[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für eine Dunstabzugshaube,
ein Aufhängesystem und eine Dunstabzugshaube mit mindestens einer Befestigungsvorrichtung.
[0002] Zur Befestigung von Dunstabzugshauben, insbesondere in Möbeln, wie beispielsweise
Oberschränken von Küchenzeilen, ist es bekannt, an der Dunstabzugshaube eine Befestigungsvorrichtung
vorzusehen, die ein durch eine Feder vorgespanntes Blech umfasst, das aus den Seiten
der Dunstabzugshaube herausragt. Hierbei ist das Blech an dessen Oberkante an der
Dunstabzugshaube befestigt und das untere Ende des Bleches ragt über die Seite der
Dunstabzugshaube nach außen heraus. An den Innenseiten der Wände des Schrankes werden
Halterungen befestigt, die in das Innere des Schrankes gerichtet sind und eine Auflagefläche
für die Unterkante des Bleches bereitstellen. Wird die Dunstabzugshaube von unten
in den Hängeschrank eingeschoben, so trifft die Halterung auf das Blech und schiebt
dieses zurück. Ist die Halterung an dem Blech vorbeigeführt, so wird das Blech in
die Ausgangsposition zurückgezogen. Die Flachschirmhaube kann nun abgelassen werden
und hängt über Halterung und Blech im Hängeschrank, insbesondere liegt die Unterkante
des Bleches auf der Auflagefläche der Halterung auf. Durch eine zusätzliche Schraube
kann das Blech manuell zurückgesetzt werden, so dass die Flachschirmhaube wieder abgenommen
werden kann. Es sind auch Befestigungsvorrichtungen bekannt, bei denen an der Halterung
ein Stift, insbesondere Metallstift verwendet wird, der senkrecht auf der Halterung
steht. Durch die Länge des Stiftes können unterschiedliche Schrankwandstärken ausgeglichen
werden.
[0003] Ein Nachteil bekannter Befestigungsvorrichtungen besteht darin, dass die vertikale
Position der Dunstabzugshaube beim Einführen nicht exakt eingestellt wird. So kann
es beispielsweise bei einer Dunstabzugshaube, die eine Flachschirmhaube darstellt,
dazu kommen, dass der Schirm beziehungsweise die Schublade der Dunstabzugshaube oder
eine Schiene für den Schirm, die jeweils an der Unterkante des Schrankes anliegen
sollen, zu der Unterkante des Schrankes nach unten versetzt liegt und so einen Spalt
bildet. Um diesen Spalt zu beseitigen, ist es bekannt, Justiervorrichtungen an der
Dunstabzugshaube und insbesondere an der Befestigungsvorrichtung vorzusehen. Die Justierung
erfolgt durch einen Schraubenzieher und kann unter Umständen sehr aufwendig sein.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit eine Lösung zu schaffen, mittels
derer eine Dunstabzugshaube auf einfache Weise und zuverlässig in eine gewünschte
Position in einem Möbel, insbesondere Oberschrank eingebracht und gehalten werden
kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann,
indem eine Befestigungsvorrichtung mit einem Schwenkarm mit geeigneter Geometrie und
geeigneter Anordnung verwendet wird.
[0006] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung daher eine Befestigungsvorrichtung
für eine Dunstabzugshaube. Die Befestigungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsvorrichtung ein Gehäuse, mindestens einen Schwenkarm und mindestens
eine Druckfeder aufweist, der Schwenkarm an dem Gehäuse um eine Schwenkachse beweglich
gehaltenen ist und eine Rastnase umfasst und die Druckfeder senkrecht zu der Schwenkachse
liegt und an der Innenseite des Schwenkarmes im Bereich der Rastnase zu der Schwenkachse
nach unten versetzt angreift.
[0007] Als Befestigungsvorrichtung wird erfindungsgemäß der Teil eines Aufhängesystems verstanden,
der an der Dunstabzugshaube vorgesehen ist und mit einer Geometrie an der Schrankwand
zusammenwirken kann. Insbesondere wird als Befestigungsvorrichtung für eine Dunstabzugshaube
eine Vorrichtung bezeichnet, mittels derer die Dunstabzugshaube lösbar an einer Schrankwand
oder einer daran vorgesehenen Wandhalterung befestigt werden kann. Als lösbare Befestigung
wird insbesondere eine Befestigung bezeichnet, die ohne Werkzeug oder mit geringem
Werkzeugaufwand gelöst werden kann. Besonders bevorzugt stellt die Befestigungsvorrichtung
eine Vorrichtung dar, die eine Vorfixierung der Dunstabzugshaube in dem Möbel ohne
Werkzeug erlaubt. Als Dunstabzugshaube wird insbesondere eine Flachschirmhaube bezeichnet.
Das Möbel wird im Folgenden auch als Schrank, Oberschrank oder Hängeschrank bezeichnet.
[0008] Erfindungsgemäß weist die Befestigungsvorrichtung ein Gehäuse, mindestens einen Schwenkarm
und mindestens eine Druckfeder auf. Das Gehäuse und der Schwenkarm stellen vorzugsweise
Kunststoffbauteile dar. Das Gehäuse dient insbesondere der Halterung des Schwenkarmes
und der Befestigung an der Dunstabzugshaube, insbesondere an dem Dunstabzugsgehäuse
der Dunstabzugshaube. Vorzugsweise ist das Gehäuse zu dessen Vorderseite hin offen.
Als Schwenkarm wird ein Bauteil bezeichnet, das um eine Schwenkachse beweglich ist.
Vorzugsweise ist die Schwenkbewegung des Schwenkarmes durch Rastarme, die mit einer
Gegengeometrie an dem Gehäuse eingreifen begrenzt. Der Schwenkarm ist erfindungsgemäß
an dem Gehäuse gehalten und ist bezüglich des Gehäuses um eine Schwenkachse schwenkbar
gelagert. Die Schwenkachse, die auch als Drehachse bezeichnet wird, liegt vorzugsweise
in oder oberhalb der Oberseite des Gehäuses. Besonders bevorzugt liegt die Schwenkachse
im vorderen Bereich und insbesondere in der Vorderseite des Gehäuses. Die Schwenkachse
liegt bei einer an einer Dunstabzugshaube montierten Befestigungsvorrichtung in der
Horizontalen. Hierdurch wird ein Verschwenken des Schwenkarms in das Gehäuse und aus
dem Gehäuse ermöglicht. Die Druckfeder stellt vorzugsweise eine Schraubenfeder dar,
die eine Längserstreckung aufweist.
[0009] Der Schwenkarm weist erfindungsgemäß eine Rastnase auf, die auch als Schwenknase
bezeichnet wird. Als Rastnase wird hierbei ein vorzugsweise abgerundeter Vorsprung
oder Spitze an dem Schwenkarm bezeichnet, der zum Eingriff mit einer Halterung an
der Schrankwand dient. Die Rastnase ist daher vorzugsweise so ausgerichtet, dass diese
dem Gehäuse der Befestigungsvorrichtung abgewandt ist.
[0010] Die Druckfeder ist erfindungsgemäß so angeordnet, dass diese an der Innenseite des
Schwenkarmes im Bereich der Rastnase und zu der Schwenkachse nach unten versetzt angreift.
Als Innenseite des Schwenkarmes wird die Seite bezeichnet, die dem Gehäuse zugewandt
ist. Im Bereich der Rastnase ist die Innenseite vorzugsweise als Ausbuchtung ausgebildet
und folgt der Außenkontur der Rastnase. Als zu der Schwenkachse nach unten versetzt
wird eine Druckfeder bezeichnet, die im montierten Zustand der Befestigungsvorrichtung
an der Dunstabzugshaube in einer geringeren Höhe liegt als die Schwenkachse. Zudem
liegt die Druckfeder senkrecht zu der Schwenkachse. Somit kann durch die Druckfeder
eine Kraft auf den Schwenkarm aufgebracht werden, die zum Verschwenken des Schwenkarmes
um die Schwenkachse führt. Besonders bevorzugt liegt die Schwenkachse parallel zu
oder in der Vorderkante des Gehäuses. Die Druckfeder erstreckt sich dabei vorzugsweise
in Tiefenrichtung des Gehäuses in der Horizontalen und ist zumindest teilweise in
diesem aufgenommen.
