[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stoppervorrichtung für das Stoppen eines
Schiebeflügels einer Schiebetür sowie ein Verfahren für die Montage einer derartigen
Stoppervorrichtung.
[0002] Es ist grundsätzlich bekannt, dass Schiebetüren eingesetzt werden, um Türöffnungen
in Baukörpern zu öffnen und zu verschließen. Diese Schiebetüren weisen üblicherweise
Schiebeflügel auf, welche zwischen einer Geschlossenposition und einer Offenposition
hin- und hergeschoben werden können. Weiter ist es bekannt, dass zumindest eine dieser
beiden Positionen des Schiebeflügels hinsichtlich einer definierten Endposition mit
einem Endanschlag versehen werden kann. Solche Endanschläge sind üblicherweise Stoppervorrichtungen,
welche an der Decke und/oder am Boden des Baukörpers befestigt werden. Diese Befestigung
dient dazu, eine entsprechende Anschlagsgegenkraft zur Verfügung zu stellen, um auf
diese Weise die Endposition des Schiebeflügels eindeutig zu definieren.
[0003] Nachteilhaft bei den bekannten Lösungen ist es, dass die Stoppervorrichtungen üblicherweise
einfache Gummistopper sind. Diese einfachen Gummistopper dienen dazu, eine elastische
Rückstellwirkung zur Verfügung zu stellen, und durch die elastische Verformung beim
Auftreffen des Schiebeflügels gleichzeitig in Schieberichtung eine Aufprallkraft abzupuffern.
Nachteilhaft bei diesen Lösungen ist es jedoch, dass sie normalerweise spezifisch
für die jeweilige Einsatzsituation, den jeweiligen Einsatzort und vor allem die explizite
Ausbildung des Schiebeflügels sind. Dies führt dazu, dass je nach Art, Ort und Ausbildung
der Schiebetürenanlage ein jeweils spezifischer Puffer als Stoppervorrichtung eingesetzt
werden muss. Auch die Position der Anordnung, also eine Bodenverschraubung, eine Deckenverschraubung
oder eine Randverschraubung, stellt eine spezifische Ausbildung der Stoppervorrichtung
dar. Damit erhöht sich die Komplexität und die Notwendigkeit, unterschiedliche Stoppervorrichtungen
vorzuhalten, deutlich. Der Preis einer einzelnen Stoppervorrichtung steigt ebenfalls
an.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise die Einsatzflexibilität einer Stoppervorrichtung
zu erhöhen.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Stoppervorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Weitere Merkmale
und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Stoppervorrichtung beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung
zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden
kann.
[0006] Eine erfindungsgemäße Stoppervorrichtung dient dem Stoppen eines Schiebeflügels einer
Schiebetür. Um dies zu gewährleisten, weist die Stoppervorrichtung einen Montagekörper
mit wenigstens einer Montageschnittstelle für die Befestigung des Montagekörpers an
einem Baukörper auf. Darüber hinaus ist der Montagekörper mit einer Pufferschnittstelle
für die Befestigung eines elastischen Pufferkörpers an dem Montagekörper versehen.
Eine erfindungsgemäße Stoppervorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Pufferkörper
eine Gegenschnittstelle für die Befestigung an der Pufferschnittstelle in einer ersten
Pufferposition und wenigstens einer zweiten Pufferposition aufweist. Dabei weist der
Pufferkörper einen ersten Pufferabschnitt und einen zweiten Pufferabschnitt auf, welche
derart zueinander ausgerichtet sind, dass in der ersten Pufferposition der erste Pufferabschnitt
und in der zumindest einen zweiten Pufferposition der zweite Pufferabschnitt seine
Pufferwirkung für den Schiebeflügel zur Verfügung stellt.
[0007] Erfindungsgemäß ist also eine insbesondere zweiteilige Ausführungsform der Stoppervorrichtung
vorgesehen. So ist zum einen der Montagekörper zur Verfügung gestellt, welcher an
eine möglichst breite Einsatzmöglichkeit für eine Befestigung an einem Baukörper ausgebildet
ist. Durch das Vorsehen einer universellen Montageschnittstelle ist es demnach möglich,
über diese Montageschnittstelle den Montagekörper im Wesentlichen in beliebiger Weise
an einem Baukörper zu befestigen. Ein solcher Baukörper kann dabei zum Beispiel die
Wand, die Decke oder der Boden eines Gebäudes sein. Damit wird ein erster Schritt
einer Erhöhung der Flexibilität erzielt, indem die Montageschnittstelle als universelle
Montageschnittstelle im Wesentlichen frei von jeglicher spezifischer Ausbildung hinsichtlich
des Orts der Montage ist. Mit anderen Worten kann der Montagekörper mithilfe der Montageschnittstelle
im Wesentlichen frei in der Umgebung bzw. im Bereich eines Türdurchbruchs in einem
Baukörper an diesem Baukörper befestigt werden.
