[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Boden-Reinigungseinrichtung, mit einer Bürstenvorrichtung,
welche bezogen auf eine Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung, die diese beim Reinigen
eines horizontalen Untergrundes einnimmt, um vertikale Drehachsen verdrehbare Bürsten
und ein die Bürsten zumindest teilweise umgebendes und nach unten offenes Bürstengehäuse
aufweist, in welches mindestens ein Dampfauslass für von einem Dampferzeuger erzeugten
Dampf und/oder mindestens ein Heißwasserauslass mündet, wobei die Bürstenvorrichtung
in der Arbeitsstellung von mindestens einer Aufhängeeinheit der Boden-Reinigungseinrichtung,
über welche die Boden-Reinigungseinrichtung an einem Fahrzeug befestigbar ist, mit
einer Schubkraft zur Bewegung der Bürstenvorrichtung in eine Fahrtrichtung beaufschlagbar
ist.
[0002] Zur Entfernung von an Bodenbelägen anhaftendem Schmutz werden häufig Kehrmaschinen
mit rotierenden Bürsten verwendet. Zur Reinigung von Untergrund mit klebrigen Verunreinigungen,
wie z.B. Kaugummi, reicht eine mechanische Reinigung allein oft nicht aus. Ein in
der Praxis häufig angewandtes Verfahren zur Entfernung von Kaugummi besteht darin,
den Kaugummi vor der mechanischen Entfernung mittels einer Wärmequelle zu erwärmen
und ihn anschließend mittels einer Bürste zu entfernen. Häufig wird dazu Wasserdampf
verwendet. Zur Verbesserung der Reinigungsleistung werden häufig auch waschaktive
Substanzen eingesetzt.
[0003] In der
AT 412 189 B ist ein Bodenreinigungsgerät zur Reinigung von stark verschmutztem Untergrund gezeigt,
welches einen Bedampfungsabschnitt mit mehreren Dampfauslässen und eine dahinter angeordnete
Bürstenanordnung mit drei auf einem drehbaren Bürsten-Teller angeordneten Bürsten
aufweist. Das Bodenreinigungsgerät wird vom Benutzer über den zu reinigenden Untergrund
geschoben. Die Bürsten sind über einen Riemenantrieb mechanisch miteinander verbunden,
wobei eine Verdrehung des motorisch angetriebenen Bürsten-Tellers zu einer Verdrehung
der Bürsten führt.
[0004] Aus der
DE 20 2013 005 169 U1 geht eine Bürstenvorrichtung hervor, deren Bürsten an, gegenüber einem Bürstengehäuse
oszillierend beweglichen Bürstenträgern befestigt sind. In das Bürstengehäuse wird
Dampf eingeleitet. Die Bürsten sind verdrehbar am jeweiligen Bürstenträger gelagert,
sie sind jedoch nicht rotatorisch angetrieben. Jede Bürste ist einzeln gegenüber dem
jeweiligen Bürstenträger in vertikaler Richtung gegen eine von einer jeweiligen Feder
erzeugte Gegenkraft verschiebbar. Bei einem unebenen Untergrund nehmen die Bürsten,
in vertikaler Richtung gesehen, unterschiedliche Positionen ein, sodass die Federn
unterschiedlich gestaucht werden. Je nach Federweg werden die Bürsten aufgrund der
Federcharakteristik mit unterschiedlicher Anpresskraft gegen den Untergrund gepresst,
weshalb die Reinigungsleistung der einzelnen Bürsten bei Bodenunebenheiten unterschiedlich
ist.
[0005] Durch Vorbenutzung ist eine Boden-Reinigungseinrichtung der eingangs genannten Art
mit einer Bürstenvorrichtung entsprechend der
DE 20 2013 005 169 U1 bekannt. Die Bürstenvorrichtung ist hier über eine Aufhängeeinheit an einem Fahrzeug
aufgehängt, von der die Bürstenvorrichtung über den zu reinigenden Untergrund geschoben
wird. Bodenunebenheiten sind durch diese Boden-Reinigungseinrichtung nur begrenzt
aufnehmbar. Beim Befahren von Kuppen oder Wannen und dem Überwinden von stufenartigen
Hindernissen, wie z.B. Bordsteinen, kann es zu einer hohen Belastung einzelner Bürsten,
und in weiterer Folge zu einem starken Verschleiß der Bürsten kommen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine vorteilhafte Boden-Reinigungseinrichtung der eingangs
genannten Art bereitzustellen, durch die der Betrieb bei Bodenunebenheiten verbessert
wird, wobei auch im Falle von Bodenunebenheiten eine hohe Reinigungsleistung erreicht
wird.
[0007] Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Boden-Reinigungseinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0008] Bei der Boden-Reinigungseinrichtung gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens
ein Kraftglied der Boden-Reinigungseinrichtung mit der Bürstenvorrichtung zusammenwirkt,
wobei die Bürstenvorrichtung in einem, bezogen auf die Fahrtrichtung, hinteren Bereich
der Bürstenvorrichtung gegen eine vom mindestens einen Kraftglied aufgebrachte Gegenkraft
in vertikaler Richtung gegenüber der mindestens einen Aufhängeeinheit anhebbar ist.
[0009] Beim Befahren von Bodenunebenheiten, z.B. Erhebungen oder stufenartigen Hindernissen,
mit der Boden-Reinigungseinrichtung kann die Bürstenvorrichtung in vertikaler Richtung
relativ zur Aufhängeeinheit, d.h. relativ zum Fahrzeug, bewegt werden. Dies schont
die einzelnen Bürsten, da eine starke Verformung der Bürstenborsten, durch ein Ausweichen
der Bürstenvorrichtung nach oben, verhindert werden kann.
[0010] Günstigerweise ist die Bürstenvorrichtung gegen eine vom mindestens einen Kraftglied
aufgebrachte Gegenkraft in vertikaler Richtung anhebbar, welche sich über den möglichen
Anhebeweg weniger als 10% ändert, besonders bevorzugt über den möglichen Anhebeweg
konstant ist. Insbesondere kann ein derartiges Kraftglied in Form einer Kolben-Zylinder-Einheit
realisiert sein. Diese hat außerdem den Vorteil, dass eine einfache Variation der
Gegenkraft durch Vorauswahl des in der Kolben-Zylinder-Einheit wirkenden Gegendrucks
getroffen werden kann. Auch andere Kraftglieder, z.B. elektromotorisch betriebene
Kraftglieder, sind denkbar und möglich.
[0011] In einer anderen möglichen Ausführungsform könnte das Kraftglied eine mechanische
Feder aufweisen, wobei sich die Gegenkraft über den Anhebeweg aufgrund der Federcharakteristik
verändert. Beim Einsatz einer als Kraftglied eingesetzten Druckfeder führt eine größere
Auslenkung in vertikaler Richtung zu einer stärkeren Stauchung der Feder, woraus eine
mit der Auslenkung ansteigende Gegenkraft resultiert.
[0012] Die Bürsten weisen vorteilhafterweise einen Besatz mit Borsten auf. Bevorzugt bestehen
die Borsten aus Metall, insbesondere aus Stahl. Auch Borsten aus Kunststoff oder anderen
im Stand der Technik hinlänglich bekannten Materalien sind denkbar und möglich.
[0013] Die Bürstenvorrichtung weist vorzugsweise in einem bezogen auf die Fahrtrichtung
hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung eine Achseinheit auf, die zusammen mit der
mindestens einen Aufhängeeinheit eine in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung,
welche diese beim Reinigen eines horizontalen Untergrundes einnimmt, horizontale Schwenkachse
ausbildet, um welche die Bürstenvorrichtung gegenüber der Aufhängeeinheit bzw. dem
Fahrzeug verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse zumindest in vertikaler Richtung
beweglich ist. Die Achseinheit ist somit gegenüber der Aufhängeeinheit in vertikaler
Richtung beweglich.
