[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zur Montage eines Ringes auf einem
zylindrischen Bereich eines Injektors.
[0002] Injektoren werden beispielsweise zum Einspritzen eines Reduktionsmittels in den Abgasstrang
eines Verbrennungsmotors verwendet, um eine katalytische Reaktion von Schadstoffen,
insbesondere Stickoxiden, zu ermöglichen.
[0003] Derartige Injektoren weisen häufig einen am Umfang des Injektors aufgebrachten Ring
auf. Ein solcher Ring stellt ein Verschleißteil dar, das nach einer gewissen Betriebsdauer
ersetzt werden muss.
[0004] Die Erfindung stellt eine Montagevorrichtung zur Verfügung, welche die Montage eines
derartigen Ringes auf dem zylindrischen Bereich eines Injektors vereinfacht und erleichtert.
[0005] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfasst eine Montagevorrichtung eine
sich entlang einer Längsachse erstreckende hohle Röhre. Die hohle Röhre hat einen
Innendurchmesser, der es ermöglicht, den zylindrischen Bereich eines Injektors im
Inneren der Röhre aufzunehmen, und einen Außendurchmesser, der es ermöglicht, einen
auf dem Injektor zu montierenden Ring auf dem Umfang der Röhre anzuordnen. Die Montagevorrichtung
umfasst auch ein in Richtung der Längsachse entlang des Umfangs der Röhre verschiebbares
Schubelement. Das Schubelement ist ausgebildet, einen auf dem Umfang der Röhre angeordneten
Ring entlang der Längsachse zu verschieben. Die Montagevorrichtung umfasst darüber
hinaus ein Betätigungselement, das derart ausgebildet ist, dass das Schubelement durch
Betätigen des Betätigungselements parallel zur Längsachse der hohlen Röhre verschiebbar
ist.
[0006] Mit Hilfe einer derartigen Montagevorrichtung kann ein Ring besonders einfach und
kraftsparend auf dem äußeren Umfang eines Injektors montiert und insbesondere an einer
gewünschten Stelle platziert werden.
[0007] In einer Ausführungsform ist die hohle Röhre austauschbar, so dass die Montagevorrichtung
durch Austauschen der hohlen Röhre einfach an Injektoren und/oder Ringe, die verschiedene
Durchmesser haben, angepasst werden kann.
[0008] In einer Ausführungsform ist das Schubelement derart ausgebildet, dass es den Umfang
der hohlen Röhre ringförmig umschließt. Auf diese Weise wirkt das Schubelement entlang
des gesamten Umfangs auf den Ring ein, so dass ein Verformen oder Verkanten des Ringes
aufgrund einer ungleichmäßigen Krafteinwirkung zuverlässig vermieden wird.
[0009] Der Innendurchmesser des ringförmig ausgebildeten Schubelements ist vorzugsweise
größer als der Außendurchmesser der hohlen Röhre und kleiner als der Innendurchmesser
des zu montierenden Ringes. So kann das Schubelement kraftsparend entlang des äußeren
Umfangs der hohlen Röhre verschoben werden. Dabei wirkt das Schubelement zuverlässig
auf den zu montierenden Ring ein, um diesen entlang der hohlen Röhre zu verschieben.
[0010] In einer Ausführungsform ist das Betätigungselement als hebelförmiges Betätigungselement
ausgebildet. Mit Hilfe eines hebelförmigen Betätigungselements kann das Schubelement
durch Nutzung der Hebelwirkung besonders kraftsparend verschoben werden.
[0011] Das hebelförmige Betätigungselement hat vorzugsweise einen kurzen Hebelarm, der so
ausgebildet ist, dass er auf das Schubelement einwirkt, und einen langen Hebelarm,
der vorgesehen ist, von einem Bediener betätigt zu werden.
[0012] In einer Ausführungsform ist der Hebelarm zusätzlich mit einer Blockiervorrichtung
ausgestattet, die es ermöglicht, das Betätigungselement in einer Ausgangsposition
zu blockieren, um ein unbeabsichtigtes Betätigen des Betätigungselements zu verhindern.
