[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein PTC-Heizelement mit zumindest einem PTC-Element,
das zwischen Leiterbahnen vorgesehen ist.
[0002] Ein solches PTC-Element kommt beispielsweise bei elektrischen Zuheizern in Kraftfahrzeugen
zum Einsatz. Diese Zuheizer dienen dazu, Luft zu erwärmen. Sie haben an gegenüberliegenden
Seiten des PTC-Elementes anliegende Wellrippenlagen. Üblicherweise sind mehrere Lagen
von übereinander gestapelten PTC-Elementen mit daran anliegenden Wellrippenlagen vorgesehen.
Beispiele aus dem Stand der Technik für solche Luftheizer sind beispielsweise die
EP 1 768 459 A1,
EP 2 109 345 B1 sowie
EP 1 768 568 A1.
[0003] Gattungsgemäße PTC-Heizelemente kommen aber auch in Heizern zur Erwärmung von flüssigen
Medien zum Einsatz, wie sie beispielsweise in
EP 1 921 896 A1 beschrieben sind.
[0004] Grundsätzlich stellt sich das Problem eines guten Wärmeaustrags. Die PTC-Elemente
haben selbstregelnde Eigenschaften. Wird die von dem PTC-Element erzeugte Wärme nicht
gut abgeführt, kann die elektrische Leistungsfähigkeit des PTC-Elementes nicht vollständig
genutzt werden.
[0005] Dier vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein verbessertes PTC-Element
sowie eine verbesserte elektrische Heizvorrichtung anzugeben. Des Weiteren will die
vorliegende Erfindung zum Herstellen einer elektrischen Heizvorrichtung vorschlagen.
[0006] Zur Lösung des vorrichtungsmäßigen Problems wird mit dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung vorgeschlagen, zumindest eine der Leiterbahnen und/oder das PCT-Element
endseitig mit einer elektrisch isolierenden Masse einzusiegeln.
[0007] Insbesondere bei Hochvoltanwendungen, beispielsweise beim Einbau des PCT-Heizelementes
in eine elektrische Heizvorrichtung für ein elektrisch angetriebenes Kraftfahrzeug
besteht das Problem von elektrischen Überschlägen, beispielsweise durch Luft-und/oder
Kriechstrecken. Diesem Problem wird mit der vorliegenden Erfindung dadurch begegnet,
dass zumindest eine der Leiterbahnen, vorzugsweise diese eine Leiterbahn und das daran
einseitig anliegende PTC-Element endseitig in eine Masse eingesiegelt wird. Dabei
ist die freie Stirnseite der Leiterbahnen üblicherweise vollständig in der Masse aufgenommen.
Die Stirnseite des PTC-Elementes kann lediglich teilweise in der Masse aufgenommen
und damit von dieser abgedeckt sein. Die Leiterbahn endet üblicherweise bündig mit
der Außenumfangsfläche des PTC-Elementes. Lediglich elektrische Anschlussfahnen ragen
üblicherweise einseitig über das PTC-Element hinaus. Diese Anschlussfahnen befinden
sich an gegenüberliegenden Enden des PTC-Elementes und dienen der Bestromung desselben
mit unterschiedlicher Polarität.
[0008] Diese isolierende Masse umfasst als Flüssigphase üblicherweise eine Silikonmasse.
Bevorzugt ist die Flüssigphase durch ein additionsvernetzendes 2-Komponenten-Silikon
gebildet, dass bei Raumtemperatur aushärtet und unter Wärme forciert aushärtet. Die
Masse hat eine Viskosität bei 25° C von zwischen 100 und 200 Pa s. Mit Blick auf eine
gute Fließfähigkeit wird dem 2-Kompontenen-Silikon üblicherweise Benzin oder Toluol
als Verdünner beigemischt, um bei 25° C eine Viskosität in einem Bereich von zwischen
4 und 15, vorzugsweise von zwischen 5 und 8 Pa s zu erhalten. Die Wärmeleitfähigkeit
der der Masse (Flüssigphase + Partikel) liegt regelmäßig bei zwischen 3,0 und 5,0
W/(m K). Im vernetzten Zustand sollte der die Flüssigphase ausbildende Bestandteil
der Masse eine Härte Shore A von etwa 10-40 und eine Durchschlagsfestigkeit CTI >
600 haben. Dieser Flüssigphase ist üblicherweise ein vorbestimmter Feststoffanteil
mit hoher Wärmeleitfähigkeit beigemischt. Die Wärmeleitfähigkeit des Füllstoffanteils
sollte bei zwischen 20 und 30 W(m K) liegen. Der Füllstoff ist vorzugsweise Aluminiumoxid.
Mit Blick auf gute Fließeigenschaften wird sphärisches Aluminiumoxid mit einer mittleren
Korngröße von ca. 4 bis 6 µm bevorzugt. Mit Blick auf eine gute Wärmeleitfähigkeit
der Masse (Flüssigphase + Füllstoffanteil) hat die Masse einen Füllstoffanteil von
zumindest 50 Vol.- %, besonders bevorzugt von zwischen 85 und 95 Vol.-%.
[0009] Durch die isolierende Masse werden die einzelnen Bauelemente des PTC-Heizelementes
vorzugsweise zu einer Einheit gefügt. Das PTC-Heizelement gemäß der vorliegenden Erfindung
hat vorzugsweise keinen Rahmen, der die Bauelemente fügt und/oder umgibt. Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist das PTC-Element eine die
Leiterbahn endseitig überragende Isolierlage auf, die mit der Leiterbahn und/oder
dem PTC-Element einen die Isoliermasse aufnehmenden Aufnahmebereich vorgibt. Die Isolierlage
ist eine elektrische Isolierlage. Sie kann aus einer Hybridfolie bestehen, die eine
Polyimid-Folie und eine darauf aufgebrachte elektrisch isolierende, indes bevorzugt
gut wärmeleitfähige Masse als zweite Schicht der Isolierlage umfasst. Diese Masse
hat vorzugsweise die gleiche stoffliche Beschaffenheit wie die elektrische isolierende
Masse zum Einsiegeln der Leiterbahn.
