[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Reinigen eines in einem
Prozessluftkreislauf eines Trockners angeordneten Bauteils sowie einen Trockner mit
einer solchen Vorrichtung. Die Erfindung betrifft insbesondere eine Vorrichtung und
ein Verfahren zum Reinigen eines in einem Prozessluftkreislauf eines Trockners angeordneten
Bauteils mit einer Spülflüssigkeit, wobei die Vorrichtung ein Depot zur Aufnahme der
Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil sowie eine Sensorkammer,
in der ein Füllstandssensor angeordnet ist, aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem
insbesondere einen Trockner mit einer solchen Vorrichtung. Unter Trockner wird hierin
sowohl ein Waschtrockner wie auch ein Wäschetrockner verstanden. Bei einem Waschtrockner
handelt es sich um ein Kombinationsgerät, das über eine Waschfunktion zum Waschen
von Wäsche und über eine Trocknungsfunktion zum Trocknen von Wäsche verfügt. Hingegen
verfügt ein Wäschetrockner nur über eine Trocknungsfunktion zum Trocknen von Wäsche.
[0002] In einem Trockner wird Luft (so genannte Prozessluft) durch ein Gebläse über eine
Heizung in eine feuchte Wäschestücke enthaltende Trommel als Trocknungskammer geleitet.
In der Trommel befinden sich feuchte, zu trocknende Wäschestücke. Die heiße Luft nimmt
Feuchtigkeit aus den zu trocknenden Wäschestücken auf. Nach Durchgang durch die Trommel
wird die nun feuchte Prozessluft in einen Wärmetauscher geleitet, dem in der Regel
ein Flusenfilter (auch "Flusensieb" genannt) vorgeschaltet ist. In diesem Wärmetauscher
(z.B. Luft-Luft-Wärmetauscher oder Wärmesenke einer Wärmepumpe) wird die feuchte Prozessluft
abgekühlt, so dass das in der feuchten Prozessluft enthaltene Wasser kondensiert.
Das kondensierte Wasser (Kondensat) wird anschließend in der Regel in einer Kondensatwanne
gesammelt und die abgekühlte und getrocknete Luft erneut der Heizung und anschließend
der Trommel zugeführt.
[0003] Von der Prozessluft werden beim Durchgang durch die Trocknungskammer in den zu trocknenden
Wäschestücken enthaltene Flusen, welche kleine schwebfähige Gewebepartikel sind, mitgerissen,
wobei größere Flusen vom Flusensieb zurückgehalten werden. Feinere Flusen gelangen
jedoch zum Wärmetauscher, wo sich aufgrund der Abkühlung der feuchtwarmen Prozessluft
Kondensat befindet und die Flusen befeuchtet, so dass sie regelrecht kleben bleiben.
Die Ablagerung von Flusen an Flusensieb und Wärmetauscher behindern den Prozessluftstrom,
so dass die Effizienz des Trockners abnimmt und dessen Störanfälligkeit zunehmen kann.
Unterbleibt eine rechtzeitige Reinigung von Flusensieb und Wärmetauscher, kann es
zu einer Verschlechterung der Leistung des Trockners oder sogar zu einer Störung bis
hin zu einem Ausfall des Trockners kommen, so dass eine Reparatur erforderlich sein
kann.
[0004] Zwar sind Flusensieb und Wärmetauscher, insbesondere Luft-Luft-Wärmetauscher, häufig
abnehmbar, so dass sie dem Trockner zur Reinigung entnommen und nach einer Beseitigung
anhaftender Flusen, beispielsweise durch Spülung mit einer Spülflüssigkeit wie Wasser,
wieder in den Trockner eingesetzt werden können. Dies ist jedoch umständlich und nicht
möglich, wenn als Wärmetauscher eine Wärmesenke einer Wärmepumpe verwendet wird, da
die Bestandteile einer Wärmepumpe in der Regel fest miteinander verbunden sind. Es
sind daher Maßnahmen für eine interne Reinigung eines Trockners, insbesondere eine
interne Reinigung eines Wärmetauschers und/oder eines Flusensiebs bekannt, wobei zur
Reinigung häufig das im Trockner anfallende Kondensat verwendet wird.
[0005] Die
DE 10 2007 049 061 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen eines innerhalb eines
Prozessluftkreislaufes eines Wasch- oder Wäschetrockners angeordneten Bauteiles, insbesondere
eines Verdampfers einer Kondensatoreinrichtung, bei dem Kondensatwasser, das in dem
Prozessluftkreislauf aus der feuchten Wäsche gewonnen und in einer Kondensatwanne
aufgefangen wird, zu einer Spülkammer eines oberhalb des Verdampfers vorgesehenen
Sammelbehälters geleitet wird. Der Sammelbehälter weist neben der Spülkammer noch
einen als Speicherkammer dienenden Überlaufbereich auf. Von der Austrittsseite der
Spülkammer wird das Kondensatwasser durch schlagartiges Öffnen als Wasserschwall an
das genannte Bauteil abgegeben und dann wiederum in der Kondensatwanne aufgefangen.
[0006] Bei einer wiederholten Verwendung des Kondensatwassers zum Spülen eines Bauteils
ist es jedoch von Interesse, dass das Kondensatwasser vor dem Spülen von Verschmutzungen,
insbesondere von Flusen beispielsweise aus dem vorherigen Spülvorgang, gereinigt wird.
So offenbart beispielsweise die
DE 10 2010 042 495 A1 eine Reinigungsvorrichtung für ein mit Flusen beaufschlagtes Bauteil, die einen Behälter
zur Aufnahme von Spülflüssigkeit zum Abspülen der Flusen vom Bauteil aufweist, wobei
der Behälter eine Spülkammer und eine Vorratskammer umfasst. Die Spülkammer weist
einen Zulauf auf, über den mittels einer Pumpe Spülflüssigkeit in die Spülkammer gefördert
werden kann, wobei im Bereich des Zulaufs ein Sieb zur Reinigung der Spülflüssigkeit
angeordnet ist. Zudem weist die Reinigungsvorrichtung zwei Abläufe auf. Der erste
Ablauf, der auf der anderen Seite des Siebs als der Zulauf angeordnet ist, dient der
Zuleitung der gereinigten Spülflüssigkeit zu dem zu reinigenden Bauteil, Der zweite
Ablauf, der auf der gleichen Seite des Siebs wie der Zulauf angeordnet ist, dient
zur Ableitung überflüssiger ungereinigter Spülflüssigkeit, um ein unerwünschtes Überlaufen
der Spülflüssigkeit zu vermeiden. Über den zweiten Ablauf wird die überflüssige Spülflüssigkeit
in die Vorratskammer geleitet, wobei die Spülflüssigkeit, wenn die Vorratskammer gefüllt
ist, wiederum in die Bodengruppe des Trockners abgeleitet wird.
[0007] Bei den bekannten internen Reinigungsvorrichtungen für im Prozesskreislauf eines
Trockners angeordnete Bauteile, die eine Spülflüssigkeit verwenden, muss dementsprechend
die Spülflüssigkeit nach dem Spülen des Bauteils auf geeignete Art und Weise aufgefangen
und abgeführt werden. Insbesondere wenn das Auffangen durch die Kondensatwanne geschieht,
muss gewährleistet werden, dass diese nicht überläuft. Auch bei einem kontinuierlichen
Abfluss aus dem Auffangbehälter für die Spülflüssigkeit ist eine Überwachung nötig,
da die Spülflüssigkeit die abgespülten Flusen mitführt, wodurch es zu Behinderungen
im Abfluss und somit zum Überlaufen des Auffangbehälters kommen kann. Zudem ist es
bei zu hohem Füllstand der Spülflüssigkeit im Auffangbehälter möglich, dass je nach
konstruktiver Anordnung das zu reinigende Bauteil mit bereits benutztem Spülwasser
mit Flusen in Berührung bleibt. Somit ist es erwünscht, den Füllstand des Auffangbehälters
für die Spülflüssigkeit zuverlässig zu bestimmen. Zu diesem Zweck ist der Einsatz
von Füllstandssensoren bekannt. Jedoch besteht hier die Gefahr, dass die Funktion
solcher Sensoren durch Ablagerung von Verschmutzungen, insbesondere durch den Kontakt
mit der flusenführenden Spülflüssigkeit, beeinträchtigt wird, so dass der Füllstand
nicht mehr zuverlässig ermittelt werden kann.
[0008] Daher sind Maßnahmen bekannt, um Füllstandssensoren zu reinigen oder vorbeugend vor
Verschmutzungen zu schützen. So ist es bekannt, einen Füllstandssensor durch eine
Kombination von Spülgängen von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, zu reinigen
und der Verschmutzung präventiv entgegen zu wirken, indem während des Spülvorgangs
zur Reinigung des Bauteils ein Teil der Spülflüssigkeit direkt über den Sensor geleitet
wird und außerdem ein weiterer Teil der Spülflüssigkeit in eine separate Kammer zur
Bevorratung geleitet wird, so dass zudem eine zeitverzögerte Spülung des Sensors nach
Beendigung des Spülvorgangs des Bauteils mit Spülflüssigkeit aus dieser Vorratskammer
ermöglicht wird. Weiterhin ist es auch bekannt, die Verschmutzung des Füllstandssensors
zu vermeiden, indem der Füllstandssensor in einer separaten Kammer des Auffangbehälters
angeordnet ist, wobei die Kammer erst beim Überschreiten einer bestimmten Füllhöhe
mit Spülflüssigkeit befüllt wird und die Einströmöffnung in die Kammer mit einem Sieb
ausgestattet ist, das das Einspülen von Schmutz und dessen Anlagerung am Sensor verhindert.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass das Sieb die Einströmung in die Kammer zustandsabhängig
beeinflussen kann, so dass insbesondere eine Verschmutzung des Siebs zu einer verzögerten
bzw. verringerten Einströmung und somit zu einer fehlerhaften Füllstandsdetektion
führen kann.
[0009] Die
EP 2 508 668 A1 beschreibt einen Wäschetrockner, umfassend unter anderem ein Gehäuse, einen Wäscheraum
im Gehäuse, einen Trocknungskreislauf mit einem Wärmetauscher, einen Behälter zur
Aufnahme von Kondensat und einen Sensor für die Detektion eines Schwellenwertes für
die Kondensation innerhalb des Behälters. Der Sensor umfasst u.a. einen Schwimmer
in fluider Kommunikation mit dem Inneren des Behälters, wobei der Schwimmer einen
Magneten trägt, welcher bei Erreichen des Schwellenwertes einen Schalter auslöst.
[0010] Die
WO 2009/123407 A2 beschreibt ein Wäschebehandlungsgerät mit unter anderem einem Aufnahmebehälter für
Wäsche, einem Dampfgenerator für die Zurverfügungstellung von Dampf in den Aufnahmebehälter
und einem Wasser sammelnden Teil. Es wird zudem einem Sensormessung in einer vorgeschalteten
Sensorkammer beschreiben, wobei kein weiterer Zulauf zur Sensorkammer gezeigt ist.
[0011] Die
DE 10 2010 039 552 A1 beschreibt ein Wäschebehandlungsgerät, aufweisend eine Siebaufnahme zur Aufnahme
eines Siebs, wobei der Siebaufnahme mindestens eine Pegelmesseinrichtung zum Messen
mindestens eines Pegelstands an der Siebaufnahme zugeordnet ist. In einer Ausführungsform
ist die Siebaufnahme mit einer Flutkammer nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße
verbunden und die mindestens eine Pegelmesseinrichtung ist zum Messen mindestens eines
Pegelstandes der Flutkammer eingerichtet und angeordnet. Die Flutkammer kann sich
in der Siebaufnahme befinden und ein Feuchtigkeitssensor kann zumindest teilweise
in der Flutkammer angeordnet sein.
[0012] Die
DE 10 2009 001 548 A1 beschreibt ein Wäschetrocknungsgerät mit einem innerhalb eines Prozessluftkreislaufs
angeordneten zu reinigenden Bauteil und mit einem oberhalb des zu reinigenden Bauteils
vorgesehenen Spülbehälter, wobei eine Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter durch
ein steuerbares Ventil an das zu reinigende Bauteil abgebbar ist und wobei das Ventil
auf der Grundlage einer in dem Spülbehälter befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit
steuerbar ist. Es ist vorgesehen, dass eine für eine effektive Abreinigung gerade
noch ausreichende Menge der Reinigungsflüssigkeit abgegeben wird, wodurch auch ein
dem zu reinigenden Bauteil fluidisch nachgeordneter Auffangbehälter (Flusendepot,
Kondensatwasserwannd usw.) nur mit der geringstmöglichen Menge an Reinigungsflüssigkeit
befüllt wird.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es vor diesem Hintergrund, eine Reinigungsvorrichtung,
ein Reinigungsverfahren sowie einen entsprechenden Trockner bereitzustellen, bei dem
der Füllstand im Auffangbehälter, der zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren
Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil dient, zuverlässig ermittelt werden kann. Damit
kann die Entsorgung der verschmutzten Spülflüssigkeit gewährleistet werden, so dass
ein im Prozessluftkanal angeordnetes Bauteil auf verbesserte Weise gereinigt werden
kann.
[0014] Die Lösung dieser Aufgabe wird nach dieser Erfindung erreicht durch eine Vorrichtung
sowie einen Trockner mit den Merkmalen der entsprechenden unabhängigen Patentansprüche
sowie das Verfahren des entsprechenden unabhängigen Patentanspruchs. Bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Trockners sind in entsprechenden
abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung entsprechen bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Trockners
und des erfindungsgemäßen Verfahrens und umgekehrt, auch wenn dies hierin nicht explizit
festgestellt ist.
