[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Trennwandmodul einer Trennwand zum Abdecken
einer Öffnung in einem Baukörper sowie ein Verfahren für die Montage eines Trennwandmoduls
gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0002] Es ist bekannt, dass in Baukörpern große Räume abtrennbar ausgestaltet werden sollen.
Dafür werden üblicherweise Trennwände als mobile Trennwandsysteme zur Verfügung gestellt,
um mithilfe einzelner Trennwandmodule entsprechende kleinere Einheiten in einem großen
Raum abtrennen zu können. Insbesondere sind diese kleineren Einheiten nicht nur optisch,
sondern auch akustisch voneinander getrennt bzw. entkoppelt. Die bekannten Trennwandmodule
sind hierfür standardisiert zur Verfügung gestellt und werden einheitlich hergestellt.
Üblicherweise sind solche Trennwandmodule mit einem Modulrahmen ausgestattet, welcher
an beiden Seiten mit Abdeckplatten versehen ist. Selbstverständlich kann zwischen
den Abdeckplatten, also innerhalb des Modulrahmens, noch eine zusätzliche Isolierung
zur besseren akustischen Entkopplung zur Verfügung gestellt werden.
[0003] Nachteilhaft bei den bekannten Lösungen für Trennwandmodule ist es, dass diese üblicherweise
sehr aufwendig in der Herstellung sind. Darüber hinaus wird eine entsprechende Stärke
und damit ein einhergehendes Gewicht der Trennwandmodule nur schwer unterschreitbar.
Dies ruht insbesondere auf der Tatsache, dass der Modulrahmen eine hohe Stabilität
aufweisen muss, um sowohl in der statischen Einsatzsituation, als auch während der
Bewegung in die gewünschte abtrennende Position, eine ausreichende Stabilität zur
Verfügung stellen zu können.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise die Fertigung des Trennwandmoduls weiter zu
verbessern.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Trennwandmodul mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Weitere Merkmale
und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Trennwandmodul beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen
Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Trennwandmodul vorgesehen für eine Trennwand zum Abdecken
einer Öffnung in einem Baukörper. Hierfür weist das Trennwandmodul einen Modulrahmen
aus zumindest zwei Vertikalprofilen und zumindest zwei Horizontalprofilen auf. Dabei
ist an dem Modulrahmen auf beiden Seiten jeweils eine Abdeckplatte befestigt. Ein
erfindungsgemäßes Trennwandmodul zeichnet sich dadurch aus, dass die Horizontalprofile
an jedem Ende einen Kontaktabschnitt aufweisen, welcher jeweils mit einem Gegenkontaktabschnitt
eines Vertikalprofils in zumindest abschnittsweise formschlüssig befestigendem Kontakt
steht für eine Befestigung der Horizontalprofile an den Vertikalprofilen.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Trennprofil weist eine bekannte Grundstruktur auf. So ist auch
hier ein Modulrahmen vorgesehen, welcher eine Rahmenstruktur vorgibt, um eine entsprechende
Befestigung der Abdeckplatte gewährleisten zu können. Insbesondere sind Vertikalprofile
und Horizontalprofile vorgesehen, um den Modulrahmen aufzubauen. Die Begrifflichkeit
des Vertikalprofils bezieht sich dabei auf eine vertikale Anordnung des Vertikalprofils
in Einbausituation. In gleicher Weise bezieht sich die Begrifflichkeit des Horizontalprofils
auf eine Einbausituation des Horizontalprofils in horizontaler Ausrichtung. Dementsprechend
ist der Modulrahmen vorzugsweise derart aufgebaut, dass die Vertikalprofile mit den
Horizontalprofilen nach ihrer Verbindung in Einbausituation zueinander im Wesentlichen
im rechten Winkel stehen.
[0008] Um die notwendige Verbindung zwischen den Vertikalprofilen und den Horizontalprofilen
zur Verfügung stellen zu können, sind erfindungsgemäß nun Korrelationen zwischen Kontaktabschnitten
und Gegenkontaktabschnitten vorgesehen. Jedes der Horizontalprofile ist am jeweiligen
Ende mit einem Kontaktabschnitt ausgestattet. Da die Horizontalprofile genau wie die
Vertikalprofile üblicherweise mit entsprechender Längserstreckung ausgestaltet sind,
weisen sie zwei Enden mit dementsprechend in Summe auch zwei Kontaktabschnitten auf.
