[0001] Die Erfindung betrifft einen Litzen-Druckrohranker gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Geotechnische Anker, zu denen auch die gattungsgemäßen Litzendruckanker gehören,
werden unter anderem bei Bauvorhaben eingesetzt, um die Seitenwände der Baugrube beispielsweise
durch rückverankerte Sicherungswände gegen Einsturz zu sichern. Ein dieser Gattung
entsprechender Anker ist insbesondere aus der Druckschrift
WO 2007/066860 A1 bekannt. Dabei werden die Druckkräfte, die von dem den Sicherungswänden unmittelbar
benachbarten Untergrund auf die Sicherungswände ausgeübt werden, über mehrere geotechnische
Anker an den weiter entfernten Untergrund abgegeben. Da die Anker insbesondere bei
Bauvorhaben im innerstädtischen Bereich in den Untergrund des Nachbargrundstücks hineinragen
und dort zukünftige Bauvorhaben behindern können, unterliegt der Einsatz von geotechnischen
Ankern immer häufiger der Anforderung, dass nach Fertigstellung der Baumaßnahmen keine
Teile bzw. lediglich Stahlteile mit begrenzten Abmessungen im Boden verbleiben dürfen.
[0003] Grundsätzlich sind je nach der Konstruktion der Zugelemente zwei Typen von Ankern
zu unterscheiden, nämlich zum einen die Stabanker, bei denen das Zugelement von einem
starren Stahlstab gebildet ist, und zum anderen die Litzenanker, bei denen das Zugelement
von einer Stahllitze gebildet ist. Litzenanker haben dabei gegenüber Stabankern den
Vorteil, dass sie bei gleicher Tragfähigkeit kostengünstiger herzustellen sind. Darüber
hinaus können sie aufgewickelt angeliefert werden, wodurch ohne bauseits angebrachte
Kupplungen größere Ankerlängen möglich sind als bei Stabankern, deren maximale Lieferlänge
üblicherweise auf 18 m begrenzt ist.
[0004] Ferner unterscheidet man je nach der Art der Einleitung der Ankerspannkräfte in den
umgebenden Untergrund zwischen Verbundankern und Druckrohrankern:
[0005] Beim Verbundanker ist das die Sicherungswand mit dem Anker-Basiselement verbindende
Zugelement zumindest auf einem Teil seiner Länge, der so genannten Verpresslänge,
in den, üblicherweise aus erhärtetem Zement gebildeten, Verpresskörper eingebettet.
Im Bereich der freien Ankerlänge ist der Verbund zwischen Zugelement und umgebendem
Zement unterbrochen, beispielsweise durch eine Ummantelung mittels eines Kunststoffrohrs.
Daher verläuft die Spannkraft des Zugelements hier konstant und nimmt dann innerhalb
des Verpresskörpers ab dem Beginn der Verpresslänge bis zum Anker-Basiselement kontinuierlich
ab. Die Ankerspannkräfte hierbei vorwiegend über Zugbeanspruchung des Verpresskörpers
an den umgebenden Untergrund übertragen.
[0006] Verbundanker sind üblicherwiese nur teilweise ausbaubar. Und zwar kann nur ihr der
freien Ankerlänge entsprechender Längenabschnitt wieder ausgebaut werden, während
ihr der Verpresslänge entsprechender Längenabschnitt im Untergrund verbleibt. Die
Sollbruchstelle zwischen den beiden Längenabschnitten kann beispielsweise im Rahmen
der Herstellung der Ankerlitze durch induktives Erwärmen des Übergangsbereichs zwischen
den beiden Längenabschnitten vorgesehen werden. Hierdurch nimmt aber gleichzeitig
auch die Gesamttragfähigkeit der Ankerlitze ab. Es gibt auch Lösungen, bei denen die
Ankerlitze erst im Zuge des Wiederausbaus durch Erwärmen geschwächt wird. Die hierfür
erforderlichen Elemente, beispielsweise Kabel und Heizelemente müssen in diesem Fall
aber bereits im Rahmen der Produktion mit installiert werden, was die Konstruktion
aufwändig und teuer macht. Für bei der Herstellung vorgesehene mechanische Schwächungen
gilt das für die durch induktive Erwärmung Gesagte in analoger Weise.
[0007] Ein nicht zu unterschätzendes Problem besteht darin, dass die Ankerlitzen beim Ausbau
unter Zugspannung gesetzt werden müssen, um die Sollbruchstelle zum Brechen zu bringen.
Bricht die Sollbruchstelle, so baut sich diese Zugspannung instantan ab, was häufig
dazu führt, dass die Ankerlitze aus dem Verankerungsloch herausschießt. Es ist leicht
einzusehen, däss damit ein erhebliches Verletzungsrisiko für das die Ankerlitzen ausbauende
Personal einhergeht. Es wird zwar versucht, dieses Risiko durch aufwändige und damit
kostspielige Maßnahmen, beispielsweise Sicherungsnetze, zu minimieren. Ganz ausschließen
lässt es sich jedoch nicht.
[0008] Bei vollständig ausbaubaren Verbundankern muss der Verpressbereich vor dem Wiederausbau
der Ankerlitze zerstört werden. Dies kann beispielsweise durch die Detonation einer
Sprengladung, durch das Aufbringen einer Querzugspannung mittels einer hierfür gesondert
vorgesehenen Litze oder mittels aus Hochdruckdüsen ausgestoßenen Flüssigkeitsstrahlen
erfolgen. Alle diese Maßnahmen erfordern aber gesonderte Vorkehrungen, die die Konstruktion
des Verbundankers verkomplizieren.
[0009] Beim Druckrohranker ist das Zugelement hingegen entlang der gesamten Ankerlänge von
einem Hüllrohr umgeben, das das Zugelement vor dem direkten Kontakt mit dem aus ausgehärtetem
Zementmörtel gebildeten Verpresskörper schützt. Bei dem Druckrohranker wird die bis
zum Anker-Basiselement konstant verlaufende Spannkraft des Zugelements über eine kurze
Verbindungslänge vollständig auf das Anker-Basiselement übertragen. Von dort wird
sie dann, erforderlichenfalls unterstützt durch ein mit dem Anker-Basiselement zusammenwirkendes
Druckrohr, über Druckbeanspruchung des Verpresskörpers an den umgebenden Untergrund
übertragen.
