Einleitung
[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Verpackung zum Zusammenfassen einer Mehrzahl
von Behältern, insbesondere von Getränkeflaschen, umfassend
- mindestens ein Deckenteil,
- mindestens ein Bodenteil sowie
- mindestens zwei zueinander beabstandete Seitenteile,
[0002] wobei die Seitenteile jeweils in Kraft übertragender Weise sowohl mit einem Deckenteil
als auch mit einem Bodenteil verbunden sind, wobei das Bodenteil mindestens zwei Aufstellbereiche
aufweist, wobei in jeweils einem Aufstellbereich ein Behälterboden eines jeweiligen
Behälters auf dem Bodenteil aufsteht, wobei die Seitenteile jeweils mindestens einen
Hochschlitz aufweisen, der sich ausgehend von einer Bodenebene des Bodenteils zumindest
im Wesentlichen parallel zu einer Hochachse der Verpackung innerhalb des jeweiligen
Seitenteils erstreckt, wobei die Hochschlitze jeweils in einem Zwischenbereich des
jeweiligen Seitenteils angeordnet sind, der sich zwischen benachbarten Aufstellbereichen
des Bodenteils erstreckt.
[0003] Typischerweise erstrecken sich die Seitenteile zwischen dem Deckenteil und dem Bodenteil
und sind unmittelbar mit diesen verbunden.
[0004] Unter dem Begriff "Behälter" ist grundsätzlich jeder Gegenstand zu verstehen, der
dazu geeignet ist, ein flüssiges Fluid aufzunehmen, wobei der Behälter derart verschließbar
ausgeführt ist, dass das Fluid einen Innenraum des Behälters nicht ungewollt verlassen
kann. Die Verpackung gemäß der vorliegenden Anmeldung ist insbesondere zum Zusammenfassen
von Getränkeflaschen geeignet. Insbesondere ist eine Ausführung als Mehrfachträger,
beispielsweise Dreier- oder Sechserträger vorstellbar.
[0005] Das Aufstehen der Behälter auf dem Bodenteil ist nicht notwendigerweise dahingehend
zu verstehen, dass ein Lastabtrag innerhalb der Verpackung ausschließlich mittels
des Bodenteils stattfindet. Dies wäre der Fall, wenn die Behälter in vertikaler Richtung
betrachtet ausschließlich mittels des Bodenteils gestützt wären. Ein solches System
ist zwar denkbar, jedoch nicht zwingend. Stattdessen ist es ebenso möglich, dass ein
oberes Ende eines oder mehrerer Behälter in oder an dem mindestens einen Deckenteil
der Verpackung fixiert ist, sodass die Gewichtskraft eines jeweiligen Behälters unmittelbar
in das Deckenteil eingeleitet wird. Auch ist eine Fixierung eines oder mehrerer Behälter
an einem oder mehreren Seitenteilen der Verpackung möglich.
[0006] Die Hochachse der Verpackung erstreckt sich typischerweise senkrecht zu einer Bodenebene
des Bodenteils. Unter dem "zumindest im Wesentlichen parallelen" Verlauf der Hochschlitze
der Seitenteile ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Hochschlitze sich
in erster Linie senkrecht nach oben erstrecken. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass
sich auch die Seitenteile der Verpackung in aller Regel in etwa senkrecht zu dem mindestens
einen, in aller Regel und vorzugsweise waagerecht angeordneten Bodenteil erstrecken.
[0007] Eine solche geometrische Ausrichtung der Teile zueinander ist jedoch nicht einschränkend
im Sinne der vorliegenden Anmeldung. Stattdessen ist es ebenso denkbar, dass jeweils
ein Seitenteil und das Bodenteil gemeinsam einen Winkel einschließen, der kleiner
ist als 90°, beispielsweise 80°. Bei einer entsprechenden Verpackung sind sich gegenüberliegende
Seitenteile typischerweise in entgegengesetzte Richtung gegenüber einer Vertikalen
geneigt, sodass die Verpackung insgesamt in einem Querschnitt betrachtet eine nach
oben hin reduzierte Breite aufweist. Auch bei einer solchen Ausführung einer Verpackung
erstrecken sich die Hochschlitze im Wesentlichen parallel zu der Hochachse der Verpackung,
wenngleich keine exakte Parallelität gegeben ist. Es versteht sich, dass sich die
Hochschlitze in jedem Fall jeweils innerhalb einer Seitenebene des jeweils zugehörigen
Seitenteils befinden.
[0008] Der "Zwischenbereich" bezeichnet einen Bereich, der sich zwischen benachbarten Aufstellbereichen
des Bodenteils befindet. Aufgrund der Ausrichtung des Bodenteils versteht es sich
dabei, dass die Aufstellbereiche desselben nebeneinander angeordnet sind. Die Behälter
sind dabei typischerweise in einem gewissen Abstand zueinander angeordnet, sodass
sie keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben. Auf diese Weise wird insbesondere
bei von Glas gebildeten Behältern ein Klirren derselben unterbunden. Um den Abstand
zwischen den Behältern sicherzustellen, sind benachbarte Aufstellbereiche entsprechend
zueinander beabstandet. Der sich ergebende Zwischenbereich erstreckt sich demzufolge
gewissermaßen in vertikaler Richtung zwischen den benachbarten Aufstellbereichen.
In einem handelsüblichen Einstellkasten für Behälter sind derartige Zwischenbereiche
mittels Trennwänden gebildet, die einzelne Einstellplätze einzelner Behälter räumlich
voneinander abtrennen, sodass die Behälter keinen unmittelbaren Kontakt haben.
[0009] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Set aus einer Verpackung sowie einer
Mehrzahl von Behältern, insbesondere von Getränkeflaschen.
[0010] Abschließend betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer
Verpackung.
Stand der Technik
[0011] Verpackungen der eingangs beschriebenen Art im Stand der Technik bereits weitläufig
bekannt. Sie sind insbesondere in Form so genannter "Sixpacks" als Verpackung für
Getränkeflaschen im Handel anzutreffen. Ebenso sind Gebinde bekannt, die sich für
kleinere, von Kunststoff gebildete Behälter, eignen.
[0012] Insbesondere auf dem Gebiet der Getränkeflaschen kommen als Mittel zum Zusammenfassen
einer Vielzahl von Flaschen neben den genannten Verpackungen Einstellkästen zum Einsatz.
Derartige Einstellkästen sind in unterschiedlichen Formaten bekannt. Typische Bierkästen
bieten zum Beispiel vierundzwanzig Einstellplätze jeweils für eine Bierflasche, die
in einem 6x4-Raster angeordnet sind. Die einzelnen Einstellplätze sind mittels Trennwänden
gemäß der vorstehenden Beschreibung voneinander abgetrennt.
[0013] Sofern Mehrwegbehälter zum Einsatz kommen, besteht im Handel ein Problem hinsichtlich
der Auslieferung und der Rückführung der Mehrwegbehälter. Dies betrifft insbesondere
Fälle, in denen die Mehrwegbehälter unabhängig von zugehörigen Einstellkästen ausgeliefert
werden, jedoch bei ihrer Rückführung jeweils einzeln, losgelöst von ihrer ursprünglichen
Verpackung, in einem Einstellkasten zu dem Hersteller bzw. einem jeweils ein Produkt
abfüllenden Betrieb zurückgeführt werden müssen.
[0014] Dieses Problem ist am Beispiel von Bierflaschen besonders einfach greifbar: diese
werden im Einzelhandel zunächst in großer Stückzahl in Form von Sixpacks an den Kunden
verkauft. Dabei versteht es sich, dass die Verpackungen nicht in handelsübliche Einstellkästen,
die mit den eingangs beschriebenen Trennwänden ausgestattet sind, eingestellt werden
können. Dies liegt darin begründet, dass eine jeweilige Verpackung mit den Trennwänden
eines Einstellkastens kollidiert und dadurch bedingt die Verpackung nicht in die einzelnen
Einstellplätze des Einstellkastens einfahren kann.
[0015] Um diesem Problem zu begegnen, sind zwei Lösungen bekannt: Zum einen nutzt der Handel
spezielle Einstellkästen, die ohne entsprechende Trennwände auskommen. Die Funktion
des Unterbindens eines klirrenden Kontakts zwischen den Flaschen wird sodann allein
von der Verpackung der Behälter übernommen. Eine Fixierung der einzelnen Verpackungen
in dem jeweiligen Einstellkasten wird mittels einzelner säulenartiger Erhebungen erzielt,
die gewissermaßen in einen Zwischenraum zwischen die Flaschen eintreten und somit
zumindest einen gewissen seitlichen Halt gegen ein Verrutschen und Kippen der Verpackungen
bieten.
[0016] Zum anderen sind Verpackungen bekannt, die mit speziellen Schlitzen versehen sind.
Diese erstrecken sich in den Seitenteilen der Verpackung und sind so positioniert,
dass die Verpackung beim Einstellen in einen Einstellkasten nicht mit dessen Trennwänden
kollidiert. Beispiele solcher Verpackungen sind unter anderem den Dokumenten
DE 297 16 402 U1,
CH 652 090 A5 und
US 1,968,877 bekannt.
[0017] Beim Einzelhändler werden die einzelnen Verpackungen aus dem Einstellkasten entnommen
und auf der Verkaufsfläche präsentiert. Der Kunde transportiert die zusammengefassten
Behälter sodann nach Hause. Dort werden die Behälter aus der Verpackung herausgelöst
und deren Inhalt verzehrt. Die Verpackung, die in aller Regel von einem Pappkarton
gebildet ist, wird als Müll entsorgt. Die Behälter selbst werden typischerweise in
einem Mehrwegsystem zum Hersteller zurückgeführt.
