[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder, aufweisend einen Kontaktträger mit zumindest
einer Kontaktkammer, in die ein Kontaktpartner einsetzbar und primärverriegelbar ist,
wobei weiterhin ein Verriegelungselement vorhanden ist, mit dem der zumindest eine
Kontaktpartner in seiner Kontaktkammer sekundärverriegelbar ist, gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
[0002] Steckverbinder, die einen Kontaktträger mit zumindest einer Kontaktkammer aufweisen,
in die ein Kontaktpartner eingesetzt wird, sind seit langem bekannt. Zwecks Kontaktsicherheit
ist es auch schon seit langem bekannt, dass der Kontaktpartner beim Einsetzen in seine
zugehörige Kontaktkammer nicht nur primärverriegelt wird (zum Beispiel durch eine
abstehende Lasche an dem Kontaktpartner, die beim Einsetzen in seine Kontaktkammer
zurückweicht und in der Endlage des Kontaktpartners in der Kontaktkammer an einem
Anschlag zur Anlage kommt), sondern dass auch eine Sekundärverriegelung erfolgt, die
den Kontaktpartner zusätzlich zu der Primärverriegelung in seiner Kontaktkammer festlegt.
Damit wird das Ziel erreicht, dass der Kontaktpartner ordnungsgemäß in seiner Kontaktkammer
festgelegt ist, wenn der Steckverbinder in einem damit zusammenwirkenden Gegensteckverbinder
eingesteckt wird und dabei der Kontaktpartner des Steckverbinders mit dem Gegenkontaktpartner
des Gegensteckverbinders zusammengebracht wird.
[0003] Ein Verriegelungselement eines Steckverbinders, welches an einem Kontaktträger angeordnet
ist, ist aus der
DE 10 2010 042 826 B3 bekannt. Bei diesem bekannten Steckverbinder ist das Verriegelungselement (dort Kontaktsicherungsorgan
genannt) als abstehende Lasche mit einem Vorsprung an dem freien Ende der abstehenden
Lasche ausgebildet. Die zunächst von dem Kontaktträger abstehende Sicherungslasche
wird mit ihrem freien Ende in Richtung der Kontaktkammern bewegt, wenn dort die Kontaktpartner
eingesetzt und primärverriegelt worden sind. Durch das Verschwenken der Sicherungslasche
in Richtung des Kontaktträgers erfolgt durch den Vorsprung an dem freien Ende der
Sicherungslasche nicht nur deren Festlegung an dem Kontaktträger, sondern auch die
Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in ihren jeweiligen Kontaktkammern.
[0004] Eine solche bekannte Ausgestaltung funktioniert zwar grundsätzlich zufriedenstellend,
jedoch hat sie den Nachteil, dass ein solcher Steckverbinder mit einer abstehenden
Lasche, der in großen Stückzahlen in einem Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt
wird, aufwändig herzustellen ist, weil komplexe Formen für das Spritzgussverfahren
erforderlich sind. Außerdem ist der Nachteil gegeben, dass sich die Verriegelungslasche
über die gesamte Breite des Kontaktträgers erstreckt und damit eine Demontage für
den Fall, dass Kontakte aus ihren Kontaktkammern zum Auswechseln entnommen werden
müssen, nicht ohne weiteres möglich ist. Außerdem ist aufgrund der Erstreckung der
Verriegelungslasche über die gesamte Breite des Kontaktträgers nicht immer sichergestellt,
dass diese auch zwecks Sekundärverriegelung über ihre gesamte Breite in ihrer Sollposition
mit dem freien Ende an dem Kontaktträger angeordnet wird, das heißt ordnungsgemäß
einrastet.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Steckverbinder
weiter zu verbessern, um die eingangs geschilderten Nachteile zu vermeiden.
