[0001] Die Erfindung betrifft eine Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Sonnen- und Regenschutzeinrichtung ist aus der
EP 2 336 450 A2 bekannt. Diese weist eine aus Längs- und Querprofilen sowie aus Stützen gebildete
Tragkonstruktion und eine an der Tragkonstruktion schwenkbar angeordnete Führung mit
zwei zueinander parallelen Führungsschienen zur Führung eines ein- und ausrollbaren
Tuchs auf Die zum Absenken und Anheben schwenkbare Führung ist an dem einen Ende um
eine feste Achse schwenkbar an der Tragkonstruktion angelenkt. Das andere Ende der
Führung kann über einen Kabel- oder Seilzug abgesenkt bzw. angehoben werden. Durch
eine derartige Absenkung der Führung für das Sonnenschutzelement kann verhindert werden,
dass sich Wasser auf dem ausgefahrenen Tuch sammelt. Allerdings ist eine derartige
Konstruktion aufgrund der flexiblen Kabel- oder Seilzüge empfindlich gegen Wind und
andere Belastungen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sonnen- und Regenschutzeinrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die eine einfache und stabile Neigungsverstellung ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Sonnen- und Regenschutzeinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Sonnen- und Regenschutzeinrichtung sind die Führungsschienen
der das Sonnen- und Regenschutzelement halternden Führung mit ihren ersten Enden durch
den Antrieb rechtwinklig zu den Längsprofilen der Tragkonstruktion bewegbar und mit
ihren zweiten Enden an den Längsprofilen der Tragkonstruktion verschiebbar angeordnet.
Durch die verschiebbare Anordnung der Führungsschienen an den Längsprofilen der Tragkonstruktion
wird eine Relativverschiebung der Führung gegenüber der Tragkonstruktion bei der Neigungsverstellung
und dadurch ein stabilerer Absenkmechanismus ohne flexible Kabel- oder Seilzüge ermöglicht.
[0006] In einer besonders stabilen und vor Beschädigungen oder Verschmutzung gut geschützten
Ausführung kann der Antrieb zur Neigungsverstellung der Führung in Stützen der Tragkonstruktion
vertikal verschiebbare und mit den ersten Enden der Führungsschienen verbundene Führungsschlitten
enthalten.
[0007] Die Führungsschlitten können in einer weiteren zweckmäßigen Ausführung durch einen
in die Stützen integrierten Gewindetrieb mit jeweils einer vertikalen Gewindespindel
und einer mit der Gewindespindel zusammenwirkenden Spindelmutter verschiebbar sein.
Die Führungsschlitten können aber auch durch geeignete Linearantriebe verschiebbar
sein. Diese könnten dann z.B. auch in die Stützen integriert sein.
[0008] Die Gewindespindeln zur Verstellung der Führungsschlitten können zweckmäßigerweise
durch einen gemeinsamen Antriebsmotor über Übertragungswellen und Getriebe drehbar
sein. In vorteilhafter Weise sind die Übertragungswellen und der Antriebsmotor in
einem Querprofil der Tragkonstruktion untergebracht.
[0009] In weiterer vorteilhafter Weise kann das zweite Ende der Führungsschiene über einen
schwenkbaren Hebel an dem Längsträger der Tragkonstruktion angelenkt sein. Der Hebel
ist mit seinem einen Ende über eine erste Drehachse schwenkbar an dem Längsträger
angelenkt und am anderen Ende des Hebels ist das zweite Ende der Führungsschiene um
eine zweite Drehachse schwenkbar angelenkt. Das zweite Ende der Führungsschiene könnte
aber auch um eine Achse drehbar sein, die in einem Langloch des Längsträgers verschiebbar
ist.
[0010] Das Sonnen- und Regenschutzschutzelement ist vorzugsweise in Form eines falt- oder
aufrollbaren Tuchs ausgebildet, das über einen geeigneten Antriebsmechanismus automatisch
ein- und ausgefahren werden kann. Das Sonnen- und Regenschutzschutzelement kann aber
auch als feste Abdeckung ausgebildet sein.
