[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme wenigstens eines
Toilettenreinigungs- oder Beduftungsmittels, die an dem Rand einer Toilettenschüssel
befestigbar ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene sogenannte WC-Körbchen bekannt, die zwei
Schalenhälften mit Öffnungen umfassen, zwischen denen das Reinigungsmittel aufgenommen
wird und einen Bügel, mit dem das Körbchen an dem Rand der Toilettenschüssel befestigt
werden kann. Die WC-Körbchen weisen Öffnungen auf, durch die das Spülwasser in das
Innere des Körbchens eintreten kann und Öffnungen, durch die das Spülwasser aus dem
Körbchen wieder austreten kann. Die Schalenhälften sind randseitig miteinander verbunden
und können von einer geöffneten in eine geschlossene Stellung geschwenkt werden und
umgekehrt, wobei die beiden Schalenhälften mit einer Verschlussvorrichtung in ihrer
geschlossenen Stellung festlegbar sind. Bei jedem Spülvorgang wird eine bestimmte
Wassermenge dem Körbchen durch die Durchtrittsöffnungen zugeführt, was dazu führt,
dass sich ein Teil des in dem Körbchen befindlichen Reinigungsmittels auflöst und
durch die Durchtrittsöffnungen in dem Körbchen in das Toilettenbecken fließt.
[0003] Solche Körbchen dienen zur Aufnahme von stückförmigen Toilettenreiniungs- und Beduftungsmitteln
und sind beispielsweise in der
DE 44 28 970 A1 beschrieben.
[0004] Aus der
US 2011/0138526 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die ein Gehäuse an einem Bügel aufweist, in das eine
Schale mit einem Reinigungsmittel eingesetzt werden kann. Die Schale weist mit ihrer
Öffnung in Richtung der Wand der Toilettenschüssel. Um Wasser beim Spülvorgang in
das Gehäuse und auf das Reinigungsmittel zu leiten, ist eine ausklappbare Platte vorgesehen,
die das Wasser in Richtung des Reinigungsmittels leitet.
[0005] Die
EP 1 789 009 B1 lehrt eine Vorrichtung mit einem Bügel zur Befestigung am Rand der Toilettenschüssel.
Im Bereich des Toilettenrandes ist an dem Bügel eine Schale für Duftstoffe befestigt,
die mit ihrer Öffnung in das Innere der Toilette gerichtet ist. Die Schale kommt nicht
mit dem Spülwasser in Kontakt. Dadurch wird eine dauerhafte Beduftung der Toilette
ohne Spülvorgang ermöglicht. Am unteren Ende des Bügels sind Körbchen für das Reinigungsmittel
befestigt, die von Spülwasser überspült werden.
[0006] Weiterhin ist aus der
DE 198 08 669 A1 eine Vorrichtung bekannt, die einen schalenartigen Aufnahmebehälter für ein wasserlösliches
Gel mit Eintrittsöffnungen für das Spülwasser, die an der nach oben weisenden Seite
angeordnet sind und Austrittsöffnungen für die vom Spülwasser jeweils angelösten Teile
des Gels aufweist. Die Austrittsöffnungen sind derart im Aufnahmebehälter angeordnet
und voneinander getrennt, dass bei abnehmender Gelmenge und absinkendem Spülwasserniveau
im Aufnahmebehälter die angelösten Teile des Gels über eine Austrittsöffnung in das
Toilettenbecken abgebbar sind. Die Austrittsöffnungen befinden sich an der Unterseite
des Aufnahmebehälters und sind dabei derart bemessen, dass sie für wässrige Flüssigkeiten
wie das angelöste Gel durchlässig sind, nicht jedoch für das Gel bzw. die Paste. Der
Aufnahmebehälter besteht aus zwei Schalen, wobei an einer Schale im oberen Bereich
eine Öffnung vorgesehen ist, die dazu dient, das Körbchen mit dem Gel zu befüllen.
Das hochviskose Gel läuft nach dem Befüllen langsam in den unteren Bereich des Aufnahmebehälters
und bildet mit der Zeit einen "See" mit einer horizontalen Oberfläche. Das Wasser,
das in den Behälter durch die Eintrittsöffnungen eintritt, löst an der Oberfläche
des Gels etwas Gel an, das dann durch die in Bezug auf die jeweilige Füllhöhe des
Gels "passende" Austrittsöffnung abgegeben wird.
[0007] Mit dieser Vorrichtung können viskose Reinigungsgele nach und nach in die Toilettenschüssel
abgegeben werden.
[0008] In den letzten Jahren wurden hochviskose Toilettenreinigungsmittel entwickelt, die
direkt auf der Toilettenschüssel ohne Körbchen appliziert werden können, dort haften
und sich erst nach einer Vielzahl von Spülvorgängen nach und nach auflösen. Solche
Mittel sind beispielsweise in der
WO 99/066017 A1 beschrieben.
[0009] Neben der Verbesserung des Reinigungs- und Abspülverhaltens besteht zudem auch der
Wunsch, die Toilettenreinigungsmittel für die Unterhaltsreinigung, die sich über eine
längere Zeitdauer in der Toilettenschüssel befinden, auf eine ansprechendere Weise
zu präsentieren, beispielsweise in Form von optisch ansprechenden, beispielsweise
transparenten Mitteln mit ansprechender Oberfläche, die sich direkt an der Wand der
Toilettenschüssel applizieren lassen, wie in der
DE 1 325 103 B1 beschrieben.