[0006] Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement als ein relativ zu
dem Kontaktträger verschiebbarer Riegel und damit als separates Bauteil zu dem Kontaktträger
ausgebildet ist, wobei der Riegel in Bewegungsrichtung hintereinander entsprechend
der Anzahl der Kontaktpartner jeweils ein Kontaktsicherungselement für die Sekundärverriegelung
aufweist und zwischen einer Vorverrast- und einer Endverraststellung an dem Kontaktträger
bewegbar ausgebildet ist. Die separate Ausgestaltung des Verriegelungselementes, nämlich
des verschiebbaren Riegels, hat den Vor-teil, dass sowohl der Riegel als auch der
Kontaktträger, an dem er festgelegt wird, separat voneinander hergestellt werden können,
sodass dadurch die Herstellung dieser beiden Bauteile vereinfacht wird, insbesondere
dann, wenn sie in einem Kunst-stoffspritzgussverfahren hergestellt werden. Trotz der
vereinfachten Herstellung können beide Bauteile optimal hinsichtlich ihrer Geometrie
und der daraus resultierenden Funktionsweise optimal aufeinander abgestimmt werden.
Die Verschiebung des Riegels in Bezug auf den Kontaktträger hat den Vorteil, dass
durch eine einfache Bewegung sichergestellt wird, dass der Riegel mit seinen entsprechenden
Kontaktsicherungselementen die Kontaktpartner in ihren jeweiligen eingesetzten Kontaktkammern
sekundärverriegelt. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass ein jeweiliger Kontaktpartner
in seine zugehörige Kontaktkammer eingesetzt und dabei primärverriegelt wird und danach
der Riegel in Wirkverbindung mit dem Kontaktträger gebracht und anschließend verschoben
wird, um dadurch die Sekundärverriegelung zu bewirken. Alternativ dazu ist es, insbesondere
bevorzugt, vorgesehen, dass der Riegel schon in einer bestimmten Position, nämlich
einer Vorverraststellung, an dem Kontaktträger gelagert ist, wobei es in dieser Vorverraststellung
des Riegels möglich ist, einen Kontaktpartner in die Kontaktkammer einzusetzen und
dort primär zu verriegeln. Nach-dem dies erfolgt ist kann der Riegel von seiner Vorverraststellung
in seine weitere Stellung, insbesondere eine Endverraststellung, gebracht werden,
um damit die Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in ihren Kontaktkammern zu bewirken.
Damit wird wirksam vermieden, dass der Riegel nach seiner Herstellung verloren geht
bzw. bei der weiteren Montage des Steckverbinders auf jeden Fall zur Verfügung steht,
um die Sekundärverriegelung sicherzustellen, nachdem die Kontaktpartner in ihren Kontaktkammern
eingesetzt und primärverriegelt worden sind. Vorzugsweise ist der Riegel nur zwischen
einer Vorverraststellung, in der er an dem Kontaktträger angeordnet ist, in eine einzige
weitere Stellung, nämlich seine Endverraststellung, verschiebbar. Während in der Vorverraststellung
die Sekundärverriegelung nicht gegeben ist, wird diese erst dann realisiert, wenn
der Riegel in seine weitere Position, insbesondere seine Endverraststellung, verschoben
worden ist. Allerdings kann daran gedacht wer-den, entweder den Riegel erneut von
seiner Endverraststellung in die Vorverraststellung zu bringen, um beispielsweise
einen defekten Kontaktpartner auswechseln zu können, oder den Riegel von seiner Endverraststellung
in eine weitere, von der Vorverraststellung abweichende Stellung zu verschieben, um
die Sekundärverriegelung in der Endverraststellung aufzuheben. Das bedeutet, dass
in diesem Fall der Riegel zwischen drei Stellungen (gegebenenfalls auch mehr als drei
Stellungen) relativ zu dem Kontaktträger verschiebbar angeordnet wäre.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung weist der Riegel einen Rasthaken und der Kontaktträger
einen mit dem Rasthaken zusammenwirkenden Anschlag auf. Mittels des Rasthakens kann
der Riegel sowohl in seiner Vorverraststellung an dem Kontaktträger angeordnet werden,
nachdem diese beiden Bauteile separat voneinander hergestellt worden sind. Das bedeutet,
dass für die weitere Bewegung des Riegels dieser schon an dem Kontaktträger vorhanden
ist und dann von der eingenommenen Vorverraststellung in die Endverraststellung gebracht
werden kann, wenn der Rasthaken durch Krafteinwirkung verschwenkt wird und über den
Anschlag an dem Kontaktträger gleitet, bis das freie Ende des Rasthakens an der gegenüberliegenden
Seite des Anschlages zur Anlage kommt, um den derart verschobenen Riegel in seiner
Endverraststellung an dem Kontaktträger festzulegen.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung weist der Riegel eine Aussparung auf, innerhalb derer
der Rasthaken mit seinem freien Ende angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht eine
vereinfachte Herstellung, da solche Aussparungen insbesondere bei Formen, die bei
einem Kunststoffspritzgussverfahren verwendet werden, einfach realisiert werden kann.