Insbesondere wenn schon ein Ring auf die hohle Röhre aufgebracht, aber noch kein Injektor
in der hohlen Röhre positioniert worden ist, ist ein versehentliches Betätigen des
Betätigungselements gefährlich, da die Gefahr besteht, dass der unter Spannung stehende
Ring durch das Betätigungselement von der hohlen Röhre gedrückt wird und mit hoher
Geschwindigkeit unkontrolliert durch den Raum fliegt.
[0013] In einer Ausführungsform umfasst die Montagevorrichtung zusätzlich ein Montageelement,
das in oder an der Röhre anbringbar und derart ausgebildet ist, dass es das Anordnen
des zu montierenden Ringes auf dem Umfang der hohlen Röhre ermöglicht oder zumindest
erleichtert.
[0014] In einer Ausführungsform ist das Montageelement insbesondere im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet, so dass es besonders gut in oder an der hohlen Röhre angebracht werden
kann.
[0015] In einer Ausführungsform weist das Montageelement wenigstens einen konusförmigen
Bereich auf, der es ermöglicht, den Durchmesser eines zu montierenden Ringes aufzuweiten,
indem der Ring entlang der Längsachse des konusförmigen Montageelements verschoben
wird. Durch Vergrößern des Durchmessers des zu montierenden Ringes kann der Ring besonders
einfach auf den Außenumfang der hohlen Röhre aufgebracht und entlang des Außenumfangs
der hohlen Röhre verschoben werden.
[0016] In einer Ausführungsform umfasst die Montagevorrichtung zusätzlich eine entlang des
Montageelements verschiebbare Montagehülse. Durch Einsatz einer solchen Montagehülse
kann das Verschieben des zu montierenden Rings entlang des Montageelements erleichtert
werden. Dazu weist die Montagehülse insbesondere eine möglichst große Greiffläche
auf, die eine gute Kraftübertragung von der Hand eines Bedieners auf die Montagehülse
ermöglicht.
[0017] In einer Ausführungsform hat die Montagehülse eine axiale Bohrung mit einem ersten
Bereich und mit einem zweiten Bereich, wobei der erste Bereich einen kleineren Innendurchmesser
als der zweite Bereich hat. Mit einer derartig ausgebildeten Montagehülse kann der
Ring besonders gut auf das Montage-element aufgebracht werden, indem der Ring zunächst
mit dem ersten Bereich und dann mit dem zweiten Bereich voran entlang des äußeren
Umfangs des Montageelements bzw. der hohlen Röhre verschoben wird.
[0018] Ein Verfahren zum Montieren eines Ringes auf einem zylindrischen Bereich eines Injektors
umfasst die Schritte des Aufbringens des zu montierenden Ringes auf den Außenumfang
einer hohlen Röhre, des Einbringens eines zylindrischen Bereichs des Injektors in
das Innere der hohlen Röhre und des Verschiebens des Ringes entlang der Längsachse
der hohlen Röhre, um den Ring auf den Außenumfang des zylindrischen Bereichs des Injektors
aufzubringen und an einer gewünschten Stelle auf dem Außenumfang des Injektors zu
positionieren.
[0019] Dabei kann der Ring insbesondere in einer auf dem Umfang des Injektors ausgebildeten
Nut positioniert werden, um ein weiteres, unbeabsichtigtes Verschieben des Rings zu
verhindern.
[0020] In einer Ausführungsform umfasst der Schritt des Verschiebens des Ringes entlang
der Längsachse der hohlen Röhre insbesondere, ein auf den Ring einwirkendes Schubelement
entlang der Längsachse der hohlen Röhre zu verschieben.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt des Aufbringens des zu montierenden
Ringes auf den Außenumfang der hohlen Röhre ein Montageelement, das insbesondere konusförmig
ausgebildet ist, an oder in der Röhre zu positionieren und den zu montierenden Ring
entlang des konusförmigen Montageelements zu verschieben. Durch Verschieben des Ringes
entlang des konusförmigen Montageelements wird der Durchmesser des Ringes vergrößert,
so dass der Ring besonders einfach auf den Umfang der Röhre aufgebracht werden kann.
