Stand der Technik
[0001] Es sind Bedienvorrichtungen für eine Handwerkzeugmaschinen bekannt, welche jeweils
eine Bedienerschnittstelle aufweisen, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Bedieneingabe
zumindest eines Benutzers zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine zu erfassen.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Bedienvorrichtung für eine Handwerkzeugmaschine,
mit einer Bedienerschnittstelle, welche dazu vorgesehen ist, zumindest eine Bedieneingabe
zumindest eines Benutzers zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine zu erfassen.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass die Bedienerschnittstelle dazu vorgesehen ist, die zumindest
eine Bedienereingabe kontaktfrei zu erfassen. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter,
dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder
Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Unter einer "Bedienerschnittstelle" soll
in diesem Zusammenhang insbesondere eine Schnittstelle verstanden werden, welche einem
Bediener eine Interaktion mit einer Handwerkzeugmaschine ermöglicht. Insbesondere
weist die Bedienerschnittstelle zumindest ein Eingabemittel zur Eingabe von Steuerbefehlen
mittels Bedienereingaben auf. Ferner kann die Bedienerschnittstelle zumindest ein
Ausgabemittel aufweisen, welches dazu vorgesehen ist, zumindest eine Information,
beispielsweise zumindest eine Information über einen Betriebszustand einer Handwerkzeugmaschine,
an einen Bediener auszugeben. Die Bedienvorrichtung weist insbesondere eine Kommunikationsschnittstelle
auf, welche dazu vorgesehen ist, insbesondere drahtlos und/oder drahtgebunden mit
einer Steuer- und/oder Regeleinheit einer Handwerkzeugmaschine zu kommunizieren. Unter
einer "Steuer- und/oder Regeleinheit" soll insbesondere eine Einheit mit zumindest
einer Steuerelektronik verstanden werden. Unter einer "Steuerelektronik" soll insbesondere
eine Einheit mit einer Prozessoreinheit und mit einer Speichereinheit sowie mit einem
in der Speichereinheit gespeicherten Betriebsprogramm verstanden werden. Darunter,
dass die Bedienerschnittstelle dazu vorgesehen ist, zumindest eine Bedienereingabe
"kontaktfrei zu erfassen" soll insbesondere verstanden werden, dass eine Erfassung
einer Bedienereingabe ohne Betätigung, insbesondere ohne Berührung, eines physischen
Bedienelements erfolgt. Insbesondere weist die Bedienvorrichtung eine Auswerteeinheit
auf, welche dazu vorgesehen ist, über die Benutzerschnittstelle erfolgte Bedieneingaben
auszuwerten und/oder in Steuerbefehle für zumindest eine Handwerkzeugmaschine umzusetzen.
[0004] Durch eine derartige Ausgestaltung kann eine gattungsgemäße Bedienvorrichtung mit
verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Erfassung von Bedienereingaben bereitgestellt
werden. Insbesondere kann durch die kontaktfreie Erfassung von Bedienereingaben eine
vorteilhaft komfortable und/oder sichere Handhabung einer Handwerkzeugmaschine erfolgen.
[0005] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bedienerschnittstelle zumindest einen Sprachsensor
aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, zumindest einen Sprachbefehl des Bedieners
zu erfassen. Unter einem "Sprachsensor" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein
Sensor verstanden werden, welcher dazu vorgesehen ist, zumindest eine Sprachinformation
zu erfassen und/oder auszuwerten. Insbesondere ist der Sprachsensor als Kehlkopfmikrofon
und/oder ein Elektromyographie-Sensor und/oder vorzugsweise als ein Mikrofon ausgebildet.