Außerdem ist durch die Anordnung des Rasthakens mit seinem freien Ende innerhalb der
Aussparung eine besonders kompakte Bauweise des Riegels gegeben. Gleiches gilt für
den damit zusammenwirkenden Anschlag an dem Kontaktträger, so-dass durch das Zusammenwirken
von Anschlag an dem Kontaktträger und dem freien Ende des Rasthakens eine definierte
Lagepositionierung des Riegels an dem Kontakt-träger, nämlich einerseits in seiner
Vorverraststellung und andererseits in seiner Endverraststellung, realisiert werden
kann.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung weist der Riegel zumindest eine Linearführung und
der Kontaktträger eine damit korrespondierende Führung auf. Durch die einander korrespondierenden
Linearführungen ist gewährleistet, dass sich der Riegel definiert auf einem Verschiebeweg
an dem Kontaktträger bei seiner Bewegung von der Vorverrast- in seine Endverraststellung
(und gegebenenfalls darüber hinausgehende Stellungen) befindet. Solche Linearführungen,
beispielsweise als Federnut oder als T-Führungen ausgebildet, lassen sich ebenfalls
einfach und unkompliziert durch eine entsprechende Formgebung dieser beiden Bauteile
realisieren, wodurch wiederum insbesondere die Herstellung in dem schon erwähnten
Kunststoffspritzgussverfahren vereinfacht wird.
[0011] Es ist denkbar, dass der Steckverbinder dann schon fertig realisiert ist, wenn in
den Kontaktträger in entsprechender Anzahl die Kontaktpartner in ihren Kontaktkammern
eingesetzt und dort primärverriegelt sind und danach die Sekundärverriegelung mittels
der Verschiebung des Riegels erfolgte. Ein solcher Kontaktträger mit den eingesetzten
Kontaktpartnern, die beispielsweise am Ende des elektrischen Leiters angeschlagen
sind, und dem Riegel in seiner Endverraststellung kann ein betriebsbereiter Steckverbinder
sein.
[0012] Alternativ dazu ist es denkbar, einen wie vorstehend beschriebenen Kontaktträger
mit darin angeordneten Kontaktpartnern, die sowohl primärverriegelt als auch mittels
des Riegels sekundärverriegelt sind, in ein Außengehäuse einzusetzen. Dies hat den
Vor-teil, dass der dann ein Außengehäuse aufweisende Steckverbinder besser handhab-bar
ist und außerdem andere Funktionselemente umfassen kann, die an dem Außengehäuse vorhanden
sind. Als Beispiel sei hierfür eine weitere
[0013] Verriegelung genannt, mit der sichergestellt wird, dass der mit dem Gegensteckverbinder
zusammengesteckte Steckverbinder nicht mehr ohne weiteres auseinander gesteckt werden
kann (sogenanntes CPA-Element). Außerdem kann das Außengehäuse dafür verwendet werden,
um es zum Beispiel farbig zu gestalten, um Lagekodierungen vorzusehen oder dergleichen.
