[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rollenstößelvorrichtung für eine Pumpe sowie
ein korrespondierendes Verfahren zur Herstellung der Rollenstößelvorrichtung.
[0002] US 2005/100466 A1 offenbart eine Rollenstößelvorrichtung für eine Pumpe mit einem Stößel, der ein Stößelgehäuse,
eine Lagerschale und eine Rolle aufweist, wobei die Rolle drehbar in der Lagerschale
gelagert ist, und wobei die Lagerschale einen auf einer von der Rolle abgewandten
Seite angeordneten Zapfen aufweist, wobei die Rolle eine Kraft von einer Antriebseinrichtung
über die Lagerschale an den Stößel überträgt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rollenstößelvorrichtung für eine Pumpe zu schaffen,
die zu einem zuverlässigen und effizienten Betrieb der Pumpe beiträgt. Ferner ist
es Aufgabe der Erfindung ein korrespondierendes Verfahren zur Herstellung der Rollenstößelvorrichtung
zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Rollenstößelvorrichtung
für eine Pumpe, umfassend einen Stößel mit einer Längsachse, ein Stößelgehäuse mit
einer Innenmantelfläche, eine Lagerschale mit einer Außenmantelfläche, und eine Rolle
mit einer Drehachse.
[0006] Die Lagerschale weist eine Lagerschalenausnehmung auf, in der die Rolle drehbar gelagert
ist. Des Weiteren weist die Lagerschale auf einer der Lagerschalenausnehmung abgewandten
Seite einen Zapfen auf, der in einem Gehäuselager des Stößelgehäuses aufgenommen ist.
Die Lagerschale ist über eine Außenmantelfläche des Zapfens und eine Innenmantelfläche
des Gehäuselagers mit dem Stößelgehäuse fix gekoppelt.
[0007] Die Rolle stützt sich an einer Antriebseinrichtung der Pumpe ab. Die Rolle ist ferner
ausgebildet, im Betrieb der Pumpe eine Kraft von der Antriebseinrichtung über die
Lagerschale an den Stößel entlang der Längsachse zu übertragen.
[0008] Durch eine Fixierung der Lagerschale mit dem Stößelgehäuse wird dazu beigetragen
ein Kippen der Lagerschale in dem Stößelgehäuse zu vermeiden.
[0009] Durch die Fixierung der Lagerschale mit dem Stößelgehäuse mittels fixer Kopplung
über die Außenmantelfläche des Zapfens und der Innenmantelfläche des Gehäuselagers
wird eine Entkopplung der Fixierung von einer Lagerung der Rolle ermöglicht. Ferner
wird durch die fixe Kopplung über die Außenmantelfläche des Zapfens und der Innenmantelfläche
des Gehäuselagers eine Entkopplung der Fixierung von einer Führung des Stößelgehäuses
entlang der Längsachse ermöglicht. Des Weiteren wird durch die fixe Kopplung über
die Außenmantelfläche des Zapfens und der Innenmantelfläche des Gehäuselagers zu einer
unmittelbaren Kraftleitung zwischen der Lagerschale und dem Stößel beigetragen, so
dass beispielsweise eine übersetzungsfreie Kraftleitung zwischen der Rolle und einem
an einer der Lagerschale abgewandten Seite des Stößels angeordneten Kolben der Pumpe
ermöglicht wird.
[0010] Insbesondere ist die Pumpe eine Kraftstoffhochdruckpumpe, beispielsweise eine Dieselhochdruckpumpe.
Die Antriebseinrichtung umfasst insbesondere einen Nocken, auf dem sich die Rolle
beispielsweise abstützt. In vorteilhafter Weise ist die Rollenstößelvorrichtung ausgebildet,
eine Rotationsbewegung des Nockens in eine Linearbewegung entlang der Längsachse umzusetzen.
[0011] In einer Ausführungsform beträgt ein Durchmesser des Zapfens weniger als 75% eines
Durchmessers der Innenmantelfläche des Stößelgehäuses. In einer weiteren Ausführungsform
beträgt der Durchmesser des Zapfens insbesondere weniger als 35% des Durchmessers
der Innenmantelfläche des Stößelgehäuses.
