[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft vorportionierte Reinigungsmittel, insbesondere
maschinelle Geschirrspülmittel und deren Verwendung.
[0002] Reinigungsmittel für harte Oberflächen, wie beispielsweise Geschirrspülmittel, stehen
dem Verbraucher in einer Vielzahl von Angebotsformen zur Verfügung. Neben den traditionellen
festen Mitteln gewinnen in letzter Zeit zunehmend fließfähige und insbesondere flüssige
bis gelförmige Reinigungsmittel an Bedeutung. Der Verbraucher schätzt vor allem die
schnelle Löslichkeit und die damit einhergehende schnelle Verfügbarkeit der Inhaltsstoffe
in der Reinigungsflotte insbesondere auch in Kurzgeschirrspülprogrammen und bei niedrigen
Temperaturen.
[0003] Dabei nimmt die Bedeutung von konzentrierten Zusammensetzungen, in denen insbesondere
der Wassergehalt gegenüber herkömmlichen Zusammensetzungen vermindert ist, zu. Für
den Verbraucher sind somit Zusammensetzungen, deren Wassergehalt möglichst gering
ist, besonders wünschenswert.
[0004] Ferner haben sich die Verbraucher an ein bequemes Dosieren von vorportionierten maschinellen
Geschirrspülmitteln gewöhnt und nutzen diese Produkte bisher vor allem in Form von
Tabletten. Um ein mehrphasiges Geschirrspülmittel, welches die oben erwähnten Vorteile
von festen und flüssigen Zusammensetzungen vereint, in eine vorportionierte Angebotsform
zu bringen, bietet sich die Verwendung von wasserlöslichen Folien in der Form von
Beuteln oder Mehrkammerformkörpern, insbesondere solche aus wasserlöslichem Material,
wie z.B. Container aus PVA, mittels Spritzguss hergestellt, an.
[0005] Einmalportionen, insbesondere wasserlösliche Beutel oder Mehrkammerformkörper aus
wasserlöslichem Material, erfreuen sich beim Verbraucher nicht nur deshalb zunehmender
Beliebtheit, weil der Verbraucher mit der chemischen Zusammensetzung nicht mehr in
Berührung kommt, sondern nicht zuletzt auch wegen der attraktiven Optik der Beutel.
Für den Verbraucher ist es somit ein Ärgernis, wenn die Beutel ihre attraktive Optik
verlieren.
[0006] Multifunktionelle automatische Geschirrspülmittel ersparen dem Anwender den separaten
Einsatz von Klarspüler und das Nachfüllen des Salzvorrates in der Geschirrspülmaschine.
In ihren Formulierungen werden neben geeigneten Tensiden auch bestimmte Builder eingesetzt,
die ein gutes Klarspülergebnis erzielen und der Bildung von Belägen auch bei höherer
Wasserhärte entgegenwirken.
[0007] Moderne Geschirrspülmaschinen sehen für die Dosierung von Reinigungsprodukten eine
Dosierkammer vor, die sich während des Spülprogrammes automatisch öffnet und das Produkt
freigibt. Die Größe der Dosierkammer ist allerdings in ihrem Fassungsvermögen begrenzt.
Für eine gute Reinigungsleistung müssen aber ausreichende Mengen verschiedener Funktionsblöcke
der Geschirrspülmittelformulierung wie Builder, Alkalität, Enzyme, Tenside, etc. zur
Verfügung gestellt werden. Dies bedeutet, dass das zur Verfügung stehende Volumen
der Dosierkammer optimal genutzt werden muss, um eine genügende Menge der aktiven
Substanzen und damit eine gute Reinigungsleistung zu erzeugen.
[0008] Dazu müssen größere Menge an festen Substanzen, insbesondere granulären Polymeren
in die Mittel eingearbeitet werden. Bei flüssigen, insbesondere wasserarmen, bevorzugt
wasserfreien Mitteln treten hierbei Probleme mit der Separierung von Phasen auf.
Insbesondere, wenn solche granulären Polymere, die in wasserhaltigen Produkten einfach
eingearbeitet werden können, in solche wasserarmen bis wasserfreien Mittel eingearbeitet
werden, sedimentieren in der Regel diese festen Bestandteile und hinterlassen eine
nicht zufriedenstellende Optik, die von den Verbrauchern häufig mit einem Wirkverlust
des Mittels in Verbindung gebracht werden.
Weiterhin werden in solchen wasserarmen Systemen auch häufig große Mengen Tenside,
für die Reinigungs- und insbesondere für eine gute Klarspülleistung eingesetzt.
Neben bei 25 bis 30 °C flüssigen Tenside, werden auch wachsartige und feste Tenside
eingesetzt, die zu einer Phasentrennung innerhalb der wasserarmen Mittel führen, wobei
sich das Mittel in zwei flüssige Phasen trennt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein vorportioniertes Reinigungsmittel,
insbesondere Geschirrspülmittel, bevorzugt Maschinengeschirrspülmittel, insbesondere
mehrphasiges Mittel, mit mindestens einer flüssigen und mindestens einer festen, insbesondere
bevorzugt pulverförmigen, Phase bereitzustellen, das in die Einspülkammer der Geschirrspülmaschine
passt und trotzdem eine gute Reinigungsleistung zeigt.
[0010] Diese Aufgabe wurde gelöst durch ein vorportioniertes Reinigungsmittel, wie in Anspruch
1 definiert. Die Polyalkylenglykole sind ausgewählt aus Polyethylenglycolen, Polypropylenglycolen
und Polyalkylenglycolen mit alternierenden, statistisch verteilten oder blockartigen
Mischpolymeren aus Ethylenglycol und Propylenglycol, insbesondere Polyethylenglycole.
[0011] Bevorzugt enthält die flüssige Phase bzw. enthalten die flüssigen Phasen der erfindungsgemäßen
Reinigungsmittel ein Polyalkylengylcol, das ausgewählt ist aus den Polyalkylenglycolen
gemäß Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6 (Formel I)
Mit
R
1=H, R
6=H; R
2, R
3, R
4, R
5, jeweils unabhängig ausgewählt aus H, -CH
3, und w, x, y, z= 1 bis 50.
[0012] Gemäß einer ganz besonderen Ausführungsform sind in der flüssigen Phase zwischen
4 und 10 Gew.-%, insbesondere zwischen 5,3 und 8 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der
einzelnen flüssigen Phase) Polyalkylenglycole, insbesondere solche der Formel (i)
mit den vorstehend genannten Resten, mit einem mittleren Molekulargewicht zwischen
ca. 1500 und ca. 8000, insbesondere zwischen ca. 2000 und ca. 6000, insbesondere zwischen
ca. 3000 und ca. 4500, enthalten. Insbesondere sind Polyethylenglykole, insbesondere
Polyethylenglycole mit einem mittleren Molekulargewicht um ca. 4000 (INCI: PEG 4000),
in der genannten Menge enthalten. Darüber hinaus können andere Polyethylenglykole
mit anderen Molekulargewichten enthalten sein.
[0013] Insbesondere in Reinigungsmitteln, insbesondere in solchen, die nur geringe Mengen
Phosphat enthalten bzw. die im Wesentlichen frei von Phosphaten sind, müssen zusätzlich
zu den phosphathaltigen und/oder phosphatfreien Buildern auch Cobuilder eingesetzt
werden, um eine ausreichend hohe Komplexierung von zweiwertigen Kationen aus dem verwendeten
Spülwasser, in der Regel ortsübliches Leitungswasser, zu gewährleisten, die ansonsten
auf dem Geschirr Beläge hinterlassen.
[0014] Polymere, polycarboxylathaltige Cobuilder werden in der Regel als wässrige Zubereitungen
vermarktet. In wässrigen Maschinengeschirrspülmitteln werden sie daher in der Regel
direkt in die wässrigen Reinigungsmittel formuliert. Sollen sie in festen Formulierungen
eingesetzt werden, müssen sie erst zeit- und energieaufwendig getrocknet und anschließend
als Granulat formuliert werden. Dann sind sie insbesondere geeignet für feste, insbesondere
granuläre Produkte.
[0015] Für den Einsatz in flüssigen, im wesentlichen wasserfreien oder nicht wässrigen Reinigungsmitteln,
insbesondere in Maschinengeschirrspülmitteln, sind die wässrigen Zubereitungen der
Cobuilder aufgrund des hohen Wassereintrags nicht geeignet.
[0016] In einem mehrphasigen vorportionierten Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel,
welches mindestens eine feste und eine flüssige Phase enthält, welches in Bezug auf
die Dimensionen der Dosierkammer in Geschirrspülern optimiert ist,
[0017] Will man polymere Polycarboxylathaltige Komponenten und/oder Sulfonsäuregruppenhaltige
Polymere in flüssigen Reinigungsmitteln, insbesondere flüssigen Maschinengeschirrspülmitteln,
einsetzen, die im Wesentlichen frei von Wasser sind, müssen die festen Komponenten
in einer organischen Matrix fein verteilt (als Dispersion) vorliegen und auch lagerstabil
in der Dispersion verbleiben und dürfen nicht sedimentieren. Am besten wird in solche
flüssigen Formulierungen, die im Wesentlichen frei von Wasser sind, die getrockneten
(vom Wasser befreiten) Polycarboxylathaltige Komponente und/oder die Sulfonsäuregruppenhaltige
Polymere in fein gemahlener Form eingesetzt.