[0022] Dabei kann zum Verschieben des zu montierenden Ringes insbesondere eine verschiebbare
Montagehülse eingesetzt werden, um das Verschieben des Ringes durch eine gute Kraftübertragung
auf den Ring zu vereinfachen.
[0023] Die hohle Röhre, das Montageelement und die Montagehülse sind insbesondere austauschbar,
um die Ringe unterschiedlicher Injektoren, die verschiedene Durchmesser haben, austauschen
zu können.
Kurze Beschreibung der Figuren:
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Figuren beschrieben.
[0025] Dabei zeigt:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Injektors mit einem auf einem zylindrischen
Bereich des Injektors angebrachten Ring;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung;
Figur 3 eine Seitenansicht der in Figur 2 gezeigten Montagevorrichtung;
Figur 4 einen Schnitt durch die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Montagevorrichtung
mit einem Montageelement und einer Montagehülse; und
Figur 5 einen Schnitt durch eine Montagehülse.
Figurenbeschreibung
[0026] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Injektors 20, wie er insbesondere
zum Einspritzen eines Reduktionsmittels in den Abgasstrang eines Verbrennungsmotors
verwendet wird.
[0027] Der Injektor 20 weist einen im Betrieb abgasstrangseitigen zylindrischen Bereich
22 auf, auf dem in einer um den Umfang des zylindrischen Bereichs 22 umlaufenden Nut
ein Ring 24 angeordnet ist.
[0028] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung 15, die ausgebildet ist, um die Montage
des Ringes 24 auf dem zylindrischen Bereich 22 des Injektors 20 zu vereinfachen.
[0029] Ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Montagevorrichtung 15 wird im Folgenden
unter Bezugnahme auf die Figuren 2, 3 und 4 beschrieben.
[0030] Dabei zeigt die Figur 2 eine perspektivische Ansicht, Figur 3 zeigt eine seitliche
Ansicht, und Figur 4 zeigt einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung 15.
[0031] Das in den Figuren 2 bis 4 gezeigte Ausführungsbeispiel einer Montagevorrichtung
15 umfasst ein im Wesentlichen um eine Achse A zylinderförmig ausgebildetes Gehäuse
1, in dem eine ebenfalls um die Achse A zylindrisch ausgebildete hohle Röhre 6 angeordnet
ist. Der Innendurchmesser di der hohlen Röhre 6 ist so gewählt, dass der zylindrische
Bereich 22 eines Injektors 20, auf dem ein Ring 24 montiert werden soll, in die hohle
Röhre 6 eingeführt werden kann. Der Außendurchmesser da der hohlen Röhre 6 ist so
gewählt, dass ein auf den zylindrischen Bereich 22 des Injektors 20 zu montierender
Ring auf den Umfang der hohlen Röhre 6 aufgebracht werden kann.
[0032] Der Außenumfang der hohlen Röhre 6 ist stufenförmig ausgebildet. Die auf dem Außenumfang
der hohlen Röhre 6 ausgebildeten Stufen liegen an entsprechenden Stufen an, die auf
dem Innenumfang des zylinderförmigen Gehäuses 1 ausgebildet sind, so dass die Beweglichkeit
der hohlen Röhre 6 in dem Gehäuse 1 parallel zur Achse A in einer Richtung durch die
aneinander anliegenden Stufen beschränkt ist.
[0033] Die hohle Röhre 6 ist durch ein von einer (in den Figuren 3 und 4 links dargestellten)
Stirnseite 1a des Gehäuses 1 eingeführtes Fixierelement 2, das im montierten Zustand
an einer Stirnseite der hohlen Röhre 6 anliegt, in dem Gehäuse 1 fixiert. Das Fixierelement
2 kann insbesondere in ein im Inneren des Gehäuses 1 ausgebildetes Gewinde 1c eingeschraubt
sein. Das Fixierelement 2 ist in seinem Inneren hohl ausgebildet, so dass der zylindrische
Bereich 22 des Injektors 20 auch durch das Fixierelement 2 geführt werden kann.