[0010] Stückförmige Toilettenreinigungsmittel sind für ein ansprechenderes Design häufig
mit einem Muster oder einer Figur versehen und mehrfarbig gestaltet, wie z.B. in den
Gemeinschaftsgeschmacksmustern 748975 gezeigt. Solche Rimblocks werden gerne in transparenten
WC-Körbchen angeboten, um den designten Rimblock gegenüber dem Körbchen optisch in
den Vordergrund zu rücken.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung anzugeben,
die optisch ansprechend und einfach herstellbar ist und dazu dient, hochviskose Gele
oder Pasten aufzunehmen und beim Überspülen mit Wasser nach und nach in die Toilettenschüssel
abzugeben, bei der ein Versumpfen des Mittels vermieden wird.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst mit einem Bügel, der zur Befestigung
der Vorrichtung am Rand der Toilettenschüssel dient, und wenigstens einer Schale,
die zur Aufnahme des Reinigungsmittels dient und von Wasser überspülbar ist, wobei
die Schale nur eine Öffnung aufweist, die im eingehängten Zustand in Richtung des
Inneren der Toilettenschüssel weist und wobei oberhalb der Schale ein Dachelement
angeordnet ist, das dazu dient, die Öffnung der Schale gegenüber dem Wasserschwall
zu schützen.
[0013] Ist die Vorrichtung mit dem Bügel an dem Rand der Toilettenschüssel befestigt, so
weist die Öffnung der Schale mit dem darin befestigten Reinigungsmittel in Richtung
des Inneren der Toilettenschüssel und der Boden der Schale in Richtung des Rands der
Toilettenschüssel und ein Teil der Schalenwand weist nach oben. Die Öffnung der Schale
ist somit im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.
[0014] Während des Spülens gelangt nun über das nachfolgend näher beschriebene Dachelement
ein Teil des Spülwassers auf die nach oben weisende Seite der Schalenwand und ein
Teil des Spülwassers läuft wiederum an der Schalenwand entlang in Richtung des Inneren
der Schüssel bis an den Rand der Schalenwand, von dem das Wasser dann ähnlich einer
"Wassergardine" entlang der Oberfläche des in der Schale befindlichen Mittels nach
unten stürzt. Während des Überspülens der Oberfläche des Mittels wird nach und nach
ein Teil des Mittels angelöst und gelangt mit dem Spülwasser in den Toilettensumpf
und setzt dort die Tenside und Duftstoffe frei.
[0015] Die Schale ist vorzugsweise vollständig mit dem Reinigungsmittel bis zum Schalenrand
gefüllt. Ebenfalls ist möglich, in eine Schale mehrere verschiedene Reinigungsmittel
zu füllen, beispielsweise, indem zunächst eine Reinigungsmittelphase eingegossen wird
und abkühlt und darauf dann eine weitere Reinigungsmittelphase eingefüllt wird, z.
B. bis zum Rand. Die Seite der Vorrichtung mit den befüllten Schalen bildet die Sichtseite
der Vorrichtung, die in Richtung des Inneren der Toilettenschüssel gerichtet ist,
so dass die Sichtseite für den Verbraucher gut sichtbar ist.
[0016] Das sich oberhalb der Schale befindliche Dachelement steht in Richtung des Schüsselinneren
gegenüber dem nach innen weisenden Rand der Schalenwand etwas hervor, so dass es den
Rand der Schalenwand und damit die Öffnung der Schale mit dem darin befindlichen Reinigungsmittel
gegen Verwirbelungen und turbulente Strömungen des von oben herabstürzenden Spülwassers
abschirmt.
[0017] Unterhalb des Dachelements ist ein Leitelement vorgesehen, das in Richtung des Toilettenschüsselrandes
gegenüber dem Ende des Dachelements hervorsteht, so dass das von dem Dachelement in
Richtung des Toilettenschüsselrands herabfließende Wasser wenigstens teilweise auf
dem Leitelement auftrifft.
[0018] In all diesen Varianten wird ein Teil des Wassers zum Rand der Schalenwand oder einer
senkrecht oberhalb des Schalenrandes befindlichen Kante geleitet, von wo das Wasser
dann an der Oberfläche des Mittels herunterläuft.
[0019] Das Leitelement kann entweder die nach oben weisende Seite der Schalenwand selbst
sein oder aber eine Platte, die sich in Richtung des Inneren der Toilettenschüssel
bis zum Rand der Schalenwand erstreckt. Die Platte kann dabei entweder in die Wand
der Schale übergehen oder sich zwischen der Schalenwand und dem Dachelement erstrecken.
[0020] Das Leitelement leitet einen Teil des von oben kommenden Wassers und des vom Dachelement
in Richtung des Toilettenschüsselrandes herabfließenden Wassers in Richtung des Schüsselinneren
und somit an den Ort, an dem das Wasser dann von oben an der Öffnung der Schale entlang
ohne Turbulenzen in Art einer Wassergardine nach unten fließen soll.
[0021] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Vorrichtung wenigstens zwei, vorzugsweise
vier schalenförmige Behälter auf, die nebeneinander angeordnet sind und starr miteinander
verbunden sein können, beispielsweise durch Stege, die die Schalen miteinander verbinden.
Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch drei, fünf oder mehr oder auch nur eine
einzige Schale umfassen.
[0022] Alle Schalen können ein gemeinsames Dachelement und/oder ein gemeinsames Leitelement
oder aber jeweils getrennte Dachelemente und/oder Leitelemente aufweisen, die sich
oberhalb der Schalen erstrecken.
[0023] Die Schale besteht aus einem geschlossenen Schalenkörper, der keine Ein- oder Austrittsöffnungen
aufweist. Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Behältnissen erfolgt
der Wasserzufluss und -abfluss an der Schalenöffnung bzw. entlang der Oberfläche des
im Wesentlichen senkrecht stehenden Mittels. Spezielle Zufluss- oder Abflussöffnungen
sind somit nicht erforderlich. Ein Teil des Reinigungsmittels löst sich vielmehr auf,
wenn das Wasser im Wesentlichen laminar an der Oberfläche des Reinigungsmittels entlang
läuft. Der Auflösevorgang erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass das Wasser im Wesentlichen
laminar eine gewisse Strecke an der Oberfläche des Reinigungsmittels entlang läuft
und nicht dadurch, dass das Wasser in turbulenter Strömung durch das Auftreffen auf
der Oberfläche eines in einem Körbchen befindlichen Mittels einen Teil auch mechanisch
herauslöst.
[0024] Auch wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kein Wasser direkt in die Schale
geleitet, das Wasser fließt vielmehr entlang der offenen Seite der Schale nach unten.
[0025] Die Schale kann verschieden geformt sein, beispielsweise zylinderförmig, rechteckig,
mit einem flachen oder auch einem abgerundeten Boden. Die Schalenwände können senkrecht
zu dem Schalenboden verlaufen oder auch in einem stumpfen Winkel. Auch andere, insbesondere
asymmetrische Formen sind möglich, soweit gewährleistet ist, dass das Spülwasser die
Oberfläche des Reinigungsmittels in der Schale überströmt. Bevorzugt ist die Schale
topfförmig ausgebildet, d.h. in Form eines runden Zylinders mit einem ebenen Boden.
[0026] Ein zusätzliches Gehäuse zur Aufnahme der Schale(n) ist nicht vorgesehen.
[0027] Das Dachelement kann eben sein und sich in horizontaler Richtung oberhalb des oder
der Behälter erstrecken.
[0028] Optisch besonders ansprechend ist es, wenn die Form des Dachelements der Form der
nach oben weisenden Seitenwand entspricht. Besonders bevorzugt ist, wenn die Schale
zylinderförmig ist und das Dachelement jeweils oberhalb der Schale(n) in einem geringen
Abstand zur Oberseite der Schale(n) ebenfalls einem Kreisabschnitt folgt und - sofern
die Vorrichtung mehrere Behälter aufweist - die Kreisabschnitte miteinander verbunden
sind.
[0029] Das Dachelement oberhalb der Schale ragt über den Rand der Schale hinaus in Richtung
des Inneren der Toilettenschüssel hinein. Das Dachelement bildet somit einen Überstand
und schützt die sich unterhalb des Dachelements befindliche Öffnung der Schale, in
der sich das Reinigungsmittel befindet, gegen einen Wasserschwall und Wasserturbulenzen
von oben. Ein Teil des auf dem Dachelement während des Spülens auftreffenden Wassers
fließt entlang dem Dachelement in Richtung des Inneren der Toilettenschüssel und fließt
nach Erreichen des Endes des Überstands senkrecht nach unten, ohne in Kontakt mit
dem sich in der Schale befindlichen Reinigungsmittel zu kommen und an diesem entlang
zu fließen.
[0030] Ein Teil des auf dem Dachelement auftreffenden Wassers fließt in die entgegengesetzte
Richtung, d.h. in Richtung der Toilettenschüsselwand auf dem Dachelement entlang,
bis es an die Kante des Dachelements gelangt, von dem aus es ebenfalls senkrecht nach
unten fließt. Unterhalb der Kante des Dachelements sind Leitelemente vorgesehen, auf
die das senkrecht nach unten fließende Wasser auftrifft und die das Wasser zum Teil
wieder in Richtung des Toilettenschüsselinneren auf der Oberseite der Leitelemente
entlang bis zur Kante des Leitelements leiten, an dem das Wasser nun nach unten fließt.
Die Kante des Leitelements befindet sich vorzugsweise in der vertikalen Ebene des
Schalenrandes, so dass das an der Kante des Leitelements herabfließende Wasser an
der Oberfläche des sich in der Schüssel befindlichen Reinigungsmittel entlang fließt.
[0031] Zwischen dem Dachelement und dem Leitelement befindet sich somit ein Schlitz, der
vorzugsweise über seine gesamte Breite eine konstante Breite besitzt. Das Dachelement
ist vorzugsweise über einen Haltesteg fest mit der Schalenwand verbunden, wobei der
Steg gleichzeitig dazu dient, das seitliche Herabfließen des Wassers zu verhindern.
[0032] Durch das Dachelement und das Leitelement wird quasi aus dem turbulenten verwirbelten
Wasserstrom, der aus dem Rand der Toilettenschüssel austritt, ein laminarer Teilstrom
erzeugt, der in Art einer Wassergardine an der senkrechten Reinigungsmitteloberfläche
entlang geleitet wird.
