[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Eindrückvorrichtung zum Eindrücken von Produkten
in Verpackungsaufnahmen.
[0002] In der Verpackungsindustrie werden Produkte unter anderem in sogenannten Klemmpackungen
verpackt. Diese Klemmpackungen werden häufig bei medizinischen Produkten, wie beispielsweise
Ampullen, Spritzen, Inhalatoren oder Ähnlichem verwendet. Die Klemmpackungen weisen
üblicherweise Verpackungsaufnahmen auf, in die das zu verpackende Produkt aufgenommen
werden soll und die in einem Verpackungsgrundkörper, in der Regel einem Folienbahnabschnitt,
ausgebildet sind. Die Verpackungsaufnahmen sind derart dimensioniert, dass die Produkte
nicht von alleine in die jeweilige Verpackungsaufnahmen gelangen, sondern eingedrückt
werden müssen, um dann darin eingeklemmt aufgenommen zu werden.
[0003] Gewöhnlich nimmt jede Verpackungsaufnahme nur ein Produkt auf. Die Produkte werden
hierbei jeweils zunächst in einer der Eindrückvorrichtung vorgeschalteten Einheit
auf die Verpackungsaufnahmen aufgelegt. Beim anschließenden Eindrückvorgang werden
die Produkte von der Eindrückvorrichtung in die jeweilige Verpackungsaufnahme eingedrückt.
Das Drücken erfolgt über eine Drückvorrichtung, die üblicherweise ein Drückwerkzeug
mit einer Drückplatte und/oder Stößeln aufweisen kann, die die Produkte in die jeweiligen
Verpackungsaufnahmen eindrücken. Des Weiteren umfasst das Drückwerkzeug in den meisten
Fällen einen Pneumatikzylinder, der die Drückplatte und/oder die Stößel antreibt.
[0004] Beim Eindrücken der Produkte in die Verpackungsaufnahmen muss ein Widerstand überwunden
werden. Damit wird verhindert, dass das Produkt von alleine in die Verpackungsaufnahme
gelangt und somit mehr oder weniger lose in der Verpackungsaufnahme aufgenommen ist.
Der Widerstand wird durch die Bemessung der Öffnungen der Verpackungsaufnahmen und
der breitesten Stelle des Produkts definiert. Je kleiner die Öffnung der Verpackungsaufnahme
und je breiter die breiteste Stelle des Produkts ist, desto mehr Widerstand muss beim
Drücken überwunden werden.
[0005] Um Materialkosten und Platz zu sparen, sind die Verpackungsaufnahmen oft nahe nebeneinander
in einer Reihe angeordnet. Beim Eindrücken der Produkte in die Verpackungsaufnahmen
wird jede Verpackungsaufnahme gedehnt, wodurch bei benachbarten Verpackungsaufnahmen
eine Kraft in Richtung der jeweiligen benachbarten Verpackungsaufnahme wirkt. Bei
einem gleichzeitigen Eindrücken mehrerer benachbarter Produkte wirken die Kräfte,
die bei benachbarten Verpackungsaufnahmen erzeugt werden, in entgegengesetzter Richtung,
so dass das Dehnen der Verpackungsaufnahmen gehemmt wird. Die Drückvorrichtung muss
die Produkte somit gegen den Widerstand der Verpackungsaufnahmen und zum Teil auch
gegen die in der benachbarten Verpackungsaufnahme erzeugte Kraft in die Verpackungsaufnahmen
drücken.