[0008] Die Trennung des Montagekörpers führt dazu, dass zusätzlich zum Montagekörper der
Pufferkörper vorgesehen wird. Der Pufferkörper ist nun ebenfalls über eine Schnittstelle,
nämlich die Gegenschnittstelle, an der Pufferschnittstelle des Montagekörpers befestigbar.
Entscheidend für die vorliegende Erfindung ist es, dass diese Befestigungsmöglichkeit
zumindest zwei unterschiedliche Befestigungspositionen ermöglicht. Dabei handelt es
sich zum einen um die erste Pufferposition und zum anderen um die zweite Pufferposition.
Bei der Befestigung des Pufferkörpers am Montagekörper kann also das Bedienpersonal
auswählen, in welche Ausrichtung und damit in welcher Relativpositionierung der Pufferkörper
an dem Montagekörper befestigt wird.
[0009] Diese Auswahlmöglichkeit erlaubt es, zwischen zumindest zwei Wirkungsweisen des Pufferkörpers
auszuwählen. Wird der Pufferkörper in seiner ersten Pufferposition an der Pufferschnittstelle
des Montagekörpers befestigt, bedeutet dies, dass dementsprechend auch der erste Pufferabschnitt
des Pufferkörpers seine Pufferwirkung für den Schiebeflügel zur Verfügung stellt.
Wird dem entgegengesetzt die zweite Pufferposition ausgewählt und dementsprechend
eine Befestigung an der Pufferschnittstelle des Montagekörpers durchgeführt, stellt
der Pufferkörper somit den zweiten Pufferabschnitt in seiner Pufferwirkung dem Schiebeflügel
zur Verfügung. Dies erlaubt es nun, im Wesentlichen in beliebiger Weise die einzelnen
Pufferabschnitte mit unterschiedlichsten Funktionalitäten auszustatten. Dies kann
zum Beispiel dadurch zur Verfügung gestellt werden, dass die beiden Pufferabschnitte
sich zumindest hinsichtlich eines Pufferwirkungsmerkmals voneinander unterscheiden.
Ein Pufferwirkungsmerkmal ist im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Eigenschaft
des Pufferabschnitts, welche für die Pufferwirkung mit Bezug auf den Schiebeflügel
relevant ist. Dies kann zum Beispiel der Elastizitätsgrad des jeweiligen Pufferabschnitts
sein, welcher dementsprechend die elastische Verformungsqualität des Pufferabschnitts
beim Auftreffen des Schiebeflügels definiert. So kann einer der beiden Pufferabschnitte
demnach weicher als der andere Pufferabschnitt ausgebildet sein. Jedoch kann die Unterscheidung
der einzelnen Pufferabschnitte auch eine geometrische Unterscheidung sein. So ist
es denkbar, dass die beiden Pufferabschnitte sich hinsichtlich ihrer geometrischen
Ausrichtung bzw. hinsichtlich ihrer geometrischen Erstreckung unterscheiden und damit
an unterschiedliche Geometrien der Schiebetürenanlage im Gesamten bzw. des Schiebeflügels
im Einzelnen angepasst sind.
[0010] Aus der voranstehenden Erläuterung wird ersichtlich, dass die Flexibilität einer
erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung deutlich erhöht wird. So kann eine universelle
Montageschnittstelle dazu führen, dass dementsprechend ein universell einsetzbarer
Montagekörper zur Verfügung gestellt wird. Neben der Möglichkeit zwischen unterschiedlichen
Pufferkörpern auszuwählen, kann nun in einem einzigen Pufferkörper eine Flexibilität
integriert werden. Diese Flexibilität erlaubt es für das Bedienpersonal bzw. den Monteur
einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung, eine Auswahl zwischen zumindest zwei unterschiedlichen
Pufferwirkungen an einem einzigen Bauteil, nämlich an dem einzigen Pufferkörper auszuwählen.
Diese Auswahl kann nun unterschiedliche Pufferwirkungen hinsichtlich ihrer Geometrie
oder anderen Parametern der Pufferfunktionalität auswählbar durch den Monteur der
Schiebetür zur Verfügung stellen.
[0011] Als Material für den Pufferkörper ist vorzugsweise ein einheitliches Material, zum
Beispiel ein Gummimaterial, vorgesehen. Der Pufferabschnitt bzw. vorzugsweise der
gesamte Pufferkörper ist dabei im Wesentlichen elastisch ausgebildet und kann zum
Beispiel aus einem Gummimaterial hergestellt sein. Vorteilhafte Härten des Pufferkörpers
bzw. der beiden Pufferabschnitte liegen insbesondere im Bereich zwischen 50 Shore
und 80 Shore.
[0012] Die zugehörigen Befestigungen, also die Befestigung über die Montageschnittstelle
am Baukörper und/oder die Befestigung zwischen der Pufferschnittstelle und der Gegenschnittstelle
des Pufferkörpers können insbesondere reversibel ausgebildet sein. Dies erlaubt es
nicht nur ein Umschalten zwischen unterschiedlichen Pufferfunktionen durch ein Umorientieren
bzw. Umpositionieren zwischen unterschiedlichen Pufferpositionen zu erlauben, sondern
darüber hinaus auch einen Verschleißaustausch eines Pufferkörpers durchzuführen.
