[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Wärme-Transfer-Aggregat und ein Verfahren zur Durchführung
thermodynamischer Kreisprozesse mittels eines Wärme-Transfer-Aggregats unter Nutzung
von zwei miteinander verbundenen Kreiskolbenmaschinen mit einbogigen Trochoiden und
Zweieck-Kolben.
[0002] Der Stand der Technik wird in folgenden Patentveröffentlichungen offenbart.
[0003] US 5335497 A weist zwei auf einer gemeinsamen Welle arbeitende Zweieck-Kolben auf, die ein abgeschlossenes
Arbeitsmedium für Kompression und Expansion verwenden. Der Medienwechsel zu/von den
Arbeitsräumen erfolgt über die Laufbahnflächen. Hierdurch haben beide Kolben bei bestimmten
Winkelstellungen eine Kurzschlussströmung. Der beschriebene thermodynamische Prozessablauf
ist mit den dargestellten Winkelstellungen Kolben ohne zusätzliche Steuerorgane nicht
realisierbar.
[0004] US 4179890 A und
US 5211017 A weisen als gemeinsames Merkmal abgeschlossene Medienkreisläufe auf, jedoch arbeiten
diese Aggregate nicht mit Zweieckkolben. Hieraus ergeben sich aus thermodynamischer
Sicht andere, ungünstigere Prozessbedingungen, da sich geometrisch bedingt nur geringe
Druckänderungen realisieren lassen. Der Medienwechsel über Kanäle in den Laufbahnflächen
kann zur Kurzschlussströmung um die Kolben führen.
[0005] US 5317996 A zeigt eine Maschine, die mehrere durch eine gemeinsame Welle verbundene Zweieck-Kolben
hat. Der Medienwechsel erfolgt über Öffnungen in den Laufbahnflächen. Die Öffnungen
sind so angeordnet, dass in bestimmten Winkelstellungen Kurzschlussströmungen um die
Kolben auftreten, die sich auch durch die vorgesehenen Steuerorgane nicht vermeiden
lassen.
[0006] EP 1075595 B1 weist zwei Dreieck-Kolben auf. Die Maschine hat zwei Gehäuse in Form zweibogiger
Trochoiden, entsprechend der bekannten Wankelmaschine. Die Maschine verwendet ein
gemeinsames abgeschlossenes Arbeitsmedium, wobei die Kanäle für den Medienwechsel
zwischen den Gehäusen an den Seitendeckeln ansetzen.
[0007] DE 3333586 A1 zeigt zwei Drehkolbenmaschinen, deren innerachsige Rotoren durch jeweils zwei von
außen, in den Gehäusen geführten Schiebern jeweils zwei Arbeitskammern bilden. Die
Rotoren laufen exzentrisch zu den kreisförmigen Gehäusen. Sie sind durch eine gemeinsame
Welle verbunden. Die Rotoren haben einen Drehwinkelversatz von 90 Grad. Die Maschine
arbeitet mit einem abgeschlossenen Medium. Der Medienwechsel zu/von den Arbeitsräumen
erfolgt über die Laufbahnflächen. Die Anordnung der Dichtelemente in Form der Schieber
widerspricht dem Wankeischen Axiom, wonach eine funktionierende Rotationskolbenmaschine
nur zwei relativ zueinander bewegte, den Arbeitsraum bildende Bauteile haben darf
und die Dichtelemente auf dem bewegten Bauteil angeordnet sein müssen.
Darstellung der Erfindung
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, die Realisierung eines Wärme-Transfer-Aggregats unter
den Grundprinzipien thermodynamischer Prozesse wie beispielsweise eines Stirlingprozesses
oder eines CO2-Kälteprozesses vorzunehmen, wobei eine Kreisprozessführung abgeschlossener
Medien mit ausreichenden Druckänderungen zwischen Kompression und Expansion sowie
ein hermetischer Abschluss des Wärme-Transfer-Aggregats erforderlich sind, um Prozesse
unter höheren Drücken gestatten zu können. Höhere Drücke und damit höhere Stoffdichten
der abgeschlossenen Medien ergeben bessere Wärmeübergangswerte zwischen dem zirkulierenden
Medium und den Bauteilen, die vom dem Medium durchströmt werden und erhöhen die Leistungsdichte
des Kreisprozesses bzw. der Anordnung.
[0009] Die Lösung der Aufgabe wird durch die Anordnung zweier gleicher Kreiskolbenmaschinen
(KKM) und einer elektrodynamischen Einheit (EDE), die sich in einem Hermetik-System
befinden, realisiert. Die beiden Kreiskolbenmaschinen sind innerhalb des Hermetik-Systems
durch eine gemeinsame reale oder funktionale Welle verbunden, wobei ihre Drehbewegung
ein gemeinsam benutztes abgeschlossenes, in Masse und Gesamtvolumen konstantes Arbeitsmedium
durch die Prozessphasen Kompression und Expansion in thermodynamischen Kreisprozessen
mit externer Wärmezufuhr bzw. Wärmeabfuhr ohne Verwendung von Ventilsteuerorganen
führt. Die Anordnung teilt prozessphasenweise das gemeinsam benutzte Arbeitsmedium
in eine Teilmenge Kompression und eine Teilmenge Expansion. Im Folgenden wird der
Begriff "Wärme-Transfer-Aggregat" (WTA) für das Gesamtaggregat verwendet.
[0010] Die erfinderische Lösung geht von dem aus der Analyse des Standes der Technik abgeleiteten
Anforderungsprofil aus. Dieses Anforderungsprofil beinhaltet die Verwendung von zwei
gleichen Rotationskolbenmaschinen (RKM), die der Bedingung genügen, dass sie das Wankeische
Axiom erfüllen, wonach nur Maschinen als Kraftmaschinen funktionieren, die aus nur
zwei relativ zueinander bewegten, den Arbeitsraum umgrenzenden Bauteilen bestehen.
Zum Anforderungsprofil gehört, dass von allen hiernach infrage kommenden Maschinen
nur zwei gleiche Kreiskolbenmaschinen (KKM) mit einem Zweieck-Kolben und einer einbogigen
Trochoide verwendet werden. Sie weisen die größten Volumenänderungen in den Prozessphasen
auf. Geometrisch bedingt und kennzeichnend für Zweieck-Kolben ist die Möglichkeit
der Kurzschlussumströmung des Kolbens, wenn Öffnungen für den Medienwechsel einer
KKM nicht exakt diametral zur Längsachse des Kolbens angeordnet sind und in Dreh-Umfangsrichtung
nicht durch die Kolbenspitzen geteilt werden. Daraus folgt, dass die Öffnungen für
den Medienwechsel nicht in der Laufflächenkontur der einbogigen Trochoide angeordnet
sein dürfen, da dies zu Kurzschlussströmungen um die Zweieck-Kolben und damit zur
Aufhebung der Abgrenzung der Medien-Teilmengen führt. Die Öffnungen für den Medienwechsel
sind in den Seitendeckeln anzuordnen, wie es bereits aus
EP 1075595 B1 ersichtlich ist. Die Kolben der KKM sind zugleich die Steuerorgane für das Öffnen
und Schließen der Öffnungen. Dies führt nur dann zu einer zufriedenstellenden Lösung,
wenn die Kolben nach dem in
WO 2008065017 A1 dargelegten Funktionsprinzip aufgebaut sind und die Forderung nach einer aktiven,
mit Feder- oder Medienkräften wirkenden, Flächendichtung erfüllen. Nach dem Coulombschen
Reibungsgesetz gilt, dass die Reibungskräfte nicht von der Größe der Reibflächen abhängen.
