[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stufenwalzen eines Metallbandes gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Das Stufenwalzen ist als Verfahren zur Herstellung von Metallbändern bereits aus
der Praxis, auch unter dem Begriff "flexibles Walzen", bekannt. Dieses Verfahren ermöglicht
die Herstellung von Metallbändern, die über die Länge unterschiedliche Banddicken
aufweisen. Hierzu wird während des Walzprozesses der zwischen einer ersten Arbeitswalze
und einer zweiten Arbeitswalze gebildete Walzspalt gezielt verfahren. So können unterschiedlich
lange oder beliebig wechselnde Abschnitte des durch den Walzspalt geführten Metallbandes
mit unterschiedlichen Banddicken gewalzt werden. Dadurch entstehen über die Metallbandlänge
verteilt Bandabschnitte mit größerer und Bandabschnitte mit geringerer Banddicke.
Diese unterschiedlich dicken Bandabschnitte können zudem über unterschiedlich ausgestaltete
Steigungen, das heißt Übergangsabschnitte, miteinander verbunden sein.
[0003] Mit dem Verfahren des Stufenwalzens lassen sich Walzprodukte mit belastungs- und
gewichtsoptimierten Querschnittsformen herstellen. Es ist üblicherweise als Bandwalzen
mit einer Ablaufhaspelvorrichtung und einer Aufhaspelvorrichtung von Coil auf Coil
ausgelegt. Es ist auch allgemein bekannt, dass über die Haspel aufgebrachte Bandzüge
den Walzprozess unterstützen und die Planheit oder Geradheit des gefertigten Metallbandes
längs, in Walzrichtung, verbessern.
[0004] Von besonderer Bedeutung ist, dass anders als beim konventionellen Bandwalzen beim
Stufenwalzen während des Walzprozesses aufgrund der Dickenänderungen des Metallbandes
immer große Änderungen der Walzkraft auftreten. Die gewünschte Banddickenänderung
wird zwar erreicht, hat aber zur Folge, dass erhebliche Änderungen der Walzen- und
Gerüstbelastung und damit verbundene elastische Verformungen auftreten. Hierdurch
kommt es zu ungewünschten Veränderungen der Walzspalt- und Bandgeometrie, wodurch
die Planheit des gewalzten Bandes negativ beeinflusst wird. So führen Änderungen der
Walzkraft während des Walzprozesses zu elastischen Verformungen aller Walzen, wie
etwa Walzenabplattung, Walzendurchbiegung und Einbettung in die Walzen. Dies hat eine
Änderung des Bandprofils zur Folge, was bei Ungleichförmigkeiten zu Planheitsfehlern
führt. Bisher wird versucht diese Auswirkungen, wie in
EP 1 074 317 B1 offenbart, durch eine Korrektur der Biegelinien der Arbeitswalzen zu reduzieren.
Ohne eine solche Korrektur würde beim beschriebenen Walzprozess ein für diese Lastwechsel
charakteristisches unplanes Metallbandprofil entstehen.
[0005] Es bilden sich Welligkeiten des Metallbandes, wie beispielweise Randwellen oder Mittelwellen,
aus, da die bezogene Höhenänderung und dementsprechend bezogene Längenänderung nicht
konstant über die Walzgutbreite sind. Hierdurch ergeben sich unterschiedliche Dicken
über die Metallbandbreite, die zu unterschiedlichen Längen innerhalb des Metallbandes
führen und damit die genannten Bandfehler verursachen.
[0006] Insbesondere die Planheit des Metallbandes ist für dessen einwandfreie Weiterverarbeitung
entscheidend, da nur bei guter oder ausreichender Planheit homogene oder gleiche Verhältnisse
über die gesamte Metallbandbreite vorliegen.
[0007] Bei einem konventionellen Bandwalzvorgang zur Herstellung von einfachen planen Metallbändern
mit über ihre Länge gleichbleibender Dicke wird neben der Banddicke auch die Planheit
über Regelkreise überwacht und bei Abweichungen eingeregelt. Nachteilig an einer solchen
Regelung ist, dass hierfür eine Ansprech- und Regelzeit erforderlich ist, bis eine
solche Regelung angesprochen hat und die Wirkung einer Abweichung durch die Wirkung
einer Korrektur ausgeregelt ist.
