[0001] Die Erfindung betrifft eine Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Insbesondere die für eine Basisstation vorgesehenen Mobilfunkantennen umfassen üblicherweise
eine Antennenanordnung mit einem Reflektor, vor welchem in Vertikalrichtung versetzt
zueinander liegend eine Vielzahl von Strahlerelementen vorgesehen ist und somit ein
Array bilden. Diese können beispielsweise in einer oder zwei senkrecht zueinander
stehenden Polarisationen strahlen und empfangen. Die Strahlerelemente können dabei
zum Empfang lediglich in einem Frequenzband ausgebildet sein. Die Antennenanordnung
kann aber auch als Multiband-Antenne ausgebildet sein, beispielsweise zum Senden und
Empfangen von zwei versetzt zueinander liegenden Frequenzbändern. Auch sogenannte
Triband-Antennen sind grundsätzlich bekannt.
[0003] Bekanntermaßen ist das Mobilfunknetz zellenförmig gestaltet, wobei jeder Zelle eine
entsprechende Basisstation mit zumindest einer Mobilfunkantenne zum Senden und Empfangen
zugeordnet ist. Die Antennen sind dabei so aufgebaut, dass sie in der Regel in einem
bestimmten Winkel gegenüber der Horizontalen mit nach unten gerichteter Hauptkeule
strahlen, wodurch eine bestimmte Zellengröße festgelegt wird. Dieser Absenkwinkel
wird bekanntermaßen auch als Down-Tilt-Winkel bezeichnet.
[0004] Eine gattungsbildende Differenz-Phasenschieberbaugruppe ist bereits aus der
EP 1 208 614 B1 oder der
US 2008/0211600 A1 bekanntgeworden, bei welcher bei einem einspaltigen Antennenarray mit mehreren übereinander
angeordneten Strahlern der Down-Tilt-Winkel kontinuierlich unterschiedlich einstellbar
ist. Gemäß dieser Vorveröffentlichung werden dazu Differenz-Phasenschieber verwendet,
die bei unterschiedlicher Einstellung bewirken, dass die Laufzeitlänge und damit die
Phasenverschiebung an den beiden Ausgängen eines jeweiligen Phasenschiebers in unterschiedlicher
Richtung verstellt werden, wodurch sich der Absenkwinkel einstellen lässt.
[0005] Dabei kann die Ein- und Verstellung des Phasenschieberwinkels manuell oder mittels
einer fernsteuerbaren Nachrüst-Einheit durchgeführt werden, wie dies beispielsweise
gemäß der
DE 101 04 564 C1 bekannt ist.
[0006] Die gattungsbildende Differenz-Phasenschieberbaugruppe umfasst zumindest zwei konzentrisch
angeordnete Streifenleitungsabschnitte. An den jeweils gegenüberliegenden Enden dieser
Streifenleitungsabschnitte sind Verbindungsstellen vorgesehen, an denen zu verschiedenen
Strahlern eines Antennenarrays (insbesondere einer Mobilfunkantenne) verlaufende Verbindungsleitungen
angeschlossen werden können.
[0007] Die Phasenschieberbaugruppe weist ferner ein Speise- oder Abgriffselement auf (welches
nachfolgend teilweise auch als Speise- und/oder Abgriffsarm oder -einrichtung bezeichnet
wird), welches um eine Zentral- und/oder Verschwenkachse verschwenkbar ist, wobei
das zeigerförmige Speise- oder Abgriffselement dabei über die mehreren konzentrischen
Streifenleitungen hin und her verschwenkbar ist.
[0008] Die einzelnen Streifenleitungen sind üblicherweise an ihrem Ende unter Verwendung
von Isolatoren gegenüber dem leitfähigen Gehäuse oder den leitfähigen Gehäuseschalen
mechanisch gehalten und verankert. Um einen möglichst gleichmäßigen Koppelabstand
zwischen den entsprechenden Abschnitten des Speise- oder Abgriffselements zum einen
und den jeweiligen Abschnitten der Streifenleitungen zum anderen sicherzustellen,
ist bereits vorgeschlagen worden, eine grundsätzlich aus der
EP 1 208 614 B1 bekannte Differenz-Phasenschieberbaugruppe so auszugestalten, dass das zeigerförmige
Speise- oder Abgriffselement von der Rotationsachse ausgehend quasi gabelförmig gestaltet
ist, so dass ein Abschnitt des Speise- oder Abgriffselementes auf der einen Seite
über alle Streifenleitungen hinweg bis zu einem radial außenliegenden Ende verläuft
und ein zweiter Abschnitt des Speise- oder Abgriffselementes auf der gegenüberliegenden
Seite über alle Streifenleitungen hinweg bis zu einem außenliegenden Ende geführt
ist, so dass alle Streifenleitungen quasi in der gabel- oder taschenförmigen Aufnahme
zwischen den beiden parallel zueinander verlaufenden Abschnitten des Speise- oder
Abgriffselementes angeordnet sind. Gleichzeitig wird in diesen sich jeweils überlappenden
Bereichen die erwünschte kapazitive Kopplung zwischen dem Speise- und/oder Abgriffselement
und dem entsprechenden überdeckten Abschnitt der jeweiligen Streifenleitung bewirkt,
wozu zwischen den beiden im Abstand übereinander angeordneten Abschnitten des Speise-
oder Abgriffselements und der benachbarten überdeckten Fläche der jeweiligen Streifenleitung
ein Isolator zwischengefügt ist.
[0009] Ferner ist eine zum vorstehend erläuterten Aufbau funktionell vergleichbare Lösung
bekannt geworden, bei der eine entsprechende gabelförmige Verzweigung unter Aufnahme
eines Streifenleitungsabschnitts so realisiert wird, dass für jeden Streifenleiter
eine separate gabelförmige Verzweigung unter Ausbildung eines Aufnahmeraums für jeweils
eine Streifenleitung vorgesehen ist. Mit anderen Worten verläuft von der Rotationsachse
aus längs einer Seite aller Streifenleitungen das erwähnte Speise- oder Abgriffselement
(Speise- oder Abgriffsarm), wobei bevorzugt jeweils der Rotationsachse zugewandt liegend
vor jeder Streifenleitung eine gabelförmige Abzweigung in eine darüber liegende Ebene
führt, so dass zwischen der gabelförmigen Verzweigung zum einen und dem zugehörigen
Abschnitt des Speise- oder Abgriffsarmes ein Aufnahmeraum erzeugt wird, in welchem
der entsprechende Streifenleitungsabschnitt liegt. Jeweils über dazwischen befindliche
Isolationsschichten ist eine galvanische Trennung zu den elektrisch leitfähigen Abschnitten
des Speise- oder Abgriffselements zum einen und des zugehörigen gabelförmigen Verzweigungsabschnittes
zum anderen sichergestellt.
[0010] Ein entsprechender Aufbau ist beispielsweise auch aus der
EP 1 870 959 B1 zu entnehmen.