[0015] Gegenstand der Erfindung ist somit eine Vorrichtung zum Reinigen eines in einem Prozessluftkreislauf
eines Trockners angeordneten Bauteils mit einer Spülflüssigkeit, welche ein Depot
zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil
sowie eine Sensorkammer, in der ein Füllstandssensor angeordnet ist, aufweist, wobei
- i. die Sensorkammer außerhalb des Depots und mit diesem über ein Öffnungssystem hydraulisch
kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem zum Depotboden in vertikaler
Richtung beabstandet angeordnet ist;
- ii. ein Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung einen ersten Zulauf direkt zur
Sensorkammer sowie einen zweiten Zulauf zu dem zu reinigenden Bauteil aufweist, wobei
die Reinigungsvorrichtung mit einer Wasserversorgung und einer Kondensatwanne verbunden
ist;
- iii. das Zuleitungssystem und das Öffnungssystem so ausgestaltet sind, dass pro Zeiteinheit
ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf in die Sensorkammer
hineinfließen kann als aus der Sensorkammer durch das Öffnungssystem in das Depot
abfließen kann und
- iv. die Reinigungsvorrichtung so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der Füllstand
der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens eine Höhe erreicht hat, die der
oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit
im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht,
und wobei anhand der Dauer Δt eines Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit
zumindest zwischen drei unterschiedlichen Füllständen des Depots unterschieden werden
kann, nämlich einem anhaltend geringen Füllstand, der die Höhe der unteren Begrenzung
des Öffnungssystems nicht erreicht bei Δt
1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt
3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt
2.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen (im Folgenden auch "Reinigungsvorrichtung"
abgekürzt) arbeitet mit einer Spülflüssigkeit, bei der es sich um eine wässrige Flüssigkeit
handelt. Die Spülflüssigkeit umfasst im Allgemeinen Kondensat und/oder Leitungswasser
aus der Wasserversorgung. Zudem kann auch in vorangegangen Reinigungsvorgängen bereits
benutzte Spülflüssigkeit insbesondere nach ihrer Reinigung wieder benutzt werden.
Zur Verbesserung der Reinigungswirkung können der Spülflüssigkeit Zusätze wie andere
Lösungsmittel (beispielsweise Alkohole) oder oberflächenaktive Agenzien zugesetzt
sein.
[0017] Die Spülflüssigkeit kann auf verschiedene Weise zur Verfügung gestellt werden. Erfindungsgemäß
ist die Reinigungsvorrichtung hierzu mit einer Wasserversorgung und einer Kondensatwanne
verbunden. Zudem kann zur Verwendung bereits benutzter Spülflüssigkeit diese auch
aus dem Depot der Reinigungsvorrichtung über eine entsprechende Verbindung dem Zuleitungssystem
zugeführt werden.
[0018] Unter Wasserversorgung wird hierin im Allgemeinen eine Wasserversorgung mit in Haushalten
verfügbarem Leitungswasser verstanden, welches normalerweise mit einem Leitungswasserdruck
von mindestens 3 bar, zuweilen aber auch mit einem höheren Druck, wie z.B. mit 6 bar,
bereitgestellt wird.
[0019] Die Verbindung mit einer Wasserversorgung ermöglicht die Reinigung mit frischem Wasser,
das keine Verunreinigungen enthält. Die Verbindung mit einer Kondensatwanne und/oder
einem Depot, in dem Spülflüssigkeit aus vorangegangenen Spülgängen aufbewahrt wird,
ermöglicht die Verwendung des im Trockner anfallenden Kondensats bzw. bereits benutzter
Spülflüssigkeit. Da das Kondensat in der Kondensatwanne bzw. bereits benutzte Spülflüssigkeit
im Depot in der Regel Flusen enthalten, wird vor deren Verwendung in der Reinigungsvorrichtung
vorzugsweise eine Filtration und/oder eine Beimischung von frischem Wasser aus einer
Wasserversorgung vorgenommen.
[0020] Die Wasserversorgung, die Kondensatwanne und/oder das Depot können direkt mit dem
Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung verbunden sein, ggf. unter Zwischenschaltung
einer Pumpe und/oder eines Filters. Allerdings können das frische Wasser aus der Wasserversorgung
und/oder das Kondensat bzw. bereits benutzte Spülflüssigkeit auch zunächst in einen
Spülbehälter gelangen, der wiederum mit dem Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung
verbunden ist.
[0021] Die Reinigungsvorrichtung wird vorzugsweise unmittelbar oder kurz nach Beendigung
eines Trocknungsvorgangs von zu trocknender feuchter Wäsche betrieben, da zu diesem
Zeitpunkt an dem Bauteil, etwa einem Wärmetauscher, haftende Verunreinigungen, insbesondere
Flusen, noch feucht oder angelöst sind und durch die abgegebene Spülflüssigkeit relativ
leicht entfernbar sind. Zu diesem Zeitpunkt sind darüber hinaus Kondensatwanne bzw.
Spülbehälter üblicherweise mit Kondensat gefüllt, das zum Reinigen des Bauteils verwendet
werden kann. Ferner vergeht im Allgemeinen nach jedem Trocknungsvorgang längere Zeit
bis zum nächsten Trocknungsvorgang, so dass genügend Zeit zur Entfernung der Spülflüssigkeit
bleibt.
[0022] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung weist ein Depot zur Aufnahme der Spülflüssigkeit
nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil auf. Bei dem Depot handelt es sich
um einen Auffangbehälter für die Spülflüssigkeit nach dem Spülen des Bauteils. Somit
ist das Depot in der Regel unterhalb des zu reinigenden Bauteils angeordnet. Im Allgemeinen
weist das Depot einen Flüssigkeitsablauf (auch "Ablauf" genannt) auf. Dabei kann es
sich um einen passiven Flüssigkeitsablauf handeln, bei dem die Flüssigkeit lediglich
unter Ausnutzung der Schwerkraft abläuft oder die Flüssigkeit kann aktiv, beispielsweise
durch eine Pumpe, aus dem Depot entfernt werden. Darüber hinaus ist auch die Kombination
beider Varianten möglich, beispielsweise durch einen entsprechend dimensionierten
passiven Flüssigkeitsablauf und den Betrieb einer Pumpe am gleichen Ablauf oder an
unterschiedlichen Abläufen des Depots.
[0023] Vorzugsweise entspricht das Depot der Kondensatwanne oder ist konstruktiv mit dieser
verbunden, so dass es einen Teil der Kondensatwanne bildet, wobei es besonders bevorzugt
ist, dass das Depot der Kondensatwanne entspricht. Dies hat den Vorteil, dass für
das Depot kein zusätzliches Bauteil erforderlich ist. Insbesondere wenn es sich bei
dem zu reinigenden Bauteil um einen Wärmetauscher oder das dem Wärmetauscher im Prozessluftkreislauf
gegebenenfalls vorgeschaltete Flusensieb handelt, kann die Kondensatwanne durch ihre
räumliche Anordnung gleichzeitig als Depot zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren
Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil dienen.
[0024] Zudem weist die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung eine Sensorkammer auf. Bei
der Sensorkammer handelt es sich um einen Behälter, der Spülflüssigkeit aufnehmen
kann und in dem ein Füllstandssensor (im Folgenden auch "Sensor" genannt) angeordnet
ist. Die Art des Sensors ist dabei erfindungsgemäß nicht beschränkt, solange der Sensor
Informationen über den Füllstand der Spülflüssigkeit liefert. Im einfachsten Fall
handelt es sich bei dem Sensor um Elektroden, die einen Widerstand des die Elektroden
umgebenden Mediums detektieren können. Wenn sich das die Elektroden umgebende Medium
ändert, beispielsweise während der Befüllung der Sensorkammer von Luft in Spülflüssigkeit,
ändert sich auch der von den Elektroden detektierte Widerstand. Somit liefert ein
solcher Sensor Informationen darüber, ob ein bestimmter Füllstand an Spülflüssigkeit
erreicht ist oder nicht.
[0025] Es sind jedoch auch andere Arten von Sensoren zur Füllstandsdetektion erfindungsgemäß
einsetzbar, wie beispielsweise optische Sensoren, Drucksensoren etc.. Im Allgemeinen
kann durch den Sensor ermittelt werden, wie lange Spülflüssigkeit am Sensor anliegt,
beispielsweise durch ein einziges Signal, das über die Dauer Δt des Kontakts des Sensors
mit der Flüssigkeit anhält oder durch mehrere, beispielsweise zwei Signale zu den
Zeitpunkten t
1, Beginn des Kontakts mit der Spülflüssigkeit, und t
2, Ende des Kontakts mit der Spülflüssigkeit, aus denen Δt ermittelbar ist.
[0026] Außerdem weist die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung ein Zuleitungssystem auf,
welches einen ersten Zulauf direkt zur Sensorkammer sowie einen zweiten Zulauf zu
dem zu reinigenden Bauteil umfasst. Im Allgemeinen gelangt die Spülflüssigkeit von
der Wasserversorgung, der Kondensatwanne und/oder dem Depot direkt oder über einen
Spülbehälter, ggf. unter Zwischenschaltung einer Pumpe und/oder eines Filters, in
das Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung.
[0027] In dem Zuleitungssystem wird das Spülflüssigkeitsvolumen derart aufgeteilt, dass
ein Teil der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf ohne Kontakt mit dem zu reinigenden
Bauteil direkt zur Sensorkammer geleitet wird und ein anderer Teil der Spülflüssigkeit
über den zweiten Zulauf zu dem zu reinigenden Bauteil geleitet wird. Bei dem ersten
und zweiten Zulauf handelt es sich somit in der Regel um zwei unterschiedliche, entsprechend
ausgestaltete Hohlräume wie beispielsweise Kanäle, Rohre oder Anschlüsse. So fließt
ein Teil des Spülflüssigkeitsvolumens direkt über den ersten Zulauf des Zuleitungssystems
zur Sensorkammer.
[0028] Der andere Teil der Spülflüssigkeit gelangt über den zweiten Zulauf zu dem zu reinigenden
Bauteil, wobei hier gegebenenfalls noch weitere Elemente, wie etwa Mittel zur Strömungsbeeinflussung
und/oder ein Verteilersystem, zwischengeschaltet sein können. Dieser Anteil der Spülflüssigkeit
gelangt nach der Spülung des zu reinigenden Bauteils in das Depot.
[0029] Depot und Sensorkammer sind erfindungsgemäß durch bauliche bzw. konstruktive Maßnahmen
getrennt, so dass die Sensorkammer außerhalb des Depots angeordnet ist. Das heißt,
dass Sensorkammer und Depot zwei getrennte Kammern bilden, die jeweils Spülflüssigkeit
aufnehmen können. Es ist jedoch möglich, Sensorkammer und Depot als zwei getrennte
Kammern in einem Bauteil zu integrieren. Da der Füllstandssensor erfindungsgemäß in
der Sensorkammer angeordnet ist, kann so ein Kontakt des Sensors mit der im Depot
befindlichen verschmutzten Spülflüssigkeit auf einfache Weise vermieden werden, ohne
dass die Gefahr der Verstopfung eines Siebs zum Schutz des Sensors besteht. Außerdem
sind zusätzliche Reinigungsmaßnahmen des Sensors, wie beispielsweise Spülgänge, unnötig.
[0030] Erfindungsgemäß ist die Sensorkammer über ein Öffnungssystem hydraulisch kommunizierend
mit dem Depot verbunden. Auf diese Weise werden Informationen über den Füllstand im
Depot ermöglicht, obwohl der Füllstandssensor in der separaten Sensorkammer angeordnet
ist. Die Art des Öffnungssystems, insbesondere die Form, Anzahl und Größe sowie das
Anordnungsmuster der Öffnungen, ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Beispielsweise
kann es sich um eine oder mehrere kreisförmige Öffnungen, wie z.B. Bohrlöcher, in
einer gemeinsamen Trennwand zwischen Depot und Sensorkammer handeln. Alternativ kann
eine Trennwand mit dem Öffnungssystem etwa auch in einem Verbindungskanal zwischen
Sensorkammer und Depot bzw. zwischen Sensorkammer und einem Verbindungskanal zum Depot
oder zwischen Depot und einem Verbindungskanal zur Sensorkammer angeordnet sein.
[0031] Außerdem sind Zuleitungssystem und Öffnungssystem erfindungsgemäß so ausgestaltet,
dass pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf
in die Sensorkammer hineinfließen kann als aus der Sensorkammer durch das Öffnungssystem
in das Depot abfließen kann. Dies bedeutet, dass der Zulauf an Spülflüssigkeit zur
Sensorkammer größer ist als der Ablauf an Spülflüssigkeit aus der Sensorkammer. So
wird ein hoher Füllstand an Spülflüssigkeit in der Sensorkammer gewährleistet. Insbesondere
wird, wenn eine komplette Befüllung der Sensorkammer erreicht ist, der Füllstand in
der Sensorkammer nicht sinken, solange Spülflüssigkeit weiter in die Sensorkammer
zugeführt wird.
[0032] Konstruktiv kann eine entsprechende Ausgestaltung von Zuleitungssystem und Öffnungssystem
beispielsweise dadurch erreicht werden, in dem die Querschnittsfläche des zur Sensorkammer
führenden ersten Zulaufs größer ist als die Summe der Flächen aller Öffnungen des
Öffnungssystems.
[0033] Erfindungsgemäß ist die Reinigungsvorrichtung zudem so ausgelegt, dass bei einer
Befüllung der Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens eine Höhe
erreicht hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, bevor der
Füllstand der Spülflüssigkeit im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung
des Öffnungssystems entspricht. Im Folgenden wird hiervon auch als "bevorzugte Befüllung"
der Sensorkammer gesprochen.
[0034] Konstruktiv kann eine solche bevorzugte Befüllung der Sensorkammer mit Spülflüssigkeit
auf verschiedene Art und Weise erreicht werden, dies ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt.
Insbesondere kann dies durch eine entsprechende Auslegung des Zuleitungssystems und/oder
durch eine entsprechende Dimensionierung von Depot und Sensorkammer und/oder durch
eine entsprechende Dimensionierung der von der Spülflüssigkeit durchströmten Bauelemente
der Reinigungsvorrichtung bis diese Depot bzw. Sensorkammer erreicht, erfolgen. Beispielsweise
kann die Spülflüssigkeit einen längeren Weg von der Zuleitung bis zum Depotboden im
Vergleich zum Weg von der Zuleitung bis zum Sensorkammerboden zurücklegen. Hinsichtlich
der Dimensionierung von Depot und Sensorkammer kann beispielsweise das Depot eine
größere Grundfläche als die Sensorkammer aufweisen, so dass in der Sensorkammer schneller
ein höherer Füllstand erreicht wird. Zudem kann der Boden des Depots im Trockner tiefer
angeordnet sein als der Boden der Sensorkammer.