[0013] Eine erfindungsgemäße Stoppervorrichtung ist demnach einfach und kostengünstig mit
hoher Flexibilität bei einer Vielzahl unterschiedlichster Schiebetüren einsetzbar.
Gleichzeitig ist die Komplexität im Vorhalten bzw. bei der Lagerhaltung deutlich reduziert,
da unterschiedlichste Schiebetüren mit ein und derselben Stoppervorrichtung bedient
werden können.
[0014] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung zumindest
einer der Pufferabschnitte, insbesondere alle Pufferabschnitte, wenigstens einen Zentrierabschnitt
für eine Zentrierung des Schiebeflügels beim Kontaktieren des Pufferabschnitts aufweisen.
Ein Zentrierabschnitt stellt einen Teil einer Pufferwirkung bzw. einen zusätzlichen
Teil einer solchen Pufferwirkung dar. So ist unter einem Zentrierabschnitt eine Funktion
zu verstehen, welche zum Beispiel mithilfe von Zentrierflächen die exakte Position
des Schiebeflügels in dem jeweiligen Endanschlag definiert bzw. den Schiebeflügel
bei der Bewegung in seine Endposition im Endbereich in diese Position geführt bewegt.
Ein solcher Zentrierabschnitt führt also dazu, dass die Endposition nicht nur in Schieberichtung,
sondern bevorzugt auch in einer anderen Ausrichtung zusätzlich, insbesondere quer
zur Schieberichtung, exakt definierbar wird. Bewegt sich zum Beispiel der Schiebeflügel
mit relativ hoher Geschwindigkeit in die Endposition, in welcher die Stoppervorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung angeordnet ist, so bewirkt der Zentrierabschnitt,
dass vor dem Erreichen der Endposition eine Führung durch den Zentrierabschnitt für
den Schiebeflügel möglich wird. Dieses Zentrieren erfolgt zum Beispiel durch ein Kontaktieren
des Zentrierabschnitts im letzten Bewegungsteil des Schiebeflügels bei der zugehörigen
Bewegung in die Endposition. Neben einer definierten Positionierung wird auf diese
Weise auch eine Schwingung des Schiebeflügels quer zur Schieberichtung des Schiebeflügels
vermieden, so dass die Gefahr eines Pendelns oder sogar eines Herausspringens aus
einer zugehörigen Führung für den Schiebeflügel deutlich reduziert wird. Ein solcher
Zentrierabschnitt ist vorzugsweise mit Zentrierflächen ausgebildet, welche beidseitig
des Schiebeflügels zur Verfügung gestellt sind.
[0015] Ebenfalls von Vorteil kann es sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
der wenigstens eine Zentrierabschnitt Zentrierflächen und der zugehörige Pufferabschnitt
eine Pufferfläche aufweist, welche zueinander einen stumpfen Winkel aufweisen. Dieser
Ausführungsform nach werden unterschiedliche Flächen mit unterschiedlichen Funktionen
belegt. So wird die tatsächliche Pufferwirkung hauptsächlich oder im Wesentlichen
ausschließlich durch eine Pufferfläche zur Verfügung gestellt, welche damit auch den
Endanschlag und damit die Endposition für den Schiebeflügel definiert. Diese Pufferfläche
ist entsprechend mit einer elastischen Wirkung ausgestattet, die es ermöglicht, diesen
Endanschlag in abfedernder Weise mit der Pufferwirkung für den Schiebeflügel zur Verfügung
zu stellen. Separat von den Zentrierflächen und insbesondere beidseitig zur Pufferfläche
angeordnet, sind nun die Zentrierflächen vorgesehen. Diese Zentrierflächen sind nicht
zwangsläufig ebenfalls elastisch, da sie insbesondere auf die Zentrierfunktion des
Pufferkörpers abzielen. Dabei ist es selbstverständlich auch denkbar, dass auch die
Zentrierflächen eine Pufferwirkung durch eine elastische Materialausführung zur Verfügung
stellen können. Die Separierung von Zentrierfunktion und Pufferfunktion auf die Zentrierflächen
und die Pufferflächen erlaubt es in kostengünstiger und einfacher Weise, diese beiden
Funktionalitäten in einem gemeinsamen Pufferkörper zur Verfügung zu stellen. Insbesondere
ist diese Aufteilung für beide bzw. alle Pufferabschnitte des Pufferkörpers vorgesehen.
Das Ausbilden eines stumpfen Winkels zwischen Zentrierflächen und Pufferflächen führt
dazu, dass sich die Führungsfunktionalität besonders einfach und kostengünstig einstellt.
So öffnet sich demnach der gesamte Pufferkörper im Wesentlichen trichterförmig bzw.
trapezförmig, ausgehend von der Pufferfläche in Schieberichtung von der Pufferfläche
weg. Der stumpfe Winkel dient also sozusagen auch zum Einfangen eines sich bereits
in einer Querrichtung leicht schwingenden Schiebeflügels bei dessen Bewegung in Schieberichtung.