[0011] Um eine gewisse Leistungsaufteilung bezüglich der verschiedenen Streifenleitungen
zu realisieren, ist ferner (auch wenn dies nur bedingt möglich ist) in der
EP 1 208 614 B1 vorgeschlagen worden, das Speise- oder Abgriffselement an verschiedenen radial liegenden
Stellen mit unterschiedlicher Breitenerstreckung (parallel zur Ebene der Streifenleitung)
auszugestalten.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es insofern, eine verbesserte Phasenschieberbaugruppe
zu schaffen.
[0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Es muss als durchaus überraschend bezeichnet werden, dass mit vergleichsweise einfachen
Mitteln gegenüber herkömmlichen Lösungen eine sehr viel verbesserte Leistungsaufteilung
bezüglich der verschiedenen Streifenleitungen möglich ist. Vor allem bietet die Erfindung
aber die Möglichkeit, gezielt eine verbesserte Leistungsaufteilung vorzunehmen.
[0015] Erfindungsgemäß wird dies dadurch realisiert, dass die beispielsweise auch in der
EP 1 208 614 B1 beschriebenen Taschen, die durch eine gabelförmige Gestaltung eines jeweiligen Abschnittes
der Speise- oder Abgriffseinrichtung gebildet wird, nicht für alle Streifenleitungen
vorgesehen sind, sondern zumindest nur für einen oder maximal nur für zumindest n-1
Streifenleitungen, wenn die Phasenschieberbaugruppe n Streifenleitungen umfasst.
[0016] Dabei ist es in einer bevorzugten Ausführungsform möglich, dass eine taschenförmige
Ausgestaltung unter Verwendung einer gabelförmigen Verzweigung, beispielsweise nur
für die der Rotationsachse am nächstliegenden und somit inneren Streifenleitung vorgesehen
ist.
[0017] Möglich ist dabei auch, dass die durch die Verzweigung zusätzlich gebildete Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung (nachfolgend teilweise auch Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffselement oder -arm genannt) verlängert ausgebildet ist und beispielsweise über
zwei oder drei Streifenleitungen hinweg im parallelen Abstand zu dem alle Streifenleitungen
überdeckenden Speise- und/oder Abgriffsarm geführt ist, so dass beispielsweise ein
von der Rotationsachse entfernter liegender dritter oder vierter oder weiter außenliegender
Streifenleitungsabschnitt durch den verzweigten Abschnitt nicht überdeckt wird.
[0018] Durch diesen Aufbau wird gewährleistet, dass für die durch den verzweigten Abschnitt
zusätzlich überdeckten Streifenleitungen beispielsweise ein um etwa um 100% größerer
Koppelbereich gebildet werden kann, so dass in diesen Bereichen mit deutlich vergrößerter
Koppelfläche dann auch ein entsprechend größerer Leistungsanteil zu den einzelnen
Streifenleitungen oder von den Streifenleitungen zum zentralen Speisenetz übertragen
werden kann.
[0019] Anstelle eines Verzweigungsabschnittes, der über zumindest zwei oder mehrere Streifenleitungen
hinweg verläuft, kann auch für jede der entsprechend mit höheren Leistungsanteilen
zu versorgenden Streifenleitungen ein separater gabelförmig verzweigter Abschnitt
vorgesehen sein, wodurch letztlich an beiden Seiten einer zugehörigen Streifenleitung
eine kapazitive Kopplung erzeugt wird, worüber eine erhöhte Leistungsübertragung möglich
ist.
[0020] Die zuletzt genannte Variante bietet den Vorteil, dass für beliebige Streifenleitungen
jeweils eine zugehörige Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung vorgesehen
sein kann, die also nicht zwingend immer den oder die zuinnerst liegende Streifenleitung
umfassen muss. Denn diese zusätzlichen separaten Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtungen
können beispielsweise auch nur an einer zweiten und/oder dritten und/oder vierten
usw. Streifenleitung auswahlmäßig vorgesehen sein.
[0021] Allgemein kann also die Leistungsaufteilung über die Form und/oder Geometrie des
jeweiligen Abnehmers, d.h. der jeweiligen Koppeleinrichtung eingestellt werden. Dabei
wird im Rahmen der Erfindung eine Einstellung der Leistungsaufteilung auf verschiedene
Streifenleitungen über unterschiedliche Ankoppelsituationen ermöglicht.
[0022] Diese unterschiedlichen Ankoppelsituationen können beispielsweise durch geeignete
Kombinationen realisiert werden, bei denen beispielsweise an bestimmten Streifenleitungen
nur eine einseitige Ankopplung realisiert ist, wohingegen bei auswahlmäßig festlegbaren
anderen Streifenleitungen eine beidseitige Ankopplung umgesetzt wird.
[0023] Mit anderen Worten ist also durch die vorstehend erläuterte mögliche Kombination
der beiden Koppel-Konzepte eine wesentlich höhere Leistungsaufteilung erzielbar. Diese
Variante bietet deutliche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik, welcher bisher
eine mögliche Leistungsaufteilung nur insoweit zuließ, als der zugehörige alle Streifenleitungen
überdeckende Speise- und/oder Abgriffsarm lediglich mit einer unterschiedlichen Materialstärke
und/oder -erstreckung im Bereich der Koppelabschnitte sowie der dazwischen befindliche
Bereich verändert wurde. Bei diesen bestehenden Konzepten ist allerdings die gewünschte
Leistungsaufteilung durch die mindestens nötigen mechanischen Anforderung sowie Abmessungen
hinsichtlich des Speise- und/oder Abgriffsarmes begrenzt. Demgegenüber wird bei gleichen
mechanischen Grundabmessungen hinsichtlich der Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtungen
verglichen mit dem alle Streifenleitungen überdeckenden Speise- und/oder Abgriffsarm
eine Erhöhung der Leistungsaufteilung um beispielsweise 2 dB möglich, was bisher nicht
realisierbar war.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform oder Variante der Erfindung ist es
auch möglich, dass für die einen oder mehreren zusätzlichen sekundären kapazitiven
Kopplungen eine zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung vorgesehen
ist, die so ausgebildet ist, dass benachbart zur Schwenkachse nicht nur eine zusätzliche
kapazitive Kopplung an der innersten oder zusätzlich an einer weiteren darauf folgenden
Streifenleitung ausgebildet ist, sondern dass zusätzliche kapazitive Kopplungen beliebigen
Streifenleitungen zugeordnet sein können. Mit anderen Worten sind bevorzugt zwischen
der Verschwenkachse oder einer der Verschwenkachse näher liegenden Streifenleitung
und einer dazu entfernteren äußeren Streifenleitung sogenannte kapazitiv-freie oder
kapazitiv-arme Zonen vorgesehen, in denen die zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung hinweg verläuft, in denen aber keine oder keine relevante sekundäre
kapazitive Kopplung erzeugt wird.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von verschiedenen Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Differenz-Phasenschieberbaugruppe
bei abgenommenem Gehäusedeckel bzw. abgenommener Gehäusehälfte;
- Figur 2:
- eine ausschnittsweise vergrößerte Detaildarstellung des in Figur 1 bereits gezeigten
Speise- und/oder Abgriffselements oder -arms und ein zugehöriger Ausschnitt der zugehörigen
Streifenleitungen;
- Figur 3:
- eine Querschnittsdarstellung in Längsrichtung des Speise- und/oder Abgriffelements
längs der Linie III-III in Figur 2 bezüglich eines ersten gegenüber Figur 2 erweiterten
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels;
- Figur 3a:
- eine vergrößerte Detaildarstellung bezüglich der Einspeisung;
- Figur 4a:
- eine Draufsicht auf ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel bezüglich einer
Differenz-Phasenschieberbaugruppe mit lediglich zwei Streifenleitungen;
- Figur 4b:
- eine Querschnittsdarstellung längs der Linie IVb-IVb in Figur 4a;
- Figur 5:
- eine schematische Querschnittsdarstellung zur Figur 4b, jedoch bezüglich eines abweichenden
Ausführungsbeispiels;
- Figuren 6 bis 11:
- weitere verschiedene abgewandelte Ausführungsbeispiele in schematischer Querschnittsdarstellung
ähnlich zu dem Beispiel gemäß Figur 5;
- Figur 12:
- ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel in Draufsicht;
- Figur 13:
- eine Querschnittsdarstellung des in Figur 12 gezeigten abgewandelten erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispieles;
- Figur 14:
- eine vereinfachte Querschnittsdarstellung eines nach dem Stand der Technik bekannten
DifferenzPhasenschiebers mit zwei teilkreisförmigen Streifenleitungen;
- Figur 15:
- eine erfindungsgemäße Ausführungsform mit zwei teilkreisförmigen Streifenleitungen,
wie sie grundsätzlich bereits anhand der Figuren 4a, 4b gezeigt ist;
- Figur 16:
- ein Diagramm zur Verdeutlichung einer maximal möglichen Leistungsaufteilung bei einer
Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach dem Stand der Technik, wie sie in Figur 14
gezeigt ist; und
- Figur 17:
- eine entsprechende Darstellung anhand eines Diagramms zur Verdeutlichung einer verbesserten
Leistungsaufteilung für die verschiedenen Streifenleitungen, wie sie beispielsweise
bei einer erfindungsgemäßen Variante gemäß Figur 15 erzielbar ist.
