[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung für ein Möbel, insbesondere
ein aufhängbares Hängemöbel, an einem an einer Wand festlegbaren Gegenlager gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Aushängen der Aufhängevorrichtung.
[0002] Derartige Aufhängevorrichtungen dienen der Montage an der Wand hängender Möbel und
bestehen im Wesentlichen aus einem an einer Möbelrück- und/oder Seitenwand festlegbaren
Gehäuse sowie einem an dem Gehäuse aus einer Ebene parallel zu einer Grundfläche des
Gehäuses heraus verschwenkbar angeordneten Tragelement und wirkt zusammen mit einem
an einer Wand befestigbaren Gegenlager. Das Tragelement selbst weist dabei ein Hakenteil,
wie beispielsweise ein hakenartig geformtes Kopfstück, auf, das in das an der Wand
befestigte Gegenlage einhängbar ist. Um zu gewährleisten, dass ein einmal angebrachtes
Möbel sich nicht unbeabsichtigt von dem Gegenlager lösen kann, ist an dem Tragelement
ein Sicherungselement angeordnet, mit dem ein unbeabsichtigtes Lösen des Tragelements
vom Gegenlager verhindert werden kann.
[0003] Eine gattungsgemäße Aufhängevorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 20 2012 012 377 U1 bekannt. In dieser Schrift sind zur Verhinderung eines unbeabsichtigten Lösens des
Tragelements Vorsprünge am Tragelement vorgesehen, die die an der Wand befestigte
Tragschiene untergreifen. Beim Aufhängen des Möbels ist es hier erforderlich, das
Tragelement in die verschwenkte Stellung zu verstellen und sodann das Hakenteil am
Gegenlager einzuhaken und danach den Möbelkorpus an die Wand anzurücken, indem das
Tragelement in Richtung zur vertikalen Position zurückverstellt werden muss, wobei
die Vorsprünge des Tragelements eine zum Möbel weisende, zusätzlich erforderliche,
vorstehende untere Abkantung des Gegenlagers untergreifen. Die der Sicherung gegen
Aushängen dienenden Vorsprünge müssen daher zum Hakenteil ausreichend beabstandet
angeordnet werden. Zudem wird zusätzlich eine vorstehende untere Abkantung am Gegenlager
benötigt, die zusätzliches Material erforderlich macht. Die Demontage erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge. Bedingt durch die festgelegte Gestaltung der zu dem Tragelement vorstehenden
Vorsprünge, welche als Sicherungselemente wirken, ist eine Sicherung der Aufhängevorrichtung
in einer von der Wand abgestellten Position nicht möglich, da in der abgestellten
Position das Tragelement gegenüber dem Gegenlager so verschwenkt ist, dass die als
Sicherungselemente dienenden Vorsprünge des Tragelements in dieser Position die vorstehende
untere Abkantung des Gegenlagers nicht mehr untergreifen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Aufhängevorrichtung für ein Möbel
bereitzustellen, das in einfacher Weise in das Gegenlager einhängbar ist und auch
in einer ausgestellten Position gegen unbeabsichtigtes Lösen vom Gegenlager gesichert
ist. Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Aushängen eines Möbels
mit der Aufhängevorrichtung bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Aufhängevorrichtung für ein Möbel mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Aushängen eines Möbels mit der Aufhängevorrichtung
mit den Merkmalen und Verfahrensschritten des Anspruchs 18 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Aufhängevorrichtung weist ein an der Möbelwand festlegbares
Gehäuse auf. In dem Gehäuse ist ein aus einer Ebene parallel zu einer Grundfläche
des Gehäuses heraus verschwenkbares Tragelement angeordnet. Das Tragelement ist an
einem an einer Wand befestigbaren Gegenlager einhängbar. Das Tragelement weist dabei
ein Hakenteil auf, das in das Gegenlager einhängbar ist. Des Weiteren ist an dem Tragelement
ein Sicherungselement zur Verhinderung eines unbeabsichtigten Lösens des Tragelements
von dem Gegenlager angeordnet. Dieses Sicherungselement ist auslenkbar an dem Tragelement
angeordnet und derart positioniert, dass das Sicherungselement bei einem Einhängen
des Hakenteils vor Erreichen einer eingehängten Endposition des Tragelements relativ
zu dem Gegenlager durch das Gegenlager einrückbar ist und bei Erreichen der Endposition
des Tragelements in eine das Tragelement gegen ein Aushängen sichernde Sperrposition
selbsttätig, durch eine Rückschwenkkraft beaufschlagt, auslenkt.
[0007] Die Rückschwenkkraft kann durch einen Kraftspeicher oder durch die Wirkung der Schwerkraft
an dem beweglich gelagerten Sicherungselement eingebracht werden. Es ist aber auch
möglich, die Gestaltung des Sicherungselementes als Blattfederelement auszuführen,
so dass die Rückschwenkung allein durch die Rückbiegung der Blattfeder nach Erreichen
der eingehängten Position am Gegenlager erfolgt.
[0008] Mit einer solchen Aufhängevorrichtung ist es ermöglicht, dass bei gegenüber dem Gehäuse
der Aufhängevorrichtung weitgehend voreingestelltem Tragelement beim Einhängen des
Möbels ein Verschwenken des Möbels nicht erforderlich ist und gegebenenfalls das Tragelement
nur geringfügig nachgestellt werden muss, wodurch die Montagezeit für die Montage
mit dem Gegenlager reduziert wird.
[0009] Zum Zweiten ist mit einer derart ausgebildeten Aufhängevorrichtung ermöglicht, dass
das Möbel auch bei teilweise oder in einer Ausführungsvariante auch bei vollständig
ausgestelltem Tragelement gegen ein unbeabsichtigtes Lösen des Tragelements von einem
Gegenlager gesichert ist, da das Sicherungselement auch bei teilweise oder in einer
Ausführungsvariante auch bei vollständig ausgestelltem Tragelement, nach wie vor,
das Tragelement gegen ein unbeabsichtigtes Aushängen sichert.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung untergreift das Sicherungselement
in der Sperrposition das Gegenlager zumindest teilweise, wodurch ein vertikales Anheben,
und somit ein Aushängen aus dem Gegenlager, verhindert wird.
[0012] Das Sicherungselement weist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante einen
in der eingehängten Position in Richtung des Gegenlagers vorstehenden Blockiersteg
auf.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist das Sicherungselement
schwenkbar am Tragelement gelagert. Diese schwenkbare Lagerung ermöglicht das Einrücken
des Sicherungselements beim Einhängen des Tragelements am Gegenlager durch Anrücken
eines Teilstücks des Gegenlagers gegen das Sicherungselement.
[0014] Zum Rückschwenken des Sicherungselementes bei Erreichen der eingehängten Endposition
des Tragelements ist an dem Sicherungselement nach einer vorteilhaften Ausführungsvariante
wenigstens ein sich am Tragelement abstützender Kraftspeicher, bevorzugt als Federsteg
ausgebildet, angeordnet.
[0015] Zur Begrenzung eines Verschwenkungswinkels des Sicherungselements ist nach einer
weiteren Ausführungsvariante der Erfindung an dem Sicherungselement wenigstens ein
sich am Tragelement abstützender Anschlag angeformt.
[0016] Nach einer alternativen Ausführungsvariante ist das Sicherungselement als Blattfederelement
ausgebildet. Die Ausführung als Blattfederelement zeichnet sich durch geringe Herstellungs-
und Materialkosten aus.
[0017] Dieses als Blattfederelement ausgebildete Sicherungselement ist bevorzugt am Tragelement
unlösbar befestigt, beispielsweise angenietet.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist das Tragelement in einer
Richtung quer zur Längsachse und zur Grundfläche des Gehäuses verstellbar am Gehäuse
festgelegt und ermöglicht so eine Tiefenverstellung des Möbels gegenüber der Wand.
[0019] Das Sicherungselement nimmt nach einer Ausführungsvariante der Erfindung im eingehängten
Zustand des Tragelements im Gegenlager auch bei maximal ausgeschwenktem Tragelement
noch die gegen ein Aushängen sichernde Sperrposition ein.
[0020] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist das Tragelement
in Richtung der Längsachse des Gehäuses verstellbar am Gehäuse festgelegt, was eine
Höhenjustierung des Möbels ermöglicht.
[0021] Die Erfindung ermöglicht es, die Aufhängevorrichtung auch an Gegenlagern einzusetzen,
an der keine, zum Untergriff dienende untere Abkantung ausgeführt ist, da der Blockiersteg
zur Sicherung nahe zum Haken angeordnet werden kann, wobei Kosten und Material bei
der Herstellung des Gegenlagers eingespart werden.
