[0001] Die Erfindung betrifft ein Hochstromkabel für elektrisch betriebene Öfen, Anlagen
für Elektroschlacke-Umschmelzverfahren und Reduktionsöfen sowie ein Verfahren zur
Ermittlung des Verschleißgrades eines Hochstromkabels für elektrisch betriebene Öfen
und Elektroschlacke-Umschmelzanlagen.
[0002] Hochstromkabel sind in vielfältiger Ausgestaltung aus dem Stand der Technik bekannt.
Dabei werden entsprechende Hochstromkabel insbesondere verwendet, die Sekundärseite
eines Transformators einer entsprechenden Hochstromanlage mit einer Elektrode bzw.
einem Tragarm für eine Elektrode eines Pfannen- oder Lichtbogenofens oder einem anderen
mit Starkstrom betriebenen Bauteil zu verbinden. Dabei weisen kleinere Pfannenöfen
typischerweise drei Phasen auf und sind mit zwei Hochstromkabeln pro Phase angeschlossen.
Bei größeren Öfen werden gewöhnlich bis zu vier Hochstromkabel pro Phase verwendet.
[0003] Dabei ist es insbesondere für größere Anlagen wichtig, dass der Betrieb ohne Ausfälle
und damit verbundene, unerwünschte Betriebspausen erfolgt, da zum einen solche Unterbrechungen
die Kosteneffizienz der Anlagen verringern und zum anderen auch zu Betriebsunterbrechungen
der nachfolgenden Verarbeitungsschritte, beispielsweise einer Gießanlage und somit
zu hohen finanziellen Verlusten führen. Die Anlagen des Standes der Technik werden
bislang betrieben, bis es zu einem Kabelausfall, für gewöhnlich in Form des Bruches
eines solchen Hochstromkabels kommt.
[0004] Dies führt jedoch nicht nur zu regelmäßigen Betriebsunterbrechung, sondern kann auch
zu einer Beschädigung der gesamten Anlage führen. Insbesondere steigt die Belastung
der übrigen Hochstromkabel beim Ausfall eines der Hochstromkabel sprunghaft an, was
wenigstens zu einem erhöhten Verschleiß und sogar zum Ausfall weiterer Hochstromkabel
führen kann.
[0005] Eine alternative Lösung des Problems regelmäßig ausfallender Hochstromkabel des Standes
der Technik besteht in einem routinemäßigen Austausch sämtlicher Hochstromkabel nach
einer vorgegebenen Anzahl an Betriebsstunden. Um jedoch einen Kabelausfall sicher
zu verhindern, ist ein Austausch der Kabel deutlich vor der Einreichung einer möglichen
Belastungsgrenze notwendig. Ein solcher häufiger Austausch sämtlicher Hochstromkabel
führt jedoch zu einer unerwünschten Erhöhung der Betriebskosten.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren sowie ein
Hochstromkabel bereitzustellen, das einen störungsfreien und kosteneffizienten Betrieb
ermöglicht, die Anlage vor Beschädigungen schützt sowie einen routinemäßigen Austausch
von Hochstromkabeln nicht notwendig macht und somit zu geringeren Betriebskosten führt.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 sowie ein
Verfahren gemäß Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Hochstromkabel für elektrisch betriebene Öfen und Anlagen für
Elektroschlacke-Umschmelzverfahren weist wenigstens ein elektrisches Leitungselement,
eine an einer ersten Position des Leitungselements angeordnete Einspeisleitung für
einen Messstrom sowie eine an einer zweiten Position des Leitungselements angeordnete
Rückleitung für den Messstrom auf. Darüber hinaus sind an dem Leitungselement ein
erster sowie ein zweiter Messpunkt angeordnet, wobei mit dem ersten Messpunkt ein
erstes Übertragungsmittel für ein erstes Messsignal sowie mit dem zweiten Messpunkt
ein zweites Übertragungsmittel für ein zweites Messsignal verbunden sind.