[0011] Indem erfindungsgemäß ein Schwenkarm an einem Gehäuse vorgesehen ist, der um eine
Schwenkachse beweglich an dem Gehäuse befestigt ist und zudem eine Druckfeder im Bereich
der Rastnase des Schwenkarms angreift, die senkrecht zu der Schwenkachse und unterhalb
der Schwenkachse liegt, kann eine Reihe von Vorteilen erzielt werden. Zum einen kann
der Schwenkarm durch die Druckfeder zumindest mit dessen Rastnase aus dem Gehäuse
heraus geschwenkt werden. Hierdurch kann ein Halt der Befestigungsvorrichtung an einer
Halterung oder einem Teil der Schrankwand erzielt werden. Indem die Druckfeder, durch
die der Schwenkarm herausgeschwenkt oder herausgedrückt wird, im Bereich der Rastnase
an dem Schwenkarm angreift, ist die Kraftkomponente, die nach außen gerichtet ist,
und damit für den Eingriff an einer Halterung oder der Schrankwand verantwortlich
ist, besonders groß und kann zudem gezielt eingestellt werden. Die Richtung der Druckfeder
liegt zudem senkrecht zu der Einführrichtung in der eine Dunstabzugshaube mit daran
montierter Befestigungsvorrichtung von unten in einen Schrank eingeführt wird. Somit
behindert die Druckkraft der Druckfeder das Einführen der Dunstabzugshaube nur geringfügig.
Mit der vorliegenden Erfindung ist es daher auf einfache und zuverlässige Weise möglich
eine Dunstabzugshaube in eine gewünschte Position, insbesondere in einem Oberschrank
einzubringen und zu halten.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Schwenkarm eine Unterseite auf,
die einen Kreisbogen beschreibt, dessen Abstand zu der Schwenkachse von der Vertikalen
von unten in Richtung auf die Rastnase des Schwenkarmes stetig abnimmt. Als Unterseite
des Schwenkarmes wird das Ende des Schwenkarmes bezeichnet, das der Schwenkachse gegenüberliegt.
Im montierten Zustand der Befestigungsvorrichtung an der Dunstabzugshaube weist dieses
Ende nach unten. Die Unterseite beschreibt einen Kreisbogen, das heißt weist eine
Geometrie auf, die um einen Mittelpunkt verläuft. Der Abstand des Kreisbogens zu der
Schwenkachse nimmt von der Vertikalen aus von unten in Richtung auf die Rastnase des
Schwenkarmes stetig ab. An der Rastnase ist der Abstand zu der Schwenkachse somit
am geringsten. Indem der Abstand des Kreisbogens zu der Schwenkachse abnimmt, wird
eine Geometrie geschaffen, durch die die Befestigungsvorrichtung und damit die Dunstabzugshaube
an der die Befestigungsvorrichtung befestigt ist, in einem Schrank nach oben gezogen
werden kann.
[0013] Die Differenz des Abstandes vom unteren Ende des Schwenkarmes, das heißt dem im montierten
Zustand in der Vertikalen liegenden Radius um die Schwenkachse, zu dem Radius der
Geometrie des Kreisbogens um die Schwenkachse an der Rastnase bestimmt den Betrag,
um den die Befestigungsvorrichtung die Dunstabzugshaube in dem Schrank nach oben heben
kann. Da die Druckfeder in dem Bereich der Rastnase an den Schwenkarm angreift und
diesen somit nach Außen drückt, liegt beim Einführen der Befestigungsvorrichtung in
den Schrank der Schwenkarm mit der Kreisbogengeometrie an dessen Unterseite an einer
Wandhalterung an und durch das Verschwenken mittels der Druckfeder läuft der Kreisbogen
an der Wandhalterung entlang. Durch den bei dieser Bewegung zunehmenden Abstand beim
Schwenken des Schwenkarmes der Unterseite zu der der Schwenkachse wird die Dunstabzugshaube
nach oben gezogen.
[0014] Mit dieser Ausführungsform kann daher der Vorteil erzielt werden, dass sich die Dunstabzugshaube,
die über eine solche Befestigungsvorrichtung an einem Schrank befestigt ist, selber
justieren kann und insbesondere die Dunstabzugshaube nach oben gezogen wird. Hierdurch
kann das Auftreten eines Spaltes zwischen der Unterkante des Schrankes und einer Unterseite
der Dunstabzugshaube beziehungsweise Oberkante einer Schublade oder eines Schienenprofils
der Schublade geschlossen werden, wodurch Verunreinigungen, die sich sonst in dem
Spalt absetzen könnten, verhindert werden. Zudem wird dadurch, dass das Justieren
der Dunstabzugshaube durch die Befestigungsvorrichtung selber erfolgt, die Befestigung
der Dunstabzugshaube vereinfacht. Insbesondere kann die Befestigung, das heißt der
Einbau der Dunstabzugshaube in den Schrank durch eine einzige Person erfolgen, da
ein Halten der Dunstabzugshaube zur Justierung nicht erforderlich ist.
[0015] Die Geometrie des Schwenkarmes, insbesondere der Unterseite des Schwenkarmes ist
hierbei so steil wie möglich ausgelegt, damit ein größerer Höhenausgleich, bei einer
falschen Montage der Halterungen an dem Schrank, ausgeglichen werden kann. Andererseits
wird die Geometrie so flach wie möglich ausgelegt, um ein sicheres Halten der Dunstabzugshaube
im Hängeschrank zu gewährleisten. Zudem wird die Tiefe des Schwenkarmes, das heißt
dessen Erstreckung in der Breitenrichtung der Dunstabzugshaube im eingebauten Zustand
so bemessen, dass die Tiefe der Befestigungsvorrichtung gering gehalten werden kann
und vorzugsweise dem Abstand zwischen einer Außenwand des Dunstabzugsgehäuses und
einer Innenwand des Dunstabzugsgehäuses entspricht oder diesen Abstand zumindest nicht
überschreitet.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Kreisbogen einen Radius im Bereich
von 28mm bis 32mm zum Mittelpunkt des Kreisbogens auf und der Mittelpunkt des Kreisbogens
ist zu der Schwenkachse des Schwenkarmes, die auch als Drehpunkt oder Drehachse bezeichnet
werden kann, versetzt. Die Differenz zwischen dem Radius der Kreisbogens und dem gleichen
Radius um die Schwenkachse im Bereich der Rastnase beträgt vorzugweise mindestens
2mm besonders bevorzugt 4mm bis 6mm und weiter bevorzugt 5mm. Der Winkel, um den die
Rastnase aus der Vertikalen geneigt liegt, wird vorzugsweise im Bereich von 50° bis
60°, vorzugsweise 55° gewählt. Hierdurch kann eine Tiefe des Schwenkarmes gewährleistet
werden, die gering genug ist, um in dem Gehäuse der Befestigungsvorrichtung aufgenommen
zu werden und dennoch die Tiefe der Befestigungsvorrichtung gering genug ist um insbesondere
in einem Abstand zwischen der Außenwand und Innenwand des Dunstabzugsgehäuses aufgenommen
zu werden.
[0017] Der Ausgleich in der Höhe erfolgt wie bereits erwähnt, über die Geometrie des Schwenkarmes,
das heißt insbesondere über den Kreisbogen an der Unterseite des Schwenkarmes. Bei
der bevorzugten Ausführungsform weist der Schwenkarm, an der Stelle an der er an der
Wandhalterung aufliegt, einen Radius von 28mm-32mm vorzugsweise 30mm auf. Indem der
Mittelpunkt des Radius zu der Schwenkachse versetzt ist, das heißt nicht deckungsgleich
mit der Schwenkachse des Schwenkarmes ist, kann der gewünschte Höhenausgleich erzielt
werden. Wären Schwenkachse und Mittelpunkt des Radius des Kreisbogens deckungsgleich,
wäre kein Höhenausgleich möglich, da der Abstand zwischen Schwenkachse und Kreisbogen
immer derselbe wäre. Um einen Höhenausgleich zu realisieren, steigt erfindungsgemäß
vorzugsweise der Abstand von Drehachse zu Radius des Kreisbogens von der Rastnase
aus nach unten stetig an. Die Mittelpunktposition des Radius des Kreisbogens des Schwenkarmes
ergibt sich aus dem maximalen Abstand der beiden Radien (Radius um den Schwenkachse
zu Radius des Kreisbogens) zueinander und einem Radialwert des Kreisbogens, der beispielsweise
mit 30mm festgelegt sein kann. Der maximale Abstand der Radien ist beispielsweise
mit 5mm festgelegt. Dies bedeutet, dass der maximale Höhenausgleich bei 5mm liegt.
Wird der Abstandgrößer ausgelegt, so ist ein sicheres Halten der Dunstabzugshaube
im Hängeschrank nicht mehr gegeben, da die Haftreibung zwischen Schwenkarm und Wandhalterung
nicht mehr ausreicht, um die Dunstabzugshaube zu halten. Bei einem niedrigen Abstand
erhöht sich zwar die Sicherheit bezüglich des Haltens der Dunstabzugshaube im Hängeschrank,
gleichzeitig verringert sich der mögliche Höhenausgleich.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kraft der Druckfeder einstellbar.
