[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des Anspruches 1 sowie ein Schrankmöbel.
[0002] Derartige Befestigungsanordnungen sind im Stand der Technik bereits beschrieben.
[0003] So offenbart beispielsweise die
DE 29907856 U1 eine Führungsvorrichtung zur Aufnahme von Gleit- und Schiebeelementen, wie beispielsweise
Jalousien, Rollläden oder Schiebetüren, in zumindest einer U-schienenförmigen Gleitbahn
an Möbeln mit einem am Möbelkorpus befestigbaren Basisprofil als Befestigungsanordnung
und einem mit diesem verbindbaren Abdeckprofil zur Abdeckung der Befestigung des Basisprofils
am Möbelkorpus, wobei hier die Gleitbahn in einem separaten Schienenelement ausgebildet
ist, das lösbar in eine Ausnehmung des Basisprofils eingesetzt ist.
[0004] Das Basisprofil wird dabei über an sich bekannte Befestigungselemente wie beispielsweise
Schrauben an der Innenseite des Möbelkorpus fixiert und dient als Befestigungsanordnung
für ein nachträglich einbringbares Schienenelement, welches im Basisprofil fixierbar
anbringbar ist.
[0005] Weiterhin offenbart die
DE 10 2004 005 781 A1 eine Jalousieeinheit zur Nach- oder Ausrüstung eines mit einer zu schließenden Öffnung
versehenen Möbels, mit einem in das Möbel einschiebbaren Jalousiemodul und einer aus
einer Offenstellung in eine zumindest teilweise Geschlossenstellung bewegbaren Jalousie,
sowie auf zwei Seiten der Öffnung angeordneten Jalousieführungen, wobei die Jalousieführungen
jeweils ein Aufnahmeprofil und ein auf dem Aufnahmeprofil lösbar festgelegtes Deckprofil
besitzen, wobei die Aufnahmeprofile einen in die Öffnung des Möbels hineinragenden
Führungskörper zur Anlage der Jalousie aufweisen und eine Jalousieführung im Bereich
eines Aufnahmeprofils einen von einem Deckprofil zumindest teilweise abdeckbaren Durchtrittsbereich
zur Einführung der Jalousie in die Jalousieführung aufweist. Die Aufnahmeprofile sind
dabei über an sich bekannte Fixierelemente in der Stirnseite des Möbelkorpus fixiert.
Dieses als Befestigungsanordnung wirkende Basisprofil wird dann mit einer Jalousieführung
verbunden, die eine etwa U-förmige Aufnahmenut für die zu bewegende Jalousie aufweist.
[0006] Nachteilig bei dem Stand der Technik ist, dass die Befestigungsanordnungen nur sehr
kostenaufwendig herstellbar und äußerst zeitaufwendig montierbar sind. Ein weiterer
Nachteil der Befestigungsanordnungen aus dem bekannten Stand der Technik besteht darin,
dass die aufwendige Montage der Befestigungsanordnungen und der verschiedensten Führungssysteme
am Schrankkorpus Werkzeuge wie Bohrer, Schraubendreher und dergleichen sowie Zubehörkomponenten
wie beispielsweise Schrauben erfordert und einen recht hohen Zeitaufwand sowie handwerkliches
Geschick. Zusätzlich ist es für die Montage der Befestigungsanordnungen aus dem Stand
der Technik erforderlich, dass eine ausreichende Erfahrung bei der Montage von Möbeln
bzw. Jalousiesystemen notwendig bzw. teilweise sogar unumgänglich ist.
Dies birgt bei den Befestigungsanordnungen aus dem Stand der Technik die Gefahr von
Fehlmontagen, fehlerhaften Umgang mit Komponenten und einen erheblichen Mehraufwand.
[0007] Hier setzt die Erfindung ein, die sich die Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des
bekannten Standes der Technik zu überwinden und eine Befestigungsanordnung zum Verbinden
von Bauteilen aufzuzeigen, die kostengünstig und wirtschaftlich herstellbar ist, die
sehr leicht und unverwechselbar an alle bestehenden Möbelkorpen anbringbar ist, ohne
dass hierfür zusätzliche Werkzeuge bzw. Zubehörkomponenten erforderlich sind sowie
ein Schrankmöbel.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin durch ein Schrankmöbel mit den Merkmalen
des Anspruches 15 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Es hat sich überraschend herausgestellt, dass eine Befestigungsanordnung zum Verbinden
eines Bauteils, insbesondere wenigstens einer Führungsvorrichtung an wenigstens einem
Möbelkorpus, umfassend wenigstens eine Basis, sich dadurch auszeichnet, dass die Basis
wenigstens eine, von ihr wegragend angeordnete, Fixiervorrichtung, sowie wenigstens
eine Befestigungsvorrichtung aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung wenigstens
eine, wenigstens eine Öffnung aufweisende, Befestigungsaufnahme aufweist. Durch diese
vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung ist es erstmals
möglich, Führungssysteme an Schrankmöbeln zu montieren, ohne zusätzliche Werkzeuge
bzw. Zubehörkomponenten zu verwenden. Auf Basis der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
können alle Typen von Schrankmöbeln mit einer bedarfsgerechten Führungsvorrichtung
versehen und mit einer entsprechend dimensionierten Verschlussanordnung bestückt werden.
