| (19) |
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(11) |
EP 3 110 577 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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03.03.2021 Patentblatt 2021/09 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.03.2018 Patentblatt 2018/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.02.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/053655 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/127964 (03.09.2015 Gazette 2015/35) |
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| (54) |
RINGWALZVORRICHTUNG
RING ROLLING DEVICE
DISPOSITIF POUR LE LAMINAGE DE BAGUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.01.2017 Patentblatt 2017/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Hatebur Umformmaschinen AG |
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CH-4153 Reinach (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MARITZ, Andreas
4143 Dornach (CH)
- MÜLLER, Wolfgang
79692 Kleines Wiesental (DE)
- STEMMELIN, Pascal
68480 Moernach (FR)
- CHRISTOFFEL, Thomas
5064 Wittnau (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bohest AG |
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Holbeinstrasse 36-38 4051 Basel 4051 Basel (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 098 481 DE-C- 627 721 GB-A- 2 047 590
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DE-B- 1 141 970 DE-C- 703 436 US-A- 4 173 877
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ringwalzvorrichtung gemäss dem Oberbegriff
des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0002] Eine bekannte Variante zum Herstellen von Ringen, beispielsweise für Kugellager,
besteht darin, zunächst einen Ringrohling zu Schmieden, der dann durch Ringwalzen
weiterverarbeitet wird. Zum Ringwalzen wird der Ringrohling um einen Dorn herum gelagert
und dann zwischen dem Dorn und einer Umformwalze gewalzt. Dabei wird die Dicke des
Ringrohlings reduziert und gleichzeitig sein Umfang vergrössert, da kein Material
entfernt wird. Zur Reduzierung der Dicke des Ringrohlings muss der Walzspalt zwischen
dem Dorn und der Umformwalze kontinuierlich verringert werden, was beispielsweise
durch eine Verschiebung des Dorns zur Umformwalze hin oder umgekehrt erfolgen kann.
[0003] Bei einer in der
US 4 173 877 A offenbarten Ringwalzvorrichtung ist die Umformwalze so ausgebildet, dass sich ihr
Radius ausgehend von einer Startzone entgegen der Walzdrehrichtung kontinuierlich
vergrössert. Während des Walzens durch Drehen der Umformwalze erfolgt so bei konstantem
Abstand des Dorns eine kontinuierliche Verkleinerung des Walzspalts, wodurch der Ringrohling
zu einer kleineren Dicke gewalzt wird. Bei dieser Ringwalzvorrichtung sind vier Dorne
an einem Drehtisch gelagert, so dass durch Drehen des Drehtischs um 90° jeweils der
nächste Dorn mit dem nächsten zuvor darum herum angeordneten Ringrohling zur Umformwalze
hin in die Walzposition gedreht wird. Dieses Drehen erfolgt genau dann, wenn dem Drehtisch
die Startzone der Umformwalze zugewandt ist, wo der Ringrohling noch nicht mit der
Umformwalze in Kontakt kommt. Das Walzen des Ringrohlings erfolgt erst danach durch
Drehen der Umformwalze, während der Drehtisch sich nicht mehr dreht.
[0004] Ein Nachteil dieser Ringwalzvorrichtung besteht darin, dass sie eine speziell geformte
Umformwalze benötigt. Ausserdem muss das Walzen des Ringrohlings während genau einer
Umdrehung der Umformwalze erfolgen und der nächste Ringrohling muss durch ein darauf
abgestimmtes Drehen des Drehtischs genau zum richtigen Zeitpunkt in die Walzposition
gebracht werden.
[0005] In der gattungsgemässen
DE 703 436 C ist eine Ringwalzvorrichtung offenbart, die eine Walze als Presselement und einen
Drehtisch mit mehreren darin drehbar gelagerten Dornen umfasst, um die herum die zu
walzenden Ringrohlinge gelagert sind. Durch Drehen des Drehtischs sind die Dorne zum
Presselement hin und wieder von diesem weg bewegbar. Dabei wird zwischen dem Dorn
und dem Presselement ein sich verkleinernder Walzspalt gebildet, in dem der Ringrohling
gewalzt wird. Die Dorne greifen unten jeweils in eine kegelige Bohrung in einem im
Drehtisch drehbar gelagerten Dornwalzenzapfen ein und sind oben jeweils mit einem
zweiten Dornwalzenzapfen fest verbunden.
[0006] Nachteile dieser Ringwalzvorrichtung sind die relativ unpräzise Lagerung der Dorne,
was zu Walzungenauigkeiten führt, und der grosse, relativ schwere Drehtisch, was den
Betrieb verlangsamt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Ringwalzvorrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die ein schnelles und exaktes Zuführen und
Walzen von Ringrohlingen ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung gelöst, wie sie
im unabhängigen Patentanspruch 1 definiert ist. Besonders vorteilhafte Ausführungsvarianten
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0009] Das Wesen der Erfindung besteht im Folgenden: Eine Ringwalzvorrichtung zum Aufweiten
eines Ringrohlings umfasst ein Presselement, einen drehbar gelagerten Dorn, um den
herum der Ringrohling lagerbar ist, und eine drehbare Revolvertrommel, in der der
Dorn drehbar gelagert ist. Durch Drehen der Revolvertrommel ist der Dorn zum Presselement
hin und wieder von diesem weg bewegbar. Die Revolvertrommel ist relativ zum Presselement
so angeordnet, dass durch Drehen der Revolvertrommel zwischen dem Dorn und dem Presselement
ein sich verkleinernder Walzspalt gebildet wird, in dem der Ringrohling während des
Drehens der Revolvertrommel gewalzt wird. Erfindungsgemäss weist die Revolvertrommel
zur drehbaren Lagerung des Dorns mindestens zwei drehbar gelagerte Stützrollen auf,
die den Dorn in Richtung zur Revolvertrommeldrehachse hin abstützen, so dass der Dorn
sich während des Walzens zwischen den Stützrollen und dem Presselement befindet.
[0010] Die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung hat den Vorteil, dass sowohl das Zuführen
des Ringrohlings in die Walzposition als auch das Walzen des Ringrohlings durch das
Drehen der Revolvertrommel zum Presselement hin erfolgt. Durch dieses Drehen wird
zunächst ein Walzspalt gebildet und der Ringrohling mit dem Presselement in Kontakt
gebracht und anschliessend der Walzspalt verkleinert, wodurch der Ringrohling zwischen
dem Dorn und dem Presselement gewalzt wird, das heisst die Wanddicke des Ringrohlings
reduziert wird.