[0010] Die Isolierlage überragt üblicherweise allseitig das PTC-Element. Dadurch ist jeweils
zwischen dem PTC-Element und der Isolierlage ein Zwickel gebildet, der den vorerwähnten
Aufnahmebereich ausformt. In diesen zwickelförmigen Aufnahmebereich kann die elektrisch
isolierende Masse eingebracht und dort ausgehärtet werden.
[0011] Das erfindungsgemäße PTC-Heizelement ist als separates Bauelement hergestellt und
zum Einsetzen in eine elektrische Heizvorrichtung, insbesondere zum Einsetzen in eine
U-förmige Ausnehmung eines Heizergehäuses angepasst ausgebildet. Diese U-förmige Ausnehmung
geht bevorzugt von einer Trennwand ab, die eine Zirkulationskammer von einer Anschlusskammer
trennt. Die U-förmige Ausnehmung ist innerhalb einer Heizrippe vorgesehen, die von
der Trennwand in die Zirkulationskammer hineinragt und die U-förmige Ausnehmung fluiddicht
gegenüber der Zirkulationskammer begrenzt. Die Ausnehmung öffnet sich lediglich zu
der Anschlusskammer hin. Die Zirkulationskammer ist dabei zur Aufnahme eines flüssigen
Mediums angepasst ausgebildet, d.h. abgedichtet und mit Ein- und Auslassstutzen zum
Anschluss der Zirkulationskammer an einen Kreislauf für flüssiges Medium versehen.
Die elektrische Heizvorrichtung hat ein vorzugsweise wannenförmiges Gehäuseunterteil,
welches die Zirkulationskamer zwischen einem Gehäuseboden, der sich parallel dazu
erstreckenden Trennwand und sich rechtwinklig hierzu erstreckenden Gehäuse-Seitenwänden
einschließt. Von Seitenwänden des Gehäuseunterteils ragen Anschlussstutzen zum Anschluss
der elektrischen Heizvorrichtung an einen Kreislauf für ein flüssiges Medium ab. Diese
Anschlussstutzen sind dichtend mit den Gehäuse-Seitenwänden verbunden. Das Gehäuseunterteil
kann aus Kunststoff ausgebildet sein. Die Zirkulationskammer ist flüssigkeitsdicht
ausgebildet.
[0012] Das Füllvolumen der Zirkulationskammer bei Wasserheizern der zuvor beschriebenen
Art liegt zwischen 450 ml und 200 ml, bevorzugt zwischen 400 ml und 220 ml und besonders
bevorzugt zwischen 300 ml und 230 ml. Dieses Füllvolumen umfasst auch das Füllvolumen
des Stutzens. Jeder Stutzen für sich hat ein Füllvolumen von etwa 7 ml. Das gezeigte
Ausführungsbeispiel ist üblicherweise in einem Kühlwasserkreislauf in einem Fahrzeug
integriert, der ein Volumen von etwa 5 bis 6 Litern hat. In diesen Kühlwasserkreislauf
kann zumindest ein Wärmetauscher für die Erwärmung von Luft in der Fahrgastzelle integriert
sein. Ergänzend oder alternativ kann auch der Kühlwasserkreislauf Wärmetauscherflächen
zu technischen Komponenten eines Elektrofahrzeuges haben, um diese bei kalten Umgebungstemperaturen
auf die notwendige Betriebstemperatur zu bringen. Damit kommt das erfindungsgemäße
PTC-Element insbesondere in einem Heizer eines elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeuges
zum Einsatz, in dem flüssiges Medium erwärmt wird, beispielsweise um ein Aggregat
oder auch den Innenraum des elektrisch betriebenen Fahrzeuges zu heizen. Bei einer
solchen Anwendung wird das PTC-Heizelement mit einer hohen Spannung bestromt, dass
hier in besonderer Weise Sorge getragen werden muss, das Kriech- und/oder Luftstrecken
eliminiert werden.
[0013] Mit Blick auf eine gut wärmeleitende Einbringung des PTC-Elementes in eine solche
U-förmige Ausnehmung wird vorzugsweise das PTC-Element in der Ausnehmung verkeilt,
wie dies aus der
EP 2 637 475 A1 oder der
EP 1 921 896 A1 bekannt ist. Hierzu wird gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung ein Gleitblech vorgeschlagen, das über die elektrisch isolierende Masse
mit dem PTC-Element verbunden, beispielsweise verklebt, sein kann. Dadurch ergibt
sich ein vorgefertigtes Zwischenerzeugnis, welches sich als Einheit in die U-förmige
Ausnehmung einsetzen lässt. Das Zwischenerzeugnis besteht aus dem PTC-Element und
den beidseitig daran vorgesehenen Leiterbahnen. Diese Leiterbahnen sind üblicherweise
durch Kontaktbleche gebildet. Die Leiterbahnen sind mit dem PTC-Element verbunden,
vorzugsweise verklebt. An gegenüberliegenden Freiflächen der Leiterbahnen sind bevorzugt
jeweils Isolierlagen vorgesehen. So ist das PTC-Heizelement, d.h. das PTC-Element
und die beidseitig daran anliegenden Leiterbahnen, zwischen den beiden Isolierlagen
eingeschlossen An einer der Isolierlagen liegt das besagte Gleitblech an.
[0014] Das Gleitblech überragt vorzugsweise das PTC-Element wie auch die Leiterbahnen. Des
Weiteren überragt das Gleitblech vorzugsweise endseitig eine der Isolierlagen und
übergreift diese Isolierlage mit einem Schenkel, der sich unterseitig mit Abstand
zu dem PTC-Element erstreckt. Ein dadurch gebildeter Zwischenraum zwischen dem Schenkel
und dem PTC-Element ist ganz oder teilweise mit der elektrisch isolierenden Masse
ausgefüllt. Der entsprechende Schenkel des Gleitblechs bildet bevorzugt einen Anschlag,
der die Eindringtiefe des PTC-Heizelementes in die U-förmige Ausnehmung festlegt.
