I. Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rahmenelement für einen Spannrahmen zum Aufspannen
eines flächigen Materials wie beispielsweise einer in der Kunstmalerei verwendeten
Leinwand.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Ein Spannrahmen zum Aufspannen eines flächigen Materials wie einer Leinwand ist insbesondere
aus der
DE 103 12 637 A1 bekannt. In der dortigen Fig.
6 ist ein Rahmenelement
11 mit einer Fixieraussparung
81 und einer Nut
111 gezeigt. Die Leinwand
5 wird mit Hilfe des Einsteckteils
82 des Stützelements
91 reibschlüssig in der Fixieraussparung
81 fixiert. Wie in Absatz
[0079] offenbart können bei dem bekannten Spannrahmen das Stützelement
91 und das Einspannteil
92 abweichend von Fig.
6 auch als einheitliches Bauteil integral miteinander verbunden sein. Dieses einheitliche
Bauteil
91, 92 wirkt dann wie eine von dem Rahmenelement
11 separat vorgesehene Feder und drückt die Leinwand
5 in die Nut
111.
[0003] Besonders vorteilhaft ist es bei der Variante gemäß Fig.
6, dass das Fixieren der Leinwand
5 an einem Ende des in der Art einer Feder wirkenden Stützelements
91 und das Spannen der Leinwand
5 an dem anderen Ende des in der Art einer Feder wirkenden Stützelements
91 stattfindet. Dadurch wird eine erleichterte Handhabung beim Spannen und Fixieren
der Leinwand
5 erreicht. Eine derartige Erleichterung ist beispielsweise bei der in Fig.
5 der
DE 103 12 637 A1 gezeigten Variante nicht gegeben. Dort findet sowohl das Spannen als auch das Fixieren
der Leinwand
5 mit Hilfe des Befestigungselements
6 an demselben Ende, dem oberen Ende, des Gegenhalteelements
7 statt, was zu einer komplizierteren Handhabung führt.
[0004] Bei dem bekannten Spannrahmen gemäß Fig.
6 der
DE 103 12 637 A1 ist es jedoch nachteilig, dass das Stützelement
91 und das Einspannteil
92 aus dem Rahmenelement
11 hervorstehen. Beim Tragen oder sonstigen Handhaben des bekannten mit Leinwand
5 bespannten Spannrahmens kommt es immer wieder vor, dass insbesondere das Stützelement
91 unvorsichtig berührt und dadurch gelöst wird. Dies erfordert, dass die Leinwand
5 im Bereich der gelösten Stützelemente
91 wieder gespannt und die Einsteckteile
92 der entsprechenden Stützelemente
91 wieder in die für sie vorgesehenen Fixieraussparungen des Rahmenelements
11 gesteckt werden müssen. Dieser Aufwand ist naturgemäß unerwünscht.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Rahmenelement für einen
Spannrahmen zum Aufspannen eines flächigen Materials wie beispielsweise einer in der
Kunstmalerei verwendeten Leinwand zu schaffen, welches gewährleistet, dass unter Beibehaltung
der erleichterten Handhabung beim Spannen und Fixieren des flächigen Materials die
die Spannung des flächigen Materials bewirkenden und separat von dem Rahmenelement
vorgesehenen Federn nicht durch unvorsichtige Handhabung des aus mehreren Rahmenelementen
zusammengesetzten Spannrahmens gelöst werden können.
b) Lösung der Aufgabe
[0006] Diese Aufgabe wird mittels eines Rahmenelements mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Rahmenelement für einen Spannrahmen zum Aufspannen eines
flächigen Materials wie beispielsweise einer in der Kunstmalerei verwendeten Leinwand
vorgeschlagen, welches einen Spannhohlraum zum Spannen des flächigen Materials und
eine Fixiereinrichtung zum Fixieren des flächigen Materials an dem Rahmenelement aufweist.
Dabei ist das flächige Material mittels eines Fixierendes einer separat von dem Rahmenelement
vorgesehenen Feder an der Fixiereinrichtung festklemmbar. Das Fixierende der Feder
wirkt derart mit der Fixiereinrichtung zusammen, dass das fixierte flächige Material
mittels eines dem Fixierende gegenüberliegenden Spannendes der Feder in den Spannhohlraum
vorspannbar ist. Die Fixiereinrichtung ist in dem Spannhohlraum angeordnet und der
Spannhohlraum ist derart bemessen, dass die Feder samt ihrem Fixierende und ihrem
Spannende vollständig in dem Spannhohlraum des Rahmenelements aufnehmbar ist.