[0026] In Figur 1 ist in Draufsicht eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Phasenschieberbaugruppe bei abgenommenem Gehäusedeckel oder abgenommener Gehäusehälfte
wiedergegeben.
[0027] Daraus ist zu ersehen, dass gemäß diesem Ausführungsbeispiel die Differenz-Phasenschieberbaugruppe
drei teilkreisförmige Streifenleitungen 5 umfasst, die konzentrisch zu einem Zentrum
7 angeordnet sind. Die Streifenleitungen 5 sind dabei in der Regel in einer gemeinsamen
Ebene E angeordnet. Die Streifenleitungen müssen nicht zwangsläufig halbkreisförmig
sein sondern können auch einen Teilkreis von mehr als 180° aufweisen. In der Regel
weisen die Streifenleitungen 5 eine Länge auf, mit der sie lediglich einen Teilwinkel
von weniger als 180° umschließen.
[0028] Senkrecht zur Zeichenebene und damit senkrecht zu der Ebene E, in der die Streifenleitungen
5 liegen, verläuft eine Zentral- oder Schwenkachse 9, um die eine hebel-, finger-,
arm- und/oder zeigerförmige Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 13 entsprechend der
Doppelpfeildarstellung 11 verschwenkbar ist. Die erwähnte Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
13 umfasst dazu ein entsprechendes Speise- und/oder Abgriffselement 13a, welches an
einer Seite der Streifenleitung über alle Streifenleitungen hinweg verläuft, also
die Streifenleitungen kreuzt und jeweils mit einem entsprechenden Koppelabschnitt
überdeckt.
[0029] Dabei wird in bekannter Weise jeweils zwischen dem Speise- und/oder Abgriffselement
13a und jeder der Streifenleitungen 5 eine primäre kapazitive Kopplung KK1 erzeugt,
die jeweils in dem Überlappungsbereich zwischen einem Abschnitt des Speise- und/oder
Abgriffselements 13a zum einen und dem von ihm jeweils überdeckten Abschnitt 5' der
Streifenleitungen 5 erzeugt wird.
[0030] Dazu ist das Speise- und/oder Abgriffselement 13a von der innenliegenden Zentral-
oder Schwenkachse 9 ausgehend über die Streifenleitungen 5 hinweg einschließlich der
zuäußerst liegenden Streifenleitung 5 verlaufend angeordnet. Das Ende 13' des zugehörigen
Speise- und/oder Abgriffselements 13a überdeckt dabei in der Regel zumindest auch
den äußeren Rand der zuäußerst liegenden Streifenleitung 5a. Dabei überdeckt jeweils
eine erste primäre Koppelfläche KF11 des Speise- und/oder Abgriffselements 13a einen
im Abstand dazu liegenden Abschnitt der Streifenleitung, der auch als zweite primäre
Koppelfläche KF12 bezeichnet wird. Zwischen dieser ersten und zweiten primären Koppelfläche
KF11, KF12 befindet sich ein Isolator oder Dielektrikum 27, in der Regel nicht in
Form von Luft, sondern in Form eines festen Stoffes Dieser Isolator 27 ist üblicherweise
fest an dem Speise- und/oder Abgriffselement 13a ausgebildet oder verankert und mit
diesem mit verschwenkbar. Durch diese beiden zusammenwirkenden erste und zweite primäre
Koppelflächen KF11, KF12 wird also die sogenannte primäre kapazitive Kopplung KK1
zwischen dem Speise- und/oder Abgriffselement 13 und der jeweils damit zusammenwirkenden
Streifenleitung 5 in dem jeweils überdeckten Bereich erzeugt.
[0031] Durch entsprechendes Verschwenken des zeigerförmigen Speise- und/oder Abgriffsarmes
13a wird die jeweilige Weglänge zwischen einem Streifenleitungs-Koppelabschnitt 5'
einer Streifenleitung 5 und dem jeweils verbleibenden Streifenleitungs-Ende 17 vergrößert
bzw. bezüglich des gegenüberliegenden Streifenleitungsabschnittes verkleinert, wodurch
gegensinnig die Laufzeit der Signale in bekannter Weise verändert wird. Dadurch kann
beispielsweise ein Down-Tilt-Winkel von angeschlossenen Strahlern unterschiedlich
eingestellt werden. Dazu werden in den Zeichnungen nur angedeutete und zu den einzelnen
Strahlern 1a bis 1f führende Verbindungsleitungen 2 an den Streifenleitungsenden 17
an dort gebildeten Anschlussstellen 19 angeschlossen.
[0032] Anhand von Figur 2 ist ein vergrößerter Detailausschnitt der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
13 gezeigt, und zwar mit dem bereits erwähnten Speise- und/oder Abgriffsarm 13a, der
um eine Zentralachse 9 über die Streifenleitungen 5 hinweg in der Regel bis zum Streifenleitungsende
17 verstellt werden kann. Dabei sind in den nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispielen
z.B. vier konzentrische Streifenleitungen 5 vorgesehen, die in der Draufsicht gemäß
Figur 2 nur ausschnittsweise gezeigt sind. Dabei ist in der schematischen Draufsicht
gemäß Figur 2 noch nicht die nachfolgend in der Querschnittsdarstellung gemäß Figur
3 erkennbare erfindungsgemäße Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung gezeigt.
