[0001] Die Erfindung betrifft eine Armlehne, insbesondere für einen Bürostuhl oder dergleichen,
mit einem Armlehnenträger und mit einer auf dem Armlehnenträger höhenverschiebbaren
Armlehnensäule. Derartige Armlehnen sind in vielfacher Ausführung aus dem Stand der
Technik bekannt.
[0002] Höhenverstellbare Armlehnen mit Betätigungselementen zum Ändern der Höhenposition
der Armlehnensäule sind beispielsweise aus
US 2009/278393 A1 bekannt.
[0003] Nachteilig bei vielen dieser bekannten Armlehnen ist es, daß für die Höhenverstellung
vergleichsweise aufwendige konstruktive Lösungen verwendet werden. Dies resultiert
nicht nur in vergleichsweise hohen Material- und Herstellungskosten. Da oftmals eine
Vielzahl von Einzelteilen aufwendig miteinander verbunden werden müssen, führt dies
auch zu relativ hohen Montagekosten.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine besonders einfach aufgebaute
Armlehne bereitzustellen, um dadurch sowohl die Material- und Herstellungskosten,
als auch die Montagekosten zu verringern, ohne auf die gewohnte Funktionalität verzichten
zu müssen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Armlehne nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Demnach ist die erfindungsgemäße Armlehne dadurch gekennzeichnet, daß die Armlehnensäule
ein einteilig mit ihr verbundenes Betätigungselement zum Ändern der Höhenposition
der Armlehnensäule aufweist. Dadurch wird eine besonders einfach aufgebaute Armlehne
geschaffen, bei der sowohl die
[0007] Material- und Herstellungskosten, als auch die Montagekosten gegenüber herkömmlichen
Lösungen verringert sind, ohne daß auf die gewohnte Funktionalität, wie die Höhenverstellung,
verzichtet werden muß.
[0008] Bei dem Betätigungselement handelt es sich vorzugsweise um einen Taster, also ein
durch Druck bedienbares Element, welches die Höhenverstellung betätigt, vorzugsweise
indem das Betätigungselement ein Gesperre direkt oder indirekt löst oder sperrt. Mit
anderen Worten steht das Betätigungselement mittelbar oder unmittelbar in Wirkverbindungs
mit einem für die Funktion der Höhenverstellung, insbesondere die Auslösung der Höhenverstellung
essentiellen Funkticnselement, wie beispielsweise einem Riegel eines mehrstelligen
Gesperres.
[0009] Die erfindungsgemäße Armlehne in ihren Ausführungsformen zeichnet sich, wie nachfolgend
noch weiter beschrieben wird, vor allem durch drei Dinge aus, erstens eine kombinierte,
vorzugsweise einteilige Ausführung möglichst vieler Funktionselemente, wodurch die
Gesamtzahl der benötigten Komponenten sehr gering ist, zweitens eine aus dieser Einteiligkeit
hervorgehende einfache und kostengünstige Herstellbarkeit dieser Komponenten, beispielsweise
durch ein Kunststoff-Spritzgießverfahren oder dergleichen, und drittens eine sehr
montagefreundliche Ausführung sämtlicher Komponenten, insbesondere derart, daß eine
vorzugsweise vollkommen schraubenlose Montage der Armlehne möglich ist. All dies trägt
zu einer deutlichen Senkung der Material-, Herstellung- und Montagekosten gegenüber
herkömmlichen Armlehnen bei.
[0010] Ist das Betätigungselement in eine der Seitenflächen der Armlehnensäule integriert,
so ist nicht nur eine sehr einfache gleichzeitige Herstellung beider Bauteile möglich.
Es ergibt sich auch eine besonders elegante, flache Armlehnensäule ohne überstehende,
aus der Armlehnensäule herausragende oder von der Armlehnensäule wegstehende Betätigungselemente.
