[0001] Die Erfindung betrifft einen druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden Verriegelungszylinder
und ein Verfahren zum Betreiben eines oder des druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden
Verriegelungszylinders.
[0002] Aus der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2010 015 996 A1 und den parallelen europäischen Patentanmeldungen
EP 2 239 470 A2,
EP 2 570 679 A1 und
EP 2 570 680 A1 der Anmelderin sind druckmittelbetriebene, einfach wirkende Verriegelungszylinder
sowie Verfahren zur Verriegelung und Entriegelung von druckmittelbetriebenen, einfach
wirkenden Verriegelungszylindern bekannt geworden. Diese Verriegelungszylinder enthalten
jeweils einen Zylinder und einen Kolben und sind nur entweder auf Zug oder nur auf
Druck verriegelbar. Zu diesem Zwecke ist jeweils eine um eine Drehachse drehbare Spindel
vorgesehen, an der drehfest ein erste Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisender, selbsthemmender,
erster Klemm-Kegel-Körper befestigt ist. Die Spindel umfasst ein Spindel-Außengewinde,
das unter Ausbildung eines nicht selbsthemmenden Gewindes mit einem Kolben-Innengewinde
des Kolbens in Eingriff steht. Im Bereich eines Zylinderbodens des Zylinders ist mit
diesem drehfest ein zweiter Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisender, selbsthemmender,
zweiter Klemm-Kegel-Körper befestigt, der einen Klemm-Gegen-Kegel-Körper ausbildet.
Im verriegelten Zustand sind der erste Klemm-Kegel-Körper und der zweite Klemm-Kegelkörper
unter Ausbildung einer Verklemmung selbsthemmend, also reibschlüssig durch Haftreibung,
verklemmt, so dass sie nur unter Ausübung von die Verklemmung lösenden Lösekräften
entriegelbar sind. Auch wenn sich diese Verriegelungszylinder in der Praxis bestens
bewährt haben, so ist doch ihr Anwendungs-und Einsatzgebiet beschränkt, nämlich entweder
auf Anwendungen, bei denen der Kolben ausschließlich auf Druck beansprucht wird oder
auf Anwendungen, bei denen der Kolben ausschließlich auf Zug beansprucht wird.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Verriegelungszylinder und ein Verfahren
zum Betreiben eines bzw. des Verriegelungszylinders zur Verfügung zu stellen, der
sowohl auf Druck als auch auf Zug verriegelbar ist, der noch immer bei vergleichsweise
einfacher, platzsparender und robuster Konstruktion und bei vergleichsweise kostengünstiger
Herstellbarkeit dennoch, selbst bei großen Lasten, eine hohe Betriebssicherheit über
eine lange Zeit bietet und der sowohl beim Einfahren als auch beim Ausfahren des Kolbens
vorteilhafte Möglichkeiten für einen Betrieb unabhängig von der Größe der jeweiligen
Last und des dadurch erforderlichen Systemdruckes bietet.
[0004] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verriegelungszylinders durch die Merkmale des
Anspruches 1, insbesondere durch einen druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden Verriegelungs-zylinder
gelöst, der einen sich in Richtung einer Zylinderlängsachse erstreckenden Zylinder
und einen Kolben umfasst, der eine einer ersten Arbeitskammer zugeordnete erste Kolbenseite
und eine davon weg weisende, einer zweiten Arbeitskammer zugeordnete zweite Kolbenseite
umfasst und der mit Hilfe eines der ersten Kolbenseite über einen in die erste Arbeitskammer
mündenden ersten Arbeitskanal und der zweiten Kolbenseite über einen in die zweite
Arbeitskammer mündenden zweiten Arbeitskanal zuführbaren fluiden Druckmittels in einer
Axialrichtung parallel zu der Zylinderlängsachse in eine zweite Richtung und in eine
erste Richtung entgegengesetzt zu der zweiten Richtung relativ zu dem Zylinder, vorzugsweise
linear, bewegbar, jedoch drehfest mit dem Zylinder verbunden ist, wobei der Kolben
drehfest mit einem ersten Gewindekörper (Mutter oder Spindel) verbunden ist, dessen
erstes Gewinde (Muttergewinde oder Spindelgewinde) mit einem zweiten Gewinde (Spindelgewinde
oder Muttergewinde) eines reibschlüssig, also kraftschlüssig durch Reibung, und, vorzugsweise
ausschließlich, schwerkraftbedingt, insbesondere durch eine auf den Kolben wirkende
Last, selbsttätig bzw. automatisch, vorzugsweise antriebsfrei, insbesondere ohne Einwirkung
bzw. Unterstützung von Kraftspeichern, beispielsweise Federn, verriegelbaren zweiten
Gewindekörpers (Spindel oder Mutter) unter Ausbildung eines nicht selbsthemmenden
Gewindes in Eingriff steht, und wobei der zweite Gewindekörper um eine sich parallel
zu der Zylinderlängsachse des Zylinders erstreckende Drehachse relativ zu dem Zylinder
drehbar und relativ zu dem Zylinder in der Axialrichtung bzw. parallel zu der Drehachse,
vorzugsweise nur geringfügig, axial verschiebbar ist, und wobei ein mit dem zweiten
Gewindekörper drehfest, vorzugsweise starr, verbundener bzw. an dem zweiten Gewindekörper
drehfest, vorzugsweise starr, befestigter, selbsthemmender, erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper
vorgesehen ist, der einen erste Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden,
ersten Klemm-Kegel-Körper und einen zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden,
selbsthemmenden, zweiten Klemm-Kegel-Körper aufweist, und wobei ein mit dem Zylinder
drehfest, vorzugsweise starr, verbundener bzw. an dem Zylinder drehfest, vorzugsweise
starr, befestigter, selbsthemmender, zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper vorgesehen
ist, der einen dritte Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden, dritten
Klemm-Kegel-Körper und einen vierte Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden,
vierten Klemm-Kegel-Körper aufweist, und wobei die ersten Verriegelungs-Kegelflächen
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers
in der ersten Richtung an den dritten Verriegelungs-Kegelflächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
Axialkräfte aufnehmen kann, die in die erste Richtung auf den zweiten Gewindekörper
einwirken und die ersten Verriegelungs-Kegel-flächen und die dritten Verriegelungs-Kegelflächen
unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander in einer ersten Verriegelungsstellung,
sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse des zweiten Gewindekörpers (35.2) als auch
gegen eine Bewegung in der Axialrichtung voneinander weg, selbsthemmend, also reibschlüssig
durch Haftreibung, verklemmt sind, und wobei die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers
in der zweiten Richtung an den vierten Verriegelungs-Kegelflächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
Axialkräfte aufnehmen kann, die in die zweite Richtung auf den zweiten Gewindekörper
einwirken und die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen und die vierten Verriegelungs-Kegel-flächen
unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander in einer zweiten Verriegelungsstellung,
sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse des zweiten Gewindekörpers als auch gegen
eine Bewegung in der Axialrichtung voneinander weg, selbsthemmend, also reibschlüssig
durch Haftreibung, verklemmt sind, so dass der Verriegelungszylinder sowohl auf Zug
in der ersten Verriegelungsstellung als auch auf Druck in der zweiten Verriegelungsstellung
verriegelbar ist und im angelegten Zustand in der jeweiligen Verriegelungsstellung
derart verriegelt ist, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper nur unter Ausübung
von die Verklemmung lösenden Lösekräften von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
in eine Entriegelungsstellung überführbar ist, in welcher der zweite Gewindekörper
um seine Drehachse relativ zu dem Zylinder drehbar ist, und wobei der zweite Gewindekörper
an wenigstens zwei Fluid-Axial-Gleitlagern gelagert ist, von denen ein erstes Fluid-Axial-Gleitlager
- vorzugsweise mit einer ersten Lagerfläche eines ersten Lagerkörpers und einer der
ersten Lagerfläche gegenüber liegenden zweiten Lagerfläche eines drehfest, insbesondere
starr, mit dem Zylinder verbundenen bzw. an dem Zylinder befestigten zweiten Lagerkörpers,
vorzugsweise in Form eines sich radial und quer, insbesondere senkrecht, zu der Zylinderlängsachse
des Zylinders erstreckenden, vorzugsweise zwischen dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und dem Kolben angeordneten, insbesondere ringförmigen, Ansatzes, begrenzt und - dazu
bestimmt ist, in die erste Richtung auf den zweiten Gewindekörper wirkende Axialkräfte
aufzunehmen, und von denen ein zweites Fluid-Axial-Gleitlager - vorzugsweise mit einer
dritten Lagerfläche eines dritten Lagerkörpers und einer der dritten Lagerfläche gegenüber
liegenden vierten Lagerfläche eines drehfest, insbesondere starr, mit dem Zylinder
verbundenen bzw. an dem Zylinder befestigten vierten Lagerkörpers, vorzugsweise eines
Zylinderbodens des Zylinders, begrenzt und - dazu bestimmt ist, in die zweite Richtung
auf den zweiten Gewindekörper wirkende Axialkräfte aufzunehmen, und wobei das erste
Fluid-Axial-Gleitlager über einen ersten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem oder einem
fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist, und wobei das zweite Fluid-Axial-Gleitlager
über einen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem oder einem fluiden Druckmittel
beaufschlagbar ist, und wobei ein auch als Volumenstromteiler oder Stromteiler bezeichenbarer,
vorzugsweise einen Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal umfassender, insbesondere einfachwirkender
bzw. nur in einer Durchflussrichtung wirkender, Mengenteiler zum Aufteilen eines,
vorzugsweise dem Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal zuführbaren, Haupt-Volumenstromes
des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom und in einen zweiten Teil-Volumenstrom
vorgesehen ist, der einen in den ersten Druckmittel-Zuströmkanal für das erste Fluid-Axial-Gleitlager
mündenden ersten Druckmittel-Abströmkanal für den ersten Teil-Volumenstrom und einen
in den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal für das zweite Fluid-Axial-Gleitlager mündenden
zweiten Druckmittel-Abströmkanal für den zweiten Teil-Volumenstrom umfasst. Dadurch
besteht die Möglichkeit, den ersten Doppel-Kegel-Körper in eine fluiddynamische Schwimmstellung
zu überführen, in welcher sowohl ein störungsfreies, insbesondere verriegelungs- bzw.
klemmfreies, Einfahren des Kolbens als auch ein störungsfreies, insbesondere verriegelungs-
bzw. klemmfreies, Ausfahren des Kolbens möglich ist und/oder den ersten Doppel-Kegel-Körper
sowohl während des Einfahrens des Kolbens als auch während des Ausfahrens des Kolbens
stets in einer fluid-dynamischen Schwimmstellung bzw. in einem fluid-dynamischen Schwimmzustand
zu halten, vorzugsweise jeweils unabhängig von der Größe der Last und des dadurch
erforderlichen Systemdruckes. Gemäß der Erfindung kann im Stillstand ein besonders
großer negativer Wirkungsgrad verwirklicht werden, wodurch die Sicherheit der Selbsthemmung
gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Konstruktionen erhöht werden kann.
Der erfindungsgemäße Verriegelungszylinder kann auch mit Verriegelungs-Zylinder-Kolben-Einheit
bezeichnet werden.
[0005] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass es sich bei
dem Mengenteiler um ein strömungs- und/oder druckgesteuertes Ventil handelt. Dies
ermöglicht eine weiter vereinfachte, betriebssichere und kostengünstige Konstruktion.
[0006] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass
der Mengenteiler ein Gehäuse mit einer, vorzugsweise einen kreiszylindrischen Innenumfang
aufweisende, Regelkolben-Aufnahme umfasst, in welcher ein, auch als Druckwaage und/oder
Schieber bezeichenbarer, vorzugsweise einen kreiszylindrischen Außenumfang aufweisender,
Regelkolben mit, vorzugsweise sehr, geringem Spiel, insbesondere in bzw. mit einer
Spielpassung, geführt relativ zu der Regelkolben-Aufnahme in einer axialen Richtung
verschiebbar gelagert ist, und wobei der Regelkolben sich axial in Richtung einer
Regelkolben-Längsachse erstreckt, eine Regelkolben-Länge aufweist sowie ein erstes
Regelkolbenende und ein sich davon in eine entgegengesetzte Richtung in der axialen
Richtung weg erstreckendes zweites Regelkolbenende aufweist, das von dem ersten Regelkolbenende
einen der Regelkolbenlänge entsprechenden Abstand aufweist, und wobei in dem Gehäuse
ein eine, vorzugsweise als Fest-Drossel gestaltete, erste Drossel enthaltender erster
Zuströmkanal für einen ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels und ein eine,
vorzugsweise als Fest-Drossel gestaltete, zweite Drossel enthaltender zweiter Zuströmkanal
für einen zweiten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels angeordnet sind, vorzugsweise
die, zumindest hinsichtlich deren Drosselquerschnitt und deren Drossellänge gleich
oder identisch gestaltet ist wie die erste Drossel, vorzugsweise wobei die Regelkolben-Aufnahme
eine Axiallänge aufweist, die kleiner ist als die Regelkolbenlänge des Regelkolbens,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme ein erstes Aufnahmeende und ein sich davon in eine
entgegen gesetzte Richtung in der axialen Richtung weg erstreckendes zweites Aufnahmeende
aufweist, und wobei die Regelkolben-Aufnahme an ihrem ersten Aufnahmeende, in der
axialen Richtung betrachtet, in eine erste Regelkolbenende-Aufnahme zur Aufnahme des
ersten Regelkolbenendes des Regelkolbens übergeht, in die der erste Zuströmkanal mündet,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme an ihrem zweiten Aufnahmeende, in der axialen Richtung
betrachtet, in eine zweite Regelkolbenende-Aufnahme zur Aufnahme des zweiten Regelkolbenendes
des Regelkolbens übergeht, in die der zweite Zuströmkanal mündet, und wobei die erste
Regelkolbenende-Aufnahme eine erste Regel-Drossel oder einen Bestandteil einer ersten
Regel-Drossel ausbildet und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme eine zweite Regel-Drossel
oder einen Bestandteil einer zweiten Regel-Drossel ausbildet, und wobei die erste
Regelkolbenende-Aufnahme mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal fluidverbunden ist
und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme mit dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal fluidverbunden
ist. Dadurch lässt sich eine besonders einfache und auch über eine lange Zeit betriebssichere,
robuste Lösung dafür erreichen, den ersten Doppel-Kegel-Körper in eine fluiddynamische
Schwimmstellung zu überführen, in welcher sowohl ein störungsfreies, insbesondere
verriegelungs- bzw. klemmfreies, Einfahren des Kolbens als auch ein störungsfreies,
insbesondere verriegelungs- bzw. klemmfreies, Ausfahren des Kolbens möglich ist und/oder
den ersten Doppel-Kegel-Körper sowohl während des Einfahrens des Kolbens als auch
während des Ausfahrens des Kolbens stets in einer fluiddynamischen Schwimmstellung
bzw. in einem hydrodynamischen Schwimmzustand zu halten, vorzugsweise jeweils unabhängig
von der Größe der Last und des dadurch erforderlichen Systemdruckes. Ein derartiger
Mengenteiler hat auch den Vorteil, selbst bei erhöhten Druckunterschieden eine vergleichsweise
große Teilgenauigkeit bezüglich der aufzuteilenden Volumenströme zu gewährleisten.
Außerdem kann ein derartiger Mengenteiler besonders klein gebaut werden, so dass er
vergleichsweise wenig Platz beansprucht. Dadurch besteht die vorteilhafte Möglichkeit,
einen derartigen Mengenteiler in einem, vorzugsweise an oder auf dem Zylinder befestigten,
vorzugsweise angeflanschten, Steuerblock unterzubringen, in dem auch noch weitere
bzw. andere Steuer- und/oder Regelelemente zur Steuerung und/oder Regelung des Verriegelungszylinders
unterbringbar sind.
[0007] Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung eines derartigen Mengenteilers
kann vorgesehen sein, dass der Regelkolben in der axialen Richtung druck- und/oder
strömungsgesteuert durch das fluide Druckmittel in eine erste Absperrstellung verschiebbar
ist, in welcher der Regelkolben einen ersten Strömungsweg von dem ersten Zuströmkanal
zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal bezüglich eines Durchströmens des fluiden Druckmittels
im Wesentlichen oder komplett absperrt, während ein zweiter Strömungsweg von dem zweiten
Zuströmkanal zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal bezüglich eines Durchströmens
des fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt, und dass der Regelkolben in der axialen
Richtung strömungsgesteuert durch das fluide Druckmittel in eine zweite Absperrstellung
verschiebbar ist, in welcher der Regelkolben einen zweiten Strömungsweg von dem zweiten
Zuströmkanal zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal bezüglich eines Durchströmens
des fluiden Druckmittels im Wesentlichen oder komplett absperrt, während der erste
Strömungsweg von dem ersten Zuströmkanal zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal bezüglich
eines Durchströmens des fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt. Durch diese Maßnahmen
besteht eine besonders vorteilhafte Möglichkeit, den Verriegelungszylinder dann, wenn
er durch Verklemmen verriegelt ist, durch Beaufschlagung des Mengenteilers mit dem
fluiden Druckmittel zu entriegeln, worauf im Zuge einer fortgesetzten Beaufschlagung
des Mengenteilers mit dem fluiden Druckmittel, automatisch die besagte fluid-dynamische
Schwimmstellung bzw. der besagte fluid-dynamische Schwimmzustand des ersten Doppel-Kegel-Körpers
erreicht werden kann bzw. wird.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Regelkolben-Aufnahme
in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse ausgebildeten Querschnittsebene
betrachtet, einen Innenquerschnitt aufweist, und dass die erste Regelkolbenende-Aufnahme
in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse ausgebildeten ersten Querschnittsebene
betrachtet, einen ersten Innenquerschnitt aufweist, der größer ist als der Innenquerschnitt
der Regelkolben-Aufnahme, und wobei die zweite Regelkolbenende-Aufnahme in einer gedachten,
senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse ausgebildeten zweiten Querschnittsebene betrachtet,
einen zweiten Innenquerschnitt aufweist, der größer ist als der Innenquerschnitt der
Regelkolben-Aufnahme. Dadurch lässt sich eine weitere Verbesserung im Sinne der vorstehenden
Vorteile erreichen.
[0009] Dabei kann gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass
die erste Regelkolbenende-Aufnahme auf einer der Regelkolben-Aufnahme gegenüber liegenden
ersten Seite, in der axialen Richtung betrachtet, in eine dritte Regelkolbenende-Aufnahme
übergeht, in die der erste Druckmittel-Abströmkanal unmittelbar oder mittelbar mündet
und die in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse und parallel zu
der ersten Querschnittsebene ausgebildeten dritten Querschnittsebene betrachtet, einen
dritten Innenquerschnitt aufweist, der dem Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme
entspricht, so dass das erste Regelkolbenende des Regelkolbens in die dritte Regelkolbenende-Aufnahme
überführbar und dann dort mit, vorzugsweise sehr, geringem Spiel, insbesondere in
bzw. mit einer Spielpassung, relativ zu der dritten Regelkolbenende-Aufnahme in der
axialen Richtung verschiebbar gelagert ist und dass die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
auf einer der Regelkolben-Aufnahme gegenüber liegenden zweiten Seite, in der axialen
Richtung betrachtet, in eine vierte Regelkolbenende-Aufnahme übergeht, in die der
zweite Druckmittel-Abströmkanal unmittelbar oder mittelbar mündet und die in einer
gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse und parallel zu der zweiten Querschnittsebene
ausgebildeten vierten Querschnittsebene betrachtet, einen vierten Innenquerschnitt
aufweist, der dem Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme entspricht, so dass das
zweite Regelkolbenende des Regelkolbens in die vierte Regelkolbenende-Aufnahme überführbar
und dann dort mit, vorzugsweise sehr, geringem Spiel, insbesondere in bzw. mit einer
Spielpassung, relativ zu der vierten Regelkolbenende-Aufnahme in der axialen Richtung
verschiebbar gelagert ist. Dadurch lässt sich eine noch weitere Verbesserung im Sinne
der vorstehenden Vorteile erreichen.