[0008] Besonders beim Stufenwalzen stellt sich das Problem des Ansprechens der Regelung
und die erforderliche Regelzeit bis zur Korrektur spielt eine bedeutende Rolle. Als
besonders nachteilig erweist sich, dass sich die Regelzeiten insbesondere bei kurzen
Übergängen zwischen den Stufen und bei hohen Bandgeschwindigkeiten verkürzen. Dies
führt zu geometrischen Grenzen möglicher Stufenbänder, das heißt nicht alle gewünschten
Übergänge von einer Banddicke zu einer nächsten Banddicke sind walztechnisch realisierbar.
[0009] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren kann sich ein Problem ergeben.
So führt die Änderung der Walzenanstellung beim Stufenwalzen immer zu einer starken
Veränderung der Walzkraft und eine Regelung zur Korrektur von daraus ergebenden Veränderungen
am Metallband ist aufgrund der erforderlichen Ansprech- und Regelzeit ungeeignet für
die schnellen Wechsel der Banddicke beim Stufenwalzen.
[0010] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0011] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile ergeben sich daraus, dass die von den
Arbeitswalzen aufgebrachte Walzkraft während des Walzprozesses konstant oder annähernd
konstant gehalten wird. Hierdurch werden negative Auswirkungen, wie walzkraftabhängige
Fehler, beispielsweise Planheitsfehler, auf einfache Weise vermieden. Zur Erreichung
einer konstanten Walzkraft sind die weiteren Prozessparameter dahingehend anzupassen,
dass sich die Walzkraft trotz Änderung des Walzspaltes nicht verändert, also konstant
oder annähernd konstant bleibt. Hierfür besonders geeignet ist die Steuerung eines
auf das Metallband aufgebrachten Bandzuges. Eine solche Bandzugsteuerung sollte so
gezielt erfolgen, dass die von den Arbeitswalzen auf das Metallband aufgebrachte Walzkraft
während des Walzprozesses konstant oder annähernd konstant ist. Mit der gezielten
Änderung der Bandzüge kann erreicht werden, dass sich die Walzkraft während der Veränderung
des Walzspaltes auf einem konstanten oder annähernd konstanten Niveau bewegt Beim
Stufenwalzen hat sich gezeigt, dass die mit einer Regelung verbundenen Nachteile,
wie Ansprechzeit und Regelzeit, ungeeignet sind, um kurze definierte Übergänge und
kleine Radien beliebig widerkehrend mit wechselnden Profilen zufriedenstellend herzustellen.
Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, wenn die Bandzüge auf vorgebbare Werte eingestellt
und angesteuert werden und auch die Anpassung zwischen zwei vorgegebenen Werten ebenfalls
gesteuert erfolgt. Eine solche gesteuerte Bandzuganpassung ermöglicht es, alle Walzkraftbeeinflussenden
Effekte, wie etwa Walzenabplattung, Durchbiegung, und Bandeinbettung zu kompensieren
und konstante Bedingungen für den Walzprozess zu gewährleisten. Mit einer konstanten
Walzkraft lassen sich die von der Walzkraftänderung abhängigen Fehler sehr einfach
und wirksam begrenzen, da die elastischen Verformungen der Walze bei konstanter Walzkraft
gleich bleiben.
[0012] In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die annähernd konstante
Walzkraft sich während des Walzprozesses nur insoweit ändert, als dass während des
Walzprozesses die elastische Verformung der Arbeitswalzen, wie Walzenabplattung, Walzendurchbiegung
und Bandeinbettung in die Walzen, konstant oder annähernd konstant ist. Hierdurch
lassen sich die von der Walzkraftänderung abhängigen Fehler sehr einfach und wirksam
begrenzen. Hierzu werden die Eigenschaften der Arbeitswalzen bei der Änderung der
Walzkraft derart berücksichtigt, dass während des Walzprozesses keine nennenswerte
Änderung der elastischen Verformung erfolgt.
[0013] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass ein von der Aufhaspelvorrichtung
aufgebrachter Vorwärtsbandzug oder ein von der Ablaufhaspelvorrichtung aufgebrachter
Rückwärtsbandzug während des Walzprozesses gesteuert wird. Weiterhin ist es möglich,
sowohl den Vorwärtsbandzug als auch den Rückwärtsbandzug zu steuern. Die Steuerung
der Bandzüge ist eine geeignete Möglichkeit die Walzkraft konstant oder annähernd
konstant zu halten, auch wenn sich der zwischen den Arbeitswalzen gebildete Walzspalt
ändert.