Die radialen Abdichtungen an den Spitzen der Kolben erfolgen durch federnde Dichtleisten,
die sich zugleich auch in axialer Richtung federnd an die Seitendeckel anlegen und
somit eine vollständige Abdichtung der Arbeitskammern gegeneinander ergeben. Dieses
Dichtsystem ist der bekannte Stand der Technik und durch Patenterteilungen international
geschützt. Es ist nicht Gegenstand der vorliegenden Anmeldung, jedoch ist die dichtende
flächige Anlage der Kolbenseiten an den Seitendeckeln eine notwendige Voraussetzung
der erfinderischen Lösung. Zwei zusammen arbeitende gleiche Kreiskolbenmaschinen mit
einbogiger Trochoide ergeben wiederum nur dann eine größte Volumenänderung der Medien-Teilmengen,
wenn die Trochoiden gleiche Ausrichtung bezüglich ihrer Hauptachse haben und wenn
ihre Kolben um 90 Grad versetzt arbeiten. Erfindungsgemäß müssen hierfür insgesamt
vier Öffnungen in den Seitendeckeln (jeweils eine Öffnung in jedem Seitendeckel) angeordnet
sein, die ein Anordnungsmuster aufweisen, welches bei Sicht in Richtung der gemeinsamen
Achse ein Kreuz ergibt mit zwei um 90 Grad versetzten Achsen, die jeweils um 45 Grad
gegenüber einer gedachten Hauptachse versetzt sind. Die Öffnungen in den Seitendeckeln
werden entlang den Kreuzachsen soweit an die Trochoidenkonturen heran angeordnet,
dass alle Öffnungen vollständig und gleichweit entfernt von den Kolbenmitten durch
die vorbeilaufenden Kolbenseiten zugleich abgedeckt werden können, womit das Vermeiden
von Kurzschlussumströmungen um die Zweieck-Kolben verhindert wird.
[0011] Das erfindungsgemäße Wärme-Transfer-Aggregat besteht aus zwei miteinander über Verbindungskanäle
und einer gemeinsamen Welle verbundenen Kreiskolbenmaschinen mit einbogigen Trochoiden
und um 90 Grad gegeneinander versetzten Zweieck-Kolben mit jeweils zwei Kolbenspitzen.
Die Verbindungskanäle ermöglichen über vier Öffnungen in den vier Seitendeckeln der
Kreiskolbenmaschinen einen Wechsel des Arbeitsmediums. In jeweils einem Seitendeckel
ist jeweils nur eine Öffnung in der Art angeordnet, dass die vorbeilaufenden Kolbenspitzen
als Steuerorgane für das Öffnen und Schließen der Öffnungen für den Wechsel des Arbeitsmediums
zwischen den Kreiskolbenmaschinen im thermodynamischen Arbeitsprozess abdichtend wirken.
Auf der gemeinsamen Welle ist eine elektrodynamische Einheit (EDE) einseitig angeordnet.
Dabei liegen sich jeweils zwei Öffnungen einer Kreiskolbenmaschine, schematisch gesehen,
diagonal in einem Winkel von 45 Grad zu einer gedachten Hauptachse der einbogigen
Trochoide gegenüber. Die Anordnung aller Öffnungen beider Kreiskolbenmaschinen ist,
schematisch gesehen, ein Kreuz mit zwei um 90 Grad versetzten Achsen.
[0012] Bei einer Arbeitsstellung des ersten Zweieck-Kolbens in einem Winkel von 45 Grad
und des zweiten Zweieck-Kolbens in einem Winkel von -45 Grad zu der gedachten Hauptachse
der einbogigen Trochoide sind alle Öffnungen in den Seitendeckeln durch die Kolbenspitzen
für den Wechsel des Arbeitsmediums zwischen den Kreiskolbenmaschinen geschlossen.
[0013] Ein Verbindungskanal ist zwischen den Öffnungen der inneren Seitendeckel der beiden
Kreiskolbenmaschinen und der zweite Verbindungskanal ist zwischen den Öffnungen der
äußeren Seitendeckel beider Kreiskolbenmaschinen angeordnet. Die Verbindungskanäle
sind rohrförmig und mit Wärmeübertragern verbunden.
[0014] In einer Ausführungsform ist zwischen den Verbindungskanälen eine Verbindungsleitung
mit einem Ventil für einen Druckausgleich beim Befüllen, Anfahren oder Abstellen des
Aggregats angeordnet.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen dem zweiten Verbindungskanal und dem
ersten Verbindungskanal ein Wärmerohr angeordnet, welches eine Abfuhr von Wärme am
zweiten Verbindungskanal und eine Zufuhr von Wärme am ersten Verbindungskanal unterstützt.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung thermodynamischer Kreisprozesse mittels
eines Wärme-Transfer-Aggregats nutzt zwei miteinander über eine gemeinsamen Welle
verbundene Kreiskolbenmaschinen mit einbogigen Trochoiden und um 90 Grad gegeneinander
versetzten Zweieck-Kolben. In einem hermetisch abgeschlossenen Drucksystem nutzt jede
der Kreiskolbenmaschinen für sich und mittels ihrer mechanischen Kopplung gemeinsam
durch mechanische Kompression und Expansion ein in beiden Kreiskolbenmaschinen zirkulierendes,
abgeschlossenes Arbeitsmedium. Es wird Wärmeenergie zwischen Wärmequellen und Wärmesenken
transferiert, welche ein Wärmequellen-Wärmesenken-System bilden und mit dem Wärme-Transfer-Aggregat
in Verbindung stehen. Ein mit dem Transferprozess bilanzierenden resultierenden Energiebetrag
wird durch eine, mit den Kreiskolbenmaschinen über die gemeinsame Welle verbundene
elektrodynamische Einheit dem Wärmequellen-Wärmesenken-System entnommen oder zugeführt.
[0017] Das Wärme-Transfer-Aggregat ist als ein hermetisch abgeschlossenes Drucksystem aufgebaut,
in dem alle einzelnen Gehäuseteile der zwei Kreiskolbenmaschinen und der elektrodynamischen
Einheit selbst Teil einer gemeinsamen Hermetik-Kapselung sind. Das Arbeitsmedium zirkuliert
zwischen den Kreiskolbenmaschinen mit wechselnden Drücken um einen mittleren Druck
dieses hermetisch abgeschlossenen Drucksystems.
[0018] Die elektrodynamische Einheit arbeitet als Motor, Generator oder Startergenerator.