[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die sich
entlang einer Längsachse erstreckende Regelkolben-Aufnahme sowie die erste und zweite
Regelkolbenende-Aufnahme, vorzugsweise auch die dritte und vierte Regelkolbenende-Aufnahme,
symmetrisch zu einer gedachten, senkrecht zu der Längsachse der Regelkolben-Aufnahme
ausgebildeten Symmetrieebene gestaltet sind oder dass das Gehäuse des Mengenteilers
oder der Mengenteiler symmetrisch zu einer gedachten, senkrecht zu der Längsachse
der Regelkolben-Aufnahme ausgebildeten Symmetrieebene gestaltet ist. Dadurch lässt
sich eine noch weitere Verbesserung im Sinne der vorstehenden Vorteile erreichen.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass der Mengenteiler
in einem in dem Zylinder angeordneten oder an dem Zylinder befestigten, vorzugsweise
angeflanschten, Steuerblock zusammen mit, vorzugsweise im Wesentlichen allen, Steuerungselementen
zur Steuerung des Verriegelungszylinders und/oder zusammen mit, vorzugsweise im Wesentlichen
allen, Regelungselementen zur Regelung des Verriegelungszylinders angeordnet ist.
Dadurch kann eine besonders kompakte und sichere Konstruktion erreicht werden.
[0012] Gemäß einer alternativen Ausführungsvariante kann es sich bei dem Mengenteiler um
einen Zahnradmengenteiler handeln, der wenigstens eine einen ersten Zahnradmotor bzw.
wenigstens eine erste Zahnradpumpe zur Förderung des ersten Teil-Volumenstroms und
wenigstens einen zweiten Zahnradmotor bzw. wenigstens eine zweite Zahnradpumpe zur
Förderung des zweiten Teil-Volumenstroms umfasst, die über eine Welle miteinander
gekoppelt sind. Dadurch kann gegebenenfalls ein größerer Wirkungsgrad erreicht werden,
als bei dem Einsatz einer Druckwaage in Verbindung mit den zugehörigen Drosseln in
den Zuströmkanälen.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der erste Klemm-Kegel-Körper
und der zweite Klemm-Kegel-Körper des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers einteilig
verbunden und/oder aus einem Teil hergestellt sind und/oder dass der dritte Klemm-Kegel-Körper
und der vierte Klemm-Kegel-Körper des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers einteilig
verbunden und/oder aus einem Teil hergestellt sind. Diese Maßnahmen ermöglichen nicht
nur eine einfache und kostengünstige Herstellung sondern auch eine besonders betriebssichere
Konstruktion.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der erste
Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen und auch
der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen,
in der ersten Richtung betrachtet, radial zu der Drehachse des zweiten Gewindekörpers
hin verjüngen und der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen
und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen,
in der zweiten Richtung betrachtet, radial zu der Drehachse des zweiten Gewindekörpers
hin verjüngen.
[0015] Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der ersten Richtung betrachtet,
radial von der Drehachse des zweiten Gewindekörpers weg erweitern und der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der zweiten Richtung betrachtet,
radial von der Drehachse des zweiten Gewindekörpers weg erweitern.
[0016] Es versteht sich, dass gemäß den folgenden weiteren Alternativen auch vorgesehen
sein kann, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen ersten und zweiten
Verriegelungs-Kegel-Flächen und dass der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit
seinen dritten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der ersten Richtung betrachtet
oder in der zweiten Richtung betrachtet, radial zu der Drehachse des zweiten Gewindekörpers
hin verjüngen können oder dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper sich mit seinen
ersten und zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen und dass der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen dritten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der ersten Richtung
betrachtet oder in der zweiten Richtung betrachtet, radial von der Drehachse des zweiten
Gewindekörpers weg erweitern können.
[0017] Vorzugsweise liegen die dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Verriegelungskörpers
und die ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Verriegelungskörpers
gegenüber und liegen die vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Verriegelungskörpers
und die dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Verriegelungskörpers
gegenüber.
[0018] Gemäß einer besondere bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper zumindest teilweise oder ganz in einer von dem
zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper begrenzten Ausnehmung, insbesondere in einer Kammer,
des Zylinders aufgenommen ist, die, vorzugsweise einerseits von einem Zylinderboden
des Zylinders und andererseits, durch einen, vorzugsweise einteilig mit dem Zylinder
oder einem oder dem Zylinderboden verbundenen bzw. hergestellten, sich radial und
quer, vorzugsweise senkrecht, zu der Zylinderlängsachse des Zylinders erstreckenden,
zwischen dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper und dem Kolben angeordneten, insbesondere
ringförmigen, Ansatz begrenzt ist, und wobei der erste Druckmittel-Zuströmkanal auf
einer den ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen zugeordneten ersten Seite des ersten
Klemm-Doppel-Kegel-Körpers in die Ausnehmung mündet, und wobei der zweite Druckmittel-Zuströmkanal
auf einer den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen zugeordneten zweiten Seite des ersten
Klemm-Doppel-Kegel-Körpers in die Ausnehmung mündet, und wobei die Ausnehmung durch
eine Dichtung gegenüber der zweiten Arbeitskammer abgedichtet ist. Durch diese Maßnahmen
lässt sich eine weitere Verbesserung im Sinne der vorstehenden Vorteile erreichen.
[0019] Dabei kann gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen sein, dass in einem Bereich
zwischen dem dritten Klemm-Kegel-Körper und dem vierten Klemm-Kegel-Körper des zweiten
Klemm-Doppel-Kegel-Körpers entweder ein, vorzugsweise ringförmiger, erster Druckmittel-Abführ-Kanal
zum Abführen des das erste Fluid-Axial-Gleitlager durchströmenden fluiden Druckmittels
vorgesehen ist, der, in einer Entriegelungsstellung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers,
mit dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager fluidverbunden ist, vorzugsweise und der an
die ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen angrenzt, und der in die Ausnehmung
mündet und ein, vorzugsweise ringförmiger, zweiter Druckmittel-Abführ-Kanal zum Abführen
des das zweite Fluid-Axial-Gleitlager durchströmenden fluiden Druckmittels vorgesehen
ist, der, in einer Entriegelungsstellung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers, mit
dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager fluidverbunden ist, vorzugsweise und der an die
zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen angrenzt, und der in die Ausnehmung
mündet, oder ein, vorzugsweise ringförmiger, gemeinsamer Druckmittel-Abführ-Kanal
zum Abführen des das erste und das zweite Fluid-Axial-Gleitlager durchströmenden fluiden
Druckmittels vorgesehen ist, der, in einer Entriegelungsstellung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers,
mit dem ersten und dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager fluidverbunden ist, vorzugsweise
und der an die ersten, zweiten, dritten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen angrenzt,
und in die Ausnehmung mündet. Durch diese Maßnahmen lässt sich die Betriebssicherheit
weiter erhöhen. Insbesondere kann dadurch in einer besonders einfachen Art und Weise
eine Folgesteuerung derart verwirklicht werden, dass ausgehend von einer Verriegelungsstellung,
in welcher der Verriegelungszylinder verriegelt ist, automatisch zuerst der Verriegelungszylinder
entriegelt wird und erst danach der Kolben ein- oder ausgefahren wird.
[0020] Dabei kann gemäß einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen sein, dass der erste
Druckmittel-Zuströmkanal, dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper und der zweite
Klemm-Doppel-Kegel-Körper miteinander in der ersten Verriegelungsstellung verriegelt
und unter Ausbildung der Verklemmung selbsthemmend verklemmt sind, gegenüber dem ersten
oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal vermittels der aneinander anliegenden ersten
und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen abgesperrt ist und der dann, wenn der erste
Klemm-Doppel-Kegel-Körper und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper voneinander in
einer oder der Entriegelungsstellung abgehoben sind, mit dem ersten oder gemeinsamen
Druckmittel-Abführ-Kanal über einen dann zwischen den ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
ausgebildeten, vorzugsweise ringförmigen, ersten Kanal fluidverbunden ist, und dass
der zweite Druckmittel-Zuströmkanal, dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper miteinander in der zweiten Verriegelungsstellung
verriegelt und unter Ausbildung der Verklemmung selbsthemmend verklemmt sind, gegenüber
dem ersten oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal vermittels der aneinander anliegenden
zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen abgesperrt ist und der dann, wenn
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper voneinander
in einer oder der Entriegelungsstellung abgehoben sind, mit dem zweiten oder gemeinsamen
Druckmittel-Abführ-Kanal über einen dann zwischen den zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
ausgebildeten, vorzugsweise ringförmigen, zweiten Kanal fluidverbunden ist. Durch
diese Maßnahmen lässt sich eine weitere Verbesserung im Sinne der vorstehenden Vorteile
erreichen.
[0021] Die Erfindungsaufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch ein Verfahren zum Betreiben,
Steuern und/oder Regeln eines druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden, insbesondere
erfindungsgemäßen, Verriegelungszylinders gelöst, der einen sich in Richtung einer
Zylinderlängsachse erstreckenden Zylinder und einen Kolben umfasst, der eine einer
ersten Arbeitskammer zugeordnete erste Kolbenseite und eine davon weg weisende, einer
zweiten Arbeitskammer zugeordnete zweite Kolbenseite umfasst und der mit Hilfe eines
der ersten Kolbenseite über einen in die erste Arbeitskammer mündenden ersten Arbeitskanal
und der zweiten Kolbenseite über einen in die zweite Arbeitskammer mündenden zweiten
Arbeitskanal zuführbaren fluiden Druckmittels in einer Axialrichtung parallel zu der
Zylinderlängsachse in eine zweite Richtung und in eine erste Richtung entgegengesetzt
zu der zweiten Richtung relativ zu dem Zylinder, vorzugsweise linear, bewegbar, jedoch
drehfest mit dem Zylinder verbunden ist, wobei der Kolben drehfest mit einem ersten
Gewindekörper (Mutter oder Spindel) verbunden ist, dessen erstes Gewinde (Muttergewinde
oder Spindelgewinde) mit einem zweiten Gewinde (Spindelgewinde oder Muttergewinde)
eines reibschlüssig, also kraftschlüssig durch Reibung, und, vorzugsweise ausschließlich,
schwerkraftbedingt, insbesondere durch eine auf den Kolben wirkende Last, selbsttätig,
bzw. automatisch, vorzugsweise antriebsfrei, insbesondere ohne Einwirkung bzw. Unterstützung
von Kraftspeichern, beispielsweise Federn, verriegelbaren zweiten Gewindekörpers (Spindel
oder Mutter) unter Ausbildung eines nicht selbsthemmenden Gewindes in Eingriff steht,
und wobei der zweite Gewindekörper um eine sich parallel zu der Zylinderlängsachse
des Zylinders erstreckende Drehachse relativ zu dem Zylinder drehbar und relativ zu
dem Zylinder in der Axialrichtung bzw. parallel zu der Drehachse, vorzugsweise nur
geringfügig, axial verschiebbar ist, und wobei ein mit dem zweiten Gewindekörper drehfest,
vorzugsweise starr, verbundener bzw. an dem zweiten Gewindekörper drehfest, vorzugsweise
starr, befestigter, selbsthemmender, erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper vorgesehen ist,
der einen erste Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden, ersten
Klemm-Kegel-Körper und einen zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden,
zweiten Klemm-Kegel-Körper aufweist, und wobei ein mit dem Zylinder drehfest, vorzugsweise
starr, verbundener bzw. an dem Zylinder drehfest, vorzugsweise starr, befestigter,
selbsthemmender, zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper vorgesehen ist, der einen dritte
Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden, dritten Klemm-Kegel-Körper
und einen vierte Verriegelungs-Kegel-Flächen aufweisenden, selbsthemmenden, vierten
Klemm-Kegel-Körper aufweist, vorzugsweise wobei der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen, vorzugsweise den ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen gegenüber liegenden,
dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der ersten Richtung betrachtet, radial zu
der Drehachse des zweiten Gewindekörpers hin verjüngen und der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
sich mit seinen, vorzugsweise den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen gegenüber liegenden,
vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen, in der zweiten Richtung betrachtet, radial zu
der Drehachse des zweiten Gewindekörpers hin verjüngen, und wobei die ersten Verriegelungs-Kegelflächen
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers
in der ersten Richtung an den dritten Verriegelungs-Kegelflächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
Axialkräfte aufnehmen kann, die in die erste Richtung auf den zweiten Gewindekörper
einwirken und die ersten Verriegelungs-Kegelflächen und die dritten Verriegelungs-Kegelflächen
unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander in einer ersten Verriegelungsstellung,
sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse des zweiten Gewindekörpers als auch gegen
eine Bewegung in der Axialrichtung voneinander weg, selbsthemmend, also reibschlüssig
durch Haftreibung, verklemmt sind, und wobei die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers
in der zweiten Richtung an den vierten Verriegelungs-Kegelflächen des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
Axialkräfte aufnehmen kann, die in die zweite Richtung auf den zweiten Gewindekörper
einwirken und die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen und die vierten Verriegelungs-Kegelflächen
unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander in einer zweiten Verriegelungsstellung,
sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse des zweiten Gewindekörpers als auch gegen
eine Bewegung in der Axialrichtung voneinander weg, selbsthemmend, also reibschlüssig
durch Haftreibung, verklemmt sind, so dass der Verriegelungszylinder sowohl auf Zug
in der ersten Verriegelungsstellung als auch auf Druck in der zweiten Verriegelungsstellung
verriegelbar ist und im angelegten Zustand in der jeweiligen Verriegelungsstellung
derart verriegelt ist, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper nur unter Ausübung
von die Verklemmung lösenden Lösekräften von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
in eine Entriegelungsstellung überführbar ist, in welcher der zweite Gewindekörper
um seine Drehachse relativ zu dem Zylinder drehbar ist, und wobei der zweite Gewindekörper
an wenigstens zwei Fluid-Axial-Gleitlagern gelagert ist, von denen ein erstes Fluid-Axial-Gleitlager,
vorzugsweise mit einer ersten Lagerfläche eines ersten Lagerkörpers und einer der
ersten Lagerfläche gegenüber liegenden zweiten Lagerfläche eines drehfest, insbesondere
starr, mit dem Zylinder verbundenen bzw. an dem Zylinder befestigten zweiten Lagerkörpers,
vorzugsweise in Form eines sich radial und quer, insbesondere senkrecht, zu der Zylinderlängsachse
des Zylinders erstreckenden, vorzugsweise zwischen dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und dem Kolben angeordneten, insbesondere ringförmigen, Ansatzes, begrenzt und, dazu
bestimmt ist, in die erste Richtung auf den zweiten Gewindekörper wirkende Axialkräfte
aufzunehmen, und von denen ein zweites Fluid-Axial-Gleitlager, vorzugsweise mit einer
dritten Lagerfläche eines dritten Lagerkörpers und einer der dritten Lagerfläche gegenüber
liegenden vierten Lagerfläche eines drehfest, insbesondere starr, mit dem Zylinder
verbundenen bzw. an dem Zylinder befestigten vierten Lagerkörpers, vorzugsweise eines
Zylinderbodens des Zylinders, begrenzt und, dazu bestimmt ist, in die zweite Richtung
auf den zweiten Gewindekörper wirkende Axialkräfte aufzunehmen, und wobei das erste
Fluid-Axial-Gleitlager über einen ersten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem oder einem
fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist, und wobei das zweite Fluid-Axial-Gleitlager
über einen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem oder einem fluiden Druckmittel
beaufschlagbar ist, und wobei ein oder der auch als Volumenstromteiler oder Stromteiler
bezeichenbare/r, vorzugsweise einen Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal umfassender, insbesondere
einfachwirkender bzw. nur in einer Durchflussrichtung wirkender, Mengenteiler zum
Aufteilen eines, vorzugsweise dem Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal zuführbaren, Haupt-Volumenstromes
des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom und in einen zweiten Teil-Volumenstrom
vorgesehen ist, der einen in den ersten Druckmittel-Zuströmkanal für das erste Fluid-Axial-Gleitlager
mündenden ersten Druckmittel-Abströmkanal für den ersten Teil-Volumenstrom und einen
in den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal für das zweite Fluid-Axial-Gleitlager mündenden
zweiten Druckmittel-Abströmkanal für den zweiten Teil-Volumenstrom umfasst, und wobei
mit Hilfe des Mengenteilers, zumindest während eines Bewegens, insbesondere Ausfahrens,
des Kolbens in der ersten Richtung und auch während eines Bewegens, insbesondere Einfahrens,
des Kolbens in der zweiten Richtung und eines jeweils dadurch bewirkten Drehens des
zweiten Gewindekörpers um seine Drehachse zusammen mit dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper,
ein Haupt-Volumenstrom des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom
und in einen zweiten Teil-Volumenstrom derart aufgeteilt wird, dass ein Verhältnis
des durch den ersten Druckmittel-Zuströmkanal hindurch dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager
zuströmenden ersten Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels und des durch den
zweiten Druckmittel-Zuströmkanal hindurch dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager zuströmenden
zweiten Volumen-Teilstroms des fluiden Druckmittels, vorzugsweise stets, im Wesentlichen
konstant bleibt bzw. gehalten wird, wodurch der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper sowohl
vermittels des mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagten ersten Fluid-Axial-Gleitlagers
als auch vermittels des mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagten zweiten Fluid-Axial-Gleitlagers,
vorzugsweise unabhängig von einer Größe einer auf den Kolben einwirkenden Last und
eines dadurch erforderlichen Systemdruckes, in einer fluid-dynamischen Schwimmstellung
bzw. in einem fluid-dynamischen Schwimmzustand fluidgelagert wird und/oder bleibt
bzw. gehalten wird.
[0022] Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein,
dass das besagte Verhältnis, zumindest während eines Bewegens des Kolbens sowohl in
der ersten Richtung als auch in der zweiten Richtung, unabhängig von den in dem ersten
Druckmittel-Zuströmkanal und in dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal wirkenden bzw.
sich einstellenden Drücken bzw. Gegendrücken des fluiden Druckmittels, vorzugsweise
stets, im Wesentlichen konstant bleibt bzw. gehalten wird. Mit anderen Worten gesagt
kann vorgesehen sein, dass das besagte Verhältnis, zumindest während eines Bewegens
des Kolbens sowohl in der ersten Richtung als auch in der zweiten Richtung unabhängig
davon, welcher Druck bzw. Gegendruck des fluiden Druckmittels in dem ersten Druckmittel-Zuströmkanal
wirkt bzw. sich einstellt und unabhängig davon, welcher Druck des fluiden Druckmittels
in dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal wirkt bzw. sich einstellt, vorzugsweise stets,
im Wesentlichen konstant bleibt bzw. gehalten wird. Dadurch wird die Betriebssicherheit
erheblich verbessert.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Verfahrensvariante kann vorgesehen sein, dass das Verhältnis,
zumindest während eines Bewegens des Kolbens sowohl in der ersten Richtung als auch
in der zweiten Richtung, im Wesentlichen 1:1 beträgt bzw. im Wesentlichen bei 1:1
gehalten wird. In diesem Fall sind bzw. bleiben der erste Teil-Volumenstrom des fluiden
Druckmittels und der zweite Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels im Wesentlichen
gleich groß. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und/oder der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper im Wesentlichen symmetrisch zu einer
gedachten, senkrecht zu der Drehachse bzw. zu der Zylinderlängsachse angeordneten
Symmetrieebene ausgebildet sind.
