[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube und ein Verfahren zur Ausgabe
der ermittelten Luftgüte in einem Raum.
[0002] Die Qualität der Raumluft von Innenräumen, insbesondere in Küchen, kann starken Schwankungen
unterliegen. Diese Schwankungen treten insbesondere beim Kochen auf, wodurch die Qualität
der Raumluft durch die entstandenen Gerüche belastet wird. Weiterhin kann die Qualität
der Raumluft durch eine erhöhte Konzentration an schädlichen Gasen belastet sein.
Beispielsweise stellt eine erhöhte Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Raumluft
eine gesundheitliche Schädigung für Menschen dar, da Kohlenstoffdioxid ungehindert
die Filter- und Schutzfunktion der Lunge passieren können und darüber hinaus ins Blut
gelangen kann. Weiterhin problematisch ist ein reduzierter Sauerstoffgehalt in der
Raumluft, wodurch die Konzentration der Menschen in dem Raum beeinträchtigt wird.
Abgesehen von Gerüchen, die bei Kochvorgängen entstehen, fühlen sich manche Menschen,
mit besonders empfindlichen Geruchsorganen, schnell von Gerüchen belästigt.
[0003] Es sind Dunstabzugshauben im Stand der Technik bekannt, die mit Sensoren zur Messung
der Luftqualität in einem Raum ausgestattet sind. Diese Sensoren sind Bestandteil
eines übergeordneten Überwachungssystems zur Messung und Einstellung von Luftparametern.
Weiterhin umfassen solche Überwachungssysteme Steuereinheiten, die in Abhängigkeit
der detektierten Luftqualität verschiedene Betriebszustände automatisch regeln. Beispielsweise
kann die Lüftergeschwindigkeit während eines Kochvorganges aufgrund der ermittelten
Messdaten geregelt werden.
[0004] Nachteilig an den bekannten Dunstabzugshauben ist, dass der Aufbau der Dunstabzugshaube
aufwendig ist, da die Sensoren innerhalb eines komplexen Überwachungssystems integriert
sind.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren zur Ausgabe des Grades der
Luftgüte bei einer Dunstabzugshaube sowie eine Dunstabzugshaube zu schaffen, die einen
einfachen Aufbau aufweist und die dennoch den Grad der ermittelten Luftgüte in einem
Raum ausgeben kann.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann,
indem mindestens ein Sensor an einer Dunstabzugshaube vorgesehen ist, der mit einer
Indikationseinheit kommunizieren kann, die die vom Sensor ermittelten Messwerte weiterverarbeitet
und als optische Signale ausgibt.
[0006] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung, wird die Aufgabe gelöst durch eine Dunstabzugshaube,
die zumindest einen Sensor zur Messung der Luftgüte aufweist. Die Dunstabzugshaube
ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Indikationseinheit umfasst, welche eine
Verarbeitungseinheit zur Verarbeitung von Sensormesswerten in optische Signale und
eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe der erzeugten optischen Signale umfasst.
[0007] Als Dunstabzugshaube wird erfindungsgemäß vorzugsweise eine Dunstabzugsvorrichtung
bezeichnet, die im Haushalt, insbesondere in einer Küche zum Entfernen und Reinigen
von Kochdünsten, verwendet wird. Die Dunstabzugshaube stellt vorzugsweise eine wandmontierte
Dunstabzugshaube, insbesondere eine Wandesse, oder eine Inselesse dar. Als Dunstabzugshabe
wird erfindungsgemäß eine Einrichtung bezeichnet, die ein Gebläse, das auch als Lüfter
bezeichnet wird, aufweist, über das Unterdruck erzeugt wird, der zum Ansaugen verunreinigter
Luft von um und insbesondere von unterhalb der Dunstabzugshaube dient. Die verunreinigte
Luft, die auch als Wrasen bezeichnet wird, kann über die Ansaugöffnung, die in der
Sichthaube der Dunstabzugshaube eingebracht ist, in die Dunstabzugshaube eintreten.
Die Ansaugöffnung ist in der Regel durch ein Filterelement zur Reinigung der verunreinigten
Luft abgedeckt. Abhängig von der Bauform der Sichthaube kann die Dunstabzugshaube
jede dekorative Esse, beispielsweise eine Boxesse, Schrägesse, Vertikalesse oder Kuben
darstellen. In der Sichthaube ist eine Aussparung eingebracht, die den Abmessungen
eines Kamins entspricht. Der Kamin ist der Teil der Dunstabzugshaube, der sich oberhalb
der Sichthaube erstreckt und als äußere Verkleidung der Dunstabzugshaube im oberen
Bereich dient.
[0008] Der Sensor zur Messung der Luftgüte kann ein Geruchssensor, ein Luftzusammensetzungssensor
oder einen Gassensor darstellen. Die Messung der Luftgüte ist erfindungsgemäß die
Messung eines oder mehrerer Luftparameter mittels eines oder mehrerer Sensoren, aus
denen die Luftgüte ermittelt wird. Insbesondere bevorzugt ist ein Geruchssensor, der
ein Breitbandsensor ist. Somit kann eine nicht nur selektive, sondern eine breitbandige
Geruchsmessung stattfinden, die nicht nur spezifische Gerüche detektiert, wie sie
insbesondere ausschließlich beim Kochen erzeugt werden, sondern allgemein oxidierbare
beziehungsweise reduzierbare Gase detektieren. Der Sensor misst erfindungsgemäß das
Geruchsniveau innerhalbe eines Raumes zur Kalibrierung des Geruchsniveaus. Weiterhin
kann der Sensor auch den Ist-Anteil mindestens eines ausgewählten Luftparameters in
einem Raum messen. Luftparameter zur Bestimmung der erfindungsgemäßen Luftgüte in
einem Raum können den Gehalt an VOCs (volatile organic compounds), Sauerstoff, Kohlenstoffmonoxid,
Kohlenstoffdioxid, Stickstoffoxide oder Schwefeldioxid umfassen. VOCs sind organische,
also insbesondere kohlenstoffhaltige Stoffe, die leicht verdampfen und demnach flüchtig
sind bzw. schon bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise Raumtemperatur, als Gas
vorliegen. Unterschiedliche Luftparameter können von unterschiedlichen Sensoren erfasst
werden, es ist aber auch möglich mehrere Luftparameter über einen einzigen Sensor
zu erfassen.