Gleiches gilt für die Vertikalprofile, welche ebenfalls zumindest am jeweiligen Ende
einen Gegenkontaktabschnitt aufweisen.
[0009] Im Unterschied zu der aufwendigen Befestigung von den einzelnen Profilabschnitten
zu einem Modulrahmen nach dem Stand der Technik ist erfindungsgemäß nun die Korrelation
von Kontaktabschnitten und Gegenkontaktabschnitten vorgesehen. Diese korrelieren in
einer Art und Weise, dass sie den befestigenden Kontakt für die befestigenden Horizontalprofile
an den Vertikalprofilen durch zumindest abschnittsweise formschlüssig ausbildenden
Kontakt zur Verfügung stellen. Dieser formschlüssige Kontakt kann in unterschiedlichster
Weise hergestellt werden. So kann zum Beispiel ein Ineinanderstecken des Kontaktabschnitts
und des Gegenkontaktabschnitts zumindest abschnittsweise diesen gewünschten Formschluss
für die Befestigung zur Verfügung stellen. Selbstverständlich kann auch eine zusätzliche
Aktion diesen Formschluss ausbilden oder aber verstärken. Eine mögliche Lösung hierfür
ist es, wenn zum Beispiel der Kontaktabschnitt laschenförmig ausgebildet ist und in
einen entsprechenden Laschenschlitz des Gegenkontaktabschnitts eingesteckt wird. Bereits
durch dieses Einstecken wird der zumindest abschnittsweise Formschluss für die Befestigung
zur Verfügung gestellt. Um die Befestigungssituation noch weiter zu verbessern, ist
nun zum Beispiel eine plastische Verformung des Kontaktabschnitts in Form der Lasche
möglich, um auf diese Weise einen noch weiter verbesserten Formschluss und damit eine
höhere Stabilität des Modulrahmens erreichen zu können.
[0010] Wie bereits zu diesem Zeitpunkt erkannt werden kann, ist dabei unerheblich, ob der
Kontaktabschnitt oder der Gegenkontaktabschnitt eine entsprechende Ausbildung aufweist.
Entscheidend ist dabei das Zusammenwirken der beiden Bauteile, also dem Kontaktabschnitt
und dem Gegenkontaktabschnitt, so dass auf diese Weise die zumindest abschnittsweise
formschlüssige Befestigungsfunktionalität gegeben wird. Im Rahmen dieser Anmeldung
gilt demnach jede Beschreibung einer Korrelation zwischen Kontaktelement und Gegenkontaktelement
auch in umgekehrter Weise, so dass die kinematische Umkehr die gleiche Funktionalität
selbstverständlich innerhalb des Rahmens des Schutzbereichs der vorliegenden Anmeldung
beinhaltet.
[0011] Während bei bekannten Lösungen für Trennwandmodule ein hoher Aufwand hinsichtlich
der Befestigung der einzelnen Profilabschnitte miteinander zur Verfügung gestellt
werden musste, ist erfindungsgemäß nun ein einfaches Einstecken ausreichend, um die
Befestigung zu erzielen. Auch das Ausbilden eines zusätzlichen Aktionsschrittes für
das Durchführen eines Umbiegens als Beispiel für die Verbesserung des Formschlusses
ist mit deutlich reduziertem Aufwand versehen, im Vergleich zu dem bekannten Verschrauben
oder sogar Verschweißen der Modulrahmen. Neben der Reduktion des Aufwandes und der
damit einhergehenden Herstellzeit der Modulrahmen wird erfindungsgemäß auch die Gesamtkonstruktion
hinsichtlich ihrer Komplexität reduziert. Insbesondere können standardisierte und
vor allem auch kleinere Bauteile zur Verfügung gestellt werden, um den Modulrahmen
eines erfindungsgemäßen Trennwandmoduls aufzubauen. Neben der Standardisierung und
den damit einhergehenden Kosteneinsparungen wird es auf diese Weise möglich, auch
kleinere und leichtere Trennwandmodule zur Verfügung zu stellen. Insbesondere bezieht
sich dies auf die Stärke des Trennwandmoduls, so dass auf eine Reduktion der Dicke
des Modulrahmens eine Reduktion der Dicke des Trennwandmoduls folgen kann. Nicht zuletzt
führt die Reduktion der geometrischen Abmessungen und des Gewichts auch dazu, dass
in einer vergrößerten Lademenge die neuen und erfindungsgemäßen Trennwandmodule transportierbar
werden.