[0024] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass
der Mengenteiler ein Gehäuse mit einer, vorzugsweise einen kreiszylindrischen Innenumfang
aufweisenden, Regelkolben-Aufnahme umfasst, in welcher ein, auch als Druckwaage und/oder
Schieber bezeichenbarer, vorzugsweise einen kreiszylindrischen Außenumfang aufweisenden,
Regelkolben mit, vorzugsweise sehr, geringem Spiel, insbesondere in bzw. mit einer
Spielpassung, geführt relativ zu der Regelkolben-Aufnahme in einer axialen Richtung
verschiebbar gelagert ist, und wobei der Regelkolben sich axial in Richtung einer
Regelkolben-Längsachse erstreckt, eine Regelkolben-Länge aufweist sowie ein erstes
Regelkolbenende und ein sich davon in eine entgegengesetzte Richtung in der axialen
Richtung weg erstreckendes zweites Regelkolbenende aufweist, das von dem ersten Regelkolbenende
einen der Regelkolbenlänge entsprechenden Abstand aufweist, und wobei in dem Gehäuse
ein eine, vorzugsweise als Fest-Drossel gestaltete, erste Drossel enthaltender erster
Zuströmkanal für einen ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels und ein eine,
vorzugsweise als Fest-Drossel gestaltete, zweite Drossel enthaltender zweiter Zuströmkanal
für einen zweiten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels angeordnet sind, vorzugsweise
die, zumindest hinsichtlich deren Drosselquerschnitt und deren Drossellänge gleich
oder identisch gestaltet ist wie die erste Drossel, vorzugsweise wobei die Regelkolben-Aufnahme
eine Axiallänge aufweist, die kleiner ist als eine Axiallänge des Regelkolbens, und
wobei die Regelkolben-Aufnahme mit einem ersten Ende in eine erste Regelkolbenende-Aufnahme
zur Aufnahme eines ersten Regelkolbenendes des Regelkolbens übergeht, in die der erste
Zuströmkanal mündet, und wobei die Regelkolben-Aufnahme mit einem zweiten Ende in
eine zweite Regelkolbenende-Aufnahme zur Aufnahme eines zweiten Regelkolbenendes des
Regelkolbens übergeht, in die der zweite Zuströmkanal mündet, und wobei die erste
Regelkolbenende-Aufnahme eine erste Regel-Drossel oder einen Bestandteil einer ersten
Regel-Drossel ausbildet und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme eine zweite Regel-Drossel
oder einen Bestandteil einer zweiten Regel-Drossel ausbildet, und wobei die erste
Regelkolbenende-Aufnahme mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal fluidverbunden ist
und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme mit dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal fluidverbunden
ist, so dass sich der Regelkolben, dann, wenn ein erster Druckmittel-Druck, der sich
in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal ausbildet, während der erste Druckmittel-Abströmkanal
mit dem ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird und ein
zweiter Druckmittel-Druck, der sich in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal ausbildet,
während der zweite Druckmittel-Abströmkanal mit dem zweiten Teil-Volumenstrom des
fluiden Druckmittels durchströmt wird, gleich groß sind, in einer Grund- oder Mittenstellung
befindet und sich der Regelkolben dann, wenn ein erster Druckmittel-Druck, der sich
in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal ausbildet, während der erste Druckmittel-Abströmkanal
mit einem ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird, von
einem zweiten Druckmittel-Druck abweicht, der sich in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
ausbildet, während der zweite Druckmittel-Abströmkanal mit einem zweiten Teil-Volumenstrom
des fluiden Druckmittels durchströmt wird, so dass der erste Druckmittel-Druck und
der zweite Druckmittel-Druck um eine Druckdifferenz ungleich Null voneinander abweichen,
gleichzeitig bzw. automatisch mit der Ausbildung der Druckdifferenz in Richtung des
niedrigeren Druckmittel-Druckes in der Axialrichtung in eine von der Grund- oder Mittenstellung
abweichende und von der sich ausbildenden Druckdifferenz abhängige Regelstellung bewegt.
Dadurch kann in besonderem Maße erreicht werden, dass das besagte Verhältnis des ersten
Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels und des zweiten Teil-Volumenstroms des
fluiden Druckmittels im Wesentlichen konstant bleibt.
[0025] Dabei kann gemäß einer bevorzugten Variante vorgesehen sein, dass dann, wenn der
erste Klemm-Doppel-Kegelkörper mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper in der ersten
Verriegelungsstellung selbsthemmend verklemmt ist und wenn das fluide Druckmittel
dem ersten Zuströmkanal zugeführt wird, der Regelkolben von seiner Grund- oder Mittenstellung
in eine zweite Absperrstellung verschoben wird oder in einer zweiten Absperrstellung
gehalten wird, in welcher der zweite Druckmittel-Abströmkanal und deshalb auch der
zweite Druckmittel-Zuströmkanal gegenüber dem zweiten Zuströmkanal gegen ein Zuströmen
des Druckmittels abgesperrt ist, während ein erster Strömungsweg zwischen einem ersten
Zuströmkanal und dem ersten Druckmittel-Abströmkanal offen ist, so dass das fluide
Druckmittel durch den ersten Zuströmkanal in den ersten Druckmittel-Abströmkanal und
von dort durch den ersten Druckmittel-Zuströmkanal entweder strömen kann, um den ersten
Klemm-Doppel-Kegel-Körper durch eine fortgesetzte Zuführung des fluiden Druckmittels
in eine Entriegelungsstellung zu überführen oder strömt, so dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
in eine Entriegelungsstellung überführt wird, und dass dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegelkörper
mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper in der zweiten Verriegelungsstellung selbsthemmend
verklemmt ist und wenn das fluide Druckmittel dem zweiten Zuströmkanal zugeführt wird,
der Regelkolben von seiner Grund- oder Mittenstellung in eine erste Absperrstellung
verschoben wird oder in einer ersten Absperrstellung gehalten wird, in welcher der
erste Druckmittel-Abströmkanal und deshalb auch der erste Druckmittel-Zuströmkanal
gegen ein Zuströmen des Druckmittels abgesperrt ist, während ein zweiter Strömungsweg
zwischen einem zweiten Zuströmkanal und dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal offen
ist, so dass das fluide Druckmittel durch den zweiten Zuströmkanal in den zweiten
Druckmittel-Abströmkanal und von dort durch den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal entweder
strömen kann, um den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper durch eine fortgesetzte Zuführung
des fluiden Druckmittels in eine Entriegelungsstellung zu überführen oder strömt,
so dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper in eine Entriegelungsstellung überführt
wird. Auf diese Art und Weise kann der Verriegelungszylinder, dann, wenn er mittels
der Klemm-Doppel-Kegel-Körper selbsthemmend, also reibschlüssig durch Haftreibung,
verklemmt und damit verriegelt ist, besonders einfach und effektiv entriegelt werden,
worauf im Zuge einer fortgesetzten Beaufschlagung des Mengenteilers mit dem fluiden
Druckmittel, automatisch die besagte fluid-dynamische Schwimmstellung bzw. der besagte
fluid-dynamische Schwimmzustand des ersten Doppel-Kegel-Körpers erreicht wird.
[0026] Alternativ zu der Verwendung des die Druckwaage bzw. den Regelkolben enthaltenden
Mengenteiles kann ein Mengenteiler vorgesehen sein, bei dem es sich um einen oder
den Zahnradmengenteiler handelt, der wenigstens eine den ersten Teil-Volumenstrom
fördernde erste Zahnradpumpe und eine den zweiten Teil-Volumenstrom fördernde zweite
Zahnradpumpe umfasst, die über eine oder die Welle derart miteinander gekoppelt sind,
dass sich zumindest während des Bewegens des Kolbens in der ersten Richtung und auch
in der zweiten Richtung und eines jeweils dadurch bewirkten Drehens des zweiten Gewindekörpers
um seine Drehachse zusammen mit dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper, das besagte
Verhältnis des ersten Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels und des zweiten
Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels im Wesentlichen konstant bleibt.
[0027] Gemäß einer besonders bevorzugten Verfahrensvariante kann vorgesehen sein, dass entweder,
ausgehend von der ersten Verriegelungsstellung, in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper selbsthemmend verklemmt sind, zuerst zumindest
oder nur das erste Fluid-Axial-Gleitlager über den Mengenteiler und den damit fluidverbundenen
ersten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagt wird, oder,
ausgehend von der zweiten Verriegelungsstellung, in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper selbsthemmend verklemmt sind, zuerst zumindest
oder nur das zweite Fluid-Axial-Gleitlager über den Mengenteiler und den damit fluidverbundenen
zweiten Druckmittel-Zuströmkanal mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagt wird, entweder
um ein Abheben des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
in eine Abhebe- und Entriegelungsstellung zu bewirken oder wodurch ein Abheben des
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper in eine
Abhebe- und Entriegelungsstellung bewirkt wird, in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper entweder zumindest teilweise voneinander
abgehoben sind, so dass sich ihre Verriegelungs-Kegel-Flächen zumindest teilweise
nicht mehr berühren, oder komplett voneinander abgehoben sind, so dass sich ihre Verriegelungs-Kegel-Flächen
nicht mehr berühren, und dass erst anschließend das Druckmittel der ersten oder zweiten
Arbeitskammer zugeführt wird, entweder um eine Bewegung des Kolbens in der Axialrichtung
zu ermöglichen, zu unterstützen und/oder zu bewirken, oder wodurch der Kolben in der
Axialrichtung bewegt wird. Auf diese Weise lässt sich eine vorteilhafte Folgesteuerung
verwirklichen, bei welcher ein über lange Zeit besonders sicherer und verschleißarmer
Betrieb des Verriegelungszylinders möglich ist.
[0028] Es versteht sich, dass die vorstehenden Merkmale und Maßnahmen im Rahmen der Ausführbarkeit
einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander kombinierbar sind.
[0029] Weitere Merkmale, Maßnahmen, Vorteile und Gesichtspunkte der Erfindung gehen aus
dem nachfolgenden Beschreibungsteil hervor, in dem zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren beschrieben sind.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Verriegelungszylinder in einem Längsquerschnitt mit einer
integrierten Steuereinheit in einer schematischen Darstellung, zur Veranschaulichung
einer Fahrstellung "Ausfahren", sowohl bei drückender Last als auch bei ziehender
Last;
- Fig. 2
- den Verriegelungszylinder in einer Darstellung gemäß Figur 1 zur Veranschaulichung
einer Fahrstellung "Einfahren", sowohl bei drückender Last als auch bei ziehender
Last;
- Fig. 3
- den Verriegelungszylinder gemäß Figur 1 im Stillstand und verriegelten Zustand bei
ziehender Last;
- Fig. 4
- den Verriegelungszylinder gemäß Figur 1 im Stillstand und verriegelten Zustand bei
drückender Last;
- Fig. 5
- einen Querschnitt eines in der Steuereinheit des Verriegelungszylinders integrierten
Mengenteilers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, mit einem integrierten, eine
Druckwaage ausbildenden Regelkolben;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Mengenteilers,
bei dem es sich um einen Zahnradmengenteiler mit zwei über eine Welle miteinander
gekoppelten Zahnradpumpen handelt.
[0031] Der Verriegelungszylinder 20 umfasst einen Zylinder 21 und einen Kolben 22. Der Verriegelungszylinder
20 kann auch mit Verriegelungs-Zylinder-Kolben-Einheit bezeichnet werden. Der Kolben
22 ist in dem Zylinder 21 in einer Axialrichtung 23 verschieblich, jedoch drehfest
zu dem Zylinder 21 gelagert. Der Kolben 22 ist gegenüber einer Zylindermantel-Innenwand
24 des Zylinders 21 durch eine Ringdichtung 25 abgedichtet. Der Kolben 22 ist auf
seinen in Richtung der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21 voneinander weg weisenden
Seiten 27.1, 27.2 durch ein fluides, insbesondere hydraulisches, Druckmittel, vorzugsweise
Öl, beaufschlagbar, um eine druckmittelunterstützte Bewegung des Kolbens 22 in einer
ersten Richtung 28.1 und in einer zweiten Richtung 28.2, entgegengesetzt zu der ersten
Richtung 28.1 zu ermöglichen. Bei dem Verriegelungszylinder 20 handelt es sich um
einen druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden Verriegelungszylinder, der sowohl auf
Zug als auch auf Druck verriegelbar ist. Das fluide Druckmittel kann über einen ersten
Arbeitskanal 29.1 auf der von einem Zylinderboden 30 des Zylinders 21 weg weisenden
ersten Seite 27.1 des Kolbens 22 in eine erste Arbeitskammer 31.1 zugeführt werden,
um eine Bewegung des Kolbens 22 längs des Zylinders 21 bzw. parallel zu der Zylinderlängsachse
26 in der zweiten Richtung 28.2 erreichen zu können. Außerdem kann das fluide Druckmittel
über einen zweiten Arbeitskanal 29.2 auf der zweiten Seite 27.2 des Kolbens 22, die
von der ersten Seite 27.1 weg und zu dem Zylinderboden 30 hin weist, in eine zweite
Arbeitskammer 31.2 zugeführt werden, um eine Bewegung des Kolbens 22 längs des Zylinders
21 bzw. parallel zu der Zylinderlängsachse 26 in der ersten Richtung 28.1 erreichen
zu können.
[0032] Die erste Arbeitskammer 31.1 ist gegenüber der zweiten Arbeitskammer 31.2 über die
Ringdichtung 25 des Kolbens 22 abgedichtet. Die Ringdichtung 25 stützt sich in einer
nach außen zu der Zylindermantel-Innenwand 24 hin offenen Ringnut 33 des Kolbens 22
ab. Der Kolben 22 ist mit einem rohrförmigen Hohlkörper gestaltet, der auch mit Kolbenstange
34 bezeichnet ist. Der Kolben 22 bildet einen ringförmigen Ansatz, der drehfest mit
der Kolbenstange 34 verbunden ist. Die Kolbenstange 34 erstreckt sich ausgehend von
der ersten Seite 27.1 des Kolbens 22 in der Axialrichtung 23 koaxial bzw. parallel
zu der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21. Der Kolben 22 ist einteilig mit einer
auch mit erster Gewindekörper bezeichneten Mutter 35.1 gebildet. Die Mutter 35.1 weist
ein auch als erstes Gewinde bezeichnetes und als Innengewinde gestaltetes Muttergewinde
36.1 auf. Das Muttergewinde 36.1 bildet in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Kolbengewinde
des Kolbens 22. Das Mutter- bzw. Kolbengewinde 36.1 steht im Eingriff mit einem auch
mit zweites Gewinde bezeichneten und als Außengewinde gestalteten Spindelgewinde 36.2
einer auch als zweiter Gewindekörper bezeichneten Spindel 35.2, auf welcher der Kolben
22 geführt ist. Das Mutter- bzw. Kolbengewinde 36.1 und das Spindelgewinde 36.2 bilden
ein nicht selbsthemmendes Gewinde 37 aus. Vorzugsweise ist das nicht selbsthemmende
Gewinde 37 rechtsgängig gestaltet. Es kann aber auch linksgängig gestaltet sein. Vorzugsweise
ist das Mutter- bzw. Kolbengewinde 36.1 und das Spindelgewinde 36.2 jeweils als ein,
insbesondere mehrgängiges, Steilgewinde, vorzugsweise Trapez-Steilgewinde, gestaltet.
Bevorzugt kann ein achtgängiges Steilgewinde eingesetzt sein.
[0033] Der Zylinder 21 ist an einer Seite 38.1, die dem von dem Kolben 22 weg weisenden
Ende der Spindel 35.2 zugeordnet ist, durch einen die Kolbenstange 34 umschließenden
Deckel 39 abgeschlossen. Dieser kann, wie in den Figuren gezeigt, einteilig mit dem
Zylinder 21 verbunden bzw. hergestellt sein. Er kann jedoch auch mehrteilig mit dem
Zylinder verbunden sein. Der ringförmig gestaltete Deckel 39 weist eine zu der Kolbenstange
34 hin offene Ringnut 40 auf. In dieser Ringnut 40 stützt sich eine Ringdichtung 41
ab, welche die erste Arbeitskammer 31.1 nach außen hin abdichtet. Auf seiner anderen
Seite 38.2 ist der Zylinder 21 durch einen den Zylinderboden 30 bildenden Deckel bzw.
Kopf abgeschlossen. Dieser kann vorzugsweise mehrteilig mit dem Zylinder 21 verbunden
sein.
[0034] Die Spindel 35.2 ist um eine parallel zu der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders
21 angeordnete Drehachse 43 relativ zu dem Zylinder 21 drehbar. Die Spindel 35.2 ist
relativ zu dem Zylinder 21 in der Axialrichtung 23 bzw. parallel zu der Zylinderlängsachse
26 des Zylinders 21 axial verschiebbar, und zwar nur geringfügig. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel beträgt die mit dem Doppelpfeil 44 gekennzeichnete axiale Verschiebbarkeit
der Spindel 35.2 bzw. beträgt das axiale Spindelspiel nur etwa 1,5 bis 2,5 mm. Die
Spindel 35.2 ist ausschließlich schwerkraftbedingt, insbesondere durch eine auf die
Kolbenstange 34 bzw. auf den Kolben 22 wirkende Last F, selbsttätig bzw. automatisch,
antriebsfrei und ohne Einwirkung bzw. Unterstützung von Kraftspeichern, beispielsweise
Zug- oder Druckfedern, sowohl gegen eine Drehung um ihre Drehachse 43 relativ zu dem
Zylinder 21 als auch gegen eine Bewegung bzw. Verschiebung in der Axialrichtung 23,
sowohl in der ersten Richtung 28.1 als auch in der zweiten Richtung 28.2, selbsthemmend,
also reibschlüssig durch Haftreibung, verklemmbar und auf diese Weise verriegelbar.
Es ist also nicht nur eine reibschlüssige selbsthemmende Verriegelung der Spindel
35.2 bezüglich einer Drehung um ihre Drehachse 43 relativ zu dem Zylinder 21 verwirklichbar,
sondern auch eine Verriegelung der Spindel 35.2 gegen eine Bewegung bzw. Verschiebung
in der Axialrichtung 23, sowohl in der ersten Richtung 28.1 als auch in der zweiten
Richtung 28.2. Bei der erfindungsgemäßen Verriegelung handelt es sich also um eine
Art doppelt-selbsthemmende Verriegelung.
[0035] Zu diesem Zwecke sind ein erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 vorgesehen, der bezüglich des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 als ein
Gegen-Klemm-Doppel-Kegel-Körper fungiert. Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1
ist an der Spindel 35.2 drehfest befestigt und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 ist an dem Zylinder 21 drehfest befestigt. Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 sind derart aufeinander abgestimmt
gestaltet, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 unter Ausbildung einer Verklemmung selbsthemmend, also reibschlüssig durch Haftreibung
in einer ersten Verriegelungsstellung 46.1 (siehe Figur 3) und in einer zweiten Verriegelungsstellung
46.2 (siehe Figur 4) verklemmbar ist, so dass im selbsthemmend verklemmten Zustand,
sowohl in der ersten Verriegelungsstellung 46.1 als auch in der zweiten Verriegelungsstellung
46.2, der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und damit die Spindel 35.2 relativ
zu dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 und damit zu dem Zylinder 21, insbesondere
gegen eine Drehung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 um die Drehachse 43
relativ zu dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 und auch gegen eine Bewegung
bzw. Verschiebung in der Axialrichtung 23 derart verriegelt ist, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.1 und damit die Spindel 35.2 nur unter Ausübung von die Verklemmung lösenden Lösekräften
von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 und damit von dem Zylinder 21 in eine
Entriegelungsstellung 92 (vgl. Figuren 1 und 2) überführbar ist, in welcher die Spindel
35.2 zusammen mit dem daran befestigten ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 um die
Drehachse 43 relativ zu dem Zylinder 21, vorzugsweise frei, drehbar ist.
[0036] Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 umfasst einen erste Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.1 aufweisenden, kegelstumpfförmig gestalteten, selbsthemmenden, ersten Klemm-Kegel-Körper
47.1 und einen zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 aufweisenden, kegelstumpfförmig
gestalteten, selbsthemmenden, zweiten Klemm-Kegel-Körper 47.2. Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.1 ist scheibenförmig bzw. als Doppel-Kegel-Stumpf-Scheibe gestaltet. Der erste
Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 ist rotationssymmetrisch zu der Drehachse 43 der Spindel
35.2 bzw. zu der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21 gestaltet.