[0033] Figur 3 zeigt eine Querschnittsdarstellung längs der Linie III-III in Figur 2, allerdings
mit einer im Rahmen der Erfindung zusätzlich vorgesehenen Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung gemäß einer ersten erfindungsgemäßen Variante.
[0034] Die Speisung des Speise- und/oder Abnehmerarmes 13a erfolgt im Bereich der Zentral-
und Schwenkachse 9.
[0035] Dazu ist - wie insbesondere auch aus der Querschnittsdarstellung gemäß Figur 3 zu
ersehen ist - im Bereich der Zentral- und Schwenkachse 9 eine zentrale Speisung 20
mit einer ersten Koppeleinrichtung oder Koppelfläche 21 vorgesehen, die über einen
Koppelanschluss 22 mit einer zentralen Speiseleitung 23 verbunden ist (Figur 3).
[0036] Zu dieser ersten Koppelfläche 21 (die nachfolgend auch als speiseleitungsseitige
Koppelfläche 21 bezeichnet wird) in Richtung der Zentral- oder Schwenkachse 7, 9 versetzt
liegend ist ein Zeigerkopf 25 des Speise- und/oder Abnehmerarmes 13a angeordnet, in
der Regel unter Zwischenschaltung eines Dielektrikums oder Isolators 26.
[0037] Die speiseleitungsseitige Koppelfläche 21 ist dabei bevorzugt als Koppelring 21'
mit einer Ausnehmung 21a ausgestaltet (Figur 3a). Auch der die zeiger- oder abnehmerarmseitige
zweite Koppelfläche 24 bildende Zeigerkopf 25 weist in der Regel eine zentrale Ausnehmung
29 und das Dielektrikum 26 eine Ausnehmung 26a auf, durch die hindurch ein, die Verschwenkachse
bildender und den Zeiger- oder Abnehmerarm 13a tragender Achsenkörper 31 verläuft,
der unter Vermeidung einer galvanischen Verbindung aus einem eine Isolationswirkung
erzeugenden Kunststoff gebildet ist.
[0038] Die gesamte Anordnung ist dabei in der Regel ebenfalls durch einen, eine Basis bildenden
Isolator 33 auf der Innenseite 18' des Gehäuses 18, d.h. der zumindest einen Gehäusehälfte
18a mechanisch gehalten und verankert.
[0039] Um nunmehr gezielt beispielsweise eine unterschiedliche Leistungsverteilung für bestimmte
Streifenleitungen vorzusehen, ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 eine Verzweigungseinrichtung
113 vorgesehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel mit dem eigentlichen Speise-
und/oder Abnehmerarm 13a in der Regel galvanisch, möglicherweise aber auch kapazitiv
verbunden ist, und zwar bevorzugt an einem der Zentral- und/oder Schwenkachse 9 näherliegenden
Halteabschnitt 40. Dadurch wird letztlich eine sekundäre kapazitive Kopplung KK2 geschaffen,
die eine erste sekundäre Koppelfläche KF21 und eine zweite sekundäre Koppelfläche
KF22 umfasst, auf die nachfolgend eingegangen wird.
[0040] Diese Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 mit dem gezeigten Verzweigungs-Speise
und/oder Abgriffselement oder -arm 113a überdeckt mit seiner entsprechenden ersten
sekundären Koppelfläche KF21 nunmehr einen entsprechenden Abschnitt, d.h. eine entsprechende
zweite sekundäre Koppelfläche KF22 auf der zugehörigen Streifenleitung 5, und zwar
auf der zu dem eigentlichen Speise- und/oder Abgriffsarm 13a gegenüberliegenden Seite.
Hierdurch wird die erwähnte sekundäre kapazitive Kopplung KK2 gebildet, nämlich ebenfalls
wiederum bevorzugt unter Zwischenschaltung eines festen Dielektrikums oder Isolators
127. Dieser Isolator 127 ist bevorzugt an dem Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffsarm
113a mit diesem mitbewegbar befestigt und/oder ausgebildet. Die Höhe oder Dicke dieses
Isolators 127 auf der gegenüberliegenden Seite zwischen dem Streifenelement und dem
eigentlichen Speise- und/oder Abgriffselement 13a entspricht in der Regel dem lichten
Abstand zwischen den jeweiligen Koppelfläche KF21 und KF22. Ebenso ist in der Regel
ein Isolator 27 bezüglich der primären kapazitiven Kopplung KK1 vorgesehen, dessen
Dicke dem Abstand zwischen der ersten primären Koppelfläche KF11 und der zweiten primären
Koppelfläche KF22 entspricht. Dieser Isolator 27 ist in der Regel an dem Speise- und/oder
Abgriffselement 13 angebracht und mit diesem verschwenkbar gehalten, gegebenenfalls
auch über eine oder mehrere der Streifenleitungen hinweg durchgängig, wie in der Schnittdarstellung
gemäß Figur 3 zu ersehen ist.
[0041] Anhand der schematischen Draufsicht gemäß Figur 4a und der schematischen Querschnittsdarstellung
in Figur 4b ist nur beispielhaft für eine zwei konzentrische Streifenleitungen umfassende
Phasenschieber-Baugruppe gezeigt, dass die erfindungsgemäße verstärkte und verbesserte
Leistungsaufteilung noch weiter verbessert wird, wenn bei der alle Streifenleitungen
5 überdeckenden Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 13 der zugehörigen Speise- und
Abgriffsarm 13a zwischen den beiden Koppelabschnitten hinsichtlich der beiden Streifenleitungen
5 einen Leitungsabschnitt 13" aufweist, der gegenüber den Koppelabschnitten einen
verjüngten, insbesondere zur Erstreckungsrichtung quer verlaufenden schmäleren Materialabschnitt
aufweist. Diese minimale Quererstreckung sollte üblicherweise nicht unter 4,0 mm liegen,
um eine ausreichende mechanische Stabilität oder Steifigkeit aufrecht zu erhalten.
Aus der Draufsicht gemäß Figur 4a ist zu ersehen, dass beispielsweise der primäre
Koppelbereich zwischen dem ersten Speise- und/oder Koppelarm 13a und der äußeren sowie
der inneren Streifenleitung 5 in Verschwenkrichtung breiter ist als die Breite eines
sich dazwischen befindlichen Leitungsabschnittes 13". Ebenso ist im Bereich der sekundären
kapazitiven Kopplung die für die innere Streifenleitung 5 vorgesehene zweite Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113 breiter ausgebildet als der erwähnte Leitungsabschnitt
13" zwischen den beiden Koppelbereichen des primären Speise- und/oder Abgriffselements
13a. Dabei können sowohl die primären als auch die sekundären kapazitiven Kopplungen
KK1, KK2 Koppelflächen aufweisen, die in ihrer Breitenerstreckung, also entsprechend
der Verschwenkrichtung 11 gleich groß oder ähnlich groß gestaltet oder auch unterschiedlich
dimensioniert sind.