[0012] Die Lagerschale sowie das Stößelgehäuse weisen beispielsweise korrespondierende Öffnungen
auf, die einen Fluidfluss entlang der Längsachse ermöglichen.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt sind die Außenmantelfläche
des Zapfens und die Innenmantelfläche des Gehäuselagers mittels eines Pressverbands
fix gekoppelt.
[0014] Der Pressverband ermöglicht eine zuverlässige, kostengünstige Kopplung der Lagerschale
mit dem Stößelgehäuse. Insbesondere ist der Pressverband ein Ölpressverband.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt weist die der
Lagerschalenausnehmung abgewandte Seite der Lagerschale eine Lagerschalenanschlagfläche
auf. Ferner weist die der Lagerschale zugewandte Seite des Stößelgehäuses eine Gehäuseanschlagfläche
auf. Die Lagerschalenanschlagfläche und die Gehäuseanschlagfläche sind parallel zueinander
ausgebildet.
[0016] Durch die zueinander parallelen Anschlagflächen wird zu einer Rechtwinkligkeit einer
Drehachse der Rolle und der Längsachse beigetragen. In vorteilhafter Weise wird dadurch
ein effizienter und zuverlässiger Betrieb der Rollenstößelvorrichtung ermöglicht.
Insbesondere sind die zueinander parallelen Anschlagflächen parallel zu der Drehachse
der Rolle.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt ist die Innenmantelfläche
des Stößelgehäuses ausgebildet einen Versatz der Rolle in Richtung der Drehachse zu
begrenzen. Eine Begrenzung des Versatzes der Rolle in Richtung der Drehachse trägt
zu einem effizienten und zuverlässigen Betrieb der Rollenstößelvorrichtung bei.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt weist die Innenmantelfläche
des Stößelgehäuses zwei ebene, zueinander diametrale Anlaufflächen auf, die ausgebildet
sind den Versatz der Rolle in Richtung der Drehachse zu begrenzen.
[0019] In vorteilhafter Weise wird so besonders effizient zur Begrenzung des Versatzes der
Rolle beigetragen. Die Anlaufflächen sind dabei insbesondere parallel zu der Längsachse.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt sind zumindest
ein Lagerschalenteilbereich der Außenmantelfläche der Lagerschale sowie ein jeweiliger
Gehäuseteilbereich der Innenmantelfläche des Stößelgehäuses parallel zueinander derart
gekrümmt ausgebildet, dass ein Drehmoment bezüglich der Längsachse von der Lagerschale
auf das Stößelgehäuse übertragbar ist.
[0021] In vorteilhafter Weise wird dadurch dazu beigetragen, eine Verdrehung der Lagerschale
bezüglich des Stößelgehäuses zu vermeiden. Eine derartige Verdrehbegrenzung der Lagerschale
trägt beispielsweise bei einer Montage der Rollenstößelvorrichtung dazu bei, dass
die fixe Kopplung der Lagerschale mit dem Stößelgehäuse gerichtet erfolgen kann. Durch
funktionale Entkopplung der Verdrehbegrenzung mittels der Außenmantelfläche der Lagerschale
von der fixen Kopplung der Lagerschale mittels der Außenmantelfläche des Zapfens wird
beispielsweise eine variable Geometrie der Innenmantelfläche des Stößelgehäuses ermöglicht,
so dass zu einer besonders vorteilhaften Begrenzung des Versatzes der Rolle in Richtung
der Drehachse beigetragen wird.
[0022] Insbesondere ist die Außenmantelfläche der Lagerschale zur Begrenzung der Verdrehung
dabei rotationsasymmetrisch bezüglich der Längsachse ausgebildet.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß dem ersten Aspekt sind der zumindest
eine Lagerschalenteilbereich sowie der jeweilige Gehäuseteilbereich eben ausgebildet.
[0024] In vorteilhafter Weise wird so besonders kostengünstig zu einer Vermeidung der Verdrehung
der Lagerschale beigetragen. Insbesondere weist die Außenmantelfläche der Lagerschale
mindestens zwei diametral parallele ebene Lagerschalenteilbereiche, sowie die Innenmantelfläche
des Stößelgehäuses dazu korrespondierend jeweils mindestens zwei diametral parallele
ebene Gehäuseteilbereiche auf. Der mindestens eine Lagerschalenteilbereich sowie der
mindestens eine Gehäuseteilbereich können auch als Schlüsselflächen bezeichnet werden.