[0009] Dabei ermöglicht es das erfindungsgemäße Hochstromkabel in vorteilhafter Weise eine
regelmäßige Messung des Zustandes des Leitungselements, wodurch in besonders einfacher
Weise der Verschleiß des Hochstromkabels ermittelt werden kann, ohne dass dafür das
Hochstromkabel aus der Anlage ausgebaut werden muss, was zu einer erheblichen Erhöhung
der Betriebskosten sowie der Ausfallzeiten der Anlage führen würde. Weiterhin ermöglicht
die ortsfeste Anordnung der Messpunkte sowie der Einspeisleitung und der Rückleitung
eine besonders präzise und gut reproduzierbare Messbarkeit des individuellen Hochstromkabels.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ermittlung des Verschleißgrades eines Hochstromkabels
für elektrisch betriebene Öfen oder für Elektroschlacke-Umschmelzanlagen erfolgt zunächst
eine Abschaltung eines Hochstroms zum Betrieb des Ofens oder der Anlage sowie ein
Einleiten eines Messstroms über eine mit einem Leitungselement des Hochstromkabels
an einer ersten Position verbundenen Einspeisleitung sowie mittels einer an einer
zweiten Position des Leitungselements angeordneten Rückleitung. Anschließend wird
eine Messung wenigstens eines Messsignals an zwei voneinander beabstandeten, an dem
Leitungselement angeordneten Messpunkten durchgeführt und schließlich werden eine
Auswertung des Messsignals und eine Ermittlung des Verschleißgrades des Hochstromkabels
vorgenommen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es in vorteilhafter Weise, das Hochstromkabel
während des Betriebs bzw. in kurzen Betriebspausen, beispielsweise zur Befüllung des
Ofens, regelmäßig zu messen und somit den bereits eingetretenen Verschleiß des Hochstromkabels
zu ermitteln. Dadurch werden zum einen unerwünschte Betriebsausfälle aufgrund von
Ausfällen eines Hochstromkabels verhindert und dabei zugleich die Lebensdauer sämtlicher
Hochstromkabel durch das Ausbleiben von Strom- bzw. Spannungsspitzen aufgrund des
Ausfalls eines einzelnen Hochstromkabels vermieden. Zum anderen kann das Hochstromkabel
über seine maximale Betriebsdauer genutzt werden, so dass ein vorzeitiger Austausch
unnötig ist und somit die Betriebskosten gesenkt werden können. Schließlich ermöglicht
die feste Anordnung der Einspeisleitung und der Rückleitung sowie der beiden Messpunkte
am Hochstromkabel besonders präzise Messungen, die bei den Vorrichtungen des Standes
der Technik nicht möglich sind, da zum einen der Messung eines herkömmlichen Hochstromkabels
innerhalb einer Anlage die sich verändernden Kontaktwiderstände des Kabels gegenüber
der Anlage entgegenstehen und zum anderen durch geringfügige Variationen der Messpositionen
eine Reihe präziser, reproduzierbarer Messungen nicht möglich ist.
[0012] Unter einem Hochstromkabel wird grundsätzlich jedes Kabel verstanden, das geeignet
ist, einen Starkstrom zu leiten, insbesondere mit einer Stromstärke größer als 0,5
kA, bevorzugt größer als 1 kA, besonders bevorzugt größer als 5 kA und ganz besonders
bevorzugt größer als 10 kA. Dabei kann das Hochstromkabel zunächst in beliebiger Weise
ausgestaltet sein. So kann das Hochstromkabel ungekühlt, wassergekühlt oder luftgekühlt
sein. Weiterhin kann das Hochstromkabel sowohl aus einem elektrischen Leitungselement
gebildet sein, als auch ein elektrisches Leitungselement sowie eine Isolierung oder
einer Ummantelung umfassen. Grundsätzlich kann ein Hochstromkabel zunächst eine beliebige
Länge aufweisen, bevorzugt beträgt die Länge eines Hochstromkabels jedoch 1 - 15 m,
besonders bevorzugt 2,5 - 12,5 m und ganz besonders bevorzugt 4 - 10 m.
[0013] Bei dem elektrischen Leitungselement handelt es sich grundsätzlich um ein Bauelement
bzw. eine Baugruppe des Hochstromkabels, welches bzw. welche zur Leitung des Hochstroms
vorgesehen ist. Dazu ist das elektrische Leitungselement bevorzugt im Wesentlichen
aus Metall, besonders bevorzugt aus einer Kupferlegierung und ganz besonders bevorzugt
im Wesentlichen aus reinem Kupfer gebildet. Grundsätzlich kann das elektrische Leitungselement
eine beliebige Form, insbesondere einen beliebigen Querschnitt aufweisen. Bevorzugt
weist das elektrische Leitungselement jedoch einen runden Querschnitt auf, dessen
Durchmesser zwischen 100 mm
2 und 10.000 mm
2, bevorzugt zwischen 200 mm
2, und 9.000 mm
2 und besonders bevorzugt zwischen 250 mm
2 und 7.500 mm
2 beträgt.
[0014] Unter einem elektrisch betriebenen Ofen wird zunächst jede Anlage verstanden, in
der ein Hochstrom zum Betrieb verwendet wird, um hohe Temperaturen im Inneren der
Anlage zu erzeugen bzw. die zur Verarbeitung eines Metalls oder einer metallhaltigen
Substanz unter Einwirkung hoher Temperaturen verwendet werden kann. Insbesondere handelt
es sich dabei um Anlagen zum Schmelzen und Behandeln von Metall, insbesondere Pfannenöfen
oder Lichtbogenöfen und/oder Anlagen zur Durchführung eines Elektroschlacke-Umschmelzverfahrens.