[0018] Für die Rückführung der Mehrwegflaschen werden die Flaschen vom Kunden einzeln wieder
zu einer Annahmestelle zurückgeführt, insbesondere in einem Supermarkt abgegeben.
Anschließend werden die Flaschen auf dem Transportweg nicht jeweils einzeln für sich
allein, sondern wieder in Form größerer Gebinde transportiert. Hierfür werden die
einzelnen Behälter vom Einzelhändler in zugehörige Einstellkästen eingestellt. Aufgrund
der mangelnden Stabilität der Verpackungen in Einstellkästen gemäß der erstgenannten
Lösung ist die Variante nicht zufriedenstellend. Doch auch die zweite Lösung führt
zu Stabilitätsproblemen, hier jedoch in der Verpackung selbst. Die Steifigkeit der
gesamten Verpackung wird nämlich durch die Schlitze, die zum "Ausweichen" der Trennwände
notwendig sind, derart reduziert, dass die Verpackung als solche instabil wirkt. Insbesondere
können die einzelnen Behälter in der Verpackung "schlackern", schlimmstenfalls gegeneinander
stoßen und dabei Schaden nehmen, im Fall von Glasbehältern schlimmstenfalls zu Bruch
gehen. Hiermit ist auch das Risiko eines verminderten Qualitätseindrucks beim Kunden
verbunden, der selbstverständlich nicht erwünscht ist.
Aufgabe
[0019] Der vorliegenden Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung bereitzustellen,
die eine logistisch einfache Hin- und Rückführung von Behältern bietet und zudem in
sich eine hohe Stabilität aufweist.
Lösung
[0020] Die zugrunde liegende Aufgabe wird ausgehend von einer Verpackung der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß durch einen Clip gelöst, mittels dessen die zusammenzufassenden
Behälter in einem oberen Bereich der Verpackung relativ zueinander fixierbar sind.
Ein solcher Clip weist mindestens zwei voneinander beabstandete sowie zueinander parallele
Seitenwandungen, mindestens eine Oberwandung und mindestens eine von der Oberwandung
beabstandete sowie parallel zur der Oberwandung orientierte Unterwandung auf, wobei
die Seitenwandungen jeweils in Kraft übertragender Weise mit mindestens einer Oberwandung
und mindestens einer Unterwandung verbunden sind. Ferner weisen die Unterwandung und
die Oberwandung jeweils eine Mehrzahl von Ausnehmungen auf, die jeweils zur Hindurchführung
von mindestens einem Teil eines Behälters geeignet sind, wobei jeweils mindestens
eine Ausnehmung der Oberwandung derart mit jeweils mindestens einer Ausnehmung der
Unterwandung korrespondiert, dass ein mittels der Verpackung gehaltener Behälter sowohl
eine Ausnehmung der Oberwandung als auch eine hiermit korrespondierende Ausnehmung
der Unterwandung durchdringt.
[0021] Die erfindungsgemäße Verpackung hat viele Vorteile. Insbesondere ist sie dazu geeignet,
in einen handelsüblichen Einstellkasten eingestellt zu werden, der die eingangs beschriebenen
üblichen Trennwände aufweist. Dies wird mittels der beschriebenen Hochschlitze erreicht.
Die Hochschlitze bilden nämlich genau solche Aussparungen, die erforderlich sind,
damit die Verpackung beim Einstellen in einen Einstellkasten nicht mit den Trennwänden
kollidiert. Die Position der Hochschlitze ist demzufolge unmittelbar abhängig von
einem jeweiligen Einstellkasten, in den die Verpackung eingestellt werden soll. Hieraus
ergibt sich auch die Notwendigkeit, dass die Hochschlitze in Zwischenbereichen zwischen
benachbarten Aufstellbereichen des Bodenteils angeordnet sein müssen, da an eben diesen
Positionen bzw. in eben diesen Bereichen die Einstellkästen ihre Trennwände aufweisen.
Dabei versteht es sich, dass die Hochschlitze jeweils eine solche Höhe aufweisen müssen,
dass bei einem Einstellen der Verpackung in einen Einstellkasten der Hochschlitz -
von einem Boden des Einstellkastens aus betrachtet - erst oberhalb einer jeweiligen
Trennwand endet.
[0022] Weiterhin hat die erfindungsgemäße Verpackung den wesentlichen Vorteil, dass die
Behälter im Vergleich zum Stand der Technik durch Wirkung des Clips relativ zueinander
fixiert sind. Vorteilhafterweise ist der Clip in einem oberen Bereich der Verpackung
angeordnet, um eine Kollision des Clips mit den Trennwänden zu vermeiden. Der Clip
kann insbesondere das Deckenteil der Verpackung beinhalten, wobei die einzelnen Behälter
vorteilhafterweise in Kraft übertragender Weise mit dem Clip eingreifen, sodass deren
Eigengewicht mittels des Clips zumindest anteilig, möglicherweise vollständig, getragen
werden kann. Ferner ist der Clip sinnvoll, um die Behälter in seitliche Richtung zu
fixieren, das heißt deren Bewegung in eine zur Hochachse senkrechte Richtung zu vermeiden.
Vorteilhafterweise beträgt eine Höhe des Clips relativ zu einer Höhe der jeweils zusammenzufassenden
Behälter zwischen 20 % und 60 %, vorzugsweise zwischen 30 % und 50 %, wobei sich der
Clip vorzugsweise ausgehend von einem oberen Ende der Behälter nach unten erstreckt.
[0023] Die Oberwandung und die Unterwandung befinden sich jeweils mit den zusammenzufassenden
Behältern in Eingriff, sodass sie bzw. der Clip insgesamt ein Drehmoment aufnehmen
kann bzw. können. Diese ergibt sich mechanisch aus einem Kräftepaar, wobei eine Kraft
in die Oberwandung und die andere Kraft in die Unterwandung fließen und der Hebelarm
zwischen den Kräften dem Abstand zwischen Oberwandung und Unterwandung entspricht.
Die drehmomentübertragende Fixierung bewirkt, dass ein Kippen der Behälter unterbunden
ist. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Clips führt insbesondere dazu, dass
ein unmittelbarer Kontakt der Behälter vermieden wird, insbesondere ein Klirren von
Glasbehältern. Insgesamt werden die Steifigkeit der Verpackung und damit der Qualitätseindruck
derselben erhöht.
[0024] Mittels der erfindungsgemäßen Ausnehmungen des Clips kann selbiger besonders einfach
formschlüssig mit den Behältern eingreifen und auf diese Weise einen Kraftfluss zwischen
einem jeweiligen Behälter und dem Clip ermöglichen.
[0025] Die zusammenzufassenden Behälter sind in der Regel rotationssymmetrisch um ihre Hochachse
ausgebildet. Sofern dies der Fall ist, sind die Ausnehmungen in der Oberwandung und
der Unterwandung vorteilhafterweise gleichfalls zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch.
Um den vorstehend beschriebenen Effekt zu erzielen, dass ein und derselbe Behälter
miteinander korrespondierende Ausnehmungen der Unterwandung und der Oberwandung gleichzeitig
durchdringt, sind diese Ausnehmungen vorzugsweise koaxial zueinander angeordnet. Mit
anderen Worten ist die Hindurchführung eines Behälters durch miteinander korrespondierende
Ausnehmungen vor allem dann möglich, wenn der Behälter im Wesentlichen senkrecht auf
dem Bodenteil der Verpackung aufsteht.
[0026] Die Ausnehmungen in der Oberwandung und der Unterwandung können unterschiedliche
Flächen bzw. Größen aufweisen. Dies hängt insbesondere davon ab, wie der jeweils zu
fixierende Behälter ausgebildet ist. Sofern es sich bei den Behältern um Getränkeflaschen
handelt, ist es gemeinhin üblich, dass sich diese ausgehend von einem oberen Ende
nach unten hin erweitern. Entsprechend sind in diesem Fall Ausnehmungen der Unterwandung
in ihrem Querschnitt größer ausgeführt als diejenigen der Oberwandung. In jedem Fall
sollte der Durchmesser bzw. der Querschnitt einer jeweiligen Ausnehmung so gewählt
werden, dass ein Rand der Ausnehmung in unmittelbarem Kontakt mit dem Behälter steht.
Dies ist insoweit von Vorteil, als der Behälter hierdurch mittels der Oberwandung
und der Unterwandung an einer seitlichen Bewegung gehindert wird, da er unmittelbar
an den Rand bzw. die Ränder der Oberwandung und/oder Unterwandung anstößt. Es versteht
sich, dass bei dieser Ausführung die gewünschte Fixierwirkung des Clips besonders
gut erreicht wird.
[0027] Die erfindungsgemäße Verpackung führt dazu, dass im Verkehr nunmehr eine einzige
Art von Einstellkasten verwendet werden kann, und zwar unabhängig davon, ob die einzelnen
Behälter ihrerseits in Einstellkästen oder in Verpackungen der hier beschriebenen
Art ausgeliefert werden. Insbesondere sind solche Einstellkästen nicht länger notwendig,
die ohne Trennwände ausgeführt sind, um für das Einstellen heute bekannter Verpackungen
geeignet zu sein. Gleichzeitig wird aufgrund des erfindungsgemäßen Clips eine zusätzliche
Fixierung der Behälter relativ zueinander erreicht. Die Verpackung ist insgesamt im
Vergleich zum Stand der Technik ausgesteift.