[0008] Dadurch, dass die separate Feder vollständig in dem Spannhohlraum des Rahmenelements
aufnehmbar ist, ragt sie nicht mehr aus dem Profil des Rahmenelements heraus und kann
daher nicht mehr durch unvorsichtige Handhabung berührt und gelöst werden. Die Feder
ist vollständig im Inneren des Profils des Rahmenelements angeordnet. Vorteilhaft
ist außerdem, dass das erfindungsgemäße Rahmenelement keine elastischen Elemente oder
Bereiche aufweisen muss, sondern in sich vollkommen starr ausgebildet werden kann,
was die Herstellung des Rahmenelements vereinfacht. Die erforderliche Elastizität
wird von der separaten Feder mitgebracht, die zum Spannen des flächigen Materials
an dem Rahmenelement montiert wird.
[0009] Das erfindungsgemäße Rahmenelement kann nicht nur zur Herstellung von Spannrahmen
für den Künstlerbedarf verwendet werden, sondern überall dort, wo flächige Materialien
auf Rahmen aufgespannt werden. Beispielsweise ist insbesondere die Verwendung im Rahmen
des Messebaus denkbar, wo häufig zur Herstellung von Trenn- oder Präsentationswänden
flächige Materialien auf Rahmen aufgezogen werden.
[0010] Bei der in dem Spannhohlraum angeordneten Fixiereinrichtung kann es sich beispielsweise
um eine Fixieraussparung handeln, in welche das Fixierende der Feder zum Fixieren
des flächigen Materials einsetzbar ist. Dabei weist die Fixieraussparung eine Öffnung
auf, durch welche hindurch sie in den verbleibenden Spannhohlraum mündet. Im Falle
der Ausbildung der Fixiereinrichtung als Fixieraussparung ist die Feder samt ihrem
Fixierende und ihrem Spannende vollständig in dem von der Fixieraussparung und dem
verbleibenden Spannhohlraum gebildeten Raum aufnehmbar. Sie befindet sich vollständig
innerhalb des Rahmenelements und steht nicht aus diesem hervor.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, die Fixieraussparung als Drehlager zur begrenzt drehbaren
Aufnahme des Fixierendes der Feder auszubilden. Dabei ist ein Anschlag bzw. eine Anschlagfläche
in der Fixieraussparung angeordnet, wodurch die Drehbewegbarkeit des Fixierendes der
Feder in derjenigen Drehrichtung begrenzt wird, in welche das Spannende der Feder
durch Drehen des Fixierendes entgegen einer Spannrichtung zum Spannen des flächigen
Materials bewegbar ist. Die Anschlagfläche kann in die Fixieraussparung hineinragen
oder von einer ohnehin vorhandenen Begrenzungswandung der Fixieraussparung gebildet
werden.
[0012] Das gespannte flächige Material trachtet danach, die Feder entgegen der vorgenannten
Spannrichtung um ihr Fixierende zu drehen. Eine solche Drehung ist nur solange möglich,
bis das Fixierende von der Anschlagfläche gestoppt wird. Ab diesem Moment wird die
Feder aufgrund ihrer Eigenelastizität durch die Vorspannung des flächigen Materials
gebogen. Sobald sich die Rückstellkraft der Feder im Gleichgewicht mit der von der
Vorspannung des flächigen Materials auf die Feder ausgeübten Kraft befindet, ist ein
stabiler Zustand erreicht und die von der Feder erzeugte Rückstellkraft hält das flächige
Material dauerhaft in Spannung. Dabei wird es in den Spannhohlraum des Rahmenelements
hereingezogen.
[0013] Vorteilhaft ist es, die Öffnung der Fixieraussparung mit einer lichten Öffnungsweite
zu versehen, die kleiner als eine Breite des Fixierendes der Feder ist. Eine Feder
mit in Richtung ihrer Breite elastisch ausgebildetem Fixierende ist dann formschlüssig
in die Fixieraussparung einrastbar. Beim Einführen in die Fixieraussparung verjüngt
sich das Fixierende zunächst auf die lichte Öffnungsweite der Öffnung bevor es sich
nach dem Durchdringen der Öffnung wieder aufweitet.