Auch das Außengehäuse kann in einem Kunststoffspritzgussverfahren separat von dem
Kontaktträger und dem Riegel hergestellt werden und es ist geometrisch dazu ausgebildet,
dass es einen Aufnahmebereich besitzt, in dem der Kontaktträger mit dem schon eingesetzten
Riegel (entweder in seiner Vorverrast- oder in seiner Endverraststellung) eingesetzt
werden kann. Alternativ dazu ist es auch denk-bar, dass der Kontaktträger zunächst
ohne Riegel in das Außengehäuse eingesetzt wird, und dann zum Beispiel über eine Öffnung
in dem Außengehäuse der Riegel in Wirkverbindung gebracht wird mit dem Kontaktträger,
sodass die Sekundärverriegelung erfolgen kann, nachdem in entsprechender Anzahl die
Kontaktpartner in ihre zu-gehörigen Kontaktkammern in dem Kontaktträger eingesetzt
und primärverriegelt worden sind.
[0014] Die vorstehend beschrieben Funktionsweise kann auch umgekehrt erfolgen, dass nämlich
der Riegel wieder von seiner Endverrast- in seine Vorverraststellung gebracht oder
vollständig von dem Kontaktträger gelöst werden kann, um zum Beispiel defekte Kontaktpartner
austauschen zu können. Hierbei ist es denkbar, dass der Riegel inner-halb des Außengehäuses
von seiner Endverrast- in seine Vorverraststellung, zum Beispiel mittels eines geeigneten
Werkzeuges, gebracht werden kann, ohne dass er aus dem Außengehäuse entnommen werden
muss. Alternativ dazu ist es denkbar, dass der Riegel derart in Bezug auf das Außengehäuse
angeordnet ist oder das Außengehäuse eine entsprechende Ausnehmung aufweist, um den
Riegel entweder nur von seiner Endverrast- in seine Vorverraststellung zu bringen
oder vollständig von dem Kontaktträger zu lösen.
[0015] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Steckverbinders ist im
Folgenden beschrieben und wird anhand der Figuren näher erläutert.
[0016] Die Figuren 1 bis 5 zeigen, soweit im Einzelnen dargestellt, in verschiedenen Ansichten
einen Kontaktträger 1 eines Steckverbinders. Dieser Kontaktträger 1 ist vorzugsweise
aus Kunststoff und in einem Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt. In entsprechender
Anzahl weist er Kontaktkammern 2 auf, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel vier Kontaktkammern
2 dargestellt sind. Es können aber auch weniger als vier oder mehr als vier Kontaktkammern
2 sein, die entweder in einer Reihe hintereinander oder aber auch in zwei oder mehr
als zwei Reihen parallel zueinander angeordnet sind. In Figur 1 ist die Öffnung der
Kontaktkammern 2 dargestellt, die in Richtung eines nicht dargestellten Gegensteckverbinders
weisen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kontaktträgers 1 weist dieser gemäß Figur
2 eine Abgangsseite 3 auf, aus der ein Endbereich von Kontaktpartnern (nicht dargestellt),
die in den Kontaktkammern 2 angeordnet sind, herausragt bzw. angeordnet ist. Auf der
Abgangsseite 3 wird beispielsweise ein Kabel, an dem endseitig der nicht dargestellte
Kontaktpartner an-geschlagen ist, aus dem Kontaktträger 1 (und damit aus dem Steckverbinder)
herausgeführt.
[0017] In den Figuren 3 bis 5 ist erkennbar, dass der Kontaktträger 1 einen Aufnahmebereich
4 für ein Verriegelungselement (wird später noch beschrieben) aufweist. Dieser zumindest
eine Aufnahmebereich 4 (in den Figuren 3 und 5 sind es drei Aufnahmebereiche 4) erstreckt
sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Kontaktträgers 1 und ist länglich mit
rechteckigem bzw. quadratischem Querschnitt ausgebildet. Außerdem ist in Figur 4 erkennbar,
dass der Kontaktträger 1 einen Quersteg 5 mit einem Anschlagselement (wird später
noch erläutert) aufweist.