Unter einem "Mikrofon" soll insbesondere ein Schallwandler verstanden werden, welcher
dazu vorgesehen ist einen Luftschall als Schallwechseldruckschwingungen in ein elektrisches
Signal umzuwandeln. Unter einem "Kehlkopfmikrofon" soll insbesondere ein Schallwandler
verstanden werden, welcher dazu vorgesehen ist einen Körperschall als Schallwechseldruckschwingungen
in ein elektrisches Signal umzuwandeln. Unter einem "Elektromyographie-Sensor" soll
insbesondere ein Sensor verstanden werden, welcher dazu vorgesehen ist, eine Kontraktion
von Artikulationsmuskel, insbesondere durch erfassen elektrischer Aktionspotentiale
der Muskelzellen, zu erfassen. Hierdurch kann eine vorteilhaft einfache und/oder zuverlässige
Erfassung von Sprachbefehlen zur Steuerung einer Handwerkzeugmaschine erreicht werden.
[0006] Insbesondere kann der zumindest eine Sprachsensor in und/oder an einer Handwerkzeugmaschine
anordenbar sein. Vorzugsweise ist der zumindest eine Sprachsensor am Körper des Bedieners
anordenbar. Insbesondere kann der zumindest eine Sprachsensor an einer Arbeitskleidung
und/oder Schutzkleidung, beispielsweise an einer Schutzbrille, einem Schutzhelm, einem
Kragen und/oder einem Headset, eines Bedieners, insbesondere in der Nähe des Munds,
anordenbar sein. Alternativ oder zusätzlich kann der zumindest eine Sprachsensor unmittelbar
am Körper, insbesondere im Gesicht und/oder im Bereich des Kehlkopfs des Bedieners,
angeordnet sein. Hierdurch kann eine vorteilhafte Erfassungsqualität erreicht werden.
Insbesondere kann ein Störeinfluss von Umgebungsgeräuschen vorteilhaft minimiert werden.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Bedienvorrichtung
zumindest einen akustischen Sensor aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, zumindest
ein Umgebungsgeräusch zu erfassen. Unter einem "akustischen Sensor" soll insbesondere
ein Schallwandler verstanden werden, welcher dazu vorgesehen ist, einen Luftschall
als Schallwechseldruckschwingungen in ein elektrisches Signal umzuwandeln. Unter einem
"Umgebungsgeräusch" soll insbesondere ein durch eine Handwerkzeugmaschine selbst und/oder
in einer Nahumgebung der Handwerkzeugmaschine erzeugtes Geräusch, insbesondere ein
Arbeitsgeräusch und/oder Sprachgeräusch, verstanden werden. Insbesondere ist der zumindest
eine akustische Sensor unmittelbar an der Handwerkzeugmaschine und/oder innerhalb
der Handwerkzeugmaschine und/oder in unmittelbarer Nähe zu der Handwerkzeugmaschine
angeordnet. Hierdurch kann vorteilhaft einfach eine Unterscheidung zwischen einer
Eingabe von Sprachbefehlen und Umgebungsgeräuschen ermöglicht werden.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bedienvorrichtung eine Filtereinheit aufweist,
welche dazu vorgesehen ist, Sprachbefehle von Umgebungsgeräuschen zu trennen. Unter
einer "Filtereinheit" soll insbesondere eine elektronische Einheit verstanden werden,
welche dazu vorgesehen ist, elektrische und/oder akustische Signale in Abhängigkeit
einer Frequenz in Amplitude und/oder in Phasenlage zu verändern, um unerwünschte Signalanteile
abzuschwächen und/oder zu unterdrücken. Darunter, dass die Filtereinheit dazu vorgesehen
ist, "Sprachbefehle von Umgebungsgeräuschen zu trennen" soll insbesondere verstanden
werden, dass die Filtereinheit einen durch Umgebungsgeräusche erzeugten Signalanteil
aus einem Sprachbefehle und Umgebungsgeräusche umfassenden Gesamtsignal herausfiltert.
Insbesondere können Umgebungsgeräusche mittels eines akustischen Sensors erfasst werden.