Dabei gibt die die Leiterbahn zumindest unterseitig überragende Isolierlage einen
minimalen Abstand zwischen dem Gleitblech und dem PTC-Element vor. Dieser Abstand
beträgt vorzugsweise zwischen 2,5 und 4 mm.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist das Gleitblech
zumindest durch Stanzen und Biegen aus einem Blechmaterial geformt und hat einen durch
diese Bearbeitung ausgebildeten Abstandshalter. Durch diesen Abstandshalter wird das
PTC-Heizelement in einem vorbestimmten Abstand zu einer Innenfläche der U-förmigen
Ausnehmung gehalten. So ist der Abstandshalter vorzugsweise so dimensioniert, dass
das PTC-Heizelement unter Zwischenlage der Isolierlage gegen die Innenfläche der U-förmigen
Ausnehmung anliegt, wohingegen auf der gegenüberliegenden Seite das Gleitblech das
Paket aus PTC-Heizelement und daran anliegenden Isolierlagen außenseitig begrenzt,
und von der dem PTC-Heizelement abgewandten Seite der Abstandshalter abragt und gegen
die andere Innenfläche der U-förmigen Ausnehmung anliegt. Vorzugsweise sind mehrere
Abstandshalter vorgesehen. Die Abstandshalter können beispielsweise durch Federelemente
gebildet sein, die in Einschieberichtung des PTC-Elementes in die U-förmige Ausnehmung
übereinander vorgesehen sein können. Vorzugsweise schließen zwei Abstandshalter zwischen
sich eine Anlage- bzw. Gleitfläche für ein Keilelement ein, welches das PTC-Element
in der U-förmigen Ausnehmung verspannt.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist ein Blech vorgesehen,
welches das PTC-Element und die Leiterbahnen einseitige, beispielsweise unterseitig
umgreift. Dieses Blechelement kann beispielsweise durch das Gleitblech gebildet sein.
Das Blechelement kann einen unteren Anschlag ausbilden, durch welchen das PTC-Heizelement
in seiner Endlage in der U-förmigen Ausnehmung vorgegeben ist. Die elektrisch isolierende
Masse füllt den Raum zwischen dem Anschlag und dem PTC-Element bevorzugt ganz oder
teilweise aus.
[0017] Das Gleitblech kann mit dem PTC-Element verbunden, beispielsweise verklebt, sein.
Üblicherweise bildet das Gleitblech bevorzugt eine U-förmige Aufnahme für das PTC-Element
zusammen mit den daran anliegenden Leiterbahnen und einer diese jeweils außenseitig
begrenzenden Isolierlage aus. Diese vorgefertigte Einheit kann dabei mittels Klemmung
in der U-förmigen Aufnahme gehalten sein.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung überragen die Leiterbahnen
in Einbringrichtung des PTC-Elementes dasselbe zumindest einseitig und liegen endseitig,
vorzugsweise auf einer den Anschlussfahnen gegenüberliegenden Unterseite des PTC-Elementes
gegen eine Leiste an, deren Dicke die Dicke des PTC-Elementes zuzüglich der Dicke
der beiden Leiterbahnen nicht übersteigt. Die Leiterbahnen sind bei dieser bevorzugten
Ausgestaltung vorzugsweise durch Kontaktbleche gebildet, die durch Stanzen einteilig
daran ausgebildete Anschlussfahnen aufweisen. Die Anschlussfahnen können eine weitere
Leiste durchsetzen, die gegenüber zu der ersten, zuvor beschriebenen Leiste vorgesehen
und ebenfalls mit den Leiterbahnen verbunden ist. Diese obere Leiste weist üblicherweise
Durchbrechungen für die Anschlussfahnen der Kontaktbleche auf. Zur Vermeidung einer
Luft- und Kriechstrecke zwischen den das PTC-Element überragenden Endabschnitten der
Leiterbahnen ist zwischen diesen Endabschnitten und der Leiste die elektrisch isolierende
Masse vorgesehen. Die anderen beiden Stirnflächen, d.h. regelmäßig die Längsseitenflächen
des PTC-Elementes, enden auch hier vorzugsweise plan mit den Leiterbahnen. Die Leiste
kann einen mittleren Vorsprung aufweisen, der Anlageflächen für die Kontaktbleche
ausbildet.
[0019] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Masse um das PTC-Element und/oder die Leiterbahn
umlaufend vorgesehen. Die Masse ist vorzugsweise als Kleberaupe das PTC-Element und/oder
die Leiterbahnen einsiegelnd um diese Bauteile herum aufgebracht. Vorzugsweise bildet
die Isolierlage, besonders bevorzugt beide lsolierlagen, das PTC-Element randseitig
überragende Ränder aus. Die elektrisch isolierende Masse ist als adhäsive Masse auf
diese Ränder aufgeklebt. Dabei läuft die elektrisch isolierende Masse vorzugsweise
um das PTC-Element um. Ebenso überragen die Ränder der Isolierlage das PTC-Element
allseitig. Zwischen einander gegenüberliegenden Isolierlagen ergibt sich dementsprechend
eine umlaufende Raupe aus der elektrisch isolierenden Masse, durch welche das PTC-Element
vollständig eingesiegelt ist. Lediglich die Anschlussfahnen treten durch die isolierende
Masse hindurch und liegen an einer Anschlussseite des PTC-Heizelementes frei. Die
Anschlussfahnen durchragen dabei vorzugsweise einen Anschlussflansch zur Halterung
und Positionierung des PTC-Heizelementes in der U-förmigen Ausnehmung. Dieser Anschlussflansch
ist über die adhäsive elektrisch isolierende Masse mit dem PTC-Element verklebt. Somit
wird bei dieser Ausgestaltung bevorzugt das PTC-Element und die daran anliegenden
Leiterbahnen vollumfänglich von der elektrisch isolierenden Masse abgedeckt und eingesiegelt.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt schlägt die vorliegende Erfindung eine elektrische Heizvorrichtung,
insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit wärmeabgebenden Flächen vor, die zwischen
sich wenigstens ein PTC-Heizelement aufnehmen. Dieses PTC-Element ist vorzugsweise
nach einem der zuvor diskutierten Ausgestaltungen ausgeformt.
[0021] Mit ihrem nebengeordneten Aspekt schlägt die vorliegende Erfindung ferner ein Verfahren
zum Herstellen einer elektrischen Heizvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 13
vor. Bei diesem Verfahren werden die Leiterbahnen mit dem PTC-Element zur Erzeugung
einer PTC-Heizzelle verklebt. Die so hergestellte PTC-Heizzelle wird zwischen zwei
elektrische Isolierschichten gelegt und durch eine elektrisch isolierende Masse eingesiegelt.
