[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem Gargerätebauteil und einer Schienenauszugseinrichtung
für einen Gargutträger. Die Schienenauszugseinrichtung umfasst eine erste Schiene,
welche eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Schienenauszugseinrichtung
an dem Gargerätebauteil aufweist. Die Schienenauszugseinrichtung umfasst eine zweite
Schiene, welche zur Aufnahme des Gargutträgers ausgebildet ist, wobei die Schienen
relativ zueinander bewegbar sind. Die Befestigungseinrichtung umfasst ein Federelement,
welches einen federnden Anschlag für die erste Schiene an dem Gargerätebauteil bildet
und durch das Federelement eine gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung
zum Gargerätebauteil in Relativbewegungsrichtung der beiden Schienen zueinander im
befestigten Zustand durchführbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein
Gargerät mit einer derartigen Anordnung sowie ein Verfahren zum Bewegen einer Schienenauszugseinrichtung
einer Anordnung mit einem Gargerätebauteil und einer Schienenauszugseinrichtung.
[0003] Bei derartigen Ausführungen kann jedoch dann, wenn die bewegbare Schiene, welche
auch als Laufschiene bezeichnet wird, mit relativ viel Schwung in die Einschubrichtung
eingeschoben wird, dass Federelement derart gestaucht werden, dass auch ein unerwünschtes
Lösen der Schienenauszugseinrichtung von dem Gargerätebauteil auftreten könnte.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung, ein Gargerät und ein Verfahren
zu schaffen, bei welcher beziehungsweise bei welchem bei einer derartig federnd gelagerten
Anbringung der Schienenauszugseinrichtung ein unerwünschtes Lösen der Schienenauszugseinrichtung
von dem Gargerätebauteil vermieden wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung, ein Gargerät und ein Verfahren gemäß den
unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0006] Eine erfindungsgemäße Anordnung umfasst ein Gargerätebauteil und eine Schienenauszugseinrichtung
für einen Gargutträger. Die Schienenauszugseinrichtung umfasst eine erste Schiene,
welche eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Schienenauszugseinrichtung
an dem Gargerätebauteil aufweist. Diese erste Schiene ist somit insbesondere die sogenannte
Festschiene. Die Schienenauszugseinrichtung umfasst darüber hinaus eine zweite Schiene,
welche zur Aufnahme des Gargutträgers ausgebildet ist. Die Schienen sind relativ zueinander
bewegbar, sodass die zweite Schiene insbesondere die Laufschiene ist. Die Befestigungseinrichtung
weist ein Federelement auf, welches einen federnden Anschlag für die erste Schiene
an dem Gargerätebauteil bildet. Durch das Federelement ist eine gedämpfte Relativbewegung
der Schienenauszugseinrichtung relativ zum Gargerätebauteil in der Relativbewegungsrichtung
der beiden Schienen zueinander im befestigten Zustand der Schienenauszugseinrichtung
an dem Gargerätebauteil durchführbar. So ist somit durch diese Ausgestaltung auch
im montierten Zustand der Schienenauszugseinrichtung am Gargerätebauteil in einer
spezifischen Richtung, nämlich in derjenigen Richtung, in der sich auch die erste
Schiene relativ zur zweiten Schiene bewegen kann, eine Relativbewegung der zweiten
Schiene und somit auch der gesamten Schienenauszugseinrichtung relativ zum Gargerätebauteil
ermöglicht.
[0007] Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist darin zu sehen, dass die zweite Schiene
ein Anschlagelement aufweist, welches derart ausgebildet ist, dass die durch das Federelement
gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung relativ zum Gargerätebauteil
auf einen definierten Bewegungsweg begrenzt ist. Dieser Bewegungsweg ist kleiner als
ein zum Lösen der Befestigungsvorrichtung von dem Gargerätebauteil erforderlicher
Löseweg. Durch das Anschlagelement ist somit auch eine Entriegelungssperrvorrichtung
gebildet. Selbst dann, wenn die Schienenauszugseinrichtung in Richtung der Relativbewegungsrichtung
zum Gargerätebauteil im daran montierten Zustand verschoben wird, kann dies maximal
so weit erfolgen, bis die zweite Schiene mit ihrem Anschlagelement an dem Gargerätebauteil
anschlägt. Da die Positionierung und die Dimensionierung des Anschlagelements insbesondere
so gewählt ist, dass vor einem unerwünschten Lösen der gesamten Schienenauszugseinrichtung
von dem Gargerätebauteil das Anschlagen an dem Gargerätebauteil durch das Anschlagelement
erfolgt, ist somit auch bei diesem Bewegungsszenario der Schienenauszugseinrichtung
ein unerwünschtes Lösen von dem Gargerätebauteil verhindert.
[0008] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Anschlagelement erhaben nach oben überstehend
an der zweiten Schiene angeordnet ist. Da hier eine besonders vorteilhafte mechanische
Wechselwirkung im Hinblick auf das Anschlagen an dem Gargerätebauteil erreicht ist,
andererseits das Bestücken der zweiten Schiene mit dem Gargutträger nicht behindert
ist, ist diese positionelle Anordnung und Erstreckung vorteilhaft.
