[0001] Die Erfindung betrifft eine Schottwandkonstruktion für eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung
für eine eine Kurbelwelle und Pleuel umfassende Fahrzeugkonstruktion, vorzugsweise
eine Verbrennungskraftmaschine (z. B. ein Verbrennungsmotor). Die Erfindung betrifft
ebenfalls eine zugehörige Flüssigkeitsauffangvorrichtung.
[0002] Im Stand der Technik sind Öl-Auffangvorrichtungen zur Anordnung unter Kurbelwellen-Pleuel-Konstruktionen
in unterschiedlichsten Ausführungsformen bekannt. Nachteilig bei herkömmlichen Öl-Auffangvorrichtungen
ist insbesondere, dass sich bei einer Schräglage Öl in Eckbereichen der Öl-Auffangvorrichtungen
sammeln kann, mit der Folge, dass ein Saugkorb oberhalb des Ölspiegels des abzusaugenden
Öls liegt. Ein weiterer Nachteil bei herkömmlichen Öl-Auffangvorrichtungen ist z.
B., dass sie zu relativ starken Ölablagerungen neigen.
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, mittels der eine
verbesserte und/oder alternative Flüssigkeitsauffangvorrichtung realisierbar ist.
[0004] Diese Aufgabe kann mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst werden. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung können den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung entnommen werden.
[0005] Die Erfindung schafft eine Schottwandkonstruktion für eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung
für eine eine Kurbelwelle und Pleuel umfassende Fahrzeugkonstruktion, z. B. eine Verbrennungskraftmaschine,
insbesondere Verbrennungskraftmotor (z. B. Dieselmotor) oder eine andere Kolbenmaschine.
[0006] Die Schottwandkonstruktion umfasst zumindest zwei Flüssigkeitskanäle und zumindest
zwei Ausformungen für sich drehende, insbesondere rotierende, Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitte, wodurch Flüssigkeit, vorzugsweise über die Flüssigkeitskanäle, aus
den Ausformungen beaufschlagbar ist, insbesondere aus den Ausformungen hinaus beförderbar
ist, z. B. hinaus pump- und/oder quetschbar. Insbesondere dient jeweils eine Ausformung
für jeweils einen sich drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitt.
[0007] Die Schottwandkonstruktion ist folglich so ausgeführt, dass sie eine Drehbewegung,
insbesondere die im normalen Betrieb durchgeführte Drehbewegung, der Kurbelwellen-
und/oder Pleuelabschnitte nutzbar macht, um Flüssigkeit aus den Ausformungen zu beaufschlagen,
vorzugsweise von Aussparung zu Aussparung und/oder hin zu einem Flüssigkeitsabsaugbereich.
[0008] Die Schottwandkonstruktion kann folglich, insbesondere zusammen mit sich drehenden
Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitten, eine integrierte Flüssigkeitsförderfunktion
aufweisen.
[0009] Die Schottwandkonstruktion kann aus einem einzigen Schottwandelement oder mehreren,
vorzugsweise zumindest zwei separaten Schottwandelementen ausgebildet sein.
[0010] Die Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte umfassen zweckmäßig untere, vorzugsweise
unterste, Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte.
[0011] Es ist möglich, dass zumindest ein Flüssigkeitskanal eine Ausformung mit einer anderen
Ausformung, vorzugsweise einer benachbarten Ausformung, zweckmäßig mittelbar oder
unmittelbar verbindet, so dass vorzugsweise eine Flüssigkeitsförderung ermöglicht
wird, insbesondere von Ausformung zu Ausformung und/oder hin zu einem Flüssigkeitsabsaugbereich.
Alternativ oder ergänzend ist es möglich, dass zumindest ein Flüssigkeitskanal eine
Ausformung zweckmäßig mittelbar oder unmittelbar mit einem Flüssigkeitsabsaugbereich
verbindet, so dass vorzugsweise eine Flüssigkeitsförderung ermöglicht wird, insbesondere
von Ausformung zu Ausformung und/oder hin zu dem Flüssigkeitsabsaugbereich.
[0012] Zumindest ein Flüssigkeitskanal kann zweckmäßig einen Flüssigkeitseintritt und einen
Flüssigkeitsaustritt aufweisen. Der Flüssigkeitseintritt kann in einer Ausformung
oder benachbart dazu ausgebildet sein. Der Flüssigkeitsaustritt kann in einer anderen,
vorzugsweise benachbarten, Ausformung oder benachbart dazu ausgebildet sein.
