[0001] Feststellvorrichtung für Türen, insbesondere zum Feststellen von geöffneten Türen
sind seit langem bekannt. Die meisten bekannten Vorrichtungen dieser Art weisen am
unteren Ende eines heb-, senk-, und feststellbaren Feststellgliedes einen aus Gummi,
Kunststoff oder ähnlichem Werkstoff mit großem Reibungskoeffizienten bestehenden Bremsklotz
auf, der fest gegen den Fußboden angedrückt wird.
[0002] Bekannt sind einerseits Vorrichtungen, bei denen ein starr mit einer Schubstange
verbundener Bremsklotz mit einer Positioniervorrichtung gegen den Fußboden gespannt
wird. Diese Vorrichtungen sind insbesondere bei unebenen Fußböden problematisch, da
Unebenheiten im Fußboden praktisch nicht ausgeglichen werden können. Weiterhin sind
beispielsweise aus der Veröffentlichung
GB 1907 09 419 A1 und dem Gebrauchsmuster
DE 1 981 193 Vorrichtungen bekannt, bei denen ein Feststellglied mit einem Bremsklotz in einem
an der Tür fixierten Lager mit einer horizontalen Schwenkachse, gelagert ist. Diese
Vorrichtungen sind in der Lage, Unebenheiten auszugleichen, wobei hier die Bremskraft
zunächst von der Gewichtskraft des Feststellglieds und einer ggf. erzielbaren Keilwirkung
abhängt. Schließlich sind aus der Offenlegungsschrift
DE 2110272 A1 Feststellvorrichtungen mit einem um eine horizontale Achse schwenkbaren Feststellglied
bekannt, wobei die Höhe der Achse mit einer Positioniervorrichtung veränderbar ist.
Das gegen den Boden gespannte Feststellglied kann dabei eine Keilwirkung entfalten.
Jedoch besteht hier bei einem unebenen Untergrund das Risiko, dass der Bodenkontakt
verloren geht. Da das Feststellglied ausschließlich über Klemmwirkung am Boden gehalten
wird und über eine Rückholfeder angehoben werden kann.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Feststellvorrichtung bereitzustellen,
welche Türen einfach auch auf unebenem Untergrund zuverlässig feststellen kann. Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Feststellvorrichtung gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1.
[0004] Die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung für Türen umfasst ein gegen einen Fußboden
spannbares Feststellglied; einen Trägerkörper zum Befestigen der Feststellvorrichtung
an einer Tür; eine bezüglich des Trägerkörpers, insbesondere in vertikaler Richtung
bewegliche Positioniervorrichtung; ein elastisches Element, das zwischen der Positioniervorrichtung
und dem Trägerkörper wirkt; eine Arretiervorrichtung, die dazu eingerichtet ist, die
Positioniervorrichtung in einer Position bezüglich der Traganordnung lösbar zu arretieren;
ein Lager mit einer horizontalen Schwenkachse, wobei die vertikale Position des Lagers,
mittels der Positioniervorrichtung zu steuern ist, wobei das Feststellglied in dem
Lager schwenkbar gelagert ist, wobei das Feststellglied eine Strebe aufweist, die
sich von dem Lager zu einem freien Endabschnitt hin erstreckt, wobei der Endabschnitt
ein Bremselement aufweist, wobei die Feststellvorrichtung erfindungsgemäß weiterhin
eine Vorspanneinheit aufweist, die dazu eingerichtet ist, einem Einschwenken des Feststellglieds,
welches den vertikalen Abstand zwischen der horizontalen Achse und dem Bremselement
verkürzen würde, entgegen zu wirken, wobei die Traganordnung ein Führungsrohr mit
vertikal verlaufender Rohrachse umfasst, in welchem die Positioniervorrichtung zumindest
teilweise verläuft, wobei die Positioniervorrichtung einen Schlitten aufweist, wobei
der Schlitten das Lager trägt und in dem Führungsrohr vertikal verschiebbar ist.
[0005] Die Vorspanneinheit bewirkt, dass das Feststellglied bzw. dessen Strebe in der Arbeitsstellung
zuverlässig gegen den Untergrund gespannt ist und eine im Folgenden erläuterte Keilwirkung
entfaltet, wobei auch Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden können. Wenn die Feststellvorrichtung
eine minimale Bewegung in Sperrrichtung durchführen soll, die den horizontalen Abstand
zwischen der horizontalen Achse des Feststellglieds und dem Kontaktpunkt des Bremsglieds
mit dem Boden verkürzen würde, bewirkte dies ein Aufrichten der Strebe des Feststellglieds
und damit eine größere Normalkraft zwischen der Strebe und dem Untergrund. Da die
Reibung zwischen dem Bremsglied und dem Boden proportional zu dieser wachsenden Normalkraft
ist, wird so die Bewegung in Sperrrichtung zuverlässig verhindert. Dieses Verhindern
der Bewegung in Sperrrichtung durch die Tendenz der Strebe sich aufzurichten wird
kurz als Keilwirkung bezeichnet.
[0006] Das Führungsrohr weist in einer Weiterbildung der Erfindung im Querschnitt eine Führungskontur
auf, welche dazu eingerichtet ist, in Wechselwirkung mit der Positioniervorrichtung
die Ausrichtung der Achse des Lagers festzulegen. Als Führungskontur kann das Führungsrohr
beispielsweise einen polygonalen Querschnitt aufweisen, insbesondere einen rechteckigen,
einen trapezförmigen oder einen dreieckigen. Die Führungskontur kann gleichermaßen
parallel zur Rohrachse verlaufende Vorsprünge oder Vertiefungen wie Rippen oder Nuten
aufweisen, so dass die äußere Form des Führungsrohrs nicht zwingend zur Orientierung
der Achse beitragen muss. So kann das Führungsrohr im Extremfall sogar einen kreisringförmigen
Querschnitt aufweisen, an dessen Innenseite entsprechende Vorsprünge oder Vertiefungen
ausgebildet sind.