[0042] Bei der Variante gemäß Figur 5 sind vier Streifenleitungen vorgesehen, wobei also
n=4 ist, und dabei zumindest einer, d.h. in diesem Falle der innerste Streifenleiter
mit der zusätzlichen zweiten Koppeleinrichtung in Form des Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffselementes 113 versehen ist.
[0043] Bei der Variante gemäß Figur 6 ist eine ähnliche Querschnittsdarstellung wie bei
der Variante gemäß Figur 5 wiedergegeben, wobei jedoch das Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffselement 113a mit größerer radialer Längserstreckung ausgebildet ist und dabei
nicht nur auf der zu dem Speise- und/oder Abgriffsarm 13 gegenüberliegenden Seite
den zuinnerst liegenden ersten Streifenleiter 5, sondern auch den dazu entfernter
liegenden zweiten Streifenleiter 5 überdeckt und hier auch bei diesem zweiten Streifenleiter
5 eine zusätzliche kapazitive Kopplung bewirkt. Hierdurch erhalten beide innenliegenden
Streifenleitungen 5 einen größeren Leistungsanteil. Üblicherweise ist bei jedem dieser
zusätzlichen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffselemente 113a an der entsprechenden
ersten sekundären Koppelfläche KF21 eine entsprechender Isolator 127 vorgesehen, der
beim Verschwenken des Speise- und/oder Abgriffselements 13a über die Streifenleitungen
auf deren Oberfläche mit dieser Oberfläche in Kontakt stehend schwenkbar ist. Gegebenenfalls
kann aber auch in dem einen oder anderen Fall auf die zusätzliche Anbringung eines
derartigen Isolators 127 verzichtet werden, wenn ein entsprechender Isolator 127 beispielsweise
bei einer benachbarten sekundären kapazitiven Kopplung bzw. eines benachbarten Streifenleiters
vorgesehen ist. Ähnlich dazu sind die Isolatoren 27 in der Regel am Speise- und/oder
Abgriffsarm 13 vorgesehen, die in den Figuren 6 bis 11 nicht eingezeichnet sind.
[0044] Bei der Variante gemäß Figur 7 reicht dieser Arm 113a bis zum vorletzten von innen
ausgezählten Streifenleiter 5, so dass nur der zuäußerst liegende, also der n-te Streifenleiter
5 nicht mit einer zusätzlichen zweiten Koppeleinrichtung versehen ist und von daher
einen geringeren Leistungsanteil zugeteilt erhält.
[0045] Der geschilderte Aufbau gilt grundsätzlich unabhängig davon, ob die Anzahl n der
Streifenleitungen größer oder kleiner als die im erläuterten Ausführungsbeispiel gezeigten
vier Streifenleitungen ist.
[0046] Wichtig ist dabei im Gegensatz zum Stand der Technik, dass zumindest die eine oder
die mehreren Streifenleitungen 5, die keinen höheren Leistungsanteil zugeordnet erhalten
sollen, nicht mit einer entsprechenden Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
versehen sind. Dieses erfindungsgemäße Prinzip gilt grundsätzlich unabhängig davon,
wie viele Streifenleitungen die Phasenschieber-Baugruppe umfasst. Das erfindungsgemäße
Prinzip kann angewendet werden, wenn eine Phasenschieber-Baugruppe - wie erläutert
- zumindest zwei insbesondere konzentrisch nebeneinander angeordnete Streifenleitungen
umfasst, denen eine erläuterte Speise- und/oder Abgriffseinrichtung sowie eine geeignete
Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung zugeordnet sind.
[0047] Aber auch durch eine andere Umsetzung der Erfindung kann zielgerichtet einzelnen
oder mehreren Streifenleitungen ein höherer Leistungsanteil zugeordnet werden.
[0048] Bei der Variante gemäß Figur 8 ist beispielsweise ebenfalls für einen Differenz-Phasenschieber
mit vier Streifenleitungen 5 gezeigt, dass beispielsweise nur der zweite Streifenleiter
5 mit einem höheren Leistungsanteil versorgt werden sollen.
[0049] Dazu ist eine entsprechende Verzweigungs-Speise- und/ oder Abgriffseinrichtung 113
vorgesehen, die hier an dem entsprechenden Abschnitt zwischen der ersten und zweiten
Streifenleitungen 5 auf dem einseitig zu den Streifenleitungen verlaufenden Speise-
oder Abgriffsarm 13a in der Regel galvanisch, möglicherweise auch kapazitiv angebunden
und mittels eines winkelförmigen Ansatzes 41 mechanisch gehalten und von daher gemeinsam
mit dem Speise- und/oder Abgriffselement 13 verschwenkbar ist.
[0050] Diese zusätzliche zweite Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 ist
so ausgebildet, dass sie beispielsweise nur die von der Schwenkachse 9 ausgerichtete
zweite Streifenleitung auf der zum Speise- und/oder Abgriffselement 13a gegenüberliegenden
Seite zusätzlich überdeckt, und dieser zweiten Streifenleitung einen höheren Leistungsanteil
zuordnet.
[0051] Bei der Variante gemäß Figur 9 ist in Abweichung zu Figur 7 die entsprechende Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113 verlängert ausgebildet und überdeckt nicht nur die
von der Sschwenkachse 9 aus betrachtet zweite, sondern auch die dritte Streifenleitung
5. Strichliert ist dabei angedeutet, dass die erwähnte Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung 113 auch nochmals in Radialrichtung verlängert ausgebildet sein
könnte und noch eine weitere zusätzliche sekundäre Koppeleinrichtung für den äußersten,
d.h. n-ten Streifenleiter 5 bereitstellt.
[0052] Die entsprechenden kapazitiven Koppeleinrichtungen können aber in Abweichung zu Figur
9 gemäß Figur 10 auch so ausgebildet sein, dass ein oder mehrere zusätzliche Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffselemente 113a, 113b, ... vorgesehen sind. Dabei kann beispielweise
zumindest eines der zumindest beiden zusätzlich vorgesehenen Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffselemente 113a, 113b, ... jeweils nur eine einzige Streifenleitung
5 überdecken und über diese kapazitiv gekoppelt sein. Möglich wäre es aber auch, dass
eines oder mehrere der Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffselemente 113a, 113b,
... beispielsweise zwei oder mehrere benachbart zueinander liegende Streifenleitungen
überdeckt und damit jeweils kapazitiv gekoppelt ist. Im Rahmen des erfindungsgemäßen
Aufbaus ist es lediglich notwendig, dass die vorgesehene zusätzlich Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113 nur für zumindest einen und maximal n-1 Streifenleiter
vorgesehen ist, wodurch zielgerichtet einzelnen Streifenleitern ein erhöhter Leistungsanteil
zugeordnet werden kann.