[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Anschlagelement als stabförmiger Höcker an
einer Oberseite der zweiten Schiene angeordnet ist und in besonders vorteilhafter
Weise an dieser Oberseite integriert ist. Durch diese Ausgestaltung wird einerseits
das erhabene Überstehen relativ klein gehalten, sodass quasi kein unerwünscht hoher
Aufbau an der zweiten Schiene ausgebildet ist. Darüber hinaus ist eine derartige Ausgestaltung
relativ robust, sodass auch relativ hohe Anschlagkräfte problemlos aufgenommen werden
können. Dies ist insbesondere bei der integrierten und somit einstückigen Ausgestaltung
begünstigt.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass bei einer weiteren Ausführung das Anschlagelement
als Platte ausgebildet ist und an einer Seitenwand, insbesondere einer vertikalen
Seitenwand, der zweiten Schiene angeordnet ist. Die alternative Ausführung ist vorzugsweise
bei einer alternativen Formgebung der zweiten Schiene von Vorteil, bei welcher ein
Auflagebereich für den Gargutträger nicht nur abschnittsweise entlang der Länge der
zweiten Schiene ausgebildet ist, sondern insbesondere vollständig durchgehend über
die im Wesentlichen gesamte Länge der zweiten Schiene ausgebildet ist.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass in einer Grundbefestigungsstellung der ersten Schiene
an dem Gargerätebauteil die zweite Schiene maximal bis zu einem Frontanschlag an der
ersten Schiene eingeschoben ist und die Schienenauszugseinrichtung in einer Grundstellung
angeordnet ist, die ohne eine gedämpfte Relativbewegung erreicht ist. Dies bedeutet
somit, dass in dieser Grundstellung keine weitere Verschiebebewegung der zweiten Schiene
und somit auch der gesamten Schienenauszugseinrichtung nach hinten erfolgt ist, bei
welcher dann das Federelement gegenüber der Grundstellung weiter vorgespannt beziehungsweise
zusammengedrückt wäre. Allerdings ist in dieser Grundstellung bereits eine spezifische
Position zwischen den beiden Schienen erreicht, die dadurch charakterisiert ist, dass
die zweite Schiene an einer ganz spezifischen Stelle an der ersten Schiene mechanisch
anliegt, nämlich an dem Frontanschlag anliegt.
[0012] Diese Grundstellung ist dahingehend eine besonders spezifisch zu definierende, für
die weitere mechanische Funktionalität des Federelements und des Anschlagelements
wesentliche Position.
[0013] Insbesondere weist die Schienenauszugseinrichtung eine gegenüber der Grundstellung
unterschiedliche und zwischenzeitliche und somit automatisch vergängliche, nach hinten
versetzte Verschiebestellung auf, die durch eine Verschiebung der Schienenauszugseinrichtung
ausgehend von der Grundstellung durch die gedämpfte Relativbewegung erreicht ist.
Eine derartige Verschiebestellung kann beispielsweise dann erreicht werden, wenn die
zweite Schiene mit einer derartigen Kraft eingeschoben wird, dass sie über die Grundstellung
hinausgehend weiter nach hinten verschoben wird und damit die Dämpfungswirkung des
Federelements definiert einsetzt. In diesem Verschiebeweg zwischen der Grundstellung
und der Verschiebestellung ist dann weiterhin die zweite Schiene in der mit der Grundstellung
erreichten Relativposition der ersten Schiene gleichbleibend, sodass auf diesem Verschiebeweg
zwischen der Grundstellung und der Verschiebestellung die beiden Schienen praktisch
ohne Relativbewegung zueinander bewegt werden. Da dann gerade bei derartigen überlaufenden
Krafteinwirkungen auf die zweite Schiene eine verstärkte Dämpfung des Federelements
eintritt, kann dann diese Bewegung auch definiert abgebremst werden.
[0014] In dem Zusammenhang ist das erfindungsgemäße Anschlagelement an der zweiten Schiene
dann dahingehend besonders vorteilhaft, dass bei derartig starken Krafteinwirkungen
auf die zweite Schiene, die eine Verschiebung über die Grundstellung nach hinten hinaus
so weit führt, bis das Anschlagelement der zweiten Schiene an dem Gargerätebauteil
anschlägt, dann auch ein unerwünschtes Entsperren und somit Lösen der Schienenauszugseinrichtung
von dem Gargerätebauteil verhindert ist. Denn ist die Krafteinwirkung auf die zweite
Schiene beim Einschieben so groß, dass das Anschlagelement der zweiten Schiene sogar
bis zum Gargerätebauteil gelangt und dort dieses mechanisch kontaktiert, so wird dann
hier diese Bewegung der zweiten Schiene und somit auch der gesamten Schienenauszugseinrichtung
abrupt gestoppt. Hier ist dann ein gegebenenfalls härterer Anschlag der gesamten Schienenauszugseinrichtung
am Gargerätebauteil mehr akzeptiert, als dass sich die gesamte Schienenauszugseinrichtung
bei weiterer Bewegung nach hinten von dem Gargerätebauteil lösen könnte.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Verschiebestellung somit maximal um die in
Richtung der gedämpften Relativbewegung bemessene Weglänge von der Grundstellung beabstandet
ist, die zwischen der Stellung, an welcher die zweite Schiene den Frontanschlag der
ersten Schiene kontaktiert und dem Anschlagen des Anschlagelements der zweiten Schiene
an dem Gargerätebauteil auftritt. Dadurch werden die oben genannten Vorteile einerseits
im Hinblick einer bereits gewünschten Bewegungsdämpfung und andererseits einer Verhinderung
der Entkopplung der Schienenauszugseinrichtung von dem Gargerätebauteil erreicht.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass diese Weglänge maximal der halbe Durchmesser eines
vertikalen Trägerstabs des aus Stäben aufgebauten Gargerätebauteils ist. Insbesondere
ist dieses Gargerätebauteil ein Traggestell, welches neben den vertikalen Trägerstäben,
die als frontseitiger und rückseitiger Endabschluss des Traggestells dienen, horizontale
Führungsstäbe umfasst. Diese horizontalen Führungsstäbe sind mit ihren jeweiligen
Enden dann mit den zugehörigen vertikalen Trägerstäben verbunden. Durch paarweise
einander zugeordnete Führungsstäbe werden Einschubebenen für den Gargutträger vorgegeben,
welcher dann auf der Schienenauszugseinrichtung, insbesondere der zweiten Schiene,
aufsitzt und herausgezogen und eingeschoben werden kann. Gerade diese spezifische
Dimensionierung der maximalen Weglänge ermöglicht ein besonders gutes Dämpfungsszenario
und bildet darüber hinaus dann auch eine ausreichende Verhinderung einer Entsperrung.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass auf einer dem Gargutträger zugewandten Oberseite
der zweiten Schiene ein Steg als Auflage für den Gargutträger ausgebildet ist, der
in Breitenrichtung (senkrecht zur Längsrichtung der zweiten Schiene) schmäler als
die Oberseite ist und welcher gegenüber einem äußeren Rand der Oberseite, der im montierten
Zustand dem Gargerätebauteil zugewandt ist, nach innen versetzt ist. Durch dies Ausführung
wird zwischen der Oberseite und dem Gargutträger ein seitlicher Eingriffsbereich für
einen Nutzer gebildet, der nach innen dann durch den Steg begrenzt ist. Das sichere
Greifen des Gargutträgers alleine ist dadurch verbessert.