[0014] Zum abschnittsweisen Führen des flächigen Materials von dem Fixierende in Richtung
des Spannendes der Feder kann auf einer Seite der Öffnung der Fixieraussparung eine
Führungsfläche ausgebildet werden, an welcher das flächige Material abschnittsweise
anliegen kann. Dabei verläuft die Führungsfläche vorzugsweise teilweise innerhalb
sowie teilweise außerhalb der Fixieraussparung. Hierbei ist es vorteilhaft, die Anschlagfläche
zum Begrenzen der Drehbewegbarkeit des Fixierendes der Feder in die Fixieraussparung
hineinragen zu lassen und auf der Rückseite des innerhalb der Fixieraussparung verlaufenden
Abschnitts der Führungsfläche anzuordnen.
[0015] Die Haltekraft, welche das flächige Material in der Fixieraussparung hält, ergibt
sich aus der Haftreibung, die durch die Klemmung des flächigen Materials zwischen
dem Fixierende der Feder einerseits und der Innenwandung der Fixieraussparung andererseits
bewirkt wird. Um einen zusätzlichen Widerstand des in der Fixieraussparung geklemmten
flächigen Materials gegen ein Herausziehen aus der Fixieraussparung zu erzeugen, können
an der Innenwand der Fixieraussparung Widerhaken für den Eingriff in das flächige
Material angeordnet werden.
[0016] Der Querschnitt der Fixieraussparung kann verschiedene Formen annehmen. Je nachdem,
welche Querschnittsgeometrie gewählt wird, kommen Federn mit entsprechend angepasster
Geometrie ihrer Fixierenden zum Einsatz. Denkbar ist beispielsweise, dass der Querschnitt
der Fixieraussparung im Wesentlichen eine Kreisform, im Wesentlichen die Form eines
¼-Kreisringes oder im Wesentlichen eine längliche geradlinige Form aufweist. Grundsätzlich
denkbar sind auch hiervon abweichende Formen.
[0017] Als Alternative zu der Gestaltung der Fixiereinrichtung als Fixieraussparung besteht
die Möglichkeit, die Fixiereinrichtung im Rahmen der vorliegenden Erfindung als in
den Spannhohlraum hineinragenden Fixiervorsprung auszubilden, auf welchen das Fixierende
der Feder zum Fixieren des flächigen Materials durch Verklemmen zwischen dem Fixiervorsprung
und dem Fixierende aufsetzbar ist.
[0018] Das erfindungsgemäße Rahmenelement wird vorzugsweise als stranggepresste Aluminiumprofilleiste
hergestellt. Das vergleichsweise geringe Gewicht von Aluminium führt dazu, dass dieses
Material für Spannrahmen im Bereich der Kunstmalerei gut geeignet ist.
[0019] Das erfindungsgemäße Rahmenelement kann so ausgebildet werden, dass vier zusammengesetzte
Rahmenelemente einen Spannrahmen bilden. Bei Bedarf können zwei Versteifungsstreben
zur Stabilisierung des fertigen Spannrahmens verwendet werden. Das flächige Material
kann dann mit Hilfe mehrerer Federn unmittelbar aufgespannt werden.
[0020] Denkbar ist jedoch auch, das erfindungsgemäße Rahmenelement als an einem herkömmlichen
Holzrahmen befestigbare Spanneinrichtung auszugestalten, so dass vier erfindungsgemäße
Rahmenelemente auf der Rückseite eines ggf. bereits mit zwei Versteifungsstreben stabilisierten
Holzrahmens befestigt werden können.
c) Ausführungsbeispiele
[0021] Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Rahmenelements
in Kombination mit verschiedenen Federn beispielhaft anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rahmenelements
mit einer ersten Feder und einer Versteifungsstrebe,
- Fig. 2:
- das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rahmenelements mit
einer zweiten Feder und einer Versteifungsstrebe,
- Fig. 3:
- einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rahmenelements
mit einer dritten Feder,
- Fig. 4:
- einen Querschnitt eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rahmenelements
mit einer vierten Feder,
- Fig. 5:
- einen Querschnitt eines vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rahmenelements
mit einer fünften Feder, und
- Fig. 6:
- zwei in einem fertigen Spannrahmen gegenüberliegend verlaufende Rahmenelemente gemäß
dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 mit jeweils der ersten Feder und zwischen ihnen angeordneter Versteifungsstrebe.