[0034] Nach dem Herausschrauben des Fixierelements 2 aus dem Gehäuse 1 kann die hohle Röhre
6 ausgetauscht werden. Es kann insbesondere eine hohle Röhre 6 mit einem anderen Durchmesser
eingesetzt werden, so dass die Montagevorrichtung 15 an Ringe 24, die unterschiedliche
Durchmesser haben, angepasst werden kann.
[0035] Auf der dem Fixierelement 2 gegenüber liegenden, in den Figuren 3 und 4 rechts dargestellten
Seite 1 b des Gehäuses 1 befindet sich ein Schubelement 3, das ringförmig um den Umfang
der hohlen Röhre 6 ausgebildet ist.
[0036] Das Schubelement 3 ist durch elastische Elemente 12, die insbesondere als Spiralfedern
12 ausgebildet sind, und durch Befestigungselemente 9, beispielsweise Befestigungsschrauben
9, die durch das Zentrum der Spiralfedern 12 verlaufen, parallel zur Achse A des Gehäuses
1 und der hohlen Röhre 6 elastisch verschiebbar gelagert. Dabei wird das Schubelement
3 durch die elastischen Elemente 12 in Richtung des Fixierelements 2 gedrückt.
[0037] An dem Gehäuse 1 ist an einem ersten Lager 10 ein schwenkbares, gabelförmiges Betätigungselement
4 angebracht. Das gabelförmige Betätigungselement 4 weist zwei kurze, eine Gabel bildende,
Hebel 4a auf, die derart ausgebildet sind, dass das Gehäuse 1 zwischen ihnen angeordnet
ist und sie auf das Schubelement 3 einwirken. Darüber hinaus weist das Betätigungselement
4 einen langen Hebelarm 4b auf, der sich auf der den kurzen Hebelarmen 4a gegenüber
liegenden Seite des Betätigungselements 4 in einem Winkel α zur Längsachse A des Gehäuses
1 entlang dessen äußeren Umfangs erstreckt.
[0038] Wird der lange Hebelarm 4b des Betätigungselements 4 von einem Bediener gegen das
Gehäuse 1 gedrückt, so dass der Winkel α zwischen dem langen Hebelarm 4b und der Längsachse
A des Gehäuses 1 verkleinert wird, drücken die kurzen Hebelarme 4a des Betätigungselements
4 das Schubelement 3 parallel zur Längsachse A des Gehäuses 1 und der hohlen Röhre
6 in Richtung des außerhalb des Gehäuses 1 angeordneten Endes 6a der hohlen Röhre
6, das in den Figuren 3 und 4 rechts dargestellt ist.
[0039] Durch diese Bewegung des Schubelements 3 wird ein auf dem Außenumfang des außerhalb
des Gehäuses 1 angeordneten Endes 6a der hohlen Röhre 6 angebrachter Ring 24 auf den
zylindrischen Bereich 22 eines (in den Figuren 2 bis 4 nicht gezeigten) Injektors
20 geschoben, der im Inneren der hohlen Röhre 6 angeordnet ist. Der Ring 24 wird entlang
des zylindrischen Bereichs 22 parallel zur Achse A soweit verschoben, bis die gewünschte
Endposition des Ringes 24, insbesondere in einer auf dem zylindrischen Bereich 22
ausgebildeten Nut, erreicht ist.
[0040] Durch die Hebelwirkung des Betätigungselements 4, die sich aus der unterschiedlichen
Länge der kurzen Hebelarme 4a und des langen Hebelarmes 4a ergibt, kann der Ring 24
mit einer geringen Krafteinwirkung auf den langen Hebelarm 4b bewegt werden.
[0041] An dem vom ersten Lager 10 abgewandten Ende des langen Hebelarms 4 ist eine Blockiervorrichtung
16 mit einem in einem zweiten Lager 11 schwenkbar gelagerten Abstandshalteelement
5 und einem Federelement 13 vorgesehen. Durch Schwenken des Abstandshalteelements
5 ermöglicht es die Blockiervorrichtung 16, den langen Hebelarm 4a in einer in den
Figuren 2 und 4 gezeigten Ausgangsposition, in der der lange Hebelarm 4a von dem äußeren
Umfang des Gehäuses 1 beabstandet ist, zu blockieren, um ein unbeabsichtigtes Bewegen
des Betätigungselements 3 zu verhindern.