[0006] Durch das Anwenden einer größeren Drückkraft können Produkte und/oder die Verpackungsaufnahmen
beschädigt werden. Das wirkt sich wiederum negativ auf den Produktionsverlauf aus.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Eindrückvorrichtung
zum Eindrücken von Produkten in Verpackungsaufnahmen zu schaffen, die auch bei eng
aneinander liegenden Verpackungsaufnahmen einen sicheren Eindrückvorgang ohne Beschädigung
der Produkte oder der Verpackung gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst die Eindrückvorrichtung zum Eindrücken von Produkten in Verpackungsaufnahmen
ein Drückwerkzeug mit einer Stößelplatte, an der mindestens ein erster Stößel fixiert
ist, und eine erste Betätigungseinheit, die das Drückwerkzeug in und entgegen einer
Drückrichtung hin- und herbewegt. Das Drückwerkzeug umfasst weiterhin mindestens einen
zweiten Stößel, der in und entgegen der Drückrichtung verschieblich in der Stößelplatte
gelagert ist und eine in das Drückwerkzeug integrierte zweite Betätigungseinheit,
die in Wirkverbindung mit dem mindestens einen zweiten Stößel steht.
[0010] Durch diese Anordnung mit einer in das Drückwerkzeug integrierten zweiten Betätigungseinheit
für die zweiten Stößel kann auf einfache und schonende Weise ein zeitlich versetztes
Eindrücken von benachbarten Produkten in die jeweiligen Verpackungsaufnahmen erreicht
werden.
[0011] Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn der mindestens eine erste Stößel eine erste
Länge und der mindestens eine zweite Stößel eine zweite Länge aufweist, wobei die
zweite Länge größer ist als die erste Länge.
[0012] Die Stößelplatte weist vorzugsweise mindestens eine Aufnahmeöffnung auf, in der der
mindestens eine erste Stößel aufgenommen ist. Durch die Aufnahmeöffnung kann der mindestens
eine erste Stößel auf einfache Weise mit der Stößelplatte verbunden werden.
[0013] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der mindestens eine zweite Stößel die Stößelplatte
vollständig durchdringt. Dadurch kann der mindestens eine zweite Stößel bei seiner
Bewegung in vertikaler Richtung in der Stößelplatte geführt werden, und die oberhalb
der Stößelplatte angeordnete zweite Betätigungseinheit kann auf einfache Weise auf
ihn einwirken.
[0014] Vorzugsweise umfasst die zweite Betätigungseinheit einen Kolben, der relativ zu der
Stößelplatte bewegbar ist. Der Kolben kann dadurch in Wirkverbindung mit dem mindestens
einen zweiten Stößel gebracht werden oder den mindestens einen zweiten Stößel freigeben.
[0015] Ein einfaches Verstellen des Kolbens wird dadurch erreicht, dass der Kolben vorzugsweise
pneumatisch betrieben ist.
[0016] Vorzugsweise ist eine Platte mit dem Kolben verbunden, wobei die Platte den mindestens
einen zweiten Stößel während des Drückvorgangs des mindestens einen zweiten Stößels
beaufschlagt. Durch die Platte kann die zweite Betätigungseinrichtung gleichzeitig
auf mehrere zweite Stößel einwirken.
[0017] Vorzugsweise beaufschlagt die Platte den mindestens einen zweiten Stößel in einer
ausgefahrenen Position des Kolbens, so dass die Platte in Wirkverbindung mit dem mindestens
einen zweiten Stößel gebracht wird.
[0018] Vorteilhafterweise ist in einer eingefahrenen Position des Kolbens der mindestens
eine zweite Stößel von der Platte nicht beaufschlagt, so dass die Platte nicht in
Wirkverbindung mit dem mindestens einen zweiten Stößel steht und der mindestens eine
zweite Stößel nach oben verschoben werden kann.
[0019] Die erste Betätigungseinheit umfasst vorzugsweise einen Servomotor, der zum schnellen
und exakten Verstellen des Drückwerkzeugs vorgesehen ist.
[0020] Damit der mindestens eine zweite Stößel, sobald dieser nicht an den Produkten anliegt,
nicht in Drückrichtung aus dem Drückwerkzeug herausrutscht, umfasst der mindestens
eine zweite Stößel einen Kopf mit einem Kragen, der durch Formschluss für eine Begrenzung
einer vertikalen Bewegung des mindestens einen zweiten Stößels in Drückrichtung sorgt.