[0007] Der Trägerkörper kann einteilig oder mehrteilig sein.
[0008] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Schlitten mindestens einen Querschnitt
mit einer Schlittenkontur auf, die formschlüssig in die Führungskontur eingreift,
um die Orientierung des Schlittens im Führungsrohr festzulegen. Der Schlitten, kann
beispielsweise rohrförmig ausgebildet sein wobei die Außenkontur des Rohrs des Schlittens
komplementär zur Kontur des Führungsrohrs ist. Die Vorspannanordnung wirkt zwischen
der Positioniervorrichtung, insbesondere dem Schlitten, und dem Feststellglied. In
einer alternativen Ausgestaltung ist der Schlitten durch beidseitige horizontale Endabschnitte
des Lagers, insbesondere eines Lagerbolzens, realisiert. In diesem Fall weist das
Führungsrohr beidseitig vertikal verlaufende Vertiefungen oder Nuten auf, in denen
die Endabschnitte des Lagers geführt sind um den Schlitten vertikal verschieben zu
können.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung wirkt die Vorspannanordnung zwischen dem Führungsrohr
und dem Feststellglied.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Positioniervorrichtung einen stabförmigen
Abschnitt zum vertikalen Verschieben des Lagers des Feststellglieds, wobei der stabförmige
Abschnitt im wesentlichen aufrecht in dem Führungsrohr verläuft und mit einem oberen
Ende aus dem Führungsrohr ragt, wobei das Feststellglied einen ersten Arm und damit
starr verbundenen zweiten Arm umfasst, wobei der erste Arm sich vom Lager des Feststellglieds
abwärts erstreckt und das Bremsglied trägt, und wobei der zweite Arm sich, insbesondere
von dem Lager, im wesentlichen senkrecht zum ersten Arm in der Schwenkebene des Feststellglieds
erstreckt, wobei die Vorspannanordnung zwischen einer ersten Fixierung an dem stabförmigen
Abschnitt der Positioniervorrichtung und einer zweiten Fixierung am zweiten Arm des
Feststellglieds wirkt.
[0011] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Feststellvorrichtung weiterhin einen
ersten Anschlag, welcher die Schwenkbewegung des Feststellglieds unter Einwirkung
der Vorspannanordnung so begrenzt, dass ein unterer Totpunkt des Feststellgliedes
nicht überschritten werden kann, wobei insbesondere das Feststellglied nicht weniger
als 2°, beispielsweise nicht weniger als 4° vor Erreichen des unteren Totpunkts gestoppt
wird, so dass das Vorspannen des Feststellgliedes erleichtert wird.
[0012] Der untere Totpunkt des Feststellgliedes ist der jeweils tiefste durch Schwenken
des Feststellgliedes für das Bremsglied erreichbare Punkt. Der erste Anschlag erleichtert
die Betätigung der Feststellvorrichtung mittels der Positioniervorrichtung, denn nach
Berühren des Bodens muss dass Feststellglied unter weiterer Absenkung der Achse des
Lagers gegen die Vorspanneinrichtung gespannt werden, um die Keilwirkung bzw. Sperrwirkung
des Feststellglieds zu ermöglichen. Dies wäre erschwert, wenn das Feststellglied dabei
den unteren Totpunkt durchlaufen müsste. Zum Spannen des Feststellgliedes ist die
Tür bei Belastung der Positioniereinrichtung zur weiteren Absenkung der Achse in Spannrichtung,
also entgegen der Sperrrichtung zu bewegen. Wenn dagegen der erste Anschlag das Feststellglied
deutlich vor Erreichen des unteren Totpunkts stoppt, wird bereits durch das weiteres
Absenken der Achse nach Herstellen des Bodenkontontakts die erforderliche Bewegungsrichtung
der Tür vorgegeben bzw. eingeleitet.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Feststellvorrichtung ein elastisches
Druckelement auf, welche die Schwenkbewegung des Feststellgliedes beschränkt, und
welches insbesondere der Wirkrichtung der elastischen Vorspanneinheit zum Vorspannen
des Feststellgliedes zumindest abschnittsweise entgegenwirkt. In einer Ausgestaltung
der Erfindung weist das elastische Druckelement eine Längenbegrenzung auf, die verhindert,
dass durch das Druckelement die Reibungskraft zwischen dem gespannten Feststellglied
und dem Boden verringert wird. Das elastische Druckelement erleichtert jedoch das
Einschwenken des Feststellgliedes beim Herunterdrücken der Feststelleinheit zum Fussboden,
insbesondere dann wenn das Feststellglied dem unteren Totpunkt nahe ist. In diesem
Fall erleichtert das Druckelement das Einschwenken des Feststellglied beim Spannen
der Vorrichtung. Das elastische Druckelement kann insbesondere zwischen Schlitten
und Feststellglied wirken und beispielsweise auf Höhe der Vorspanneinheit angeordnet
sein.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Feststellvorrichtung einen zweiten
Anschlag, welcher die Schwenkbewegung des Feststellglieds entgegen der Kraft der Vorspannanordnung
so begrenzt, dass die Verbindungslinie zwischen der Achse und einem Fußpunkt des Feststellgliedes
in einer Normalenebene zur Achse nicht mehr als 16°, insbesondere nicht mehr als 8°
vom unteren Totpunkt des Feststellgliedes weg entgegen der Kraft der Vorspannanordnung
so geschwenkt werden kann, dass einerseits durch die Verkürzung der vertikalen Komponente
des Feststellglieds genügend Streckreserve vorhanden ist, um Bodenunebenheiten ausgleichen
zu können und andererseits noch eine hinreichend große Anfangsreibungskraft mittels
der Vorspannung des Bremsglieds zum Boden gegeben ist um die selbsttätige Verstärkung
der Keilwirkung bzw. Sperrwirkung beim Aufstellen des Stellglieds einzuleiten. Diese
Verstärkung der Keilwirkung nimmt mit zunehmendem Neigungswinkel tendenziell ab.