[0022] Gemäß einer alternativen Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung
nimmt das Sicherungselement im eingehängten Zustand des Tragelements im Gegenlager
bei maximal ausgeschwenktem Tragelement eine ein Aushängen des Möbels ermöglichende
Freigabeposition ein.
[0023] Dadurch ist eine solchermaßen ausgebildete Aufhängevorrichtung beispielsweise auch
zum Aufhängen von als Eckschrank ausgebildeten Möbeln einsetzbar, bei denen ein Ankippen
zur Demontage nicht möglich ist.
[0024] Ein weiterer Vorteil einer solchermaßen ausgebildeten Aufhängevorrichtung besteht
darin, dass eine solche Aufhängevorrichtung auch in vertikaler Richtung betrachtet
relativ weit unten am Möbel angebracht werden kann, was bei Aufhängevorrichtungen,
die zur Demontage des Möbels eine Kippbewegung erfordern, nicht möglich wäre, da man
diese Möbel nicht um einen ausreichend großen Kippwinkel kippen könnte.
[0025] Eine solche Aufhängevorrichtung ermöglicht schließlich auch die Anbringung von zwei
oder mehr solcher Aufhängevorrichtungen in unterschiedlichen Höhen, insbesondere vertikal
übereinander, was beispielsweise bei sehr schweren Möbeln aus Sicherheitsaspekten
erforderlich sein kann.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist das Sicherungselement als zweiarmiges
Hebelelement mit zwei Armen und einem die Arme verbindenden Blockiersteg ausgebildet.
Das Sicherungselement ist dabei derart schwenkbar am Tragelement gelagert, dass bei
einem Ausschwenken des Tragelements in die maximal ausgeschwenkte Stellung der Blockiersteg
durch Anlage wenigstens eines der freien Enden der Arme am Gehäuse zum Tragelement
hin in die Freigabeposition verschwenkbar ist und so ein Aushängen des Sicherungselementes
bzw. des Möbels ohne Kippbewegung ermöglicht.
[0027] Um den Blockiersteg hinreichend weit bei maximal ausgeschwenktem Tragelement in die
Freigabeposition zu verschwenken, ist nach einer vorteilhaften Ausführungsvariante
am freien Ende wenigstens eines der Arme des Sicherungselements ein sich in Richtung
des Gehäuses erstreckender Abstützsteg angeformt.
[0028] Dadurch wird eine Verschwenkung des als zweiarmiges Hebelelement ausgebildeten Sicherungselements
um eine Schwenkachse, über die das Sicherungselement am Tragelement gelagert ist,
von dem an der Wand befestigten Gegenlager weg bewirkt, so dass das Möbel senkrecht
nach oben abgehoben werden kann.
[0029] Die Schwenkachse des Sicherungselementes wird nach einer bevorzugten Ausführungsvariante
durch an einander zugewandten Innenseiten der Arme angeformten Schwenkzapfen gebildet,
die in Aufnahmen des Tragelements gelagert sind, wobei die Schwenkachse des Sicherungselementes
zwischen der Schwenkachse des Tragelementes und dem Hakenteil des Tragelements angeordnet
ist und sich die freien Enden der Arme über die Schwenkachse des Tragelements hinaus
erstrecken.
[0030] Gemäß einer nochmals alternativen Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung
ist das Sicherungselement in einer Ausnehmung des Tragelements aufgenommen und auf
einer dem Gehäuse zugewandten Seite des Blockierstegs ein Fortsatz angeformt, der
im Eingriff mit einem Hakenteil eines als zweiarmiges Hebelelement ausgebildeten Deaktivierungsteils
steht. Hier ist demnach zur Deaktivierung des Sicherungselements ein separates Bauteil
in Gestalt des Deaktivierungsteils vorgesehen.
[0031] Das Deaktivierungsteil ist in dieser Variante bevorzugt mit zwei Armen und einem
die Arme verbindenden Steg ausgebildet, wobei das Hakenteil an dem Steg angeformt
ist und wobei das Deaktivierungsteil derart schwenkbar am Tragelement gelagert ist,
dass bei einem Ausschwenken des Tragelements in die maximal ausgeschwenkte Stellung
der Blockiersteg des Sicherungselements durch Anlage wenigstens eines der freien Enden
der Arme am Gehäuse und den Eingriff des Fortsatzes mit dem Hakenteil zum Tragelement
hin in die Freigabeposition verschwenkbar ist.
[0032] Gemäß einer nochmals alternativen Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung
ist an dem Tragelement ein zwischen einer Neutralposition und einer Deaktivierungsposition
bewegbarer Druckbolzen vorgesehen, mit dem das Sicherungselement aus einer ein Lösen
des Tragelements von dem Gegenlager verhindernden Sperrposition in die ein Lösen des
Tragelements von dem Gegenlager ermöglichenden Freigabeposition verschwenkbar ist.
[0033] Dadurch ist das Sicherungselement unabhängig von der Position des Tragelements in
seine Freigabeposition verschwenkbar, um ein Aushängen der Aufhängevorrichtung bzw.
des Möbels aus dem Gegenlager zu ermöglichen.
[0034] Der Druckbolzen ist besonders bevorzugt als Druckschraube ausgebildet, die in einer
mit einem Innengewinde versehenen Lasche aufgenommen ist. Der Druckbolzen ist dabei
durch eine Öffnung in einer Rückwand des Möbels betätigbar, durch die auch ein Einstellelement
zur Verstellung des Tragelements in einer Richtung quer zur Längsachse und zur Grundfläche
des Gehäuses zugänglich ist.
[0035] Dies hat den Vorteil, dass in der Korpusrückwand des Möbels keine zusätzliche Bohrung
vorgenommen werden muss, um den Druckbolzen zu betätigen.
[0036] Die Erfindung betrifft auch eine Verwendung einer Aufhängevorrichtung, wie oben beschrieben,
zum aushängesicheren Aufhängen eines Möbels, insbesondere ein an einer Wand aufhängbares
Hängemöbel an einem an einer Wand angeordneten Gegenlager.
[0037] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aushängen einer oben beschriebenen Aufhängevorrichtung
von einem Gegenlager wird zunächst der Verschwenkungswinkel des Tragelements in die
maximale Stellung gebracht, dann das Möbel relativ zur Wandebene über eine gedachte
gemeinsame Achse, die durch die Kontaktstellen an den mindestens zwei Hakenteilen
mit dem Steg am Gegenlager gebildet ist, geneigt, indem die vordere untere Möbelkante
von der Wand weggeschwenkt und schließlich das Möbel vertikal angehoben wird, bis
das Hakenteil außer Eingriff mit dem Gegenlager gelangt.
[0038] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung,
- Figur 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der in Figur 1 gezeigten Ausführungsvariante
der Aufhängevorrichtung,
- Figur 3
- eine Explosionsdarstellung des Tragelements und des Sicherungselements gemäß der in
den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung aus einer
anderen Perspektive,
- Figur 4
- eine perspektivische Detaildarstellung des in Figur 3 gezeigten Explosionsdarstellung
des Tragelements und des am Tragelement festzulegenden Sicherungselements aus einer
anderen Perspektive,
- Figur 5
- eine Seitenansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Tragelements mit montiertem
Sicherungselement in der Sperrposition,
- Figur 6
- eine Seitenansicht des Tragelements und des Sicherungselements entsprechend Figur
5 mit eingedrücktem Sicherungselement,
- Figuren 7a - 7c)
- mehrere Seitenansichten der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Aufhängevorrichtung,
montiert an einem Möbel, mit einem an einer Wand festgelegten Gegenlager zur Darstellung
eines Montagevorgangs,
- Figuren 8a- 8d)
- den Figuren 7a-c) entsprechende Darstellungen eines Demontagevorgangs,
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsvariante eines Tragelements
einer Aufhängevorrichtung,
- Figur 10
- eine Explosionsdarstellung der in Figur 9 gezeigten alternativen Ausführungsvariante
eines Tragelements mit dem Sicherungselement
- Figur 11
- eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante einer Aufhängevorrichtung mit in den
Figuren 9 und 10 gezeigtem Tragelement in der eingehängten Position,
- Figuren 12-14
- den Figuren 9-11 entsprechende Darstellungen einer nochmals alternativen Ausführungsvariante
eines Tragelements einer Aufhängevorrichtung,
- Figur 15
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung mit nochmals alternativ gestaltetem Tragelement und Sicherungselement,
- Figuren 16 und 17
- perspektivische Ansichten des in Figur 15 gezeigten Tragelements mit montiertem bzw.