[0035] Die bevorzugte Befüllung der Sensorkammer bewirkt, insbesondere im Zusammenhang damit,
dass der Zulauf zur Sensorkammer größer als der Ablauf ist, dass die Spülflüssigkeit
von Beginn an durch das Öffnungssystem stets von der Sensorkammer in das Depot fließt
und nicht umgekehrt. Insbesondere dringt so auch dann keine verschmutzte Spülflüssigkeit
vom Depot in die Sensorkammer ein, wenn der Füllstand im Depot die Höhe des Öffnungssystems
erreicht bzw. überschreitet, da der Füllstand in der Sensorkammer durch die genannten
Maßnahmen bereits mindestens auf gleicher Höhe wie im Depot ist oder die Sensorkammer
sogar komplett gefüllt ist. So wird ein Eindringen verschmutzter Spülflüssigkeit aus
dem Depot in die Sensorkammer vermieden und der Sensor kommt nicht in Kontakt mit
der verschmutzten Spülflüssigkeit. Auf diese Weise kann eine zuverlässige Füllstandsdetektion
durch den Sensor gewährleistet werden.
[0036] Da nach Beendigung der Spülflüssigkeitszufuhr in einem entsprechenden Reinigungsvorgang
die Spülflüssigkeit in der Regel lediglich über den Ablauf des Depots aus der erfindungsgemäßen
Reinigungsvorrichtung entfernt werden kann, ist auch nach Beendigung der Spülflüssigkeitszufuhr
die Fließrichtung der Spülflüssigkeit von der Sensorkammer über das Öffnungssystem
in das Depot gewährleistet.
[0037] Insbesondere kann die in der Sensorkammer befindliche Spülflüssigkeit erst dann über
das Öffnungssystem in das Depot abfließen, wenn der Füllstand im Depot zumindest die
Höhe der oberen Begrenzung des Öffnungssystems unterschreitet. Nach Beendigung der
Spülflüssigkeitszufuhr wird dies im Allgemeinen erst durch Entfernung der Spülflüssigkeit
über den Ablauf des Depots erreicht.
[0038] Erst dann wird durch den Abfluss der Spülflüssigkeit aus der Sensorkammer in das
Depot der Füllstandssensor in der Sensorkammer wieder frei von Spülflüssigkeit. Somit
endet bei einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung die Dauer Δt des Spülflüssigkeitskontakts
des Sensors in der Sensorkammer dann, wenn nach Beendigung der Spülflüssigkeitszufuhr
der Füllstand im Depot ein bestimmtes Mindestmaß unterschreitet. Dieses Mindestmaß
ist beispielsweise von der Gesamtmenge an zugeführter Spülflüssigkeit, von der Menge
an zugeführter Spülflüssigkeit pro Zeiteinheit und/oder von der Dimensionierung und/oder
der Anordnung des Depots, der Sensorkammer und insbesondere des Öffnungssystems abhängig.
[0039] Diese Art der hydraulischen Kommunikation zwischen Sensorkammer und Depot über das
Öffnungssystem ermöglicht somit beispielsweise, dass je nach Ablaufgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit aus dem Depot die Dauer Δt des Spülflüssigkeitskontakts des Sensors
in der Sensorkammer variiert und somit ermittelbar ist, wie schnell die Spülflüssigkeit
aus dem Depot entfernt wird.
[0040] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
wird eine bevorzugte Befüllung der Sensorkammer, d.h. eine Befüllung, bei der der
Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens eine Höhe erreicht hat,
die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, bevor der Füllstand der
Spülflüssigkeit im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems
entspricht, durch die unveränderliche Geometrie des Zuleitungssystems ermöglicht.
[0041] Die unveränderliche Geometrie des Zuleitungssystems bedeutet hierin die Dimensionierung
und Anordnung des entsprechenden Kanals oder der entsprechenden Kanäle des Zuleitungssystems.
Dies schließt permanente Querschnittsverengungen bzw. -erweiterungen der Kanäle des
Zuleitungssystems ein. Beispielsweise kann eine entsprechende Dimensionierung des
Querschnitts eine bevorzugte Befüllung der Sensorkammer ermöglichen, indem der erste
Zulauf einen größeren Querschnitt als der zweite Zulauf aufweist. Weiterhin kann der
zweite Zulauf länger sein als der erste Zulauf. Zudem kann auch eine Ausnutzung der
Schwerkraft im Zuleitungssystem eine bevorzugte Befüllung der Sensorkammer ermöglichen.
[0042] Ganz besonders bevorzugt ist hierbei ein Zuleitungssystem mit einer gemeinsamen Zuleitung
zu dem ersten und dem zweiten Zulauf, wobei der erste Zulauf zur Sensorkammer in einer
im Wesentlichen vertikalen Richtung nach unten führt und der zweite Zulauf in einer
im Wesentlichen horizontalen Richtung zu dem zu reinigenden Bauteil bzw. zu Elementen,
wie einem Verteilersystem, die dem zu reinigenden Bauteil vorgeschaltet sind, führt.
[0043] Alternativ zu einer entsprechenden Ausgestaltung der unveränderlichen Geometrie des
Zuleitungssystems, kann im Zuleitungssystem beispielsweise auch ein Ventil vorgesehen
sein, das etwa zunächst geschlossen ist und erst nach der bevorzugten Befüllung der
Sensorkammer geöffnet wird, um den zweiten Zulauf zu dem reinigenden Bauteil freizugeben.
Jedoch hat die Ausgestaltung der unveränderlichen Geometrie des Zuleitungssystems
den Vorteil, dass mögliche Fehlerquellen gering gehalten werden.
[0044] Erfindungsgemäß ist das Öffnungssystem zum Depotboden in vertikaler Richtung beabstandet
angeordnet. Dies bedeutet, dass die untere Begrenzung des Öffnungssystems nicht direkt
mit dem Depotboden abschließt. Durch die Einhaltung eines solchen Abstands in vertikaler
Richtung zum Boden des Depots kann eine gewisse Menge an Spülflüssigkeit über das
zu reinigende Bauteil in das Depot einströmen, ohne dass der Füllstand der eingeströmten
Spülflüssigkeit die Höhe des Öffnungssystems erreicht. So wird vorteilhaft die Fließrichtung
der Spülflüssigkeit durch das Öffnungssystem von der Sensorkammer zum Depot hin beeinflusst
und der Sensor vor einer Verschmutzung bewahrt.
[0045] Es ist bevorzugt, dass die Reinigungsvorrichtung ein Verteilersystem für die Spülflüssigkeit
aufweist, welches in Strömungsrichtung der Spülflüssigkeit vor dem zu reinigenden
Bauteil angeordnet ist. Ein solches Verteilersystem ist in der Regel oberhalb des
zu reinigenden Bauteils angeordnet und bewirkt eine Verteilung der Spülflüssigkeit
über das zu reinigende Bauteil, wobei beispielsweise eine gleichmäßige Verteilung
der Spülflüssigkeit erwünscht ist. Bei dem Verteilersystem kann es sich beispielsweise
um einen Diffusor, wie etwa in der
DE 10 2009 046 683 A1 beschrieben, handeln. Dieser Diffusor weist einen über seine Breite sich erstreckenden
Verteilungskanal zum Verteilen der in den Diffusor eingeleiteten Spülflüssigkeit und
einen strömungstechnisch mit dem Verteilungskanal gekoppelten Überlaufkanal auf, mit
dem die Spülflüssigkeit in vertikaler Strömungsrichtung nach unten zu dem Bauteil
leitbar ist. Durch ein solches Verteilersystem können quasi alle Bereiche des Bauteils
gespült werden und somit kann ein deutlich verbesserter Reinigungseffekt erzielt werden.
[0046] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Depot ein Depotreinigungssystem
zur Reinigung der Spülflüssigkeit, von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, auf.
Dies hat den Vorteil, dass die bereits benutzte Spülflüssigkeit schon im Depot gereinigt
und für einen weiteren Spülvorgang bzw. weitere Spülvorgänge benutzt werden kann.
Bei diesem Depotreinigungssystem kann es sich beispielsweise um ein Sieb, ein Siebgewebe,
einen Schwamm, Gaze etc. handeln. Bevorzugt ist das Depotreinigungssystem an bzw.
direkt oberhalb der Bodenplatte des Depots angeordnet. Das Depotreinigungssystem ist
vorzugsweise entnehmbar und besonders bevorzugt als austauschbarer Filterbeutel oder
austauschbare Filterbox ausgestaltet.
[0047] Bei dieser Ausführungsform ist es besonders bevorzugt, wenn das Depot der Kondensatwanne
entspricht. Solche vorteilhaften Kondensatwannen, die gleichzeitig als Depot, d.h.
als Auffangbehälter für die Spülflüssigkeit, dienen und ein Depotreinigungssystem
aufweisen, sind etwa in der
WO 2010/028992 A1, in der
DE 10 2009 047 155 A1 und in der
DE 10 2010 039 603 A1 beschrieben.
[0048] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung eine Pumpe auf, mit
der Spülflüssigkeit dem Zuleitungssystem wieder zugeführt werden kann. Dies hat den
Vorteil, dass die Spülflüssigkeit mehrfach verwendet werden kann.
[0049] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass bereits benutzte Spülflüssigkeit gereinigt
wird, bevor sie erneut in das Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung gelangt.
Diese Reinigung der Spülflüssigkeit kann beispielsweise durch ein Flusensieb bzw.
einen Flusenfilter erfolgen. Insbesondere wenn das Depot ein Depotreinigungssystem
aufweist, kann die so gereinigte Spülflüssigkeit etwa mittels einer Pumpe dem Zuleitungssystem
wieder zugeführt werden. Alternativ kann auch ein Flusensieb außerhalb des Depots,
beispielsweise zwischen Depot und einer Pumpe, vor einem Spülbehälter und/oder vor
dem Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung angebracht sein.
[0050] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung
mit einem Spülbehälter zur Bevorratung von flusenfreier Spülflüssigkeit verbunden.
In diesem Fall gelangt die Spülflüssigkeit von dem Spülbehälter aus in das Zuleitungssystem
der Reinigungsvorrichtung. Flusenfreie Spülflüssigkeit bedeutet hierin beispielsweise
frisches Wasser aus einer Wasserversorgung, gegebenenfalls gereinigtes Kondensat und/oder
bereits gereinigte Spülflüssigkeit. Dementsprechend gelangt bereits flusenfreie Spülflüssigkeit
zum Spülbehälter und/oder der Spülbehälter selbst enthält ein entsprechendes Reinigungssystem,
etwa ein Flusensieb, das insbesondere im Zulaufbereich des Spülbehälters angeordnet
ist. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die im Spülbehälter bevorratete Spülflüssigkeit
flusenfrei ist und somit während eines Reinigungsvorgangs flusenfreie Spülflüssigkeit
eingesetzt wird.
[0051] Der Spülbehälter kann auch Teil eines größeren Sammelbehälters für wässrige Flüssigkeit
sein, wobei dann der die Spülflüssigkeit enthaltende Teil des Sammelbehälters auch
als Spülkammer bezeichnet werden kann. Wenn hierin von Spülbehälter die Rede ist,
sollen beide Möglichkeiten erfasst sein. Der Spülbehälter kann im Trockner fest oder
abnehmbar installiert sein. Vorzugsweise umfasst der im erfindungsgemäßen Trockner
optional eingesetzte Spülbehälter für die wässrige Spülflüssigkeit eine untere Behälteröffnung
und ist von dieser mit dem Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung verbunden.
[0052] Vorzugsweise ist der Spülbehälter im Trockner oberhalb des zu reinigenden Bauteils
angebracht. Dies hat den Vorteil, dass die Spülflüssigkeit unter Ausnutzung der Schwerkraft,
beispielsweise über ein Fallrohr, in die Reinigungsvorrichtung einströmen kann und
durch den so entstehenden Druck eine besonders gute Reinigungswirkung an dem zu reinigenden
Bauteil erzielt werden kann. Bei Verwendung von Kondensat und/oder bereits genutzter
Spülflüssigkeit wird diese in der Regel durch eine Pumpe in den Spülbehälter gefördert.
[0053] Alternativ kann bei der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung auch kein separater
Spülbehälter vorgesehen sein und beispielsweise das Depot oder eine als Depot dienende
Kondensatwanne als Behälter zur Bevorratung der Spülflüssigkeit dienen. In diesem
Fall ist es bevorzugt, dass das Depot bzw. die Kondensatwanne ein Depotreinigungssystem
enthält. Dabei wird in der Regel die Spülflüssigkeit bei Bedarf eines Reinigungsvorgangs
über eine Pumpe in das Zuleitungssystem der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
gefördert.
[0054] Die Reinigungsvorrichtung kann zur Reinigung von verschiedenen im Prozessluftkreislauf
eines Trockners angeordneten Bauteilen,verwendet werden, wobei vorzugsweise solche
Komponenten gereinigt werden, deren innere Oberflächen mit Prozessluft, insbesondere
mit Flusen beladener Prozessluft in Kontakt geraten. Die zu reinigenden Bauteile sind
daher vorzugsweise ein im Prozessluftkanal angeordneter Wärmetauscher und/oder ein
dem Wärmetauscher im Prozessluftkreislauf gegebenenfalls vorgeschaltetes Flusensieb.
Der Wärmetauscher ist dabei vorzugsweise ein Luft-Luft-Wärmetauscher oder, wenn eine
Wärmepumpe vorgesehen ist, ein Verdampfer.