[0010] Aus der
WO 2002/077373 A1 ist ein gattungsgemäßer, vollständig ausbaubarer Litzen-Druckrohranker bekannt. Ankerspannkräfte
werden hierbei mit Hilfe von mehreren Keilelementen von der Litze auf das Anker-Basiselement
übertragen. Die Keilelemente stehen mit der Oberfläche der Litze über eine Verzahnung
in Halteeingriff, der infolge der Zugspannung der Litze durch das Zusammenwirken der
Keilflächen der Keilelemente mit Gegenkeilflächen des Anker-Basiselements aufrechterhalten
wird. Ferner weist der aus der
WO 2002/077373 A1 bekannte Litzen-Druckrohranker ein im Wesentlichen T-förmiges Element auf, das zum
einen über den Quersteg der T-Form mit den Enden der Keilelemente in Mitnahmeeingriff
steht. Zum anderen weist der Basissteg der T-Form ein Außengewinde auf, das zum Zusammenwirken
mit einem in einer Vertiefung des Anker-Basiselement ausgebildeten Gegengewinde bestimmt
ist.
[0011] Zum Ausbau der Litze nach dem Gebrauch des Litzen-Druckrohrankers wird wie folgt
vorgegangen: Zunächst wird durch Druckbeanspruchung der Litze der Eingriff zwischen
den Keilelementen und den Keilflächen des Anker-Basiselements gelöst. Dann wird die
Litze vollständig in das Anker-Basiselement eingeschoben. Dabei nimmt sie über die
Keilelemente das T-förmige Element mit, bis dieses an der Öffnung der Gewindevertiefung
des Anker-Basiselements anliegt. Anschließend wird das T-förmige Element durch Drehen
der Litze und Mitnahme der Keilelemente in die Gewindevertiefung eingeschraubt. Die
Mitnahme der Keilelemente löst den Kontakt zwischen Litze und Keilsegmenten wodurch
die Litze aus dem Anker-Basiselement und somit aus dem gesamten Bohrloch herausgezogen
werden kann.
[0012] Wie man leicht einsieht, besteht ein erster Nachteil der aus der
WO 2002/ 077373 A1 bekannten Konstruktion darin, dass das Lösen der Keilelemente über die Möglichkeit
des vollständigen Ausbaus der Litzen entscheidet. Vor allem bei langen Litzenankern
verbunden mit hohen Vorspannkräften kann das Lösen durch Aufbringen einer Druckbelastung
zu Problemen führen. Um die Keilelemente einfach lösen zu können, muss ihre Oberfläche
entsprechend gehärtet sein oder der Ausnutzungsgrad der Litzen begrenzt werden. Zudem
erfordert die aus der
WO 2002/077373 A1 bekannte Konstruktion den Einsatz einer großen Anzahl von Bauteilen. So muss neben
dem Vorsehen der Keilelemente und des im Wesentlichen T-förmigen Element das Anker-Basiselement
zweistückig ausgebildet sein, um zum einen die Keilflächen und zum anderen die Gewindevertiefung
bereitstellen zu können.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Litzen-Druckrohranker
anzugeben, der einfacher aufgebaut ist und zudem besonders einfach und schnell ausgebaut
werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen vollständig ausbaubaren Litzen-Druckrohranker
der gattungsgemäßen Art gelöst, bei welchem die Zuglitze oder wenigstens eine der
Zuglitzen an ihrem dem Druckanker-Basiselement zugeordneten Ende mit einer Presshülse
versehen ist, welche mit einem Außengewinde versehen ist, welches in einem verbundenen
Zustand von Zuglitze und Druckanker-Basiselement, in welchem die Zuglitze mit dem
Druckanker-Basiselement zur Weiterleitung der Verankerungskräfte an den umgebenden
Untergrund verbunden ist, mit einem Innengewinde des Druckanker-Basiselements in Schraubeingriff
steht. Vorzugsweise sind alle Zuglitzen mit dem Druckanker-Basiselement über eine
mit Außengewinde versehene Presshülse veschraubt.
[0015] Erfindungsgemäß ist pro vollständig ausbaubarer Zuglitze lediglich ein zusätzliches
Element erforderlich, nämlich die mit dem Außengewinde versehene Presshülse. Diese
wird unmittelbar mit dem Druckanker-Basiselement verschraubt. Daher kann die Zuglitze
nach dem Gebrauch in einfacher Weise wieder aus dem Druckanker-Basiselement herausgeschraubt
werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Schlagrichtung der Zuglitze gleich der
Drehrichtung des Gewindes der an ihrem freien Ende angeordneten Presshülse ist. Ist
die Presshülse mit einem rechtsgängigen Gewinde versehen, d.h. einem Gewinde, das
derart ausgebildet ist, dass man sie bei Betrachtung in Einschraubrichtung im Uhrzeigersinn
drehen muss, um sie in das Druckanker-Basiselement einzuschrauben, so verlaufen auch
die Drähte, aus denen die Litze gebildet ist, in Richtung auf die Presshülse zu mit
einem Rechtsschlag. Infolge der Gleichsinnigkeit von Presshülsengewinde und Litzenschlagrichtung
zieht sich die Zuglitze beim Ausschrauben zusammen, so dass sich die Drähte der Litze
nicht öffnen, sondern stärker gegeneinander angelegt werden und sich gegenseitig stützen.
Die Litze wird dadurch über ihre gesamte Länge torsionssteifer und kann auch dann
in einfacher Weise aus dem Druckanker-Basiselenient herausgeschraubt werden, wenn
nur an ihrem vom Druckanker-Basiselement entfernten Ende angegriffen wird.