[0014] Als besonders vorteilhafte Ausführung wurde erkannt, dass durch eine gezielte Bandzugsteuerung,
also eine gezielte Änderung des Vorwärtsbandzugs oder des Rückwärtsbandzugs oder eine
gezielte Änderung beider Bandzüge, und gezielte Steuerung der Drehzahl und Anstellgeschwindigkeit
der Arbeitswalzen, vorzugsweise eine Änderung all dieser Parameter zur gleichen Zeit,
die Geometrie von Übergängen, insbesondere deren Steigung und die Radien von Übergangsstellen,
zwischen der stufenweise veränderten Banddicke des Metallbandes beeinflusst wird.
Hierdurch ist eine Ausweitung der durch Stufenwalzen erreichbaren Geometrien möglich.
Außerdem können durch die Änderung der Geometrien hervorgerufene Walzkraftänderungen
und damit verbundene Fehler der Bandgeometrie, Profil und Planheit, reduziert werden.
Dies ist von besonderer Bedeutung, da beim Stufenwalzen in den Übergangstellen leicht
Walzkraftspitzen entstehen, die sich nachteilig auf die Stabilität des Walzprozesses
auswirken. Als besonders kritisch in diesem Zusammenhang wurden Übergangsstellen identifiziert,
die sich zwischen einer negativen Steigung, die sich durch Reduzierung des Walzspalts
ausbildet, und einer nachfolgenden flacheren planen Ebene einstellen. An diesen Übergangsstellen
steigt die Walzkraft ohne weitere Maßnahmen sehr stark an, was zu den bereits beschrieben
Problemen führt.
[0015] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zur Reduzierung der Banddicke
der Walzspalt verkleinert und der Vorwärtsbandzug und der Rückwärtsbandzug zur Erhaltung
einer konstanten oder annähernd konstanten Walzkraft erhöht werden. Ohne Erhöhung
dieser Bandzüge führt insbesondere eine Verkleinerung des Walzspaltes regelmäßig zu
einer Erhöhung der Walzkraft, wodurch die bereits beschrieben Probleme für den Walzprozess
auftreten. Besonders vorteilhaft ist die gleichzeitige Steuerung der Bandzüge in Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung, also sowohl die Bandzüge der Ablaufhaspelvorrichtung als auch
der Aufhaspelvorrichtung, während einer Verkleinerung des Walzspaltes, durch Anstellung
der Arbeitswalzen. Mit einer gezielten Steuerung der Bandzüge lässt sich die Veränderung
der Walzkraft während der Anstellung der Arbeitswalzen vermeiden oder reduzieren.
[0016] Weiter vorteilhaft ist, wenn zur Erhöhung der Banddicke der Walzspalt vergrößert
und der Vorwärtsbandzug und der Rückwärtsbandzug zur Erhaltung einer konstanten oder
annähernd konstanten Walzkraft abgesenkt werden. Mit dieser Steuerung lässt sich die
Walzkraft auf einem konstanten oder annähernd konstanten Niveau halten.
[0017] Als besonders vorteilhafte Ausführung hat sich erwiesen, dass die Anstellgeschwindigkeit
der Arbeitswalzen oder die Drehzahl der Arbeitswalzen oder sowohl Drehzahl als auch
Anstellgeschwindigkeit der Arbeitswalzen nach vorberechneten Daten gesteuert werden.
Auch die Drehzahlen der Ablaufhaspelvorrichtung oder der Aufhaspelvorrichtung oder
auch die Drehzahlen beider Haspelvorrichtungen sind bevorzugt nach vorberechneten
Daten zu steuern. Mit diesen vorberechneten Geschwindigkeitsdaten können geeignete
Parameter gezielt angesteuert werden. Die Nachteile einer Regelung durch die Ansprech-
und Regelzeit können so vermieden werden. Hierdurch ist es möglich, den Stufenwalzprozess
optimal auszugestalten und Walzkraftänderungen, die sich aus einer Änderung des Walzspaltes
ergeben würden, zu vermeiden. Mit den vorberechneten Geschwindigkeitsdaten könnten
die für einen optimalen Walzprozess nötigen Parameter eingestellt und angesteuert
werden. Bei der Berechnung der Geschwindigkeitsdaten werden die Materialeigenschaften
und die gewünschte Geometrie berücksichtigt.
[0018] Das oben genannte Problem wird auch mit einer Vorrichtung gelöst, die nach dem Verfahren,
wie hier und im Folgenden beschrieben, arbeitet und dazu Mittel zur Durchführung des
Verfahrens umfasst. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst hierzu zumindest zwei
Arbeitswalzen, die einen Walzspalt bilden, eine Ablaufhaspelvorrichtung, eine Aufhaspelvorrichtung
und Stell- und Steuermittel, mittels welcher die Anstellung der Arbeitswalzen, die
Drehzahl der Arbeitswalzen und die Drehzahl der Ablaufhaspelvorrichtung und/oder der
Aufhaspelvorrichtung einstellbar und/oder steuerbar sind.
