TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ablaufanordnung für die Dachentwässerung
umfassend eine Ablaufvorrichtung und eine Einlaufvorrichtung nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Entwässerungssysteme für Flächen, wie beispielsweise
Flachdächer, bekannt. Solche Entwässerungssysteme umfassen dabei ein Rohrsystem, über
welches das auf den Flächen liegende Wasser abgeführt wird. Typischerweise herrscht
im Rohrsystem ein Unterdruck, welcher für eine schnelle und sichere Entwässerung sorgt.
[0003] Die Anmelderin selbst vertreibt ein solches Entwässerungssystem unter dem Namen Pluvia.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Ablaufanordnung für Dachentwässerungssysteme anzugeben, welche die Nachteile
des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll eine Ablaufvorrichtung angegeben
werden, welche möglichst flexibel montierbar ist.
[0005] Diese Aufgabe löst der Gegenstand von Anspruch 1. Demgemäss umfasst eine Ablaufanordnung
für die Dachentwässerung eine Ablaufvorrichtung und eine Einlaufvorrichtung. Die Ablaufvorrichtung
weist einen Rohrstutzen und mindestens ein Halteelement, das vorzugsweise mit dem
Rohrstutzen in Verbindung steht, auf. Das Halteelement könnte auch anderweitig befestigt
sein, beispielsweise gebäudeseitig. Die Einlaufvorrichtung umfasst ein Abdeckteil
zur Abdeckung des Rohreintritts mit seitlichen Durchgängen, durch welche Wasser zum
Rohreintritt zuführbar ist, und ein Funktionsteil, welches unterhalb des Abdeckteils
angeordnet ist. Das Funktionsteil ist wahlweise ein eine Stauhöhe definierendes Staufunktionsteil
oder ein Notüberlauffunktionsteil mit einem eine Einlaufhöhe definierenden Einlauf.
Sowohl das Staufunktionsteil als auch das Notüberlauffunktionsteil und das Abdeckteil
sind zum besagten mindestens einen Halteelement befestigbar.
[0006] Das Halteelement dient also der Aufnahme des Staufunktionsteils und des Abdeckteils
bzw. des Notüberlauffunktionsteils und des Abdeckteils. Somit kann die also die Paarung
Staufunktionsteils und Abdeckteil und die Paarung Notüberlauffunktionsteil und Abdeckteil
am gleichen Halteelement befestigt werden. Diese Ausbildung ist vorteilhaft, weil
eine Anpassung der Halteelemente mit Blick auf die Funktion der Ablaufanordnung entfällt.
[0007] Darüber hinaus ergeht auch der Vorteil, dass die Ablaufanordnung flexibler einsetzbar
ist. So kann der Installateur vor Ort entscheiden, ob die Ablaufanordnung als Notüberlauf
oder als normaler Einlauf eingesetzt werden kann.
[0008] Vorzugsweise werden sowohl das Staufunktionsteil als auch das Notüberlauffunktionsteil
durch das Abdeckteil am Halteelement gehalten. In diesem Fall dient das Abdeckteil
als Befestigungsmittel für das Staufunktionsteil und das Notüberlauffunktionsteil
zum Halteelement. Es können also zusätzliche Befestigungselemente entfallen.
[0009] Besonders bevorzugt sind genau zwei Halteelement bezüglich des Rohrstutzens diametral
gegenüber einander angeordnet.
[0010] Das Funktionsteil kann wie erwähnt als Staufunktionsteil oder als Notüberlauffunktionsteil
bereitgestellt werden. Das Staufunktionsteil ist dabei unterschiedlich ausgebildet
als das Notüberlauffunktionsteil. Identisch ist aber das Abdeckteil in beiden Fällen.
Folglich ergeht der Vorteil, dass die Einlaufvorrichtung vielseitig, also mit den
beiden Funktionen "normaler Anlauf" und "Notablauf" bereitgestellt werden kann, wobei
lediglich das entsprechende Funktionsteil gewählt werden muss.
[0011] Besonders bevorzugt stellt das Abdeckteil einen Innenraum bereit, in welchem das
Funktionsteil liegt. Der Innenraum ist durch besagten Durchbrüche zugänglich.
[0012] Vorzugsweise verfügt das Staufunktionsteil über mindestens eine Befestigungsschnittstelle
zur Befestigung des Staufunktionsteils zum Halteelement und das Notüberlauffunktionsteil
verfügt über mindestens eine Befestigungsschnittstelle zur Befestigung des Notüberlauffunktionsteils
zum Haltelement. Die besagte Befestigungsschnittstelle des Staufunktionsteils und
die Befestigungsschnittstelle des Notüberlauffunktionsteils sind dabei im Wesentlichen
identisch zueinander ausgebildet.