Alternativ oder zusätzlich können insbesondere maschinenspezifische Umgebungsgeräusche
in einer Speichereinheit hinterlegt sein. Hierdurch kann vorteilhaft ein Störeinfluss
von Umgebungsgeräuschen auf eine Erkennung von Sprachbefehlen zumindest weitgehend
eliminiert werden.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die Bedienerschnittstelle eine Projektoreinheit aufweist, welche dazu vorgesehen ist,
zumindest ein virtuelles Bedienelement und/oder zumindest ein virtuelles Anzeigeelement,
beispielsweise zu einer Anzeige von Betriebsparametern einer Handwerkzeugmaschine,
auf zumindest eine Projektionsfläche zu projizieren. Unter einer "Projektoreinheit"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine optische Einheit verstanden werden,
welche dazu vorgesehen ist, ein mittels zumindest einer Lichtquelle erzeugtes insbesondere
zweidimensionales Bild auf zumindest eine Projektionsfläche abzubilden. Insbesondere
kann die zumindest eine Projektoreinheit als ein LCD-Projektor, LED-Projektor und/oder
vorzugsweise als ein Laser-Projektor ausgebildet sein. Die Projektoreinheit ist insbesondere
unmittelbar an und/oder in einer Handwerkzeugmaschine und/oder an einer Arbeitsbekleidung
und/oder Schutzbekleidung, beispielsweise einer Schutzbrille oder einem Schutzhelm,
eines Bedieners anordenbar. Insbesondere kann die zumindest eine Projektionsfläche
zumindest teilweise von einer Körperoberfläche eines Bedieners, beispielsweise einer
Handinnenfläche und/oder einer Unterarminnenfläche, einer Werkstückoberfläche, einer
Oberfläche eines Gehäuses einer Handwerkzeugmaschine und/oder einer anderen geeigneten
Fläche in unmittelbarer Nähe einer Handwerkzeugmaschine gebildet sein. Unter einem
"virtuellen Element" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein mittels Projektion
auf eine Projektionsfläche erzeugtes nicht physisches Element verstanden werden. Hierdurch
kann vorteilhaft einfach eine nahezu beliebige Anzahl von insbesondere verschiedenen
Bedienelementen und/oder Anzeigeelementen bereitgestellt werden. Insbesondere ist
eine Bedienoberfläche und/oder eine Anzeigeoberfläche vorteilhaft lediglich durch
eine Größe einer zur Verfügung stehenden Projektionsfläche begrenzt.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Bedienerschnittstelle zumindest einen optischen
Sensor aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, die Bedienereingabe des zumindest einen
virtuellen Bedienelements zu erfassen. Unter einem "optischen Sensor" soll in diesem
Zusammenhang insbesondere ein Sensor verstanden werden, welcher dazu vorgesehen ist,
zumindest ein Objekt, insbesondere eine Position und/oder eine Bewegung zumindest
eines Objekts, optisch zu erfassen. Insbesondere ist der zumindest eine optische Sensor
dazu vorgesehen, eine Position und/oder eine Bewegung eines Objekts, beispielsweise
eines Fingers und/oder einer Hand eines Bedieners, relativ zu einem virtuellen Bedienelement
zu erfassen. Der optische Sensor kann insbesondere als eine monoskopische oder stereoskopische
Kamera und/oder als eine Infrarotkamera ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der zumindest
eine optische Sensor an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung, beispielsweise an
einer Schutzbrille und/oder an einem Schutzhelm, des Bedieners anordenbar. Hierdurch
kann eine vorteilhafte Erfassung von Bedieneingaben über virtuelle Bedienelemente
erfolgen.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die Bedienerschnittstelle zumindest eine Kamera aufweist, welche dazu vorgesehen ist,
eine Mimik und/oder Gestik des Bedieners zu erfassen. Die zumindest eine Kamera ist
insbesondere dazu vorgesehen zumindest eine Körperbewegung, insbesondere eine Augen-
und/oder Mundbewegung, eines Bedieners zu erfassen. Die zumindest eine Kamera kann
insbesondere als eine monoskopische oder stereoskopische Kamera und/oder als eine
Infrarotkamera ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die zumindest eine Kamera an einer
Arbeits- und/oder Schutzbekleidung, beispielsweise an einer Schutzbrille und/oder
an einem Schutzhelm, des Bedieners anordenbar. Hierdurch kann eine vorteilhafte Erfassung
von mittels Mimik und/oder Gestik ausgeführten Bedieneingaben erfolgen.