[0037] Der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 umfasst einen dritte Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3 aufweisenden, selbsthemmenden, dritten Klemm-Kegel-Körper 47.3 und einen vierte
Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.4 aufweisenden, selbsthemmenden, vierten Klemm-Kegel-Körper
47.4. Der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 ist rotationssymmetrisch zu der Zylinderlängsachse
26 des Zylinders 21 bzw. zu der Drehachse 43 der Spindel 35.2 gestaltet. Vorzugsweise
ist eine den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 aufnehmende Ausnehmung bzw. Kammer
49 rotationssymmetrisch zu der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21 bzw. zu der
Drehachse 43 der Spindel 35.2 gestaltet. Eine Ausnehmung bzw. Kammer 49, in welcher
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 in der Axialrichtung 23 verschiebbar aufgenommen
bzw. angeordnet ist, ist einerseits von einem Zylinderbodenteil 50 des Zylinderbodens
30 des Zylinders 21 und andererseits von einem ringförmigen Ansatz 51 begrenzt. Die
Kammer bzw. Ausnehmung 49 weist, in einem die Zylinderlängsachse 26 enthaltenden Querschnitt
betrachtet, einen T-förmigen Querschnitt auf.
[0038] Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 verjüngt sich mit seinen ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.1 und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 verjüngt sich mit seinen den
ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1 gegenüber liegenden dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3, in der ersten Richtung 28.1 betrachtet, radial zu der Drehachse 43 der Spindel
35.2 hin. Außerdem verjüngt sich der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 mit seinen
zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 und auch der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 verjüngt sich mit seinen den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 gegenüber
liegenden vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.4, in der zweiten Richtung 28.2 betrachtet,
radial zu der Drehachse 43 der Spindel 35.2 hin.
[0039] Die ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1 des mit der Spindel 35.2 drehfest verbundenen
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und die dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.2, 48.4 des zylinderbodenseitigen, zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 schließen
mit der Drehachse 43 der Spindel 35.2 bzw. mit der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders
21 einen ersten Neigungswinkel 52.1 ein (Fig. 3). Die zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und die vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.2, 48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 schließen mit der Drehachse
43 der Spindel 35.2 bzw. mit der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21 einen zweiten
Neigungswinkel 52.2 ein (Fig. 4). Der erste Neigungswinkel 52.1 und der zweite Neigungswinkel
52.2 sind gleich groß; er beträgt bevorzugt etwa 6,5 Grad. Bei diesen Neigungswinkeln,
oder allgemeiner gesagt, bei Neigungswinkeln von etwa 4 bis 13 Grad, vorzugsweise
von 4 bis 10 Grad, lässt sich abhängig von der gewählten Werkstoffpaarung und anderen
Parametern beim einem axialen Aneinanderlegen bzw. Ineinanderstecken des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.1 und des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 eine Selbsthemmung dergestalt
erreichen, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 sowohl nicht mehr relativ zueinander um die Zylinderlängsachse 26 des Zylinders
21 bzw. um die Drehachse 43 der Spindel 35.2 verdrehbar sind als auch nicht mehr relativ
zueinander in der Axialrichtung 23 bewegbar bzw. verschiebbar sind, also auch nicht
in eine Richtung voneinander weg. Denn es tritt eine Selbsthemmung durch eine Verklemmung
der beiden Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1, 45.2 miteinander ein, bei welcher diese
reibschlüssig durch Haftreibung miteinander verklemmt sind.
[0040] Die ersten Verriegelungs-Kegelflächen 48.1 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.1 sind durch eine axiale Bewegung der Spindel 35.2 in der ersten Richtung 28.1
an den dritten Verriegelungs-Kegelflächen 48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.2 des Zylinders 21 derart anlegbar, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 Axialkräfte aufnehmen kann, die in die erste Richtung 28.1 auf die Spindel 35.2
einwirken. Ferner sind die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen 48.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.1 durch eine axiale Bewegung der Spindel 35.2 in der zweiten Richtung 28.2 an den
vierten Verriegelungs-Kegelflächen 48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2
des Zylinders 21 derart anlegbar, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 Axialkräfte aufnehmen kann, die in die zweite Richtung 28.2 auf die Spindel 35.2
einwirken.
[0041] Die Spindel 35.2 ist vermittels des ersten Klemm-doppel-Kegel-körpers 45.1 an wenigstens
zwei Fluid-Axial-Gleitlagern 53.1 53.2 gelagert, von denen ein erstes Fluid-Axial-Gleitlager
53.1 dazu bestimmt ist, in die erste Richtung 28.1 auf die Spindel 35.2 wirkende Axialkräfte
aufzunehmen, und von denen ein zweites Fluid-Axial-Gleitlager 53.2 dazu bestimmt ist,
in die zweite Richtung 28.2 auf die Spindel 35.2 wirkende Axialkräfte aufzunehmen.
Das erste Fluid-Axial-Gleitlager 53.2 ist über einen ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagbar und das zweite Fluid-Axial-Gleitlager
53.2 ist über einen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 mit dem fluiden Druckmittel
beaufschlagbar.
[0042] Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 ist in der von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 begrenzten Kammer 49 des Zylinders 21 bzw. des Zylinderbodens 30 aufgenommen.
Die Kammer 49 ist einerseits von einem Zylinderbodenteil 50 des Zylinders 21 und andererseits
durch den ringförmigen Ansatz 51 begrenzt, der, vorzugsweise einteilig, mit dem Zylinder
21 verbunden bzw. gebildet ist. Der Ansatz 51 erstreckt sich radial und senkrecht
zu der Zylinderlängsachse 26 des Zylinders 21 in Richtung der Spindel 35.2. Der Ansatz
51 ist zwischen dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und dem Kolben 22 angeordnet.
[0043] Der erste Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 mündet auf einer den ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.1 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 zugeordneten ersten Seite 55.1 des
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 in die Kammer 49. Der zweite Druckmittel-Zuströmkanal
54.2 mündet auf einer den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.1 zugeordneten zweiten Seite 55.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 in
die Kammer 49.
[0044] Der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 ist drehfest an einem gewindefreien zweiten
Spindelteil 56.2 der Spindel 35.2 befestigt, der wiederum drehfest an einem das Spindelgewinde
36.2 aufweisenden ersten Spindelteil 56.1 der Spindel 35.2 befestigt ist. Vorzugsweise
sind der erste Spindelteil 56.1 und der zweite Spindelteil 56.2 der Spindel 35.2 einteilig
verbunden bzw. aus einem Stück hergestellt. Der nicht mit einem Spindelgewinde versehene
zweite Spindelteil 56.2 der Spindel 35.2 ist in einer Bohrung 57 des sich radial nach
innen und quer zu der Zylinderlängsachse 23 des Zylinders 21 erstreckenden, ringförmigen
Ansatzes 51 aufgenommen. Der Ansatz 51 weist eine zu dem gewindefreien zweiten Spindelteil
56.1 der Spindel 35.2 offene Ringnut 58, an deren Wand sich eine Ringdichtung 59 abstützt.
Über die Ringdichtung 59 ist die den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 aufnehmende
Ausnehmung bzw. Kammer 49 gegenüber der zweiten Arbeitskammer 31.2 abgedichtet.
[0045] Der in die Kammer 49 mündende erste Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 ist mit einem ersten
Druckmittel-Abströmkanal 61.1 eines Mengenteilers 60, 60.1, 60.2 fluidverbunden und
der ebenfalls in die Kammer 49 mündende zweite Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 ist mit
einem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 des Mengenteilers 60, 60.1, 60.2 fluidverbunden.
Der Mengenteiler 60, 60.1, 60.2 umfasst einen Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62, der
sich in einen ersten Zuströmkanal 62.1 und einen zweiten Zuströmkanal 62.2 verzweigt.
Der Mengenteiler 60; 60.1, 60.2 dient zur Aufteilung eines dem Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal
62 zuführbaren Haupt-Volumenstromes des fluiden Druckmittels in einen dem ersten Druckmittel-Abströmkanal
61.1 und damit dem ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 zuzuführenden ersten Teil-Volumenstrom
des fluiden Druckmittels und in einen dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 und
damit dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 zuzuführenden zweiten Teil-Volumenstrom
des fluiden Druckmittels.
[0046] Durch Zuführen des fluiden Druckmittels in den Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62
des Mengenteilers 60; 60.1, 60.2 besteht die Möglichkeit, den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.1 in der Kammer 49 in eine fluid-dynamische Schwimmstellung 63 zu überführen (siehe
Figuren 1 und 2), in welcher sowohl ein störungsfreies, insbesondere verriegelungs-
bzw. klemmfreies, Bewegen des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 als auch ein
störungsfreies, insbesondere verriegelungs- bzw. klemmfreies, Bewegen des Kolbens
22 in der zweiten Richtung 28.2 möglich ist. Vor allem besteht durch Zuführen des
fluiden Druckmittels in den Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62 des Mengenteilers 60;
60.1, 60.2 die Möglichkeit, den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 während des
Bewegens des Kolbens 22 sowohl in der ersten Richtung 28.1 als auch in der zweiten
Richtung 28.2 stets in einer bzw. der fluid-dynamischen Schwimmstellung 63 bzw. in
einem fluid-dynamischen Schwimmzustand zu halten, und zwar jeweils unabhängig von
der Größe der Last F und des dadurch erforderlichen Systemdruckes.
[0047] Gemäß einem in Figur 5 veranschaulichten, bevorzugten, ersten Ausführungsbeispiel
des Mengenteilers 60; 60.1 handelt es sich um ein fluidströmungs- bzw. fluiddruckgesteuertes
Ventil. Mit anderen Worten handelt es sich um einen von der Strömung des fluiden Druckmittels
bzw. von dem Druck des fluiden Druckmittels gesteuertes Ventil. Dieses Ventil bzw.
dieser Mengenteiler 60; 60.1 umfasst ein Gehäuse 64 mit einer einen kreiszylindrischen
Innenumfang aufweisenden bzw. kreiszylindrischen Regelkolben-Aufnahme 65 für einen
relativ zu dieser verschieblichen Regelkolben 66, der auch mit Druckwaage und/oder
Schieber bezeichenbar bzw. bezeichnet ist. In der Regelkolben-Aufnahme 65 ist der
einen kreiszylindrischen Außenumfang aufweisende bzw. kreiszylindrische Regelkolben
66 mit sehr geringem Spiel, in bzw. mit einer Spielpassung, geführt relativ zu der
Regelkolben-Aufnahme 65 in einer axialen Richtung 67 verschiebbar gelagert. Vorzugsweise
ist der Regelkolben 66 in die Regelkolben-Aufnahme 65 des Gehäuses 64 des Mengenteilers
60; 60.1 eingehont. Der Regelkolben 66 erstreckt sich axial in Richtung einer Regelkolben-Längsachse
68. Der Regelkolben 66 weist eine Regelkolben-Länge auf. Der Regelkolben 66 weist
ein erstes Regelkolbenende 70.1 und ein sich davon in eine entgegengesetzte Richtung
in der axialen Richtung 67 weg erstreckendes zweites Regelkolbenende 70.1 auf. Das
zweite Regelkolbenende 70.2 weist von dem ersten Regelkolbenende 70.1 einen der Regelkolbenlänge
entsprechenden Abstand auf. Der erste Zuströmkanal 62.1 umfasst eine erste Fest-Drossel
71.1. Der zweite Zuströmkanal 62.2 umfasst eine zweite Fest-Drossel 71.2. Die erste
Fest-Drossel 71.1 und die zweite Fest-Drossel 71.2 sind zumindest hinsichtlich deren
Drosselquerschnitt und deren Drossellänge identisch gestaltet. Die Regelkolben-Aufnahme
65 weist ein erstes Aufnahmeende 73.1 und ein sich davon in eine entgegengesetzte
Richtung in der axialen Richtung 67 weg erstreckendes zweites Aufnahmeende 73.2 auf.
Die Regelkolben-Aufnahme 65 weist eine Axiallänge auf, die kleiner ist als die Regelkolbenlänge
des Regelkolbens 66, so dass der Regelkolben 66 mit seinen beiden voneinander weg
weisenden Regelkolbenenden 70.1, 70.2 beidseitig über die Regelkolben-Aufnahme 65
hinaus stehen kann. Wenn die Regelkolbenenden 70.1, 70.2 des Regelkolbens 66 sich
mit einer jeweils gleich großen Teillänge über die voneinander weg weisenden Aufnahmeenden
73.1, 73.2 der Regelkolben-Aufnahme 65 bzw. über die senkrecht zu der Längsachse 69
der Regelkolben-Aufnahme 65 ausgebildete, gedachte Symmetrieebene 79 hinaus erstrecken,
befindet sich der Regelkolben 66 in der in Figur 5 gezeigten Grund- bzw. Mittenstellung
72. Die Regelkolben-Aufnahme 65 geht an ihrem ersten Aufnahmeende 73.1, in einer ersten
axialen Richtung 67.1 betrachtet, in eine einen kreiszylindrischen Innenquerschnitt
aufweisende bzw. kreiszylindrische erste Regelkolbenende-Aufnahme 74.1 zur Aufnahme
des ersten Regelkolbenendes 70.1 des Regelkolbens 66 über, in die der erste Zuströmkanal
62.1 mündet. Die Regelkolben-Aufnahme 65 geht an ihrem zweiten Aufnahmeende 73.2,
in einer zweiten axialen Richtung 67.2 betrachtet, in eine einen kreiszylindrischen
Innenquerschnitt aufweisende bzw. kreiszylindrische zweite Regelkolbenende-Aufnahme
74.2 zur Aufnahme des zweiten Regelkolbenendes 70.2 des Regelkolbens 66 über, in die
der zweite Zuströmkanal 62.2 mündet. Die erste Regelkolbenende-Aufnahme 74.1 bildet
einen Bestandteil einer ersten Regel-Drossel 75.1 aus und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
74.2 bildet einen Bestandteil einer zweiten Regel-Drossel 75.2 aus. Die erste Regelkolbenende-Aufnahme
74.1 ist mit einem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteilers 60 fluidverbunden
und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme 74.2 ist mit einem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
61.2 des Mengenteilers 60 fluidverbunden. Die Regelkolben-Aufnahme 65 weist in einer
gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 ausgebildeten Querschnittsebene
betrachtet, einen Innenquerschnitt auf. Die erste Regelkolbenende-Aufnahme 74.1 weist
in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 ausgebildeten ersten
Querschnittsebene betrachtet, einen ersten Innenquerschnitt auf, der größer ist als
der Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme 65. Die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
74.2 weist in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 ausgebildeten
zweiten Querschnittsebene betrachtet, einen zweiten Innenquerschnitt auf, der ebenfalls
größer ist als der Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme 65. Der erste Innenquerschnitt
der ersten Regelkolbenende-Aufnahme 74.1 und der zweite Innenquerschnitt der zweiten
Regelkolbenende-Aufnahme 74.2 sind gleich groß. Die erste Regelkolbenende-Aufnahme
74.1 geht auf einer der Regelkolben-Aufnahme 65 gegenüber liegenden ersten Seite,
in der ersten axialen Richtung 67.1 betrachtet, in eine einen kreiszylindrischen Innenumfang
aufweisende bzw. kreiszylindrische, dritte Regelkolbenende-Aufnahme 74.3 über, in
die der erste Druckmittel-Abströmkanal 61.1 mündet. Die dritte Regelkolbenende-Aufnahme
74.3 weist in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 und parallel
zu der ersten Querschnittsebene ausgebildeten dritten Querschnittsebene betrachtet,
einen dritten Innenquerschnitt auf, der dem Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme
65 entspricht, so dass das erste Regelkolbenende 70.1 des Regelkolbens 66 in die dritte
Regelkolbenende-Aufnahme 74.3 überführbar und dann auch dort mit sehr geringem Spiel,
vorzugsweise mit einem gleichen Spiel wie in der Regelkolben-Aufnahme 65, in bzw.
mit einer Spielpassung, relativ zu der dritten Regelkolbenende-Aufnahme 74.3 in der
axialen Richtung 67 verschiebbar gelagert ist. Die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
74.2 geht auf einer der Regelkolben-Aufnahme 65 gegenüber liegenden zweiten Seite,
in der zweiten axialen Richtung 67.2 betrachtet, in eine einen kreiszylindrischen
Innenumfang aufweisende bzw. kreiszylindrische, vierte Regelkolbenende-Aufnahme 74.4
über, in die der zweite Druckmittel-Abströmkanal 61.2 mündet. Die vierte Regelkolbenende-Aufnahme
74.4 weist in einer gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 und parallel
zu der zweiten Querschnittsebene ausgebildeten vierten Querschnittsebene betrachtet,
einen vierten Innenquerschnitt auf, der dem Innenquerschnitt der Regelkolben-Aufnahme
65 entspricht, so dass das zweite Regelkolbenende 70.2 des Regelkolbens 66 in die
vierte Regelkolbenende-Aufnahme 74.4 überführbar und dann auch dort mit sehr geringem
Spiel, vorzugsweise mit einem gleichen Spiel wie in der Regelkolben-Aufnahme 65, in
bzw. mit einer Spielpassung, relativ zu der vierten Regelkolbenende-Aufnahme 74.4
in der axialen Richtung 67 verschiebbar gelagert ist. Die dritte und vierte Regelkolbenende-Aufnahme
74.3, 74.4 sind jeweils mit einer sich radial nach innen bzw. zu der Längsachse 69
der Regelkolben-Aufnahme 65 hin erstreckenden, ringförmigen Stirnwand 77.1, 77.2 des
Gehäuses 64 des Mengenteilers 60; 60.1 begrenzt. Die erste Stirnwand bildet einen
ersten Anschlag 77.1 für das erste Regelkolbenende 70.1 des Regelkolbens 66 aus. Die
zweite Stirnwand bildet einen zweiten Anschlag 77.2 für das zweite Regelkolbenende
70.2 des Regelkolbens 66 aus.
[0048] Der Regelkolben 66 ist druck- bzw. strömungsgesteuert durch das fluide Druckmittel
in der ersten axialen Richtung 67.1 in eine erste Absperrstellung verschiebbar, in
welcher er mit seinem ersten Regelkolbenende 70.1 an dem ersten Anschlag 77.1 anschlägt
und in welcher der Regelkolben 66 einen ersten Strömungsweg von dem ersten Zuströmkanal
62.1 zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 bezüglich eines Durchströmens des
fluiden Druckmittels absperrt, während ein zweiter Strömungsweg von dem zweiten Zuströmkanal
62.2 zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 bezüglich eines Durchströmens des
fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt. Ferner ist der Regelkolben 66 strömungsgesteuert
durch das fluide Druckmittel in der zweiten axialen Richtung 67.2 in eine zweite Absperrstellung
verschiebbar, in welcher er mit seinem zweiten Regelkolbenende 70.2 an dem zweiten
Anschlag 77.2 anschlägt und in welcher der Regelkolben 66 einen zweiten Strömungsweg
von dem zweiten Zuströmkanal 62.2 zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 bezüglich
eines Durchströmens des fluiden Druckmittels absperrt, während der erste Strömungsweg
von dem ersten Zuströmkanal 62.2 zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 bezüglich
eines Durchströmens des fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt.
[0049] Der den Regelkolben 66 enthaltende Mengenteiler 60; 60.1 ist symmetrisch zu einer
gedachten, senkrecht zu der Regelkolben-Längsachse 68 des Regelkolbens 66 ausgebildeten
Symmetrieebene 79 gestaltet. Bei dem in Figur 5 gezeigten Mengenteiler 60; 60.1 handelt
sich um einen einfachwirkenden bzw. nur in einer Durchflussrichtung wirkenden Mengenteiler.