[0028] Die erfindungsgemäße Verpackung hat den weiteren Vorteil, dass sie in Kombination
mit einem "normalen" Einstellkasten im Verkehr eine deutlich gesteigerte Stabilität
der einzelnen Behälter bzw. der Verpackung gewährleisten kann, als dies mittels den
speziellen Einstellkästen möglich ist. Beispielsweise ist es denkbar, dass ein spezieller,
ohne Trennwände ausgeführter Einstellkasten nicht vollständig belegt ist, das heißt
einzelne Einstellplätze frei sind. Selbst wenn mehrere Behälter mittels einer Verpackung
zusammengefasst sind und in einen solchen, nicht vollständig belegten speziellen Einstellkasten
eingestellt sind, ist es mangels vorhandener Trennwände besonders einfach vorstellbar,
dass - beispielsweise im Zuge einer Auslieferungsfahrt mittels eines LKWs - die gesamte
Verpackung mitsamt der zusammengefassten Behälter innerhalb des Einstellkastens umfällt.
Im Gegensatz hierzu sind die erfindungsgemäßen Verpackungen geeignet, mit normalen
Einstellkästen zusammenzuwirken, wobei die Verpackungen insgesamt durch die bei diesen
Einstellkästen vorhandenen Trennwände stabilisiert sind; das Risiko eines unerwünschten
Umfallens einzelner oder mehrerer Behälter ist demnach nicht zu befürchten.
[0029] Vorteilhafterweise beträgt eine parallel zu der Hochachse gemessene Länge eines jeweiligen
Hochschlitzes mindestens 40 %, vorzugsweise mindestens 50 %, weiter vorzugsweise mindestens
60 %, einer Höhe von mittels der Verpackung zusammenzufassender Behälter. Bei Ausführung
eines derartigen Verhältnisses zwischen Höhe der Behälter Höhe bzw. Länge der Hochschlitze
ist eine Kombination der erfindungsgemäßen Verpackung mit den meisten gängigen Einstellkästen
möglich.
[0030] Die erfindungsgemäße Verpackung weiter ausgestaltend weist das Bodenteil zwischen
mindestens zwei benachbarten Aufstellbereichen einen Einschnürbereich auf. In diesem
Einschnürbereich ist ein Querschnitt des Bodenteils gegenüber den Aufstellbereichen
eingeschnürt. Diese Einschnürung kann im Extremfall den gesamten Querschnitt des Bodenteils
in dem Einschnürbereich betreffen, sodass das Bodenteil zwischen benachbarten Aufstellbereichen
vollständig durchtrennt ist. Mit anderen Worten ist eine Verbindung benachbarter Aufstellbereiche
eines Bodenteils nicht zwingend notwendig, gleichwohl aufgrund einer verbesserten
Stabilität der gesamten Verpackung in aller Regel vorhanden.
[0031] Die Einschnürung äußerte sich in Form mindestens einer Ausnehmung, die sich ausgehend
von mindestens einem Seitenrand des Bodenteils in Richtung eines Mittelbereichs des
Bodenteils erstreckt. Idealerweise weist das Bodenteil in seinem Einschnürbereich
insgesamt zwei Ausnehmungen auf, die sich jeweils ausgehend von gegenüberliegenden
Seitenrändern des Bodenteils jeweils aufeinander zu in Richtung des Mittelbereichs
des Bodenteils erstrecken. In dem Mittelbereich des Einschnürbereichs, gewissermaßen
als Verbindungssteg zwischen den Aufstellbereichen des Bodenteils, bleibt bei einer
solchen Ausführung lediglich eine "Verbindungszunge" stehen, die die benachbarten
Aufstellbereiche miteinander verbindet.
[0032] Beim Einstellen der erfindungsgemäßen Verpackung in einen normalen Einstellkasten
ist es notwendig, dass die einzelnen Aufstellbereiche der Verpackung jeweils isoliert
in einem einzigen Einstellplatz des Einstellkastens stehen können. Diese Einstellplätze
sind jedoch bekanntermaßen mittels der Trennwände räumlich voneinander getrennt. Eine
Verbindung zwischen benachbarten Aufstellbereichen muss demzufolge im Zuge des Einstellens
der Verpackung in den Einstellkasten durchtrennt werden. Die beschriebene Einschnürung
hat in diesem Zusammenhang den Vorteil, dass die Durchtrennung eines lediglich verbleibenden
Restquerschnitts zwischen den benachbarten Aufstellbereichen bei Einstellung der Verpackung
in den Einstellkasten einen geringeren Kraftaufwand erfordert, als dies der Fall wäre,
wenn der Querschnitt des Bodenteils zwischen den Aufstellbereichen unverändert vorhanden
wäre.
[0033] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der zwischen den Aufstellbereichen verbleibende
Restquerschnitt des Bodenteils eine Perforation auf, die in ihrer Ausrichtung mit
der Ausrichtung einer jeweils korrespondierenden Trennwand des Einstellkastens zusammenfällt,
wenn die Verpackung in einen Einstellkasten eingestellt wird. Mit anderen Worten erstreckt
sich die Perforation gewissermaßen innerhalb der Bodenebene des Bodenteils senkrecht
zu einer Verbindungslinie zwischen den benachbarten Aufstellbereichen. Die Perforation
bietet den Vorteil, dass das Durchstoßen des Restquerschnitts mittels einer jeweiligen
Trennwand umso einfacher, das heißt mittels Aufwand einer umso geringeren Durchstoßkraft,
erfolgen kann.
[0034] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackung umfasst in mindestens
einem ihrer Seitenteile mindestens eine Seitenausnehmung, die sich zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Hochachse der Verpackung und ausgehend von der Bodenebene in dem jeweiligen
Seitenteil erstreckt. Eine derartige Seitenausnehmung ist in einem Aufstellbereich
des Seitenteils angeordnet, der mit einem zugehörigen Aufstellbereich des Bodenteils
korrespondiert. Die Seitenausnehmung erstreckt sich mithin gewissermaßen parallel
zu einem in demselben Seitenteil angeordneten Hochschlitz, ist jedoch seitlich versetzt
neben dem Hochschlitz angeordnet, nämlich nicht in den Zwischenbereichen zwischen
benachbarten Aufstellbereichen, sondern in dem "Aufstellbereich" des Seitenteils.
[0035] Eine derartige Seitenausnehmung weist den besonderen Vorteil auf, dass die zugehörige
Seitenwand den jeweilig mit der Verpackung zusammengefassten Behälter nicht vollständig
umschließen muss. Stattdessen ist es möglich, dass ein Behälter im Bereich der Seitenausnehmung
gewissermaßen von einer Seite des Seitenteils aus durch die Seitenausnehmung des Seitenteils
hindurch tritt, gleichzeitig jedoch mittels des Seitenteils seitlich fixiert wird,
da eine Breite des Behälters eine Breite der Seitenausnehmung deutlich übersteigt.
Mit anderen Worten erlaubt die Seitenausnehmung lediglich den Durchtritt eines gewissen
Teils des Behälters durch die Seitenwand hindurch. Dies hat zur Folge, dass die Verpackung
in einem Querschnitt betrachtet nicht seitlich über die Behälter hinaus vorsteht,
sodass eine Breite der Verpackung insgesamt nicht größer ist als eine Breite jeweils
aller nebeneinander in Breitenrichtung aufgestellten Behälter zusammen. Auf diese
Weise wird vermieden, dass die Verpackung beim Einstellen in einen Einstellkasten
in einen reibenden Kontakt mit den Trennwänden tritt, insbesondere an den Trennwenden
reibt und "eingeklemmt" wird.
[0036] Vorteilhafterweise umfasst die Verpackung eine Vielzahl von Seitenausnehmungen, sodass
jeder einzelne Behälter mit zugehörigen Seitenausnehmungen korrespondiert.
[0037] Die Höhe einer Seitenausnehmung sollte sich zudem über mindestens 40 % der Behälterhöhe,
vorzugsweise mindestens 50 % der Behälter Höhe, weiter vorzugsweise mindestens 60
% der Behälterhöhe, erstrecken. Eine Erstreckung der Höhe der Seitenausnehmungen über
die gesamte Höhe eines Behälters ist in aller Regel nicht notwendig, da die Behälter
sich typischerweise nach oben hin verjüngen und somit in ihrer Breite abnehmen.
[0038] Die erfindungsgemäße Verpackung ist weiterhin dann besonders vorteilhaft, wenn sie
mindestens ein zweites Bodenteil aufweist, das entlang einer Längsachse der Verpackung
betrachtet neben dem ersten Bodenteil angeordnet ist. Mittels einer solchen Verpackung
ist es besonders einfach möglich, eine größere Anzahl von Behältern zusammenzufassen,
ohne dass die Verpackung hierfür übermäßig lang ausgeführt werden muss. Mit anderen
Worten ist es für die Praktikabilität einer Verpackung vorteilhaft, wenn selbige einen
kompakten Grundriss aufweist, dessen Längen-Breiten-Verhältnis vorzugsweise maximal
3:1, weiter vorzugsweise maximal 2:1, beträgt.
[0039] Für den Fall, dass die erfindungsgemäße Verpackung ein neben dem ersten Bodenteil
angeordnetes zweites Bodenteil aufweist, ist es besonders von Vorteil, wenn diese
benachbarten Bodenteile zumindest mittelbar mittels mindestens eines Mittelteils miteinander
verbunden sind. Ein solches Mittelteil weist vorzugsweise mindestens zwei Mittelwandungen
auf, die an einem der Bodenebene abgewandten Ende miteinander verbunden sind und an
ihrem der Bodenebene zugewandten Ende jeweils mit einem der benachbarten Bodenteile
zusammenwirken.
