| (19) |
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(11) |
EP 3 105 530 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.04.2018 Patentblatt 2018/14 |
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Anmeldetag: 10.02.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/052780 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/118174 (13.08.2015 Gazette 2015/32) |
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| (54) |
ZERLEGUNGSGESCHOSS MIT GESCHOSSKERNEN AUS PB ODER PB-FREIEN MATERIALIEN MIT ABGESTUFTER
ZERLEGUNG
FRAGMENTING PROJECTILE HAVING PROJECTILE CORES MADE OF PB OR PB-FREE MATERIALS HAVING
FRAGMENTATION IN STEPS
PROJECTILE À FRAGMENTATION MUNI DE NOYAUX COMPOSÉS D'UN MATÉRIAU À BASE DE PLOMB OU
SANS PLOMB, À FRAGMENTATION GRADUELLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
10.02.2014 DE 102014001613
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.12.2016 Patentblatt 2016/51 |
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Patentinhaber: RUAG Ammotec GmbH |
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90765 Fürth (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RIESS, Heinz
90765 Fürth (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmid, Nils T.F. et al |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 033 662 US-A1- 2006 101 691 US-B1- 6 209 459
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US-A- 1 632 156 US-A1- 2013 025 490 US-B1- 6 213 022
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- LENSELINK J ET AL: "cartridges and projectiles in drawings and pictures", NOTES ON
SMALL AND MEDIUM CALIBER MILITARY CARTRIDGES, XX, XX, Bd. 1, 1. Januar 1986 (1986-01-01),
XP002153616,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Teilzerlegungsgeschosse mit abgestufter, definierter Zerlegung
bei gleicher Treffpunktlage.
[0002] Zerlegungsgeschosse, die eine definierte Zerlegung ermöglichen, sind im Stand der
Technik beispielsweise aus der
US 6,09,459 B1 bekannt. Die dort offenbarten Geschosse sollen dabei nach dem Gewicht markiert werden,
um eine einfach Zuordnung für den Schützen zu bieten.
[0003] Eine ähnliche visuelle Zuordnung soll das in der
US 1,632,156 A offenbarte Identifikationsverfahren gewährleisten. Eine Auswahl des Zerlegungsverhaltens
ist darüber aber nicht möglich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Zerlegungsgeschosse, Teilzerlegungsgeschosse
oder Mantelgeschosse, anzugeben bei denen alle Geschosse einer Geschosstype die gleiche
Treffpunktlage, d.h. das gleiche Geschossgewicht, den gleichen Schwerpunkt und die
gleiche Geometrie aufweisen und der Schütze nur durch geeignete Auswahl des Geschosses
das Zerlegungsverhalten bestimmen kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Zerlegungsgeschosse mit abgestufter definierter
Zerlegung bei gleicher Treffpunktlage, ausgebildet als zwei Geschosstypen, nämlich
als Teilzerlegungsgeschosse oder als Mantelgeschosse, gelöst, wobei alle Zerlegungsgeschosse
einer Geschosstype das gleiche Geschossgewicht, den gleichen Schwerpunkt und die gleiche
Geometrie aufweisen, bei beiden Geschosstypen im vorderen Bugbereich ein zerlegbarer
Kern angeordnet ist, alle zerlegbaren Kerne einer Geschosstype die gleiche Dichte
aufweisen und sich je nach Zerlegung im Gewicht des zerlegbaren Kerns voneinander
unterscheiden und alle Geschosse einer Geschosstype mit dem gleichen Gewicht des zerlegbaren
Kerns eine gleiche von außen sichtbare Markierung aufweisen. Der Schütze oder Jäger
kann vor dem Schuss das geeignete Geschoss auswählen, hat damit die gewünschte Zerlegung
und hat bei allen zur Auswahl stehenden Geschossen einer Geschosstype die gleiche
Treffpunktlage.
[0006] Wenn eine hohe Zerlegung gewünscht wird, wird ein Geschoss mit einem schwereren zerlegbaren
Kern ausgesucht. Da das Geschossgewicht bei allen zerlegbaren Kernen erfindungsgemäß
gleich bleibt, muss das Gewicht des festen, nicht zerlegbaren Kerns angepasst werden,
d.h. geringer sein, als bei einem leichteren zerlegbaren Kern.