[0015] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Arretiervorrichtung eine einseitig
um eine horizontale Achse schwenkbare Lochplatte auf, durch welche ein stabförmiger
Abschnitt der Positioniervorrichtung verläuft, wobei die Lochplatte dazu eingerichtet
ist, den stabförmigen Abschnitt durch Verkanten, insbesondere im Reibschluss zu arretieren.
Es sind gleichermaßen andere Arretierungen möglich, insbesondere eine formschlüssige
Arretierung.
[0016] Die Erfindung wird nun anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1a: einen seitlichen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung;
Fig. 1b: einen Querschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung;
Fig. 1c: eine räumliche Darstellung einer Führungsrohrkappe des Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung;
Fig. 1d: einen frontseitigen Längsschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung;
Fig. 1e: einen seitlichen Längsschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung aus Fig. 1a, in einer zweiten Konfiguration, um eine umgekehrte
Sperrrichtung zu erzielen;
Fig. 1f: ein Detail zu einer Modifikation des ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 2: einen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung in einer ersten Konfiguration;
Fig. 3: einen Längsschnitt durch das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung in einer zweiten Konfiguration;
Fig. 4a: eine schematische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
in einer angehobenen Ruheposition;
Fig. 4b: eine schematische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
aus Fig. 4a in einer abgesenkten Position bei entspanntem Bodenkontakt;
Fig. 4c: eine schematische Darstellung von Komponenten einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
aus Fign. 4a und 4b in einer gegen den Boden vorgespannten Arbeitsposition;
Fig. 5a: einen exemplarischen Verlauf der Keilwirkung des Feststellglieds als Funktion
des Nei-gungswinkels des Feststellglieds einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung;
und
Fig. 5b: die Streckreserve des Feststellglieds als Funktion von dessen Neigungswinkel.
[0017] Das in Fign. 1a bis 1d dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
1 ist am frei schwenkbaren Ende eines Türblatts T befestigt. Die Feststellvorrichtung
1 ist in einer Ruheposition gezeigt. Die Feststellvorrichtung 1 umfasst einen Trägerkörper
10, welcher ein Führungsrohr 12 mit rechteckigem Querschnitt umfasst. Eine Rückwand
des Führungsrohrs 12 wird durch eine Grundplatte 14 gebildet, die seitlich über einen
vom Führungsrohr 12 umschlossenen Querschnitt hervorsteht. Die seitlich vorstehenden
Bereiche der Grundplatte 14 weisen Bohrungen auf, durch welche sich Bolzen, Schrauben,
Nieten usw. zur Befestigung der Feststellvorrichtung 1 an dem Türblatt erstrecken
können.
[0018] In dem Führungsrohr 12 ist ein Schlitten 20 angeordnet, welcher bezüglich des Führungsrohrs
12 in loser Spielpassung vertikal verschiebbar ist. Der Schlitten 20 umfasst insbesondere
ein Rechteckrohr, wodurch eine Kontur gegeben ist, die ein Verdrehen des Schlittens
bezüglich des Führungsrohrs verhindert.
[0019] In einem oberen Endabschnitt weist der Schlitten 20 zwei fluchtende Bohrungen auf,
deren Achse senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens 20 und parallel zur Grundplatte
14 verläuft. Durch den Schlitten 20 erstreckt sich ein Lagerbolzen L, der seinerseits
in den Bohrungen gelagert ist.
[0020] Die Feststellvorrichtung 1 umfasst weiterhin ein Feststellglied 30, welches eine
Strebe 32 aufweist, die an ihrem oberen Ende eine Bohrung aufweist durch welche sich
der Lagerbolzen erstreckt, so dass die Strebe 32 um eine durch den Lagerbolzen L definierte
Achse schwenkbar ist.
[0021] Das Feststellglied 30 umfasst weiterhin einen Bremsklotz 34, der am unteren Ende
der Strebe 32 befestigt ist, und der in einer Arbeitsposition eine Reibschlussverbindung
zwischen der Strebe 32 und dem Fußboden bewirken soll.