[0018] In den Figuren 6 bis 10 ist ein Verriegelungselement in Form eines Riegels 6 dargestellt.
Der Riegel 6, der der Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in den Kontaktkammern
2 des Kontaktträgers 1 dient, weist ein Basisteil 7 auf. Insgesamt ist der Riegel
6 in etwa flächig mit Aussparungen und Erhebungen gestaltet. Ausgehend von dem Basisteil
7 ist ein Rasthaken 8 vorhanden, der an seinem freien Ende einen Vorsprung 9 aufweist,
aber nicht aufweisen muss. Um den Rasthaken 8 herum ist eine Aussparung 10 in dem
Riegel 6 vorhanden, sodass sich das freie Ende des Rasthakens 8 innerhalb dieser Aussparung
10 bewegen kann, wenn eine Kraft auf ihn aus-geübt wird, insbesondere durch den Anschlag
des Quersteges 5 des Kontaktträgers 1.
[0019] Weiterhin weist der Riegel 6 beabstandet zueinander Kontaktsicherungselemente 11
auf, die in entsprechender Anzahl der Kontaktkammern 2 des Kontaktträgers 1 vorhanden
sind. Das bedeutet, dass bei diesem Ausführungsbeispiel je Kontaktpartner ein Kontaktsicherungselement
11 vorhanden ist. Dies kann auch abweichen, sodass zum Beispiel für je zwei Kontaktpartner
ein Kontaktsicherungselement vorhanden ist. Die Kontaktsicherungselemente 11 sind
blockförmig und von der flächigen Gestaltung des Riegels 6 abstehend ausgebildet.
Weiterhin ist zumindest eine Linearführung des Riegels 6 vorgesehen, mit der er geführt
an dem Kontaktträger 1 gelagert ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind eine erste
Linearführung 12 und eine zweite Linearführung 13 vorhanden, die beide an den Längsseiten
des Riegels 6 angeordnet sind. Sie erstrecken sich beide nicht über die Gesamtlänge
des Riegels 6, was aber für eine oder beide Linearführungen 12, 13 denkbar sein kann.
[0020] In den Figuren 11 bis 14 ist ein Außengehäuse 14 des Steckverbinders dargestellt.
[0021] An dieser Stelle sei erwähnt, dass durch den Zusammenbau von Kontaktträger 1 und
Riegel 6 einschließlich der in den Kontaktkammern 2 angeordneten Kontaktpartner, die
endseitige an einem Kabel angeschlagen sind, schon ein fertiger Steckverbinder realisiert
sein kann.
[0022] Dieses zuvor beschriebene und dargestellte Gebilde kann aber in das Außengehäuse
14 gemäß der Figuren 11 bis 14 eingesetzt werden. In diesem Fall weist das Außengehäuse
14 einen Aufnahmeraum 15 für den Kontaktträger 1 mit seinem Riegel 6 auf. Auf der
anderen Seite des Aufnahmeraumes 15 ist eine Abgangsseite 16 des Außengehäuses 14
vorgesehen, auf der Durchtrittsöffnungen 17 vorhanden sind, aus denen das jeweilige
Kabel aus dem Außengehäuse 14 herausgeführt ist. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,
dass in diesem Bereich der Durchtrittsöffnung 17 das Kabel, ins-besondere dessen Außenmantel,
gegenüber der Abgangsseite 16 des Außengehäuses 14 abgedichtet sein kann.