Dabei kann die elektrisch isolierende Masse zunächst auf überstehende Ränder einer
die Isolierlage ausbildenden isolierenden Folien aufgelegt werden. Auf diese Folie
wurde zuvor die PTC-Heizzelle aufgelegt. So wird die elektrisch isolierende Masse
um die PTC-Heizzelle herum und auf die eine Lage der Folie aufgebracht. Danach wird
die isolierende Folie zum einsiegelnden Einschluss der PTC-Heizzelle umgeschlagen
und auf die andere der Leiterbahnen aufgelegt. So erfolgt durch das Umlegen der isolierenden
Folie ein umfänglicher Umschluss der PTC-Heizzelle durch die elektrisch isolierende
Masse. Diese erstreckt sich danach zwischen den gegenüberliegenden Innenflächen der
isolierenden Folie und verklebt die beiden Folienabschnitte vorzugsweise gegeneinander.
Überschüssige isolierende Masse kann stirnseitig über das PTC-Heizelement heraus gedrängt
werden. Das in dieser Weise vorbereitete, außenumfänglich isolierend ausgebildete
PTC-Heizelement kann danach in eine U-förmige Ausnehmung eines Heizers eingesetzt
und durch Vergießen mit der elektrisch isolierenden Masse hierin elektrisch isoliert,
jedoch mit guter Wärmeleitfähigkeit eingesetzt werden.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine perspektive Seitenansicht eines ersten Aufführungsbeispiels eines PTC-Heizelementes;
- Figur 2
- eine perspektive Seitenansicht gemäß Figur 1 nach dem Umlegen der Hybridfolie;
- Figur 3
- eine perspektive Seitenansicht eines zweiten Aufführungsbeispiels eines PTC-Heizelementes;
- Figur 4
- eine perspektive Seitenansicht eines Aufführungsbeispiels eines Gleitbleches;
- Figur 5
- eine Querschnittsansicht einer Heizrippe eines nicht weiter dargestellten Ausführungsbeispiels
einer elektrischen Heizvorrichtung nach dem Einsetzen eines vierten Aufführungsbeispiels
eines PTC-Heizelementes gemäß Figur 1, 2 zusammen mit dem Gleitbleches nach Figur
4;
- Figur 6
- eine perspektivische, teilweise geschnittene Darstellung eines nicht weiter dargestellten
Ausführungsbeispiels einer elektrischen Heizvorrichtung nach dem Einsetzen eines vierten
Aufführungsbeispiels eines PTC-Heizelementes gemäß Figur 9;
- Figur 7
- eine perspektive Seitenansicht eines dritten Aufführungsbeispiels eines PTC-Heizelementes;
- Figur 8
- das in Figur 7 gezeigte Ausführungsbeispiel bei teilwiese weggenommener Masse und
- Figur 9
- eine perspektive Seitenansicht eines vierten Aufführungsbeispiels eines PTC-Heizelementes.
[0023] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Seitenansicht auf ein PTC-Heizelement 2 mit
einem PTC-Element 4, welches zwischen zwei als Kontaktplatten aus Blech ausgebildeten
Leiterbahnen 6 angeordnet ist. In Figur 1 ist lediglich dich obere der beiden Kontaktplatten
6 gezeigt. Das PTC-Element 4 befindet sich darunter. Das PTC-Element 4 und die beiden
Kontaktplatten 6 haben im Grunde die gleiche Grundfläche. Die Kontaktplatten 6 sind
lediglich oberseitig zur Ausbildung einer einteilig an dem Blechelement ausgebildeten
Kontaktfahne 6.1. über das PTC-Element 4 verlängert. Die Kontaktplatte zur Ausbildung
eines PTC-Heizelements mit dem PTC-Element 4 über einen Kleber, vorzugsweise einen
elektrisch leitenden Kleber verbunden. Diese vorgefertigte PTC-Heizzelle 7 ist auf
einer Hybridfolie 8 abgelegt, die breiter als das PTC-Heizelement 2 ist. Die Hybridfolie
8 besteht aus einer verhältnismäßig dünnen Folie, auf weiche eine elektrisch nicht
leitende pastöse Masse aufgebracht ist.
[0024] Auf die in Figur 1 gezeigte Bahn der Hybridfolie 8 wird das PTC-Heizelement 2 aufgelegt.
Da die durch die Hybridfolie 8 ausgeformte Isolierlage das PTC-Element geringfügig
in Breitenrichtung überragt, bildet die Hybridfolie 8 in Breitenrichtung jeweils überstehende
Ränder 8.1 aus. Die Hybridfolie 8 überragt auch das PTC-Heizelement 2 ganz erheblich
an dessen Unterseite sowie in gewissen Masse an der Oberseite, d.h. dort wo die Einflussfahnen
6.1 abragen. So ergeben sich um das PTC-Heizelement 2 umlaufende Ränder 8.1. Auf diese
Ränder 8.1. wird die auch zur Herstellung der Hybridfolie 8 verwendete elektrische
isolierende, jedoch wärmeleitfähige Masse 10 als Raupe aufgetragen. Die elektrisch
isolierende Masse 10 legt sich somit endseitig gegen die freiliegenden stirnseitigen
Ränder der beiden Kontaktplatten 6, die zwischen sich das PTC-Element 2 auf nehmen.
Die Raupe aus isolierender Masse 10 wird mit einem hinreichenden Volumen aufgetragen,
sodass die Höhe der Raupe in etwa 1/2 bis 4/5 der Höhe des PTC-Elementes 4 zzgl. der
Höhe einer der beiden Kontaktplatten 6 entspricht.
[0025] Danach wird die Hybridfolie 8 umgeschlagen und auf die in Figur 1 noch freigelegte
Oberseite des oberen Kontaktplatte 4 angelegt. Danach kontaktiert die aus der Masse
10 gebildete Kleberaupe die Hybridfolie 8 und siegelt das PTC-Element 4 und/oder eine
der Kontaktplatten 6 vollumfänglich ein. Lediglich die Anschlussfahnen 6.1 durchsetzen
diesen umfänglichen elektrisch isolierenden Einschluss des PTC-Elementes.