Besonders bevorzugt erfolgt eine Erhöhung, der von der Druckfeder aufbringbaren Druckkraft.
Die Einstellung der Kraft der Druckfeder erfolgt vorzugsweise durch Verkürzung oder
Verlängerung der Länge der Druckfeder, insbesondere durch Zusammendrücken oder Entspannen
der Druckfeder. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Kraft der Druckfeder
auf zwei Werte der Druckkraft eingestellt werden.
[0019] Die Einstellmöglichkeit der Druckkraft der Druckfeder bringt den Vorteil mit sich,
dass die Kraft den aktuellen Erfordernissen angepasst werden kann. So kann beispielsweise
während des Einbringens der Dunstabzugshaube und damit der daran montierten Befestigungsvorrichtung
in den Schrank die Druckkraft geringer eingestellt werden. Da die Druckfeder an der
Innenseite der Rastnase eingreift und den Schwenkarm in der Richtung aus dem Gehäuse
heraus, das heißt nach außen drückt, ist das Einstellen einer geringeren Druckkraft
während des Einbringens der Dunstabzugshaube von Vorteil, da die Kraft, die der Monteur
zum Einbringen der Dunstabzugshaube aufwenden muss, verringert ist. Indem aber die
Druckkraft einstellbar ist und insbesondere erhöht werden kann, ist es möglich in
dem eingebrachten Zustand der Dunstabzugshaube in dem Schrank die Druckkraft zu erhöhen
und dadurch den Halt der Dunstabzugshaube und insbesondere der Befestigungsvorrichtung
an dem Schrank zu verbessern. Zudem kann durch eine Erhöhung der Druckkraft auch die
Justierung der Dunstabzugshaube unterstützt werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Befestigungsvorrichtung daher
einen bezüglich des Gehäuses beweglichen Federhalter, der die Druckfeder zumindest
in axialer und vorzugsweise auch in radialer Richtung stützt. Der Federhalter ist
hierzu vorzugsweise hohl ausgebildet oder weist zumindest an einem Ende eine Freisparung
auf, die sich über einen Teil der Länge des Federhalters erstreckt und in die die
Druckfeder eingeschoben werden kann. Die Druckfeder wird vorzugsweise lose in die
Freisparung eingelegt. Alternativ kann die Druckfeder aber auch fest mit dem Federhalter
verbunden werden. Die Druckfeder kann zum Beispiel durch Einkleben oder durch ein
Aufnahmeelement mit dem Federhalter verbunden werden. Der Federhalter stellt vorzugsweise
ein Kunststoffbauteil dar.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform weist der Federhalter einen Grundkörper auf, der eine
Rohrform oder Hülsenform aufweisen, die an einem Ende eine Anlagefläche für die Druckfeder
aufweist und daher an diesem Ende zumindest teilweise geschlossen ist. Die Anlagefläche
kann durch einen Kopf geschaffen werden, der den Grundkörper des Federhalters an einem
Längsende zumindest bereichsweise verschließt. Der Federhalter ist bezüglich des Gehäuses
beweglich. Insbesondere kann der Federhalter in dessen Längsrichtung und damit in
der Längsrichtung der Druckfeder bewegt werden. Durch die Bewegung des Federhalters
kann damit die Druckkraft der Feder eingestellt werden.
[0022] Diese Ausführungsform, bei der ein beweglich an dem Gehäuse gehaltener Federhalter
vorgesehene ist, weist damit gegenüber Ausführungsformen, bei denen die Druckfeder
beispielsweise unmittelbar an der Rückwand des Gehäuses anliegt, den Vorteil auf,
dass hierdurch auf einfache Weise die Druckkraft eingestellt werden kann. Indem der
Federhalter zudem die Druckfeder zumindest in axialer Richtung und vorzugsweise auch
in radialer Richtung stützt, kann ein Knicken der Druckfeder bei einem Stauchen der
Druckfeder verhindert werden. Zudem wird die Druckfeder durch den Federhalter geführt
beziehungsweise gehalten. Weiterhin ist der Federhalter so ausgelegt, dass durch diesen
einerseits ein Herunterfallen der Dunstabzugshaube verhindert werden kann und andererseits
eine Demontage der Dunstabzugshaube, das heißt ein Herausnehmen der Dunstabzugshaube
aus dem Schrank möglich wird.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Gehäuse in der Rückwand eine Durchlassöffnung
für den Zugriff auf die Druckfeder auf. Durch die Durchlassöffnung kann somit die
Kraft der Druckfeder eingestellt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird
ein Federhalter durch die Durchlassöffnung geführt. Der Vorteil, der sich durch das
Vorsehen einer Durchlassöffnung in der Rückwand ergibt, ist, dass diese nach der Montage
der Befestigungsvorrichtung in der Dunstabzugshaube von der Innenseite der Dunstabzugshaube
aus zugänglich ist und so das Einstellen der Druckkraft während oder nach dem Einbringen
der Dunstabzugshaube in den Schrank möglich wird.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Schwenkarm an dessen Rückseite
einen Fixiervorsprung zum Eingriff mit einer Fixiervorrichtung der Befestigungsvorrichtung,
vorzugsweise einer Fixiervorrichtung an dem Federhalter, auf. Als Fixiervorsprung
wird ein in Richtung auf das Gehäuse ausgebildeter Vorsprung an dem Schwenkarm bezeichnet.
Vorzugsweise ist der mindestens eine Fixiervorsprung in der Nähe des Angriffspunktes
der Druckfeder vorgesehen. Somit liegt der Fixiervorsprung vorzugsweise in der Breite
des Schwenkarmes und weiter bevorzugt im Bereich der Rastnase. Weiterhin ist vorzugsweise
an der Befestigungsvorrichtung eine Fixiervorrichtung vorgesehen, die mit dem Fixiervorsprung
eingreifen, das heißt zusammenwirken kann. Durch den Eingriff der Fixiervorrichtung
mit dem Fixiervorsprung wird vorzugsweise eine Bewegung des Schwenkarms blockiert.
Insbesondere kann der Schwenkarm nicht weiter in Richtung des Gehäuses geschwenkt
werden. Somit kann ein ungewolltes Einziehen oder Eindrücken des Schwenkarmes und
insbesondere der Rastnase verhindert werden, durch welches der Halt der Dunstabzugshaube
aufgehoben werden würde. Ein weiterer Vorteil des Vorsehens einer Fixiervorrichtung
und eines Fixiervorsprungs besteht darin, dass die Druckkraft der Druckfeder geringer
gewählt werden kann, da das Halten der Befestigungsvorrichtung und damit der Dunstabzugshaube
in einer Endlage durch den Eingriff der Fixiervorrichtung mit dem Fixiervorsprung
unterstützt oder gewährleistet wird.
[0025] Besonders bevorzugt ist die Fixiervorrichtung an dem Federhalter vorgesehen oder
ausgebildet. Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, da der Federhalter zu dem Gehäuse
beweglich ausgestaltet ist und so die Fixiervorrichtung erst zu dem gewünschten Zeitpunkt,
insbesondere wenn sich die Dunstabzugshaube in deren Endlage in dem Schrank befindet,
mit dem Fixiervorsprung in Eingriff gebracht werden kann, während beim Einführen der
Dunstabzugshaube in den Schrank die Fixiervorrichtung mit dem Fixiervorsprung nicht
eingreift und so die Bewegung des Schwenkarmes nicht behindert. Die Fixiervorrichtung
an dem Federhalter kann insbesondere das offene Längsende eines rohrförmigen oder
hülsenförmigen Federhalters darstellen. Über dieses Längsende wird die Druckfeder
in den Federhalter eingeführt. Ein in der Nähe des Angriffspunktes der Druckfeder
an dem Schwenkarm vorgesehener Fixiervorsprung kann daher auf einfache Weise durch
Annähern des Längsendes der Federhalterung an den Schwenkarm in Eingriff gebracht
werden. Der Fixiervorsprung wird dabei vorzugsweise zumindest teilweise in das Innere
des Federhalters eingeführt. Vorzugsweise weist der Fixiervorsprung eine Trapezform
auf, wobei die geringere Höhe oder Breite des Fixiervorsprungs der Rastnase abgewandt
ist. Somit kann das Einführen und Zentrieren des Fixiervorsprungs in der Fixiervorrichtung,
insbesondere in das offene Längsende des Federhalters unterstützt werden.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Federhalter einen Grundkörper mit
einem Innenraum zur Aufnahme einer Druckfeder auf und weist an der Außenseite des
Grundkörpers eine Verbindungsgeometrie, insbesondere mindestens einen Bajonettvorsprung
oder ein Außengewinde, auf. Durch diese Ausgestaltung kann der Federhalter zum einen
die oben erwähnten Funktionen, insbesondere das Stützen der Feder in axialer und radialer
Richtung sowie gegebenenfalls das Eingreifen mit einem Fixiervorsprung ermöglichen.