[0016] Das Hüllrohr kann nicht nur dazu verwendet werden, das vollständige Einbetten der
Zuglitze in das Verpressmaterial zu verhindern. Vielmehr kann das Hüllrohr auch dazu
verwendet werden, die Verschraubung vor einem, insbesondere festsetzenden, Einfluss
des Verpressmaterials zu schützen. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn das Hüllrohr oder
wenigstens eines der Hüllrohre mit dem Druckanker-Basiselement dichtend verbunden
ist. Hierdurch kann das Eindringen des zum Verpressen verwendeten Materials, insbesondere
Zements, verhindert werden, um das Ausschrauben der Zuglitzen nicht zu behindern.
[0017] Beispielsweise kann das Druckanker-Basiselement an seiner der Zuglitze oder der Mehrzahl
von Zuglitzen zugewandten Oberfläche für das Hüllrohr oder wenigstens eines der Hüllrohre
eine Vertiefung aufweisen, in die das freie Ende eines zugehörigen Hüllrohrs eingeführt
werden kann. Durch dieses Einführen kann bereits eine Art Labyrinth-Dichtungseffekt
erzeugt werden, der die Schraubverbindung vor dem Eindringen des zum Verpressen verwendeten
Materials schützt. Dieser Dichtungseffekt kann dadurch verstärkt werden, dass das
Hüllrohr in der Vertiefung im Pressitz angeordnet ist.
[0018] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Hüllrohr mit dem Druckanker-Basiselement
verschraubt ist. Beispielsweise kann das Hüllrohr in die Vertiefung des Druckanker-Basiselements
eingeschraubt sein. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, dass das Hüllrohr mit
dem Druckanker-Basiselement über gesonderte Dichtungsmittel verschraubt ist.
[0019] Zur weiteren konstruktiven Vereinfachung des erfindungsgemäßen Litzen-Druckrohrankers
wird vorgeschlagen, dass dann, wenn eine Mehrzahl von Zuglitzen vorgesehen ist, wenigstens
einer Zuglitze, vorzugsweise allen Zuglitzen, ein gesondertes Hüllrohr zugeordnet
ist. Indem nicht jeder Zuglitze ein gesondertes Hüllrohr zugeordnet wird, kann die
Anzahl der für den Aufbau des erfindungsgemäßen Litzen-Druckrohrankers erforderlichen
Bauteile weiter reduziert werden.
[0020] Wie dies von Druckrohrankern an sich bekannt ist, kann auch der erfindungsgemäße
Litzen-Druckrohranker ferner wenigstens einen Druckkörper umfassen, der mit dem Druckanker-Basiselement
bei der Weiterleitung der Verankerungskräfte an den umgebenden Untergrund zusammenwirkt.
Dieser Druckkörper kann die Zuglitze oder die Mehrzahl von Zuglitzen umgeben und zur
effektiven Weiterleitung der Druckkräfte mit einer auf das Druckanker-Basiselement
zu weisenden Stirnfläche an dem Druckanker-Basiselement oder einem weiteren Druckkörper,
vorzugsweise flächig, anliegen.
[0021] An seiner Außenumfangsfläche kann der Druckkörper wenigstens eine zur Längserstreckungsrichtung
der Zuglitze oder der Mehrzahl von Zuglitzen im Wesentlichen parallel verlaufende
Vertiefung aufweisen. In eine derartige Vertiefung kann beispielsweise eine Zufuhrleitung
zum Zuführen von Verpressmaterial eingelegt werden.
[0022] Ferner kann an der Außenseite des Druckkörpers eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
verlaufenden Rippen vorgesehen sein, welche den Halt im umgebenden Untergrund verbessern
können.
[0023] Darüber hinaus kann der Druckkörper in Umfangsrichtung dort, wo sich eine zum Durchgang
der Zuglitze bzw. einer der Zuglitzen bestimmte Durchgangsöffnung radial am weitesten
nach außen erstreckt, frei von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Rippen ausgebildet
sein. Der bzw. die Druckkörper verbleibt bzw. verbleiben nach dem Ausbau der Zuglitzen
zusammen mit Druckanker-Basiselement im Untergrund. Bei Bauarbeiten in diesem Untergrund
soll der Druckkörper, beispielsweise von einer Baggerschaufel oder einem Tunnelbohrgerät,
leicht zerbrochen werden können. Dies wird durch die erfindungsgemäß vorgesehenen
Sollbruchstellen, die von jenen Umfangspositionen gebildet sind, die von den sich
in Umfangsrichtung erstreckenden Rippen frei sind, erleichtert. Günstig hierfür ist
auch die Herstellung der Druckkörper aus einem spröden Material, beispielsweise Gusseisen,
Beton, Mörtel, Glas, Keramik oder dergleichen, da dieses relativ leicht zerbricht.