[0022] Die Feststellvorrichtung umfasst weiterhin eine Druckfeder F welche zwischen der
Strebe 32 und dem Schlitten 20 eingespannt ist, um die Strebe 32 gegen ein Einschwenken
vorzuspannen. Zum Festlegen der Position der Druckfeder ist ein Bolzen 33 in eine
Bohrung in einem mittleren Abschnitt der Strebe 32 fixiert, dessen der Druckfeder
F zugewandte Spitze von der Druckfeder F umgeben ist und damit die Position der Druckfeder
F bezüglich der Strebe festlegt. Ein Kopf 37 des Bolzen 33, auf einer der Druckfeder
F abgewandten Seite der Strebe 32 bildet einen Anschlag, der bewirkt, dass die Strebe
32 unter Einfluss der Druckfeder F nicht über den unteren Totpunkt hinaus bewegt werden
kann. In Fig. 1a ist weiterhin ein Fixierglied 22 an einer Wand des Schlittens 20
dargestellt, an welcher sich die Druckfeder F abstützt. Das Fixierglied 22 ist an
der Wand des Schlittens 20 befestigt und von einem Endabschnitt der Druckfeder F umgeben,
wodurch die Position der Druckfeder auch bezüglich des Schlittens eindeutig festgelegt
ist. Bei hinreichender Biegesteifigkeit der Druckfeder F und einem kleinen Schwenkbereich
der Strebe 32, kann auf das Fixierglied 22 verzichtet werden. Gleichermaßen kann anstelle
des Fixierglieds eine Bohrung vorgesehen sein, in welche das Ende der Druckfeder F
eingesetzt ist, so dass sich die Druckfeder am Führungsrohr 12 abstützt und vom Schlitten
20 lediglich gegen Querbiegungen gesichert ist.
[0023] Zum Positionieren des Feststellglieds 30 umfasst die Feststellvorrichtung 1 weiterhin
ein Bedienelement 40, welches insbesondere eine (rund-)stabförmige Schubstange 41
mit einem Pedalkopf 42 an seinem oberen Ende umfasst. Die Schubstange 41 weist an
ihrem unteren Ende eine Bohrung auf, durch welche sich der Lagerbolzen L erstreckt.
Die Schubstange 41 ist von einer Zugfeder 43 umgeben, die an ihrem unteren Ende eine
Öse aufweist, durch welche sich der Lagerbolzen L erstreckt. Der Lagerbolzen L weist
eine umlaufende, ringförmige Vertiefung L1 auf, in welche die Öse der Zugfeder 43
eingreift. Damit ist die axiale Position des Lagerbolzens L bezüglich des Feststellglieds
32 festgelegt. Um der Öse der Zugfeder 43 hinreichend Platz zu gewähren und die Schubstange
41 symmetrisch zur Strebe 32 zu positionieren, ist eine Ausnehmung 35 in der Strebe
32, durch welche der Lagerbolzen L verläuft, und in welcher das untere Ende der Schubstange
41 angeordnet ist, vorgesehen, die insbesondere asymmetrisch gestaltet ist.
[0024] Das obere Ende der Zugfeder 43, weist ebenfalls eine Öse auf, welche mit dem oberen
Ende des Führungsrohrs 12 verbunden ist, beispielsweise über eine Abdeckkappe 16,
welche eine obere Öffnung des Führungsrohrs zumindest teilweise abdeckt und an dem
Führungsrohr 12 befestigt ist. Die Abdeckkappe 16 weist eine zentrale Öffnung auf,
durch welche sich die Schubstange 41 erstreckt. Die Abdeckkappe 16 kann beispielsweise
als Stanzbiegeteil gefertigt sein. Die Abdeckkappe 16 weist an einer der Grundplatte
14 zugewandten Hinterkante einen Arretierplattenlager 18 auf, welches einen Blechstreifen
umfasst, der aus einer Ebene der Abdeckkappe herausgebogen ist und parallel zur Grundplatte
14 und beabstandet zu letzterer verläuft. In dem Blechstreifen sind schlitzförmige
Öffnungen ausgebildet. Die Feststellvorrichtung 1 umfasst weiterhin eine Arretierplatte
44, welche Vorsprünge aufweist, die sich durch die schlitzförmigen Öffnungen erstrecken
und durch Biegen gegen Herausziehen gesichert sind. Auf diese Weise ist die Arretierplatte
44 im Arretierplattenlager 18 schwenkbar angelenkt. Zwischen der Arretierplatte 44
und der Abdeckkappe 16 ist eine Druckfeder als Aufstellfeder 45 eingespannt, welche
eine Kraft zum Aufstellen der Arretierplatte 44 ausübt. Die Arretierplatte 44 weist
ein Loch auf, durch welches sich die Schubstange 41 erstreckt. Das Loch weist nur
einen geringfügig größeren Durchmesser als die Schubstange 41 auf, so dass die Arretierplatte
44 unter Einfluss der Aufstellfeder 45 mit der Schubstange verkantet und diese im
Reibschluss gegen Aufwärtsbewegungen arretiert. Abwärtsbewegungen der Schubstange
41 durch Belasten des Pedalkopfes 42 mit dem Fuß eines Bedieners sind jedoch ohne
weiteres möglich, da der Reibschluss durch eine Abwärtsbewegung gelockert wird. Um
eine Aufwärtsbewegung der Schubstange 41 zu ermöglichen, muss die Arretierplatte 44
an ihrem freien Ende herab gedrückt werden, wodurch die Klemmwirkung zwischen Arretierplatte
und Schubstange 41 aufgehoben wird, und dadurch die Schubstange unter Einfluss der
Zugfeder 43 aufwärts gleiten kann. Im Ergebnis bilden das Bedienelement 40 und der
Schlitten 20 zusammen eine Positioniervorrichtung 47 mit welcher die Position des
Feststellgliedes 30 zu einzustellen ist.