[0018] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel,
enthält insgesamt zwischen 0,5 Gew.-% und 30 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 20 Gew.-%, insbesondere
2 bis 10 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels) polymere oder co-polymere
Polycarboxylate oder Sulfonsäuregruppen-haltige Polymere.
Insbesondere enthält es insgesamt zwischen 0,5 Gew.-% und 30 Gew.-%, bevorzugt 1 bis
20 Gew.-%, insbesondere 2 bis 10 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels)
(co-)polymere Polycarboxylate und Sulfonsäuregruppen-haltige Polymere.
Die feste Phase (bzw. die festen Phasen) des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels insbesondere
Maschinengeschirrspülmittel, enthält weniger als 10 Gew.-%, bevorzugt weniger als
5 Gew.-%, insbesondere weniger als 3 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der festen Phase),
polymere oder co-polymere Polycarboxylate enthält.
Die feste Phase (bzw. die festen Phasen) des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels insbesondere
Maschinengeschirrspülmittel, enthält weniger als 10 Gew.-%, bevorzugt weniger als
5 Gew.-%, insbesondere weniger als 3 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der festen Phase),
Sulfonsäuregruppen-haltige Polymere enthält.
Bevorzugt enthält die feste Phase (bzw. die festen Phasen) des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
insbesondere Maschinengeschirrspülmittel, weniger als 10 Gew.-%, bevorzugt weniger
als 5 Gew.-%, insbesondere weniger als 3 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der festen
Phase), polymere oder co-polymere Polycarboxylate und Sulfonsäuregruppen-haltige Polymere.
[0019] Die polymere oder copoylmeren Polycarboxylate sind erfindungsgemäß als Builder geeignet,
dies sind beispielsweise die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure,
beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol. Das
Polyacrylat bzw. die Polyacrylate werden hier insbesondere in einer getrockneten,
besonders bevorzugt in einer getrockneten und granulierten (festen) Form eingesetzt,
wobei diese optional zusätzlich vermahlen sein kann.
[0020] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 1000 bis 20000, insbesondere 2000 bis 10000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen
Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen
von 2000 bis 10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen,
bevorzugt sein.
[0021] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise
20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.
[0022] Nicht als polymere Polycarboxylate im Sinne der Erfindung sind Polycarbonsäuren (Carbonsäuren
mit mehr als einer Carboxylatfunktion) in monomerer Form aufzufassen.
Insbesondere sind nicht darunter solche Polycarbonsäuren zu verstehen, wie sie weiter
unten als organische Co-builder eingehend beschrieben sind und erfindungsgemäß sowohl
in der/den flüssigen Phase(n) als auch der/den festen Phase(n) enthalten sein können
(d.h. sie sind bei den für polymere Polycarboxylate genannten Mengenangaben nicht
umfasst und werden für die Mengenbeschränkungen somit nicht berücksichtigt).
[0023] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel können ferner ein sulfonsäuregruppen-haltige
Polymere (im weiteren auch als Sulfopolymer bezeichnet, enthalten. Der Gewichtsanteil
des Sulfopolymers am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels beträgt
vorzugsweise von 0,1 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 0,5 bis 18 Gew.-%, bevorzugt
1,0 bis 15 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 2,0 bis 14 Gew.-%, insbesondere von 4
bis 14 Gew.-%, vor allem von 4,5 bis 12 Gew.-%. Das Sulfopolymer wird hier insbesondere
in einer getrockneten, besonders bevorzugt in einer getrockneten und granulierten
(festen) Form eingesetzt, wobei diese optional zusätzlich vermahlen sein kann.
Als Sulfopolymer wird vorzugsweise ein copolymeres Polysulfonat, beispielsweise ein
hydrophob modifiziertes copolymeres Polysulfonat, eingesetzt.
[0024] Die Copolymere können zwei, drei, vier oder mehr unterschiedliche Monomereinheiten
aufweisen.
[0025] Bevorzugte copolymere Polysulfonate enthalten neben Sulfonsäuregruppen-haltigem(n)
Monomer(en) wenigstens ein Monomer aus der Gruppe der ungesättigten Carbonsäuren.
[0026] Als ungesättigte Carbonsäure(n) wird/werden mit besonderem Vorzug ungesättigte Carbonsäuren
der Formel R
1(R
2)C=C(R
3)COOH eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, - CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit -NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder
für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
[0027] Besonders bevorzugte ungesättigte Carbonsäuren sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure,
alpha-Chloroacrylsäure, alpha-Cyanoacrylsäure, Crotonsäure, alpha-Phenyl-Acrylsäure,
Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Methylenmalonsäure,
Sorbinsäure, Zimtsäure oder deren Mischungen. Einsetzbar sind selbstverständlich auch
die ungesättigten Dicarbonsäuren.
[0028] Bei den Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sind solche der Formel
R
5(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H
bevorzugt, in der R
5 bis R
7 unabhängig voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit - NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste oder für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional vorhandene Spacergruppe
steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0029] Unter diesen Monomeren bevorzugt sind solche der Formeln
H
2C=CH-X-SO
3H
H
2C=C(CH
3)-X-SO
3H
HO
3S-X-(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H,
in denen R
6 und R
7 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH
3, -CH
2CH
3, - CH
2CH
2CH
3 und -CH(CH
3)
2 und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
3)-CH
2-.
[0030] Besonders bevorzugte Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere sind dabei 1-Acrylamido-1-propansulfonsäure,
2-Acrylamido-2-propansulfonsäure, 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure, 2-Methacrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure,
3-Methacrylamido-2-hydroxy-propansulfonsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure,
Allyloxybenzolsulfonsäure, Methallyloxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-(2-propenyloxy)propansulfonsäure,
2-Methyl-2-propen1-sulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Vinylsulfonsäure, 3-Sulfopropylacrylat,
3-Sulfopropylmethacrylat, Sulfomethacrylamid, Sulfomethylmethacrylamid sowie Mischungen
der genannten Säuren oder deren wasserlösliche Salze.
[0031] In den Polymeren können die Sulfonsäuregruppen ganz oder teilweise in neutralisierter
Form vorliegen, d.h. dass das acide Wasserstoffatom der Sulfonsäuregruppe in einigen
oder allen Sulfonsäuregruppen gegen Metallionen, vorzugsweise Alkalimetallionen und
insbesondere gegen Natriumionen, ausgetauscht sein kann. Der Einsatz von teil- oder
vollneutralisierten Sulfonsäuregruppen-haltigen Copolymeren ist erfindungsgemäß bevorzugt.
[0032] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Copolymere beträgt
bei Copolymeren, die nur Carbonsäuregruppen-haltige Monomere und Sulfonsäuregruppen-haltige
Monomere enthalten, vorzugsweise jeweils 5 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt beträgt
der Anteil des Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomers 50 bis 90 Gew.-% und der Anteil
des Carbonsäuregruppen-haltigen Monomers 10 bis 50 Gew.-%, die Monomere sind hierbei
vorzugsweise ausgewählt aus den zuvor genannten.
[0033] Die Molmasse der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Sulfo-Copolymere kann variiert
werden, um die Eigenschaften der Polymere dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen.
Bevorzugte Reinigungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere Molmassen
von 2000 bis 200.000 gmol
-1, vorzugsweise von 4000 bis 25.000 gmol
-1 und insbesondere von 5000 bis 15.000 gmol
-1 aufweisen.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die Copolymere neben Carboxylgruppen-haltigem
Monomer und Sulfonsäuregruppen-haltigem Monomer weiterhin wenigstens ein nichtionisches,
vorzugsweise hydrophobes Monomer. Durch den Einsatz dieser hydrophob modifizierten
Polymere konnte insbesondere die Klarspülleistung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel
verbessert werden.
[0035] Anionische Copolymere umfassend Carbonsäuregruppen-haltige Monomere, Sulfonsäuregruppenhaltige
Monomere und nichtionische Monomere, insbesondere hydrophobe Monomere, werden daher
erfindungsgemäß bevorzugt.
[0036] Als nichtionische Monomere werden vorzugsweise Monomere der allgemeinen Formel R
1(R
2)C=C(R
3)-X-R
4 eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3 oder -C2H5 steht, X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt
ist aus -CH
2-, -C(O)O- und -C(O)-NH-, und R
4 für einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen
oder für einen ungesättigten, vorzugsweise aromatischen Rest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
steht.