[0012] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul die Kontaktabschnitte
aller Horizontalprofile zueinander identisch und/oder die Gegenkontaktabschnitte aller
Vertikalprofile identisch zueinander ausgebildet sind. Das bedeutet, dass eine noch
weiter vereinfachte Konstruktionsweise aller Profile des Modulrahmens zur Verfügung
gestellt ist. Insbesondere sind die Vertikalprofile und/oder die Horizontalprofile
auf diese Weise in beiden Ausrichtungen in identischer Weise einsetzbar. Dies führt
auch dazu, dass alle Kontaktabschnitte mit allen Gegenkontaktabschnitten in den erfindungsgemäßen
zumindest abschnittsweise formschlüssig befestigten Kontakt bringbar sind. So wird
die Einsetzbarkeit der Korrelation zwischen unterschiedlichen Horizontalprofilen und
unterschiedlichen Vertikalprofilen noch weiter verstärkt. Insbesondere sind nicht
nur die Gegenkontaktabschnitte sowie die Kontaktabschnitte, sondern auch alle Horizontalprofile
bzw. alle Vertikalprofile identisch oder im Wesentlichen identisch ausgebildet. Unterschiede
können jedoch insbesondere hinsichtlich der Längserstreckung und damit der geometrischen
Abmessungen der Horizontalprofile bzw. der Vertikalprofile bestehen.
[0013] Ebenfalls von Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul
die Kontaktabschnitte als Kontaktlaschen ausgebildet sind, welche sich durch die Gegenkontaktabschnitte
in Form von Laschenschlitzen hindurch erstrecken, um einen abschnittsweisen Formschluss
für die Befestigung auszubilden. Dies ist eine besonders einfache und kostengünstige
Ausführungsform für Kontaktabschnitte und Gegenkontaktabschnitte. Eine Lasche ist
im Sinne dieser Ausführungsform insbesondere eine flache, längliche Erstreckung mit
einer ebenen Oberseite sowie einer ebenen Unterseite. Ein entsprechender Laschenschlitz
bildet eine komplementäre Kontur für diese Lasche, so dass das Einstecken der Lasche
in den Laschenschlitz mit möglichst wenig Spiel um die Lasche herum möglich wird.
Insbesondere handelt es sich hier um eine Spielpassung, welche den gewünschten Formschluss
als Steckverbindung zur Verfügung stellt. Wie später noch erläutert wird, kann dieser
abschnittsweise Formschluss durch das Einstecken anschließend durch eine Aktion, zum
Beispiel eine plastische Verformung, noch weiter hinsichtlich der Stabilität verbessert
werden. Die Ausbildung der Kontaktabschnitte bzw. der Gegenkontaktabschnitte ist bei
dieser Ausführungsform in der Fertigung zum Beispiel durch Blechschneiden oder Stanzen
möglich.
[0014] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul zumindest
einer der Kontaktabschnitte einen Biegebereich aufweist, welcher durch plastische
Verformung den befestigenden Formschluss ausbildet. Darunter ist zu verstehen, dass
zwischen dem Endabschnitt des Kontaktabschnitts und dem Grundkörper des Horizontalprofils,
insbesondere mit reduziertem Querschnitt, der Biegebereich angeordnet ist. Wird nun,
zum Beispiel nach dem Einstecken gemäß dem voranstehenden Absatz, in einen Laschenschlitz
eine Kraft aufgewendet, so kann innerhalb des Biegebereichs eine plastische Verformung
vonstattengehen. Insbesondere ist die Aktion des Umbiegens auf Basis einer Rotationsbewegung
gegeben, so dass ein Teil des Kontaktabschnittes nach oben gebogen wird, während gleichzeitig
ein anderer Teil des Kontaktabschnitts nach unten gebogen wird. Dies erfolgt insbesondere
um einen Winkel zwischen 30° und 90°, so dass auf diese Weise der Formschluss noch
weiter verstärkt wird, und insbesondere eine Sicherung des Kontaktabschnitts gegen
ein Herausziehen aus Gegenkontaktabschnitt gegeben wird. Dies führt zwar zu einem
zusätzlichen, jedoch einfachen und vor allem werkzeuglos durchführbaren Arbeitsschritt
in der Montage des Modulrahmens, und weiter zu einer verbesserten Sicherheit und zu
einer erhöhten Stabilität des gesamten Trennwandmoduls.