[0040] Das Mittelteil erstreckt sich zumindest im Wesentlichen senkrecht zu dem Bodenteil,
das heißt in etwa parallel zu den Seitenteilen. Es versteht sich, dass zwischen den
benachbarten Bodenteilen in einem Einstellkasten die beschriebenen Trennwände verlaufen,
die die einzelnen Einstellplätze für die Behälter räumlich voneinander abgrenzen.
Um die Verpackung in den Einstellkasten dennoch einstellen zu können, ist es daher
nicht möglich, die benachbarten Bodenteile dauerhaft unmittelbar in der Bodenebene
miteinander zu verbinden. Wäre dies der Fall, würde eine solche Verbindungsstelle
im Zuge des Einstellens in den Einstellkasten mit der entsprechenden Trennwand, die
zwischen den Bodenteilen angeordnet ist, kollidieren.
[0041] Das beschriebene Mittelteil ist daher so ausgeführt, dass sich eine seiner Mittelwandungen
ausgehend von der Bodenebene nach oben erstreckt, und zwar bis auf eine Höhe, die
oberhalb der jeweiligen Trennwand des Einstellkastens liegt. Die zweite Mittelwandung
des Mittelteils erstreckt sich sodann ausgehend von dem oberen Ende der ersten Mittelwandung
gewissermaßen auf der anderen Seite der Trennwand nach unten bis zu der Bodenebene,
wo sie schließlich mit dem zweiten Bodenteil verbunden ist. Mit anderen Worten weist
das Mittelteil eine umgedrehte V-Form auf.
[0042] Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die vorstehend beschriebenen Mittelwandungen
des Mittelteils unmittelbar miteinander verbunden sind. Stattdessen ist es ebenso
denkbar, dass eine solche Verbindung unter Verwendung eines zusätzlichen Verbindungsstücks
erfolgt, dass sich zum Beispiel oberhalb der Trennwände in einer horizontalen Ebene
zwischen oberen Enden der beiden Mittelwandungen erstrecken kann.
[0043] Sofern das Mittelteil vergleichbar zu den Seitenteilen durchgehend ausgeführt ist,
muss das Mittelteil in seinen Mittelwandungen entsprechende Hochschlitze aufweisen,
um eine Kollision mit den Trennwänden des Einstellkastens zu vermeiden. Die entsprechenden
Hochschlitze erstrecken sich ausgehend von der Bodenebene des Bodenteils zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Hochachse der Verpackung innerhalb der jeweiligen
Mittelwandung. Vergleichbar zu den Seitenteilen sind die Hochschlitze jeweils in zwischen
Bereichen der jeweiligen Mittelwandungen angeordnet, wobei die Zwischenbereiche zwischen
benachbarten Aufstellbereichen des bzw. der Bodenteile angeordnet sind.
[0044] Die erfindungsgemäße Verpackung ist dann besonders vorteilhaft, wenn sie maximal
zweistückig, vorzugsweise einstückig ausgebildet ist, wobei sie ihre schlussendliche
Form, in der sie zur Zusammenfassung der Behälter geeignet ist, vorzugsweise mittels
einer Verformung ausgehend von einem Anfangszustand erhält. Eine derartige Verpackung
ist besonders einfach aus einem biegbaren Material herstellbar, insbesondere von Papier
oder Pappe.
[0045] Die Fertigung der Verpackung ist besonders einfach möglich, wenn selbige aus möglichst
wenigen Teilen besteht. Insbesondere für den Fall, dass die Verpackung von Pappe gebildet
ist, ist es besonders einfach möglich, ein Stanzmuster oder Schnittmuster zu erzeugen,
aus dem die Verpackung sodann faltbar ist. Sofern die Verpackung merstückig, insbesondere
zweistückig, ausgebildet ist, ist es besonders vorteilhaft, wenn die einzelnen Teile
in Kraft übertragender Weise, insbesondere mittels einer Verklebung oder Verleimung,
miteinander verbunden werden. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind
das mindestens eine Bodenteil, die Seitenteile sowie gegebenenfalls das mindestens
eine Mittelteil einstückig ausgebildet, das heißt von einem einzigen Teil gebildet,
während das Deckenteil separat gefertigt ist und sodann mit dem anderen Teil der Verpackung
in Kraft übertragender Weise verbunden, insbesondere verklebt, wird. Insbesondere
kann das Deckenteil von dem Clip gebildet sein bzw. der Clip kann das Deckenteil beinhalten.
Beispielsweise kann die Oberwandung des Clips das Deckenteil der Verpackung bilden.
[0046] In einer weiterhin vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Oberwandung und/oder
die Unterwandung des Clips an mindestens einer Ausnehmung mindestens ein Fixiermittel,
das sich ausgehend von dem Rand der jeweiligen Ausnehmung in den Querschnitt der Ausnehmung
hinein erstreckt und derart relativ zu der übrigen Oberwandung bzw. Unterwandung bewegbar
ist, dass im Zuge der Hindurchführung zumindest eines Teils eines Behälters durch
die Ausnehmung das Fixiermittel verdrängbar ist. Das Fixiermittel sollte vorteilhafterweise
derart elastisch ausgeführt sein, dass es gewillt ist, sich nach seiner Verdrängung
aus einer Anfangsposition heraus wieder in besagte Anfangsposition zurück zu bewegen.
Auf diese Weise ist es besonders einfach, das Fixiermittel im Zuge der Durchdringung
der jeweiligen Ausnehmung mittels eines jeweiligen Behälters in Kontakt mit dem Behälter
zu bringen und dort beispielsweise mit einem korrespondierenden Rastelement oder dergleichen
einzugreifen.
[0047] Als Rastelement kann beispielsweise ein Vorsprung dienen, der radial zur Hochachse
des Behälters über den Behälter hinaus vorsteht. Insbesondere ist es besonders einfach
vorstellbar, dass ein solcher Vorsprung im Bereich des Verschlusses des Behälters
vorliegt, am Beispiel einer Bierflasche in Form eines vorstehenden Kronkorkens. Nach
dem Hindurchführen des Behälters durch die Ausnehmung und der damit einhergehenden
Verdrängung des Fixiermittels greift das Fixiermittel sodann formschlüssig mit dem
entsprechenden Rastelement des Behälters ein und verhindert somit eine Rückführung
des Behälters in die entgegengesetzte Richtung aus dem Clip bzw. der Ausnehmung heraus.
Auf diese Weise können die Behälter an der Verpackung fixiert werden.
[0048] Der Clip ist weiterhin dann von Vorteil, wenn das Fixiermittel einstückig mit der
jeweiligen Unterwandung bzw. Oberwandung ausgebildet ist, wobei ein Übergangsquerschnitt
zwischen dem Fixiermittel und der übrigen Unterwandung bzw. Oberwandung vorzugsweise
mit einen V-förmigen Schlitz versehen ist, sodass eine Steifigkeit des Übergangsquerschnitts
reduziert ist. Derartige Fixiermittel können insbesondere im Zuge der Herstellung
eines Clips aus einem Faltkarton besonders einfach aus einem Stück des Faltkartons
gemeinsam mit dem übrigen Clip ausgebildet werden, wobei der beschriebene Schlitz
besonders einfach gestanzt werden kann.
[0049] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist der Clip mit einer doppellagigen
Oberwandung und/oder einer doppellagigen Unterwandung versehen. Insbesondere kann
eine doppellagige Oberwandung von Vorteil sein. Unter einen "doppellagigen" Wandung
wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung verstanden, dass die jeweiligen Wandung von
zwei unmittelbar übereinander liegenden und sich miteinander in Kontakt befindlichen
Materiallagen gebildet ist. Am Beispiel eines von einem Faltkarton gebildeten Clips
wird beispielsweise die Oberwandung aus zwei Materiallagen gebildet, wobei jeweils
eine Materiallage an eine Seitenwandung des Clips angeschlossen ist. Diese Materiallagen
können beispielsweise im Zuge der Herstellung des Clips gewissermaßen "übereinandergeschlagen"
und sodann miteinander verbunden, insbesondere verklebt, werden.
[0050] Es versteht sich, dass jede der Materiallagen jeweils die Ausnehmungen aufweisen
muss, durch die hindurch sich die Behälter erstrecken können. Sofern der Clip die
vorstehend beschriebenen Fixiermittel aufweist, kann es zudem besonders sinnvoll sein,
insbesondere die Oberwandung doppellagig auszuführen und die Fixiermittel an den Ausnehmungen
der Oberwandung anzuordnen. Weiterhin kann es dann vorteilhaft sein, dass jede der
Materiallagen der Oberwandung jeweils an ihren Ausnehmungen Fixiermittel aufweist,
wobei die Fixiermittel an miteinander korrespondierenden Ausnehmungen der beiden Materiallagen
der Oberwandung derart relativ zueinander verdreht angeordnet sind, dass sie sich
gegenseitig ergänzen. Insbesondere können an jeder Ausnehmung jeweils vier Fixiermittel
angeordnet sein, die jeweils um 90° relativ zueinander verdreht sind. Die Fixiermittel
einer der Materiallagen sind sodann vorzugsweise gegenüber der anderen Materiallage
"Phasenverschoben", beispielsweis um 45°. Auf diese Weise verfügt die Ausnehmung der
Oberwandung insgesamt über acht Fixiermittel, die jeweils um 45° relativ zueinander
versetzt entlang dem Rand der Ausnehmung verteilt angeordnet sind.