[0011] Die mindestens zwei drehbar gelagerten Stützrollen ermöglichen eine Abstützung des
Dorns während des Walzens zur Aufnahme der Walzkräfte über eine gewünschte Dornlänge
sowie ein Drehen des Dorns während des Walzens um seine Dorndrehachse. Auf diese Weise
kann eine hohe Walzpräzision erreicht werden. Ausserdem braucht der Dorn nur auf die
Stützrollen aufgesetzt zu werden, was sehr schnell erfolgen kann.
[0012] Die Drehachsen des Dorns und der Stützrollen sowie die Revolvertrommeldrehachse und,
falls das Presselement eine Triebwalze ist, dessen Drehachse sind vorzugsweise parallel,
dies ist aber nicht unbedingt notwendig.
[0013] Vorzugsweise umfasst bei der erfindungsgemässen Ringwalzvorrichtung die Revolvertrommel
zwei voneinander beabstandete, drehstarr miteinander verbundene, scheibenartige Trommelteile,
in denen je ein Teil des Dorns drehbar gelagert ist, so dass ein Mittelteil des Dorns
zwischen den beiden scheibenartigen Trommelteilen zur Lagerung eines Ringrohlings
freiliegt. Durch die beiden drehstarr miteinander verbundenen, scheibenartigen Trommelteile
kann der Dorn auf beiden Seiten des den Ringrohling lagernden Mittelteils stabil und
gleichzeitig drehbar gelagert werden.
[0014] Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante weisen die scheibenartigen Trommelteile
zur drehbaren Lagerung des Dorns je mindestens zwei drehbar gelagerte Stützrollen
auf, die den Dorn in Richtung zur Revolvertrommeldrehachse hin abstützen, so dass
der Dorn sich während des Walzens zwischen den Stützrollen und dem Presselement befindet.
Die je mindestens zwei Stützrollen ermöglichen eine Abstützung des Dorns beidseits
des Mittelteils zur Aufnahme der Walzkräfte über eine gewünschte Dornlänge sowie ein
Drehen des Dorns während des Walzens um seine Dorndrehachse.
[0015] Mit Vorteil weist jede Stützrolle einen Stützflansch zur Abstützung des Dorns auf.
Der Dorn liegt dann nur auf den Stützflanschen auf, was ein einfacheres Aufsetzen
ermöglicht.
[0016] Vorzugsweise sind die Stützflansche jeweils an einem Ende der Stützrollen angeordnet
und dienen als seitliche Führungen für den Ringrohling. Der Ringrohling kann so während
des Walzens ohne zusätzliche Bauteile stabilisiert werden.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist der Dorn in der Revolvertrommel
in mindestens einem Wälzlager drehbar gelagert. Wälzlager ermöglichen ebenfalls eine
gute Abstützung des Dorns zur Aufnahme der Walzkräfte über eine gewünschte Dornlänge
sowie ein Drehen des Dorns während des Walzens um seine Dorndrehachse.
[0018] Wälzlager und Stützrollen können auch miteinander kombiniert werden. Insbesondere
ist es möglich, auf der einen Seite des Dorns ein Wälzlager und auf der anderen Seite
Stützrollen vorzusehen.
[0019] Vorzugsweise weist die Revolvertrommel einen Anschlag zur Positionierung des Dorns
in Längsrichtung des Dorns auf. Dies ermöglicht eine genaue Positionierung des Dorns
und des darauf angeordneten Ringrohlings für das Walzen und ist insbesondere dann
von Bedeutung, wenn der Dorn und/oder das Presselement eine Profilierung aufweist,
die auf den Ringrohling übertragen werden soll.
[0020] Mit Vorteil weist die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung eine Dornverstelleinrichtung
zum Verstellen des Dorns in Längsrichtung des Dorns auf. Dies ermöglicht es, durch
Zurückziehen des Dorns, Zuführen eines Ringrohlings in eine Ladeposition und wieder
Vorstossen des Dorns und Durchstecken des Dorns durch den sich in der Ladeposition
befindlichen Ringrohling diesen Ringrohling auf einfache Weise um den Dorn herum anzuordnen
bzw. zu lagern. Umgekehrt kann mit derselben oder einer weiteren Dornverstelleinrichtung
der fertig gewalzte Ring durch Zurückziehen des Dorns wieder vom Dorn entfernt werden.
[0021] Vorzugsweise weist die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung eine Ringrohlingzuführeinrichtung
auf, mit welcher Ringrohlinge einzeln einer Stelle zuführbar sind, an der der Dorn
durch den zugeführten Ringrohling durchsteckbar ist, das heisst der oben genannten
Ladeposition. Dies ermöglicht zusammen mit der Dornverstelleinrichtung auf einfache
Weise das Lagern bzw. Anordnen eines Ringrohlings um den Dorn herum.
[0022] Mit Vorteil sind in der Revolvertrommel mehrere Dorne drehbar gelagert. Dadurch können
gleichzeitig an verschiedenen Stationen verschiedene Verfahren ablaufen. Beispielsweise
kann an einer ersten Station ein Ringrohling um einen Dorn herum gelagert werden,
an einer zweiten Station ein Ringrohling gewalzt werden und an einer dritten Station
ein Ringrohling von einem Dorn entfernt werden. Der Walzdurchsatz kann so erheblich
erhöht werden, das heisst in kürzerer Zeit können mehr Ringrohlinge zu Ringen gewalzt
werden.
[0023] Aufgrund des höheren Walzdurchsatzes wird ein Ringwalzen im Takt des Herstellens
von Ringrohlingen möglich und die Ringwalzvorrichtung kann beispielsweise an eine
Kalt- oder Warmumformmaschine angegliedert werden. Bei einem Angliedern an eine Warmumformmaschine
kann so der Vorteil ausgenutzt werden, dass direkt die von der Warmumformmaschine
hergestellten, noch warmen Ringrohlinge mit der Ringwalzvorrichtung gewalzt werden
können. Ein zusätzliches Aufwärmen der Ringrohlinge kann so für ein Warm-Ringwalzen
entfallen. Grundsätzlich ist aber ein vorgängiges Aufwärmen der Ringrohlinge vor dem
Ringwalzen möglich und erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtungen sind sowohl für ein
Warm-Ringwalzen als auch ein Kalt-Ringwalzen einsetzbar.