[0053] Bei der Variante gemäß Figur 11 ist einer von den beiden separaten Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffsarme 113, beispielsweise der der Zentralachse 9 näherliegende, verlängert
ausgebildet, so dass dessen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffsarm 113a zwei benachbart
zueinander liegende Streifenleitungen, nämlich den von der Zentralachse ausgerechneten
zweiten oder dritten Streifenleiter überdeckt und somit eine zweite Koppeleinrichtung
und damit Koppelfläche zur Erhöhung der Leistungsübertragung zuordnet, wohingegen
der der äußersten Streifenleitung, also n-ten Streifenleitung zugeordnete Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffsarm 113b verkürzt ausgebildet ist und nur diesem äußersten Streifenleiter
5 zugeordnet ist.
[0054] Aus dem geschilderten Aufbau ergibt sich, dass durch die erfindungsgemäße Lösung
beliebig festlegbar einzelnen oder mehreren Streifenleitungen 5 zielgerichtet eine
weitere Koppelfläche und damit Koppeleinrichtung zur Erhöhung der Leistungsverzweigung
zugeordnet werden kann.
[0055] Dabei sind die entsprechenden, die kapazitive Koppelwirkung erzielenden Koppelflächen
KF11, KF12 bzw. KF21, KF22 einmal an dem eigentlichen Speise- und/oder Abgriffsarm
13 wie aber auch an den Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffsarmen 113a, 113b, ...
mit in Schwenkrichtung 11 überstehenden Koppelansätzen 35 versehen sein, wie dies
nur beispielhaft in der abgewandelten Draufsicht gemäß Figur 4a für ein abgewandeltes,
lediglich zwei Streifenleitungen 5 umfassendes Ausführungsbeispiel gezeigt ist.
[0056] Bei der Variante gemäß Figur 4a ist beispielsweise der alle Streifenleitungen 5 überstreichende
Speise- und/ oder Abgriffsarm 13a bezüglich der zuäußerst liegenden, d.h. im gezeigten
Ausführungsbeispiel bezüglich des von innen her gezählten zweiten Streifenleiters
5 mit in Schwenkrichtung seitlich überstehenden Koppelansätzen 35 versehen, wodurch
die Koppelfläche zu diesem Streifenleiter 5 ebenfalls vergrößert wird.
[0057] Bezüglich des innenliegenden ersten Streifenleiters 5 kann der Speise- und/oder Abgriffsarm
13a nicht mit derartigen Koppelansätzen 35 oder nicht mit vergleichbar großen radial
überstehenden Koppelansätzen 35 ausgestattet sein. Möglich ist aber auch, dass die
Koppelansätze 35 sogar größer, gleich oder kleiner ausgebildet sind als entsprechende
Koppelansätze 135 an der zusätzlich vorgesehenen zumindest einen Verzweigungs- Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113. Beliebige unterschiedliche Dimensionierungen sind
also an jeder vorgesehenen primären und/oder kapazitiven Kopplung KK1 und/oder KK2
möglich.
[0058] Durch die erwähnten unterschiedlich groß dimensionierten Koppelansätze 35, die in
der Regel über die zwischen zwei Kopplungen KK1-KK1 oder KK2-KK2 befindlichen Leitungsabschnitte
13" bzw. 113" in Schwenkrichtung überstehen, kann noch eine weitere zusätzliche Feinabstimmung
bezüglich der Leistungsverteilung vorgenommen werden. Diese zusätzliche Feinabstimmung
hinsichtlich der Leistungsverteilung kann noch dadurch weiter ausgebaut werden, dass
- wie anhand des Ausführungsbeispiels nach Figur 4a und 4b beschrieben ist - der Leitungsabschnitt
13" zwischen zwei benachbarten primären kapazitiven Kopplungen mit verringertem oder
vergrößertem Leitungsquerschnitt ausgebildet wird. Dies gilt gleichermaßen auch für
eine Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113, wenn diese zumindest mit
zwei sekundären kapazitiven Kopplungen KK2 ausgestattet ist, also zumindest zwei benachbarte
Streifenleitungen 5 überdeckt und mit diesen kapazitiv gekoppelt ist. Auch hier kann
ein Leitungsabschnitt 113" zwischen zwei benachbarten kapazitiven Kopplungen KK2 je
nach Bedarf einen vergrößerten oder einen verringerten Materialquerschnitt aufweisen,
zumindest in Relation zu den eigentlichen Koppelflächen, wodurch die benachbarten
Streifenleitungen auch im Rahmen der sekundären kapazitiven Kopplung KK2 unterschiedliche
Leistungsanteile zugeordnet erhalten.
[0059] Aus dem geschilderten Aufbau ergibt sich also, dass durch eine beliebige Kombination
zweier unterschiedlicher kapazitiver Kopplungskonzepte eine unterschiedliche Leistungsaufteilung
bezüglich verschiedener Streifenleitungen durchführbar ist. Die unterschiedlichen
Kopplungskonzepte beinhalten zum einen, dass bestimmte Streifenleitungen nur eine
einfache kapazitive Kopplung zu dem Speise- und/oder Abgriffselement 13a aufweisen,
wohingegen zum anderen zumindest eine bis maximal n-1 Streifenleitungen zusätzlich
eine weitere kapazitive Koppeleinrichtung aufweisen, nämlich in Form einer zusätzlich
vorgesehenen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113, die bezogen auf
die jeweilige Streifenleitung gegenüberliegend zu dem Speise- und/oder Abgriffsarm
13a angeordnet ist.
[0060] Diese zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 kann beispielsweise
über einen winkelförmigen Ansatz 41 benachbart zu einer zugehörigen Streifenleitung
5 auf dem eigentlichen Speise- und/oder Abgriffselement oder -arm oder -einrichtung
verankert sein. Dieser winkelförmige Ansatz 41 mit der zugehörigen ersten sekundären
Koppelfläche KF21 ist bevorzugt mit dem ihn tragenden Speise- und/oder Abgriffselement
13a galvanisch, gegebenenfalls auch kapazitiv verbunden und angekoppelt. Der entsprechende
Montage- und Haltebereich 40 für den winkelförmigen Ansatz 41 liegt dabei bevorzugt
bezogen auf eine zugehörige Streifenleitung 5 (zu der die kapazitve Kopplung bewirkt
werden soll) auf der der Zentral- und/oder Schwenkachse 7, 9 näherliegenden Seite,
könnte aber ebenso auf der gegenüberliegenden Seite der betreffenden Streifenleitung
5 (also bezogen auf die zugehörigen Streifenleitung 5 zur Schwenkachse 9 entfernter
liegend) auf den parallel dazu verlaufenden Speise- und/oder Abgriffsarm 13a positioniert,
darüber gehalten und mit diesem verschwenkbar sein.
[0061] In dem Fall, in dem die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 nur
die innerste Streifenleitung oder nur mehrere innenliegende Streifenleitungen, die
also der Zentral- und/oder Schwenkachse 9 näherliegen, überdeckt und hier jeweils
eine kapazitive Kopplung bewirkt, ist es auch möglich, dass die Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113 auf der der Schwenkachse 7, 9 zugewandt liegenden
Seite nicht oder nicht direkt auf dem Speise- und/oder Abgriffselement 13a montiert
und gehalten und damit elektrisch verbunden ist. In diesem Fall kann also die Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtungen 113 mit ihrem Montage- und Haltebereich 40', der hier
nach Art eines Zeigerkopfes 43 gebildet sein kann, direkt an dem Achskörper 31 verankert
und gelagert werden. Bei mitdrehenendem Achskörper 31 wird dann das gesamte Speise-
und/oder Abgriffselement 13a mit zugehöriger Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
113 verschwenkt oder es sind beide im Bereich der Schwenkachse 9 befindlichen Zeigerköpfe
25, 43 mechanisch zur Bewirkung einer gemeinsamen Verschwenkbewegung verbunden und
gekoppelt.