[0007] Bei der Geschosstype Teilzerlegungsgeschoss ist bevorzugt ein im Heckbereich angeordneter
gepresster oder gedrehter Geschosskörper vorhanden und weist dieser eine trichterförmige
Einbuchtung auf, auf der der zerlegbare Kern aufsitzt. Diese Einbuchtung verbessert
das Aufpilzen beim Aufprall.
[0008] Bevorzugt weist bei der Geschosstype Teilzerlegungsgeschoss der zerlegbare Kern das
gleiche spezifische Gewicht auf wie der Geschosskörper. Dies verbessert die Treffpunktlage.
[0009] Bei der Geschosstype Mantelgeschoss ist ein im Heckbereich angeordneter fester, nicht
zerlegbarer Kern vorhanden, auf dem der zerlegbare Kern flächig aufsitzt. Eine Einbuchtung
im festen Kern ist hier nicht erforderlich.
[0010] Bei der Geschosstype Mantelgeschoss bestehen bevorzugt der feste, nicht zerlegbare
Kern und der zerlegbare Kern aus dem gleichen Material mit dem gleichen spezifischen
Gewicht. Dies verbessert die Treffpunktlage.
[0011] In bevorzugter Ausführungsform ist die Markierung eine farbliche Kennzeichnung im
Bereich der Geschossogive oder erfolgt die Markierung durch eine auf das Geschoss
aufgesetzte farblich unterschiedliche Kunststoffspitze oder bestehen die Markierungen
aus mit der menschlichen Hand fühlbaren Ausnehmungen oder Erhebungen. Ausnehmungen
oder Erhebungen haben den Vorteil, dass diese vom Jäger auch bei Nacht gefühlt werden
können.
[0012] Vorteilhaft bestehen der feste und der zerlegbare Kern aus Materialien, die lunkerfrei
bis 6 Tonnen verpressbar oder lötbar sind.
[0013] In vorteilhafter Ausführungsform sind die Zerlegungsgeschosse Jagdgeschosse.
[0014] Bevorzugt weisen die Zerlegungsgeschosse einen zerlegbaren Kern auf, dessen Gewicht
25% oder 40 % oder 60 % des Gewichts des Gesamtgeschosses beträgt. Diese Gewichtsverhältnisse
haben sich als die Zweckmäßigsten erwiesen.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Geschosse mit einem Gewicht des zerlegbaren
Kerns von 25 % des Gewichts des Gesamtgeschosses mit der Farbe grün, die Geschosse
mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns von 40% des Gewichts des Gesamtgeschosses
mit der Farbe schwarz und die Geschosse mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns von
60 % des Gewichts des Gesamtgeschosses mit der Farbe rot markiert.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei Figuren weiter erläutert.
[0017] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Zerlegungsgeschoss, welches zur Geschosstype
Teilzerlegungsgeschosse 1 zählt. Im Heck dieses Teilzerlegungsgeschosses 1 befindet
sich ein gepresster oder gedrehter Geschosskörper 4. Der Boden 11 des Geschosskörpers
4 weist eine trichterförmige Heckeinbuchtung 10 auf. Der Geschosskörper 4 weist außerdem
an seinem zur Geschossspitze gewandten Ende eine trichterförmige Kerneinbuchtung 12
auf, auf der ein zerlegbarer Kern 12 aufsitzt. Ein Mantel 13 schließt den zerlegbaren
Kern 2 ein. Mit dem Bezugszeichen 6 ist die Geschossogive bezeichnet. Auf der Geschossogive
6 ist erfindungsgemäß eine von außen sichtbare oder fühlbare Markierung 9 angebracht.