[0055] Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Trockner mit zumindest einem im Prozessluftkreislauf
des Trockners angeordneten, mit Flusen beaufschlagbaren Bauteil und einer Vorrichtung
zum Reinigen des Bauteils mit einer Spülflüssigkeit, wobei die Vorrichtung ein Depot
zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil
sowie eine Sensorkammer, in der ein Füllstandssensor angeordnet ist, aufweist, wobei
- i. die Sensorkammer außerhalb des Depots und mit diesem über ein Öffnungssystem hydraulisch
kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem zum Depotboden in vertikaler
Richtung beabstandet angeordnet ist;
- ii. ein Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung einen ersten Zulauf direkt zur
Sensorkammer sowie einen zweiten Zulauf zu dem zu reinigenden Bauteil aufweist, wobei
die Reinigungsvorrichtung mit einer Wasserversorgung und einer Kondensatwanne verbunden
ist;
- iii. das Zuleitungssystem und das Öffnungssystem so ausgestaltet sind, dass pro Zeiteinheit
ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf in die Sensorkammer
hineinfließen kann als aus der Sensorkammer durch das Öffnungssystem in das Depot
abfließen kann und
- iv. die Reinigungsvorrichtung so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der Füllstand
der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens eine Höhe erreicht hat, die der
oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit
im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht,
wobei anhand der Dauer Δt eines Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit
zumindest zwischen drei unterschiedlichen Füllständen des Depots unterschieden werden
kann, nämlich einem anhaltend geringen Füllstand, der die Höhe der unteren Begrenzung
des Öffnungssystems nicht erreicht bei Δt
1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt
3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt
2.
[0056] Der erfindungsgemäße Trockner kann als reiner Trockner, aber auch als Waschtrockner
ausgestaltet sein. Unter einem Waschtrockner wird hierbei ein Kombinationsgerät verstanden,
das über eine Waschfunktion zum Waschen von Wäsche und über eine Trocknungsfunktion
zum Trocknen von feuchter Wäsche verfügt. Bei einem Waschtrockner ist von Vorteil,
dass er als solcher bereits an eine Wasserversorgung angeschlossen ist. In beiden
Fällen ist ein Kondensationstrockner bevorzugt. Unter Kondensationstrockner wird hierin
ein Trockner verstanden, dessen Funktionsweise auf der Kondensation der mittels warmer
Prozessluft verdampften Feuchtigkeit aus der Wäsche beruht.
[0057] Ein Trockner weist in der Regel zumindest eine Steuereinrichtung, eine Trocknungskammer
für die zu trocknenden Gegenstände und einen Prozessluftkanal, in dem sich zumindest
eine Heizung zur Erwärmung der Prozessluft, ein Wärmetauscher zur Abkühlung der Prozessluft
nach Durchgang durch die Trocknungskammer und ein Gebläse für die Beförderung der
Prozessluft befinden, auf. Zusätzlich kann im Prozessluftkanal zwischen Trocknungskammer
und Wärmetauscher ein Flusensieb angeordnet sein, um die Ablagerung von Flusen, die
von der Prozessluft nach Durchgang durch die Trocknungskammer mitgeführt werden, am
Wärmetauscher möglichst gering zu halten.
[0058] Bei einem erfindungsgemäßen Trockner wird unter einem im Prozessluftkreislauf des
Trockners angeordneten, mit Flusen beaufschlagbaren Bauteil ein Bauteil verstanden,
das mit Prozessluft, die Flusen mitführt, in Kontakt kommen kann. Insbesondere handelt
es sich hierbei um den Wärmetauscher und, wenn vorhanden, das dem Wärmetauscher im
Prozessluftkreislauf vorgeschaltete Flusensieb. Vorzugsweise ist der Wärmetauscher
hierbei ein Luft-Luft-Wärmetauscher oder, wenn eine Wärmepumpe vorgesehen ist, der
Verdampfer der Wärmepumpe.
[0059] Im erfindungsgemäßen Trockner kann die Reinigungsvorrichtung manuell durch einen
Benutzer des Trockners oder automatisch in Betrieb genommen werden. In beiden Fällen
weist der Trockner vorzugsweise ein Mittel zur Erkennung eines Reinigungsbedarfs für
das zu reinigende Bauteil auf.
[0060] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Trockner Mittel zur Erkennung eines
Reinigungsbedarfs für das zu reinigende Bauteil auf, die zur Ermittlung des Reinigungsbedarfs
eine Benutzungsmaßzahl U bestimmen, diese mit einem vorgegebenen Wert U
lim vergleichen und bei Erreichen von U
lim, d.h. unter der Bedingung U
lim = U, den Reinigungsbedarf feststellen.
[0061] In einer bevorzugten Ausführungsform ist als Mittel zur Erkennung des Reinigungsbedarfs
ein Zähler vorhanden, der die Anzahl n der bereits durchgeführten Trocknungsprozesse
bestimmt und mit einer vorgegebenen Grenzanzahl n
lim vergleicht. Dieser Zähler kann vorzugsweise zurückgesetzt werden, wenn eine Reinigung
des Wärmetauschers durchgeführt wird.
[0062] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist als Mittel zur Erkennung des Reinigungsbedarfs
eine Uhr vorhanden, welche eine Gesamtdauer t
sum von bisher durchgeführten Trocknungsprozessen bestimmt und mit einer vorgegebenen
Grenzdauer t
lim vergleicht. Diese Uhr kann vorzugsweise zurückgesetzt werden, wenn eine Reinigung
des zu reinigenden Bauteils durchgeführt wird.
[0063] Gegebenenfalls umfasst der erfindungsgemäße Trockner in einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform als Mittel zur Erkennung des Reinigungsbedarfs eine Auswerteeinheit,
die eine Gesamtmenge M an bislang getrockneten Wäschestücken ermittelt und mit einer
vorgegebenen Grenzgesamtmenge M
lim vergleicht. Der Wert für die Gesamtmenge M kann vorzugsweise zurückgesetzt werden,
wenn eine Reinigung des zu reinigenden Bauteils durchgeführt wird.
[0064] Darüber hinaus kann der Trockner vorzugsweise als Mittel zur Erkennung des Reinigungsbedarfs
im Prozessluftkanal einen Sensor zur Volumenstrommessung aufweisen. Die Auswerteeinheit,
die einen Gesamtvolumenstrom V ermittelt und diesen mit einem Grenzvolumenstrom V
lim vergleicht, kann dann die Reinigungseinrichtung in Gang setzen. Der Wert V wird danach
vorzugsweise zurückgesetzt.
[0065] Schließlich kann durch die Auswerteeinheit in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ein Temperaturgradient ΔT über einen in Richtung des Prozessluftstroms gesehen hinter
der Heizung angeordneten Temperaturfühler ermittelt werden. Dieser Temperaturgradient
wird mit einem Grenztemperaturgradienten ΔT
lim verglichen. Bei Überschreiten des Grenztemperaturgradienten wird der Reinigungsvorgang
ausgelöst.
[0066] Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass der Trockner ein akustisches und/oder optisches
Anzeigemittel zur Anzeige des Reinigungsbedarfs und/oder zur Anzeige des Betriebes
der Reinigungseinrichtung aufweist.
[0067] Nach Ermittlung des Reinigungsbedarfs für das zu reinigende Bauteil wird vorzugsweise
eine Reinigung des zu reinigenden Bauteils mit der Reinigungsvorrichtung durchgeführt.
Die Reinigung unter Verwendung der wässrigen Spülflüssigkeit kann automatisch oder
durch einen Benutzer des Trockners steuerbar durchgeführt werden. Vorzugsweise kann
hierzu am Trockner eingestellt werden, ob automatisch oder manuell eine Reinigung
durchgeführt werden soll.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zum Reinigen eines in einem Prozessluftkreislauf
eines Trockners angeordneten Bauteils mit einer Spülflüssigkeit, wobei eine Reinigungsvorrichtung
des Trockners ein Depot zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem
zu reinigenden Bauteil sowie eine Sensorkammer, in der ein Füllstandssensor angeordnet
ist, aufweist, wobei die Sensorkammer außerhalb des Depots und mit diesem über ein
Öffnungssystem hydraulisch kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem
zum Depotboden in vertikaler Richtung beabstandet angeordnet ist, und ein Zuleitungssystem
der Reinigungsvorrichtung einen ersten Zulauf direkt zur Sensorkammer sowie einen
zweiten Zulauf zu dem zu reinigenden Bauteil aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung
mit einer Wasserversorgung und einer Kondensatwanne verbunden ist und das Zuleitungssystem
und das Öffnungssystem so ausgestaltet sind, dass pro Zeiteinheit ein größeres Volumen
der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf in die Sensorkammer hineinfließen kann
als aus der Sensorkammer durch das Öffnungssystem in das Depot abfließen kann, und
die Reinigungsvorrichtung so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der Füllstand
der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens eine Höhe erreicht hat, die der
oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit
im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht,
und wobei
- i. pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf
in die Sensorkammer hineinfließt als aus der Sensorkammer durch das Öffnungssystem
in das Depot abfließen kann;
- ii. bei einer Befüllung der Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer mindestens
eine Höhe erreicht hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht,
bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren
Begrenzung des Öffnungssystems entspricht und
- iii. anhand der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit ein
Füllstand des Depots ermittelt wird, wobei anhand der Dauer Δt eines Kontakts des
Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit zumindest zwischen drei unterschiedlichen Füllständen
des Depots unterschieden werden kann, nämlich einem anhaltend geringen Füllstand,
der die Höhe der unteren Begrenzung des Öffnungssystems nicht erreicht bei Δt1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt2.
[0068] Im Allgemeinen erfolgt nach der Auslösung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Reinigen
eines in einem Prozessluftkreislauf eines Trockners angeordneten Bauteils mit einer
Spülflüssigkeit (im Folgenden auch "Reinigungsverfahren" abgekürzt) eine Spülflüssigkeitszufuhr
in das Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung. Von dort gelangt ein Teil der Spülflüssigkeit
über den ersten Zulauf in die Sensorkammer und ein anderer Teil der Spülflüssigkeit
gelangt über den zweiten Zulauf in das Depot.
[0069] Erfindungsgemäß ist der Zufluss an Spülflüssigkeit in die Sensorkammer größer als
der Abfluss aus der Sensorkammer und zudem erfolgt eine bevorzugte Befüllung der Sensorkammer,
d.h. dass bei einer Befüllung der Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer
mindestens eine Höhe erreicht hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems entspricht,
bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit im Depot eine Höhe erreicht hat, die der unteren
Begrenzung des Öffnungssystems entspricht. Somit ist in der Regel nach Auslösung des
Reinigungsverfahrens bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit ein Füllstand in der
Sensorkammer erreicht, der einen Kontakt des Füllstandssensors mit der Spülflüssigkeit
ermöglicht. Dieser Zeitraum von der Auslösung des Reinigungsvorgangs bis zum Kontakt
des Sensors mit Spülflüssigkeit Δt
Befüllung hängt im Allgemeinen von systemimmanenten Größen wie der Ausgestaltung der Reinigungsvorrichtung
ab. Folglich variiert dieser Zeitraum Δt
Befüllung bei wiederholten Reinigungsverfahren im gleichen Trockner in der Regel nicht.
[0070] Im Allgemeinen wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Menge an Spülflüssigkeit
eingesetzt, die ausreicht, um ein zumindest durchschnittlich mit Flusen beaufschlagtes
zu reinigendes Bauteil zu reinigen. In der Regel ist eine solche Menge an Spülflüssigkeit
auch ausreichend, damit bei einem erfindungsgemäßen Reinigungsverfahren bei maximalem
Füllstand in der Sensorkammer F
maxSens das Öffnungssystem und der Sensor mit Spülflüssigkeit bedeckt sind.
[0071] Außerdem reicht eine solche Menge an Spülflüssigkeit auch aus, um bei einem erfindungsgemäßen
Reinigungsverfahren einen theoretischen maximalem Füllstand im Depot F
thmaxDepot zu erreichen, bei dem zumindest eine Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems
entspricht, überschritten wäre - wenn keine Spülflüssigkeit aus dem Depot entfernt
würde. Dementsprechend ist der tatsächliche maximale Füllstand im Depot

wenn während des Reinigungsverfahrens Spülflüssigkeit aus dem Depot abläuft bzw.
entfernt wird.
[0072] Hierbei kann zumindest zwischen drei Fällen unterschieden werden. In einem ersten
Fall erreicht in einem Reinigungsverfahren der tatsächliche maximale Füllstand im
Depot F
maxDepot nicht die Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht. In diesem
Fall variiert beim gleichen Trockner weder der Zeitraum von der Auslösung des Reinigungsvorgangs
bis zum Kontakt des Sensors mit Spülflüssigkeit Δt
Befüllung noch die Dauer Δt
1 des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit. Letzteres ist damit begründet,
dass der Abfluss der Spülflüssigkeit aus der Sensorkammer in das Depot während des
gesamten Reinigungsverfahrens ungehindert erfolgen kann, da der Füllstand im Depot
das Öffnungssystem nicht erreicht. Ein solcher ungehinderter Abfluss hängt somit lediglich
von systemimmanenten Größen wie etwa der Ausgestaltung der Reinigungsvorrichtung oder
der eingesetzten Menge an Spülflüssigkeit ab.
[0073] Wenn dementsprechend die Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit
einem Wert Δt
1 entspricht, der für einen bestimmten Trockner bei gleicher Spülflüssigkeitsmenge
vorgegeben ist, dann kann daraus geschlossen werden, dass der tatsächliche maximale
Füllstand im Depot F
maxDepot nicht die Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht.
[0074] In einem zweiten Fall überschreitet in einem Reinigungsverfahren der tatsächliche
maximale Füllstand im Depot F
maxDepot die Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, wobei der Füllstand
im Depot nicht wieder unter diese Höhe absinkt. Somit kann keine Spülflüssigkeit aus
der Sensorkammer abfließen und der Sensor bleibt mit Spülflüssigkeit bedeckt. Die
Dauer Δt
2 des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit geht in diesem Fall gegen
unendlich. Vorzugsweise sieht das Reinigungsverfahren in diesem Fall jedoch eine "Time-out"-Funktion
vor. Dies bedeutet, dass, wenn die Dauer Δt
2 des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit einen bestimmten festgelegten
Wert, etwa 15 min, überschreitet, davon ausgegangen wird, das der Füllstand im Depot
nicht weiter absinkt.
[0075] Da ein solcher Fall etwa bei mangelhafter Entfernung der Spülflüssigkeit aus dem
Depot eintreten kann und in der Regel auf eine Verstopfung des Depots und somit die
Gefahr des Überlaufens hindeutet, wird, wenn die Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors
mit Spülflüssigkeit einem Wert Δt
2 entspricht, also beispielsweise der Time-out-Wert erreicht ist, vorzugsweise dem
Benutzer ein entsprechender Hinweis angezeigt.