[0042] In den Figuren 2 bis 4 sind zusätzlich ein Montageelement 7 und eine Montagehülse
8 gezeigt, die bereitgestellt werden, um das Aufbringen des Ringes 24 auf den äußeren
Umfang der hohlen Röhre 6 zu erleichtern.
[0043] Das Montageelement 7 umfasst an einem Ende einen im Wesentlichen zylindrischen Bereich
7a, der in die hohle Röhre 6 einführbar ist, und am gegenüber liegenden Ende einen
wenigstens teilweise konisch ausgebildeten Bereich 7b, der es ermöglicht bzw. erleichtert,
den Ring 24 auf den äußeren Umfang der hohlen Röhre 6 aufzubringen, indem der Ring
24 durch den konischen Bereich 7 aufgeweitet wird, d.h. der Durchmesser des Ringes
24 vergrößert wird, wenn der Ring 24 entlang des Umfangs des konischen Bereichs 7b
des Montageelements 7 verschoben wird.
[0044] Um das Verschieben des Ringes 24 entlang des Montageelements 7 zu ermöglichen bzw.
zu erleichtern, ist eine Montagehülse 8 vorgesehen, die von Seiten des konischen Bereichs
7b auf das Montageelement 7 geschoben wird, nachdem ein zu montierender Ring 24 auf
dem Montageelement 7 positioniert worden ist.
[0045] Die Figur 5 zeigt einen Schnitt durch die Montagehülse 8.
[0046] Die Montagehülse 8 weist eine sich durch die gesamte Montagehülse 8 erstreckende
axiale Bohrung 17 auf, die einen ersten Bereich 17a mit einem ersten Innendurchmesser
d1 und einen zweiten Bereich 17b mit einem zweiten Innendurchmesser d2 hat. Der erste
Innendurchmesser d1 ist kleiner als der zweite Innendurchmesser d2. Zwischen dem erste
Bereich 17a und dem zweiten Bereich 17b der axialen Bohrung 17 ist eine abgeschrägte
Stufe 17c ausgebildet. Die Stufe 17c ist beispielsweise in einem Winkel β von 60°
abgeschrägt.
[0047] Um den Ring 24 von dem Montageelement 7 auf die hohle Röhre 6 zu transferieren, wird,
nachdem der Ring 24 auf das Montageelement 7 aufgebracht worden ist, die Montagehülse
8 zunächst mit ihrem ersten Bereich 17a voran auf das Montageelement 7 aufgebracht.
Der Ring 24, dessen äußerer Durchmesser größer als der erste Innendurchmesser d1 des
ersten Bereichs 17a der Montagehülse 8 ist, schlägt an dem ersten Bereich 17a der
Montagehülse 8 an und wird durch die Montagehülse 8 entlang des Montageelements 7
in Richtung der hohlen Röhre 6 verschoben (siehe Figur 4).
[0048] Sobald die Montagehülse 8 aufgrund des konisch ausgebildeten Umfangs des Montageelements
7 nicht weiter in Richtung der hohlen Röhre 6 verschoben werden kann, wird die Montagehülse
8 vom Montageelement 7 entfernt, um 180° gedreht, und mit dem zweiten Bereich 17b
der Bohrung 17 voran auf das Montageelement 7 aufgebracht.
[0049] Da der Ring 24 in diesem Zustand bereits durch das konische Montageelement 7 aufgeweitet
worden ist und daher einen größeren äußeren Durchmesser als im Ausgangszustand hat,
schlägt der Ring 24 nun an den zweiten Bereich 17b mit den zweiten, größeren Innendurchmesser
d2 an und wird von der Montagehülse 8 weiter in die gewünschte Position auf dem außerhalb
des Gehäuses 1 angeordnete Ende 6a der hohlen Röhre 6 geschoben.
[0050] Die Montagehülse 8 weist auf ihrem äußeren Umfang insbesondere eine möglichst große
zylindrische Greiffläche 8a auf, um eine gute Kraftübertragung auf die Montagehülse
8 und damit auf den zu montierenden Ring 24 zu ermöglichen.
