[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Kontaktanordnung aufweisend einen
ersten Leiterabschnitt sowie einen zweiten Leiterabschnitt mit jeweils einem Anlagebereich,
welche unter Nutzung einer Verspanneinrichtung gegeneinander verspannbar sind, wobei
die Anlagebereiche zueinander kippbeweglich gelagert sind und einer der Anlagebereiche
eine Lagerschale aufweist.
[0002] Eine elektrische Kontaktanordnung ist beispielsweise der Patentschrift
DE 198 03 977 B1 entnehmbar. Dort sind ein erster Leiterabschnitt sowie ein zweiter Leiterabschnitt
jeweils mit einem Anlagebereich versehen, welche drehbeweglich miteinander verbunden
sind. Die Anlagebereiche sind unter Nutzung einer Zentralverschraubung gegeneinander
verspannbar. Die bekannte elektrische Kontaktanordnung ermöglicht es, neben einem
ersten und einem zweiten Leiterabschnitt einen weiteren Leiterabschnitt elektrisch
zu kontaktieren. Nachteilig bei der bekannten elektrischen Kontaktanordnung ist jedoch,
dass für sämtliche miteinander verbundene Leiterabschnitte eine Relativbewegung lediglich
um eine Achse möglich ist.
[0003] Aus den Dokumenten
WO 2008/090214 A1 sowie
US 2006/0205284 A1 geht jeweils eine elektrische Kontaktanordnung vor, die mittels Schraubverbindung
ein lineares Ausrichten und Verbinden zweiter Leiterabschnitte beschreiben. Aus dem
Dokument
CN 102610936 A geht eine weitere Schraubverbindung zweier Elemente hervor. Das Dokument
US 2010/0261361 A1 beschreibt eine federgelagerte elektrische Kontaktierung und Lagerung zweier Leiterabschnitte.
Dem Dokument
US 3,012,798 ist eine elektrische Kontaktanordnung mit einem ersten sowie einem zweiten Leiterabschnitt
entnehmbar. Die Leiterabschnitte weisen jeweils einen Anlagebereich auf, die unter
Nutzung einer Verspanneinrichtung gegeneinander verspannbar sind. Die Anlagebereiche
sind zueinander kippbeweglich gelagert. Als Verspanneinrichtung dient eine Schraubenfeder,
welche die Anlagebereiche unter Nutzung eines Federgehäuses gegeneinander verspannt.
Das Federgehäuse vergrößert die axiale Erstreckung der Kontaktanordnung und kann nicht
ohne weiteres aufgegeben werden. Aus der Patentschrift
CH 652 535 A5 geht eine einstellbare Verbindungsanordnung zweier starrer elektrischer Leiter hervor.
[0004] Somit ergibt sich als Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Kontaktanordnung anzugeben,
welche bei kompakter Bauweise in flexibler Art und Weise justiert werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe einer elektrischen Kontaktanordnung der eingangs
genannten Art durch die technische Merkmale von Anspruch 1 gelöst, dass die Verspanneinrichtung
einen konvex gekrümmten Anlagebereich eines Leiterabschnittes quert, insbesondere
durchsetzt und zwischen erstem und zweitem Leiterabschnitt eine Kontaktvermittlungseinrichtung
angeordnet ist und der konvexe Anlagebereich (5) formkomplementär gekrümmt zu dem
Anlagebereich (4) ist und stirnseitig an einem im Wesentlichen zylindrischen Leiterabschnitt
angeordnet ist und eine Kavität innerhalb eines Leiterabschnitts überspannt, wobei
über die Kavität ein mantelseitiger Zugang zu der Verspanneinrichtung eingerichtet
ist.
[0006] Eine kippbewegliche Lagerung (z. B. angulare, insbesondere rotatorische Bewegbarkeit
an einem Anschlag) von Anlagebereichen der LeiLerabschnitte gestattet es, eine Justierung
der Leiterabschnitte zueinander in instabilem Zustand zuzulassen. Eine kippbewegliche
Lagerung kann beispielsweise durch einen spitzen Anlagebereich, welcher an einem platten
Anlagebereich anliegt, ausgebildet sein. Eine translatorische Bewgung sollte eingeschränkt
werden. Beispielsweise kann eine Anlagefläche gegen eine andere Anlagefläche angepasst
werden. Eine Kippbewegung von Anlagebereichen zueinander ist insbesondere von einem
Kippen von Flächennormalen in flächenhaft erstreckten Anlagebereichen begleitet. Flächennormalen,
die vor einem Kippen eine bestimmte Relativlage, z. B. parallel oder deckungsgleich,
aufweisen, werden mit Einsetzen einer Bewegung ausgelenkt und deren Achsen verkippt.