[0013] Im Rahmen der Erfindung kann folglich zumindest ein Flüssigkeitskanal zwei vorzugsweise
benachbarte Ausformungen unmittelbar (Eintritt in einer Ausformung und Austritt in
anderer Ausformung) oder mittelbar (Eintritt in Ausformung oder benachbart dazu und
Austritt in anderer Ausformung oder benachbart dazu) verbinden.
[0014] Im Rahmen der Erfindung kann folglich zumindest ein Flüssigkeitskanal eine Ausformung
unmittelbar mit einem Flüssigkeitsabsaugbereich (Eintritt in Ausformung und Austritt
in Flüssigkeitsabsaugbereich) oder mittelbar (Eintritt in Ausformung oder benachbart
dazu und Austritt in Flüssigkeitsabsaugbereich oder benachbart dazu) verbinden.
[0015] Es ist möglich, dass zumindest ein Flüssigkeitskanal einen sich verjüngenden Durchlassquerschnitt
aufweist, um z. B. einen Druckunterschied und/oder eine Förderwirkung zu erzielen.
Der Durchlassquerschnitt verjüngt sich vorzugsweise in Flüssigkeitsförderrichtung.
[0016] Es ist möglich, dass ein Spalt zur Flüssigkeitsaufnahme zwischen den Ausformungen
und den sich drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitten ausgebildet wird.
[0017] Es ist möglich, dass die Ausformungen gemäß der Hüllgeometrie der Drehbewegung der
Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte ausgebildet sind, zusätzlich einem Abstandsmaß
(z. B. zumindest 1 mm, zumindest 2mm, zumindest 3mm, zumindest 4mm oder zumindest
5mm) zur Ausbildung des Spalts zur Flüssigkeitsaufnahme zwischen den Ausformungen
und den sich drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitten.
[0018] Daraus folgt insbesondere, dass in der Schottwandkonstruktion, zweckmäßig mittels
der Ausformungen, die Hüllgeometrie einer Kurbelwellenrotationsbewegung abgebildet
wird. Das Abbild wird mit einem definierten Abstand derart gestaltet, sodass der Abstand
den Spalt ausbilden kann.
[0019] Der Spalt ist insbesondere ausgeführt, so dass Flüssigkeit aus dem Spalt mittels
der Drehbewegung der Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte in die Flüssigkeitskanäle
beaufschlagbar ist.
[0020] Insbesondere können die Ausformungen ausgeführt sein, so dass Flüssigkeit aus den
Ausformungen mittels der Drehbewegung der Kurbel- und/oder Pleuelabschnitte in die
Flüssigkeitskanäle beaufschlagbar ist.
[0021] Die Schottwandkonstruktion dient vorzugsweise zur Anordnung unter die Fahrzeugkonstruktion
und/oder zur Anordnung unter die Kurbelwelle und die Pleuel.
[0022] Die Schottwandkonstruktion ist vorzugsweise als Deckeleinrichtung für die Flüssigkeitsauffangvorrichtung
ausgeführt.
[0023] Die Schottwandkonstruktion kann z. B. als Formteil ausgeführt sein, z. B. als Kunststoffformteil,
mit integrierten Ausformungen und/oder integrierten Flüssigkeitskanälen. Dadurch wird
z. B. ermöglicht, dass die Ausformungen und Flüssigkeitskanäle einstückig integraler
Teil der Schottwandkonstruktion sind.
[0024] Die Flüssigkeit ist vorzugsweise Öl.
[0025] Die Flüssigkeit aus den Ausformungen wird vorzugsweise durch die sich drehenden Kurbelwellen-
und/oder Pleuelabschnitte in die Flüssigkeitskanäle gequetscht bzw. gepumpt.
[0026] Der Spalt kann somit insbesondere als Pumpenspalt und/oder die Flüssigkeitskanäle
insbesondere als Pumpenkanäle bezeichnet werden.