[0019] Wesentlich an der Erfindung ist zusammengefasst, dass bei gezielter Veränderung der
Banddicke der Vor- und Rückzug am Walzspalt so gesteuert wird, dass trotz unterschiedlicher
Formänderung die Walzkraft annähernd konstant bleibt. Hierdurch verändern sich planheitsbeeinflussende
Effekte, wie etwa Walzenabplattung, Durchbiegung und Bandeinbettung nicht oder nur
unwesentlich, so dass hierdurch üblicherweise hervorgerufenen Planheitsfehler ausbleiben.
[0020] Hierzu dient ein geschlossenes Prozessmodell, welches die wirkenden Kräfte und Kinematik
im Walzspalt insbesondere unter Wirkung der Bandzüge, also der äußeren Längszüge,
beschreibt. Der Walzprozess insbesondere das Stufenwalzen ist ein dreidimensionaler
Umformprozess, bei dem ein gekoppeltes Kräftesystem in Längs- und Breitenrichtung
im Walzspalt wirkt. Durch das Zusammenwirken der Kräfte werden die Arbeitswalzen sowohl
in radialer Richtung als auch in axialer Richtung verformt. Diese insbesondere in
axialer Richtung auftretenden Verformungen ergeben unterschiedliche Höhenänderungen
in Breitenrichtung, was zu Planheitsfehlern im Band führt. Durch das Prozessmodells
wird der Walzvorgang so gesteuert, dass mit Hilfe gezielter Veränderungen der Bandzüge
die wirkenden Kräfte im Walzspalt so beeinflusst werden, dass durch annähernd konstante
Walzkraft die elastischen Verformungen der Walzen annähernd konstant bleiben und somit
Planheitsfehler durch unkontrollierte Walzendeformationen nicht auftreten und ein
stabiler Walzprozess erreicht wird. Beim Stufenwalzen ist zusätzlich zu beachten,
dass durch zeitabhängige Variationen der Banddicke der Prozess mehrdimensional instationär
wird. Die Konstanthaltung der Walzkräfte mittels gesteuerter Veränderung der Bandzüge
muss diese instationären Abhängigkeiten berücksichtigen.
[0021] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen. Ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen
Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
- Figur 1a
- schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Figur 1b
- schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Stütz- und Arbeitswalzen,
- Figur 2
- Profilkontur bei Walzvorgang ohne erfindungsgemäße Anpassung,
- Figur 3
- Walzkraftverlauf bei Walzvorgang ohne erfindungsgemäße Anpassung über die Zeit,
- Figur 4
- erzeugter Bandzug der Ablaufhaspelvorrichtung ohne erfindungsgemäße Anpassung über
die Zeit,
- Figur 5
- erzeugter Bandzug der Aufhaspelvorrichtung ohne erfindungsgemäße Anpassung über die
Zeit,
- Figur 6
- Profilkontur bei Walzvorgang nach erfindungsgemäßer Anpassung,
- Figur 7
- Walzkraftverlauf bei Walzvorgang nach erfindungsgemäßer Anpassung über die Zeit,
- Figur 8
- angepasster Bandzug der Ablaufhaspelvorrichtung nach erfindungsgemäßer Anpassung über
die Zeit,
- Figur 9
- angepasster Bandzug der Aufhaspelvorrichtung nach erfindungsgemäßer Anpassung über
die Zeit.
[0022] Die Figur 1a zeigt schematisch dargestellt eine erfindungsgemäße Vorrichtung. In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Metallband 4 auf der gesamten Bandbreite
8 in Längsrichtung 7 durch einen von einer oberen Arbeitswalze 1 und einer unteren
Arbeitswalze 2 gebildeten Walzspalt 3 geführt. Hierbei wird das Metallband 4 von der
Ablaufhaspelvorrichtung 5 abgewickelt und nach dem Walzvorgang, der zwischen den Arbeitswalzen
1, 2 stattfindet, von der Aufhaspelvorrichtung 6 aufgewickelt. Dadurch bewegt sich
das Metallband 4 in Längsrichtung 7 durch den Walzspalt 3 und wird auf der gesamten
Bandbreite 8 von den Arbeitswalzen 1, 2 bearbeitet. Mit einer Veränderung des Walzspaltes
3 zwischen den Arbeitswalzen 1, 2 wird die Banddicke des Metallbandes 4 stufenweise
in Längsrichtung 7 während des Walzprozesses verändert und so eine Profilkontur 11
(Figur 2 und 6) erreicht. Die Profilkontur 11 (Figur 2 und 6) stellt sich auf der
gesamten Bandbreite 8 ein, indem vorzugsweise die Anstellgeschwindigkeit und die Drehzahl
der Arbeitswalzen 1, 2, die Drehzahl der Ablaufhaspelvorrichtung 5 und der Aufhaspelvorrichtung
6 nach vorberechneten Geschwindigkeitsdaten mittels einer Steuerung 9 gesteuert und
über Stellmittel (nicht gezeigt) eingestellt werden.