[0050] Der wichtigste Bestandteil dieses Mengenteilers 60; 60.1 ist der auch mit Druckwaage
bezeichnete bzw. als Druckwaage fungierende Regelkolben 66. Der Regelkolben 66 ist
in der axialen Richtung 67 bzw. in Längsrichtung relativ zu einem Gehäuse 64 des Mengenteilers
60; 60.1 bis zu dem jeweiligen Anschlag 77.1, 77.2 verschiebbar. In der geteilten
Zuflussleitung (erster und zweiter Zuströmkanal 62.1, 62.2) des Mengenteilers 60;
60.1 befindet sich jeweils eine Drossel 71.1, 71.2 mit vorzugweise exakt gleichem
Drosselquerschnitt (Drosselbohrung und Drossellänge). Der bewegliche Regelkolben 66
bzw. Schieber bewegt sich, je nach Druckdifferenz in den abgehenden Leitungen 61.1,
61.2; 54.1, 54.2, in einer ersten Verschieberichtung 67.1 oder in einer zweite Verschieberichtung
67.2 auf die mit der Bohrung der Regelkolben-Aufnahme 65 jeweils exakt fluchtende
Bohrung (dritte und vierte Regelkolbenende-Aufnahme 74.3, 74.4) gleicher Passung zu
und bewirkt dort eine Drosselung oder gar eine Sperrung dieses Kanals. Das Zusammenspiel
dieser drei Bestandteile teilt den aus dem Mengenteiler 60; 60.1 abfließenden Druckmittelstrom
des fluiden Druckmittels in einem Verhältnis von fast genau 1:1. Vorzugsweise beträgt
die Ungenauigkeit maximal +/- 2 Prozent, was aber bei diesem Einsatzfall keine Rolle
spielt. Hinsichtlich der beiden maßlich gleichen Drosseln 71.1, 71.2 ist, im Falle
eines hydraulischen Druckmittels, das hydrodynamische Gesetz anwendbar. Durch diese
beiden Drosseln 71.1, 71.2 fließt nur dann der gleiche Druckmittelstrom in einer Zeiteinheit,
wenn das Druckgefälle bzw. die Druckdifferenz vor und nach beiden Drosseln 71.1, 71.2
exakt gleich ist. Einen Gleichstand dieses Druckgefälles wird durch den den beiden
Drosseln 71.1, 71.2 nachgeschalteten, axial verschiebbaren, Regelkolben 66 bewirkt
(deshalb auch die Bezeichnung "Druckwaage"), indem, je nach dem Druckverhältnis in
den von dem Mengenteiler 60; 60.1 zu dem Verriegelungszylinder bzw. zu dessen Kammer
49 für den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 abgehenden Leitungen 61.1, 61.2;
54.1, 54.2, der Regelkolben 66 bzw. Schieber seine Stellung relativ zu dem Gehäuse
64 des Mengenteilers 60; 60.1 entsprechend ändert. In Strömungsrichtung betrachtet
vor den beiden Drosseln 71.1, 71.2 besteht eh Gleichdruck, weil dort der Druckraum
derselbe ist. Das folgende Beispiel kann die Funktion des Regelkolbens 66 als Druckwaage
verdeutlichen: Kann durch ein Festsitzen des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1
auf der betreffenden Abflussseite kein fluides Druckmittel abfließen, schließt die
Druckwaage bzw. der Regelkolben 66 durch den Druckstau auf dieser blockierten Seite
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 automatisch auch die Gegenseite, so dass
der Mengenteiler 60; 60.1 beide Seiten sperrt und erst dann wieder öffnet, wenn sich
der verklemmte erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 im Zylinder 21 löst bzw. gelöst
hat. Der Mengenteiler 60; 60.1 hat also die Eigenschaft, den Druckmittelstrom des
fluiden Druckmittels von Null bis zu einem Maximum immer nahezu exakt in einem Verhältnis
zu teilen, das im Wesentlichen 1:1 beträgt, weil die Druckdifferenz durch die Druckwaage
bzw. durch den Regelkolben 66 immer im Wesentlichen auf dem gleichen Wert gehalten
("ausgewogen") wird. Der Druckmittelstrom des fluiden Druckmittels kann beispielsweise
in Liter/Minute angegeben werden.
[0051] Durch den Einsatz des Mengenteilers 60; 60.1 wird erreicht, dass der auch als Sicherheitszylinder
bezeichenbare Verriegelungszylinder 20 bzw. dessen Kolbenstange 34 (bei wechselnder
Last) nur dann ungestört aus- und einfahren kann, wenn der sich zusammen mit der Spindel
35.2 um deren Drehachse 43 drehende erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 während des
Aus- und Einfahrens in einer Art Zwangsschwimmstellung 63 in einem fluid-dynamischen
Schwimmzustand zwischen seinen beiden Endanschlägen (Klemmstellungen bzw. ersten und
zweiten Verriegelungsstellung 46.1, 46.2) bleibt.
[0052] In Figur 6 ist schematisch eine alternative Ausführungsvariante eines Mengenteilers
60 veranschaulicht, bei dem es sich um einen Zahnradmengenteiler 60.2 handelt. Dieser
Zahnradmengenteiler 60; 60.2 umfasst einen ersten Zahnradmotor bzw. eine erste Zahnradpumpe
80.1 zur Förderung des ersten Teil-Volumenstroms und einen zweiten Zahnradmotor bzw.
eine zweite Zahnradpumpe 80.2 zur Förderung des zweiten Teil-Volumenstroms. Die erste
Zahnradpumpe 80.1 und die zweite Zahnradpumpe 80.2 sind über eine Welle 81 miteinander
zwangsgekoppelt. Auch mit diesem Zahnradmengenteiler 60; 60.2 kann ein Verhältnis
der beiden Teil-Volumenströme im Wesentlichen konstant bei etwa 1:1 gehalten werden.
[0053] An dem Zylinder 21 ist im Bereich seines Zylinderbodens 30 ein Steuerblock 82 befestigt,
beispielsweise angeflanscht. Der Steuerblock 82 enthält eine Mehrzahl von Steuerungs-und/oder
Regelungselementen zur Steuerung und/oder Regelung des Verriegelungszylinders 20 bzw.
zum Betreiben des Verriegelungszylinders 20. Vorzugsweise handelt es sich bei einem
dieser Steuerungs- bzw. Regelungselemente um einen oder um den erfindungsgemäßen Mengenteiler
60.
[0054] Zwischen dem dritten Klemm-Kegel-Körper 47.3 und dem vierten Klemm-Kegel-Körper 47.4
des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 ist ein ringförmiger Druckmittel-Abführ-Kanal
83 zum Abführen des das erste und das zweite Fluid-Axial-Gleitlager 53.1 53.2 beaufschlagenden
fluiden Druckmittels vorgesehen. Der Druckmittel-Abführ-Kanal 83 grenzt an die ersten,
zweiten, dritten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1, 48.2, 48.3, 48.4 an
und mündet in die Kammer 49. Der Druckmittel-Abführ-Kanal 83 ist dann, wenn sich der
erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 in seiner fluid-dynamischen Schwimmstellung 63
befindet, mit dem ersten und mit dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager 52.1, 53.2 sowohl
über einen dann zwischen den ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1,
48.3 ausgebildeten, ringförmigen, ersten Kanal 84.1 fluidverbunden als auch über einen
dann zwischen den zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2, 48.4 ausgebildeten,
ringförmigen, zweiten Kanal 84.2 fluidverbunden.
[0055] Wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 miteinander in der ersten Verriegelungsstellung 46.1 unter Ausbildung der Verklemmung
selbsthemmend verklemmt verriegelt sind, ist der erste Druckmittel-Zuströmkanal 54.1
gegenüber dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 vermittels der dann aneinander anliegenden
ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1, 48.3 abgesperrt. Wenn davon ausgehend
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 voneinander in einer Entriegelungsstellung 92 abgehoben sind, ist der erste Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 mit dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 über den dann zwischen den ersten und dritten
Verriegelungs-Kegel-Flächen ausgebildeten, ringförmigen, ersten Kanal 84.1 fluidverbunden.
[0056] Wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 miteinander in der zweiten Verriegelungsstellung 46.2 unter Ausbildung der Verklemmung
selbsthemmend verklemmt verriegelt sind, ist zweite Druckmittel-Zuströmkanal 54.2
gegenüber dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 vermittels der aneinander anliegenden zweiten
und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2, 48.4 abgesperrt. Wenn davon ausgehend
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 voneinander in einer Entriegelungsstellung 92 abgehoben sind, ist der zweite
Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 mit dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 über den dann zwischen
den zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2, 48.4 ausgebildeten, ringförmigen,
zweiten Kanal 84.2 fluidverbunden.
[0057] In dem Steuerblock 82 des Verriegelungszylinders 20, der im Bereich des Zylinderbodens
30 bzw. der beiden Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1, 45.2 vorgesehen ist, ist eine Steuereinheit
85 mit mehreren, auch mit Fluidkanäle bezeichneten Strömungs- und Verbindungskanälen
sowie Steuerungs- bzw. Regelungselementen integriert. Die Steuereinheit ist beispielhaft
in Figur 1 schematisch mit unterbrochenen Linien veranschaulicht. Die Steuer- bzw.
Regelelemente sind in den Figuren 1 bis 4 und 6, wie in derartigen Schaltungsdarstellungen
üblich, mit Schaltzeichen bzw. -symbolen der Fluidtechnik eingezeichnet.
[0058] Es können bevorzugt nur zwei Anschlussleitungen 86 und 87 für eine wechselweise Zuleitung
und Ableitung des fluiden Druckmittels vorgesehen sein. In den gezeigten Ausführungsbeispielen
sind eine erste Anschlussleitung 87 und eine zweite Anschlussleitung 86 vorgesehen.
Jede dieser Anschlussleitungen 86 und 87 kann also sowohl als Vorlaufleitung als auch
als Rücklaufleitung dienen. Zu diesem Zwecke kann ein in den Figuren nicht gezeigtes
Umschalt- bzw. Steuerventil vorgesehen sein, das mit einer in den Figuren ebenfalls
nicht gezeigten Versorgungsvorrichtung für das fluide Druckmittel fluidverbunden ist.
Die Versorgungseinrichtung kann eine Pumpe, vorzugsweise auch einen Tank, für das
fluide Druckmittel enthalten.
[0059] Die Steuereinheit 85 weist als wesentliche Steuerungs- bzw. Regelungselemente zumindest
den Mengenteiler 60, zwei Umschaltventile88.1, 88.2, insbesondere jeweils in Form
eines 2-2-Wegeventils, und zwei Lasthalte-Senkbrems-Ventile bzw. Senkbrems-Ventile
89.1, 89.2 auf, vorzugsweise auch zwei Rückschlagventile 90.1, 90.2.
[0060] Jedes Lasthalte-Senkbrems-Ventil bzw. Senkbrems-Ventil 89.1, 89,2 weist einen Einlass
95.1, 95.2, einen Auslass 96.1, 96.2 und einen Steueranschluss 97.1, 97.2 auf, an
dem eine Steuerleitung bzw. ein Steuerkanal 98.1, 98.2 angeschlossen ist. Der Einlass
95.1 des ersten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. Senkbrems-Ventils 89.1 ist mit der
ersten Arbeitskammer 31.1 über den auch als ersten Arbeitskanal bezeichneten Fluidkanal
29.1 fluidverbunden und der Auslass 96.1 des ersten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw.
Senkbrems-Ventils 89.1 ist mit dem ersten Anschlusskanal 87 fluidverbunden. Der erste
Steuerkanal 98.1 des ersten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. Senkbrems-Ventils 89.1
ist mit dem zweiten Anschlusskanal 86 fluidverbunden. Im Unterschied dazu ist der
zweite Einlass 95.2 des zweiten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. Senkbrems-Ventils
89.2 mit der zweiten Arbeitskammer 31.2 über den auch als zweiten Arbeitskanal bezeichneten
Fluidkanal 29.2 fluidverbunden und der zweite Auslass 96.2 des zweiten Lasthalte-Senkbrems-Ventils
bzw. Senkbrems-Ventils 89.2 ist mit dem zweiten Anschlusskanal 86 fluidverbunden.
Der zweite Steuerkanal 98.2 des zweiten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. Senkbrems-Ventils
89.2 ist mit dem ersten Anschlusskanal 87 fluidverbunden.
[0061] Vorzugsweise kann das jeweilige Lasthalte-Senkbrems-Ventil bzw. das Senkbrems-Ventil
89.1, 89.2 durch die Federkraft einer Feder 99.1, 99.2 beaufschlagt sein bzw. werden,
die der Kraft, die durch das fluide Druckmittel über den jeweiligen Steuerkanal 98.1,
98.2 ausgeübt wird, entgegen wirkt.
[0062] Vorzugsweise ist der jeweilige Durchgangsweg zwischen dem jeweiligen Einlass 95.1,
95.2 und dem jeweiligen Auslass 96.1, 96.2 des jeweiligen Senkbrems-Ventils 89.1,
89.2 dann, wenn der jeweilige Steuerkanal 98.1, 98.2 nicht mit fluidem Druckmittel
beaufschlagt ist bzw. drucklos ist, abgesperrt, so dass etwaig an dem jeweiligen Einlass
95.1, 95.2 unter Druck anstehendes Druckmittel das jeweilige Senkbrems-Ventil 89.1,
89.2 nicht passieren kann. Auf diese Weise kann das jeweilige Senkbrems-Ventil als
Lasthalte-Senkbremsventil 89.1, 89.2 eingesetzt werden. Denn in der abgesperrten Stellung
des jeweiligen Senkbrems-Ventils 89.1, 89.2 kann sich der Kolben 22 nicht weiter senken.
Auf diese Weise kann ggf. unabhängig von bzw. zusätzlich zu einer mechanischen Verriegelung
des Verriegelungszylinders 20, respektive des Kolbens 22, eine fluidische, insbesondere
hydraulische, Sicherung des Verriegelungszylinders 20, respektive des Kolbens 22,
erreicht werden.
[0063] Mit Hilfe des zweiten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. Senkbrems-Ventils 89.2 kann
bewirkt werden bzw. wird bewirkt, dass bei einer Beaufschlagung des Kolbens 22 auf
seiner ersten Seite 27.1 mit dem in der ersten Arbeitskammer 31.1 befindlichen fluiden
Druckmittel unter Ausbildung eines Arbeitsdruckes, der eine Verschiebung des Kolbens
22 in die zweite Richtung bzw. Einfahrrichtung 28.1 bewirkt, gleichzeitig in der zweiten
Arbeitskammer 31.2 an der zweiten Seite 27.2 des Kolbens 22 ein durch das in der zweiten
Arbeitskammer 31.2 befindliche Druckmittel ausgeübter Gegendruck wirkt. Der in der
zweiten Arbeitskammer 31.2 wirkende Gegendruck ist mit Hilfe des zweiten Senkbrems-Ventils
89.2 während der Beaufschlagung der ersten Arbeitskammer 31.1 mit fluidem Druckmittel
und folglich während einer Bewegung des Kolbens 22 in der zweiten Richtung bzw. in
Einfahrrichtung 28.2 auf Druckwerten gehalten, die stets kleiner als der Arbeitsdruck
in der ersten Arbeitskammer 31.1 sind, so dass bei der Bewegung des Kolbens 22 in
der zweiten Richtung 28.2 ein kontrolliertes Abbremsen des Kolbens 22 in der zweiten
Richtung 28.2 bewirkt wird. Dadurch kann ein unkontrolliertes Voreilen des Kolbens
22 in der zweiten Richtung 28.2 vermieden werden.
[0064] Mit Hilfe des ersten Lasthalte-Senkbrems-Ventils bzw. des Senkbrems-Ventils 89.1
kann bewirkt werden bzw. wird bewirkt, dass bei einer Beaufschlagung des Kolbens 22
auf seiner zweiten Seite 27.2 mit dem in der zweiten Arbeitskammer 31.2 befindlichen
Druckmittel unter Ausbildung eines Arbeitsdruckes, der eine Verschiebung des Kolbens
22 in die erste Richtung bzw. Ausfahrrichtung 28.1 bewirkt, gleichzeitig in der ersten
Arbeitskammer 31.1 an der ersten Seite 27.1 des Kolbens 22 ein durch das in der ersten
Arbeitskammer 31.1 befindliche Druckmittel ausgeübter Gegendruck wirkt. Der in der
ersten Arbeitskammer 31.1 wirkende Gegendruck ist mit Hilfe des ersten Senkbrems-Ventils
89.1 während der Beaufschlagung der zweiten Arbeitskammer 31.2 mit Druckmittel und
folglich während einer Bewegung des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 auf Druckwerten
gehalten, die stets kleiner als der Arbeitsdruck in der zweiten Arbeitskammer 31.2
sind, so dass bei der Bewegung des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 ein kontrolliertes
Abbremsen des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 bewirkt wird. Dadurch kann ein
unkontrolliertes Voreilen des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 vermieden werden.
[0065] Der erste Anschlusskanal 87 ist über den ersten Kanal 91.1 mit dem Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal
62 des Mengenteilers 60 fluidverbunden. Der erste Kanal 91.1 enthält das erste Rückschlagventil
90.1. Das erste Rückschlagventil 90.1 lässt eine Strömung des fluiden Druckmittels
zu dem Mengenteiler 60 hin zu, sperrt jedoch in der Gegenrichtung. Der zweite Anschlusskanal
86 ist über den zweiten Kanal 91.2 mit dem Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62 des Mengenteilers
60 fluidverbunden. Der zweite Kanal 91.2 enthält das zweite Rückschlagventil 90.2.
Das zweite Rückschlagventil 90.2 lässt eine Strömung des fluiden Druckmittels zu dem
Mengenteiler 60 hin zu, sperrt jedoch in der Gegenrichtung. Das erste und zweite Rückschlagventil
90.1, 90.2 enthalten jeweils wenigstens ein Sperrglied. Vorzugsweise kann es sich
bei dem Sperrglied um eine Kugel handeln.
[0066] Der Druckmittel-Abführkanal 83 der Ausnehmung bzw. Kammer 49 des Zylinders 21 ist
mit dem ersten und zweiten Umschalt-Ventil 88.1, 88.2 fluidverbunden. Bei diesen Umschaltventilen
88.1, 88.2 handelt es sich jeweils um ein 2-2-Wegeventil. Das erste Umschalt-Ventil
88.1 ist von einer in den Figuren 1 bis 4 gezeigten ersten Durchgangsstellung 100.1,
in welcher das fluide Druckmittel von dem Druckmittel-Abführkanal 83 der Kammer 49
in die erste Arbeitskammer 31.1 strömen kann, in eine erste Sperrstellung betätigbar
bzw. schaltbar, in welcher der Strömungsweg von dem Druckmittel-Abführkanal 83 zu
der ersten Arbeitskammer 31.1 gesperrt ist. Das zweite Umschalt-Ventil 88.1 ist von
einer in den Figuren 1 bis 4 gezeigten zweiten Durchgangsstellung 100.2, in welcher
das fluide Druckmittel von dem Druckmittel-Abführkanal 83 der Kammer 49 in die zweite
Arbeitskammer 31.2 strömen kann, in eine zweite Sperrstellung betätigbar bzw. schaltbar,
in welcher der Strömungsweg von dem Druckmittel-Abführkanal 83 zu der zweiten Arbeitskammer
31.2 gesperrt ist. Bei der ersten Durchgangsstellung 100.1 des ersten Umschaltventils
88.1 und auch bei der zweiten Durchgangsstellung 100.2 des zweiten Umschaltventils
88.2 handelt es sich jeweils um eine Grundstellung, in welcher die Umschaltventile
88.1, 88.2 aufgrund einer Beaufschlagung mit fluidem Druckmittel über jeweils einen
mit dem Druckmittel-Abführkanal fluidverbundenen ersten bzw. zweiten Steuerkanal 101.1,
101.2 gehalten bzw. überführt werden. Jedes Umschaltventil 88.1, 88.2 bildet also
ein Mittel zum bedarfsweise bzw. schaltbaren Absperren oder Freigeben eines Durchgangsweges.
Die Ansteuerung zum Umschalten des ersten Umschaltventils 88.1 von seiner ersten Grund-
bzw. Durchgangsstellung 100.1 in seine erste Sperrstellung erfolgt über einen dritten
Steuerkanal 101.3, der mit dem zweiten Anschlusskanal 86 fluidverbunden ist. Die Ansteuerung
zum Umschalten des zweiten Umschaltventils 88.2 von seiner zweiten Grund- bzw. Durchgangsstellung
100.2 in seine zweite Sperrstellung erfolgt über einen vierten Steuerkanal 101.4,
der mit dem ersten Anschlusskanal 87 fluidverbunden ist.
[0067] Die Funktion der gesamten, in einem Endgehäuse bzw. Steuerblock 82 des Verriegelungszylinders
20 integrierten Steuereinheit 85 mit den entsprechenden Steuer- bzw. Regelorganen
bzw. -elementen, ist nachfolgend beschrieben.