[0025] Gemäß einem zweiten Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren zur
Herstellung einer Rollenstößelvorrichtung für eine Pumpe gemäß dem ersten Aspekt,
bei dem ein Stößel mit einer Längsachse, ein Stößelgehäuse mit einer Innenmantelfläche,
eine Lagerschale mit einer Außenmantelfläche, und eine Rolle mit einer Drehachse bereitgestellt
werden.
[0026] Die Lagerschale weist eine Lagerschalenausnehmung auf, in der die Rolle drehbar gelagert
wird. Des Weiteren weist die Lagerschale auf einer der Lagerschalenausnehmung abgewandten
Seite einen Zapfen auf, der in einem Gehäuselager des Stößelgehäuses aufgenommen wird.
Die Lagerschale wird über eine Außenmantelfläche des Zapfens und eine Innenmantelfläche
des Gehäuselagers mit dem Stößelgehäuse mittels Pressverband fix gekoppelt.
[0027] Die Rolle wird an einer Antriebseinrichtung der Pumpe abgestützt.
[0028] Im Falle, dass die Rollenstößelvorrichtung eine Verdrehbegrenzung der Lagerschale
bezüglich des Stößelgehäuses aufweist, beispielsweise indem zumindest ein Lagerschalenteilbereich
der Außenmantelfläche der Lagerschale sowie ein jeweiliger Gehäuseteilbereich der
Innenmantelfläche des Stößelgehäuses parallel zueinander derart gekrümmt ausgebildet
sind, dass ein Drehmoment bezüglich der Längsachse von der Lagerschale auf das Stößelgehäuse
übertragbar ist, wird dazu beigetragen, dass ein Verpressen der Lagerschale mit dem
Stößelgehäuse gerichtet erfolgen kann. Beispielsweise wird die Lagerschale mittels
der Verdrehbegrenzung bezüglich des Stößelgehäuses zunächst ausgerichtet und anschließend
verpresst.
[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen
erläutert.
[0030] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Längsschnitt einer Rollenstößelvorrichtung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung einer Lagerschale der Rollenstößelvorrichtung gemäß
Figur 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung eines Stößelgehäuses der Rollenstößelvorrichtung
gemäß Figur 1, und
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung der Rollenstößelvorrichtung gemäß Figur 1.
[0031] Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0032] Eine Rollenstößelvorrichtung 1 für eine Pumpe, insbesondere für eine Kraftstoffhochdruckpumpe
umfasst einen Stößel 3 mit einer Längsachse L (Figur 1). Die Rollenstößelvorrichtung
1 weist ferner ein Stößelgehäuse 5, eine Lagerschale 7, sowie eine Rolle 9 auf, die
beispielsweise achssymmetrisch bezüglich der Längsachse L angeordnet sind.
[0033] Bei der Pumpe handelt es sich beispielsweise um eine Dieselhochdruckpumpe. In anderen
Ausführungsbeispielen ist die Pumpe beispielsweise eine Benzinhochdruckpumpe.
[0034] Die Pumpe weist beispielsweise eine Antriebseinrichtung, ein Pumpengehäuse, sowie
einen Kolben auf (nicht näher dargestellt). Der Kolben der Pumpe ist dabei beispielsweise
mit dem Stößel 3 gekoppelt.
[0035] Die Antriebseinrichtung umfasst beispielsweise eine Welle mit einem Nocken, auf dem
sich die Rolle abstützt. Im Betrieb der Pumpe wird eine Rotationsbewegung des Nockens
in eine Linearbewegung der Rollenstößelvorrichtung 1 entlang der Längsachse L umgesetzt.
Insbesondere ist die Rolle 9 in diesem Zusammenhang drehbar um eine Drehachse D gelagert,
so dass zu einem reibungsarmen Abrollen des Nockens beigetragen wird.