[0015] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul jedes
Vertikalprofil wenigstens zwei Vertikal-Teleskopabschnitte aufweist, welche einander
in Längserstreckungsrichtung des Vertikalprofils überlappen, wobei die Länge des Überlappens
variabel ausgebildet ist. Zum Beispiel können dann im Vertikalprofil U-Profile ineinandergeschoben
werden, um auf diese Weise die Vertikal-Teleskopabschnitte auszubilden. Je nach aktueller
Situation, insbesondere in Abhängigkeit der Raumhöhe im Baukörper, kann auf diese
Weise eine Anpassung der Längserstreckung der Vertikalprofile durchgeführt werden.
In gleicher Weise kann auch eine Ablängung der Abdeckplatten erfolgen, um die gewünschte
Anpassung sogar an Ort und Stelle auf der Baustelle für das Trennwandmodul durchführen
zu können. Selbstverständlich können zusätzliche Befestigungsmittel vorgesehen sein,
um die einzelnen Vertikal-Teleskopabschnitte miteinander in der gewünschten Längserstreckungsrelativposition
zu verbinden. Nicht zuletzt ist es denkbar, dass über die Korrelation unterschiedlicher
Gegenkontaktabschnitte der Vertikalprofile die Fixierung der Vertikal-Teleskopabschnitte
relativ zueinander automatisch durch das Einstecken der Kontaktabschnitte erfolgt.
Mit anderen Worten überlappen entsprechende Gegenkontaktabschnitte der einzelnen Vertikal-Teleskopabschnitte
in unterschiedlichen Korrelationen zueinander, so dass hier eine Funktionsunion erzielbar
wird.
[0016] Weiter von Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul zwischen
einem oberen Horizontalprofil, welches einen oberen Abschluss des Modulrahmens bildet,
und einem unteren Horizontalprofil, welches den unteren Abschluss des Modulrahmens
bildet, ein drittes Horizontalprofil angeordnet und an den Vertikalprofilen zur Stabilisierung
des Modulrahmens befestigt ist. Während grundsätzlich der Modulrahmen ein einfaches
Rechteck sein kann, wird durch das Vorsehen eines dritten und mittig angeordneten
Horizontalprofils die Stabilität weiter erhöht. Dabei kann das mittlere Horizontalprofil
eine parallele oder im Wesentlichen parallele Ausrichtung aufweisen, und insbesondere
hinsichtlich seiner geometrischen Erstreckung identisch oder im Wesentlichen identisch
mit den beiden anderen Horizontalprofilen ausgestaltet sein. Jedoch ist es auch denkbar,
dass eine angestellte und damit schräge Ausrichtung des mittleren Horizontalprofils
eine noch stärkere Stabilisierungswirkung für den Modulrahmen zur Verfügung stellt.
Zusätzlich kann in dem mittleren Horizontalprofil auch eine Montageschnittstelle vorgesehen
werden, um zum Beispiel mechanische Einheiten in Form eines Verstellmechanismus daran
befestigen oder lagern zu können. Ein solcher Verstellmechanismus kann Vorteile mit
sich bringen, wenn zum Beispiel Dichtlippen in einer eingefahrenen Position und einer
ausgefahrenen Position variierbar gelagert sein sollen.
[0017] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul in dem
oberen Horizontalprofil zumindest drei Lagerschnittstellen für die Befestigung von
Aufhängevorrichtungen für die bewegbare Aufhängung des Trennwandmoduls an einer Decke
des Baukörpers ausgebildet sind. Üblicherweise werden ein oder zwei dieser Lagerschnittstellen
tatsächlich eingesetzt. So kann insbesondere bei schweren Ausführungsformen eines
Trennwandmoduls die Notwendigkeit gegeben sein, dass an zwei Lagerschnittstellen jeweils
eine Aufhängevorrichtung befestigt ist. So kann eine einfache und vor allem mit wenig
Reibung versehene Verschiebefunktionalität für das Trennwandmodul in zugehörigen Laufschienen
zur Verfügung gestellt werden. Alternativ ist in der gleichen technischen Ausführungsform
des Modulrahmens jedoch auch die Aufhängung mit einer einzigen Aufhängevorrichtung
denkbar. Diese ist insbesondere als mittige Aufhängung ausgebildet, so dass durch
die entsprechende mittige Anordnung der dritten Lagerschnittstelle ein Querstellen
des Trennwandmoduls bei der Aufhängung möglich wird. Dies ist insbesondere für eine
besonders einfache und kostengünstige Ausbildung des Schienensystems hinsichtlich
der Lagerposition des Trennwandmoduls im Schienensystem von Vorteil. Diese einzelnen
Lagerschnittstellen können als Löcher, vorzugsweise auch als Langlöcher ausgebildet
sein, um eine entsprechende Feinjustierung der Relativpositionierung der einzelnen
Aufhängevorrichtungen zusätzlich zur Verfügung stellen zu können.