Ausführung der Erfindung
[0019] Die prinzipielle Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird an einem Beispiel
beschrieben. Hierzu zeigen die
Figuren 1a bis 2d einen Durchlauf des thermodynamischen Prozesses mit den verschiedenen
Stellungen der Kolben,
Figuren 2a bis 2d einen Durchlauf des thermodynamischen Prozesses mit eingezeichneten
rohrförmigen Kanälen,
Figuren 3a bis 3f in einer Abfolge von Schritten den Zusammenbau des Aggregats mit
Seitendeckeln entlang einer gemeinsamen Achse,
Figur 4a einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung,
Figuren 4b und 4c die angeschlossenen rohrförmigen Kanäle in verschiedenen Rotationsansichten
des Wärme-Transfer-Aggregats,
Figur 5 die Stellung der Kolben mit gleich großen Arbeitsvolumina mit einem Ventil
für einen Druckausgleich und
Figur 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Steigerung der Leistung.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung thermodynamischer Kreisprozesse
besteht aus zwei miteinander verbundenen Kreiskolbenmaschinen (KKM) mit einbogigen
Trochoiden und Zweieck-Kolben, welche über rohrförmige Verbindungskanäle und einer
gemeinsamen Welle miteinander zu einem Wärme-Transfer-Aggregat (WTA) verbunden sind.
Auf der gemeinsamen Welle ist einseitig eine elektrodynamische Einheit EDE angeordnet.
Die Anordnung der elektrodynamischen Einheit EDE auf der gemeinsamen Welle des Aggregats
ist nicht zwischen den zwei miteinander verbundenen Kreiskolbenmaschinen des Aggregats
anzuordnen, da diese Anordnung die Länge der Kanäle zwischen den Seitendeckeln vergrößert
und damit größere Totvolumen in das Aggregat bringt. Daher ist die elektrodynamische
Einheit EDE an ein Ende der gemeinsamen Wellen des Aggregats, außerhalb des Wellenlagers
der zwei Kreiskolbenmaschinen dichtend angeordnet. Die elektrodynamische Einheit EDE
hat das gleiche Druckniveau des WTA im Ruhezustand, wobei dieser Teil des Arbeitsmediums
aber nicht an der Prozessbedingten Zirkulation des Arbeitsmediums teilnimmt. Die Gehäuse
und die Seitendeckel der Kreiskolbenmaschinen sind selbst Teil einer gemeinsamen Hermetik-Kapselung,
die durch Abschlussdeckel vervollständigt wird. Die einzelnen Gehäuseteile der zwei
Kreiskolbenmaschinen sind zugleich Teile eines hermetischen Drucksystems.
[0021] In Figur 4a, einem Längsschnitt durch die Vorrichtung, sind von links beginnend auf
der Welle 3 eine erste Kreiskolbenmaschine KKM1, eine zweite Kreiskolbenmaschine KKM2
und die elektrodynamische Einheit EDE angeordnet. Die erste Kreiskolbenmaschine KKM1
besteht aus einem Gehäuse 1a mit einer einbogigen Trochoide als Laufbahnkontur, einem
linken, nach außen hin angeordneten Seitendeckel 6a und einem rechten zur Kreiskolbenmaschine
KKM2 hin angeordneten Seitendeckel 6b. Der Seitendeckel 6a ist mit einem druckdichten
Abschlussdeckel 13 verbunden, welcher auch die Welle 3 druckdicht umfängt. In dem
Gehäuse der Kreiskolbenmaschine KKM1 auf der Welle 3 läuft ein Zweieck-Kolben 2a mit
den Kennzeichnungen seiner Spitzen mit A1 und B1. Ebenso besteht die zweite Kreiskolbenmaschine
KKM2 aus einem Gehäuse 1 b mit einer einbogigen Trochoide als Laufbahnkontur und einem
linken zur Kreiskolbenmaschine KKM1 hin angeordneten Seitendeckel 6c sowie einem nach
außen, zur elektrodynamischen Einheit EDE hin angeordneten rechten Seitendeckel 6d.
In dem Gehäuse der Kreiskolbenmaschine KKM2 auf der Welle 3 läuft ein Zweieck-Kolben
2b mit den Kennzeichnungen seiner Spitzen mit A2 und B2. Die Kennzeichnung der Spitzen
der beiden Zweieck-Kolben 2a und 2b mit den Spitzen A1, A2, B1 und B2 erfolgt für
eine einfachere Visualisierung des Bewegungsablaufs der Kolben 2a und 2b in den Figuren
1a bis 1d und 2a bis 2d. Beide Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 sind hinsichtlich
ihrer Funktion im WTA gleichwertig und austauschbar. Ebenfalls auf der Welle 3 angeordnet
und mit dem Seitendeckel 6d verbunden ist die elektrodynamische Einheit EDE mit einem
Druckgehäuse 9 mit einem seitlichen Abschlussdeckel 12. In dem Druckgehäuse 9 ist
auf der Welle 3 ein Rotor 11 angeordnet, welcher von einem Stator 10 umgeben ist.
Die hermetische Kapselung des WTA darf nicht durch die Durchführung einer drehenden
Welle 3 unterbrochen werden. Eine nicht gezeichnete druckdichte Durchführung durch
das Druckgehäuse 9 ist für im Kapselgehäuse vergossene Elektroleitungen vorgesehen.
[0022] In den Figuren 4b und 4c sind verschiedenen Rotationsansichten des WTA gezeigt. Ein
rohrförmiger Verbindungskanal 5 (Fig. 4b) verläuft von dem linken Seitendeckel 6a
der Kreiskolbenmaschine KKM1 zum rechten Seitendeckel 6d der Kreiskolbenmaschine KKM2
außen um beide Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 auf der "kalten" Arbeitsseite des
Wärme-Transfer-Aggregats herum. Dazu sind, wie in den Figuren 1 und 3 zu sehen ist,
für den Verbindungskanal 5 im Seitendeckel 6a eine Öffnung 8a und im Seitendeckel
6d eine Öffnung 8b vorgesehen. Figur 4c zeigt eine um ca. 180 Grad gedrehte Ansicht,
so dass die elektrodynamische Einheit EDE nun auf der linken Seite angeordnet ist.
Dadurch ist ein rohrförmiger Verbindungskanal 4 zwischen dem rechten Seitendeckel
6b der Kreiskolbenmaschine KKM1 und dem linken Seitendeckel 6c der Kreiskolbenmaschine
KKM2 auf der "heißen" Arbeitsseite des Wärme-Transfer-Aggregats sichtbar. Für den
Verbindungskanal 4 sind im Seitendeckel 6b eine Öffnung 7a und im Seitendeckel 6c
eine Öffnung 7b vorgesehen. Die Anordnung der rohrförmigen Verbindungskanäle 4 und
5 zwischen den Öffnungen 7a, 7b, 8a und 8b in den Seitendeckeln ist derart, dass der
Verbindungskanal 4 zwischen den zwei inneren Seitendeckeln 6b und 6c zwischen den
beiden Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 und der Verbindungskanal 5 von dem äußeren
Seitendeckel 6a zum anderen äußeren Seitendeckel 6d des Aggregats verläuft. Jeder
der vier Seitendeckel 6a bis 6d des Aggregats hat nur eine Öffnung für den Wechsel
des Arbeitsmediums. Die Öffnungen 7a, 7b, 8a und 8b befinden sich jeweils im Bereich
der vorbeilaufenden seitlichen Kolbenspitzen A1, A2, B1 und B2.