Der stumpfe Winkel kann demnach in erfindungsgemäßer Weise auch als Zentrierwinkel
bezeichnet werden.
[0016] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
die Pufferabschnitte sich hinsichtlich der geometrischen Ausbildung ihrer Zentrierabschnitte
unterscheiden, insbesondere dass die Zentrierflächen und die Pufferflächen hinsichtlich
ihrer geometrischen Erstreckung an Geometrien unterschiedlicher Schiebeflügel angepasst
sind. Wie bereits erläutert worden ist, sind die Pufferabschnitte spezifisch für unterschiedliche
Einsatzzwecke. Solche Einsatzzwecke sind insbesondere unterschiedliche Geometrien
von Schiebeflügeln. So können Schiebeflügel unterschiedliche Stärken aufweisen, insbesondere
in Abhängigkeit der verwendeten Materialien. Je nach Einsatzsituation und Ausbildung
der Schiebetürenanlage kann der jeweilige Schiebeflügel jedoch zusätzlich auch unterschiedliche
Abstände von der Wand des Baukörpers aufweisen. Die Anordnung und geometrische Erstreckung
der Zentrierabschnitte bzw. der Zentrierflächen erlaubt es, nun für die einzelnen
Pufferabschnitte unterschiedliche geometrische Gesamtsituationen zur Verfügung zu
stellen, welche an unterschiedliche geometrische Erfordernisse des jeweiligen Schiebeflügels
angepasst sind. Ein einfaches Umstecken zwischen den zumindest zwei Pufferpositionen
erlaubt es also, eine ansonsten nicht mögliche flexible Anpassung an unterschiedliche
geometrische Situationen vor Ort zur Verfügung zu stellen. Neben der grundsätzlichen
Erhöhung der Flexibilität ist auf diese Weise auch eine einfache und kostengünstige
Anpassung der Pufferwirkung der Stoppervorrichtung direkt am Montageort möglich.
[0017] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
die Zentrierabschnitte der beiden Pufferabschnitte unterschiedlich ausgerichtete Zentrierebenen
aufweisen, insbesondere die Zentrierebene der Zentrierabschnitte der beiden Pufferabschnitte
zueinander einen Winkel im Bereich zwischen 80°und 100°einschließen. Insbesondere
ist der Winkel zwischen den beiden Pufferabschnitten für deren Zentrierebenen im Bereich
zwischen 85° und 95 ° ausgebildet. Das auf diese Weise im Wesentlichen senkrechte
Anstellen der Zentrierebenen zueinander ist insbesondere auf unterschiedliche Montagepositionen
der gesamten Stoppervorrichtung ausgerichtet. So kann eine Stoppervorrichtung am Boden
oder an der Decke montiert werden, um eine entsprechende Pufferwirkung zur Verfügung
zu stellen. Wird die identische Stoppervorrichtung jedoch an der Wand montiert, so
erfolgt eine Ausrichtung der gesamten Stoppervorrichtung in im Wesentlichen um 90°gedrehter
Weise, da üblicherwei se die Wand sich in senkrechter Weise zu Boden und Decke ausrichtet.
Dies führt dazu, dass bei dieser Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
die in gleicher Weise unterschiedlich ausgerichteten Zentrierebenen der beiden Pufferabschnitte
eine entsprechende Anpassung der Pufferwirkung an die Wandmontage bzw. andererseits
die Decken- oder Bodenmontage erlauben.
[0018] Ein weiterer Vorteil ist erzielbar, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
zumindest ein Pufferabschnitt in wenigstens zwei Zentrierabschnitte mit unterschiedlich
ausgerichteten Zentrierebenen aufweist, insbesondere die Zentrierebenen der wenigstens
zwei Zentrierabschnitte des einen Pufferabschnitts zueinander einen Winkel im Bereich
zwischen 80° und 100° einschließen. Auch hi er ist wieder bevorzugt ein Winkel zwischen
85° und 95° eingesetz t. Wie bei der Beschreibung zur voranstehenden Ausführungsform
kann auch hier insbesondere Bezug genommen werden auf unterschiedliche Montagepositionen
der Stoppervorrichtung an der am Boden bzw. der Decke einerseits oder der Wand neben
einem Türdurchbruch andererseits. Jedoch wird es hier möglich, dass die Zentrierfunktion
an die unterschiedliche Montagesituation innerhalb eines einzigen Pufferabschnitts
angepasst ist. Insbesondere weisen alle Pufferabschnitte eine entsprechende doppelte
Ausführung der zwei Zentrierabschnitte auf. Dies erlaubt es, die einzelnen Pufferabschnitte
hinsichtlich ihrer Pufferwirkung, zum Beispiel ihres Elastizitätsgrades, oder hinsichtlich
ihrer geometrischen Ausprägung, also zum Beispiel ihres Abstandes zur Wand bzw. hinsichtlich
der Breite eines Schiebeflügels, anzupassen. Die Spezifizierung hinsichtlich des Ortes
der Montage erfolgt innerhalb des jeweiligen Pufferabschnitts durch das Zurverfügungstellen
von wenigstens zwei unterschiedlichen Zentrierabschnitten. Dies erlaubt es, die Flexibilität
hinsichtlich des Einsatzes einer Stoppervorrichtung noch weiter zu erhöhen.