[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Verschiebestellung eine flüchtige Stellung
ist, die durch das in der Verschiebestellung im Vergleich zur Grundstellung vorgespanntere
Federelement automatisch in die Grundstellung überführbar ist. Das bedeutet, dass
dann, wenn die zweite Schiene über die Grundstellung hinaus nach hinten in Richtung
der Verschiebestellung bewegt wird, dann das Federelement dahingehend komprimiert
wird oder stärker gespannt wird, dass es dann, wenn die Schiene und somit auch die
gesamte Schienenauszugseinrichtung zum Stillstand gekommen ist, das Federelement die
gesamte Schienenauszugseinrichtung wieder nach vorne bis zur Grundstellung drückt.
Dadurch ist auch bei stark eingeschobenen zweiten Schienen am Ende immer die Grundstellung
automatisch erreichbar.
[0019] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungseinrichtung mit dem Federelement
als Auswurfeinrichtung zum Auswerfen der Schienenauszugseinrichtung aus der Grundstellung
in eine nach vorne geschobene Arbeitsstellung ausgebildet ist. Durch das Federelement
und die Befestigungseinrichtung ist somit auch eine insbesondere Push-Push-Mechanik
bereitgestellt. Dadurch kann die Zugänglichkeit zu der Schienenauszugseinrichtung
verbessert werden und das Bestücken mit einem Gargutträger erleichtert werden, da
dann die Schienenauszugseinrichtung bereits im gewissen Maße ausgefahren ist und leichter
zugänglich ist.
[0020] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Gargerät mit einer erfindungsgemäßen
Anordnung oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon. Insbesondere umfasst das Gargerät
einen Aufnahmeraum in Form eines Garraums, in dem Lebensmittel zubereitet werden können.
Dieser Garraum ist insbesondere durch Wände einer Muffel begrenzt, die auch vertikale
Seitenwände aufweist. An den gegenüberliegenden vertikalen Seitenwänden sind vorzugsweise
jeweils Gargerätebauteile und Schienenauszugseinrichtungen angeordnet, die jeweils
paarweise auf gleicher Höhe angeordnet sind, sodass diesbezüglich auf spezifischen
Ebenen die Gargutträger aufgebracht werden können.
[0021] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Bewegen einer Schienenauszugseinrichtung
mit einer Anordnung mit einem Gargerätebauteil und einer Schienenauszugseinrichtung
für einen Gargutträger. Die Schienenauszugseinrichtung wird mit einer ersten Schiene,
welche eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Schienenauszugseinrichtung
an einem Gargerätebauteil aufweist, und mit einer zweiten Schiene, welche zur Aufnahme
des Gargutträgers ausgebildet ist, bereitgestellt. Die beiden Schienen können relativ
zueinander bewegt werden. Die Befestigungseinrichtung wird mit einem Federelement
bereitgestellt, welches einen federnden Anschlag für die erste Schiene an dem Gargerätebauteil
bildet, wobei durch das Federelement eine Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung
zum Gargerätebauteil in Relativbewegungsrichtung der beiden Schienen zueinander im
befestigten Zustand gedämpft wird. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist darin
zu sehen, dass die gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung zum Gargerätebauteil
auf einem Bewegungsweg kleiner als ein zum Lösen der Befestigungsvorrichtung von dem
Gargerätebauteil erforderlicher Löseweg durch ein Anschlagelement an der zweiten Schiene
begrenzt wird. Die dadurch erreichbaren Vorteile wurden bereits oben im Rahmen der
erfindungsgemäßen Anordnung dargelegt.
[0022] Vorzugsweise wird in einer Grundbefestigungsstellung der ersten Schiene an dem Gargerätebauteil
die zweite Schiene maximal bis zu einem Frontanschlag an der ersten Schiene eingeschoben,
und die Schienenauszugseinrichtung wird in einer Grundstellung angebracht beziehungsweise
einer Grundstelle verbracht, die ohne eine gedämpfte Relativbewegung erreicht wird.
Dies bedeutet, dass beim Einschieben der zweiten Schiene dann zunächst diese Grundstellung
erreicht wird, ohne, dass vorher eine gedämpfte Relativbewegung erfolgen würde.
[0023] Vorzugsweise wird durch eine durch die gedämpfte Relativbewegung erzeugte Verschiebung
der Schienenauszugseinrichtung ausgehend von der Grundstellung eine gegenüber der
Grundstellung unterschiedliche und insbesondere zwischenzeitliche beziehungsweise
automatisch vergängliche, in Einschubrichtung der zweiten Schiene gegenüber der Grundstellung
nach hinten versetzte, Verschiebestellung erreicht. Insbesondere wird die Verschiebestellung
maximal um die in Richtung der gedämpften Relativbewegung bemessene Weglänge von der
Grundstellung beabstandet, wobei diese Weglänge zwischen der Stellung, an welcher
die zweite Schiene den Frontanschlag der ersten Schiene kontaktiert, und dem Anschlagen
des Anschlagelements der zweiten Schiene an dem Gargerätebauteil bemessen.
[0024] Des Weiteren betrifft die Erfindung die vorteilhafte Ausführung, dass die Schienenauszugseinrichtung
ausgehend von der Grundstellung durch Drücken der zweiten Schiene in Einschubrichtung
durch die als Auswurfeinrichtung ausgebildete Befestigungseinrichtung mit dem Federelement
in eine gegenüber der Grundstellung entgegen der Einschubrichtung der zweiten Schiene
nach vorne geschobene Arbeitsstellung ausgeworfen wird.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus
den vorteilhaften Ausführungen der erfindungsgemäßen Anordnung, wobei hier die genannten
gegenständlichen Elemente alleine oder in Wirkverbindung die jeweiligen Bewegungsszenarien
ermöglichen.
[0026] Mit den Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßem
Anordnen der Komponenten und des Gargeräts und bei einem dann vor dem Gargerät stehenden
und in Richtung des Gargeräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen und Orientierungen
angegeben.