Durch die Verbindungsgeometrie an der Außenseite kann zum anderen die relative Position
des Federhalters zu dem Gehäuse der Befestigungsvorrichtung festgelegt werden. Insbesondere
kann der Federhalter um unterschiedliche Beträge über eine Durchlassöffnung in der
Rückseite des Gehäuses eingeführt und gehalten werden. In einer ersten relativen Position
kann der Federhalter beispielsweise so weit in das Gehäuse eingeschoben sein, dass
die Kraft, die hierdurch auf die Druckfeder ausgeübt wird, ausreicht, um ein Einfahren
der Rastnase in das Gehäuse zu verhindern. In einer zweiten relativen Position, in
der der Federhalter weiter in das Gehäuse eingebracht ist, kann die Druckfeder soweit
gestaucht sein, dass deren Druckkraft ausreicht, um das Halten der Dunstabzugshaube
in dem Schrank zu gewährleisten. Ist an dem Schwenkarm ein Fixiervorsprung vorgesehen,
so greift der Federhalter in der zweiten relativen Position vorzugsweise mit dem offenen
Längsende, das als Fixiervorrichtung dient, mit dem Fixiervorsprung ein.
[0027] Die Verbindungsgeometrie weist gemäß einer Ausführungsform vorzugsweise mehrere Bajonettvorsprünge
auf. Diese erstrecken sich radial von der Außenseite des Federhalters und insbesondere
von dem rohrförmigen Grundkörper des Federhalters aus nach außen. Vorzugsweise sind
jeweils zwei Bajonettvorsprünge an einer axialen Position des Federhalters an radial
gegenüber liegenden Stellen vorgesehen und an einer axial versetzten zweiten axialen
Position sind zwei weitere Bajonettvorsprünge über an radial gegenüberliegenden Stellen
vorgesehen. Die Bajonettvorsprünge an der ersten und der zweiten axialen Position
sind hierbei zueinander radial versetzt angeordnet und stehen vorzugsweise senkrecht
zueinander. Über die Bajonettvorsprünge, von denen jeweils zwei als Bajonettverschluss
bezeichnet werden können, kann die Position des Federhalters in der Befestigungsvorrichtung
verändert werden.
[0028] Im Wesentlichen werden erfindungsgemäß zwei unterschiedliche Stellungen des Federhalters
in der Befestigungsvorrichtung benötigt. Bei der Montage der Dunstabzugshaube ist
der erste Bajonettverschluss des Federhalters mit dem Gehäuse der Befestigungsvorrichtung
verrastet. Um die Dunstabzugshaube im eingebauten Zustand zu sichern, muss der Federhalter
eingeschoben und an dem zweiten Bajonettverschluss mit dem Gehäuse der Befestigungsvorrichtung
verbunden werden. Um die Dunstabzugshaube demontieren zu können, muss der Bajonettverschluss
komplett geöffnet sowie die Feder entnommen werden. Das Drehen erfolgt entweder händisch
oder mit einem Werkzeug. Für das Drehen mittels Werkzeug kann der Federhalter so gestaltet
sein, dass mittels Schlitzschraubenzieher das Einschrauben erfolgen kann.
[0029] Durch diese Ausführungsform kann der Federhalter auf einfache Weise in unterschiedlichen
relativen Positionen zu dem Gehäuse an diesem gehalten werden. Hierzu sind vorzugsweise
an einer Durchlassöffnung in der Rückseite des Gehäuses zwei radial gegenüberliegende
Ausbuchtungen vorgesehen, durch die die Bajonettvorsprünge geführt werden können.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist als Verbindungsgeometrie ein Außengewinde
an dem Federhalter und insbesondere an dessen Grundkörper vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform
ist an der Durchlassöffnung in der Rückseite des Gehäuses ein Innengewinde zum Eingriff
mit dem Außengewinde eingebracht. Bei dieser Ausführungsform der Verbindungsgeometrie
kann der Federhalter durch Drehen weiter in das Gehäuse eingebracht oder aus diesem
heraus bewegt werden. Auch bei dieser Ausführungsform kann der Federhalter in unterschiedlichen
relativen Positionen zu dem Gehäuse gehalten werden. Da dieser Halt durch das Gewinde
erzeugt wird, können die unterschiedlichen relativen Positionen stufenlos eingestellt
werden.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Aufhängesystem zum Befestigen
einer Dunstabzugshaube in einem Möbel. Das Aufhängesystem ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufhängesystem zumindest eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung und
mindestens eine Wandhalterung zur Befestigung an der Wand des Möbels aufweist.
[0032] Obwohl es gemäß der vorliegenden Erfindung auch möglich ist, eine Dunstabzugshaube
mittels der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung unmittelbar an einem Schrank,
beispielsweise an einem Ausschnitt in dem Boden eines Oberschrankes zu befestigen,
ist es bevorzugt, ein Aufhängesystem zu verwenden, bei dem an der Wand des Möbels
eine Wandhalterung vorgesehen ist. Die Wand des Möbels ist hierbei vorzugsweise die
Seitenwand eines Hängeschranks. Als Wandhalterung wird ein zu der Befestigungsvorrichtung
und dem Schrank separat vorliegendes Bauteil bezeichnet, das an der Wand, insbesondere
an der Innenseite der Seitenwand eines Hängeschranks befestigt werden kann. Diese
Befestigung kann beispielsweise mittels Anschrauben erfolgen. Die Wandhalterung weist
vorzugsweise zumindest eine Auflagefläche für einen Teil des Schwenkarms der Befestigungsvorrichtung
auf. Vorzugsweise ist die Auflagefläche aus der Horizontalen nach oben geneigt. Besonders
bevorzugt ist diese Auflagefläche an einer Halterungsgeometrie in der Wandhalterung
gebildet, die einen Vorsprung, insbesondere einen V-förmigen Vorsprung darstellt.
Die Auflagefläche wird hierbei durch den oberen Schenkel des Vorsprungs gebildet.
[0033] Indem eine separate Wandhalterung vorgesehen ist, kann eine Dunstabzugshaube auch
in einen Schrank eingebracht werden, an dem kein Boden vorgesehen ist. Zudem kann
die Halterungsgeometrie der Wandhalterung so ausgelegt sein, dass diese mit der Befestigungsvorrichtung
besonders geeignet zusammenarbeitet. So kann insbesondere die Neigung der Auflagefläche
dem Radius des Kreisbogens an der Unterseite des Schwenkarmes angepasst sein.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Dunstabzugshaube,
die dadurch gekennzeichnet ist, dass diese mindestens eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
aufweist.
[0035] Die Befestigungsvorrichtung ist vorzugsweise zwischen einer Außenwand und einer Innenwand
des Dunstabzugsgehäuses angeordnet. Durch diese Position der Befestigungsvorrichtung
kann zum einen ein Überstehen zumindest eines Teils des Schwenkarmes der Befestigungsvorrichtung
zur Halterung der Dunstabzugshaube gewährleistet werden. Zum anderen kann durch diese
Position aber auch die Befestigungsvorrichtung durch die Innenwand vor Verunreinigungen
geschützt werden. Zudem ist die Reinigung der Dunstabzugshaube bei dieser bevorzugten
Positionierung der Befestigungsvorrichtung vereinfacht, da nicht das Gehäuse der Befestigungsvorrichtung
sondern die Innenwand des Dunstabzugsgehäuses an der Innenseite liegt. Die Innenwand
bildet eine im Wesentlichen glatte Innenseite der Dunstabzugshaube und kann daher
einfach gereinigt werden. Schließlich ist diese Positionierung der Befestigungsvorrichtung
vorteilhaft, da durch das Einschließen zwischen der Innenwand und Außenwand an die
Außengeometrie des Gehäuses der Befestigungsvorrichtung keine besonderen Anforderungen
hinsichtlich der Reinigung zu stellen sind und dieses daher entsprechend den Anforderungen
für die Halterung des Schwenkarmes und gegebenenfalls eine Federhalters ausgebildet
werden kann.
[0036] Vorzugsweise ist in der Außenwand des Dunstabzugsgehäuses eine Montageöffnung für
den Durchlass zumindest des Schwenkarmes der Befestigungsvorrichtung von Innen vorgesehen.
Die Befestigungsvorrichtung weist hierbei vorzugswiese Einschubfüße auf, mittels derer
die Befestigungsvorrichtung an der Außenwand gehalten werden kann. Zusätzlich wird
die Befestigungsvorrichtung vorzugsweise mit der Außenwand verschraubt oder in anderer
Weise so fixiert, dass ein Bewegen des Gehäuses der Befestigungsvorrichtung bezüglich
der Außenwand verhindert wird.