[0024] Beim Warm-Ringwalzen kann gegebenenfalls eine Kühlung der Komponenten der Walzeinrichtung,
wie z.B. Dorn, Presselement, Triebwalze etc., vorgesehen sein.
[0025] Vorzugsweise weist die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung eine Antriebseinrichtung
zum Antreiben des Presselements auf, so dass der Ringrohling während des Walzens durch
die Bewegung des Presselements drehbar ist. Dies ermöglicht es, den Ringrohling auf
dem drehbar gelagerten Dorn mit Hilfe des Presselements während des Walzens mehrmals
zu drehen, wobei der Ringrohling bei jeder Drehung zu einer kleineren Dicke gewalzt
wird. Auf diese Weise kann eine grössere Dickenreduktion und ein gleichmässigeres,
materialschonenderes Walzen erreicht werden. Als besonders vorteilhaft hat sich ein
- abhängig von der Grösse des Ringrohlings und der angestrebten Wanddickenreduktion
- drei- bis dreissigmaliges, insbesondere acht- bis zwölfmaliges, Drehen des Ringrohlings
während des Walzens erwiesen.
[0026] Mit Vorteil ist das Presselement eine drehbar gelagerte Triebwalze. Eine solche Triebwalze
kann beispielsweise mittels eines Motors kontinuierlich angetrieben werden und ihrerseits
ihre Drehbewegung auf den um den Dorn herum gelagerten Ringrohling übertragen, sobald
dieser mit der Triebwalze in Kontakt kommt. Im Vergleich zu einem linearen Presselement,
welches bei der erfindungsgemässen Ringwalzvorrichtung auch denkbar wäre, kann das
Drehen der Triebwalze kontinuierlich und mit konstanter Geschwindigkeit erfolgen,
ein wieder Zurückstellen des Presselements nach dem Walzen entfällt.
[0027] Im Folgenden wird die erfindungsgemässe Ringwalzvorrichtung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen detaillierter beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1 -
- eine Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Ringwalzvorrichtung;
- Fig. 2 -
- einen Schnitt durch die Ringwalzvorrichtung von Fig. 1 kurz vor dem Walzen eines Ringrohlings;
- Fig. 3 -
- einen Schnitt durch die Ringwalzvorrichtung von Fig. 1 analog Fig. 2, jedoch während
des Walzens eines Ringrohlings;
- Fig. 4-6 -
- verschiedene perspektivische Detailansichten von Teilen der Ringwalzvorrichtung von
Fig. 1;
- Fig. 7 -
- eine Schnittansicht eines Dorns und zweier Stützrollen der Ringwalzvorrichtung von
Fig. 1;
- Fig. 8 -
- ein zweites Ausführungsbeispiel von vier Stützrollen, die einen Dorn abstützen;
- Fig. 9 -
- Stützrollen und Dorne gemäss Fig. 8 in einer Revolvertrommel;
- Fig. 10 -
- einen Schnitt gemäss der Linie F-F in Fig. 9;
- Fig. 11 -
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer drehbaren Lagerung eines Dorns mit aus einer
Lagerseite herausgezogenem Dorn;
- Fig. 12 -
- die Dornlagerung von Fig. 11 mit beidseitig drehbar gelagertem Dorn;
- Fig. 13 -
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer drehbaren Lagerung eines Dorns;
- Fig. 14 -
- ein beispielhaftes Weg-Zeit-Diagramm der Drehung der Revolvertrommel einer erfindungsgemässen
Ringwalzvorrichtung; und
- Fig. 15 -
- ein beispielhaftes Drehmoment-Zeit-Diagramm der Drehung der Revolvertrommel gemäss
Fig. 14.
[0028] Für die nachstehende Beschreibung gilt die folgende Festlegung: Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen angegeben, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungsteil nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden
oder nachfolgenden Beschreibungsteilen verwiesen. Umgekehrt sind zur Vermeidung zeichnerischer
Überladung für das unmittelbare Verständnis weniger relevante Bezugszeichen nicht
in allen Figuren eingetragen. Hierzu wird auf die jeweils übrigen Figuren verwiesen.
[0029] Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Ringwalzvorrichtung umfasst als Presselement eine Triebwalze 1, die an ihrem Umfang
eine Walzfläche 11 aufweist, welche beidseits durch einen Kragen 12 bzw. 13 begrenzt
ist. Die Kragen 12 bzw. 13 verhindern während des Ringwalzens ein seitliches Ausdehnen
des Ringrohlings 9, wie am besten aus den Fig. 9 und 10 ersichtlich. Die Triebwalze
1 ist über eine Welle 14 an einer Lagerplatte 15 drehbar gelagert und wird mittels
einer Antriebseinrichtung 10 angetrieben.
[0030] Die Lagerplatte 15 ist beispielsweise über drei Schienengreifelemente 151, 152 und
153 in Richtung einer Revolvertrommeldrehachse 39 verstellbar oben und unten an je
einer Schiene 81 bzw. 82 angebracht, die ihrerseits in einem Maschinenrahmen 8 fest
verankert sind. Mittels einer Verstellspindel 154 kann die Lagerplatte 15 und damit
die daran gelagerte Triebwalze 1 in Richtung Walzspalt verstellt werden, wodurch die
Grösse des Walzspalts an seiner engsten Stelle eingestellt werden kann. Die Verstellspindel
154 weist zu diesem Zweck beispielsweise ein Aussengewinde auf, das in ein Innengewinde
in einem Durchgang 83 durch den Maschinenrahmen 8 eingreift, durch den hindurch die
Verstellspindel 154 angeordnet ist.
[0031] Beim Ringwalzen wird der Ringrohling 9 zwischen der Triebwalze 1 und einem Dorn 2
gewalzt, der in einer Revolvertrommel 3 drehbar gelagert ist. Fig. 2 kann entnommen
werden, dass in der vorliegenden Revolvertrommel 3 fünf Dorne 2 gleichmässig verteilt,
bezogen auf die Revolvertrommeldrehachse 39 in einem Winkelabstand von 72°, drehbar
gelagert sind. Die Revolvertrommel 3 ist über eine Welle 33 am Maschinenrahmen 8 drehbar
gelagert und wird mittels einer Antriebseinrichtung 30, beispielsweise ein elektrischer
Antrieb bzw. Servomotor, gedreht.