[0024] Nachzutragen ist noch, dass es vorteilhaft ist, wenn das Hüllrohr zumindest an seinem
dem Druckanker-Basiselement benachbarten Endabschnitt derart bemessen und/oder ausgebildet
ist, dass das Außengewinde der Presshülse der zugehörigen Zuglitze beim Einführen
in das mit dem Druckanker-Basiselement verbundene Hüllrohr allein durch die Einführbewegung
der Zuglitze in das Innengewinde des Druckanker-Basiselements eingeführt wird. Hierdurch
braucht dann, wenn man die Zuglitze aus irgendeinem Grund nochmals vom Druckanker-Basiselement
lösen möchte, nicht auch das zugehörige Hüllrohr von dem Druckanker-Basiselement zu
lösen, und kann gleichwohl sicher sein, dass der Schraubeingriff zwischen dem Außengewinde
der Presshülse der zugehörigen Zuglitze und dem Innengewinde des Druckanker-Basiselements
ohne Weiteres wieder hergestellt sein kann. Beispielsweise kann das Hüllrohr an seinem
dem Druckanker-Basiselement benachbarten Endabschnitt mit Einweisungsschrägen ausgebildet
sein. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Spiel zwischen Hüllrohr und Presshülse
derart bemessen ist, dass es weniger als das Doppelte der Differenz zwischen dem Nenndurchmesser
und dem Kerndurchmesser des Außengewindes der Presshülse beträgt, vorzugsweise weniger
als diese Differenz.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden an Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert werden. Es stellt dar:
- Figur 1
- eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Litzen-Druckrohrankers, welcher drei Litzen umfasst;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Litzen-Druckrohrankers der Figur 1;
- Figur 3
- eine längs den Linien III-III, d.h. im Bereich eines Druckkörpers, genommene Schnittansicht
des Litzen-Druckrohrankers der Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine längs den Linien IV-IV, d.h. im Bereich der Fußbox, genommene Schnittansicht
des Litzen-Druckrohrankers der Figuren 1 und 2;
- Figur 5
- eine längs den Linien V-V genommene Schnittansicht der Fußbox der Figur 4;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines Druckkörpers;
- Figur 7
- einen Längsschnitt durch den Grundkörper einer Presshülse;
- Figur 8
- einen Längsschnitt durch eine Einsatzhülse, die in den Grundkörper eingesetzt zusammen
mit diesem die Presshülse bildet;
- Figur 9
- eine Darstellung zur Erläuterung des Einführens einer Litze in die Presshülse;
- Figur 10
- eine Darstellung zur Erläuterung des Aufpressens der Presshülse auf die Litze;
- Figuren 11 bis 13
- Ansichten ähnlich Figuren 1 bis 3 einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Litzen-Druckrohrankers, welcher vier Litzen umfasst;
- Figuren 14 bis 16
- Ansichten ähnlich Figuren 1 bis 3 einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Litzen-Druckrohrankers, welcher sieben Litzen umfasst;
[0026] In den Figuren 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßer Litzen-Druckrohranker ganz allgemein
mit 10 bezeichnet. Er umfasst eine Fußbox 12, welche das erfindungsgemäße Druckanker-Basiselement
bildet, drei Litzen 14, welche mittels Presshülsen 16 in der Fußbox 12 befestigt sind,
drei Hüllrohre 18, von denen jedes eine der Litzen 14 umgibt, sowie Druckkörper 20,
an die die Fußbox 12 die von den Litzen 14 auf sie übertragenen Zugkräfte als Druckkräfte
weiterleitet.
[0027] Wie man insbesondere der Zusammenschau der Figuren 4 und 5 entnimmt, verfügt die
Fußbox 12 für jede der drei Litzen 14 über eine gestufte Aufnahmebohrung 22 mit einem
Abschnitt 24 geringeren Durchmessers, der tiefer in der Fußbox angeordnet und mit
einem Innengewinde 24a versehen ist, sowie mit einem Abschnitt 26 größeren Durchmessers,
der der Oberfläche 12a der Fußbox 12 benachbart angeordnet und ebenfalls mit einem
Innengewinde 26a versehen ist. Der Abschnitt 24 geringeren Durchmessers dient zur
Befestigung der auf die zugehörige Litze 14 aufgepressten und mit einem Außengewinde
16a versehenen Presshülse 16, während der Abschnitt 26 größeren Durchmessers zur Befestigung
des die zugehörige Litze umgebenden Hüllrohrs 18 dient.
[0028] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Litzen-Druckrohrankers 10 kann beispielsweise
wie folgt vorgegangen werden:
[0029] In einem ersten Schritt werden die Presshülsen 16 auf die zugehörigen Litzen 14 aufgepresst.
Jede Presshülse 16 umfasst einen aus einem verformbaren Material, beispielsweise Blank-,
Automaten- oder Vergütungsstahl, hergestellten Grundkörper 28 (siehe Figur 7) und
eine Einsatzhülse 30, die den sicheren Halt des Grundkörpers 28 auf der Litze 14 sicherstellt.
Die Einsatzhülse 30 ist hierzu sowohl auf ihrer Innenseite als auch auf ihrer Außenseite
jeweils mit einer Verzahnung ausgebildet. Beim Aufpressen der Presshülse 16 auf die
Litze 14 graben sich diese beiden Verzahnungen einerseits in das Material des Grundkörpers
28 und andererseits in das Material der Litze 14 ein. Ferner kann die Einsatzhülse
30 als längsgeschlitzte Hülse ausgebildet sein, so dass sie sich beim Aufpressen der
Presshülse 16 auf die Litze 14 vollumfänglich gegen die äußere Oberfläche der Litze
14 anlegen kann, ohne selbst eine wesentliche plastische Verformung zu erfahren. Die
Einsatzhülse 30 kann beispielsweise aus Blank-, Automaten- oder Vergütungsstahl gefertigt
sein.
[0030] Zum Aufpressen der Presshülsen 16 auf die zugehörigen Litzen 14 werden zunächst die
Einsatzhülsen 30 in Figur 7 von links in die Grundkörper 28 eingeführt. Dies wird
durch eine Einführschräge 28a erleichtert. Anschließend wird die so gebildete Presshülse
16 in Figur 9 von links auf die zugehörige Litze 14 aufgesteckt, bis die Litze 14
auf der anderen Seite geringfügig, beispielsweise zwischen etwa 5 mm und etwa 10 mm,
aus der Presshülse 16 herausragt. Hierauf kann das eigentliche Aufpressen durch plastische
Verformung des Grundkörpers 28 erfolgen. Hierbei wird der Grundkörper 28, wie man
einem Vergleich der Figuren 9 und 10 entnimmt, sowohl in seinem Außendurchmesser verringert
als auch etwas gelängt. Schließlich wird in die Außenumfangsfläche des Grundkörpers
28 der Presshülse 16 das Außengewinde 16a eingeschnitten.
[0031] In einem zweiten Schritt werden die so vorbereiteten Litzen 14 in die zugehörigen
Hüllrohre 18 eingeführt. Vorteilhafterweise sind die Hüllrohre 18, die vorzugsweise
aus Kunststoff, beispielsweise Polyethylen (PE) gefertigt sind, an jenem Ende, aus
dem die Presshülsen 16 herausragen, ebenfalls mit einem Außengewinde 18a versehen.
[0032] In einem dritten Schritt wird die gewünschte Anzahl von Litzen 14, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel also drei Litzen 14, zusammengefasst, und wird die erforderliche
Anzahl von Druckkörpern 20 auf die Litzen 14 aufgeschoben.