[0021] Um die erfindungsgemäßen Vorteile voll ausschöpfen zu können, umfasst die Eindrückvorrichtung
in der Regel eine Mehrzahl an ersten Stößeln und eine Mehrzahl an zweiten Stößeln.
[0022] Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Eindrückvorrichtung in einer Ausgangsposition;
- Fig. 2
- zeigt die Eindrückvorrichtung aus Fig. 1 in einem ersten Schritt des Eindrückvorgangs;
- Fig. 3
- zeigt die Eindrückvorrichtung aus Fig. 1 in einem zweiten Schritt des Eindrückvorgangs;
- Fig. 4
- zeigt die Eindrückvorrichtung aus Fig. 1 in einem dritten Schritt des Eindrückvorgangs;
- Fig. 5
- zeigt die Eindrückvorrichtung aus Fig. 1 in einem vierten Schritt des Eindrückvorgangs;
und
- Fig. 6
- zeigt die Eindrückvorrichtung aus Fig. 1 in einem fünften Schritt des Eindrückvorgangs.
[0023] In Fig. 1 bis 6 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Eindrückvorrichtung
in verschiedenen Stadien des Eindrückvorgangs dargestellt.
[0024] Die Eindrückvorrichtung 1 dient umfasst ein Drückwerkzeug 3, durch das Produkte 5,
6 in Verpackungsaufnahmen 7 eingedrückt werden, die in einem vorzugsweise getaktet
bewegten Verpackungsgrundkörper 8 ausgebildet sind. Die Verpackungsgrundkörper 8 können
beispielsweise Abschnitte eines Folienbandes oder separate Verpackungsabschnitte sein.
[0025] Das Drückwerkzeug 3 wird von einer ersten Betätigungseinheit 9 in einer Drückrichtung
(Pfeil D) und entgegen der Drückrichtung D hin- und herbewegt. Die erste Betätigungseinheit
9 umfasst einen Servomotor 11, der einen Linearaktuator 13 antreibt. Der Linearaktuator
13 ist mit einem Schlitten 15 verbunden, der durch den Linearaktuator 13 in einer
im Wesentlichen horizontalen Richtung hin- und herbewegt wird. Der Schlitten 15 ist
dabei an einer Führungsschiene 17 beweglich gelagert. Der Schlitten 15 ist wiederum
über einen drehbar gelagerten Hebel 19 mit dem Drückwerkzeug 3 verbunden. Es sind
aber auch viele andere Ausgestaltungen der ersten Betätigungseinheit 9 denkbar, mit
denen das Drückwerkzeug 3 in und entgegen der Drückrichtung D hin- und herbewegt werden
kann.
[0026] Das Drückwerkzeug 3 weist eine Stößelplatte 21 auf, die ein integraler Bestandteil
des Drückwerkzeugs 3 ist und sich nicht unabhängig vom Drückwerkzeug 3 bewegen lässt.
An der Stößelplatte 21 sind mehrere erste Stößel 23 fixiert. Die ersten Stößel 23
sind in Aufnahmeöffnungen 25 in der Stößelplatte 21 aufgenommen und fest mit der Stößelplatte
21 in den Aufnahmeöffnungen 25 verbunden. Das Fixieren kann auf verschiedene Art und
Weise erfolgen, wie beispielsweise durch Presspassung. Ein Teil der ersten Stößel
23 ist in der Stößelplatte 21 aufgenommen und ein anderer Teil steht in Drückrichtung
D über die Stößlplatte 21 hinaus vor. Die ersten Stößel 23 dienen dazu, die in den
Figuren mit Bezugszeichen 5 gekennzeichneten Produkte einzudrücken.
[0027] In dem in Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei erste Stößel 23 vorhanden.