[0019] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
der wenigstens eine Zentrierabschnitt sich um einen Überstand über eine Pufferfläche
des zugehörigen Pufferabschnitts hinaus erstreckt und eine Zentrierlänge als Verhältnis
des Überstandes zur Pufferbreite der Pufferfläche im Bereich zwischen 0,1 und 1, insbesondere
im Bereich zwischen 0,1 und 0,5 aufweist. Überraschenderweise wurde festgestellt,
dass es gerade die Zentrierlänge ist, die einen großen Einfluss auf die Wirkungsweise
bzw. die Wirkungskraft der Zentrierfunktionalität ausübt. Die gefundenen Bereiche
für die Zentrierlänge, insbesondere im Bereich zwischen 0,1 und 1, sind in idealer
Weise auf eine Reduktion der Größe und des Gewichts der einzelnen Bauteile bei gleichzeitiger
im Wesentlichen optimaler Zurverfügungstellung der Zentrierfunktion ausgerichtet.
[0020] Weiter ist es möglich, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung die Pufferabschnitte
wenigstens abschnittsweise eine flächige Ausrichtung aufweisen und miteinander einen
Pufferwinkel im Bereich zwischen 85° und 95° einschließen. Dies bez ieht sich insbesondere
auf die Pufferflächen der einzelnen Pufferabschnitte. Die Flächen, wie sie im Rahmen
der vorliegenden Erfindung an mehreren Stellen definiert werden, können dabei im Wesentlichen
freie Oberflächenstrukturen bzw. Oberflächenausrichtungen aufweisen. Bevorzugt ist
es jedoch, wenn die jeweilige Fläche als ebene Fläche bzw. im Wesentlichen ebene Fläche
ausgebildet ist. Der Pufferwinkel zwischen den beiden Pufferabschnitten beeinflusst
die Gesamtgeometrie des Pufferkörpers. Der Pufferwinkel im Bereich zwischen 85° und
95° führt dazu, dass im Wesentlichen eine symmetrische Ausbildung des Pufferkörpers
zu einer Symmetrieebene im 45°-Winkel zwischen diesen beiden Pufferabschnitten erstreckend
ausgebildet wird. Diese verbesserte Symmetrie erlaubt eine vergleichsmäßige doppelte
Nutzung und damit eine vereinfachte Auswahl und Anordnung der einzelnen Montagepositionen
bzw. Pufferpositionen. Die einzelnen Pufferabschnitte bzw. die einzelnen Seitenlängen
des Pufferkörpers sind demnach gleichlang bzw. im Wesentlichen gleichlang ausgebildet.
[0021] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
der Pufferkörper für wenigstens einen Pufferabschnitt eine Dämpfungstiefe als Verhältnis
zwischen der Körperbreite des Pufferkörpers und der Körpertiefe des Pufferkörpers
im Bereich zwischen 0,3 und 0,9, insbesondere im Bereich zwischen 0,4 und 0,7 aufweist.
Die Dämpfungstiefe hat sich erfindungsgemäß überraschenderweise als Parameter herausgestellt,
welcher einen starken Einfluss auf die Pufferfunktionalität des Pufferkörpers zur
Verfügung stellt. Damit wird es möglich, trotz reduzierter Dicke und reduzierter Größe
des gesamten Bauteils des Pufferkörpers eine möglichst vorteilhafte und hohe Pufferwirkung
zur Verfügung zu stellen.
[0022] Ein weiterer Vorteil ist erzielbar, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
zumindest ein Pufferabschnitt eine Funktionsbezeichnung für die Angabe der Funktion
des Pufferabschnitts aufweist. Eine Funktionsbezeichnung ist dabei insbesondere eine
technische Funktionsbezeichnung, welche Informationen hinsichtlich der Ausrichtung,
der Montagerichtung bzw. Montagefunktionalität und/oder hinsichtlich des Einsatzzwecks
dieses Pufferabschnitts enthält. So können Angaben zur Türbreite, zum Abstand zur
Wand oder der Dämpfungsparameter dieses Pufferabschnitts Teil einer solchen Funktionsbezeichnung
sein. Auch Abmessungen bzw. die Angabe der Zentrierlänge und/oder der Dämpfungstiefe
sind im Sinne dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich. Weiter ist
es von Vorteil, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung die Gegenschnittstelle
eine Rastvorrichtung für eine verrastende Befestigung an der Pufferschnittstelle,
insbesondere ausgebildet als formschlüssig hintergreifende, elastische Rastnase, aufweist.