[0014] Im Betrieb wird die Boden-Reinigungseinrichtung von einem Fahrzeug über den zu reinigenden
Untergrund geschoben, wobei die Aufhängeeinheit der Übertragung der Schubkraft bzw.
der Übertragung der Bewegung des Fahrzeugs auf die Bürstenvorrichtung in Fahrtrichtung
dient. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes sind die Reibungsverhältnisse zwischen
den Bürsten und der zu reinigenden Oberfläche unterschiedlich. Besonders bei der Reinigung
von Untergründen mit einem hohem Reibungskoeffizienten besteht die Gefahr, dass bezogen
auf die Fahrtrichtung in einem hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung angeordnete
Bürsten vom Untergrund abgehoben werden oder zumindest die Kraft, mit der sie an den
Untergrund angedrückt sind, stark verringert wird, während in einem vorderen Bereich
der Bürstenvorrichtung angeordnete Bürsten mit einer erhöhten Kraft gegen den Untergrund
gepresst sind. Das erfindungsgemäße Kraftglied übt bei einem in Richtung eines Anhebens
des hinteren Bereichs der Bürstenvorrichtung wirkenden Kraft, hervorgerufen durch
die Reibung der Bürsten am Untergrund, eine Gegenkraft auf die Bürstenvorrichtung
aus, um den hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung und die im hinteren Bereich der
Bürstenvorrichtung angeordneten Bürsten gegen den Untergrund gedrückt zu halten.
[0015] Besonders bevorzugt weist die Boden-Reinigungseinrichtung mindestens ein mit der
Achseinheit zusammenwirkendes Anhebeglied auf, von der ein um die Schwenkachse wirkendes
Drehmoment auf die Achseinheit ausübbar ist. Durch das vom Anhebeglied ausübbare Drehmoment
kann die Bürstenvorrichtung gegenüber der Aufhängeeinheit der Boden-Reinigungseinrichtung
um die Schwenkachse verschwenkt werden. Dabei kann die Bürstenvorrichtung mit dem
mindestens einen Anhebeglied günstigerweise in eine Passivstellung verschwenkt werden,
bei der die Bürstenvorrichtung und die Bürsten vom Untergrund abgehoben sind.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist mittels des Anhebeglieds
auch in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung ein Drehmoment auf die Achseinheit
ausübbar. Dies ermöglicht es, beim Reinigen eines Untergrundes, die in einem bezogen
auf die Fahrtrichtung der Boden-Reinigungseinrichtung vorderen Bereich der Bürstenvorrichtung
angeordneten Bürsten mittels dem mindestens einen Anhebeglied zu entlasten. Vorteilhafterweise
kann das von dem mindestens einen Anhebeglied im Sinne einer Entlastung der im vorderen
Bereich der Bürstenvorrichtung angeordneten Bürsten ausgeübte Drehmoment hierbei an
den Reibungskoeffizient des Untergrundes angepasst werden.
[0017] Durch das Zusammenspiel des zumindest einen Kraftglieds und des zumindest einen Anhebeglieds
kann eine weitgehend gleichmäßige Verteilung der Andrückkräfte von bezogen auf in
Fahrtrichtung weiter vorne und weiter hinten angeordnete Bürsten erreicht werden.
Dadurch kann die Reinigungsleistung wesentlich gesteigert werden und ein hoher Verschleiß
der im vorderen Bereich der Bürstenvorrichtung angeordneten Bürsten verhindert werden.
[0018] Das Kraftglied und/oder das Anhebeglied stützt oder stützen sich zur Ausübung der
Gegenkraft oder des Drehmoments günstigerweise an der Aufhängeeinheit ab. Somit steht
ein stationärer Teil des Kraftglieds und/oder des Anhebeglieds mit der Aufhängeeinheit
in starrer oder gelenkiger Verbindung. Die gesamte Boden-Reinigungseinrichtung kann
damit als Ganzes vom Fahrzeug abnehmbar sein. Es ist in anderen Ausgestaltungsformen
der Erfindung auch möglich, dass sich das Kraftglied und/oder das Anhebeglied an einer
anderen Stelle am Fahrzeugs abstützt oder abstützen.
[0019] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Achseinheit
von der Aufhängeeinheit in vertikaler Richtung verschiebbar geführt, wobei die Aufhängeeinheit
in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung die Achseinheit der Bürstenvorrichtung
mit der Schubkraft zum Bewegen der Bürstenvorrichtung in Fahrtrichtung beaufschlagt.
Dabei ist die Achseinheit günstigerweise in horizontaler Richtung unverschiebbar gegenüber
der Aufhängeeinheit gehalten.
[0020] In einer hierzu alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Achseinheit auch
in horizontaler Richtung gegenüber der Aufhängeeinheit beweglich. Ein Schubglied der
Aufhängeeinheit beaufschlagt die Bürstenvorrichtung in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung
hierbei günstigerweise unterhalb der Höhe der Schwenkachse an einer entgegen der Fahrtrichtung
gerichteten Fläche der Bürstenvorrichtung mit der Schubkraft zum Bewegen der Bürstenvorrichtung
in die Fahrtrichtung. Die Aufhängeeinheit wirkt also zur Übertragung der Schubkraft
nicht mit der Achseinheit der Bürstenvorrichtung zusammen. Besonders günstig ist es
in diesem Zusammenhang, wenn das Schubglied in der Höhe gegenüber einem das Schubglied
tragenden Teil der Aufhängeeinheit verstellbar ist. Die Höhe kann an den Reibungskoeffizienten
des Untergrundes angepasst werden.
[0021] Sowohl in der Ausgestaltung der Erfindung, in welcher die Achseinheit in vertikaler
Richtung verschiebbar geführt und horizontal unverschiebbar gehalten ist, als auch
in der Ausgestaltung, in welcher die Achseinheit in vertikaler und horizontaler Richtung
beweglich ist, kann vorteilhafterweise die Bürstenvorrichtung als Ganzes um eine parallel
zur Fahrtrichtung liegende, insbesondere mittige, Längsachse gegenüber der Aufhängeeinheit
verkippt werden. Eine Anpassung an Unebenheiten quer zur Fahrtrichtung wird dadurch
ermöglicht.
[0022] Eine mögliche Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass bezogen auf die Arbeitsstellung
der Bürstenvorrichtung, welche diese beim Reinigen eines horizontalen Untergrundes
einnimmt, zumindest eine der Bürsten der Bürstenvorrichtung relativ zu einem Deckelteil
des Bürstengehäuses in eine vertikale Richtung verstellbar ist und die Bürste von
einer durch eine Anpresseinheit ausgeübten Anpresskraft an den Untergrund gepresst
ist. In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest ein Andrück-Bürstenträger
der Bürstenvorrichtung vorhanden ist, an dem mindestens zwei der Bürsten der Bürstenvorrichtung
jeweils um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert sind und der um eine horizontale
Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse verschwenkbar ist, die in vertikaler Richtung gegenüber
dem Deckelteil des Bürstengehäuses verschiebbar ist. Die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse
ist hierbei von einer durch eine Anpresseinheit ausgeübten Anpresskraft in vertikaler
Richtung beaufschlagt, wobei die mindestens zwei Bürsten an den Untergrund gepresst
sind. Durch die Verstellbarkeit der Bürsten bzw. der Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse
in vertikaler Richtung ist eine vertikale Anpassung der einzelnen Bürsten der Bürstenvorrichtung
an einen unebenen Untergrund möglich, wobei kleinräumige Unebenheiten quer und längs
zur Fahrtrichtung ausgeglichen werden können.