Die Anzahl an ersten Stößeln 23 kann jedoch beliebig von Eins bis zu einer größeren
Zahl variieren. Wichtig dabei ist, dass alle ersten Stößel 23 gleich weit in Drückrichtung
D aus der Stößelplatte 21 herausragen, um gleichzeitig auf den Produkten 5 aufzuliegen.
Dadurch kann auch gewährleistet werden, dass alle Produkte 5 von den ersten Stößeln
23 gleichzeitig und gleichmäßig in die entsprechenden Verpackungsaufnahmen 7 gedrückt
werden. Des Weiteren weist das Drückwerkzeug 3 mehrere zweite Stößel 27 auf. Die zweiten
Stößel 27 sind in und entgegen der Drückrichtung D verschieblich in der Stößelplatte
21 gelagert und im Wesentlichen stabförmig ausgebildet. Die zweiten Stößel 27 dienen
dazu, die in den Figuren mit Bezugszeichen 6 gekennzeichneten Produkte einzudrücken.
[0028] In dem in Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei zweite Stößel 27 vorhanden.
Die Anzahl an zweiten Stößeln 27 kann jedoch beliebig von Eins bis zu einer größeren
Zahl variieren. Wichtig dabei ist, dass alle zweiten Stößel 27 gleich lang sind, um
gleichzeitig auf den Produkten 6 aufzuliegen. Dadurch kann wiederum gewährleistet
werden, dass alle Produkte 6 von den zweiten Stößeln 27 gleichzeitig und gleichmäßig
in die entsprechenden Verpackungsaufnahmen 7 gedrückt werden.
[0029] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Produkte 6 vor den Produkten 5 in
die Verpackungsaufnahmen 7 eingedrückt. Dies wird später noch näher beschrieben.
[0030] Die zweiten Stößel 27 weisen einen Kopf 29 mit einem Kragen 31 auf. Der Kopf 29 der
zweiten Stößel 27 ist jeweils an der den Produkten 6 abgewandten Seite der zweiten
Stößel 27 ausgebildet. Durch Formschluss mit dem oberen Teil der Stößelplatte 21 wird
eine vertikale Bewegung der zweiten Stößel 27 in Drückrichtung D begrenzt, so dass
die zweiten Stößel 27, wenn sie nicht an dem jeweiligen Produkt 6 anliegen, nicht
aus dem Drückwerkzeug 3 fallen können.
[0031] Die ersten Stößel 23 und zweiten Stößel 27 sind abwechselnd in Reihe angeordnet,
um ein versetztes Eindrücken von benachbarten Produkten 5, 6 gewährleisten zu können.
[0032] Die ersten Stößel 23 weisen eine erste Länge und die zweiten Stößel 27 eine zweite
Länge auf. Die zweite Länge ist dabei größer als die erste Länge. Die Längen der einzelnen
Stößel 23, 27 können je nach Anwendungszweck und Produktform angepasst werden, wobei
wichtig ist, dass der mindestens eine zweite Stößel 27 die Stößelplatte 21 vollständig
durchdringt.
[0033] Die Eindrückvorrichtung 1 weist eine in das Drückwerkzeug 3 integrierte zweite Betätigungseinheit
33 auf, die in Wirkverbindung mit den zweiten Stößeln 27 steht. Die zweite
[0034] Betätigungseinheit 33 umfasst einen Kolben 35. Der Kolben 35 ist relativ zu der Stößelplatte
21 bewegbar. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Kolben 35 im Wesentlichen
in und entgegen der Drückrichtung D verschiebbar und in einem Zylinder 36 aufgenommen.
Der Kolben 35 ist vorzugsweise pneumatisch betrieben.
[0035] Vorzugsweise ist eine Platte 37 in dem Drückwerkzeug 3 ausgebildet. Diese Platte
37 ist beweglich in dem Drückwerkzeug 3 gelagert und fest mit dem Kolben 35 verbunden.