[0011] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Sonnen- und Regenschutzeinrichtung mit einer Tragkonstruktion
und einer schwenkbaren Halterung für ein Sonnen- und Regenschutzelement in einer schematischen
Perspektive;
- Figur 2
- einen Antrieb zum Absenken und Anheben der Halterung für das Sonnenund Regenschutzelement;
- Figur 3
- eine Detailansicht des Antriebs von Figur 2;
- Figur 4
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen einer Stütze der Tragkonstruktion und einem
Längsträger der schwenkbaren Halterung für das Sonnen- und Regenschutzelement;
- Figur 5
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen einem Längsprofil der Tragkonstruktion
und einem Längsträger des schwenkbaren Halterung in einer angehobenen Stellung und
- Figur 6
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen einem Längsprofil der Tragkonstruktion
und einem Längsträger des schwenkbaren Halterung in einer abgesenkten Stellung;
[0012] Die in Figur 1 in einer Perspektive schematisch dargestellte und in Form einer Pergola
ausgeführte Sonnen- und Regenschutzeinrichtung enthält eine Tragkonstruktion 1 und
eine an der Tragkonstruktion 1 schwenkbar angeordnete Führung 2 für ein Sonnen- und
Regenschutzelement 3. Das Sonnen- und Regenschutzelement 3 kann z.B. in Form eines
faltoder aufrollbaren Tuchs, als feste Abdeckung oder dgl. ausgeführt sein. Die Tragkonstruktion
1 ist bei der gezeigten Ausführung in Form eines Gestells mit Längsprofilen 4, Querprofilen
5 und vier vertikalen Stützen 6 ausgebildet. Die Längsprofile 4 können aber auch mit
dem einen Ende an einer Wand befestigt und mit dem anderen Ende auf Stützen 6 abgestützt
sein.
[0013] Die Führung 2 für das Sonnen- und Regenschutzelement 3 ist bei der gezeigten Ausführung
als Rahmen mit Längsschienen 7 und dazu rechtwinklig verlaufenden Verbindungsprofilen
8 ausgeführt. Die Längsschienen 7 dienen als Führungsschienen für mehrere quer dazu
verlaufende Querstreben 9, über die das Sonnen- und Regenschutzelement 3 ein- und
ausfahrbar geführt ist. Die Querstreben 9 sind an den beiden Längsschienen 7 verschiebbar
geführt und mit dem hier als faltbares Tuch ausgebildeten Sonnen- und Regenschutzelement
3 verbunden. Zum Ein- und Ausfahren des Sonnen- und Regenschutzelements 3 kann im
Bereich einer hinteren Querstrebe 8 der Führung 2 eine an sich bekannte und in der
Zeichnung nicht dargestellte Antriebseinrichtung angeordnet sein, über den die Querstreben
9 relativ zu den Längsschienen 7 verschiebbar sind. Hierzu können in den beiden Längsschienen
7 durch den Antrieb bewegbare und mit den Querstreben 9 gekoppelte Zahnriemen untergebracht
sein. Die vordere Querstrebe 9 kann als Regenrinnenprofil zur seitlichen Ableitung
von Regenwasser ausgeführt sein.
[0014] Über einen in Figur 2 dargestellten Antrieb 10 kann die Führung 2 für das Sonnen-
und Regenschutzelement 3 zwischen einer in Figur 1 gezeigten, nach unten geneigten
Absenkstellung und einer angehobenen horizontalen Stellung verschwenkt werden. Der
Antrieb 10 weist zwei in den beiden vorderen Stützen 6 angeordnete Gewindetriebe mit
jeweils einer vertikalen Gewindespindel 11 und einem über eine Spindelmutter 12 mit
der Gewindespindel 11 verbundenen Führungsschlitten 13 auf. Die Führungsschlitten
13 sind in den Stützen 6 vertikal verschiebbar geführt und können durch Drehung der
Gewindespindel 11 über die Spindelmutter 12 abgesenkt und wieder angehoben werden.
Die beiden Gewindespindeln 11 sind außerdem über jeweils ein hier als Kegelradgetriebe
ausgebildetes Getriebe 14 und in dem vorderen Querprofil 5 angeordnete Übertragungswellen
15 mit einem ebenfalls im vorderen Querprofil 5 untergebrachten Antriebsmotor 16 mit
beidseitigem Abgang verbunden. Durch den Antriebmotor 16 können die Übertragungswellen
15 und über die beiden Getriebe 14 die Gewindespindeln 11 zum Anheben und Absenken
der Führungsschlitten 13 gedreht werden.
[0015] Die beiden in Figur 3 gesondert dargestellten Getriebe 14 enthalten eine Halterung
17, an der die Gewindespindel 11 mit ihrem oberen Teil über eine Lagerung 18 drehbar
gelagert ist. An dem gegenüber der Lagerung 18 nach oben vorstehenden freien Ende
der Gewindespindel 11 ist ein erstes Kegelrad 19 befestigt. Das erste Kegelrad 19
steht in Eingriff mit einem zweiten Kegelrad 20, welches um eine zur Drehachse der
Gewindespindel 11 senkrechte Achse drehbar an der Halterung 11 gelagert und mit einer
Übertragungswelle 15 koppelbar ist. Die Halterung 17 kann über Schrauben 21 an den
Stützen 6 befestigt werden.