[0022] Fig.
1 zeigt den Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Rahmenelements
1. Es handelt sich um eine stranggepresste Aluminiumprofilleiste, die sich mit ihrer
Längsrichtung in Blickrichtung der Fig.
1 erstreckt. Vier dieser Rahmenelemente
1 können wie in Fig. 1 der
DE 103 12 637 A1 gezeigt zu einem fertigen quadratischen oder rechteckigen Spannrahmen zusammengesetzt
werden, der hier nicht gezeigt ist.
[0023] Die in Fig.
1 der vorliegenden Anmeldung teilweise dargestellte Versteifungsstrebe
14 entspricht einer der beiden in Fig.
1 der
DE 103 12 637 A1 gezeigten Versteifungsstreben
3 und
4. Die Versteifungsstrebe
14 ist vorzugsweise ebenso als stranggepresste Aluminiumprofilleiste hergestellt und
greift in eine an dem Rahmenelement
1 vorgesehene Strebenaufnahme
15 ein. Das Rahmenelement
1 weist eine weitere Strebenaufnahme
16 auf, die bei dem konkret in Fig.
1 gezeigten Rahmenelement
1 nicht gebraucht wird. Die Strebenaufnahme
16 dient bei zwei anderen Rahmenelementen desselben Spannrahmens zur Aufnahme der hier
nicht gezeigten Versteifungsstrebe, die senkrecht zu der in Fig.
1 gezeigten Versteifungsstrebe
14 verläuft.
[0024] Das Rahmenelement
1 weist einen Spannhohlraum
2 auf, der in Fig.
1 durch eine Strichlinie
17 gekennzeichnet ist und bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen eine
Rechteckform aufweist. Der Spannhohlraum
2 wird von den Profilwänden
18, 19 und
20 sowie einem Teil der Fixiereinrichtung
10 begrenzt. Auf seiner in Fig.
1 linken Seite ist der Spannhohlraum
2 offen, so dass er von dieser Seite aus zugänglich ist.
[0025] In Verlängerung der Profilwand
18 nach rechts ist eine weitere Profilwand
21 vorhanden. Das linke Ende der Profilwand
18 ist mit einer Verdickung
22 und das rechte Ende der Profilwand
21 mit einer Verdickung
23 versehen. Wie in Fig.
1 zu erkennen, dienen die Verdickung
23, die Profilwand
21, die Profilwand
18 und die Verdickung
22 der Führung des flächigen Materials
5 in Form einer Leinwand, die durch eine gepunktete Linie dargestellt ist.
[0026] In dem Spannhohlraum
2 befindet sich eine Vielzahl von Federn
4, wobei in der Querschnittsdarstellung gemäß Fig.
1 nur eine Feder
4 gezeigt ist. Die Feder
4 beaufschlagt die Leinwand
5 in dem Spannhohlraum
2 in einer Spannrichtung SR mit einer Spannkraft SK. Dabei drückt ein hakenförmig gebogenes
Spannende
7 der Feder
4 in der Spannrichtung SR gegen die Leinwand
5. Die Feder
4 ist mit einem dem Spannende
7 gegenüberliegenden Fixierende
6 an der Fixiereinrichtung
10 fixiert.
[0027] Die Fixiereinrichtung
10 besteht bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer im Querschnitt im Wesentlichen
kreisförmigen Fixieraussparung
3. Zum Fixieren der Leinwand
5 in der Fixieraussparung
3 wird ein Abschnitt der Leinwand
5 zunächst durch eine Öffnung
9 in die Fixieraussparung
3 eingebracht. Dann wird das Fixierende
6 der Feder
4 durch die Öffnung
9 gedrückt. Anschließend kann das freie Ende
24 der Leinwand
5 in Fig.
1 nach links gezogen werden bis sich das Spannende
7 der Feder
4 entgegen der eingezeichneten Spannrichtung SR bewegt. In diesem Zustand ist die Feder
4 schließlich gespannt und drückt in Fig.