Diese Markierung 9 ist in Figur 1 und auch in Figur 2 nur schematisch gezeigt. Mit
dieser Markierung 9 werden alle zerlegbaren Kerne 2 einer Geschosstype gekennzeichnet,
die die gleiche Dichte aufweisen und sich je nach Zerlegung im Gewicht des zerlegbaren
Kerns 2 voneinander unterscheiden und alle Geschosse einer Geschosstype mit dem gleichen
Gewicht des zerlegbaren Kerns 2 eine gleiche Markierung 9 aufweisen. Die einzelnen
Teilzerlegungsgeschosse 1 haben alle das gleiche Geschossgewicht, den gleichen Schwerpunkt
und die gleiche Geometrie. Alle Teilzerlegungsgeschosse 1 haben im vorderen Bugbereich
einen zerlegbaren Kern 2. Zerlegbarer Kern 2 bedeutet, dass sich dieser beim Aufprall
auf ein Ziel in kleine Einzelteile zerlegt. Alle zerlegbaren Kerne 2 einer Geschosstype,
d.h. hier alle Teilzerlegungsgeschosse 1 weisen die gleiche Dichte auf und unterscheiden
sich je nach gewünschter Zerlegung im Gewicht des zerlegbaren Kerns 2 voneinander.
Der Jäger weiß bei diesen Teilzerlegungsgeschosse 1, dass sie alle die gleiche Treffpunktlage
haben, sich also gleich verhalten, und er den Grad der Zerlegung bei der Auswahl seines
Geschosses bestimmen kann. Da alle Zerlegungsraten mit derselben Markierung 9 gekennzeichnet
sind, ist diese Auswahl vereinfacht.
[0018] Figur 2 zeigt ein weiteres Zerlegungsgeschoss, nämlich ein Geschosstyp Mantelgeschoss
8. Im Geschossheck ist ein fester Kern 3 angeordnet und darüber ein zerlegbarer Kern
2, der auf dem festen Kern 3 flächig aufsitzt. Ein Mantel 13 umhüllt den festen Kern
3 und den zerlegbaren Kern 2. Eine Markierung erfolgt hier durch eine auf das Geschoss
aufgesetzte farblich unterschiedliche Kunststoffspitze 7.
[0019] Figur 2 zeigt eine unterschiedliche abgestufte Zerlegung 5. Wird ein Mantelgeschoss
mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns 2 von 25% benötigt, so wird der zerlegbare
Kern 2c mit dem festen Kern 3c kombiniert. Da der feste Kern 2c und der zerlegbare
Kern 3c die gleiche Dichte aufweisen, bleibt die Treffpunktlage konstant. Die Kunststoffspitze
7 ist grün gefärbt.
[0020] Wird ein Mantelgeschoss mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns 2 von 40% benötigt,
so wird der zerlegbare Kern 2b mit dem festen Kern 3b kombiniert. Da der feste Kern
2b und der zerlegbare Kern 3b die gleiche Dichte aufweisen, bleibt die Treffpunktlage
konstant. Die Kunststoffspitze 7 ist schwarz gefärbt.
[0021] Wird ein Mantelgeschoss mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns 2 von 60% benötigt,
so wird der zerlegbare Kern 2a mit dem festen Kern 3a kombiniert. Da der feste Kern
2a und der zerlegbare Kern 3a die gleiche Dichte aufweisen, bleibt die Treffpunktlage
konstant. Die Kunststoffspitze 7 ist rot gefärbt.
[0022] Die Erfindung umfasst somit ein Teilzerlegungsgeschoss 1. Der Geschosskörper 4 kann
ein gepresster oder gedrehter Geschosskörper sein mit einem zerlegbaren vorderen Kern
2. Die Erfindung umfasst auch ein Mantelgeschoss 8 mit zwei Kernen, einem festen Kern
3 im hinteren Bereich und einem zerlegbaren Kern 2 im vorderen Bereich des Geschosses.
Bei beiden Geschosstypen können für die Geschosskerne unterschiedliche oder gleiche
Materialien bei gleicher Dichte verwendet werden. Die unterschiedliche abgestufte
Zerlegung 5 erreicht man durch Gewichtsabstufungen des zerlegbaren Kernes 2 bei gleichbleibendem
Geschossgewicht, Schwerpunkt und Geometrie. Daraus resultiert die abgestufte Zerlegung
bei gleichbleibender Treffpunktlage. Die Kennzeichnung der einzelnen Geschosstypen
kann mit einer farblichen Kennzeichnung im Bereich der Geschossogive 6 (Figur 1) erfolgen
oder mit aufgesetzten farblich unterschiedlichen Kunststoffspitzen 7 (Figur 2). Für
die Nacht können die einzelnen Geschosstypen mit Markierungen im Bereich der Geschossogive
6 je nach Geschosszerlegung aus mit der menschlichen Hand fühlbaren Ausnehmungen oder
Erhebungen versehen sein.