[0025] Das in Fign. 1a bis 1e gezeigte Ausführungsbeispiel weist in Fig. 1a eine erste Konfiguration
auf, bei der die Feststellvorrichtung 1 nach Herstellen eines Bodenkontakts des Bremsglieds
34 beim weiteren Absenken der Positioniervorrichtung in der Zeichenebene nach rechts
zu bewegen ist, um das Feststellglied 30 vorzuspannen. Anders ausgedrückt, muss ein
Bediener, der sich auf der Seite der Feststellvorrichtung befindet, zum Vorspannen
des Feststellglieds beim weiteren Absenken des Feststellglieds mittels der Positioniervorrichtung
an der Tür ziehen. Die Feststellvorrichtung sperrt dann gegen Bewegungen der Tür nach
links in der Zeichenebene.
[0026] Eine umgekehrte, zweite Konfiguration ist in Fig. 1e gezeigt, wobei hierzu die Positioniervorrichtung
40 mit dem Schlitten 20 sowie das Feststellglied 30 mit der Vorspannvorrichtung F
in umgekehrter Orientierung in das Führungsrohr eingesetzt sind. In diesem Fall ist
die Tür beim Vorspannen des Feststellglieds in der Zeichenebene nach links zu bewegen.
Ein Bediener, der sich auf der Seite der Feststellorrichtung befindet, muss beim Vorspannen
des Feststellgliedes die Tür also von sich weg drücken. Je nach Bedarf bzw. Einbausituation,
kann eine der beiden Konfigurationen gewählt werden.
[0027] Fig. 1f zeigt noch eine Alternative zum ersten Anschlag, der im Ausführungsbeispiel
gemäß Fign. 1a bis 1e durch den Kopf 37 des Bolzens 33 gebildet ist. Wie bereits diskutiert,
dient der erste Anschlag dazu eine Totpunktüberschreitung der Strebe 32 zu verhindern.
Der gleich Zweck kann ein elastisches Druckelement 37a realisiert werden, welches
beispielsweise einen metallischen Becher 37b umfasst, in den eine Druckfeder 37c eingesetzt
ist. Der Metallische Becher kann beispielsweise im Kopf des Bolzens 33 aus Fign 1a
und 1e gebildet sein. Die Druckfeder 37c wirkt beispielsweise gegen den Schlitten
30, wobei die Längenausdehnung der Druckfeder so begrenzt ist, dass sie den Kontakt
zum Schlitten verliert, sobald die Strebe 30 hinreichend weit vom unteren Totpunkt
entfernt ist.
[0028] Im Folgenden wird ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
ebenfalls in zwei Konfigurationen erläutert. Eine erste Konfiguration des zweiten
Ausführungsbeispiels 101a ist in Fig. 2 in einer Ruheposition dargestellt. Die Feststellvorrichtung
101a ist an einem frei schwenkbaren Ende eines Türblatts T befestigt. Die Feststellvorrichtung
101a umfasst einen Trägerkörper 110, welcher ein Führungsrohr 112 mit rechteckigem
Querschnitt umfasst. Eine Rückwand des Führungsrohrs 112 wird durch eine Grundplatte114
gebildet, die seitlich über einen vom Führungsrohr 112 umschlossenen Querschnitt hervorsteht.
Die seitlich vorstehenden Bereiche der Grundplatte 114 weisen Bohrungen auf, durch
welche sich Bolzen, Schrauben, Nieten usw. zur Befestigung der Feststellvorrichtung
101a an dem Türblatt erstrecken können.
[0029] In dem Führungsrohr 112 ist ein Schlitten 120 angeordnet, welcher bezüglich des Führungsrohrs
112 in loser Spielpassung vertikal verschiebbar ist. Der Schlitten 120 umfasst insbesondere
ein Rechteckrohr.
[0030] In einem oberen Endabschnitt weist der Schlitten 120 zwei fluchtende Bohrungen auf,
deren Achse senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens 120 und parallel zur Grundplatte
114 verläuft. Durch den Schlitten 120 erstreckt sich ein erster Lagerbolzen L1, der
seinerseits in den Bohrungen gelagert ist.
[0031] Die Feststellvorrichtung 101a umfasst weiterhin ein Feststellglied 130, welches eine
Strebe 132 aufweist, die an ihrem oberen Ende eine Bohrung aufweist durch welche sich
der Lagerbolzen L1 erstreckt, so dass die Strebe 132 um eine durch den ersten Lagerbolzen
L1 definierte Achse schwenkbar ist. Die Bohrungen für den ersten Lagerbolzen L1 sind
bei diesem Ausführungsbeispiel aus der Mitte des Schlittens 120 angeordnet. Der Sinn
und Zweck dieser Maßnahme wird weiter unten erläutert.
[0032] Die Feststellglied 130 umfasst weiterhin einen Bremsklotz 134, der am unteren Ende
der Strebe 132 befestigt ist, und der in einer Arbeitsposition eine Reibschlussverbindung
zwischen der Strebe 132 und dem Fußboden bewirken soll. Die Feststellvorrichtung umfasst
weiterhin eine Druckfeder F welche zwischen der Strebe 132 und dem Schlitten 120 eingespannt
ist, um die Strebe 132 gegen ein Einschwenken vorzuspannen. Zum Festlegen der Position
der Druckfeder F sind ein Fixierglied 132 an der Strebe und ein Fixierglied 122 an
dem Schlitten vorgesehen, welche jeweils von Endabschnitten der Druckfeder F umgeben
sind, wodurch die Position der Druckfeder F festgelegt ist.