[0033] Dann werden zur Montage der Litzen 14 die Litzen 14 nacheinander an die Fußbox 12
herangeführt. Zur Befestigung einer Litze 14 in der Fußbox 12 wird die auf die Litze
14 aufgepresste Presshülse 16 mit ihrem Außengewinde 16a in das Innengewinde 24a des
Abschnitts 24 geringeren Durchmessers eingeschraubt. Anschließend wird das Hüllrohr
18 mit seinem Außengewinde 18a in das Innengewinde 26a des Abschnitts 26 größeren
Durchmessers eingeschraubt, was einen dichtenden Eingriff zwischen Fußbox 12 und Hüllrohr
18 ergibt, insbesondere einen gegen das Eindringen von Zementmörtel dichtenden Eingriff.
[0034] Gemäß einer Ausführungsalternative könnte in der Fußbox 12 auf die Ausbildung des
Innengewindes 26a in dem Abschnitt 26 größeren Durchmessers und an dem Hüllrohr 18
auf die Ausbildung des Außengewindes 18a verzichtet werden. Der dichtende Eingriff
zwischen Fußbox 12 und Hüllrohr 18 könnte in diesem Fall durch eine Presspassung zwischen
Fußbox 12 und Hüllrohr 18 gewährleistet werden.
[0035] Nun werden noch die Druckkörper 20 an die Fußbox 12 herangeschoben, bis sie an dieser
bzw. dem jeweils benachbarten Druckkörper 20 zur späteren Übertragung von Druckkräften
stirnseitig anliegen. Dieser Zustand wird durch eine Sicherungseinheit 32, beispielsweise
ein Klebeband, einen Schrumpfschlauch, eine Elektroschweißmuffe oder dergleichen,
gesichert. Diese Sicherungseinheit 32 kann zudem die Aufgabe haben, das Eindringen
von Zementmörtel zwischen die Hüllrohre 18 und die Druckkörper 20 zu verhindern bzw.
zumindest zu behindern.
[0036] In dem so erhaltenen Zustand ist der Litzen-Druckrohranker 10 für das Einführen und
Verankern in dem baustellenseitig für ihn vorgesehenen Bohrloch fertig vorbereitet.
[0037] Die ausbaubaren Litzen-Druckrohranker 10 werden werksseitig vormontiert, aufgewickelt
und auf die Baustelle geliefert. Nach dem Bohren können die bereits vorgefertigten
Anker sofort ins Bohrloch eingeführt werden. Grundsätzlich ist es zwar auch denkbar,
die Litzen-Druckrohranker auf der Baustelle zusammenzubauen. Die werkseitige Vormontage
hat aber den Vorteil, dass zusätzliche Arbeitsleistungen auf der Baustelle vermieden
werden, die den Baustellenverkehr behindern könnten.
[0038] Wurde der Litzen-Druckrohranker 10 in das üblicherweise in das Erdreich hinein abschüssige
Bohrloch eingeführt, muss es als Nächstes in diesem befestigt werden, beispielsweise
mittels Zementmörtel. Um sicherstellen zu können, dass die Fußbox 12 und die Druckkörper
20 vollständig in Zementmörtel eingebettet werden, sind die Druckkörper 20, wie man
am besten in den Figuren 3 und 5 erkennt, mit Längsvertiefungen 20a ausgebildet, in
die (nicht dargestellte) Zufuhrleitungen für Zementmörtel eingelegt werden können.
Diese Längsvertiefungen können sich gewünschtenfalls auch in der Außenumfangsfläche
der Fußbox 12 fortsetzen, wie man in Figur 1 erkennt. Ferner sind die Druckkörper
20 mit Umfangsrippen 20b ausgebildet, die der besseren Verankerung der Druckkörper
20 in dem Zementmörtel dienen.
[0039] Ist der Zementmörtel ausgehärtet, so kann der Litzen-Druckrohranker 10 zur Absicherung
der Baugrube mit einer hierfür vorgesehenen Sicherungswand verspannt werden. Beim
Verpressen mit Zementmörtel stellen die Hüllrohre 18 und ihr dichtender Eingriff mit
der Fußbox 12 sicher, dass die Litzen 14 nicht mit dem Zementmörtel in Berührung kommen.
Die auf die als Zugelemente dienenden Litzen 14 aufgebrachten Zugkräfte werden daher
vollständig auf die Fußbox 12 übertragen, welche sie über ihre Stirnfläche 12a als
Druckkräfte an die Druckkörper 20 weiterleitet. Von der Fußbox 12 und den Druckkörpern
20 werden die Kräfte dann über den so genannten Verpresskörper, d.h. den ausgehärteten
Zementmörtel, an das umgebende Erdreich abgegeben.
[0040] Wird die Absicherung der Baugrube nicht mehr benötigt, so können die Litzen 14 und
die sie umgebenden Hüllrohre 18 wieder vollständig ausgebaut werden. Hierzu ist es
lediglich erforderlich, den Gewindeeingriff zwischen dem Außengewinde 16a der auf
die Litze 14 aufgepressten Presshülse 16 und dem Innengewinde 24a des Abschnitts 24
geringeren Durchmessers der Fußbox 12 zu lösen. Dieser Gewindeeingriff lässt sich
besonders einfach lösen, wenn die Schlagrichtung R1 der Litze 14 (siehe Figur 1) gleich
der Drehrichtung R2 des Gewindes 16a der Presshülse 16 (siehe Figur 10) ist. Bei dieser
Weiterbildung der Erfindung ziehen sich die Litzen 14 beim Herausdrehen aus der Fußbox
12 nämlich zusammen, so dass sich die Drähte der jeweiligen Litze 14 nicht öffnen,
sondern stärker gegeneinander anlegen und sich gegenseitig stützen. Die Litze 14 wird
dadurch über ihre gesamte Länge torsionssteifer und kann in einfacher Weise aus der
Fußbox 12 herausgeschraubt werden, wozu nur an ihrem von der Fußbox 12 entfernten
Ende angegriffen zu werden braucht.
[0041] Auch wenn in dem dargestellten Ausführungsbeispiel beide Richtungen R1 ud R2 rechtsinnig
ausgebildet sind, d.h. die außenliegende Drähte bei Bewegung entlang der Litzen 14
im Sinne einer Drehung im Uhrzeigersinn verlaufen, ist auch eine Linksschlag der Litzen
verbunden mit einem Linksgewinde in der Fußbox denkbar.