[0023] In Figur 1b ist schematisch ein eingerüstiges 4-Walzen-Reversiergerüst aus Walzenachsenrichtung
dargestellt. Die Arbeitswalzen 1, 2 werden von zwei Stützwalzen 23 abgestützt. Die
gestrichelten Pfeile stellen Kräfte, Geschwindigkeiten und Drehmomente dar und sollen
den Walzprozess veranschaulichen.
[0024] Die Zeichnungen gemäß den Figur 2 und Figur 6 zeigen beispielhaft die Profilkontur
11 eines Metallbandes 4 (Figur 1a) mit einer Länge L nach einem Walzvorgang als Diagramm,
wobei das Diagramm von 0 L bis 1,12 L reicht. "L" stellt hier einen frei wählbaren
Wert für die hergestellte Profillänge dar. Die im Diagramm aufgetragene Profilhöhe
h wird von der Mitte des Metallbandes 4 (Figur 1a) aus in Höhenrichtung gemessen,
weshalb das Metallband 4 (Figur 1a) nach dem Walzprozess eine doppelt so hohe Metallbanddicke
aufweist. In den im Folgenden betrachteten Beispielen wird ein Metallband 4 (Figur
1a) mit einer Einlaufdicke von Ho verwendet, wobei "Ho" ein beliebiger Wert für die
Einlaufdicke ist und vorzugsweise zwischen 1,2 mm und 5 mm liegt. Während dieses Walzprozesses
wird die Banddicke auf eine Profilhöhe h von 0,425 H
0, also eine Metallbanddicke von 0,85 Ho, reduziert wobei anschließend eine weitere
stufenweise Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur 1a) vorgenommen wird und das
Materialband 4 (Figur 1a) abschnittsweise auf eine Profilhöhe h von 0,2875 Ho, also
eine Metallbanddicke von 0,575 Ho, reduziert wird. Zwischen den ebenen Abschnitten,
Ebene 16, Ebene 18, Ebene 20, des Metallbandprofils 11 befinden sich Übergänge, die
eine Steigung, Bezugszeichen 17 und 19, aufweisen. Die in Figur 2 und Figur 6 dargestellte
Profilkontur 11 weist zwischen den ebenen Abschnitten, Ebene 16, Ebene 18, Ebene 20
und den Steigungen 17, 19 die Übergangsstellen 12, 13, 14 und 15 auf, die zur weiteren
Erläuterung verwendet werden. In Figur 2 ist erkennbar, dass die durch Anstellung
der Walze erreichbare Profilkontur 11 insbesondere an der Übergangsstelle 13 von der
Profilkontur 11 gemäß Figur 6 dahingehend abweicht, dass der erreichbare Radius in
der Übergangsstelle 13 deutlich kleiner ist bzw. in Figur 2 kaum noch erkennbar ist.
[0025] Aus Figur 3 ist der Walzkraftverlauf 21 über ein Zeitintervall T des in Figur 2 dargestellten
Walzvorgangs als Diagramm zu sehen. Die Walzkraft W beginnt mit Wo kN, wobei "Wo"
ein sich für die Walzkraft einstellender Wert ist, und steigt nach der Übergangsstelle
12 während der Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur 1a) an. Ihr Maximum erreicht
die Walzkraft W an der Übergangsstelle 13 mit 2,32 Wo kN. Anschließend ist die Walzkraft
W während des ebenen Abschnittes, Ebene 18, zwischen den Übergangsstellen 13 und 14
konstant bei 2,0 Wo kN, bevor sie nach der Übergangsstelle 14, in Folge der erneuten
Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur 1a) wieder abnimmt und nach der Übergangstelle
15 wieder einen Wert von Wo kN erreicht.