[0026] Fig. 2 zeigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in einer perspektivischen Seitenansicht
nach dem Umschlagen der Hybridfolie 8. Wie ersichtlich, überragt die Hybridfolie 8
allseitig die Raupe aus der Masse 10. Darüber hinaus befindet sich auf der den Anschlussfahnen
6 gegenüberliegenden Unterseite des PTC-Heizelementes 2 ein von dem Umschlag der Hybridfolie
8 resultierender Aufnahmebereich 11, der in Breitenrichtung des PTC-Heizelementes
2 durchgehend ausgebildet ist.
[0027] Die Figur 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel. Gleich Bauteile sind gegenüber
dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel mit gleichem Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0028] Das PTC-Heizelement 2 nach Figur 3 hat zwei sich parallel zueinander erstreckende
Isolierlagen 12. Bei diesen Isolierlagen 12 kann es sich um Lagen aus der zuvor erwähnten
Hybridfolie handeln. Alternativ können auch Isolierlagen aus einer Keramik und/oder
aus einer mit einer Kunststofffolie beschichteten Keramik vorgesehen sein. Auch bei
diesem Ausführungsbeispiel wird die Masse 10 Nach Art einer umfängl ichen Kleberaupe
so vorgesehen, dass zumindest eine der Leiterbahnen 6 vollumfänglich von der Masse
10 und das PTC-Element 4 vollumfänglich, jedoch nicht über seine gesamte Höhe, sondern
lediglich bis zu einer Höhe von etwa 1/2 der Dicke des PTC-Elementes 4 eingesiegelt
ist.
[0029] Die Figur 4 zeigt eine perspektivische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines
Gleitblechs 14, welches durch zweimaliges Biegen zu einem in der Seitenansicht U-förmigen
Profil umbogen ist. Eine hierdurch ausgebildete U-förmige Aufnahme 16 ist derart dimensioniert,
dass die zuvor unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 diskutierten Ausführungsbeispiele
von PTC-Heizelementen jeweils in die U-förmige Aufnahme 16 passen. An einer Außenfläche
bildet das Gleitblech 16 eine Gleitfläche 18 aus, die beidseitig durch Abstandshalter
20 überragt ist, die durch Biegen des das Gleitblech 14 bildenden Materials ausgeformt
sind. Die Abstandshalter 20 erstrecken sich in Längsrichtung des Gleitbleches 14,
und sie sind lediglich im oberen Teilbereich des Gleitbleches 14 vorgesehen. In Verlängerung
dieser Abstandshalter 20 sind Schrägflächen 22 vorgesehen, die trichterförmig schräg
auf die Gleitfläche 18 zulaufen und diese Gleitfläche 18 geringfügig überragen. Die
Abstandshalter 20 und die Schrägflächen 22 bilden eine seitliche Begrenzung eines
in Figur 5 mit Bezugszeichen 24 gekennzeichneten Keilelementes.
[0030] Die Figuren 5 und 6 verdeutlichen die Einbausituation eines in der U-förmigen Aufnahme
16 des Gleitbleches 14 aufgenommenen PTC-Heizelementes 2. Mit Bezugszeichen 26 ist
ein Teil eines Gehäuseoberteils gekennzeichnet, der auf ein wannenförmiges und nicht
dargestelltes Gehäuseunterteil aufgesetzt werden kann, um eine Zirkulationskammer
für zu erwärmendes flüssiges Medium auszubilden, wie dies aus der
EP 1 872 986 A1 bekannt ist. Der Offenbarungsgehalt dieser Schrift wird - soweit sie die Heizvorrichtung
als solches und insbesondere die Details von Gehäuseunterteil und Gehäuseoberteil
betrifft, durch diese Bezugnahme in die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung aufgenommen.
[0031] Das Gehäuseoberteil 26 hat eine sich üblicherweise parallel zu dem Boden des Gehäuseunterteils
erstreckende Trennwand 28 sowie üblicherweise mehrere rechtwinklig von dieser Trennwand
28 abragende Heizrippen 30, die sich über eine U-förmige Ausnehmung 32 zu einer Anschlussseite
eines Heizers für flüssige Medien (insbesondere Wasserheizer) öffnet.
[0032] In die U-förmige Ausnehmung wird das zuvor durch Einsetzen in die U-förmige Aufnahme
16 des Gleitbleches 14 vormontierte Einheit aus PTC-Heizelement 2 und Gleitblech 14
eingesetzt, und zwar so tief, bis die Endseite des U-förmig umbogenen Gleitbleches
14 auf einem Boden 34 der U-förmigen Ausnehmung 32 aufsitzt.
[0033] Wie aus Figur 6 ersichtlich, hat die U-förmige Ausnehmung 32 seitliche Führungsrillen
36, die sich in Einbringrichtung erstrecken und die U-förmige Ausnehmung 32 randseitig
und in Dickenrichtung vergrößert. Diese Führungsrillen 36 bilden Aufnahmen für die
Abstandshalter 20 aus, in welchen das Gleitblech 14 beim Einbringen des Gleitbleches
14 mit dem PTC-Heizelement 2 geführt und positioniert wird. Die Abstandshalter 20
drücken durch Anlage gegen Innenwandungen der U-förmigen Ausnehmung 32 eine Keilelementaufnahmeöffnung
38 frei, in welche nach dem vollständigen Einbringen des Gleitbleches 14 mit dem PTC-Heizelement
2 das Keilelement 24 eingebracht wird. Das Keilelement 24 ist zumindest einseitig,
vorzugsweise an gegenüberliegenden Hauptseitenflächen mit einem PTFE-Gleitlack auf
Wasserbasis mit organischem Binder versehen. Alternativ oder ergänzend kann ein solcher
Gleitlack auf einer von der U-förmigen Ausnehmung 32 gebildeten Anlagefläche für das
Keilelement 24 und/oder der Gleitfläche 18 vorgesehen sein. Eine solche Beschichtung
dient als Trockenschmierung bei der Einbringbewegung des Keilelementes 24. Durch die
gleitmindernde Beschichtung werden reproduzierbare Montageergebnisse gewährleistet,
da Oberflächenrauigkeiten und dergleichen, die im Rahmen der Herstellung der einzelnen
Komponenten variieren können, durch die Beschichtung ausgeglichen werden. So sind
im Wesentlichen die gleichen Einbringkräfte notwendig, um verschiedene PTC-Heizelement
2 mit vorbestimmter Flächenpressung gegen einander gegenüberliegende Innenflächen
einer der U-förmigen Ausnehmungen 32 anzulegen. Diese Verpressung dient zum einen
der guten Ausleitung von Wärme aus dem PTC-Element 4 in die Innenflächen der U-förmigen
Ausnehmung und zum anderen der Stromeinleitung von den Kontaktflächen des PTC-Heizelementes
2 in das PTC-Element 4.