demontiertem Sicherungselement,
- Figuren 18a - 18d)
- Seitenansichten der Aufhängevorrichtung aus Figur 15 in montiertem Zustand zur Darstellung
eines Einhängvorgangs,
- Figuren 19a - 19c)
- Seitenansichten entsprechend den Figuren 18a - 18d) zur Darstellung eines Demontagevorgangs,
- Figur 20
- eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts des Möbelinneren eines an einer Wand
aufgehängten Möbels mit Montageöffnungen in einer Rückwand des Möbels,
- Figur 21
- eine perspektivische Ansicht entsprechend Figur 20 mit eingesetzten Werkzeugen zur
Höhen- bzw. Tiefenverstellung,
- Figur 22
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung,
- Figur 23
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der in Figur 22 gezeigten Ausführungsvariante
der Aufhängevorrichtung,
- Figur 24
- eine Seitenansicht der in den Figuren 22 und 23 gezeigten Aufhängevorrichtung, montiert
an einem Möbel, in der gegen ein Aushängen gesicherten Montagestellung,
- Figur 25
- eine Seitenansicht der in Figur 22 gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
zur Darstellung eines Montagevorgangs,
- Figuren 26a und 26b
- Seitenansichten der in Figur 22 gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
zur Darstellung eines Demontagevorgangs,
- Figur 27a
- eine Seitenansicht der in Figur 22 gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
in einer gegen Aushängen gesicherten Position an einem mehrteilig ausgebildeten Gegenlager,
- Figur 27b
- eine perspektivische Ansicht der Aufhängevorrichtung aus Figur 22 mit weggelassener
Möbelrückwand vor dem Einhängen an dem mehrteiligen Gegenlager,
- Figur 27c
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Ausschnitts des mehrteiligen Gegenlagers,
- Figur en 28a und 28b
- zwei Ansichten der Aufhängevorrichtung gemäß Figur 22 in der gegen ein Ausheben gesicherten
Stellung mit Darstellung anzusetzender Werkzeuge zur Höhen- und/oder Tiefenverstellung
der Aufhängevorrichtung,
- Figur 29a
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren alternativen Ausführungsvariante einer
erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung,
- Figur 29b
- eine perspektivische teilweise geschnittene Ansicht der in Figur 29a gezeigten Ausführungsvariante
der Aufhängevorrichtung,
- Figur 30
- eine Explosionsdarstellung der in Figur 29a gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung,
- Figuren 31-33
- mehrere Seitenansichten der in Figur 29a gezeigten Aufhängevorrichtung, montiert an
einem Möbel, mit einem an einer Wand festgelegten Gegenlager zur Darstellung eines
Montagevorgangs,
- Figur 34
- eine Seitenansicht entsprechend den Figuren 31-33 bei maximal ausgeschwenktem Tragelement
zur Darstellung des dadurch bewirkten Verschwenkens des Sicherungselements in die
Montage ermöglichende Freigabestellung des Sicherungselements,
- Figur 35
- eine perspektivische Ansicht einer nochmals weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung,
- Figur 36a
- eine Seitenansicht der in Figur 35 gezeigten Aufhängevorrichtung,
- Figur 36b
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der in Figur 35 gezeigten Aufhängevorrichtung
zur Darstellung des Druckbolzens,
- Figur 37
- eine weitere perspektivische Ansicht der Aufhängevorrichtung gemäß Figur 35 zur Darstellung
der Zugänglichkeit des Druckbolzens,
- Figur 38
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Aufhängevorrichtung gemäß Figur 35
und
- Figur 39
- eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Hängeschrankmöbels, befestigt
über die Aufhängevorrichtung gemäß Figur 35 an einem an einer Wand befestigten Gegenlager
mit Darstellung der durch Rückwandöffnungen zugänglichen Einstellelemente zur Höhen-
bzw. Tiefenverstellung und des Druckbolzens.
[0039] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten,
links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren
gewählte beispielhafte Darstellung und Position der Aufhängevorrichtung, des Möbels,
des Gehäuses, des Tragelements, des Sicherungselements und dergleichen. Diese Begriffe
sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen
oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
[0040] In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 100 eine erste Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung für ein Möbel 4 bezeichnet. Wie in Figur 1 und Figur 2 gezeigt,
weist die Aufhängevorrichtung 100 ein an einer Möbelwand 41, 42 gezeigt in den Figuren
20 und 21 (nicht sichtbar aus Richtung des Möbelinneren, da hinter der Rückwand angeordnet),
festlegbares Gehäuse 1 auf, wobei die Einstellelemente 21, 31 nur durch die Öffnungen
43 und 44 mittels Betätigungswerkzeug 5 betätigt werden können. Das Gehäuse 1 weist
dabei mehrere Löcher 13 zur Aufnahme von Befestigungsmitteln auf, mit denen das Gehäuse
1 an der Außenseite einer Möbelseitenwand 41 festgelegt werden kann. Zusätzlich sind
seitlich an einer Grundplatte 11 des Gehäuses 1 mehrere Zapfen 12 vorgesehen, die
in entsprechend geformte und voneinander beabstandete Aufnahmeöffnungen der zum Möbelinneren
gewandten Seiten der Seitenwände des Möbels 4 im rückwärtigen Bereich hinter der Möbelrückwand
42 angeordnet sind. Diese Zapfen 12 dienen dabei der Abtragung der Hauptlast des Möbels
4, beispielsweise eines Hängeschrankes, auf das Gehäuse 1.
[0041] Aus der Grundplatte 11 des Gehäuses 1 sind des Weiteren zwei Lagerstellen 14 zur
Lagerung einer Spindel 22 einer Höhenverstelleinrichtung 2 herausgestellt. Die Höhenverstelleinrichtung
2 besteht dabei vorzugsweise aus einer parallel zur Grundplatte 11 angeordneten Spindel
22 mit einem an einer Stirnseite unverdrehbar angeordnetem Ritzel 25, das mit einem
Antriebszahnrad 21, welches in einer dazu vorgesehenen Aufnahmeöffnung 15 in der Grundplatte
11 des Gehäuses 1 gelagert ist, zusammenwirkt. Das Antriebszahnrad 21 ist somit quer
zur Längsachse der Spindel 22 gelagert und bildet dadurch ein Winkelgetriebe aus.
Das Antriebszahnrad 21 kann mithilfe eines Betätigungswerkzeugs 5, beispielsweise
eines Schraubendrehers, durch eine Öffnung 43 in der Rückwand 42 des Möbels 4 vom
Möbelinneren herbetätigt werden, wie in den Figuren 20 und 21 dargestellt ist. Weiterhin
kann das Antriebszahnrad 21 auch von der anderen Stirnseite, also von der Rückseite
des Möbels mithilfe des Betätigungswerkzeugs 5 betätigt werden, was vorteilhaft zur
Voreinstellung der Höhenverstelleinrichtung 2 vor dem Einhängen an dem Gegenlager
7 genutzt werden kann. Auf der Spindel 22 ist eine Spindelmutter 23 aufgenommen, die
mit zwei gegenüberliegenden Fortsätzen 24 in dazu vorgesehenen Aufnahmeöffnungen 105
an einem als Schwenklager 104 ausgebildeten Ende eines Tragelements 101 gelagert sind.
[0042] Das Tragelement 101 weist einen sich in vertikaler Richtung erstreckenden Grundkörper
auf, an dessen unterem Ende das Schwenklager 104 angeformt ist. An einem oberen Ende
des Tragelements 101 ist ein von der Grundfläche 11 des Gehäuses 1 abgewandt herausgestelltes
Hakenteil 102 vorgesehen, insbesondere angeformt, wobei das Tragelement 101 mit dem
Hakenteil 102 in ein Gegenlager 7 einhängbar ist, das an einer Wand 6, an der das
Möbel aufgehängt werden soll, befestigbar ist. Das Gegenlager 7 ist dabei beispielsweise
als waagerecht an einer Wand 6 montierbare Tragschiene mit einem oberen, von der Wand
6 vorstehenden Steg, 72 ausgebildet, wie es beispielsweise in den Figuren 7a - 7c
erkennbar ist, der im eingehängten Zustand des Hakenteils 102 vom freien Ende 103
des Hakenteils 102 hintergriffen wird. Das Gegenlager 7 weist des Weiteren einen Mittenbereich
71 mit mehreren Lochungen zur Aufnahme von Befestigungsmitteln 73 auf, mit denen das
Gegenlager 7 an der Wand 6 festlegbar ist. Unterhalb des Bereiches 71 kann das Gegenlager
7 mit einem von der Wand senkrecht vorstehenden Steg 74 ausgebildet sein, auf den
jedoch auch verzichtet werden kann, wobei Kosten und Material für das Gegenlager gering
gehalten werden können.