[0036] Ferner ist beispielsweise das Stößelgehäuse 5 mit seiner Außenmantelfläche 10 in
dem Pumpengehäuse geführt, so dass im Betrieb der Pumpe zu einer präzisen Linearbewegung
der Rollenstößelvorrichtung entlang der Längsachse L beigetragen wird. Insbesondere
erfolgt eine Kraftübertragung des Nockens im Betrieb der Pumpe über die Rollenstößelvorrichtung
1 auf den Kolben.
[0037] Die Lagerschale 7 weist einen Zapfen 11 mit einer Außenmantelfläche 12 auf. Auf dem
Zapfen 11 sitzt beispielsweise der Stößel 3 auf, so dass eine im Wesentlichen übersetzungsfreie
Kraftleitung von der Lagerschale 7 auf den Kolben ermöglicht wird.
[0038] Die Lagerschale 7 weist beispielsweise ferner mindestens eine Lagerschalenöffnung
13 auf, die einen Fluidstrom entlang der Längsachse L ermöglicht (Figur 2). Des Weiteren
weist die Lagerschale 7 zwei gegenüberliegende Lagerschalenteilbereiche 15 an ihrer
Außenmantelfläche 16, eine Lagerschalenanschlagfläche 17, sowie von dieser abgewandt
eine Lagerschalenausnehmung 19 auf, die ausgebildet ist die Rolle 9 aufzunehmen.
[0039] Das Stößelgehäuse 5 ist ausgebildet die Lagerschale 7 aufzunehmen. In diesem Zusammenhang
weist das Stößelgehäuse 5 ein Gehäuselager 21 mit einer Innenmantelfläche 22 auf (Figur
3), in welches der Zapfen 11 eingeführt wird. Das Stößelgehäuse 5 weist beispielsweise
ferner mindestens eine Gehäuseöffnung 23 auf, die insbesondere zu der jeweiligen Lagerschalenöffnung
13 korrespondiert.
[0040] Des Weiteren weist das Stößelgehäuse 5 zwei gegenüberliegende Gehäuseteilbereiche
25 an seiner Innenmantelfläche 26 auf, die zu den Lagerschalenteilbereichen 15 der
Lagerschale 7 korrespondieren. Ferner weist das Stößelgehäuse 5 eine Gehäuseanschlagfläche
27 auf, die zu der Lagerschalenanschlagfläche 17 der Lagerschale 7 korrespondiert.
[0041] Mittels der Lagerschalenteilbereiche 15 beziehungsweise der Gehäuseteilbereiche 25
sind die Außenmantelfläche 16 der Lagerschale 7 sowie die Innenmantelfläche 26 des
Stößelgehäuses 5 insbesondere rotationsasymmetrisch bezüglich der Längsachse L ausgebildet.
In vorteilhafter Weise wird dadurch ein Verdrehen der Lagerschale 7 in dem Stößelgehäuse
5 um die Längsachse L begrenzt. Ferner ermöglicht dies eine Ausrichtung der Lagerschale
7 bezüglich des Stößelgehäuses 5 bei einer Montage der Rollenstößelvorrichtung 1.
[0042] Insbesondere sind die Lagerschalenteilbereiche 15 sowie die Gehäuseteilbereiche 25
dabei eben und parallel zueinander ausgebildet. Die Lagerschalenteilbereiche 15 sowie
die Gehäuseteilbereiche 25 können auch als schlüsselflächenartige Geometrie bezeichnet
werden.
[0043] Die Gehäuseanschlagfläche 27 begrenzt einen Versatz der Lagerschale 7 entlang der
Längsachse L bezüglich des Stößelgehäuses 5 in Richtung des Stößels 3. Die Gehäuseanschlagfläche
27 liegt dazu beispielsweise auf der Lagerschalenanschlagfläche 17 auf. Die Lagerschalenanschlagfläche
17 sowie die Gehäuseanschlagfläche 27 sind in diesem Zusammenhang parallel zueinander
ausgebildet, insbesondere parallel zu der Drehachse D der Rolle 9. In vorteilhafter
Weise wird so eine präzise Ausrichtung der Lagerschale 7 mit der Rolle 9 bezüglich
der Längsachse L ermöglicht. Insbesondere wird zu einer Rechtwinkligkeit der Drehachse
D bezüglich der Längsachse L beigetragen.