[0011] Dies läßt sich besonders einfach dadurch verwirklichen, wenn das Betätigungselement
als eine Art Taster in Form eines zweiarmigen Hebels ausgeführt ist, der unter Ausbildung
des Hebeldrehpunktes mit benachbarten Seitenflächenpartien verbunden ist. Die Anbindung
des Betätigungselements an die Armlehnensäule dient anders ausgedrückt zugleich als
Drehpunkt des Hebels, so daß zu diesem Zweck keine zusätzlichen Bauteile erforderlich
sind.
[0012] Als besonders gut geeignet hat sich eine Ausführung erwiesen, bei der die Anbindung
an die Armlehnensäule über zwei sich an den Hebellängskanten gegenüberliegenden Stellen
erfolgt, vorzugsweise über bei der Fertigung der Armlehnensäule stehengelassene Materialstege,
so daß Armlehnensäule und Betätigungselement wiederum einteilig miteinander verbunden
sind. Eine Ausführung mit einer Anbindung des Betätigungselements mittels Materialstege
ist auch deshalb von Vorteil, weil damit die Plazierung der Materialstege und hierdurch
die Definition der Länge der Hebelarme des Betätigungselements unabhängig von anderen
konstruktiven Zwängen frei wählbar ist.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Armlehne eine auf der Armlehnensäule längsverstellbar angebrachte
Armauflage auf und die Armlehne ist mit einem vorzugsweise einteilig mit dem einen
Ende der Armlehnensäule verbundenen, multifunktionalen Verbindungselement
versehen, das die Armauflage trägt, sie bei ihrer Längsverstellung führt und sie in
ihrer jeweiligen Verstellposition festhält.
[0014] Als ganz besonders vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform der Erfindung erwiesen,
bei der das Verbindungselement einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist,
der zur Aufnahme und Führung der Armauflage dient. Sind an den U-Schenkeln des Verbindungselements,
vorzugsweise an den freien Enden dieser U-Schenkel, Führungsschienen angebracht, die
im Montagezustand in korrespondierende, an der Armauflage vorgesehene, vorzugsweise
an den Außenseite, insbesondere an den äußeren Längsseiten der Armauflage vorgesehene
Führungsnuten eingreifen, dann dient dies nicht nur zum Halten und Führen der Armauflage.
Zugleich kann dadurch auch auf konstruktiv einfache Art und Weise eine verlierfeste
Verbindung von Armauflage und Verbindungselement hergestellt werden.
[0015] Sind in einer Ausführungsform der Erfindung die Führungsnuten einseitig offen ausgeführt,
ist eine besonders einfache Montage der Armauflage an dem Verbindungselement möglich,
da die Armauflage mit ihren Führungsnuten dann lediglich auf die Führungsschienen
des Verbindungselements aufgeschoben werden muß. Vorzugsweise sind dann die Führungsnuten
auf der gegenüberliegenden Seite geschlossen ausgeführt, so daß das Aufschieben der
Armauflage nur von einer Seite und damit fehlersicher ausgeführt werden kann. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn zugleich eine Auszugssicherung vorgesehen ist, die verhindert,
daß die einmal montierte Armauflage unbeabsichtigt von dem Verbindungselement getrennt
wird.
[0016] In einer Ausführungsform der Erfindung ist hierzu in einem der offenen Endbereiche
wenigstens einer der Führungsnuten ein Richtgesperre ausgebildet, das ein Entfernen
des Verbindungselements aus den Führungsnuten bei einer Verfahrbewegung der Armauflage
in Längsrichtung verhindert. Hierzu weist das Richtgesperre einen vorzugsweise einteilig
mit der Armauflage ausgeführten, vorteilhafterweise selbstfedernden Sperrer auf, welcher
derart in die eine Führungsnut hineinragt, daß er bei der Erstmontage der Armauflage
aus der Führungsnut herausgedrückt wird und anschließend selbsttätig in seine die
Führungsnut in Gegenrichtung blockierende Ausgangsstellung zurückgeht. Auch hier sind
somit für die Bereitstellung der Auszugssicherung keine separaten Bauteile erforderlich.