Dabei ist davon auszugehen, dass eine ausgewählte Flächennormale bei dieser Betrachtung
beibehalten wird und nicht über eine Fläche "wandert". Dabei ist beispielsweise eine
taumelnde Ausrichtung der beiden Leiterabschnitte zueinander möglich. Die Anlagebereiche
sind die Bereiche der Leiterabschnitte, welche einem Berühren und/oder einem elektrischen
Kontaktieren derselben miteinander dienen. Zwischen den Anlagenbereichen ist ein Fügespalt
angeordnet. Bevorzugt ist der Fügespalt verschieden von einer Kippebene angeordnet,
in welche eine Verkippung erfolgt. Der Fügespalt kann beispielsweise im Wesentlichen
quer zu einer Kippebene angeordnet sein. Die Kippebene ist beispielsweise durch die
Lage von Flächennormalen der Anlagebereiche und/oder durch Längsachsen wie z. B. Zylinderachsen
der Leiterabschnitte festgelegt. Leiterabschnitte und Anlagebereiche können einstückig
ausgebildet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Leiterabschnitt sowie
die Anlagebereiche mehrteilig ausgeführt sind, so dass beispielsweise eine günstige
mechanische Widerstandsfähigkeit in den Anlagebereichen erzielbar ist oder beispielsweise
ein reduzierter Übergangswiderstand zwischen den beiden Leiterabschnitten ausgebildet
ist. Die Leiterabschnitte können durch eine kippbewegliche Lagerung der Anlagebereiche
beispielsweise taumelnd zueinander ausgerichtet werden und durch ein Verspannen der
Verspanneinrichtung in bevorzugt stufenloser Winkellage zueinander festgelegt werden.
Dies weist den Vorteil auf, dass verschiedenartigste Lagen der Leiterabschnitte der
elektrischen Kontaktanordnung relativ zueinander erzielbar sind, wobei über die Anlagebereiche
eine Kontaktierung des ersten sowie des zweiten Leiterabschnittes erfolgen kann. Die
Verspanneinrichtung kann die Auslenkung der Leiterabschnitte/der Anlagebereiche relativ
zueinander beschränken. Die Verspanneinrichtung kann beispielsweise als Anschlag dienen,
um eine Bewegung (z. B. Kippen) der Leiterabschnitte/der Anlagebereiche relativ zueinander
zu begrenzen. Bevorzugt kann ein kraftschlüssiges Verspannen der Leiterabschnitte/der
Anlagebereiche erfolgen. Leiterabschnitte sind beispielsweise Teile einer Strombahn,
die einer Übertragung eines elektrischen Stromes dient. Bevorzugt sollte die elektrische
Kontaktanordnung Teil einer Leistungsstrombahn sein, d. h. die Leiterabschnitte können
in Elektroenergieübertragungseinrichtungen bevorzugt im Mittel- und Hochspannungsbereich
zur Leitung eines elektrischen Stromes verwendet werden.
[0007] Erfindungsgemäß ist zwischen erstem und zweitem Leiterabschnitt eine Kontaktvermittlungseinrichtung
angeordnet. Treffen die Anlagebereiche der Leiterabschnitte aufeinander, so ist zwischen
denselben ein Fügespalt gebildet, über welchen hinweg eine elektrische Kontaktierung
der Leiterabschnitte miteinander realisiert werden kann. Die Anlagenbereiche können
dabei mittelbar oder auch unmittelbar aneinander stoßen. Bevorzugt sollte ein unmittelbares
Aneinanderstoßen vorgesehen sein, so dass die zwischen den Leiterabschnitten, beispielsweise
bei einem Verspannen mittels der Verspanneinrichtung auftretenden Kräfte unmittelbar
zwischen den Leiterabschnitten übertragen werden können. Eine Kontaktvermittlungseinrichtung
dient einer elektrischen Überbrückung des Fügespaltes. Die Kontaktvermittlungseinrichtung
kann den Übergangswiderstand reduzieren. Die Kontaktvermittlungseinrichtung kann in
dem Fügespalt angeordnet sein. Als Kontaktvermittlungseinrichtung können beispielsweise
elastisch verformbare Elemente wie Kontaktfinger, Kontaktfedern, Kontaktlamellen oder
andere geeignete reversibel verformbare Kontaktelemente zum Einsatz kommen. Die Kontaktvermittlungseinrichtung
kann den Fügespalt überbrücken. Bevorzugt sollte die Kontaktvermittlungseinrichtung
von Verspannkräften der Verspanneinrichtung freigehalten sein. Die Kontaktvermittlungseinrichtung
kann beispielsweise in einer Ausnehmung in einem oder beiden Anlagebereichen der Leiterelemente
angeordnet sein, so dass die Kontaktvermittlungseinrichtung von Verspannkräften entkoppelt
den Fügespalt überbrückt. Die Kontaktvermittlungseinrichtung kann elastisch verformbar
innerhalb einer Ausnehmung einen Strompfad zwischen den Leiterabschnitten/den Anlagebereichen
ausbilden. Die Kontaktvermittlungseinrichtung kann beispielsweise eine kreisringförmige
Bahn aufweisen, welche im Wesentlichen quer zu von einer Verspanneinrichtung ausgehenden
Verspannkräften verlaufen kann. Damit ist auch bei einem Verkippen der Leiterabschnitte
zueinander die Wahrscheinlichkeit eines möglichst großflächigen Kontaktierens der
Leiterabschnitte/der Anlagebereiche über die Kontaktvermittlungseinrichtung vergrößert.
So kann die Kontaktvermittlungseinrichtung jeweils ringförmig verlaufende Kontaktierungsbereiche
gegenüber jedem der beiden Leiterabschnitte/der Anlagebereiche zur Verfügung stellen.