Die Platte 37 beaufschlagt gleichzeitig alle zweiten Stößel 27 während des Drückvorgangs,
der durch die zweiten Stößel 27 durchgeführt wird. Sollte jedoch nur ein zweiter Stößel
27 vorgesehen sein, kann die Platte 37 auch entfallen. In diesem Fall beaufschlagt
der Kolben 35 den zweiten Stößel 27 direkt.
[0036] Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel werden die zweiten Stößel 27 von der Platte
37 beaufschlagt, wenn sich der Kolben 35 in einer ausgefahrenen Position befindet.
Ist der Kolben 35 in einer eingefahrenen Position, so werden die zweiten Stößel 27
von der Platte 37 nicht beaufschlagt und können in der vertikalen Richtung in der
Stößelplatte 21 frei bewegt werden.
[0037] Im Folgenden wird nun näher auf die einzelnen Schritte beim Eindrücken der Produkte
5, 6 in die jeweiligen Verpackungsaufnahmen 7 eingegangen. Fig. 1 stellt dabei die
Ausgangsituation dar, in der die Produkte 5, 6 lediglich auf den Verpackungsaufnahmen
7 aufliegen. In Fig. 2 bis 5 sind die jeweiligen Zwischenpositionen des Drückwerkzeugs
3 während des Drückvorgangs dargestellt. In Fig. 6 ist die Endposition des Drückwerkzeugs
3 gezeigt, die zum Ende eines Drückzyklus vorliegt, wenn alle Produkte 5, 6 in die
jeweiligen Verpackungsaufnahmen 7 eingedrückt sind.
[0038] In der Ausgangsposition gemäß Fig. 1 sind die Produkte 5, 6 jeweils lose auf eine
Verpackungsaufnahme 7 aufgelegt, so dass sie zumindest teilweise in die Verpackungsaufnahme
7 hineinreichen. Die ersten Stößel 23 und die zweiten Stößel 27 liegen in Fig. 1 an
keinem der Produkte 5, 6 an. Der Kolben 35 mit der daran befestigten Platte 37 beaufschlagt
die zweiten Stößel 27, so dass die zweiten Stößel 27 nicht entgegen der Drückrichtung
D verschiebbar sind.
[0039] In Fig. 2 wurde durch Bewegen des Linearaktuators 13 mittels des Servomotors 11 der
Schlitten 15 in der im Wesentlichen horizontalen Richtung verschoben. Dadurch wird
das Drückwerkzeug 3 in Drückrichtung D nach unten in Richtung der Produkte 5, 6 bewegt.
Der Kolben 35 befindet sich weiterhin in der ausgefahrenen Position, so dass die zweiten
Stößel 27 weiterhin von der Platte 37 beaufschlagt werden. Die zweiten Stößel 27 liegen
in Fig. 2 an den Produkten 6 an, während die ersten Stößel 23 die Produkte 5 noch
nicht berühren.
[0040] Durch ein weiteres Bewegen des Drückwerkzeugs 3 in Drückrichtung D (Fig. 3) wird
das Drückwerkzeug 3 in eine Position bewegt, in der die Produkte 6 von den zweiten
Stößeln 27 in die Verpackungsaufnahme 7 eingedrückt werden. Die zweiten Stößel 27
sind immer noch von der Platte 37 beaufschlagt. Die ersten Stößel 23 treffen erst
dann auf den jeweiligen Produkten 5 auf, wenn die Produkte 6 bereits ein Stück weit
in die Verpackungsaufnahmen 7 gedrückt wurden. Alternativ könnten die ersten Stößel
23 auch erst dann auf den jeweiligen Produkten 5 auftreffen, wenn die Produkte 6 bereits
vollständig in die Verpackungsaufnahmen 7 gedrückt wurden.