[0076] In einem dritten Fall überschreitet in einem Reinigungsverfahren der tatsächliche
maximale Füllstand im Depot F
maxDepot zunächst die Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, jedoch
sinkt der Füllstand im Depot noch vor Erreichen des Time-Outs wieder ab, etwa nach
Beendigung der Spülflüssigkeitszufuhr. In diesem Fall hängt beim gleichen Trockner
die Dauer Δt
3 des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit von der Dauer Δt
FDepot ab, in der der Füllstand im Depot die Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems
entspricht, überschreitet. Erst nachdem der Füllstand diese Höhe wieder unterschreitet,
kann die Spülflüssigkeit aus der Sensorkammer ungehindert in das Depot abfließen.
[0077] In diesem Fall liegt der Wert für Δt
3 im Allgemeinen zwischen Δt
1 und Δt
2. Somit kann bei einem solchen Wert Δt
3 darauf geschlossen werden, dass in diesem Fall der tatsächliche maximale Füllstand
im Depot F
maxDepot zunächst die Höhe, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems entspricht, überschritten
hatte, dann jedoch wieder abgesunken ist.
[0078] Dementsprechend ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass anhand der Dauer Δt des Kontakts
des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit zumindest zwischen drei unterschiedlichen
Füllständen des Depots unterschieden werden kann, nämlich einem anhaltend geringen
Füllstand, der die Höhe der unteren Begrenzung des Öffnungssystems nicht erreicht
bei Δt
1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt
3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt
2.
[0079] Zusätzlich kann sogar eine Fehlfunktion der Reinigungsvorrichtung detektiert werden,
wenn nach einmaliger Auslösung der Sensor für eine Dauer Δt
1 oder Δt
3 mit Spülflüssigkeit in Kontakt war und ohne erneute Auslösung eines Reinigungsvorgangs
ein erneuter Kontakt des Sensors mit Spülflüssigkeit stattfindet. Dies würde darauf
hindeuten, dass Spülflüssigkeit vom Depot aus in die Sensorkammer eingedrungen ist,
die den Sensor verschmutzen könnte.
[0080] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist das Depot
ein Depotreinigungssystem zur Reinigung der Spülflüssigkeit von Verschmutzungen, insbesondere
von Flusen, auf und nach dem Kontakt der Spülflüssigkeit mit dem zu reinigenden Bauteil
erfolgt im Depot durch das Depotreinigungssystem eine Reinigung der Spülflüssigkeit
von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen. Dies kann beispielsweise durch die Anordnung
eines Flusensiebs im Depot erfolgen, so dass die Spülflüssigkeit das Flusensieb passieren
muss, bevor sie über den Ablauf aus dem Depot entfernt wird. Durch eine solche Reinigung
der Spülflüssigkeit kann diese anschließend, beispielsweise über eine Pumpe, dem Zuleitungssystem
der Reinigungsvorrichtung entweder direkt oder über einen Spülbehälter zur Bevorratung
der Spülflüssigkeit zugeführt werden. Im Verfahren kann vorgegeben sein, dass ein
solcher Zyklus mehr als einmal durchlaufen wird.
[0081] Hierbei ist es ganz besonders bevorzugt, dass beim erfindungsgemäßen Verfahren die
Spülflüssigkeit Kondensat umfasst und eine Kondensatwanne gleichzeitig als Depot dient.
Somit wird die Spülflüssigkeit bzw. das Kondensat in die Reinigungsvorrichtung geleitet
und nach ihrer Verwendung anschließend in der Kondensatwanne aufgefangen und über
ein darin befindliches Depotreinigungssystem, etwa einen Flusenfilter, gereinigt und
danach wieder in das Zuleitungssystem der Reinigungsvorrichtung zurückgepumpt.
[0082] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird anhand
der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit, die Ablaufgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit aus dem Depot ermittelt.
[0083] Insbesondere hängt die Dauer Δt der Bedeckung des Sensors mit Spülflüssigkeit während
des Reinigungsverfahrens neben systeminternen Größen der Reinigungsvorrichtung, die
sich über die Zeit in der Regel nicht ändern, wie beispielsweise der Dimensionierung
und Anordnung der Komponenten der Reinigungsvorrichtung, wesentlich von der Ablaufgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit aus dem Depot ab. Dabei kann sich die Ablaufgeschwindigkeit vor
allem wegen der in der benutzten Spülflüssigkeit mitgeführten Flusen ändern. Insbesondere
deutet eine Verlangsamung der Ablaufgeschwindigkeit im Vergleich zur Ablaufgeschwindigkeit
flusenfreier Spülflüssigkeit auf eine Verschmutzung bzw. Verflusung des Depots, insbesondere
des Depotablaufs, hin.
[0084] Vorzugsweise wird dies dem Benutzer angezeigt, damit er eine entsprechende Säuberung
vornehmen kann oder der Trockner verfügt über interne Reinigungsmittel, die eine entsprechende
Säuberung bei einem bestimmten, durch dieses Verfahren ermittelbaren Verschmutzungsgrad
einleiten.
[0085] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
anhand der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors mit Spülflüssigkeit, der Grad
der Verschmutzung des Depotreinigungssystems ermittelt. Da auch eine Verschmutzung
bzw. Verflusung einer solchen Depotreinigungssystems zu einer Verlangsamung der Ablaufgeschwindigkeit
führt, erlaubt die Dauer Δt des Kontakts des Sensors mit der Spülflüssigkeit eine
Aussage über den Verflusungszustand eines solchen Depotreinigungssystems. Insbesondere
verhindert das Depotreinigungssystem eine Verflusung am Ablauf des Depots, so dass
die Dauer Δt direkt mit dem Verflusungszustand des Depotreinigungssystems in Verbindung
gebracht werden kann. Vorzugsweise wird dabei dem Benutzer angezeigt, wenn eine Säuberung
des Depotreinigungssystems vorzunehmen ist bzw. dass beispielsweise bei auswechselbaren
Filterbeuteln oder -boxen, diese ausgetauscht werden müssen.
[0086] Die genannte Ermittlung der Verschmutzung des Depotreinigungssystems ist ganz besonders
bevorzugt, wenn beim erfindungsgemäßen Verfahren die Spülflüssigkeit Kondensat umfasst
und eine Kondensatwanne gleichzeitig als Depot dient und ein Depotreinigungssystem
aufweist.
[0087] Wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren anhand der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors
mit Spülflüssigkeit eine Ablaufgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit aus dem Depot und/oder
ein Grad der Verschmutzung des Depotreinigungssystems ermittelt wird, bedeutet dies
hierin, dass implizit eine Ermittlung des Depotfüllstands umfasst ist, auch wenn diese
nicht in einem expliziten Verfahrensschritt vorgenommen wird.
[0088] Die Steuereinrichtung des Trockners kann eine automatische Reinigung auch zu einer
Nachtzeit durchführen, wenn der Benutzer den Trockner ohnehin nicht benutzt. In jedem
Fall kann der Trockner eine bevorstehende Reinigungsphase anzeigen und den Benutzer
ggf. darauf hinweisen, dass beispielsweise ein als Depot und/oder Spülbehälter genutzter
Kondensatbehälter nicht geleert werden soll, damit genügend Kondensat für eine Reinigung
mit der Reinigungseinrichtung zur Verfügung steht.
[0089] Die Erfindung hat den Vorteil, dass der Depotfüllstand bei einer Reinigungsvorrichtung
eines Trockners auf einfache Art und Weise ermittelt werden kann, um ein Überlaufen
des Depots zu verhindern. Außerdem kann so eine hohe Reinigungswirkung an dem zu reinigenden
Bauteil gewährleistet werden, da verhindert werden kann, dass insbesondere der untere
Teil des zu reinigenden Bauteils mit der verschmutzten Spülflüssigkeit durch mangelnden
Ablauf in Berührung bleibt. Insbesondere wird durch die Erfindung eine Verminderung
des Wartungsaufwands erzielt, da eine Verschmutzung des Sensors mit der im Depot befindlichen
verschmutzten Spülflüssigkeit auf einfache Weise vermieden wird, ohne dass die Gefahr
der Verstopfung eines Siebs zum Schutz des Sensors besteht. Außerdem sind zusätzliche
Reinigungsmaßnahmen des Sensors, wie beispielsweise Spülgänge, unnötig. Darüber hinaus
ermöglicht die Erfindung auch, dass je nach Ablaufgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit
aus dem Depot die Dauer der Bedeckung des Sensors in der Sensorkammer mit Spülflüssigkeit
variiert und somit ermittelbar ist, wie schnell die Spülflüssigkeit aus dem Depot
entfernt wird. Dies erlaubt Rückschlüsse über eine Verflusung im Depot und ermöglicht
beispielsweise eine Anzeige für den Benutzer, ob bzw. wann Filtervorrichtungen im
Depot zu säubern oder zu wechseln sind.
[0090] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen für die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung
und das erfindungsgemäße Verfahren. Dabei wird Bezug auf die Figuren 1 bis 3 genommen.
Figur 1 zeigt schematisch einen senkrechten Schnitt durch eine Reinigungsvorrichtung
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Reinigungsvorrichtung
einen separaten Spülbehälter zur Bevorratung flusenfreier Spülflüssigkeit aufweist.
Figur 2 zeigt schematisch einen senkrechten Schnitt durch eine Reinigungsvorrichtung
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Reinigungsvorrichtung
keinen separaten Spülbehälter aufweist.
Figur 3 zeigt schematisch in den Abbildungen 3A bis 3C den Ablauf eines Verfahrens
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Dabei zeigen Pfeile die Fließrichtung der
gepunktet dargestellten Spülflüssigkeit an.
[0091] Die in Figur 1 dargestellte Reinigungsvorrichtung 1 weist ein in einem Prozessluftkreislauf
eines Trockners, beispielsweise eines Kondensationstrockners, angeordnetes Bauteil
2 auf, das durch die Reinigungsvorrichtung 1 gereinigt werden kann. Das zu reinigende
Bauteil 2 kommt mit Flusen in Kontakt, die in der Prozessluft nach deren Durchgang
durch die Trocknungskammer des Trockners, die hier nicht dargestellt ist und bei der
es sich um eine um eine horizontale Achse drehbare Trommel handelt. Bei dem zu reinigenden
Bauteil 2 handelt es sich beispielsweise um einen Wärmetauscher, wie etwa einen Verdampfer
einer Wärmepumpe.
[0092] Weiterhin weist die in Figur 1 dargestellte Reinigungsvorrichtung 1 einen Spülbehälter
13 zur Bevorratung flusenfreier Spülflüssigkeit, die hier nicht dargestellt ist, auf.
Der Spülbehälter 13 ist im Trockner oberhalb des zu reinigenden Bauteils 2 angeordnet
und über eine als Fallrohr ausgestaltete Spülbehälterableitung 16 mit dem Zuleitungssystem
7 der Reinigungsvorrichtung 1 verbunden. Das Zuleitungssystem 7 weist eine gemeinsame
Zuleitung 10 sowie einen vertikal angeordneten ersten Zulauf 8, der direkt zur Sensorkammer
5 führt, und einen horizontal angeordneten zweiten Zulauf 9, der über ein Bauteil
zur Strömungsbeeinflussung 14, etwa eine Blende, und ein Verteilersystem 11 zu dem
zu reinigenden Bauteil 2 führt, auf. Unterhalb des zu reinigenden Bauteils 2 ist ein
Depot 3 zur Aufnahme der hier nicht dargestellten Spülflüssigkeit nach ihrem Kontakt
mit dem zu reinigenden Bauteil 2 angeordnet.
[0093] In der Sensorkammer 5 ist ein Füllstandssensor 4 angeordnet. Bei dem Sensor 4 handelt
es sich um Elektroden, die den Widerstand des sie umgebenden Mediums, etwa Luft oder
Spülflüssigkeit, detektieren können. Die Sensorkammer 5 ist hier neben dem Depot 3
angeordnet, so dass Sensorkammer 5 und Depot 3 über eine gemeinsame Trennwand verfügen,
die ein Öffnungssystem 6 aufweist.
[0094] Das Öffnungssystem 6, das hier im Schnitt nicht näher dargestellt ist, verfügt über
vier gleich große kreisrunde Öffnungen', wobei jeweils zwei dieser Öffnungen nebeneinander
auf gleicher Höhe und jeweils zwei dieser Öffnungen direkt übereinander angeordnet
sind. Das Öffnungssystem 6 weist einen Abstand zum Boden des Depots 3 auf, d.h. die
untere Begrenzung der unteren Öffnungen ist vom Depotboden 21 beabstandet. Sensorkammer
5 und Depot 3 können über das Öffnungssystem 6 hydraulisch kommunizieren.
[0095] Das Depot 3 weist einen Flüssigkeitsablauf 17 auf, über den die Spülflüssigkeit kontinuierlich
abtransportiert werden kann. Hier erfolgt der Abtransport sowohl passiv durch die
Schwerkraft, da der Ablauf 17 seitlich am unteren Ende des Depots 3 angeordnet ist,
als auch aktiv über eine Pumpe 12. Die Pumpe 12 bewirkt, dass die Spülflüssigkeit
in die sich an die Pumpe 12 anschließende Spülbehälterzuleitung 15 gepumpt wird und
darüber zum Spülbehälter 13 gelangt. Im Zulaufbereich des Spülbehälters 13 befindet
sich ein Mittel zur Reinigung der Spülflüssigkeit 19, etwa ein Flusensieb.