[0051] Abhängig vom Durchmesser des zu montierenden Ringes 24 können Montageelemente 7 und
Montagehülsen 8 mit unterschiedlichem Durchmesser zum Einsatz kommen.
[0052] Um einen Ring 24 auf dem zylindrischen Bereich 22 eines Injektors 20 zu montieren,
wird zunächst der lange Hebelarm 4b des Betätigungselements 4 in eine Ausgangsposition
gebracht, in der er einen großen Abstand vom zylindrischen Gehäuse 1 aufweist (großer
Winkel α), wie in den Figuren 2 und 4 gezeigt. In dieser Position des Hebelelements
4 wird das Schubelement 3 durch die elastischen Elemente 12 in eine Position gedrückt,
in der das Schubelement 3 das außerhalb des Gehäuses 1 angeordneten Ende 6a der hohlen
Röhre 6 freigibt.
[0053] Das zylindrische Ende 7a des Montageelements 7 wird in die hohle Röhre 6 eingeführt,
und ein zu montierender Ring 24 wird auf den konischen Bereich 7b des Montageelements
aufgebracht und, vorzugsweise unter Verwendung der Montagehülse 8, entlang des äußeren
Umfangs des Montageelements 7 auf das freiliegende, außerhalb des Gehäuses 1 angeordnete
Ende 6a der hohlen Röhre 6 geschoben.
[0054] Nachdem der Ring auf den freiliegenden äußeren Bereich 6a der hohlen Röhre 6 geschoben
worden ist, werden die Montagehülse 8 und das Montageelement 7 entfernt, und der zylindrische
Bereich 22 eines Injektors 20 wird in die hohle Röhre 6 eingeführt.
[0055] Nachdem der zylindrische Bereich 22 des Injektors 20 in die hohle Röhre 6 eingeführt
worden ist, wird das Fixierelement 5 eingeklappt, so dass es den langen Hebelarm 4b
des Betätigungselements 4 freigibt, und der lange Hebelarm 4b des Betätigungselements
4 wird gegen den äußeren Umfang des Gehäuses 1 gedrückt. Bei dieser Bewegung des Betätigungselements
4 drücken die kurzen Hebelarme 4a des Betätigungselements 4 das Schubelement 3 gegen
die Federkraft der elastischen Elemente 12 in Richtung des das außerhalb des Gehäuses
1 angeordneten Endes 6a der hohlen Röhre 6.
[0056] Da der Innendurchmesser des ringförmig ausgebildeten Schubelements 3 kleiner als
der äußere Durchmesser des Ringes 24 ist, wird der Ring 24 durch das Schubelement
3 von der hohlen Röhre 6 auf den zylindrischen Bereich 22 des Injektors 20 geschoben.
Durch eine weitere Betätigung des Betätigungselements 4 kann der Ring 24 an der gewünschten
Position auf dem zylindrischen Bereich 22 des Injektors 20, insbesondere in einer
Nut, die auf dem zylindrischen Bereich 22 ausgebildet ist, platziert werden.
[0057] Sobald der Ring 24 auf diese Weise an der gewünschten Position auf dem äußeren Umfang
des zylindrischen Bereichs 22 des Injektors 20 platziert worden ist, kann der Injektor
20 mit dem auf dem zylindrischen Bereich 22 des Injektors 20 montierten Ring 24 aus
der Montagevorrichtung 15 entnommen werden.
[0058] Die Montagevorrichtung 15 ermöglicht auf diese Weise ein einfaches und bequemes Montieren
eines Rings 24 auf dem zylindrischen Bereichs 22 eines Injektors 20.