[0037] Besonders bevorzugte nichtionische Monomere sind Buten, Isobuten, Penten, 3-Methylbuten,
2-Methylbuten, Cyclopenten, Hexen, Hexen-1, 2-Methlypenten-1, 3-Methlypenten-1, Cyclohexen,
Methylcyclopenten, Cyclohepten, Methylcyclohexen, 2,4,4-Trimethylpenten-1, 2,4,4-Trimethylpenten-2,
2,3-Dimethylhexen-1, 2,4-Diemthylhexen-1, 2,5-Dimethlyhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1,
4,4-Dimehtylhexan-1, Ethylcyclohexyn, 1-Octen, alpha-Olefine mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen
wie beispielsweise 1-Decen, 1-Dodecen, 1-Hexadecen, 1-Oktadecen und C22-alpha-Olefin,
2-Styrol, alpha-Methylstyrol, 3-Methylstyrol, 4-Propylstryol, 4-Cyclohexylstyrol,
4-Dodecylstyrol, 2-Ethyl-4-Benzylstyrol, 1-Vinylnaphthalin, 2,Vinylnaphthalin, Acrylsäuremethylester,
Acrylsäureethylester, Acrylsäurepropylester, Acrylsäurebutylester, Acrylsäurepentylester,
Acrylsäurehexylester, Methacrylsäuremethylester, N-(Methyl)acrylamid, Acrylsäure-2-Ethylhexylester,
Methacrylsäure-2-Ethylhexylester, N-(2-Ethylhexyl)acrylamid, Acrylsäureoctylester,
Methacrylsäureoctylester, N-(Octyl)acrylamid, Acrylsäurelaurylester, Methacrylsäurelaurylester,
N-(Lauryl)acrylamid, Acrylsäurestearylester, Methacrylsäurestearylester, N-(Stearyl)acrylamid,
Acrylsäurebehenylester, Methacrylsäurebehenylester und N-(Behenyl)acrylamid oder deren
Mischungen.
[0038] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten hydrophob modifizierten
Copolymere beträgt in Bezug auf das Sulfonsäuregruppen-haltige Monomer, das hydrophobe
Monomer und das Carbonsäuregruppen-haltige Monomer vorzugsweise jeweils 5 bis 80 Gew.-%,
besonders bevorzugt beträgt der Anteil des Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomers und
des hydrophoben Monomers jeweils 5 bis 30 Gew.-% und der Anteil des Carbonsäuregruppen-haltigen
Monomers 60 bis 80 Gew.-%, die Monomere sind hierbei vorzugsweise ausgewählt aus den
zuvor genannten. In der flüssigen Phase sind zwischen 5 Gew.-% und 55 Gew.-%, bevorzugt
10 und 45 Gew.-%, insbesondere 20 und 38 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der flüssigen
Phase) polymere oder co-polymere Polycarboxylate und/oder Sulfonsäuregruppenhaltige
Polymere, insbesondere Acrylsäure und Sulfopolymere enthalten.
[0039] Als organische Cobuilder sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren, Asparaginsäure,
Polyacetale, Dextrine, weitere organische Cobuilder sowie Phosphonate zu nennen. Diese
Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.
[0040] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien
Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger
Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen.
Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft
einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren
und milderen pH-Wertes der maschinellen Geschirrspülmittel. Insbesondere sind hierbei
Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige
Mischungen aus diesen zu nennen.
[0041] Eine weitere bedeutende Klasse der Gerüststoffe stellen Aminocarbonsäuren und/oder
ihre Salze dar. Besonders bevorzugte Vertreter dieser Klasse sind Methylglycindiessigsäure
(MGDA) oder ihre Salze sowie Glutamindiessigsäure (GLDA) oder ihre Salze oder Ethylendiamindiessigsäure
oder ihre Salze (EDDS). Ebenfalls geeignet sind Iminodibernsteinsäure (IDS) und Iminodiessigsäure
(IDA). Aminocarbonsäuren und ihre Salze können zusammen mit den vorgenannten Gerüststoffen,
insbesondere auch mit den phosphatfreien Gerüststoffen eingesetzt werden.
[0042] Insbesondere bevorzugt ist der Einsatz von MGDA bzw. GLDA oder deren Salzen. Dabei
wird insbesondere MGDA eingesetzt. MGDA kann bevorzugt als Granulat, und insbesondere
bevorzugt in der festen Phase eingesetzt werden. Insbesondere bevorzugt sind dabei
solche MGDA-Granulate, die möglichst wenig Wasser enthalten und/oder eine geringe
Hygroskopizität aufweisen.
[0043] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von MGDA oder deren Salzen in einer Gesamtmenge
von 3 bis 50 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels.
[0044] Die Reinigungsmittel können als Gerüststoff insbesondere auch Phosphonate enthalten.
Als Phosphonat-Verbindung wird vorzugsweise ein Hydroxyalkan- und/oder Aminoalkanphosphonat
eingesetzt. Unter den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat
(HEDP) von besonderer Bedeutung. Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat
(EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe
in Frage. Phosphonathaltige Komponenten sind in den Mitteln vorzugsweise in Mengen
von 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,5 bis 8 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, enthalten.
In Bezug auf den Anteil der Phosphonateinheit (unabhängig des Hydroxyalkan- und/oder
Aminoalkan-Anteils) enthalten die erfindungsgemäßen Mittel von 0,01 bis zu 25 Gew.-%,
bevorzugt 5 bis 20 Gew.-% , 8 bis 15 Gew.-% Phosphonat (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels). Erfindungsgemäß sind die Phosphonate bevorzugt in der bzw. den festen
Phasen enthalten.
[0045] "Im Wesentlichen frei von Wasser", wie hierin verwendet, bedeutet, dass eine Zusammensetzung
weniger als 7 Gew.-%, insbesondere weniger als 5 Gew.-%, vorzugsweise kleiner 3 Gew.-%,
besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% Wasser enthält. Der Wassergehalt wie hierin
definiert bezieht sich auf den mittels der Karl Fischer Titration ermittelten Wassergehalt.
[0046] Erfindungsgemäß ist die flüssige Phase gemäß "Im Wesentlichen frei von Wasser", dies
bedeutet, dass die flüssige Phase weniger als 7 Gew.-%, insbesondere weniger als 5
Gew.-%, vorzugsweise kleiner 3 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% Wasser
enthält. Der Wassergehalt wie hierin definiert bezieht sich auf den mittels der Karl
Fischer Titration ermittelten Wassergehalt.
[0047] Insbesondere sind alle flüssigen Phasen und alle festen Phasen des erfindungsgemäßen
Reinigungsmittels "im Wesentlichen frei von Wasser", d.h. jede der einzelnen Phasen
enthält jeweils weniger als 7 Gew.-%, insbesondere weniger als 5 Gew.-%, vorzugsweise
kleiner 3 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% Wasser (jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Phase).
[0048] "Flüssig", wie hierin in Bezug auf das erfindungsgemäße Reinigungsmittel verwendet,
schließt alle fließfähigen Zusammensetzungen ein und erfasst insbesondere auch Gele
und pastöse Zusammensetzungen. Insbesondere schließt der Begriff auch Nicht-Newtonsche
Flüssigkeiten, die eine Fließgrenze besitzen ein.
[0049] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bedeutet 1 oder mehr, beispielsweise 1, 2,
3, 4, 5, oder mehr.
[0050] "fest", wie hierin in Bezug auf das erfindungsgemäße Reinigungsmittel verwendet,
schließt alle festen Zusammensetzungen ein und umfasst insbesondere pulverförmige,
granulierte, amorphe, komprimierte, insbesondere gepresste, tablettierte Zusammensetzungen.
Pulverförmige Zusammensetzungen können dabei auch neben pulverförmigen Bestandteilen
zum Teil auch Granulate enthalten.
[0051] Das Reinigungsmittel liegt in einer wasserlöslichen Verpackung vor.
Die wasserlösliche Verpackung erlaubt dabei eine Portionierung des Reinigungsmittels.
Die Menge an Reinigungsmittel in der Portionspackung beträgt vorzugsweise 5 bis 50
g, besonders bevorzugt 10 bis 30 g, vor allem 15 bis 25 g.
[0052] Bevorzugt handelt es sich dabei um eine Einmalportion, das Reinigungsmittel liegt
dabei bevorzugt in einer ausreichenden Menge zur Durchführung der Reinigung, bei Maschinengeschirrspülmitteln
insbesondere eines Zyklus bzw. eines vollständigen Programmdurchlaufs einer Geschirrspülmaschine),
vor.
[0053] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel umfasst bevorzugt mindestens eine feste, bevorzugt
pulverförmige Phase und mindestens eine flüssige Phase.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die wasserlösliche Verpackung mindestens zwei
oder mehr voneinander räumlich getrennte Kompartimente (Kammern) auf, in die räumlich
getrennt mindestens ein feste, bevorzugt pulverförmige, und mindestens eine flüssige
Phase gefüllt werden.
[0054] Insbesondere geeignet sind Zweikammerbeutel oder Zweikammerformkörper, die eine feste
und eine flüssige Phase in getrennten Kompartimenten enthalten.
[0055] Weiterhin sind besonders Mehrkammerverpackungen (Mehrkammerbeutel bzw. Mehrkammerformkörper)
geeignet,, die in mindestens einem der abgetrennten Kompartimente eine pulverförmige
und in mindestens einem anderen Kompartimente eine flüssige Phase enthalten. Als Phase
wird hier eine Reinigungsmittel(teil-)zusammensetzung verstanden, die in Kombination
mit der bzw. den anderen Phasen ein Reinigungsmittel, insbesondere ein Maschinengeschirrspülmittel
ergibt.