[0033] Die im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel diskutierten Alternativen
zu den Fixiergliedern sind selbstverständlich auch für das zweite Ausführungsbeispiel
realisierbar.
[0034] Der Schlitten 120 weist an seiner Unterseite einen Anschlag 126 auf, welcher beispielsweise
durch eine einwärts gebogene Blechkante am unteren Ende des Schlittens 120 gebildet
ist. Der Anschlag bewirkt, dass die Strebe 132 unter Einfluss der Druckfeder F bereits
vor Erreichen des unteren Totpunkts gestoppt wird. Zusammen mit der oben erwähnten
außermittigen Anordnung des ersten Lagerbolzens L1 kann damit eine Ruhelagenschrägstellung
der Strebe 132 erzielt werden, ohne die Abmessungen des Schlittens in Schwenkrichtung
vergrößern zu müssen.
[0035] Zum Positionieren des Feststellglieds 130 umfasst die Feststellvorrichtung 1 weiterhin
ein Bedienelement 140, welches insbesondere eine (rund-)stabförmige Schubstange 141
mit einem Pedalkopf 142 an seinem oberen Ende umfasst. Die Schubstange 141 weist an
ihrem unteren Ende eine Bohrung auf, durch welche sich ein zweiter Bolzen L2 erstreckt,
der versetzt zum ersten Lagerbolzen L1, insbesondere mittig in einem Paar von fluchtenden
Bohrungen 128 im Schlitten gelagert ist. Die Schubstange 141 ist von einer Zugfeder
143 umgeben, die an ihrem unteren Ende eine Öse aufweist, durch welche sich der zweite
Lagerbolzen L2 erstreckt. Das obere Ende der Zugfeder 143, weist ebenfalls eine Öse
auf, welche mit dem oberen Ende des Führungsrohrs 112 verbunden ist, beispielsweise
über eine Abdeckkappe 116, welche eine obere Öffnung des Führungsrohrs abdeckt und
an dem Führungsrohr 112 befestigt ist. Die Abdeckkappe 116 weist eine zentrale Öffnung
auf, durch welche sich die Schubstange 141 erstreckt. Die Abdeckkappe 116 kann beispielsweise
als Stanzbiegeteil gefertigt sein. Die Abdeckkappe 116 weist an einer der Grundplatte
114 zugewandten Hinterkante einen Arretierplattenlager 118 auf, welches einen Blechstreifen
umfasst, der aus einer Abdeckebene der Abdeckkappe herausgebogen ist und parallel
zur Grundplatte 114 und beabstandet zu letzterer verläuft. In dem Blechstreifen sind
schlitzförmige Öffnungen ausgebildet. Die Feststellvorrichtung 101a umfasst weiterhin
eine Arretierplatte 144, welche Vorsprünge aufweist, die sich durch die schlitzförmigen
Öffnungen erstrecken und durch Biegen gegen Herausziehen gesichert sind. Auf diese
Weise ist die Arretierplatte 144 im Arretierplattenlager 118 schwenkbar angelenkt.
Zwischen der Arretierplatte 144 und der Abdeckkappe 116 ist eine Druckfeder als Aufstellfeder
145 eingespannt, welche eine Kraft zum Aufstellen der Arretierplatte 144 ausübt. Die
Arretierplatte 144 weist ein Loch auf, durch welches sich die Schubstange 141 erstreckt.
Das Loch weist nur einen geringfügig größeren Durchmesser als die Schubstange 141
auf, so dass die Arretierplatte 144 unter Einfluss der Aufstellfeder 145 mit der Schubstange
verkantet und diese im Reibschluss gegen Aufwärtsbewegungen arretiert. Abwärtsbewegungen
der Schubstange 141 durch Belasten des Pedalkopfes 142 mit dem Fuß eines Bedieners
sind jedoch ohne weiteres möglich, da der Reibschluss durch eine Abwärtsbewegung gelockert
wird. Um eine Aufwärtsbewegung der Schubstange 141 zu ermöglichen, muss die Arretierplatte
144 an ihrem freien Ende herab gedrückt werden, wodurch die Klemmwirkung zwischen
Arretierplatte und Schubstange 141 aufgehoben wird, und dadurch die Schubstange unter
Einfluss der Zugfeder 143 aufwärts gleiten kann. Im Ergebnis bilden das Bedienelement
140 und der Schlitten 120 zusammen eine Positioniervorrichtung 147 mit welcher die
Position des Feststellgliedes 130 zu einzustellen ist.
[0036] Wie bei der zweiten Konfiguration des ersten Ausführungsbeispiels verhindert die
Feststellvorrichtung 101a in der Arbeitsposition eine Schwenkbewegung des Türblatts
T in Richtung zur Feststellvorrichtung 101a hin, also in der Zeichenebene nach rechts.
Selbstverständlich kann die Feststellvorrichtung auch so konfiguriert sein, dass sie
eine Schwenkbewegung des Türblatts T von der Feststellvorrichtung weg, also in der
Zeichenebene nach links verhindert. Hierzu ist einfach der Schlitten 120 mit dem Feststellglied
130 im Führungsrohr um 180° verdreht einzusetzen.
[0037] Diese Situation ist in Fig. 3 dargestellt. Für die in Fig. 3 gezeigte, zweite Konfiguration
des zweiten Ausführungsbeispiels der Feststellvorrichtung 101b gelten die Erläuterungen
der ersten Konfiguration des zweiten Ausführungsbeispiels entsprechend.