[0015] Bei der Einspeisleitung und der Rückleitung handelt es sich jeweils um ein Bauteil,
das vorgesehen ist, einen elektrischen Strom zu leiten. Bevorzugt sind die Einspeisleitung
und die Rückleitung jeweils im Wesentlichen durch einen elektrischen Leiter, insbesondere
bevorzugt durch ein metallisches Kabel gebildet. Das metallische Kabel ist dabei bevorzugt
aus Kupfer oder einer Kupferlegierung gebildet und weist besonders bevorzugt eine
Isolierung und/oder einer Ummantelung, insbesondere aus einem Kunststoff oder einer
Lackschicht auf. Ebenfalls bevorzugt beträgt der Durchmesser der Einspeisleitung und
der Rückleitung jeweils zwischen 20 mm
2 und 100 mm
2, besonders bevorzugt zwischen 25 mm
2 und 75 mm
2 und ganz besonders bevorzugt zwischen 35 mm
2 und 50 mm
2. Dabei können die Einspeisleitung und die Rückleitung grundsätzlich sowohl einadrig
als auch mehradrig gebildet sein. Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung sind die Einspeisleitung und die Rückleitung zumindest abschnittsweise als
ein einziges, zweiadriges Kabel gebildet, insbesondere jeweils an einem dem Leitungselement
abgewandten Ende der Einspeisleitung und der Rückleitung.
[0016] Erfindungsgemäß sind die Einspeisleitung und die Rückleitung elektrisch leitend mit
dem Leitungselement verbunden und können gemeinsam mit wenigstens einem Abschnitt
des Leitungselements einen Stromkreis bilden. Bevorzugt sind die Einspeisleitung und
die Rückleitung unmittelbar und ortsfest am Leitungselement festgelegt.
[0017] Bei dem Messstrom kann es sich zunächst grundsätzlich um einen beliebigen elektrischen
Strom handeln. Bevorzugt handelt es sich dabei um einen gleichbleibenden, für eine
gewisse Dauer eingeleiteten Strom, wobei die Dauer bevorzugt zwischen 500 ms und 30
s, besonders bevorzugt zwischen 1 s und 15 s und ganz besonders bevorzugt zwischen
2,5 s und 7,5 s beträgt. Dabei kann es sich bei dem Messstrom sowohl um einen Gleichstrom
als auch um einen Wechselstrom handeln. Bei einem Messstrom in Form eines Gleichstroms
beträgt die Stromstärke bevorzugt zwischen 50 A und 1,5 kA, besonders bevorzugt zwischen
100 A und 1 kA und ganz besonders bevorzugt zwischen 250 A und 750 A. Bei einem Messstrom
in Form eines Wechselstroms beträgt die Frequenz bevorzugt 50 - 60 Hz oder alternativ
bevorzugt zwischen 100 Hz und 1 kHz, besonders bevorzugt zwischen 250 Hz und 1 kHz.
[0018] Bei einem Messpunkt handelt es sich zunächst lediglich um eine festgelegte, ortsfeste
Position an dem Leitungselement, an der ein Messsignal ermittelt werden kann. Dabei
sind der erste und der zweite Messpunkt bevorzugt auf der ersten und/oder der zweiten
Position bzw. zwischen der ersten und zweiten Position angeordnet. Ebenfalls bevorzugt
ist am Messpunkt ortsfest ein Mittel zur Aufnahme bzw. Messung eines Messsignals angeordnet.
Das Mittel zur Aufnahme eines Messsignals ist im einfachsten Fall ein Draht oder Kabel,
kann jedoch auch einen Schaltkreis umfassen.
[0019] Das Übertragungsmittel ist unmittelbar oder mittelbar über ein weiteres Bauteil,
beispielsweise ein Mittel zur Aufnahme, zur Messung und/oder zur Verarbeitung eines
Messsignals, beispielsweise einem Messumformer, mit einem der Messpunkte verbunden
und derart gebildet, dass das Übertragungsmittel ein am Messpunkt gemessenes Signal
bzw. durch Verarbeitung gewonnene Daten weiterleiten bzw. übertragen kann.