[0056] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel,
kann auch in einer wasserlöslichen Verpackung vorliegen, die insbesondere mehr als
zwei, also beispielsweise drei, vier, fünf oder sechs Kompartimente enthält.
[0057] Bevorzugt enthält die Verpackung zwei, drei oder mehr Kammern (Kompartimente), wobei
ein, zwei oder mehrere diese Kammern mit flüssigen Phasen gefüllt sind, die bevorzugt
voneinander verschieden sind, und insbesondere ein oder mehrere voneinander verschiedene
Inhaltsstoffe aufweisen.
[0058] Bevorzugt sind vorportionierte Reinigungsmittel, bei denen die wasserlösliche Verpackung
zusätzlich zu einer, zwei oder mehr flüssigen Phasen, eine, zwei oder mehr Kammern
(Kompartimente), mit festen Phasen beinhaltet. Wenn zwei oder mehr feste Phasen vorgesehen
sind, ist es bevorzugt, dass diese von unterschiedlicher Zusammensetzung sind und/oder
eine andere feste Form aufweisen.
[0059] Insbesondere bevorzugt sind vorportionierte Reinigungsmittel, die mindestens eine
feste, davon bevorzugt mindestens eine pulverförmige Phase und mindestens eine flüssige
Phase in getrennten Kompartimenten aufweisen.
[0060] Weiterhin bevorzugt sind vorportionierte Reinigungsmittel, die mindestens eine feste,
davon bevorzugt mindestens eine komprimierte Phase und eine flüssige Phase in getrennten
Kompartimenten aufweisen.
[0061] Bevorzugt kann es auch sein, dass das vorportionierten Reinigungsmittel zwei oder
mehr feste Phasen, davon mindestens eine pulverförmige und mindestens eine komprimierte
und mindestens eine, auch zwei, drei oder mehr flüssige Phasen in jeweils getrennten
Kompartimenten aufweist.
[0062] Es ist weiterhin bevorzugt, dass das vorportionierte Reinigungsmittel, insbesondere
in einem Mehrkammerbeutel, eine feste, eine davon unterschiedliche pulverförmige und
zwei flüssige Phasen in jeweils getrennten Kompartimenten enthält.
[0063] Die mindestens eine flüssige Phase in dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel ist
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform im Wesentlichen frei von organischen Komponenten,
welche ein durchschnittliches Molekulargewicht von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von
kleiner als 150 g/mol aufweisen, ist;
Im Wesentlichen frei von organischen Komponenten, welche ein durchschnittliches Molekulargewicht
von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen, bedeutet, dass
in der flüssigen Phase (bei mehreren flüssigen Phasen in jeder einzelnen flüssigen
Phase) jeweils weniger als 5 Gew.-%, bevorzugt weniger als 3 Gew.-% von solchen organischen
Verbindungen enthalten sind, welche ein durchschnittliches Molekulargewicht von kleiner
175 g/mol, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen. Insbesondere soll erfindungsgemäß
die Anwesenheit von üblicherweise kurzkettigen organischen Lösungsmitteln, welche
ein durchschnittliches Molekulargewicht von kleiner 175 g/mol, wie beispielsweise
Dipropylenglykoldimethylether, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen, wie
Decan, Octan, Dipropylenglycole, Glycerin, Propandiole, Monoethanolamin, Diethanolamin
vermieden werden, die besonders stark zu einer Migration zwischen den Kompartimenten
neigen.
[0064] In der (bzw. den flüssigen Phase(n)) sollen die genannten organischen Komponenten,
bevorzugt organischen Lösungsmittel, welche ein durchschnittliches Molekulargewicht
von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen, jeweils nur
zu einem Mengenanteil von weniger als 5 Gew.-%, bevorzugt von weniger als 3 Gew.-%
(jeweils bezogen auf die Zusammensetzung der einzelnen flüssigen Phase) enthalten
sein.
[0065] Der Gesamtanteil der in der flüssigen Phase bzw. den flüssigen Phasen enthaltenen
organischen Komponenten, bevorzugt organischen Lösungsmittel, welche ein durchschnittliches
Molekulargewicht von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen,
beträgt maximal 20 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht der einzelnen flüssigen Phase).
[0066] Umfasst das vorportionierte Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel,
mehrere flüssige Phasen in getrennten Kompartimenten, ist es erfindungsgemäß ganz
besonders bevorzugt, dass jede der flüssigen Phasen im Wesentlichen frei von organischen
Komponenten, welche ein durchschnittliches Molekulargewicht von kleiner 175 g/mol,
bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen, (außer den unter a) genannten) Komponenten
ist, da ansonsten eine Migration der Komponenten zwischen den einzelnen flüssigen
Phasen in den getrennten Kompartimenten erfolgt.
[0067] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die flüssige Phase (sind die flüssigen
Phasen) des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels, insbesondere Maschinengeschirrspülmittels,
im Wesentlichen frei von organischen Komponenten, welche ein durchschnittliches Molekulargewicht
von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von kleiner als 150 g/mol aufweisen und bei 20 °C
und 1 bar flüssig sind.
[0068] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in der flüssigen Phase mindestens ein
nichtionisches Tensid, welches bei 20 °C und 1 bar flüssig vorliegt, bevorzugt in
Mengen zwischen 5 und 60 Gew.-%, insbesondere zwischen 8 und 40 Gew.-%, bevorzugt
zwischen 10 und 30 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der flüssigen Phase) enthalten.
[0069] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in der flüssigen Phase mindestens ein
nichtionisches Tensid, welches bei 20 °C und 1 bar wachsartig oder fest vorliegt,
bevorzugt in Mengen zwischen 5 und 60 Gew.-%, insbesondere zwischen 10 und 50 Gew.-%,
bevorzugt zwischen 15 und 30 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der flüssigen Phase)
enthalten.
[0070] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn mindestens ein nichtionisches Tensid, welches
bei 20 °C und 1 bar flüssig vorliegt, und mindestens ein nichtionisches Tensid, welches
bei 20 °C und 1 bar wachsartig oder fest vorliegt, gemeinsam in den o.g. Mengen eingesetzt
werden.
[0071] Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen vorportionierten Reinigungsmittel, insbesondere
Maschinengeschirrspülmittel, in der flüssigen Phase, in einer der flüssigen Phasen,
insbesondere in allen flüssigen Phasen, zusätzlich
mindestens eine, bevorzugt zwei, drei, vier oder mehr alkoxylierte Komponenten gemäß
Formel I
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6 (Formel I)
wobei
R1 ausgewählt ist aus -H, -CH3, geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten,C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht;
R2, R3, R4, R5,jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH3,-CH2CH3, -CH2CH2CH3, CH(CH3)2, vorzugsweise -H oder -CH3;
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-24-Alkyl- oder -Alkenyl, sowie - CH2CH(OH)R7
mit R7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest;
und
w, x, y, z jeweils unabhängig voneinander Werte von 1 bis 120 annehmen können und
wobei x, y und/oder z =0 sein können,
[0072] Die flüssige Phase bzw. die flüssigen Phasen der erfindungsgemäßen Reinigungsmittel
enthalten mindestens eine Komponente gemäß a).
[0073] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in der flüssigen Phase zusätzlich mindestens
ein Polyalkylenglycol, bevorzugt Polyethylenglycole oder Polypropylenglycole, insbesondere
Polyethylenglycole) mit einem mittleren Molekulargewicht zwischen 150 und 1000, bevorzugt
200 bis 800, insbesondere zwischen 300 und 600, beispielsweise 400 enthalten.
[0074] Besonders bevorzugt ist es, dass das zusätzliche Polyalkylenglycol in einer Menge
von 10 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 15 bis 35 Gew.-%, insbesondere (bezogen auf das
Gewicht der flüssigen n Phase) enthalten ist.
[0075] Insbesondere ist es besonders bevorzugt, wenn die flüssige Phase (die flüssigen Phasen)
mindestens ein Polyalkylenglycol, bevorzugt mindestens ein Polyethylenglycol (PEG)
ist, welches ein mittleren Molekulargewicht zwischen 2000 und 6000 g/mol, insbesondere
ein PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von ca. PEG 4000(INCI: PEG 4000), aufweist.
[0076] Insbesondere bevorzugt ist es, wenn die flüssige Phase (die flüssigen Phasen) ein
PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von ca. 400, insbesondere in Mengen von 15
bis 35 Gew.% und ein PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von ca. 4000, insbesondere
in Mengen von 4 bis 10 Gew.-% (jeweils bezogen auf die Menge in der flüssigen Phase)
aufweisen.
[0077] Unter die o.g. Formel (I) sind auch ein großer Teil der nichtionischen Tenside zu
fassen. Bevorzugt werden schwachschäumende alkoxylierte nichtionische Tenside, vor
allem ethoxylierte, schwachschäumende nichtionische Tenside bevorzugt eingesetzt.
In bevorzugten Ausführungsformen enthalten die maschinellen Geschirrspülmittel nichtionische
Tenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole.
[0078] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Reinigungsmittel
in der flüssigen Phase mindestens ein nichtionisches Tensid, insbesondere ausgewählt
aus Tensiden gemäß Formel (I).