[0008] Eine Lagerschale ist beispielsweise eine vertiefte Ausnehmung, in welche der Anlagebereich
eines Leiterabschnittes hineinragen und dort abgestützt sein kann. Eine Lagerschale
ist beispielsweise nach innen gekrümmt. Eine Lagerschale bietet in axialer Richtung
einen Anschlag (zur Begrenzung einer axialen Bewegung) und darüber hinaus zumindest
eine Seitenwandung, die einer Aufnahme von Querkräften dient. Eine pfannenartige Lagerschale
zentriert den hineinragenden Anlagebereich am Anschlag. Querkräfte aus verschiedenen
radialen Richtungen werden durch eine Seitenwandung aufgenommen. Mittels einer Lagerschale
können insbesondere formkomplementär ausgeformter Anlagebereiche der Leiterabschnitte
miteinander in Kontakt stehen. Beispielsweise kann die Lagerschale negativ kugelkappenartig
ausgeformt sein, in welche der andere Anlagebereich, welcher beispielsweise formkomplementär
positiv kugelkappenartig ausgeformt ist, hineinragt und sich abstützt. Dadurch ist
ein Verkippen der Leiterabschnitte zueinander in der Lagerschale ermöglicht, wobei
ein im Wesentlichen konstanter Überlappungsbereich der Anlagebereiche der Leiterabschnitte
gegeben ist. Vorteilhafterweise kann in der Lagerschale die Anordnung der Kontaktvermittlungseinrichtung
vorgesehen sein, so dass eine zusätzliche Kontaktvermittlung gegeben ist. Somit ist
die Möglichkeit gegeben, einerseits hohe Kräfte zwischen den Leiterabschnitten über
die Anlagebereiche zu übertragen und dabei eine elektrische Kontaktierung der Leiterabschnitte
in vorteilhafter Weise durchführen zu können. Eine pfannenartige Lagerschale kann
beispielsweise auch eine unstetige Formgebung aufweisen. So kann die Lagerschale beispielsweise
auch kegelstumpfförmig ausgeformt sein. An dieser kegelstumpfförmigen Lagerschale
kann beispielsweise ein kugelkappenförmiger Anlagebereich anliegen. In diesem Falle
ist ein ringförmiger Kontaktabschnitt zwischen den Anlagebereichen gegeben, so dass
insbesondere in diesem Kontaktabschnitt Anpresskräfte gebündelt übertragen werden
können. Damit ist sichergestellt, dass in diesem ringförmigen Abschnitt ein gezieltes
Überleiten von Kräften zwischen Anlagebereichen vorgenommen werden kann.
[0009] Neben einem Vorsehen einer Lagerschale, welche ein Rotieren bzw. Taumeln um eine
Achse zulässt, kann auch vorgesehen sein, dass die Lagerschale den Fallheitsgrad der
relativen Bewegbarkeit der Leiterabschnitt zueinander einschränkt. So kann ein Kippen
beispielsweise auch nur um eine oder zwei Achsen möglich sein. Eine solche Lagerschale
kann beispielsweise kreiszylindermantelförmig ausgeführt sein, in welche ein formkomplementärer
Kreiszylinder hineinragt. Unabhängig von der Formgebung der Lagerschale, sollte diese
keinen Äquator übergreifen, so dass stets ein freies Lösen der Anlagebereiche voneinander
möglich ist.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass ein Anlagebereich konkav
gekrümmt ist.
[0011] Ein konkaver Anlagebereich ist eine Vertiefung mit einer negativen Krümmung, so dass
eine stabile Auflage für einen Anlagebereich gegeben ist. Eine konkave Krümmung kann
beispielsweise kugelförmig oder kreiszylindermantelförmig ausgeführt sein. Darüber
hinaus können jedoch andere Formen, beispielsweise kegelstumpfförmige, konische Varianten
oder ellipsoide Rotationsflächen usw. vorgesehen sein. Eine konkave Krümmung des Anlagebereiches
ermöglicht ein selbsttätiges Zentrieren eines in den konkaven Anlagebereich eingreifenden
bzw. hineinragenden anderen Anlagebereiches eines Leiterabschnittes. Dadurch ist die
Möglichkeit gegeben, dass die Leiterabschnitte relativ zueinander eine Grobausrichtung
einnehmen können, so dass ein vereinfachtes Vormontieren/Justieren der Anlagebereiche
möglich ist. Insbesondere bei einem Annähern der Leiterabschnitte kann so in einfacher
Weise ein Ausrichten/Zentrieren derselben vorgenommen werden. So können bereits ohne
ein Nutzen von Messmitteln, Führungselementen oder ähnlichem die Leiterabschnitte
einander genähert und die Anlagebereiche zur Anlage gebracht werden. Darauffolgend
kann eine Feinjustage stattfinden. Bedarfsweise kann auch ein Verspannen/Festlegen
der Lage der Leiterelemente zueinander durch die Verspanneinrichtung erfolgen.
[0012] Erfindungsgemäß ist ein Anlagebereich konvex gekrümmt.