[0027] Zu erwähnen ist noch, dass im Rahmen der Erfindung zumindest ein Flüssigkeitskanal,
insbesondere ein zum Flüssigkeitsabsaugbereich führender Flüssigkeitskanal, als reine
Öffnung, Aussparung und/oder Loch ausgebildet sein kann, also vorzugsweise mit im
Wesentlichen keiner oder sehr kurzer Längserstreckung.
[0028] Zu erwähnen ist des Weiteren, dass zwischen den Ausformungen eine Aussparung für
eine Kurbelwellenlagerung ausgebildet sein kann.
[0029] Zu erwähnen ist ferner, dass die Ausformungen als Vertiefungen in der Schottwandkonstruktion
ausgebildet sind.
[0030] Die Ausformungen dienen vorzugsweise zur Aufnahme sich drehender Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitte und alternativ oder ergänzend zur Aufnahme von Flüssigkeit, insbesondere
Öl, aus der Fahrzeugkonstruktion.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf eine Schottwandkonstruktion beschränkt, sondern umfasst
auch eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung für eine eine Kurbelwelle und Pleuel umfassende
Fahrzeugkonstruktion, z. B. eine Verbrennungskraftmaschine, insbesondere ein Dieselmotor,
oder eine andere Kolbenmaschine. Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung ist mit einer
Schottwandkonstruktion wie hierin offenbart versehen.
[0032] Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Flüssigkeits-Wanne zur
Flüssigkeitsaufnahme mit einem z. B. einen Flüssigkeitsabsaugkorb oder eine andere
Flüssigkeitsabsaugeinrichtung aufweisenden Flüssigkeitsabsaugbereich.
[0033] Der Flüssigkeitsabsaugbereich ist vorzugsweise im Wesentlichen in der Mitte der Flüssigkeits-Wanne
angeordnet. Zur Mitte wird zweckmäßig deswegen gefördert, weil sich hier der Flüssigkeitsabsaugbereich
befindet, insbesondere mit der Flüssigkeitsabsaugeinrichtung (Flüssigkeitsabsaugkorb).
Die Flüssigkeitsabsaugeinrichtung hat ständig und somit bei quasi jeder Schräglage
unter dem Flüssigkeitsspiegel des Flüssigkeitsabsaugbereichs zu liegen, da ansonsten
Luft in den Flüssigkeitskreislauf gesaugt würde und somit z. B. eine Motorschmierung
nicht mehr oder zumindest nicht mehr sachgemäß gewährleistet werden könnte.
[0034] Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung kann ferner eine Pumpeneinrichtung zum Absaugen
der Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsabsaugbereich aufweisen, insbesondere mittels
der Flüssigkeitsabsaugeinrichtung.
[0035] Zu erwähnen ist, dass die Fahrzeugkonstruktion vorzugsweise einen z. B. stehenden
Verbrennungsmotor, insbesondere Dieselmotor, umfasst. Sie kann allerdings auch eine
andere Kolbenmaschine umfassen (z. B. Schmierkreislauf, Ölwanne, etc.).
[0036] Die Schottwandkonstruktion umfasst mehrere Ausformungen, z. B. zumindest vier, zumindest
fünf oder zumindest sechs Ausformungen, wobei zweckmäßig jeweils eine Ausformung für
jeweils einen sich drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitt ausgeführt ist.
[0037] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Anordnung mit einer eine Kurbelwelle und
Pleuel umfassenden Fahrzeugkonstruktion und einer Flüssigkeitsauffangvorrichtung wie
hierin offenbart.
[0038] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind miteinander kombinierbar. Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen offenbart oder ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Figuren.
- Figur 1
- zeigt eine Schnittansicht einer Schottwandkonstruktion und einer Flüssigkeitsauffangvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 2
- zeigt eine andere Schnittansicht der Schottwandkonstruktion und der Auffangvorrichtung,
- Figur 3
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schottwandkonstruktion gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
- Figur 4
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schottwandkonstruktion gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
- Figur 5
- zeigt eine Schnittansicht der Schottwandkonstruktion und der Flüssigkeitsauffangvorrichtung
der Figuren 1 und 2,
- Figur 6
- zeigt eine schematische Ansicht eines Flüssigkeitskanals und einer Pleuel-Geige mit
Aufmaß bzw. einer Ausformung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 7
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schottwandkonstruktion und der Flüssigkeitsauffangvorrichtung,
und
- Figur 8
- zeigt eine schematische Schnittansicht der Schottwandkonstruktion und der Flüssigkeitsauffangvorrichtung.