[0023] In den Figuren 11 bis 14 ist außerdem bei Betrachtung dieser Figuren oberhalb des
Außengehäuses 14 ein weiteres Verriegelungselement dargestellt, welches bewirkt, dass
das Außengehäuse 14 mit einem nicht dargestellten Gegensteckverbinder bzw. dessen
Außengehäuse zusätzlich verrastet und verriegelt werden kann (insbesondere ein sogenanntes
CPA-Element). Anstelle der Verbindung des Steckverbinders 1 mit einem Gegensteckverbinder
mittels des weiteren Verriegelungselementes kann der Steckverbinder 1 mittels des
weiteren Verriegelungselementes an einem bestimmten Ort angeordnet und befestigt (in
seiner Lage fixiert) werden, wozu dann dieses Verriegelungselement entsprechend ausgebildet
ist.
[0024] Dieses außerhalb des Außengehäuses 14 angeordnete Element steht jedoch nicht im Zusammenhang
mit der Primär- und Sekundärverriegelung der Kontaktpartner in den Kontaktkammern
2 des Steckverbinders (genauer dessen Kontakt-träger 1).
[0025] In den Figuren 15 bis 17 ist die Montage des Kontaktträgers 1, des Riegels 6 und,
soweit vorhanden, des Außengehäuses 14 dargestellt.
[0026] Ausgangspunkt in Figur 15 ist die Herstellung der dort gezeigten Teile separat voneinander,
vorzugsweise aus Kunststoff und ebenso vorzugsweise aus einem Kunststoffspritzgussverfahren.
[0027] Bevor der Kontaktträger 1 mit den nicht dargestellten Kontaktpartnern bestückt wird,
wird gemäß Figur 16 der Riegel 6 in einer ersten Stellung (Vorverraststellung) an
dem Kontaktträger 1 angeordnet. In dieser Position des Riegels 6 in Bezug auf den
Kontaktträger 1 befinden sich die Kontaktsicherungselemente 11 in einer solchen Position,
dass sie das Einsetzen eines jeweiligen Kontaktpartners in seine zugehörige Kontaktkammer
2 nicht behindern. Das heißt, dass in dieser Position des Riegels 6 die Bestückung
der Kontaktpartner in die jeweils zugehörigen Kontaktkammern 2 möglich ist. Wenn dies
erfolgt und der jeweilige Kontaktpartner in seiner zugehörigen Kontaktkammer 2 auch
primärverriegelt ist, kann der Riegel 6 ein Stück weit von seiner Vorverrast- in seine
Endverraststellung verschoben und festgelegt werden. Ist die Endverraststellung erreicht,
kommen die jeweiligen Kontaktsicherungselemente 11 mit dem jeweils zugehörigen Kontaktpartner
in der Kontaktkammer 2 in Wirkverbindung und verhindern, dass der Kontaktpartner aus
seiner Kontaktkammer 2 herausbewegt werden kann, sollte die Primärverriegelung nicht
ordnungsgemäß funktionieren. Damit ist in vorteilhafter Weise eine zweite Festlegung
des Kontaktpartners in seiner Kontaktkammer (Sekundärverriegelung) realisiert. Das
bedeutet, dass das jeweilige Kontaktsicherungselement 11 so gestaltet und in der Kontaktkammer
2 angeordnet ist, dass eine Bewegung des Kontaktpartners aus seiner Kontaktkammer
2 heraus verhindert wird. Hierzu sind, wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
7 dargestellt, die Kontaktsicherungselemente 11 blockförmig ausgebildet. Sie können
jedoch auch andere geometrische Formen wie zum Beispiel stiftförmig, stegförmig oder
dergleichen aufweisen, wenn mit dieser anderen geometrischen Form die Sekundärverriegelung
gewährleistet ist und verhindert werden kann, dass der Kontaktpartner seiner zugehörigen
Kontaktkammer 2 entnommen werden kann, insbesondere dann, wenn die Primärverriegelung
nicht funktioniert.