[0042] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass, obwohl die Litzen 14 in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel jeweils aus sieben Drähten 14a gebildet sind, die vorliegende
Erfindung nicht auf derartige Litzen beschränkt ist. ebenso können Litzen mit einer
geringeren Anzahl von Drähten, beispielsweise drei Drähten, oder einer größeren Anzahl
von Drähten, beispielsweise neunzehn Drähten, verwendet werden.
[0043] Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Fußbox 12, die Druckkörper 20 und die Hüllrohre
16 nach dem Ausbau der Litzen 14 im Erdreich verbleiben. Um spätere Baumaßnahmen auf
dem Grundstück, in dessen Erdreich diese Elemente verbleiben, nicht unnötig zu behindern,
sind die Druckkörper 20 mit Sollbruchstellen 20c und 20d ausgebildet. Hierzu weist
ihre Wandstärke radial innen am Boden der Längsvertiefungen 20a (in Figur 3 bei 20c)
und radial außen mittig zwischen zwei benachbarten Längsvertiefungen 20a (in Figur
3 bei 20d) jeweils einen kleineren Wert auf als die jeweils benachbarten Wandabschnitte.
[0044] Nachzutragen ist auch noch, dass die Fußbox 12 vorzugsweise aus Stahl oder Gussmaterial
hergestellt sein kann.
[0045] In den Figuren 11 bis 13 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Litzen-Druckrohrankers dargestellt, die im Wesentlichen der Ausführungsform der Figuren
1 bis 10 entspricht. Daher sind in den Figuren 11 bis 13 analoge Teile mit den gleichen
Bezugszeichen versehen wie in den Figuren 1 bis 10, jedoch erhöht um die Zahl 100.
Ferner wird der Litzen-Druckrohranker 110 der Figuren 11 bis 13 im Folgenden nur insoweit
beschrieben, als er sich vom Litzen-Druckrohranker 10 der Figuren 1 bis 10 unterscheidet,
auf dessen Beschreibung ansonsten hiermit ausdrücklich verwiesen sei.
[0046] Der Litzen-Druckrohranker 110 unterscheidet sich vom Litzen-Druckrohranker 10 erstens
dadurch, dass er nicht nur drei Zuglitzen aufweist, wie der Litzen-Druckrohranker
10, sondern vier Zuglitzen 114. Jede dieser Zuglitzen 114 kann aber identisch aufgebaut
sein, wie die Zuglitzen 14, insbesondere was die Ausbildung der Presshülse 116 und
deren Aufpressen auf die Litze 114 anbelangt.
[0047] Der Litzen-Druckrohranker 110 unterscheidet sich vom Litzen-Druckrohranker 10 zweitens
dadurch, dass nicht jeder der Litzen 114 ein gesondertes Hüllrohr zugeordnet ist,
sondern dass alle vier Litzen 114 in einem gemeinsamen Hüllrohr 118 aufgenommen sind.
Dementsprechend weist auch die Fußbox 112 lediglich einen einzigen Abschnitt 126 größeren
Durchmessers auf. Wie bei der Ausführungsform der Figuren 1 bis 10 kann das Hüllrohr
118 mit der Fußbox 112 verschraubt oder mittels Presspassung dichtend verbunden sein.
[0048] Aufgrund der Ausführung mit einen einzigen Hüllrohr 118 und der Forderung der Minimierung
des Durchmessers des erforderlichen Bohrrohres verfügen die Druckkörper 120 nicht
über den Längsvertiefungen 20a entsprechende Längsvertiefungen, in die Zufuhrleitungen
für Zementmörtel eingelegt werden könnten. Bei dieser Variante wird der Zementmörtel
über die Bohrverrohrung verfüllt und verpresst.
[0049] In den Figuren 14 bis 16 ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Litzen-Druckrohrankers dargestellt, die im Wesentlichen der Ausführungsform der Figuren
1 bis 10 entspricht. Daher sind in den Figuren 14 bis 16 analoge Teile mit den gleichen
Bezugszeichen versehen wie in den Figuren 1 bis 10, jedoch erhöht um die Zahl 200,
d.h. gegenüber den Figuren 11 bis 13 erhöht um die Zahl 100. Ferner wird der Litzen-Druckrohranker
210 der Figuren 14 bis 16 im Folgenden nur insoweit beschrieben, als er sich vom Litzen-Druckrohranker
10 der Figuren 1 bis 10 unterscheidet, auf dessen Beschreibung ansonsten hiermit ausdrücklich
verwiesen sei.
[0050] Der Litzen-Druckrohranker 210 unterscheidet sich vom Litzen-Druckrohranker 10 erstens
dadurch, dass er nicht nur drei Zuglitzen aufweist, wie der Litzen-Druckrohranker
10, sondern sieben Zuglitzen 214. Jede dieser Zuglitzen 214 kann aber identisch aufgebaut
sein, wie die Zuglitzen 14, insbesondere was die Ausbildung der Presshülse 216 und
deren Aufpressen auf die Litze anbelangt.
[0051] Der Litzen-Druckrohranker 210 unterscheidet sich vom Litzen-Druckrohranker 10 zweitens
dadurch, dass die Druckkörper 220 aufgrund der Forderung der Minimierung des Durchmessers
des erforderlichen Bohrrohres nicht über den Längsvertiefungen 20a entsprechende Längsvertiefungen
verfügen, in die Zufuhrleitungen für Zementmörtel eingelegt werden könnten. Zum Verpressen
des Zementmörtels muss daher genauso vorgegangen werden, wie bei der Ausführungsform
der Figuren 11 bis 13.
[0052] Alternativ ist jedoch auch eine Abwandlung denkbar, bei der lediglich sechs Litzen
vorgesehen werden, und der für die siebte Litze, beispielsweise die mittlere Litze,
vorgesehene Raum für das Verlegen einer Zufuhrleitung für Zementmörtel genutzt wird.