Beschreibung der Geschosskerne
[0023] Das Material der Kerne kann aus Pb-freien Materialien bestehen, die lunkerfrei verpressbar
bis 6 Tonnen oder lötbar sind.
[0024] Bei einem Geschoss mit gepresstem Geschosskörper 4 muss der zerlegbare Kern 2 im
vorderen Bereich des Geschosses das gleiche spezifische Gewicht aufweisen wie der
gepresste Geschosskörper 4.
[0025] Für das Mantelgeschoss mit 2 Kernen können der hintere feste Kern 3 zum vorderen
zerlegbaren Kern 2 aus unterschiedlichen Materialien bei gleicher Dichte bestehen,
vorteilhaft sind jedoch gleiches Material und spezifischen Gewicht.
Wirkweise des Geschosses
[0026] Die Zerlegung eines Geschosses im Zielkörper, insbesondere eines Jagdgeschosses im
Wildkörper nach dem Eindringen in diesen, bestimmt die Energieabgabe des Geschosses
und damit die Wirkung des Schusses. Bei schwachem Wild kann beispielsweise eine andere
Zerlegung erforderlich sein als bei starkem Wild. Es kann sowohl ein Teilmantelgeschoss
mit gepresstem Grundkörper als auch ein Mantelgeschoss sein, dessen Geschosskern oder
Geschosskerne aus einem festen und einem zerlegbaren Kern bestehen.
[0027] Der vom gepressten Grundkörper oder Geschossmantel gehaltene vordere zerlegbare Geschosskern
zerlegt sich mit dem Geschossmantel bis zum festen Kern beim Aufprall im Zielkörper.
Dabei bestimmt der prozentuale Anteil des zerlegbaren Kernes zum Gesamtgewicht des
Geschosses die Energieabgabe im Zielkörper bei gleicher Treffpunktlage über die gesamte
Schussdistanz trotz unterschiedlicher Zerlegungsverhältnisse von Schuss zu Schuss.
Der Jäger hat hier die Möglichkeit das beste Zerlegungsverhältnis für das zu schießende
Wild und Distanz auszuwählen.
Beispiele:
[0028]
| 25 % Geschosszerlegung |
Rehwild |
| Kurze Distanz |
Damwild |
| 40 % kurze Distanz |
Damwild |
| |
Rotwild |
| |
Treibjagd |
| 60 % Lange Distanz |
Damwild |
| |
Rotwild |
| |
Gebirgswild |
| |
Treibjagd |
1. Zerlegungsgeschosse (1, 8) mit abgestufter definierter Zerlegung bei gleicher Treffpunktlage,
ausgebildet als zwei Geschosstypen, nämlich als Teilzerlegungsgeschosse (1) oder als
Mantelgeschosse (8), wobei alle Zerlegungsgeschosse einer Geschosstype das gleiche
Geschossgewicht, den gleichen Schwerpunkt und die gleiche Geometrie aufweisen, bei
beiden Geschosstypen im vorderen Bugbereich ein zerlegbarer Kern (2) angeordnet ist,
alle zerlegbaren Kerne (2) einer Geschosstype die gleiche Dichte aufweisen und sich
je nach Zerlegung im Gewicht des zerlegbaren Kerns (2) voneinander unterscheiden und
alle Geschosse einer Geschosstype mit dem gleichen Gewicht des zerlegbaren Kerns (2)
eine gleiche von außen sichtbare oder fühlbare Markierung (9) aufweisen.
2. Zerlegungsgeschosse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Geschosstype Teilzerlegungsgeschoss (1) ein im Heckbereich angeordneter gepresster
oder gedrehter Geschosskörper (4) vorhanden ist und dieser eine trichterförmige Einbuchtung
(10) aufweist, auf der der zerlegbare Kern (2) aufsitzt.