[0044] Beispielsweise erfolgt bei der Montage der Rollenstößelvorrichtung 1 nach Ausrichtung
der Lagerschale 7 bezüglich des Stößelgehäuses 5 eine Fixierung der Lagerschale 7
bezüglich des Stößelgehäuses 5, so dass eine Bewegung der Lagerschale 7 bezüglich
des Stößelgehäuses 5 in Richtung der Drehachse D oder senkrecht zu der Drehachse D
und der Längsachse L im Wesentlichen vermieden wird.
[0045] Dabei wird insbesondere die Außenmantelfläche 12 des Zapfens 11 mit der Innenmantelfläche
22 des Gehäuselagers 21 fix gekoppelt. Die Lagerschale 7 wird insbesondere über einen
Pressverband an der Außenmantelfläche 12 des Zapfens 11 mit dem Stößelgehäuse 5 an
der Innenmantelfläche 22 des Gehäuselagers 21 fixiert, wobei ein Durchmesser des Pressverbands
weniger als 75 % eines Durchmessers der Außenmantelfläche 16 der Lagerschale 7 beträgt.
Insbesondere beträgt der Durchmesser des Pressverbands weniger als 35 % des Durchmessers
der Außenmantelfläche 16 der Lagerschale 7.
[0046] In vorteilhafter Weise sind Flächen der Lagerschale 7 beziehungsweise des Stößelgehäuses
5 zur Ausrichtung der Lagerschale 7 bezüglich des Stößelgehäuses 5 funktional getrennt
von Flächen zur Fixierung der Lagerschale 7 bezüglich des Stößelgehäuses 5. Dies ermöglicht
eine variable Gestaltung der Innenmantelfläche 26 des Stößelgehäuses 5, insbesondere
im Hinblick auf die Lagerung der Rolle 9.
[0047] Im Betrieb der Pumpe wirkt beispielsweise eine Kraft auf die Rolle 9 in Richtung
der Drehachse D. Die Innenmantelfläche 26 des Stößelgehäuses 5 ist in diesem Zusammenhang
ausgebildet einen Versatz der Rolle 9 in Richtung der Drehachse D zu begrenzen. Insbesondere
weist die Innenmantelfläche 26 des Stößelgehäuses 5 dazu gegenüberliegende Anlaufflächen
29 auf (siehe auch Figur 1).
[0048] Durch funktionale Trennung jeweiliger Flächen zur Ausrichtung und Fixierung der Lagerschale
7 bezüglich des Stößelgehäuses 5 können die Anlaufflächen 29 beispielsweise jeweils
als ebene Kontaktfläche bezüglich der Rolle 9 ausgebildet sein.
[0049] Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung der Rollenstößelvorrichtung 1 gemäß
Figur 1 entlang der Längsachse L. In vorteilhafter Weise ermöglicht eine derartige
Rollenstößelvorrichtung 1 eine Entkopplung des Pressverbands von der Außenmantelfläche
10 des Stößelgehäuses 5 zur Führung in dem Pumpengehäuse. Zudem wird eine Entkopplung
des Pressverbands von einer Lagermantelfläche 30 (siehe Figur 2) der Lagerschalenausnehmung
19 zur radialen Rollenführung ermöglicht. Ferner trägt eine derartige Rollenstößelvorrichtung
1 zu einer unmittelbaren Kraftleitung zwischen dem Kolben und der Lagerschale 7 bei.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Rollenstößel
- 3
- Stößel
- 5
- Stößelgehäuse
- 7
- Lagerschale
- 9
- Rolle
- 10
- Außenmantelfläche Stößelgehäuse
- 11
- Zapfen
- 12
- Außenmantelfläche Zapfen
- 13
- Lagerschalenöffnung
- 15
- Lagerschalenteilbereich
- 16
- Außenmantelfläche Lagerschale
- 17
- Lagerschalenanschlagfläche
- 19
- Lagerschalenausnehmung
- 21
- Gehäuselager
- 22
- Innenmantelfläche Gehäuselager
- 23
- Gehäuseöffnung
- 25
- Gehäuseteilbereich
- 26
- Innenmantelfläche Stößelgehäuse
- 27
- Gehäuseanschlagfläche
- 29
- Anlauffläche
- 30
- Lagermantelfläche
- L
- Längsachse
- D
- Drehachse
1. Rollenstößelvorrichtung (1) für eine Pumpe, umfassend
- einen Stößel (3) mit einer Längsachse (L),
- ein Stößelgehäuse (5) mit einer Innenmantelfläche (26),
- eine Lagerschale (7) mit einer Außenmantelfläche (16), und