[0096] Bei Auslösung eines Reinigungsvorgangs durch den Benutzer oder automatisch über die
Steuereinrichtung des Trockners nachdem beispielsweise ein Mittel zur Erkennung des
Reinigungsbedarfs des Trockners den Reinigungsbedarf des zu reinigenden Bauteils 2,
etwa des Verdampfers einer Wärmepumpe, erkannt hat, strömt flusenfreie Spülflüssigkeit
aus dem Spülbehälter 13 in das als Spülbehälterableitung dienende Fallrohr 16 und
gelangt von dort in die gemeinsame Zuleitung 10 des Zuleitungssystems 7 der Reinigungsvorrichtung
1. Durch die unveränderliche Geometrie des Zuleitungssystems 7, wobei der erste Zulauf
8 zur Sensorkammer 5 vertikal angeordnet ist und der zweite Zulauf 9 zu dem zu reinigenden
Bauteil 2 horizontal angeordnet ist sowie durch die Blende 14 wird die Strömung der
Spülflüssigkeit derart beeinflusst, dass sich zunächst die Sensorkammer 5 mit Spülflüssigkeit
füllt. Dies wird zusätzlich dadurch gewährleistet, dass das Öffnungssystem 6 derart
dimensioniert ist, dass der Zulauf an Spülflüssigkeit in die Sensorkammer 5 größer
als der Ablauf aus der Sensorkammer 5 durch das Öffnungssystem 6 ist.
[0097] Sobald der erste Zulauf 8 und die Sensorkammer 5 mit Spülflüssigkeit gefüllt sind,
strömt ein anderer Teil der Spülflüssigkeit in das oberhalb des zu reinigenden Bauteils
2 angeordnete Verteilersystem 11 ein. Das Verteilersystem 11 verteilt die Spülflüssigkeit
über die Länge des zu reinigenden Bauteils 2, so dass dieses durch die Spülflüssigkeit
gründlich gereinigt wird. Dabei läuft die Spülflüssigkeit an dem zu reinigenden Bauteil
2 hinunter und wird im Depot 3 aufgefangen.
[0098] Vom Depot 3 gelangt die Spülflüssigkeit über dessen Ablauf 17 und mittels der Pumpe
12 in die Spülbehälterzuleitung 15 und weiter in den Spülbehälter 13. Bei Eintritt
der Spülflüssigkeit von der Spülbehälterzuleitung 15 in den Spülbehälter 13 wird die
Spülflüssigkeit über die im Zulaufbereich des Spülbehälters 13 angeordneten Mittel
zur Reinigung der Spülflüssigkeit 19, etwa ein Flusensieb, von Flusen befreit, so
dass im Spülbehälter 13 flusenfreie Spülflüssigkeit für einen erneuten Reinigungsvorgang
bevorratet wird.
[0099] Figur 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Reinigungsvorrichtung 1 gemäß
einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Reinigungsvorrichtung 1 hier
keinen separaten Spülbehälter 13 aufweist. Im Unterschied zu dem im Zusammenhang mit
Figur 1 beschriebenen Fallstromprinzip der Spülflüssigkeitsführung arbeitet die in
Figur 2 dargestellte Reinigungsvorrichtung 1 mit einem Umpumpsystem.
[0100] Im Gegensatz zu der in Figur 1 dargestellten Reinigungsvorrichtung 1 wird bei der
in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
1 die Spülflüssigkeit ohne separaten Spülbehälter 13 direkt über eine Zuleitung zur
Reinigungsvorrichtung 18 in das Zuleitungssystem 7 der Reinigungsvorrichtung 1 gepumpt.
Auch hier weist das Zuleitungssystem 7 eine gemeinsame Zuleitung 10 sowie einen vertikal
angeordneten ersten Zulauf 8, der direkt zur Sensorkammer 5 führt, und einen horizontal
angeordneten zweiten Zulauf 9, der über ein Verteilersystem 11, hier jedoch ohne vorgeschaltete
Blende 14, zu dem zu reinigenden Bauteil 2 führt, auf. Unterhalb des zu reinigenden
Bauteils 2 ist wiederum ein Depot 3 zur Aufnahme der hier nicht dargestellten Spülflüssigkeit
nach ihrem Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil 2 angeordnet.
[0101] Bei dieser in Figur 2 gezeigten Ausführungsform ist das Depot 3 eine Kondensatwanne,
die konventionell unter dem Wärmetauscher 2 des Trockners angeordnet ist, und das
Depot 3 bzw. die Kondensatwanne weist ein hier nicht dargestelltes Depotreinigungssystem
zur Reinigung der Spülflüssigkeit von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, auf.
Dabei handelt es sich etwa um ein abnehmbares Flusensieb oder um einen austauschbaren
Filterbeutel. Dies bewirkt, dass die Spülflüssigkeit bereits im Depot 3 bzw. in der
Kondensatwanne gereinigt wird und als flusenfreie Spülflüssigkeit über einen Flüssigkeitsablauf
17 kontinuierlich abtransportiert werden kann. Auch hier erfolgt der Abtransport sowohl
passiv durch die Schwerkraft, da der Ablauf 17 ebenfalls seitlich am unteren Ende
des Depots 3 angeordnet ist, als auch aktiv über eine Pumpe 12. Die Pumpe 12 bewirkt,
dass die flusenfreie Spülflüssigkeit über die sich an die Pumpe 12 anschließende Zuleitung
18 zur Reinigungsvorrichtung direkt wieder in das Zuleitungssystem 7 der Reinigungsvorrichtung
befördert werden kann.
[0102] Die Ausgestaltung der Sensorkammer 5 mit dem Sensor 4 sowie das Öffnungssystem 6
zwischen Sensorkammer 3 und Depot 3 entsprechen bei der in Figur 2 gezeigten zweiten
Ausführungsform der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform.
[0103] Bei Auslösung eines Reinigungsvorgangs wird bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform
somit flusenfreie Spülflüssigkeit aus der als Depot 3 dienenden Kondensatwanne, die
darüber hinaus auch zur Bevorratung und Reinigung der Spülflüssigkeit dient, mittels
der Pumpe 12 über die Zuleitung 18 zur Reinigungsvorrichtung 1 in das Zuleitungssystem
7 und zwar zunächst in dessen gemeinsamen Zulauf 10 gepumpt. Durch die unveränderliche
Geometrie des Zuleitungssystems 7, wobei auch hier der erste Zulauf 8 zur Sensorkammer
5 vertikal angeordnet ist und der zweite Zulauf 9 zu dem zu reinigenden Bauteil 2
horizontal angeordnet ist wird die Strömung der Spülflüssigkeit derart beeinflusst,
dass sich zunächst hauptsächlich die Sensorkammer 5 mit einem Teil der Spülflüssigkeit
füllt und lediglich ein sehr geringer anderer Teil der Spülflüssigkeit in das dem
zu reinigenden Bauteil 2 vorgeschaltete Verteilersystem 11 gelangt. Zusätzlich wird
die bevorzugte Befüllung der Sensorkammer mit Spülflüssigkeit auch hier dadurch gewährleistet,
dass das Öffnungssystem 6 derart dimensioniert ist, dass der Zulauf an Spülflüssigkeit
in die Sensorkammer 5 größer als der Ablauf aus der Sensorkammer 5 durch das Öffnungssystem
6 ist.
[0104] Sobald der erste Zulauf 8 und die Sensorkammer 5 mit Spülflüssigkeit gefüllt sind,
strömt die Spülflüssigkeit nahezu vollständig in das oberhalb des zu reinigenden Bauteils
2 angeordnete Verteilersystem 11 ein. Das Verteilersystem 11 verteilt die Spülflüssigkeit
über die Länge des zu reinigenden Bauteils 2, so dass dieses durch die Spülflüssigkeit
gründlich gereinigt wird. Dabei läuft die Spülflüssigkeit an dem zu reinigenden Bauteil
2 hinunter und wird in der als Depot 3 dienenden Kondensatwanne aufgefangen.
[0105] In der als Depot 3 dienenden Kondensatwanne wird die Spülflüssigkeit durch ein darin
befindliches, hier nicht dargestelltes Depotreinigungssystem gereinigt. Über den Ablauf
des Depots 3 bzw. der Kondensatwanne gelangt die nun flusenfreie Spülflüssigkeit mittels
der Pumpe 12 für einen erneuten Reinigungsvorgang in die Zuleitung 18 zur Reinigungsvorrichtung.
[0106] In Figur 3 ist schematisch der Ablauf eines Verfahrens gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen Pfeile die Fließrichtung der gepunktet dargestellten
Spülflüssigkeit an.
[0107] Dabei ist in den Abbildungen 3A bis 3C jeweils dieselbe Reinigungsvorrichtung 1 zu
unterschiedlichen Zeitpunkten des Verlaufs einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Diese schematisch dargestellte Reinigungsvorrichtung 1 weist
ein Zuleitungssystem 7 mit einem gemeinsamen Zulauf 10 sowie einem vertikal angeordneten
ersten Zulauf 8 zur Sensorkammer 5 und einem horizontal angeordneten zweiten Zulauf
9 zu dem zu reinigenden Bauteil 2 auf. Oberhalb des zu reinigenden Bauteils 2 ist
ein Verteilersystem 11 angeordnet, das dem zu reinigenden Bauteil 2 in Strömungsrichtung
der Spülflüssigkeit vorgeschaltet ist. Unterhalb des zu reinigenden Bauteils 2 befindet
sich ein Depot 3 zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden
Bauteil 2, an dessen Boden 21 sich in Strömungsrichtung vor dem Ablauf 17 ein Depotreinigungssystem
20 zur Reinigung der Spülflüssigkeit von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen,
befindet. In der Sensorkammer 5 ist ein Sensor 4 und ein Öffnungssystem 6 angeordnet,
wobei das Öffnungssystem eine hydraulische Kommunikation zwischen Sensorkammer 5 und
Depot 3 ermöglicht.
[0108] Figur 3A zeigt die Reinigungsvorrichtung mit der gepunktet dargestellten Spülflüssigkeit
zu einem Zeitpunkt kurz nach der Auslösung des Reinigungsverfahrens. Durch die unveränderliche
Geometrie des Zuleitungssystems 7, wobei der erste Zulauf 8 zur Sensorkammer 5 vertikal
angeordnet ist und der zweite Zulauf 9 zu dem zu reinigenden Bauteil 2 horizontal
angeordnet ist wird ist die Spülflüssigkeit vorrangig über den ersten Zulauf 8 in
die Sensorkammer eingeströmt und nur ein sehr geringer anderer Teil der Spülflüssigkeit
ist in das dem zu reinigenden Bauteil 2 vorgeschaltete Verteilersystem 11 gelangt.
Sobald der Sensor 4 durch den steigenden Füllstand in der Sensorkammer mit der Spülflüssigkeit
in Kontakt gekommen ist, ändert sich der durch die Elektroden detektierte Widerstand.
Dadurch, dass das Öffnungssystem 6 derart dimensioniert ist, dass der Zulauf an Spülflüssigkeit
größer als der Ablauf durch das Öffnungssystem 6 ist, ist gewährleistet, dass der
Sensor 4 nach erstmaligem Kontakt mit Spülflüssigkeit nach der Auslösung des Reinigungsverfahrens
von der Spülflüssigkeit bedeckt bleibt, so dass keine weitere Widerstandsänderung
eintritt.
[0109] Zu dem in Figur 3A gezeigten Zeitpunkt ist der erste Zulauf 8 und die Sensorkammer
5 mit Spülflüssigkeit gefüllt, ab diesem Zeitpunkt kann die Spülflüssigkeit nahezu
vollständig in das oberhalb des zu reinigenden Bauteils 2 angeordnete Verteilersystem
11 einströmen. Ein späterer Zeitpunkt, zu dem die Spülflüssigkeit nahezu vollständig
in das oberhalb des zu reinigenden Bauteils 2 angeordnete Verteilersystem 11 eingeströmt
ist, ist in Figur 3B dargestellt. Das Verteilersystem 11 verteilt die Spülflüssigkeit
über die Länge des zu reinigenden Bauteils 2, so dass dieses durch die Spülflüssigkeit
gründlich gereinigt wird. Dabei läuft die Spülflüssigkeit, wie mit den Pfeilen dargestellt,
an dem zu reinigenden Bauteil 2 hinunter und wird im Depot 3 aufgefangen und kontinuierlich
über einen Ablauf 17 des Depots 3 abgeführt. Vor dem Ablauf 17 am Boden des Depots
3 befindet sich ein Depotreinigungssystem 20, etwa ein Flusensieb oder ein austauschbarer
Filterbeutel, so dass die abfließende Spülflüssigkeit von Flusen gereinigt ist.
[0110] In Figur 3C ist wiederum ein späterer Zeitpunkt des erfindungsgemäßen Reinigungsverfahrens
dargestellt, zu dem keine Spülflüssigkeit mehr in die Reinigungsvorrichtung 1 hineingeleitet
wird. Hier ist zunächst die im Depot 3 befindliche Spülflüssigkeit über das Depotreinigungssystem
20 und den Ablauf 17 so weit abgeflossen, dass der Füllstand im Depot 3 unterhalb
des zum Boden des Depots 3 beabstandet angeordneten Öffnungssystems 6 liegt. Da auf
der Seite des Depots 3 keine Flüssigkeit mehr am Öffnungssystem 6. anliegt, fließt
nun die Spülflüssigkeit aus der Sensorkammer 5 und deren Zulauf 8 über das Öffnungssystem
6 in das Depot 3 ab.
[0111] Zu dem in Figur 3C dargestellten Zeitpunkt ist der Sensor 4 zwar noch immer mit Spülflüssigkeit
bedeckt, wird aber zu einem kurz darauffolgenden Zeitpunkt, nach Absinken der Spülflüssigkeit
in der Sensorkammer 5 unterhalb des Sensors 4, nicht mehr bedeckt sein und somit wird
sich dann der durch die Sensorelektroden 4 detektierte Widerstand wiederum ändern.
Somit ist die Dauer Δt des Kontakts des Sensors 4 mit Spülflüssigkeit ermittelbar.
[0112] Solange der Sensor 4 mit Spülflüssigkeit bedeckt ist, bedeutet dies hierin, dass
der Füllstand des Depots 3 oberhalb eines bestimmten Niveaus liegt. Dieses Niveau
ergibt sich konstruktiv in Abhängigkeit von der Anordnung und Ausgestaltung des Öffnungssystems
6 und der Dimensionierung von Depot 3 und Sensorkammer 5.