[0012] Zudem wird eine Handwerkzeugmaschine mit zumindest einer erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung
vorgeschlagen. Unter einer "Handwerkzeugmaschine" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
eine Werkzeugmaschine verstanden werden, welche von einem Bediener transportmaschinenlos
transportiert werden kann. Die Handwerkzeugmaschine weist insbesondere eine Masse
auf, welche kleiner ist als 40 kg, bevorzugt kleiner ist als 10 kg und besonders bevorzugt
kleiner ist als 5 kg. Besonders bevorzugt weist die Handwerkzeugmaschine eine Masse
auf, welche einem Wert aus einem Wertebereich von 2 kg bis 13 kg entspricht. Insbesondere
kann die Handwerkzeugmaschine als Bohr- und/oder Meißelhammer, als Schlagbohrmaschine,
als Schrauber, als Bohrmaschine, als Gartenbearbeitungsmaschine, als Hobelmaschine,
als Kreissägemaschine oder dergleichen ausgebildet sein. Die Bedienvorrichtung kann
insbesondere zumindest teilweise oder vollständig in die Handwerkzeugmaschine integriert
sein. Alternativ ist es ebenso denkbar, dass die Bedienvorrichtung als eine an der
Handwerkzeugmaschine montierbare Zusatzvorrichtung ausgebildet ist. Mittels der erfindungsgemäßen
Bedienvorrichtung kann vorteilhaft eine kontaktfreie Erfassung von Bedienereingaben
zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine ermöglicht werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung und/oder die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine
sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere können/kann die erfindungsgemäße Diagnosevorrichtung
und/oder die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine zu einer Erfüllung einer hierin
beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen
Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei
den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten
Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0014] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0015] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer Bedienvorrichtung, welche eine Bedienschnittstelle
mit einem Sprachsensor aufweist,
- Fig. 2
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer alternativen Bedienvorrichtung, welche eine Bedienschnittstelle,
welche eine Projektoreinheit und einen optischen Sensor aufweist,
- Fig. 3
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer alternativen Bedienvorrichtung, welche eine Bedienschnittstelle,
welche eine an der Handwerkzeugmaschine angeordnete Projektoreinheit aufweist und
- Fig. 4
- eine Bedienvorrichtung mit einer Kamera, welche dazu vorgesehen ist, eine Mimik und/oder
Gestik eines Bedieners zu erfassen.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0016] Figur 1 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 12a mit einer Bedienvorrichtung 10a. Die
Handwerkzeugmaschine 12a ist beispielhaft als ein Winkelschleifer ausgebildet. Alternativ
kann eine Handwerkzeugmaschine jedoch insbesondere auch als Bohr- und/oder Meißelhammer,
als Schlagbohrmaschine, als Schrauber, als Bohrmaschine, als Gartenbearbeitungsmaschine,
als Hobelmaschine, als Kreissägemaschine oder dergleichen ausgebildet sein. Die Bedienvorrichtung
10a weist eine Bedienerschnittstelle 14a auf. Die Bedienerschnittstelle 14a ist dazu
vorgesehen, Bedieneingaben eines Benutzers zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine
12a zu erfassen. Die Bedienerschnittstelle 14a ist dazu vorgesehen, die Bedienereingaben
kontaktfrei zu erfassen.
[0017] Die Bedienerschnittstelle 14a weist einen Sprachsensor 16a auf. Der Sprachsensor
16a ist dazu vorgesehen, Sprachbefehle des Bedieners zu erfassen. Der Sprachsensor
16a ist am Körper des Bedieners anordenbar. Insbesondere kann der Sprachsensor 16a
an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung eines Bedieners und/oder unmittelbar am
Körper des Bedieners anordenbar sein. Der Sprachsensor 16a ist als ein Mikrofon ausgebildet.
Alternativ kann ein Sprachsensor insbesondere als ein Kehlkopfmikrofon, ein Schädeldeckenmikrofon
und/oder als ein Elektromyographie-Sensor ausgebildet sein. Der Sprachsensor 16a ist
beispielhaft in einem Headset 40a eines Bedieners angeordnet.