[0013] Unter einer identischen Ausbildung der Befestigungsschnittstelle wird verstanden,
dass bei der Anordnung der Halteelemente keine Modifikationen bei wechselnder Befestigung
des Staufunktionsteils oder des Notüberlauffunktionsteil nötig ist. Das heisst, bei
einer gegebenen Konfiguration der Halteelemente kann sowohl das Staufunktionsteil
als auch das Notüberlauffunktionsteil mit den Halteelementen verbunden werden.
[0014] Vorzugsweise weist das Staufunktionsteil und das Notüberlauffunktionsteil einen scheibenförmigen
Basisabschnitt auf, wobei im montierten Zustand der scheibenförmige Basisabschnitt
des Staufunktionsteil und derjenige des Notüberlauffunktionsteil vorzugsweise auf
gleicher Höhe liegen.
[0015] Der Basisabschnitt kann dabei mindestens Teile der Befestigungsschnittstelle umfassen
und/oder aufnehmen und/oder bereitstellen.
[0016] Vorzugsweise weist die Befestigungsschnittstelle des Staufunktionsteils und die Befestigungsschnittstelle
des Notüberlaufteils die Gestalt von einer Öffnung auf. Je nach Zahl der Halteelemente
können mehrere Öffnungen angeordnet sein. Die Zahl der Halteelemente entspricht vorzugsweise
der Zahl der Öffnungen. Die Öffnung bzw. die Öffnungen sind am Staufunktionsteil und
am Notüberlauffunktionsteil lagegleich und/oder positionsgleich angeordnet.
[0017] Vorzugsweise ist die Öffnung im scheibenförmigen Basisabschnitt angeordnet. Der scheibenförmige
Basisabschnitt kann im Bereich der Öffnung unterschiedlich ausgebildet sein. In einer
ersten Ausbildung ist der scheibenförmige Basisabschnitt im Bereich der Öffnung eben
ausgebildet. In einer zweiten Ausbildung weist der scheibenförmige Basisabschnitt
im Bereich der Öffnung eine Ausbuchtung auf, die sich vom Abdeckteil weg erstreckt,
wobei die Öffnung in der Ausbuchtung angeordnet ist. Durch die Ausbuchtung wird die
Form des Basisabschnittes verändert, wodurch auch die Form des Haltelementes, das
gebäudeseitig montiert wird, verändert werden kann. Ragt die Ausbuchtung beispielsweise
Richtung Gebäude, so kann das Halteelement kürzer ausgebildet werden, was bei der
Montage bezüglich einer unbeabsichtigten Verformung durch den Installateur vorteilhaft
ist. Die Ausbuchtung im Staufunktionsteil ist dabei vorzugsweise identisch zur Ausbuchtung
im Notüberlauffunktionsteil ausgebildet.
[0018] Vorzugsweise ist mindestens ein Befestigungselement am Abdeckteil verschiebbar gelagert,
mit welchem Befestigungselement das Abdeckteil zum Halteelement befestigbar ist. Vorzugsweise
ist das Befestigungselement um eine Achse verdrehbar. Die Zahl der Befestigungselemente
entspricht bevorzugt der Zahl der Halteelemente. Die Befestigungselemente sind vorzugsweise
lagegleich und/oder positionsgleich zu den Öffnungen angeordnet.
[0019] Das Befestigungselement kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. In der mehrteiligen
Ausbildung umfasst das Befestigungselement ein Aktuatorteil und ein Verriegelungsteil,
welche miteinander in Verbindung stehen, wobei das Aktuatorteil mindestens teilweise
oberseitig zum Abdeckteil und das Verriegelungsteil mindestens teilweise unterseitig
zum Abdeckteil liegt.
[0020] Vorzugsweise ist das Halteelement als Zapfen mit einer Kerbe, insbesondere einer
umlaufenden Rille, ausgebildet, wobei das Abdeckteil, insbesondere mit dem Befestigungselement,
über die Kerbe zum Haltelement befestigbar ist
[0021] Vorzugsweise weist das Halteelement eine Lagerfläche auf, auf welcher das Funktionsteil,
insbesondere mit der Unterseite des Basisabschnittes abgestützt ist. Die Lagerfläche
ist bevorzugt mit einem Abstand zur Kerbe angeordnet, welcher Abstand vorzugsweise
der Dicke des Basisabschnittes entspricht.
[0022] Vorzugsweise verfügen das Funktionsteil und das Abdeckteil über Ausrichtelemente,
insbesondere über Ausnehmungen und Erhebungen, wobei über die Ausrichtelemente das
Abdeckteil zum Funktionsteil ausrichtbar ist. Vorzugsweise sind am Funktionsteil Ausnehmung
angeordnet und die Stege, welche die Durchbrüche am Abdeckteil begrenzen, dienen als
Erhebungen.
[0023] Vorzugsweise umfasst beim Notüberlaufunktionsteil der Basisabschnitt eine den Einlauf
bereitstellende Durchlassöffnung und eine sich vom scheibenförmigen Basisabschnitt
um die Durchlassöffnung vollständig herum erstreckende Erhebung, deren Oberkante die
Einlaufhöhe definiert. Durch die Wahl der Höhe der Erhebung kann die maximale Höhe
des Wasserstandes, bis das Wasser über den Notüberlauf abfliessen soll definiert werden.