[0068] Während einer Bewegung des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 bzw. während eines
Ausfahrens der Kolbenstange 34 in der Ausfahrrichtung 28.1, wird der zweite Anschlusskanal
86 mit fluidem Druckmittel beaufschlagt, während der erste Anschlusskanal 87 mit Hilfe
eines geeigneten, in den Figuren nicht gezeigten Mittels, drucklos geschaltet wird
bzw. ist. Dadurch kann das fluide Druckmittel durch den zweiten Anschlusskanal 86
und an einer Zweigstelle davon abgehend durch den zweiten Kanal 91.2 mit einem Haupt-Volumenstrom
in den Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62 des Mengenteilers 60 strömen. Die Druckwaage
bzw. der Regelkolben 66 des Mengenteilers 60; 60.1 regelt nun einen ersten Teil-Volumenstrom
des Haupt-Volumenstroms in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 des Zylinders 21 mündenden
ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 und einen zweiten Teil-Volumenstrom des Haupt-Volumenstroms
in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 des Zylinders 21 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
54.2 derart, dass das Verhältnis des durch den ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1
hindurch dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager 53.1 zuströmenden ersten Teil-Volumenstroms
des fluiden Druckmittels und des durch den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 hindurch
dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager 53.2 zuströmenden zweiten Volumen-Teilstroms des
fluiden Druckmittels, zumindest während einer Bewegung des Kolbens 22 in der ersten
Richtung 28.1 und auch während einer Bewegung des Kolbens 22 in der zweiten Richtung
28.2, unabhängig von dem in den ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 und in dem zweiten
Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 wirkenden bzw. sich einstellenden Drücken bzw. Gegendrücken
des fluiden Druckmittels stets im Wesentlichen konstant bleibt. Dadurch wird bzw.
bleibt der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 sowohl vermittels des mit dem fluiden
Druckmittel beaufschlagten ersten Fluid-Axial-Gleitlagers 53.1 als auch vermittels
des mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagten zweiten Fluid-Axial-Gleitlagers 53.2,
unabhängig von einer Größe einer auf den Kolben 22 einwirkenden Last F (auf Druck
oder Zug) und eines dadurch erforderlichen Systemdruckes, stets in einer fluiddynamischen
Schwimmstellung 63 bzw. in einem fluid-dynamischen Schwimmzustand fluidgelagert (siehe
Figuren 1 und 2). Das besagte Verhältnis beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
im Wesentlichen 1:1, so dass also der erste Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels
und der zweite Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels im Wesentlichen gleich groß
sind bzw. bleiben. Das der Ausnehmung bzw. Kammer 49 über den ersten und zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1, 54.2 zuströmende fluide Druckmittel strömt unter Aufrechterhaltung der beidseitigen
axialen Fluidgleitlagerung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und dessen fluid-dynamischen
Schwimmstellung 63 in der Ausnehmung bzw. Kammer 49 in den Druckmittel-Abführ-Kanal
83. Zugleich befindet sich das erste Umschaltventil 88.1 in seiner ersten Sperrstellung,
während sich das zweite Umschaltventil 88.2 sich in seiner zweiten Durchgangsstellung
100.2 befindet, so dass das fluide Druckmittel aus dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83
über einen zweiten Druckmittelkanal 102.2 bis in die zweite Arbeitskammer 31.2 strömen
kann, um ein Bewegen des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 bzw. um eine Bewegung
des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 bzw. um ein Ausfahren der Kolbenstange
34 in der Ausfahrrichtung 28.1 zu bewirken.
[0069] Während einer Bewegung des Kolbens 22 in der zweiten Richtung 28.2 bzw. während eines
Einfahrens der Kolbenstange 34 in der Einfahrrichtung 28.2, wird der erste Anschlusskanal
87 mit fluidem Druckmittel beaufschlagt, während der zweite Anschlusskanal 86 mit
Hilfe des in den Figuren nicht gezeigten Mittels, drucklos geschaltet wird. Dadurch
kann das fluide Druckmittel durch den ersten Anschlusskanal 87 und an einer Zweigstelle
davon abgehend durch den ersten Kanal 91.1 mit einem Haupt-Volumenstrom in den Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal
62 des Mengenverteilers 60 strömen. Die Druckwaage bzw. der Regelkolben 66 des Mengenteilers
60; 60.1 regelt nun einen ersten Teil-Volumenstrom des Haupt-Volumenstroms in dem
in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 des Zylinders 21 mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 und einen zweiten Teil-Volumenstrom des Haupt-Volumenstroms in dem in die Ausnehmung
bzw. Kammer 49 des Zylinders 21 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 derart,
dass das besagte Verhältnis, wie bereits vorstehend beschrieben, stets im Wesentlichen
1:1 beträgt bzw. im Wesentlichen bei 1:1 bleibt. Auch in diesem Fall strömt das der
Ausnehmung bzw. Kammer 49 über den ersten und zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1,
54.2 zuströmende fluide Druckmittel unter Aufrechterhaltung der beidseitigen axialen
Fluidgleitlagerung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und dessen fluid-dynamischen
Schwimmstellung 63 in der Ausnehmung bzw. Kammer 49 in den Druckmittel-Abführ-Kanal
83. Nunmehr aber befindet sich das erste Umschaltventil 88.1 in seiner ersten Durchgangsstellung
100.1, während sich das zweite Umschaltventil 88.2 in seiner zweiten Sperrstellung
befindet, so dass das fluide Druckmittel aus dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 über
einen ersten Druckmittelkanal 102.1 bis in die erste Arbeitskammer 31.1 strömen kann,
um eine Bewegung des Kolbens 22 in der zweiten Richtung 28.2 bzw. um ein Einfahren
der Kolbenstange 34 in der Einfahrrichtung 28.2 zu bewirken.
[0070] Während einer Bewegung des Kolbens 22 in der ersten Richtung 28.1 bzw. während eines
Ausfahrens der Kolbenstange 34 in der Ausfahrrichtung 28.1 wird das in der ersten
Arbeitskammer 31.1 befindliche fluide Druckmittel in den ersten Arbeitskanal 29.1
verdrängt und kann von dort über das erste Senkbrems-Ventil 89.1 in den hier als Rückflusskanal
dienenden ersten Anschlusskanal 87 abströmen. Dabei wird mit Hilfe des ersten Senkbrems-Ventils
89.1 in der ersten Arbeitskammer 31.1 ein dem Arbeitsdruck in der zweiten Arbeitskammer
31.2 entgegen wirkender Gegen- bzw. Bremsdruck aufrechterhalten, der bewirkt, dass
der Kolben 22 und folglich die Kolbenstange 34 sich nicht unkontrolliert in der ersten
Richtung bzw. Ausfahrrichtung 28.1 bewegen, insbesondere nicht unkontrolliert in der
Ausfahrrichtung 28.1 voreilen können. Um mit steigenden Arbeitsdruck in der zweiten
Arbeitskammer 31.2 stets einen hinreichend großen Gegendruck in der ersten Arbeitskammer
31.1 zu gewährleisten, ist das erste Senkbrems-Ventil 89.1 mit dem zweiten Steuerkanal
98.2 gekoppelt, der mit dem zweiten Anschlusskanal 86 fluidverbunden ist. Auf diese
Weise öffnet das erste Senkbremsventil 89.1 einen Durchgangsweg zwischen dem ersten
Arbeitskanal 29.1 und dem ersten Anschlusskanal 87 abhängig von dem in dem zweiten
Arbeitskanal 29.2 bzw. in der zweiten Arbeitskammer 31.2 wirkenden Arbeitsdruck, und
zwar vorzugsweise proportional zu dem Arbeitsdruck, so dass mit zunehmendem Arbeitsdruck
in der zweiten Arbeitskammer 31.2 mit Hilfe des ersten Senkbrems-Ventils 89.1 ein
entsprechend, vorzugsweise proportional, zunehmender Gegendruck in der ersten Arbeitskammer
31.1 erreicht werden kann bzw. erreicht wird.
[0071] Während einer Bewegung des Kolbens 22 in der zweiten Richtung 28.2 bzw. während eines
Einfahrens der Kolbenstange 34 in der Einfahrrichtung 28.2 wird das in der zweiten
Arbeitskammer 31.2 befindliche fluide Druckmittel in den zweiten Arbeitskanal 29.2
verdrängt und kann von dort über das zweite Senkbrems-Ventil 89.2 in den hier als
Rückflusskanal dienenden zweiten Anschlusskanal 86 abströmen. Dabei wird mit Hilfe
des zweiten Senkbrems-Ventils 89.2 in der zweiten Arbeitskammer 31.2 ein dem Arbeitsdruck
in der ersten Arbeitskammer 31.1 entgegen wirkender Gegen- bzw. Bremsdruck aufrechterhalten,
der bewirkt, dass der Kolben 22 und folglich die Kolbenstange 34 sich nicht unkontrolliert
in der zweiten Richtung bzw. Einfahrrichtung 28.2 bewegen, insbesondere nicht unkontrolliert
in der Einfahrrichtung 28.2 voreilen können. Um mit steigenden Arbeitsdruck in der
ersten Arbeitskammer 31.1 stets einen hinreichend großen Gegendruck in der zweiten
Arbeitskammer 31.2 zu gewährleisten, ist das zweite Senkbrems-Ventil 89.2 mit dem
ersten Steuerkanal 98.1 gekoppelt, der mit dem ersten Anschlusskanal 87 fluidverbunden
ist. Auf diese Weise öffnet das zweite Senkbremsventil 89.2 einen Durchgangsweg zwischen
dem zweiten Arbeitskanal 29.2 und dem zweiten Anschlusskanal 86 abhängig von dem in
dem ersten Arbeitskanal 29.1 bzw. in der ersten Arbeitskammer 31.1 wirkenden Arbeitsdruck,
und zwar vorzugsweise proportional zu dem Arbeitsdruck, so dass mit zunehmendem Arbeitsdruck
in der ersten Arbeitskammer 31.1 mit Hilfe des zweiten Senkbrems-Ventils 89.2 ein
entsprechend, vorzugsweise proportional, zunehmender Gegendruck in der zweiten Arbeitskammer
31.2 erreicht werden kann bzw. erreicht wird.
[0072] Zum Anhalten der Bewegung des Kolbens 22 in der Axialrichtung 23 bzw. zum Anhalten
der Ein- oder Ausfahrbewegung 28.2, 28.1 der Kolbenstange 34 in Verbindung mit einer
selbsthemmenden Verriegelung des Verriegelungszylinders 20, werden beide Anschlusskänale
86 und 87 mit Hilfe des in den Figuren nicht gezeigten Mittels drucklos geschaltet.
Dann kommt es bereits alleine durch das Eigengewicht der Kolbenstange 34 und des Kolbens
22, aber insbesondere dann, wenn die Kolbenstange 34 mit einer Last F (auf Druck oder
Zug) beaufschlagt ist, schwerkraftbedingt selbsttätig bzw. automatisch zu einer Verriegelung
des an der Spindel 35.2 drehfest befestigten ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1
mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 des Zylinders 21 durch eine selbsthemmende
Verklemmung dieser beiden Bauteile 45.1, 45.2 miteinander und infolgedessen zu einer
Verriegelung der Spindel 35.2 unter anderem gegen eine Drehung um Ihre Drehachse 43.
[0073] Wenn die Kolbenstange 34 durch eine Last F auf Zug (in der ersten Richtung 28.1)
beansprucht wird, dann stellt sich eine erste Verriegelungsstellung 46.1 ein, wie
in Figur 3 gezeigt. Dabei ist der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 über seine
ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1 mit den dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 des Zylinders 21 selbsthemmend, also
reibschlüssig durch Haftreibung verklemmt.
[0074] Wenn die Kolbenstange 34 durch eine Last F auf Druck (in der zweiten Richtung 28.2)
beansprucht wird, dann stellt sich eine zweite Verriegelungsstellung 46.2 ein, wie
in Figur 4 gezeigt. Dabei ist der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 über seine
zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 mit den vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 des Zylinders 21 selbsthemmend, also
reibschlüssig durch Haftreibung verklemmt.
[0075] Bei dem erfindungsgemäßen Verriegelungszylinder 20 steigt die Klemmkraft zwischen
den beiden miteinander verklemmten Klemm-Doppel-Kegel-Körpern 45.1, 45.2 mit ansteigender
Last F proportional an. Dadurch kann bei jeder Last F eine stets sichere Verriegelung
der Spindel 35.2 gegen eine Drehung um ihre Drehachse 43 relativ zu dem Zylinder 21
erreicht werden und in Folge dessen kann eine Weiterbewegung des Kolbens 22 und der
an diesem über die Kolbenstange 34 angreifenden Last F sicher verhindert werden, und
zwar nicht nur bei einem normalen Betrieb des Verriegelungszylinders 20, sondern auch
bei einem Druckausfall des Druckmittelsystems oder bei einer etwaig auftretenden Leckage
des Druckmittelsystems. Der erfindungsgemäße Verriegelungszylinder 20 bietet eine
höhere Verriegelungssicherheit als bislang bekannt gewordene, Verriegelungszylinder,
die reibschlüssig durch Gleitreibung verriegeln, nicht aber selbsthemmend, also reibschlüssig
durch Haftreibung, durch eine Verklemmung.
[0076] Um ausgehend von der in Figur 4 gezeigten zweiten Verriegelungsstellung 46.2 oder
ausgehend von der Figur 3 gezeigten ersten Verriegelungsstellung 46.1 eine Entriegelung
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.2 zu erreichen, um eine Bewegung des Kolbens 22 in der Axialrichtung 23 bzw. eine
Ein- oder Ausfahrbewegung 28.2, 28.1 der Kolbenstange 34 zu ermöglichen, wird, je
nachdem, ob der Kolben 22 in die erste Richtung 28.1 oder in die zweite Richtung 28.2
bewegt werden soll, entweder der zweite Anschlusskanal 86 oder der erste Anschlusskanal
87 mit fluidem Druckmittel beaufschlagt.
[0077] Infolgedessen strömt das fluide Druckmittel mit dem Haupt-Volumenstrom in den Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal
62 des Mengenteiles 60.
[0078] Wenn sich nun der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 in der in Figur 4 gezeigten
zweiten Verriegelungsstellung 46.2 befindet, ist der zweite Druckmittel-Zuströmkanal
54.2 für die Kammer 49 gegenüber dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 vermittels der aneinander
anliegenden zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2, 48.4 abgesperrt.
Infolgedessen führt dies bei der Beaufschlagung des Mengenteilers 60; 60.1 über den
Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62 mit dem fluiden Druckmittel dazu, dass der Regelkolben
66 in seine erste Anschlag- und Absperrstellung verschoben wird, in welcher dann der
erste Zuströmkanal 62.1 des Mengenteilers 60; 60.1 gegenüber dem ersten Druckmittel-Abströmkanal
61.1 des Mengenteilers 60; 60.1 und damit gegenüber dem in die Ausnehmung bzw. in
die Kammer 49 mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 abgesperrt wird bzw.
ist. Auf diese Weise steht dann der maximale Druckmitteldruck des fluiden Druckmittels
an dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 und damit
auch an dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden, zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
54.2 und folglich auch in dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager 53.2 an. Sofern dann
der Systemdruck und demgemäß der in dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager 53.2 resultierende
Druckmitteldruck des fluiden Druckmittels ausreichend groß ist bzw. wird, wird infolgedessen
die selbsthemmende Verklemmung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 gelöst und
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 hebt von den vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 in der ersten Richtung 28.1 ab. Infolgedessen
bildet sich zwischen den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.1 und den vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
45.2 ein ringförmiger, zweiter Kanal 84.2 aus (vgl. Figuren 1 und 2), so dass zeitgleich
mit der Ausbildung dieses Kanals 84.2, das fluide Druckmittel von dem in die Ausnehmung
bzw. Kammer 49 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 über bzw. durch den
ringförmigen zweiten Kanal 84.2 in den in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden
Druckmittel-Abführ-Kanal 83 strömen kann. Dadurch bedingt kommt es in dem in die Ausnehmung
bzw. Kammer 49 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 und damit in dem zweiten
Druckmittel-Abströmkanal 61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 zu einem Druckabfall bzw.
zu einem Druckausgleich mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 und dem ersten
Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 und zugleich in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49
mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal 54.1 und damit in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal
61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 zu einem Druckanstieg bzw. zu einem Druckausgleich
mit dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 und dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
54.2, mit der Folge, dass die sich daraus ergebende Druckdifferenz sogleich von der
Druckwaage bzw. von dem Regelkolben 66 egalisiert bzw. "ausgewogen" wird. Im Zuge
dessen bewegt sich der Regelkolben 66, bei fortgesetzter Zufuhr des fluiden Druckmittels,
ausgehend von seiner ersten Anschlag- und Absperrstellung in Richtung des zweiten
Anschlags 77.2. Dadurch wird dann auch der erste Durchgangsweg von dem ersten Zuströmkanal
62.1 des Mengenteilers 60; 60.1 zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteilers
60; 60.1 frei bzw. geöffnet, so dass das fluide Druckmittel auch über den ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 und von dort über den zwischen den ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.1 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und den dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 ausgebildeten ersten ringförmigen
Kanal 84.1 ebenfalls in den in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden gemeinsamen
Druckmittel-Abführkanal 83 strömt.
[0079] Wenn sich aber der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 in der in Figur 3 gezeigten
ersten Verriegelungsstellung 46.1 befindet, ist der erste Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 für die Kammer 49 gegenüber dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 vermittels der aneinander
anliegenden ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1, 48.3 abgesperrt.
Infolgedessen führt dies bei der Beaufschlagung des Mengenteilers 60; 60.1 über den
Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal 62 mit dem fluiden Druckmittel dazu, dass der Regelkolben
66 in seine zweite Anschlag- und Absperrstellung verschoben wird, in welcher dann
der zweite Zuströmkanal 62.2 des Mengenteilers 60; 60.1 gegenüber dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 und damit gegenüber dem in die Ausnehmung bzw. in
die Kammer 49 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 abgesperrt wird bzw.
ist. Auf diese Weise steht dann der maximale Druckmitteldruck des fluiden Druckmittels
an dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteilers 60; 60.1 und damit auch
an dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden, ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 und folglich auch in dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager 53.1 an. Sofern dann der
Systemdruck und demgemäß der in dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager 53.1 resultierende
Druckmitteldruck des fluiden Druckmittels ausreichend groß ist bzw. wird, wird infolgedessen
die selbsthemmende Verklemmung des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 gelöst und
der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 hebt von den dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 in der zweiten Richtung 28.2 ab.
Infolgedessen bildet sich zwischen den ersten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.1 des
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und den dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.3 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 ein ringförmiger, erster Kanal 84.1
aus (vgl. Figuren 1 und 2), so dass zeitgleich mit der Ausbildung dieses Kanals 84.1,
das fluide Druckmittel von dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 über bzw. durch den ersten ringförmigen Kanal 84.1 in den in die Ausnehmung bzw.
Kammer 49 mündenden Druckmittel-Abführ-Kanal 83 strömen kann. Dadurch bedingt kommt
es in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 und damit in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteilers 60; 60.1
zu einem Druckabfall bzw. zu einem Druckausgleich mit dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
61.2 und dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 und zugleich in dem in die Ausnehmung
bzw. Kammer 49 mündenden zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 und damit in dem zweiten
Druckmittel-Abströmkanal 61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 zu einem Druckanstieg bzw.
zu einem Druckausgleich mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 und dem ersten
Druckmittel-Zuströmkanal 54.1, mit der Folge, dass die sich daraus ergebende Druckdifferenz
sogleich von der Druckwaage bzw. von dem Regelkolben 66 egalisiert bzw. "ausgewogen"
wird. Im Zuge dessen bewegt sich der Regelkolben 66, bei fortgesetzter Zufuhr des
fluiden Druckmittels, ausgehend von seiner zweiten Anschlag- und Absperrstellung in
Richtung des ersten Anschlags 77.1. Dadurch wird dann auch der erste Durchgangsweg
von dem zweiten Zuströmkanal 62.2 des Mengenteilers 60; 60.1 zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
61.2 des Mengenteilers 60; 60.1 frei bzw. geöffnet, so dass das fluide Druckmittel
auch über den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 in die Ausnehmung bzw. Kammer
49 und von dort über den zwischen den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen 48.2 des
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 und den vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
48.4 des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.2 ausgebildeten ringförmigen zweiten
Kanal 84.2 ebenfalls in den in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden gemeinsamen
Druckmittel-Abführkanal 83 strömt.