1 im Wesentlichen von links oben in Spannrichtung SR auf die Leinwand
5. Dabei liegt die Leinwand
5 nicht an der Profilwand
19 an, so dass die Leinwand
5 unter mechanischer Spannung steht.
[0028] In ihrem gespannten Zustand trachtet die Leinwand
5 danach, das Spannende
7 der Feder
4 entgegen der Spannrichtung SR zu bewegen. Diese Bewegung des Spannendes
7 hätte eine Drehbewegung der Feder
4 um das Fixierende
6 im Gegenuhrzeigersinn zur Folge. Eine solche Drehbewegung lässt die bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel als Drehlager ausgebildete Fixieraussparung
3 nur in begrenztem Umfang zu.
[0029] Wie in Fig.
1 gezeigt ist das Fixierende
6 der Feder
4 in der Art eines Hakens etwa halbkreisförmig gebogen. Eine Anschlagfläche
8 ragt im Wesentlichen radial in die kreisförmige Fixieraussparung
3 hinein. Sobald das freie Ende des hakenförmigen Fixierendes
6 an der Anschlagfläche
8 anliegt, wird die Drehbewegung der Feder
4 im Gegenuhrzeigersinn unterbunden und die Feder
4 wird durch Biegen im Gegenuhrzeigersinn gespannt. Ihre Rückstellkraft wirkt dann
in der Spannrichtung SR auf die Leinwand
5. Des Weiteren drückt in diesem Zustand das Fixierende
6 einen Abschnitt der in der Fixieraussparung
3 befindlichen Leinwand
5 gegen die kreisförmig gewölbte Innenwand der Fixieraussparung
3. Dadurch wird dieser Abschnitt der Leinwand
5 zwischen dem Fixierende
6 und der Innenwand der Fixieraussparung
3 ein- bzw. festgeklemmt. Eine zusätzliche Klemmung der Leinwand
5 erfolgt außerdem zwischen dem freien Ende des Fixierendes
6 und der Anschlagfläche
8. Die Leinwand
5 wird somit reibschlüssig aufgrund der Haftreibung zwischen der Leinwand
5 und dem Fixierende
6 einerseits sowie der Leinwand
5 und der Innenwand der Fixieraussparung
3 andererseits in der Fixieraussparung
3 gehalten.
[0030] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist auf der in Fig.
1 rechten Seite der Öffnung
9 eine Führungsfläche
11 angeordnet. Auf dieser Führungsfläche
11 kann die Leinwand
5 abschnittsweise anliegen, wodurch sie aus der Fixieraussparung
3 herausgeführt wird. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft ein größerer Teil
der Führungsfläche
11 außerhalb der Fixieraussparung
3 und ein kleinerer Teil der Führungsfläche
11 innerhalb der Fixieraussparung
3. Genau auf der Rückseite des innerhalb der Fixieraussparung
3 verlaufenden Teils der Führungsfläche
11 befindet sich die Anschlagfläche
8.
[0031] Wie in Fig.
1 zu erkennen ist, befindet sich die separat von dem Rahmenelement
1 vorgesehene Feder
4 samt ihrem Spannende
7 und ihrem Fixierende
6 vollständig in dem Spannhohlraum
2. Kein Bestandteil der Feder
4 ragt in ihrem an dem Rahmenelement
1 montiertem Zustand nach links über die Strichlinie
17 hinaus aus dem Spannhohlraum
2 heraus. Die Gefahr, dass durch die Handhabung eines aus mehreren erfindungsgemäßen
Rahmenelementen
1 zusammengesetzten Spannrahmens, auf den eine Leinwand
5 aufgespannt ist, eine oder mehrere der Federn
4 gelöst werden, ist erheblich reduziert. Aufwändiges und lästiges Wiedereinsetzen
gelöster Federn wie im Stand der Technik erübrigt sich daher.
[0032] Fig.
2 zeigt dasselbe Ausführungsbeispiel des Rahmenelements
1 wie Fig.
1. Allerdings kommt hier eine andersartig geformte Feder
4 zum Einsatz. Der größte Teil des Federquerschnitts gemäß Fig.
2 verläuft gewölbt. Während das Fixierende
7 der in Fig.
1 gezeigten Feder hakenförmig gekrümmt ist, endet das Spannenende
7 der Feder
4 gemäß Fig.