Dies führt zu einer reversiblen oder irreversiblen Verbindung zwischen der Gegenschnittstelle
und der Pufferschnittstelle. Dadurch, dass der Pufferkörper vorzugsweise elastisch
verformbar ausgebildet ist, kann entsprechend durch diese elastische Verformbarkeit
ein automatisches Eingreifen mittels der Rastvorrichtung zur Verfügung gestellt werden.
Die Montage wird auf diese Weise sowohl erleichtert, als auch beschleunigt. Die Rastvorrichtung
ist dabei vorzugweise innenliegend ausgebildet, so dass zum Beispiel in dem Pufferkörper
Aufnahmeschlitze vorgesehen sind, welche innenliegend die Gegenschnittstelle zur Verfügung
stellen.
[0023] Ebenfalls von Vorteil kann es sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung
der Pufferkörper Seitenflächen aufweist, welche insbesondere senkrecht oder im Wesentlichen
senkrecht zu den Pufferabschnitten ausgebildet und welche funktionsfrei ausgebildet
sind. Dies führt dazu, dass die Funktion der Pufferwirkung und/oder der Zentrierwirkung
im Wesentlichen vollständig auf die einzelnen Pufferabschnitte fokussiert wird. Die
Seitenflächen werden auf diese Weise funktionsfrei gehalten, so dass dort Freiheit
für optische Elemente verbleibt. Auch die Aufnahme weiterer Informationen, zum Beispiel
mithilfe eines Darstellungsclips kann hier möglich sein.
[0024] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren für die Montage
einer Stoppervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, aufweisend die folgenden
Schritte:
- Befestigen des Montagekörpers an einem Baukörper mittels der Montageschnittstelle,
- Auswählen einer ersten Pufferposition oder einer zweiten Pufferposition eines Pufferkörpers,
- Anbringen des Pufferkörpers mittels der Gegenschnittstelle an der Pufferschnittstelle
in der ausgewählten Pufferposition.
[0025] Durch die Auswahl der Ausrichtung und damit der jeweiligen Pufferposition wird dementsprechend
auch die zugehörige Pufferwirkung ausgewählt. Die Verwendung einer erfindungsgemäßen
Stoppervorrichtung bringt damit die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich
mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Stoppervorrichtung erläutert worden sind.
[0026] Ein erfindungsgemäßes Verfahren lässt sich dahingehend weiterbilden, dass der Montagekörper
im ersten Schritt an dem Baukörper bewegbar befestigt wird, anschließend der Pufferkörper
an der Pufferschnittstelle befestigt und gemeinsam mit dem Montagekörper an dem Schiebeflügel
ausgerichtet wird. Dabei wird nach dem Ausrichten der Montagekörper unbewegbar an
dem Baukörper befestigt. Das erste Ausrichten kann zum Beispiel durch diese Vormontage
mithilfe eines Langlochs zur Verfügung gestellt werden. Auch ist es möglich, dass
durch eine zusätzliche Bohrung eine weitere Befestigung oder durch ein entsprechendes
Anziehen einer Schraube in einem Langloch die unbewegbare finale Befestigung am Baukörper
erzielt wird.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein.
[0028] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Stoppervorrichtung,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform eines Montagekörpers,
- Fig. 3
- eine Ausführungsform eines Pufferkörpers,
- Fig. 4
- den Pufferkörper der Fig. 3 in seitlicher Darstellung,
- Fig. 5
- den Pufferkörper der Fig. 3 und 4 in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- die Korrelation eines Pufferkörpers der Fig. 3 bis 5 mit einem Schiebeflügel in seitlicher
Ansicht,
- Fig. 7
- die Korrelation eines Pufferkörpers der Fig. 3 bis 6 zu einem Schiebeflügel in seitlicher
Ansicht und
- Fig. 8
- eine Schiebetürenanlage an einem Baukörper mit zugehöriger Stoppervorrichtung.
[0029] In den Fig. 1 bis 8 wird schematisch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stoppervorrichtung sowie ihre zugehörige Anordnung näher erläutert. Die Fig. 1 zeigt
dabei die Kombination der Stoppervorrichtung 10 aus einem Montagekörper 20 einerseits
und einem Pufferkörper 30 andererseits. Der Montagekörper 20 ist in Fig. 2 näher dargestellt,
so dass hier gut zum einen die Montageschnittstelle 22 in Form eines Langlochs und
einer zusätzlichen Bohrung und die Pufferschnittstelle 24 in Form von zwei hervorragenden
Rippen erkennbar ist.
[0030] Fig. 3 zeigt den zugehörigen Pufferkörper 30, welcher entsprechende Aufnahmeschlitze
aufweist, welche die Gegenschnittstelle 34 beinhalten bzw. zur Verfügung stellen.