[0020] Bei dem Messsignal kann es sich zunächst um eine beliebige physikalische Größe oder
eine beliebige physikalische Eigenschaft handeln. Insbesondere kann es sich bei dem
Messsignal um einen elektrischen Strom handeln. Entsprechend wird unter einer Messung
des Messsignals die Erfassung einer entsprechenden physikalischen Eigenschaft, beispielsweise
eines elektrischen Stromes verstanden. Grundsätzlich kann jedoch die Messung eines
Messsignals auch schon erste Schritte einer Auswertung bzw. Datenverarbeitung enthalten,
beispielsweise die Ermittlung typischer elektrischer Größen bzw. Eigenschaften eines
elektrischen Leiters, beispielsweise Stromstärke, Spannung, Widerstand, Spannungsdifferenz
gegenüber einem anderen Bauteil, insbesondere einer Erdung, bzw. Eigenschaften des
resultierenden Magnetfeldes.
[0021] Unter der Auswertung des Messsignals wird wenigstens der Vorgang verstanden, bei
dem aus wenigstens einem, bevorzugt mehreren Messsignalen und/oder daraus abgeleiteten
Größen ein Wert oder eine Kennzahl ermittelt wird, die Aufschluss über den Zustand
des Hochstromkabels, insbesondere des Leitungselements des Hochstromkabels liefert.
[0022] Bei dem Verschleißgrad handelt es sich um einen Wert zur Beschreibung des Zustandes
des Hochstromkabels, insbesondere des Leitungselements des Hochstromkabels, wobei
der Verschleißgrad das Maß der Abnutzung bzw. des Verschleißes mit zunehmender Betriebszeit
eines Hochstromkabels beschreibt.
[0023] Unter der Abschaltung des Hochstroms wird zunächst grundsätzlich jede Abschaltung
oder Senkung der Stromstärke im Leitungselement des Hochstromkabels auf oder unter
die Stromstärke des Messstroms verstanden. Bevorzugt umfasst die Abschaltung des Hochstromkabels
eine vollständige Abschaltung, besonders bevorzugt eine physikalische Trennung wenigstens
eines Endes des Hochstromkabels von der Stromversorgung zum Betrieb des Ofens, insbesondere
von der Sekundärseite eines Transformators. Dies kann insbesondere mittels eines Schalters
bzw. einer anderen mechanischen oder elektronischen Schalt-Vorrichtung erfolgen.
[0024] Unter der Einleitung eines Messstroms wird zunächst grundsätzlich jede Einstellung
der Stromstärke im Leitungselement des Hochstromkabels auf die Stromstärke des Messstroms
verstanden. Bevorzugt erfolgt die Einleitung des Messstroms unabhängig von und/oder
aus einer anderen Stromquelle als der Stromversorgung zum Betrieb des Ofens, insbesondere
der Sekundärseite eines Transformators zum Betrieb des Ofens.
[0025] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels sind
der erste und der zweite Messpunkt entlang des Leitungselements eine Messstrecke bildend
voneinander beabstandet angeordnet, wobei durch die ortsfeste Anordnung der beiden
Messpunkte die Messstrecke gleichbleibend festgelegt ist und somit in besonders einfacher
Weise präzise wiederholbare Messungen des Leitungselements ermöglicht werden.
[0026] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels
weist die Messstrecke eine Länge zwischen 95 % und 85 %, bevorzugt zwischen 95 % und
90 % und besonders bevorzugt 95 % der Länge des Leitungselements auf, wodurch eine
besonders einfache und präzise Messung der als besonders belastet bekannten Abschnitte
des Hochstromkabels erfolgen kann. Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung entspricht
die Länge der Messstrecke der Länge des Leitungselements und die beiden Messpunkte
sind im Bereich jeweils eines Endes des Leitungselements angeordnet.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels ist der
erste Messpunkt an der ersten Position und/oder der zweite Messpunkt an der zweiten
Position angeordnet, wodurch besonders präzise Messungen ermöglicht werden, da die
Positionen der Ein- bzw. Rückleitung des Messstromes den Stellen des Leitungselements
des Hochstromkabels entsprechen, an denen die Messsignale erfasst werden.
[0028] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels weist
die erste Position entlang des Leitungselements von der zweiten Position wenigstens
einen Abstand zwischen 10 % und 100 %, bevorzugt zwischen 25 % und 90 % und besonders
bevorzugt zwischen 35 % und 65 % der Länge des Leitungselements auf.