[0079] Bevorzugt einzusetzende Tenside stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside,
insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit
strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen
((PO/EO/PO)-Tenside). Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch
gute Schaumkontrolle aus.
[0080] Als besonders bevorzugte Niotenside werden schwachschäumende Niotenside eingesetzt,
welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten aufweisen. Unter diesen
sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei jeweils eine bis zehn
EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block aus den jeweils anderen
Gruppen folgt. Hier sind nichtionische Tenside der allgemeinen Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; R
2, R
4, R
6 jeweils = -H; jede Gruppe R
3 bzw. R
5 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
[0081] Somit sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C
9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten,
gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten
aufweisen.
[0082] Weitere bevorzugte nichtionische Tenside sind hierbei solche der allgemeinen Formel
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
Mit
- R1 für H oder einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
- R2, R3, R4, R5,jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH3, - CH2CH3, -CH2CH2CH3, CH(CH3)2, vorzugsweise -H oder -CH3;
- R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest;
und
w, x, y und z für Werte zwischen 1 und 120 stehen, wobei x, y und/oder z auch 0 sein
können.
[0083] Mit diesen Tensiden, nachfolgend auch als "Hydroxymischether" bezeichnet, kann die
Reinigungsleistung der erfindungsgemäßen Zubereitungen deutlich verbessert werden
und zwar sowohl im Vergleich zu Tensid-freien System wie auch im Vergleich zu Systemen,
die alternative nichtionischen Tenside, beispielsweise aus der Gruppe der polyalkoxylierten
Fettalkohole enthalten
[0084] Als besonders wirkungsvoll haben sich schließlich die nichtionischen Tenside der
allgemeine Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
Mit
[0085] Zur Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
10-80-2-hydroxyalkylether, insbesondere auch die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
40-80-2-hydroxyalkylether.
[0086] Bevorzugt sind weiterhin auch Tenside der Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
bei denen R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
18 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, y, z=0; R
2 = CH
3, R
3=-H, R
6=einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und w für Werte von 1 und 2 (bei Mischungen solcher
Produkte auch Zahlenwerte zwischen 1 und 2, z.B. 1,5) sowie x für einen Wert von mindestens
15 steht.
[0087] Zur Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise die C
2-26 Fettalkohol-(PO)
1-(EO)
15-40-2-hydroxyalkylether, insbesondere auch die C
8-10 Fettalkohol-(PO)
1-(EO)
22-2-hydroxydecylether.
[0088] Bevorzugt werden weiterhin solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside
der Formel
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
Mit y,z=0 sowie R2=H, R6=-CH2CH(OH)R7
mit R7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw.
mehrfach ungesättigten C6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest;
in der R
1 unabhängig von R
7 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen steht, R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, -CH(CH
3)
2, vorzugsweise jedoch für -CH
3 steht, und w und x unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei
Niotenside mit R
3 = -CH
3 und Werten für w von 15 bis 32 und x von 0 und 2 (bei Mischungen solcher Produkte
auch Zahlenwerte zwischen 0 und 2) ganz besonders bevorzugt sind.
[0089] Gemäß einer besonderen Ausführungsform weisen bei dem Reinigungsmittel, insbesondere
Maschinengeschirrspülmittel, in der flüssigen Phase mindestens eine, bevorzugt mindestens
zwei, insbesondere mindestens drei der Komponenten gemäß a) einen Schmelzpunkt (bei
1 bar) von ≤ 30 °C, bevorzugt ≤ 25° C, insbesondere ≤ 20°C auf.
[0090] Insbesondere sind somit Polyethylenglycole mit einem mittleren Molekulargewicht von
180 bis 600, sowie nichtionische Tenside der allgemeinen Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-20-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; R
2, R
4, R
6 jeweils = -H; R
3, R
5 =CH
3 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
Bevorzugt können zu einer der beiden oder beiden o.g. Komponenten mit einem Schmelzpunkt
von ≤ 30 °C, bevorzugt ≤ 25° C, insbesondere ≤ 20°C (bei 1 bar) zusätzlich noch anderen
Komponenten gemäß a) enthalten sein, die einen höheren Schmelzpunkt aufweisen, insbesondere
mindestens einer der oben als besonders bevorzugt genannten ethoxylierten Hydroxymischether.
[0091] Die flüssige Phase bzw. die flüssigen Phasen des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
enthalten vorzugsweise zusätzlich mindestens ein nichtionisches Tensid, bevorzugt
eines welches ebenfalls eine Komponente nach a) gemäß Formel I darstellt.
[0092] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist in der flüssigen Phase als
eine der Komponente gemäß a) eine Komponente gemäß Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist.
[0093] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist mindestens ein nichtionisches Tensid
ausgewählt aus solchen nichtionischen Tensiden, die bei 20 °C und 1 bar flüssig vorliegt.
Besonders bevorzugt sind dabei beispielsweise die vorstehend genannten bevorzugten
Fettalkoholalkoxylate, bevorzugt sind diese in Mengen zwischen 5 und 60 Gew.-%, insbesondere
zwischen 8 und 40 Gew.-%, bevorzugt zwischen 10 und 30 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht
der flüssigen Phase) enthalten.
[0094] Diese Komponenten gemäß a) sind insbesondere vorteilhaft, da sie (ggf. zusätzlich
zu flüssigen Polyalkylenglycolen) eine Grundlage für die flüssige Phase liefern können,
ohne dass dabei organische Komponenten, insbesondere organische Lösungsmittel, welche
ein durchschnittliches Molekulargewicht von kleiner 175 g/mol, bevorzugt von kleiner
als 150 g/mol aufweisen, verwendet werden müssen.
[0095] Besonders bevorzugt ist es hierbei, wenn zusätzlich ein Polyalkylenglycol, bevorzugt
mindestens ein Polyethylenglycol ist, welches ein mittleres Molekulargewicht zwischen
300 und 4000 g/mol aufweist, eingesetzt wird.
[0096] Insbesondere bevorzugt ist es, wenn die flüssige Phase (die flüssigen Phasen) ein
PEG mit einem mittleren Molekulargewicht von ca. 400 (INCI: PEG 400) und ein PEG mit
einem mittleren Molekulargewicht von ca. 4000 (INCI: PEG 4000) aufweisen.
[0097] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn hierbei zusätzlich zu den vorstehend genannten
Komponenten als weitere Komponente gemäß a) eingesetzt wird mindestens ein ethoxylierter
Hydroxymischether der Formel (I)
R
1-O-(CH
2-CH(R
2)-O)
w-(CH
2-CH(R
3)-O)
x-(CH
2-CH(R
4)-O)
y-(CH
2-CH(R
5)-O)
z-R
6
Mit
[0098] Besonders bevorzugt sind dabei insbesondere die C
4-22 Fettatkohot-(EO)
10-80-2-hydroxyatkytether, insbesondere auch die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
40-80-2-hydroxyalkylether.
[0099] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist in der flüssigen Phase mindestens
ein nichtionisches Tensid, welches bei 20 °C und 1 bar wachsartig oder fest vorliegt,
enthalten. Insbesondere geeignet sind die hier vorstehend spezifizierten Fettalkoholhydroxymischether.
Bevorzugt werden diese in Mengen zwischen 5 und 60 Gew.-%, insbesondere zwischen 10
und 50 Gew.-%, bevorzugt zwischen 15 und 30 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der flüssigen
Phase) eingesetzt.
[0100] Hierbei ist es bevorzugt, dass die Menge aller dabei als bevorzugt genannten Komponenten
gemäß a) in der flüssigen Phase zwischen 10 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20 bis
70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0101] Bei allen vorstehend genannten Ausführungsformen, insbesondere den besonders hervorgehobenen
Kombinationen, ist es bevorzugt, dass die Menge aller dabei genannten Komponenten
gemäß a) in der flüssigen Phase zwischen 10 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20 bis
70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0102] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase (mindestens
eine der flüssigen Phase, ggf. alle flüssigen Phasen) jeweils bezogen auf das jeweilige
Gesamtgewicht der (einzelnen) flüssigen Phase:
0- 40 Gew.-% mindestens einer Komponente gemäß Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist,
0-40 Gew.-% mindestens eines ethoxylierter Hydroxymischethers der Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
mit
∘ R1 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
∘ R2=H,
∘ R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R
7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest; und
- w=1 bis 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 15 bis 40; und x,y,z=0 ist.
Und
2-12 Gew.-% Polyalkylenglycole, bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren Molekulargewicht
zwischen 1500 und 8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere zwischen
3000 und 4500, enthalten ist.
[0103] Dabei ist es bevorzugt, dass die Menge aller der vorstehend als bevorzugt genannten
Komponenten in der flüssigen Phase zwischen 15 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20
bis 70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0104] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase (mindestens
eine der flüssigen Phase, ggf. alle flüssigen Phasen) jeweils bezogen auf das jeweilige
Gesamtgewicht der (einzelnen) flüssigen Phase:
0 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens einer Komponente gemäß Formel
(I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist,
0 bis 40 Gew.-% , bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% mindestens eines ethoxylierter Hydroxymischethers
der Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
mit
∘ R1 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
∘ R2=H,
∘ R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R
7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest; und
- w=1 bis 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 15 bis 40; und x,y,z=0 ist.
und
4-10 Gew.-% Polyalkylenglycole bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren Molekulargewicht
zwischen 1500 und 8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere zwischen
3000 und 4500, enthalten ist.