[0034] Wie der Gesamtheit der Figuren 1 bis 6 zu entnehmen ist, überragen die isolierenden
Lagen, die durch die Hybridfolie 8 oder die Isolierlagen 12 gebildet sein können,
an der Außenseite der Leiterbahnen 6 das Gleitblech 14 in Breitenrichtung und überragen
das Gleitblech 14 ferner in Höhenrichtung in Richtung auf die Anschlussfahnen 6.1.
Die isolierenden Lagen überragen zumindest denjenigen Bereich, in dem das Gleitblech
14 unmittelbar an den isolierenden Lagen anliegt (vgl. Figur 6). Hierdurch wird die
Luft- und Kriechstrecke zwischen den Leiterbahnen und dem Gehäuseoberteil 26 und damit
die elektrische Sicherheit der Heizvorrichtung erhöht. Zusätzlich befindet sich die
Raupe der isolierenden Masse 10 auch oberhalb des PTC-Elementes 4 und dementsprechend
zwischen den Anschlussfahnen 6.1 unterschiedlicher Polarität. Auch hierdurch wird
die Kriechstrecke erhöht. Tatsächlich ist zumindest eine der Leiterbahnen 6 vollumfänglich
von der Masse 10 umhüllt, so dass eine erhebliche Sicherheit gegen Kriechstrom gegeben
ist. Die andere der beiden Leiterbahnen 6 kann umfänglich frei liegen.
[0035] Bei dem dritte Ausführungsbeispiel nach Figur 7 sind
[0036] Leiterbahnen 6 durch Metalbleche gebildet. Die Metalbleche weisen wie zuvor beschrieben
durch Stanzen freigeschnittene Anschlussfahnen 6.1 für den elektrischen Anschluss
der Kontaktbleche 6 auf. Wie der zur weiteren Verdeutlichung dieses Ausführungsbeispiels
vorgelegten Figur 8 zu entnehmen ist, bei welcher die längsseitigen Raupen der Masse
10 aus Gründen einer verbesserten Erkennbarkeit der Details weggenommen sind, enden
die Kontaktbleche 6 jeweils bündig mit dem PTC-Element 4. In einer Richtung rechtwinklig
hierzu, d.h. in Fügerichtung überragen die Kontaktplatten 6 das PTC-Element 4 jeweils
beidseitig. Sie liegen jeweils an einer Leiste 39 bzw. 40 an. Die beiden Leisten 39,
40 haben eine Dicke, die der Dicke des PTC-Heizelements 2 zzgl. der beiden Dicken
der Kontaktbleche 6 entspricht. So wird auf der Außenseite eine ebene Außenfläche
durch die Seitenflächen der Leisten 39, 40 einerseits und die Außenflächen der Kontaktplatten
6 andererseits gebildet.
[0037] Die Leisten 39, 40 haben jeweils nach innen hervorragende Anlagestege 42, die jeweils
Anlageflächen für die Kontaktbleche 6 ausbilden. Die Leisten 39, 40 sind mit Abstand
zu der gegenüberliegenden Stirnfläche des PTC-Elementes 4 vorgesehen. Mit anderen
Worten verbleibt zwischen einer freien vorderen Stirnfläche des jeweiligen Anlagesteges
42 und der Stirnfläche des PTC-Elementes 4 ein Freiraum.
[0038] Wie die Figuren 7 und 8 verdeutlichen, wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel das
PTC-Element vollumfänglich von der Raupe aus der isolierenden Masse 10 eingesiegelt.
Wie auch bei dem zuvor diskutierten Ausführungsbeispiel muss sich dafür die Masse
10 nicht über die gesamte Dicke des PTC-Elementes 4 erstrecken.
[0039] An den Längsseiten liegt die Raupe aus Masse 10 auf der in Figur 7 bereits umgeschlagen
dargestellten Hybridfolie 8 auf und deckt die in Fig. 7 untere Leiterbahn 6 nahezu
vollständig stirnseitig und einen Teil des PTC-Elementes 4 stirnseitig ab. Das PTC-Element
4 ist vollumfänglich von der Masse 10 umgeben. An sich gegenüberliegenden Stirnseiten,
d.h. benachbart zu den Leisten 39, 40 dient die Masse 10 dabei nicht nur der Vergrößerung
der Kriech- und Luftstrecke an der Stirnseite des PTC-Elementes 4, sondern dann auch
als Kleber, der die Leisten 39, 40 mit der zu geordneten Leiterbahn 6 verbindet. Der
in Figur 8 gezeigte Wulst 10.1, 10.2 aus elektrisch isolierender Masse 10 überbrückt
den Zwischenraum zwischen dem Anlagesteg 42 und der gegenüberliegenden Stirnseite
des PTC-Elementes 4. Dadurch ist die Luft- und Kriechstrecke an den Stirnseiten zwischen
den Leiterbahnen 6 unterschiedlicher Polarität verlegt.
[0040] Es versteht sich von selbst, dass der in Figur 7 an der Längsseite gezeigte Wulst
10.3 der Masse 10 sich auch über die gesamte Längserstreckung der Leiterbahn 4 erstrecken
und diese dementsprechend an der Längsseite vollständig abdecken kann.
[0041] Ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist aber auch der Figur 8 zu entnehmen,
wonach die Masse 10 auf einen überstehenden Rand der isolierenden Lage (vorliegend
der Hybridfolie 8) aufgebracht wird, um eine der Leiterbahnen 6 und das PTC-Element
4 zur Erhöhung der Luft- und Kriechstrecke stirnseitig abzudecken.