[0023] Günstigerweise ist, bezogen auf die Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung, welche
diese beim Reinigen eines horizontalen Untergrundes einnimmt, vorgesehen, dass zumindest
eine der Bürsten der Bürstenvorrichtung in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber
dem Deckelteil des Bürstengehäuses gehalten ist oder die Bürstenvorrichtung zumindest
einen Abstütz-Bürstenträger aufweist, an dem zumindest zwei der Bürsten der Bürstenvorrichtung
um vertikale Drehachsen drehbar gelagert sind und der um eine horizontale Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse
verschwenkbar ist, die in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Deckelteil
des Bürstengehäuses gehalten ist. Durch die Anordnung in vertikaler Richtung unverschiebbar
gehaltener Bürsten bzw. in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Bürstengehäuse
gehaltenen Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen, ist es möglich, das Eigengewicht der
Bürstenvorrichtung bzw. die auf die Bürstenvorrichtung einwirkenden Kräfte über die
Abstütz-Bürstenträger bzw. die einzeln angeordneten Bürsten, welche in vertikaler
Richtung unverschiebbar gegenüber dem Bürstengehäuse gehalten sind, an den Untergrund
zu leiten. Damit kann auf zusätzliche Abstützräder an der Bürstenvorrichtung verzichtet
werden, welche sich ungünstig auf die Breite der Bürstenvorrichtung auswirken. Bei
der Kombination mit den in vertikaler Richtung verstellbaren Bürsten bzw. den in vertikaler
Richtung verschiebbaren Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen der Andrück-Bürstenträger,
kann eine gleichmäßige Verteilung des Eigengewichtes der Bürstenvorrichtung und der
auf die Bürstenvorrichtung einwirkenden Kräfte auf alle Bürsten der Bürstenvorrichtung
erreicht werden. Dies ist insbesondere bei unebenen Untergründen vorteilhaft, da selbst
bei großen relativen Höhenunterschieden des Untergrundes eine gute Putzleistung der
Boden-Reinigungseinrichtung an allen Stellen des Untergrundes erreicht werden kann.
[0024] Die Andrück-Bürstenträger und die Abstütz-Bürstenträger könnten auch als Wippen bezeichnet
werden. Die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse bzw. die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse
bildet eine Art Wippachse.
[0025] Günstigerweise sind genau zwei Bürsten an einem jeweiligen Andrück-Bürstenträger
und/oder am Abstütz-Bürstenträger angeordnet. Höhenunterschiede zwischen zwei an einem
Abstütz-Bürstenträger oder an einem Andrück-Bürstenträger angeordneten Bürsten können
durch ein Verschwenken um die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse oder die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse
ausgeglichen werden.
[0026] Die jeweilige Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse des Abstütz-Bürstenträgers und/oder
die jeweilige Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse des Andrück-Bürstenträgers ist günstigerweise
außermittig zwischen zwei jeweils am Abstütz-Bürstenträger und/oder am Andrück-Bürstenträger
um die vertikale Drehachse drehbar gelagerten Bürsten angeordnet. Bei einer exakt
mittigen Anordnung der Schwenkachsen würde die in Fahrtrichtung gesehen vordere der
Bürsten, insbesondere bei höheren Reibungskoeffizienten des Untergrundes, einer höheren
Anpresskraft ausgesetzt werden und damit der Verschleiß der Bürsten ungleich sein.
[0027] Durch eine außermittige Anordnung kann gleichmäßigere Aufteilung der Anpresskraft
auf die am jeweiligen Abstütz-Bürstenträger oder Andrück-Bürstenträger angeordneten
Bürsten realisiert werden.
[0028] In das Bürstengehäuse der Boden-Reinigungseinrichtung wird günstigerweise mit Dampf
zum Vorbehandeln des Schmutzes, insbesondere zum Aufweichen von Kaugummi, betrieben.
Stattdessen oder zusätzlich ist es denkbar und möglich Heißwasser einzusetzen.
[0029] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den Figuren
gezeigten Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Boden-Reinigungseinrichtungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht (Schnittlinie A-A von Fig. 2) eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Boden-Reinigungseinrichtung in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung,
welche diese beim Reinigen eines horizontalen Untergrundes einnimmt;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Boden-Reinigungseinrichtung gemäß Fig. 1 mit einer aufgebrochenen
Ansicht der Aufhängeeinheit;
- Fig. 3
- die Boden-Reinigungseinrichtung der ersten Ausführungsbeispiels in der Passivstellung
der Bürstenvorrichtung;
- Fig. 4
- die Abdichtschürze gemäß Detail B der Fig. 1;
- Fig. 5
- die Absaugeinrichtung gemäß Detail C der Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht im Bereich eines Abstütz-Bürstenträgers des ersten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 7
- die Draufsicht im Bereich eines Abstütz-Bürstenträgers;
- Fig. 8
- eine Schnittansicht im Bereich eines Andrück-Bürstenträgers des ersten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 9
- die Draufsicht im Bereich eines Andrück-Bürstenträgers;
- Fig. 10
- eine Darstellung von Teilen im Bereich der Achseinheit in Richtung der Schwenkachse
gesehen, und
- Fig. 11 bis 13
- Darstellungen entsprechend den Fig. 1 - 3 für ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Boden-Reinigungseinrichtung.
[0030] Zur besseren Übersicht sind in den Figuren nicht alle Bauteile und Elemente mit einem
Bezugszeichen versehen.
[0031] Ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 1 bis 10, teilweise
vereinfach und schematisiert, dargestellt. In den Figuren 1, 2 und 4-10 ist die Boden-Reinigungseinrichtung
1 in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung 20 dargestellt, welche diese beim
Reinigen eines horizontalen Untergrundes 2 einnimmt. Wenn der Untergrund 2 von der
horizontalen Ebene verschieden ist oder Unebenheiten aufweist, kann die Bürstenvorrichtung
20 eine demgegenüber abweichende Arbeitsstellung einnehmen. In den jeweiligen Arbeitsstellungen
der Bürstenvorrichtung 20 liegen die Bürsten 5 der Bürstenvorrichtung 20 jedenfalls
am Untergrund 2 an. Die Erläuterungen zu den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen
der Erfindung beziehen sich, abgesehen von expliziten Bezugnahmen auf andere Arbeitsstellungen,
auf jene Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung 20, welche diese beim Reinigen eines
horizontalen Untergrundes 2 einnimmt.
[0032] Die Boden-Reinigungseinrichtung 1 weist eine Bürstenvorrichtung 20 auf, welche über
eine Aufhängeeinheit 10 an einem Fahrzeug 4 aufgehängt ist. In einem, bezogen auf
die Fahrtrichtung 3 des Fahrzeugs 4, hinteren Bereich weist die Bürstenvorrichtung
20 eine Achseinheit 22 auf, welche zusammen mit der Aufhängeinheit 10 eine horizontale
Schwenkachse 13 ausbildet. Die Bürstenvorrichtung 20 ist um die Schwenkachse 13 verschwenkbar
und ermöglicht eine relative Winkelverstellung zwischen der Bürstenvorrichtung 20
und der Aufhängeeinheit 10 bzw. dem Fahrzeug 4. Durch Verschwenken der Bürstenvorrichtung
20 gegenüber der Aufhängeeinheit 10 kann die Bürstenvorrichtung 20 in eine Passivstellung
gebracht werden, in welcher Bürsten 5 vom Untergrund 2 abgehoben sind und nach oben
geschwenkt sind, so dass die Bürsten 5 beispielsweise in einer im Wesentlichen vertikalen
Ebene liegen.