[0027] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder aber in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schienenauszugseinrichtung
einer Anordnung;
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Darstellung der Schienenauszugseinrichtung gemäß Fig.
2;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Schienenauszugseinrichtung
mit einer Anordnung;
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung der Ausführung in Fig. 4 in einem Teilausschnitt;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Teildarstellung der Ausführung in Fig. 6 in einer anderweitigen Perspektive;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung;
- Fig. 9
- einen Teilausschnitt der Darstellung in Fig. 8 in einer weiteren Bewegungsposition
der Schienenauszugseinrichtung gemäß Fig. 8;
- Fig. 10
- die Darstellung gemäß Fig. 9 mit einer weiter verschobenen Schienenauszugseinrichtung;
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung der Schienenauszugseinrichtung gemäß Fig. 4 an einem
Gargerätebauteil in einer ersten Position relativ dazu;
- Fig. 12
- die Darstellung gemäß Fig. 11 in einer dazu unterschiedlichen Position der Schienenauszugseinrichtung;
- Fig. 13
- eine weitere perspektivische Darstellung der Anordnung gemäß Fig. 11 und Fig. 12 in
einer dazu unterschiedlichen Position der Schienenauszugseinrichtung; und
- Fig. 14
- eine perspektivische Darstellung von unterschiedlichen Zwischenmontagezuständen von
Schienenauszugseinrichtungen, die an einem Gargerätebauteil montiert werden.
[0029] In den Fig. werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0030] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Gargerät 1 gezeigt, welches
beispielsweise als Backofen ausgebildet sein kann. Das Gargerät 1 umfasst einen Garraum
2, der durch Wände einer Muffel 3 begrenzt ist. Die Muffel 3 umfasst zwei gegenüberliegende
vertikale Wände 4 und 5. Frontseitig weist die Muffel 3 eine Beschickungsöffnung auf,
durch welche Gargut und/oder Zubereitungsgefäße in den Garraum 2 eingebracht werden
können. Die Beschickungsöffnung ist durch eine nicht dargestellte Tür verschließbar.
[0031] Das Gargerät 1 umfasst in Position und Anzahl lediglich beispielhaft auch Kochzonen
6, 7, 8 und 9, muss diese jedoch nicht aufweisen. Des Weiteren umfasst das Gargerät
1 ebenfalls in Position und Ausgestaltung lediglich beispielhaft dargestellt eine
Bedieneinrichtung 10 mit einer Anzeigeeinheit 11 und Bedienelementen 12 und 13.
[0032] Wie in der Darstellung gemäß Fig. 1 gezeigt ist, ist an den gegenüberliegenden Wänden
4 und 5 jeweils eine Vorrichtung beziehungsweise eine Anordnung 14 beziehungsweise
15 positioniert. Die Anordnung 14, welche gleich zur Anordnung 15 ausgebildet ist,
wird stellvertretend für die beiden Anordnungen 14 und 15 weiter erläutert. Die Anordnung
14 umfasst ein Gargerätebauteil 16, welches auch eine Adaptereinheit darstellt. Das
Gargerätebauteil 16 ist an der Wand 4 zerstörungsfrei lösbar anbringbar. Es kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass eine integrale Ausgestaltung vorgesehen ist. Das Gargerätebauteil
16 ist im Ausführungsbeispiel als Traggestell ausgebildet und als Einhängegitter gestaltet.
Das Gargerätebauteil 16 ist zur Aufnahme einer Schienenauszugseinrichtung 17 ausgebildet.
Die Anordnung 14 ist zur Aufnahme eines nicht gezeigten Gargutträgers wie beispielsweise
eines Gitterrosts oder eines Backblechs oder einer Fettpfanne vorgesehen, wobei dieser
Gargutträger dann auf die Schienenauszugseinrichtung 17 positionierbar ist.
[0033] Wie in der Darstellung gemäß Fig. 1 auch zu erkennen ist, umfasst das Gargerätebauteil
16 einen in Tiefenrichtung des Gargeräts 1 betrachtet vorderen vertikalen Trägerstab
18 und einen dazu parallelen und beabstandet angeordneten hinteren vertikalen Trägerstab
19. Das Traggestell beziehungsweise das Gargerätebauteil 16 ist im Ausführungsbeispiel
vollständig aus Stäben aufgebaut. Mit diesen bereits genannten vertikalen Trägerstäben
18 und 19 sind Führungsstäbe jeweils gegenseitig verbunden. Die Führungsstäbe, von
denen beispielhaft die Führungsstäbe 20a und 20b gekennzeichnet sind, bilden paarweise
jeweils eine Einschubebene, auf welcher dann der Gargutträger eingeschoben werden
kann. Auch diese Führungsstäbe 20a und 20b sind parallel und beabstandet zueinander
angeordnet. Eine entsprechende Ausgestaltung ist bei der gegenüberliegenden Anordnung
15 vorgesehen.
[0034] Die Anordnung 14 kann eine Schienenauszugseinrichtung 17, wie sie beispielhaft in
Fig. 2 gezeigt ist, umfassen. In der in Fig. 2 gezeigten Perspektive ist vorgesehen,
dass die Schienenauszugseinrichtung 17, welche ein Teleskopauszug ist, eine erste
Schiene 21 aufweist, die zur Befestigung der gesamten Schienenauszugseinrichtung 17
an dem Gargerätebauteil 16 ausgebildet ist. Dazu umfasst diese erste Schiene 21, die
auch eine Festschiene sein kann, die Befestigungsvorrichtung 22, die klammerartige
Elemente 23 aufweist. Diese klammerartigen Elemente 23 umgreifen im montierten Zustand
die Trägerstäbe 18 und 19.
[0035] Die Schienenauszugseinrichtung 17 umfasst darüber hinaus eine zweite Schiene 24,
die bewegbar an der ersten Schiene 21 angeordnet ist. Die zweite Schiene 24 kann auch
als Laufschiene bezeichnet werden und ist im montierten Zustand im Garraum 2 in Richtung
der Längsachse der Schienenauszugseinrichtung 17 und somit auch in Tiefenrichtung
des Gargeräts 1 verschiebbar.