- eine Rolle (9) mit einer Drehachse (D), wobei
- die Lagerschale (7) eine Lagerschalenausnehmung (19) aufweist, in der die Rolle
(9) drehbar gelagert ist,
- die Lagerschale (7) auf einer der Lagerschalenausnehmung (19) abgewandten Seite
einen Zapfen (11) aufweist, und
- die Rolle (9) sich an einer Antriebseinrichtung der Pumpe abstützt und ausgebildet
ist, im Betrieb der Pumpe eine Kraft von der Antriebseinrichtung über die Lagerschale
(7) an den Stößel (3) entlang der Längsachse (L) zu übertragen,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (11) in einem Gehäuselager (21) des Stößelgehäuses (5) aufgenommen ist,
und dass die Lagerschale (7) über eine Außenmantelfläche (12) des Zapfens (11) und
eine Innenmantelfläche (22) des Gehäuselagers (21) mit dem Stößelgehäuse (5) fix gekoppelt
ist.
2. Rollenstößelvorrichtung (1) nach Anspruch 1, bei der die Außenmantelfläche (12) des
Zapfens (11) und die Innenmantelfläche (22) des Gehäuselagers (21) mittels eines Pressverbands
fix gekoppelt sind.
3. Rollenstößelvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 oder 2, bei der
die der Lagerschalenausnehmung (19) abgewandte Seite der Lagerschale (7) eine Lagerschalenanschlagfläche
(17) aufweist und die der Lagerschale (7) zugewandte Seite des Stößelgehäuses (5)
eine Gehäuseanschlagfläche (27) aufweist, wobei die Lagerschalenanschlagfläche (17)
und die Gehäuseanschlagfläche (27) parallel zueinander ausgebildet sind.
4. Rollenstößelvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3, bei der
die Innenmantelfläche (26) des Stößelgehäuses (5) ausgebildet ist einen Versatz der
Rolle (9) in Richtung der Drehachse (D) zu begrenzen.
5. Rollenstößelvorrichtung (1) nach Anspruch 4, bei der die Innenmantelfläche (26) des
Stößelgehäuses (5) zwei ebene, zueinander diametrale Anlaufflächen (29) aufweist,
die ausgebildet sind den Versatz der Rolle (9) in Richtung der Drehachse (D) zu begrenzen.
6. Rollenstößelvorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 5, bei der
zumindest ein Lagerschalenteilbereich (15) der Außenmantelfläche (16) der Lagerschale
(7) sowie ein jeweiliger Gehäuseteilbereich (25) der Innenmantelfläche (26) des Stößelgehäuses
(5) parallel zueinander derart gekrümmt ausgebildet sind, dass ein Drehmoment bezüglich
der Längsachse (L) von der Lagerschale (7) auf das Stößelgehäuse (5) übertragbar ist.
7. Rollenstößelvorrichtung (1) nach Anspruch 6, bei der der zumindest eine Lagerschalenteilbereich
(15) sowie der jeweilige Gehäuseteilbereich (25) eben ausgebildet sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Rollenstößelvorrichtung (1) für eine Pumpe nach einem
der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7, bei dem
- ein Stößel (3) mit einer Längsachse (L),
- ein Stößelgehäuse (5) mit einer Innenmantelfläche (26),
- eine Lagerschale (7) mit einer Außenmantelfläche (16), und
- eine Rolle (9) mit einer Drehachse (D) bereitgestellt werden, wobei
- die Lagerschale (7) eine Lagerschalenausnehmung (19) aufweist, in der die Rolle
(9) drehbar gelagert wird,
- die Lagerschale (7) auf einer der Lagerschalenausnehmung (19) abgewandten Seite
einen Zapfen (11) aufweist, der in einem Gehäuselager (21) des Stößelgehäuses (5)
aufgenommen wird, wobei die Lagerschale (7) über eine Außenmantelfläche (12) des Zapfens
(11) und eine Innenmantelfläche (22) des Gehäuselagers (21) mit dem Stößelgehäuse
(5) mittels Pressverband fix gekoppelt wird, und
- die Rolle (9) an einer Antriebseinrichtung der Pumpe abgestützt wird.