[0032] Zur Zuführung von Ringrohlingen 9 zu den Dornen 2 in der Revolvertrommel 3 weist
die dargestellte Ringwalzvorrichtung eine Ringrohlingzuführeinrichtung 5 auf. Die
Ringrohlingzuführeinrichtung 5 ist ausgebildet, um Ringrohlinge 9 einzeln einer Stelle
zuzuführen, an der ein Dorn 2 durch den zugeführten Ringrohling 9 durchsteckbar ist,
das heisst einer Ladeposition. Die Ringrohlingzuführeinrichtung 5 weist einen Vorratsschacht
51 auf, in dem mehrere Ringrohlinge 9 speicherbar sind. Der Vorratsschacht 51 ist
an seinem unteren Ende mit einer Öffnung versehen, durch die hindurch ein Ringrohling
9 aufgrund der Schwerkraft direkt zur Ladeposition gelangt. Um zu verhindern, dass
Ringrohlinge 9 unkontrolliert in Richtung Ladeposition fallen, ist ein gelenkig angeordnetes
Rückhalteelement 52 vorhanden, das mittels eines auf eine Kurvenrolle 53 wirkenden
Federelements 54 in einer Rückhalteposition gehalten wird, in der es die Ringrohlinge
9 im Vorratsschacht 51 hält. Zum Freigeben eines einzelnen Ringrohlings 9 wird mittels
einer um die Revolvertrommeldrehachse 39 drehbar angeordneten Steuerkurve 55 einfach
entgegen der Federkraft auf die Kurvenrolle 53 eingewirkt.
[0033] Um einen Ringrohling 9 um einen Dorn 2 herum lagern und später einen gewalzten Ring
90 wieder vom Dorn 2 entfernen zu können, weist die Ringwalzvorrichtung eine Dornverstelleinrichtung
4 zum Verstellen des Dorns 2 in Längsrichtung des Dorns 2 auf. Da das Lagern des Ringrohlings
9 um den Dorn 2 herum und das Entfernen des gewalzten Rings 90 vom Dorn 2 an zwei
verschiedenen Stellen erfolgt, nämlich einerseits direkt unterhalb des Vorratsschachts
51 und andererseits etwa nach einer Drehung der Revolvertrommel 3 um ca. 150°, umfasst
die Dornverstelleinrichtung 4 zwei separate Verstellzylinder 41 und 42, die am Maschinenrahmen
8 befestigt sind.
[0034] Zur Abführung des gewalzten Rings 90 nach der Entfernung vom Dorn 2 ist bei der dargestellten
Ringwalzvorrichtung ein Abführkanal 6 unterhalb der Stelle der Ringentfernung angeordnet.
[0035] Fig. 3 entspricht weitgehend Fig. 2, der Unterschied besteht nur darin, dass die
Revolvertrommel 3 in Fig. 3 etwa 10° im Gegenuhrzeigersinn weiter gedreht ist als
in Fig. 2.
[0036] In Fig. 2 befindet sich ein erster Ringrohling 9 in der Ladeposition direkt unterhalb
des Vorratsschachts 51 und es wird gerade ein erster Dorn 2 durch diesen ersten Ringrohling
9 durchgesteckt. Ein zweiter Ringrohling 9, der um einen zweiten Dorn 2 herum gelagert
ist, welcher sich in einem Winkelabstand von 72° zum ersten Dorn 2 befindet, steht
kurz vor dem Kontakt mit der Triebwalze 1, ist also noch nicht gewalzt worden.
[0037] Um zu der in Fig. 3 dargestellten Situation zu gelangen, wird die Revolvertrommel
3 um ca. 10° im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Dabei verbleibt der erste Ringrohling
9 vorerst noch in der Ladeposition direkt unterhalb des Vorratsschachts 51, es ist
aber erkennbar, dass sich der erste Dorn 2 um ca. 10° gedreht hat und nun an der linken
Innenseite des ersten Ringrohlings 9 anliegt, so dass er diesen bei einem Weiterdrehen
mitziehen wird.
[0038] Der zweite Ringrohling 9 ist durch das Drehen der Revolvertrommel 3 aufgrund der
Verkleinerung des Walzspalts zwischen dem zweiten Dorn 2 und der Triebwalze 1 mit
letzterer in Kontakt gekommen und zu einer geringeren Dicke gewalzt worden. Durch
den Kontakt mit der sich vorzugsweise mit konstanter Geschwindigkeit drehenden, durch
die Antriebseinrichtung 10 angetriebenen Triebwalze 1 wird auf den Ringrohling 9 ein
Drehmoment übertragen, so dass dieser zusammen mit dem drehbar gelagerten zweiten
Dorn 2 ins Drehen um die Drehachse des Dorns, das heisst seine Mittelachse, herum
gebracht wird. Als besonders vorteilhaft hat sich ein - abhängig von der Grösse des
Ringrohlings und der angestrebten Wanddickenreduktion - drei- bis dreissigmaliges,
insbesondere acht- bis zwölfmaliges, bevorzugt ca. zehnmaliges, Drehen des Ringrohlings
während des Walzens erwiesen. Um dies zu erreichen, werden die Drehgeschwindigkeiten
der Triebwalze 1 und der Revolvertrommel 3 geeignet gewählt. Das mehrfache Drehen
des Ringrohlings 9 während des Ringwalzens ermöglicht eine grössere Dickenreduktion
und ein gleichmässigeres, materialschonenderes Walzen.
[0039] In den Fig. 4 und 5 ist die Dornverstelleinrichtung 4 detaillierter dargestellt.
Wie bereits weiter oben beschrieben, umfasst die Dornverstelleinrichtung 4 zwei separate,
am Maschinenrahmen 8 befestigte Verstellzylinder 41 und 42. Der Verstellzylinder 41
umfasst einen ausfahrbaren Kolben 411, an dem ein Stosskopf 412 befestigt ist. Der
Stosskopf 412 stösst bei der in Fig. 4 dargestellten Situation gegen einen Kopf 21
des Dorns 2 und somit beim Ausfahren des Kolbens 411 den Dorn 2 in Dornlängsrichtung
in die Revolvertrommel 3 hinein, wo er durch einen sich in der Ladeposition befindlichen
Ringrohling 9 gesteckt wird.