[0017] Zur Ausbildung der Längsverstellung der Armauflage, d. h. einer Verstellung der Armauflage
in Längsrichtung der Armauflage, die üblicherweise der Stuhllängsrichtung entspricht,
weist das Verbindungselement eine vorzugsweise einteilig mit dem U-Grund verbundene
Rastnase auf, die im Montagezustand in an der Unterseite der Armauflage vorgesehene
Rastausnehmungen eingreifend ein Rastgesperre, vorzugsweise ein Schubrastgesperre
mit Reibungseingriff ausbildet. Die vorzugsweise selbstfedernde Rastnase dient dabei
als Rastsperrer und die Rastausnehmungen dienen als Rastnuten, die eine Anzahl von
in Längsrichtung der Armauflage angeordneten Raststellungen definieren. Bei dem sich
dadurch ergebenden beiderseitig kraftschlüssigem Gesperre entsteht in den Raststellungen
lediglich ein erhöhter Widerstand gegen die Bewegung, der durch eine entsprechend
erhöhte Kraft überwunden werden kann. Bei einer mit gleichmäßiger Kraft erfolgenden
Bewegung findet die Armauflage daher in den betreffenden Stellungen Ruhe- oder Raststellungen.
Die Rastnase ist dabei vorzugsweise derart gebildet, daß der U-Grund des Verbindungselements
an dieser Stelle eine in die entsprechende Richtung zeigende Auswölbung oder eine
andere geeignete Verformung aufweist, so daß ein zusätzliches, als Rastnase dienendes
Bauteil nicht benötigt wird.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Armauflage
einen Armauflagenträger und ein auf dem Armauflagenträger angeordnetes Armauflagenpolster.
Dabei überdeckt das Armauflagenpolster wenigstens eine Querseite des Armauflagenträgers
zumindest teilweise. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Armauflagenpolster an
wenigstens einer Querseite der Armauflage den Armauflagenträger bis zu dessen Unterkante
überdeckt. Überdeckt das Armauflagenpolster die in Längsrichtung gesehen vordere Querseite
der Armauflage, so ergibt sich ein gepolsterter und dadurch besonders griffiger Auflagebereich
für die Finger des Stuhlbenutzers. Dies ermöglicht eine sehr komfortable Längsverstellung
der Armauflage. Zudem ist dieser Auflagebereich in einem für eine Kraftübertragung
auf die Armauflage vorteilhaften Winkel positioniert, so daß für eine Längsverstellung,
ausgehend von der durch die vorderste Position der Armlehne definierte Ausgangsstellung
nach hinten, besonders wenig Kraft benötigt wird.
[0019] Die Griffigkeit und Handhabbarkeit der Armauflage, vor allem mit Blick auf die Längsverstellung
in die entgegengesetzte Richtung, wird erhöht, wenn das Armauflagenpolster den Armauflagenträger
auch an der gegenüberliegenden Querseite der Armauflage und/oder an den Längsseiten
der Armauflage soweit überdeckt, wie dies die Führungsnuten für das Verbindungselement
zulassen.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine äußere Seitenansicht einer Armlehne von links,
- Fig. 2
- eine in Blattebene (AA) geschnittene Seitenansicht der Armlehne von rechts (Vertikalschnitt
durch Armlehnensäule und Armauflage),
- Fig. 3
- eine entlang der Linie BB geschnittene Ansicht der Armlehne (Vertikalschnitt durch
Armlehnensäule und Armauflage),
- Fig. 4
- eine Prinzipskizze der Arbeitsweise der Riegelvorrichtung für die Höhenverstellung,
- Fig. 5
- eine entlang der Linie CC geschnittene Ansicht der Armlehne (Vertikalschnitt durch
die Armauflage) und
- Fig. 6
- eine entlang der Linie DD geschnittene Ansicht der Armlehne (Horizontalschnitt durch
die Armauflage).
[0021] Sämtliche Figuren zeigen die Erfindung nicht maßstabsgerecht, dabei lediglich schematisch
und nur mit ihren wesentlichen Bestandteilen. Gleiche Bezugszeichen entsprechen dabei
Elementen gleicher oder vergleichbarer Funktion.
[0022] Die Armlehne 1 für einen Bürostuhl ist aus vergleichsweise wenigen Bauteilen aufgebaut.