1. Roller tappet device (1) for a pump, comprising
- a tappet (3) having a longitudinal axis (L);
- a tappet housing (5) having an internal surface area (26);
- a bearing shell (7) having an external surface area (16); and
- a roller (9) having a rotation axis (D), wherein
- the bearing shell (7) has a bearing-shell clearance (19) in which the roller (9)
is rotatably mounted;
- the bearing shell (7) on a side that faces away from the bearing-shell clearance
(19) has a journal (11);
- the roller (9) is supported on a drive installation of the pump and during operation
of the pump is configured so as to transmit a force along the longitudinal axis (L)
from the drive installation by way of the bearing shell (7) to the tappet (3);
characterized in that the journal (11) is received in a housing bearing (21) of the tappet housing (5),
and
in that the bearing shell (7) by way of an external surface area (12) of the journal (11),
and of an internal surface area (22) of the housing bearing (21) is fixedly coupled
to the tappet housing (5).
2. Roller tappet device (1) according to Claim 1, in which the external surface area
(12) of the journal (11) and the internal surface area (22) of the housing bearing
(21) are fixedly coupled by means of an interference fit assembly.
3. Roller tappet device (1) according to one of preceding Claims 1 or 2, in which that
side of the bearing shell (7) that faces away from the bearing-shell clearance (19)
has a bearing-shell stop face (17), and that side of the tappet housing (5) that faces
the bearing shell (7) has a housing stop face (27), wherein the bearing-shell stop
face (17) and the housing stop face (27) are configured so as to be mutually parallel.
4. Roller tappet device (1) according to one of preceding claims 1 to 3, in which the
internal surface area (26) of the tappet housing (5) is configured so as to restrict
a displacement of the roller (9) in the direction of the rotation axis (D).
5. Roller tappet device (1) according to Claim 4, in which the internal surface area
(26) of the tappet housing (5) has two planar and mutually diametrical thrust surfaces
(29) which are configured so as to restrict the displacement of the roller (9) in
the direction of the rotation axis (D).
6. Roller tappet device (1) according to one of preceding Claims 1 to 5, in which at
least one bearing-shell part-region (15) of the external surface area (16) of the
bearing shell (7), and a respective housing part-region (25) of the internal surface
area (26) of the tappet housing (5) are configured so as to be curved in parallel
in relation to one another in such a manner that a torque in relation to the longitudinal
axis (L) is transmittable from the bearing shell (7) to the tappet housing (5).
7. Roller tappet device (1) according to Claim 6, in which the at least one bearing-shell
part-region (15) and the respective housing part-region (25) are configured so as
to be planar.
8. Method for producing a roller tappet device (1) for a pump, according to one of preceding
Claims 1 to 7, in which
- a tappet (3) having a longitudinal axis (L);
- a tappet housing (5) having an internal surface area (26);
- a bearing shell (7) having an external surface area (16); and
- a roller (9) having a rotation axis (D) are provided, wherein
- the bearing shell (7) has a bearing-shell clearance (19) in which the roller (9)
is rotatably mounted;
the bearing shell (7) on a side that faces away from the bearing-shell clearance (19)
has a journal (11) which is received in a housing bearing (21) of the tappet housing
(5), wherein the bearing shell (7) by way of an external surface area (12) of the
journal (11), and of an internal surface area (22) of the housing bearing (21) is
fixedly coupled to the tappet housing (5) by means of an interference fit assembly;
and
- the roller (9) is supported on a drive installation of the pump.