[0043] Das Tragelement 101 weist des Weiteren zwischen dem Schwenklager 104 und dem Hakenteil
102 ein Langloch 106 auf, an dessen längsseitigen Rändern ein Einstellelement 31 mittels
einer umfangsseitigen Nut eingreift, wobei damit eine Tiefenverstelleinrichtung 3
der Aufhängevorrichtung 100, mit der eine Justierung des Möbels 4 senkrecht zur Wandfläche
der Wand 6 möglich ist, ausgebildet ist.
[0044] Das Einstellelement 31 ist dabei vorzugsweise als Stellschraube ausgebildet, mit
einem aus dem Langloch 106 vorstehenden Kopfstück, das sowohl von der Rückseite des
Möbels mithilfe des Betätigungswerkzeugs 5 betätigt werden kann, als auch über ein
Betätigungswerkzeug 5 durch eine Öffnung 44 in der Rückwand 42 des Möbels 4 betätigbar
ist (siehe Figur 21). Das von dem Kopfstück abgewandte Ende der Einstellschraube 31
ist in einer Gewindebohrung 16 in der Grundplatte 11 des Gehäuses 1 eingeschraubt.
[0045] Zur Sicherung der Aufhängevorrichtung 100 gegen ein unbeabsichtigtes Lösen des Tragelements
101 von dem Gegenlager 7 ist ein an dem Tragelement 101 angeordnetes Sicherungselement
120 vorgesehen, das in einer gegen Aushängen sichernden Sperrposition, wie sie in
Figur 7c gezeigt ist, unterhalb des Hakenteils 102 positioniert ist.
[0046] Das Sicherungselement 120, 220, 320, 420 ist dabei auslenkbar an dem Tragelement
101, 201, 301, 401 angeordnet und derart positioniert, dass das Sicherungselement
120, 220, 320, 420 bei einem Einhängvorgang des Hakenteils 102, 202, 302, 402 vor
Erreichen einer eingehängten Endposition des Tragelements 101, 201, 301, 401 relativ
zu dem Gegenlager 7 durch das Gegenlager 7 einrückbar ist und bei Erreichen der Endposition
des Tragelements 101, 201, 301, 401 in eine das Tragelement 101, 201, 301, 401 gegen
ein Aushängen sichernde Sperrposition selbsttätig zurückkehrt.
[0047] Bei der in den Figuren 1-8 gezeigten ersten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
100 ist das Sicherungselement 120 etwa quaderförmig ausgebildet mit einem von der
Grundplatte 11 des Gehäuses 1 weggeneigten, in Richtung des Gegenlagers 7 vorstehenden
Blockiersteg 125, der bei unbeabsichtigtem Anheben des Möbels 4 und damit des Sicherungselementes
120 gegen eine Unterkante des Gegenlagers 7 im Bereich zwischen dem Mittelteil 71
und dem gegenüber der Wand 6 vorstehenden Steg 72 stößt, wie es in Figur 7c) erkennbar
ist.
[0048] An seinem von dem Blockiersteg 125 abgewandten unteren Ende des Sicherungselements
120 sind, wie in den Figuren 3 und 4 gut erkennbar ist, an gegenüberliegenden Seiten,
Ausnehmungen 122 vorgesehen, in denen zur schwenkbaren Lagerung des Sicherungselements
120 gegenüber dem Tragelement 101, am Tragelement 101 ausgebildete Achsstücke 109
aufgenommen sind. Die Achsstücke 109 stehen dabei einander gegenüberliegend von den
eine Öffnung 108 bildenden Rändern des Tragelements 101 seitlich hervor. An dem Sicherungselement
120 ist zudem ein integral angeformter Federsteg 123 angeordnet, der sich an einem
Quersteg 110 des Tragelements 101 an der Seite, die zur Grundplatte 11 gerichtet ist,
abstützt. Des Weiteren ist an dem Sicherungselement 120 ein Anschlag 124 angeformt,
der an der gegenüberliegenden Seite des Quersteges 110, also der von der Grundplatte
11 abgewandten Seite, zur Begrenzung eines Verschwenkungswinkels β anschlagen kann.
Der Anschlag 124 und der Federsteg 123 stehen sich dabei einander gegenüber. Die Verschwenkung
des Sicherungselements 120 in der Gegenrichtung ist des Weiteren durch einen die Öffnung
108 begrenzenden Anschlag 107 des Tragelements 101 begrenzt, so dass keine Überbeanspruchung
des Federsteges 123 durch Überdehnen auftreten kann.
[0049] Bei entlastetem Federsteg 123 steht das Sicherungselement 120, wie in Figur 5, Figur
7a und 7c) sowie den Figuren 8a - 8d), die einen Demontagevorgang zeigen, dargestellt,
in Richtung des Gegenlagers 7 vor. In dieser Position liegt der Anschlag 124 an einem
Quersteg 110 des Tragelements 101 an.
[0050] Die eingerückte Position des Sicherungselements 120, die das Sicherungselement 120
bei einem Einhängvorgang einnimmt, wenn das Tragelement 101 auf das Gegenlager 7 zubewegt
wird und dabei das Gegenlager 7 gegen das Sicherungselement 120 drückt, wie es in
Figur 7b) gezeigt ist, ist in einer vergrößerten Darstellung in Figur 6, jedoch unter
Weglassung der Darstellung des Gegenlagers 7, gezeigt. Hier ist gut zu erkennen, dass
der Anschlag 124 vom Tragelement 101 winklig absteht und das obere Ende des Sicherungselements
120 an dem Anschlag 107 des Tragelements 101 anliegt, wobei der Federsteg 123 maximal
gespannt ist.
[0051] Wird beim Einhängvorgang das Möbel 4 bzw. das Tragelement 101 anschließend weiter
nach unten bewegt, so hintergreift das Hakenteil 102 mit dem hakenförmigen Ende 103
das obere Endedes Gegenlagers 7, der hier als Steg 72 bezeichnet ist. Des Weiteren
wird in dieser Position das Sicherungselement 120 nicht mehr in die Öffnung 108 des
Tragelements 101 eingerückt, sondern federt durch die Vorspannung des Federsteges
123 selbsttätig in die Sperrposition ein, bei der der Blockiersteg 125 unterhalb des
Steges 72 des Gegenlagers 7 positioniert ist und damit ein Anheben des Möbels 4 nach
oben wirksam verhindert.
[0052] Soll das Möbel 4 von der Wand 6 abgehängt bzw. demontiert werden, so ist wie in Figur
8a dargestellt, zunächst das Tragelement 101 in seine maximal geneigte, um einen Winkel
β verschwenkte, Stellung mittels des Betätigungswerkzeuges 5 durch die Öffnung 44,
vom Möbelinneren her, zu verstellen. Dadurch entsteht zwischen der Möbeloberkantenrückseite
und der Wand 6 ein Spalt mit einer Breite a, wobei das Möbel mit der Möbelunterkantenrückseite
46 an der Wand 6 weiterhin anliegt. Im nächsten Verfahrensschritt kann das Möbel relativ
zur Wandebene über eine gedachte gemeinsame Schwenkachse, die durch die Kontaktstellen
(111, 211, 311, 411) an den Hakenteilen (102, 202, 302, 402) mit dem Steg 72 am Gegenlager
(7) gebildet ist, geneigt werden, wobei die Unterseite des Möbels 4 weiter von der
Wand entfernt wird als die Oberseite, die sich dabei der Wand 6 nähert. Durch die
Neigung des Möbels 4 im Winkel α schwenkt auch das Sicherungselement 120 unter dem
Steg 72 des Gegenlagers 7 hervor, so dass anschließend in dieser verschwenkten Position,
wie in Figur 8c dargestellt, das Möbel 4 samt Gehäuse 1 zum Tragelement 101 vertikal
nach oben angehoben werden kann und schließlich, wie in Figur 8d gezeigt, von dem
Gegenlager 7 abgehoben wird.
[0053] Anstelle des Federsteges 123 ist es beispielsweise auch denkbar, an dem Anschlag
107 des Tragelements 101 ein elastisches Kissenstück oder dergleichen vorzusehen oder
die Gewichtsverteilung des Sicherungselement 120 so zu gestalten, dass das Sicherungselement
120 allein durch die Schwerkraft stets die das Tragelement 101 gegen vertikales Anheben
sichernde Sperrposition einnimmt.