[0040] Der Verstellzylinder 42 umfasst einen ausfahrbaren Kolben 421, an dem ein Hintergreifkopf
422 befestigt ist. Der Hintergreifkopf 422 hintergreift bei den in den Fig. 4 und
5 dargestellten Situationen den Dornkopf 21 eines weiteren Dorns 2 und zieht somit
beim Einfahren des Kolbens 411 diesen Dorn 2 in Dornlängsrichtung aus der Revolvertrommel
3 und damit auch aus dem in dieser Revolvertrommelposition fertig gewalzten Ring 90
heraus. In Fig. 4 befindet sich der Dorn 2 noch in der Ausgansposition in der Revolvertrommel
3, während er in Fig. 5 teilweise aus der Revolvertrommel 3 herausgefahren ist. Das
Hintergreifen des Dornkopfs 21 durch den Hintergreifkopf 422 erfolgt durch das Drehen
der Revolvertrommel 3, wodurch der Dornkopf 21 über ein Hintergreifteil 4220 des Hintergreifkopfs
422 geschoben wird. Dieses Hintergreifteil 4220 ist an besten in Fig. 6 erkennbar.
[0041] Damit der Dorn 2 beim Drehen der Revolvertrommel 3 in Gegenuhrzeigerrichtung nicht
unbeabsichtigt wieder aus der Revolvertrommel 3 herausbewegt wird, weist die Ringwalzvorrichtung
einen Niederhalter 40 auf, der flanschartig um ein am Maschinenrahmen 8 befestigtes
Montagerohr 81 befestigt ist. Dieser Niederhalter 40 bildet einen Anschlag für den
Dornkopf 21, wie am besten aus Fig. 5 ersichtlich.
[0042] Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Revolvertrommel 3 beim dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei voneinander beabstandete, über eine Welle 33 (siehe Fig. 2) drehstarr miteinander
verbundene, scheibenartige Trommelteile 31 und 32 umfasst, in denen je ein Teil des
Dorns 2 drehbar gelagert ist, so dass ein Mittelteil des Dorns 2, um den ein Ringrohling
9 gelagert ist, zwischen den beiden scheibenartigen Trommelteilen 31, 32 freiliegt.
Zwischen den beiden scheibenartigen Trommelteilen 31, 32 ist ein Abstandsring 34 angeordnet,
der den gegenseitigen Abstand festlegt. Im Trommelteil 32 sind fünf in einem Winkelabstand
von 72° angeordnete Dorndurchgänge 323 für die Dorne 2 vorhanden.
[0043] Zur drehbaren Lagerung der Dorne 2 umfassen die beiden scheibenartigen Trommelteile
31, 32 jeweils pro Dorn 2 je mindestens zwei drehbar gelagerte Stützrollen 311, 312
bzw. 321, 322. Diese Stützrollen 311, 312, 321, 322 stützen den jeweiligen Dorn 2
in Richtung zur Revolvertrommeldrehachse 39 hin ab, so dass der Dorn 2 sich während
des Walzens zwischen den Stützrollen 311, 312, 321, 322 und der Triebwalze 1 befindet.
[0044] Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht eines Dorns 2 mit Dornkopf 21, der von zwei Stützrollen
321, 322 gestützt wird. Es ist ersichtlich, dass die Stützrollen 321, 322, wie auch
die hier nicht dargestellten Stützrollen 311, 312, als Wälzlager ausgebildet sind,
mit Innenrollen 3212 bzw. 3222 und Aussenrollen 3211 bzw. 3221.
[0045] Die Fig. 8 bis 10 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Ringwalzvorrichtung,
bei dem jeweils vier Stützrollen einen Dorn abstützen.
[0046] Fig. 8 ist eine Perspektivansicht von vier Stützrollen 611, 612, 621, 622, die einen
Dorn 2 abstützen, auf dem ein Ringrohling 9 angeordnet ist. Jede Stützrolle 611, 612,
621, 622 umfasst einen äusseren Lagerteil 6110, 6120, 6210, 6220, welcher fest mit
der Revolvertrommel verbunden wird, und eine darin drehbar angeordnete Innenrolle
6111, 6121, 6211, 6221, die an ihrem der gegenüberliegenden Stützrolle zugewandten
Ende mit einem Stützflansch 6112, 6122, 6212, 6222 zur Abstützung des Dorns 2 versehen
sind. Es ist ersichtlich, dass die Stützflansche 6112, 6122, 6212, 6222 als seitliche
Führungen für den Ringrohling 9 dienen.
[0047] In Fig. 9 und 10 sind die Stützrollen 611, 612, 621, 622 sowie weitere Stützrollen
661 und 662 in einer Revolvertrommel 603 angeordnet, wobei Fig. 10 einen Schnitt gemäss
der Linie F-F in Fig. 9 zeigt. Die Revolvertrommel 603 umfasst zwei voneinander beabstandete,
drehstarr miteinander verbundene, scheibenartige Trommelteile 631, 632, in denen jeweils
ein Teil jedes Dorns 2 drehbar gelagert ist.
[0048] Dem unteren Teil von Fig. 10 kann entnommen werden, dass die Stützrollen 661, 662
jeweils einen äusseren Lagerteil 6610, 6620 aufweisen, welcher fest mit dem Trommelteil
631 bzw. 632 verbunden ist. Im Innern der äusseren Lagerteile 6610, 6620 sind Innenrollen
6611, 6621 wälzlagerartig drehbar angeordnet. Die Innenrollen 6611, 6621 sind an ihrem
der gegenüberliegenden Stützrolle zugewandten Ende mit Stützflanschen 6612, 6622 versehen.
[0049] Aus dem oberen Teil von Fig. 10 ist ersichtlich, wie der Dorn 2 von den Stützflanschen
6112 und 6212 abgestützt wird. Im Trommelteil 631 ist ein Anschlag 636 für das eine
Ende des Dorns 2 angeordnet.