Dies kann vorteilhafterweise so realisiert werden, dass die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung
in den in den Möbelkorpus bereits vorhandenen Löchern bzw. Bohrreihen montierbar ist,
in die sonst bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Schrankmöbel beispielsweise Einlegeböden
und dergleichen anbringbar sind.
[0010] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
gezeigt, dass die Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung an der Basis der
Befestigungsanordnung angeordnet ist. Hierdurch können auch dünnwandige Möbelkorpen
mit einer entsprechenden und der daran zu fixierenden Führungsvorrichtung versehen
werden.
[0011] Ebenfalls vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung ist, dass die
Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung über ein Distanzelement beabstandet
zur Basis der Befestigungsanordnung angeordnet ist. In dieser vorteilhaften Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung ist es möglich, die Befestigungsanordnung
den verschiedenen Dimensionen bzw. Dicken der den Möbelkorpus bildenden Möbelplatten
anzupassen und standardisierte Führungsvorrichtungen zu montieren.
[0012] Dabei hat sich als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung herausgestellt,
dass die Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung etwa orthogonal zur Basis
der Befestigungsanordnung angeordnet ist. In dieser vorteilhaften Ausgestaltung kann
die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung in allen derzeit bekannten Möbelkorpen
angebracht und fixiert werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass
die Fixiervorrichtung wenigstens ein Fixierelement aufweist. Dieses Fixierelement
ist vorteilhafterweise so ausgebildet, dass es die Führungsvorrichtungen kraftschlüssig
und / oder formschlüssig fixierend aufnehmen kann.
[0014] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung so ausgebildet, dass die
Fixiervorrichtung wenigstens zwei, einander gegenüberliegend angeordnete, Fixierelemente
aufweist. Hierdurch ist die Fixierung der Führungsvorrichtungen sehr schnell und werkzeuglos
möglich.
[0015] Dabei kann die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung aber auch so ausgebildet sein,
dass die Fixiervorrichtung wenigstens zwei, zueinander versetzt angeordnete, Fixierelemente
aufweist. In dieser vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
können so verschieden dimensionierte Führungsvorrichtung sicher fixiert werden.
[0016] In einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
ist eine erste Fixiervorrichtung über die Basis von einer zweiten Fixiervorrichtung
beabstandet angeordnet. Hierdurch lassen sich wirtschaftlich und kostengünstig Befestigungsanordnungen
herstellen, die so dimensioniert bzw. positioniert am Möbelkorpus alle Geometrien
bzw. Dimensionen von Führungsvorrichtungen fixieren können.
[0017] In einer weiteren ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
ist an wenigstens einer Fixiervorrichtung etwa orthogonal wenigstens eine dritte Fixiervorrichtung
angeordnet. Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung kann somit multifunktionell
am Möbelkorpus positioniert bzw. fixiert werden und es sind auch etwa orthogonal zueinander
angeordnete Führungsvorrichtungen sowie weitere Aufnahmeelemente am jeweiligen Möbelkorpus
werkzeuglos fixierbar.
[0018] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung,
dass die dritte Fixiervorrichtung über wenigstens ein Verbindungselement zur ersten
oder zur zweiten Fixiervorrichtung beabstandet angeordnet ist. Hierdurch ist einerseits
eine schnelle Montage der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung am Möbelkorpus möglich
und die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung ist wahlweise für Führungsvorrichtungen
an der ersten oder der zweiten Fixiervorrichtung oder für weitere Führungsvorrichtungen
sowie Aufnahmeelemente an der dritten Fixiervorrichtung einsetzbar.
[0019] In einer weiteren ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
ist an wenigstens einer Fixiervorrichtung wenigstens ein Zentrierelement angeordnet.
Dieses Zentrierelement verhilft der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung zu einer
exakten Positionierung der an der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung zu fixierenden
Führungsvorrichtungen und zu einer einfachen und mit wenig Kraftaufwand verbundenen,
Montage.
[0020] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung besteht darin, dass
an wenigstens einer Fixiervorrichtung wenigstens ein Halteelement angeordnet ist.
Dieses Halteelement der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung dient dazu, die fixierten
Führungsvorrichtungen zusätzlich zu positionieren.
[0021] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung vorteilhafterweise so ausgebildet,
dass an wenigstens einer Fixiervorrichtung wenigstens ein, über ein Verbindungselement
beabstandet angeordnetes, Halteelement angeordnet ist. Dieses führt ebenfalls zu einer
besseren Positionierung der zu fixierenden Führungsvorrichtungen der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung.