[0054] Bei den nachfolgend anhand der Figuren 9-19 gezeigten Ausführungsvarianten erfindungsgemäßer
Aufhängevorrichtungen 200, 300, 400 ist das an der Möbelwand 41, 42 festlegbare Gehäuse
1 unverändert. Insofern werden nachfolgend nur die alternativen Gestaltungen der Tragelemente
201, 301, 401 und des jeweiligen Sicherungselementes 220, 320, 420 erläutert.
[0055] In den Figuren 9-11 bzw. 12-14 ist eine Ausführungsvariante einer Aufhängevorrichtung
200, 300 gezeigt, bei der das Sicherungselement 220, 320 als Blattfederelement ausgebildet
ist. Dabei ist das in den Figuren 9-11 gezeigte Sicherungselement 220 der Aufhängevorrichtung
200 am Tragelement 201 unlösbar befestigt, in der hier gezeigten Ausführungsvariante
durch zwei Niete 207. Die Niete 207 sind dabei bevorzugt vertikal untereinander angeordnet
und durchtreten entsprechende Öffnungen 222 in einem Befestigungsstück 221 des Sicherungselements
220. Das sich nach oben an das Befestigungsstück 221 anschließende Sperrstück 223
ist dabei in Richtung des Gegenlagers 7, von dem Tragelement 201 abgewandt, winklig
zu dem Befestigungsstück 221 angeordnet, so dass eine Stirnseite dieses Sicherungsabschnitts
223, wie in Figur 11 gezeigt, in der Sperrposition des Sicherungselements 220 gegen
die Schrägfläche des Gegenlagers 7 zwischen dem Mittelteil 71 und dem von der Wand
abstehenden, das Hakenteil 202 aufnehmenden Steg 72 vorsteht und so ein vertikales
Anheben des Möbels 4 verhindert.
[0056] Bei der in den Figuren 12-14 gezeigten Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
300 ist das als Blattfederelement ausgebildete Sicherungselement 320 mit lediglich
einem Niet 307 an dem Tragelement 301 festgelegt. Der dem Blockiersteg 323 abgewandte
Bereich des Sicherungselements 320 ist dabei derart gestaltet, dass zwei seitliche
zweite Stege 325 parallel zueinander gekröpft ausgebildet sind, während ein mittlerer
erster Steg 324 eine zu dem Befestigungsstück 321 unveränderte Formgebung aufweist.
Bei der Festlegung des Sicherungselementes 320 an dem Tragelement 301 hintergreifen
die zweiten Stege 325 in leicht geschwenkter Position des Sicherungselement 320 zu
dem Tragelement 301 eine Ausnehmung 309 in dem Tragelement 301. Anschließend wird
das Sicherungselement 320 in Richtung Tragelement 301 geschwenkt und mittels der Öffnung
322 und dem Niet 307 an dem Tragelement 301 positioniert und festgelegt.
[0057] Beim Einhängen des Möbels 4 in das Gegenlager 7 wird hier der schräg abstehende Blockiersteg
323 an das Tragelement 301 angerückt, der beim Herablassen des Tragelementes 301 in
die Endstellung im eingehängten Zustand durch die Blattfederwirkung in die Sperrposition
zurückfedert und somit den Steg 72 untergreift.
[0058] In den Figuren 15-19 ist eine weitere Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung 400 gezeigt. In dieser Ausführungsvariante ist das Sicherungselements
420 so ausgebildet, dass es mit zwei parallelen, seitlichen Schenkeln 421 ein Teilstück
des Tragelements 401 in Längsrichtung umgreift.
[0059] Wie in den Figuren 16 und 17 zu erkennen ist, stehen an einem unteren Ende der seitlichen
Schenkel 421 horizontal angeordnete Zapfen 422 hervor, die in korrespondierende Ausnehmungen
407 oberhalb des Schwenklagers 404 des Tragelements 401 eingreifen und so das Sicherungselement
420 schwenkbar am Tragelement 401 anordnen.
[0060] Das Sicherungselement 420 weist des Weiteren einen die beiden seitlichen Schenkel
421 miteinander verbindenden Mittelsteg 423 und einen oberen Steg 425 auf. An dem
oberen Steg 425 steht mittig eine den Schwenkwinkel des Sicherungselements 420 begrenzender
Anschlag 426 hervor, der eine obere Unterkante 409 des Langlochs 406 des Tragelements
401 in Richtung der Möbelrückwand 42 hintergreift.
[0061] Am Mittelsteg 423 sind zwei sich vertikal nach unten erstreckende Federstege 424
angeformt, die an den, das Langloch 406 begrenzenden, Seitenflächen des Tragelements
401 anliegen.
[0062] Beim Einhängen eines Möbels 4 wird, wie in den Figuren 18a) - 18d) dargestellt, analog
zur Vorgehensweise entsprechend den Figuren 7a) - 7c) zunächst bei zu dem Gehäuse
1 voreingestelltem Tragelement 401 dieses auf die Wand 6 zubewegt und anschließend
abgesenkt.
[0063] Beim Absenken drückt, wie in Figur 18b) dargestellt, der untere Schenkel 74 des Gegenlagers
7 gegen den Steg 425 des Sicherungselementes 420 und schwenkt dieses entgegen der
Federkraft der Federstege 424 in Richtung zum Tragelement 401.
[0064] Beim weiteren Absenken des Tragelements 401 gelangt der Steg 425 des Sicherungselementes
420 außer Eingriff in einen Bereich unterhalb des Gegenlagers 7 und federt dabei in
die Sperrposition.
[0065] Anschließend kann gegebenenfalls das Möbel 4 unter Betätigung der Tiefenverstelleinrichtung
3 über das Einstellelement 31 und auch der Höhenverstelleinrichtung 2 über das Antriebsrad
21 noch nachjustiert (siehe Figur 18d) werden, so dass das Möbel 4 an der Wand, abgestimmt
auf die Position mit den benachbarten Möbeln, aufgehängt bzw. montiert ist.
[0066] Die Figuren 19a) - 19c) zeigen entsprechend einen Demontagevorgang. Zur Demontage
muss, wie Figur 19a) zu entnehmen ist, zunächst das Tragelement 401 in eine maximal
geneigte Stellung, vom Möbelinneren her mit dem Betätigungswerkzeug 5, verschwenkt
werden. In dieser Position befindet sich das Sicherungselement 420 nach wie vor unterhalb
des unteren Schenkels 74 des Gegenlagers 7 in seiner Sperrposition, so dass ein Anheben
des Möbels auch in dieser Stellung des Tragelements 401 durch das Sicherungselement
420 nach wie vor verhindert wird.
[0067] Anschließend wird analog zu der in den Figuren 8b) und 8c) beschriebenen Vorgehensweise
das Möbel 4, wie in den Figuren 19b und 19c dargestellt, das Möbel relativ zur Wandebene
über eine gedachte gemeinsame Achse, die durch die Kontaktstellen 411 an den Hakenteilen
402 mit dem Steg 72 am Gegenlager 7 gebildet ist, verschwenkt, wobei die Unterseite
des Möbels 4 weiter von der Wand entfernt wird als die Oberseite, die sich dabei der
Wand 6 nähert. Durch die Neigung des Möbels 4 schwenkt auch das Sicherungselement
420 unter dem Schenkel 74 des Gegenlagers 7 hervor, so dass anschließend, wie in Figur
19c dargestellt, das Möbel 4 samt Gehäuse 1 zum Tragelement 401 vertikal nach oben
angehoben werden kann und somit schließlich von dem Gegenlager 7 abgehoben wird, wobei
das Hakenteil 402 aus Eingriff mit dem Gegenlager 7 kommt.
[0068] In den Figuren 22-39 sind weitere Ausführungsvarianten erfindungsgemäßer Aufhängevorrichtungen
500, 600, 700 gezeigt, mit denen ein Aushängen aus dem Gegenlager 7 auch ohne Ankippen
bzw. Neigen des Möbels 4 erfolgen kann.
[0069] Eine erste Ausführungsvariante dieser weiteren Varianten von Aufhängevorrichtungen
500, 600, 700 wird nun anhand der Figuren 22-28 beschrieben.
[0070] Wie in den Figuren 22 und 23 gezeigt, weist die Aufhängevorrichtung 500 neben dem
weiter oben bereits beschriebenen Gehäuse 1 ein Tragelement 501 und ein Sicherungselement
520 auf. Das Sicherungselement 520 ist hier als zweiarmiges Hebelelement mit zwei
Armen 521 und einem die Arme 521 miteinander verbindenden Blockiersteg 523 ausgebildet,
wobei eine von den Armen 521 abgewandte Oberkante 524 des Blockierstegs 523 in der
Funktionsstellung des Sicherungselementes 520 an dem von der Wand senkrecht vorstehenden
Steg 74 des weiter oben ebenfalls beschriebenen Gegenlagers 7 anliegt.