[0023] Der Funktionsablauf des Wärme-Transfer-Aggregats wird mit Hilfe der folgenden Bilder
näher erläutert. Die Figuren 1a bis 2d zeigen einen Durchlauf des thermodynamischen
Prozesses mit den verschiedenen Stellungen der Kolben, wobei die Kreiskolbenmaschinen
KKM1 und KKM2 in der Zeichenebene nebeneinander liegen, obwohl im realen Aggregat
sich die Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 bezüglich der Zeichenebene übereinander
befinden. Dies ist notwendig aus Gründen der klaren Darstellung der funktionalen Zusammenhänge,
hieraus ergibt sich keine Beeinträchtigung in der Darlegung des erfinderischen Anliegens.
[0024] Figur 1a zeigt die Stellung des Kolbens 2a der Kreiskolbenmaschine KKM1 mit einem
Winkel von 45 Grad zur Hauptachse der einbogigen Trochoide gerichtet. Als Hauptachse
wird eine Linie definiert, die durch den mathematischen Ursprung der Trochoide und
den Mittelpunkt der Welle 3 läuft. Die Kolbenspitze B1 ist oben und die Kolbenspitze
A1 unten. Eine kleinere Arbeitskammer befindet sich links oberhalb des Kolbens 2a
und eine größere Arbeitskammer rechts unterhalb des Kolbens 2a. Die Stellung des Kolbens
2b der Kreiskolbenmaschine KKM2 ist in einem Winkel von 135 Grad zur Hauptachse gerichtet.
Die Kolbenspitze A2 ist oben und die Kolbenspitze B2 unten. Eine kleinere Arbeitskammer
befindet sich rechts oberhalb des Kolbens 2b und eine größere Arbeitskammer links
unterhalb des Kolbens 2b. In dieser Stellung der Kolben 2a und 2b werden mit den Arbeitskammern
der Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 Arbeitsvolumina gebildet, indem die beiden
kleineren Arbeitskammern durch den rohrförmigen Verbindungskanal 4 und die beiden
größeren Arbeitskammern durch den rohrförmigen Verbindungskanal 5 kommunizierend verbunden
sind. Die beiden kleineren verbundenen Arbeitskammern ergeben das minimale, die beiden
größeren Arbeitskammern ergeben das maximale Arbeitsvolumen des WTA. Im Ruhezustand
des Wärme-Transfer-Aggregats WTA haben die Medien-Teilmengen in den beiden Arbeitsvolumina
gleiches Druckniveau, unabhängig von den Kolbenstellungen, da ihre gegenseitige Abdichtung
durch die Kolben 2a, 2b nur "dynamisch dicht" ist. Erst im Ergebnis des Anfahrprozesses
gleichen sich die Medien-Teilmengen einander an. Bedingt durch unvermeidliche innere
Leckagen an den ansonsten abdichtenden Kolben 2a, 2b unterliegen die Arbeitsvolumina
dann wechselseitig ausgleichend somit einer Schwankung. Figur 1c und Figur 5 zeigen
die Stellung der Kolben 2a, 2b mit gleich großen Arbeitsvolumina. Figur 5 zeigt in
einer Ausführungsform ein Ventil 14 in einer Verbindungsleitung, mit der zwischen
den Verbindungskanälen 4 und 5 der Druckausgleich für das Befüllen, Anfahren sowie
das Abstellen des Aggregats erfolgen kann.
[0025] Die Figuren 1b und 1c zeigen die Stellung der Kolben 2a und 2b nach einer Drehungen
von jeweils 45 Grad im Uhrzeigersinn. Figur 1d zeigt die Stellung der Kolben 2a und
2b nach einer Gesamtdrehung von 180 Grad im Uhrzeigersinn. Das Wärme-Transfer-Aggregat
hat wieder das minimale bzw. maximale Arbeitsvolumen erreicht. Die gekennzeichneten
Kolbenspitzen A1 und B1 bzw. A2 und B2 sind jetzt zyklisch vertauscht, indem die Kolbenspitze
A1 oben und die Kolbenspitze B1 unten sowie die Kolbenspitze B2 oben und die Kolbenspitze
A2 unten sind.
[0026] In den Figuren 1a bis 1d sind die Öffnung 8a im Seitendeckel 6a, die Öffnung 8b im
Seitendeckel 6d (in den äußeren Seitendeckel 6a und 6d des Verbunds der zwei Kreiskolbenmaschinen
KKM1 und KKM2), die Öffnung 7a im Seitendeckel 6b und die Öffnung 7b im Seitendeckel
6c (in den beiden inneren Seitendeckel 6b und 6c des Verbunds der zwei Kreiskolbenmaschinen
KKM1 und KKM2) schematisch eingezeichnet. Die Öffnung 7a und die Öffnung 8b sind unterhalb
der abgeplatteten Trochoidenkontur angeordnet. Analog weisen die Öffnungen 8a und
7b zur kreisförmigen Seite der Trochoiden hin.
[0027] Die Öffnung 7a rechts oben und die Öffnung 8a links unten der Kreiskolbenmaschinen
KKM1 liegen sich, schematisch gesehen, diagonal gegenüber. Ebenso ist die Anordnung
der Öffnung 8b links oben und der Öffnung 7b rechts unten diagonal gegenüberliegend.
Daraus ergibt sich ein Anordnungsmuster, welches bei Sicht von der elektrodynamischen
Einheit EDE aus in Richtung der gemeinsamen Achse und unter der Annahme, dass die
Seitendeckel beider Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 direkt übereinanderliegen,
ein Kreuz ergibt mit zwei um 90 Grad versetzten Achsen, die in einer Position von
45 Grad bzw. -45 Grad zu einer gedachten Hauptachse der einbogigen Trochoide versetzt
sind. Jede Öffnung 7a, 7b, 8a und 8b wird bei einer Stellung der um 90 Grad gegeneinander
versetzten Kolben 2a und 2b von einer Kolbenspitze A1, A2, B1 und B2 abgedeckt. Die
von den seitlichen Kolbenspitzen A1, A2, B1 und B2 abgedeckten Öffnungen 7a, 7b, 8a
und 8b befinden sich auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der Kolben 2a und 2b einer
Kreiskolbenmaschinen KKM1 oder KKM2. Durch diese Anordnung sind die Kolben 2a und
2b sowohl die Verdrängungskörper für den thermodynamischen Arbeitsprozess als auch
das aktive, mittels Feder- oder Medienkräften gegen die Seitenflächen abdichtend wirkende
Steuerorgane für das Öffnen und Schließen der Öffnungen 7a, 7b, 8a und 8b für den
Wechsel des Arbeitsmediums zwischen den Kreiskolbenmaschinen KKM1 und KKM2 im thermodynamischen
Arbeitsprozess.
[0028] Die Figuren 2a bis 2d zeigen einen Durchlauf des thermodynamischen Prozesses mit
eingezeichneten rohrförmigen Verbindungskanälen 4 und 5 und wie diese mit den Arbeitskammern
verbunden sind, wobei der Verbindungskanal 4 zwischen der Öffnung 7a und der Öffnung
7b angeordnet ist und der Verbindungskanal 5 zwischen der Öffnung 8a und der Öffnung
8b. Hierdurch werden jeweils zwei Arbeitskammern zu einem gemeinsamen Arbeitsvolumen
verbunden.