1. Dispositif de poussoir à galet (1) pour une pompe, comprenant
- un poussoir (3) avec un axe longitudinal (L),
- un boîtier de poussoir (5) avec une surface latérale intérieure (26),
- une coquille de palier (7) avec une surface latérale extérieure (16), et
- un galet (9) avec un axe de rotation (D), dans lequel
- la coquille de palier (7) présente un évidement de coquille de palier (19), dans
lequel le galet (9) est monté de façon rotative,
- la coquille de palier (7) présente un tourillon (11) sur un côté opposé à l'évidement
de coquille de palier (19), et
- le galet (9) s'appuie sur un dispositif d'entraînement de la pompe et est configuré
pour transmettre, lorsque la pompe est en fonctionnement, une force du dispositif
d'entraînement via la coquille de palier (7) au poussoir (3) le long de l'axe longitudinal
(L),
caractérisé en ce que le tourillon (11) est logé dans un palier de boîtier (21) du boîtier de poussoir
(5), et
en ce que la coquille de palier (7) est couplée de façon fixe au boîtier de poussoir (5) par
l'intermédiaire d'une surface latérale extérieure (12) du tourillon (11) et d'une
surface latérale intérieure (22) du palier de boîtier (21).
2. Dispositif de poussoir à galet (1) selon la revendication 1, dans lequel la surface
latérale extérieure (12) du tourillon (11) et la surface latérale intérieure (22)
du palier de boîtier (21) sont couplées de façon fixe au moyen d'un joint à ajustement
serré.
3. Dispositif de poussoir à galet (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 ou 2, dans lequel le côté de la coquille de palier (7) détourné de l'évidement de
coquille de palier (19) présente une face de butée de coquille de palier (17) et le
côté du boîtier de poussoir (5) tourné vers la coquille de palier (7) présente une
face de butée de boîtier (27), dans lequel la face de butée de coquille de palier
(17) et la face de butée de boîtier (27) sont formées parallèlement l'une à l'autre.
4. Dispositif de poussoir à galet (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 3, dans lequel la surface latérale intérieure (26) du boîtier de poussoir (5)
est configurée pour limiter un décalage du galet (9) dans la direction de l'axe de
rotation (D).
5. Dispositif de poussoir à galet (1) selon la revendication 4, dans lequel la surface
latérale intérieure (26) du boîtier de poussoir (5) présente deux faces d'arrêt planes
(29) opposées diamétralement l'une à l'autre, qui sont configurées pour limiter le
décalage du galet (9) dans la direction de l'axe de rotation (D).
6. Dispositif de poussoir à galet (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 5, dans lequel au moins une région partielle de coquille de palier (15) de la
surface latérale extérieure (16) de la coquille de palier (7) ainsi qu'une région
partielle de boîtier respective (25) de la surface latérale intérieure (26) du boîtier
de poussoir (5) sont réalisées sous forme incurvée parallèlement l'une à l'autre,
de telle manière qu'un couple de rotation par rapport à l'axe longitudinal (L) puisse
être transmis de la coquille de palier (7) au boîtier de poussoir (5).
7. Dispositif de poussoir à galet (1) selon la revendication 6, dans lequel ladite au
moins une région partielle de coquille de palier (15) ainsi que la région partielle
de boîtier respective (25) sont réalisées sous forme plane.
8. Procédé de fabrication d'un dispositif de poussoir à galet (1) pour une pompe selon
l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 7, dans lequel on prépare
- un poussoir (3) avec un axe longitudinal (L),
- un boîtier de poussoir (5) avec une surface latérale intérieure (26),
- une coquille de palier (7) avec une surface latérale extérieure (16), et
- un galet (9) avec un axe de rotation (D),
dans lequel
- la coquille de palier (7) présente un évidement de coquille de palier (19), dans
lequel on monte le galet (9) de façon rotative,
- la coquille de palier (7) présente sur un côté opposé à l'évidement de coquille
de palier (19) un tourillon (11), qui est logé dans un palier de boîtier (21) du boîtier
de poussoir (5), dans lequel on couple de façon fixe la coquille de palier (7) au
boîtier de poussoir (5) par l'intermédiaire d'une surface latérale extérieure (12)
du tourillon (11) et d'une surface latérale intérieure (22) du palier de boîtier (21)
au moyen d'un ajustement serré, et
- on appuie le galet (9) sur un dispositif d'entraînement de la pompe.