[0022] Zweckmäßigerweise ist die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung weiterhin so ausgebildet,
dass das Halteelement wenigstens ein etwa orthogonal zur Fixiervorrichtung und / oder
zum Verbindungselement angeordnetes, Plattenelement aufweist. Hierdurch kann eine
sichere und vor allen Dingen optisch ansprechende Fixierung und Abschluss der Führungsvorrichtungen
am Möbelkorpus realisiert werden.
[0023] Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung weiterhin so ausgebildet,
dass die Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung wenigstens zwei, voneinander
über eine Länge L, beabstandet angeordnete, Öffnungen aufweist. Vorteilhafterweise
ist die Länge L der beabstandet zueinander angeordneten Öffnungen so dimensioniert,
dass sie den bei Schrankmöbeln üblichen Lochreihen bzw. Bohrreihen entspricht, die
für die Befestigung von beispielsweise Einlegeböden und dergleichen bereits vorhanden
sind.
[0024] Dabei kann die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung über an sich bekannte Befestigungselemente
über die Öffnungen der Befestigungsaufnahme am Möbelkorpus einfach, sicher und werkzeuglos
fixiert werden.
[0025] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Schrankmöbel mit einen Möbelkorpus, umfassend
wenigstens eine, eine Öffnung aufweisende, Seitenwand und / oder Boden und / oder
Oberboden mit wenigstens einer Verschlussanordnung wie Jalousie, Rollladenmatte und
dergleichen, welche im Bereich einer Öffnung des Möbelkorpus von einer geschlossenen
Position (GP) in eine offene Position (OP) und zurück bewegbar angeordnet sind, mit
wenigstens einer am Möbelkorpus angeordneten Führungsvorrichtung sowie mit wenigstens
einer Befestigungsanordnung gemäß den vorherigen Ausführungen.
[0026] Der erfindungsgemäße Schrankmöbel zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass die Befestigungsvorrichtung
wenigstens eine, in die Öffnung des Möbelkorpus hineinragende, sich an wenigstens
einer Seitenwand und / oder Boden und / oder Oberboden abstützende, wenigstens eine
Öffnung aufweisende, Befestigungsaufnahme aufweist. Dieses lässt sich vorteilhafterweise
mit an sich bekannten Befestigunselementen so fixieren, dass eine werkzeuglose Montage
aber auch der Ersatz bestehender Führungsvorrichtungen in Möbelkorpen möglich ist.
[0027] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Schrankmöbels besteht darin, dass die
Befestigungsanordnung über wenigstens ein Befestigungselement, welches in der Öffnung
der Befestigungsaufnahme angeordnet ist, an wenigstens einer Seitenwand und / oder
Boden und / oder Oberboden fixiert ist.
[0028] Dabei hat es sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass die Öffnung der
Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung gegenüber der Öffnung wenigstens
einer Seitenwand und / oder Boden und / oder Oberboden angeordnet ist. Hierdurch ist
eine sehr schnelle und werkzeuglose Fixierung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
im Schrankmöbel möglich.
[0029] Ebenfalls vorteilhaft beim erfindungsgemäßen Schrankmöbel ist, dass das Befestigungselement
die Öffnung der Befestigungsaufnahme der Befestigungsvorrichtung mit der Öffnung der
Seitenwand und / oder des Bodens und / oder des Oberbodens fixierend verbindet.
[0030] Die Erfindung soll nun an diesen nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen näher
beschrieben werden.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1:
- perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung;
- Fig. 2:
- perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung;
- Fig. 3:
- perspektivische Darstellung eines Schrankmöbels;
- Fig. 4:
- perspektivische Darstellung eines weiteren Schrankmöbels.
[0032] In der Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
1 dargestellt.
[0033] Die Befestigungsanordnung 1 weist eine Basis 2 auf sowie eine davon wegragende erste
Fixiervorrichtung 4 und eine über die Basis 2 von der ersten Fixiervorrichtung 4,
beabstandet angeordnete, zweite Fixiervorrichtung 5 auf. An der Basis 2 der Befestigungsanordnung
1 ist über ein Distanzelement 31 die Befestigungsvorrichtung 3 angeordnet. Das Distanzelement
31 sowie die Befestigungsvorrichtung 3 sind in diesem Ausführungsbeispiel stoffschlüssig
durch an sich bekannte Verklebungen bzw. Verschweißungen mit der Basis 2 der Befestigungsanordnung
1 verbunden.
[0034] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Befestigungsaufnahme 32 der Befestigungsvorrichtung
3 etwa orthogonal zur Basis 2 der Befestigungsanordnung 1 angeordnet.
[0035] Die Befestigungsvorrichtung 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass
sie eine, mit zwei voneinander beabstandeten Öffnungen 8 aufweisende, Befestigungsaufnahme
32 aufweist.
[0036] Die Öffnungen 8 der Befestigungsaufnahme 32 sind in diesem Ausführungsbeispiel über
eine Distanz L voneinander beabstandet angeordnet, wobei die Distanz L dem Abstand
der Öffnungen bzw. Bohrungen in den Wänden eines Möbelkorpus entspricht.