[0039] Figur 1 zeigt eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung F mit einer Schottwandkonstruktion
1 für eine eine Kurbelwelle 2 und Pleuel 3.1 bis 3.6 umfassende Fahrzeugkonstruktion
V. Die Flüssigkeitsauffangvorrichtung F ist insbesondere eine Ölauffangvorrichtung
F, so dass die Figuren nachfolgend unter Bezugnahme auf Öl als Flüssigkeit beschrieben
werden, die Erfindung hierauf aber nicht eingeschränkt ist.
[0040] Die Schottwandkonstruktion 1 ist als Deckeleinrichtung für die Olauffangvorrichtung
F ausgeführt und unter der Kurbelwelle 2 und den Pleuel 3.1 bis 3.6 angeordnet.
[0041] Die Olauffangvorrichtung F umfasst unter der Schottwandkonstruktion 1 eine Ölwanne
4 zur Aufnahme von Öl aus der Fahrzeugkonstruktion V. Die Ölwanne 4 umfasst einen
Ölabsaugbereich 5, aus dem Öl über eine Ölpumpe 6 mittels eines im Ölabsaugbereich
5 angeordneten Ölsaugkorbs abgepumpt werden kann.
[0042] Die Schottwandkonstruktion 1 ist aus zwei separaten Schottwandelementen ausgeführt,
in Figur 1 einem linken Schottwandelement und einem rechten Schottwandelement. Die
Schottwandelemente sind vorzugsweise symmetrisch zueinander ausgeführt.
[0043] Die Schottwandkonstruktion 1 umfasst mehrere Ölkanäle K1, K2, K3, K4, K5 und K6 und
mehrere Ausformungen A1, A2, A3, A4, A5 und A6 für sich drehende, zweckmäßig untere,
insbesondere unterste Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte. Pro Pleuel 3.1 bis
3.6 und somit pro Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitt ist jeweils eine Ausformung
A1 bis A6 vorgesehen.
[0044] Die Ausformungen A1 bis A6 sind so ausgeformt, dass mittels der Drehbewegung der
Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte Öl aus den Ausformungen A1 bis A6 in die Flüssigkeitskanäle
K1 bis K6 beaufschlagt wird, so dass eine Ölförderung von Ausformung zu Ausformung
hin zum Ölabsaugbereich 5 erzielt wird.
[0045] Insbesondere wird Öl aus der Ausformung A1 über den Flüssigkeitskanal K1 zur Ausformung
A2 beaufschlagt, Öl aus der Ausformung A2 über den Flüssigkeitskanal K2 zur Ausformung
A3 beaufschlagt und Öl aus der Ausformung A3 über den Flüssigkeitskanal K3 hin zum
Ölabsaugbereich 5 befördert.
[0046] Insbesondere wird Öl aus der Ausformung A6 über den Flüssigkeitskanal K6 zur Ausformung
A5 beaufschlagt, Öl aus der Ausformung A5 über den Flüssigkeitskanal K5 zur Ausformung
A4 beaufschlagt und Öl aus der Ausformung A4 über den Flüssigkeitskanal K4 hin zum
Ölabsaugbereich 5 befördert.
[0047] Daraus ergibt sich, dass im Rahmen der Erfindung eine Flüssigkeitsförderung von Ausformung
zu Ausformung hin zum Ölabsaugbereich 5 darstellbar ist.
[0048] Die Schottwandkonstruktion 1 kann folglich zusammen mit den sich drehenden Kurbelwellen-
und/oder Pleuelabschnitten eine integrierte Ölförderfunktion erfüllen.
[0049] Zwischen den Ausformungen A1 bis A6 und den sich drehenden Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitten wird zweckmäßig ein Spalt S zur Ölaufnahme zwischen den Ausformungen
A1 bis A6 und den sich drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitten ausgebildet.
Es versteht sich, dass zweckmäßig pro Pleuel 3.1 bis 3.6 und/oder pro Ausformung A1
bis A6 jeweils ein Spalt S ausgebildet wird. Die Spalte S können gleich oder verschieden
dimensioniert sein.