[0028] Nachdem gemäß Figur 16 der Kontaktträger 1 mit Kontaktpartnern in seinen Kontaktkammern
2 bestückt und der Riegel 6 von seiner Vorverrast- in seine Endverraststellung gebracht
worden ist, steht schon ein einsatzbereiter Steckverbinder zur Verfügung. In diesem
Fall ist das Außengehäuse 14 entbehrlich. Allerdings kann das Außengehäuse 14 gemäß
der Figuren 15 bis 17 zur Anwendung kommen, wenn es gewünscht ist. Dies ist insbesondere
dann der Fall, um dem Steckverbinder mit dem Außengehäuse 14 eine bessere Handhabbarkeit
zu geben, um zusätzlich Elemente und Funktionen (wie zum Beispiel das CPA-Element)
zu realisieren, um zum Beispiel Lagekodierungen zu ermöglichen und dergleichen. Wenn
also das Außengehäuse 14 zum Einsatz kommt, wird der Kontaktträger 1 mit seinem Riegel
6 und den in den Kontaktkammern 2 angeordneten Kontaktpartnern in den Aufnahmeraum
15 des Außengehäuses 16 eingesetzt und dort festgelegt, zum Beispiel verrastet, verklebt
oder dergleichen.
[0029] In den Figuren 18 bis 19 ist zur besseren Verdeutlichung noch einmal dargestellt,
dass sich der Riegel 6 in seiner Vorverraststellung bezüglich des Kontaktträgers 1
befindet. In dieser Vorverraststellung können die Kontaktpartner in ihre jeweiligen
Kontaktkammern 2 eingesetzt und primärverriegelt werden. Nachdem dies erfolgt ist,
kann der Riegel 6 von seiner Vorverrast- in seine Endverraststellung gebracht werden,
sodass mittels der Kontaktsicherungselemente 11 die Sekundärverriegelung erzielt wird.
Dies ist in den Figuren 21 bis 23 dargestellt.
[0030] Bezüglich der beiden Stellungen des Riegels 6 in Bezug auf den Kontaktträger 1 wird
zur Verdeutlichung noch einmal auf die Figuren 20 (Sekundärverriegelung offen) und
23 (Sekundärverriegelung geschlossen) verwiesen. In diesen beiden Figuren 20 und 23
sind die beiden Stellungen des Riegels 6 in Bezug auf den Kontaktträger 1 erkenn-bar.
Dabei ist auch das Zusammenwirken des Rasthakens 8 (bzw. dessen Vorsprung 9) mit dem
Anschlag 18 an dem Kontaktträger 1 erkennbar. Während in der Vorverraststellung gemäß
Figur 20 der Rasthaken 8 bzw. dessen Vorsprung 9 auf der einen Seite des Anschlages
18 anliegt, ist gemäß Figur 23 der Riegel 6 in seine Endverraststellung gebracht worden,
sodass der Rasthaken 8 bzw. auch hier wieder der Vorsprung 9 auf der anderen Seite
des Anschlages 18 zur Anlage gekommen ist. Damit sind durch das Zusammenwirken des
Rasthakens 8 des Riegels 6 mit dem Anschlag 18 des Kontaktträgers 1 die beiden Stellungen
des Riegels 6 definiert einstellbar.
[0031] Insbesondere mit Blick auf die vorstehende Beschreibung bezüglich der Figuren 20
und 23 ist erkennbar, dass der Riegel 6 in seiner Vorverraststellung an dem Kontaktträger
1 angeordnet wurde und in dieser Anordnung in den Aufnahmeraum 15 des Außengehäuses
14 eingesetzt wurde. Danach erfolgte die Bestückung der Kontaktkammern 2 mit den Kontaktpartnern
und die anschließende Bewegung des Riegels 6 von seiner Vorverrast- in die Endverraststellung
innerhalb des Aufnahmeraumes 15. Das bedeutet, dass das Außengehäuse 14 um den Aufnahmeraum
15 herum vollständig geschlossen ist. Alternativ dazu ist es denkbar, dass an geeigneter
Stelle das Außengehäuse 14 um den Aufnahmeraum 15 herum eine Öffnung, Aussparung oder
dergleichen aufweist, über den entweder der Riegel 6 betätigbar ist oder über den
der Riegel 6 eingesetzt und in Wirkverbindung mit dem Kontaktträger 1 gebracht werden
kann. Das bedeutet, dass es denkbar ist, dass der Kontaktträger 1 mit den Kontaktpartnern
bestückt und danach in das Außengehäuse 14 eingesetzt wird, wobei erst danach der
Riegel 6 zwecks Sekundärverriegelung mit dem Kontaktträger 1 in Wirkverbindung gebracht
werden kann.