[0013] Eine konvexe Krümmung ist eine positive Krümmung, welche eine instabile Lage für
einen auf dem konvexen Anlagebereiche aufliegenden Anlagebereich ermöglicht. Insbesondere
bei einer formkomplementären Ausführung eines konkaven und eines konvexen Anlagebereiches
ist ein Gelenk (Kugelgelenk) zwischen den Leiterabschnitten ausbildbar, welches ein
freies Kippen bei Unterbinden/Begrenzen einer axialen Bewegung ermöglicht. Gegebenenfalls
können bereits durch eine Formgebung der Anlagebereiche die Freiheitsgrade eines Kippens
eingeschränkt sein. Auch nach einem Kontaktieren der Leiterabschnitte miteinander
ist ein Auslenken bzw. Verkippen der Leiterabschnitte relativ zueinander ermöglicht.
Insbesondere sollte ein konvex gekrümmter Anlagebereich einen Abschnitt einer Kugelkappe
aufweisen, so dass eine Rotation bzw. ein Verkippen um eine punktförmige Zone (Kugelgelenk)
zwischen den beiden Leiterabschnitten der elektrischen Kontaktanordnung ermöglicht
ist.
[0014] Erfindungsgemäß ist einer der Anlagebereiche stirnseitig an einem im Wesentlichen
zylindrischen Leiterabschnitt angeordnet.
[0015] Die Nutzung eines zylindrischen Leiterabschnittes weist den Vorteil auf, dass dieser
an einer Stirnseite mit einem Anlagebereich ausgestattet sein kann. Bevorzugt sollten
sowohl der erste als auch der zweite Leiterabschnitt im Wesentlichen zylindrisch ausgeformt
sein, wobei auch an beiden Leiterabschnitten jeweils eine stirnseitige Positionierung
der Anlagebereiche vorgesehen sein kann. Vorteilhaft sollten die Leiterabschnitte
bei einer zylindrischen Ausgestaltung eine kreisförmige Hüllkontur aufweisen. Dies
ermöglicht in günstiger Weise, dielektrisch vorteilhafte Anlagebereiche auszubilden,
welche beispielsweise konkav bzw. konvex gekrümmt sind und einander gegenüberstehend
im Wesentlichen fluchtend ausgerichtet sind. Somit ist es möglich, hohe Kräfte im
Wesentlichen in Richtung einer Zylinderachse eines Leiterabschnittes zu übertragen,
wobei insbesondere bei einem kreisförmigen Querschnitt derselben ein dielektrisch
günstig geschirmter Fügespalt zwischen den Leiterabschnitten gebildet ist. Ein derartig
selbstschirmender Fügespalt benötigt keine zusätzliche dielektrische Schirmung durch
separate Schirmhauben oder ähnliches. Eine stirnseitige Anordnung ermöglicht weiterhin,
ein Taumeln/Kippen der Leiterabschnitte um ihre Zylinderachse herum. Je nach Gestaltung
der Anlagebereiche kann ein Kippen um einige wenige Grade bzw. auch um größere Winkel
von beispielsweise 45° oder 60° bezüglich der Zylinderachsen der Leiterabschnitte
relativ zueinander zugelassen sein.
[0016] Erfindungsgemäß zumindest einer der Anlagebereiche eine Kavität innerhalb eines Leiterabschnitts
überspannt.
[0017] Ein Anlagebereich kann eine Kavität an einem Leiterabschnitt überspannen. Insbesondere
kann der Anlagebereich an einer Wandung angeordnet sein, welche eine Kavität in dem
Leiterabschnitt überspannt und/oder die Kavität begrenzt. Der Anlagebereich kann von
der Wandung getragen sein. So ist es beispielsweise möglich, den Leiterabschnitt zumindest
abschnittsweise hohlzylindrisch auszuformen, wobei eine stirnseitige Überspannung
mittels des Anlagebereiches vorgenommen ist. So kann beispielsweise ein mantelseitiger
Zugang zu der Kavität des Leiterabschnittes vorgesehen werden. Durch eine Kavität
kann die Masse an einem Leiterabschnitt reduziert werden, wobei durch ein Überspannen
der Kavität weiterhin eine stirnseitige Koppelung der Leiterabschnitte miteinander
möglich ist. Insbesondere im Hochfrequenzbereich können so massearme Leiterabschnitte
gebildet werden, die beispielsweise aufgrund des sogenannten Skineffektes im Wesentlichen
in äußeren Randbereichen eines Querschnittes einer Leitung eines elektrischen Stromes
dienen.
[0018] Erfindungsgemäß ist über die Kavität ein mantelseitiger Zugang zu der Verspanneinrichtung
eingerichtet.
[0019] Eine Verspanneinrichtung dient einem Festlegen einer Relativlage der Leiterabschnitte
zueinander. Ist ein Zugang zu einer Verspanneinrichtung über die Kavität möglich,
so kann die Verspanneinrichtung selbst zumindest teilweise innerhalb eines dielektrisch
geschirmten Bereiches untergebracht werden. Die äußere Hüllkontur der Leiterabschnitte
wird durch die Leiterabschnitte bestimmt, wobei eine Verspanneinrichtung bevorzugt
vollständig innerhalb der Hüllkontur der Leiterabschnitte angeordnet sein kann. Bei
einer zylindrischen Ausformung eines Leiterabschnittes wird die Hüllkontur durch den
Zylinderquerschnitt bestimmt. Die Kavität bietet einen Aufnahmeraum, um die Verspanneinrichtung
zumindest teilweise unterzubringen bzw. die Verspanneinrichtung zu bedienen. Bedarfsweise
kann eine Öffnung zu der Kavität durch ein Verschlusselement verschlossen sein. Diese
Öffnung zur Kavität liegt mantelseitig an einem Leiterabschnitt. Über die Öffnung
kann ein Zugang zur Kavität erfolgen.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Verspanneinrichtung
einen Spannbolzen, insbesondere einen Gewindebolzen, aufweist.