[0037] Die Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel weiterhin so ausgebildet,
dass die Fixiervorrichtung 4, 5 wenigstens ein Fixierelement 41, 42, 51, 52 aufweist.
Dabei sind die Fixierelemente 41, 42 der ersten Fixiervorrichtung 4 sowie die Fixierelemente
51, 52 der zweiten Fixiervorrichtung 5 zueinander versetzt angeordnet und stoffschlüssig
verbunden.
[0038] Die Befestigungsanordnung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass an den der Basis 2
gegenüberliegenden freien Ende der Fixiervorrichtung 4, 5 wenigstens ein Zentrierelement
43, 53 angeordnet ist.
[0039] Bei bestimmungsgemäßem Einsatz der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung 1 zum
Verbinden eines Bauteils, insbesondere wenigstens einer nicht dargestellten Führungsvorrichtung
an wenigstens einem nicht dargestellten Möbelkorpus wird die Führungsvorrichtung parallel
zur Befestigungsanordnung 1 angeordnet und über die Zentrierelemente 43, 53 positioniert.
In einem weiteren Arbeitsgang wird nun die parallel, beabstandet zur Befestigungsanordnung
1 angeordnete Führungsvorrichtung auf die Befestigungsanordnung 1 aufgepresst, so
dass die Fixierelemente 41, 42 der ersten Fixiervorrichtung 4 und die Fixierelemente
51, 52 der zweiten Fixiervorrichtung 5 die nicht dargestellte Führungsvorrichtung
verrastend hintergreifen und fixieren.
Die Befestigungsanordnung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass die Breite der Basis
2 kleiner als die Dicke der Wände des nicht dargestellten Möbelkorpus ausgebildet
ist.
[0040] Die Befestigungsanordnung 1 ist ebenfalls so ausgebildet, dass die Befestigungsaufnahme
32 der Befestigungsvorrichtung 3 etwa orthogonal zum Distanzelement 31 angeordnet
ist. Durch die Dimensionierung der Breite der Basis 2 sowie des Distanzelementes 31
der Befestigungsanordnung 1 ist es möglich, die Befestigungsanordnung 1 an unterschiedlichste
Dicken der Wände von Möbelkorpen anzupassen.
Weiterhin kann die Befestigungsanordnung 1 auch so ausgebildet sein, dass die Befestigungsaufnahme
32 über an sich bekannte Befestigungselemente wie beispielsweise Schrauben, Nägel,
Dübel und dergleichen mit dem Distanzelement 31 und der Basis 2 kraftschlüssig bzw.
formschlüssig verbunden ist.
Durch die Wahl der Breite des Distanzelementes 31 kann so die Befestigungsanordnung
1 bei der Montage den unterschiedlichen Dicken der Wände von Möbelkorpen vor Ort problemlos
angepasst werden.
[0041] In der Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung 1 dargestellt.
[0042] Die Befestigungsanordnung 1 weist eine Basis 2 auf sowie jeweils eine von ihr wegragende
erste Fixiervorrichtung 4 und eine zweite Fixiervorrichtung 5.
[0043] Die Befestigungsanordnung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass sie eine Befestigungsvorrichtung
3 aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung 3 wenigstens eine, wenigstens eine Öffnung
8 aufweisende, Befestigungsaufnahme 32 aufweist.
Die Befestigungsaufnahme 32 der Befestigungsvorrichtung 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel
an der Basis 2 der Befestigungsanordnung 1 angeordnet. Weiterhin ist die Befestigungsaufnahme
32 der Befestigungsvorrichtung 3 etwa orthogonal zur Basis 2 der Befestigungsvorrichtung
1 angeordnet.
[0044] Die Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass
die erste Fixiervorrichtung 4 wenigstens ein Fixierelement 41, 42 sowie die zweite
Fixiervorrichtung 5 wenigstens ein Fixierelement 51, 52 aufweist.
Bei der ersten Fixiervorrichtung 4 sind die Fixierelemente 41, 42 einander gegenüberliegend
angeordnet und stoffschlüssig bzw. einstückig verbunden. Bei der zweiten Fixiervorrichtung
5 sind die Fixierelemente 51, 52 ebenfalls einander gegenüberliegend angeordnet und
stoffschlüssig bzw. einstückig verbunden.
Die Fixierelemente 41, 42, 51, 52 sind dabei als in einem spitzen Winkel angeordnete
Rasthaken ausgebildet.
[0045] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Befestigungsanordnung 1 weiterhin so ausgebildet,
dass an wenigstens einer Fixiervorrichtung 4, 5 etwa orthogonal wenigstens eine dritte
Fixiervorrichtung 6 angeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die dritte Fixiervorrichtung
6 über ein Verbindungselement 64, 72 zur zweiten Fixiervorrichtung 5 beabstandet angeordnet.