[0018] Die Bedienvorrichtung 10a umfasst ferner einen akustischen Sensor 20a. Der akustische
Sensor 20a ist dazu vorgesehen, Umgebungsgeräusch zu erfassen. Des Weiteren umfasst
die Bedienvorrichtung 10a eine Filtereinheit 22a. Die Filtereinheit 22a ist dazu vorgesehen,
Sprachbefehle von Umgebungsgeräuschen zu trennen. Der Filtereinheit 22a werden sowohl
die Signale des Sprachsensors 16a als auch die Signale des akustischen Sensors 20a
zugeführt. Nach der Trennung von Sprachbefehlen von Umgebungsgeräuschen werden die
Sprachbefehle einer Steuereinheit 38a der Handwerkzeugmaschine 12a zugeführt. Die
Bedienvorrichtung 10a kann insbesondere durch eine Stimmenerkennung benutzerspezifisch
eingestellt werden. Ist die Bedienvorrichtung 10a benutzerspezifisch eingestellt,
kann eine Bedienung der Handwerkzeugmaschine 12a lediglich durch den jeweils voreingestellten
Benutzer erfolgen.
[0019] In den Figuren 2 bis 4 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Figur 1, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in der Figur 1 nachgestellt.
In den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 bis 4 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben
b und c ersetzt.
[0020] Figur 2 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 12b mit einer alternativen Ausgestaltung
einer Bedienvorrichtung 10b. Die Bedienvorrichtung 10b weist eine Bedienerschnittstelle
14b auf. Die Bedienerschnittstelle 14b ist dazu vorgesehen, Bedieneingaben eines Benutzers
zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine 12b zu erfassen. Die Bedienerschnittstelle
14b ist dazu vorgesehen, die Bedienereingaben kontaktfrei zu erfassen.
[0021] Die Bedienerschnittstelle 14b weist eine Projektoreinheit 24b auf. Die Projektoreinheit
24b ist dazu vorgesehen, virtuelle Bedienelemente 26b und/oder virtuelle Anzeigeelemente
28b auf eine Projektionsfläche 30b zu projizieren. Die Projektionsfläche 30b ist hier
beispielhaft von einer Handinnenfläche des Bedieners gebildet. Alternativ kann eine
Projektion von virtuellen Bedienelementen und/oder virtuellen Anzeigeelementen auf
beliebige Flächen, beispielsweise Werkstückoberflächen, erfolgen. Eine Projektion
von virtuellen Anzeigeelementen kann alternativ insbesondere in und/oder auf ein Glas
einer Schutzbrille und/oder eines Helmvisiers erfolgen. Ferner weist die Bedienerschnittstelle
14b einen optischen Sensor 32b auf. Der optische Sensor 32b ist dazu vorgesehen, Bedienereingaben
der virtuellen Bedienelemente 26b zu erfassen. Insbesondere ist der optische Sensor
32b dazu vorgesehen, eine Position und/oder einer Bewegung eines Fingers und/oder
einer Hand des Bedieners relativ zu den virtuellen Bedienelementen 26b zu erfassen.
Von dem optischen Sensor 32b erfasste Bedienereingaben der virtuellen Bedienelemente
26b werden vorzugsweise drahtlos an eine Steuereinheit 38b der Handwerkzeugmaschine
12b übertragen. Der optische Sensor 32b ist an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung
des Bedieners anordenbar. Die Projektoreinheit 24b ist an einer Arbeits- und/oder
Schutzbekleidung des Bedieners anordenbar. Der optische Sensor 32b und die Projektoreinheit
24b sind beispielhaft an einer Schutzbrille 42b des Bedieners angeordnet. Alternativ
oder zusätzlich kann eine Projektoreinheit 24b auch unmittelbar an der Handwerkzeugmaschine
12b angeordnet sein (vgl. Fig. 3). Eine Projektion durch die Projektoreinheit 24b
kann bei einer Anordnung an der Handwerkzeugmaschine 12b insbesondere auf eine Gehäuseoberfläche
44b, eine Oberfläche einer Schutzabdeckung 46b, eine Werkstückoberfläche 48b und/oder
eine andere geeignete Fläche erfolgen.