2 ohne hakenförmige Krümmung. Der Übergang des Federkörpers in das Fixierende
6 erfolgt in Fig.
2 mittels einer Übergangskante
25. Das Fixierende
6 ist auch in Fig.
2 in etwa mit einem halbkreisförmigen Querschnitt ausgebildet. Das Zusammenwirken der
in Fig.
2 gezeigten Feder
4 mit dem erfindungsgemäßen Rahmenelement
1 erfolgt in derselben Weise wie sie voranstehend in Zusammenhang mit der Fig.
1 beschrieben wurde.
[0033] Fig.
3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Querschnitts des erfindungsgemäßen Rahmenelements
1. Es unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig.
1 und
2 durch eine abweichende Gestaltung der Fixiereinrichtung
10. Die Fixiereinrichtung
10 weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine Fixieraussparung
3 mit einem Querschnitt in Form eines ¼-Kreisringes auf. An gegenüberliegenden Begrenzungswandungen
der Fixieraussparung
3 sind Widerhaken
12 angeordnet, welche in die Leinwand
5 eingreifen und dadurch eine formschlüssige Sicherung der Leinwand
5 in der Fixieraussparung
3 gegen Herausziehen ermöglichen.
[0034] Das Fixierende
6 der Feder
4 gemäß Fig.
3 ist flacher gekrümmt als die in den Fig.
1 und
2 gezeigten Fixierenden
6 und folgt in seinem Krümmungsverlauf in etwa der Querschnittsform der Fixieraussparung
3. Wenn das freie Ende des Fixierendes
6 die eine Begrenzungswandung der Fixieraussparung
3 bildende Endfläche
26 erreicht, wirkt die Endfläche
26 wie die Anschlagfläche
8 in Fig.
1 als Anschlag zur Begrenzung der Drehbewegung der Feder
4.
[0035] Das Spannende
7 der Feder
4 ist geringfügig gebogen und der Querschnitt des Federkörpers verläuft im Übrigen
geradlinig. Wie in Fig.
3 zu erkennen ist, kann die Leinwand
5 dadurch flächig an der Feder
4 anliegen. Die grundsätzliche Funktionsweise des Ausführungsbeispiels gemäß Fig.
3 ist im Übrigen dieselbe wie sie in Zusammenhang mit Fig.
1 beschrieben wurde.
[0036] Fig.
4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Querschnitts des erfindungsgemäßen Rahmenelements
1. Es unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig.
1-3 durch eine abweichende Gestaltung der Fixiereinrichtung
10. Die Fixiereinrichtung
10 ist hier in Form einer Fixieraussparung
3 mit einem länglichen geradlinigen Querschnitt ausgebildet, der einen linken Hinterschneidungsbereich
27 und einen rechten Hinterschneidungsbereich
28 aufweist.
[0037] Der Querschnitt des Fixierendes
6 der Feder
4 ist bei dem in Fig.
4 gezeigten Ausführungsbeispiel in der Art eines auf dem Kopf stehenden großen T ausgebildet.
Das in die Fixieraussparung
3 eingeführte Fixierende
6 hintergreift mit seinem in Fig.
4 horizontal verlaufenden T-Steg die Hinterschneidungsbereiche
27 und
28. Im gespannten Zustand der Leinwand
5 stellt sich eine geringfügige Verkantung des T-Stegs in der Fixieraussparung
3 derart ein, dass der in Fig.
4 linke Bereich des T-Stegs an der unteren Begrenzungswand der Fixieraussparung
3 anliegt und der in Fig.
4 rechte Bereich des T-Stegs an der oberen Begrenzungswand des Hinterschneidungsbereichs
28 anliegt. Dadurch ergibt sich eine leicht im Gegenuhrzeigersinn geneigte Kippstellung
der Feder
4.
[0038] Abweichend von den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig.
1-3 ermöglicht die Geometrie der Fixieraussparung
3 gemäß Fig.
4 keine drehlagerartige Funktionalität. Ein Drehen der Feder
4 um ihr Fixierende
6 ist nur im Umfang der voranstehend erläuterten Verkantung des T-Stegs in der Fixieraussparung
3 möglich.
[0039] Im Vergleich zu der in Fig.
2 gezeigten Feder ist der in Fig.