[0009] Der Sensor kann erfindungsgemäß an oder in der Dunstabzugshaube vorgesehen sein.
Vorzugsweise wird der Sensor oder werden die Sensoren in einem Bereich der Dunstabzugshaube
vorgesehen, in dem die durch den Lüfter der Dunstabzugshaube erzeugte Ansaugströmung
auf den Luftstrom in und/oder an der Dunstabzugshaube wirkt. Insbesondere kann der
Sensor daher beispielsweise in einem Bereich der Dunstabzugshaube angeordnet sein,
an dem der Luftstrom, der zu der Ansaugöffnung der Dunstabzugshaube geleitet wird,
strömt oder in dem Bereich, in dem der Luftstrom von der Ansaugöffnung zu dem Lüfter
der Dunstabzugshaube geleitet wird.
[0010] Der Sensor übermittelt die Messwerte an eine Indikationseinheit. Die Übermittlung
der Messwerte kann hierbei über eine drahtlose Verbindung erfolgen. Dies bedeutet,
dass die Übermittlung der Messwerte ohne direkte physikalische Verbindung zwischen
dem Sensor und der Verarbeitungseinheit erfolgt. Beispielsweise kann die drahtlose
Verbindung zwischen dem Sensor und der Indikationseinheit über ein sogenanntes WLAN
(Wireless Local Area Network) gegebenenfalls unter Einbindung des Internets erfolgen.
[0011] Die Indikationseinheit umfasst erfindungsgemäß mehrere Teile, insbesondere eine Verarbeitungseinheit
und eine Ausgabeeinheit. Diese Teile können aber auch teilweise zusammengefasst sein.
Als Verarbeitungseinheit wird erfindungsgemäß der Teil der Indikationseinheit angesehen,
in der die vom Sensor übermittelten Messwerte zumindest eines Luftparameters zur Bestimmung
der Luftgüte verarbeitet werden und in optische Signale umgewandelt werden, die an
einer Ausgabeeinheit ausgegeben werden können. Erfindungsgemäß werden die Messwerte
als optisches Signal in Form von Licht umgewandelt. Die Verarbeitungseinheit der Indikationseinheit
kann hierbei in der Sichthaube der Dunstabzugshaube, im Kamin der Dunstabzugshaube
oder extern angeordnet sein. Die Verarbeitungseinheit kann auch zumindest teilweise
in einer Steuervorrichtung der Dunstabzugshaube integriert sein, über die die Dunstabzugshaube
betrieben wird.
[0012] Vor der Umwandlung werden die Messwerte vorzugsweise verarbeitet, um die Luftgüte
zu ermitteln. Hierunter kann zum einen ein Zuordnen von Werten zu erfassten Sensormesswerten
und zum anderen ein Vergleich von ermittelten Sensormesswerten oder der zugeordneten
Werte mit vorgegebenen Werten fallen. Der Vergleich mit vorgegebenen Werten kann der
Vergleich mit einem Schwellwert, der auch als Grenzwert bezeichnet werden kann, sein.
Hierbei kann die Verarbeitungseinheit auf Grenzwerte und/oder Schwellenwerte zurückgreifen,
die beispielsweise der Benutzer direkt in die Verarbeitungseinheit einpflegen kann
oder die auf einer externen Datenbank, die auf einem Server hinterlegt ist über eine
drahtlose Verbindung zurückgreifen.
[0013] Entsprechend der vorliegenden Erfindung werden die erzeugten optischen Signalen von
der Verarbeitungseinheit an eine Ausgabeeinheit der Indikationseinheit übermittelt
und durch die Ausgabeeinheit für den Betrachter angezeigt.
[0014] Indem bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube eine Indikationseinheit, die die
mittels eines Sensors zur Messung der Luftgüte durch Messung zumindest eines Luftparameters
ermittelte Luftgüte in einem Raum als optische Signale anzeigt, ergeben sich eine
Reihe von Vorteilen.
[0015] Zum einen, kann zumindest der eine Sensor verschiedene Luftparameter messen, die
mittels der Verarbeitungseinheit in optische Signale umgewandelt werden. Vorteilhaft
daran ist, dass dadurch die im Raum bestimmte gegenwärtig vorhandene Luftgüte an dem
optischen Signal zu erkennen ist.
[0016] Weiterhin vorteilhaft ist, dass die Indikationseinheit unabhängig vom Betrieb der
Dunstabzugshaube ist und demnach der Benutzer die ermittelte Luftgüte in einem Raum
auch dann angezeigt bekommt, wenn die Dunstabzugshaube nicht im Betrieb ist. Außerdem
ist es vorteilhaft, dass auf Grund der Verarbeitung der Messwerte, innerhalb der Verarbeitungseinheit
der Indikationseinheit, mit vorgegebenen Schwellwerten und/oder Grenzwerten und der
daraus folgenden Umwandlung in optische Signale, der Benutzer durch das optische Signal
den Grad der Luftgüte direkt angezeigt bekommt und demnach gegebenenfalls sofort Gegenmaßnahmen
einleiten kann.