[0036] Wie zu erkennen ist, ist auf einer Oberseite 25 der zweiten Schiene 24 eine an der
Schiene 24 integrierte, mehrteilige Auflage 26 sich nach oben und somit in vertikaler
Richtung ausgehend von der Oberseite 25 sich erstreckend ausgebildet. Die für den
Gargutträger vorgesehene Auflage 26 mündet jeweils an den gegenüberliegenden Enden
der zweiten Schiene 24, und dazwischen liegend ist ein entsprechender Freiraum ausgebildet.
Die Auflage 26, die an einem vorderen Ende 27, welches im montierten Zustand im Garraum
2 der Rückwand der Muffel 3 abgewandt und der Beschickungsöffnung zugewandt ist, ist
zugleich auch als Anschlagelement 28 ausgebildet. Im nun gezeigten Ausführungsbeispiel
ist dieses Anschlagelement 28 als stabförmiger Höcker an der Oberseite 25 ausgebildet,
insbesondere an der Oberseite 25 integriert.
[0037] Die Auflage 26 ist hier zumindest bereichsweise derart ausgebildet, dass sie einen
schmalen Steg umfasst, der auf der Oberseite 25 nach oben stehend ausgebildet ist
und in horizontaler Breitenrichtung, welche sich senkrecht zur Längsrichtung der Schiene
24 erstreckt, schmäler ausgebildet ist, als die Oberseite 25. Es ist somit auf der
dem Gargutträger 34 zugewandten Oberseite 25 der zweiten Schiene 24 ein Steg als Auflage
26 für den Gargutträger 34 ausgebildet, welcher gegenüber einem äußeren Rand 25a der
Oberseite 25, der im montierten Zustand dem Gargerätebauteil 16 zugewandt ist, nach
innen versetzt ist.
[0038] In Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung der Schienenauszugseinrichtung 17
in umgedrehter Darstellung gezeigt.
[0039] In Fig. 4 ist in einer weiteren Ausführung eine perspektivische Darstellung einer
Schienenauszugseinrichtung 17 gezeigt, bei welcher im Unterschied zur Ausführung gemäß
Fig. 2 und Fig. 3 die Auflage 26 nicht mehrteilig ausgebildet ist, sondern ein von
vorne nach hinten durchlaufender Steg an der Schiene 24 integriert ist. Bei dieser
Ausführung ist dann ein Anschlagelement 28 realisiert, welches nicht auf der Oberseite
25 aufliegend angeordnet ist, sondern an einer vertikalen Seitenwand 29 der zweiten
Schiene 24 seitlich anliegend befestigt ist. Bei dieser Ausführung ist das Anschlagelement
28 ein plattenartiges ebenes Teil, welches sich in vertikaler Richtung ebenfalls erhaben
dann gegenüber der Oberseite 25 der zweiten Schiene 24 nach oben erstreckt. Wie bei
den Ausführungen in Fig. 2 bis Fig. 4 zu erkennen ist, ist auch ein Halteelement 30
auf der Auflage 26 ausgebildet. Dieses Halteelement 30 dient auch zur positionellen
Halterung des Gargutträgers auf der Schienenauszugseinrichtung 17, insbesondere zur
Fixierung in Richtung der Längsachse der Schienenauszugseinrichtung 17 und somit in
Tiefenrichtung des Gargeräts 1.
[0040] In Fig. 5 ist in einer vergrößerten Darstellung ein Teilbereich der Ausführung der
Schienenauszugseinrichtung 17 gemäß Fig. 4 gezeigt. Hier ist die plattenartige Ausgestaltung
des Anschlagelements 28 vergrößert dargestellt.
[0041] Darüber hinaus ist hier auch zu erkennen, dass die zweite Schiene 24 an ihrem vorderen
Ende 27 einen nach unten überstehenden Anschlag 31 aufweist. Ferner umfasst die erste
Schiene 21 an ihrem vorderen Ende 32 einen Frontanschlag 33. In Fig. 5 ist ein Zustand
gezeigt, bei welchem die zweite Schiene 24 noch nicht vollständig eingeschoben ist
und in dem Zusammenhang ein Abstand zwischen dem Anschlag 31 und dem Frontanschlag
33 besteht.
[0042] In Fig. 6 ist in einer perspektivischen Darstellung die Anordnung 14 mit dem Gargerätebauteil
16 und einer Schienenauszugseinrichtung 17, wie sie durch die Ausführungen gemäß Fig.
2 und Fig. 3 gezeigt ist, gezeigt. Die Schienenauszugseinrichtung 17 ist hier im montierten
Zustand gezeigt und darüber hinaus die Schienenauszugseinrichtung 17 in einer Grundstellung
an dem Gargerätebauteil 16 angeordnet. In Fig. 6 ist ein Gargutträger 34 in Form eines
Gitterrosts gezeigt, welcher auf den Auflagen 26 der zweiten Schiene 24 angeordnet
ist. Darüber hinaus ist der Gargutträger 34 auch zwischen den beiden Führungsstäben
20a und 20b positioniert.
[0043] Die bereits erwähnte Befestigungseinrichtung 22 umfasst an der hinteren Befestigungsklammer
beziehungsweise dem hinteren Befestigungselement 23 insbesondere innenliegend ein
Federelement 35, wie es in Fig. 7 der perspektivischen Schnittdarstellung, bei welcher
die Schnittfläche durch das Befestigungselement 23 gezogen ist, zu erkennen ist. Dieses
Federelement 35 kontaktiert im montierten Zustand der Schienenauszugseinrichtung 17
dieses Gargerätebauteil 16, insbesondere einen unteren Führungsstab 20b. In Fig. 7
ist dabei die Grundbefestigungsstellung der ersten Schiene 21 an dem Gargerätebauteil
16 gezeigt. In dieser Grundbefestigungsstellung weist auch die zweite Schiene 24 eine
Grundstellung relativ zur ersten Schiene 21 auf, wobei dies dadurch charakterisiert
wird, dass der Anschlag 31 an dem Frontanschlag 33 anliegt, ansonsten jedoch keinerlei
weitere Vorspannung des Federelements 35 gegeben ist. In dieser Grundstellung der
Schienen 21 und 24 zueinander und somit der Grundbefestigungsstellung der Schienenauszugseinrichtung
17 an dem Gargerätebauteil 16 ist somit noch keine gedämpfte Relativbewegung der gesamten
Schienenauszugseinrichtung 17 in Richtung der Rückwand der Muffel und somit in Tiefenrichtung
nach hinten durchgeführt, bei welcher dann das Federelement 35 durch die Verbiegung
und die daraus resultierende, sich aufbauende Federkraft eine dämpfende Wirkung auf
diese Verschieberichtung in Tiefenrichtung hätte.