[0018] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul zumindest
das obere Horizontalprofil eine Profilnase aufweist, in welche die Abdeckplatte mittels
Hakenvorrichtungen eingehängt ist. Diese Profilnase kann zum Beispiel ein Rastvorsprung
oder ein Ausschnitt aus einem entsprechenden U-Profil sein. Die Hakenvorrichtung der
Abdeckplatte kann zum Beispiel ein umgedrehtes U-Profil sein, um in entsprechender
Weise einfach, kostengünstig und schnell in die zugehörige Profilnase eingehängt zu
werden. Neben der Reduktion des Montageaufwands kann auf diese Weise eine selbststabilisierende
Anordnung durch das Eigengewicht der Abdeckplatte erreicht werden. Die Abdeckplatte
kann zusätzlich noch Kunststoffleisten aufweisen, welche nach dem Einhängen in die
Profilnase eine entsprechende Kontaktierung zum Modulrahmen zur Verfügung stellen
und insbesondere in akustisch entkoppelnder Weise ausgebildet sind.
[0019] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul die
Vertikalprofile ein Rastelement aufweisen für ein Einrasten von Rastnasen von vertikalen
Dichtleisten für die Befestigung dieser vertikalen Dichtleisten an den Vertikalprofilen.
Insbesondere sind diese Rastelemente auf der gesamten Längserstreckung der Vertikalprofile
ausgestaltet. Gleiches gilt vorzugsweise auch für die gesamte Längserstreckung der
Dichtleisten hinsichtlich der Ausbildung der Rastnasen. Somit kann durch ein einfaches
Einrasten bzw. Aufklicken die jeweilige Dichtleiste befestigt werden. Diese Dichtleisten
können insbesondere mit Magnetbändern versehen werden, um gemäß Nut und Feder mit
dem benachbarten Trennwandmodul eine noch bessere Verbindung eingehen zu können. Insbesondere
ist das Ziel dieser Dichtleisten, die akustische Entkopplung der zwei voneinander
abgetrennten Raumbereiche in einem Baukörper.
[0020] Weiter vorteilhaft kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Trennwandmodul
an einem oberen Horizontalprofil und einem unteren Horizontalprofil jeweils eine horizontale
Dichtlippe angeordnet ist, insbesondere in ausfahrbarer Weise, für eine Abdichtung
des Trennwandmoduls gegen die Decke und/oder den Boden des Baukörpers. Das bedeutet,
dass nach Erreichen des Trennwandmoduls in seiner finalen abdeckenden Position, zum
Beispiel mithilfe einer Verstellmechanik, diese Dichtlippen ausgefahren werden können.
Dabei handelt es sich um eine vertikale Ausfahrbewegung. Mit anderen Worten werden
die Dichtlippen nun nach oben gegen die Decke und nach unten gegen den Boden des Baukörpers
gepresst, um neben einer stabilisierenden Wirkung des Trennwandmoduls die akustische
Entkopplung der beiden voneinander getrennten Raumabschnitte noch weiter zu verbessern.
[0021] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren für die Montage
eines erfindungsgemäßen Trennwandmoduls, aufweisend die folgenden Schritte:
- Kontaktieren von Kontaktabschnitten der Horizontalprofile mit den Gegenkontaktabschnitten
eines Vertikalprofils,
- Ausbilden eines wenigstens abschnittsweisen Formschlusses für einen befestigenden
Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten und den Gegenkontaktabschnitten,
- Kontaktieren der noch freien Kontaktabschnitte mit den Gegenkontaktabschnitten eines
weiteren Vertikalprofils,
- Ausbilden eines wenigstens abschnittsweisen Formschlusses über einen befestigenden
Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten und den Gegenkontaktabschnitten.