[0026] Über das gleiche betrachtete Zeitintervall T zeigen die Figuren 4 und 5 die Spannungsverläufe
der Bandzüge als Diagramm. In Figur 4 ist der Spannungsverlauf 22 des Rückwärtsbandzuges
σ
0 der Ablaufhaspelvorrichtung 5 (Figur 1a) zu sehen, der während des gesamten Walzprozesses
konstant bei σ
0* MPa liegt. Die Spannung 22 des Vorwärtsbandzuges σ
1 der Aufhaspelvorrichtung 6 (Figur 1a) verändert sich hingegen während des betrachteten
Zeitintervalls T. Die Spannung dieses Bandzuges steigt, wie aus Figur 5 hervorgeht,
beim Walzvorgang zwischen den Übergangsstellen 12 und 13 auf maximal 1,23 σ
1* MPa an, bevor die Spannung nach der Übergangstelle 14 wieder abfällt. σ
0* und σ
1* stellen Spannungswerte dar, die im Bereich von 15% bis 60% der Fließspannung an
der betrachteten Bandprofilposition liegen.
[0027] Die Figur 6 zeigt beispielhaft die Profilkontur 11 Metallbandes 4 (Figur 1a) nach
einem Walzvorgang. Wie bereits oben erwähnt, wird die Banddicke auf eine Profilhöhe
h von 0,425 H
0, also eine Metallbanddicke von 0,85 H
0, reduziert wobei anschließend eine weitere stufenweise Anstellung der Arbeitswalzen
1, 2 (Figur 1a) vorgenommen wird und das Materialband 4 (Figur 1a) abschnittsweise
auf eine Profilhöhe h von 0,2875 H
0, also eine Metallbanddicke von 0,575 Ho, reduziert wird. Zwischen den ebenen Abschnitten,
Ebene 16, Ebene 18, Ebene 20, des Metallbandprofils 11 befinden sich Übergänge, die
eine Steigung, Bezugszeichen 17 und 19, aufweisen. In Figur 6 ist zu sehen, dass die
durch Anstellung der Walzen 1, 2 (Figur 1a) erreichbare Profilkontur 11 insbesondere
an der Übergangsstelle 13 von der Profilkontur 11 gemäß Figur 2 dahingehend abweicht,
dass der erreichbare Radius in der Übergangsstelle 13 deutlich größer ist und dem
Radius in der Übergangsstelle 14 entspricht. Diese Profilkontur 11 ist nur durch eine
gezielte Anpassung der Bandzüge, Walzendrehzahl und Anstellgeschwindigkeit während
des Walzprozesses möglich.
[0028] Das aus Figur 7 ersichtliche Diagramm zeigt den Walzkraftverlauf 21 über das Zeitintervall
T des in Figur 6 dargestellten Walzvorgangs. Die Walzkraft W beginnt mit Wo kN und
steigt nach der Übergangsstelle 12 während der Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur
1a) minimal an. Ihr Maximum erreicht die Walzkraft W an der Übergangsstelle 13 mit
gerade mal 1,14 Wo kN. Anschließend ist die Walzkraft W während des ebenen Abschnittes,
Ebene 18, zwischen den Übergangsstellen 13 und 14 konstant, bevor sie nach der Übergangsstelle
14, in Folge der erneuten Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur 1a) wieder abnimmt
und nach der Übergangstelle 15 wieder einen Wert von Wo kN erreicht.
[0029] Über das gleiche betrachtete Zeitintervall T zeigen die Figuren 8 und 9 in Diagrammen
die Spannungsverläufe der Bandzüge. In Figur 8 ist der Spannungsverlauf 22 des Rückwärtsbandzuges
σ
0 der Ablaufhaspelvorrichtung 5 (Figur 1a) zu sehen, der während des Walzprozesses
angepasst wird. Der Bandzug wird während der Anstellung der Arbeitswalzen 1, 2 (Figur
1a) zwischen den Übergangsstellen 12 und 13 auf eine Zugspannung von 6,7 σ
0* MPa angepasst. Diese Zugspannung wird für den Walzprozess bis zur Übergangsstelle
14 beibehalten, bevor der Bandzug der Ablaufhaspelvorrichtung 5 (Figur 1a) wieder
reduziert wird. Die Spannung 22 des Vorwärtsbandzuges σ
1 der Aufhaspelvorrichtung 6 (Figur 1a) verändert sich während des betrachteten Zeitintervalls
T ebenfalls. So steigt die Spannung 22 dieses Bandzuges beim Walzvorgang zwischen
den Übergansstellen 12 und 13 auf 8 σ
1* MPa an, bevor die Spannung 22 nach der Übergangstelle 14 wieder abfällt.