[0037] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in der Innenwand des Dunstabzugsgehäuses
eine Durchlassöffnung für den Zugriff auf zumindest einen Teil der Befestigungsvorrichtung
eingebracht ist. Besonders bevorzugt ist die Durchlassöffnung in der Innenwand des
Dunstabzugsgehäuses mit der Durchlassöffnung in der Rückwand des Gehäuses der Befestigungsvorrichtung
ausgerichtet. Hierdurch wird es möglich beispielsweise auf einen Federhalter, der
an der Durchlassöffnung in der Rückseite des Gehäuses der Befestigungsvorrichtung
gehalten ist, zuzugreifen und die relative Position des Federhalters zu dem Gehäuse
der Befestigungsvorrichtung zu verändern. Somit wird es auch nach der Montage der
Befestigungsvorrichtung in der Dunstabzugshaube möglich die Druckkraft der Druckfeder
zu verändern und/oder eine Fixiervorrichtung an dem Federhalter mit einem Fixiervorsprung
an dem Schwenkarm in Eingriff zu bringen. Die Durchlassöffnung in der Innenwand des
Dunstabzugsgehäuses kann durch eine Abdeckkappe, die beispielsweise in die Durchlassöffnung
gesteckt werden kann, nach dem Einbau der Dunstabzugshaube in dem Schrank verschlossen
werden.
[0038] Die Dunstabzugshaube stellt erfindungsgemäß vorzugsweise eine Flachschirmhaube dar.
Bei einer Flachschirmhaube ist eine Schublade, die auch als Schirm bezeichnet werden
kann, gegenüber dem Dunstabzugsgehäuse verschiebbar. Das Dunstabzugsgehäuse ist hierbei
in einem Oberschrank aufgenommen, während die Schublade sowie Schienenprofile für
die die Schublade, die sich unten an das Dunstabzugsgehäuse anschließen, unterhalb
der Unterkante des Schrankes liegen, um das Herausziehen der Schublade zu ermöglichen.
Somit ist insbesondere bei einer Flachschirmhaube die genaue Positionierung des Dunstabzugsgehäuses
in dem Schrank von Bedeutung. Mit der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung kann
diese Positionierung auf einfache Weise gewährleistet werden und ein Spalt zwischen
der Unterseite des Schrankes und der Unterkante des Dunstabzugsgehäuses beziehungsweise
der Oberkante der Schublade oder einen Schienenprofils kann vermieden werden.
[0039] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
beschrieben werden, gelten - soweit anwendbar - entsprechend für das erfindungsgemäße
Aufhängesystem und die erfindungsgemäße Dunstabzugshaube und jeweils umgekehrt und
werden daher gegebenenfalls nur einmalig erwähnt.
[0040] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
während der Montage;
- Figur 2:
- eine schematische perspektivische Seitenschnittansicht der Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung
nach Figur 1 mit Feder und Federhalter;
- Figur 3:
- eine schematische perspektivische Seitenschnittansicht der Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung
nach Figur 1 mit Feder;
- Figur 4:
- eine schematische Perspektivansicht auf eine Befestigungsvorrichtung an einem Dunstabzugsgehäuse
von außen;
- Figur 5:
- eine schematische Perspektivansicht auf eine Befestigungsvorrichtung an einem Dunstabzugsgehäuse
von innen;
- Figur 6:
- eine schematische Innenansicht einer Dunstabzugshaube mit montierter Befestigungsvorrichtung;
- Figur 7:
- eine schematische Darstellung einer Dunstabzugshaube beim Einbau in einen Schrank;
- Figuren 8 - 10:
- Detailansichten der Befestigungsvorrichtung aus Figur 7 in unterschiedlichen Zuständen;
- Figur 11:
- eine schematische perspektivische Rückansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung mit Federhalter;
- Figur 12:
- eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
im fixierten Zustand;
- Figur 13:
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Federhalters der
erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung;
- Figur 14:
- eine schematische perspektivische Rückansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung mit Federhalter nach Figur 13; und
- Figur 15:
- eine schematische Darstellung der Ermittlung der Geometrie einer Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Schwenkarms.
[0041] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
3 im geöffneten Zustand gezeigt. Hierbei sind von der Befestigungsvorrichtung 3 in
Figur 1 lediglich das Gehäuse 30 und der Schwenkarm 31 gezeigt.
[0042] Bei dem Zusammenbau der Befestigungsvorrichtung 3 wird zunächst der Schwenkarm 31
an der dafür vorgesehenen Position in das Gehäuse 30 geschoben. Das Gehäuse 30 weist
eine Kastenform auf und ist nach vorne offen. Als Vorderseite des Gehäuses 30 wird
erfindungsgemäß die Seite bezeichnet, die im montierten Zustand der Befestigungsvorrichtung
3 in einer Dunstabzugshaube 1 nach außen gerichtet ist, das heißt der Innenseite des
Dunstabzugsgehäuses der Dunstabzugshaube 1 abgewandt ist.
[0043] Der Schwenkarm 31 wird von der Seite in das Gehäuse 30 eingeschoben. Insbesondere
wird eine Stange, die in der Schwenkachse D des Schwenkarmes 31 liegt, in eine Achsenhalterung
303 von der Seite eingeschoben. Um den Einschub genau zu definieren, ist ein Anschlag
32 an der Stange, die in der Schwenkachse D des Schwenkarmes liegt, vorgesehen. Die
Schwenkachse D des Schwenkarmes 31 wird im Folgenden auch als Drehachse D bezeichnet.
[0044] Der Schwenkarm 31 der Befestigungsvorrichtung 3 ist um die Schwenkachse D, die entlang
der vorderen oberen Kante des Gehäuses 30 verläuft, gehalten. In der dargestellten
Ausführungsform wird die Schwenkachse D durch die Stange gebildet, die an einem Ende
den Anschlag 32 aufweist, um eine axiales Verrutschen des Schwenkarms 31 entlang der
Schwenkachse D zu verhindern. Auf der Oberseite des Gehäuses 30 ist in der dargestellten
Ausführungsform hierzu eine Achsenhalterung 303 vorgesehen. Es ist aber auch möglich
die Schwenkachse D und insbesondere eine durch diese verlaufende Stange auf andere
Weise an dem Gehäuse 30 zu halten.
[0045] An der Rückseite des Schwenkarmes 31 sind in der dargestellten Ausführungsform zwei
Rastarme 311 gezeigt, die sich nach hinten erstrecken. Nachdem die Schwenkachse D
an dem Gehäuse 30 befestigt wurde, wird der Schwenkarm 31 um die Drehachse D herum
in das Gehäuse 30 gekippt. Hierbei verrasten die beiden Rastarme 311, die auch als
Schnapphaken bezeichnet werden, mit einer Gegengeometrie 300, die an dem Gehäuse 30
und insbesondere an der Innenseite des Gehäuses 30 vorgesehen ist. Durch die Verrastung
wird der Schwenkbereich des Schwenkarmes 31 in die Richtung weg von dem Gehäuse 30
eingegrenzt.
[0046] Wie sich aus Figur 3 ergibt, umfasst die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
3 zusätzlich zu dem Gehäuse 30 und dem Schwenkarm 31 eine Druckfeder 33, die auch
als Feder 33 bezeichnet wird. Die Druckfeder 33 liegt senkrecht zu der Drehachse D
des Schwenkarmes 31 und erstreckt sich Tiefenrichtung des Gehäuses 30, das heißt in
der Richtung zwischen der Vorderseite und der Rückseite des Gehäuses 30. Die Druckfeder
33 wird nach dem Verrasten der Rastarme 311 mit der Gegengeometrie 300 auf der Gehäuserückseite
durch eine dafür vorgesehene Durchlassöffnung 301 eingeschoben. Die Druckfeder 33
wird soweit eingeschoben, bis sie am Schwenkarm 31 anliegt.
[0047] Der Schwenkarm 31 weist eine Rastnase 310 auf, die in dem montierten Zustand der
Befestigungsvorrichtung 3 von dem Gehäuse 30 weg weist. Die Druckfeder 33 greift im
Bereich der Rastnase 310 an der Innenseite, das heißt der dem Gehäuse 30 zugewandten
Seite des Schwenkarmes 31 an. In der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform ist hierzu
ein Positioniervorsprung 312 vorgesehen, der ein Positionierkreuz darstellen kann,
um den das vordere Ende der Feder 33 herumgreift.