1. Montagevorrichtung (15) zur Montage eines Ringes (24) auf einem zylindrischen Bereich
(22) eines Injektors (20), wobei die Montagevorrichtung (15) umfasst:
eine sich entlang einer Längsachse (A) erstreckende hohle Röhre (6) mit einem Innendurchmesser
(di), der es ermöglicht, einen zylindrischen Bereich (22) eines Injektors (20) in
der Röhre (6) anzuordnen; und mit einem Außendurchmesser (da), der es ermöglicht,
einen zu montierenden Ring (24) auf dem Umfang der Röhre (6) anzuordnen;
ein entlang der Längsachse (A) verschiebbares Schubelement (3), das ausgebildet ist,
einen auf dem Umfang der Röhre (6) angeordneten Ring (24) parallel zur Längsachse
(A) zu verschieben; und
ein Betätigungselement (4), das so ausgebildet ist, dass das Schubelement (3) durch
Betätigen des Betätigungselements (4) entlang der Längsachse (A) verschiebbar ist.
2. Montagevorrichtung (15) nach Anspruch 1, wobei das Schubelement (3) ringförmig um
die hohle Röhre (6) ausgebildet ist.
3. Montagevorrichtung (15) nach Anspruch 2, wobei der Innendurchmesser des ringförmigen
Schubelements (3) größer als der Außendurchmesser (da) der hohlen Röhre (6) und kleiner
als der Innendurchmesser des zu montierenden Ringes (24) ist.
4. Montagevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Betätigungselement
(4) als hebeiförmiges Betätigungselement (4) ausgebildet ist, wobei das hebeiförmige
Betätigungselement (4) insbesondere wenigstens einen kurzen Hebelarm (4a) und wenigstens
einen langen Hebelarm (4b) aufweist und so ausgebildet ist, dass der wenigstens eine
kurze Hebelarm (4a) auf das Schubelement (3) einwirkt, um das Schubelement (3) entlang
der Längsachse (A) zu verschieben.
5. Montagevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, das zusätzlich eine
Blockiervorrichtung aufweist, die es ermöglicht, das Betätigungselement (4) in einer
Ausgangsposition zu blockieren.
6. Montagevorrichtung (15) nach einem der vorangehenden Ansprüche, zusätzlich umfassend
ein an oder in der Röhre (6) anbringbares Montageelement (7), das ausgebildet ist,
das Anordnen des zu montierenden Ringes (24) auf dem Umfang der Röhre (6) zu ermöglichen
und/oder zu erleichtern, wobei das Montageelement (7) im Wesentlichen rotationssymmetrisch
ausgebildet ist und insbesondere wenigstens einen konusförmigen Bereich (7b) aufweist.
7. Montagevorrichtung (15) nach Anspruch 6, zusätzlich umfassend eine entlang des Montageelements
(7) verschiebbare Montagehülse (8), wobei Montagehülse (8) insbesondere eine axiale
Bohrung (17) mit einem ersten Bereich (17a) und einem zweiten Bereich (17b) aufweist,
wobei der erste Bereich (17a) einen kleineren Innendurchmesser (d1) als der zweite
Bereich (17b) hat.
8. Verfahren zur Montage eines Ringes (24) auf einem zylindrischen Bereich (22) eines
Injektors (20), wobei das Verfahren umfasst:
a) Aufbringen des zu montierenden Ringes (24) auf den Außenumfang einer hohlen Röhre
(6);
b) Einbringen eines zylindrischen Bereiches des Injektors (20) in das Innere der hohlen
Röhre (6);
c) Verschieben des Ringes (24) entlang der Längsachse (A) der hohlen Röhre (6), um
den Ring (24) auf den Außenumfang des zylindrischen Bereichs des Injektors (20) aufzubringen
und an einer gewünschten Stelle auf dem zylindrischen Bereich (22) des Injektors (20)
zu positionieren.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Schritt des Verschiebens des Ringes (24) entlang
der Längsachse (A) der hohlen Röhre (6) umfasst, ein auf den Ring (24) einwirkendes
Schubelement (3) entlang der Längsachse (A) der hohlen Röhre (6) zu verschieben.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Schritt des Aufbringens des zu montierenden
Ringes (24) auf den Außenumfang der hohlen Röhre (6) umfasst:
ein Montageelement (7) an oder in der Röhre (6) anzubringen und
den zu montierenden Ring (24), insbesondere unter Verwendung einer verschiebbaren
Montagehülse (8), entlang des Montageelements (7) zu verschieben.