[0022] Figur 3 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltung einer Bedienvorrichtung 10c.
Die Bedienvorrichtung 10c weist eine Bedienerschnittstelle 14c auf. Die Bedienerschnittstelle
14c ist dazu vorgesehen, Bedieneingaben eines Benutzers zur Steuerung einer hier nicht
dargestellten Handwerkzeugmaschine 12c zu erfassen. Die Bedienerschnittstelle 14c
ist dazu vorgesehen, die Bedienereingaben kontaktfrei zu erfassen.
[0023] Die Bedienerschnittstelle 14c weist eine Kamera 36c auf. Die Kamera 36c ist dazu
vorgesehen, eine Mimik und/oder Gestik des Bedieners zu erfassen. Die Kamera 36c ist
an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung des Bedieners anordenbar. Die Kamera 36c
ist beispielhaft an einem Schutzhelm 50c des Bedieners befestigt. Alternativ kann
eine Kamera insbesondere in einer Schutzbrille eines Bedieners angeordnet sein. Die
Kamera 36c weist in Richtung des Gesichts des Bedieners. Insbesondere ist die Kamera
36c dazu vorgesehen, eine Augenaktivität des Bedieners zu erfassen. Hierdurch kann
insbesondere ein Ermüden und/oder eine Aufmerksamkeitsabnahme des Bedieners während
eines Arbeitsvorgangs registriert werden und beispielsweise eine Sicherheitsabschaltung
einer Handwerkzeugmaschine 12c initiiert werden.
1. Bedienvorrichtung für eine Handwerkzeugmaschine (12a; 12b; 12c), mit einer Bedienerschnittstelle
(14a; 14b; 14c), welche dazu vorgesehen ist, zumindest eine Bedieneingabe zumindest
eines Benutzers zur Steuerung der Handwerkzeugmaschine (12a; 12b; 12c) zu erfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienerschnittstelle (14a; 14b; 14c) dazu vorgesehen ist, die zumindest eine
Bedienereingabe kontaktfrei zu erfassen.
2. Bedienvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienerschnittstelle (14a) zumindest einen Sprachsensor (16a) aufweist, welcher
dazu vorgesehen ist, zumindest einen Sprachbefehl des Bedieners zu erfassen.
3. Bedienvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sprachsensor (16a) am Körper des Bedieners anordenbar ist.
4. Bedienvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen akustischen Sensor (20a), welcher dazu vorgesehen ist, zumindest
ein Umgebungsgeräusch zu erfassen.
5. Bedienvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Filtereinheit (22a), welche dazu vorgesehen ist, Sprachbefehle von Umgebungsgeräuschen
zu trennen.
6. Bedienvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienerschnittstelle (14b) eine Projektoreinheit (24b) aufweist, welche dazu
vorgesehen ist, zumindest ein virtuelles Bedienelement (26b) und/oder zumindest ein
virtuelles Anzeigeelement (28b) auf zumindest eine Projektionsfläche (30b) zu projizieren.
7. Bedienvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienerschnittstelle (14b) zumindest einen optischen Sensor (32b) aufweist,
welcher dazu vorgesehen ist, die Bedienereingabe des zumindest einen virtuellen Bedienelements
(26b) zu erfassen.
8. Bedienvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine optische Sensor (32b) an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung
des Bedieners anordenbar ist.
9. Bedienvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienerschnittstelle (14c) zumindest eine Kamera (36c) aufweist, welche dazu
vorgesehen ist, eine Mimik und/oder Gestik des Bedieners zu erfassen.
10. Bedienervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Kamera (36c) an einer Arbeits- und/oder Schutzbekleidung des Bedieners
anordenbar ist.
11. Handwerkzeugmaschine mit zumindest einer Bedienvorrichtung (10a; 10b; 10c) nach einem
der Ansprüche 1 bis 10.