[0021] Die Verwendung eines Spannbolzens ermöglicht die Übertragung von großen Kräften,
wobei die Verspanneinrichtung selbst widerstandsfähige Maschinenelemente aufweisen
kann. Beispielsweise kann ein Verspannbolzen an entgegengesetzt zueinander gerichteten
Körperkanten der Leiterabschnitte Zugkräfte aufbauen, so dass die Leiterabschnitte
aneinander gezogen werden. Eine Übertragung von Kräften sollte bevorzugt über die
Anlagebereiche erfolgen, so dass eine hohe Kontaktkraft unmittelbar in die Anlagebereiche
geleitet werden kann. Bei Nutzung eines Gewindebolzens ist die Möglichkeit gegeben,
bedarfsweise ein Nachspannen bzw. Lösen der Verspanneinrichtung vorzunehmen. Zum Bedienen
der Verspanneinrichtung kann ein Zugang zur Verspanneinrichtung über eine Kavität
innerhalb eines Leiterabschnittes erfolgen. Die Verspanneinrichtung kann sich zumindest
abschnittsweise innerhalb der Kavität erstrecken. Die Verspanneinrichtung kann bezüglich
der Leiterabschnitte diskret ausgebildet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass durch die Formgebung der Leiterabschnitte selbst zumindest Teile der Verspanneinrichtung
gebildet sind.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Kavität die Verspanneinrichtung
zumindest teilweise schirmt.
[0023] Wandungen einer Kavität können zumindest teilweise elektrisch leitend ausgebildet
sein, so dass eine dielektrische Schirmung durch diese Wandungen erfolgen kann. Nutzt
man für die Leiterabschnitte elektrisch leitendes Material, so kann eine Schirmung
in einfacher Weise realisiert werden. Die Kavität kann einen feldfreien Raum an der
elektrischen Kontaktanordnung zur Verfügung stellen, innerhalb welcher die Verspanneinrichtung
zumindest teilweise angeordnet ist, wodurch eine dielektrische Schirmung der Verspanneinrichtung
gewährleistet sein kann.
[0024] Erfindungsgemäß quert, insbesondere setzt, die Verspanneinrichtung einen Anlagebereich
eines Leiterabschnittes durch.
[0025] Ein Queren eines Anlagebereiches kann beispielsweise derart vorgesehen sein, dass
die Verspanneinrichtung den Anlagebereich durchsetzt. Dazu kann der Anlagebereich
beispielsweise eine Ausnehmung aufweisen, durch welche die Verspanneinrichtung verläuft.
Ein derartiges Queren der Verspanneinrichtung sollte bevorzugt zentrisch in einem,
insbesondere in beiden Anlagebereichen erfolgen, so dass ein symmetrisches Einleiten
von Verspannkräften in die Anlagebereiche erfolgen kann. Die Verspanneinrichtung kann
beispielsweise einen Anschlag bilden, welcher die Beweglichkeit der Leiterabschnitte/der
Anlagebereiche relativ zueinander begrenzt, so dass ein unerlaubtes Verkippen der
Leiterabschnitte zueinander durch die Verspanneinrichtung unterbunden ist. Somit kann
die Verspanneinrichtung zum einen während einer Justage der elektrischen Kontaktanordnung
der Begrenzung der relativen Bewegbarkeit bzw. der Kippbeweglichkeit der Leiterabschnitte
zueinander dienen und nach einer erfolgten Einnahme der erwünschten Relativlage der
Leiterabschnitte zueinander einem Fixieren der Leiterabschnitte durch Verspannen der
Verspanneinrichtung dienen. Die Verspanneinrichtung kann beispielsweise einen Spannbolzen
aufweisen, der eine Ausnehmung in einem Anlagenbereich durchsetzt. Der Spannbolzen
kann sich bevorzugt in Richtung einer Zylinderachse eines der Leiterabschnitte erstrecken.
Der Spannbolzen kann dabei einen Anlagebereich derart queren, dass zwischen Anlagebereich
und Verspanneinrichtung eine Spielpassung ausgebildet ist, welche eine relative Bewegbarkeit
(insbesondere Kippbewegung) des jeweiligen Anlagebereiches bezüglich der Verspanneinrichtung
begrenzt. Sind die beiden Anlagenbereiche miteinander verspannt/zueinander festlegt,
ist so die relative Bewegbarkeit der Leiterabschnitte durch die Verspanneinrichtung
begrenzt.
[0026] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass eine Relativlage der
Anlagebereiche durch die Verspanneinrichtung fixiert ist.