[0017] Weiterhin vorteilhaft ist, dass eine Dunstabzugshaube meist bereits in einer Küche
vorgesehen ist und dadurch der Sensor zur Messung der Luftgüte und die Indikationseinheit
der Luftgüte an einem bereits vorhandenen Gerät vorgesehen werden kann. Zudem wird
durch eine Dunstabzugshaube Luft aus dem Raum angesaugt und die in dieser angesaugten
Luft erfassten Luftparameter sind daher repräsentativ für die Ermittlung der Luftgüte
innerhalb des gesamten Raumes.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zumindest der eine Sensor zur Messung
der Luftgüte separat von der Ausgabeeinheit der Indikationseinheit angeordnet. Als
separat vorgesehen, wird erfindungsgemäß ein Sensor bezeichnet, der vorzugsweise zu
der Ausgabeeinheit der Indikationseinheit beabstandet vorgesehen ist und separat zur
Ausgabeeinheit betrieben werden kann.
[0019] Aus dieser Ausführungsform ergibt sich vorteilhaft, dass die Ausgabe der ermittelten
Luftgüte nicht zwangsweise an dem Ort der Messung der Luftparameter zur Bestimmung
des Grades der Luftgüte erfolgen muss. Dadurch kann ein flexibles Anordnen der Sensoren
zur Messung der Luftparameter erfolgen. Weiterhin ist der Betriebszustand des Sensors
unabhängig vom Betriebszustand der Ausgabeeinheit. Der Aufbau der Dunstabzugshaube
wird dadurch weiterhin vereinfacht.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform teilt die Verarbeitungseinheit die
Sensormesswerte nach dem Grad der Luftgüte in Wertebereiche ein. Die Verarbeitungseinheit
vergleicht hierzu das über einen oder mehrere Sensoren gemessene Geruchsniveau in
einem Raum oder den Ist-Wert eines oder mehrerer Luftparameter mit zuvor festlegten
Wertebereichen. Die Wertebereiche entsprechen zuvor festgelegten Geruchsniveaus zur
Kalibrierung der Raumluft. Die Wertebereiche können auch zuvor festgelegten Konzentrationsbereichen
des oder der jeweiligen Luftparameter entsprechen, die eine Aussage über die Luftgüte
der gemessenen Raumluft erlauben. Weiterhin können die Wertebereiche beispielsweise
von Grenzwerten, die eine Mindestkonzentration in Bezug auf die Sauerstoffkonzentration
angeben und Grenzwerte für die maximale Konzentration in Bezug auf die gesundheitsschädlichen
Gase eingegrenzt werden.
[0021] Vorteilhafterweise ist dadurch die Einteilung der Messwerte in Wertebereiche möglich,
die einer guten, mittleren und schlechten Luftqualität entsprechen. Hierbei entsprechen
eine hohe Luftgüte einer guten Luftqualität und eine niedrige Luftgüte einer schlechten
Luftqualität. Vorzugsweise werden demnach drei Wertebereiche festgelegt, wobei der
erste Wertebereich einer guten Luftqualität bzw. hohen Luftgüte entspricht. Bei einer
hohen Luftgüte ist die Raumluftzusammensetzung optimal und demnach das Geruchsniveau
in dem Raum niedrig. Weiterhin kann beispielsweise die Sauerstoffkonzentration in
einem optimalen Konzentrationsbereich und die Konzentration der einzelnen Schadstoffe,
beispielweise von Gasen wie Kohlenstoffmonoxid liegt in einem nicht gesundheitsschädlichen
Bereich. Der zweite Wertebereich entspricht einer mittleren Luftgüte und der dritte
Wertebereich entspricht einer schlechten Luftgüte. Im Falle einer schlechten Luftgüte,
ist die Geruchsbelastung im Raum sehr hoch. Außerdem liegt beispielsweise die Sauerstoffkonzentration
unter dem Mindestgrenzwert und die Konzentration der gesundheitsschädlichen Gase über
dem Höchstgrenzwert.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Indikationseinheit ein mobiles Datenverarbeitungsendgerät.
Das mobile Endgerät stellt vorzugsweise einen tragbaren Computer, beispielsweise einen
Tablet PC oder ein Mobiltelefon mit Computerfunktionalitäten, insbesondere ein Smartphone
dar. Auf dem mobilen Endgerät ist zumindest ein Teil der Indikationseinheit vorgesehen.
Vorzugsweise ist auf dem mobilen Endgerät zumindest der Teil der Indikationseinheit
vorgesehen, die zur Verarbeitung der übermittelten Messwerte zur Erzeugung optischer
Signale dient. Es ist aber auch möglich die Ausgabeeinheit der erfindungsgemäßen Indikationseinheit
in dem mobilen Datenverarbeitungsendgerät vorzusehen. Bei dieser Ausführungsform kann
die Verarbeitungseinheit der Indikationseinheit ebenfalls auf dem mobilen Datenverarbeitungsendgerät
implementiert sein. Allerdings ist es auch möglich, dass eine auf dem mobilen Datenverarbeitungsendgerät
implementierte Ausgabeeinheit mit einer in der Dunstabzugshaube vorgesehenen Verarbeitungseinheit
zur Übermittlung von Daten verbunden ist, das heißt mit dieser, beispielsweise drahtlos
kommunizieren kann. In diesem Fall dient das mobile Datenverarbeitungsendgerät lediglich
als Ausgabeeinheit.
[0023] Vorteilhaft an der Ausführungsform, bei der die Verarbeitungseinheit der Indikationseinheit
auf ein mobiles Datenverarbeitungsendgerät ausgelagert ist, ist, dass die Verarbeitung
in einer Komponente der Indikationseinheit erfolgt, die nicht zwangsweise an dem Ort
der Erfassung der Luftparameter oder der Ausgabe der erzeugten optischen Signale vorgesehen
sein muss. Dadurch kann eine Verarbeitung mit anderen Komponenten innerhalb eines
übergeordneten drahtlosen Kommunikationssystems, in einem sogenannten "Home-Connect"
Systems erfolgen, wodurch die durch Messung der Luftparameter ermittelte Luftgüte
in einem Raum zusätzlich zur Ausgabe der optischen Signale überwacht und im Zweifelsfall
gesteuert werden kann.