[0044] Diese Grundbefestigungsstellung ist auch in Fig. 6 gezeigt.
[0045] Ausgehend von dieser in Fig. 6 und Fig. 7 gezeigten Grundbefestigungsstellung kann
dann die gesamte Schienenauszugseinrichtung 17 relativ zum Gargerätebauteil 16 im
an dem Gargerätebauteil 16 montierten Zustand in gerader lineare Bewegung in Tiefenrichtung
des Gargeräts 1 nach hinten weiter verschoben werden. Dadurch wird dann eine Relativbewegung
in diese Relativbewegungsrichtung durchgeführt. Allerdings ist diese Relativbewegung,
die dann gedämpft ist durch das Federelement 35, nur über einen spezifisch definierten
in Tiefenrichtung der Gargeräte und somit in Einschubrichtung der zweiten Schiene
24 bemessener Bewegungsweg möglich. Dieser Bewegungsweg ist begrenzt. Dieser Bewegungsweg
ist kleiner als ein zum Lösen der Befestigungsvorrichtung 22 von dem Gargerätebauteil
erforderlicher Löseweg. Dies bedeutet, dass eine diesbezügliche Verschiebung der gesamten
Schienenauszugseinrichtung 17 in horizontaler Richtung nach hinten und somit in Tiefenrichtung
des Gargeräts 1 nur so weit erfolgen kann, solange sich die Befestigungselemente 22
durch ihre klammerartige Form nicht von den Trägerstäben 18 und 19 lösen beziehungsweise
entkoppeln können.
[0046] Dieser Bewegungsweg wird begrenzt durch die Anordnung und Dimensionierung des Anschlagelements
28.
[0047] In Fig. 8 sind dabei in der perspektivischen Darstellung die beiden unterschiedlichen
Ausführungsformen der Schienenauszugseinrichtungen 17, wie sie bisher erläutert wurden,
an dem Gargerätebauteil 16 beispielhaft angeordnet. Es ist hier jeweils die Grundbefestigungsstellung
der Schienenauszugseinrichtungen 17 gezeigt. Wie durch die jeweiligen Pfeile an den
Anschlagelementen 28 in Richtung der Führungsstäbe 20b der jeweiligen Führungsebenen
gezeigt ist, wird bei einer derartigen gedämpften Relativbewegung ausgehend von der
Grundbefestigungsstellung nach hinten dieser Bewegungsweg durch das Anschlagen des
jeweiligen Anschlagelements 28 an dem Führungsstab 20b begrenzt. Dieser Bewegungsweg
ist vorzugsweise maximal einem halben Durchmesser des Trägerstabs 18 beziehungsweise
des Trägerstabs 19.
[0048] Durch diese Konstruktion wird es ermöglicht, dass auch bei relativ kraftvollem Einschieben
der zweiten Schiene 24 eine über die Grundstellung dann hinausgehende gedämpfte Relativbewegung
der gesamten Schienenauszugseinrichtung 17 zum Gargerätebauteil 16 ermöglicht ist
und somit eine gewisse Ausgleichsbewegung dämpfend vollzogen werden kann, sodass ein
unerwünscht harter Einschlag und ein abruptes Stoppen in der Grundstellung verhindert
ist. Wird jedoch eine derartig kraftvolle Einschiebung der zweiten Schiene 24 vollzogen,
bei welcher dann auch dieser maximale Bewegungsweg, der dann gedämpft ist, nicht ausreicht,
so tritt, um ein unerwünschtes Lösen der gesamten Schienenauszugseinrichtung 17 von
dem Gargerätebauteil 16 zu vermeiden, ein abruptes Abstoppen dieser gedämpften Relativbewegung
auf, indem dieses Anschlagelement 28 an dem Führungsstab 20b anschlägt.
[0049] In Fig. 9 ist in dem Zusammenhang beispielhaft die maximale Verschiebestellung und
somit die maximale Bewegung in Tiefenrichtung der Schienenauszugseinrichtung 17 relativ
zum Gargerätebauteil 16 beim Durchführen der gedämpften Relativbewegung ausgehend
von der Grundstellung gezeigt. Es ist zu erkennen, dass das Anschlagelement 28 an
dem Führungsstab 20b angeschlagen ist, eine Entkopplung des Trägerstabs 18 aus dem
Befestigungselement 23 jedoch noch nicht möglich ist.
[0050] In Fig. 10 ist dabei eine weitere vergrößerte Perspektivdarstellung der erreichten
maximalen Verschiebestellung der Schienenauszugseinrichtung 17 gezeigt.
[0051] Das Federelement 35 ist darüber hinaus so ausgebildet, dass diese erreichte maximale
Verschiebestellung lediglich eine zwischenzeitliche und automatisch vergängliche Stellung
der Schienenauszugseinrichtung 17 relativ zum Gargerätebauteil 16 im montierten Zustand
ist. Durch das Federelement 35, welches in der Verschiebestellung dann maximal vorgespannt
ist, wird dann die Schienenauszugseinrichtung 17 wieder entgegen der Einschubrichtung
nach vorne gedrückt, bis die Schienenauszugseinrichtung 17 in der Grundstellung angekommen
ist.
[0052] In Fig. 11 ist eine vergrößerte Darstellung gezeigt, bei welcher im Unterschied zur
Ausführung in Fig. 6 die Schienenauszugseinrichtung 17 gemäß der Ausführung in Fig.