[0062] Es ist bereits erwähnt worden, dass die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
113 beispielsweise einen Halteansatz 41 aufweisen kann, über welchen sie an der Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 13 gehalten und angeordnet ist. Die Speisung und Kopplung
kann hier galvanisch oder kapazitiv erfolgen. Das gleiche gilt auch dann, wenn die
Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 über einen Zeigerkopf 43 gehalten wird, wie
dies beispielsweise anhand der Figuren 4a, 4b oder auch der Figuren 5 bis 7 dargestellt
ist. Dabei kann ganz allgemein angemerkt werden, dass die Kopplung zwischen dem Halteansatz
41 und der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 13 bzw. des Zeigerkopfes 43 und des
Zeigerkopfes 25 der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 13 umso größer ist, je größer
die hier zusammenwirkenden Koppelflächen sind.
[0063] Anhand der schematischen Draufsicht gemäß Figur 12 und der schematischen Querschnittsdarstellung
gemäß Figur 13 ist eine Abwandlung zu den vorausgegangenen Ausführungsbeispielen insoweit
gezeigt, als hier beispielsweise eine von einem Zeigerkopf 43 im Bereich der Schwenkachse
7, 9 ausgehende und bis zur äußersten Streifenleitung 5, 5a führende zusätzliche Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113a gezeigt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden
mehrere zusätzliche sekundäre kapazitiven Kopplungen KK2 über diese zusätzliche Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113, 113a gehalten und getragen (ähnlich wie beispielsweise
bei Figur 6 und Figur 7), wobei doch in Abweichung dazu die in dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 12 und 13 vorgesehenen beiden zusätzlichen sekundären kapazitiven Kopplungen
KK2 nicht zwei benachbarten Streifenleitungen 5, sondern zwei entfernteren Streifenleitungen
5 zugeordnet sind, nämlich unter Zwischenschaltung einer Streifenleitung 5, 5c, die
ohne zusätzliche sekundäre kapazitive Kopplung KK2 vorgesehen ist. Insoweit wird hier
eine koppelfreie oder koppelarme Zone 61 gebildet, weil hier keine Koppelflächen KF21,
KF22 in entsprechende Dimensionierungen vorgesehen sind. Nur die die Koppeleinrichtung
KK2 selbst tragende Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 ist im Abstand
beispielsweise ohne Zwischenschaltung eines festen Dielektrikums oder Isolators über
die in diesem Ausführungsbeispiel vorletzte Streifenleitung 5 hinweggeführt. Dabei
ist die zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 so schmal
ausgebildet, dass dadurch faktisch keine wirksame Koppelfläche gegenüber der sie im
Abstand kreuzenden Streifenleitung erzeugt wird.
[0064] Aus der Draufsicht gemäß Figur 12 ist zu ersehen, dass beispielsweise die Breite
dieser zusätzlichen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 bevorzugt
deutlich weniger als 50%, insbesondere weniger als 40%, 30%, 20% und gegebenenfalls
ogar weniger als 10% der Breite der primären Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
13 beträgt.
[0065] Dies eröffnet die Möglichkeit, also über eine einzige zeigerähnliche Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113 beliebige Streifenleitungen Koppeleinrichtungen KK2
zuzuordnen, da zwischen zwei derartigen Koppeleinrichtungen oder aber auch zwischen
der einen Speisestelle im Bereich des Zeigerkopfes 43 und einer ersten Koppeleinrichtung
KK2 keine Koppeleinrichtung vorgesehen sein muss, wie diese auch bei der Variante
gemäß Figur 12 und Figur 13 realisiert ist (denn die innerste Streifenleitung 5 weist
hier ebenfalls eine koppelfreie oder koppelarme Zone 61 auf, die im Abstand zu ihr
lediglich von der schmalen zusätzlichen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
gekreuzt wird).
[0066] In der Querschnittsdarstellung gemäß Figur 13 ist strichliert noch angedeutet, dass
die zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung 113 nicht zwingend
in einer Ebene verlaufen muss, sondern dass insbesondere in den koppelfreien oder
koppelarmen Zonen 61 die zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
113 gekantete oder gekrümmt verlaufende Abschnitte aufweisen kann, die so ausgebildet
sind, dass der Abstand D zwischen der Unterseite der zusätzlichen Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung 113' und der Oberseite der darunter kreuzenden Streifenleitung
5 noch vergrößert wird, wodurch rein theoretische geringe Koppelwirkungen nochmals
verringert werden.
[0067] Nachfolgend werden die erreichbaren erfindungsgemäßen Vorteile kurz dargestellt.
[0068] Dabei ist in Figur 14 eine vereinfachte Querschnittsdarstellung für eine Differenz-Phasenschieberbaugruppe
gezeigt, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist. Figur 13 betrifft demgegenüber
eine vergleichbare erfindungsgemäße Differenz-Phasenschieberbaugruppe mit erhöhter
Leistungsaufteilung. Die Variante gemäß Figur 15 entspricht jenem Ausführungsbeispiel,
wie es anhand von Figuren 4a und 4b bereits erläutert wurde.
[0069] Dabei ist nunmehr in dem Diagramm gemäß Figur 16 dargestellt, welche Leistungsaufteilung
bezüglich der inneren oder äußeren teilkreisförmigen Streifenleitung 5 nach dem Stand
der Technik erzielbar ist. Das Diagramm gemäß Figur 15 beschreibt demgegenüber die
erfindungsgemäß mögliche verbesserte und erhöhte Leistungsaufteilung zwischen der
inneren und der äußeren Streifenleitung 5, wenn eine Differenz-Phasenschieberbaugruppe,
wie anhand von Figur 15 erläutert, eingesetzt wird.
[0070] Dabei ist in dem Diagramm in Figur 15 dargestellt, welche Leistungsaufteilung bei
der Variante gemäß Figur 12 bezüglich der außenliegenden Streifenleitung 5a und der
der Schwenkachse 7, 9 näherliegenden sogenannten inneren Streifenleitung 5b erzielbar
ist.
[0071] Dabei ist in dem Diagramm gemäß Figur 15 die Leistungsaufteilung zwischen den beiden
Streifenleitungen 5a und 5b über den Frequenzbereich von 1,7 GHz bis 2,7 GHz angegeben.
Die in den Diagrammen in Figur 16 obenliegende Linie beschreibt dabei den auf die
innenliegende, also der Schwenkachse 7, 9 näherliegende Streifenleitung 5b fallenden
Leistungsanteil, wohingegen die in den Diagrammen von Figur 16 untenliegende Kurve
über den Frequenzbereich den Leitungsanteil beschreibt, der auf die außenliegende
Streifenleitung 5a fällt, die also zu der Schwenkachse 7, 9 entfernter liegt.