[0022] Durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Trennwandmoduls bringt das erfindungsgemäße
Verfahren die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes
Trennwandmodul erläutert worden sind. Selbstverständlich können zusätzlich auch noch
die Schritte des Einhängens der Abdeckplatten vorgesehen werden. Die Reihenfolge,
zu welcher der befestigende Kontakt hergestellt wird, sind dabei im Wesentlichen frei.
So kann bereits auf der ersten Seite das Vertikalprofil fertig verbunden werden, und
anschließend die Verbindung auf der zweiten Seite mit dem zweiten Vertikalprofil zur
Verfügung gestellt werden. Auch können erst alle Einsteckschritte zwischen Kontaktabschnitten
und Gegenkontaktabschnitten abgeschlossen werden, um abschließend die finale Aktion,
zum Beispiel eines Umbiegens der einzelnen Kontaktabschnitte um Biegebereiche, zu
Ende führen zu können.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Fig.1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trennwandmoduls,
- Fig. 2
- die Ausführungsform eines Horizontalprofils gemäß Fig. 1, und
- Fig. 3
- die Ausführungsform eines Vertikalprofils gemäß Fig. 1.
[0024] In den Figuren sind Ausführungsformen dargestellt, welche ein Trennwandmodul 10 mit
zwei Vertikalprofilen 30 gemäß Fig. 3 und drei Horizontalprofilen 40 gemäß Fig. 2
darstellen. Nachfolgend wird für ein besseres Verständnis die Montage nach den einzelnen
Montageschritten mit Bezug auf alle drei Figuren erläutert.
[0025] In einem ersten Schritt wird ein Vertikalprofil 30 zur Verfügung gestellt, so dass
nun insgesamt drei Horizontalprofile 40 gemäß Fig. 2 mit laschenförmigen Kontaktabschnitten
42 in zugehörige Laschenschlitze als Gegenkontaktabschnitte 32 eingesteckt werden
können. Bereits hier bildet sich durch das Einstecken ein entsprechender formschlüssiger
und damit befestigender Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten 42 und den Gegenkontaktabschnitten
32 aus. Anschließend wird am gegenüberliegenden Ende der Horizontalprofile 40 ein
zweites Vertikalprofil 30 in gleicher Weise angeordnet, so dass abschließend, insbesondere
durch ein zusätzliches Umbiegen der einzelnen Kontaktabschnitte 42 um einen Biegebereich
44 eine weitere Verstärkung der formschlüssigen Befestigungssituation erzielbar wird.
[0026] Sobald dieser Modulrahmen 20 auf diese Weise im Wesentlichen fertiggestellt worden
ist, können weitere Verstellmechaniken oder einzelne Bauteile angebracht werden. Insbesondere
wird an der Oberseite und der Unterseite des Modulrahmens 20 nun eine Dichtlippe 80
befestigt, welche bei diesen Ausführungsformen mithilfe einer Scherenmechanik ein-
und ausfahrbar ausgestaltet ist.
[0027] Nachfolgend werden Dichtleisten 70 an den beiden Vertikalprofilen 30 über zugehörige
Rastnasen 72 in entsprechenden Rastelementen 36 der Vertikalprofile 30 verrastet.
Dabei handelt es sich um Nut-und-Feder-Systeme, um auch in vertikaler Ausrichtung
des Trennwandmoduls 10 eine möglichst gute akustische Abdichtung zur Verfügung stellen
zu können.
[0028] Anschließend wird an der Oberseite des Modulrahmens 20 entschieden, welche der Lagerschnittstellen
46 eingesetzt werden soll. Insbesondere wird unterschieden zwischen den beiden äußeren
Lagerschnittstellen 46 für eine doppelte Aufhängung und der mittleren Lagerschnittstelle
46 für eine einzelne mittlere Aufhängung.
[0029] Final können die Abdeckplatten 50 beidseitig eingehängt werden, wobei insbesondere
eine entsprechende Hakenvorrichtung 52 in zugehörige Profilnasen 48 gemäß Fig. 2 eingehängt
werden. Dieses Einhängen ist einfach, schnell und kostengünstig und die Stabilisierung
erfolgt insbesondere durch das Eigengewicht der Abdeckplatte 50.