4 angeordnet ist. Auch hier ist die Grundstellung der zweiten Schiene 24 relativ zur
ersten Schiene 21 gezeigt und somit auch die Grundbefestigungsstellung der Schienenauszugseinrichtung
17 an dem Gargerätebauteil 16 erreicht. Auch hier ist dann ausgehend von dieser Grundbefestigungsstellung
bei kraftvollem Einschieben der zweiten Schiene 24 eine entsprechende gedämpfte Relativbewegung
nach hinten ermöglicht, so lange, bis der maximale Bewegungsweg erreicht ist und das
Anschlagelement 28 wiederum an den Führungsstab 20b anschlägt, wie dies in Fig. 12
gezeigt ist.
[0053] Es wird dann durch das Federelement 35 wiederum die automatische Verschiebung nach
vorne in die Grundstellung erreicht und so bleibt die Schienenauszugseinrichtung 17
dann diesbezüglich in dieser Grundstellung bestehen.
[0054] Bei beiden Ausführungen der Schienenauszugseinrichtung 17 ist es dann auch möglich,
wie dies in Fig. 13 anhand des derartigen Beispiels der Schienenauszugseinrichtung
17 verdeutlicht ist, dass eine Push-Push-Mechanik ausgebildet ist. Dies bedeutet,
dass dann ausgehend von dieser Grundstellung durch ein Drücken des Nutzers an die
zweite Schiene 24 in Tiefenrichtung und somit in den Garraum 2 hinein die zweite Schiene
24 gelöst wird und dann über die Grundstellung hinaus automatisch nach vorne in eine
Arbeitsstellung bewegt wird beziehungsweise ausgeworfen wird. In dieser Arbeitsstellung
ist dann die zweite Schiene 24 um ein gewisses Maß gegenüber der ersten Schiene 21
nach vorne verschoben und insbesondere die Kontaktierung des Anschlags 31 und des
Frontanschlags 33 ist aufgehoben. Durch diese Arbeitsstellung kann die Bestückung
der zweiten Schiene 24 mit dem Gargutträger 34 beziehungsweise das Abnehmen des Gargutträgers
34 von der zweiten Schiene 24 vereinfacht erfolgen.
[0055] In Fig. 14 ist beispielhaft ein Montageszenario der Schienenauszugseinrichtung 17
gezeigt. Zur Montage der Schienenauszugseinrichtung 17 an dem Gargerätebauteil 16
wird zunächst das hintere Ende der Schienenauszugseinrichtung 17 mit dem hinteren
Befestigungselement 23, an dem auch das Federelement 35 angeordnet ist, an dem hinteren
vertikalen Trägerstab 19 angeordnet. Dabei wird die Schienenauszugseinrichtung 17
gegen die Federkraft nach hinten gedrückt, bis das vordere Befestigungselement 23
an den vorderen Trägerstab 18 angebracht werden kann beziehungsweise eingeklipst werden
kann, sodass dieser den Trägerstab 18 klammerartig umgreift. Wird dann die Schienenauszugseinrichtung
17 losgelassen, so wird durch die vorgespannte Feder beziehungsweise das Federelement
35 die Schienenauszugseinrichtung 17 nach vorne gedrückt, sodass dann die Grundbefestigungsstellung
erreicht ist. Dies ist ein sehr einfaches Montageszenario, welches auch eine einfache
Demontage ermöglicht, wobei die Demontage in genau umgekehrter Reihenfolge der genannten
Schritte durchgeführt wird.
[0056] In Fig. 14 ist auch der bereits montierte Endzustand und somit die erreichte Grundbefestigungsstellung
der Schienenauszugseinrichtung 17 gemäß der Ausführung in Fig. 4 gezeigt, wobei hier
in Fig. 14 damit die im Bild obere Schienenauszugseinrichtung 17 gezeigt ist.
[0057] In Fig. 14 sind beispielsweise beide Varianten der Schienenauszugseinrichtungen 17,
wie sie erläutert werden, an dem Gargerätebauteil 16 montiert, wobei die obere Schienenauszugseinrichtung
17 in der montierten Grundbefestigungsstellung angeordnet ist und die untere Schienenauszugseinrichtung
17 erst am hinteren Trägerstab 19 angekoppelt ist, am vorderen Trägerstab 18 jedoch
noch nicht angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Muffel
- 4
- Wand
- 5
- Wand
- 6, 7, 8, 9
- Kochzonen
- 10
- Bedieneinrichtung
- 11
- Anzeigeeinheit
- 12, 13
- Bedienelemente
- 14, 15
- Anordnung
- 16
- Gargerätebauteil
- 17
- Schienenauszugseinrichtung
- 18, 19
- Trägerstäbe
- 20a, 20b
- Führungsstäbe
- 21
- erste Schiene
- 22
- Befestigungsvorrichtung
- 23
- klammerartiges Element
- 24
- zweite Schiene
- 25
- Oberseite
- 26
- Auflage
- 27
- vorderes Ende
- 28
- Anschlagelement
- 29
- vertikale Seitenwand
- 30
- Halteelement
- 31
- Anschlag
- 32
- vorderes Ende
- 33
- Frontflansch
- 34
- Gargutträger
- 35
- Federelement
1. Anordnung (14, 15) mit einem Gargerätebauteil (16) und einer Schienenauszugseinrichtung
(17) für einen Gargutträger (34), mit einer ersten Schiene (21), welche eine Befestigungseinrichtung
(22) zur Befestigung der Schienenauszugseinrichtung (17) an dem Gargerätebauteil (16)
aufweist, und mit einer zweiten Schiene (24), welche zur Aufnahme des Gargutträgers
(34) ausgebildet ist, wobei die Schienen (21, 24) relativ zueinander bewegbar sind,
und die Befestigungseinrichtung (22) ein Federelement (35) aufweist, welches einen
federnden Anschlag für die erste Schiene (21) an dem Gargerätebauteil (16) bildet
und durch das Federelement (35) eine gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung
(17) zum Gargerätebauteil (16) in Relativbewegungsrichtung der beiden Schienen (21,
24) zueinander im an dem Gargerätebauteil (16) befestigten Zustand durchführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schiene (24) ein Anschlagelement (28) aufweist, welches derart ausgebildet
ist, dass die gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung (17) zum Gargerätebauteil
(16) auf einen Bewegungsweg begrenzt ist, der kleiner als ein zum Lösen der Befestigungsvorrichtung
(16) von dem Gargerätebauteil (16) erforderlicher Löseweg ist.