[0051] Unabhängig von der Ausbildung des Clips im Detail ist es besonders von Vorteil, wenn
dieser unter Ausbildung eines Kraftschlusses mit der übrigen Verpackung verbunden
ist. Besonders einfach ist es vorstellbar, dass die Seitenwandungen des Clips mit
den Seitenteilen der Verpackung verbunden werden, insbesondere mittels einer Klebeverbindung.
Diese Ausführung ist vor allem im Hinblick auf ein günstiges Herstellverfahren für
die erfindungsgemäße Verpackung vorteilhaft, wie sich nachstehend im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ergibt.
[0052] Der beschriebene Clip kann unabhängig von seiner Ausgestaltung vergleichbar zu der
übrigen Verpackung einstückig ausgebildet sein, insbesondere von einem einzigen Stück
eines Faltkartons. Ein solcher Faltkarton kann sodann in eine gewünschte Form gefaltet
werden, sodass der Clip entsteht. Die Verpackung ist bei einer solchen Ausgestaltung
des Clips insgesamt zumindest von zwei Stücken gebildet.
[0053] Ausgehend von einem Set der eingangs beschriebenen Art wird die zugrunde liegende
Aufgabe erfindungsgemäß ferner dadurch gelöst, dass eine senkrecht zu einer vertikalen
Längsebene gemessene Breite des Bodenteils in dessen Aufstellbereichen geringer ist
als eine Breite eines Behälterbodens eines jeweiligen Behälters.
[0054] Ein derartiges Set ist besonders gut dazu geeignet in einen handelsüblichen Einstellkasten
eingestellt zu werden, da die Verpackung nicht über einen "Außenquerschnitt" der Behälter
vorsteht und somit keinen zusätzlichen Platzbedarf in dem Einstellkasten erzeugt.
Mit anderen Worten passt eine solche Verpackung bzw. ein solches Set ohne weiteres
in die Einstellplätze eines bekannten Einstellkasten.
[0055] Vorteilhafterweise ist das Set so ausgebildet, dass eine Wandung eines Behälters,
insbesondere eine seitliche Wandung desselben, über eine Seitenebene eines seitlich
die Verpackung abschließenden Seitenteils übersteht. Auf diese Weise wird vermieden,
dass ein Seitenteil der Verpackung des Sets mit einer Trennwand eines Einstellkastens
in Kontakt gerät, insbesondere an dieser reibt. Vorteilhafterweise weist die Verpackung
eine oder mehrere Seitenausnehmungen auf, durch die hindurch die jeweilige Wandung
des Behälters über die Verpackung übersteht.
[0056] Die zugrunde liegende Aufgabe wird ferner ausgehend von einem Einstellkasten der
eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, dass ein vorbeschriebenes Set in den Einstellkasten
einstellbar oder eingestellt ist. Ein derartiger Einstellkasten ist demzufolge in
der Lage, eine Mehrzahl von zusammengefassten Behältern, die mit einer Verpackung
zusammenwirken, aufzunehmen, obwohl der Einstellkasten über die beschriebenen Trennwände
verfügt. Das Vorhalten besondere Einstellkästen, die ohne Trennwände auskommen, ist
demzufolge nicht länger notwendig.
[0057] Weiterhin wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen
Verpackung vorgeschlagen. Dieses umfasst die folgenden Verfahrensschritte:
[0058] Ein Einfassteil der Verpackung und ein Clip werden gesondert voneinander hergestellt,
wobei das Einfassteil mindestens ein Bodenteil und mindestens zwei jeweils mit einem
Bodenteil sowie zumindest im Wesentlichen parallel zueinander orientierte Seitenteile
und der Clip mindestens eine Oberwandung, mindestens eine Unterwandung sowie mindestens
zwei Seitenwandungen aufweisen.
[0059] Zusammenzufassende Behälter werden mit ihren jeweiligen Unterseiten auf das Bodenteil
des Einfassteils aufgestellt, wobei jeweils ein Behälter mit einem Aufstellbereich
des Bodenteils korrespondiert.
[0060] Der Clip wird in eine vertikale Montagerichtung derart mit den Behältern in Eingriff
gebracht, dass jeweils ein Behälter sowohl eine Ausnehmung der Unterwandung als auch
eine korrespondierende Ausnehmung der Oberwandung durchdringt.
[0061] Dem Bodenteil abgewandte Verbindungsbereiche der Seitenteile des Einfassteils werden
mit den Seitenwandungen des Clips in Kontakt gebracht und in Kraft übertragender Weise
mit diesen verbunden, sodass das Einfassteil und der Clip fortan eine Einheit bilden.
[0062] Die Verfahrensschritte müssen nicht zwingend in der vorstehend skizzierten Reihenfolge
ausgeführt werden. Es ist nämlich ebenso denkbar, dass zunächst der Clip mit den Behältern
in Eingriff gebracht wird und erst anschließend die Behälter gemeinsam mit dem Clip
auf das Bodenteil des Einfassteils gestellt werden. Die Verbindung von Einfassteil
und Clip gemäß Verfahrensschritt d) findet dann in gewohnter Weise statt.
[0063] Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders gut geeignet, die erfindungsgemäße Verpackung
herzustellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn zumindest das Einfassteil oder der
Clip, vorzugsweise die gesamte Verpackung, von Papier oder Pappe gebildet ist bzw.
sind. Diese Materialien lassen sich besonders einfach durch Knicken formen und durch
Kleben miteinander verbinden.
[0064] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dann besonders von Vorteil, wenn der Clip soweit
auf die zusammenzufassenden Behälter aufgeschoben wird, dass ein Rand mindestens einer
Ausnehmung der Unterwandung in unmittelbaren Kontakt mit einer Mantelfläche eines
jeweils korrespondierenden Behälters tritt. Ein derartiges Verfahren kann besonders
gut automatisiert werden, da einer Maschine, die den Clip auf die Behälter drückt
auf einen Gegendruck kalibriert werden kann. Das heißt, dass die Maschine beim "Aufdrücken"
des Clips automatisch abschaltet, sobald der sich aufgrund der Kollision von Unterwandung
und Behälter einstellende Gegendruck auftritt. Ein versehentlich zu schwaches oder
zu starkes Andrücken des Clips kann somit vermieden werden.
Ausführungsbeispiele
[0065] Die erfindungsgemäße Verpackung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels,
das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Draufsicht eines Schnittmusters einer erfindungsgemäßen Verpackung, die zweistückig
ausgeführt ist,
- Fig. 2:
- Eine Draufsicht eines Schnittmusters einer weiteren erfindungsgemäßen Verpackung,
die zweistückig ausgeführt ist,
- Fig. 3:
- Eine isometrische Ansicht eines erfindungsgemäßen Sets aus einer erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Figur 1 und Behältern, wobei sich das Set in einem unfertigen Zustand
befindet,
- Fig. 4:
- Eine Stirnansicht des erfindungsgemäßen Sets gemäß Figur 3, wobei sich das Set in
einem fertigen Zustand befindet,
- Fig. 5:
- Eine isometrische Ansicht des erfindungsgemäßen Sets gemäß Figur 4,
- Fig. 6:
- Eine isometrische Ansicht eines erfindungsgemäßen Sets aus der erfindungsgemäßen Verpackung
gemäß Figur 2 und Behältern,
- Fig. 7:
- Ein im Stand der Technik bekannter Einstellkasten mit Trennwänden und
- Fig. 8:
- Das erfindungsgemäße Set gemäß Figuren 4 und 5, das in den Einstellkasten gemäß Figur
7 eingestellt ist.
[0066] Ein erstes Ausführungsbeispiel, das in
Figur 1 dargestellt ist, umfasst eine Verpackung
1, die zweistückig ausgeführt ist. Die Verpackung
1 ist in
Figur 1 in einem Anfangszustand dargestellt, in dem die Verpackung
1 noch nicht zusammengebaut ist. Die Darstellung gemäß
Figur 1 wird auch als Schnittmuster bezeichnet. Die Verpackung
1 ist zum Zusammenfassen von insgesamt sechs Behältern
2 geeignet, wobei die Behälter
2 in
Figur 1 nicht dargestellt sind.
[0067] Die Verpackung
1 umfasst zwei Bodenteile
4, die seitlich, relativ zu einer in
Figur 3 dargestellten Längsachse
17 nebeneinander angeordnet sind. Die Längsachse
17 der Verpackung
1 erstreckt sich - relativ zu
Figur 1 betrachtet - senkrecht in der Zeichenebene, das heißt parallel zu den beiden Bodenteilen
4. Die Bodenteile
4 weisen jeweils drei Aufstellbereiche
6 auf. Zwischen diesen Aufstellbereichen
6 befinden sich jeweils Zwischenbereiche
10. Die Aufstellbereiche
6 sind dazu geeignet, jeweils einen, mittels der Verpackung
1 zu haltenden Behälter
2 aufzunehmen, wobei in
Figur 1 die Behälter
2 nicht dargestellt sind.