[0024] Weiterhin kann die Übertragung der gemessenen Sensormesswerte von zumindest einem
Luftparameter oder mehrerer Luftparameter zur Ermittlung der Luftgüte an unterschiedliche
Empfänger flexibel erfolgen.
[0025] Auch die Ausführungsform, bei der lediglich die Ausgabeeinheit in dem mobilen Datenverarbeitungsendgerät
implementiert ist, ist vorteilhaft, da die Ausgabe der Luftgüte flexibel erfolgen
kann.
[0026] In einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform, ist die Ausgabeeinheit
der Indikationseinheit mindestens ein Leuchtelement. Als Leuchtelement wird im Sinne
der vorliegenden Erfindung ein Bauteil verstanden, das vorzugsweise an der Dunstabzugshaube
angeordnet ist. Das Leuchtelement ist gemäß der vorliegenden Erfindung ein Bauteil,
von dem zumindest über einen Teil der Oberfläche des Leuchtelements Licht nach außen
abgegeben wird. In einer Ausführungsform kann das Leuchtelement ein Gehäuse aufweisen
und das Licht wird über einen Teil der Gehäusewände ausgegeben. In oder an dem Leuchtelement
ist gemäß der Erfindung zumindest ein Leuchtmittel vorgesehen. Zusätzlich kann in
dem Leuchtelement eine zur Steuerung des Leuchtmittels oder der Leuchtmittel erforderliche
Steuervorrichtung angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, dass das Leuchtelement
mit einer separaten Steuervorrichtung in der Sichthaube oder dem Kamin verbunden ist.
Auch die Stromversorgung für die Leuchtmittel und/oder eine Steuervorrichtung kann
in dem Gehäuse des Leuchtelements vorgesehen sein.
[0027] Im einfachsten Fall stellt das Leuchtelement ein Leuchtmittel, das heißt eine Lichtquelle,
beispielsweise eine LED dar. Das Leuchtelement kann aber beispielsweise eine Beleuchtungsvorrichtung
der Dunstabzugshaube, wie beispielsweise Lichtstrahler, darstellen.
[0028] Vorteilhaft an der Ausführungsform, bei der die Ausgabeeinheit ein Leuchtelement
der Dunstabzugshaube umfasst, ist, dass Lichtsignale von dem Benutzer der Dunstabzugshaube
zuverlässig wahrgenommen werden und zum anderen der Benutzer durch diese Signale nicht
belästigt wird, was bei der Ausgabe mittels Ton der Fall sein könnte. Zudem ist die
Verwendung eines Leuchtelementes als Ausgabeeinheit vorteilhaft, da hierdurch eine
Ausgabe erfolgen kann, die für den Benutzer der Dunstabzugshaube intuitiv verstanden
werden kann. Schließlich können auch an der Dunstabzugshaube bereits für andere Zwecke
vorgesehene Leuchtelemente bei dieser Ausführungsform als Ausgabeeinheit verwendet
werden. Bei der Ausführungsform, bei der das Leuchtelement ein eigenes Gehäuse umfasst,
ist zudem dessen Aufbau unabhängig von der Form der Sichthaube oder des Kamins. Es
ist daher möglich das Leuchtelement an einer Sichthaube vorzusehen ohne deren Form
speziell auf das Leuchtelement auslegen zu müssen. Insbesondere können die Leuchtmittel
in dem Leuchtelement so angeordnet sein, dass diese über das Gehäuse Licht in unterschiedliche
Richtungen abgeben können. Auch das Vorsehen eines eigenen Gehäuses des Leuchtelements
verhindert Verunreinigungen der darin angeordneten Leuchtmittel.
[0029] In einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform, kann die Dauer,
Art und Intensität der Ausgabe der optischen Signale durch das Leuchtelement in der
Indikationseinheit geändert werden. Als Art der Ausgabe der optischen Signale durch
das Leuchtelement kann zum einen die Auswahl eines oder mehrerer Leuchtmittel verstanden
werden, über die die optischen Signale ausgegeben werden. Zum anderen kann die Art
der Ausgabe durch das Leuchtelement beispielsweise auch die einzustellende Farbe sein.
Die Dauer der Ausgabe durch das Leuchtelement kann die Ausgabedauer selber sowie gegebenenfalls
einzuhaltende Intervalle zwischen Ausgaben umfassen. Die Intensität der Ausgabe stellt
insbesondere die Intensität des Leuchtmittels dar oder wird durch die Aktivierung
mehrerer Leuchtmittel erzielt. Demnach kann das optische Signal beispielsweise ein
Dauerleuchtsignal oder Blinksignal sein. Weiterhin vorstellbar ist auch ein verblassendes
Signal. Vorteilhafterweise kann demnach das auszugebende optische Signal auf einfache
Art und Weise eingestellt werden, um dem Benutzer die entsprechende Luftgüte individuell
anzuzeigen.
[0030] Vorzugsweise umfasst das Leuchtelement verschiedenfarbige Leuchtmittel, insbesondere
LEDs. Als LED wird eine Leuchtdiode (light emitting diode) bezeichnet. Der Vorteil
der bei einem solchen Leuchtmittel bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube genutzt
werden kann, liegt zum einen darin, dass die Farbe des Leuchtmittels frei gewählt
werden kann. Zudem ist die durch LEDs erzeugte Wärme gering, so dass eine Belüftung
des Leuchtelementes auch bei der Anordnung innerhalb des Gehäuses nicht erforderlich
ist. Zudem werden LEDs in der Regel mit Schutzkleinspannung betrieben. Defekte bedeuten
daher keine Gefahr. Weiterhin sind LED-Lampen robust und unempfindlich gegen Erschütterungen.