[0113] In der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform, bei der das Depot 3 ein einem Ablauf
17 vorgeschaltetes Depotreinigungssystem 20 aufweist, hängt zudem die Ablaufgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit und damit der Depotfüllstand maßgeblich von der Verschmutzung
des Depotreinigungssystems 20 ab. Je nach Verschmutzungsgrad variiert somit der Durchlass
an Spülflüssigkeit in den Ablauf 17. Somit erlaubt in diesem Fall die Dauer Δt des
Kontakts des Sensors 4 mit Spülflüssigkeit einen Rückschluss auf die Verschmutzung
des im Depot 3 angeordneten Depotreinigungssystems 20. Somit wird auf einfache Weise
ermöglicht, dass der Benutzer auch ein Signal zur Reinigung oder zum Austausch des
im Depot 3 angeordneten Depotreinigungssystems 20 erhalten kann.
Bezugszeichenliste
[0114]
- 1
- Reinigungsvorrichtung
- 2
- zu reinigendes Bauteil, z.B. Wärmetauscher oder Flusensieb
- 3
- Depot
- 4
- Sensor zur Füllstandserkennung
- 5
- Sensorkammer
- 6
- Öffnungssystem zwischen Sensorkammer und Depot
- 7
- Zuleitungssystem
- 8
- erster Zulauf zur Sensorkammer
- 9
- zweiter Zulauf zu dem zu reinigenden Bauteil
- 10
- gemeinsame Zuleitung
- 11
- Verteilersystem
- 12
- Pumpe
- 13
- Spülbehälter
- 14
- Bauteil zur Strömungsbeeinflussung, z.B. Blende
- 15
- Spülbehälterzuleitung
- 16
- Spülbehälterableitung, z.B. Fallrohr
- 17
- Ablauf des Depots
- 18
- Zuleitung zur Reinigungsvorrichtung
- 19
- Mittel zur Reinigung der Spülflüssigkeit, z.B. Flusensieb
- 20
- Depotreinigungssystem
- 21
- Depotboden
1. Vorrichtung (1) zum Reinigen eines in einem Prozessluftkreislauf eines Trockners angeordneten
Bauteils (2) mit einer Spülflüssigkeit, welche ein Depot (3) zur Aufnahme der Spülflüssigkeit
nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil (2) sowie eine Sensorkammer (5),
in der ein Füllstandssensor (4) angeordnet ist, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
i. die Sensorkammer (5) außerhalb des Depots (3) und mit diesem über ein Öffnungssystem
(6) hydraulisch kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem (6) zum Depotboden
(21) in vertikaler Richtung beabstandet angeordnet ist;
ii. ein Zuleitungssystem (7) der Reinigungsvorrichtung (1) einen ersten Zulauf (8)
direkt zur Sensorkammer (5) sowie einen zweiten Zulauf (9) zu dem zu reinigenden Bauteil
(2) aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung (1) mit einer Wasserversorgung und einer
Kondensatwanne verbunden ist;
iii. das Zuleitungssystem (7) und das Öffnungssystem (6) so ausgestaltet sind, dass
pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf (8)
in die Sensorkammer (5) hineinfließen kann als aus der Sensorkammer (5) durch das
Öffnungssystem (6) in das Depot (3) abfließen kann und
iv. die Reinigungsvorrichtung (1) so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der
Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer (5) mindestens eine Höhe erreicht
hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems (6) entspricht, bevor der Füllstand
der Spülflüssigkeit im Depot (3) eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung
des Öffnungssystems (6) entspricht,
und wobei anhand der Dauer Δt eines Kontakts des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit
zumindest zwischen drei unterschiedlichen Füllständen des Depots (3) unterschieden
werden kann, nämlich einem anhaltend geringen Füllstand, der die Höhe der unteren
Begrenzung des Öffnungssystems (6) nicht erreicht bei Δt
1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt
3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt
2.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Befüllung, bei der der Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer (5)
mindestens eine Höhe erreicht hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems (6)
entspricht, bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit im Depot (3) eine Höhe erreicht
hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems (6) entspricht, durch die unveränderliche
Geometrie des Zuleitungssystems (7) ermöglicht wird.
3. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Verteilersystem (11) für die Spülflüssigkeit aufweist, welches in Strömungsrichtung
der Spülflüssigkeit vor dem zu reinigenden Bauteil (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Füllstandssensor (4) um Elektroden handelt, die einen Widerstand
des die Elektroden umgebenden Mediums detektieren können.
5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Depot (3) ein Depotreinigungssystem (20) zur Reinigung der Spülflüssigkeit von
Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, aufweist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Pumpe (12) aufweist, mit der Spülflüssigkeit dem Zuleitungssystem
(7) wieder zugeführt werden kann.
7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) mit einem Spülbehälter (13) zur Bevorratung von flusenfreier
Spülflüssigkeit verbunden ist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem zu reinigenden Bauteil (2) um einen Wärmetauscher und/oder um ein
Flusensieb handelt.
9. Trockner mit zumindest einem im Prozessluftkreislauf des Trockners angeordneten, mit
Flusen beaufschlagbaren Bauteil (2) und einer Vorrichtung (1) zum Reinigen des Bauteils
(2) mit einer Spülflüssigkeit, wobei die Vorrichtung (1) ein Depot (3) zur Aufnahme
der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden Bauteil (2) sowie eine
Sensorkammer (5), in der ein Füllstandssensor (4) angeordnet ist, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
i. die Sensorkammer (5) außerhalb des Depots (3) und mit diesem über ein Öffnungssystem
(6) hydraulisch kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem (6) zum Depotboden
(21) in vertikaler Richtung beabstandet angeordnet ist;
ii. ein Zuleitungssystem (7) der Reinigungsvorrichtung (1) einen ersten Zulauf (8)
direkt zur Sensorkammer (5) sowie einen zweiten Zulauf (9) zu dem zu reinigenden Bauteil
(2) aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung (1) mit einer Wasserversorgung und einer
Kondensatwanne verbunden ist;
iii. das Zuleitungssystem (7) und das Öffnungssystem (6) so ausgestaltet sind, dass
pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf (8)
in die Sensorkammer (5) hineinfließen kann als aus der Sensorkammer (5) durch das
Öffnungssystem (6) in das Depot (3) abfließen kann und
iv. die Reinigungsvorrichtung (1) so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der
Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer (5) mindestens eine Höhe erreicht
hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems (6) entspricht, bevor der Füllstand
der Spülflüssigkeit im Depot (3) eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung
des Öffnungssystems (6) entspricht,
und wobei anhand der Dauer Δt eines Kontakts des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit
zumindest zwischen drei unterschiedlichen Füllständen des Depots (3) unterschieden
werden kann, nämlich einem anhaltend geringen Füllstand, der die Höhe der unteren
Begrenzung des Öffnungssystems (6) nicht erreicht bei Δt
1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt
3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt
2.
10. Trockner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner ein Mittel zur Erkennung eines Reinigungsbedarfs für das zu reinigende
Bauteil aufweist.
11. Verfahren zum Reinigen eines in einem Prozessluftkreislauf eines Trockners angeordneten
Bauteils (2) mit einer Spülflüssigkeit, wobei eine Reinigungsvorrichtung (1) des Trockners
ein Depot (3) zur Aufnahme der Spülflüssigkeit nach deren Kontakt mit dem zu reinigenden
Bauteil (2) sowie eine Sensorkammer (5), in der ein Füllstandssensor (4) angeordnet
ist, aufweist, wobei die Sensorkammer (5) außerhalb des Depots (3) und mit diesem
über ein Öffnungssystem (6) hydraulisch kommunizierend angeordnet ist, wobei das Öffnungssystem
(6) zum Depotboden (21) in vertikaler Richtung beabstandet angeordnet ist, und ein
Zuleitungssystem (7) der Reinigungsvorrichtung (1) einen ersten Zulauf (8) direkt
zur Sensorkammer (5) sowie einen zweiten Zulauf (9) zu dem zu reinigenden Bauteil
(2) aufweist, wobei die Reinigungsvorrichtung (1) mit einer Wasserversorgung und einer
Kondensatwanne verbunden ist und das Zuleitungssystem (7) und das Öffnungssystem (6)
so ausgestaltet sind, dass pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit
über den ersten Zulauf in die Sensorkammer (5) hineinfließen kann als aus der Sensorkammer
(5) durch das Öffnungssystem (6) in das Depot (3) abfließen kann, und
die Reinigungsvorrichtung (1) so ausgestaltet ist, dass bei einer Befüllung der Füllstand
der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer (5) mindestens eine Höhe erreicht hat, die
der oberen Begrenzung des Öffnungssystems (6) entspricht, bevor der Füllstand der
Spülflüssigkeit im Depot (3) eine Höhe erreicht hat, die der unteren Begrenzung des
Öffnungssystems (6) entspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass
v. pro Zeiteinheit ein größeres Volumen der Spülflüssigkeit über den ersten Zulauf
(8) in die Sensorkammer (5) hineinfließt als aus der Sensorkammer (5) durch das Öffnungssystem
(6) in das Depot (3) abfließen kann und
vi. bei einer Befüllung der Füllstand der Spülflüssigkeit in der Sensorkammer (5)
mindestens eine Höhe erreicht hat, die der oberen Begrenzung des Öffnungssystems (6)
entspricht, bevor der Füllstand der Spülflüssigkeit im Depot (3) eine Höhe erreicht
hat, die der unteren Begrenzung des Öffnungssystems (6) entspricht und
vii. anhand der Dauer Δt eines Kontakts des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit
ein Füllstand des Depots (3) ermittelt wird, wobei anhand der Dauer Δt des Kontakts
des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit zumindest zwischen drei unterschiedlichen
Füllständen des Depots (3) unterschieden werden kann, nämlich einem anhaltend geringen
Füllstand, der die Höhe der unteren Begrenzung des Öffnungssystems (6) nicht erreicht
bei Δt1, einem zunächst höheren, dann jedoch wieder absinkenden Füllstand bei Δt3 und einem andauernd hohen Füllstand bei Δt2.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Depot (3) ein Depotreinigungssystem (20) zur Reinigung der Spülflüssigkeit von
Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, aufweist und dass nach dem Kontakt der Spülflüssigkeit
mit dem zu reinigenden Bauteil (2) im Depot durch das Depotreinigungssystem (20) eine
Reinigung der Spülflüssigkeit von Verschmutzungen, insbesondere von Flusen, erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit die
Ablaufgeschwindigkeit der Spülflüssigkeit aus dem Depot (3) ermittelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Dauer Δt des Kontakts des Füllstandssensors (4) mit Spülflüssigkeit der
Grad der Verschmutzung des Depotreinigungssystems (20) ermittelt wird.
1. Device (1) for cleaning a component (2) arranged in a process air circuit of a dryer
with a washing liquid, which has a repository (3) for receiving the washing liquid
after its contact with the component (2) to be cleaned and a sensor chamber (5), in
which a fill level sensor (4) is arranged,
characterised in that
i. the sensor chamber (5) is arranged outside of the repository (3) so as to communicate
hydraulically therewith by way of an opening system (6), wherein the opening system
(6) is arranged at a distance in the vertical direction from the repository base (21);
ii. a feed system (7) of the cleaning device (1) has a first inlet (8) directly to
the sensor chamber (5) and a second inlet (9) to the component (2) to be cleaned,
wherein the cleaning device (1) is connected to a water supply and a condensate pan;
iii. the feed system (7) and the opening system (6) are configured such that per time
unit a larger volume of the washing liquid can flow into the sensor chamber (5) by
way of the first inlet (8) than can flow out of the sensor chamber (5) through the
opening system (6) into the repository (3), and
iv. the cleaning device (1) is configured such during filling the fill level of the
washing liquid in the sensor chamber (5) has reached at least a level which corresponds
to the upper limit of the opening system (6), before the fill level of the washing
liquid in the repository (3) has reached a level which corresponds to the lower limit
of the opening system (6),
and wherein on the basis of the duration Δt of a contact of the fill level sensor
(4) with washing liquid, it is possible to differentiate at least between three different
fill levels of the repository (3), namely a persistently low fill level, which does
not reach the level of the lower limit of the opening system (6) at Δ
t1, an initially higher but then falling fill level at Δ
t3 and a persistently high fill level at Δ
t2.
2. Device (1) according to claim 1, characterised in that a filling, with which the fill level of the washing liquid in the sensor chamber
(5) has reached at least a level which corresponds to the upper limit of the opening
system (6), before the fill level of the washing liquid in the repository (3) has
reached a level which corresponds to the lower limit of the opening system (6), is
enabled by the unchangeable geometry of the feed system (7).
3. Device (1) according to one of claims 1 to 2, characterised in that it has a distribution system (11) for the washing liquid, which is arranged in the
flow direction of the washing liquid upstream of the component (2) to be cleaned.
4. Device (1) according to one of claims 1 to 3, characterised in that the fill level sensor (4) consists of electrodes which can detect a resistance of
the medium surrounding the electrodes.
5. Device (1) according to one of claims 1 to 4, characterised in that the repository (3) has a repository cleaning system (20) for cleaning the washing
liquid of dirt, in particular of lint.
6. Device (1) according to claim 5, characterised in that the device (1) has a pump (12), with which washing liquid can be supplied again to
the feed system (7).
7. Device (1) according to one of claims 1 to 6, characterised in that the device (1) is connected to a washing container (13) for storing lint-free washing
liquid.
8. Device (1) according to one of claims 1 to 7, characterised in that the component (2) to be cleaned consists of a heat exchanger and/or a lint filter.
9. Dryer having at least one component (2) which is arranged in a process air circuit
of the dryer and can be exposed to lint, and a device (1) for cleaning the component
(2) with a washing liquid, wherein the device (1) has a repository (3) for receiving
the washing liquid after its contact with the component (2) to be cleaned and a sensor
chamber (5), in which a fill level sensor (4) is arranged,
characterised in that
i. the sensor chamber (5) is arranged outside of the repository (3) so as to communicate
hydraulically therewith by way of an opening system (6), wherein the opening system
(6) is arranged at a distance in the vertical direction from the repository base (21);
ii. a feed system (7) of the cleaning device (1) has a first inlet (8) directly to
the sensor chamber (5) and a second inlet (9) to the component (2) to be cleaned,
wherein the cleaning device (1) is connected to a water supply and a condensate pan;
iii. the feed system (7) and the opening system (6) are configured such that per time
unit a larger volume of the washing liquid can flow into the sensor chamber (5) by
way of the first inlet (8) than can flow out of the sensor chamber (5) through the
opening system (6) into the repository (3), and
iv. the cleaning device (1) is configured such that during filling the fill level
of the washing liquid in the sensor chamber (5) has reached at least a level which
corresponds to the upper limit of the opening system (6), before the fill level of
the washing liquid in the repository (3) has reached a level which corresponds to
the lower limit of the opening system (6),
and wherein on the basis of the duration Δt of a contact of the fill level sensor
(4) with washing liquid, it is possible to differentiate at least between three different
fill levels of the repository (3), namely a persistently low fill level, which does
not reach the level of the lower limit of the opening system (6) at
Δt1, an initially higher but then falling fill level at
Δt3 and a persistently high fill level at Δ
t2.