[0033] Auf diese Weise kann das Reinigungsmittel - anders als bei den bislang bekannten
Körbchen - so in der Vorrichtung positioniert werden, dass das Wasser an der Oberfläche
des Reinigungsmittels von oben nach unten entlang läuft und das Reinigungsmittel nach
und nach auflöst.
[0034] Nachdem das Spülwasser, geleitet über das Dachelement und das Leitelement, an der
Öffnung der Schale entlang nach unten fließt, sind in der Schale zusätzlich zu der
Öffnung keine Eintritts- oder Austrittsöffnungen erforderlich, das Wasser gelangt
über die Öffnung in der Schale und durch dieselbe Öffnung auch wieder aus der Schale
heraus.
[0035] Dadurch, dass das in der Schale befindliche Reinigungsmittel Tenside aufweist, wird
das an der Oberfläche des Mittels entlang fließende Wasser gespreitet und benetzt
somit im Wesentlichen die gesamte Oberfläche des Reinigungsmittels. Ein "Auffangen"
des durch die Eintrittsöffnungen eingetretenen Spülwassers in ein nach unten weitgehend
geschlossenes Behältnis, um das Reinigungsmittel anzulösen, erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nicht.
[0036] Durch die senkrechte Oberfläche des Mittels, an der das Wasser entlang nach unten
fließt, ohne dort zu verweilen, wird dem Versumpfen des Reinigungsmittels und einem
Herausbrechen von Bestandteilen des Reinigungsmittels entgegengewirkt.
[0037] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nicht nur einfach durch Spritzguss herstellbar
und einfach aufgebaut, sondern ermöglicht auch eine gute Abspülbarkeit des in der
Schale befestigten Mittels. Zudem weist sie ein modernes Design auf und ermöglicht
die Sicht auf ein ansprechendes angefärbtes, transparentes, ggf. "poppiges" Mittel.
[0038] Erfindungsgemäß ist bzw. sind die Schalen der Vorrichtung herstellerseitig bereits
mit einem Reinigungsmittel bis zum Schalenrand befüllt.
[0039] Wesentlich ist, dass das in die Schalen gefüllte Reinigungsmittel in den Schalen
haftet, so dass es nicht - beispielsweise während des Transports - aus den Schalen
herausfällt.
[0040] Werksseitig erfolgt die Befüllung mit einem Mittel, das wenigstens während der Befüllung
hochviskos ist. Ein solches Mittel kann ein geschmolzenes Gel oder eine geschmolzene
Masse, wie beispielsweise in der
DE 197 10 635 A1 beschrieben, sein, das nach dem Einfüllen in dem Behälter erstarrt.
[0041] Ebenfalls kann das herstellerseitig eingefüllte Reinigungsmittel auch ein klebendes
hochviskoses Gel oder eine Paste sein, das bei Raumtemperatur in die Schale gefüllt
oder in die Schale hineingestrichen wird und dort festklebt.
[0043] Die befüllte erfindungsgemäße Vorrichtung kann als Einmalprodukt verwendet werden.
[0044] In einer weiteren Variante ist die Wiederbefüllung durch den Verbraucher vorgesehen.
Zur Befüllung durch den Verbraucher eigenen sich beispielsweise die obigen hochviskosen
klebenden Pasten oder Gele, die sich mittels einer Spritze oder eines geeigneten Applikators
in die Schalen füllen lassen und dort festkleben.
[0045] Vorzugsweise ist das Reinigungsmittel ein transparentes Gel, das, um als ansprechender
Eye-catcher in der Schüssel zu dienen, in einer auffälligen Farbe eingefärbt sein
kann, beispielsweise rot, blau, orange, grün oder in einem leuchtenden Gelb.
[0046] Wesentlich ist, dass das in die Schale gefüllte Reinigungsmittel auch dann, wenn
die Schale - wie im eingehängten Zustand - eine sich in die Vertikale erstreckende
Öffnung hat, nicht aus der Schale herausfällt, auch dann nicht, wenn das Mittel in
der Schale mit Spülwasser überspült wird. Die oben beschriebenen Mittel sind so klebrig,
dass sie in der Schale festkleben. Zusätzliche "Haltemittel" in der Schale, die zur
Befestigung des Reinigungsmittels dienen, sind somit nicht erforderlich.
[0047] Falls gewünscht, können jedoch zusätzliche haltend wirkende Mittel in der Schale
vorgesehen sein, beispielsweise aus gestalterischen Gründen oder aber um die Haftung
zu verbessern.
[0048] Versuche mit einem klebenden Mittel, das als Haftvermittler einen Phosphorsäureester
gemäß der
WO 2012/13490 umfasst, zeigen, dass sich das Mittel nach und nach abspült und bis zuletzt in der
Schale festklebt. Klebende Reinigungsmittel auf der Basis der Phosphorsäureester sind
besonders geeignet, da sie sich sauer ausloben lassen und nicht nur bei Raumtemperatur
als pastöses Gel in die Schale gefüllt werden können, sondern auch eine Befüllung
über einen Heißprozess in die Schale ermöglichen.
[0049] Die mit solch einem Gel befüllten Vorrichtungen sollten in einem Vollblister in Verkehr
gebracht werden, um ein Verdunsten des Lösemittels aus dem Gel zu vermeiden.