[0030] Die Erfindung lässt sich wie folgt zusammenfassen: Eine Erhöhung der Walzkraft W
(Figur 1a) wird wirksam verhindert, indem der Formänderungs- und Spannungszustand
im Walzspalt 3 (Figur 1a) durch die auf das Metallband 4 (Figur 1a) aufgebrachten
Bandzüge σ
0, σ
1 verändert wird. Üblicherweise erhöht sich durch eine Reduzierung des Walzspaltes
die Vertikalspannung, woraus sich eine höhere Walzkraft W (Figur 1a) ergibt. Mit der
Anpassung der Bandzüge σ
0, σ
1 wird hingegen erreicht, dass zur Erreichung von Fließbedingungen im Walzspalt 3 (Figur
1a) eine geringere resultierende Vertikalspannung erforderlich ist.
[0031] Die Steuerung der Bandzüge σ
0, σ
1 erfolgt über die Veränderung der Haspeldrehzahlen, wobei zur gezielten Steuerung
der Bandzüge σ
0, σ
1 der Coildurchmesser berücksichtigt werden muss, damit durch die Veränderung der Haspeldrehzahlen
ein gewünschter Haspelmoment erreicht wird, der auf die Bandzüge σ
0, σ
1 wirkt. Mit der Steuerung der Bandzüge σ
0, σ
1 wird so die Fließbedingung im Walzspalt 3 (Figur 1a) gezielt erreicht und erhalten,
ohne dass die Vertikalspannungen und damit die Walzkraft W (Figur 1a) wesentlich verändert
werden.
[0032] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfältiger
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1
- Obere Arbeitswalze (Oberwalze)
- 2
- Untere Arbeitswalze (Unterwalze)
- 3
- Walzspalt
- 4
- Metallband
- 5
- Ablaufhaspelvorrichtung
- 6
- Aufhaspelvorrichtung
- 7
- Längsrichtung
- 8
- Bandbreite
- 9
- Steuerung
- 10
- Bandzugmessrolle
- 11
- Profilkontur
- 12
- Übergangsstelle12
- 13
- Übergangsstelle13
- 14
- Übergangsstelle14
- 15
- Übergangsstelle15
- 16
- Ebene16
- 17
- Steigung17
- 18
- Ebene 18
- 19
- Steigung 19
- 20
- Ebene 20
- 21
- Walzkraftverlauf
- 22
- Spannungsverlauf
- 23
- Stützwalzen
- W
- Walzkraft in kN
- W0
- Ausgangswert für Walzkraft
- h
- Profilhöhe in mm
- H0
- Einlaufdicke des Metallbandes
- I
- gewalzte Profillänge in mm
- L
- Wert für gesamte Profillänge
- t
- Zeit in s
- T
- Zeitintervall
- σ0
- Rückwärtsbandzug in MPa
- σ0*
- Ausgangswert für Rückwärtsbandzug
- σ1
- Vorwärtsbandzug in MPa
- σ1*
- Ausgangswert für Vorwärtsbandzug
1. Verfahren zum Stufenwalzen eines Metallbandes (4), wobei das Metallband (4) von einer
Ablaufhaspelvorrichtung (5) abgewickelt und von einer Aufhaspelvorrichtung (5) aufgewickelt
wird,
wobei das Metallband (4) während des Walzprozesses durch einen zwischen zwei Arbeitswalzen
(1,2) gebildeten Walzspalt (3) geführt wird und der Walzspalt (3) während des Walzprozesses
gezielt verändert wird,
wobei hierdurch eine Banddicke des Metallbandes (4) stufenweise in Längsrichtung (7)
während des Walzprozesses verändert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein auf das Metallband (4) aufgebrachter Bandzug gezielt so gesteuert wird, dass
die von den Arbeitswalzen (1, 2) auf das Metallband (4) aufgebrachte Walzkraft (W)
während des Walzprozesses konstant oder annähernd konstant ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die annähernd konstante Walzkraft (W) sich während des Walzprozesses nur insoweit
ändert, als dass während des Walzprozesses die elastische Verformung der Arbeitswalzen
(1,2) konstant oder annähernd konstant ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein von der Aufhaspelvorrichtung (6) aufgebrachter Vorwärtsbandzug (σ1) und/oder ein von der Ablaufhaspelvorrichtung (5) aufgebrachter Rückwärtsbandzug
(σ0) während des Walzprozesses gesteuert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine gezielte Bandzugsteuerung und gezielte Steuerung der Drehzahl und Anstellgeschwindigkeit
der Arbeitswalzen (1,2) die Geometrie von Übergängen, insbesondere deren Steigung
und die Radien von Übergangsstellen (12,13,14,15), zwischen der stufenweise veränderten