[0068] Zwischen den Aufstellbereichen
6, das heißt gewissermaßen in den Zwischenbereichen
10, weisen die Bodenteile
4 jeweils Einschnürungen auf. Diese sind von Ausnehmungen
14 gebildet, die sich ausgehend von einem Seitenrand
13 des jeweiligen Bodenteils
4 in Richtung eines Mittelbereichs des Bodenteils
4 erstreckt. Diese Ausnehmungen
14 sind bei der gezeigten Verpackung
1 symmetrisch ausgeführt, sodass in den Zwischenbereichen
10 lediglich ein Steg erhalten bleibt, der die benachbarten Aufstellbereiche
6 des jeweiligen Bodenteils
4 miteinander verbindet. Der Steg weist eine Perforation
34 auf, die es ermöglicht, den Steg unter Aufbringung einer möglichst geringen Kraft
zu durchtrennen und auf diese Weise das jeweilige Bodenteil
4 zu unterteilen, nämlich in einzelne Bereiche, die den Aufstellbereichen
6 entsprechen. Diese Ausführung ermöglicht es, die Verpackung
1, sofern sie sich in ihren Endzustand befindet und mit Behältern
2 bestückt ist, in einen Einstellkasten
30 einzustellen, wobei Stege entlang ihrer Perforation
34 mittels Trennwänden
32 durchstoßen werden. Ein entsprechender Einstellkasten
30 wird nachstehend im Zusammenhang mit den
Figuren 7 und 8 näher erläutert.
[0069] An jedes der beiden Bodenteile
4 ist jeweils ein Seitenteil
5 angeschlossen. Diese Seitenteile
5 erstrecken sich ausgehend von dem Seitenrand
13 des jeweiligen Bodenteils
4. In dem Endzustand der Verpackung
1 bilden die Seitenteile
5 gewissermaßen eine seitliche Wandung der Verpackung
1. Die Seitenteile
5 weisen zwei unterschiedliche Arten von Schlitzungen auf. Zum einen verfügen sie über
Seitenausnehmungen
15, die in den Aufstellbereichen
6 der Verpackung
1 angeordnet sind. Das heißt, dass sich diese Seitenausnehmungen
15 ausgehend von solchen Stellen des Seitenrandes
13 des jeweiligen Bodenteils
4 erstrecken, die - vom Bodenteil
4 der Verpackung
1 aus betrachtet - sich in den Aufstellbereichen
6 befinden.
[0070] Zum anderen verfügen die Seitenteile
5 über Hochschlitze
7. In dem gezeigten Beispiel sind die Hochschlitze
7 in Längsrichtung der Verpackung
1 betrachtet schmaler ausgeführt als die Seitenausnehmungen
15. Die Hochschlitze
7 korrespondieren mit den Zwischenbereichen
10 der Bodenteile
4. Sie fallen in dem gezeigten Beispiel außerdem mit den Ausnehmungen
14 zusammen, die zwischen den Aufstellbereichen
6 der Bodenteile
4 angeordnet sind. Auf diese Weise bilden die Hochschlitze
7 und die korrespondierenden Ausnehmungen
14 jeweils eine gemeinsame Öffnung in dem Material, von dem die Verpackung
1 gebildet ist. Bei diesem Material handelt es sich bei dem gezeigten Beispiel um Pappe
bzw. um einen Pappkarton.
[0071] Die Seitenausnehmungen
15 dienen dazu, Behältern
2, in den Aufstellbereichen
6 der Bodenteile
4 aufgestellt sind, die Möglichkeit zu geben, in dem Endzustand der Verpackung
1 über eine Seitenebene der Seitenteile
5 hinaus über die Verpackung
1 vorzustehen. Dies ergibt sich besonders gut anhand der
Figuren 5 und 6. Die Hochschlitze
7 sind vorgesehen, damit die Verpackung
1 in einen Einstellkasten
30 eingestellt werden kann, ohne dass die Seitenteile
5 mit den Trennwänden
32 des Einstellkastens
30 kollidieren. Dies ergibt sich nachstehend besonders gut aus
Figur 8.
[0072] In dem gezeigten Beispiel weisen die Hochschlitze
7 jeweils eine von dem jeweilig zugehörigen Seitenrand
13 aus gemessene Länge
11 von 12 cm auf. Ihre Länge entspricht somit in etwa 65 % einer Höhe
12 der mittels der Verpackung
1 zusammenzufassenden Behälter
2. Dieses Verhältnis ist besonders gut aus
Figur 4 erkennbar.
[0073] Die beiden Bodenteile
4 der Verpackung
1 sind untereinander mittels eines Mittelteils
18 miteinander verbunden. Das Mittelteil
18 umfasst zwei Mittelwandungen
19 die sich vergleichbar zu den Seitenteilen
5 jeweils ausgehend von einem Seitenrand
13 eines jeweiligen Bodenteils
4 erstrecken. Die Mittelwandungen
19 sind im Grunde sehr ähnlich zu den Seitenteilen
5 ausgebildet. Dies ergibt sich insbesondere daraus, dass die Mittelwandungen
19 zu den Seitenteilen
5 vergleichbare Seitenausnehmungen
21 aufweisen, die dazu dienen, einem in einem Aufstellbereich
6 positionierten Behälter
2 die Möglichkeit zu verschaffen, durch die jeweilige Mittelwandungen
19 hindurch zu treten. Die Mittelwandungen
9 sind an einem den Bodenteilen
4 abgewandten Ende unmittelbar miteinander verbunden. In dem Endzustand der Verpackung
1 erstrecken sich die Mittelwandungen
19 jeweils in etwa senkrecht zu einer Bodenebene
8 der Bodenteile
4, sodass sie im Endzustand gewissermaßen ein umgedrehtes "V" bilden.
[0074] Die Bodenteile
4 sind mittels des Mittelteils
18 mittelbar miteinander verbunden. Das Mittelteil
18 erlaubt es somit, eine Verpackung 1 zu bilden, bei der zwei oder mehr Bodenteile
4 nebeneinander angeordnet sind, jedoch gleichwohl miteinander verbunden sind und sich
nicht unabhängig voneinander bewegen können. Dies verleiht der Verpackung
1 insgesamt eine erhöhte Steifigkeit, was sich im Zuge eines Transports der Verpackung
1 positiv bemerkbar macht. Die V-förmige Gestaltung des Mittelteils
18 in Form seiner beiden Mittelwandungen
19 dient dazu, die Verpackung
1 in dem Bereich zwischen den benachbarten Bodenteilen
4 gewissermaßen um die Trennwände
32 eines jeweiligen Einstellkastens
30 "herum zu führen". Das Mittelteil
18 sowie seine Funktion ergeben sich besonders einfach anhand der
Figuren 5 und 8.
[0075] Vergleichbar zu den Seitenteilen
5 weisen auch die Mittelwandungen
19 Hochschlitze 20 auf, die eine Kollision der Mittelwandungen
19 mit Trennwänden
32 eines Einstellkastens 30 vermeiden. Die Hochschlitze
20 erfüllen demzufolge denselben Zweck wie die Hochschlitze
7 der Seitenteile
5; die Verpackung
1 ist durch ihre Wirkung in einen "normalen" Einstellkasten
30 einstellbar. Eine Länge der Hochschlitze
20 ist gegenüber der Länge
11 der Hochschlitze
7 geringfügig reduziert, was der begrenzten Länge der Mittelwandungen
19 geschuldet ist. In dem gezeigten Beispiel weisen die Hochschlitze
20 jeweils eine von dem jeweiligen Seitenrand
13 aus gemessene Länge von 11 cm auf.
[0076] An einem oberen Ende der Verpackung
1 umfasst selbige ein zweites Stück, das heißt ein in dem Anfangszustand der Verpackung
1 separates Bauteil. Dieses ist hier von einem erfindungsgemäßen Clip
22 gebildet. Der Clip
22 umfasst insgesamt eine von zwei Materiallagen gebildete Oberwandung
24, zwei Seitenwandungen
23 und eine Unterwandung
25. Der Clip
22 ist in
Figur 1 in seinem Anfangszustand dargestellt, der einem Schnittmuster des Clips
22 entspricht. Die Oberwandung
24 des Clips
22 bildet ein Deckenteil
3 der Verpackung
1. Die Verpackung
1 verfügt somit in Form der beiden Materiallagen der Oberwandung
24 gewissermaßen über zwei Deckenteile
3, die in dem Endzustand der Verpackung 1 unmittelbar aufeinanderliegen und parallel
zueinander angeordnet sind. Dies ergibt sich besonders gut anhand der Darstellung
gemäß den
Figuren 4 bis 6.
[0077] Die Oberwandung
24 weist insgesamt sechs Ausnehmungen
26 auf, wobei sich versteht, dass jede der Materiallagen jeweils sechs Ausnehmungen
aufweist. Diese Ausnehmungen
26 wirken jeweils mit vier Fixiermittelen
28 zusammen, die hier in Form von Rastnasen ausgebildet sind. Diese Rastnasen erstrecken
sich jeweils ausgehend von einem Rand
29 der jeweiligen Ausnehmung
26 in die Ausnehmung
26 hinein, sodass ein Querschnitt einer jeweiligen Ausnehmung
26 durch Wirkung der Fixiermittel
28 reduziert ist. Aus
Figur 1 ist ersichtlich, dass die Fixiermittel
28 der einen Oberwandung
24 an den jeweiligen Ausnehmungen
26 um 45° verdreht gegenüber den Fixiermittel
28 der anderen Materiallage der Oberwandung
24 orientiert sind. Dies hat für eine Fixierung der mittels der Verpackung 1 zusammenzufassenden
Behälter
2 einen positiven Effekt, der nachstehend gesondert erläutert wird. Die Fixiermittel
28 sind einstückig an den Materiallagen ausgebildet, wobei ein Übergangsquerschnitt
an dem jeweiligen Rand
29 einer Ausnehmung
26 eine V-förmige Schlitzung aufweist. Diese reduziert die Steifigkeit des Übergangsquerschnitts
und vereinfacht dadurch die Verformung der Fixiermittel relativ zu der übrigen Oberwandung
24. Die Materiallagen der Oberwandung
24 sind hier miteinander verklebt und bilden somit eine Einheit.