10. Dryer according to claim 9, characterised in that the dryer has a means for identifying a cleaning requirement for the component to
be cleaned.
11. Method for cleaning a component (2) arranged in a process air circuit of a dryer with
a washing liquid, wherein a cleaning device (1) of the dryer has a repository (3)
for receiving the washing liquid after its contact with the component (2) to be cleaned
and a sensor chamber (5), in which a fill level sensor (4) is arranged, wherein the
sensor chamber (5) is arranged outside of the repository (3) so as to communicate
hydraulically therewith by way of an opening system (6), wherein the opening system
(6) is arranged at a distance in the vertical direction from the repository base (21),
and a feed system (7) of the cleaning device (1) has a first inlet (8) directly to
the sensor chamber (5) and a second inlet (9) to the component (2) to be cleaned,
wherein the cleaning device (1) is connected to a water supply and a condensate pan
and the feed system (7) and the opening system (6) are configured such that per time
unit a larger volume of the washing liquid can flow by way of the first inlet into
the sensor chamber (5) than can flow out of the sensor chamber (5) through the opening
system (6) into the repository (3), and
the cleaning device (1) is configured such that during filling the fill level of the
washing liquid in the sensor chamber (5) has reached at least a level which corresponds
to the upper limit of the opening system (6), before the fill level of the washing
liquid in the repository (3) has reached a level which corresponds to the lower limit
of the opening system (6),
characterised in that
v. per time unit a larger volume of the washing liquid flows by way of the first inlet
(8) into the sensor chamber (5) than can flow out of the sensor chamber (5) through
the opening system (6) into the repository (3) and
vi. during filling the fill level of the washing liquid in the sensor chamber (5)
has reached at least a level which corresponds to the upper limit of the opening system
(6), before the fill level of the washing liquid in the repository (3) has reached
a level which corresponds to the lower limit of the opening system (6), and
vii. on the basis of the duration Δt of a contact of the fill level sensor (4) with washing liquid, a fill level of the
repository (3) is determined, wherein on the basis of the duration Δt of the contact
of the fill level sensor (4) with the washing liquid, it is possible to differentiate
at least between three different fill levels of the repository (3), namely a persistently
low fill level which does not reach the level of the lower limit of the opening system
(6) at Δt1, an initially higher but then falling fill level at Δt3 and a persistently high fill level at Δt2.
12. Method according to claim 11, characterised in that the repository (3) has a repository cleaning system (20) for cleaning the washing
liquid of dirt, in particular of lint, and that after the contact between the washing
liquid and the component (2) to be cleaned in the repository, the washing liquid is
cleaned of dirt, in particular of lint, by the repository cleaning system (20).
13. Method according to claim 12, characterised in that on the basis of the duration Δt of the contact of the fill level sensor (4) with
washing liquid, the drainage speed of the washing liquid from the repository (3) is
determined.
14. Method according to claim 13, characterised in that the degree of dirt in the repository cleaning system (20) is determined on the basis
of the duration Δt of the contact of the fill level sensor (4) with the washing liquid.
1. Dispositif (1) destiné à nettoyer un composant (2) disposé dans un circuit d'air de
processus d'un sécheur à l'aide d'un liquide de lavage, lequel présente un dépôt (3)
pour réceptionner le liquide de lavage après le contact de ce dernier avec le composant
(2) à nettoyer, ainsi qu'une chambre de capteur (5) dans laquelle est disposé un capteur
de niveau de remplissage (4),
caractérisé en ce que
i. la chambre de capteur (5) est disposée en dehors du dépôt (3) et en communiquant
hydrauliquement avec celui-ci par l'intermédiaire d'un système d'ouverture (6), le
système d'ouverture (6) étant disposé de manière distancée du fond de dépôt (21) en
direction verticale ;
ii. en ce qu'un système de conduites d'alimentation (7) du dispositif de nettoyage (1) présente
une première arrivée (8) directement vers la chambre de capteur (5) ainsi qu'une deuxième
arrivée (9) vers le composant (2) à nettoyer, le dispositif de nettoyage (1) étant
raccordé à une alimentation en eau et à une cuve de condensat,
iii. en ce que le système de conduites d'alimentation (7) et le système d'ouverture (6) sont conçus
de manière à ce que, par unité de temps, un volume plus grand du liquide de lavage
puisse s'écouler dans la chambre de capteur (5) par l'intermédiaire de la première
arrivée (8) que celui pouvant sortir de la chambre de capteur (5) à travers le système
d'ouverture (6) pour arriver dans le dépôt (3), et
iv. en ce que le dispositif de nettoyage (1) est conçu de manière à ce que lors d'un remplissage,
le niveau de remplissage du liquide de lavage dans la chambre de capteur (5) atteigne
au moins une hauteur qui corresponde à la limitation supérieure du système d'ouverture
(6) avant que le niveau de remplissage du liquide de lavage dans le dépôt (3) ait
atteint une hauteur qui corresponde à la limitation inférieure du système d'ouverture
(6),
et une différenciation au moins entre trois niveaux de remplissage différents du dépôt
(3) pouvant être réalisée à l'aide de la durée Δt d'un contact du capteur de niveau
de remplissage (4) avec le liquide de lavage, à savoir entre un niveau de remplissage
moindre permanent, qui n'atteint pas la hauteur de la limitation inférieure du système
d'ouverture (6) à Δt
1, un niveau de remplissage d'abord plus haut mais cependant baissant de nouveau à
Δt
3 et un niveau de remplissage élevé permanent à Δt
2.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un remplissage, lors duquel le niveau de remplissage du liquide de lavage dans la
chambre de capteur (5) a atteint au moins une hauteur qui correspond à la limitation
supérieure du système d'ouverture (6) avant que le niveau de remplissage du liquide
de lavage dans le dépôt (3) ait atteint une hauteur qui correspond à la limitation
inférieure du système d'ouverture (6), est rendu possible en raison de la géométrie
invariable du système de conduites d'alimentation (7).
3. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'il présente un système de distribution (11) du liquide de lavage, lequel, en direction
d'écoulement du liquide de lavage, est disposé en amont du composant (2) à nettoyer.
4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le capteur de niveau de remplissage (4) est réalisé par des électrodes qui peuvent
détecter une résistance du milieu entourant les électrodes.
5. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dépôt (3) présente un système de nettoyage de dépôt (20) pour le nettoyage du
liquide de lavage par enlèvement des salissures, notamment des peluches.
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif (1) présente une pompe (12) avec laquelle le liquide de lavage peut
être de nouveau amené au système de conduites d'alimentation (7).
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif (1) est relié à une cuve de lavage (13) pour le stockage de liquide
de lavage exempt de peluches.
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le composant (2) à nettoyer est un échangeur de chaleur et/ou un filtre à peluches.
9. Sécheur comprenant au moins un composant (2) disposé dans le circuit d'air de processus
du sécheur, pouvant être chargé avec des peluches, et comprenant un dispositif (1)
destiné à nettoyer le composant (2) à l'aide d'un liquide de lavage, le dispositif
(1) présentant un dépôt (3) pour réceptionner le liquide après le contact de ce dernier
avec le composant (2) à nettoyer, ainsi qu'une chambre de capteur (5) dans laquelle
est disposé un capteur de niveau de remplissage (4),
caractérisé en ce que
i. la chambre de capteur (5) est disposée en dehors du dépôt (3) et en communiquant
hydrauliquement avec celui-ci par l'intermédiaire d'un système d'ouverture (6), le
système d'ouverture (6) étant disposé de manière distancée du fond de dépôt (21) en
direction verticale ;
ii. en ce qu'un système de conduites d'alimentation (7) du dispositif de nettoyage (1) présente
une première arrivée (8) directement vers la chambre de capteur (5) ainsi qu'une deuxième
arrivée (9) vers le composant (2) à nettoyer, le dispositif de nettoyage (1) étant
raccordé à une alimentation en eau et à une cuve de condensat,
iii. en ce que le système de conduites d'alimentation (7) et le système d'ouverture (6) sont conçus
de manière à ce que, par unité de temps, un volume plus grand du liquide de lavage
puisse s'écouler dans la chambre de capteur (5) par l'intermédiaire de la première
arrivée (8) que celui pouvant sortir de la chambre de capteur (5) à travers le système
d'ouverture (6) pour arriver dans le dépôt (3), et
iv. en ce que le dispositif de nettoyage (1) est conçu de manière à ce que lors d'un remplissage,
le niveau de remplissage du liquide de lavage dans la chambre de capteur (5) atteigne
au moins une hauteur qui corresponde à la limitation supérieure du système d'ouverture
(6) avant que le niveau de remplissage du liquide de lavage dans le dépôt (3) ait
atteint une hauteur qui corresponde à la limitation inférieure du système d'ouverture
(6),
et une différenciation au moins entre trois niveaux de remplissage différents du dépôt
(3) pouvant être réalisée à l'aide de la durée Δt d'un contact du capteur de niveau
de remplissage (4) avec le liquide de lavage, à savoir entre un niveau de remplissage
moindre permanent, qui n'a pas atteint la hauteur de la limitation inférieure du système
d'ouverture (6) à Δt
1, un niveau de remplissage d'abord plus haut mais cependant baissant de nouveau à
Δt
3 et un niveau de remplissage élevé permanent à Δt
2.
10. Sécheur selon la revendication 9, caractérisé en ce que le sécheur présente un moyen d'identification d'un besoin de nettoyage du composant
à nettoyer.
11. Procédé de nettoyage d'un composant (2) disposé dans un circuit d'air de processus
d'un sécheur à l'aide d'un liquide de lavage, un dispositif de nettoyage (1) du sécheur
présentant un dépôt (3) pour réceptionner le liquide de lavage après le contact de
ce dernier avec le composant (2) à nettoyer, ainsi qu'une chambre de capteur (5) dans
laquelle est disposé un capteur de niveau de remplissage (4), la chambre de capteur
(5) étant disposée en dehors du dépôt (3) et en communiquant hydrauliquement avec
celui-ci par l'intermédiaire d'un système d'ouverture (6), le système d'ouverture
(6) étant disposé de manière distancée du fond de dépôt (21) en direction verticale,
et un système de conduites d'alimentation (7) du dispositif de nettoyage (1) présentant
une première arrivée (8) directement vers la chambre de capteur (5) ainsi qu'une deuxième
arrivée (9) vers le composant (2) à nettoyer, le dispositif de nettoyage (1) étant
raccordé à une alimentation en eau et à une cuve de condensat, et le système de conduites
d'alimentation (7) et le système d'ouverture (6) étant conçus de manière à ce que,
par unité de temps, un volume plus grand du liquide de lavage puisse s'écouler dans
la chambre de capteur (5) par l'intermédiaire de la première arrivée (8) que celui
pouvant sortir de la chambre de capteur (5) à travers le système d'ouverture (6) pour
arriver dans le dépôt (3), et
le dispositif de nettoyage (1) étant conçu de manière à ce que lors d'un remplissage,
le niveau de remplissage du liquide de lavage dans la chambre de capteur (5) atteigne
au moins une hauteur qui corresponde à la limitation supérieure du système d'ouverture
(6) avant que le niveau de remplissage du liquide de lavage dans le dépôt (3) ait
atteint une hauteur qui corresponde à la limitation inférieure du système d'ouverture
(6),
caractérisé en ce que
v. par unité de temps, un volume plus grand du liquide de lavage peut s'écouler dans
la chambre de capteur (5) par l'intermédiaire de la première arrivée (8) que celui
pouvant sortir de la chambre de capteur (5) à travers le système d'ouverture (6) pour
arriver dans le dépôt (3), et
vi. en ce que lors d'un remplissage, le niveau de remplissage du liquide de lavage dans la chambre
de capteur (5) atteint au moins une hauteur qui correspond à la limitation supérieure
du système d'ouverture (6) avant que le niveau de remplissage du liquide de lavage
dans le dépôt (3) ait atteint une hauteur qui correspond à la limitation inférieure
du système d'ouverture (6), et
vii. en ce qu'à l'aide de la durée Δt d'un contact du capteur de niveau de remplissage (4) avec
le liquide de lavage, un niveau de remplissage du dépôt (3) est déterminé, une différenciation,
à l'aide de la durée Δt du contact du capteur de niveau de remplissage (4) avec le
liquide de lavage, au moins entre trois niveaux de remplissage différents du dépôt
(3) pouvant être réalisée, à savoir entre un niveau de remplissage moindre permanent,
qui n'a pas atteint la hauteur de la limitation inférieure du système d'ouverture
(6) à Δt1, un niveau de remplissage d'abord plus haut mais cependant baissant de nouveau à
Δt3 et un niveau de remplissage élevé permanent à Δt2.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dépôt (3) présente un système de nettoyage de dépôt (20) pour le nettoyage du
liquide de lavage par enlèvement des salissures, notamment des peluches, et en ce qu'après le contact du liquide de lavage avec le composant (2) à nettoyer dans le dépôt,
un nettoyage du liquide de lavage par enlèvement de salissures, notamment de peluches,
est réalisé au moyen du système de nettoyage de dépôt (20).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la vitesse de déroulement du liquide de lavage hors du dépôt (3) est déterminée à
l'aide de la durée Δt du contact du capteur de niveau de remplissage (4) avec le liquide
de lavage.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le degré de salissure du système de nettoyage de dépôt (20) est déterminé à l'aide
de la durée Δt du contact du capteur de niveau de remplissage (4) avec le liquide
de lavage.