Hier ist auch die Rastvorrichtung 35 zu erkennen, welche in entsprechende Aufnahmevertiefungen
in der Pufferschnittstelle 24 einrasten kann. Erfolgt die Montage einer solchen Stoppervorrichtung
10, wird zuerst der Montagekörper 20 an einem entsprechenden Baukörper 200 befestigt,
wie dies die Fig. 8 zeigt. Anschließend wählt der Monteur eine Ausrichtung des Pufferkörpers
30 aus, wobei er demnach, zum Beispiel unter Wahrnehmung der Funktionsbezeichnungen
39, die entsprechende Pufferposition P1 oder P2 auswählt. Diese Pufferposition P1
und P2 sind hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Wirkung zum Beispiel in den Fig.
6 und 7 zu erkennen. Anschließend steckt der Monteur den Pufferkörper 30 auf, so dass
entsprechend die Zusammenbausituation gemäß der Fig. 1 entsteht.
[0031] Der Fig. 1 ist weiter zu entnehmen, dass die beiden Pufferabschnitte 32a und 32b
eine zusätzliche Funktionalität aufweisen, nämlich jeweils einen Zentrierabschnitt
36, welcher zugehörige Zentrierflächen 36a aufweist. Die Zentrierflächen 36a unterscheiden
sich von der zugehörigen Pufferfläche 38.
[0032] In den Fig. 6 und 7 wird, je nach Montagesituation, die Wirkung dargestellt. Befindet
sich zum Beispiel die Stoppervorrichtung 10 in einer oberen oder unteren Montageposition,
wie sie die Fig. 8 zeigt, so wird der Schiebeflügel 110, welcher eine Türöffnung 210
verdeckt, einer Schiebetür 100 in der Position zentriert und angeschlagen, wie sie
die Fig. 6 zeigt. Befindet sich die Stoppervorrichtung 10 in einer Wandmontage, wie
es die mittlere Position in der Darstellung gemäß Fig. 8 ist, so wird dementsprechend
der Schiebeflügel 110 in einer Zentrierrichtung und Schieberichtung zur Stoppervorrichtung
10 gelangen, wie dies die Fig. 7 zeigt.
[0033] In den Fig. 4 und 5 sind noch die einzelnen geometrischen Korrelationen näher dargestellt.
So ist in der Fig. 4 zum einen der Pufferwinkel α zu erkennen, welcher bei dieser
Ausführungsform der Stoppervorrichtung 10 bzw. des Pufferkörpers 30 die symmetrische
Ausbildung durch einen Pufferwinkel α von ca. 90°darstellt. Auch ist hier zu erkennen,
dass eine Zentrierlänge ZL zur Verfügung gestellt wird als Verhältnis zwischen dem
Überstand UB einerseits und der Pufferbreite PB andererseits, wie dies die Fig. 5
zeigt. In der Fig. 5 ist darüber hinaus noch die Dämpfungstiefe DT als Korrelation
zwischen Körpertiefe KT und Körperbreite KB zu erkennen. Auch ist dargestellt, dass
hier durch die Draufsicht in Fig. 5 unterschiedliche Zentrierebenen Z zur Verfügung
gestellt werden, welche entsprechend unterschiedlichen Montagepositionen die Zentrierwirkung
in unterschiedlichen Ausrichtungen zur Verfügung stellen können.
[0034] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 10
- Stoppervorrichtung
- 20
- Montagekörper
- 22
- Montageschnittstelle
- 24
- Pufferschnittstelle
- 30
- Pufferkörper
- 32a
- erster Pufferabschnitt
- 32b
- zweiter Pufferabschnitt
- 33
- Seitenfläche
- 34
- Gegenschnittstelle
- 35
- Rastvorrichtung
- 36
- Zentrierabschnitt
- 36a
- Zentrierfläche
- 38
- Pufferfläche
- 39
- Funktionsbezeichnung
- 100
- Schiebetür
- 110
- Schiebeflügel
- 200
- Baukörper
- 210
- Türöffnung
- α
- Pufferwinkel
- UB
- Überstand
- ZL
- Zentrierlänge
- PB
- Pufferbreite
- DT
- Dämpfungstiefe
- KB
- Körperbreite
- KT
- Körpertiefe
- P1
- erste Pufferposition
- P2
- zweite Pufferposition
- Z
- Zentrierebene
1. Stoppervorrichtung (10) für das Stoppen eines Schiebeflügels (110) einer Schiebetür
(100), aufweisend einen Montagekörper (20) mit wenigstens einer Montageschnittstelle
(22) für die Befestigung des Montagekörpers (20) an einem Baukörper (200) und eine
Pufferschnittstelle (24) für die Befestigung eines elastischen Pufferkörpers (30)
an dem Montagekörper (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferkörper (30) eine Gegenschnittstelle (34) aufweist für die Befestigung an
der Pufferschnittstelle (24) in einer ersten Pufferposition (P1) und wenigstens einer
zweiten Pufferposition (P2), wobei der Pufferkörper (30) einen ersten Pufferabschnitt
(32a) und einen zweiten Pufferabschnitt (32b) aufweist, welche derart zueinander ausgerichtet
sind, dass in der ersten Pufferposition (P1) der erste Pufferabschnitt (32a) und in
der zumindest einen zweiten Pufferposition (P2) der zweite Pufferabschnitt (32b) seine
Pufferwirkung für den Schiebeflügel (110) zur Verfügung stellt.
2. Stoppervorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Pufferabschnitte (32a, 32b), insbesondere alle Pufferabschnitte
(32a, 32b), wenigstens einen Zentrierabschnitt (36) aufweist für eine Zentrierung
des Schiebeflügels (110) beim Kontaktieren des Pufferabschnitts (32a, 32b).
3. Stoppervorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierabschnitt (36) Zentrierflächen (36a) und der zugehörige
Pufferabschnitt (32a, 32b) eine Pufferfläche (38) aufweist, welche zueinander einen
stumpfen Winkel aufweisen.
4. Stoppervorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pufferabschnitte (32a, 32b) sich hinsichtlich der geometrischen Ausbildung ihrer
Zentrierabschnitte (36) unterscheiden, insbesondere dass die Zentrierflächen (36a)
und die Pufferflächen (38) hinsichtlich ihrer geometrischen Erstreckung an Geometrien
unterschiedlicher Schiebeflügel (110) angepasst sind.
5. Stoppervorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierabschnitte (36) der beiden Pufferabschnitte (32a, 32b) unterschiedlich
ausgerichtete Zentrierebenen (Z) aufweisen, insbesondere die Zentrierebenen (Z) der
Zentrierabschnitte (36) der beiden Pufferabschnitte (32a, 32b) zueinander einen Winkel
im Bereich zwischen 80° und 100° einschließen.
6. Stoppervorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Pufferabschnitt (32a, 32b) wenigstens zwei Zentrierabschnitte (36)
mit unterschiedlich ausgerichteten Zentrierebenen (Z) aufweist, insbesondere die Zentrierebenen
(Z) der wenigstens zwei Zentrierabschnitte (36) des einen Pufferabschnitts (32a, 32b)
zueinander einen Winkel im Bereich zwischen 80° und 100° einschließen.
7. Stoppervorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zentrierabschnitt (36) sich um einen Überstand (UB) über eine
Pufferfläche (38) des zugehörigen Pufferabschnitts (32a, 32b) hinaus erstreckt und
eine Zentrierlänge (ZL) als Verhältnis des Überstands (UB) zur Pufferbreite (PB) der
Pufferfläche (38) im Bereich zwischen 0,1 und 1, insbesondere im Bereich zwischen
0,1 und 0,5 aufweist.
8. Stoppervorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pufferabschnitte (32a, 32b) wenigstens abschnittsweise eine flächige Ausrichtung
aufweisen und miteinander einen Pufferwinkel (α) im Bereich zwischen 85°und 95°einschließen.
9. Stoppervorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferkörper (30) für wenigstens einen Pufferabschnitt (32a, 32b) eine Dämpfungstiefe
(DT) als Verhältnis zwischen der Körperbreite (KB) des Pufferkörpers (30) und der
Körpertiefe (KT) des Pufferkörpers (30) aufweist im Bereich zwischen 0,3 und 0,9,
insbesondere im Bereich zwischen 0,4 und 0,7.
10. Stoppervorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Pufferabschnitt (32a, 32b) eine Funktionsbezeichnung (39) aufweist
für die Angabe der Funktion dieses Pufferabschnitts (32a, 32b).
11. Stoppervorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenschnittstelle (34) eine Rastvorrichtung (35) für eine verrastende Befestigung
an der Pufferschnittstelle (24) aufweist, insbesondere ausgebildet als formschlüssig
hintergreifende, elastische Rastnase.
12. Stoppervorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferköper (30) Seitenflächen (33) aufweist, welche insbesondere senkrecht oder
im Wesentlichen senkrecht zu den Pufferabschnitten (32a, 32b) ausgebildet sind, welche
Seitenflächen (33) funktionsfrei ausgebildet sind.
13. Verfahren für die Montage einer Stoppervorrichtung (10) mit den Merkmalen eines der
Ansprüche 1 bis 12, aufweisend die folgenden Schritte:
- Befestigen des Montagekörpers (20) an einem Baukörper (200) mittels der Montageschnittstelle
(22),
- Auswählen einer ersten Pufferposition (P1) oder einer zweiten Pufferposition (P2)
eines Pufferkörpers (30),
- Anbringen des Pufferkörpers (30) mittels der Gegenschnittstelle (34) an der Pufferschnittstelle
(24) in der ausgewählten Pufferposition (P1, P2).
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagekörper (20) im ersten Schritt an dem Baukörper (200) bewegbar befestigt
wird, anschließend der Pufferkörper (30) an der Pufferschnittstelle (24) befestigt
und gemeinsam mit dem Montagekörper (20) an dem Schiebeflügel (110) ausgerichtet wird,
wobei nach dem Ausrichten der Montagekörper (20) unbewegbar an dem Baukörper (200)
befestigt wird.