[0046] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 kann so bei beistimmungsgemäßen Einsatz
zum Verbinden eines Bauteils, insbesondere wenigstens einer Führungsschiene an wenigsten
einem Möbelkorpus direkt im Eck von zwei Wänden des Möbelkorpus angeordnet und die
entsprechenden Führungsvorrichtungen montiert werden.
[0047] In diesem Ausführungsbeispiel weist die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1
an der ersten Fixiervorrichtung 4 ein von der Basis 2 gegenüberliegend angeordnetes
Zentrierelement 43 auf.
[0048] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 ist weiterhin so ausgebildet, dass das
an der zweiten Fixiervorrichtung 5 angeordnete Verbindungselement 72 eine Breite aufweist,
die etwa der Breite des Zentrierelements 43 der ersten Fixiervorrichtung 4 entspricht.
Dieses Verbindungselement 72 hat somit ebenfalls eine zentrierende Funktion.
[0049] Weiterhin ist die Befestigungsanordnung 1 in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet,
dass über das Verbindungselement 72 beabstandet zur zweiten Fixiervorrichtung 5 ein
beabstandet angeordnetes Halteelement 7 angeordnet ist. Das Halteelement 7 weist in
diesem Ausführungsbeispiel wenigstens ein, etwa orthogonal zur zweiten Fixiervorrichtung
5 sowie zum Verbindungselement 72 angeordnetes, Plattenelement 71 auf.
Das Plattenelement 71 der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung 1 ist in diesem
Ausführungsbeispiel so dimensioniert, dass eine, nicht dargestellte, Führungsvorrichtung
an der Befestigungsanordnung 1 fixierbar und auf das Plattenelement 71 des Halteelements
7 aufsetzbar ist, weiterhin ist auch ein, nicht dargestelltes, Aufnahmeelement aufsetzbar.
[0050] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel
eine dritte Fixiervorrichtung 6 auf, die wiederum zwei einander gegenüberliegend angeordnete
Fixierelemente 61, 62 aufweist.
Die dritte Fixiervorrichtung 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass
an ihrem, dem Verbindungselement 64 gegenüberliegenden freien Ende, angeordnetes Zentrierelement
63 aufweist. An der dritten Fixiervorrichtung 3 sind somit bei bestimmungsgemäßer
Verwendung der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung 1 sowohl die dargestellten
Führungsvorrichtungen als auch andere Profilelemente anordenbar und fixierbar.
[0051] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 ist jedoch auch so ausgebildet, dass
bei bestimmungsgemäßem Einsatz an einer Wand eines nicht dargestellten Möbelkorpus
die dritte Befestigungsvorrichtung 6 über das Verbindungselement 64 von der Befestigungsanordnung
1 abtrennbar ist, so dass eine erhöhte Flexibilität im Einsatz der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung realisierbar ist.
[0052] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel aus
einem polymeren Werkstoff hergestellt, ausgewählt aus der Gruppe der Polyamide, der
Polycarbonate, der Polyolefine, der Polyoxymethylene, der Polyvinylchloride und dergleichen
und im an sich bekannten Spritzgießverfahren wirtschaftlich und kostengünstig hergestellt.
[0053] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung
1 aus metallischen, keramischen, duromeren bzw. lignozellulosischen Werkstoffen hergestellt
ist.
Weiterhin ist es bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung 1 möglich, diese
in verschiedenen Farben bzw. Breiten zur Verfügung zu stellen, so dass bei bestimmungsgemäßem
Einsatz der Befestigungsanordnung 1 zum Verbinden eines Bauteiles, insbesondere wenigstens
einer Führungsvorrichtung an wenigstens einem Möbelkorpus diese sowohl der Geometrie
als auch dem Design sowie der farblichen Ausgestaltung des Möbelkorpus anpassbar sind.
[0054] In der Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Schrankmöbels 10 dargestellt.
[0055] Der Schrankmöbel 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass er einen
Möbelkorpus 100 sowie ein Verschlussanordnungsmodul 110 aufweist.
Der Möbelkorpus 100 des Schrankmöbels 10 weist in diesem Ausführungsbeispiel Seitenwände
11, 12, einen Boden 13, einen Oberboden 14 sowie eine Rückwand 15 auf.
Im Bereich der Öffnung 20 des Möbelkorpus 100 ist eine Verschlussanordnung 25 angeordnet,
welche in diesem Ausführungsbeispiel als flächige Jalousie ausgebildet ist.
Die Verschlussanordnung ist von einer geschlossen Position GP in eine offene Position
OP und zurück bewegbar angeordnet, wobei in diesem Ausführungsbeispiel die Verschlussanordnung
25 in einer offenen Position OP dargestellt ist.
In diesem Ausführungsbeispiel sind am Möbelkorpus 100 jeweils an den Schmalseiten
der Seitenwand 11, 12 Führungsvorrichtungen 30 dargestellt, die mithilfe einer Befestigungsanordnung
1 fixiert sind.