[0078] Die Unterwandung
25 des Clips
22 weist ihrerseits sechs Ausnehmungen
27 auf, die in dem Endzustand der Verpackung
1 gewissermaßen koaxial zu den Ausnehmungen
26 der Oberwandung
24 angeordnet sind. Das heißt, dass in dem Endzustand der Verpackung
1 eine zumindest im Wesentlichen senkrechte Gerade gleichermaßen die Mittelpunkte korrespondierende
Ausnehmungen
26, 27 enthält.
[0079] Die Ausnehmungen
27 weisen gegenüber den Ausnehmungen
26 einen vergrößerten Querschnitt auf. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass zumindest
in dem gezeigten Beispiel zusammengefasste Behälter
2 sich ausgehend von einem oberen Ende nach unten hin erweitern. Da die Unterwandung
25 im Endzustand der Verpackung
1 beabstandet unterhalb den Oberwandungen
24 angeordnet ist, versteht es sich, dass die Ausnehmungen
27 entsprechend mehr Raum für die Behälter
2 vorhalten müssen. Der Abstand zwischen der Oberwandung
24 und der Unterwandung
25 entspricht einer Höhe der Seitenwandungen
23. Letztere sind im Endzustand der Verpackung
1 bzw. des Clips
22 jeweils in etwa senkrecht zu Ebenen sowohl der Unterwandung
25 als auch der Oberwandungen
24 orientiert. Insgesamt erstreckt sich der erfindungsgemäße Clip
22 über eine Höhe, die etwa 35 % der Höhe der Behälter
2 entspricht.
[0080] Die Oberwandung
24 weist zusätzlich zu den Ausnehmungen
26 jeweils zwei miteinander korrespondierende Grifföffnungen
16 auf. Diese dienen dazu, die Verpackung
1 mit einer Hand bequem tragen zu können, in dem die Möglichkeit geschaffen wird, von
einer Oberseite der Verpackung 1 her in die Grifföffnungen
16 einzugreifen und die Verpackung
1 somit anzuheben.
[0081] Figur 2 zeigt eine alternative Verpackung
1, die im Unterschied zu der Verpackung
1 gemäß
Figur 1 zum Zusammenfassen von insgesamt drei Behältern
2 geeignet ist, wobei die Behälter
2 in
Figur 2 nicht dargestellt sind. Die Verpackung
1 gemäß
Figur 2 umfasst lediglich ein einziges Bodenteil
4 und weist demzufolge keinen Mittelteil
18 auf. Die Seitenteile
5 sind unmittelbar entlang zweier Seiten des Bodenteils
4 an selbiges angeschlossen. Im Übrigen sind die Funktionen der Seitenausnehmungen
15 und der Hochschlitze
7 der Seitenteile
5 identisch der vorstehenden Erläuterung zu
Figur 1. Ebenso gelten die Erläuterungen zu Clip
22 gemäß
Figur 1 analog für den Clip
22 gemäß
Figur 2.
[0082] Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Verpackung
1 gemäß
Figur 1 ist selbige in
Figur 3 in einer Art Zwischenzustand dargestellt, in dem sich der Clip
22 bereits in seinem Endzustand befindet, jedoch ein unterer Teil der Verpackung
1 noch nicht mit dem Clip
22 verbunden ist. Diese Verbindung erfolgt hier mittels einer Verklebung der Seitenteile
5 mit den Seitenwandungen
23 des Clips
22. Der entsprechende Endzustand der Verpackung
1 ist in
Figur 5 dargestellt. Aus
Figur 3 ist besonders gut die V-förmige Ausbildung des Mittelteils
18 erkennbar. Ebenso sind die einzelnen Aufstellbereiche
6 erkennbar, in denen die einzelnen Behälter
2 jeweils aufgestellt sind. Weiterhin ergibt sich, dass die Ausnehmungen
34 der Bodenteile
4 sowie die Hochschlitze
7 der Seitenteile
5 sich jeweils in Zwischenbereichen
10 erstrecken.
[0083] Aus den
Figuren 3 und 4 ist besonders gut die Wirkung der Fixiermittel
28 erkennbar. Diese sind im Zuge einer Hindurchführung der Behälter
2 jeweils aus ihrer ursprünglichen Position im Anfangszustand des Clips
22 verdrängt worden. Trotz ihrer Verdrängung weisen sie weiterhin einen Kontakt zu der
Materiallage der Oberwandung
24 auf und sind in der Lage, Kräfte an die Oberwandung
24 abzuleiten. Es ist besonders gut erkennbar, dass die Fixiermittel
28 formschlüssig mit einem Verschluss eines jeweiligen Behälters
2 eingreifen und den Behälter
2 diese Weise daran hindern, in eine Richtung nach unten aus der jeweiligen Ausnehmung
26 heraus geführt zu werden. Mit anderen Worten dienen die Fixiermittel
28 dazu, die Behälter
2 zu tragen und die Bodenteile
4 der Verpackung
1 auf diese Weise zu entlasten. Ein Lastabtrag der Verpackung erfolgt demzufolge mittels
einer kombinierten Wirkung der Fixiermittel
28 und der Bodenteile
4.
[0084] Die relativ zueinander verdrehte Anordnung der Fixiermittel
28 bei den beiden Materiallagen der Oberwandung
24 führt zu dem vorteilhaften Effekt, dass jeweilige Zwischenräume zwischen benachbarten
Fixiermitteln
28 einer Ausnehmung
26 mittels entsprechend verdreht orientierter Fixiermittel
28 der korrespondierenden Ausnehmungen
26 auffüllbar sind, sodass der Behälter
2 insgesamt mit der doppelten Anzahl Fixiermittel
28 fixierbar ist, als dies möglich wäre, wenn lediglich eine einzige Materiallage Fixiermittel
28 aufweisen würde.
[0085] Aus
Figur 4 ist besonders gut erkennbar, dass sowohl die Seitenteile
5 als auch die Mittelwandungen
19 der Verpackung
1 in etwa parallel zu einer Hochachse
9 der Verpackung 1 orientiert sind. Dasselbe gilt im Übrigen für die Seitenwandungen
23 des Clips
22.
[0086] Ein Endzustand der Verpackung
1 gemäß
Figur 2 ist der Vollständigkeit halber
Figur 6 zu entnehmen. In den
Figuren 5 und 6 ist die Funktion der Seitenausnehmungen
15 der Seitenteile
5 besonders gut erkennbar. Es ergibt sich, dass die Behälter
2 mit ihren seitlichen Wandungen jeweils über eine Seitenebene eines jeweiligen Seitenteils
5 hinaus vorstehen. Dies hat den Vorteil, dass die Verpackung
1 insgesamt eine Breite der Behälter
2 nicht erhöht, das heißt neben den Behältern
2 keinen zusätzlichen Raum beansprucht. Letzteres hätte den Nachteil, dass die Verpackung
1 bei einem Einstellen in einen Einstellkasten
30 mit den Trennwänden
32 in Berührung kommt, insbesondere an diesen reibt, und somit ein Einstellen sowie
einen Entnehmen der Verpackung
1 aus dem Einstellkasten
30 erschweren würde.
[0087] Mittels der
Figuren 7 und 8 wird verdeutlicht, wie die erfindungsgemäße Verpackung
1 mit einem Einstellkasten
30 zusammenwirkt. Ein derartiger Einstellkasten
30 verfügt über eine Vielzahl von Einstellplätzen
31, wobei der hier gezeigte Einstellkasten
30 insgesamt
24 Einstellplätze aufweist. Die einzelnen Einstellplätze
31 sind mittels Trennwänden
32 räumlich voneinander abgetrennt. Die Trennwände
32 erstrecken sich ausgehend von einem Boden
33 des Einstellkastens
30 senkrecht nach oben, wobei eine Höhe der Trennwände
32 auf jeweilige, mittels des Einstellkastens
30 zu tragende Behälter
2 abgestimmt ist. In dem hier gezeigten Beispiel weisen die Trennwände
32 relativ zu der Höhe
12 der Behälter
2 eine Höhe von etwa 40 % auf. Der Einstellkasten
30 ist zu seinen Seiten hin umlaufend mittels eines Außenrandes
35 eingefasst.
[0088] Figur 8 zeigt den Einstellkasten
30 inklusive eines Sets aus sechs Behältern
2 und der erfindungsgemäßen Verpackung
1, mittels derer die Behälter
2 zusammengefasst sind. Es ist besonders gut erkennbar, dass die Verpackung
1 den hohen Trennwänden
32 des Einstellkastens
30 durch Wirkung der Hochschlitz
7 sowie der V-förmigen Ausgestaltung des Mittelteils
18 ausweicht, sodass die Verpackung
1 ohne weiteres in den Einstellkasten
30 einstellbar ist. Im Stand der Technik bekannte Verpackungen sind hierzu nicht in
der Lage, da sie mit den Trennwänden
32 des Einstellkastens
30 kollidieren würden.
[0089] Das "Einstellen" der Behälter
2 beinhaltet hier sozusagen das Einfahren der Behälter
2 in die Einstellplätze
31 des Einstellkastens
30 ein einfaches "Aufstellen" von Behältern
2 gewissermaßen auf eine Ebene oberhalb der Trennwände
32 ist demzufolge nicht als Einstellen im Sinne der vorliegenden Anmeldung zu verstehen.