Die Armlehne 1 umfaßt u. a. einen Armlehnenträger 2, eine auf dem Armlehnenträger
2 höhenverschiebbar angeordnete, nach Art einer Hülse ausgebildete Armlehnensäule
3 und eine auf der Armlehnensäule
3 längsverstellbar angebrachte Armauflage 4. Ein an dem Vertikalschenkel 5 des Armlehnenträgers
2 angeformter Horizontalschenkel 6 dient zur Befestigung der Armlehne 1 an einen Unterbau
des Bürostuhles.
[0023] An dem oberen Ende der Armlehnensäule 3 ist ein Verbindungselement 7 einteilig angebracht.
Das Verbindungselement 7 trägt die Armauflage 4, führt die Armauflage 4 bei ihrer
Längsverstellung und hält sie in ihrer jeweiligen Verstellposition fest. Das Verbindungselement
7 weist einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, der zur Aufnahme und Führung
der Armauflage 4 dient. An den freien Enden der U-Schenkel 8 des Verbindungselements
7 sind Führungsschienen 9 angebracht, die im Montagezustand in korrespondierende,
an den äußeren Längsseiten 11 der Armauflage 4 vorgesehene Führungsnuten 12 eingreifen.
Die Führungsnuten 12 sind einseitig, nämlich in der mit der Stuhllängsrichtung identischen
Längsrichtung 13 der Armauflage 4 gesehen nach hinten offen ausgeführt. Zur Montage
der Armauflage 4 muß diese mit ihren Führungsnuten 12 lediglich auf die Führungsschienen
9 des Verbindungselements 7 aufgeschoben werden. Die Führungsnuten 12 sind auf der
gegenüberliegenden Seite, also nach vorn, geschlossen ausgeführt.
[0024] In beiden offenen Endbereichen 14 der Führungsnuten 12 ist ein Richtgesperre ausgebildet,
das ein Entfernen des Verbindungselements 7 aus den Führungsnuten 12 bei einer Verfahrbewegung
der Armauflage 4 in Längsrichtung 13 verhindert. Diese Auszugssicherung wird durch
in die Führungsnut 12 hineinragende Sperrer 15 ausgebildet, die bei der Erstmontage
der Armauflage 4 aus der Führungsnut 12 herausgedrückt werden und anschließend selbsttätig
in ihre
die Führungsnut 12 in Gegenrichtung blockierende Ausgangsstellung zurückkehren.
[0025] Zur Ausbildung der Verstellung der Armauflage 4 in Längsrichtung 13 weist das Verbindungselement
7 eine einteilig mit dem U-Grund 16 verbundene, durch eine Auswölbung des U-Grundes
16 definierte, selbstfedernde Rastnase 17 auf, die im Montagezustand in an der Unterseite
18 der Armauflage 4 vorgesehene Rastausnehmungen 19 eingreifend ein Schubrastgesperre
ausbildet. Die Rastausnehmungen 19 definieren eine Anzahl von in Längsrichtung 13
der Armauflage 4 angeordneten Raststellungen.
[0026] Die Armauflage 4 umfaßt einen Armauflagenträger 21 und ein auf dem Armauf lagenträger
21 angeordnetes Armauflagenpolster 22. Das Armauflagenpolster 22 überdeckt die in
Längsrichtung 13 gesehen vordere Querseite 23 der Armauflage 4 bis zu der Unterkante
24 des Armauflagenträgers 21.
[0027] Die Armlehnensäule 3 weist ein einteilig mit ihr verbundenes Betätigungselement 26
zum Ändern der Höhenposition der Armlehnensäule 3 auf. Das Betätigungselement 26 ist
in die Säulenvorderseite 27, anders ausgedrückt in die vordere Seitenfläche der Armlehnensäule
3 integriert. Das Betätigungselement 26 ist dabei als ein zweiarmiger Hebel ausgeführt,
der unter Ausbildung des in den Figuren symbolisch dargestellten Hebeldrehpunktes
28 mit benachbarten Seitenflächenpartien 29 der Armlehnensäule 3 verbunden ist. Die
Anbindung des Betätigungselements 26 an die Armlehnensäule 3 erfolgt einteilig über
zwei Materialstege 31 an sich an den Hebellängskanten 32 gegenüberliegenden Stellen.