[0105] Dabei ist es bevorzugt, dass die Menge aller der vorstehend als bevorzugt genannten
Komponenten in der flüssigen Phase zwischen 15 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20
bis 70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0106] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase (mindestens
eine der flüssigen Phase, ggf. alle flüssigen Phasen) jeweils bezogen auf das jeweilige
Gesamtgewicht der (einzelnen) flüssigen Phase:
0 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens einer Komponente gemäß Formel
(I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist,
0 bis 40 Gew.-% , bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens eines ethoxylierter Hydroxymischethers
der Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
mit
∘ R1 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
∘ R2=H,
∘ R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R
7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest; und
- w=1 bis 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 15 bis 40; und x,y,z=0 ist.
und
5,3 -8 Gew.-% Polyalkylenglycole, bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 1500 und 8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere
zwischen 3000 und 4500, enthalten ist.
[0107] Dabei ist es bevorzugt, dass die Menge aller der vorstehend als bevorzugt genannten
Komponenten in der flüssigen Phase zwischen 15 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20
bis 70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0108] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase (mindestens
eine der flüssigen Phase, ggf. alle flüssigen Phasen) jeweils bezogen auf das jeweilige
Gesamtgewicht der (einzelnen) flüssigen Phase:
0 bis 40 Gew.-% , bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens einer Komponente gemäß Formel
(I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist,
0 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens eines ethoxylierter Hydroxymischethers
der Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
mit
∘ R1 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
∘ R2=H,
∘ R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R
7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest; und
- w=1 bis 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 15 bis 40; und x,y,z=0 ist.
und
5 bis30 Gew.% Polyethylenglycole bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 300 und 600 g/mol sowie
2 bis 12 Gew.-% Polyalkylenglycole, bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 1500 und 8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere
zwischen 3000 und 4500, aufweist.
[0109] Dabei ist es bevorzugt, dass die Menge aller der vorstehend als bevorzugt genannten
Komponenten in der flüssigen Phase zwischen 15 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20
bis 70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0110] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase (mindestens
eine der flüssigen Phase, ggf. alle flüssigen Phasen) jeweils bezogen auf das jeweilige
Gesamtgewicht der (einzelnen) flüssigen Phase:
0 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens einer Komponente gemäß Formel
(I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
wobei
R1 ausgewählt ist aus geradkettigen oder verzweigten, gesättigten C8-16-Alkylresten;
R2 und R4 gleich -H, R3 und R5 gleich -CH3 sind,
R6 ausgewählt ist aus -H, -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2-CH2-CH2CH3, -CH2CH(CH3)2, -C(CH3)3, C5-20-Alkyl (linear oder verzweigt),
und unabhängig voneinander ausgewählt sind
w = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
x = 1 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, insbesondere 2 bis 3;
y = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3;
z = 0 bis 6, bevorzugt 1,5 bis 4,5, 2 bis 3, enthalten ist,
0 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-%, mindestens eines ethoxylierter Hydroxymischethers
der Formel (I)
R1-O-(CH2-CH(R2)-O)w-(CH2-CH(R3)-O)x-(CH2-CH(R4)-O)y-(CH2-CH(R5)-O)z-R6
mit
∘ R1 für einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht;
∘ R2=H,
∘ R6 ausgewählt ist aus -CH2CH(OH)R7
mit R
7 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-26-Alkyl- oder-Alkenylrest; und
- w=1 bis 120, vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 15 bis 40; und x,y,z=0 ist.
und
5 bis 30 Gew.% Polyalkylenglycole, bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 300 und 600 g/mol sowie
4 bis 10 Gew.-% Polyalkylenglycole bevorzugt Polyethylenglykol, mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 1500 und 8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere
zwischen 3000 und 4500, aufweist.
[0111] Dabei ist es bevorzugt, dass die Menge aller der als bevorzugt genannten Komponenten
gemäß a) in der flüssigen Phase zwischen 10 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20 bis
70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0112] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann in der flüssigen Phase (den flüssigen Phasen)
zusätzlich ein endgruppenverschlossenes nichtionisches Tensid gemäß Formel II
R
8O[CH
2CH(R
9)O]
h[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
10,
enthalten sein, insbesondere poly(oxyalkylierten) Niotenside der Formel II
in der R
8 und R
10 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R
9 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder
2-Methyl-2-Butylrest steht, h für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen
1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert h ≥ 2 ist, kann jedes
R
9 in der oben stehenden Formel
R
8O[CH
2CH(R
9)O]
h[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
10 unterschiedlich sein. R
8 und R
10 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste
mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R
9 sind H, -CH
3 oder -CH
2CH
3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für h liegen im Bereich von 1 bis
20, insbesondere von 6 bis 15.
[0113] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R
9 in der oben stehenden Formel unterschiedlich sein, falls h ≥ 2 ist. Hierdurch kann
die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht h beispielsweise
für 3, kann der Rest R
9 ausgewählt werden, um Ethylenoxid- (R
9 = H) oder Propylenoxid- (R
9 = CH
3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise
(EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO).
Der Wert 3 für h ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer
sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden h-Werten zunimmt und beispielsweise
eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen
einschließt, oder umgekehrt.
[0114] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der oben
stehenden Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende
Formel zu R
8O[CH
2CH(R
9)O]
hCH
2CH(OH)CH
2OR
10 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R
8, R
10 und R
9 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20
und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste
R
8 und R
10 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R
9 für H steht und h Werte von 6 bis 15 annimmt.
[0115] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt die Menge aller Komponenten
gemäß a) in der flüssigen Phase zwischen 10 bis 80 Gew.-%, bevorzugt zwischen 20 bis
70 Gew.-% (jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Phase) beträgt.
[0116] Das Verhältnis des Gewichts von ein oder mehreren festen Phasen (von denen bevorzugt
mindestens eine feste Phase pulverförmig ist, (bei mehreren festen/pulverförmigen
Phasen das Gesamtgewicht aller festen und pulverförmigen Phasen) zu dem Gewicht ein
oder mehreren flüssiger Phasen (bei mehreren flüssigen Phasen ist erfindungsgemäß
bevorzugt 1:10 bis 10:1, insbesondere bevorzugt 1:5 bis 5:1, ganz besonders bevorzugt
4:1 bis 1:2.
[0117] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel,
im Wesentlichen frei von anionischen Tensiden,
Im Wesentlichen frei von anionischen Tensiden, wie hierin verwendet, bedeutet, dass
eine Zusammensetzung weniger als 7 Gew.-%, bevorzugt weniger als 5 Gew.-%, insbesondere
weniger als 3 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt weniger als 1 Gew.-% , insbesondere
bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% anionisches Tensid (bezogen auf das Gesamtgewicht
des Mittels) enthält.
[0118] Die wasserlösliche Umhüllung des Reinigungsmittels, der Verpackung, wird vorzugsweise
aus einem wasserlöslichen Folienmaterial, welches ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus Polymeren oder Polymergemischen, gebildet. Die Umhüllung kann aus einer oder aus
zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche
Folienmaterial der ersten Lage und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich
oder unterschiedlich sein. Besonders bevorzugt sind Folien, die beispielsweise zu
Verpackungen wie Schläuchen oder Kissen verklebt und/oder versiegelt werden können,
nachdem sie mit einem Mittel befüllt wurden.
[0119] Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält. Wasserlösliche Umhüllungen, die Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthalten, weisen eine gute Stabilität bei einer ausreichend hohen Wasserlöslichkeit,
insbesondere Kaltwasserlöslichkeit, auf.
[0120] Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren
bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen
Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1.000.000 gmol
-1, vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol
-1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmol
-1 liegt.
[0121] Die Herstellung von Polyvinylalkohol geschieht üblicherweise durch Hydrolyse von
Polyvinylacetat, da der direkte Syntheseweg nicht möglich ist. Ähnliches gilt für
Polyvinylalkoholcopolymere, die aus entsprechend aus Polyvinylacetatcopolymeren hergestellt
werden. Bevorzugt ist, wenn wenigstens eine Lage der wasserlöslichen Umhüllung einen
Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis
90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0122] Einem zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetem Polyvinylalkohol-enthaltendem
Folienmaterial kann zusätzlich ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend (Meth)Acrylsäure-haltige
(Co)Polymere, Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane,
Polyester, Polyether, Polymilchsäure oder Mischungen der vorstehenden Polymere zugesetzt
sein. Ein bevorzugtes zusätzliches Polymer sind Polymilchsäuren.
[0123] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren
als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist.
[0124] Ebenfalls bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine
ethylenisch ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt
enthalten solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder Mischungen daraus.