Schließlich weist eine LED eine große Lichtleistung auf, das heißt auch bei kleiner
Lichtquelle ist bei einer LED die Menge der Lichtabgabe groß. Ein weiterer Vorteil
bei der Verwendung von LEDs besteht darin, dass diese beispielsweise in Form einer
Kette oder eines Bandes vorliegen können. Diese Kette beziehungsweise dieses Band
kann auf einfache Weise an der Dunstabzugshaube oder in einem Gehäuse des Leuchtelementes
angeordnet werden. Schließlich weisen LEDs in der Regel eine flache ebene Form auf,
so dass die Tiefe des Gehäuses des Leuchtelements gering gewählt werden kann.
[0031] Durch die Verwendung verschiedenfarbiger Leuchtmittel kann zudem eine für den Benutzer
der Dunstabzugshaube intuitiv erfassbare Ausgabe erfolgen.
[0032] In einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform sind in dem Leuchtelement
drei Leuchtmittel vorhanden, wobei das erste ein grünes, das zweite ein gelbes oder
orangenes und das dritte ein rotes Leuchtmittel ist, wobei das grüne Leuchtmittel
einem Wertebereich mit einem hohen Grad an Luftgüte, das gelbe oder orangene Leuchtmittel
einem Wertebereich mit einer mittleren Luftgüte und das rote Leuchtmittel einem Wertebereich
mit einer niedrigen Luftgüte zugeordnet ist. Erfindungsgemäß entspricht beispielsweise
ein Wertebereich mit einer hohen Luftgüte einer optimalen Raumluftzusammensetzung
in Bezug auf die Geruchsstoffe in der Luft. Insbesondere der Gehalt an VOCs in der
Luft ist bei einer optimale Raumluftzusammensetzung gering. Weiterhin ist der Sauerstoffanteil
in der Luft optimal, wobei der Anteil der Schadstoffgase, wie Kohlenstoffmonoxid,
Kohlenstoffdioxid oder Stickoxide sehr gering ist. Der Wertebereiche einer geringen
Luftgüte entspricht dagegen einer hohen Geruchsbelastung. Beispielsweise der Gehalt
an VOCs in der Luft ist über dem zuvor festgelegten Geruchsniveaus. Weiterhin kann
der Sauerstoffanteil in der Luft, die Grenze des vorgegebenen Mindest-Sauerstoffanteils
in der gemessenen Luft unterschritten haben und/oder eine andere Komponente den vorgegebenen
Maximalanteil überschritten haben. Erfindungsgemäß entspricht beispielsweise eine
geringe Luftgüte einer Luftqualität, die eine hohe Geruchsbelastung für den Benutzer
darstellt oder die gesundheitsschädlich für den Benutzer ist. Vorteilhafterweise sind
den Wertebereichen, dem Grad der Luftgüte entsprechend, Farben mit Signalfunktion
zugeordnet. Weiterhin ist es vorteilhaft, die Leuchtmittel entsprechend einer Ampel
anzuordnen, da dadurch die Signalwirkung deutlich hervorgerufen wird. Der Benutzer
wird die Farbe Grün immer mit etwas "Gutem" verbinden, wobei die Farbe Rot immer mit
einer Warnung in Verbindung gebracht wird. Besonders bevorzugt ist ein stufenloser
Übergang zwischen unterschiedlichen optischen Signalen, wodurch ein Farbverlauf von
beispielsweise grün über gelb/orange bis zu rot gegeben ist. Die Wertebereiche können
hierbei sehr klein gewählt werden. Vorteilhafterweise ist eine schnellere Auffassung
der ermittelten Luftgüte, durch Messung zumindest eines Luftparameters in einem Raum,
für den Benutzer möglich und demnach können gegebenenfalls auch schnell Gegenmaßnahmen
ergriffen werden, um beispielsweise den Grad der Luftgüte zu erhöhen.
[0033] Vorzugsweise ist das Leuchtelement zusätzlich zu der Verarbeitungseinheit mit mindestens
einer Steuervorrichtung verbunden, insbesondere mit einer Steuervorrichtung zur Betätigung
des Leuchtelements als Funktionselement, Ambientbeleuchtung oder Akzentuierungselement.
Vorteilhafterweise kann dadurch ein bereits in oder an der Dunstabzugshaube angeordnetes
Leuchtelement zur Anzeige der ermittelten Luftgüte verwendet werden. Als Funktionselement
kann ein Leuchtelement beispielsweise betrieben werden, um eine unterhalb der Dunstabzugshaube
befindliche Kochstelle auszuleuchten. Als Ambientbeleuchtung kann ein Leuchtelement
beispielsweise betrieben werden, das dazu ausgelegt und angeordnet ist die Umgebung
der Dunstabzugshaube zu beleuchten. Akzentuierungselemente sind beispielsweise Leuchtstreifen,
die an der Dunstabzugshaube vorgesehen sein können, um das optische Erscheinungsbild
zu verbessern. Indem das Leuchtelement zusätzlich zu der Verarbeitungseinheit auch
mit mindestens einer Steuervorrichtung verbunden ist, mittels derer das Leuchtelement
auf eine dieser beschriebenen Arten betrieben werden kann, ist der Aufbau der Dunstabzugshaube
weiter vereinfacht, da keine zusätzlichen Leuchtelemente an bereits vorhandene Dunstabzugshauben
angeordnet werden müssen oder eine konstruktive Umgestaltung der Dunstabzugshaube
erforderlich wäre. Vielmehr erhält ein bereits integriertes Leuchtelement eine zusätzliche
Funktion. Vorzugsweise werden insbesondere bereits vorhandene Leuchtelemente verwendet,
in denen RGB-LEDs angeordnet sind, da mittels einer RGB Darstellung nahezu jede Farbe
darstellbar ist.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Ausgabe des Grades der Luftgüte mittels einer erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube,
wobei man eine Dunstabzugshaube bereitstellt, die mindestens einen Sensor zur Messung
der Luftgüte und eine Indikationseinheit umfasst, die Luftgüte mittels eines Sensors
misst, die Messwerte an eine Verarbeitungseinheit einer Indikationseinheit sendet,
die die Messwerte nach dem Grad der Luftgüte in Wertebereiche einteilt, die ermittelten
Wertebereiche in optische Signale umwandelt, die in Signale umgewandelten Messwerte
an die Ausgabeeinheit der Indikationseinheit sendet und ausgibt.