Die Materialstege 31 sind in ihrer Materialstärke und Materialbeschaffenheit so ausgeführt,
daß sie ein Auslenken des Hebels 26 in einem ausreichenden Schwenkwinkel für eine
ausreichende Anzahl an Wiederholungen über die Lebensdauer der Armlehne 1 sicher ermöglichen.
[0028] Der obere, in Richtung der Armauflage 4 weisende Hebelarm 33 weist an seiner Außenseite
eine Oberflächenstrukturierung 34 in Gestalt einiger Rippen auf. Diese Strukturierung
34 dient einerseits zum blinden Ertasten der Betätigungsfläche 35 des Hebelarms 34.
Andererseits führt sie zu einer verbesserten Bedienbarkeit des Betätigungselements
26. Das Betätigungselement 26 ist derart in der Armlehnensäule 3 plaziert, daß die
Position des oberen Hebelarms 33 problemlos eine Einhandbedienung der Höhenverstellung
selbst mit einer auf der Armauflage 4 aufgelegten Hand ermöglicht.
[0029] Wird von einem Benutzer in einer senkrecht auf die Betätigungsfläche 34 zu weisenden
Betätigungsrichtung 36 Druck auf die Betätigungsfläche 34 des Betätigungselements
26 ) ausgeübt, schwenkt der obere Hebelarm 33 gegen den Druck eines lediglich symbolisch
dargestellten Federelements 37 nach innen, d. h. in das Innere der Armlehnensäule
3, wobei die Schwenkbewegung 39 durch einen ebenfalls nur symbolisch dargestellte
Anschlag 38 begrenzt wird.
[0030] Zur Höhenverstellung sind an dem Armlehnenträger 2 in Verschieberichtung 41 übereinander
angeordnete Ausnehmungen 42 vorgesehen, die zur Ausbildung eines mehrstelligen Gesperres
dienen, wobei die Ausnehmungen 42 in Richtung der Säulenvorderseite 27 geöffnet sind.
In eine dieser Ausnehmungen 42 greift ein an dem freien Ende des unteren Hebelarmes
43 angebrachter Riegel 44 ein. Schwenkt nun der obere Hebelarm 33 nach innen, so schwenkt
zugleich der untere
Hebelarm 43 nach außen, d. h. aus der Seitenfläche der Armlehnensäule 3 heraus. Dadurch
wird auch der Riegel 45 aus der jeweiligen Ausnehmung 42 herausgeschwenkt, das Gesperre
wird gelöst und eine Höhenverschiebung der Armlehnensäule 3 kann erfolgen. Wird das
Betätigungselement 26 nicht mehr betätigt, wird also kein Druck mehr auf die Betätigungsfläche
35 ausgeübt, greift der Riegel 44 erneut in eine entsprechende Ausnehmung 42 ein und
die Höhe der Armlehnensäule 3 wird festgestellt.
[0031] Die Hebelarme 33, 43 des Betätigungselements 26 sind unterschiedlich lang, wobei
die Hebellängen den Anforderungen an eine sichere und zuverlässige Betätigung der
Höhenverstellung angepaßt sind. Vorteilhaftweise ist der obere Hebelarm 33 kürzer
als der untere Hebelarm 43.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf eine ausschließlich längsverstellbare Armauflage beschränkt,
sondern ist grundsätzlich auch auf solche Armlehnen übertragbar, deren Armauflage
zusätzlich querverstellbar ist.