[0041] In Fig. 4 zeigt den Zustand, in dem die Produkte 6 gerade vollständig in die Verpackungsaufnahmen
7 eingedrückt worden sind. Die zweiten Stößel 27 sind in Fig. 4 immer noch von der
Platte 37 beaufschlagt. Die ersten Stößel 23 drücken währenddessen auch die Produkte
5 eine Stück weit in die jeweiligen Verpackungsaufnahmen 7. Beides erfolgt, indem
das Drückwerkzeug 3 weiter in Drückrichtung D bewegt wird.
[0042] Sobald die zweiten Produkte 6 von den zweiten Stößeln 27 vollständig eingedrückt
worden sind, wird der Kolben 35 in die eingefahrene Position bewegt (Fig. 5). Die
Platte 37 beaufschlagt die zweiten Stößel 27 nun nicht mehr. Die zweiten Stößel 27
sind somit in vertikaler Richtung entgegen der Drückrichtung D verschiebbar. Wenn
das Drückwerkzeug 3 nun weiter in Drückrichtung D nach unten bewegt wird, stützen
sich die zweiten Stößel 27 an den vollständig eingedrückten Produkten 6 ab und verbleiben
somit an ihrem absoluten Ort, bewegen sich also mit anderen Worten relativ zur nach
unten bewegten Stößelplatte 21 nach oben.
[0043] Durch das Weiterbewegen des Drückwerkzeugs 3 in Drückrichtung D werden dann die Produkte
5 vollständig in die Verpackungsaufnahmen 7 eingedrückt. In Fig. 6 ist der Endzustand
eines Eindrückzyklus dargestellt, in dem alle Produkte 5, 6 in die jeweilige Verpackungsaufnahmen
7 eingedrückt sind. Der Kolben 35 befindet sich dabei immer noch in der eingefahrenen
Position, wodurch die zweiten Stößel 27 weiterhin nicht von der Platte 37 beaufschlagt
werden.
[0044] Sobald die Produkte 5 vollständig in die Verpackungsaufnahme 7 eingedrückt worden
sind, fährt das gesamte Drückwerkzeug 3 entgegengesetzt zur Drückrichtung D nach oben.
Die zweiten Stößel 27 bewegen sich dabei aufgrund der Schwerkraft wieder in Drückrichtung
D, bis der Kopf 29 mit dem Kragen 31 an der Stößelplatte 21 anliegen. Noch während
der Aufwärtsbewegung des Drückwerkzeugs 3 kann die Platte 37 die zweiten Stößel 27
wieder beaufschlagen. Das Drückwerkzeug 3 hat somit die Ausgangsposition aus Fig.
1 wieder eingenommen und ist für einen erneuten Drückvorgang bereit.
[0045] Die Wirkverbindung zwischen zweiter Betätigungseinheit 33 und zweiten Stößeln 27
kann auch aktiv sein, d.h. eine Bewegung des Kolbens 35 kann eine aktive Bewegung
der zweiten Stößel 27 zur Folge haben.
1. Eindrückvorrichtung (1) zum Eindrücken von Produkten (5, 6) in Verpackungsaufnahmen
(7), die in einem Verpackungsgrundkörper (8) ausgebildet sind, mit
einem Drückwerkzeug (3) mit einer Stößelplatte (21), an der mindestens ein erster
Stößel (23) fixiert ist, und
einer ersten Betätigungseinheit (9), die das Drückwerkzeug (3) in und entgegen einer
Drückrichtung (D) hin- und herbewegt,
wobei mindestens ein zweiter Stößel (27) in und entgegen der Drückrichtung (D) verschieblich
in der Stößelplatte (21) gelagert ist, und
wobei eine in das Drückwerkzeug (3) integrierte zweite Betätigungseinheit (33) in
Wirkverbindung mit dem mindestens einen zweiten Stößel (27) steht.
2. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Stößel (21) eine erste Länge und der mindestens eine zweite
Stößel (27) eine zweite Länge aufweist, wobei die zweite Länge größer ist als die
erste Länge.
3. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößelplatte (21) mindestens eine Aufnahmeöffnung (25) aufweist, in der der mindestens
eine erste Stößel (23) aufgenommen ist.
4. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Stößel (27) die Stößelplatte (21) vollständig durchdringt.
5. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Betätigungseinheit (33) einen Kolben (35) umfasst, der relativ zu der
Stößelplatte (21) bewegbar ist.
6. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (35) pneumatisch betrieben ist.
7. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (37) mit dem Kolben (35) verbunden ist, und die Platte (37) den mindestens
einen zweiten Stößel (27) während des Drückvorgangs des mindestens einen zweiten Stößels
(27) beaufschlagt.
8. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ausgefahrenen Position des Kolbens (35) die Platte (37) den mindestens einen
zweiten Stößel (27) beaufschlagt.
9. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer eingefahrenen Position des Kolbens (35) die Platte (37) den mindestens einen
zweiten Stößel (27) nicht beaufschlagt.
10. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Betätigungseinheit (9) einen Servomotor (11) umfasst.
11. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Stößel (27) einen Kopf (29) mit einem Kragen (31) aufweist,
der durch Formschluss für eine Begrenzung einer vertikalen Bewegung des mindestens
einen zweiten Stößels (27) in Drückrichtung (D) sorgt.
12. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an ersten Stößeln (23) vorhanden ist.
13. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an zweiten Stößeln (27) vorhanden ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Eindrückvorrichtung (1) zum Eindrücken von Produkten (5, 6) in Verpackungsaufnahmen
(7), die in einem Verpackungsgrundkörper (8) ausgebildet sind, mit
einem Drückwerkzeug (3) mit einer Stößelplatte (21), an der mindestens ein erster
Stößel (23) fixiert ist, und
einer ersten Betätigungseinheit (9), die das Drückwerkzeug (3) in und entgegen einer
Drückrichtung (D) hin- und herbewegt,
wobei eine in das Drückwerkzeug (3) integrierte zweite Betätigungseinheit (33) in
Wirkverbindung mit mindestens einem zweiten Stößel (27) steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der mindestens eine zweite Stößel (27) in und entgegen der Drückrichtung (D) verschieblich
in der Stößelplatte (21) gelagert ist.
2. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Stößel (21) eine erste Länge und der mindestens eine zweite
Stößel (27) eine zweite Länge aufweist, wobei die zweite Länge größer ist als die
erste Länge.
3. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößelplatte (21) mindestens eine Aufnahmeöffnung (25) aufweist, in der der mindestens
eine erste Stößel (23) aufgenommen ist.
4. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Stößel (27) die Stößelplatte (21) vollständig durchdringt.
5. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Betätigungseinheit (33) einen Kolben (35) umfasst, der relativ zu der
Stößelplatte (21) bewegbar ist.
6. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (35) pneumatisch betrieben ist.
7. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (37) mit dem Kolben (35) verbunden ist, und die Platte (37) den mindestens
einen zweiten Stößel (27) während des Drückvorgangs des mindestens einen zweiten Stößels
(27) beaufschlagt.
8. Eindrückvorrichtung (1 nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ausgefahrenen Position des Kolbens (35) die Platte (37) den mindestens einen
zweiten Stößel (27) beaufschlagt.
9. Eindrückvorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer eingefahrenen Position des Kolbens (35) die Platte (37) den mindestens einen
zweiten Stößel (27) nicht beaufschlagt.
10. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Betätigungseinheit (9) einen Servomotor (31) umfasst.
11. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Stößel (27) einen Kopf (29) mit einem Kragen (31) aufweist,
der durch Formschluss für eine Begrenzung einer vertikalen Bewegung des mindestens
einen zweiten Stößels (27) in Drückrichtung (D) sorgt.
12. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an ersten Stößeln (23) vorhanden ist.
13. Eindrückvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an zweiten Stößeln (27) vorhanden ist.