[0125] Es kann bevorzugt sein, dass das Folienmaterial weitere Zusatzstoffe enthält. Das
Folienmaterial kann beispielsweise Weichmacher wie Dipropylenglycol, Ethylenglycol,
Diethylenglycol, Propylenglycol, Glycerin, Sorbitol, Mannitol oder Mischungen daraus
enthalten. Weitere Zusatzstoffe umfassen beispielsweise Freisetzungshilfen, Füllmittel,
Vernetzungsmittel, Tenside, Antioxidationsmittel, UV-Absorber, Antiblockmittel, Antiklebemittel
oder Mischungen daraus.
[0126] Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den wasserlöslichen Umhüllungen der
wasserlöslichen Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der Firma MonoSol
LLC beispielsweise unter der Bezeichnung M8630, C8400 oder M8900 vertrieben werden.
Andere geeignete Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon®
GA, Solublon® KC oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien
VF-HP von Kuraray.
[0127] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel können als Geschirrspülmittel, insbesondere
maschinelle Geschirrspülmittel verwendet werden. Die entsprechende Verwendung ist
ebenfalls Gegenstand der Erfindung. Ebenso betrifft die Erfindung ein Geschirrspülverfahren,
insbesondere maschinelles Geschirrspülverfahren, bei welchem ein Reinigungsmittel
gemäß der Erfindung eingesetzt wird.
[0128] Bei den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln handelt es sich vorzugsweise um ein Geschirrspülmittel,
insbesondere um ein maschinelles Geschirrspülmittel.
[0129] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße vorportionierte
Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel, im Wesentlichen frei von
Phosphaten ist.
[0130] Im Wesentlichen frei von Phosphaten bedeutet, dass das gesamte Reinigungsmittel,
welches sich aus der Addition aller Phasen (bzw. aller Inhaltsstoffe aller Kompartimente)
ergibt, bevorzugt im Wesentlichen frei von phosphathaltigen Komponenten ist. Als Phosphate
oder auch phosphathaltige Komponenten im Sinne der vorliegenden Erfindung sind insbesondere
Phosphate, Polyphosphate und Pyrophosphate anzusehen. Phosphonate oder Hexafluorophosphat
sind aber nicht von diesem Begriff umfasst. Das gesamte Reinigungsmittel enthält somit
weniger als 1 Gew.-%, bevorzugt 0,5 Gew.-% , Phosphat bezogen auf das Gesamtgewicht
des Reinigungsmittels (d.h. des Gesamtgewichts aller Phasen (d.h. aller flüssigen
und festen Phasen).
[0131] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, insbesondere Maschinengeschirrspülmittel
enthalten Gerüststoffe, wie beispielsweise Zeolithe, Silikate, Carbonate, insbesondere
die Alkalicarbonate, beispielsweise Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat oder
Natriumsesquicarbonat, und organische Cobuilder.
[0132] Als Silikate kommen insbesondere kristalline schichtförmige Silikate der allgemeinen
Formel NaMSi
xO
2x+1 · y H
2O, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9 bis 22, vorzugsweise
von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, und y für
eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht, in Betracht. Einsetzbar sind
auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
[0133] In bevorzugten Reinigungsmitteln wird der Gehalt an Silikaten, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Reinigungsmittels, auf Mengen unterhalb 10 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-%.
[0134] In verschiedenen Ausführungsformen liegt der pH-Wert einer wässrigen Lösung bei 20°
C, enthaltend 10 Gew.-% des gesamten Reinigungsmittels, in einem Bereich von 7 bis
14, insbesondere größer 7, insbesondere in einem Bereich von 8 bis 13, vorzugsweise
9 bis 12.
[0135] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten vorzugsweise mindestens einen weiteren Bestandteil,
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus kationischen und amphoteren Tensiden,
Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, Enzymen, Verdickern, Sequestrierungsmitteln,
Elektrolyten, Korrosionsinhibitoren, insbesondere Silberschutzmitteln, Glaskorrosionsinhibitoren,
Schauminhibitoren, Farbstoffen, Duftstoffen, Bitterstoffen, und antimikrobiellen Wirkstoffen.
[0136] In den Reinigungsmitteln, bevorzugt Geschirrspülmitteln, insbesondere maschinellen
Geschirrspülmitteln können ferner Bleichmittel eingesetzt werden. Unter den als Bleichmittel
dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumpercarbonat, das Natriumperborattetrahydrat
und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel
sind beispielsweise Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Einsetzbar sind außerdem alle weiteren
dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten anorganischen oder organischen Peroxybleichmittel.
[0137] Als Bleichmittel können auch Chlor oder Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden.
Unter den geeigneten Chlor oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise
heterozyklische N-Brom- und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure,
Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit
Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-5,5-dimethylhydanthoin
sind ebenfalls geeignet.
[0138] Es werden Reinigungsmittel, bevorzugt Geschirrspülmittel, insbesondere maschinelle
Geschirrspülmittel bevorzugt, die 1 bis 35 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 30 Gew.-%,
besonders bevorzugt 3,5 bis 25 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 4,0 bis 20 Gew.-%
und insbesondere 5 bis 18 Gew.-% (bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels)
Bleichmittel, vorzugsweise Natriumpercarbonat, enthalten.
[0139] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist in der festen Phase Bleichmittel,
bevorzugt in einer Menge von 5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 20 Gew.-% (bezogen
auf das Gesamtgewicht der festen Phasen) enthalten.
[0140] Ferner können die Reinigungsmittel, bevorzugt Geschirrspülmittel, insbesondere maschinellen
Geschirrspülmittel Bleichkatalysatoren enthalten. Die einsetzbaren Bleichkatalysatoren
schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf die Gruppe der bleichverstärkenden Übergangsmetallsalze
und Übergangsmetallkomplexe, vorzugsweise der Mn-, Fe-, Co-, Ru - oder Mo-Komplexe,
besonders bevorzugt aus der Gruppe der Mangan und/oder Cobaltsalze und/oder -komplexe,
insbesondere der Cobalt(ammin)-Komplexe, der Cobalt(acetat)-Komplexe, der Cobalt(Carbonyl)-Komplexe,
der Chloride des Cobalts oder Mangans, des Mangansulfats und der Komplexe des Mangans
mit 1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan (Mn
3-TACN) oder 1,2,4,7-tetramethyl-1,4,7-tri-azacyclononan (Mn
4-TACN).
[0141] Es werden Reinigungsmittel, bevorzugt Geschirrspülmittel, insbesondere maschinelle
Geschirrspülmittel bevorzugt, die 0,001 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gew.-%
(jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels) Bleichkatalysator, vorzugsweise
einen Mn-Komplex, insbesondere einen Komplex des Mangans mit 1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan
(Mn
3-TACN) oder 1,2,4,7-tetramethyl-1,4,7-tri-azacyclononan (Mn
4-TACN), enthalten.
[0142] In verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung enthalten die Reinigungsmittel,
bevorzugt Geschirrspülmittel, insbesondere maschinellen Geschirrspülmittel zusätzlich
mindestens einen Bleichaktivator. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter
Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10
C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
ergeben, eingesetzt werden. Von allen dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten
Bleichaktivatoren werden mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin
(TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide,
insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere
n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS) besonders bevorzugt
eingesetzt. Auch Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt
werden. Diese Bleichaktivatoren werden vorzugsweise in Mengen bis 10 Gew.-%, insbesondere
0,1 Gew.-% bis 8 Gew.-%, besonders 2 bis 8 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 6
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittel, eingesetzt.
[0143] Das Bleichmittel sowie Bleichkatalysatoren und/oder Bleichaktivatoren sind bevorzugt
in der/den festen Phasen enthalten.
[0144] Geeignete Amphotenside sind beispielsweise Betaine der Formel (R
iii)(R
iv)(R
v)N
+CH
2COO
-, in der R
iii einen gegebenenfalls durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochenen Alkylrest
mit 8 bis 25, vorzugsweise 10 bis 21 Kohlenstoffatomen und R
iv sowie R
v gleichartige oder verschiedene Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
insbesondere C
10-C
18-Alkyl-dimethylcarboxymethylbetain und C
11-C
17-Alkylamidopropyl-dimethylcarboxymethylbetain.
[0145] Geeignete Kationtenside sind u.a. die quartären Ammoniumverbindungen der Formel (R
vi)(R
vii)(R
viii)(R
ix)N
+ X
-, in der R
vi bis R
ix für vier gleich- oder verschiedenartige, insbesondere zwei lang- und zwei kurzkettige,
Alkylreste und X
- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen, beispielsweise Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid,
Alkyl-benzyl-didecyl-ammoniumchlorid und deren Mischungen. Weitere geeignete kationische
Tenside sind die quaternären oberflächenaktiven Verbindungen, insbesondere mit einer
Sulfonium-, Phosphonium-, Jodonium- oder Arsoniumgruppe, die auch als antimikrobielle
Wirkstoffe bekannt sind. Durch den Einsatz von quaternären oberflächenaktiven Verbindungen
mit antimikrobieller Wirkung kann das Mittel mit einer antimikrobiellen Wirkung ausgestaltet
werden bzw. dessen gegebenenfalls aufgrund anderer Inhaltsstoffe bereits vorhandene
antimikrobielle Wirkung verbessert werden.