[0030] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10
- Trennwandmodul
- 20
- Modulrahmen
- 30
- Vertikalprofil
- 32
- Gegenkontaktabschnitt
- 36
- Rastelement
- 40
- Horizontalprofil
- 42
- Kontaktabschnitt
- 44
- Biegebereich
- 46
- Lagerschnittstelle
- 48
- Profilnase
- 50
- Abdeckplatte
- 52
- Hackenvorrichtung
- 60
- Aufhängevorrichtungen
- 70
- Dichtleiste
- 72
- Rastnase
- 80
- horizontale Dichtlippe
1. Trennwandmodul (10) einer Trennwand zum Abdecken einer Öffnung in einem Baukörper,
aufweisend einen Modulrahmen (20) aus zumindest zwei Vertikalprofilen (30) und zumindest
zwei Horizontalprofilen (40), wobei an dem Modulrahmen (20) auf beiden Seiten jeweils
eine Abdeckplatte (50) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Horizontalprofile (40) an jedem Ende einen Kontaktabschnitt (42) aufweisen, welcher
jeweils mit einem Gegenkontaktabschnitt (32) eines Vertikalprofils (30) in zumindest
abschnittsweise formschlüssig befestigendem Kontakt steht für eine Befestigung der
Horizontalprofile (40) an den Vertikalprofilen (30).
2. Trennwandmodul (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktabschnitte (42) aller Horizontalprofile (40) zueinander identisch und/oder
die Gegenkontaktabschnitte (32) aller Vertikalprofile (30) identisch zueinander ausgebildet
sind.
3. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktabschnitte (42) als Kontaktlaschen ausgebildet sind, welche sich durch
die Gegenkontaktabschnitte (32) in Form von Laschenschlitzen hindurch erstrecken,
um einen abschnittsweisen Formschluss für die Befestigung auszubilden.
4. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Kontaktabschnitte (42) einen Biegebereich (44) aufweist, welcher
durch plastische Verformung den befestigenden Formschluss ausbildet.
5. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Vertikalprofil (30) wenigstes zwei Vertikal-Teleskopabschnitte aufweist, welche
einander in Längserstreckungsrichtung des Vertikalprofils (30) überlappen, wobei die
Länge des Überlappens variabel ausgebildet ist.
6. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem oberen Horizontalprofil (40), welches einen oberen Abschluss des Modulrahmens
(20) bildet, und einem unteren Horizontalprofil (40), welches den unteren Abschluss
des Modulrahmens (20) bildet, ein drittes Horizontalprofil (40) angeordnet und an
den Vertikalprofilen (30) zur Stabilisierung des Modulrahmens (20) befestigt ist.
7. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem oberen Horizontalprofil (40) zumindest drei Lagerschnittstellen (46) für die
Befestigung von Aufhängevorrichtungen (60) für die bewegbare Aufhängung des Trennwandmoduls
(10) an einer Decke des Baukörpers ausgebildet sind.
8. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das obere Horizontalprofil (40) eine Profilnase (48) aufweist, in welche
die Abdeckplatte (50) mittels Hakenvorrichtungen (52) eingehängt ist.
9. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalprofile (30) ein Rastelement (36) aufweisen für ein Einrasten von Rastnasen
(72) von vertikalen Dichtleisten (70) für die Befestigung dieser vertikalen Dichtleisten
(70) an den Vertikalprofilen (30).
10. Trennwandmodul (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem oberen Horizontalprofil (40) und einem unteren Horizontalprofil (40) jeweils
eine horizontale Dichtlippe (80) angeordnet ist, insbesondere in ausfahrbarer Weise,
für eine Abdichtung des Trennwandmoduls (10) gegen die Decke und/oder den Boden des
Baukörpers.
11. Verfahren für die Montage eines Trennwandmoduls (10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche
1 bis 10, aufweisend die folgenden Schritte:
- Kontaktieren von Kontaktabschnitten (42) der Horizontalprofile (40) mit den Gegenkontaktabschnitten
(32) eines Vertikalprofils (30),
- Ausbilden eines wenigstens abschnittsweisen Formschlusses für einen befestigenden
Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten (42) und den Gegenkontaktabschnitten (32),
- Kontaktieren der noch freien Kontaktabschnitte (42) mit den Gegenkontaktabschnitten
(32) eines weiteren Vertikalprofils (30),
- Ausbilden eines wenigstens abschnittsweisen Formschlusses für einen befestigenden
Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten (42) und den Gegenkontaktabschnitten (32).