[0027] Eine Relativlage der Anlagebereiche kann durch Bewegung der Leiterabschnitte relativ
zueinander verändert werden. Insbesondere können die Anlagebereiche kippbeweglich
zueinander gelagert sein, wodurch eine vereinfachte Lageänderung der Leiterabschnitte
der elektrischen Kontaktanordnung relativ zueinander ermöglicht ist. Nach einem Einnehmen
der erwünschten Relativlage der Leiterabschnitte respektive der Anlagebereiche zueinander
kann die Verspanneinrichtung verspannt werden und ein Fixieren der Relativlage der
Anlagebereiche und damit auch der Leiterabschnitte relativ zueinander erzeugt werden.
Die Verspanneinrichtung kann bevorzugt ein kraftschlüssiges Festlegen der Anlagebereiche
zueinander bewirken. Dazu kann eine Anpresskraft zwischen den Anlagebereichen durch
die Verspanneinrichtung bewirkt werden.
[0028] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung
gezeigt und nachfolgend näher beschrieben. Dabei zeigen die
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Kontaktanordnung und die
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Kontaktanordnung.
[0029] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer elektrischen Kontaktanordnung.
Die elektrische Kontaktanordnung weist einen ersten Leiterabschnitt 1 sowie einen
zweiten Leiterabschnitt 2 auf. Die beiden Leiterabschnitte 1, 2 weisen jeweils eine
zylindrische Grundstruktur auf, wobei der erste und der zweite Leiterabschnitt 1,
2 jeweils mit einem kreisförmigen Querschnitt ausgestattet sind. Die Zylinderachsen
des ersten Leiterabschnittes 1 sowie des zweiten Leiterabschnittes 2 sind im Wesentlichen
koaxial zu einer Längsachse 3 angeordnet und relativ zueinander verkippbar. Der erste
und der zweite Leiterabschnitte 1, 2 sind einander stirnseitig gegenüberstehend angeordnet
und über einander zugewandten Stirnseiten miteinander kontaktiert. Stirnseitig ist
an dem ersten Leiterabschnitt 1 ein erster Anlagebereich 4 angeordnet. An dem zweiten
Leiterabschnitt 2 ist stirnseitig ein zweiter Anlagebereich 5 angeordnet. Zwischen
den beiden Anlagebereiche 4, 5 ist ein Fügespalt 6 angeordnet. Der Fügespalt 6 erstreckt
sich im Wesentlichen quer zur Längsachse 3, wobei zur Ausbildung eines möglichst schmal
dimensionierten Fügespaltes 6 der erste und der zweite Anlagebereich 4, 5 bevorzugt
formkomplementär ausgeformt sind. Der Aufbau der beiden Anlagebereiche 4, 5 wird zur
Fig. 2 näher beschrieben.
[0030] An den voneinander abgewandten Stirnseiten des ersten sowie des zweiten Leiterabschnittes
1, 2 sind jeweils Anschlussflächen 7 vorgesehen. Die Anschlussflächen 7 weisen eine
im Wesentlichen kreisförmige ebene Struktur auf. In den Anschlussflächen 7 sind jeweils
Durchgangsbohrungen 8 angeordnet. Beispielhaft weist die Anschlussfläche 7 des ersten
Leiterabschnittes 1 drei auf einer eine Zylinderachse des ersten Leiterabschnittes
1 umlaufenden Kreisbahn symmetrisch verteilt angeordnete Durchgangsbohrungen 8 auf.
In der Anschlussfläche 7 des zweiten Leiterabschnittes 2 ist eine einzige zentrisch
von einer Zylinderachse des zweiten Leiterabschnittes 2 durchsetzte Durchgangsbohrung
8 angeordnet. Die Durchgangsbohrungen 8 münden jeweils in einer Kavität 9 des ersten
sowie des zweiten Leiterabschnittes 1, 2. Durch die Kavitäten 9 sind die beiden Leiterabschnitte
1, 2 zumindest abschnittsweise im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgeformt, wobei jeweils
eine mantelseitige Öffnung in Hohlzylinderwandungen des ersten bzw. zweiten Leiterabschnittes
1, 2 angeordnet sind, über welche ein Zugang zu den Kavitäten 9 des ersten und zweiten
Leiterabschnittes 1, 2 gegeben ist. Die Kavitäten 9 sind an den vom Fügespalt 6 abgewandten
Enden von den Anschlussflächen 7 des ersten bzw. zweiten Leiterabschnittes 1, 2 überspannt
und stirnseitig jeweils von einer die Anschlussflächen 7 tragenden Wandung begrenzt.
Die Durchgangsbohrungen 8 münden in der jeweiligen Kavität 9. Mittels der Durchgangsbohrungen
8 ist es möglich, die Anschlussflächen 7 mit weiteren Strombahnabschnitten zu verbinden
und festzulegen. Die Durchgangsbohrungen 8 sind jeweils achsparallel zu den Zylinderachsen
des jeweiligen Leiterabschnittes 1, 2 ausgerichtet.