[0050] Ebenfalls ist möglich, klebende Reinigungsmittel als eine Art Klebstoff zum Ankleben
weiterer stückförmiger, extrudierter oder gepresster Massen wie zum Beispiel Rimblocks
in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu verwenden. Dieses Prinzip kann auch als Nachfüllmöglichkeit
genutzt werden.
[0051] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorzugsweise aus thermoplastisch verformbaren
Materialien, die mit thermischen Umformprozessen wie zum Beispiel im Spritzgussverfahren
hergestellt werden können. Dazu zählen synthetische Kunststoffe wie Polypropylen,
Polyethylen, Polyethylenterphthalat, Polyacrylat, etc., aber auch Lignin haltige Systeme
oder andere Massen, die aus Biomaterialien hergestellt sein können. Dabei können gegebenenfalls
auch wasserlösliche Materialien wie PVA oder Modifikationen davon mit verwendet werden.
Kleinserien lassen sich natürlich mit bekannten Verfahren wie zum Beispiel Lasersintern
ebenfalls herstellen. Vorzugsweise sind die Vorrichtungen weiß und besonders bevorzugt
transparent.
[0052] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass sie ein
Abspülen des Reinigungsmittels dadurch, dass das Wasser an der Reinigungsmitteloberfläche
von oben nach unten entlang fließt, ermöglicht, sondern auch dadurch, dass die Vorrichtung
einfach aufgebaut ist, sich einfach herstellen lässt und durch die klare Formensprache
auch optisch ansprechend ist und geeignet ist, das sich darin befindliche farbige
Toilettenreinigungsmittel ansprechend zu präsentieren.
[0053] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele und anhand
von Beispielrezepturen und Vergleichsversuchen näher beschrieben und erläutert. Die
der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich
oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:
Figur 1: eine perspektivische Ansicht auf die Sichtseite der erfin-dungsgemäßen Vorrichtung
mit vier Schalen, ohne Reini-gungsmittel von schräg oben,
Figur 2: eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemäße Vor-richtung mit vier
Schalen von hinten,
Figur 3: eine Draufsicht auf die Sichtseite der Vorrichtung aus Figur 1,
Figur 4: eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung von oben,
Figur 5: eine Ansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung von unten,
Figur 6: eine Seitenansicht auf die Vorrichtung in Figur 1 (in Richtung Pfeil G),
jedoch mit Reinigungsmitteln,
Figur 7: eine Seitenansicht auf den Schnitt entlang der Linie H-H in Richtung Pfeil
G der Vorrichtung in Figur 1 mit Reinigungs-mitteln,
Figur 8: die Ansicht eines Bereichs aus Figur 7 mit Spülwasserströ-men,
Figur 9: ein Foto der Vorrichtung mit vier Reinigungsmitteln mit figürlichen Motiven,
Figur 10: das Abspüldiagramm für das Mittel gemäß Rezeptur a) in einer am Spülrand
einer Toilette eingehängten Vorrichtung gemäß Figur 1,
Figur 11: die Seitenansicht einer mit einem horizontalen Steg unterteilte Schale mit
zwei Mitteln und
Figur 12: die perspektivische Ansicht einer mit einem horizontalen Steg unterteilten
Schale mit zwei Mitteln.
[0054] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 11 umfasst vier Schalen 12, die zur Aufnahme eines
Reinigungsmittels 13 dienen und einen Bügel 14, der in bekannter Weise zur Befestigung
an dem Rand einer Toilette dient. In Figur 1 ist die Vorrichtung 11 ohne Reinigungsmittel
13 dargestellt, Figur 9 zeigt ein Foto der Vorrichtung 11 mit den in den vier Schalen
12 gehaltenen unterschiedlichen Reinigungsmitteln 13.
[0055] Das Foto der Vorrichtung in Figur 9 mit den im Original farbigen Reinigungsmittel
in den vier Schalen zeigt Reinigungsmittel mit unterschiedliche figürlichen Darstellungen
in Form von Smilies oder Fischen, die Reinigungsmittel sind zweifarbig gestaltet und
transparent. Figur 9 zeigt beispielhaft, wie die Reinigungsmittel in optisch ansprechender
Form in der Vorrichtung präsentiert werden können.
[0056] Der Bügel 14 ist in den Figuren 1 bis 6 in der Grundstellung gezeigt und ist nach
Abwicklung in der Lage, den Toilettenschüsselrand 31 außenumfangseitig zu umfassen
und die Vorrichtung 11 sicher innerhalb der Toilettenschüssel festzulegen.
[0057] Der Bügel 14 ist mit wenigstens einer Schale 12 mittelbar oder unmittelbar starr
verbunden. Die Befestigung des Bügels kann beispielsweise auch über das Dachelement
40 erfolgen.
[0058] Die Schalen 12, die in Figur 7 und 8 vergrößert dargestellt sind, sind zylinderförmig
und weisen eine Topfform auf, der ebene Schalenboden 22 und die Schalenwände 23 bilden
einen geschlossenen Körper, am Boden 22 und an den Wänden 23 befinden sich keine Eintritts-
und keine Austrittsöffnungen für das Spülwasser.
[0059] Die Schalenwand 23 endet in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel in einem
ebenen Rand 26, der eine Öffnung 24 umgrenzt, in die das Reinigungsmittel 13 eingefüllt
ist/werden kann.