[0042] Die Figuren 5 und 9 lassen in der Zusammenschau ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbeispiel
eines PTC-Heizelementes 2 erkennen. Bei diesem PTC-Heizelement 2 ist die obere Leiste
40 L-förmig ausgebildet, so dass sich relativ großflächiger Anlageschenkel für die
Anlage der isolierenden Lage 12 ergibt. Wie bei dem zuvor diskutierten Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 7 und 8 hat die obere Leiste 40 Ausnehmungen, welche zur Durchführung
der Anschlussfahnen 6.1 angepasst ausgebildet sind. Die Ausgestaltung des in Figur
9 verbauten Gleitblechs 14 entspricht dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und
6. So umschließt das Gleitblech 14 die untere Leiste 39. Die untere Leiste 39 liegt
innen an einem Quersteg der U-förmigen Aufnahme 16 des Gleitbleches 14 an (vgl. Figur
5). Die untere Leistung 39 überragt vorliegend in Breitenrichtung die isolierende
Lage 12 wie auch das Gleitblech 14, umgreift teilweise die längsseitige Raupe 10.3
und bildet einen Anschlag zur relativen Positionierung von benachbarten PTC-Heizelementen
2 in einer länglichen U-förmigen Ausnehmung einer Heizrippe aus. Die untere Leiste
39 kann ein Kunststoffspritzgussteil sein.
[0043] Eine oder beide Leisten 39, 40 können durch Umspritzen mit den Kontaktblechen 6 verbunden
sein, wozu ein Kontaktblech auf Höhe einer entsprechenden Leiste Bohrungen aufweisen
kann, in die ein die Leiste ausbildender Kunststoff schmelzflüssig eintreten kann,
um die Leiste formschlüssig mit dem Kontaktblech zu verbinden. Das andere Kontaktblech
wird regelmäßig gegen die andere Leiste geklebt. Dabei kann die Masse 10 auch genutzt
werden, einen Freiraum zwischen der Leiste und dem PCT-Element 4 auszufüllen und/oder
die Leiste 39 mit dem PTC-Element 4 zu verbinden.
[0044] Die untere Leiste 39 hat üblicherweise leicht abgerundete Außenkanten, insbesondere
wenn die Hybridfolie 8 endseitig um die Leiste 39 geschlagen werden soll. Die abgerundeten
Kanten verringern das Risiko einer Beschädigung der Hybridfolie 8 bei der Montage.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 2
- PTC-Heizelement
- 4
- PTC-Element
- 6
- Leiterbahn/Kontaktplatte
- 6.1
- Anschlussfahne
- 7
- PTC-Heizzelle
- 8
- Hybridfolie
- 8.1
- Rand
- 10
- Masse
- 10.1
- oberseitiger Wulst
- 10.2
- unterseitiger Wulst
- 10.3
- längsseitiger Wulst
- 11
- Aufnahmebereich
- 12
- Isolierlage
- 14
- Gleitblech
- 16
- U-förmige Aufnahme
- 18
- Gleitfläche
- 20
- Abstandshalter
- 22
- Schrägfläche
- 24
- Keilelement
- 26
- Gehäuseoberteil
- 28
- Trennwand
- 30
- Heizrippe
- 32
- U-förmige Ausnehmung
- 34
- Boden
- 36
- Führungsrille
- 38
- Keilelementaufnahmeöffnung
- 39
- Leiste
- 40
- Leiste
1. PTC-Heizelement (2) mit zumindest einem PTC-Element (4), das zwischen Leiterbahnen
(6) vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
eine zumindest eine der Leiterbahnen (6) und/oder das PTC-Element (4) vollumfänglich
einsiegelnde isolierende Masse (10).
2. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Leiterbahn (6) umseitig überragende Isolierlage (8, 12), die mit der Leiterbahn
(6) und/oder dem PCT-Element (4) eine die isolierende Masse (10) aufnehmenden Aufnahmebereich
vorgibt.
3. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als die Leiterbahn und/oder das Kontaktblech umfänglich
einsiegelnde Kleberaupe aufgebracht ist.
4. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) in Dickenrichtung teilweise das PTC-Element (4) und eine
der Leiterbahnen (6) umgibt.
5. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch ein an die Isolierlage (8, 16) anliegendes Gleitblech (14).
6. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierlage (8, 12) und/oder das Gleitblech (14) das PTC-Element (4) und die
Leiterbahn (6) randseitig überragen und dass die isolierende Masse (10) randseitig
die Leiterbahn (6) und/oder das PTC-Element (4) einsiegelt.
7. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitblech zumindest einen durch Stanzen und Biegen aus einem das Gleitblech
(14) bildenden Blechmaterial geformten Abstandshalter (20) aufweist, durch den das
PTC-Heizelement (4) in einem vorbestimmten Abstand zu einer Innenfläche einer U-förmigen
Ausnehmung einer elektrischen Heizvorrichtung haltbar ist.
8. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen (6) das PTC-Element (4) endseitig überragen und endseitig gegen
zumindest eine Leiste (39, 40) anliegen, deren Dicke die Dicke des PTC-Elementes (4)
zuzüglich der Dicke der beiden Leiterbahnen (6) nicht übersteigt.
9. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (40) mit dem PTC-Element (4) durch eine isolierende Masse (10) verklebt
ist, die als adhäsive isolierende Masse ausgebildet ist und zumindest eine der Leiterbahnen
(6) und/oder das PTC-Element (4) endseitig einsiegelt.
10. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als adhäsive isolierende Masse ausgebildet ist und auf
eine Isolierlage (8) aufgebracht ist, vorzugsweise um das PTC-Element (4) umlaufend
aufgebracht ist, und dass die Isolierlage (8) zumindest eine, dem PTC-Element (4)
abgewandte Außenfläche der Leiterbahnen (6) abdeckt.
11. Elektrische Heizvorrichtung insbesondere für ein Kraftfahrzeug mit Wärme abgebenden
Flächen, die zwischen sich wenigstens ein PTC-Heizelement (2) aufnehmen, mit einem
PTC-Element (4), das beidseitig mit Leiterbahnen (6) kontaktiert ist, die dem elektrischen
Anschluss des PTC-Elementes (4) dienen und von denen zumindest eine an ihrer dem PTC-Element
(4) abgewandten Außenfläche mit einer Isolierschicht (8, 12) versehen ist, gekennzeichnet durch eine zumindest eine Leiterbahn (6) und/oder das PTC-Element (4) endseitig einsiegelnde
isolierende Masse (10).
12. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme abgebenden Flächen durch gegenüberliegende Innenflächen einer U-förmigen
Ausnehmung (32) eines Heizergehäuses gebildet sind, und dass zwischen den Innenflächen
der U-förmigen Ausnehmung (32) und einer Stirnseite des PTC-Heizelementes (2) lediglich
eine elektrisch isolierende Masse (10) vorgesehen ist.
13. Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Heizvorrichtung mit zumindest einem PTC-Element
(4), das zwischen Leiterbahnen (6) vorgesehen ist, bei dem die Leiterbahnen (6) mit
dem PTC-Element (4) zur Erzeugung einer PTC-Heizzelle (7) verklebt werden und zumindest
eine der Leiterbahnen (6) und/oder das PTC-Element (4) vollumfänglich durch eine elektrisch
isolierende Masse (10) eingesiegelt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die PTC-Heizzelle (7) mit einer der Leiterbahnen (6) auf eine isolierende Folie (8)
aufgelegt wird, die isolierende Masse gegen überstehende Ränder (8.1) der isolierende
Folie (8) aufgetragen und die isolierende Folie (8) zum einsiegelnden Einschluss der
PTC-Heizzelle (7) eingeschlagen und auf die andere der Leiterbahnen (6) aufgelegt
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als umlaufende Kleberaupe umfänglich gegen die Leiterbahn
(6) und zumindest teilweise gegen das PTC-Element (4) angelegt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. PTC-Heizelement (2) mit zumindest einem PTC-Element (4), das zwischen Leiterbahnen
(6) vorgesehen ist und einer zumindest eine der Leiterbahnen (6) und/oder das PTC-Element
(4) vollumfänglich einsiegelnden isolierende Masse (10), dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) in Form einer die Leiterbahn (6) und/oder das PTC-Element
(4) umfänglich einsiegelnden Kleberaupe (10) aufgebracht ist.
2. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Leiterbahn (6) umseitig überragende Isolierlage (8, 12), die mit der Leiterbahn
(6) und/oder dem PCT-Element (4) eine die isolierende Masse (10) aufnehmenden Aufnahmebereich
vorgibt.
3. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) in Dickenrichtung teilweise das PTC-Element (4) und eine
der Leiterbahnen (6) umgibt.
4. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein an die Isolierlage (8, 12) anliegendes Gleitblech (14).
5. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierlage (8, 12) und/oder das Gleitblech (14) das PTC-Element (4) und die
Leiterbahn (6) randseitig überragen und dass die isolierende Masse (10) randseitig
die Leiterbahn (6) und/oder das PTC-Element (4) einsiegelt.
6. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitblech zumindest einen durch Stanzen und Biegen aus einem das Gleitblech
(14) bildenden Blechmaterial geformten Abstandshalter (20) aufweist, durch den das
PTC-Heizelement (4) in einem vorbestimmten Abstand zu einer Innenfläche einer U-förmigen
Ausnehmung einer elektrischen Heizvorrichtung haltbar ist.
7. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen (6) das PTC-Element (4) endseitig überragen und endseitig gegen
zumindest eine Leiste (39, 40) anliegen, deren Dicke die Dicke des PTC-Elementes (4)
zuzüglich der Dicke der beiden Leiterbahnen (6) nicht übersteigt.
8. PTC-Heizelement (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (40) mit dem PTC-Element (4) durch die isolierende Masse (10) verklebt
ist, die als adhäsive isolierende Masse ausgebildet ist und zumindest eine der Leiterbahnen
(6) und/oder das PTC-Element (4) endseitig einsiegelt.
9. PTC-Heizelement (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als adhäsive isolierende Masse ausgebildet ist und auf
eine Isolierlage (8) aufgebracht ist, vorzugsweise um das PTC-Element (4) umlaufend
aufgebracht ist, und dass die Isolierlage (8) zumindest eine, dem PTC-Element (4)
abgewandte Außenfläche der Leiterbahnen (6) abdeckt.
10. Elektrische Heizvorrichtung insbesondere für ein Kraftfahrzeug mit Wärme abgebenden
Flächen, die zwischen sich wenigstens ein PTC-Heizelement (2) aufnehmen, mit einem
PTC-Element (4), das beidseitig mit Leiterbahnen (6) kontaktiert ist, die dem elektrischen
Anschluss des PTC-Elementes (4) dienen und von denen zumindest eine an ihrer dem PTC-Element
(4) abgewandten Außenfläche mit einer Isolierschicht (8, 12) versehen ist, wobei das
PTC-Heizelement (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche ausgestaltet ist.
11. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme abgebenden Flächen durch gegenüberliegende Innenflächen einer U-förmigen
Ausnehmung (32) eines Heizergehäuses gebildet sind, und dass zwischen den Innenflächen
der U-förmigen Ausnehmung (32) und einer Stirnseite des PTC-Heizelementes (2) lediglich
die elektrisch isolierende Masse (10) vorgesehen ist.
12. Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Heizvorrichtung mit zumindest einem PTC-Element
(4), das zwischen Leiterbahnen (6) vorgesehen ist, bei dem die Leiterbahnen (6) mit
dem PTC-Element (4) zur Erzeugung einer PTC-Heizzelle (7) verklebt werden und zumindest
eine der Leiterbahnen (6) und/oder das PTC-Element (4) vollumfänglich durch eine elektrisch
isolierende Masse (10) eingesiegelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als die Leiterbahn (6) und/oder das PTC-Element (4) umfänglich
einsiegelnde Kleberaupe (10) aufgebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die PTC-Heizzelle (7) mit einer der Leiterbahnen (6) auf eine isolierende Folie (8)
aufgelegt wird, die isolierende Masse gegen überstehende Ränder (8.1) der isolierende
Folie (8) aufgetragen und die isolierende Folie (8) zum einsiegelnden Einschluss der
PTC-Heizzelle (7) eingeschlagen und auf die andere der Leiterbahnen (6) aufgelegt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Masse (10) als umlaufende Kleberaupe umfänglich gegen die Leiterbahn
(6) und zumindest teilweise gegen das PTC-Element (4) angelegt wird.