Die dieser Zufuhrleitung zugeordnete Aufnahmebohrung 222' sollte dabei als Durchgangsloch
ausgebildet werden, damit der Zementmörtel die Fußbox 212 und die Druckkörper 220
ausreichend an deren Außenseite umhüllt.
1. Litzen-Druckrohranker (10), umfassend
• ein Druckanker-Basiselement (12),
• eine Zuglitze (14) oder eine Mehrzahl von Zuglitzen (14),
• wenigstens ein Hüllrohr (18), in dem die Zuglitze (14) oder wenigstens eine der
Zuglitzen (14) aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuglitze (14) oder wenigstens eine der Zuglitzen (14) an ihrem dem Druckanker-Basiselement
(12) zugeordneten Ende mit einer Presshülse (16) versehen ist, welche mit einem Außengewinde
(16a) versehen ist, welches in einem verbundenen Zustand von Zuglitze (14) und Druckanker-Basiselement
(12), in welchem die Zuglitze (14) mit dem Druckanker-Basiselement (12) zur Weiterleitung
der Verankerungskräfte an den umgebenden Untergrund verbunden ist, mit einem Innengewinde
(24a) des Druckanker-Basiselements (12) in Schraubeingriff steht.
2. Litzenanker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagrichtung (R1) der Zuglitze (14) oder wenigstens einer der Zuglitzen (14)
gleich der Drehrichtung (R2) des Gewindes (16a) der an ihrem freien Ende angeordneten
Presshülse (16) ist.
3. Litzenanker nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (118) oder wenigstens eines der Hüllrohre (18; 218) mit dem Druckanker-Basiselement
(12; 112; 212) dichtend verbunden ist.
4. Litzenanker nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Druckanker-Basiselement (12) an seiner der Zuglitze (14) oder der Mehrzahl von
Zuglitzen (14) zugewandten Oberfläche für das Hüllrohr (118) oder wenigstens eines
der Hüllrohre (18; 218) eine Vertiefung (26) aufweist, in die das freie Ende eines
zugehörigen Hüllrohrs (18; 118; 218) eingeführt werden kann.
5. Litzenanker nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (118) oder das wenigstens eine der Hüllrohre (18; 218) mit dem Druckanker-Basiselement
(12) verschraubt ist.
6. Litzenanker nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn eine Mehrzahl von Zuglitzen (14) vorgesehen ist, wenigstens einer Zuglitze
(14), vorzugsweise allen Zuglitzen (14), ein gesondertes Hüllrohr (18; 218) zugeordnet
ist.
7. Litzenanker nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass er ferner wenigstens einen Druckkörper (20) umfasst, der mit dem Druckanker-Basiselement
(12) bei der Weiterleitung der Verankerungskräfte an den umgebenden Untergrund zusammenwirkt.
8. Litzenanker nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkörper (20) die Zuglitze (14) oder die Mehrzahl von Zuglitzen (14) umgibt
und mit einer auf das Druckanker-Basiselement (12) zu weisenden Stirnfläche an dem
Druckanker-Basiselement (12) oder einem weiteren Druckkörper (20), vorzugsweise flächig,
anliegt.
9. Litzenanker nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkörper (20) an seiner Außenumfangsfläche wenigstens eine zur Längserstreckungsrichtung
der Zuglitze (14) oder der Mehrzahl von Zuglitzen (14) im Wesentlichen parallel verlaufende
Vertiefung (20a) aufweist.
10. Litzenanker nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite des Druckkörpers (20) eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung verlaufenden
Rippen (20b) vorgesehen ist.
11. Litzenanker nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkörper (20) in Umfangsrichtung dort (bei 20d), wo sich eine zum Durchgang
der Zuglitze (14) bzw. einer der Zuglitzen (14) bestimmte Durchgangsöffnung radial
am weitesten nach außen erstreckt, frei von sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Rippen (20b) ausgebildet ist.
12. Litzenanker nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (18) zumindest an seinem dem Druckanker-Basiselement (12) benachbarten
Endabschnitt derart bemessen und/oder ausgebildet ist, dass das Außengewinde (16a)
der Presshülse der zugehörigen Zuglitze (14) beim Einführen in das mit dem Druckanker-Basiselement
(12) verbundene Hüllrohr (18) allein durch die Einführbewegung der Zuglitze (14) in
das Innengewinde (24a) des Druckanker-Basiselements (12) eingeführt wird.
1. Strand pressure-pipe anchor (10), comprising:
- a pressure anchor base element (12),
- a tension strand (14) or a plurality of tension strands (14),
- at least one sheath (18), in which the tension strand (14) or at least one of the
tension strands (14) is received,
characterised in that the tension strand (14) or at least one of the tension strands (14) is provided,
at the end thereof associated with the pressure anchor base element (12), with a ferrule
(16) which is provided with an external thread (16a) which, in a connected state of
the tension strand (14) and the pressure anchor base element (12) in which the tension
strand (14) is connected to the pressure anchor base element (12) in order to transfer
the anchoring forces to the surrounding subsoil, is in threaded engagement with an
internal thread (24a) of the pressure anchor base element (12).
2. Strand anchor according to claim 1, characterised in that the direction of lay (R1) of the tension strand (14) or at least one of the tension
strands (14) is the same as the direction of rotation (R2) of the thread (16a) of
the ferrule (16) arranged at the free end thereof.
3. Strand anchor according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the sheath (118) or at least one of the sheaths (18; 218) is connected to the pressure
anchor base element (12; 112; 212) in a sealing manner.
4. Strand anchor according to claim 3, characterised in that the pressure anchor base element (12) comprises, on the surface thereof facing the
tension strand (14) or the plurality of tension strands (14), a depression (26) for
the sheath (118) or at least one of the sheaths (18; 218), into which depression the
free end of an associated sheath (18; 118; 218) can be inserted.
5. Strand anchor according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the sheath (118) or the at least one of the sheaths (18; 218) is screwed to the pressure
anchor base element (12).
6. Strand anchor according to any of claims 1 to 5, characterised in that, if a plurality of tension strands (14) are provided, a separate sheath (18; 218)
is associated with at least one tension strand (14), preferably with all of the tension
strands (14).