[0029] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels
sind die Einspeisleitung und/oder die Rückleitung wenigstens abschnittsweise in einer
Isolierung oder einer Ummantelung des Hochstromkabels angeordnet, wodurch sich eine
besonders leichte Handhabbarkeit des Hochstromkabels ergibt und zugleich eine Veränderung
der Messsignale aufgrund unterschiedlich in Bezug zueinander verlaufender, stromführender
Leitungen vermieden wird. Besonders bevorzugt verlaufen die Einspeisleitung und/oder
die Rückleitung auf dem Abschnitt des Hochstromkabels innerhalb einer Isolierung oder
einer Ummantelung, in dem die Einspeisleitung und/oder die Rückleitung parallel zum
Leitungselement des Hochstromkabels geführt sind. Weiterhin bevorzugt treten sowohl
die Einspeisleitung als auch die Rückleitung aus der Isolierung oder der Ummantelung
des Hochstromkabels an einer gemeinsamen Position aus, wobei die Einspeisleitung und
die Rückleitung dabei besonders bevorzugt als ein zweiadriges Kabel gebildet sind.
Grundsätzlich sind sowohl die Einspeisleitung als auch die Rückleitung jedoch nur
an der ersten bzw. zweiten Position leitend mit dem Leitungselement des Hochstromkabels
verbunden.
[0030] Gemäß einer ebenfalls besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels
sind das erste und/oder das zweite Übertragungsmittel wenigstens abschnittsweise in
einer Isolierung oder einer Ummantelung des Hochstromkabels angeordnet, wodurch sich
eine besonders leichte Handhabbarkeit des Hochstromkabels ergibt und zugleich eine
Veränderung der Messsignale aufgrund unterschiedlich in Bezug zueinander verlaufender,
stromführender Leitungen vermieden wird. Ebenfalls bevorzugt treten beide Übertragungsmittel
aus der Isolierung oder der Ummantelung des Hochstromkabels an einer gemeinsamen Position
aus, so dass beide Übertragungsmittel in besonders einfacher Weise mit einer Vorrichtung
zur Erfassung und/oder zur Auswertung des Messsignals verbunden werden können.
[0031] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels umfasst
wenigstens eines, bevorzugt beide Übertragungsmittel eine elektrische Messleitung,
die bevorzugt einen Kern aus Metall, insbesondere Kupfer, beispielsweise Kupferdraht
oder Kupferlitze umfasst und besonders bevorzugt weiterhin eine Isolierung aufweist.
Ebenfalls bevorzugt beträgt der Durchmesser des Kerns aus Metall zwischen 0,5 mm
2 und 10 mm
2, besonders bevorzugt zwischen 1 mm
2 und 5 mm
2 und ganz besonders bevorzugt 2,5 mm
2. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels
umfasst wenigstens eines, bevorzugt beide der Übertragungsmittel einen optischen Leiter,
insbesondere ein Glasfaserkabel, wobei besonders bevorzugt an jedem optischen Leiter
ein Messumformer zur Wandlung eines elektrischen in ein optisches Signal angeordnet
ist, wodurch eine besonders schnelle und beispielsweise durch Induktion unbeeinflusste
Datenübertragung in vorteilhafter Weise ermöglicht wird und somit die Genauigkeit
der Messung verbessert wird. Ebenfalls bevorzugt ist der Messumformer im Bereich des
Messpunktes angeordnet und besonders bevorzugt ist der Messumformer vollständig innerhalb
einer Ummantelung oder Isolierung des Hochstromkabels angeordnet.
[0032] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels sind am
ersten und/oder am zweiten Messpunkt ein im elektrischen Kontakt mit dem Leitungselement
des Hochstromkabels befindliches Anschlusselement für ein Messgerät oder eine Messeleitung
angeordnet, wodurch in besonders einfacher Weise weitere Messungen bzw. die Erfassung
weiterer Messwerte ermöglicht wird. Unter einem Anschlusselemente wird dabei zunächst
jede Vorrichtung verstanden, die vorgesehen ist, eine Messeleitung oder ein Messgerät
anzuschließen. Insbesondere bevorzugt umfasst das Anschlusselement einen im elektrischen
Kontakt mit dem Leitungselement stehenden Bereich sowie eine diesen Bereich vollständig
abdeckende, öffenbare, im geschlossenen Zustand isolierende Verschlussvorrichtung,
wobei die Verschlussvorrichtung einen elektrischen Zugang zum Leitungselement, insbesondere
durch eine Isolierung und/oder einer Ummantelung des Hochstromkabels ermöglicht.
[0033] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hochstromkabels ist
eine Rogowski-Spule bzw. ein Rogowski-Gürtel das Leitungselement umgebend angeordnet,
wobei die Rogowski-Spule besonders bevorzugt innerhalb einer Isolierung oder Ummantelung
des Hochstromkabels angeordnet ist. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise die Erfassung
weiterer Messwerte, insbesondere der Stromstärke des von einem Messstrom oder einem
Hochstrom im Betrieb durchflossen Hochstromkabels.