[0060] Die Schale 12 weist vorzugsweise einen Durchmesser zwischen 0,5 cm und 5 cm, besonders
bevorzugt zwischen 2 cm und 4 cm auf und eine Höhe zwischen 0,5 cm und 3 cm und vorzugsweise
zwischen 0,8 cm und 2,5 cm.
[0061] In dieser dargestellten Ausführungsform sind die Schalen 12 rotationssymmetrisch,
die Rotationsachse (Zylinderachse) 30 der Schalen 12 erstreckt sich, wenn die Vorrichtung
11 mit dem Bügel 14 am Rand 31 einer Toilettenschüssel eingehängt ist in horizontale
Richtung in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel und die Öffnung 24 der Schalen
12 verläuft senkrecht der horizontalen Richtung, d.h. die Öffnungen 24 der Schalen
12 sind vertikal ausgerichtet.
[0062] Die Böden 22 aller vier Schalen 12 liegen in dieser Ausführungsform in einer vertikalen
Fläche, die Ränder 26 der vier Schalen 12 liegen auf einer dazu coplanaren vertikalen
Fläche. Die Wände 23 der vier Schalen 12 können sich berühren, miteinander verbunden
oder aber auch voneinander beabstandet sein. In der dargestellten Variante (Fig. 1)
verläuft jeweils ein horizontaler Steg 34 zwischen den Schalen 12, der die Ränder
26 zweier benachbarter Schalen 12 verbindet. Alle vier Schalen 12 sind über die Stege
34 miteinander verbunden. Die Breiten der Stege 34 können beispielsweise zwischen
0,5 cm und 1,5 cm betragen.
[0063] Oberhalb einer jeden Schale 12 ist ein Dachelement 40, das in Richtung des Inneren
29 der Toilettenschüssel gegenüber dem Rand 26 der Schale 12 um einen Abstand 27 hervorsteht
(vgl. Figur 6 bis 8). Der gegenüber dem Rand 26 der Schale 12 hervorspringende Teil
des Dachelements 40 bildet den Überstand 27. Durch den Überstand 27 des Dachelements
40 wird ein Teil des von oben auf das Dachelement 40 auftreffenden Spülwassers (Pfeil
A in Figur 8) entsprechend Pfeil B1 in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel
geleitet und stürzt von dem Überstand 27 des Dachelements 40 entsprechend Pfeil B2
in dem Abstand 27 zu der Öffnung der Schale 12 nach unten. Durch diesen Wasserstrom
B2 wird die Oberfläche des Reinigungsmittels 13 nicht benetzt.
[0064] Das Dachelement 40 erstreckt sich in Richtung des Randes 31 der Toilettenschüssel
etwa bis auf die Höhe des Schalenbodens 22, so dass das Spülwasser eigentlich vom
Dachelement 40 herab entsprechend Pfeil C vorbei am Schalenboden 22 nach unten laufen
würde. Das auf der Rückseite des Dachelements 40 entsprechend Pfeil C herablaufende
Wasser wird allerdings wenigstens teilweise mittels eines Leitelements 45 aufgefangen,
das sich in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel erstreckt und einen Teil
des Wasserstroms entsprechend Pfeil D auf die nach oben weisende Seite 44 der Schalenwand
23 leitet. Am Rand 26 der Schale 12 fließt das Wasser dann ähnlich einer Gardine aus
Wasser gemäß Pfeil E vorbei an der Schalenöffnung 24 nach unten.
[0065] Ein Teil des Wassers, das auf das Leitelement 45 entsprechend Pfeil C aufgetroffen
ist, fließt auch an dem Leitelement 45 in Richtung des Randes 31 der Toilettenschüssel
gemäß Pfeil F und dann nach unten.
[0066] Dadurch, dass ein Teil des von oben turbulent auf das Dachelement 40 auftreffende
Wasser in Richtung des Toilettenschüsselrands 31 auf das Leitelement 45 geleitet wird
und von diesem wiederum ein Teil des Wasserstroms in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel
auf der Oberfläche des Leitelements 45 bzw. der Wand 23 der Schale 12 entlang bis
zum Rand 26 der Schale 12 fließt, wird ein wesentlich laminarer schwächerer Wasserstrom
erhalten, der dann entlang der Öffnung 24 der Schale 12, das heißt entlang der Oberfläche
des Reinigungsmittels 13 in Art einer Wassergardine, nach unten fließt und so im Wesentlichen
ohne Turbulenzen und ohne durch den Wasserstrom verursachten zusätzlichen Abrieb ein
Teil des Mittels nach und nach auflöst. Das Wasser mit dem aufgelösten Reinigungsmittel
13 fließt an der Schale 12 entlang oder - bei bereits teilweise abgewaschenem Reinigungsmittel
13 - aus der Schale 12 heraus in den Toilettensumpf, so dass ein Versumpfen des Reinigungsmittels
13 in der Schale 12 vermieden wird.
[0067] Die Leitelemente 45 weisen vorzugsweise auf beiden Seiten schräg nach oben stehende
Stege 46 auf (vgl. Fig. 2, 4, 5), über die die Wände 23 der Schalen 12 bzw. der Leitelemente
45 mit dem Dachelement 40 verbunden sind. Diese Stege 46 kanalisieren zudem den Wasserstrom
in Richtung der Oberfläche des Reinigungsmittels 13 entsprechend Pfeil D in Figur
8 und verhindern ein seitliches Abfließen.