[0056] Dabei sind in diesem Ausführungsbeispiel jeweils zwei Befestigungsanordnungen 1 jeweils
an der Seitenwand 11 sowie an der Seitenwand 12 angeordnet.
Die Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass
sie wenigstens eine Befestigungsvorrichtung 3 aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung
3 wenigstens eine, wenigstens eine Öffnung aufweisende Befestigungsaufnahme 32 aufweist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schrankmöbel 10 so ausgebildet, dass die Führungsvorrichtung
30 an der Seitenwand 12 über die Befestigungsanordnung 1 fixiert ist und die Führungsvorrichtung
30 gleichzeitig noch am Verschlussanordnungsmodul 110 positioniert ist.
[0057] Am unteren freien Ende der Seitenwand 12 sowie an der Stirnseite des Bodens 13 des
Möbelkorpus 100 ist eine Befestigungsanordnung 1 erkennbar.
Durch die daran bereits angeordnete bzw. fixierte Führungsvorrichtung 30 können die
darunterliegend angeordnete Basis sowie die Fixiervorrichtungen nicht dargestellt
werden.
[0058] In diesem Ausführungsbeispiel ist jedoch erkennbar, dass bei der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung 1 etwa orthogonal zur nicht sichtbaren Fixiervorrichtung 4,
5 eine dritte Fixiervorrichtung 6 angeordnet ist.
Die dritte Fixiervorrichtung 6 welche in diesem Ausführungsbeispiel an der Stirnseite
des Bodens 13 des Möbelkorpus 100 angeordnet ist, kann ein am Möbelkorpus 100 anzubringendes
Aufnahmeelement 19 aufnehmen bzw. fixieren.
[0059] Zum besseren Verständnis ist bei dem Schrankmöbel 10 an der Seitenwand 11 des Möbelkorpus
100 die Führungsvorrichtung 30 sowie das orthogonal dazu angeordnete Aufnahmeelement
19 nur teilweise im Schnitt dargestellt.
[0060] Die hier angeordnete Befestigungsanordnung 1 ist im Detail so ausgebildet wie in
der Fig. 1 bzw. 2 beschrieben.
[0061] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schrankmöbel 10 so ausgebildet, dass dieser
verschiedene Öffnungen 40 aufweist.
Die Öffnungen 40 der Seitenwand 11, welche auch auf der nicht sichtbaren Seite der
Seitenwand 12 angeordnet sind, sind hier jeweils nebeneinander bzw. übereinander in
einer definierten Distanz angeordnet. Diese werden auch als Lochreihen bezeichnet
und weisen einen genau definierten Abstand zueinander auf.
[0062] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel über
ein Befestigungselement 9, welches in der nicht dargestellten Öffnung 8 der Befestigungsaufnahme
32 angeordnet ist, an wenigstens einer Seitenwand 11, 12 fixiert. Dabei ist die in
diesem Ausführungsbeispiel nicht sichtbare Öffnung 8 der Befestigungsaufnahme 32 der
Befestigungsvorrichtung 3 genau gegenüber der Öffnung 40 der Seitenwand 11, 12 angeordnet.
[0063] Das Befestigungselement 9 ist in diesem Ausführungsbeispiel beispielsweise eine Schraube
bzw. ein Dübel, welcher die nicht dargestellte Öffnung 8 der Befestigungsaufnahme
32 der Befestigungsvorrichtung 3 mit der Öffnung 40 der Seitenwand 11, 12 fixierend
verbindet.
[0064] Bei bestimmungsgemäßem Einsatz des Schrankmöbels 10 ist zu dessen Montage es nun
erforderlich, dass die jeweilige Führungsvorrichtung 30 an der Stirnseite beispielsweise
der Seitenwand 11, 12 anzubringen ist.
Hierzu wird die entsprechend dimensionierte Führungsvorrichtung 30 jeweils parallel
gegenüber den Befestigungsanordnungen 1 angeordnet, durch die in der Befestigungsanordnung
1 angeordneten Zentrierelemente 43, 53 positioniert und anschließend durch ein rastendes
Hintergreifen der Fixierelemente 41, 42, 51, 52 der Fixiervorrichtungen 4, 5 an wenigstens
einer Stirnseite des Möbelkorpus 100 fixiert.
[0065] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schrankmöbel 10 weiterhin so ausgebildet, dass
an der Stirnseite des Bodens 13 des Möbelkorpus 100 ein zusätzliches Aufnahmeelement
19 angebracht ist. Das Aufnahmeelement 19 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet,
dass es über die Fixierelemente 61, 62 der dritten Fixiervorrichtung 6 jeweils an
den freien Enden der Führungsvorrichtung 30 anordenbar bzw. fixierbar ist.
[0066] Der Schrankmöbel 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel weiterhin so ausgebildet, dass
auf den Boden 14 des Möbelkorpus 100 das Verschlussanordnungsmodul 110 angeordnet
ist. Das Verschlussanordnungsmodul 110 weist an seiner dem Verschlusselement 25 anliegenden
Seite weiterhin ein Abdeckelement 17 auf, welches die Optik des Schrankmöbels 10 positiv
beeinflusst.