[0035] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube beschrieben,
gelten - soweit anwendbar- entsprechend für das erfindungsgemäße Verfahren und umgekehrt.
[0036] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren
genauer beschrieben. Es zeigen:
Fig.1: eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Dunstabzugshaube;
Fig. 2: eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Ermittlung und Ausgabe der Luftgüte in einem Raum mittels einer Dunstabzugshaube
nach Fig. 1;
Fig.3: eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Indikationseinheit.
[0037] In der Figur 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube 1
gezeigt. Die Dunstabzugshaube 1 besteht aus einer Sichthaube 10 und einem Kamin 11,
der sich nach oben an der Sichthaube 10 anschließt. Bei der dargestellten Dunstabzugshaube
1 handelt es sich um eine sogenannte Wandesse. Die Sichthaube 10 weist eine Kastenform
auf, die auch als Boxform bezeichnet wird. In der Vorderseite der Sichthaube 10 sind
in der dargestellten Ausführungsform Bedienelemente 100 und ein Sensor 101 zur Messung
der Luftgüte im Raum vorgesehen. An der Dunstabzugshaube 1 können aber auch mehr als
ein Sensor 101 vorgesehen sein. Der Sensor 101 kann auch anders als in der Figur 1
gezeigt, beispielsweise im Inneren der Dunstabzugshaube 1, insbesondere in der Nähe
des Lüfters (nicht gezeigt) der Dunstabzugshaube 1 vorgesehen sein. Alternativ kann
der Sensor 101 aber auch am Äußeren der Dunstabzugshaube 1 beispielsweise an der Sichthaube
10 angeordnet sein. Auch bei dieser Anordnung ist der Sensor 101 vorzugsweise in der
Nähe der Ansaugöffnung der Dunstabzugshaube 1 vorgesehen.
[0038] Weiterhin umfasst die Dunstabzugshaube 1 ein Leuchtelement 12. In der gezeigten Ausführungsform
ist das Leuchtelement 12 an der Rückseite der Sichthaube 10, die die Seite der Dunstabzugshaube
1 ist, die zur Montagewand hinzeigt, angeordnet. Zusätzlich oder alternativ können
Leuchtelemente 12 aber auch in der Nähe der Ansaugöffnung der Dunstabzugshaube, beispielsweise
in Unterseite der Sichthaube oder auf der Oberfläche der Seiten der Sichthaube 10
angeordnet sein (nicht dargestellt). Bei den in der Unterseite der Sichthaube angeordneten
Leuchtelementen kann es sich um Funktionsleuchtelemente zum Ausleuchten der Kochstelle
handeln. Bei den auf der Oberseite der Sichthaube oder, wie in den Figuren dargestellt,
an der Rückseite der Dunstabzugshaube vorgesehenen Leuchtelementen handelt es sich
insbesondere um Ambientleuchtelemente.
[0039] Wie es sich aus der schematischen Darstellung in der Figur 2 ergibt sendet der Sensor
zur Messung der Luftgüte 101 in einem Raum, die ermittelten Messwerte zumindest eines
Luftparameters an eine Verarbeitungseinheit 130 der Indikationseinheit 13. Die Verarbeitungseinheit
130 kann hierbei innerhalb des Kamins 11 der Dunstabzugshaube 1 angeordnet sein. Weiterhin
kann die Verarbeitungseinheit 130 auch in der Sichthaube 10 der Dunstabzugshaube angeordnet
sein (nicht dargestellt). Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Verarbeitungseinheit
130 als ein Teil der Indikationseinheit 13, in Form eines Programms auf einem mobilen
Datenverarbeitungsendgerät angeordnet ist. Dadurch könnte der Benutzer die gemessenen
Sensormesswerte direkt erhalten und diese innerhalb eines Home-Connect-System weiter
verarbeiten.
Die Übermittlung der Sensormessdaten an die Verarbeitungseinheit 130 der Indikationseinheit
13 erfolgt erfindungsgemäß beispielsweise über eine drahtlose Kommunikation, beispielsweise
über WLAN.
Innerhalb der Verarbeitungseinheit 130 werden die Sensormessdaten in optische Signale
umgewandelt. Dabei werden die Sensormessdaten mit vorher festgelegten Geruchsniveaus,
Schwellwerten und/oder Grenzwerten verglichen. Die Geruchsniveaus, Schwellwerte und/oder
Grenzwerte können dabei zuvor in die Verarbeitungseinheit 130 eingepflegt worden sein
oder sind in einer Datenbank auf einem externen Server (nicht dargestellt) hinterlegt,
auf die die Verarbeitungseinheit 130 zugreifen kann.
[0040] Die erzeugten optischen Signale werden dann an die Ausgabeeinheit 131 der Indikationseinheit
13 übermittelt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Ausgabeeinheit 131 als
ein Leuchtelement 12, das an der Rückseite der Sichthaube 10 der Dunstabzugshaube
1 angeordnet ist, dargestellt. Weiterhin kann das Leuchtelement 12 mit einer Steuervorrichtung
132 verbunden sein. Mittels der Steuervorrichtung 132 kann das Leuchtelement 12 als
Ambientbeleuchtung betätigt werden. Weiterhin kann das Leuchtelement 12 auch als Funktionselement
im Bereich der Ansaugöffnung der Dunstabzugshaube 1 oder als ein Akzentuierungselement
auf der Oberfläche der Sichthaube 10 der Dunstabzugshaube angeordnet sein (nicht dargestellt)
und durch eine Steuervorrichtung 132 bedient werden.