[0034] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt
die Abschaltung des Hochstroms mittels einer Schütze, wobei besonders bevorzugt mittels
der Schütze zugleich die Einleitung des Messstroms geschaltet wird. Dies ermöglicht
in vorteilhafter Weise in einem gemeinsamen Verfahrensschritt die Abschaltung des
Hochstroms sowie die Einleitung des Messstroms. Besonders bevorzugt liegt dabei eine
Potentialtrennung zwischen dem Hochstromkreis zum Betrieb der Anlage und dem Messstromkreis
vor.
[0035] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst die
Messung eine Erfassung eines Spannungsabfalls, einer Spannungsdifferenz und/oder eines
induktiven Blindwiderstandes, wodurch in besonders einfacher Weise eine Veränderung
der Struktur des Hochstromkabels, insbesondere des Leitungselements des Hochstromkabels
erfasst werden kann.
[0036] Gemäß einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
umfasst die Auswertung eine Beobachtung einer Signaländerung über ein Zeitintervall
und/oder gegenüber einer Referenz, insbesondere gegenüber an einer abgeschirmten Erdung
gemessenen Werten. Ganz besonders bevorzugt wird in Betriebspausen der Anlage, beispielsweise
zwischen dem Schmelzen verschiedener Metalllegierungen in einem elektrisch betriebenen
Ofen, jeweils eine Messung des angeschlossenen Hochstromkabels vorgenommen und auf
eine Änderung der Messwerte über die Zeit hin untersucht, die einen Hinweis auf eine
Veränderung des Hochstromkabels, insbesondere einen Verschleiß des Leitungselements
hinweisen kann.
[0037] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden mehrere,
voneinander isolierte Leitungselemente eines Hochstromkabels bzw. mehrere Hochstromkabel
einer elektrischen Hochstromanlage, insbesondere eines elektrisch betriebenen Ofens,
der Reihe nach gemessen und anschließend die Messsignale für jedes Leitungselement
bzw. jedes Hochstromkabel einzeln und/oder in Bezug zueinander ausgewertet.
[0038] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. In der Figur
zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Hochstromkabels.
[0039] Die in Figur 1 dargestellte, erste Ausführungsform eines Hochstromkabels 1 weist
ein elektrisches Leitungselement 2 sowie eine das elektrische Leitungselement 2 umgebende
Ummantelung 9 auf.
[0040] Das elektrische Leitungselement 2 ist dabei aus einer Kupferlegierung gebildet und
weist einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser von 7.500 mm
2 auf. Die Länge des elektrischen Leitungselements 2 beträgt 8 m.
[0041] Im Bereich eines ersten Endes des Hochstromkabels 1 ist eine aus Kupfer gebildete,
einen Durchmesser von 50 mm
2 aufweisende Einspeisleitung 3 ortsfest mit dem elektrischen Leitungselement 2 unmittelbar
an einer ersten Position 5a verbunden. Die Einspeisleitung 3 weist eine Länge von
2 m auf und ist vorgesehen, um einen Messstrom mit einer Stromstärke von 100 A in
das elektrische Leitungselement 2 einzuleiten.
[0042] Im Bereich eines zweiten Endes des Hochstromkabels 1 ist eine Rückleitung 4 ortsfest
und unmittelbar am Leitungselement an einer zweiten Position 5b angeordnet, wobei
die Rückleitung 4 insbesondere im Durchmesser und im Material der Einspeisleitung
3 gleicht. Die Rückleitung weist dabei eine Länge von etwa 8 m auf.
[0043] Die Einspeisleitung 3 und die Rückleitung 4 sind beide an den jeweils dem elektrischen
Leitungselement 2 zugewandten Enden innerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels
1 angeordnet, wobei insbesondere die Rückleitung 4 über eine Strecke von etwa 6 m
parallel zum elektrischen Leitungselement 2 innerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels
1 auf die Einspeisleitung 3 hinzu geführt ist, so dass die Einspeisleitung 3 und die
Rückleitung 4 die Ummantelung 9 des Hochstromkabels 1 an einer gemeinsamen Position
verlassen. Der außerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels 1 befindliche Teil
der Einspeisleitung 3 und der Rückleitung 4 ist ein einziges, zweiadriges Kabel bildend
von einer Isolierung 10 aus Kunststoff umgeben, wobei dieser Teil der Einspeisleitung
3 und der Rückleitung 4 eine Länge von etwa 1,8 m aufweist.
[0044] Der Abstand der ersten Position 5a von der zweiten Position 5b entlang dem elektrischen
Leitungselement 2 beträgt dabei etwa 6 m und somit 80 % der Länge des elektrischen
Leitungselements 2.