[0031] Die Kavitäten 9 sind an ihren dem Fügespalt 6 zugewandten Enden von dem ersten Anlagebereich
4 bzw. dem zweiten Anlagebereich 5 überspannt. Die die Anlagebereiche 4, 5 tragenden
Wandungen des ersten bzw. zweiten Leiterabschnittes 1, 2 begrenzen die jeweilige Kavität
9 stirnseitig in Richtung des Fügespaltes 6. Die den ersten Anlagebereich 4 tragende
stirnseitige Wandung des ersten Leiterabschnittes 1 ist mit einer Sackbohrung 10 (vgl.
Fig. 2) ausgestattet. Die Sackbohrung 10 ist mit einem Innengewinde versehen. Die
den zweiten Anlagebereich 5 des zweiten Leiterabschnittes 2 tragende Wandung ist mit
einer fluchtend zur Sackbohrung 10 ausgerichteten Durchgangsbohrung 11 (vgl. Fig.
2) versehen. Die Sackbohrung 10 sowie die Durchgangsbohrung 11 sind jeweils fluchtend
zu den Zylinderachsen des ersten und zweiten Leiterabschnittes 1, 2 ausgerichtet.
Vorliegend weisen die Sackbohrung 10 sowie die Durchgangsbohrung 11 einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Eine Verspanneinrichtung 12 durchsetzt die Durchgangsbohrung 11 und
ragt in die Sackbohrung 10. Als Verspanneinrichtung 12 ist ein Gewindebolzen gewählt,
welcher in das Innengewinde der Sackbohrung 10 eingreift, und mit einem Bolzenkopf
an einer die Durchgangsbohrung 11 stirnseitig begrenzenden Schulter anliegt. Durch
ein Betätigen der Verspanneinrichtung 12 werden der erste Leiterabschnitt 1 sowie
der zweite Leiterabschnitt 2 im Wesentlichen in Richtung der Längsachse 3 gegeneinander
verspannt und fixiert. Im entspannten Zustand der Verspanneinrichtung 12 sind der
erste Leiterabschnitt 1 sowie der zweite Leiterabschnitt 2 begrenzt in axialer Richtung
aber auch in angularer Richtung relativ zueinander bewegbar. Um ein angulares Bewegen,
d. h. ein kippbewegliches Lagern der ersten und des zweiten Leiterabschnittes 1, 2
zu ermöglichen, weist der erste Leiterabschnitt 1 einen pfannenartigen ersten Anlagebereich
4 auf. In der Fig. 2 ist diese pfannenartige Lagerschale im Schnitt erkennbar. Vorliegend
ist der erste Anlagebereich 4 in Form einer negativen Kugelkappe ausgebildet, so dass
eine Lagerschale konkav gekrümmt ist. Der erste Anlagebereich 4 ist von der Verspanneinrichtung
12 durchsetzt. Der zweite Anlagebereich 5 ist formkomplementär konvex gekrümmt zu
dem ersten Anlagebereich 4 ausgeformt, so dass um die Längsachse 3 kippend eine relative
Bewegbarkeit der beiden Anlagebereiche 4, 5 möglich ist. Der Gewindebolzen der Verspanneinrichtung
12 sowie die Durchgangsbohrung 11 sind in ihren Querschnitten derart abgestimmt, dass
eine Spielpassung gebildet ist, die im unfixierten Zustand der beiden Leiterabschnitte
1, 2 zueinander eine kippbewegliche Bewegung der beiden Anlagebereiche 4, 5 ermöglicht.
Ein Kippen kann radial zur Längsachse 3 bzw. zu den Zylinderachsen der beiden Leiterabschnitte
1, 2 erfolgen. Die Spielpassung dient als Anschlag, um eine Kippbewegung zwischen
den beiden Anlagebereichen 4, 5 zu begrenzen.
[0032] Im unverspannten Zustand gleitet der zweite Anlagebereich 5 in der pfannenartigen
Lagerschale des ersten Anlagebereiches 4. In dem ersten Anlagebereich 4 sind zwei
kreisringförmige, koaxial um die Zylinderachse des ersten Leiterabschnittes 1 umlaufende
Nuten 13 eingebracht. In die Nuten 13 ist jeweils eine Kontaktvermittlungseinrichtung
14 eingelegt. Vorliegend sind als Kontaktvermittlungseinrichtungen 14 Schraubenfedern
vorgesehen, die in sich geschlossen in den Nuten 13 jeweils umlaufen und bei einem
Anliegen der beiden Anlagebereiche 4, 5 aneinander elastisch verformt werden, so dass
neben den unmittelbar in Kontakt stehenden Zonen der beiden Anlagebereiche 4, 5 zusätzlich
Strombahnen gebildet sind, um eine impedanzarme Kontaktierung der beiden Leiterabschnitte
1, 2 zu unterstützen.
[0033] Nach Erreichen der erwünschten Relativlage der beiden Anlagebereiche 4, 5 bzw. der
Leiterabschnitte 1, 2 zueinander kann eine Lagefixierung durch Betätigung der Verspanneinrichtung
12 erfolgen. Um ein Bedienen der Verspanneinrichtung 12 vornehmen zu können, kann
über die mantelseitige Öffnung der Kavität 9 des zweiten Leiterabschnittes 2 ein Werkzeug
in die Kavität 9 eingeführt werden. Mittels dieses Werkzeuges ist ein Antreiben bzw.
Betätigen der Verspanneinrichtung 12 ermöglicht.