[0067] Der Schrankmöbel 10 ist weiterhin so ausgebildet, dass die Befestigungsvorrichtung
3 der Befestigungsanordnung 1 wenigstens eine, in die Öffnung 20 des Möbelkorpus 100
hineinragende, sich an der Seitenwand 11, 12 abstützende, wenigstens eine Öffnung
8 aufweisende, Befestigungsaufnahme 32 aufweist.
Die Montage des Verschlussanordnungsmoduls 110 am Möbelkorpus 100 gestaltet sich in
diesem Ausführungsbeispiel als äußerst einfach, schnell und kostengünstig.
[0068] Der fertig hergestellte Möbelkorpus 100 erhält auf seinen, nicht sichtbaren, Oberboden
14 ein Verschlussanordnungsmodul 110, welches durch eine kraftschlüssige und / oder
formschlüssige Verbindung positioniert bzw. fixiert ist.
[0069] In einem weiteren Arbeitsgang werden nun die Befestigungsanordnungen 1 an den jeweiligen
Stirnseiten der Seitenwand 11, 12 positioniert bzw. über das Befestigungselement 9
fixiert.
Nun wird an den Befestigungsanordnungen 1 die jeweils dimensionierte Führungsvorrichtung
30 angeordnet und über die hier nicht sichtbaren Fixierelemente der Fixiervorrichtungen
fixiert.
Nun kann aus dem Verschlussanordnungsmodul 110 die Verschlussanordnung 25 über das
an ihrem freien Ende angeordnete Griffelement 18 heraus in die Führungsvorrichtungen
30 bewegt werden, so dass die Verschlussanordnung 25 im Bereich der Öffnung 20 des
Möbelkorpus 100 von einer offenen Position OP in eine geschlossene Position GP und
zurück bewegbar angeordnet ist.
[0070] Weiterhin ist es möglich, dass an der Stirnseite des Bodens 13 des Möbelkorpus 100
ein zusätzliches Aufnahmeelement 19 über die dritte Fixiervorrichtung 6 anordenbar
ist, welche wiederum in der geschlossenen Position GP mit der Unterseite des Griffelements
18 der Verschlussanordnung 25 abschließt.
[0071] In der Fig. 4 ist ein weiterer Schrankmöbel 10 dargestellt. Der Schrankmöbel 10 weist
einen Möbelkorpus 100, umfassend wenigstens eine, eine Öffnung 40 aufweisenden Boden
13 sowie Oberboden 14 und eine Seitenwand 11, 12 sowie eine Zwischenwand 16 und die
Rückwand 15 auf.
[0072] Der Schrankmöbel 10 weist weiterhin eine Verschlussanordnung 25 auf, welche als Jalousie
ausgebildet ist und im Bereich der Öffnung 20 des Möbelkorpus 100 von einer geschlossenen
Position GP in eine offene Position OP und zurück bewegbar angeordnet ist. Am Möbelkorpus
100 sind in diesem Ausführungsbeispiel an den Stirnseiten des Bodens 13 sowie des
Oberbodens 14 Führungsvorrichtungen 30 angeordnet, die mit wenigstens einer Befestigungsanordnung
1 fixiert sind.
Die Befestigungsanordnung 1 weist ist eine Befestigungsvorrichtung 3 auf, die wenigstens
eine, in die Öffnung 20 des Möbelkorpus 100 hineinragende, sich am Boden 13 bzw. Oberboden
14 abstützende, wenigstens eine nicht sichtbare Öffnung 8 aufweisende, Befestigungsaufnahme
32 aufweist.
[0073] Die Befestigungsanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel über jeweils ein Befestigungselement
9 im Boden 13 bzw. im Oberboden 14 des Möbelkorpus 100 fixiert.
[0074] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Boden 13 des Möbelkorpus 100 so ausgebildet,
dass er verschiedene Öffnungen 40 aufweist, die äquidistant zueinander angeordnet
sind.
Auch der Oberboden 14 des Möbelkorpus 100 weist analog dazu, nicht sichtbare, Öffnungen
40 auf. Die Öffnungen 40, auch als Lochreihen bezeichnet, dienen bei bestimmungsgemäßer
Verwendung des Schrankmöbels 10 dazu, dass über geeignete Befestigungselemente Zwischenwände
und dergleichen einbringbar sind.
[0075] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 nutzt von daher die bereits in jedem
Schrankmöbel 10 bzw. Möbelkorpus 100 angebrachten Öffnungen 40 zur Fixierung.
Die nicht dargestellte Öffnung 8 der Befestigungsvorrichtung 3 der erfindungsgemäßen
Befestigungsanordnung 1 ist dabei so positioniert und dimensioniert, dass sie genau
gegenüber eine Öffnung 40 wenigstens einer Seitenwand 11, 12 und / oder Boden 13 und
/ oder Oberboden 14 positionierbar bzw. anordenbar ist.