4 gezeigte Federkörper zunächst flacher gekrümmt und läuft schließlich an seinem Spannende
7 mit einer stärkeren Krümmung aus. Mit Ausnahme der voranstehend genannten Unterschiede
ist die grundsätzliche Funktionsweise des Ausführungsbeispiels gemäß Fig.
4 dieselbe wie sie in Zusammenhang mit Fig.
1 beschrieben wurde.
[0040] Fig.
5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Querschnitts des erfindungsgemäßen Rahmenelements
1. Es unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig.
1-4 durch eine abweichende Gestaltung der Fixiereinrichtung
10. Anstelle einer Fixieraussparung wie in den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig.
1-4 ist hier ein Fixiervorsprung
13 vorgesehen, der unter einem Neigungswinkel aus der Profilwand
20 hervorsteht. Der Fixiervorsprung
13 ragt als Leiste aus der Profilwand
20 heraus, die an ihrem in Fig.
5 oberen, freien Ende eine im Querschnitt etwa kreisförmige Verdickung
29 aufweist, die einer nicht zu scharfkantigen Führung der Leinwand
5 um das freie Ende des leistenförmigen Fixiervorsprungs
13 dient.
[0041] Das Fixierende
6 der Feder
4 ist in Fig.
5 in der Art einer Negativform des Fixiervorsprungs
13 ausgebildet. Das Fixierende
6 weist einen Federhohlraum
30 auf, mit welchem das Fixierende
6 auf den Fixiervorsprung
13 gesteckt wird. Die Klemmung der Leinwand
5 erfolgt zwischen dem Fixiervorsprung
13 und der Innenwand des Federhohlraums
30 in dem Fixierende
6.
[0042] Die Feder
4 gemäß Fig.
5 ist mit Ausnahme ihres Fixierendes
6 ähnlich wie diejenige gemäß Fig.
3 gestaltet. Der Federkörper weist einen geradlinigen Verlauf auf, endet in Fig.
5 an dem Spannende
7 jedoch mit einer deutlich stärkeren Krümmung um etwa
90°. Die grundsätzliche Funktionsweise des Rahmenelements gemäß Fig.
5 ist dieselbe wie sie in Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurde, jedoch mit der
Ausnahme, dass in Fig.
5 ebenso wie in Fig.
4 keine drehlagerartige Funktionalität der Fixiereinrichtung
10 gegeben ist.
[0043] Fig.
6 zeigt die Querschnitte zweier erfindungsgemäßer Rahmenelemente
1, von denen jedes dem Rahmenelement
1 gemäß Fig.
1 entspricht. Fig.
6 stellt einen Querschnitt eines aus vier erfindungsgemäßen Rahmenelementen bestehenden
Spannrahmens dar, wobei die Querschnitte zweier gegenüberliegender Rahmenelemente
1 des Spannrahmens mit verkürzt dargestellter Versteifungsstrebe
14 gezeigt sind.
[0044] Wenn das erfindungsgemäße Rahmenelement
1 als an einem herkömmlichen Holzrahmen befestigbare Spanneinrichtung ausgestaltet
werden soll, so braucht sie lediglich die Fixiereinrichtung
10, die Profilwand
18 mit der Verdickung
22 sowie die Profilwände
19 und
20 auf (vgl. Fig.