[0050] Die Ausformungen A1 bis A6 sind insbesondere gemäß der Hüllgeometrie der Drehbewegung
der Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte ausgebildet, zusätzlich einem Abstandsmaß
zur Ausbildung des Spalts S. Daraus folgt, dass die Ausformungen A1 bis A6 die Hüllgeometrie
einer Kurbelwellenrotationsbewegung abbilden, zuzüglich einem definierten Abstand
zur Ausbildung des Spalts S.
[0051] Mittels der Drehbewegung der Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte kann Öl aus
dem jeweiligen Spalt S in den jeweiligen Flüssigkeitskanal K1 bis K6 beaufschlagt
werden.
[0052] Der Ölsaugkorb im Ölabsaugbereich 5 hat ständig, insbesondere bei jeder Schräglage,
unter dem Ölspiegel im Ölabsaugbereich 5 zu sein, ansonsten würde Luft angesaugt werden,
so dass die Schmierung der Fahrzeugkonstruktion V (insbesondere des Motors) nicht
mehr gewährleistet wäre.
[0053] Die Ölförderung aus den Ausformungen A1 bis A6 und somit die Effektivität der in
die Schottwandkonstruktion 1 integrierten Ölförderfunktion hängt insbesondere ab vom
Spaltmaß des Spalts S (je kleiner der Spalt S, desto kleiner die Spaltverluste) und
von den Durchlassquerschnitten der Ölkanäle K1 bis K6.
[0054] Die Ölförderung aus den Ausformungen A1 bis A6 und somit die Effektivität der in
die Schottwandkonstruktion 1 integrierten Ölförderfunktion ist ferner abhängig vom
Betriebszustand der Fahrzeugvorrichtung V, insbesondere von der Motor- und/oder der
Kurbelwellendrehzahl der Fahrzeugvorrichtung V.
[0055] Befindet sich die Fahrzeugvorrichtung V in einer erhöhten Schräglage, sorgt die Ölförderfunktion
dafür, dass eine ständige Ölförderung aus den Ausformungen A1 bis A6 zum Ölabsaugbereich
5 stattfindet, so dass die Gefahr einer Luftansaugung reduziert oder gar gänzlich
vermieden werden kann.
[0056] Figur 2 zeigt eine andere Schnittansicht der Schottwandkonstruktion 1 und der Ölauffangvorrichtung
F der Figur 1, wobei zu Darstellungszwecken nicht alle Teile mit Bezugszeichen versehen
sind.
[0057] Figuren 3 und 4 zeigen eine Schottwandkonstruktion 1 gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung, die wie in den Figuren 1 und 2 ausgeführt ist.
[0058] Figur 3 zeigt insbesondere die Ausformungen A4 bis A6 und die zugehörigen Kanäle
K4 bis K6, während Figur 4 insbesondere die Ausformungen A1 bis A3 und die zugehörigen
Kanäle K1 bis K3 zeigt.
[0059] Bezugszeichen 7 kennzeichnet optionale Aussparungen in der Schottwandkonstruktion
1 für die Kurbelwellenlagerung.
[0060] Die Ölkanäle K3 und K4 sind sehr kurz ausgeführt und können im Rahmen der Erfindung
als bloße Öldurchlassöffnung ausgeführt sein.
[0061] Die Figur 4 zeigt, dass ein Eintritt eines Ölkanals in einer Ausformung ausgebildet
sein kann, der zugehörige Austritt aber nicht zwangsläufig in einer Ausformung ausgebildet
sein muss, sondern auch benachbart dazu ausgebildet sein kann. In letztgenanntem Fall
hat die Schottwandkonstruktion 1 zweckmäßig so ausgeführt zu sein, dass Öl aus dem
Austritt in die zugehörige Ausformung fließen kann. Hierzu kann die Schottwandkonstruktion
1 z. B. einen Neigungsabschnitt hin zur zugehörigen. Ausformung aufweisen.
[0062] Figur 5 zeigt eine Schnittansicht der Schottwandkonstruktion 1 und der Olauffangvorrichtung
F nebst der Fahrzeugkonstruktion V der Figuren 1 und 2.
[0063] Aus Figur 5 wird nochmals das Funktionsprinzip der Erfindung ersichtlich, nämlich,
dass in der Schottwandkonstruktion eine Ausformung zur Aufnahme eines sich drehenden,
unteren Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitts ausgebildet ist und durch den sich
drehenden Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitt Öl aus der Ausformung, insbesondere
aus dem Spalt zwischen der Ausformung und dem sich drehenden Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitt, hinausbeförderbar ist, insbesondere in einen Ölkanal, so dass zweckmäßig
eine Ölforderung hin zum Ölabsaugbereich ermöglicht wird.