[0146] Zu den Enzymen gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise deren Gemische.
Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen
Molekülen stehen für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung,
die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Reinigungsmittel enthalten
Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 x 10
-6 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0147] Unter den Proteasen sind solche vom Subtilisin-Typ bevorzugt. Beispiele hierfür sind
die Subtilisine BPN' und Carlsberg sowie deren weiterentwickelte Formen, die Protease
PB92, die Subtilisine 147 und 309, die Alkalische Protease aus Bacillus lentus, Subtilisin
DY und die den Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren Sinne zuzuordnenden
Enzyme Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7.
[0148] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Amylasen sind die α-Amylasen aus Bacillus
licheniformis, aus B. amyloliquefaciens, aus B. stearothermophilus, aus Aspergillus
niger und A. oryzae sowie die für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen
der vorgenannten Amylasen. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus Bacillus
sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase) aus B. agaradherens
(DSM 9948) hervorzuheben.
[0149] Erfindungsgemäß einsetzbar sind weiterhin Lipasen oder Cutinasen, insbesondere wegen
ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivitäten, aber auch, um aus geeigneten Vorstufen in
situ Persäuren zu erzeugen. Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus Humicola
lanuginosa (Thermomyces lanuginosus) erhältlichen, beziehungsweise weiterentwickelten
Lipasen, insbesondere solche mit einem oder mehreren der folgenden Aminosäureaustausche
ausgehend von der genannten Lipase in den Positionen D96L, T213R und/oder N233R, besonders
bevorzugt alle der Austausche D96L, T213R und N233R.
[0150] Weiterhin können Enzyme eingesetzt werden, die unter dem Begriff Hemicellulasen zusammengefasst
werden. Hierzu gehören beispielsweise Mannanasen, Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen),
Pektinesterasen, Xyloglucanasen (=Xylanasen), Pullulanasen und β-Glucanasen.
[0151] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können erfindungsgemäß Oxidoreduktasen, beispielsweise
Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidasen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-,
Glucose- oder Mangan-peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenoloxidasen, Polyphenoloxidasen)
eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders
bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um
die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei
stark unterschiedlichen Redoxpotentialen zwischen den oxidierenden Enzymen und den
Anschmutzungen den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).
[0152] Ein Protein und/oder Enzym kann besonders während der Lagerung gegen Schädigungen
wie beispielsweise Inaktivierung, Denaturierung oder Zerfall etwa durch physikalische
Einflüsse, Oxidation oder proteolytische Spaltung geschützt werden. Bei mikrobieller
Gewinnung der Proteine und/oder Enzyme ist eine Inhibierung der Proteolyse besonders
bevorzugt, insbesondere wenn auch die Mittel Proteasen enthalten. Reinigungsmittel
können zu diesem Zweck Stabilisatoren enthalten; die Bereitstellung derartiger Mittel
stellt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.
[0153] Reinigungsaktive Proteasen und Amylasen werden in der Regel nicht in Form des reinen
Proteins sondern vielmehr in Form stabilisierter, lager- und transportfähiger Zubereitungen
bereitgestellt. Zu diesen vorkonfektionierten Zubereitungen zählen beispielsweise
die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen festen Präparationen
oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise
möglichst konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren oder weiteren Hilfsmitteln
versetzt.
[0154] Alternativ können die Enzyme sowohl für die feste als auch für die flüssige Darreichungsform
verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder
in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
[0155] Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so
dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist.
[0156] Wie aus der vorherigen Ausführungen ersichtlich, bildet das Enzym-Protein nur einen
Bruchteil des Gesamtgewichts üblicher Enzym-Zubereitungen. Erfindungsgemäß bevorzugt
eingesetzte Protease- und Amylase-Zubereitungen enthalten zwischen 0,1 und 40 Gew.-%,
bevorzugt zwischen 0,2 und 30 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen 0,4 und 20 Gew.-%
und insbesondere zwischen 0,8 und 10 Gew.-% des Enzymproteins.
[0157] Bevorzugt werden insbesondere solche Reinigungsmittel, die, jeweils bezogen auf ihr
Gesamtgewicht, 0,1 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere
0,5 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitungen enthalten.
[0158] Bevorzugt sind die Enzyme, insbesondere die Amylase(n) und/oder Protease(n), in (einer)
der festen Phase(n), bevorzugt als Granulat bzw. Granulate, enthalten.
[0159] Als Glaskorrosionsinhibitoren werden Metallsalze, insbesondere Zink- oder Bismuthsalze,
vorzugsweise Zinksalze, insbesondere Zinkacetat, eingesetzt. Als Glaskorrosionsinhibitoren
werden vorzugsweise auch Polyethylenimine und Polyvinylamine, wie beispielsweise unter
dem Namen Lupasol® bzw. Lupamin® von BASF erhältlich, insbesondere nicht alkoxylierte
Polyethylenimine, eingesetzt. Glaskorrosionsinhibitoren sind in erfindungsgemäßen
Mitteln vorzugsweise in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-%, insbesondere in einer Menge
von 0,1 bis 2 Gew.-%, enthalten.
[0160] In verschiedenen Ausführungsformen besitzt das Reinigungsmittel direkt nach der Herstellung
eine Viskosität oberhalb 4000 mPas (Brookfield Viscometer DV-II+Pro, Spindel 25, 30
rpm, 20°C), insbesondere zwischen 5000 und 20000 mPas. Nach der Lagerung kann die
Viskosität höher sein, beispielsweise größer als 20000 mPas, wie zum Beispiel im Bereich
10000-50000 mPas, (Brookfield Viscometer DV-II+Pro, Spindel 25, 5 rpm, 20°C). Es ist
bevorzugt, dass das Mittel bei Raumtemperatur zumindest im Wesentlichen fließfähig
ist.
[0161] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie lagerstabil
sind und selbst nach einem längeren Zeitraum keine Phasentrennung auftritt.
[0162] Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein maschinelles Geschirrspülverfahren,
bei welchem ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel zum Einsatz kommt.
[0163] In noch einem Aspekt betrifft die Erfindung auch die Verwendung des erfindungsgemäßen
Reinigungsmittels als Geschirrspülmittel, insbesondere maschinelles Geschirrspülmittel.
[0164] Ein weiterer Gegenstand ist die Verwendung von Polyalkylenglycolen (insbesondere
wie vorstehend beschrieben) mit einem mittleren Molekulargewicht zwischen 1500 und
8000, insbesondere zwischen 2000 und 6000, insbesondere zwischen 3000 und 4500 zur
Verbesserung der Lagerstabilität von flüssigen wasserarmen Wasch- oder Reinigungsmitteln,
bevorzugt Maschinengeschirrspülmitteln, wie in Anspruch 10 definiert. Die oben genannten
Eigenschaften treffen insbesondere auch auf die erfindungsgemäße Verwendung zu.
Ausführungsbeispiele
[0165] Es wurden die erfindungsgemäße Reinigungsmittelkomponente E1 (E1 gemäß Tabelle 1)
sowie eine entsprechende Vergleichsrezeptur V1 (V1 gemäß Tabellen 1) hergestellt.
Die in den Tabellen angegebenen Mengen sind dabei in Gew.-% Aktivsubstanz. Es wurden
je 5 g der flüssigen Phase (E1 bzw. V1) in einen Beutel aus Polyvinylalkohol eingeschweißt.
Tabelle 1: Rezepturen der flüssigen Phasen (5 g)
| |
E1 |
V1 |
| PEG 400 (Mr=ca. 400) |
17 |
18,1 |
| PEG 4000 (Mr = ca. 4000) |
6 |
- |
| C10--C14 Fettalkoholalkoxylat (10 EO+PO) |
20 |
21,3 |
| C10--C14-Endkappenverschlossenes C8-C10 Fettalkoholethoxylat (18-30 EO) |
20 |
21,3 |
| Methylglycindiessigsäure |
4 |
4,3 |
| Sulfopolymer, (teilneutralisiert) Na-Salz |
24 |
25,5 |
| Polyacrylat, Na-Salz |
8 |
8,5 |
| Parfüm, Farbstoff, Hilfsstoffe, |
1 |
1 |
Tabelle 2: flüssige erfindungsgemäße Rezeptur
| |
E2 |
| PEG 400 (Mr= ca. 400) |
20 |
| PEG 4000 (Mr = ca. 4000) |
6 |
| C10--C14 Fettalkoholalkoxylat (10 EO+PO) |
16 |
| C10--C14-Endkappenverschlossenes C8-C10 Fettalkoholethoxylat (18-30 EO) |
20 |
| Methylglycindiessigsäure |
5 |
| Sulfopolymer, (teilneutralisiert) Na-Salz |
22 |
| Polyacrylat, Na-Salz |
8 |
| Parfüm, Farbstoff, Hilfsstoffe, |
3 |
| Gesamtmenge |
100 |
[0166] Die Vergleichsformulierung zeigt bei Lagerung bei 40°C innerhalb von 4 Wochen eine
sichtbare Phasentrennung, die erfindungsgemäßen Beispiele E1 und E2 sind unter diesen
Bedingungen stabil und weisen eine höhere Farbbrillanz und Viskosität auf.