[0050] In den Fig. 11 und 12 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer drehbaren Lagerung
eines Dorns 702 in einer Revolvertrommel 703 dargestellt. Die Revolvertrommel 703
umfasst zwei voneinander beabstandete, über eine Welle 733 drehstarr miteinander verbundene,
scheibenartige Trommelteile 731 und 732. Im Trommelteil 731 ist ein Anschlag 736 für
das eine Ende des Dorns 702 über ein Wälzlager 734 drehbar gelagert. Der Anschlag
736 weist eine innenkonische Anschlagsfläche 7360 auf, an der das konisch ausgebildete
eine Ende des Dorns 702 bei vollständig in die Revolvertrommel 703 eingefahrenem Dorn
702 anliegt (siehe Fig. 12). Der Anschlag 736 positioniert den Dorn 702 sowohl in
Längsrichtung als auch seitlich.
[0051] Das Trommelteil 732 umfasst eine Führungsbuchse 737, in der eine rohrförmige Dornhalterung
738 in Dornlängsrichtung verstellbar geführt ist. In der Dornhalterung 738 ist das
dem konischen Ende abgewandte Ende des Dorns 702 über ein Wälzlager 735 drehbar gehalten.
Über die Dornhalterung 738 kann der Dorn 702 von der in Fig. 11 dargestellten herausgezogenen
Position in die in Fig. 12 dargestellte eingefahrene Position und umgekehrt verstellt
werden.
[0052] Der Vorteil dieser Art von Dornlagerung besteht darin, dass der Dorn 702 durch den
Anschlag 736 sowohl in Längsrichtung als auch seitlich exakt positioniert ist. Dies
ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Walzfläche 11 der Triebwalze 1 und/oder
der den Ringrohling 9 tragende Mittelteil des Dorns 702 profiliert ist und der gewalzte
Ring ein bestimmtes Profil aufweisen soll. Im vorliegenden Fall weist der Dorn 702
eine Ringwulst 720 auf, aufgrund welcher der Ringrohling 9 beim Ringwalzen mit einer
Ringnut versehen wird. Dank dem Anschlag 736 wird diese Ringnut an der richtigen Stelle
des Ringrohlings 9 erzeugt.
[0053] Abgesehen von der Revolvertrommel 703 und dem Dorn 702 können die übrigen Bestandteile
der Ringwalzvorrichtung gemäss diesem dritten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
wie zuvor im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben ausgebildet
sein. Anstatt direkt am Dorn greift die Dornverstelleinrichtung 4 einfach an der Dornhalterung
738 an.
[0054] Fig. 13 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer drehbaren Lagerung eines Dorns
802 in einer Revolvertrommel 803. Die Revolvertrommel 803 umfasst zwei voneinander
beabstandete, über eine nicht dargestellte Welle drehstarr miteinander verbundene,
scheibenartige Trommelteile 831 und 832. Im Trommelteil 831 ist ein Längsanschlag
836 für das eine Ende des Dorns 802 fix verankert. Die Seitenführung für dieses Ende
des Dorns 802 erfolgt mittels eines mit einem Durchgang für den Dorn 802 versehenen,
angewinkelten Seitenführungselements 837.
[0055] Das Trommelteil 832 umfasst eine Führungsbuchse 838 und ein mit einem Durchgang für
den Dorn 802 versehenes, angewinkeltes Seitenführungselement 839.
[0056] Auch bei dieser Art von Dornlagerung ist der Dorn 802 sowohl in Längsrichtung als
auch seitlich exakt positioniert, was wiederum wichtig ist, da der Dorn 802 im vorliegenden
Fall eine Ringwulst 820 aufweist, aufgrund welcher der Ringrohling 9 beim Ringwalzen
mit einer Ringnut versehen wird.
[0057] Abgesehen von der Revolvertrommel 803 und dem Dorn 802 können die übrigen Bestandteile
der Ringwalzvorrichtung gemäss diesem vierten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
wie zuvor im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben ausgebildet
sein.
[0058] Fig. 14 zeigt ein beispielhaftes Weg-Zeit-Diagramm und Fig. 15 ein korrespondierendes
beispielhaftes Drehmoment-Zeit-Diagramm der Drehung der Revolvertrommel einer erfindungsgemässen
Ringwalzvorrichtung.
[0059] Den beiden Diagrammen kann entnommen werden, dass die Revolvertrommel zunächst eine
gewisse Zeit lang still steht. Während dieser Zeit befindet sich ein Ringrohling 9
in der Ladeposition und es wird ein Dorn durch den Ringrohling 9 durchgesteckt und
bis zu einem allfälligen Anschlag in die Revolvertrommel eingefahren. Die Revolvertrommel
3 wird dann in Drehung versetzt und der genannte Dorn mit dem darum herum gelagerten
Ringrohling 9 zur Triebwalze 1 hin gedreht. Dies erfordert zunächst ein schnell ansteigendes
Anfangsdrehmoment, das dann abnimmt und sogar negativ wird, bis der Ringrohling 9
grob vor der Triebwalze 1 vorpositioniert ist. Während dieser Zeit dreht sich die
Revolvertrommel um einen relativ grossen Drehwinkel von ca. 60°. Es erfolgt dann eine
genaue Positionierung des Ringrohlings 9 mit zunächst wieder steigendem und dann sinkendem
Drehmoment, die deutlich langsamer vorgenommen wird, das heisst die Drehgeschwindigkeit
der Revolvertrommel ist deutlich kleiner. Sobald der Ringrohling 9 dann im Walzspalt
an der Triebwalze 1 anschlägt und das eigentliche Ringwalzen beginnt, steigt das benötigte
Drehmoment in sehr kurzer Zeit rapide an. Während des eigentlichen Ringwalzens nimmt
das Drehmoment wieder kontinuierlich bis auf 0 ab. Danach beginnt ein neuer Zyklus.
[0060] Zu den vorbeschriebenen Ringwalzvorrichtungen sind weitere Variationen realisierbar
und alle genannten Vorrichtungsmerkmale sind grundsätzlich frei kombinierbar, solange
dem technisch nichts entgegensteht.
[0061] Beispielsweise können bei grösseren Ringrohlingen und entsprechend dicken Dornen
diese nur einseitig gelagert werden.
[0062] Das Zuführen der Ringrohlinge zur Revolvertrommel kann alternativ auch über schwenkbare
oder über in einer Förderkette gelagerte Dorne erfolgen.