[0029] Figur 2a zeigt die Kolben 2a und 2b in einer Stellung, die der Stellung in Figur
1a entspricht. Der Verbindungskanal 4 verbindet die Kreiskolbenmaschine KKM1 mit der
Kreiskolbenmaschine KKM2. Das hiermit gebildete gemeinsame Arbeitsvolumen hat in dieser
Stellung sein Minimum. Der Verbindungskanal 5 verbindet ebenfalls die Kreiskolbenmaschine
KKM1 mit der Kreiskolbenmaschine KKM2. Das hiermit gebildete gemeinsame Arbeitsvolumen
hat in dieser Stellung sein Maximum.
[0030] Die Figuren 2b bis 2d zeigen die Änderungen der Arbeitsvolumina, bis sie nach einer
Gesamtdrehung der Kolben um 180 Grad die jeweiligen Größenänderungen erreicht haben.
In den 45 Grad-Positionen der Kolben 2a und 2b (Fig. 2a und 2d) werden die Verbindungskanäle
4 und 5 durch die Seitenflächen der Kolben verschlossen.
[0031] Die Figuren 3a bis 3f zeigen als Abfolge von Schritten den Zusammenbau des Aggregats
mit den Seitendeckeln 6a bis 6d entlang der gemeinsamen Welle 3.
[0032] Figur 3a beginnt mit dem Exzenter 31a, dem Seitendeckel 6b, welcher zur Kreiskolbenmaschine
KKM1 gehört, einem nicht weiter bezeichneten Wellenlager, dem Seitendeckel 6c, welcher
zur Kreiskolbenmaschine KKM2 gehört, und dem Exzenter 31b. Im Seitendeckel 6b befindet
sich die Öffnung 7a, im Seitendeckel 6c die Öffnung 7b. An die Öffnungen 7a und 7b
schließt der in dieser Figur nicht gezeigte rohrförmige Verbindungskanal 4 an.
[0033] Aus Figur 3a ist erkennbar, dass die Öffnung 7a um einen Winkel von 45 Grad gegenüber
der Hauptachse und die Öffnung 7b um einen Winkel von 135 Grad gegenüber der Hauptachse
versetzt ist. In der gezeigten Kolbenstellung nach den Figuren 1a und 2a werden beide
Öffnungen und damit der Verbindungskanal 4 durch die Kolben 2a und 2b verschlossen.
Bild 3b zeigt dies mit dem Kolben 2b, der die Öffnung 7b verschließt.
[0034] In Figur 3c ist der zweite Seitendeckel 6d der Kreiskolbenmaschine KKM2 mit der Öffnung
8b hinzugefügt. In der Kolbenstellung nach den Figuren 1a und 2a wird auch die Öffnung
8b durch den Kolben 2b verschlossen. An die Öffnungen 8a und 8b schließt der in dieser
Figur nicht gezeigte rohrförmige Verbindungskanal 5 an.
[0035] In Figur 3d ist auch der Kolben 2a und der Seitendeckel 6a der Kreiskolbenmaschine
KKM1 hinzugefügt. Die Figur 3e zeigt eine Ansicht ohne Kolben. Hier sind deutlich
die Öffnungen 8a im Seitendeckel 6a und die Öffnung 7a im Seitendeckel 6b der der
Kreiskolbenmaschine KKM1 sowie die Öffnung 7b im Seitendeckel 6c und die Öffnung 8b
im Seitendeckel 6d der Kreiskolbenmaschine KKM2 zu sehen. Figur 3f zeigt wiederum
eine Ansicht mit beiden Kolben 2a und 2b in der Stellung nach den Figuren 1a und 2a.
Die Öffnung 8a ist durch den Kolben 2a und die Öffnung 8b ist durch den Kolben 2b
verschlossen. Damit ist der Verbindungskanal 5 in dieser Kolbenstellung ebenfalls
verschlossen.
[0036] Die Funktionsweise des Aggregats wird im Folgenden erläutert. Dies erfolgt anhand
der Figuren 2a bis 2d. In der Kolbenstellung nach Figur 2a hat das Aggregat das minimale
Arbeitsvolumen "oberhalb" der Kolben 2a und 2b, die Kolben zeigen um 45 Grad gegenüber
der Hauptachse gedreht in Richtung der abgeplatteten Seiten der einbogigen Trochoide.
Die Arbeitskammern oberhalb der Kolben sind durch den Verbindungskanal 4 verbunden
und bilden ein gemeinsames Arbeitsvolumen. "Unterhalb" der Kolben 2a und 2b hat das
Aggregat das maximale Arbeitsvolumen. Die Arbeitskammern unterhalb der Kolben 2a und
2b sind durch den Verbindungskanal 5 verbunden und bilden ebenfalls ein gemeinsames
Arbeitsvolumen. Bei einer Drehung der Kolben 2a und 2b vergrößert sich das obere Arbeitsvolumen,
das untere Arbeitvolumen wird verkleinert. Die Volumenänderungen sind die eigentliche
Funktionalität des Wärme-Transfer-Aggregats.
[0037] Eine für die thermodynamischen Kreisprozesse des WTA wichtige Eigenschaft ist mit
der genannten Anordnung der Öffnungen in den Seitendeckeln nach einem 45 Grad/135
Grad Anordnungsmuster verbunden: Bei der Kolbendrehung ist außer der Änderung der
Arbeitsvolumina auch der Gradient der Änderung in den einzelnen Arbeitskammern von
Bedeutung. Hiernach erfolgt beispielsweise bei Vergrößerung des minimalen Volumens
zunächst eine Durchströmung des Verbindungskanals 4 zu der sich vergrößernden Arbeitskammer
hin - was plausibel ist. Ab einem bestimmten Kolbendrehwinkel ist jedoch der Gradient
der Volumenänderung in der zu füllenden Arbeitskammer kleiner als der Gradient der
liefernden Kammer. Hierdurch entsteht eine Umkehrung der Strömung, was zu einem intensiven
Wärmeübergang im Verbindungskanal 4 führt. Der gleiche Effekt tritt analog auf der
Seite Verkleinerung des maximalen Volumens im Verbindungskanal 5 auf. Wird das Anordnungsmuster
der Öffnungen in den Seitendeckeln gegenüber der 45 Grad/135 Grad-Ausrichtung gedreht,
geht der Effekt des intensiven Wärmeübergangs verloren. Die Wärmeübergänge an den
Verbindungskanäle 4 und 5 sind jedoch für das WTA von Bedeutung, da ein Stoffwechsel
mit der Umgebung nicht besteht.
[0038] Betrachtet wird zunächst ein sogenannter
rechtsläufiger thermodynamischer Kraftmaschinen-Kreisprozess. Wird aus einer äußeren Wärmequelle dem Verbindungskanal 4 Wärmeenergie zugeführt,
entsteht im oberen Arbeitsvolumen eine Druckerhöhung des eingeschlossenen Mediums,
beispielsweise Helium als Wärmeträger, verbunden mit Druckkräften auf die Kolben 2a
und 2b und einem in der Welle 3 wirkenden Drehmoment, das sich als Drehung der elektrodynamischen
Einheit EDE und Abgabe elektrischer Energie auswirkt. Im oberen Arbeitsvolumen erfolgt
eine isochore Druckerhöhung bis zu einer Drehwinkel-Änderung von etwa 30 Grad, danach
erfolgt die Expansion des Arbeitsmediums bei gleichzeitiger Wärmezufuhr nahe einer
Isothermen. Gleichzeitig erfolgt im unteren Arbeitsvolumen eine isochore Druckabsenkung
mit Temperaturabsenkung, phasengleich zum Volumenverlauf im oberen Arbeitsvolumen.