[0080] In den beiden vorgenannten Fällen bewegt sich der Regelkolben 66, ausgehend von der
jeweiligen Anschlag- und Absperrstellung, in Richtung des jeweiligen anderen Anschlags
77.2, 77.1 bis in eine Grund- bzw. Mittenstellung 72, in welcher die Druckdifferenz
des Druckmitteldruckes in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteilers
60; 60.1 und des Druckmitteldruckes in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2 des
Mengenteiles 60; 60.1 bzw. die Druckdifferenz über den beiden Fest-Drosseln 71.1,
71.2 ungefähr bzw. im Wesentlichen Null beträgt, so dass dann der erste Teil-Volumenstrom
in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal 61.1 des Mengenteiles 60; 60.1 und folglich
in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden ersten Druckmittel-Zuströmkanal
54.1 und der zweite Teil-Volumenstrom in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal 61.2
des Mengenteiles 60; 60.1 und folglich in dem in die Ausnehmung bzw. Kammer 49 mündenden
zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2 im Wesentlichen gleich groß sind bzw. gehalten
werden bzw. bleiben.
[0081] Abhängig davon, welches der beiden Umschaltventile 88.1, 88.2 gesperrt und welches
andere der beiden Umschaltventile 88.2, 88.1 geöffnet ist, fließt dann das fluide
Druckmittel von dem Druckmittel-Abführ-Kanal 83 entweder über den ersten Druckmittelkanal
102.1 in die erste Arbeitskammer 33.1, wodurch der Kolben 22 in die zweite Richtung
28.2 bzw. die Kolbenstange 34 in der Einfahrrichtung 28.2 bewegt wird, oder über den
zweiten Druckmittelkanal 102.2 in die zweite Arbeitskammer 31.2, wodurch der Kolben
22 in die erste Richtung 28.1 bzw. die Kolbenstange 34 in der Ausfahrrichtung 28.1
bewegt wird.
[0082] Man erkennt, auch anhand der Figuren, dass die Durchflussrichtung über den Mengenteiler
60 auf die beiden in der Axialrichtung 23 voneinander weg weisenden Stirnseiten 55.1,
55.2 des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers 45.1 (aufgrund der übrigen Steuerungsanordnung)
immer die gleiche ist, unabhängig davon, ob der Verriegelungszylinder 20, respektive
dessen Kolbenstange 34, aus- oder einfährt. Außerdem ist eine Folgesteuerung derart
verwirklicht, dass zuerst der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.1 aus seiner Verklemmung
gelöst wird und erst danach der Kolben 22 auf einer Kolbenseite 27.1, 27.2 seiner
beiden voneinander weg weisenden Kolbenseiten 27.1, 27.2 mit dem fluiden Druckmittel
beaufschlagt wird, wodurch eine Bewegung des Kolbens 22 in der Axialrichtung 23 und
dadurch eine Drehung der Spindel 35.2 zusammen mit dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
45.1 bewirkt wird.
B E Z U G S Z E I C H E N L I S T E
[0083]
- 20
- Verriegelungszylinder/ Verriegelungs-Zylinder-Kolben-einheit
- 21
- Zylinder
- 22
- Kolben/Ansatz
- 23
- Axialrichtung
- 24
- Zylindermantel-Innenfläche
- 25
- Ringdichtung
- 26
- Zylinderlängsachse
- 27.1
- erste (Kolben-) Seite
- 27.2
- zweite (Kolben-) Seite
- 28.1
- erste Richtung/Ausfahrrichtung
- 28.2
- zweite Richtung/Einfahrrichtung
- 29.1
- erster Arbeitskanal/Fluidkanal
- 29.2
- zweiter Arbeitskanal/Fluidkanal
- 30
- Zylinderboden/Deckel/Kopf
- 31.1
- erste Arbeitskammer
- 31.2
- zweite Arbeitskammer
- 33
- Ringnut
- 34
- Kolbenstange/Hohlkörper
- 35.1
- erster Gewindekörper/(Kolben-)Mutter
- 35.2
- zweiter Gewindekörper/Spindel
- 36.1
- erstes Gewinde/Mutter-/Kolben-/Innengewinde
- 36.2
- zweites Gewinde/Spindel-/Außengewinde
- 37
- nicht selbsthemmendes Gewinde
- 38.1
- erste Seite (von 21)
- 38.2
- zweite Seite (von 21)
- 39
- Deckel
- 40
- Ringnut
- 41
- Ringdichtung
- 43
- Drehachse
- 44
- Doppelpfeil (Spindelspiel)
- 45.1
- erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper
- 45.2
- zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper
- 46.1
- erste Verriegelungsstellung
- 46.2
- zweite Verriegelungsstellung
- 47.1
- erster Klemm-Kegel-Körper (von 45.1)
- 47.2
- zweiter Klemm-Kegel-Körper (von 45.1)
- 47.3
- dritter Klemm-Kegel-Körper (von 45.2)
- 47.4
- vierter Klemm-Kegel-Körper (von 45.2)
- 48.1
- erste Verriegelungs-Kegel-Flächen (von 47.1, 45.1)
- 48.2
- zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen (von 47.2, 45.1)
- 48.3
- dritte Verriegelungs-Kegel-Flächen (von 47.3, 45.2)
- 48.4
- vierte Verriegelungs-Kegel-Flächen (von 47.4, 45.2)
- 49
- Ausnehmung/Kammer
- 50
- Zylinderbodenteil/Deckel
- 51
- (ringförmiger) Ansatz
- 52.1
- erster Neigungswinkel (von 48.1, 48.2)
- 52.2
- zweiter Neigungswinkel (von 48.3, 48.4)
- 53.1
- erstes Fluid-Axial-Gleitlager
- 53.2
- zweites Fluid-Axial-Gleitlager
- 54.1
- erster Druckmittel-Zuströmkanal
- 54.2
- zweiter Druckmittel-Zuströmkanal
- 55.1
- erste (Stirn-)Seite (von 45.1)
- 55.2
- zweite (Stirn-)Seite (von 45.1)
- 56.1
- erster Spindelteil
- 56.2
- zweiter Spindelteil (gewindefrei)
- 57
- Bohrung (von 51)
- 58
- Ringnut (in 51)
- 59
- Ringdichtung (in 58)
- 60
- Mengenteiler
- 60.1
- Mengenteiler/Ventil
- 60.2
- Mengenteiler/Zahnradmengenteiler
- 61.1
- erster Druckmittel-Abströmkanal
- 61.2
- zweiter Druckmittel-Abströmkanal
- 62
- Druckmittel-Haupt-Zuströmkanal
- 62.1
- erster Zuströmkanal
- 62.2
- zweiter Zuströmkanal
- 63
- Schwimmstellung/Schwimmzustand
- 64
- Gehäuse
- 65
- Regelkolben-Aufnahme
- 66
- Regelkolben/Druckwaage/Schieber
- 67
- axiale Richtung (Doppelpfeil)
- 67.1
- erste axiale Richtung
- 67.2
- zweite axiale Richtung
- 68
- Regelkolben-Längsachse
- 69
- Längsachse (von 65)
- 70.1
- erstes Regelkolbenende
- 70.2
- zweites Regelkolbenende
- 71.1
- erste (Fest-)Drossel
- 71.2
- zweite (Fest-)Drossel
- 72
- Grund- bzw. Mittenstellung
- 73.1
- erstes Aufnahmeende (von 65)
- 73.2
- zweites Aufnahmeende (von 65)
- 74.1
- erste Regelkolbenende-Aufnahme
- 74.2
- zweite Regelkolbenende-Aufnahme
- 74.3
- dritte Regelkolbenende-Aufnahme
- 74.4
- vierte Regelkolbenende-Aufnahme
- 75.1
- erste Regel-Drossel
- 75.2
- zweite Regel-Drossel
- 77.1
- erste/r Stirnwand/Anschlag
- 77.2
- zweite/r Stirnwand/Anschlag
- 79
- Symmetrieebene
- 80.1
- erste Zahnradpumpe
- 80.2
- zweite Zahnradpumpe
- 81
- Welle
- 82
- Steuerblock
- 83
- Druckmittel-Abführ-Kanal
- 84.1
- (ringförmiger) erster Kanal
- 84.2
- (ringförmiger) zweiter Kanal
- 85
- Steuereinheit
- 86
- (zweite/r) Anschlussleitung/Anschlusskanal
- 87
- (erste/r) Anschlussleitung/Anschlusskanal
- 88.1
- erstes Umschaltventil
- 88.2
- zweites Umschaltventil
- 89.1
- erstes (Lasthalte-) Senkbrems-Ventil
- 89.2
- zweites (Lasthalte-) Senkbrems-Ventil
- 90.1
- erstes Rückschlagventil
- 90.2
- zweites Rückschlagventil
- 91.1
- erster Kanal
- 91.2
- zweiter Kanal
- 92
- (Abhebe- und) Entriegelungsstellung
- 95.1
- Einlass
- 95.2
- Einlass
- 96.1
- Auslass
- 96.2
- Auslass
- 97.1
- Steueranschluss
- 97.2
- Steueranschluss
- 98.1
- Steuerkanal
- 98.2
- Steuerkanal
- 99.1
- Feder
- 99.2
- Feder
- 100.1
- erste Durchgangsstellung (Grundstellung) (von 88.1)
- 100.2
- zweite Durchgangsstellung (Grundstellung) (von 88.2)
- 101.1
- erster Steuerkanal
- 101.2
- zweiter Steuerkanal
- 101.3
- dritter Steuerkanal
- 101.4
- vierter Steuerkanal
- 102.1
- erster Druckmittelkanal
- 102.2
- zweiter Druckmittelkanal
- F
- Last
1. Druckmittelbetriebener, doppeltwirkender Verriegelungszylinder (20), der einen sich
in Richtung einer Zylinderlängsachse (26) erstreckenden Zylinder (21) und einen Kolben
(22) umfasst, der eine einer ersten Arbeitskammer (31.1) zugeordnete erste Kolbenseite
(27.1) und eine davon weg weisende, einer zweiten Arbeitskammer (31.2) zugeordnete
zweite Kolbenseite (27.2) umfasst und der mit Hilfe eines der ersten Kolbenseite (27.1)
über einen in die erste Arbeitskammer (31.1) mündenden ersten Arbeitskanal (29.1)
und der zweiten Kolbenseite (27.2) über einen in die zweite Arbeitskammer (31.2) mündenden
zweiten Arbeitskanal (29.2) zuführbaren fluiden Druckmittels in einer Axialrichtung
(23) parallel zu der Zylinderlängsachse (26) in eine zweite Richtung (28.2) und in
eine erste Richtung (28.1) entgegengesetzt zu der zweiten Richtung (28.2) relativ
zu dem Zylinder (21) bewegbar, jedoch drehfest mit dem Zylinder (21) verbunden ist,
wobei der Kolben (22) drehfest mit einem ersten Gewindekörper (Mutter oder Spindel)
(35.1) verbunden ist, dessen erstes Gewinde (Muttergewinde oder Spindelgewinde) (36.1)
mit einem zweiten Gewinde (Spindelgewinde oder Muttergewinde) (36.2) eines reibschlüssig
und schwerkraftbedingt selbsttätig verriegelbaren zweiten Gewindekörpers (Spindel
oder Mutter) (35.2) unter Ausbildung eines nicht selbsthemmenden Gewindes (37) in
Eingriff steht,
und wobei der zweite Gewindekörper (35.2) um eine sich parallel zu der Zylinderlängsachse
(26) des Zylinders (21) erstreckende Drehachse (43) relativ zu dem Zylinder (21) drehbar
und relativ zu dem Zylinder (21) in der Axialrichtung (23) axial verschiebbar ist,
und wobei ein mit dem zweiten Gewindekörper (35.2) drehfest verbundener erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) vorgesehen ist, der einen erste Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.1) aufweisenden
ersten Klemm-Kegel-Körper (47.1) und einen zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.2)
aufweisenden zweiten Klemm-Kegel-Körper (47.2) aufweist,
und wobei ein mit dem Zylinder (21) drehfest verbundener zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) vorgesehen ist, der einen dritte Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.3) aufweisenden
dritten Klemm-Kegel-Körper (47.3) und einen vierte Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.4)
aufweisenden vierten Klemm-Kegel-Körper (47.4) aufweist,
und wobei die ersten Verriegelungs-Kegelflächen (48.1) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.1) durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers (35.2) in der ersten
Richtung (28.1) an den dritten Verriegelungs-Kegelflächen (48.3) des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.2) derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) Axialkräfte aufnehmen kann, die in die erste Richtung (28.1) auf den zweiten
Gewindekörper (35.2) einwirken und die ersten Verriegelungs-Kegelflächen (48.1) und
die dritten Verriegelungs-Kegelflächen (48.3) unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander
in einer ersten Verriegelungsstellung (46.1), sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse
(43) des zweiten Gewindekörpers (35.2) als auch gegen eine Bewegung in der Axialrichtung
(23) voneinander weg, selbsthemmend verklemmt sind,
und wobei die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen (48.2) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.1) durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers (35.2) in der zweiten
Richtung (28.2) an den vierten Verriegelungs-Kegelflächen (48.4) des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.2) derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) Axialkräfte aufnehmen kann, die in die zweite Richtung (28.2) auf den zweiten
Gewindekörper (35.2) einwirken und die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen (48.2) und
die vierten Verriegelungs-Kegelflächen (48.4) unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander
in einer zweiten Verriegelungsstellung (46.2), sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse
(43) des zweiten Gewindekörpers (35.2) als auch gegen eine Bewegung in der Axialrichtung
(23) voneinander weg, selbsthemmend verklemmt sind,
so dass der Verriegelungszylinder (20) sowohl auf Zug in der ersten Verriegelungsstellung
(46.1) als auch auf Druck in der zweiten Verriegelungsstellung (46.2) verriegelbar
ist und im angelegten Zustand in der jeweiligen Verriegelungsstellung (46.1, 46.2)
derart verriegelt ist, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) nur unter Ausübung
von die Verklemmung lösenden Lösekräften von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in eine Entriegelungsstellung (92) überführbar ist, in welcher der zweite Gewindekörper
(35.2) um seine Drehachse (43) relativ zu dem Zylinder (21) drehbar ist,
und wobei der zweite Gewindekörper (35.2) an wenigstens zwei Fluid-Axial-Gleitlagern
(53.1, 53.2) gelagert ist, von denen ein erstes Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) dazu
bestimmt ist, in die erste Richtung (28.1) auf den zweiten Gewindekörper (35.2) wirkende
Axialkräfte aufzunehmen, und von denen ein zweites Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) dazu
bestimmt ist, in die zweite Richtung (28.2) auf den zweiten Gewindekörper (35.2) wirkende
Axialkräfte aufzunehmen,
und wobei das erste Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) über einen ersten Druckmittel-Zuströmkanal
(54.1) mit dem oder einem fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist,
und wobei das zweite Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) über einen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
(54.2) mit dem oder einem fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist,
und wobei ein Mengenteiler (60; 60.1, 60.2) zum Aufteilen eines Haupt-Volumenstromes
des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom und in einen zweiten Teil-Volumenstrom
vorgesehen ist, der einen in den ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) für das erste
Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) mündenden ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) für
den ersten Teil-Volumenstrom und einen in den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal (54.2)
für das zweite Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) mündenden zweiten Druckmittel-Abströmkanal
(61.2) für den zweiten Teil-Volumenstrom umfasst.
2. Verriegelungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Mengenteiler (60; 60.1) um ein strömungs- und/oder druckgesteuertes
Ventil handelt.
3. Verriegelungszylinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mengenteiler (60; 60.1) ein Gehäuse (64) mit einer Regelkolben-Aufnahme (65)
umfasst, in welcher ein Regelkolben (66) mit geringem Spiel geführt relativ zu der
Regelkolben-Aufnahme (65) in einer axialen Richtung (67) verschiebbar gelagert ist,
und wobei der Regelkolben (66) sich axial in Richtung einer Regelkolben-Längsachse
(68) erstreckt, eine Regelkolben-Länge aufweist sowie ein erstes Regelkolbenende (70.1)
und ein sich davon in eine entgegengesetzte Richtung in der axialen Richtung (67)
weg erstreckendes zweites Regelkolbenende (70.2) aufweist, das von dem ersten Regelkolbenende
(70.1) einen der Regelkolbenlänge entsprechenden Abstand aufweist,
und wobei in dem Gehäuse (64) ein eine erste Drossel (71.1) enthaltender erster Zuströmkanal
(62.1) für einen ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels und ein eine zweite
Drossel (71.2) enthaltender zweiter Zuströmkanal (62.2) für einen zweiten Teil-Volumenstrom
des fluiden Druckmittels angeordnet sind,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme (65) ein erstes Aufnahmeende (73.1) und ein sich
davon in eine entgegen gesetzte Richtung in der axialen Richtung (67) weg erstreckendes
zweites Aufnahmeende (73.2) aufweist,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme (65) an ihrem ersten Aufnahmeende (73.1), in der
axialen Richtung (67) betrachtet, in eine erste Regelkolbenende-Aufnahme (74.1) zur
Aufnahme des ersten Regelkolbenendes (70.1) des Regelkolbens (66) übergeht, in die
der erste Zuströmkanal (62.1) mündet,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme (65) an ihrem zweiten Aufnahmeende (73.2), in der
axialen Richtung (67) betrachtet, in eine zweite Regelkolbenende-Aufnahme (74.2) zur
Aufnahme des zweiten Regelkolbenendes (70.2) des Regelkolbens (66) übergeht, in die
der zweite Zuströmkanal (62.2) mündet,
und wobei die erste Regelkolbenende-Aufnahme (74.1) eine erste Regel-Drossel oder
einen Bestandteil einer ersten Regel-Drossel (75.1) ausbildet und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
(74.2) eine zweite Regel-Drossel oder einen Bestandteil einer zweiten Regel-Drossel
(75.2) ausbildet,
und wobei die erste Regelkolbenende-Aufnahme (74.1) mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) fluidverbunden ist und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme (74.2) mit dem zweiten
Druckmittel-Abströmkanal (61.2) fluidverbunden ist.
4. Verriegelungszylinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Regelkolben (66) in der axialen Richtung (67) druck- und/oder strömungsgesteuert
durch das fluide Druckmittel in eine erste Absperrstellung (78.1) verschiebbar ist,
in welcher der Regelkolben (66) einen ersten Strömungsweg von dem ersten Zuströmkanal
(62.1) zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) bezüglich eines Durchströmens
des fluiden Druckmittels absperrt, während ein zweiter Strömungsweg von dem zweiten
Zuströmkanal (62.2) zu dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal (61.2) bezüglich eines
Durchströmens des fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt,
und
dass der Regelkolben (66) in der axialen Richtung (67) strömungsgesteuert durch das fluide
Druckmittel in eine zweite Absperrstellung (78.2) verschiebbar ist, in welcher der
Regelkolben (66) einen zweiten Strömungsweg von dem zweiten Zuströmkanal (62.2) zu
dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal (61.2) bezüglich eines Durchströmens des fluiden
Druckmittels absperrt, während der erste Strömungsweg von dem ersten Zuströmkanal
(62.1) zu dem ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) bezüglich eines Durchströmens
des fluiden Druckmittels offen ist oder bleibt.
5. Verriegelungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Mengenteiler (60; 60.2) um einen Zahnradmengenteiler (60.2) handelt,
der wenigstens einen ersten Zahnradmotor bzw. wenigstens eine erste Zahnradpumpe (80.1)
zur Förderung des ersten Teil-Volumenstroms und wenigstens einen zweiten Zahnradmotor
bzw. wenigstens eine zweite Zahnradpumpe (80.2) zur Förderung des zweiten Teil-Volumenstroms
umfasst, die über eine Welle (81) miteinander gekoppelt sind.