[0048] Der Schwenkarm 31 ist somit an dem Gehäuse 30 um die Schwenkachse D beweglich gehaltenen
und weist eine Rastnase 310 auf. Die Druckfeder 33 liegt senkrecht zu der Schwenkachse
D und greift an der Innenseite des Schwenkarmes 31 im Bereich der Rastnase 310 zu
der Schwenkachse D nach unten versetzt an.
[0049] Wie sich aus den Figuren ergibt, ist die Unterseite des Schwenkarmes 31 durch einen
Geometrie gebildet, die einen Kreisbogen K beschreibt. Der Abstand des Kreisbogens
K zu der Schwenkachse D nimmt hierbei von der Vertikalen von unten in Richtung auf
die Rastnase 310 des Schwenkarmes 31 stetig abnimmt. Zudem ist der Mittelpunkt des
Kreisbogens K zu der Drehachse D versetzt. Die Geometrie des Schwenkarmes 31 wird
später unter Bezugnahme auf Figur 15 genauer beschrieben.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Befestigungsvorrichtung 3 zusätzlich
zu dem Gehäuse 30, dem Schwenkarm 31 und der Druckfeder 33 einen Federhalter 4 auf.
[0051] Der Federhalter 4 kann nach dem Einbringen der Druckfeder 33 in das Gehäuse 30 über
das Ende der Feder 33 geschoben werden, das der Rastnase 310 abgewandt ist, und mit
dem Gehäuse 30 verbunden werden.
[0052] Eine Ausführungsform des Federhalters 4 ist in Figur 2 gezeigt. Der Federhalter 4
greift durch eine Durchlassöffnung 301 in der Rückseite des Gehäuses 30 hindurch.
Über das vordere offene Ende des als Hülse oder Rohr ausgeführten Grundkörpers 40
des Federhalters 4 wird die Feder 33 in den Federhalter 4 eingeführt. An der Rückseite
des Federhalters 4 ist ein Kopf 41 vorgesehen, der vorzugsweise eine geschlossene
Platte darstellt, die einen größeren Durchmesser als der Außendurchmesser des Grundkörpers
40 des Federhalter 4 aufweist. Hierdurch kann die Feder 33 in dem Federhalter 4 in
axialer Richtung gestützt werden. Zudem kann hierdurch ein Hereinrutschen des Federhalters
4 in das Gehäuse 30 verhindert werden.
[0053] In dem in Figur 2 gezeigten Zustand ist der Federhalter 4 in einer ersten relativen
Position zu dem Gehäuse 30 fixiert. In der Ausführungsform nach Figur 2 weist der
Federhalter 4 an der Außenseite des Grundkörpers 40 eine Verbindungsgeometrie 401
auf, die durch vier Bajonettvorsprünge 4011 gebildet ist, von denen in Figur 2 lediglich
einer sichtbar ist.
[0054] In dem in Figur 2 gezeigten Zustand wird durch die Druckfeder 33 und aufgrund der
Halterung der Feder 33 in dem Federhalter 4 auf die Innenseite des Schwenkarmes 31
eine Druckkraft ausgeübt, die den Schwenkarm 31 nach außen, das heißt von dem Gehäuse
30 weg drückt. Ein vollständiges Herausdrücken des Schwenkarmes 31 aus dem Gehäuse
30 heraus wird durch die hergestellte Verrastung der Rastarme 311 mit der Gegengeometire
300 verhindert.
[0055] In Figur 4 ist eine schematische Ansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung 3, die an einer Dunstabzugshaube 1 angebracht ist, gezeigt.
Hierbei ist in Figur 4 die Außenseite des Dunstabzugsgehäuses 10 (siehe Figur 7) gezeigt.
In der Außenwand 12 des Dunstabzugsgehäuses 10 ist eine Montageöffnung 120 eingebracht.
Die Größe und Form der Montageöffnung 120 ist so gewählt, dass zumindest die Rastnase
310 des Schwenkarmes 31 durch die Montageöffnung 120 hindurchragen kann. Andererseits
ist die Montageöffnung 120 so ausgelegt, dass diese kleiner ist, als das Gehäuse 30
der Befestigungsvorrichtung 3 und das Gehäuse 30 somit zuverlässig von Innen an der
Außenwand 12 anliegt. Zur Befestigung der Befestigungsvorrichtung 3 an der Außenwand
12 wird die Befestigungsvorrichtung 3 an der Innenseite der Außenwand 12 angelegt
und so nach oben verschoben, dass nach vorne von dem Gehäuse abstehende Einschubfüße
302, die durch die Montageöffnung 120 hindurchragen, an einem Rand der Montageöffnung
120 angreifen. Zusätzlich kann das Gehäuse 30 an dessen Unterseite mit der Außenwand
12 von innen über eine Schraube 314 verschraubt werden.
[0056] In Figur 5 ist die Ansicht auf die Rückseite der Befestigungsvorrichtung 3 in dem
an der Außenwand 12 des Dunstabzugsgehäuses 10 montierten Zustand aus Figur 4 gezeigt.
Der Federhalter 4 befindet sich in einer ersten relativen Position zu dem Gehäuse
30 und ragt über die Rückwand des Gehäuses 30 hinaus.
[0057] In diesem Zustand der Befestigungsvorrichtung 3 kann die Dunstabzugshaube 1 an der
die Befestigungsvorrichtung 3 vorgesehen ist, in einen Schrank 2 von unten gebracht
werden. Die verschiedenen Zustände der Befestigungsvorrichtung 3, die dabei durchlaufen
werden, sind in den Figuren 7 bis 10 gezeigt. An der Dunstabzugshaube 1 sind hierbei
an beiden Seiten in der Außenwand 12 des Dunstabzugsgehäuses 10 Befestigungsvorrichtungen
3 vorgesehen. An den Seitenwänden 20 des Schranks 2, der einen Hängeschrank darstellt,
sind im unteren Bereich Wandhalterungen 200 befestigt. Die Wandhalterungen 200 bilden
zusammen mit den Befestigungsvorrichtungen 3 das Aufhängesystem für die Dunstabzugshaube
1. Die Wandhalterungen 200 weisen jeweils eine Halterungsgeometrie 201 auf, die in
der dargestellten Ausführungsform einen V-förmigen Vorsprung aufweist. Der obere Schenkel
des V-förmigen Vorsprungs dient als Auflagefläche 2010 und wird im Folgenden auch
als solche bezeichnet. Der untere Schenkel des V-förmigen Vorsprungs dient als Führungsfläche
2011 und wird im Folgenden auch als solche bezeichnet.
[0058] Der Abstand zwischen den beiden Halterungsgeometrien 201, das heißt zwischen den
Spitzen der Vorsprünge entspricht der Breite des Dunstabzugsgehäuses 10 der Dunstabzugshaube
1 und ist vorzugsweise etwas kleiner als dieser Abstand, damit die Dunstabzugshaube
1 zwischen den Halterungsgeometrien 201 eingeschoben werden kann.
[0059] Wird nun die Dunstabzugshaube 1 und insbesondere das Dunstabzugsgehäuse 10 von unten
in den Schrank 2 geschoben, so trifft der Schwenkarm 31 der jeweiligen Befestigungsvorrichtung
3 auf die Halterungsgeometrie 201 der Wandhalterung 200 und insbesondere auf die Führungsfläche
2011. Dieser Zustand ist in Figur 8 gezeigt. Durch weiteres Einschieben des Dunstabzugsgehäuses
10 nach oben in den Schrank 2 kippt der Schwenkarm 31 um seiner Drehachse D in das
Gehäuseinnere des Gehäuses 30. Durch die Kippbewegung wird die Druckfeder 33 zusammengedrückt.
Dieser Zustand ist in Figur 9 gezeigt. Sobald der Monteur die Dunstabzugshaube 1 und
insbesondere das Dunstabzugsgehäuse 10 weit genug eingeschoben hat, bewirkt die Federkraft
eine Rückstellung des Schwenkarmes 31. Dadurch wird die Dunstabzugshaube 1 im Möbel,
das heißt in dem Schrank 2 fixiert. Dieser Zustand ist in Figur 10 gezeigt.
[0060] Um die Dunstabzugshaube 1 in der fixierten eingehängten Position zu sichern, wird
erfindungsgemäß der Federhalter 4 so weit in die Durchlassöffnung 301 der Gehäuserückseite
eingeschoben und fixiert, bis er direkt am Schwenkarm 31 anliegt. Dadurch wird die
Bewegungsfreiheit des Schwenkarmes 31 blockiert. Wie sich aus Figur 12 ergibt, die
diesen Zustand zeigt, weist der Schwenkarm 31 zu diesem Zweck an der Rückseite einen
Fixiervorsprung 313 auf. Der Fixiervorsprung 313 greift in die offene Seite des Federhalters
4 ein. Die offene Seite des Federhalters, die auch als Freisparung bezeichnet werden
kann, bildet somit eine Fixiervorrichtung. Der Fixiervorsprung 313 an dem Schwenkarm
31 ist auch in der Darstellung in Figur 2 zu sehen.
