebelarm miteinander verbunden sind, wobei die Schwenklagerbereiche (14)
der voneinander beanstandeten Seitenwandabschnitte (8a, 8b) eines Betätigungselementes
(4) eine Drehachse (D) bilden, um die das Betätigungselement (4) schwenkbar im Isolierstoffgehäuse
(2) gelagert ist, und wobei ein zugeordneter Federkraftklemmanschluss (11) mindestens
teilweise im Raum zwischen den Schwenklagerbereichen (14) eines Betätigungselementes
(4) aufgenommen ist, und wobei die Schwenklagerbereiche (14) Betätigungsabschnitte
(16) haben, die jeweils zur Beaufschlagung einer zugeordneten Klemmfeder (17) eines
Federkraftklemmanschlusses (11) bei Verschwenken des Betätigungselementes (4) von
einer Schließstellung, bei der das Betätigungselement (4) mit seinem Quersteg (5)
in Richtung Isolierstoffgehäuse (2) geschwenkt und eine durch den Federkraftklemmanschluss
(11) gebildete Klemmstelle zum Anklemmen eines elektrischen Leiters geschlossen ist,
in eine Offenstellung, bei der das Betätigungselement (4) mit seinem Quersteg (5)
von dem Isolierstoffgehäuse (2) weg geschwenkt und eine durch den Federkraftklemmanschluss
(11) gebildete Klemmstelle zum Anklemmen eines elektrischen Leiters geöffnet ist,
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsabschnitte (4) an den Schwenklagerbereichen (14) der Seitenwandabschnitte
(8a, 8b) mit einem geringeren Abstand voneinander angeordnet sind, als der Abstand
zwischen den Seitenwandabschnitten (8a, 8b), wobei sich die Betätigungsabschnitte
(16) parallel zu den Seitenwandabschnitten (8a, 8b) erstrecken, und dass die benachbarten
Seitenwandabschnitte (8a, 8b) zweier nebeneinander im Isolierstoffgehäuse (2) angeordneter
Betätigungselemente (4) aneinander unmittelbar angrenzen.
2. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (4) derart mit dem Isolierstoffgehäuse (2) und dem zugeordneten
Federkraftklemmanschluss (11) abgestimmt ist, dass die zum Verschwenken des Betätigungselementes
(4) von der Schließstellung in die Offenstellung auf den Quersteg (5) wirkende Hebelschwenkkraft
(FH) sowie die von den Betätigungsabschnitten (16) bei Verschwenken des Betätigungselementes
(4) von der Schließstellung in die Offenstellung auf die Klemmfeder (17) wirkende
Federbetätigungskraft (FF) relativ zur Drehachse (D) auf der gleichen Seite wirken.
3. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsabschnitte (4) integral mit den Seitenwandabschnitten (8a, 8b) so
geformt sind, dass jeweils ein Führungsschlitz (30) zwischen einem Betätigungsabschnitt
(16) und dem zugeordneten direkt benachbarten Seitenwandabschnitt (8a, 8b) vorhanden
ist, und dass jeweils ein Führungssteg (27) des Isolierstoffgehäuses (2) in einen
zugeordneten Führungsschlitz (30) zur Führung des Betätigungselementes (4) bei Schwenkbewegung
um eine Drehachse (D) im Schwenklagerbereich (14) eintaucht..
4. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (2) ein Klemmengehäuseteil (12) und ein separates Deckelteil
(13) hat, wobei Klemmengehäuseteil (12) und Deckelteil (13) im montierten Zustand
mit dem in das Klemmengehäuseteil (12) eingesetzten mindestens einen Federkraftklemmanschluss
(11) und zugeordneten Betätigungselement (4) miteinander verbunden sind, und dass
der Schwenklagerbereich (14) in einem zwischen dem Klemmengehäuseteil (12) und Deckelteil
(13) gebildeten Raum aufgenommen ist.
5. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmengehäuseteil (12) und/oder das Deckelteil (13) teilkreisförmige Lagermulden
(15) zur schwenkbaren Lagerung des Betätigungselementes (4) in dem Isolierstoffgehäuse
(2) hat, wobei ein entsprechend an die teilkreisförmige Lagermulde (15) angepasster
teilkreisförmiger Außenumfang des Schwenklagerbereichs (14) in eine zugeordnete Lagermulde
(15) eintaucht.
6. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsabschnitte (16) einen teilkreisförmigen Außenumfang mit einem Ausschnitt
(32) zur Bildung eines in Richtung des Zentrums des Betätigungsabschnittes (16) hineinragenden
Absatzes haben, wobei der mindestens eine Federkraftklemmanschluss (11) jeweils eine
Stromschiene (2) und eine Klemmfeder (17) mit einer Betätigungslasche hat und die
Betätigungslasche der Klemmfeder (17) bei Verschwenken des Betätigungselementes (4)
zum Öffnen einer zwischen einer Klemmkante (21) der Klemmfeder (17) und der Stromschiene
(22) zum Anklemmen eines elektrischen Leiters gebildeten Klemmstelle auf dem Absatz
aufliegt.
7. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandabschnitte (8a, 8b) eines Betätigungselementes (4) mit einem Quersteg
(5) miteinander verbunden sind, der sich im hochgeschwenkten Zustand des Betätigungselementes
(4), bei dem die Klemmstelle geöffnet ist, vom freien Ende der Seitenwandabschnitte
(8a, 8b) bis zum Isolierstoffgehäuse (2) erstreckt.
8. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (5) über das freie, dem Schwenklagerbereich (14) gegenüberliegende Ende
der Seitenwandabschnitte (8a, 8b) hinausragt.
9. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Federkraftklemmanschlüsse (11) nebeneinander in dem Isolierstoffgehäuse
(2) aufgenommen sind und dass die Federkraftklemmanschlüsse (11) eine gemeinsame Stromschiene
(22) haben.
10. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklagerbereiche (14) auf einem Abschnitt einer Stromschiene (22) des zugeordneten
Federkraftklemmanschlusses (11) gelagert sind.
11. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkonturen der Betätigungsabschnitte (16) im Raum zwischen der durch eine
Stromschiene (22) des zugeordneten Federkraftklemmanschlusses (11) aufgespannten Ebene
und einem durch einen Anlageschenkel (18) des zugeordneten Federkraftklemmanschlusses
(11) aufgespannten Ebene liegen.