[0041] Die Funktionsweise der Dunstabzugshaube 1, die eine Indikationseinheit 13 zur Anzeige
der ermittelten Luftgüte in einem Raum umfasst, soll im Folgenden anhand der Figuren
erneut erläutert werden.
[0042] Der Sensor 101 zur Messung der Luftgüte an der Dunstabzugshaube 1 erfasst Luftparameter
betreffend die Luftzusammensetzung, wie beispielsweise gasförmige Substanzen. Gasförmige
Substanzen können hierbei beispielsweise VOCs O
2, CO, CO
2, NO
x oder SO
2 sein. Die an dem Sensor 101 erfassten Messdaten, werden beispielsweise drahtlos an
die Verarbeitungseinheit 130 einer Indikationseinheit 13 übermittelt. Innerhalb der
Verarbeitungseinheit 130 werden die Sensormessdaten weiterverarbeitet, um die Luftgüte
innerhalb eines Raumes zu ermitteln. Hierbei ist erfindungsgemäß eine Einteilung der
Geruchsbelastung in Wertebereiche bevorzugt, insbesondere in drei Wertebereiche. Besonders
bevorzugt ist ein stufenloser Übergang von einem optischen Signal, beispielsweise
einer Farbe, zu einem nächsten optischen Signal, beispielsweise einer anderen Farbe.
Ein solcher stufenloser Übergang lässt sich beispielsweise mittels RGB-LEDs darstellen.
Der erste Wertebereich entspricht einer hohen Luftgüte, der zweite Wertebereich entspricht
einer mittleren Luftgüte und der dritte Wertebereich entspricht einer niedrigen Luftgüte.
Hierbei wird beispielsweise eine hohe Luftgüte als eine gute Luftqualität definiert,
mit einer optimalen Raumluftzusammensetzung, die einen geringen Gehalt an Geruchsstoffen,
insbesondere VOCs umfasst. Wohingegen eine niedrige Luftgüte als eine schlechte Luftqualität
definiert wird, bei der die Geruchsbelastung sehr hoch ist und demnach insbesondere
der Gehalt an VOCs hoch ist. Weiterhin kann die Sauerstoffkonzentration unter einer
Mindestgrenze liegen und die Grenze eines oder mehrerer Schadstoffgase die Grenze
eines Höchstwerts übersteigen, das gesundheitsschädliche Folgen haben kann. Zur Einteilung
der Sensormessdaten werden diese mit zuvor festgelegten Geruchsniveaus zur Kalibrierung
der Raumluft oder mit Schwellenwerten und/oder Grenzwerten verglichen, die einen Konzentrationsbereich
für den jeweiligen Luftparameter definieren. Diese Schwellenwerte und/oder Grenzwerte
können direkt in die Verarbeitungseinheit 130 eingepflegt werden oder in einer Datenbank
auf einem externen Server abgelegt werden, auf den die Verarbeitungseinheit 130 der
Indikationseinheit 13 zugreifen kann.
[0043] Weiterhin wandelt die Verarbeitungseinheit 130 die Sensormessdaten in optische Signale
um, die von der Ausgabeeinheit 131 der Indikationseinheit 13 ausgegeben werden können.
Durch die Ausgabe der optischen Signale wird dem Benutzer die ermittelte Luftgüte
im Raum angezeigt. Insbesondere bevorzugt wird eine Ausgabeeinheit 131 die ein bereits
vorhandenes Leuchtelement 12 der Dunstabzugshaube 1 ist, wobei besonders Leuchtelemente
12 mit RGB-LEDs bevorzugt sind. Durch die RGB-LEDs kann nahezu jegliche Farbe dargestellt
werden und ein stufenloser Übergang zwischen den Farben gewährleistet werden. Demnach
ist es erfindungsgemäß besonders bevorzugt, dass der erste Wertebereich der einer
hohen Luftgüte entspricht durch ein grünes LED, der zweite Wertebereich durch ein
orangenes LED und der dritte Wertebereich, der einer niedrigen Luftgüte entspricht
durch ein rotes LED in dem Leuchtelement 12 angezeigt wird. Demnach beinhalten die
gewählten Farben eine starke Signalwirkung gegenüber dem Benutzer, der unmittelbar
auf die entsprechende Luftgüte gegebenenfalls mit einer Gegenwirkung reagieren kann.
Denkbar ist auch ein Farbverlauf von beispielsweise grün, über gelb /orange zu rot,
der die Veränderung der Luftgüte in einem Raum widerspiegelt. Weiterhin kann die entsprechende
Luftgüte aber auch durch ein Blinken oder ein Verblassen des optischen Signals angezeigt
werden.
[0044] Weiterhin kann das Leuchtelement 12 mit einer Steuervorrichtung 132 verbunden sein,
welche die Betätigung des Leuchtelements 12 als Ambientbeleuchtung, Funktionsbeleuchtung
oder Akzentuierungsbeleuchtung steuert.
[0045] Wie sich aus Fig. 3 entnehmen lässt, kann die Indikationseinheit 13 mehrere Teile
aufweisen, die allerdings auch zumindest teilweise zusammengefasst sein können. In
der dargestellten Ausführungsform umfasst die Indikationseinheit 13 eine Verarbeitungseinheit
130, eine Ausgabeeinheit 131 und eine Steuervorrichtung 132.