[0032] Während mit Blick auf die Figuren 20 und 23 dargestellt und beschrieben wurde, dass
der Riegel 6 von seiner Vorverrast- in seine Endverraststellung zwecks Sekundärverriegelung
gebracht wurde, ist auch die umgekehrte Vorgehensweise denkbar. Das heißt, durch die
umgekehrte Vorgehensweise kann der Riegel 6 entweder innerhalb des Aufnahmeraumes
15 in dem Außengehäuse 14 oder von außerhalb bzw. nach außerhalb von der Endverrast-
in die Vorverraststellung gebracht werden oder sogar gänzlich von dem Kontaktträger
1 gelöst werden, um die eingenommene Sekundärverriegelung aufzuheben. Danach kann
unter Aufhebung der Primärverriegelung der beispielsweise defekte Kontaktpartner aus
einer Kontaktkammer 2 entnommen und ausgewechselt werden. Anstelle der Auswechslung
im Defektfall kommt auch die Auswechslung der Kontaktpartner von der einen Bauart
zu einer anderen Bauart in Betracht.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1. Kontaktträger
- 2. Kontaktkammer
- 3. Abgangsseite
- 4. Aufnahmebereich
- 5. Quersteg
- 6. Riegel
- 7. Basisteil
- 8. Rasthaken
- 9. Vorsprung
- 10.Aussparung
- 11. Kontaktsicherungselement
- 12. Erste Linearführung
- 13.Zweite Linearführung
- 14. Außengehäuse
- 15. Aufnahmeraum
- 16. Abgangsseite
- 17. Durchtrittsöffnung
- 18. Anschlag
1. Steckverbinder, aufweisend einen Kontaktträger (1) mit zumindest einer Kontaktkammer
(2), in die ein Kontaktpartner einsetzbar und primärverriegelbar ist, wobei weiterhin
ein Verriegelungselement vorhanden ist, mit dem der zumindest eine Kontaktpartner
in seiner Kontaktkammer (2) sekundärverriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement als ein relativ zu dem Kontaktträger (1) verschiebbarer
Riegel (6) ausgebildet ist, wobei der Riegel (6) in Bewegungsrichtung hintereinander
entsprechend der Anzahl der Kontaktpartner jeweils ein Kontaktsicherungselement (11)
für die Sekundärverriegelung aufweist und zwischen einer Vorverrast- und einer Endverraststellung
an dem Kontaktträger (1) bewegbar ausgebildet ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) einen Rasthaken (8) und der Kontaktträger (1) einen mit dem Rasthaken
(8) zusammenwirkenden Anschlag (18) aufweist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) eine Aussparung (10) aufweist, innerhalb derer der Rasthaken (8) mit
seinem freien Ende angeordnet ist.
4. Steckverbinder nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) zumindest eine Linearführung (12, 13) und der Kontaktträger (1) eine
damit korrespondierende Führung aufweist.
5. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder ein Außengehäuse (14) aufweist, in das der Kontaktträger (1) mit
dem verschiebbaren Riegel (6) eingesetzt ist.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) in seiner Vorverraststellung an dem Kontaktträger (1) zusammen mit
diesem in das Außengehäuse (14) eingesetzt ist.
7. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) von der Vorverrast- in die Endverraststellung bringbar ist, nachdem
er zusammen mit dem Kontaktträger (1) in das Außengehäuse (14) eingesetzt wurde.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (6) von der Endverrast- in die Vorverraststellung bringbar ist, nachdem
er zusammen mit dem Kontaktträger (1) in das Außengehäuse (14) eingesetzt wurde.