1) aufzuweisen. Die Profilwand
21 mit deren Verdickung
23 sowie die Strebenaufnahmen
15 und
16 sind nicht erforderlich. Diese Spanneinrichtung kann mit ihrer Profilwand
19 an der Rückseite des Holzrahmens befestigt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Rahmenelement |
19 |
Profilwand |
| 2 |
Spannhohlraum |
20 |
Profilwand |
| 3 |
Fixieraussparung |
21 |
Profilwand |
| 4 |
Feder |
22 |
Verdickung |
| 5 |
flächiges Material, Leinwand |
23 |
Verdickung |
| 6 |
Fixierende |
24 |
freies Ende der Leinwand 5 |
| 7 |
Spannende |
25 |
Übergangskante |
| 8 |
Anschlagfläche |
26 |
Endfläche, Anschlagfläche |
| 9 |
Öffnung |
27 |
Hinterschneidungsbereich |
| 10 |
Fixiereinrichtung |
28 |
Hinterschneidungsbereich |
| 11 |
Führungsfläche |
29 |
Verdickung |
| 12 |
Widerhaken |
30 |
Federhohlraum |
| 13 |
Fixiervorsprung |
|
|
| 14 |
Versteifungsstrebe |
|
|
| 15 |
Strebenaufnahme |
|
|
| 16 |
Strebenaufnahme |
SR |
Spannrichtung |
| 17 |
Strichlinie |
SK |
Spannkraft |
| 18 |
Profilwand |
|
|
1. Rahmenelement (1) für einen Spannrahmen zum Aufspannen eines flächigen Materials (5), wobei das Rahmenelement (1) einen Spannhohlraum (2) zum Spannen des flächigen Materials (5) und eine Fixiereinrichtung (10) zum Fixieren des flächigen Materials (5) an dem Rahmenelement (1) aufweist, wobei das flächige Material (5) mittels eines Fixierendes (6) einer Feder (4) an der Fixiereinrichtung (10) festklemmbar ist und das Fixierende (6) derart mit der Fixiereinrichtung (3) zusammenwirkt, dass das fixierte flächige Material (5) mittels eines Spannendes (7) der Feder (4) in den Spannhohlraum (2) vorspannbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixiereinrichtung (10) in dem Spannhohlraum (2) angeordnet und der Spannhohlraum (2) derart bemessen ist, dass die Feder (4) samt ihrem Fixierende (6) und ihrem Spannende (7) vollständig in dem Spannhohlraum (2) aufnehmbar ist.
2. Rahmenelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixiereinrichtung (10) eine Fixieraussparung (3) aufweist, in welche das Fixierende (6) der Feder (4) zum Fixieren des flächigen Materials (5) einsetzbar ist, wobei die Fixieraussparung (3) eine Öffnung (9) aufweist, durch welche hindurch die Fixieraussparung (3) in den verbleibenden Spannhohlraum (2) mündet, und die Feder (4) samt ihrem Fixierende (6) und ihrem Spannende (7) vollständig in dem von der Fixieraussparung (3) und dem verbleibenden Spannhohlraum (2) definierten Raum aufnehmbar ist.
3. Rahmenelement (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixieraussparung (3) als Drehlager zur drehbaren Aufnahme des Fixierendes (6) ausgebildet ist und in der Fixieraussparung (3) eine Anschlagfläche (8, 26) angeordnet ist, welche die Drehbewegbarkeit des Fixierendes (6) in derjenigen Drehrichtung begrenzt, in welcher das Spannende (7) durch Drehen des Fixierendes (6) entgegen einer Spannrichtung (SR) bewegbar ist.
4. Rahmenelement (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung (9) eine lichte Öffnungsweite aufweist, die kleiner als eine Breite des Fixierendes (6) ist, so dass ein elastisches Fixierende (6) in die Fixieraussparung (3) einrastbar ist.
5. Rahmenelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf einer Seite der Öffnung (9) eine Führungsfläche (11) zum abschnittsweisen Führen des flächigen Materials (5) durch die Öffnung (9) angeordnet ist.
6. Rahmenelement (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsfläche (11) teilweise innerhalb und teilweise außerhalb der Fixieraussparung (3) verläuft.
7. Rahmenelement (1) nach Anspruch 6 in Verbindung mit Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlagfläche (8) auf der Rückseite des innerhalb der Fixieraussparung (3) verlaufenden Abschnitts der Führungsfläche (11) liegt.
8. Rahmenelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Fixieraussparung (3) Widerhaken (12) für den Eingriff in das flächige Material (5) angeordnet sind.
9. Rahmenelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixieraussparung (3) im Querschnitt im Wesentlichen eine Kreisform aufweist.
10. Rahmenelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixieraussparung (3) im Querschnitt im Wesentlichen die Form eines ¼-Kreisringes aufweist.
11. Rahmenelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixieraussparung (3) im Querschnitt im Wesentlichen eine längliche geradlinige Form aufweist.
12. Rahmenelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixiereinrichtung (10) einen in den Spannhohlraum (2) hineinragenden Fixiervorsprung (13) aufweist, auf welchen das Fixierende (6) der Feder (4) zum Fixieren des flächigen Materials (5) aufsetzbar ist.
13. Rahmenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
es als stranggepresste Aluminiumprofilleiste ausgebildet ist.