[0024] In Einbaulage liegen der Basisabschnitt des Staufunktionsteils und der Basisabschnitt
des Notüberlauffunktionsteils im Wesentlichen auf gleicher Höhe.
[0025] Besonders bevorzugt ist die Erhebung Teil eines Rohrabschnittes, welcher sich von
der Oberkante der Erhebung durch den scheibenförmigen Basisabschnitt hindurch erstreckt
und in Einbaulage in den Rohreintritt des Ablaufrohrs einragt.
[0026] Vorzugsweise ist zwischen der Unterseite des Abdeckteils und der Erhebung ein freier
Zwischenraum vorhanden, durch welchen das abzuführende Wasser dem Einlauf des Notüberlauffunktionsteils
zuführbar ist.
[0027] Vorzugsweise ist das Staufunktionsteil beabstandet zum Rohrstutzen angeordnet, so
dass Wasser durch den Abstand in den Rohrstutzen einfliessen kann. Es wird also ein
Zwischenraum zwischen dem Staufunktionsteil, insbesondere seinem Basisabschnitt, und
dem Rohreintritt geschaffen, über welchen das Wasser einfliessen kann. Bis zum Erreichen
des Niveaus des Staufunktionsteils fliesst das Wasser normal mit Luft in den Rohrstutzen
ein. Sobald die Stauhöhe überschritten wird, verhindert das Staufunktionsteil weiteres
Einfliessen von Luft in den Rohrstutzen, was den Abfluss von Wasser begünstigt. Vorzugsweise
ist das Notüberlauffunktionsteil derart zum Rohrstutzen angeordnet ist, dass Wasser
ausschliesslich über den Einlauf des Notüberlaufunktionsteil in den Rohrstutzen einfliessen
kann. Insbesondere ragt das Rohrstück des Notüberlauffunktionsteil in den Rohrstutzen
ein. Zwischen Rohrstück und Rohrstutzen ist vorzugsweise eine Dichtung angeordnet.
[0028] Das Staufunktionsteil dient der Verhinderung eines Lufteintritts in das Ablaufrohr
wenn der Wasserstand auf dem Gebäude eine Stauhöhe erreicht bzw. überschritten hat.
Das Notüberlauffunktionsteil hat einen eine Einlaufhöhe definierenden Einlauf, wobei
durch das Notüberlauffunktionsteil ein Notablauf bei Überschreiten der Einlaufhöhe
durch den Wasserstand auf dem Gebäude bereitgestellt wird. Die Stauhöhe des Staufunktionsteils
liegt tiefer oder gleich als die Einlaufhöhe des Notüberlauffunktionsteils.
[0029] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0030] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ablaufanordnung umfassend eine Ablaufvorrichtung
für die Dachentwässerung und eine Einlaufvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht der Ablaufanordnung nach Figur 1 mit einem Staufunktionsteil;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der Ablaufanordnung nach Figur 1 mit einem Notüberlauffunktionsteil;
- Fig. 4
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung nach Figur 1 und 2 mit dem Staufunktionsteil;
- Fig. 5
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung nach Figur 1 und 2 mit dem Notüberlauffunktionsteil;
- Fig. 6
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung mit dem Staufunktionsteil nach einer weiteren
Variante;
- Fig. 7
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung mit dem Notüberlauffunktionsteil nach der
in Figur 6 gezeigten Variante;
- Fig. 8
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung mit dem Staufunktionsteil nach einer weiteren
Variante; und
- Fig. 9
- eine Explosionsansicht der Ablaufanordnung mit dem Notüberlauffunktionsteil nach der
in Figur 8 gezeigten Variante.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0031] In der Figur 1 wird eine perspektive Ansicht einer Ablaufanordnung 29 gezeigt. Die
Ablaufanordnung 29 umfasst eine Ablaufvorrichtung 3 für die Gebäude-Entwässerung und
eine Einlaufvorrichtung 1, welche über der Ablaufvorrichtung 3 angeordnet ist. Über
die Einlaufvorrichtung 1 wird das abzuführende Wasser der Ablaufvorrichtung 3 zugeführt.
Eine derartige in den Figuren gezeigte Ablaufanordnung 29 wird typischerweise in der
Gebäude-Entwässerung auf einem Dach angeordnet. Es können aber auch andere Flächen,
die nicht Teil eines Gebäudes sein können, entwässert werden. Das Gebäude ist in den
Figuren nur symbolisch gezeigt und trägt das Bezugszeichen G.
[0032] Die Figuren 2 und 3 zeigen eine Schnittdarstellung der erfindungsgemässen Ablaufvorrichtung
29. Insbesondere wird die Einlaufvorrichtung 1 genauer gezeigt. Anhand der Figuren
2 und 3 wird nun die Einlaufvorrichtung 1 genauer erläutert.