[0033] Zum Verschwenken der Bürstenvorrichtung 20 gegenüber der Aufhängeeinheit 10 weist
die Boden-Reinigungseinrichtung 1 ein mit der Achseinheit 22 zusammenwirkendes Anhebeglied
14 auf, von welchem ein um die Schwenkachse 13 wirkendes Drehmoment auf die Achseinheit
22 ausübbar ist. Das Anhebeglied 14 ist über den Bolzen 16 gelenkig mit dem Hebel
24 der Achseinheit 22 verbunden, vgl. Fig. 1 und 3. Das Anhebeglied 14 ist im Ausführungsbeispiel
als Kolben-Zylinder-Einheit ausgeführt und mit einer nicht dargestellten Hydraulikeinheit
zur Ansteuerung der Bewegung der Kolben-Zylinder-Einheit hydraulisch verbunden. Die
Hydraulikeinheit kann an der Boden-Reinigungseinrichtung 1 selbst oder am Fahrzeug
4 angeordnet sein.
[0034] Die Achseinheit 22 weist im Ausführungsbeispiel ein um die Schwenkachse 13 verschwenkbares
Schwenkrohr 29 und jeweils stirnseitig an dieses anschließende Verbindungsteile 37
zur verdrehstarren Verbindung des Bürstengehäuses 30 mit dem Schwenkrohr 29 der Achseinheit
22 auf. An gegenüberliegenden Enden weist die Achseinheit 22 mit der Schwenkachse
13 koaxial fluchtende Führungszapfen 23 auf. Jeder dieser Führungszapfen 23 durchsetzt
ein Schubglied 11 der Aufhängeeinheit 10.
[0035] Das jeweilige Schubglied 11 ist im ersten Ausführungsbeispiel der Boden-Reinigungseinrichtung
1 mit der Aufhängeeinheit 10 einstückig ausgebildet und weist ein Langloch 15 auf,
in welchem die Führungszapfen 23 der Achseinheit 22 in vertikaler Richtung verschiebbar
geführt sind. Zur Reduktion des Verschleißes sind günstigerweise Wälzlager am jeweiligen
Führungszapfen 23 vorgesehen, welche ein Abwälzen des jeweiligen Führungszapfens 23
an der das Langloch 15 begrenzenden geraden Seitenwände ermöglichen. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit sind die Wälzlagerungen der Führungszapfen 23 in den Figuren nicht
dargestellt. Die das Langloch 15 begrenzenden Seitenwände des Schubglieds 11 dienen
der Übertragung der Schubkraft bzw. der Übertragung der Bewegung des Fahrzeugs 4 in
die Fahrtrichtung 3 auf die Führungszapfen 23 der Achseinheit 22 der Bürstenvorrichtung
20.
[0036] In der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung 20, welche diese beim Reinigen eines
horizontalen Untergrundes 2 einnimmt, befindet sich der jeweilige Führungszapfen 23
in einer Mittelstellung bezüglich des möglichen Anhebewegs im Langloch 15. Günstigerweise
ist ein weiter unten noch näher zu erläuterndes Kraftglied 12 der Boden-Reinigungseinrichtung
1 dabei vollständig ausgefahren, vgl. Fig. 1. In der Passivstellung der Bürstenvorrichtung
20 befinden sich beide Führungszapfen 23 am oberen Ende des jeweiligen Langlochs 15,
vgl. Fig. 3. Das Kraftglied 12 kann hierbei, im Unterschied zur Arbeitsstellung, so
angesteuert werden, dass es in eine eingefahrene Stellung fährt und die Achseinheit
22 oben hält.
[0037] Durch die Beweglichkeit der Bürstenvorrichtung 20 in den Langlöchern 15 ist die Bürstenvorrichtung
20 in einem, bezogen auf die Fahrtrichtung 3, hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung
20 gegen eine vom Kraftglied 12 aufgebrachte Gegenkraft in vertikaler Richtung gegenüber
der Aufhängeeinheit 10 anhebbar. Die Relativbewegung der Bürstenvorrichtung 20 gegenüber
der Aufhängeeinheit ermöglicht eine Anpassung der Boden-Reinigungseinrichtung 1 an
unebene Untergründe 2, z.B. bei stufenförmigen Hindernissen, bei denen eine Ausweichen
der Bürstenvorrichtung 20 nach oben gegenüber dem Fahrzeug 4 nötig ist, um eine gute
Reinigungsleistung zu gewährleisten.
[0038] Das Kraftglied 12 wirkt dabei, günstigerweise direkt, mit der Achseinheit 22 der
Bürstenvorrichtung 20 zusammen und ist im Ausführungsbeispiel mit einem auf dem Schwenkrohr
29 angeordneten Gelenkkopf 25 mit der Achseinheit 22 verbunden.
[0039] Das Kraftglied 12 wirkt, bezogen auf die Längserstreckung des Schwenkrohrs 29, mittig
auf die Achseinheit 22, vgl. Fig. 2. Es könnten beispielsweise auch zwei lateral mit
der Achseinheit 22 zusammenwirkende Kraftglieder 12 vorgesehen sein. In der Arbeitsstellung
der Bürstenvorrichtung 20 wirkt die vom Kraftglied 12 ausübbare Gegenkraft entlang
einer vertikalen Wirklinie, welche die Schwenkachse 13 schneidet.
[0040] Im Ausführungsbeispiel ist durch die Ausführung des Kraftgliedes 12 als Kolben-Zylinder-Einheit
die Gegenkraft über den gesamten möglichen Anhebeweg konstant. Durch eine Vorauswahl
des in der Kolben-Zylinder-Einheit wirkenden hydraulischen Gegendrucks kann außerdem
die Höhe der Gegenkraft je nach Anforderungen eingestellt werden. Die Kolben-Zylinder-Einheit
ist mit einer nicht dargestellten Hydraulikeinheit zur Ansteuerung der Bewegung hydraulisch
verbunden, welche kann an der Boden-Reinigungseinrichtung 1 selbst oder am Fahrzeug
4 angeordnet sein kann.
[0041] Je nach Beschaffenheit des zu reinigenden Untergrundes 2 sind die Reibungsverhältnisse
zwischen den Bürsten 5 und der zu reinigenden Oberfläche unterschiedlich. Bei der
Reinigung von Untergründen 2 mit einem hohen Reibungskoeffizienten könnte es ohne
das Kraftglied 12 zu einem Anheben des bezogen auf die Fahrtrichtung 3 hinteren Bereichs
der Bürstenvorrichtung 20 vom Untergrund 2 kommen. Gegen ein solches Anheben der hinteren
Bürsten 5 wirkt die vom Kraftglied 12 ausgeübte Gegenkraft. Auch die Kraft, mit der
die vorderen Bürsten 5 gegen den Untergrund 2 gedrückt werden, wird dadurch vermindert,
und die Andrückkräfte der Bürsten 5 werden gleichmäßiger aufgeteilt.
[0042] Mittels des Anhebeglieds 14 können beim Reinigen des Untergrundes 2 die in einem
bezogen auf die Fahrtrichtung 3 der Boden-Reinigungseinrichtung 1 vorderen Bürsten
5 der Bürstenvorrichtung 20 durch ein um die Schwenkachse 13 wirkendes Drehmoment
entlastet werden. Dabei kann das vom Anhebeglied 14 im Sinne einer Entlastung der
im vorderen Bereich der Bürstenvorrichtung 10 angeordneten Bürsten 5 ausgeübte Drehmoment
an den Reibungskoeffizient des Untergrundes 2 angepasst werden. Das Aufbringen der
Gegenkraft durch das Kraftglied 12 und das Ausüben eines Drehmoments durch das Anhebeglied
14 ermöglichen eine weitgehend gleichmäßige Verteilung der Andrückkräfte von bezogen
auf in Fahrtrichtung 3 weiter vorne und weiter hinten angeordneten Bürsten 5. Da zu
stark bzw. zu schwach belastete Bürsten 5 die Reinigungsleistung vermindern, kann
mit dem Kraftgliede 12 und dem Anhebeglied 14 die Reinigungsleistung wesentlich gesteigert
und ein hoher Verschleiß der im vorderen Bereich der Bürstenvorrichtung 20 angeordneten
Bürsten 5 verhindert werden.