[0038] Die Wirkweise der Feststellvorrichtung ist schließlich in Fign. 4a, 4b und 4c schematisch
dargestellt, wobei im Sinne der Übersichtlichkeit nur der Schlitten 120 mit dem Feststellglied
130 im Führungsrohr 110 dargestellt ist. Das Bedienelement, mit welchem der Schlitten
bewegt wird, ist also in den Zeichnungen entfallen, wenngleich es in der Vorrichtung
selbstverständlich vorhanden ist. Die Feder F zum Vorspannen des Feststellgliedes
ist lediglich als Doppelpfeil in der Wirkrichtung ihrer Druckkraft angedeutet. Das
Führungsrohr ist bestimmungsgemäß an einem hier nicht dargestellten Türblatt befestigt,
welches mit der Feststellvorrichtung zu sichern ist.
[0039] Fig. 4a zeigt den Schlitten 120 und das Feststellglied 130 in Ruheposition. D.h.,
der Schlitten 120 ist angehoben, und das Feststellglied 130 ist durch die Feder in
die tiefste Schwenkposition gedrückt, die durch einen Anschlag definiert ist. In dieser
Position des Schlittens ist ein Türblatt, an welchem die Feststellvorrichtung montiert
ist, frei beweglich.
[0040] Fig. 4b zeigt den Schlitten 120 und das Feststellglied 130 in einer bezüglich des
Führungsrohrs abgesenkten Zwischenposition, bei welcher der Fußboden vom Feststellglied
130 gerade berührt wird. In dieser Position kann das Feststellglied 130 seine Bremswirkung
noch nicht voll entfalten, denn es befindet sich noch in seiner tiefsten Schwenkposition.
[0041] Fig. 4c zeigt den Schlitten 120 und das Feststellglied 130 in einer Arbeitsposition.
Hierbei ist der Schlitten 120 bezüglich des Führungsrohrs 110 noch weiter abgesenkt,
und das Feststellglied 130 gegen die Kraft der Feder F durch Schwenken um das Lager
L1 vorgespannt. Das Vorspannen wird erleichtert, wenn beim Absenken des Schlittens
120 das Führungsrohr 110 durch Schwenken der Tür (in der Zeichenebene nach rechts)
bewegt wird, wie durch den Pfeil oben rechts angedeutet ist.
[0042] Weitere Bewegungen der Tür nach rechts in der Zeichenebene sind mit dem Feststellglied
in Arbeitsposition noch möglich, das die Normalkraft durch diese Bewegung reduziert
wird. Bewegungen der Tür in Sperrrichtung also nach links in der Zeichenebene sind
jedoch nicht möglich, wie nachfolgend erläutert wird.
[0043] In der Arbeitsposition drückt das Feststellglied mit einer Normalkraft gegen den
Boden die einerseits proportional ist zu einer Einspannkraft, mit welcher die Feder
F durch das Schwenken des Feststellgliedes und ggf. einer Vorspannung eingespannt
ist und andererseits proportional ist zum Kehrwert des Sinus des Winkels zwischen
der Vertikalen und der Verbindungslinie zwischen der durch das Lager L1 definierten
Schwenkachse und dem Fußpunkt des Feststellgliedes 130.
[0044] Ein exemplarischer Verlauf des Verhältnisses zwischen der Normalkraft und einer in
Sperrrichtung wirkenden, horizontalen Kraft (beispielsweise aufgrund eines Windstoßes
o.ä.) als Funktion des Neigungswinkels des Fest-stellglieds 130 ist in Fig. 5a dargestellt.
Daraus geht hervor, dass die Normalkraft, zu welcher die Reibungskraft, welche die
Tür fest stellt, proportional ist, im Verhältnis zur horizontalen Kraft mit zunehmender
Neigung des Feststellglieds abnimmt, bzw. mit abnehmendem Neigungswinkel ansteigt.
Wenn nun eine Kraft auf eine Tür, die mit der Feststellvorrichtung gesichert ist,
in Sperrrichtung einwirkt, bewirkt dies, aufgrund der Reibungskraft zwischen dem Fußboden
und dem Feststellglied eine aufstellende Kraft, wodurch die Normalkraft und damit
die Reibungskraft noch weiter ansteigen würde. Damit ist eine solche Bewegung entgegen
der Sperrrichtung zuverlässig verhindert. Das Feststellglied wirkt praktisch wie ein
Keil zwischen Fußboden und Tür.
[0045] Aus Fig. 5a ergibt sich, dass kleine Winkel, die größte Normalkraft und damit die
beste Bremswirkung ermöglichen. Dies gilt allerdings nur für perfekt planare Fußböden,
denn je kleiner der Winkel um so geringer ist auch eine Streckreserve, um Unebenheiten
im Fußboden auszugleichen, falls eine Tür, beispielsweise aufgrund nachlässiger Spannung
der Feststellvorrichtung zunächst doch einmal entgegen der Sperrrichtung bewegt wird,
ist eine Streckreserve erforderlich, um beispielsweise Vertiefungen im Boden ausgleichen
zu können. Die Abhängigkeit der Streckreserve vom Neigungswinkel ist in Fig. 5b dargestellt,
hierbei ist die Streckreserve in % der Länge des Feststellgliedes angegeben. Wenn
das Feststellglied beispielsweise eine Länge von 10 cm aufweist, dann würde ein Neigungswinkel
von etwa 8° bei einer Streckung bis zum unteren Totpunkt etwa 1 mm ausgleichen können.