[0061] Für den Übergang der Befestigungsvorrichtung 3 von dem Zustand in dem diese die Dunstabzugshaube
1 an dem Schrank 2 fixiert zu dem Zustand, in dem der Schwenkarm 31 blockiert ist,
wird der Federhalter 4 von einer ersten relativen Position zu dem Gehäuse 30 in eine
zweite relative Position gebracht. Bei der Ausführungsform des Federhalters 4, der
in Figur 11 genauer zu erkennen ist, sind dazu an der Außenseite des Grundkörpers
40 des Federhalters 4 vier Bajonettvorsprünge 4011 als Verbindungsgeometrie 401 vorgesehen.
Die Bajonettvorsprünge 4011 werden beim Einführen des Federhalters 4 in die Durchlassöffnung
301 mit an der Durchlassöffnung 301 vorgesehenen Ausbuchtungen 3011 ausgerichtet.
Nachdem die ersten zwei radial gegenüberliegenden Bajonettvorsprünge 4011 im Inneren
des Gehäuses 30 liegen, kann der Federhalter 4 um dessen Längsachse gedreht werden.
Hierzu ist in der dargestellten Ausführungsform in dem Kopf 41 des Federhalters 4
ein Schlitz für ein Werkzeug vorgesehen. Um den Schwenkarm 31 zu blockieren wird nun
der Federhalter 4 weiter in das Gehäuse 30 geschoben, bis die weiteren zwei Bajonettvorsprünge
4011, die in der Nähe des Kopfes 41 an dem Grundkörper 40 des Federhalters 4 vorgesehen
sind, die Durchlassöffnung 301 und die daran vorgesehen Ausbuchtungen 3011 passiert
haben und im Inneren des Gehäuses 30 liegen. Nach dem Passieren der Bajonettvorsprünge
4011 wird der Federhalter 4 erneut um dessen Längsachse gedreht, um ein Herausrutschen
des Federhalters 4 zu verhindern.
[0062] Eine andere Ausführungsform des Federhalters 4 ist in den Figuren 13 und 14 gezeigt.
Auch bei dieser Ausführungsform weist der Federhalter 4 einen Grundkörper 40 auf,
der ein offenes Längsende aufweist. Das offene Längsende wird auch als Freisparung
bezeichnet. In das offene Längsende wird die Druckfeder 33 eingelegt. Die Druckfeder
33 wird vorzugsweise lose in die Freisparung eingelegt. Es ist allerdings auch möglich,
dass die Druckfeder 33 fest mit dem Federhalter 4 verbunden wird. Die Druckfeder 33
kann zum Beispiel durch Einkleben oder durch ein Aufnahmeelement (nicht gezeigt) mit
dem Federhalter 4 verbunden werden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist an der
Außenseite des Grundkörpers 40 des Federhalters 4 als Verbindungsgeometrie 401 ein
Außengewinde 4010 vorgesehen. Über das Außengewinde 4010 kann die Position des Federhalters
4 in der Befestigungsvorrichtung 3 verändert werden. Hierzu greift das Außengewinde
4010 in ein an der Durchlassöffnung 301 eingebrachtes Innengewinde 3010 ein. Beim
Einbringen der Dunstabzugshaube 1 in den Schrank 2 ist der Federhalter 4 vorzugsweise
lediglich 1-2 Gewindegänge eingeschraubt. Um die Dunstabzugshaube 1 im eingebauten
Zustand zu sichern, wird der Federhalter 4 dann so weit wie möglich eingeschraubt.
Je nachdem, wie groß der Abstand der beiden Schrank-Seitenwände zueinander ist, kann
der Federhalter 4 unterschiedlich weit eingedreht werden. Dies ermöglicht eine gewisse
Unabhängigkeit von den Toleranzen des Abstandsmaßes der beiden Schrankwände. Um die
Dunstabzugshaube 1 demontieren zu können, muss der Schraubverschluss komplett geöffnet
sowie die Feder 33 entnommen werden.
[0063] Das Drehen der Federhalterung 4 kann auch in dieser Ausführungsform entweder händisch
oder mit einem Werkzeug (Schraubendreher) erfolgen. Für das Drehen mittels Werkzeug
ist in der dargestellten Ausführungsform in dem Kopf 41 des Federhalters 4 ein Schlitz
eingebracht, in den ein Schlitz-Schraubendreher eingreifen kann.
[0064] In Figur 6 ist eine Ansicht auf das Innere der Dunstabzugshaube 1 und insbesondere
des Dunstabzugsgehäuses 10 von unten gezeigt. Hierbei ist die Schublade 13 nach vorne
ausgezogen. Im Inneren wird das Dunstabzugsgehäuse 10 durch eine Innenwand 11 gebildet.
In der Innenwand 11 ist eine Durchlassöffnung (nicht sichtbar) eingebracht, die in
dem in Figur 6 gezeigten, montierten Zustand durch eine Abdeckkappe 110 abgedeckt
ist. Hierdurch wird die Reinigungsfreundlichkeit des Dunstabzugshaubeninnenraums gewährleisten.
Nach der Montage der Dunstabzugshaube 1 in dem Schrank 2 wird der in den Dunstabzugshaubeninnenraum
stehende Federhalter 4 mit der Abdeckkappe 110 verdeckt. Die Abdeckkappe 110 schließt
die Durchlassöffnung (nicht sichtbar) im Blech der Innenwand 11, durch die der Federhalter
4 in den Innenraum der Dunstabzugshaube 1 taucht. Außerdem wird der schwer zu reinigende
stößelartige Federhalter 4 durch die glatte und runde Geometrie der Abdeckkappe 110
verdeckt. Dadurch wird eine einfache Reinigung des Innenraums, ohne überstehende Teile
gewährleistet.
[0065] Hinter der Abdeckkappe 110 liegt der Federhalter 4, der durch Durchlassöffnung (nicht
sichtbar) vom Inneren des Dunstabzugsgehäuses 10 zugänglich ist. Somit kann über die
Durchlassöffnung (nicht sichtbar) der Federhalter 4 in das Gehäuse 30 der Befestigungsvorrichtung
3 eingeschoben und/oder eingedreht beziehungsweise herausgezogen und/oder herausgedreht
werden.
[0066] Um die Dunstabzugshaube 1 demontieren zu können, das heißt aus dem Schrank 2 entnehmen
zu können, wird zunächst die Abdeckkappe 110 entfernt und dann der Federhalter 4 sowie
die Druckfeder 33 aus dem Gehäuse 30 entnommen. Durch das Wegnehmen der Federkraft
kann die Dunstabzugshaube 1 nach unten aus dem Schrank 2 entfernt werden.
[0067] In Figur 15 ist schematisch die Ermittlung der Geometrie eines Schwenkarmes 31 für
die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 3 dargestellt.
[0068] Für den Kreisbogen K der die Unterseite des Schwenkarmes 31 bildet, wurde hierbei
an der Stelle, an der er an der Wandhalterung 201 aufliegt, von einem Radius von 30mm
ausgegangen (Rp18=30mm). Der Mittelpunkt dieses Kreisbogens K darf nicht mit der Drehachse
D zusammenfallen, da sonst kein Höhenausgleich der Dunstabzugshaube 1 realisierbar
wäre. Um die Lage des Mittelpunktes M des Kreisbogens zu bestimmen, wird von einem
gewünschten möglichen Höhenausgleich ausgegangen. In dem dargestellten Fall soll die
Dunstabzugshaube um bis zu 5mm angehoben werden können, um Montagefehler zu beheben.
Dieser gewünschte Höhenausgleich entspricht dem maximalen Abstand, der zwischen dem
Radius R um die Drehachse D und dem Kreisbogen K des Schwenkarms 31 bestehen darf.
Wird dieser maximale Abstand an der Winkelposition des Radius R abgezogen, an der
ein Kreisbogen die baulich größtmögliche Tiefe besitzt, so lässt sich dadurch der
Mittelpunkt bestimmen. Wie in Figur 15 gezeigt, liegt bei dem dargestellten Beispiel
die Winkelposition der Rastnase bei 55° zur Vertikalen (p16=55°). Der um den so bestimmten
Mittelpunkt und über den Winkelbereich gebildete Kreisbogen K weist von der Vertikalen
in Richtung auf die Rastnase 310 nach oben einen stetig kleiner werdenden Abstand
zu der Drehachse D auf. Die Oberseite der Rastnase 310 stellt eine Gerade dar. Hierbei
ist zu beachten, dass bei der in Figur 15 gezeigten Auslegung über den Verlauf des
Schwenkarmes 310 zu der Rastnase ein Versatz eingeplant ist. Dieser Versatz beträgt
in dem dargestellten Beispiel 3mm (p13=13mm). Es ist aber auch möglich, den Schwenkarm
31 in dem Bereich zwischen der Drehachse D und der Rastnase 310 gerade, das heißt
ohne Versatz auszubilden.