[0064] Es versteht sich, dass im Rahmen der Erfindung pro Pleuel eine Ausformung vorgesehen
ist.
[0065] Figur 6 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht zweier benachbarter Ausformungen
A6 und A5, insbesondere zweier Pleuel-Geigen mit Aufmaß.
[0066] Figur 6 ist zunächst zu entnehmen, dass die Ölkanäle K6 und K5 zur Verbindung der
zwei Ausformungen A6 und A5 dienen. Der Eintritt des Ölkanals K6 ist in der Ausformung
A6 ausgebildet, dessen Austritt benachbart zur Ausformung A5. Der Eintritt des Ölkanals
K5 ist in der Ausformung A5 ausgebildet, dessen Austritt kann in der Ausformung A4
oder benachbart dazu ausgebildet sein.
[0067] Figur 6 zeigt darüber hinaus, dass der Durchlassquerschnitt der jeweiligen Ölkanäle
K6 und K5 verjüngend ausgeführt ist und zwar in Öl-Förderrichtung, also von der Ausformung
A6 zur Ausformung A5. Dadurch ist ein Druckunterschied und/oder eine Öl-Förderwirkung
erzielbar.
[0068] Der sich verengende Durchlassquerschnitt führt zweckmäßig zu einer Beschleunigung
des beförderten Öls. Der Ölmassenstrom am Austritt eines Ölkanals kann gegen die benachbarte
Ausformung geworfen werden oder benachbart dazu ausströmen.
[0069] Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Schottwandkonstruktion 1, der Ölauffangvorrichtung
F und der Fahrzeugkonstruktion V mit der Kurbelwelle 2 und den Pleuel 3.1 bis 3.6.
[0070] Zu sehen ist nochmals, dass je Pleuel 3.1 bis 3.6 und somit je Pleuel- und/oder Kurbelwellenabschnitt
je eine Ausformung A1 bis A6 in der Schottwandkonstruktion 1 ausgebildet ist. Ebenfalls
ist je Ausformung A1 bis A6 je ein Ölkanal K1 bis K6 ausgebildet.
[0071] Figur 8 zeigt eine vereinfachte Schnittansicht zur nochmaligen Illustration des Funktionsprinzips
der Erfindung. Zu sehen und benannt sind insbesondere die Kurbelwelle, ein Pleuel,
ein Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitt, insbesondere unterer, zweckmäßig unterster
Kurbelwelle- und/oder Pleuelabschnitt, und eine Ausformung.
[0072] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und somit in den Schutzbereich
fallen. Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und
die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Merkmalen und
Ansprüchen.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 1
- Schottwandkonstruktion
- 2
- Kurbelwelle
- 3.1 bis 3.6
- Pleuel
- 4
- Flüssigkeits-Wanne
- 5
- Flüssigkeitsabsaugbereich
- 6
- Pumpeneinrichtung zum Absaugen von Flüssigkeit
- 7
- Aussparung für Kurbelwellenlagerung
- A1 bis A6
- Ausformungen, insbesondere Vertiefungen
- K1 bis K6
- Flüssigkeitskanäle
- F
- Flüssigkeitsauffangvorrichtung
- V
- Fahrzeugkonstruktion
1. Schottwandkonstruktion (1) für eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) für eine eine
Kurbelwelle (2) und Pleuel (3.1 bis 3.6) umfassende Fahrzeug-Konstruktion (V), mit
Flüssigkeitskanälen (K1 bis K6) und Ausformungen (A1 bis A6) für sich drehende Kurbelwellen-
und/oder Pleuelabschnitte, wodurch Flüssigkeit aus den Ausformungen (A1 bis A6) hinaus
beaufschlagbar ist.
2. Schottwandkonstruktion (1) nach Anspruch 1, wobei Flüssigkeit über die Flüssigkeitskanäle
(K1 bis K6) aus den Ausformungen (A1 bis A6) beaufschlagbar ist.