[0045] Im Bereich des ersten Endes des Hochstromkabels 1 und an der ersten Position 5a ist
ein erster Messpunkt 6a angeordnet, an dem ein innerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels
1 angeordneter, erster Messumformer 11 elektrisch leitend mit dem elektrischen Leitungselement
2 verbunden ist.
[0046] Im Bereich des zweiten Endes des Hochstromkabels 1 ist ein zweiter Messpunkt 6b mit
einem zweiten Messumformer 12 angeordnet, so dass der Abstand zwischen dem ersten
Messpunkt 6a und dem zweiten Messpunkt 6b entlang der Längsachse des elektrischen
Leitungselements 26 m beträgt.
[0047] Die beiden Messumformer 11, 12 wandeln dabei ein vom elektrischen Leitungselement
2 an den beiden Messpunkten 6a, 6b jeweils aufgenommenes elektrisches Signal in ein
optisches Signal um. Das optische Signal wird dann vom ersten Messumformer 11 in ein
erstes Übertragungsmittel 7 und vom zweiten Messumformer 12 in ein zweites Übertragungsmittel
8 eingeleitet, wobei beide Übertragungsmittel 7, 8 durch Glasfaserleitung gebildet
werden.
[0048] Die beiden Übertragungsmittel 7, 8 verlaufen abschnittsweise an den den Messumformern
11, 12 zugewandten Enden innerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels 1, wobei
insbesondere das zweite Übertragungsmittel 8 parallel zum elektrischen Leitungselements
2 innerhalb der Ummantelung 9 des Hochstromkabels 1 auf das erst Übertragungsmittel
7 zu verläuft, so dass das erste Übertragungsmittel 7 und das zweite Übertragungsmittel
8 an einer gemeinsamen Position aus der Ummantelung 9 des Hochstromkabels 1 austreten.
[0049] Eine Messung zur Ermittlung des Verschleißgrades des Hochstromkabels 1 erfolgt, indem
zunächst ein für den Betrieb einer entsprechenden Anlage notwendiger Hochstrom auf
dem Hochstromkabel 1 abgeschaltet wird und nachfolgend über die Einspeisleitung 3
sowie die Rückleitung 4 einen Messstrom mit einer Stromstärke von 100 A für eine Dauer
von wenigstens 5 s eingeleitet wird.
[0050] Während der Messstrom am elektrischen Leitungselement 2, insbesondere zwischen der
ersten Position 5a und der zweiten Position 5b anliegt, wird jeweils am ersten und
am zweiten Messpunkt 6a, 6b durch die beiden Messumformer 11, 12 wenigstens die Spannung
am elektrischen Leitungselement 2 gegenüber einer abgeschirmten Erdung ermittelt,
jeweils in ein optisches Signal gewandelt und mittels der beide Übertragungsmittel
7, 8 an eine Auswertungseinheit weitergeleitet.
[0051] In der Auswertungseinheit werden anschließend die gemessenen Signale ausgewertet
und eine Kennzahl für den Grad des Verschleißes des Hochstromkabels 1 ermittelt, wobei
die Auswertung wenigstens auf der zeitlichen Änderung eines im Rahmen mehrerer verschiedener
Messungen ermittelten Spannungsabfalls zwischen dem ersten Messpunkt 6a und dem zweiten
Messpunkt 6b beruht.
[0052] Weiterhin ist im Rahmen der Auswertung vorgesehen, sämtliche in der Anlage verbauten
Hochstromkabel 1 zunächst einzelnen und nacheinander zu messen sowie zunächst für
jedes Hochstromkabel 1 unabhängig von den weiteren Hochstromkabel 1 die jeweilige
Kennzahl für den Verschleißgrad des Hochstromkabels 1 zu bestimmen. Nachfolgend können
darüber hinaus auch die Messsignale und/oder die Kennzahlen der einzelnen Hochstromkabel
1 zueinander in Bezug gesetzt werden, um über ein einzelnes Hochstromkabel 1 hinausgehende
Informationen über den Zustand der gesamten Anlage zu erhalten.