Diese Druckabsenkung wirkt sich als Verstärkung des Drehmoments in der Welle 3 aus.
Danach erfolgt eine Kompression des Arbeitsmediums unter Abgabe von Wärmeenergie über
den Verbindungskanal 5 an die Umgebung. Je nachdem, ob diese Wärmeabgabe bei der Kompression
durch eine aktive Kühlung unterstützt wird, verläuft diese entlang einer Polytropen,
im Idealfall entlang einer Isothermen. Das Aggregat arbeitet als Kraftmaschine, ähnlich
der Stirlingmaschine.
[0039] Die konstruktive Ausführung des Aggregats erfolgt so, dass die "Nullstellung" vorzugsweise
durch die 45-Grad-Stellung der Kolben 2a und 2b gekennzeichnet ist. Diese Stellung
bewirkt beim Arbeitsablauf des Aggregats den Effekt, dass der Wärmeübergang einer
äußeren Wärmeenergie über die Wand des Verbindungskanals 4 besonders intensiv ist.
Dieser Effekt entsteht dadurch, dass die Strömung des Arbeitsmediums durch den Verbindungskanal
4 sich nochmals umkehrt, wenn der Gradient der Volumenänderung der oberen Arbeitskammer
der Kreiskolbenmaschine KKM1 größer ist als der Gradient der Volumenänderung der oberen
Arbeitskammer der Kreiskolbenmaschine KKM2, obwohl sich die beiden Kolben 2a und 2b
gleichmäßig in Arbeitsrichtung drehen.
[0040] Der Effekt der Strömungsumkehr erfolgt mit gleicher Phasenlage und aus gleichen Ursachen
auch mit dem unteren Arbeitsvolumen.
[0041] Die Energiebilanz für das Aggregat ergibt, dass die zugeführten und abgeführten Energiemengen
an den Verbindungskanälen 4 und 5 sowie an der elektrodynamischen Einheit EDE, die
als Generator arbeitet, im energetischen Gleichgewicht stehen.
[0042] Betrachtet wird ein
linksläufiger thermodynamischer Arbeitsmaschinen-Kreisprozess. Für diese Betriebsvariante erfolgt die Energiezufuhr über die elektrodynamische Einheit
EDE, die hier als Antriebsmotor arbeitet. Beginnend mit einer Stellung der Kolben
2a und 2b nach Figur 2a erfolgt im unteren Arbeitsvolumen eine isochore Druckerhöhung
des Arbeitsmediums bis zu einer Drehwinkeländerung von etwa 30 Grad, Figuren 2b, 2c
und 2d.
[0043] Nach Figur 2a erfolgt die Kompression des Arbeitsmediums, beispielsweise CO2 als
Kältemittel, im unteren Arbeitsvolumen. Das Arbeitsmedium nimmt in einer isochoren
Phase bis zu einer Drehwinkeländerung von etwa 30 Grad über den Verbindungskanal 5
Wärmeenergie aus einem Umgebungsraum, verbunden mit einer Druckerhöhung, auf. Die
nachfolgende weitere Kompression geschieht unter weiterer Aufnahme von Umgebungswärme
als Polytrope. Das Arbeitsmedium zirkuliert demnach zwischen den Kreiskolbenmaschinen
KKM1 und KKM2 mit wechselnden Drücken um einen mittleren Druck des hermetisch abgeschlossenen
Drucksystems.
[0044] Phasengleich erfolgt im oberen Arbeitsvolumen eine isochore Abgabe von Wärmeenergie
an einem Umgebungsraum, verbunden mit einer Druckabsenkung des Arbeitsmediums. Diese
Druckabsenkung entspricht der Drosselentspannung in konventionellen Kältekreisläufen.
In Fall des beschriebenen Aggregats ist die Druckabsenkung jedoch eine Rückgewinnung
mechanischer Energie, die als Drehmoment an die Welle 3 gegeben wird und eine Entlastung
des Antriebs der elektrodynamischen Einheit EDE darstellt. Die weitere Expansion des
Arbeitsmediums im oberen Arbeitsvolumen erfolgt als Polytrope. Es erfolgt über den
Verbindungskanal 4 die weitere Abgabe von Wärmeenergie an den Umgebungsraum unter
weiterer Abkühlung, wobei es mechanische Arbeit über die Drehung der Kolben 2a und
2b an die Welle 3 abgibt.
[0045] Figur 2d zeigt den abgeschlossen Ablauf. Das abgekühlte Arbeitsmedium befindet sich
jetzt im unteren Arbeitsvolumen, wo es über den Verbindungskanal 5 Umgebungswärme
aufnimmt und wieder verdichtet wird. Der Zyklus beginnt von Neuem.
[0046] Die Energiebilanz für das Aggregat ergibt, dass die zugeführten und abgeführten Energiemengen
an den Verbindungskanälen 4 und 5 sowie an der elektrodynamischen Einheit EDE, die
als Motor arbeitet, im energetischen Gleichgewicht stehen. Das Aggregat arbeitet als
Kälte-Arbeitsmaschine. Der Einsatzzweck kann dabei sowohl ein Kühlvorgang als auch
Heizvorgang sein.
[0047] Betrachtet wird ein weiterer
rechtsläufiger thermodynamischer Kraftmaschinen-Kreisprozess.
[0048] Die beschriebene hermetische Kapselung des Aggregats ermöglicht weitere Betriebsvarianten.
So lassen sich mit der dargestellten Basisgeometrie von zwei Kreiskolbenmaschinen
mit einbogiger Trochoide in realer Konstruktion Druckänderungswerte zwischen minimalem
und maximalem Volumen der Medien-Teilmengen bis zu einem Wert bis etwa 6 erreichen.
In Zusammenhang mit einem Basisfülldruck des Aggregats von beispielsweise 300 bar,
was technisch nur mittleren Anforderungen entspricht, lassen sich Drücke im oberen
Arbeitsvolumen von etwa 1800 bar erreichen.
[0049] Für alle inneren, drehenden Bauteile des gekapselten Wärme-Transfer-Aggregats WTA
bedeuten diese Drücke keine zusätzlichen Anforderung in Bezug auf die Festigkeit.
Allerdings müssen die äußeren Bauteile der Kapselung diesen Anforderungen genügen.
Für bestimmte inerte Arbeitsmedien wie CO2 bedeuten diese Drücke allerdings, dass
sie sich "links" ihrer Inversionslinie befinden. Damit ändern sich ihre Stoffeigenschaften.
Bei Kompression kühlen sie sich ab, bei Expansion tritt eine Erwärmung ein.