[0068] Vorzugsweise ist der Bügel 14 beidseitig mit den beiden mittleren Dachelementen 40
und den sich unterhalb der Dachelemente 40 erstreckenden Stegen 46 (vgl. Figur 1)
verbunden.
[0069] Der in Figur 7 dargestellte Schnitt entlang der Linie H-H in Figur 1 zeigt, dass
das Dachelement 40 von der Oberseite 44 der Schalenwand 23 durch einen Schlitz 48
getrennt ist, durch den der Fluss des Wassers entsprechend Pfeil D in Figur 8 erfolgt.
Die Größe der Schlitze 48 wirkt sich auf den Fluss des Wassers aus. In Richtung des
Inneren 29 der Toilettenschüssel weist das Dachelement 40 noch eine Blende 42 auf.
[0070] Diese dient als Prallfläche für das in Richtung Pfeil D fließende Wasser und leitet
den Wasserstrom nach unten. Die Blende 42 muss nicht durchgehend und gleichmäßig sein,
sie kann zum Beispiel auch "sinusförmig" ausgestaltet sein (also pro Schale) oder
kammartig oder bei vier Schalen 12 jeweils anders, um zum Beispiel das Volumen der
Schalen 12 mehr oder weniger stark auszuspülen, je nachdem, wie die Form der Schale
12 und deren Füllungsgrad ist, oder um den Wasserfluss zum Beispiel auch noch auf
die abzuspülende Masse anzupassen. Mit der Blende 42 kann somit eine "Zerteilung"
der Wassergardine erreicht werden oder eine stärkere Ablenkung nach innen oder nach
außen (Winkel 90° plus / minus 20°). Diese Merkmale können selbstverständlich auch
kombiniert sein.
[0071] Neben der zuvor beschriebenen Ausführungsform können die Schalen jedoch auch nicht
rotationssymmetrisch, zum Beispiel quaderförmig, geformt sein. Zudem können die Schalen
12 versetzt angeordnet sein, auch können einige Schalen 12 nach hinten oder nach vorne
versetzt sein, so dass die Schalen 12 nicht alle in einer vertikalen Fläche liegen.
Auch müssen die Schalen 12 nicht alle gleich sein, zum Beispiel kann die Vorrichtung
11 eine kleine Schale 12 und dann eine große, dann wieder eine kleine umfassen oder
auch eine Variation des Füllvolumens über die (auch unterschiedliche) Tiefe der Schalen
12. Die Schalen 12 können auch eine unterschiedliche Neigung zur Hauptachse besitzen,
also unterschiedlich gekippt sein gegenüber der Toiletteninnenseite 29, ebenfalls
auch einen Höhenversatz oder einen Versatz nach vorn oder hinten bezogen auf eine
gedachte Hauptebene aufweisen. Bei unterschiedlichen Schalen 12 oder deren nichtlinearen
Anordnung kann die Anpassung über die Veränderung der Blende 42 an dem Dachelement
40 erfolgen.
[0072] In einer weiteren Variante sind die Bodenflächen 22 der Schalen 12 nicht eben sondern
geformt, um dadurch Figuren oder Schriftzüge oder Ähnliches zu gestalten.
[0073] Ebenso ist möglich, innerhalb der Schalen 12 zusätzliche Stege 50 vorzusehen, die
die Schale 12 beispielsweise in zwei Bereiche, in denen zwei verschiedene Rezepturen
13a, 13b bevorratet werden können, unterteilen kann. Die Stege 50 können mit dem Schalenrand
26 abschießen oder gegenüber diesem in Richtung des Inneren 29 der Toilettenschüssel
etwas hervorstehen (vgl. Fig. 11 und Fig. 12), so dass der hervorstehende Steg 50
insbesondere, wenn er horizontal verläuft, wiederum das herunterlaufende Wasser "sammelt".
Dieses kann dann durch in dem hervorstehenden Steg 50 vorgesehene Öffnungen 51 an
dem sich unterhalb des Steges 50 in dem unteren Halbraum befindlichen Mittel 13b nach
unten laufen.
[0074] Auch kann in einer Schale nochmals eine weitere Schale vorgesehen sein, so dass in
einer Schale beispielsweise ein Mittel in Form eines farbigen Kreises (entsprechend
der inneren Schale) von einem andersfarbigen Ring (der äußeren Schale) umgeben ist.
[0075] In Abhängigkeit von dem bzw. den verwendeten Reinigungsmitteln 13 in den Schalen
12 und der Geometrie können die Schalen 12 auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten vollständig
entleert sein.
Ausführungsbeispiele:
[0076] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurden verschiedene Rezepturmassen getestet.
Die Massen wurden gemäß den nachfolgenden Rezep-turen hergestellt und in das Körbchen
gegossen, auskühlen gelassen, dann in die Toilette gehängt und bespült. Die Bestimmung
der Spülzahlen erfolgte mit einem Spülvolumen pro Spülung von 8 Litern, einem Spülrhythmus
von 19 Spülungen am Tag nach einem definierten Schema. Die Spülwassertemperatur betrug
während der kurzen Spülfrequenz (zum Beispiel zwischen dritter und fünfter Spülung)
13 bis 14 °C, während der langen Ruheperioden (zum Beispiel zwischen neunzehnter und
erster Spülung) 15 bis 16 °C. Die Temperatur des Spülwassers wird an jedem Werktag
überprüft und notiert.