[0034] Während eines Zusammenfügens des ersten sowie des zweiten Leiterabschnittes 1, 2
weist eine formkomplementäre Ausführung der Anlagebereiche 4, 5 den Vorteil auf, dass
die beiden Leiterabschnitte 1, 2 einander genähert werden können, wobei aufgrund der
pfannenartigen Lagerschale im Anlagebereich 4 des ersten Leiterabschnittes 1 eine
Zentrierung der Anlagebereiche 4, 5 vom ersten und zweiten Leiterabschnitt 1, 2 erfolgt.
Somit ist es vereinfacht möglich, die Verspanneinrichtung 12 in die Durchgangsbohrung
11 und folglich auch in die Sackbohrung 10 einzuführen.
1. Elektrische Kontaktanordnung aufweisend einen ersten Leiterabschnitt (1) sowie einen
zweiten Leiterabschnitt (2) mit jeweils einem Anlagebereich (4, 5), welche unter Nutzung
einer Verspanneinrichtung (12) gegeneinander verspannbar sind, wobei die Anlagebereiche
(4, 5) zueinander kippbeweglich gelagert sind und einer der Anlagebereiche (4, 5)
eine Lagerschale aufweist, wobei die Verspanneinrichtung (12) einen konvex gekrümmten
Anlagebereich (5) eines Leiterabschnittes (1, 2) quert, insbesondere durchsetzt und
der konvexe Anlagebereich (5) formkomplementär gekrümmt zu dem Anlagebereich (4) ist
und stirnseitig an einem im Wesentlichen zylindrischen Leiterabschnitt (1, 2) angeordnet
ist und eine Kavität (9) innerhalb eines Leiterabschnitts (1, 2) überspannt, dadurch gekennzeichnet, dass über die Kavität (9) ein mantelseitiger Zugang zu der Verspanneinrichtung (12) eingerichtet
ist und wobei zwischen erstem und zweitem Leiterabschnitt (1, 2) eine Kontaktvermittlungseinrichtung
(14) angeordnet ist.
2. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anlagebereich (4, 5) konkav gekrümmt ist.
3. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verspanneinrichtung (12) einen Spannbolzen, insbesondere einen Gewindebolzen,
aufweist.
4. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kavität (9) die Verspanneinrichtung (12) zumindest teilweise schirmt.
5. Elektrische Kontaktanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Relativlage der Anlagebereiche (4, 5) durch die Verspanneinrichtung (12) fixiert
ist.
1. Electrical contact arrangement having a first conductor section (1) and a second conductor
section (2), each having a contact region (4, 5), which contact regions can be braced
against one another using a bracing device (12), wherein the contact regions (4, 5)
are mounted such that they can be tilted in relation to one another and one of the
contact regions (4, 5) has a bearing shell, wherein the bracing device (12) traverses,
in particular passes through, a convexly curved contact region (5) of a conductor
section (1, 2) and the convex contact region (5) is curved in a dimensionally complementary
manner with respect to the contact region (4) and is arranged on the end of a substantially
cylindrical conductor section (1, 2) and spans a cavity (9) within a conductor section
(1, 2), characterized in that casing-side access to the bracing device (12) is arranged via the cavity (9), and
wherein a contact-making device (14) is arranged between the first and the second
conductor section (1, 2).
2. Electrical contact arrangement according to Claim 1, characterized in that a contact region (4, 5) is concavely curved.
3. Electrical contact arrangement according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the bracing device (12) has a clamping bolt, in particular a threaded bolt.
4. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the cavity (9) at least partially shields the bracing device (12).
5. Electrical contact arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a relative position of the contact regions (4, 5) is fixed by the bracing device
(12).
1. Système de contact électrique, comportant un premier tronçon (1) conducteur, ainsi
qu'un deuxième tronçon (2) conducteur, ayant chacun une partie (4, 5) d'application,
qui peuvent être serrés l'un contre l'autre, en utilisant un dispositif (12) de serrage,
les parties (4, 5) d'application étant montées mobiles en basculement l'une par rapport
à l'autre et l'une des parties (4, 5) d'application a un coussinet,
dans lequel
le dispositif (12) de serrage traverse, notamment de part en part, une partie (5)
d'application convexe d'un tronçon (1, 2) conducteur, la partie (5) d'application
convexe est incurvée en ayant une forme complémentaire de la partie (4) d'application
et est disposée du côté frontal sur un tronçon (1, 2) conducteur sensiblement cylindrique
et recouvre une cavité (9) à l'intérieur d'un tronçon (1, 2) conducteur, caractérisé en ce qu'il est réalisé par la cavité (9), un accès du côté de la surface latérale au dispositif
(12) de serrage, et dans lequel un dispositif (14) de commutation de contact est disposé
entre le premier et le deuxième tronçons (1, 2) conducteurs.
2. Agencement de contact électrique suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
une partie (4, 5) d'application est concave.
3. Agencement de contact électrique suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le dispositif (12) de serrage a un boulon de serrage, notamment un boulon fileté.
4. Agencement de contact électrique suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la cavité (9) fait écran, au moins en partie, au dispositif (12) de serrage.
5. Agencement de contact électrique suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
une position relative des parties (4, 5) d'application est fixée par le dispositif
(12) de serrage.