[0050] Wird das beschriebene Wärme-Transfer-Aggregat mit einem Basisdruck von beispielsweise
300 bar in einem Kreisprozess betrieben, so kehren sich ihre Eigenschaften so um,
dass bei Kompression des Arbeitsmediums im unteren Arbeitsvolumen eine Abkühlung erfolgt,
über den Verbindungskanal 5 wird Umgebungswärme aufgenommen, die nach erfolgter Expansion
im oberen Arbeitsvolumen über den Verbindungskanal 4 als Nutzwärme abgegeben wird.
Wenn die elektrodynamischen Einheit EDE als Startergenerator betrieben wird, erfolgt
nach der Motor-Phase im Generatorbetrieb eine Abgabe elektrischer Energie.
[0051] Betrachtet man die Umgebung des Wärme-Transfer-Aggregats und das Wärme-Transfer-Aggregat
als Gesamtsystem, so ergibt sich in der Energiebilanz, dass alle zugeführten und abgeführten
Energiemengen im Gleichgewicht stehen. Das Wärme-Transfer-Aggregat arbeitet als Kraftmaschine,
allerdings muss es ähnlich einer Verbrennungskraftmaschine durch ein Anlassaggregat
gestartet werden. Die von der elektrodynamischen Einheit EDE abgegebene Energie muss
auch zur aktiven Abfuhr der Wärme am Verbindungskanal 4 eingesetzt werden entsprechend
den Gesetzen der Thermodynamik. Die thermodynamische Kreisprozess-Analyse anhand der
Zustandsdiagramme für beispielsweise CO2 zeigt, dass nach Abdeckung aller Energiebeträge
für innere mechanische Reibungen und aktive Wärmezu- und -abfuhrarbeiten an den Verbindungskanälen
5 und 4 ein positiver Betrag an der elektrodynamischen Einheit EDE verbleibt, der
aus der Hermetik-Kapselung als elektrische Last herausgeführt werden und danach wieder
als Wärmeäquivalent der Umgebung zugeführt werden muss.
[0052] In Figur 6 wird in einem weiteren Ausführungsbeispiel eine Anordnung gezeigt, welche
zur Steigerung der Leistung beiträgt. Hierzu wird zwischen dem Verbindungskanal 4
und dem Verbindungskanal 5 ein Wärmerohr 15 angeordnet. Am Verbindungskanal 4 ist
hierzu ein Anschluss 41 und am Verbindungskanal 5 ein Anschluss 51 für das Wärmerohr
15 vorgesehen. Das Wärmerohr 15 transportiert auf kleiner Querschnittsfläche Wärme
vom Anschluss 51 des Verbindungskanals 5 zum Anschluss 41 des Verbindungskanals 4
und kann in verschiedenen Bauformen, beispielsweise in Form einer Heatpipe oder eines
Zwei-Phasen-Thermosiphon, eingesetzt werden. Die Funktion wird nachfolgend erläutert.
Am Verbindungskanal 5 wird durch das Wärmerohr 15 Wärme abgeführt, was die Kühlung
unterstützt, und am Verbindungskanal 4 wird Wärme zugeführt, was entweder den Wärmeeintrag
in das Wärme-Transfer-Aggregat unterstützt (Stirling) oder in die Wärmeabfuhr geht
(Kühlprozess).
[0053] Die Umgebung des Wärme-Transfer-Aggregats besteht aus einem Wärmequellen-Wärmesenken-System
mit externen Wärmequellen, beispielsweise Motorabwärme, und Wärmesenken, beispielsweise
eine Raumbeheizung. Es wird Wärmeenergie zwischen den Wärmequellen und Wärmesenken
transferiert sowie ein mit dem Transferprozess bilanzierender resultierender Energiebetrag
durch eine EDE über eine externe energetische Anwendung dem Wärmequellen-Wärmesenken-System
entnommen oder zugeführt.
Bezugszeichen
[0054]
- KKM1
- erste Kreiskolbenmaschine
- KKM2
- zweite Kreiskolbenmaschine
- EDE
- elektrodynamische Einheit
- WTA
- Wärme-Transfer-Aggregat
- 1a
- Gehäuse der KKM1
- 1b
- Gehäuse der KKM2
- 2a
- Zweieck-Kolben der KKM1
- A1, B1
- Spitzen des Zweieck-Kolbens 2a
- 2b
- Zweieck-Kolben der KKM2
- A2, B2
- Spitzen des Zweieck-Kolbens 2b
- 3
- Welle
- 4
- Verbindungskanal
- 41
- Anschluss für das Wärmerohr 15 an den Verbindungskanal 4
- 5
- Verbindungskanal
- 51
- Anschluss für das Wärmerohr 15 an den Verbindungskanal 5
- 6a
- linker Seitendeckel der KKM1
- 6b
- rechter Seitendeckel der KKM1
- 6c
- linker Seitendeckel der KKM2
- 6d
- rechter Seitendeckel der KKM2
- 7a
- Öffnung im Seitendeckel 6b
- 7b
- Öffnung im Seitendeckel 6c
- 8a
- Öffnung im Seitendeckel 6a
- 8b
- Öffnung im Seitendeckel 6d
- 9
- Druckgehäuse der elektrodynamischen Einheit EDE
- 10
- Stator
- 11
- Rotor
- 12
- seitlicher Abschlussdeckel
- 13
- druckdichter Abschlussdeckel
- 14
- Ventil
- 15
- Wärmerohr
- 31a
- Exzenter (KKM1)
- 31b
- Exzenter (KKM2)
1. Wärme-Transfer-Aggregat bestehend aus zwei miteinander über Verbindungskanäle (4,
5) und einer gemeinsamen Welle (3) verbundenen Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) mit
einbogigen Trochoiden und um 90 Grad gegeneinander versetzten Zweieck-Kolben (2a,
2b) mit jeweils zwei Kolbenspitzen (A1, B1; A2, B2), wobei die Verbindungskanäle (4,
5) über vier Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b) in vier Seitendeckeln (6a, 6b, 6c, 6d) der
Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) einen Wechsel des Arbeitsmediums ermöglichen dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils nur eine Öffnung (7a, 7b, 8a, 8b) in jeweils einem Seitendeckel (6a, 6b, 6c,
6d) in der Art angeordnet ist, dass die vorbeilaufenden Kolbenspitzen (A1, B1; A2,
B2) als Steuerorgane für das Öffnen und Schließen der Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b) für
den Wechsel des Arbeitsmediums zwischen den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) im thermodynamischen
Arbeitsprozess abdichtend wirken, und dass eine elektrodynamische Einheit (EDE) auf
einer Seite der gemeinsamen Welle (3) angeordnet ist.
2. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Öffnungen (7a, 8a; 7b, 8b) einer Kreiskolbenmaschine (KKM1; KKM2) sich,
schematisch gesehen, diagonal in einem Winkel von 45 Grad zu einer gedachten Hauptachse
der einbogigen Trochoide gegenüber liegen und die Anordnung aller Öffnungen (7a, 8a,
7b, 8b) beider Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) als ein schematisch gesehenes Kreuz
mit zwei um 90 Grad versetzten Achsen angeordnet sind.
3. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass
bei einer Arbeitsstellung des ersten Zweieck-Kolbens (2a) in einem Winkel von 45 Grad
und des zweiten Zweieck-Kolbens (2b) in einem Winkel von -45 Grad zu der gedachten
Hauptachse der einbogigen Trochoide alle Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b) in den Seitendeckeln
(6a, 6b, 6c, 6d) durch die Kolbenspitzen (A1, B1; A2, B2) für den Wechsel des Arbeitsmediums
zwischen den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) geschlossen sind.
4. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungskanal (4) zwischen der Öffnung (7a) des inneren Seitendeckels (6b)
der Kreiskolbenmaschinen (KKM1) zu der Öffnung (7b) des inneren Seitendeckels (6c)
der beiden Kreiskolbenmaschinen (KKM2) und der Verbindungskanal (5) von der Öffnung
(8a) des äußeren Seitendeckels (6a) der Kreiskolbenmaschine (KKM1) zu der Öffnung
(8b) des äußeren Seitendeckels (6d) der Kreiskolbenmaschine (KKM2) angeordnet sind.
5. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungskanäle (4, 5) rohrförmig sind.
6. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungskanäle (4, 5) mit Wärmeübertragern verbunden sind.
7. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den Verbindungskanälen (4, 5) eine Verbindungsleitung mit einem Ventil (14)
für einen Druckausgleich beim Befüllen, Anfahren oder Abstellen des Aggregats angeordnet
ist.
8. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Verbindungskanal (5) und dem Verbindungskanal (4) ein Wärmerohr (15)
angeordnet ist, welcher eine Abfuhr von Wärme am Verbindungskanal (5) und eine Zufuhr
von Wärme am Verbindungskanal (4) unterstützt.
9. Wärme-Transfer-Aggregat nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 8
dadurch gekennzeichnet, dass
es als ein hermetisch abgeschlossenes Drucksystem aufgebaut ist, in dem alle einzelnen
Gehäuseteile der zwei Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) und der elektrodynamischen
Einheit (EDE) selbst Teil einer gemeinsamen Hermetik-Kapselung sind.
10. Verfahren zur Durchführung thermodynamischer Kreisprozesse mittels eines Wärme-Transfer-Aggregats
unter Nutzung von zwei miteinander über eine gemeinsamen Welle (3) verbundenen Kreiskolbenmaschinen
(KKM1, KKM2) mit einbogigen Trochoiden und um 90 Grad gegeneinander versetzten Zweieck-Kolben
(2a, 2b) dadurch gekennzeichnet, dass in einem hermetisch abgeschlossenen Drucksystem jede der Kreiskolbenmaschinen (KKM1,
KKM2) für sich und mittels ihrer mechanischen Kopplung gemeinsam durch mechanische
Kompression und Expansion ein in beiden Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) zirkulierendes,
abgeschlossenes Arbeitsmedium nutzt, um Wärmeenergie zwischen Wärmequellen und Wärmesenken,
welche ein Wärmequellen-Wärmesenken-System bilden und mit dem Wärme-Transfer-Aggregat
in Verbindung stehen, zu transferieren sowie einen mit dem Transferprozess bilanzierenden
resultierenden Energiebetrag durch eine, mit den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2)
über die gemeinsame Welle (3) verbundene elektrodynamische Einheit (EDE) dem Wärmequellen-Wärmesenken-System
entnimmt oder zuführt.
11. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsmedium zwischen den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) mit wechselnden
Drücken um einen mittleren Druck des hermetisch abgeschlossenen Drucksystems zirkuliert.
12. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass die elektrodynamische Einheit (EDE) als Motor, Generator oder Startergenerator arbeitet.
13. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen beiden Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) angeordnete Verbindungkanäle (4,
5) über ein Wärmerohr (15) Wärme austauschen in der Art, dass der Verbindungskanal
(5) Wärme abführt und dem Verbindungskanal (4) Wärme zugeführt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Wärme-Transfer-Aggregat bestehend aus zwei miteinander über Verbindungskanäle (4,
5) und einer gemeinsamen Welle (3) verbundenen Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) mit
einbogigen Trochoiden und um 90 Grad gegeneinander versetzten Zweieck-Kolben (2a,
2b) mit jeweils zwei Kolbenspitzen (A1, B1; A2, B2), wobei die Verbindungskanäle (4,
5) über vier Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b) in vier Seitendeckeln (6a, 6b, 6c, 6d) der
Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) einen Wechsel des Arbeitsmediums ermöglichen, und
umfassend eine elektrodynamische Einheit (EDE) auf einer Seite der gemeinsamen Welle
(3), dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nur eine Öffnung (7a, 7b, 8a, 8b) in jeweils einem Seitendeckel (6a, 6b,
6c, 6d) in der Art angeordnet ist, dass die vorbeilaufenden Kolbenspitzen (A1, B1;
A2, B2) als Steuerorgane für das Öffnen und Schließen der Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b)
für den Wechsel des Arbeitsmediums zwischen den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2)
im thermodynamischen Arbeitsprozess abdichtend wirken, und dass alle Gehäuseteile
der zwei Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) und der elektrodynamischen Einheit (EDE)
einen Teil einer hermetischen Kapselung für ein abgeschlossenes Drucksystem bilden.
2. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Öffnungen (7a, 8a; 7b, 8b) einer Kreiskolbenmaschine (KKM1; KKM2) sich,
schematisch gesehen, diagonal in einem Winkel von 45 Grad zu einer gedachten Hauptachse
der einbogigen Trochoide gegenüber liegen und die Anordnung aller Öffnungen (7a, 8a,
7b, 8b) beider Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) als ein schematisch gesehenes Kreuz
mit zwei um 90 Grad versetzten Achsen angeordnet sind.
3. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Arbeitsstellung des ersten Zweieck-Kolbens (2a) in einem Winkel von 45
Grad und des zweiten Zweieck-Kolbens (2b) in einem Winkel von -45 Grad zu der gedachten
Hauptachse der einbogigen Trochoide alle Öffnungen (7a, 7b, 8a, 8b) in den Seitendeckeln
(6a, 6b, 6c, 6d) durch die Kolbenspitzen (A1, B1; A2, B2) für den Wechsel des Arbeitsmediums
zwischen den Kreiskolbenmaschinen (KKM1, KKM2) geschlossen sind.
4. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungskanal (4) zwischen der Öffnung (7a) des inneren Seitendeckels (6b)
der Kreiskolbenmaschinen (KKM1) zu der Öffnung (7b) des inneren Seitendeckels (6c)
der beiden Kreiskolbenmaschinen (KKM2) und der Verbindungskanal (5) von der Öffnung
(8a) des äußeren Seitendeckels (6a) der Kreiskolbenmaschine (KKM1) zu der Öffnung
(8b) des äußeren Seitendeckels (6d) der Kreiskolbenmaschine (KKM2) angeordnet sind.
5. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungskanäle (4, 5) rohrförmig sind.
6. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungskanäle (4, 5) mit Wärmeübertragern verbunden sind.
7. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Verbindungskanälen (4, 5) eine Verbindungsleitung mit einem Ventil (14)
für einen Druckausgleich beim Befüllen, Anfahren oder Abstellen des Aggregats angeordnet
ist.
8. Wärme-Transfer-Aggregat nach Anspruch 1, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verbindungskanal (5) und dem Verbindungskanal (4) ein Wärmerohr (15)
angeordnet ist, welches eine Abfuhr von Wärme am Verbindungskanal (5) und eine Zufuhr
von Wärme am Verbindungskanal (4) unterstützt.