[0033] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln. als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Armlehne
- 2
- Armlehnenträger
- 3
- Armlehnensäule
- 4
- Armauflage
- 5
- Vertikalschenkel
- 6
- Horizontalschenkel
- 7
- Verbindungselement
- 8
- U-Schenkel
- 9
- Führungsschiene
- 10
- (frei)
- 11
- Armauflagenlängsseite
- 12
- Führungsnut
- 13
- Längsrichtung
- 14
- offener Endbereich
- 15
- Sperrer
- 16
- U-Grund
- 17
- Rastnase
- 18
- Armauflagenunterseite
- 19
- Rastausnehmung
- 20
- (frei)
- 21
- Armauflagenträger
- 22
- Armauflagenpolster
- 23
- vordere Querseite
- 24
- Unterkante
- 25
- (frei)
- 26
- Betätigungselement, Hebel
- 27
- Säulenvorderseite
- 28
- Hebeldrehpunkt
- 29
- Seitenflächepartie
- 30
- (frei)
- 31
- Materialsteg
- 32
- Hebellängskante
- 33
- oberer Hebelarm
- 34
- Oberflächenstruktur, Rippe
- 35
- Betätigungsfläche
- 36
- Betätigungsrichtung
- 37
- Federelement
- 38
- Anschlag
- 39
- Schwenkbewegung
- 40
- (frei)
- 41
- Verschieberichtung
- 42
- Ausnehmung
- 43
- unterer Hebelarm
- 44
- Riegel
1. Armlehne (1), insbesondere für einen Bürostuhl oder dergleichen, mit einem Armlehnenträger
(2), mit einer auf dem Armlehnenträger (2) höhenverschiebbaren Armlehnensäule (3),
die ein vorzugsweise mit ihr verbundenes Betätigungselement (26) zum Ändern der Höhenposition
der Armlehnensäule (3) aufweist, wobei eine auf der Armlehnensäule (3) längsverstellbar
angebrachte Armauflage (4) vorgesehen ist, wobei an dem einen Ende der Armlehnensäule
(3) ein die Armauflage (4) tragendes, die Armauflage (4) bei ihrer Längsverstellung
führendes und die Armauflage (4) in ihrer jeweiligen Verstellposition festhaltendes
Verbindungselement (7) einteilig angebracht ist.
2. Armlehne (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (26) als vorzugsweise integraler Teil einer der Seitenflächen
(27) der Armlehnensäule (3) ausgeführt ist.
3. Armlehne (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (26) ein zweiarmiger Hebel ist, der unter Ausbildung des Hebeldrehpunktes
(28) mit benachbarten Seitenflächenpartien (29) an zwei sich an den Hebellängskanten
(32) gegenüberliegenden Stellen vorzugsweise einteilig über Materialstege (31) verbunden
ist.
4. Armlehne (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an einem oberen Hebelarm (33) des Betätigungselements (26) eine Betätigungsfläche
(35) und an einem unteren Hebelarm (43) des Betätigungselements (26) ein Riegel (44)
vorgesehen ist, welcher Riegel (44) bei einer Betätigung der Betätigungsfläche (34)
aus einer Ausnehmung (42) eines mehrstelligen Gesperres herausfährt und die Höhenverstellung
freigibt.
5. Armlehne (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (7) einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist,
der zur Aufnahme und Führung der Armauflage (4) dient.
6. Armlehne (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den U-Schenkeln (8) des Verbindungselements (7) Führungsschienen (9) angebracht
sind, die im Montagezustand in korrespondierende, an der Armauflage (4) vorgesehene
Führungsnuten (12) eingreifen.
7. Armlehne (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten (12) einseitig offen ausgeführt sind, wobei in einem der offenen
Endbereiche (14) wenigstens einer der Führungsnuten (12) ein Richtgesperre ausgebildet
ist.
8. Armlehne (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (7) eine vorzugsweise einteilig mit dem U-Grund (16) verbundene
Rastnase (17) aufweist, die im Montagezustand in an der Unterseite (18) der Armauflage
(4) vorgesehene, eine Anzahl von in Längsrichtung (13) angeordnete Raststellungen
definierende Rastausnehmungen (19) eingreifend ein Rastgesperre ausbildet.
9. Armlehne (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Armauflage (4) einen Armauflagenträger (21) und ein auf dem Armauflagenträger
(21) angeordnetes Armauflagenpolster (22) umfaßt, wobei das Armauflagenpolster (22)
wenigstens eine Querseite (23) des Armauflagenträgers (21) zumindest teilweise überdeckt.