[0016] Aus Figur 1 ist ersichtlich, dass die Führung 2 für das Sonnen- und Regenschutzelement
3 im Bereich der vorderen Stützen 6 abgesenkt werden kann. Dies wird dadurch ermöglicht,
dass die Führungsschienen 7 der Führung 2 mit ihren in Figur 4 im Detail dargestellten
ersten Enden 22 durch den vorstehend beschriebenen Antrieb 10 rechtwinklig zu den
Längsprofilen 4 der Tragkonstruktion 1 bewegbar und mit ihren in den Figuren 5 und
6 im Detail gezeigten zweiten Enden 23 an den Längsprofilen 4 der Tragkonstruktion
1 verschiebbar angeordnet sind.
[0017] Das in Figur 4 gezeigte erste Ende 22 der Führungsschiene 7 ist in Form einer an
einem Endstück 24 angeordneten Gabel ausgeführt. Das gabelförmige Ende 22 der Führungsschiene
7 ist über Schrauben 25 mit dem innerhalb der vertikalen Stütze 6 verschiebbaren Führungsschlitten
13 verbunden. Für den Durchgang der Schrauben 25 zur Verbindung des gabelförmigen
ersten Endes 22 der Führungsschiene 7 mit dem Führungsschlitten 13 sind in den beiden
Seitenflächen der vorderen Stützen 6 vertikale Längsschlitze 26 vorgesehen.
[0018] In den Figuren 5 und 6 sind die an den Längsträgern 4 der Tragkonstruktion 1 verschiebbar
geführten zweiten Enden 23 der Führungsschienen 7 in einer angehobenen und abgesenkten
Stellung gezeigt. Wie aus diesen Figuren hervorgeht, sind die zweiten Enden 23 der
Führungsschienen 7 über einen schwenkbaren Hebel 27 an den Längsträgern 4 angelenkt.
Der L-förmig abgewinkelte Hebel 27 ist mit seinem einen Ende über eine erste Drehachse
28 schwenkbar an dem Längsträger 4 angelenkt. An dem anderen Ende des Hebels 27 ist
das zweite Ende 23 der Führungsschiene 7 um eine zweite Drehachse 29 schwenkbar angelenkt.
Durch eine derartige Anlenkung können die Führungsschienen 7 nicht nur geschwenkt,
sondern auch relativ zu den Längsträgern 4 verschoben werden.
1. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung mit einer Tragkonstruktion (1), einer an Längsprofilen
(4) der Tragkonstruktion (1) schwenkbar angeordneten und mittels eines Antriebs (10)
verstellbaren Führung (2) mit zueinander parallelen Führungsschienen (7) und einem
an den Führungsschienen (7) angeordneten Sonnen- und Regenschutzschutzelement (3),
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (7) der Führung (2) mit ihren ersten Enden (22) durch den Antrieb
(10) rechtwinklig zu den Längsprofilen (4) der Tragkonstruktion (1) bewegbar und mit
ihren zweiten Enden (23) an den Längsprofilen (4) der Tragkonstruktion (1) verschiebbar
angeordnet sind.
2. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (10) in Stützen (6) der Tragkonstruktion (1) vertikal verschiebbare und
mit den ersten Enden (22) der Führungsschienen (7) verbundene Führungsschlitten (13)
enthält.
3. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschlitten (13) durch einen in die Stützen (6) integrierten Gewindetrieb
mit jeweils einer vertikalen Gewindespindel (11) und einer mit der Gewindespindel
(11) zusammenwirkenden Spindelmutter (12) verschiebbar sind.
4. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindeln (11) zur Verstellung der Führungsschlitten (13) durch einen gemeinsamen
Antriebsmotor (16) über Übertragungswellen (15) und Getriebe (14) drehbar sind.
5. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungswellen (15) und der Antriebsmotor (16) in einem Querprofil (5) der
Tragkonstruktion (1) untergebracht sind.
6. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebe (14) eine Halterung (17) aufweisen, an der die Gewindespindel (11) über
eine Lagerung (18) drehbar gelagert ist.
7. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem gegenüber der Lagerung (18) nach oben vorstehenden Ende der Gewindespindel
(11) ein erstes Kegelrad (19) befestigt ist, welches in Eingriff mit einem zweiten
Kegelrad (20) steht.
8. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (23) der Führungsschiene (7) über einen schwenkbaren Hebel (27) an
dem Längsträger (4) der Tragkonstruktion angelenkt ist.
9. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (27) mit seinem einen Ende über eine erste Drehachse (28) schwenkbar an
dem Längsträger (4) angelenkt ist und dass am anderen Ende des Hebels (27) das zweite
Ende (23) der Führungsschiene (27) um eine zweite Drehachse (29) schwenkbar angelenkt
ist.
10. Sonnen- und Regenschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnen- und Regenschutzschutzelement (3) in Form eines falt- oder aufrollbaren
Tuchs ausgebildet ist.