[0076] Durch ein geeignetes Befestigungselement 9 welches beispielsweise als Schraube oder
auch als Einsteckdübel ausgebildet ist, kann nun die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung
1 im Schrankmöbel 10 bzw. im Möbelkorpus 100 fixiert werden.
Die Verschlussanordnung 25 des Schrankmöbels 10 ist dabei in diesem Ausführungsbeispiel
zwischen der Zwischenwand 16 und der Seitenwand 11 angeordnet.
Das an der Seitenwand 11 angeordnete freie Ende der Verschlussanordnung 25 ist durch
ein Abdeckelement 17 abgedeckt, während gegenüber dem Abdeckelement 17 am anderen
freien Ende der Verschlussanordnung das Griffelement 18 positioniert ist.
[0077] Bei erfolgter Montage der Führungsvorrichtung 30 über die erfindungsgemäßen Befestigungsanordnungen
1 an dem Boden 13 bzw. dem Oberboden 14 des Schrankmöbels 10 kann nun die Verschlussanordnung
25 über die Führungsvorrichtung 30 von der offenen Position OP, wie dargestellt, in
die geschlossene Position GP bewegt werden, wobei das Griffelement 18 dann direkt
an dem, an der Stirnseite der Seitenwand 12 angeordneten, Aufnahmeelement 19 positioniert
ist.
1. Befestigungsanordnung (1) zum Verbinden eines Bauteiles, insbesondere wenigstens einer
Führungsvorrichtung (30) an wenigstens einem Möbelkorpus (100), umfassend wenigstens
eine Basis (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (2) wenigstens eine, von ihr wegragende angeordnete, Fixiervorrichtung
(4, 5, 6), sowie wenigstens eine Befestigungsvorrichtung (3) aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung
(3) wenigstens eine, wenigstens eine Öffnung (8) aufweisende, Befestigungsaufnahme
(32) aufweist.
2. Befestigungsanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) an der Basis (2) der
Befestigungsanordnung (1) angeordnet ist.
3. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) über ein Distanzelement
(31) beabstandet zur Basis (2) der Befestigungsanordnung (1) angeordnet ist.
4. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) etwa orthogonal zur
Basis (2) der Befestigungsanordnung (1) angeordnet ist.
5. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) etwa orthogonal zum
Distanzelement (31) angeordnet ist.
6. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiervorrichtung (4, 5, 6) wenigstens ein Fixierelement (41, 42, 51, 52, 61,
62) aufweist.
7. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Fixiervorrichtung (4) über die Basis (2) von einer zweiten Fixiervorrichtung
(5) beabstandet angeordnet ist.
8. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Fixiervorrichtung (4, 5) etwa orthogonal wenigstens eine dritte
Fixiervorrichtung (6) angeordnet ist.
9. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Fixiervorrichtung (4, 5, 6) wenigstens ein Zentrierelement (43,
53, 63) angeordnet ist.
10. Befestigungsanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) wenigstens zwei, voneinander
über eine Länge (L) beabstandet angeordnete, Öffnungen (8) aufweist.
11. Schrankmöbel (10) mit einem Möbelkorpus (100), umfassend wenigstens eine, eine Öffnung
(40) aufweisende, Seitenwand (11, 12) und/oder Boden (13) und/oder Oberboden (14),
mit wenigstens einer Verschlussanordnung (25) wie Jalousie, Rollladenmatte und dergleichen,
welche im Bereich einer Öffnung (20) des Möbelkorpus (100) von einer geschlossenen
Position (GP) in eine offene Position (OP) und zurück bewegbar angeordnet sind, mit
wenigstens einer am Möbelkorpus (100) angeordneten Führungsvorrichtung (30), mit wenigstens
einer Befestigungsanordnung (1) gemäß den Ansprüchen 1 bis 10.
12. Schrankmöbel (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (3) wenigstens eine, in die Öffnung (20) des Möbelkorpus
(100) hineinragende, sich an wenigstens einer Seitenwand (11, 12) und / oder Boden
(13) und / oder Oberboden (14) abstützende, wenigstens eine Öffnung (8) aufweisende,
Befestigungsaufnahme (32) aufweist.
13. Schrankmöbel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsanordnung (1) über wenigstens ein Befestigungselement (9), welches
in der Öffnung (8) der Befestigungsaufnahme (32) angeordnet ist, an wenigstens einer
Seitenwand (11, 12) und / oder Boden (13) und / oder Oberboden (14) fixiert ist.
14. Schrankmöbel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (8) der Befestigungsaufnahme (32) der Befestigungsvorrichtung (3) gegenüber
der Öffnung (40) wenigstens einer Seitenwand (11, 12) und / oder Boden (13) und /
oder Oberboden (14) angeordnet ist.
15. Schrankmöbel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (9) die Öffnung (8) der Befestigungsaufnahme (32) mit der
Öffnung (40) der Seitenwand (11, 12) und / oder des Bodens (13) und / oder des Oberbodens
(14) fixierend verbindet.