[0033] Die Einlaufvorrichtung 1 umfasst ein Abdeckteil 4 zur Abdeckung des Rohreintritts
2 und ein Funktionsteil 5. Das Funktionsteil 5 ist unterhalb des Abdeckteils 4 angeordnet.
Das Abdeckteil 4 ist mit einer Vielzahl von seitlichen Durchgängen 21 versehen, durch
welche Wasser zur Ablaufvorrichtung 3 zuführbar ist. Das Abdeckteil 4 und das Funktionsteil
5 sind zu einem gebäudeseitig montierten Halteelement 6 der Ablaufvorrichtung 3 befestigbar.
Das Funktionsteil 5 ist wahlweise ein Staufunktionsteil 7 oder ein Notüberlauffunktionsteil
8. Mit anderen Worten gesagt: Das Funktionsteil 5 kann aus der Gruppe von Staufunktionsteil
7 und Notüberlauffunktionsteil 8 ausgewählt werden.
[0034] Typischerweise werden auf einem zu entwässernden Gebäude mindestens eine bzw. eine
Mehrzahl von Ablaufanordnung(en) 29 mit dem Staufunktionsteil 7 und mindestens eine
bzw. eine Mehrzahl von Ablaufanordnung(en) 29 mit dem Notüberlauffunktionsteil 8 angeordnet.
[0035] In der Figur 2 wird das Funktionsteil 5 als Staufunktionsteil 7 gezeigt. Das Staufunktionsteil
7 liegt beabstandet zum Rohreintritt 2 der Ablaufvorrichtung 3, so dass ein freier
Zwischenraum 35 zwischen Rohreintritt 2 und dem Staufunktionsteil 7 vorhanden ist.
Durch diesen freien Zwischenraum 35 fliesst das abzuführende Wasser dem Rohreintritt
2 zu. Der Wasserfluss wird durch den Pfeil W dargestellt. Das Staufunktionsteil 7
dient zur Verhinderung eines Lufteintrittes in das Ablaufrohr 3, wenn der Wasserstand
auf dem Gebäude eine Stauhöhe S erreicht bzw. überschritten hat. Die Stauhöhe S ist
in der Figur 2 mit einer gestrichelten Linie eingezeichnet. Sobald das Wasser auf
dem Gebäude G die Stauhöhe S erreicht hat, wird der Zufluss, hier der Zwischenraum
37, zum Rohreintritt 2 vollständig mit Wasser gefüllt und es kann ein Lufteintritt
in den Rohreintritt 2 verhindert werden. Durch die dadurch entstehenden Strömungsverhältnisse
kann die Abflussleistung gesteigert werden.
[0036] In der Figur 3 wird das Funktionsteil als Notüberlauffunktionsteil 8 gezeigt. Das
Notüberlauffunktionsteil 8 umfasst einen Einlauf 26, welcher eine Einlaufhöhe E definiert.
Das Notüberlauffunktionsteil 8 stellt einen Notablauf bei Überschreiten der Einlaufhöhe
E durch den Wasserstand auf dem Gebäude G bereit. In der Figur 3 ist die Einlaufhöhe
E mit einer gestrichelten Linie dargestellt. Zwischen der Unterseite des Abdeckteils
4 und der Erhebung 13 ist ein freier Zwischenraum 37 vorhanden, durch welchen das
abzuführende Wasser dem Einlauf 26 zuführbar ist.
[0037] Die Stauhöhe S des Staufunktionsteils 7 ist, wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt,
tiefer oder gleich als die Einlaufhöhe E des Notüberlauffunktionsteils 8. Das heisst,
dass bis zum Erreichen der Einlaufhöhe E das Wasser über diejenigen Ablaufanordnungen
abfliesst, welche mit dem Staufunktionsteil 7 ausgerüstet sind und bei Übersteigen
der Einlaufhöhe E das Wasser über diejenigen Ablaufanordnungen abfliesst, welche mit
dem Notüberlauffunktionsteil 8 ausgerüstet sind.
[0038] Das Abdeckteil 4 umfasst in der gezeigten Ausführung einen Deckelabschnitt 39, von
welchem sich seitlich eine Vielzahl von Stegen 38 weg erstrecken. Die Stege 38 sind
beabstandet zueinander angeordnet. Durch den Abstand werden die Durchgänge 21 geschaffen.
[0039] Das Staufunktionsteil 7 und das Notüberlauffunktionsteil 8 verfügen über jeweils
mindestens eine Befestigungsschnittstelle 15, über welche das jeweilige Funktionsteil
7, 8 zum Halteelement 6 der Ablaufvorrichtung 3 befestigbar ist. Die Befestigungsschnittstelle
des Staufunktionsteils 7 ist dabei im Wesentlichen identisch zur Befestigungsschnittstelle
des Notüberlauffunktionsteils 8 ausgebildet. Somit können beide Funktionsteile 7,
8 mit den gleichen Halteelementen 6 verbunden werden. Der Installateur kann vor Ort
entscheiden, ob ein Staufunktionsteil 7 oder ein Notüberlauffunktionsteil 8 angeordnet
werden soll, ohne dass an den Halteelementen 6 oder den Funktionsteilen 7, 8 Anpassungen
vorgenommen werden müssen.