1. Ringwalzvorrichtung zum Aufweiten eines Ringrohlings (9), mit einem Presselement (1),
einem drehbar gelagerten Dorn (2; 702; 802), um den herum der Ringrohling (9) lagerbar
ist, und einer drehbaren Revolvertrommel (3; 603; 703; 803), in der der Dorn (2; 702;
802) drehbar gelagert ist, wobei durch Drehen der Revolvertrommel (3; 603; 703; 803)
der Dorn (2; 702; 802) zum Presselement (1) hin und wieder von diesem weg bewegbar
ist, wobei die Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) relativ zum Presselement (1) so
angeordnet ist, dass durch Drehen der Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) zwischen
dem Dorn (2; 702; 802) und dem Presselement (1) ein sich verkleinernderWalzspalt gebildet
wird, in dem der Ringrohling (9) während des Drehens der Revolvertrommel (3; 603;
703; 803) gewalzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) zur drehbaren Lagerung des Dorns (2; 702;
802) mindestens zwei drehbar gelagerte Stützrollen (311, 312, 321, 322; 611, 612,
621, 622, 661, 662) aufweist, die den Dorn (2; 702; 802) in Richtung zur Revolvertrommeldrehachse
(39) hin abstützen, so dass der Dorn (2; 702; 802) sich während des Walzens zwischen
den Stützrollen (311, 312, 321, 322; 611, 612, 621, 622, 661, 662) und dem Presselement
(1) befindet.
2. Ringwalzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) zwei voneinander beabstandete, drehstarr miteinander
verbundene, scheibenartige Trommelteile (31, 32; 631, 632; 731, 732; 831, 832) umfasst,
in denen je ein Teil des Dorns (2; 702; 802) drehbar gelagert ist, so dass ein Mittelteil
des Dorns (2; 702; 802) zwischen den beiden scheibenartigen Trommelteilen (31, 32;
631, 632; 731, 732; 831, 832) zur Lagerung eines Ringrohlings (9) freiliegt.
3. Ringwalzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die scheibenartigen Trommelteile (31, 32; 631, 632) zur drehbaren Lagerung des Dorns
(2) je mindestens zwei drehbar gelagerte Stützrollen (311, 312, 321, 322; 611, 612,
621, 622, 661, 662) aufweisen, die den Dorn (2) in Richtung zur Revolvertrommeldrehachse
(39) hin abstützen, so dass der Dorn (2; 702; 802) sich während des Walzens zwischen
den Stützrollen (311, 312, 321, 322; 611, 612, 621, 622, 661, 662) und dem Presselement
(1) befindet.
4. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stützrolle (611, 612, 621, 622, 661, 662) einen Stützflansch (6112, 6122, 6212,
6222, 6612, 6622) zur Abstützung des Dorns (2; 702; 802) aufweist.
5. Ringwalzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützflansche (6112, 6122, 6212, 6222, 6612, 6622) jeweils an einem Ende der
Stützrollen (611, 612, 621, 622, 661, 662) angeordnet sind und als seitliche Führungen
für den Ringrohling (9) dienen.
6. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (702) in der Revolvertrommel (703) in mindestens einem Wälzlager (734, 735)
drehbar gelagert ist.
7. Ringwalzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn nur einseitig gelagert ist.
8. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) einen Anschlag (636; 736; 836) zur Positionierung
des Dorns (2; 702; 802) in Längsrichtung des Dorns (2; 702; 802) aufweist.
9. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Dornverstelleinrichtung (4) zum Verstellen des Dorns (2; 702; 802) in Längsrichtung
des Dorns (2; 702; 802) aufweist.
10. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Ringrohlingzuführeinrichtung (5) aufweist, mit welcher Ringrohlinge (9)
einzeln einer Stelle zuführbar sind, an der der Dorn (2; 702; 802) durch den zugeführten
Ringrohling (9) durchsteckbar ist.
11. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Revolvertrommel (3; 603; 703; 803) mehrere Dorne (2; 702; 802) drehbar gelagert
sind.
12. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Antriebseinrichtung (10) zum Antreiben des Presselements (1) aufweist, so
dass der Ringrohling (9) während des Walzens durch die Bewegung des Presselements
(1) drehbar ist.
13. Ringwalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement eine drehbar gelagerte Triebwalze (1) ist.
1. Ring rolling device for enlarging a ring blank (9), with a press element (1), a rotatably
mounted mandrel (2; 702; 802) around which the ring blank (9) can be mounted, and
a rotatable revolver drum (3; 603; 703; 803), in which the mandrel (2; 702; 802) is
rotatably mounted, wherein the mandrel (2; 702; 802) can be moved toward and away
from the press element (1) by rotating the revolver drum (3; 603; 703; 803), wherein
the revolver drum (3; 603; 703; 803) is disposed relative to the press element (1)
such that, by rotating the revolver drum (3; 603; 703; 803), a decreasing roll gap
is formed between the mandrel (2; 702; 802) and the press element (1), in which the
ring blank (9) is rolled during rotation of the revolver drum (3; 603; 703; 803),
characterized in that the revolver drum (3; 603; 703; 803) comprises at least two rotatably mounted support
rollers (311, 312, 321, 322; 611, 612, 621, 622, 661, 662) for the rotatable mounting
of the mandrel (2; 702; 802), which support the mandrel (2; 702; 802) in the direction
of the rotation axis (39) of the revolver drum, so that the mandrel (2; 702; 802)
is situated between the support rollers (311, 312, 321, 322; 611, 612, 621, 622, 661,
662) and the press element (1) during the rolling process.
2. Ring rolling device according to Claim 1, characterized in that the revolver drum (3; 603; 703; 803) comprises two spaced, disc-like drum parts (31,
32; 631, 632; 731, 732; 831, 832), which are torsionally rigidly connected to one
another and in each of which a part of the mandrel (2; 702; 802) is rotatably mounted,
so that a middle part of the mandrel (2; 702; 802) between the two disc-like drum
parts (31, 32; 631, 632; 731, 732; 831, 832) is exposed for mounting a ring blank
(9).
3. Ring rolling device according to Claim 2, characterized in that, for the rotatable mounting of the mandrel (2), the disc-like drum parts (31, 32;
631, 632) each comprise at least two rotatably mounted support rollers (311, 312,
321, 322; 611, 612, 621, 622, 661, 662), which support the mandrel (2) in the direction
of the rotation axis (39) of the revolver drum, so that the mandrel (2; 702; 802)
is situated between the support rollers (311, 312, 321, 322; 611, 612, 621 , 622,
661, 662) and the press element (1) during the rolling process.
4. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that each support roller (611, 612, 621, 622, 661, 662) comprises a support flange (6112,
6122, 6212, 6222, 6612, 6622) for supporting the mandrel (2; 702; 802).
5. Ring rolling device according to Claim 4, characterized in that the support flanges (6112, 6122, 6212, 6222, 6612, 6622) are respectively disposed
at one end of the support rollers (611, 612, 621, 622, 661, 662) and serve as lateral
guides for the ring blank (9).
6. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the mandrel (702) in the revolver drum (703) is rotatably mounted in at least one
rolling bearing (734, 735).
7. Ring rolling device according to Claim 1, characterized in that the mandrel is only mounted on one side.
8. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the revolver drum (3; 603; 703; 803) comprises a stop (636; 736; 836) for positioning
the mandrel (2; 702; 802) in the longitudinal direction of the mandrel (2; 702; 802).
9. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that it comprises a mandrel adjuster (4) for adjusting the mandrel (2; 702; 802) in the
longitudinal direction of the mandrel (2; 702; 802).
10. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that it comprises a ring blank feed mechanism (5), with which ring blanks (9) can be fed
individually to a location in which the mandrel (2; 702; 802) can be pushed through
the fed ring blank (9).
11. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that a plurality of mandrels (2; 702; 802) are rotatably mounted in the revolver drum
(3; 603; 703; 803) .
12. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that it comprises a drive mechanism (10) for driving the press element (1), so that the
ring blank (9) can be rotated by the movement of the press element (1) during the
rolling process.
13. Ring rolling device according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the press element is a rotatably mounted drive roller (1).
1. Dispositif de galetage annulaire pour évaser une ébauche annulaire (9), comportant
un élément de pressage (1), un mandrin (2 ; 702 ; 802) monté mobile en rotation, autour
duquel peut venir se poser l'ébauche annulaire (9), et un barillet revolver rotatif
(3 ; 603 ; 703 ; 803) dans lequel le mandrin (2 ; 702 ; 802) est monté mobile en rotation,
et par rotation du barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803) le mandrin (2 ; 702 ; 802)
est mobile vers l'élément de pressage (1) et en éloignement de celui-ci, dans lequel
le barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803) est agencé par rapport à l'élément de pressage
(1) de telle sorte que par rotation du barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803), il
se forme entre le mandrin (2 ; 702 ; 802) et l'élément de pressage (1) une emprise
qui se réduit dans laquelle l'ébauche annulaire (9) est galetée pendant la rotation
du barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803),
caractérisé en ce que
pour le montage rotatif du mandrin (2 ; 702 ; 802), le barillet revolver (3 ; 603
; 703 ; 803) comprend au moins deux galets de soutien (311, 312, 321, 322 ; 611, 612,
621, 622, 661, 662), montés mobiles en rotation, qui soutiennent le mandrin (2 ; 702
; 802) en direction vers l'axe de rotation (39) du barillet revolver, de sorte que
pendant le galetage le mandrin (2 ; 702 ; 802) se trouve entre les galets de soutien
(311, 312, 321, 322 ; 611, 612, 621, 622, 661, 662) et l'élément de pressage (1).
2. Dispositif de galetage annulaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803) comprend deux parties de barillet (31,
32 ; 631, 632 ; 731, 732 ; 831, 832) en forme de disques, espacées l'une de l'autre
et reliées solidairement en rotation l'une à l'autre, dans lesquelles est montée mobile
en rotation une partie respective du mandrin (2 ; 702 ; 802), de sorte qu'une partie
centrale du mandrin (2 ; 702 ; 802) se situe à découvert entre les deux parties de
barillet (31, 32 ; 631, 632 ; 731, 732 ; 831, 832) en forme de disque, pour le montage
d'une ébauche annulaire (9) .
3. Dispositif de galetage annulaire selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les parties de barillet (31, 32 ; 631, 632) en forme de disques destinées au montage
rotatif du mandrin (2) comprennent chacune au moins deux galets de soutien (311, 312,
321, 322 ; 611, 612, 621, 622, 661, 662) montés mobiles en rotation qui soutiennent
le mandrin (2) en direction vers l'axe de rotation (39) du barillet revolver de telle
sorte que pendant le galetage le mandrin (2 ; 702 ; 802) se trouve entre les galets
de soutien (311, 312, 321, 322 ; 611, 612, 621, 622, 661, 662) et l'élément de pressage
(1).
4. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
chaque galet de soutien (611, 612, 621, 622, 661, 662) comprend une bride de soutien
(6112, 6122, 6212, 6222, 6612, 6622) pour soutenir le mandrin (2 ; 702 ; 802).
5. Dispositif de galetage annulaire selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
les brides de soutien (6112, 6122, 6212, 6222, 6612, 6622) sont agencées chacune à
une extrémité des galets de soutien (611, 612, 621, 622, 661, 662) et servent de guidages
latéraux pour l'ébauche annulaire (9).
6. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le mandrin (702) est monté mobile en rotation dans le barillet revolver (703) dans
au moins un palier à roulement (734, 735).
7. Dispositif de galetage annulaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le mandrin n'est monté que unilatéralement.
8. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
le barillet revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803) comprend une butée (636 ; 736 ; 836) pour
positionner le mandrin (2 ; 702 ; 802) en direction longitudinale du mandrin (2 ;
702 ; 802).
9. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
il comprend un moyen (4) de réglage de mandrin pour régler le mandrin (2 ; 702 ; 802)
en direction longitudinale du mandrin (2 ; 702 ; 802).
10. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
il comprend un moyen d'amenée d'ébauche annulaire (5) permettant d'amener des ébauches
annulaires (9) individuellement à un emplacement auquel le mandrin (2 ; 702
; 802) peut venir s'enfiler à travers l'ébauche annulaire (9) amenée.
11. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
plusieurs mandrins (2 ; 702 ; 802) sont montés mobiles en rotation dans le barillet
revolver (3 ; 603 ; 703 ; 803).
12. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
il comprend un moyen d'entraînement (10) pour entraîner l'élément de pressage (1),
de sorte que l'ébauche annulaire (9) est capable de tourner par le mouvement de l'élément
de pressage (1) pendant le galetage.
13. Dispositif de galetage annulaire selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
l'élément de pressage est un rouleau entraîneur (1) monté mobile en rotation.
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