[0077] Die Reinigungsmittel können beispielsweise wie folgt hergestellt werden:
- 1. Als Mittel mit einer Gelphase in Anlehnung an die EP 1 418 225 B1 mit folgender Rezeptur.
[0078] Reinigungsmittel mit solchen Gelphasen sind in der Figur 9 dargestellt:
Tabelle 1
| |
Gew.% |
| Imbentin-C/91/100 |
32 |
| Lutensol AO 11 |
20 |
| Marlon ARL |
2 |
| Natriumstearat |
5 |
| Lösemittel, Parfüm, Farbstoff |
ad 100 |
| 1. Rezeptur eines transparenten klebenden Mittels in Anlehnung an EP 1 325 103 B1 |
Tabelle 2
| |
Gew.% |
| Alky polyglycolether |
26 |
| Polyethylenglykol |
1,5 |
| Glycerin |
12 |
| Alky-(C12-C14) polyglycolether (2EO)sulfat-triisopropyl amin |
6 |
| Farbe, Duft, Wasser |
ad 100 |
Tabelle 3
| |
Gew.% |
| Kelzan ASX |
1,86 |
| Eltesol |
6,5 |
| Tensopol USP94 |
52,4 |
| Versagel M 1600 |
40 |
| Summe |
100 |
Tabelle 4
| |
Gew.% |
| Zetesol TP 300 |
25 |
| Phosphetal 205 |
25 |
| Citrus F 544 421 |
5 |
| Wasser |
45 |
| Summe |
100 |
[0079] Die Massen spülen im Wesentlichen linear ab, wie anhand der nachfolgenden Spülzahlen
des Reinigungsmittels gemäß der Rezeptur a) und der Figur 10 gezeigt wird.
Tabelle:
[0080]
Tabelle 5
| Anzahl Spülungen |
Gewicht in g |
| 0 |
12 |
| 11 |
11 |
| 51 |
6 |
| 106 |
3 |
| 125 |
2 |
| 145 |
0 |
1. Vorrichtung (11) zur Aufnahme wenigstens eines Toilettenreinigungsmittels (13) mit
einem Bügel (14), der zur Befestigung der Vorrichtung (11) am Rand (31) einer Toilettenschüssel
dient, und wenigstens einer Schale (12), die zur Aufnahme wenigstens eines Reinigungsmittels
(13) dient und von Wasser überspülbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (12) nur eine Öffnung (24) aufweist, die im eingehängten Zustand in Richtung
des Inneren (29) der Toilettenschüssel weist und dass oberhalb der Schale (12) ein
Dachelement (40) angeordnet ist, das dazu dient, die Öffnung (24) der Schale (12)
gegenüber dem Wasserschwall zu schützen.
2. Vorrichtung (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachelement (40) in Richtung des Schüsselinneren (29) gegenüber dem in Richtung
des Inneren (29) der Toilettenschüssel weisenden Rand (26) der Schale (12) hervorsteht.
3. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Dachelements (40) ein Leitelement (45) vorgesehen ist, das gegenüber
der Kante (41) des Dachelements (40) in Richtung des Schüsselrandes (31) hervorsteht,
so dass das von dem Dachelement (40) in Richtung des Toilettenschüsselrands (31) herabfließende
Wasser wenigstens teilweise auf dem Leitelement (45) auftrifft.
4. Vorrichtung (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (45) die nach oben weisende Seite (44) der Schalenwand (23) ist oder
eine Platte (47), die sich zwischen dem Dachelement (40) und der Schalenwand (23)
in Richtung der Inneren (29) der Toilettenschüssel bis über den Rand (26) der Schale
(12) erstreckt oder eine Platte (47), die mit der nach oben weisenden Seite (44) der
Schalenwand (23) verbunden ist.
5. Vorrichtung (11) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachelement (40) über einen Haltesteg fest mit der Schalenwand (23) verbunden
ist.
6. Vorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Dachelement (40) und dem Leitelement (45) ein Schlitz (48) befindet,
der vorzugsweise über seine gesamte Breite eine konstante Breite besitzt.
7. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel (13) gelförmig oder pastös ist.
8. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel in der Schale (12) haftet oder klebt.
9. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (11) Schalen (12) umfasst, die nebeneinander angeordnet starr miteinander
verbunden sind, vorzugsweise durch Stege (34).
10. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (12) ein gemeinsames Dachelement (40) und/oder ein gemeinsames Leitelement
(45) oder aber jeweils getrennte Dachelemente (40) und/oder Leitelemente (45) aufweisen,
die sich oberhalb der Schalen (12) erstrecken.
11. Vorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitelemente (45) seitliche Stege (46) aufweisen, die mit dem Dachelement (40)
verbunden sind.
12. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale(n) (12) die Form eines Zylinders mit einem flachen Boden (22) aufweisen.
13. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (12) aus einem geschlossenen Schalenkörper besteht.
14. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Dachelements (40) der Form der nach oben weisenden Seite (44) der Schalenwand
(23) entspricht.
15. Vorrichtung (11) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des Dachelements (40) im Wesentlichen einem Kreisabschnitt folgt.