[0071] Das Tragelement 501 entspricht in seiner Bauart im Wesentlichen der Bauart der anhand
der Figuren 15-19 beschriebenen Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung 400. Das
Sicherungselement 520 ist hier derart schwenkbar am Tragelement 501 gelagert, dass
bei einem Ausschwenken des Tragelements 501 in die maximal ausgeschwenkte Stellung,
dargestellt in Figur 26a, der Blockiersteg 523 durch Anlage wenigstens eines der freien
Enden der Arme 521, in der hier dargestellten bevorzugten Ausführungsvariante der
freien Enden beider Arme 521, am Gehäuse 11 zum Tragelement 501 hin in die Freigabeposition
verschwenkbar ist.
[0072] Die schwenkbare Lagerung des Sicherungselements 520 am Tragelement 501 erfolgt dabei
an durch einander zugewandten Innenseiten der Arme 521 angeformten Schwenkzapfen 522,
die in Aufnahmen 507 des Tragelements 501 gelagert sind.
[0073] Die durch die Schwenkzapfen 522 gebildete Schwenkachse des Sicherungselements 520
ist dabei am Tragelement 501 so positioniert, dass diese zwischen der durch die Fortsätze
24 der Spindelmutter 23, die in den Aufnahmeöffnungen 505 am als Schwenklager 504
ausgebildeten Ende des Tragelements 501 gelagert sind, gebildeten Schwenkachse des
Tragelements 501 und dem Hakenteil 502 des Tragelements 501 angeordnet ist.
[0074] Die freien Enden der Arme 521 erstrecken sich über die Schwenkachse des Tragelements
501 am Gehäuse 1 hinaus, wobei sie das Tragelement 501 überragen.
[0075] Bevorzugt ist am freien Ende wenigstens eines der Arme 521 ein sich in Richtung zur
Grundplatte 11 des Gehäuses 1 erstreckender Abstützsteg 526 angeformt. In der an der
Wand 6 aufgehängten Endstellung des Möbels 4 ist, wie in Figur 24 gezeigt, der Blockiersteg
523 unterhalb des von der Wand 6 vorstehenden Steges 74 des Gegenlagers 7 positioniert.
[0076] Der Abstützsteg 526 ist in dieser Position von dem Gehäuse 1 beabstandet. Die am
Hakenteil 502 des Tragelements 501 angeformten Haken 503 hintergreifen in dieser Position
den gegenüber der Wand 6 vorstehenden Steg 72 des Gegenlagers 7.
[0077] Zur Montage des Möbels 4 an der Wand 6 wird das Möbel 4 mit der daran befestigten
Aufhängevorrichtung 500 von vertikal oben in Richtung des Pfeiles S, wie in Figur
25 gezeigt ist, in das Gegenlager 7 eingehängt.
[0078] Beim Absenken des Tragelements 501 wird der Blockiersteg 523 durch die Anlage am
Gegenlager 7 zum Tragelement 501 hin verschwenkt und nach Erreichen der Endposition,
wie sie in Figur 24 gezeigt ist, durch am Sicherungselement 520 angeformte Federelemente
525, die sich auf dem Tragelement 501 abstützen, in die Sperrposition unterhalb des
Steges 74 des Gegenlagers 7 ausgerückt. Dadurch ist ein jetzt durch ein unbeabsichtigtes
Anheben des Möbels 4 bewirktes Aushängen aus dem Gegenlager 7 wirksam verhindert.
[0079] Zur Demontage wird mit einem Werkzeug 5 die Tiefenverstelleinrichtung 3 derart betätigt,
dass das Tragelement 501 in seine maximal ausgeschwenkte Stellung verschwenkt wird.
[0080] Durch diese Verschwenkung gelangen die freien Enden der Arme 521, in der hier gezeigten
bevorzugten Ausführungsvariante, mit den an den freien Enden der Arme 521 angeformten
Abstützstegen 526 in Berührung mit der Grundplatte 11 des Gehäuses 1 und drücken so
den Blockiersteg 523 entgegen der Kraft der Federelemente 525 in Richtung des Tragelements
501, wie es in Figur 26a gezeigt ist.
[0081] Dadurch wird der Blockiersteg 523 vor den Steg 74 des Gegenlagers 7 bewegt, so dass
das Möbel 4 senkrecht nach oben ohne Kippen angehoben werden kann.
[0082] Figur 26b zeigt die von dem Gegenlager 7 freigegebene Aufhängevorrichtung 500 in
der angehobenen Position des Möbels 4, das vertikal in Richtung H von dem Gegenlager
7 nach oben abgehoben ist.
[0083] In den Figuren 27a, 27b und 27c ist eine alternative Ausführungsvariante eines Gegenlagers
7 dargestellt. Das Gegenlager 7 ist in dieser Ausführungsvariante etwa S-förmig gebogen,
wobei ein Grundkörper 71 eine Vielzahl von Ausnehmungen 78 aufweist, mit denen das
Gegenlager 7 an der Wand 6 befestigbar, vorzugsweise verschraubbar ist.
[0084] Eine obere Umkantung bildet den von der Wand vorstehenden Steg 72, der von den Haken
503 des Tragelements 501 hintergreifbar ist.
[0085] Zur Ermöglichung der Aushängesicherung sind am Grundkörper 71 des Gegenlagers 7 Adapterstücke
75 befestigbar, welche ihrerseits eine an dem Basisteil 71 anliegende Basisfläche
77 mit einer Ausnehmung 78 aufweisen, durch die ein Befestigungsmittel wie eine Schraube
79 durchführbar ist, um das Adapterstück 75 an dem Grundkörper 71 zu befestigen. Das
Adapterstück 75 weist des Weiteren von der Wand 6 vorstehende Stege 76 auf, an denen
sich die Oberkante 524 des Blockierstegs 523 in der Montagestellung, gezeigt in Figur
27a, abstützt.
[0086] Figur 28a und Figur 28b zeigen nochmals einen Ausschnitt eines Möbels 4 in der Montagestellung
an der Wand 6 im am Gegenlager 7 eingehängten Zustand der Aufhängevorrichtung 500
sowie zweier Werkzeuge 5, mit denen die Aufhängevorrichtung 500 wie oben beschrieben
durch zwei Lochungen in der Rückwand 42, höhen- bzw. tiefenverstellbar ist und unter
deren Zuhilfenahme auch die Demontage des Möbels 4, wie beschrieben, durch Verstellen
der Tiefenverstellung in seine maximal ausgeschwenkte Stellung erfolgen kann.
[0087] Bei der in den Figuren 29a bis 34 gezeigten weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung 600 ist das Sicherungselement 630 ähnlich der anhand der Figuren
1-8 beschriebenen Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung 100 geformt und in einer
Ausnehmung 608 des Tragelements 601 aufgenommen.
[0088] Um ein Verschwenken des Sicherungselements 630 aus der das Anheben des Möbels verhindernden
Blockierstellung, bei der ein Blockiersteg 631 des Sicherungselements 630 vertikal
unterhalb eines Teilstücks des Gegenlagers 7 positioniert ist, gezeigt in Figur 33,
in eine ein vertikales Anheben des Möbels ermöglichende Freigabeposition zu verschwenken,
ist auf einer dem Gehäuse 11 zugewandten Seite des Blockierstegs 631 ein Fortsatz
634 angeformt, der im Eingriff mit einem Hakenteil 624 eines als zweiarmiges Hebelelement
ausgebildeten Deaktivierungsteils 620 steht, wie es in Figur 29b gezeigt ist.
[0089] Wie insbesondere in Figur 30 gut zu erkennen ist, weist das Deaktivierungsteil 620
zwei Arme 621 und einen die Arme 621 verbindenden Steg 623 auf. Das Hakenteil 624
ist dabei sich zum Sicherungselement 630 hin erstreckend etwa mittig an dem Steg 623
angeformt.
[0090] Wie schon bei der zuvor beschriebenen Ausführungsvariante der Aufhängevorrichtung
500 sind an einander zugewandten Innenseiten der Arme 621 des Deaktivierungsteils
620 Schwenkzapfen 622 angeformt, die in Aufnahmen 607 des Tragelement 601 gelagert
sind.
[0091] Zur Montage der Aufhängevorrichtung 600 am Gegenlager 7 kann das Möbel 4, wie in
Figur 31 gezeigt, in einfacher Weise vertikal nach unten in das Gegenlager 7 eingehängt
werden, wobei die am Hakenteil 602 angeformten Haken 603 des Tragelements 601 den
oberen Steg 72 des Gegenlagers 7 hintergreifen.