Bezugszeichen
[0053]
- 1
- Hochstromkabel
- 2
- elektrisches Leitungselement
- 3
- Einspeisleitung
- 4
- Rückleitung
- 5a
- erste Position
- 5b
- zweite Position
- 6a
- erster Messpunkt
- 6b
- zweite Messpunkt
- 7
- erstes Übertragungsmittel
- 8
- zweites Übertragungsmittel
- 9
- Ummantelung
- 10
- Isolierung
- 11
- erster Messumformer
- 12
- zweiter Messumformer
1. Hochstromkabel (1) für elektrisch betriebene Öfen, Anlagen für Elektroschlacke-Umschmelzverfahren
und Reduktionsöfen, mit
- wenigstens einem elektrischen Leitungselement (2),
- einer an einer ersten Position (5a) des Leitungselements (2) angeordneten Einspeisleitung
(3) für einen Messstrom und
- einer an einer zweiten Position (5b) des Leitungselements (2) angeordneten Rückleitung
(4) für den Messstrom,
- einem ersten und einem zweiten, an dem Leitungselement angeordneten Messpunkt (6a,
b) sowie
- einem ersten, mit dem ersten Messpunkt (6a) verbundenen Übertragungsmittel (7) für
ein erstes Messsignal sowie einem zweiten, mit dem zweiten Messpunkt (6b) verbundenen
Übertragungsmittel (8) für ein zweites Messsignal.
2. Hochstromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Messpunkt (6a, b) entlang des Leitungselements (2) eine
Messstrecke bildend voneinander beabstandet angeordnet sind.
3. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Messstrecke eine Länge zwischen 10 % und 100 %, bevorzugt zwischen 25 % und 90
% und besonders bevorzugt zwischen 35 % und 65 % der Länge des Leitungselements (2)
aufweist.
4. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Messpunkt (6a) an der ersten Position (5a) und/oder der zweite Messpunkt
(6b) an der zweiten Position (5b) angeordnet ist.
5. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Position (5a) entlang des Leitungselements (2) von der zweiten Position
(5b) wenigstens einen Abstand zwischen 10 % und 100 %, bevorzugt zwischen 25 % und
90 % und besonders bevorzugt zwischen 35 % und 65 % der Länge des Leitungselements
(2) aufweist.
6. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einspeisleitung (3) und/oder die Rückleitung (4) wenigstens abschnittsweise in
einer Isolierung oder einer Ummantelung (9) des Hochstromkabels (1) angeordnet sind
und dabei bevorzugt sowohl die Einspeisleitung (3) als auch die Rückleitung (4) aus
der Isolierung oder der Ummantelung (9) des Hochstromkabels (1) an einer gemeinsamen
Position austreten.
7. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Übertragungsmittel (7, 8) wenigstens abschnittsweise
in einer Isolierung oder einer Ummantelung (9) des Hochstromkabels (1) angeordnet
sind und dabei bevorzugt beide Übertragungsmittel (7, 8) aus der Isolierung oder der
Ummantelung (9) des Hochstromkabels (1) an einer gemeinsamen Position austreten.
8. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines, bevorzugt beide Übertragungsmittel (7, 8) einen elektrischen Leiter
umfassen.
9. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines, bevorzugt beide der Übertragungsmittel (7, 8) einen optischen Leiter,
insbesondere ein Glasfaserkabel umfassen, wobei bevorzugt an jedem optischen Leiter
ein Messumformer (11, 12) zur Wandlung eines elektrischen in ein optisches Signal
angeordnet ist.
10. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am ersten und/oder am zweiten Messpunkt (6a, b) ein im elektrischen Kontakt mit dem
Leitungselement (2) des Hochstromkabels (1) befindliches Anschlusselement für ein
Messgerät oder eine Messeleitung angeordnet sind.
11. Hochstromkabel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Rogowski-Spule das Leitungselement (2) umgebend angeordnet ist, wobei die Rogowski-Spule
bevorzugt innerhalb einer Isolierung oder Ummantelung (9) des Hochstromkabels (1)
angeordnet ist.
12. Verfahren zur Ermittlung des Verschleißgrades eines Hochstromkabels für elektrisch
betriebene Öfen und für Elektroschlacke-Umschmelzanlagen, mit den Schritten
- Abschaltung eines Hochstroms zum Betrieb des Ofens oder der Anlage,
- Einleiten eines Messstroms über eine mit einem Leitungselement des Hochstromkabels
an einer ersten Position verbundenen Einspeisleitung sowie mittels einer an einer
zweiten Position des Leitungselements angeordneten Rückleitung,
- Messung wenigstens eines Messsignals an zwei voneinander beabstandeten, an dem Leitungselement
angeordneten Messpunkten,
- Auswertung des Messsignals und Ermittlung des Verschleißgrades des Hochstromkabels.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung des Hochstroms mittels einer Schütze erfolgt, wobei bevorzugt mittels
der Schütze zugleich die Einleitung des Messstroms geschaltet wird.
14. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Messung eine Erfassung eines Spannungsabfalls, einer Spannungsdifferenz und/oder
eines induktiven Blindwiderstandes umfasst.
15. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung eine Beobachtung einer Signaländerung über ein Zeitintervall und/oder
gegenüber einer Referenz, insbesondere gegenüber an einer abgeschirmten Erdung gemessenen
Werten umfasst.