Banddicke des Metallbandes (4) beeinflusst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Reduzierung der Banddicke der Walzspalt (3) verkleinert und der Vorwärtsbandzug
(σ1) und der Rückwärtsbandzug (σ0) erhöht werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erhöhung der Banddicke der Walzspalt (3) vergrößert und der Vorwärtsbandzug (σ1) und der Rückwärtsbandzug (σ0) abgesenkt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anstellgeschwindigkeit der Arbeitswalzen (1,2) und/oder die Drehzahl der Arbeitswalzen
(1,2), der Ablaufhaspelvorrichtung (5) und/oder der Aufhaspelvorrichtung (6) nach
vorberechneten Geschwindigkeitsdaten gesteuert werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend zumindest zwei Arbeitswalzen (1, 2), die einen Walzspalt (3) bilden, eine
Ablaufhaspelvorrichtung (5), eine Aufhaspelvorrichtung (6) und Stell- und Steuermittel
(9), mittels welcher die Anstellung der Arbeitswalzen (1, 2), die Drehzahl der Arbeitswalzen
(1, 2) und die Drehzahl der Ablaufhaspelvorrichtung (5) und/oder der Aufhaspelvorrichtung
(6) einstellbar und/oder steuerbar sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Stufenwalzen eines Metallbandes (4), wobei das Metallband (4) von einer
Ablaufhaspelvorrichtung (5) abgewickelt und von einer Aufhaspelvorrichtung (5) aufgewickelt
wird,
wobei das Metallband (4) während des Walzprozesses durch einen zwischen zwei Arbeitswalzen
(1,2) gebildeten Walzspalt (3) geführt wird und der Walzspalt (3) während des Walzprozesses
gezielt verändert wird,
wobei hierdurch eine Banddicke des Metallbandes (4) stufenweise in Längsrichtung (7)
während des Walzprozesses verändert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein auf das Metallband (4) aufgebrachter Bandzug gezielt so gesteuert wird, dass
die von den Arbeitswalzen (1, 2) auf das Metallband (4) aufgebrachte Walzkraft (W)
während des Walzprozesses konstant ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die annähernd konstante Walzkraft (W) sich während des Walzprozesses nur insoweit
ändert, als dass während des Walzprozesses die elastische Verformung der Arbeitswalzen
(1,2) konstant oder annähernd konstant ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein von der Aufhaspelvorrichtung (6) aufgebrachter Vorwärtsbandzug (α1) und/oder ein von der Ablaufhaspelvorrichtung (5) aufgebrachter Rückwärtsbandzug
(σ0) während des Walzprozesses gesteuert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch eine gezielte Bandzugsteuerung und gezielte Steuerung der Drehzahl und Anstellgeschwindigkeit
der Arbeitswalzen (1,2) die Geometrie von Übergängen, insbesondere deren Steigung
und die Radien von Übergangsstellen (12,13, 14,15), zwischen der stufenweise veränderten
Banddicke des Metallbandes (4) beeinflusst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Reduzierung der Banddicke der Walzspalt (3) verkleinert und der Vorwärtsbandzug
(σ1) und der Rückwärtsbandzug (σ0) erhöht werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erhöhung der Banddicke der Walzspalt (3) vergrößert und der Vorwärtsbandzug (σ1) und der Rückwärtsbandzug (σ0) abgesenkt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anstellgeschwindigkeit der Arbeitswalzen (1,2) und/oder die Drehzahl der Arbeitswalzen
(1,2), der Ablaufhaspelvorrichtung (5) und/oder der Aufhaspelvorrichtung (6) nach
vorberechneten Geschwindigkeitsdaten gesteuert werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend zumindest zwei Arbeitswalzen (1, 2), die einen Walzspalt (3) bilden, eine
Ablaufhaspelvorrichtung (5), eine Aufhaspelvorrichtung (6) und Stell- und Steuermittel
(9), mittels welcher die Anstellung der Arbeitswalzen (1, 2), die Drehzahl der Arbeitswalzen
(1, 2) und die Drehzahl der Ablaufhaspelvorrichtung (5) und/oder der Aufhaspelvorrichtung
(6) einstellbar und/oder steuerbar sind.