[0092] Der Blockiersteg 631 des Sicherungselements 630 wird dabei, wie bereits oben anhand
des in den Figuren 1-8 beschriebenen Ausführungsbeispiels beschrieben, entgegen der
Rückstellkraft eines Federstegs 633 zum Tragelement 601 hin verschwenkt und bei Erreichen
der Endposition des Möbels 4 an der Wand 6 in die Sperrstellung zurückgedrückt, wie
es in den Figuren 32 und 33 dargestellt ist.
[0093] Zur Demontage des Möbels 4 bzw. der Aufhängevorrichtung 600 wird, wie anhand des
in den Figuren 22 bis 29 beschriebenen Ausführungsbeispiels beschrieben, das Tragelement
601 in seine maximal ausgeschwenkte Stellung mithilfe des Tiefeneinstellelements 31
verschwenkt.
[0094] Dabei kommen die freien Enden der Arme 621 mit der Grundplatte 11 des des Gehäuses
1 in Kontakt, so dass das mit dem Hakenteil 624 versehene obere Ende des Deaktivierungsteils
620 in Richtung des Möbels 4 verschwenkt wird und durch den Eingriff des Hakenteils
624 mit dem Fortsatz 634 des Sicherungselements 630 der Blockiersteg 631 aus seiner
Blockierstellung in die Freigabeposition zurückgezogen wird.
[0095] In den Figuren 35 bis 39 ist eine nochmals weitere Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Aufhängevorrichtung 700 dargestellt.
[0096] Der Aufbau dieser Aufhängevorrichtung 700 entspricht im Wesentlichen dem Aufbau der
Aufhängevorrichtung 100, wie sie anhand der Figuren 1 bis 8 beschrieben wurde.
[0097] Um bei dieser Ausführungsvariante eine Verschwenkung des Blockiersteges 725 aus der
ein Lösen des Tragelements 701 von dem Gegenlager 7 verhindernden Sperrposition in
die ein Lösen des Tragelements 701 von dem Gegenlager 7 ermöglichenden Freigabeposition
entgegen dem Kraftspeicher 723 zu ermöglichen, weist das Tragelement 701 einen zwischen
einer Neutralposition und einer Deaktivierungsposition bewegbaren Druckbolzen 730
auf.
[0098] Wie insbesondere in Figur 38 gezeigt ist, ist der Druckbolzen 730 bevorzugt als Druckschraube
ausgebildet, die in einer mit einem Innengewinde 711 versehenen Lasche 710 am Tragelement
701 aufgenommen ist.
[0099] Der Druckbolzen 730 ist dabei durch eine Öffnung 44 in einer Rückwand 42 des Möbels
4 betätigbar, durch die auch ein Einstellelement 31 zur Verstellung des Tragelements
701 in einer Richtung quer zur Längsachse und zur Grundfläche 11 des Gehäuses 1 zugänglich
ist.
[0100] Dementsprechend ist das Sicherungselement 720 hier durch Ein- bzw. Ausdrehen des
Druckbolzens 730 verstellbar.
[0101] Damit ist eine Deaktivierung des Sicherungselements 720 in jeder Position des Tragelements
701 möglich.
[0102] Die Figuren 36a und 36b zeigen dabei in jeweiligen Seitenansichten (Figur 36b teilweise
geschnitten) den in der Lasche aufgenommenen Druckbolzen 730 mit einem Druckbolzenkopf
731, der mit einem Werkzeug 5, beispielsweise einem Schraubendreher, betätigbar ist.
[0103] Der Gewindeschaft 732 ist in der mit einem Innengewinde versehenen Ausnehmung 711
der Lasche 710 aufgenommen, wobei das freie Ende des Druckbolzens 730 gegen einen
am Korpus 721 des Sicherungselements 720 angeformten Steg 724 drückt und somit das
Sicherungselement 720 entgegen dem Kraftspeicher 723 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt
wird. Durch das Eindrehen des Druckbolzens 730 in Richtung der Wand 6 wird der Blockiersteg
725 von dem Gegenlager 7 weg bewegt, da sich der Steg 724 jenseits der Schwenkachse
722 am Sicherungselements 720 erstreckt.
[0104] Figur 39 zeigt eine Ansicht eines Ausschnitts eines Möbels 4 mit einer Rückwand 42,
in der entsprechende Ausnehmungen vorgesehen sind, durch die mit einem Werkzeug 5
die Höhenverstellung 21, die Tiefenverstellung 31 sowie der Druckbolzen 730 zugänglich
sind.
Bezugszeichenliste
[0105]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Höhenverstelleinrichtung
- 3
- Tiefenverstelleinrichtung
- 4
- Möbel
- 5
- Betätigungswerkzeug
- 6
- Wand
- 7
- Gegenlager, Tragschiene
- 11
- Grundplatte
- 12
- Zapfen
- 13
- Loch
- 14
- Lagerstelle
- 15
- Aufnahmeöffnung
- 16
- Gewindebohrung
- 21
- Antriebsrad
- 22
- Spindel
- 23
- Spindelmutter
- 24
- Fortsatz
- 25
- Ritzel
- 31
- Einstellelement, Stellschraube
- 41
- Möbelwand/Seitenwand
- 42
- Möbelwand / Rückwand
- 43
- Öffnung
- 44
- Öffnung
- 45
- Möbelwand
- 46
- Möbelunterkantenrückseite
- 71
- Mittenbereich /Mittelteil / Grundkörper
- 72
- Steg
- 73
- Schraube
- 74
- Steg, Schenkel
- 75
- Adapterstück
- 76
- Steg
- 77
- Basisfläche
- 78
- Ausnehmung
- 79
- Schraube
- 100
- Aufhängevorrichtung
- 101
- Tragelement
- 102
- Hakenteil
- 103
- freies Ende
- 104
- Schwenklager
- 105
- Aufnahmeöffnung
- 106
- Langloch
- 107
- Anschlag
- 108
- Öffnung
- 109
- Achsstück
- 110
- Quersteg
- 120
- Sicherungselement
- 122
- Ausnehmung Aufnahme
- 123
- Federsteg
- 124
- Anschlag
- 125
- Blockiersteg
- 200
- Aufhängevorrichtung
- 201
- Tragelement
- 202
- Hakenteil
- 203
- freies Ende
- 204
- Schwenklager
- 205
- Aufnahmeöffnung
- 206
- Langloch
- 220
- Sicherungselement
- 221
- Befestigungsstück
- 222
- Öffnung
- 223
- Sperrstück, Sicherungsabschnitt
- 300
- Aufhängevorrichtung
- 301
- Tragelement
- 302
- Hakenteil
- 303
- freies Ende
- 304
- Schwenklager
- 305
- Aufnahmeöffnung
- 306
- Langloch
- 309
- Ausnehmung
- 320
- Sicherungselement
- 321
- Befestigungsstück
- 322
- Öffnung
- 323
- Blockiersteg
- 324
- Steg
- 325
- Steg
- 400
- Aufhängevorrichtung
- 401
- Tragelement
- 402
- Hakenteil
- 403
- freies Ende
- 404
- Schwenklager
- 405
- Aufnahmeöffnung
- 406
- Langloch
- 407
- Ausnehmung
- 408
- Ausnehmung
- 409
- Unterkante
- 420
- Sicherungselement
- 421
- Schenkel
- 423
- Mittelsteg
- 424
- Federsteg
- 425
- Steg
- 426
- Zunge
- 500
- Aufhängevorrichtung
- 501
- Tragelement
- 502
- Hakenteil
- 503
- Haken
- 504
- Schwenklager
- 505
- Aufnahmeöffnung
- 506
- Langloch
- 507
- Aufnahme
- 520
- Sicherungselement
- 521
- Arm
- 522
- Schwenkzapfen
- 523
- Blockiersteg
- 524
- Oberkante
- 525
- Federelement
- 526
- Abstützsteg
- 600
- Aufhängevorrichtung
- 601
- Tragelement
- 602
- Hakenteil
- 603
- Haken
- 604
- Schwenklager
- 605
- Aufnahmeöffnung
- 606
- Langloch
- 607
- Aufnahme
- 608
- Ausnehmung
- 620
- Deaktivierungsteil
- 621
- Arm
- 622
- Schwenkzapfen
- 623
- Steg
- 624
- Hakenteil
- 630
- Sicherungselement
- 631
- Blockiersteg
- 633
- Federsteg
- 634
- Fortsatz
- 700
- Aufhängevorrichtung
- 701
- Tragelement
- 702
- Hakenteil
- 703
- Haken
- 704
- Schwenklager
- 705
- Aufnahmeöffnung
- 706
- Langloch
- 707
- Anschlag
- 708
- Öffnung
- 709
- Achsstück
- 710
- Lasche
- 711
- Innengewinde
- 720
- Sicherungselement
- 721
- Korpus
- 722
- Schwenkachse
- 723
- Kraftspeicher
- 724
- Steg
- 725
- Blockiersteg
- 730
- Druckbolzen
- 731
- Druckbolzenkopf
- 732
- Gewindeschaft
- α
- Winkel
- β
- Verschwenkungswinkel
- a
- Abstand
- H
- Richtung
- S
- Richtung
1. Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) zur Aufhängung eines Möbels
(4) an einem an einer Wand (6) festlegbaren Gegenlager (7), aufweisend
- ein an einer Möbelwand (41, 42) festlegbares Gehäuse (1),
- ein an dem Gehäuse (1) aus einer Ebene parallel zu einer Grundfläche (11) des Gehäuses
(1) heraus verschwenkbar angeordnetetes Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601,
701),
- wobei das Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) ein Hakenteil (102, 202,
302, 402, 502, 602, 702) aufweist, das an dem Gegenlager (7) einhängbar ist,
- ein an dem Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) angeordnetes Sicherungselement
(120, 220, 320, 420, 520, 630, 720) zur Verhinderung eines unbeabsichtigten Lösens
des Tragelements (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) von dem Gegenlager (7),
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sicherungselement (120, 220, 320, 420, 520, 630, 720) auslenkbar an dem Tragelement
(101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) angeordnet und derart positioniert ist, dass das
Sicherungselement (120, 220, 320, 420, 520, 630, 720) bei einem Einhängen des Hakenteils
(102, 202, 302, 402, 502, 602, 702) an dem Gegenlager (7) vor Erreichen einer eingehängten
Endposition des Tragelements (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) relativ zu dem Gegenlager
(7) durch das Gegenlager (7) entgegen einer Rückschwenkkraft einrückbar ist und bei
Erreichen der Endposition des Tragelements (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) in
eine das Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) gegen ein Aushängen sichernde
Sperrposition selbsttätig auslenkt.
2. Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (120, 220, 320, 420, 520, 630, 720) in der Sperrposition das
Gegenlager (7) zumindest teilweise untergreift.
3. Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (120, 220, 320, 420, 520, 630, 720) einen in der eingehängten
Position in Richtung des Gegenlagers (7) vorstehenden Blockiersteg (125, 223, 323,
425, 524, 631) aufweist.
4. Aufhängevorrichtung (100, 400, 500, 600, 700) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (120, 420, 520, 630, 720) schwenkbar am Tragelement (101, 401,
501, 601, 701) gelagert ist.
5. Aufhängevorrichtung (100, 400, 600, 700) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Sicherungselement (120, 420, 630, 720) ein sich am Tragelement (101, 401,
601, 701) abstützender Kraftspeicher (123, 424, 633, 723) angeordnet ist.
6. Aufhängevorrichtung (200, 300) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (220, 320) als Blattfederelement ausgebildet ist.
7. Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) in einer Richtung quer zur Längsachse
und zur Grundfläche (11) des Gehäuses (1) verstellbar am Gehäuse (1) festgelegt ist.
8. Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (101, 201, 301, 401, 501, 601, 701) in Richtung der Längsachse des
Gehäuses (1) verstellbar am Gehäuse (1) festgelegt ist.
9. Aufhängevorrichtung (500, 600) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (520, 630) im eingehängten Zustand des Tragelements (501, 601)
im Gegenlager (7) bei maximal ausgeschwenktem Tragelement (501, 601) eine ein Aushängen
des Möbels (4) ermöglichende Freigabeposition einnimmt.
10. Aufhängevorrichtung (500) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (520) als zweiarmiges Hebelelement mit zwei Armen (521) und
dem die Arme (521) verbindenden Blockiersteg (525) ausgebildet ist, wobei das Sicherungselement
(520) derart schwenkbar am Tragelement (501) gelagert ist, dass bei einem Ausschwenken
des Tragelements (501) in die maximal ausgeschwenkte Stellung der Blockiersteg (525)
durch Anlage wenigstens eines der freien Enden der Arme (521) am Gehäuse (11) zum
Tragelement (501) hin in die Freigabeposition verschwenkbar ist.
11. Aufhängevorrichtung (500) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das am freien Ende wenigstens eines der Arme (521) ein sich in Richtung des Gehäuses
(11) erstreckender Abstützsteg (526) angeformt ist.
12. Aufhängevorrichtung (500) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das an einander zugewandten Innenseiten der Arme (521) Schwenkzapfen (522) angeformt
sind, die in Aufnahmen (507) des Tragelement (501) gelagert sind, wobei eine durch
die in den Aufnahmen (507) des Tragelements (501) gelagerten Schwenkzapfen (522) gebildete
Schwenkachse zwischen der Schwenkachse und dem Hakenteil (502) des Tragelements (501)
angeordnet ist und sich die freien Enden der Arme (521) über die Schwenkachse des
Tragelements (501) hinaus erstrecken.
13. Aufhängevorrichtung (600) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (630) in einer Ausnehmung (608) des Tragelements (601) aufgenommen
ist und auf einer dem Gehäuse (11) zugewandten Seite des Blockierstegs (631) ein Fortsatz
(634) angeformt ist, der im Eingriff mit einem Hakenteil (624) eines als zweiarmiges
Hebelelement ausgebildeten Deaktivierungsteils (620) steht.
14. Aufhängevorrichtung (600) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Deaktivierungsteil (620) mit zwei Armen (621) und einem die Arme (621) verbindenden
Steg (623) ausgebildet ist, wobei das Hakenteil (624) an dem Steg (623) angeformt
ist und wobei das Deaktivierungsteil (620) derart schwenkbar am Tragelement (601)
gelagert ist, dass bei einem Ausschwenken des Tragelements (601) in die maximal ausgeschwenkte
Stellung der Blockiersteg (631) des Sicherungselementes (630) durch Anlage wenigstens
eines der freien Enden der Arme (621) des Deaktivierungsteils (620) am Gehäuse (11)
und den Eingriff des Fortsatzes (634) des Sicherungselementes (630) mit dem Hakenteil
(624) des Deaktivierungsteils (620) zum Tragelement (601) hin in die Freigabeposition
verschwenkbar ist.
15. Aufhängevorrichtung (700) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tragelement (701) ein zwischen einer Neutralposition und einer Deaktivierungsposition
bewegbarer Druckbolzen (730) vorgesehen ist, mit dem das Sicherungselement (720) aus
einer ein Lösen des Tragelements (701) von dem Gegenlager (7) verhindernden Sperrposition
in die ein Lösen des Tragelements (701) von dem Gegenlager (7) ermöglichenden Freigabeposition
verschwenkbar ist.
16. Aufhängevorrichtung (700) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbolzen (730) als Druckschraube ausgebildet ist, die in einer mit einem Innengewinde
(711) versehenen Lasche (710) aufgenommen ist und durch eine Öffnung (44) in einer
Rückwand (42) des Möbels (4) betätigbar ist, durch die auch ein Einstellelement (31)
zur Verstellung des Tragelements (701) in einer Richtung quer zur Längsachse und zur
Grundfläche (11) des Gehäuses (1) zugänglich ist.
17. Verwendung einer Aufhängevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem
der vorstehenden Ansprüche zum aushängesicheren Aufhängen eines Möbels (4), insbesondere
ein aufhängbares Hängemöbel, an einem an einer Wand (6) angeordneten Gegenlager (7).
18. Verfahren zum Aushängen eines Möbels (4) mit mindestens zwei Aufhängevorrichtungen
(100, 200, 300, 400) nach Anspruch 1 von einem Gegenlager (7) aufweisend folgende
Verfahrensschritte:
- Verstellen des Verschwenkungswinkels (α) der Tragelemente (101, 201, 301, 401) in
die maximale Stellung,
- Schwenken des Möbels (4) über eine gemeinsame Achse zwischen beiden Aufhängevorrichtungen
(100, 200, 300, 400), die durch die Kontaktstellen (111, 211, 311, 411) an den Hakenteilen
(102, 202, 302, 402) mit dem Gegenlager (7) gebildet ist, indem die vordere untere
Möbelkante von der Wand (6) weggeschwenkt wird,
- vertikales Anheben des Möbels (4) in dieser Verschwenkung, bis der Haken an dem
Gegenlager (7) außer Eingriff gelangt.