[0040] Von den Figuren 2 und 3 kann weiter erkannt werden, dass sowohl das Staufunktionsteil
7 als auch das Notüberlauffunktionsteil 8 einen scheibenförmigen Basisabschnitt 9
aufweisen. Im montierten Zustand liegt der scheibenförmige Basisabschnitt 9 des Staufunktionsteils
7 und derjenige des Notüberlauffunktionsteils 8 vorzugsweise auf gleicher Höhe.
[0041] In der gezeigten Ausführungsform ist die besagte Befestigungsschnittstelle 15 Teil
des Basisabschnittes 9. Die Befestigungsschnittstelle 15 wird hier als Öffnungen dargestellt,
welches sich durch den Basisabschnitt 9 hindurch erstrecken. Über diese Öffnungen
wird das Staufunktionsteil 7 bzw. das Notüberlauffunktionsteil 8 am Halteelement 6
gelagert. Das Halteelement 6 erstreckt sich dabei durch die Öffnung 15 hindurch.
[0042] Die Stauhöhe S wird durch die Oberseite 11 des scheibenförmigen Basisabschnittes
9 definiert. Das Wasser kann also bis zum Oberseite 11 des scheibenförmigen Basisabschnittes
9 ansteigen und erst dann wird das Ansaugen von Luft verhindert.
[0043] Beim Notüberlauffunktionsteil 8 weist der Basisabschnitt 9 eine den Einlauf 26 bereitstellende
Durchlassöffnung 10 auf. Die Durchlassöffnung 10 wird hier durch eine Erhebung 12,
die sich vom scheibenförmigen Basisabschnitt 9, erstreckt vollständig umgeben. Die
Erhebung 12 umgibt die Durchlassöffnung 10 im Wesentlichen vollständig. Die Oberkante
13 der Erhebung 12 definiert dabei die Einlaufhöhe E. Die Erhebung 12 ist hier Teil
eines Rohrabschnittes 14, welcher sich von der Oberkante 13 der Erhebung durch den
scheibenförmigen Basisabschnitt 9 hindurch erstreckt und in Einbaulage, so wie in
der Figur 3 gezeigt, in den Rohreintritt 2 der Ablaufvorrichtung 3 einragt. Vorzugsweise
ist die Verbindung zwischen Rohrabschnitt 14 und Roheintritt 2 bezüglich Wasser dicht
ausgebildet. Das Wasser fliesst entlang des Pfeils W durch die Durchgänge 21 des Abdeckteils
4 hindurch und fliesst dann über die Erhebung 12 in den Rohrabschnitt 14 und somit
in die Ablaufvorrichtung 3 ein.
[0044] In den Explosionsansichten der Figuren 4 bis 9 werden verschiedene Anordnungen der
Öffnung 15, welche in den gezeigten Ausführungsformen die besagte Befestigungsschnittstelle
bereitstellt, gezeigt.
[0045] In den Figuren 4 bis 5 ist die Öffnung 15 im Basisabschnitt 9 angeordnet. Der scheibenförmige
Basisabschnitt 9 ist dabei im Bereich der Öffnung 15 eben, also flach, ausgebildet.
[0046] In den Figuren 6 bis 9 werden zwei weitere Varianten gezeigt. Hier ist der scheibenförmige
Basisabschnitt 9 im Bereich der Öffnung 15 mit einer Ausbuchtung 16 ausgebildet. Die
Ausbuchtung 16 erstreckt sich dabei vom Abdeckteil 4 weg, also in Richtung Ablaufvorrichtung
3. Die Öffnung 15 liegt am Grund der Ausbuchtung 16 und ist demnach in der Ausbuchtung
16 angeordnet. Die Ausbuchtung 16 hat den Vorteil, dass die Unterseite des scheibenförmigen
Basisabschnittes 9, welche der Ablaufvorrichtung 3 zugewandt ist, näher bei der Ablaufvorrichtung
3 liegt. Hierdurch können die Halteelemente 6 entsprechen kürzer ausgebildet werden,
was bei der Montage den Vorteil hat, dass diese weniger durch Werkzeuge oder Installateure
abgedrückt werden können. Diese Funktion wird beim Vergleich der Länge der Halteelemente
6 zwischen den Figuren 4 und 5 und den Figuren 6 bis 9 augenscheinlich.