6. Verriegelungszylinder nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) zumindest teilweise oder ganz in einer
von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) begrenzten Ausnehmung (49) eines
Zylinderteils des Zylinders (21) aufgenommen ist, die durch einen sich radial und
quer zu der Zylinderlängsachse (26) des Zylinders (21) erstreckenden, zwischen dem
ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) und dem Kolben (22) angeordneten Ansatz (51)
begrenzt ist, und wobei der erste Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) auf einer den ersten
Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.1) zugeordneten ersten Seite (55.1) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.1) in die Ausnehmung (49) mündet, und wobei der zweite Druckmittel-Zuströmkanal
(54.2) auf einer den zweiten Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.2) zugeordneten zweiten
Seite (55.2) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers (45.1) in die Ausnehmung (49) mündet,
und wobei die Ausnehmung (49) durch eine Dichtung (59) gegenüber der zweiten Arbeitskammer
(31.2) abgedichtet ist.
7. Verriegelungszylinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Bereich zwischen dem dritten Klemm-Kegel-Körper (47.3) und dem vierten Klemm-Kegel-Körper
(47.4) des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers (45.2)
entweder
ein erster Druckmittel-Abführ-Kanal zum Abführen des das erste Fluid-Axial-Gleitlager
durchströmenden fluiden Druckmittels vorgesehen ist, der, in einer Entriegelungsstellung
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers, mit dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager fluidverbunden
ist und der in die Ausnehmung mündet
und
ein zweiter Druckmittel-Abführ-Kanal zum Abführen des das zweite Fluid-Axial-Gleitlager
durchströmenden fluiden Druckmittels vorgesehen ist, der, in einer Entriegelungsstellung
des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers, mit dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager fluidverbunden
ist und der in die Ausnehmung mündet
oder
ein gemeinsamer Druckmittel-Abführ-Kanal (83) zum Abführen des das erste und das zweite
Fluid-Axial-Gleitlager (53.1, 53.2) durchströmenden fluiden Druckmittels vorgesehen
ist, der, in einer Entriegelungsstellung (92) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.1), mit dem ersten und dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager (53.1, 53.2) fluidverbunden
ist und in die Ausnehmung (49) mündet.
8. Verriegelungszylinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Druckmittel-Zuströmkanal (54.1), dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) miteinander in der ersten Verriegelungsstellung
(46.1) verriegelt und unter Ausbildung der Verklemmung selbsthemmend verklemmt sind,
gegenüber dem ersten oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal (83) vermittels der
aneinander anliegenden ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.1, 48.3)
abgesperrt ist und der dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) und der
zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) voneinander in einer oder der Entriegelungsstellung
(92) abgehoben sind, mit dem ersten oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal (83)
über einen dann zwischen den ersten und dritten Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.1,
48.3) ausgebildeten ersten Kanal (84.1) fluidverbunden ist, und
dass der zweite Druckmittel-Zuströmkanal (54.2), dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) miteinander in der zweiten
Verriegelungsstellung (46.2) verriegelt und unter Ausbildung der Verklemmung selbsthemmend
verklemmt sind, gegenüber dem ersten oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal (83)
vermittels der aneinander anliegenden zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen
(48.2, 48.4) abgesperrt ist und der dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) voneinander in einer oder der
Entriegelungsstellung (92) abgehoben sind, mit dem zweiten oder gemeinsamen Druckmittel-Abführ-Kanal
83 über einen dann zwischen den zweiten und vierten Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.2,
48.4) ausgebildeten zweiten Kanal (84.2) fluidverbunden ist.
9. Verfahren zum Betreiben eines druckmittelbetriebenen, doppeltwirkenden Verriegelungszylinders
(20), insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, der einen sich in Richtung
einer Zylinderlängsachse (26) erstreckenden Zylinder (21) und einen Kolben (22) umfasst,
der eine einer ersten Arbeitskammer (31.1) zugeordnete erste Kolbenseite (27.1) und
eine davon weg weisende, einer zweiten Arbeitskammer (31.2) zugeordnete zweite Kolbenseite
(27.2) umfasst und der mit Hilfe eines der ersten Kolbenseite (27.1) über einen in
die erste Arbeitskammer (31.1) mündenden ersten Arbeitskanal (29.1) und der zweiten
Kolbenseite (27.2) über einen in die zweite Arbeitskammer (31.2) mündenden zweiten
Arbeitskanal (29.2) zuführbaren fluiden Druckmittels in einer Axialrichtung (23) parallel
zu der Zylinderlängsachse (26) in eine zweite Richtung (28.2) und in eine erste Richtung
(28.1) entgegengesetzt zu der zweiten Richtung (28.2) relativ zu dem Zylinder (21)
bewegbar, jedoch drehfest mit dem Zylinder (21) verbunden ist,
wobei der Kolben (22) drehfest mit einem ersten Gewindekörper (Mutter oder Spindel)
(35.1) verbunden ist, dessen erstes Gewinde (Muttergewinde oder Spindelgewinde) (36.1)
mit einem zweiten Gewinde (Spindelgewinde oder Muttergewinde) (36.2) eines reibschlüssig
und schwerkraftbedingt selbsttätig verriegelbaren zweiten Gewindekörpers (Spindel
oder Mutter) (35.2) unter Ausbildung eines nicht selbsthemmenden Gewindes (37) in
Eingriff steht,
und wobei der zweite Gewindekörper (35.2) um eine sich parallel zu der Zylinderlängsachse
(26) des Zylinders (21) erstreckende Drehachse (43) relativ zu dem Zylinder (21) drehbar
und relativ zu dem Zylinder (21) in der Axialrichtung (23) axial verschiebbar ist,
und wobei ein mit dem zweiten Gewindekörper (35.2) drehfest verbundener erster Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) vorgesehen ist, der einen erste Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.1) aufweisenden
ersten Klemm-Kegel-Körper (47.1) und einen zweite Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.2)
aufweisenden zweiten Klemm-Kegel-Körper (47.2) aufweist,
und wobei ein mit dem Zylinder (21) drehfest verbundener zweiter Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) vorgesehen ist, der einen dritte Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.3) aufweisenden
dritten Klemm-Kegel-Körper (47.3) und einen vierte Verriegelungs-Kegel-Flächen (48.4)
aufweisenden vierten Klemm-Kegel-Körper (47.4) aufweist,
und wobei die ersten Verriegelungs-Kegelflächen (48.1) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.1) durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers (35.2) in der ersten
Richtung (28.1) an den dritten Verriegelungs-Kegelflächen (48.3) des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.2) derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) Axialkräfte aufnehmen kann, die in die erste Richtung (28.1) auf den zweiten
Gewindekörper (35.2) einwirken und die ersten Verriegelungs-Kegelflächen (48.1) und
die dritten Verriegelungs-Kegelflächen (48.3) unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander
in einer ersten Verriegelungsstellung (46.1), sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse
(43) des zweiten Gewindekörpers (35.2) als auch gegen eine Bewegung in der Axialrichtung
(23) voneinander weg, selbsthemmend verklemmt sind,
und wobei die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen (48.2) des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.2) durch eine axiale Bewegung des zweiten Gewindekörpers (35.2) in der zweiten
Richtung (28.2) an den vierten Verriegelungs-Kegelflächen (48.4) des zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers
(45.2) derart anlegbar sind, dass im angelegten Zustand der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) Axialkräfte aufnehmen kann, die in die zweite Richtung (28.2) auf den zweiten
Gewindekörper (35.2) einwirken und die zweiten Verriegelungs-Kegelflächen (48.2) und
die vierten Verriegelungs-Kegelflächen (48.4) unter Ausbildung einer Verklemmung miteinander
in einer zweiten Verriegelungsstellung (46.2), sowohl gegen eine Drehung um die Drehachse
(43) des zweiten Gewindekörpers (35.2) als auch gegen eine Bewegung in der Axialrichtung
(23) voneinander weg, selbsthemmend verklemmt sind,
so dass der Verriegelungszylinder (20) sowohl auf Zug in der ersten Verriegelungsstellung
(46.1) als auch auf Druck in der zweiten Verriegelungsstellung (46.2) verriegelbar
ist und im angelegten Zustand in der jeweiligen Verriegelungsstellung (46.1, 46.2)
derart verriegelt ist, dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) nur unter Ausübung
von die Verklemmung lösenden Lösekräften von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in eine Entriegelungsstellung (92) überführbar ist, in welcher der zweite Gewindekörper
(35.2) um seine Drehachse (43) relativ zu dem Zylinder (21) drehbar ist,
und wobei der zweite Gewindekörper (35.2) an wenigstens zwei Fluid-Axial-Gleitlagern
(53.1, 53.2) gelagert ist, von denen ein erstes Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) dazu
bestimmt ist, in die erste Richtung (28.1) auf den zweiten Gewindekörper (35.2) wirkende
Axialkräfte aufzunehmen, und von denen ein zweites Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) dazu
bestimmt ist, in die zweite Richtung (28.2) auf den zweiten Gewindekörper (35.2) wirkende
Axialkräfte aufzunehmen,
und wobei das erste Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) über einen ersten Druckmittel-Zuströmkanal
(54.1) mit dem oder einem fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist,
und wobei das zweite Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) über einen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
(54.2) mit dem oder einem fluiden Druckmittel beaufschlagbar ist,
und wobei ein oder der Mengenteiler (60; 60.1, 60.2) zum Aufteilen eines Haupt-Volumenstromes
des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom und in einen zweiten Teil-Volumenstrom
vorgesehen ist, der einen in den ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) für das erste
Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) mündenden ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) für
den ersten Teil-Volumenstrom und einen in den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal (54.2)
für das zweite Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) mündenden zweiten Druckmittel-Abströmkanal
(61.2) für den zweiten Teil-Volumenstrom umfasst,
und wobei mit Hilfe des Mengenteilers (60; 60.1, 60.2), zumindest während eines Bewegens
des Kolbens (22) in der ersten Richtung (28.1) und auch während eines Bewegens des
Kolbens (22) in der zweiten Richtung (28.2) und eines jeweils dadurch bewirkten Drehens
des zweiten Gewindekörpers 35.2 um seine Drehachse (43) zusammen mit dem ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1), ein Haupt-Volumenstrom des fluiden Druckmittels in einen ersten Teil-Volumenstrom
und in einen zweiten Teil-Volumenstrom derart aufgeteilt wird, dass ein Verhältnis
des durch den ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) hindurch dem ersten Fluid-Axial-Gleitlager
(53.1) zuströmenden ersten Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels und des durch
den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal (54.2) hindurch dem zweiten Fluid-Axial-Gleitlager
(53.2) zuströmenden zweiten Volumen-Teilstroms des fluiden Druckmittels im Wesentlichen
konstant bleibt, wodurch der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) sowohl vermittels
des mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagten ersten Fluid-Axial-Gleitlagers (53.1)
als auch vermittels des mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagten zweiten Fluid-Axial-Gleitlagers
(53.2) in einer fluid-dynamischen Schwimmstellung (63) fluidgelagert wird und/oder
bleibt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis, zumindest während eines Bewegens des Kolbens (22) sowohl in der ersten
Richtung (28.1) als auch in der zweiten Richtung (28.2), unabhängig von den in dem
ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) und in dem zweiten Druckmittel-Zuströmkanal
(54.2) wirkenden Drücken des fluiden Druckmittels im Wesentlichen konstant bleibt
bzw. gehalten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis im Wesentlichen 1:1 beträgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mengenteiler (60; 60.1) ein Gehäuse (64) mit einer Regelkolben-Aufnahme (65)
umfasst, in welcher ein Regelkolben (66) mit geringem Spiel geführt relativ zu der
Regelkolben-Aufnahme (65) in einer axialen Richtung (67) verschiebbar gelagert ist,
und wobei der Regelkolben (66) sich axial in Richtung einer Regelkolben-Längsachse
(68) erstreckt, eine Regelkolben-Länge aufweist sowie ein erstes Regelkolbenende (70.1)
und ein sich davon in eine entgegengesetzte Richtung in der axialen Richtung (67)
weg erstreckendes zweites Regelkolbenende (70.2) aufweist, das von dem ersten Regelkolbenende
(70.1) einen der Regelkolbenlänge entsprechenden Abstand aufweist,
und wobei in dem Gehäuse (64) ein eine erste Drossel (71.1) enthaltender erster Zuströmkanal
(62.1) für einen ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels und ein eine zweite
Drossel (71.2) enthaltender zweiter Zuströmkanal (62.2) für einen zweiten Teil-Volumenstrom
des fluiden Druckmittels angeordnet sind,
und wobei die Regelkolben-Aufnahme (65) mit einem ersten Ende in eine erste Regelkolbenende-Aufnahme
(74.1) zur Aufnahme des ersten Regelkolbenendes (70.1) des Regelkolbens (66) übergeht,
in die der erste Zuströmkanal (62.1) mündet, und wobei die Regelkolben-Aufnahme (65)
mit einem zweiten Ende in eine zweite Regelkolbenende-Aufnahme (74.2) zur Aufnahme
des zweiten Regelkolbenendes (70.2) des Regelkolbens (66) übergeht, in die der zweite
Zuströmkanal (62.2) mündet,
und wobei die erste Regelkolbenende-Aufnahme (74.1) eine erste Regel-Drossel oder
einen Bestandteil einer ersten Regel-Drossel (75.1) ausbildet und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme
(74.2) eine zweite Regel-Drossel oder einen Bestandteil einer zweiten Regel-Drossel
(75.2) ausbildet,
und wobei die erste Regelkolbenende-Aufnahme (74.1) mit dem ersten Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) fluidverbunden ist und die zweite Regelkolbenende-Aufnahme (74.2) mit dem zweiten
Druckmittel-Abströmkanal (61.2) fluidverbunden ist,
so dass sich der Regelkolben (66), dann, wenn ein erster Druckmittel-Druck, der sich
in dem ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) ausbildet, während der erste Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) mit dem ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird
und ein zweiter Druckmittel-Druck, der sich in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
(61.2) ausbildet, während der zweite Druckmittel-Abströmkanal (61.2) mit dem zweiten
Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird, gleich groß sind, in
einer Grund- oder Mittenstellung (72) befindet
und sich der Regelkolben (66) dann, wenn ein erster Druckmittel-Druck, der sich in
dem ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) ausbildet, während der erste Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) mit einem ersten Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird,
von einem zweiten Druckmittel-Druck abweicht, der sich in dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal
(61.2) ausbildet, während der zweite Druckmittel-Abströmkanal (61.2) mit einem zweiten
Teil-Volumenstrom des fluiden Druckmittels durchströmt wird, so dass der erste Druckmittel-Druck
und der zweite Druckmittel-Druck um eine Druckdifferenz ungleich Null voneinander
abweichen, gleichzeitig mit der Ausbildung der Druckdifferenz in Richtung des niedrigeren
Druckmittel-Druckes in der Axialrichtung (67) in eine von der Grund- oder Mittenstellung
(72) abweichende Stellung bewegt.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegelkörper (45.1) mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in der ersten Verriegelungsstellung (46.1) selbsthemmend verklemmt ist und
wenn das fluide Druckmittel dem ersten Zuströmkanal (62.1) zugeführt wird, der Regelkolben
(66) von seiner Grund- oder Mittenstellung (72) in eine zweite Absperrstellung (78.2)
verschoben wird oder in einer zweiten Absperrstellung (78.2) gehalten wird, in welcher
der zweite Druckmittel-Abströmkanal (61.2) und der zweite Druckmittel-Zuströmkanal
(54.2) gegenüber dem zweiten Zuströmkanal (62.2) gegen ein Zuströmen des Druckmittels
abgesperrt ist, während ein erster Strömungsweg zwischen einem ersten Zuströmkanal
(62.1) und dem ersten Druckmittel-Abströmkanal (61.1) offen ist, so dass das fluide
Druckmittel durch den ersten Zuströmkanal (62.1) in den ersten Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) und von dort durch den ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1)
entweder
strömen kann, um den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) durch eine fortgesetzte
Zuführung des fluiden Druckmittels in eine Entriegelungsstellung (92) zu überführen
oder
strömt, so dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) in eine Entriegelungsstellung
(92) überführt wird,
und
dass dann, wenn der erste Klemm-Doppel-Kegelkörper (45.1) mit dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in der zweiten Verriegelungsstellung (46.2) selbsthemmend verklemmt ist und
wenn das fluide Druckmittel dem zweiten Zuströmkanal (62.2) zugeführt wird, der Regelkolben
(66) von seiner Grund- oder Mittenstellung (72) in eine erste Absperrstellung verschoben
wird oder in einer ersten Absperrstellung gehalten wird, in welcher der erste Druckmittel-Abströmkanal
(61.1) und der erste Druckmittel-Zuströmkanal (54.1) gegen ein Zuströmen des Druckmittels
abgesperrt ist, während ein zweiter Strömungsweg zwischen dem zweiten Zuströmkanal
(62.2) und dem zweiten Druckmittel-Abströmkanal (61.2) offen ist, so dass das fluide
Druckmittel durch den zweiten Zuströmkanal (62.2) in den zweiten Druckmittel-Abströmkanal
(61.2) und von dort durch den zweiten Druckmittel-Zuströmkanal 54.2
entweder
strömen kann, um den ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) durch eine fortgesetzte
Zuführung des fluiden Druckmittels in eine Entriegelungsstellung (92) zu überführen
oder
strömt, so dass der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) in eine Entriegelungsstellung
(92) überführt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Mengenteiler (60; 60.1) um einen oder den Zahnradmengenteiler (60.1)
handelt, der wenigstens eine den ersten Teil-Volumenstrom fördernde erste Zahnradpumpe
(80.1) und eine den zweiten Teil-Volumenstrom fördernde zweite Zahnradpumpe (80.1)
umfasst, die über eine oder die Welle (81) derart miteinander gekoppelt sind, dass
sich zumindest während des Bewegens des Kolbens (22) in der ersten Richtung (28.1)
und auch in der zweiten Richtung (28.2) und eines jeweils dadurch bewirkten Drehens
des zweiten Gewindekörpers (35.2) um seine Drehachse (43) zusammen mit dem ersten
Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1), das besagte Verhältnis des ersten Teil-Volumenstroms
des fluiden Druckmittels und des zweiten Teil-Volumenstroms des fluiden Druckmittels
im Wesentlichen konstant bleibt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
entweder
ausgehend von der ersten Verriegelungsstellung (46.1), in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.2) selbsthemmend verklemmt sind,
zuerst
zumindest oder nur das erste Fluid-Axial-Gleitlager (53.1) über den Mengenteiler (60;
60.1, 60.2) und den damit fluidverbundenen ersten Druckmittel-Zuströmkanal (54.1)
mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagt wird oder
ausgehend von der zweiten Verriegelungsstellung (46.2), in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper 45.2 selbsthemmend verklemmt sind,
zuerst
zumindest oder nur das zweite Fluid-Axial-Gleitlager (53.2) über den Mengenteiler
(60; 60.1, 60.2) und den damit fluidverbundenen zweiten Druckmittel-Zuströmkanal (54.2)
mit dem fluiden Druckmittel beaufschlagt wird, entweder
um ein Abheben des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers (45.1) von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in eine Abhebe- und Entriegelungsstellung (92) zu bewirken
oder
wodurch ein Abheben des ersten Klemm-Doppel-Kegel-Körpers (45.1) von dem zweiten Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) in eine Abhebe- und Entriegelungsstellung (92) bewirkt wird,
in welcher der erste Klemm-Doppel-Kegel-Körper (45.1) und der zweite Klemm-Doppel-Kegel-Körper
(45.2) entweder
zumindest teilweise voneinander abgehoben sind, so dass sich ihre Verriegelungs-Kegel-Flächen
(48.1, 48.2; 48.3, 48.4) zumindest teilweise nicht mehr berühren,
oder
komplett voneinander abgehoben sind, so dass sich ihre Verriegelungs-Kegel-Flächen
(48.1, 48.2; 48.3, 48.4) nicht mehr berühren,
und dass erst anschließend
das Druckmittel der ersten oder zweiten Arbeitskammer (31.1, 31.2) zugeführt wird,
entweder
um eine Bewegung des Kolbens (22) in der Axialrichtung (23) zu ermöglichen, zu unterstützen
und/oder zu bewirken
oder
wodurch der Kolben (22) in der Axialrichtung (23) bewegt wird.