[0046] Die Verarbeitungseinheit 130 ist vorzugsweise mit dem Sensor 101 zur Ermittlung der
Luftgüte verbunden, das heißt sie kann mit dieser kommunizieren. In der Verarbeitungseinheit
130 kann beispielsweise ein Vergleich von empfangenen Sensormessdaten von zumindest
einem Luftparameter mit zuvor festgelegten Geruchsniveaus oder mit einem oder mehreren
Schwell - oder Grenzwerten für die Einteilung in Wertebereiche erfolgen. Die Schwell
- oder Grenzwerte können dabei direkt in der Verarbeitungseinheit 130 hinterlegt sein
oder die Verarbeitungseinheit 130 greift zum auf ein externe Datenbank auf einem Server
2 zu, in der die Schwell - oder Grenzwerte hinterlegt sind. Die in der Verarbeitungseinheit
130 in optische Signale umgewandelten Sensormesswerte werden an die Ausgabeeinheit
131 der Indikationseinheit 13 übermittelt. Hierdurch kann eine Ausgabe, beispielsweise
eine Farbänderung in einem integrierten Leuchtelement der Dunstabzugshaube erfolgen,
wodurch der Benutzer die ermittelte Luftgüte in einem Raum angezeigt bekommt. Die
Ausgabeeinheit 131 kann zusätzlich zur Verarbeitungseinheit 130 mit einer Steuervorrichtung
132 verbunden sein. Die Steuervorrichtung 132 kann die Betätigung des Leuchtelements
12 für andere Zwecke als der Ausgabe der Luftgüte steuern.
[0047] Mit der vorliegenden Erfindung lässt sich eine Reihe von Vorteilen erzielen. Die
vorliegende Erfindung stellt eine platzsparende Lösung dar, da durch die Integration
des Sensors und der Indikationsanzeige in die Dunstabzugshaube kein separater Platz
in der Küche benötigt wird. Die Luftqualität in einer Küche wirkt sich maßgeblich
auf die Geruchsbelastung, wie auch auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von
Menschen aus. Eine Analyse der Luftzusammensetzung gibt Rückschluss auf den Gehalt
von VOCs oder beispielsweise schädliche Gase und eine direkte Anzeige, die unabhängig
von dem Betriebsstatus der Dunstabzugshaube ist, erlaubt gegebenenfalls sofortige
Gegenmaßnahmen.
[0048] Weiterhin ist die Analyse der durch die Dunstabzugshaube angesaugten Luft qualitativ
höher als die Analyse ruhender Luft.
[0049] Weiterhin kann die Anzeige der Luftgüte mit bereits vorhandenen Leuchtelementen,
wie Ambientbeleuchtung, Funktionsbeleuchtung oder Akzentuierungsmerkmale erfolgen,
wodurch keine zusätzlichen Bauteile an der Dunstabzugshaube angeordnet werden müssen.
Dies vereinfacht generell den Aufbau der Dunstabzugshaube und trägt außerdem zu einem
verbesserten Erscheinungsbild der Dunstabzugshaube in der Küche bei.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 10
- Sichthaube
- 100
- Bedienelemente
- 101
- Sensor
- 11
- Kamin
- 12
- Leuchtelement
- 13
- Indikationseinheit
- 130
- Verarbeitungseinheit
- 131
- Ausgabeeinheit
- 132
- Steuervorrichtung
- 2
- Server
1. Dunstabzugshaube (1), die zumindest einen Sensor (101) zur Messung der Luftgüte aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) eine Indikationseinheit (13) umfasst, welche eine Verarbeitungseinheit
(130) zur Verarbeitung von Sensormesswerten in optische Signale und eine Ausgabeeinheit
(131) zur Ausgabe der erzeugten optischen Signale umfasst.
2. Dunstabzugshaube (1), gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor (101) zur Messung der Luftgüte separat von der Ausgabeeinheit
(131) der Indikationseinheit (13) angeordnet ist.
3. Dunstabzugshaube (1), gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinheit (130) die Sensormesswerte nach dem Grad der Luftgüte in
Wertebereiche einteilt.
4. Dunstabzugshaube (1), gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Indikationseinheit (13) ein mobiles Datenverarbeitungsendgerät umfasst.
5. Dunstabzugshaube (1), gemäß der Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (131) der Indikationseinheit (13) mindestens ein Leuchtelement
(12) ist.
6. Dunstabzugshaube (1), gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer, Art und Intensität der Ausgabe der optischen Signale durch das Leuchtelement
(12) in der Indikationseinheit (13) geändert werden kann.
7. Dunstabzugshaube (1), gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (12) verschiedenfarbige Leuchtmittel, insbesondere LEDs umfasst.
8. Dunstabzugshaube (1), gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Leuchtelement (12) drei Leuchtmittel vorhanden sind, wobei das erste ein grünes,
das zweite ein gelbes oder orangenes und das dritte ein rotes Leuchtmittel ist, wobei
das grüne Leuchtmittel einem Wertebereich mit einem hohen Grad an Luftgüte, das gelbe
oder orangene Leuchtmittel einem Wertebereich mit einer mittleren Luftgüte und das
rote Leuchtmittel einem Wertebereich mit einer niedrigen Luftgüte zugeordnet ist.
9. Dunstabzugshaube (1), gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (12) zusätzlich zu der Verarbeitungseinheit (130) mit mindestens
einer Steuervorrichtung (132) verbunden ist, insbesondere mit einer Steuervorrichtung
(132) zur Betätigung des Leuchtelements (12) als Funktionselement, Ambientbeleuchtung
oder Akzentuierungselement.
10. Verfahren zur Ausgabe des Grades der Luftgüte mittels einer Dunstabzugshaube (1) gemäß
der Ansprüche 1 bis 9, wobei man
a) eine Dunstabzugshaube (1) bereitstellt, die mindestens einen Sensor (101) zur Messung
der Luftgüte und eine Indikationseinheit umfasst,
b) die Luftgüte mittels eines Sensors (101) misst,
c) die Messwerte an eine Verarbeitungseinheit (130) einer Indikationseinheit (13)
sendet,
d) die Messwerte nach dem Grad der Luftgüte in Wertebereiche einteilt,
e) die ermittelten Wertebereiche in optische Signale umwandelt,
f) die in Signale umgewandelten Messwerte an die Ausgabeeinheit (131) der Indikationseinheit
(13) sendet und ausgibt.