[0047] In den Figuren 6 bis 7 ist die Ausbuchtung 9 derart angeordnet, dass diese durch
den Basisabschnitt 9 umgeben wird. In den Figuren 8 bis 9 ist die Ausbuchtung 9 derart
angeordnet, dass diese bezüglich des Randes des Basisabschnittes 9 offen ausgebildet
ist. Weiter ist in den gezeigten Ausführungsformen nach den Figuren 1 bis 9 ein Befestigungselement
17 am Abdeckteil 4 verschiebbar gelagert. Das Befestigungselement 17 ist hier am Abdeckteil
4 drehbar gelagert und kann von einer Entriegelungslage in eine Verriegelungslage
gebracht werden. Das Befestigungselement 17 arbeitet mit dem Halteelement 6 zusammen
und sichert das Abdeckteil 4 sowie das Funktionsteil 7, 8 zum Halteelement 6. In der
Verriegelungslage kann also das Abdeckteil 4 und die Funktionsteile 7, 8 nicht vom
Halteelement 6 getrennt werden. In der Entriegelungslage können die beiden Teile vom
Halteelement 6 entfernt werden. Das Befestigungselement 17 greift mit einer Rastausnehmung
36 in eine Rille 20 am Halteelement 6, welches hier die Gestalt eines Zapfens 19.
Die Rille 20 kann auch eine nicht vollständig umlaufende Kerbe sein. Hierdurch wird
das Abdeckteil 4 zum Halteelement 6 gesichert. Das Halteelement 6 umfasst weiter eine
Lagerfläche 24. Weiter ragt das Halteelement 6 durch die Öffnung 15 am Funktionselement
7, 8 hindurch und letzteres liegt mit seiner Unterseite 25 auf der Lagerfläche 24
auf. Durch den Kontakt mit dem Befestigungselement 17 wird das Funktionselement 7,
8 zwischen Lagerfläche 24 und Befestigungselement 17 geklemmt und so zum Halteelement
6 gesichert.
[0048] Im vorliegenden Fall sind zwei Befestigungselemente 17 angeordnet. Es wäre auch denkbar
nur ein oder mehr als zwei Befestigungselemente 17 vorzusehen. Die Zahl der Halteelement
9 entspricht vorzugsweise der Zahl der Befestigungselemente.
[0049] In der gezeigten Ausführungsform sind die Befestigungselemente 17 zweiteilig ausgebildet.
Die Befestigungselement 17 umfassen dabei einen Aktuatorteil 22 und einen Verriegelungsteil
23. Das Aktuatorteil 22 steht dabei mit dem Verriegelungsteil 23 in Verbindung. Das
Aktuatorteil 22 erstreckt sich dabei oberseitig zum Abdeckteil 4 sowie durch das Abdeckteil
4 hindurch und ist im Abdeckteil 4 drehbar gelagert. Das Aktuatorteil 22 kann von
einem Installateur gut ergriffen werden. Das Verriegelungsteil 23 liegt unterseitig
zum Abdeckteil 4 und arbeitet mit dem Halteelement 6 zusammen. Aktuatorteil 22 und
Verriegelungsteil 23 werden vorzugsweise über eine Einrastverbindung miteinander verbunden.
Das Befestigungselement 17 kann aber auch einteilig ausgebildet sein.
[0050] Oberhalb des Abdeckteils 4 weist hier das Befestigungselement 17 eine Grifflasche
30 auf. Die Grifflasche 30 kann vom Installateur zur Betätigung des Befestigungselementes
ergriffen werden. Weiter erstreckt sich von der Oberseite des Abdeckteils 4 ein Kamm
31. Der Kamm 31 liegt hier zwischen zwei Befestigungselementen 17. Der Kamm 31 und
die Grifflaschen 30 dienen dem Installateur der Signalisation der Stellung der Befestigungselemente.
Liegen die Grifflaschen 30 fluchtend mit dem Kamm so befinden sich die Befestigungselemente
17 in der verriegelten Stellung. Liegt die Grifflasche 30 winklig zum Kamm 31 so liegt
das Befestigungselement 17 in der entriegelten Stellung.
[0051] Unterseitig weist das Befestigungselement 17 hier noch einen Noppen 32 auf. Der Noppen
32 ragt dabei in eine Ausnehmung 33 in Basisabschnitt 9 ein. Durch die Paarung Noppen
32 und Ausnehmung 33 kann eine Führung zwischen dem Befestigungselement 17 und dem
Staufunktionsteil 7 bzw. dem Notüberlauffunktionsteil 8 bereitgestellt werden. Die
Führung hilft bei der Betätigung des Befestigungselementes aber auch bei der Positionierung
des Abdeckteils 4.
[0052] Weiter ist es vorteilhaft, wenn das Funktionsteil 7, 8 und das Abdeckteil 4 über
Ausrichtelemente 27, 28 verfügen, wobei über die Ausrichtelemente 27, 28 das Abdeckteil
4 zum Funktionsteil 7, 8 ausrichtbar ist. In den gezeigten Ausführungsformen ist ein
Ausrichtelement 27, 28 aus einer Paarung Erhebung und Ausnehmung bereitgestellt. Die
Erhebung 27 wird durch die Stege 38 bereitgestellt, welche die Durchgänge 21 begrenzen
und die Ausnehmung 28 erstreckt sich vom Rand in den Basisabschnitt 9 hinein.