[0043] Durch die Beweglichkeit der Führungszapfen 23 in den Langlöchern 15 kann die Bürstenvorrichtung
20 um eine parallel zur Fahrtrichtung 3 liegende Längsachse 7 gegenüber der Aufhängeeinheit
10 verkippt werden. Das Kraftglied 12 ist hierbei mittels des Gelenkkopfs 25 gelenkig
mit der Achseinheit 22 verbunden. Der Gelenkkopf 25 weist hierzu beispielsweise ein
Kugelgelenk auf. Auch das Kraftglied 12 ist mit dem Bolzen 16 günstigerweise mittels
eines Kugelgelenks gelenkig verbunden, wie dies auch im Ausführungsbeispiel vorgesehen
ist. Die Längsachse 7 ist in Fig. 2 als gedachte bzw. virtuelle Achse eingezeichnet.
Diese Verkippbarkeit ermöglicht eine Anpassung der Boden-Reinigungseinrichtung 1 an
Unebenheiten des Untergrundes 2 quer zur Fahrtrichtung 3. Die Langlöcher 15 begrenzen
dabei den Verkippwinkel der Achseinheit 22 relativ zur Aufhängeeinheit 10 bezüglich
der Längsachse 7 durch ein Anstehen der jeweiligen Führungszapfen 23 am oberen bzw.
unteren Ende des jeweiligen Langlochs 15.
[0044] Das Kraftglied 12 stützt sich wie das Anhebeglied 14 an der Aufhängeeinheit 10 ab.
Die gesamte Boden-Reinigungseinrichtung 1 kann daher als Ganzes, durch Entfernen der
Aufhängeeinheit 10 mit der Bürstenvorrichtung 20, vom Fahrzeug 4 abgenommen werden.
Die Befestigung der Aufhängeeinheit 10 am Fahrzeug 4 kann durch hinlänglich bekannte,
reversibel lösbare Befestigungseinrichtungen realisiert sein.
[0045] Die Bürstenvorrichtung 20 weist in der Arbeitsstellung, welche diese beim Reinigen
eines horizontalen Untergrundes 2 einnimmt, um vertikale Drehachsen 6 verdrehbare
Bürsten 5 auf, welche von einem nach unten offenen Bürstengehäuse 21 umgeben sind.
In das Bürstengehäuse 21 mündet eine Vielzahl von Dampfauslässen 35, welche über Dampfleitungen
34 mit von einem Dampferzeuger erzeugtem Dampf versorgt werden. Der Dampferzeuger
zur Erzeugung von Dampf ist günstigerweise auf dem Fahrzeug 4 angeordnet und über
entsprechende, vorzugsweise flexible, Leitungen, mit den Dampfleitungen 34 verbunden.
Der Dampferzeuger könnte auch Teil der Boden-Reinigungseinrichtung 1 sein. Die abgesaugten
Schmutzreste werden günstigerweise am Fahrzeug gesammelt.
[0046] An drei Seiten weist das Bürstengehäuse 21 Abdichtschürzen 30 auf, deren Dichtleisten
31 in der Arbeitsstellung auf dem Untergrund 2 aufliegen und den Austritts von Dampf
aus dem Bürstengehäuse 21 in die Umgebung verhindern. Im, bezogen auf die Fahrtrichtung
3, hinteren Bereich des Bürstengehäuses 21 ist eine Absaugeinrichtung 33 des Bürstengehäuses
21 zur Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit bzw. des vom Untergrund 2 gelösten Schmutzes
angeordnet. Der vom Bürstengehäuse 21 und vom Untergrund 2 in der Arbeitsstellung
begrenzte Raum könnte auch als Arbeitsraum der Boden-Reinigungseinrichtung 1 bezeichnet
werden. Günstigerweise sind die jeweiligen Abdichtschürzen 30 und die in der Absaugeinrichtung
33 angeordneten Dichtleisten 31 segmentiert. Dadurch ist eine Angleichung der Dichtleisten
31 an den Untergrund 2 und eine zuverlässige Abdichtung bei Bodenunebenheiten gewährleistet.
Die Dichtleiste 31 der Abdichtschürze ist in einem Führungsprofil 32 in vertikaler
Richtung geführt, vgl. Fig. 4. Die Dichtleisten 31 der Absaugeinrichtung 33 sind nur
schematisch eingezeichnet, vgl. Fig. 5. Auch diese sind relativ zum Profil 38 der
Absaugeinrichtung 33 in vertikaler Richtung verschiebbar.
[0047] Der Dampf ermöglicht das Aufweichen von Schmutz, insbesondere von Kaugummi vor der
eigentlichen mechanischen Entfernung mittels der Bürsten 5. Neben Dampf, insbesondere
Wasserdampf, ist es auch möglich, die Boden-Reinigungseinrichtung 1 zusätzlich mit
waschaktiven Substanzen zu betreiben, welche mit dem Wasserdampf in das Bürstengehäuse
21 eingeleitet werden. Der Wasserdampf kann als Nassdampf oder als Trockendampf vorliegen.
Es ist auch möglich, die erfindungsgemäße Boden-Reinigungseinrichtung mit Wasser mit
einer Temperatur von mindestens 80°C, vorzugsweise von mehr als 90 °C zu betreiben
und auf den Einsatz von Wasserdampf zu verzichten. Es werden dann anstelle von Dampfauslässen
35 Heißwasserauslässe angeordnet, welche in das Bürstengehäuse 21 münden. Es ist auch
denkbar, dass die Boden-Reinigungseinrichtung 1 ein zusätzliches Dampf-Vorfeld aufweist,
welches bezogen auf die Fahrtrichtung 3 vor dem in den Figuren gezeigten Bürstengehäuse
21 angeordnet ist.
[0048] Im Ausführungsbeispiel weist die Bürstenvorrichtung 20 Andrück-Bürstenträger 40 auf,
an welchen jeweils zwei der Bürsten 5 der Bürstenvorrichtung 20 um eine vertikale
Drehachse 6 drehbar gelagert sind. In der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung 20,
welche diese beim Reinigen eines horizontalen Untergrundes 2 einnimmt, ist ein jeweiliger
Andrück-Bürstenträger 40 um eine horizontale Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse 41
verschwenkbar. Die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse 41 ist in vertikaler Richtung
gegenüber dem Deckelteil 27 des Bürstengehäuses 20 verschiebbar (bezogen auf die in
den Figuren gezeigte Arbeitsstellung) und von einer durch eine Anpresseinheit 44 ausgeübten
Anpresskraft in vertikaler Richtung beaufschlagt, wobei die zwei Bürsten 5 an den
Untergrund 2 gepresst sind. Im Ausführungsbeispiel ist die Anpresseinheit 44 von einer
Kolben-Zylinder-Einheit gebildet. Die Anpresskraft der Bürsten 5 kann günstigerweise
durch Vorauswahl des Hydraulikdruckes vorgewählt werden, wobei die Bürsten 5 über
den gesamten Hubweg der Kolben-Zylinder-Einheit mit einer konstanten Anpresskraft
gegen den Untergrund 2 gepresst sind. Es ist denkbar und möglich, anstatt einer Kolben-Zylinder-Einheit
auch Druckfedern oder andere Anpresseinheiten 44 zu verwenden. Die jeweilige Anpresseinheit
44 ist gelenkig an einem jeweiligen Haltetell 45 gehalten bzw. abgestützt, welches
am Deckelteil 27 des Bürstengehäuses 21 angebracht ist. Über die zwei Laschen 43 des
Andrück-Bürstenträgers 40 und den Schwenkbolzen 42 ist die Anpresseinheit 44 mit dem
Andrück-Bürstenträger 40 gelenkig verbunden, vgl. Fig. 8 und 9. Im Ausführungsbeispiel
sind drei Andrück-Bürstenträger 40 vorgesehen, wobei auch mehr oder weniger Andrück-Bürstenträger
40 vorgesehen sein können.