[0046] Auf welchen Neigungswinkel der Schwenkbereich des Feststellglieds zu beschränken
ist, bzw. welche Streckreserve erforderlich ist, hängt ggf. von der Beschaffenheit
des Untergrunds am Einsatzort ab. Jedenfalls sind Neigungswinkel von nicht mehr als
16°, insbesondere nicht mehr als 8° vorzuziehen, um noch eine optimale Sperrwirkung
zu erzielen. In Fign. 4a, 4b und 4c sind die Neigungswinkel zur Verdeutlichung des
Bewegungsablaufs tendenziell eher zu groß dargestellt.
1. Feststellvorrichtung (1; 101) für Türen, umfassend:
ein gegen einen Fußboden spannbares Feststellglied (30; 130)
einen Trägerkörper (10; 110), zum Befestigen der Feststellvorrichtung (1; 101) an
einer Tür;
eine bezüglich des Trägerkörpers (10; 110) bewegliche Positioniervorrichtung (47;
147);
ein elastisches Element (43; 143), das zwischen dem Positioniervorrichtung (40; 140)
und dem Trägerkörper (10; 110) wirkt,
eine Arretiervorrichtung (44; 144), die dazu eingerichtet ist, die Positioniervorrichtung
(40; 140) in einer Position bezüglich des Trägerkörpers (10; 110) lösbar zu arretieren,
ein Lager (L; L1) mit einer horizontalen Schwenkachse, wobei die vertikale Position
des Lagers, mittels der Positioniervorrichtung (40; 140) zu steuern ist,
wobei das Feststellglied (30; 130) in dem Lager (L; L1) schwenkbar gelagert ist,
wobei das Feststellglied eine Strebe (32; 132) aufweist, die sich von dem Lager zu
einem freien Endabschnitt hin erstreckt, wobei der Endabschnitt ein Bremselement (34;
134) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feststellvorrichtung weiterhin eine Vorspanneinheit (F) aufweist, die dazu eingerichtet
ist, einem Einschwenken des Feststellglieds (30; 130), welches den vertikalen Abstand
zwischen der horizontalen Achse (L; L1) und dem Bremselement (34; 134) verkürzen würde,
entgegen zu wirken,
wobei die Traganordnung ein Führungsrohr (12; 112) mit vertikal verlaufender Rohrachse
umfasst, in welchem die Positioniervorrichtung (40; 140) zumindest teilweise verläuft,
wobei die Positioniervorrichtung (40; 140) einen Schlitten (20; 120) aufweist, wobei
der Schlitten das Lager L; L1) trägt und in dem Führungsrohr (12; 112) vertikal verschiebbar
ist.
2. Feststellvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Führungsrohr (12; 112) im Querschnitt
eine Führungskontur aufweist, welche dazu eingerichtet ist, in Wechselwirkung mit
der Positioniervorrichtung die Ausrichtung der Achse des Lagers festzulegen.
3. Feststellvorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Schlitten (20; 120) mindestens einen
Querschnitt mit einer Schlittenkontur aufweist, die formschlüssig in die Führungskontur
eingreift, um die Orientierung des Schlittens (20; 120) im Führungsrohr (12; 112)
festzulegen.
4. Feststellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Vorspannanordnung
(F) zwischen der Positioniervorrichtung (47; 147), insbesondere dem Schlitten (20;
120), und dem Feststellglied (30; 130) wirkt.
5. Feststellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Vorspannanordnung
zwischen dem Führungsrohr und dem Feststellglied wirkt.
6. Feststellvorrichtung (1; 101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend
einen ersten Anschlag (33; 122), welcher die Schwenkbewegung des Feststellglieds (30;
130) unter Einwirkung der Vorspannanordnung (F) so begrenzt, dass ein unterer Totpunkt
des Feststellgliedes nicht überschritten werden kann, wobei insbesondere das Feststellglied
nicht weniger als 2°, beispielsweise nicht weniger als 4° vor Erreichen des unteren
Totpunkts gestoppt wird.
7. Feststellvorrichtung nach Anspruch 8, weiterhin umfassend:
einen zweiten Anschlag, welcher die Schwenkbewegung des Feststellglieds entgegen der
Kraft der Vorspannanordnung so begrenzt, dass die Verbindungslinie zwischen der Achse
und einem Fußpunkt des Feststellgliedes in einer Normalenebene zur Achse nicht mehr
als 16°, insbesondere nicht mehr als 8° vom unteren Totpunkt des Feststellgliedes
weg entgegen der Kraft der Vorspannanordnung geschwenkt werden kann.
8. Feststellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Arretiervorrichtung
(44; 144) eine einseitig um eine horizontale Achse schwenkbare Lochplatte aufweist,
durch welche ein stabförmiger Abschnitt (41; 141) der Positioniervorrichtung (47;
147) verläuft, wobei die Lochplatte dazu eingerichtet ist, den stabförmigen Abschnitt
durch Verkanten, insbesondere im Reibschluss zu arretieren.
9. Feststellvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein elastisches
Druckelement 37a, welches insbesondere der Wirkrichtung der elastischen Vorspanneinheit
zum Vorspannen des Feststellgliedes zumindest abschnittsweise entgegenwirkt.
10. Feststellvorrichtung nach Anspruch 9, wobei das elastische Druckelement 37a eine Längenbegrenzung
aufweist, welche eine Längenausdehnung des Druckelements begrenzt.
11. Feststellvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, wobei das elastische Druckelement 37a
zwischen dem Schlitten (20) und dem Feststellglied 32) wirkt.