3. Zerlegungsgeschosse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Geschosstype Teilzerlegungsgeschoss (1) der zerlegbare Kern (2) das gleiche
spezifische Gewicht aufweist wie der Geschosskörper (4).
4. Zerlegungsgeschosse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Geschosstype Mantelgeschoss (8) ein im Heckbereich angeordneter fester, nicht
zerlegbarer Kern (3) vorhanden ist, auf dem der zerlegbare Kern (2) flächig aufsitzt.
5. Zerlegungsgeschosse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Geschosstype Mantelgeschoss (8) der feste, nicht zerlegbare Kern (3) und
der zerlegbare Kern (2) aus dem gleichen Material mit dem gleichen spezifischen Gewicht
besteht.
6. Zerlegungsgeschosse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierung (9) eine farbliche Kennzeichnung im Bereich der Geschossogive ist
oder die Markierung (9) durch eine auf das Geschoss aufgesetzte farblich unterschiedliche
Kunststoffspitze (7) erfolgt oder die Markierungen (9) aus mit der menschlichen Hand
fühlbaren Ausnehmungen oder Erhebungen besteht.
7. Zerlegungsgeschosse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der feste (3) und der zerlegbare Kern (2) aus Materialien bestehen, die lunkerfrei
bis 6 Tonnen verpressbar oder lötbar sind.
8. Zerlegungsgeschosse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegungsgeschosse (1, 8) Jagdgeschosse sind.
9. Zerlegungsgeschosse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegungsgeschosse (1, 8) einen zerlegbaren Kern (2) aufweisen, dessen Gewicht
25% oder 40 % oder 60 % des Gewichts des Gesamtgeschosses beträgt.
10. Zerlegungsgeschosse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschosse (1, 8) mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns (2) von 25 % des Gewichts
des Gesamtgeschosses mit der Farbe grün, die Geschosse (1, 8) mit einem Gewicht des
zerlegbaren Kerns (2) von 40% des Gewichts des Gesamtgeschosses mit der Farbe schwarz
und die Geschosse (1, 8) mit einem Gewicht des zerlegbaren Kerns (2) von 60 % des
Gewichts des Gesamtgeschosses mit der Farbe rot markiert sind.
1. Fragmentation projectiles (1, 8) with graded, defined fragmentation at an identical
point of impact, designed as two projectile types, specifically as partial fragmentation
projectiles (1) or jacketed projectiles (8), wherein all fragmentation projectiles
of one projectile type have the same projectile weight, the same center of gravity
and the same geometry, a fragmentable core (2) is arranged in the front bow area in
both projectile types, all fragmentable cores (2) of a projectile type have the same
density, and, depending on fragmentation, differ from each other in terms of the weight
of the fragmentable core (2), and all projectiles of a projectile type with the same
weight of the fragmentable core (2) have the same marking (9), which is outwardly
visible or palpable.
2. The fragmentation projectiles according to claim 1, characterized in that, in the partial fragmentation projectile (1) type of projectile, a pressed or turned
projectile body (4) arranged in the rear area is present, and has a funnel-shaped
indentation (10) upon which the fragmentable core (2) rests.
3. The fragmentation projectiles according to claim 2, characterized in that, in the partial fragmentation projectile (1) type of projectile, the fragmentable
core (2) has the same specific weight as the projectile body (4).
4. The fragmentation projectiles according to claim 1, characterized in that, in the jacketed projectile (8) type of projectile, a fixed, non-fragmentable core
(3) arranged in the rear area is present, upon which the fragmentable core (2) flatly
rests.
5. The fragmentation projectiles according to claim 4, characterized in that, in the jacketed projectile (8) type of projectile, the fixed, non-fragmentable core
(3) and the fragmentable core (2) consist of the same material with the same specific
weight.
6. The fragmentation projectiles according to one of claims 1 to 5, characterized in that the marking (9) is a color designation in the area of the projectile ogive, or the
marking (9) takes the form of a variable, color plastic tip (7) placed on the projectile,
or the markings (9) consist of recesses or elevations that are palpable with the human
hand.