[0049] Zusätzlich weist die Bürstenvorrichtung 20 in gegenüberliegenden lateralen Bereichen
jeweils einen Abstütz-Bürstenträger 50 auf, an welchem jeweils zwei der Bürsten 5
der Bürstenvorrichtung 20 um vertikale Drehachsen 6 drehbar gelagert sind. Jeder Abstütz-Bürstenträger
50 ist um eine horizontale Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse 51 verschwenkbar. Im
Gegensatz zu den Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen 41 sind die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen
51 in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Deckelteil 27 des Bürstengehäuses
20 gehalten. Das Deckelteil 27 weist hierzu Führungslaschen 54 mit Langlöchern 55
auf, welche die Bewegung des die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse 51 bildenden Schwenkbolzens
52 in vertikaler Richtung verhindern. Die Langlöcher 55 ermöglichen eine Relativbewegung
des Abstütz-Bürstenträgers 50 gegenüber dem Deckelteil 27 des Bürstengehäuses 21 in
horizontaler Richtung in oder entgegen der Fahrtrichtung 3. Das Langloch 55 weist
in den Figuren eine wesentlich größere Längserstreckung in Fahrtrichtung 3 auf, als
dies zur Funktionalität der Boden-Reinigungseinrichtung 1 nötig ist. Die Darstellung
dient lediglich der besseren Darstellung der Funktion.
[0050] Sowohl der Andrück-Bürstenträger 40, als auch der Abstütz-Bürstenträger 50 durchsetzen
zwei Führungsflasche 28 des Deckelteils 27, welche die Bewegung des Andrück-Bürstenträgers
40 und des Abstütz-Bürstenträgers 50 in horizontaler Richtung begrenzen, vgl. Fig.
6 und Fig. 8. Zwischen dem Führungsflansch 28 und dem Andrück-Bürstenträger 40 bzw.
dem Abstütz-Bürstenträger 50 ist ein Spiel vorgesehen, um ein Verschwenken um die
Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse 41 und die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse 51
zu ermöglichen, ohne dass es zu Verzwängungen kommt. Dies ist in den Figuren nicht
gesondert dargestellt.
[0051] Die Bürsten 5 sind in vertikaler Richtung bezüglich des Andrück-Bürstenträgers 40
und des Abstütz-Bürstenträgers 50 unverschiebbar gehalten. In anderen Ausgestaltungen
ist es denkbar und möglich, dass die Bürsten 5 in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung
in vertikaler Richtung relativ zum Andrück-Bürstenträger und/oder zum Abstütz-Bürstenträger
gegen eine von einer Druckfeder ausgeübte Federkraft verschiebbar sind.
[0052] Eine Auslenkung einer der jeweils zwei am Andrück-Bürstenträger 40 bzw. am Abstütz-Bürstenträger
50 gehaltenen Bürsten 5 in vertikaler Richtung nach oben führt zu einer Auslenkung
der anderen Bürste 5 in die Gegenrichtung, durch Verschwenken des Andrück-Bürstenträgers
40 bzw. des Abstütz-Bürstenträgers 50 um die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse 41
bzw. die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse 51. Der Andrück-Bürstenträger 40 bzw.
der Abstütz-Bürstenträger 50 wirken somit ähnlich einer Wippe, wobei die Andrückkräfte
der jeweiligen Bürsten 5 aufgrund der geometrischen Gestaltung aufgeteilt werden.
[0053] Bei einer Bewegung der Bürstenvorrichtung 20 in Fahrtrichtung 3 werden die in Fahrtrichtung
3 gesehen vor den anderen angeordneten Bürsten 5 aufgrund der entstehenden Reibungskräfte
stärker belastet. Die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse 51 des Abstütz-Bürstenträgers
50 und die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse 41 des Andrück-Bürstenträgers 40 sind
deshalb im Ausführungsbeispiel außermittig zwischen den zwei am Abstütz-Bürstenträger
50 und am Andrück-Bürstenträger 40 gelagerten Bürsten 5 angeordnet. Durch die außermittige
Anordnung der Schwenkachsen wird eine gleichmäßige Aufteilung der Anpresskraft auf
die am jeweiligen Abstütz-Bürstenträger 50 oder Andrück-Bürstenträger 40 angeordneten
Bürsten 5 erreicht.
[0054] Im Ausführungsbeispiel sind die Andrück-Bürstenträger 40 im Bereich zwischen den
Abstütz-Bürstenträgern 50 angeordnet. Durch die Kombination der in vertikaler Richtung
verschiebbaren Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen 41 der Andrück-Bürstenträger 40
mit den in vertikaler Richtung unverschiebbaren Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen
51 kann eine gleichmäßige Verteilung des Eigengewichts der Bürstenvorrichtung 20 und
der auf die Bürstenvorrichtung 20 einwirkenden Kräfte auf alle Bürsten 5 der Bürstenvorrichtung
20 erreicht werden. Dies ist insbesondere bei kleinräumigen Bodenunebenheiten vorteilhaft,
da eine gleichmäßige Putzleistung der Boden-Reinigungseinrichtung 1 an allen Stellen
des Untergrundes 2 erreicht werden kann, indem alle Bürsten 5 des Bürstenträgers 20
satt auf dem Untergrund 2 anliegen. Durch die Vorauswahl des Hydraulikdruckes, mit
welchem die Anpresseinheit 44 betrieben wird, kann die Andrückkraft entsprechend eingestellt
werden.
[0055] Die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen 51 der Abstützbürstenträger 50 und die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen
41 der Andrück-Bürstenträger 40 sind parallel zueinander und orthogonal zur Fahrtrichtung
3 ausgerichtet.
[0056] Die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen 41 und die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen
51 jeweils nebeneinander angeordneter Andrück-Bürstenträger 40 und/oder Abstütz-Bürstenträger
50 sind im Ausführungsbeispiel bezogen auf die Fahrtrichtung 3 versetzt zueinander
angeordnet. Außerdem sind die nebeneinander angeordneten Andrück-Bürstenträger 40
und/oder Abstütz-Bürstenträger 50 bezogen auf die Fahrtrichtung 3 überlappend angeordnet.
Dies ermöglicht eine ineinander Verschachtelung der jeweils bezogen auf eine Richtung
orthogonal zur Fahrtrichtung 3 nebeneinander angeordneten Bürsten 5 und damit eine
Überlappung der von den Bürsten 5 überstrichenen Flächenbereiche bei Bewegung der
Bürstenvorrichtung 20 in Fahrtrichtung 3.
[0057] Durch die Ausbildung der Bürstenvorrichtung 20 mit den Abstütz-Bürstenträgern 50
kann auf zusätzliche Abstützrollen verzichtet werden, welche die Breite der Bürstenvorrichtung
20 bezogen auf die Fahrtrichtung 3 erhöhen würden. In anderen Ausgestaltungsformen
wäre es allerdings auch denkbar und möglich, anstatt der Abstütz-Bürstenträger oder
zusätzlich Abstützrollen vorzusehen.