[0053] Wie in den Figuren 2 bis 9 gezeigt, umfasst die Ablaufvorrichtung 3 einen Rohrstutzen
18 und mindestens ein mit dem Rohrstutzen 18 in Verbindung stehendes Halteelement
6. In der gezeigten Ausführungsform sind jeweils zwei Halteelemente 6 gezeigt. Das
Abdeckteil 4 und das Staufunktionsteil 7 bzw. das Notüberlauffunktionsteil 8 werden
dabei mit dem Befestigungselement 17 am Halteelement 6 befestigt. Das Staufunktionsteil
7 ist beabstandet zum Rohrstutzen 18 angeordnet, so dass Wasser durch diesen Abstand
in den Rohrstutzen 18 einfliessen kann. Das Notüberlauffunktionsteil 8 ist derart
zum Rohrstutzen 18 angeordnet, dass Wasser ausschliesslich über den Einlauf 26 des
Notüberlauffunktionsteils 8 in den Rohrstutzen 18 einfliessen kann.
[0054] Vorzugsweise weist das Staufunktionsteils 7 eine strömungsoptimierte Form auf. Hierzu
ist auf der Unterseite, die zur Ablaufvorrichtung 3 zugewandt ist, das Staufunktionsteil
7 entsprechend ausgebildet. Die strömungsoptimierten Elemente tragen das Bezugszeichen
34.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Einlaufvorrichtung |
28 |
Ausrichtelement |
| 2 |
Rohreintritt |
29 |
Ablaufanordnung |
| 3 |
Ablaufvorrichtung |
30 |
Grifflasche |
| 4 |
Abdeckteil |
31 |
Kamm |
| 5 |
Funktionsteil |
32 |
Noppen |
| 6 |
Halteelement |
33 |
Ausnehmung |
| 7 |
Staufunktionsteil |
34 |
strömungsoptimierende |
| 8 |
Notüberlauffunktionsteil |
|
Elemente |
| 9 |
Basisabschnitt |
35 |
Zwischenraum |
| 10 |
Durchflussöffnung |
36 |
Rastausnehmung |
| 11 |
Oberseite |
37 |
Zwischenraum |
| 12 |
Erhebung |
38 |
Stege |
| 13 |
Oberkante |
39 |
Deckelabschnitt |
| 14 |
Rohrabschnitt |
|
|
| 15 |
Befestigungsschnittstelle, Öffnung |
S |
Stauhöhe |
| E |
Einlaufhöhe |
| 16 |
Ausbuchtung |
G |
Gebäude |
| 17 |
Befestigungselement |
W |
Wassereinlauf |
| 18 |
Rohrstutzen |
|
|
| 19 |
Zapfen |
|
|
| 20 |
Rille |
|
|
| 21 |
Durchgänge |
|
|
| 22 |
Aktuatorteil |
|
|
| 23 |
Verriegelungsteil |
|
|
| 24 |
Lagerfläche |
|
|
| 25 |
Unterseite |
|
|
| 26 |
Einlauf |
|
|
| 27 |
Ausrichtelement |
|
|
1. Ablaufanordnung (29) für die Dachentwässerung umfassend eine Ablaufvorrichtung (3)
und eine Einlaufvorrichtung (1),
wobei die Ablaufvorrichtung (3) einen Rohrstutzen (18) und mindestens ein Halteelement
(6), das vorzugsweise mit dem Rohrstutzen (18) in Verbindung steht, aufweist, und
wobei die Einlaufvorrichtung ein Abdeckteil (4) zur Abdeckung des Rohreintritts (2)
mit seitlichen Durchgängen (21), durch welche Wasser zum Rohreintritt (2) zuführbar
ist, und ein Funktionsteil (5), welches unterhalb des Abdeckteils (4) angeordnet ist,
umfasst
wobei das Funktionsteil (5) wahlweise ein eine Stauhöhe (S) definierendes Staufunktionsteil
(7) oder ein Notüberlauffunktionsteil (8) mit einem eine Einlaufhöhe (E) definierenden
Einlauf (26) ist, dadurch gekennzeichnet, dass
sowohl das Staufunktionsteil (7) als auch das Notüberlauffunktionsteil (8) und das
Abdeckteil (4) zum besagten mindestens einen Halteelement (6) befestigbar sind.
2. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Staufunktionsteil (7) als auch das Notüberlauffunktionsteil (8) durch
das Abdeckteil am Halteelement (6) gehalten werden.
3. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufunktionsteil (7) und das Notüberlauffunktionsteil (8) über jeweils mindestens
eine Befestigungsschnittstelle (15) verfügen, über welche das jeweilige Funktionsteil
(5, 7, 8) zum Halteelement (6) befestigbar sind, wobei die Befestigungsschnittstelle
des Staufunktionsteils (7) und die Befestigungsschnittstelle des Notüberlauffunktionsteils
(8) im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet sind.
4. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufunktionsteil (7) und das Notüberlauffunktionsteil (8) jeweils einen scheibenförmigen
Basisabschnitt (9) aufweisen, wobei im montierten Zustand der scheibenförmige Basisabschnitt
(9) des Staufunktionsteils (7) und derjenige des Notüberlauffunktionsteils (8) vorzugsweise
auf gleicher Höhe liegen,
5. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisabschnitt (9) mindestens Teile der Befestigungsschnittstelle (15) umfassen
und/oder aufnehmen und/oder bereitstellen kann.
6. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschnittstelle des Staufunktionsteils und die Befestigungsschnittstelle
des Notüberlaufteils die Gestalt von einer Öffnung (15) aufweist, welche am Staufunktionsteil
(7) und am Notüberlauffunktionsteil (8) lagegleich bzw. positionsgleich angeordnet
ist.
7. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (15) im scheibenförmigen Basisabschnitt (9) angeordnet ist, wobei der
scheibenförmige Basisabschnitt (9) im Bereich der Öffnung (15) eben ausgebildet ist
oder wobei der scheibenförmige Basisabschnitt (9) im Bereich der Öffnung (15) eine
Ausbuchtung (16), die sich vom Abdeckteil (4) weg erstreckt, aufweist, wobei die Öffnung
(15) in der Ausbuchtung (16) angeordnet ist.
8. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Befestigungselement (17) am Abdeckteil (4) verschiebbar gelagert ist,
mit welchem Befestigungselement (17) das Abdeckteil (4) zum Halteelement (6) befestigbar
ist.
9. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (17) einteilig oder mehrteilig mit einem Aktuatorteil (22)
und einem Verriegelungsteil (23), welche miteinander in Verbindung stehen, ausgebildet
ist, wobei das Aktuatorteil (22) mindestens teilweise oberseitig zum Abdeckteil (4)
und das Verriegelungsteil (23) mindestens teilweise unterseitig zum Abdeckteil (4)
liegt.
10. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) als Zapfen (19) mit einer Kerbe, insbesondere einer umlaufenden
Rille (20), ausgebildet ist, wobei das Abdeckteil (4), insbesondere mit dem Befestigungselement
(17), über die Kerbe zum Haltelement befestigbar ist.
11. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) eine Lagerfläche (24) aufweist, auf welcher das Funktionsteil
(5), insbesondere mit der Unterseite (25) des Basisabschnittes (9) abgestützt ist,
wobei die Lagerfläche (24) mit einem Abstand zur Kerbe (20) angeordnet ist, welcher
vorzugsweise der Dicke des Basisabschnittes (9) entspricht.
12. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsteil (5, 7, 8) und das Abdeckteil (4) über Ausrichtelemente (27, 28),
insbesondere über Ausnehmungen (27) und Erhebungen (28) verfügen, wobei über die Ausrichtelemente
(27, 28) das Abdeckteil (4) zum Funktionsteil (5, 7, 8) ausrichtbar ist.
13. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Staufunktionsteil (7) die Oberseite (11) des scheibenförmigen Basisabschnittes
(9) die Stauhöhe (S) definiert und/oder
dass das Notüberlaufunktionsteil (8) der Basisabschnitt (9) eine den Einlauf (26) bereitstellende
Durchlassöffnung (10) und eine sich vom scheibenförmigen Basisabschnitt (9) um die
Durchlassöffnung (10) vollständig herum erstreckende Erhebung (12) umfasst, deren
Oberkante (13) die Einlaufhöhe definiert.
14. Ablaufanordnung (29) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (12) Teil eines Rohrabschnittes (14) ist, welcher sich von der Oberkante
(13) der Erhebung (12) durch den scheibenförmigen Basisabschnitt (9) hindurch erstreckt
und in Einbaulage in den Rohreintritt (2) der Ablaufvorrichtung (3) einragt.
15. Ablaufanordnung (29) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite des Abdeckteils (4) und der Erhebung (26) ein freier Zwischenraum
(37) vorhanden ist, durch welchen das abzuführende Wasser dem Einlauf (26) zuführbar
ist, und/oder
dass das Staufunktionsteil (7) beabstandet zum Rohrstutzen (18) angeordnet ist, so
dass zwischen Rohreintritt (2) und der Stauscheibe ein freier Zwischenraum (35) geschaffen
wird, durch welchen Wasser zum Rohrstutzen (18) fliessen kann, und/oder
dass das Notüberlauffunktionsteil (8) derart zum Rohrstutzen (18) angeordnet ist,
dass Wasser ausschliesslich über den Einlauf (26) des Notüberlaufunktionsteil (8)
in den Rohrstutzen einfliessen kann.