3. Schottwandkonstruktion (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei zumindest ein Flüssigkeitskanal
(K1, K2, K5, K6) eine Ausformung mit einer anderen Ausformung (A1-A2; A2-A3; A6-A5;
A5-A4) verbindet, so dass vorzugsweise eine Flüssigkeitsförderung von Ausformung zu
Ausformung (A1-A2; A2-A3; A6-A5; A5-A4) und/oder hin zu einem Flüssigkeitsabsaugbereich
(5) ermöglicht wird.
4. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest
ein Flüssigkeitskanal (K3, K4) eine Ausformung (A3, A4) mit einem Flüssigkeitsabsaugbereich
(5) verbindet, so dass vorzugsweise eine Flüssigkeitsförderung von Ausformung zu Ausformung
(A1-A2; A2-A3; A6-A5; A5-A4) und/oder hin zu einem Flüssigkeitsabsaugbereich (5) ermöglicht
wird.
5. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest
ein Flüssigkeitskanal (K1 bis K6) einen Flüssigkeitseintritt aufweist und der Flüssigkeitseintritt
in einer Ausformung (A1 bis A6) oder benachbart dazu ausgebildet.
6. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest
ein Flüssigkeitskanal (K1 bis K6) einen Flüssigkeitsaustritt aufweist und der Flüssigkeitsaustritt
in einer Ausformung (A1 bis A6) oder benachbart dazu ausgeführt ist.
7. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest
ein Flüssigkeitskanal (K1 bis K6) einen sich, vorzugsweise in Flüssikgeitsförderrichtung,
verjüngenden Durchlassquerschnitt aufweist.
8. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Spalt
(S) zur Flüssigkeitsaufnahme zwischen den Ausformungen (A1 bis A6) und den sich drehenden
Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitten ausgebildet wird.
9. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausformungen
(A1 bis A6) gemäß der Hüllgeometrie der Drehbewegung der Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte
ausgebildet ist, zusätzlich einem Abstandmaß zur Ausbildung eines Spalts (S) zur Flüssigkeitsaufnahme
zwischen den Ausformungen (A1 bis A6) und den sich drehenden Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitten.
10. Schottwandkonstruktion (1) nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Spalt (S) ausgeführt
ist, so dass mittels der Drehbewegung der Kurbelwellen- und/oder Pleuelabschnitte
Flüssigkeit aus dem Spalt (S) in die Flüssigkeitskanäle (K1 bis K6) beaufschlagbar
ist.
11. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Flüssigkeit
aus den Ausformungen (A1 bis A6) mittels der Drehbewegung der Kurbelwellen- und/oder
Pleuelabschnitte in die Flüssigkeitskanäle (K1 bis K6) beaufschlagbar ist.
12. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schottwandkonstruktion
(1) zur Anordnung unter die Fahrzeug-Konstruktion (V) ausgeführt ist und/oder zur
Ausbildung einer Deckeleinrichtung für die Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) ausgeführt
ist.
13. Schottwandkonstruktion (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schottwandkonstruktion
(1) als Formteil, vorzugsweise Kunststoffformteil, mit integrierten Ausformungen (A1
bis A6) und/oder integrierten Flüssigkeitskanälen (K1 bis K6) ausgebildet ist.
14. Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) für eine eine Kurbelwelle (2) und Pleuel (3.1 bis
3.6) umfassende Fahrzeug-Konstruktion (V), mit einer Schottwandkonstruktion (1) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) nach Anspruch 14, wobei die Flüssigkeitsauffangvorrichtung
(F) eine Flüssigkeits-Wanne (4) zur Flüssigkeitsaufnahme mit einem Flüssigkeitsabsaugbereich
(5) aufweist und vorzugsweise der Flüssigkeitsabsaugbereich (5) im Wesentlichen in
der Mitte der Flüssigkeits-Wanne (4) angeordnet ist.
16. Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) nach Anspruch 14 oder 15, wobei die Flüssigkeitsauffangvorrichtung
(F) eine Pumpeneinrichtung (6) zum Absaugen der Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsabsaugbereich
(5) aufweist.
17. Anordnung, aufweisend eine eine Kurbelwelle (2) und Pleuel (3.1 bis 3.6) umfassende
Fahrzeug-Konstruktion (V) und eine Flüssigkeitsauffangvorrichtung (F) nach einem der
Ansprüche 14 bis 16.