2. Anordnung (14, 15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (28) erhaben nach oben überstehend an der zweiten Schiene (24)
angeordnet ist.
3. Anordnung (14, 15) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (28) als stabförmiger Höcker an einer Oberseite (25) der zweiten
Schiene (24) angeordnet ist, insbesondere integriert ist.
4. Anordnung (14, 15) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (28) als Platte an einer Seitenwand (29) der zweiten Schiene
(24) angeordnet ist.
5. Anordnung (14, 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Grundbefestigungsstellung der ersten Schiene (21) an dem Gargerätebauteil
(16) die zweite Schiene (24) bis zu einem Frontanschlag (33) an der ersten Schiene
(21) eingeschoben ist und die Schienenauszugseinrichtung (17) in einer Grundstellung
angeordnet ist, die von einem ausgezogenen Zustand der zweiten Schiene (24) kommend
ohne eine gedämpfte Relativbewegung erreicht ist.
6. Anordnung (14, 15) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenauszugseinrichtung (17) eine gegenüber der Grundstellung unterschiedliche
und nach hinten versetzte Verschiebestellung aufweist, die durch eine Verschiebung
der Schienenauszugseinrichtung (17) ausgehend von der Grundstellung durch die gedämpfte
Relativbewegung erreicht ist.
7. Anordnung (14, 15) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebestellung maximal um diejenige in Richtung der gedämpfte Relativbewegung
bemessene Weglänge von der Grundstellung beabstandet ist, die zwischen der Stellung,
an welcher die zweite Schiene (24) den Frontanschlag (33) der ersten Schiene (21)
kontaktiert und dem Anschlagen des Anschlagelements (28) der zweiten Schiene (24)
an dem Gargerätebauteil (16) auftritt, insbesondere die Weglänge maximal der halbe
Durchmesser eines vertikalen Trägerstabs (18, 19) des aus Stäben aufgebauten Gargerätebauteils
(16) ist.
8. Anordnung (14, 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer dem Gargutträger (34) zugewandten Oberseite (25) der zweiten Schiene (24)
ein Steg als Auflage (26) für den Gargutträger (34) ausgebildet ist, der in Breitenrichtung
schmäler als die Oberseite (25) ist und welcher gegenüber einem äußeren Rand (25a)
der Oberseite (25), der im montierten Zustand dem Gargerätebauteil (16) zugewandt
ist, nach innen versetzt ist.
9. Anordnung (14, 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebestellung eine flüchtige Stellung ist, die durch das in der Verschiebestellung
im Vergleich zur Grundstellung vorgespanntere Federelement (35) automatisch in die
Grundstellung überführbar ist.
10. Anordnung (14, 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (22) mit dem Federelement (35) als Auswurfeinrichtung
zum Auswerfen der Schienenauszugseinrichtung (17) aus der Grundstellung in eine nach
vorne geschobene Arbeitsstellung ausgebildet ist.
11. Gargerät (1) mit einer Anordnung (14, 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Verfahren zum Bewegen einer Schienenauszugseinrichtung (17) einer Anordnung (14, 15)
mit einem Gargerätebauteil (16) und einer Schienenauszugseinrichtung (17) für einen
Gargutträger (34), mit einer ersten Schiene (21), welche eine Befestigungseinrichtung
(22) zur Befestigung der Schienenauszugseinrichtung (17) an einem Gargerätebauteil
(16) aufweist, und mit einer zweiten Schiene (24), welche zur Aufnahme des Gargutträgers
(34) ausgebildet ist, wobei die Schienen (21, 24) relativ zueinander bewegt werden
können, und die Befestigungseinrichtung (22) ein Federelement (35) aufweist, welches
einen federnden Anschlag für die erste Schiene (21) an dem Gargerätebauteil (16) bildet,
wobei durch das Federelement (35) eine Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung
(17) zum Gargerätebauteil (16) in Relativbewegungsrichtung der beiden Schienen (21,
24) zueinander im an dem Gargerätebauteil (16) befestigten Zustand gedämpft wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die gedämpfte Relativbewegung der Schienenauszugseinrichtung (17) zum Gargerätebauteil
(16) auf einen Bewegungsweg kleiner als ein zum Lösen der Befestigungsvorrichtung
(22) von dem Gargerätebauteil (16) erforderlicher Löseweg durch ein Anschlagelement
(28) der zweiten Schiene (24) begrenzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Grundbefestigungsstellung der ersten Schiene (21) an dem Gargerätebauteil
(16) die zweite Schiene (24) maximal bis zu einem Frontanschlag (33) an der ersten
Schiene (21) eingeschoben wird und die Schienenauszugseinrichtung (17) in einer Grundstellung
angeordnet wird, die ohne eine gedämpfte Relativbewegung erreicht wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine durch die gedämpfte Relativbewegung erzeugte Verschiebung der Schienenauszugseinrichtung
(17) ausgehend von der Grundstellung eine gegenüber der Grundstellung unterschiedliche
und in Einschubrichtung der zweiten Schiene (24) gegenüber der Grundstellung nach
hinten versetzte Verschiebestellung erreicht wird, insbesondere die Verschiebestellung
maximal um diejenige in Richtung der gedämpfte Relativbewegung bemessene Weglänge
von der Grundstellung beabstandet wird, die zwischen der Stellung, an welcher die
zweite Schienen den Frontanschlag der ersten Schiene (21) kontaktiert und dem Anschlagen
des Anschlagelements (28) der zweiten Schiene (24) an dem Gargerätebauteil (16) auftritt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenauszugseinrichtung (17) ausgehend von der Grundstellung durch Drücken
der zweiten Schiene 24 in Einschubrichtung durch die als Auswurfeinrichtung ausgebildete
Befestigungseinrichtung (22) mit dem Federelement (35) in eine gegenüber der Grundstellung
entgegen der Einschubrichtung der zweiten Schiene (24) nach vorne geschobene Arbeitsstellung
ausgeworfen wird.