[0072] Entsprechende Verhältnisse für ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel gemäß Figur
15 sind dann in dem Diagramm gemäß Figur 17 wiedergegeben. Auch hier beschreibt die
obere Linie den auf die innenliegende Streifenleitung 5b fallenden Leistungsanteil,
wohingegen die darunter eingezeichnete Linie den frequenzabhängigen Leistungsanteil
beschreibt, der auf die äußere Streifenleitung 5a fällt. Daraus ist zu ersehen, dass
bezüglich der Streifenleitungen 5a und 5b im Rahmen des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
eine sehr viel größere Leistungsaufteilung möglich ist, als bei den Ausführungen nach
dem Stand der Technik.
1. Differenz-Phasenschieberbaugruppe mit den folgenden Merkmalen
- mit n konzentrisch zueinander angeordneten Streifenleitungen (5), an deren gegenüberliegenden
Streifenleitungsenden (17) Anschlussstellen (19) für zu Strahler (1a-1f) führende
Verbindungsleitungen (2) vorgesehen sind, wobei n eine natürliche ganze Zahl größer
oder gleich 2 ist,
- mit einer Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13), welche um eine Zentral- und/oder
Schwenkachse (9) verschwenkbar und dadurch über die mehreren Streifenleitungen (5)
unter Erzeugung einer primären kapazitiven Kopplung (KK1) verschwenkbar ist,
- mit einer zentralen Speisung (20), worüber die Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
(13) gespeist ist,
- ferner ist zusätzlich zumindest eine sekundäre kapazitive Kopplung (KK2) und maximal
n-1 zusätzliche sekundäre kapazitive Kopplungen (KK2) vorgesehen,
- die zumindest eine oder die mehreren sekundären kapazitiven Kopplungen (KK2) ist
bzw. sind auf der zu der primären kapazitiven Kopplung (KK1) gegenüberliegenden Seite
der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13) vorgesehen, und
- für die zumindest eine zusätzliche sekundäre kapazitive Kopplung (KK2) ist zumindest
eine zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a, 113b,
...) vorgesehen, die gemeinsam mit der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13) um
die Zentral- und/oder Schwenkachse (9) verschwenkbar ist.
2. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
(113) elektrisch mit der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13) mechanisch und
elektrisch verbunden ist, entweder kapazitiv oder vorzugsweise galvanisch.
3. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre kapazitive Kopplung (KK2) eine an der Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung (113) ausgebildete erste sekundäre Koppelfläche (KF21) aufweist,
die mit einer zweiten sekundären Koppelfläche (KF22) zusammenwirkt, die durch den
von der ersten sekundären Koppelfläche (KF21) in Abstand dazu überdeckten Abschnitt
der Streifenleitung (5) gebildet ist, wobei zwischen der ersten und zweiten sekundären
Koppelfläche (KF21, KF22) ein Isolator (127) vorgesehen ist, insbesondere in Form
eines festen Isolators (127), der vorzugsweise an der Verzweigungs-Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung (113) befestigt oder hierüber gehalten ist.
4. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a, 113b, ...) einen
winkelförmigen Ansatz (41) umfasst, worüber die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
(113) auf dem Speise- und/oder Abgriffselement (13) mechanisch gehalten und elektrisch
gespeist ist.
5. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113) einen Halteansatz (41)
oder einen Zeigerkopf (43) umfasst, der im Bereich der Zentral- und/oder Schwenkachse
(9) parallel zu einem Zeigerkopf (25) der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13)
angeordnet, mechanisch gehalten und mit diesem gemeinsam galvanisch oder kapazitiv
gespeist ist.
6. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine einzige weitere sekundäre kapazitive Kopplung (KK2) vorgesehen ist, worüber
eine zusätzliche kapazitive Kopplung (KK2) nur bezüglich einer einzigen der mehreren
Streifenleitungen (5) erzeugt ist.
7. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113) m Koppelflächen aufweist,
die mit m Streifenleitungen (5) eine zusätzliche kapazitive Kopplung (KK2) erzeugen,
wobei m > 1 und m < n ist.
8. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verzweigungs- Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a,
113b, ...) so ausgebildet und angeordnet ist, dass darüber zumindest eine sekundäre
kapazitive Kopplung (KK2) zu einer der Zentral- und/oder Schwenkachse (7, 9) nächstliegenden
Streifenleitung (5) erzeugt ist.
9. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verzweigungs- Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a,
113b, ...) so ausgebildet und angeordnet ist, dass darüber zumindest eine kapazitive
Kopplung (KK2) zu der von der Zentral- und/oder Schwenkachse (7, 9) aus betrachteten
zweiten oder weiter außenliegenden Streifenleitung (5) erzeugt ist.
10. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verzweigungs- Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a,
113b ...) so ausgebildet und angeordnet ist, dass zumindest zwei kapazitive Kopplungen
(KK2) mit zumindest zwei benachbarten Streifenleitungen (5) erzeugt sind.
11. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei aufeinanderfolgende primäre kapazitive Kopplungen (KK1) bezüglich
der Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (13) und/oder zumindest zwei aufeinanderfolgende
sekundäre kapazitive Kopplungen (KK2) bezüglich der Verzweigungs- Speise- und/oder
Abgriffseinrichtung (113; 113a, 113b ...) über einen Leitungsabschnitt (13", 113")
verbunden sind, der einen zur zugehörigen Koppelfläche (KF11, KF12) abweichenden Materialquerschnitt
und/oder eine abweichende Breitenerstreckung in Schwenkrichtung (11) aufweist.
12. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich zweier benachbarter Streifenleitungen (5) an der zusätzlichen Verzweigungs-Speise-
und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a, 113b) zumindest je eine weitere sekundäre
kapazitive Kopplung (KK2) vorgesehen ist.
13. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113; 113a, 113b,
...) unter Ausbildung einer koppelfreien oder koppelarmen Zone (61) über zumindest
eine Streifenleitung (5) hinweg verläuft, und dass zumindest eine sekundäre kapazitive
Kopplung (KK2) vorgesehen ist, die gegenüber der koppelfreien oder koppelarmen Zone
(61) entfernter zur Zentral- oder Schwenkachse (7, 9) liegt.
14. Differenz-Phasenschieberbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei zusätzliche sekundäre kapazitive Kopplungen (KK2) vorgesehen sind
und dass diese zumindest beiden zusätzlichen sekundären kapazitiven Kopplungen (KK2)
auf einer sie tragenden gemeinsamen zusätzlichen Verzweigungs-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung
(113; 113a, 113b, ...) gehalten sind, wobei diese zumindest beiden zusätzlichen sekundären
kapazitiven Kopplungen (KK2) zwei nichtbenachbarten Streifenleitungen (5) zugeordnet
sind, so dass die zusätzliche Verzweigung-Speise- und/oder Abgriffseinrichtung (113;
113a, 113b, ...) über zumindest eine koppelfreie oder koppelarme Zone (61) bezüglich
einer zwischen den beiden sekundärem kapazitiven Kopplungen (KK2) befindlichen Streifenleitung
(5) hinweg verläuft.