7. Strand anchor according to any of claims 1 to 6, characterised in that it further comprises at least one pressure body (20), which cooperates with the pressure
anchor base element (12) in transferring the anchoring forces to the surrounding subsoil.
8. Strand anchor according to claim 7, characterised in that the pressure body (20) encloses the tension strand (14) or the plurality of tension
strands (14), and an end face of said pressure body which faces the pressure anchor
base element (12) rests, preferably in a planar manner, against the pressure anchor
base element (12) or a further pressure body (20).
9. Strand anchor according to either claim 7 or claim 8, characterised in that, on the outer peripheral face thereof, the pressure body (20) comprises at least
one depression (20a) extending substantially in parallel with the longitudinal extension
direction of the tension strand (14) or the plurality of tension strands (14).
10. Strand anchor according to any of claims 7 to 9, characterised in that a plurality of ribs (20b) extending in the peripheral direction are provided on the
outside of the pressure body (20).
11. Strand anchor according to any of claims 7 to 10, characterised in that, in the peripheral direction at a point (20d) where a through-opening intended for
the passage of the tension strand (14) or of one of the tension strands (14) extends
furthest outwards radially, the pressure body (20) is designed to be free of ribs
(20b) extending in the peripheral direction.
12. Strand anchor according to any of claims 1 to 11, characterised in that the sheath (18) is dimensioned and/or formed, at least at the end portion thereof
adjacent to the pressure anchor base element (12), in such a way that, during insertion
into the sheath (18) connected to the pressure anchor base element (12), the external
thread (16a) of the ferrule of the associated tension strand (14) is inserted into
the internal thread (24a) of the pressure anchor base element (12) only by the insertion
movement of the tension strand (14).
1. Système d'ancrage de tubes de pression à torons (10), comprenant
- un élément de base de système d'ancrage de pression (12),
- un toron de traction (14) ou une multitude de torons de traction (14),
- au moyen un tube-enveloppe (18), dans lequel le toron de traction (14) ou au moins
un des torons de traction (14) est logé,
caractérisé en ce que le toron de traction (14) ou au moins un des torons de traction (14) est pourvu,
au niveau de son extrémité associée à l'élément de base de système d'ancrage de pression
(12), d'un manchon de pression (16), qui est pourvu d'un filetage extérieur (16a),
qui est en prise par vissage avec un filetage intérieur (24a) de l'élément de base
de système d'ancrage de pression (12) dans un état relié du toron de traction (14)
et de l'élément de base de système d'ancrage de pression (12), dans lequel le toron
de traction (14) est relié à l'élément de base de système d'ancrage de pression (12)
aux fins du transfert des forces d'ancrage au sol environnant.
2. Système d'ancrage à torons selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le sens de câblage (R1) du toron de traction (14) ou d'au moins un des torons de
traction (14) est identique au sens de rotation (R2) du filetage (16a) du manchon
de pression (16) disposé au niveau de son extrémité libre.
3. Système d'ancrage à torons selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le tube-enveloppe (118) ou au moins un des tubes-enveloppes (18 ; 218) est relié
tout en assurant l'étanchéité à l'élément de base de système d'ancrage de pression
(12 ; 112 ; 212).
4. Système d'ancrage à torons selon la revendication 3,
caractérisé en ce que l'élément de base de système d'ancrage de pression (12) présente, au niveau de sa
surface, tournée vers le toron de traction (14) ou la multitude de torons de traction
(14), pour le tube-enveloppe (118) ou au moins un des tubes-enveloppes (18 ; 218),
un renfoncement (26), dans lequel l'extrémité libre d'un tube-enveloppe (18 ; 118
; 218) associé peut être introduite.
5. Système d'ancrage à torons selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que le tube-enveloppe (118) ou l'au moins un des tubes-enveloppes (18 ; 218) est vissé
à l'élément de base de système d'ancrage de pression (12).
6. Système d'ancrage à torons selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que quand une multitude de torons de traction (14) est prévue, un tube-enveloppe (18
; 218) séparé est associé à au moins un toron de traction (14), de préférence à tous
les torons de traction (14).
7. Système d'ancrage à torons selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'il comprend en outre un corps de pression (20), qui coopère avec l'élément de base
de système d'ancrage de pression (12) lors du transfert des forces d'ancrage au sol
environnant.
8. Système d'ancrage à torons selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le corps de pression (20) entoure le toron de traction (14) ou la multitude de torons
de traction (14) et repose, par une face frontale pointant en direction de l'élément
de base de système d'ancrage de pression (12), au niveau de l'élément de base de système
d'ancrage de pression (12) ou au niveau d'un autre corps de pression (20), de préférence
à plat.
9. Système d'ancrage à torons selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que le corps de pression (20) présente, au niveau de sa face périphérique extérieure,
au moins un renfoncement (20a) s'étendant sensiblement de manière parallèle par rapport
au sens d'extension longitudinale du toron de traction (14) ou de la multitude de
torons de traction (14).
10. Système d'ancrage à torons selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce qu'est prévue, au niveau du côté extérieur du corps de pression (20), une multitude de
nervures (20b) s'étendant dans la direction périphérique.
11. Système d'ancrage à torons selon l'une quelconque des revendications 7 à 10,
caractérisé en ce que le corps de pression (20) est réalisé sans nervure (20b) s'étendant dans la direction
périphérique dans la direction périphérique là (pour 20d) où une ouverture de passage
se destinant au passage du toron de traction (14) ou d'un des torons de traction (14)
s'étend de manière radiale le plus loin vers l'extérieur.
12. Système d'ancrage à torons selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que le tube-enveloppe (18) présente des dimensions telles et/ou est réalisé de telle
manière au moins au niveau de sa section d'extrémité adjacente à l'élément de base
de système d'ancrage de pression (12) que le filetage extérieur (16a) du manchon de
pression du toron de traction (14) associé est introduit lors de l'introduction dans
le tube-enveloppe (18) relié à l'élément de base de système d'ancrage de pression
(12) seulement par le déplacement d'introduction du toron de traction (14) dans le
filetage intérieur (24a) de l'élément de base de système d'ancrage de pression (12).