[0069] Die vorliegende Erfindung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Zum einen ist eine
zusätzliche Justierung der Dunstabzugshaube im Hängeschrank nicht notwendig. Durch
die Geometrie des Schwenkarmes und der Wandhalterung zieht sich die Dunstabzugshaube
selbständig an die Unterkante des Hängeschranks. Ein Spalt zwischen Dunstabzugshaube,
insbesondere zwischen der Schublade der Dunstabzugshaube oder einem Schienenprofil
dieser Schublade, und Hängeschrank entsteht nicht beziehungsweise muss nicht durch
Justieren eingestellt werden. Ein Spalt zwischen Dunstabzugshaube und Schrankunterkante
muss aus optischen Gründen verhindert werden. Diese Anforderung wird insbesondere
durch die spezielle Geometrie des Schwenkarmes erfüllt.
[0070] Die Befestigungsvorrichtung und das Aufhängesystem gemäß der Erfindung sind für den
Einsatz an Flachschirmhauben geeignet, können aber bei anderer Positionierung im Möbel
beispielsweise auch für Lüfterbausteine zum Einsatz kommen.
[0071] Mit dem erfindungsgemäß verwendeten Feder-Schwenkarm-System, das sich durch seine
geniale Einfachheit in der Montage (Ein-Mann-Montierbarkeit) der Dunstabzugshaube
auszeichnet, können Dunstabzugshauben in Möbeln mit einer Wandstärke von 16mm als
auch in Möbeln mit einer Wandstärke von 19mm befestigt werden.
[0072] Mit der vorliegenden Erfindung kann insbesondere ein Fehler bei der Montage der Wandhalterungen
an dem Schrank ausgeglichen werden. Wird die Wandhalterung im Schrank zu tief positioniert,
entsteht ein Spalt zwischen der Dunstabzugshaube und der Schrankunterkante. Ein Spalt
an dieser Stelle würde bedeuten, dass ein nicht akzeptables optisches Bild, der Dunstabzugshaube
im Möbel entsteht. Des Weiteren könnte sich vermehrt Schmutz im Spalt ansammeln, der
an dieser Stelle nur schwer zu beseitigen ist. Mit der vorliegenden Erfindung wird
auch bei falschem Positionieren der Wandhalterung eine Spaltbildung vermieden.
[0073] Weiterhin ist die erfindungsgemäße Lösung kundenfreundlich, insbesondere da kein
Nachjustieren nötig ist, da ein selbstständiges Heranziehen der Dunstabzugshaube an
die Unterkante des Hängeschrankes erfolgt. Es werden keine zusätzlichen Bauteile zum
Nachjustieren benötigt, so dass auch die Kosten reduziert sind. Es werden keine Werkzeuge
zum Nachjustieren benötigt. Zudem kann ein Ausgleich eines Montagefehlers von beispielsweise
bis zu 5mm erfolgen. Schließlich bietet die Erfindung eine Reinigungsfreundlichkeit,
da kein Spalt zwischen der Schrankunterkante und der Dunstabzugshaube vorliegt.
[0074] Die erfindungsgemäße Lösung weist zudem hervorragende haptische Eigenschaften durch
den Feder-Schwenkarm-Mechanismus auf. Es wird eine sehr einfache und schnelle Demontage
der Dunstabzugshaube ermöglicht. Die Erfindung ist fertigungsfreundlich, da eine schraubenlose
Montage der Befestigungsvorrichtung möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 10
- Dunstabzugsgehäuse
- 11
- Innenwand
- 110
- Abdeckkappe
- 12
- Außenwand
- 120
- Montageöffnung
- 13
- Schublade
- 2
- Schrank
- 20
- seitliche Schrankwand
- 200
- Wandhalterung
- 201
- Halterungsgeometrie
- 2010
- Auflagefläche
- 2011
- Führungsfläche
- 3
- Befestigungsvorrichtung
- 30
- Gehäuse
- 300
- Gegengeometrie
- 301
- Durchlassöffnung
- 3010
- Innengewinde
- 3011
- Ausbuchtung
- 302
- Einschubfuß
- 303
- Achsenhalterung
- 31
- Schwenkarm
- 310
- Rastnase
- 311
- Rastarm
- 312
- Positioniervorsprung
- 313
- Fixiervorsprung
- 314
- Schraube
- 32
- Anschlag
- 33
- Feder
- 4
- Federhalter
- 40
- Grundkörper
- 400
- Federdurchlass
- 401
- Verbindungsgeometrie (an Außenseite)
- 4010
- Außengewinde
- 4011
- Bajonettvorsprung
- 41
- Kopf
- R
- Radius Schwenkarm
- D
- Drehpunkt Schwenkarm
- M
- Mittelpunkt Radius Schwenkarm
- K
- Kreisbogen
1. Befestigungsvorrichtung für eine Dunstabzugshaube (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (3) ein Gehäuse (30), mindestens einen Schwenkarm (31)
und mindestens eine Druckfeder (33) aufweist, der Schwenkarm (31) an dem Gehäuse (30)
um eine Schwenkachse (D) beweglich gehaltenen ist und eine Rastnase (310) umfasst
und die Druckfeder (33) senkrecht zu der Schwenkachse (d) liegt und an der Innenseite
des Schwenkarmes (31) im Bereich der Rastnase (310) zu der Schwenkachse (D) nach unten
versetzt angreift.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (31) eine Unterseite aufweist, die einen Kreisbogen (K) beschreibt,
dessen Abstand zu der Schwenkachse (D) von der Vertikalen von unten in Richtung auf
die Rastnase (310) des Schwenkarmes (31) stetig abnimmt.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt (M) des Kreisbogens (K) zu der Schwenkachse (D) des Schwenkarmes
(31) versetzt ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreisbogen (K) einen Radius (R) von 28-32mm zum Mittelpunkt (M) des Kreisbogens
(K) aufweist und die Differenz zwischen dem Radius (R) des Kreisbogens (K) und dem
gleichen Radius um die Schwenkachse (D) im Bereich der Rastnase (310) mindestens 2mm
besonders bevorzugt 4 bis 6mm und weiter bevorzugt 5mm beträgt.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft der Druckfeder (33) einstellbar ist.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (3) einen bezüglich des Gehäuses (30) beweglichen Federhalter
(4) umfasst, der die Druckfeder (33) zumindest in axialer Richtung und vorzugsweise
auch in radialer Richtung stützt.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (30) in der Rückwand eine Durchlassöffnung (301) für den Zugriff auf
die Druckfeder (33) aufweist.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (31) an dessen Rückseite einen Fixiervorsprung (313) zum Eingriff
mit einer Fixiervorrichtung der Befestigungsvorrichtung, vorzugsweise einer Fixiervorrichtung
an dem Federhalter (4), aufweist.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federhalter (4) einen Grundkörper (40) mit einem Innenraum zur Aufnahme einer
Druckfeder (33) aufweist und an der Außenseite des Grundkörpers (40) eine Verbindungsgeometrie
(401), insbesondere mindestens einen Bajonettvorsprung (4011) oder ein Außengewinde
(4010), aufweist.
10. Aufhängesystem zum Befestigen einer Dunstabzugshaube (1) in einem Möbel (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängesystem zumindest eine Befestigungsvorrichtung (3) nach einem der Ansprüche
1 bis 9 und mindestens eine Wandhalterung (200) zur Befestigung an der Wand (20) des
Möbels (2) aufweist.
11. Aufhängesystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wandhalterung (200) eine Auflagefläche (2010) zum Aufliegen des Schwenkarmes
(31) gebildet ist, die sich aus der Horizontalen nach oben neigt.
12. Dunstabzugshaube, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube mindestens eine Befestigungsvorrichtung (3) nach einem der Ansprüche
1 bis 9 aufweist.
13. Dunstabzugshaube nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (3) zwischen einer Außenwand (12) und einer Innenwand
(11) des Dunstabzugsgehäuses (10) angeordnet ist.
14. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Innenwand (11) des Dunstabzugsgehäuses (10) eine Durchlassöffnung (111) für
den Zugriff auf zumindest einen Teil der Befestigungsvorrichtung (3) eingebracht ist.
15. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugshaube (1) eine Flachschirmhaube darstellt.