7. The fragmentation projectiles according to one of claims 1 to 6, characterized in that the fixed (3) and fragmentable (2) core consists of materials that can be compressed
or soldered without any cavities up to 6 tons.
8. The fragmentation projectiles according to one of claims 1 to 7, characterized in that the fragmentation projectiles (1, 8) are hunting projectiles.
9. The fragmentation projectiles according to one of claims 1 to 8, characterized in that the fragmentation projectiles (1, 8) have a fragmentable core (2), the weight of
which measures 25 % or 40 % or 60 % of the weight of the overall projectile.
10. The fragmentation projectiles according to claim 9, characterized in that projectiles (1, 8) in which the fragmentable core (2) has a weight measuring 25 %
of the weight of the overall projectile are marked with the color green, projectiles
(1, 8) in which the fragmentable core (2) has a weight measuring 40 % of the weight
of the overall projectile are marked with the color black, and projectiles (1, 8)
in which the fragmentable core (2) has a weight measuring 60 % of the weight of the
overall projectile are marked with the color red.
1. Projectiles à fragmentation (1, 8) avec fragmentation échelonnée définie pour une
même position du point d'impact, constitués sous la forme de deux types de projectile,
notamment sous la forme de projectiles à fragmentation partielle (1) ou de projectiles
chemisés (8), tous les projectiles à fragmentation d'un type de projectile comportant
le même poids de projectile, le même centre de gravité et la même géométrie, un noyau
fragmentable (2) étant disposé pour les deux types de projectile dans la zone de pointe
avant, tous les noyaux fragmentables (2) d'un type de projectile comportant la même
densité et se différenciant l'un de l'autre après fragmentation dans le poids du noyau
fragmentable (2) et tous les projectiles d'un type de projectile avec le même poids
de noyau fragmentable (2) comportant un même marquage (9) visible ou sensible de l'extérieur.
2. Projectiles à fragmentation selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour les types de projectile Projectile à fragmentation partielle (1), il y a un
corps de projectile (4) pressé ou tourné disposé dans la zone arrière et celui-ci
comporte un creux en forme d'entonnoir (10) sur lequel repose le noyau fragmentable
(2).
3. Projectiles à fragmentation selon la revendication 2, caractérisé en ce que pour les types de projectile Projectile à fragmentation partielle (1), le noyau fragmentable
(2) comporte le même poids spécifique que le corps de projectile (4).
4. Projectiles à fragmentation selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour les types de projectile Projectile chemisé (8), il y a un noyau fixe non fragmentable
(3) disposé dans la zone arrière, sur lequel repose à plat le noyau fragmentable (2).
5. Projectiles à fragmentation selon la revendication 4, caractérisé en ce que pour les types de projectile Projectile chemisé (8), le noyau fixe, non fragmentable
(3) et le noyau fragmentable (2) sont composés du même matériau avec le même poids
spécifique.
6. Projectiles à fragmentation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le marquage (9) est une identification de couleur dans la zone de l'ogive de projectile
ou le marquage (9) a lieu par une pointe en matière pastique (7) différente de couleur
posée sur le projectile ou les marquages (9) sont composés d'évidements ou de surélévations
sensibles avec la main humaine.
7. Projectiles à fragmentation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le noyau fixe (3) et le noyau fragmentable (2) sont composés de matériaux qui sont
compressibles jusqu'à 6 tonnes et soudables sans retassures.
8. Projectiles à fragmentation selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les projectiles à fragmentation (1, 8) sont des projectiles pour la chasse.
9. Projectiles à fragmentation selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les projectiles à fragmentation (1, 8) comportent un noyau fragmentable (2), dont
le poids est 25 % ou 40 % ou 60 % du poids du projectile total.
10. Projectiles à fragmentation selon la revendication 9, caractérisé en ce que les projectiles (1, 8) avec un poids du noyau fragmentable (2) de 25 % du poids du
projectile total sont marqués avec la couleur verte, les projectiles (1, 8) avec un
poids de noyau fragmentable (2) de 40 % du poids du projectile total avec la couloir
noire et les projectiles (1, 8) avec un poids du noyau fragmentable (2) de 60 % du
poids du projectile total sont marqués avec la couleur rouge.


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