[0058] Jede der Bürsten 5 ist im Ausführungsbeispiel einzeln mittels eines jeweiligen Motors
36 um eine vertikale Drehachse verdrehbar. Dadurch ist ein individuelles Antreiben
der Bürsten 5, z. B. mit unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten oder in verschiedener
Drehrichtung möglich. Durch den gegenläufigen Drehsinn von, beispielsweise bezogen
auf die Fahrtrichtung 3 hintereinander angeordneten Bürsten 5 kann die Reinigungsleistung
weiter gesteigert werden. Es ist beispielsweise auch denkbar und möglich, dass die
zwei an einem Andrück-Bürstenträger 40 bzw. am Abstütz-Bürstenträger 50 gelagerten
Bürsten 5 von einem gemeinsamen Motor 36 und ein entsprechendes Verteilgetriebe angetrieben
sind.
[0059] Das in den Fig. 11 bis 13 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel einer Boden-Reinigungseinrichtung
1 gemäß der Erfindung unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel hinsichtlich
der Art der Aufhängung der Bürstenvorrichtung 20 an der Aufhängeeinheit 10 und der
Einleitung der Schubkräfte zur Bewegung der Bürstenvorrichtung. Abgesehen von den
noch im Folgenden zu erläuternden Unterschieden zum ersten Ausführungsbeispiel entspricht
die Ausbildung derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels und es wird auf die Figurenbeschreibung
zum ersten Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0060] Die Achseinheit 22 ist beim zweiten Ausführungsbeispiel sowohl in vertikaler als
auch in horizontaler Richtung gegenüber der Aufhängeeinheit 10 beweglich. Die Führungszapfen
23 durchsetzen eine Fensterausnehmung 17 der Aufhängeeinheit 10, vgl. Fig. 11 bis
13. Die Schubglieder 11 der Aufhängeeinheit 10 sind hier als separate Teile ausgebildet
und beaufschlagen in der Arbeitsstellung die Bürstenvorrichtung 20 zur Bewegung in
Fahrtrichtung 3 an entgegen der Fahrtrichtung 3 gerichteten Flächen 26 der Bürstenvorrichtung
20. Die Schubglieder 11 sind unterhalb der Höhe der Schwenkachse 13 angeordnet. Im
Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel wirkt die Aufhängeeinheit 10 also zur Übertragung
der Schubkraft nicht mit der Achseinheit 22 zusammen.
[0061] Die Schubglieder 11 sind günstigerweise in der Höhe gegenüber dem das Schubglied
11 tragenden Teil der Aufhängeeinheit 10 verstellbar. Dies ist in den Figuren nicht
gesondert dargestellt. Insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit
bzw. Reibungskoeffizienten des Untergrundes 2 und der dadurch wirkenden Reibungskräfte
kann durch eine Höheneinstellung das durch die Reibung einwirkende Moment um die Schwenkachse
13 egalisiert werden. Durch eine entsprechende Anordnung des Schubgliedes 11 in einer
bestimmten Höhe kann je nach den auftretenden Reibungsverhältnissen ein entsprechendes
Gegenmoment eingestellt werden. Dabei kann günstigerweise das Kraftglied 14 freigeschaltet
werden, d. h. dass in der Arbeitsstellung kein zusätzliches Drehmoment von der Anhebeeinheit
10 auf die Achseinheit 22 um die Schwenkachse 13 ausgeübt werden muss. Es ist aber
auch denkbar und möglich, auch beim zweiten Ausführungsbeispiel die Anhebeeinheit
14 zum Ausüben eines Drehmomentes um die Schwenkachse 13 zu verwenden.
[0062] In der Passivstellung stehen beide Führungszapfen 23 an einer die Fensterausnehmung
17 nach oben begrenzenden Wand an, vgl. Fig. 13. Das Kraftglied 12 kann hierbei, im
Unterschied zur Arbeitsstellung, so angesteuert werden, dass es in eine eingefahrene
Stellung fährt und die Achseinheit 22 oben hält.
[0063] Auch beim zweiten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Führungszapfen 23
in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung 20, welche diese beim Reinigen eines
horizontalen Untergrundes 2 einnimmt, in vertikaler Richtung gesehen mittig zwischen
den begrenzenden Wandungen der Ausnehmung 17 der Aufhängeeinheit 10 angeordnet ist.
Das Schubglied 11 ermöglicht beim zweiten Ausführungsbeispiel auch eine Einstellung
der Lage der Bürstenvorrichtung 20 relativ zum Fahrzeug 4 in Fahrtrichtung 3 gesehen,
durch die Variation der Länge des Schubglieds 11, welches im Ausführungsbeispiel als
Einstellschraube dargestellt ist.
[0064] Im zweiten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass sich das Anhebeglied 14 an einer
anderen Stelle am Fahrzeug als an der Aufhängeeinheit 10 abstützt. Auch das Kraftglied
12 stützt sich an einer anderen Stelle des Fahrzeugs am Fahrzeug ab. Es ist natürlich
denkbar und möglich, dass sich das Anhebeglied 14 und das Kraftglied 12 analog zum
ersten Ausführungsbeispiel an der Aufhängeeinheit 10 abstützen.
[0065] Die in den Figuren eingezeichneten Fahrtrichtung 3, bezieht sich auf eine Geradeausfahrt
des Fahrzeuges 4. Auch andere Fahrtrichtungen, z.B. beim Befahren von Kurven sind
möglich. Auch eine Rückwärtsfahrt entgegen der eingezeichneten Fahrtrichtung 3 ist
günstigerweise zumindest mit langsamem Tempo möglich, gegebenenfalls mit verringerter
Reinigungsleistung. Im ersten Ausführungsbeispiel stehen hierbei die Führungszapfen
23 am vorderen Teil des jeweiligen Langlochs 15 an. Beim zweiten Ausführungsbeispiel
muss die Schubkraft bei einer Rückwärtsfahrt im Bereich der Achseinheit 22 eingeleitet
werden.
Legende zu den Hinweisziffern:
| 1 |
Boden-Reinigungseinrichtung |
30 |
Abdichtschürze |
| 2 |
Untergrund |
31 |
Dichtleiste |
| 3 |
Fahrtrichtung |
32 |
Führungsprofil |
| 4 |
Fahrzeug |
33 |
Absaugeinrichtung |
| 5 |
Bürste |
34 |
Dampfleitung |
| 6 |
Drehachse |
35 |
Dampfauslass |
| 7 |
Längsachse |
36 |
Motor |
| |
|
37 |
Verbindungsteil |
| 10 |
Aufhängeeinheit |
38 |
Profil |
| 11 |
Schubglied |
|
|
| 12 |
Kraftglied |
40 |
Andrück-Bürstenträger |
| 13 |
Schwenkachse |
41 |
Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse |
| 14 |
Anhebeglied |
|
|
| 15 |
Langloch |
42 |
Schwenkbolzen |
| 16 |
Bolzen |
43 |
Lasche |
| 17 |
Fensterausnehmung |
44 |
Anpresseinheit |
| |
|
45 |
Halteteil |
| 20 |
Bürstenvorrichtung |
|
|
| 21 |
Bürstengehäuse |
50 |
Abstütz-Bürstenträger |
| 22 |
Achseinheit |
51 |
Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse |
| 23 |
Führungszapfen |
|
|
| 24 |
Hebel |
52 |
Schwenkbolzen |
| 25 |
Gelenkkopf |
53 |
Lasche |
| 26 |
Fläche |
54 |
Führungslasche |
| 27 |
Deckelteil |
55 |
Langloch |
| 28 |
Führungsflansch |
|
|
| 29 |
Schwenkrohr |
|
|
1. Boden-Reinigungseinrichtung (1), mit einer Bürstenvorrichtung (20), welche bezogen
auf eine Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung (20), die diese beim Reinigen eines
horizontalen Untergrundes (2) einnimmt, um vertikale Drehachsen (6) verdrehbare Bürsten
(5) und ein die Bürsten (5) zumindest teilweise umgebendes und nach unten offenes
Bürstengehäuse (21) aufweist, in welches mindestens ein Dampfauslass (35) für von
einem Dampferzeuger erzeugten Dampf und/oder mindestens ein Heißwasserauslass mündet,
wobei die Bürstenvorrichtung (20) in der Arbeitsstellung von mindestens einer Aufhängeeinheit
(10) der Boden-Reinigungseinrichtung (1), über welche die Boden-Reinigungseinrichtung
(1) an einem Fahrzeug (4) befestigbar ist, mit einer Schubkraft zur Bewegung der Bürstenvorrichtung
(20) in eine Fahrtrichtung beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Bürstenvorrichtung (20) mindestens ein Kraftglied (12) der Boden-Reinigungseinrichtung
(1) zusammenwirkt, wobei die Bürstenvorrichtung (20) in einem, bezogen auf die Fahrtrichtung
(3), hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung (20) gegen eine vom mindestens einen
Kraftglied (12) aufgebrachte Gegenkraft in vertikaler Richtung gegenüber der mindestens
einen Aufhängeeinheit (10) anhebbar ist.
2. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenvorrichtung (20) in einem bezogen auf die Fahrtrichtung (3) hinteren Bereich
eine Achseinheit (22) aufweist, welche zusammen mit der mindestens einen Aufhängeeinheit
(10) eine in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung (20), welche diese beim Reinigen
eines horizontalen Untergrundes (2) einnimmt, horizontale Schwenkachse (13) ausbildet,
um welche die Bürstenvorrichtung (20) verschwenkbar ist, wobei die Schwenkachse (13)
zumindest in vertikaler Richtung beweglich ist.
3. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftglied (12) mit der Achseinheit (22) zusammenwirkt.
4. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achseinheit (22) von der Aufhängeeinheit (10) in vertikaler Richtung verschiebbar
geführt ist und dass die Aufhängeeinheit (10) in der Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung
(20) die Achseinheit (22) der Bürstenvorrichtung (20) mit der Schubkraft zum Bewegen
der Bürstenvorrichtung (20) in die Fahrtrichtung (3) beaufschlagt.
5. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achseinheit (22) in horizontaler Richtung gegenüber der Aufhängeeinheit (10)
beweglich ist, und die Aufhängeeinheit (10) die Bürstenvorrichtung (20) in der Arbeitsstellung
der Bürstenvorrichtung (20) unterhalb der Höhe der Schwenkachse (13) an einer entgegen
der Fahrtrichtung (3) gerichteten Fläche (26) der Bürstenvorrichtung (20) mit der
Schubkraft zum Bewegen der Bürstenvorrichtung (20) in die Fahrtrichtung (3) beaufschlagt,
wobei die Schubkraft von mindestens einem Schubglied (11) der Aufhängeeinheit (10)
auf die Bürstenvorrichtung (20) übertragen wird.
6. Boden-Reinigungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubglied (11) in der Höhe gegenüber einem das Schubglied (11) tragenden Teil
der Aufhängeeinheit (10) verstellbar ist.
7. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Boden-Reinigungseinrichtung (1) mindestens ein mit der Achseinheit (22) zusammenwirkendes
Anhebeglied (14) aufweist, von welchem ein um die Schwenkachse (13) wirkendes Drehmoment
auf die Achseinheit (22) ausübbar ist.
8. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf die Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung (20), welche diese beim Reinigen
eines horizontalen Untergrundes (2) einnimmt, zumindest eine der Bürsten (5) der Bürstenvorrichtung
(20) relativ zu einem Deckelteil (27) des Bürstengehäuses (21) in eine vertikale Richtung
verstellbar ist und die Bürste (5) von einer durch eine Anpresseinheit (44) ausgeübten
Anpresskraft an den Untergrund (2) gepresst ist oder zumindest ein Andrück-Bürstenträger
(40) der Bürstenvorrichtung (20) vorhanden ist, an dem mindestens zwei der Bürsten
(5) der Bürstenvorrichtung (20) jeweils um eine vertikale Drehachse (6) drehbar gelagert
sind und der um eine horizontale Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse (41) verschwenkbar
ist, die in vertikaler Richtung gegenüber dem Deckelteil (27) des Bürstengehäuses
(21) verschiebbar ist und die von einer durch eine Anpresseinheit (44) ausgeübten
Anpresskraft in vertikaler Richtung beaufschlagt ist, wobei die mindestens zwei Bürsten
(5) an den Untergrund (2) gepresst sind.
9. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogen auf die Arbeitsstellung der Bürstenvorrichtung (20), welche diese beim Reinigen
eines horizontalen Untergrundes (2) einnimmt, zumindest eine der Bürsten (5) der Bürstenvorrichtung
(20) in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Deckelteil (27) des Bürstengehäuses
(21) gehalten ist oder die Bürstenvorrichtung (20) zumindest einen Abstütz-Bürstenträger
(50) aufweist, an dem zumindest zwei der Bürsten (5) der Bürstenvorrichtung (20) um
vertikale Drehachsen (6) drehbar gelagert sind und der um eine horizontale Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse
(51) verschwenkbar ist, die in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Deckelteil
(27) des Bürstengehäuses (21) gehalten ist.
10. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die am Andrück-Bürstenträger (40) um eine vertikale Drehachse (6) drehbar gelagerten
Bürsten (5) in vertikaler Richtung unverschiebbar gegenüber dem Andrück-Bürstenträger
(40) gehalten sind und/oder dass die am Abstütz-Bürstenträger (50) um eine vertikale
Drehachse (6) drehbar gelagerten Bürsten (5) in vertikaler Richtung unverschiebbar
gegenüber dem Abstütz-Bürstenträger (50) gehalten sind.
11. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenvorrichtung (20) zwei Abstütz-Bürstenträger (50) und zumindest zwei Andrück-Bürstenträger
(40) aufweist, die im Bereich zwischen den Abstütz-Bürstenträgern (50) angeordnet
sind, und die Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachsen (51) der Abstütz-Bürstenträger (50)
und die Andrück-Bürstenträger-Schwenkachsen (41) der Andrück-Bürstenträger (40) parallel
zueinander ausgerichtet sind.
12. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Abstütz-Bürstenträger-Schwenkachse (51) des Abstütz-Bürstenträgers
(50) und/oder die jeweilige Andrück-Bürstenträger-Schwenkachse (41) des Andrück-Bürstenträgers
(40) außermittig zwischen zwei jeweils am Abstütz-Bürstenträger (50) und/oder am Andrück-Bürstenträger
(40) um die vertikale Drehachse (6) drehbar gelagerten Bürsten (5) angeordnet ist.
13. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsten (5) zur Verdrehung um eine vertikale Drehachse (6) jeweils einzeln von
einem jeweiligen Motor (36) angetrieben sind, oder mindestens zwei an einem Andrück-Bürstenträger
(40) und/oder Abstütz-Bürstenträger (50) angeordnete Bürsten (5) gemeinsam von einem
Motor (36) angetrieben sind.
14. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenvorrichtung (20) einen Absaugeinrichtung (33) zum Absaugen der vom Untergrund
(2) entfernten Verschmutzung aufweist, welcher, bezogen auf die Fahrtrichtung (3),
im hinteren Bereich der Bürstenvorrichtung (20) angeordnet ist.
15. Boden-Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftglied (12) eine Kolben-Zylinder-Einheit ist.