[0090] Es versteht sich, dass die einzelnen Ausgestaltungen sowohl der Verpackungen
1 als auch deren Verbindung mit den Behältern
2 und/oder dem Einstellkasten
30 jeweils unabhängig voneinander sind und ihre vorteilhafte Wirkung unabhängig voneinander
erreichen können mit anderen Worten sind beliebige Kombinationen der hier beschriebenen
Merkmale der Verpackungen
1 denkbar; eine Abhängigkeit zwischen den Merkmalen besteht nicht.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Verpackung
- 2
- Behälter
- 3
- Deckenteil
- 4
- Bodenteil
- 5
- Seitenteil
- 6
- Aufstellbereich
- 7
- Hochschlitz
- 8
- Bodenebene
- 9
- Hochachse
- 10
- Zwischenbereich
- 11
- Länge
- 12
- Höhe
- 13
- Seitenrand
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Seitenausnehmung (Seitenteil)
- 16
- Grifföffnung
- 17
- Längsachse
- 18
- Mittelteil
- 19
- Mittelwandung
- 20
- Hochschlitz
- 21
- Seitenausnehmung (Mittelteil)
- 22
- Clip
- 23
- Seitenwandung
- 24
- Oberwandung
- 25
- Unterwandung
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Ausnehmung
- 28
- Fixiermittel
- 29
- Rand
- 30
- Einstellkasten
- 31
- Einstellplatz
- 32
- Trennwand
- 33
- Boden
- 34
- Perforation
- 35
- Außenrand
1. Verpackung (1) zum Zusammenfassen einer Mehrzahl von Behältern (2), insbesondere von
Getränkeflaschen, umfassend
- mindestens ein Deckenteil (3),
- mindestens ein Bodenteil (4) sowie
- mindestens zwei zueinander beabstandete Seitenteile (5),
wobei die Seitenteile (5) jeweils in Kraft übertragender Weise sowohl mit einem Deckenteil
(3) als auch mit einem Bodenteil (4) verbunden sind,
wobei das Bodenteil (4) mindestens zwei Aufstellbereiche (6) aufweist, wobei in jeweils
einem Aufstellbereich (6) ein Behälterboden eines jeweiligen Behälters (2) auf dem
Bodenteil (4) aufsteht,
wobei die Seitenteile (5) jeweils mindestens einen Hochschlitz (7) aufweisen, der
sich ausgehend von einer Bodenebene (8) des Bodenteils (4) zumindest im Wesentlichen
parallel zu einer Hochachse (9) der Verpackung (1) innerhalb des jeweiligen Seitenteils
(5) erstreckt,
wobei die Hochschlitze (7) jeweils in einem Zwischenbereich (10) des jeweiligen Seitenteils
(5) angeordnet sind, der sich zwischen benachbarten Aufstellbereichen (6) des Bodenteils
(4) erstreckt,
gekennzeichnet durch
einen Clip (22), mittels dessen die zusammenzufassenden Behälter (2) in einem oberen
Bereich der Verpackung (1) relativ zueinander fixierbar sind,
wobei der Clip (22) mindestens zwei voneinander beabstandete sowie zueinander parallele
Seitenwandungen (23), mindestens eine Oberwandung (24) und mindestens eine von der
Oberwandung (24) beabstandete sowie parallel zur der Oberwandung orientierte Unterwandung
(25) aufweist, wobei die Seitenwandungen (23) jeweils in Kraft übertragender Weise
mit mindestens einer Oberwandung (24) und mindestens einer Unterwandung (25) verbunden
sind,
wobei die Unterwandung (25) und die Oberwandung (24) jeweils eine Mehrzahl von Ausnehmungen
(26, 27) aufweisen, die jeweils zur Hindurchführung von mindestens einem Teil eines
Behälters (2) geeignet sind, wobei jeweils mindestens eine Ausnehmung (26) der Oberwandung
(24) derart mit jeweils mindestens einer Ausnehmung (27) der Unterwandung (25) korrespondiert,
dass ein mittels der Verpackung (1) gehaltener Behälter (2) sowohl eine Ausnehmung
(26) der Oberwandung (24) als auch eine hiermit korrespondierende Ausnehmung (27)
der Unterwandung (25) durchdringt.
2. Verpackung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (4) zwischen mindestens zwei benachbarten Aufstellbereichen (6) einen
Einschnürbereich aufweist, in dem sich in dem Bodenteil (4) ausgehend von mindestens
einem Seitenrand (13) des Bodenteils (4) mindestens eine Ausnehmung (14) in Richtung
eines Mittelbereichs des Bodenteils (4) erstreckt.
3. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Seitenteil (5) mindestens eine Seitenausnehmung (15) aufweist, die
sich zumindest im Wesentlichen parallel zu der Hochachse (9) der Verpackung (1) und
ausgehend von der Bodenebene (8) in dem jeweiligen Seitenteil (5) erstreckt, wobei
die Seitenausnehmung (15) in einem mit einem Aufstellbereich (6) des Bodenteils (4)
korrespondierenden Seitenbereich des Seitenteils (5) angeordnet ist.
4. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mindestens ein zweites Bodenteil (4), das entlang einer Längsachse (17) der Verpackung
(1) betrachtet neben dem ersten Bodenteil (4) angeordnet ist.
5. Verpackung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Bodenteile (4) zumindest mittelbar mittels mindestens eines Mittelteils
(18) verbunden sind und das Mittelteil (18) mindestens zwei Mittelwandungen (19) aufweist,
wobei die Mittelwandungen (19) an einem der Bodenebene (8) abgewandten Ende miteinander
verbunden sind und an ihrem der Bodenebene (8) zugewandten Ende jeweils mit einem
der benachbarten Bodenteile (4) zusammenwirken.
6. Verpackung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Mittelwandung (19) des Mittelteils (18), vorzugsweise sämtliche Mittelwandungen
(19), mindestens einen Hochschlitz (20) aufweist bzw. aufweisen, der sich ausgehend
von der Bodenebene (8) zumindest im Wesentlichen parallel zu der Hochachse (9) der
Verpackung (1) innerhalb der jeweiligen Mittelwandung (19) erstreckt, wobei der Hochschlitz
(20) jeweils in einem Zwischenbereich der jeweiligen Mittelwandung (19) angeordnet
ist, der sich zwischen benachbarten Aufstellbereichen (6) mindestens eines Bodenteils
(4) erstreckt.
7. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwandung (24) und/oder die Unterwandung (25) von zwei Materiallagen gebildet
ist bzw. sind, die unmittelbar übereinander angeordnet sind und miteinander in Kontakt
stehen, wobei vorzugsweise jeweils eine Materiallage mit jeweils einer Seitenwandung
(23) verbunden ist.
8. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwandung (24) und/oder die Unterwandung (25) an mindestens einer Ausnehmung
(26) mindestens ein Fixiermittel (28) aufweist bzw. aufweisen, das sich ausgehend
von einem Rand (29) einer jeweiligen Ausnehmung (26) in den Querschnitt der Ausnehmung
(26) hinein erstreckt und derart relativ zu der übrigen Oberwandung (24) bzw. Unterwandung
(25) bewegbar ist, dass im Zuge einer Hindurchführung zumindest eines Teils eines
Behälters (2) durch die jeweilige Ausnehmung (26) das Fixiermittel (28) mittels des
Behälters (2) verdrängbar ist.
9. Verpackung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Fixiermittels (28) nach Hindurchführung zumindest eines Teils des Behälters
(2) einen Formschluss mit zumindest einem Teil des Behälters (2) ausbilden kann, sodass
ein Zurückführen des Behälters (2) aus der Ausnehmung (26) heraus blockiert ist.
10. Verpackung (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixiermittel (28) einstückig mit der jeweiligen Unterwandung (25) bzw. Oberwandung
(24) ausgebildet ist, wobei ein Übergangsquerschnitt zwischen dem Fixiermittel (28)
und der übrigen Unterwandung (25) bzw. Oberwandung (24) mit einen V-förmigen Schlitz
versehen ist, sodass eine Steifigkeit des Übergangsquerschnitts reduziert ist.
11. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (5) der Verpackung (1) mittels einer Kraft übertragenden Verbindung,
vorzugsweise mittels einer Verklebung, mit dem Clip (22) verbunden sind, insbesondere
an Seitenwandungen (23) des Clips (22) angeschlossen sind, wobei vorzugsweise das
Deckenteil (3) der Verpackung von der Oberwandung (24) des Clips (22) gebildet ist.
12. Set aus einer Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 sowie einer Mehrzahl
von mittels der Verpackung (1) zusammengefassten Behältern (2), insbesondere von Getränkeflaschen,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine in einer senkrecht zu einer vertikalen Längsebene des Sets gemessene Breite (29)
mindestens eines Bodenteils (4) in dessen Aufstellbereichen (6) geringer ist als eine
Breite (39) eines Behälterbodens eines jeweiligen Behälters (2).
13. Set nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandung eines Behälters (2) über eine Seitenebene eines seitlich die Verpackung
(1) abschließenden Seitenteils (5) übersteht, insbesondere über durch eine Seitenausnehmung
(15) des jeweiligen Seitenteils (5) hindurch über die Verpackung (1) übersteht.
14. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Ein Einfassteil der Verpackung (1) und ein Clip (22) werden gesondert voneinander
hergestellt, wobei das Einfassteil mindestens ein Bodenteil (4) und mindestens zwei
jeweils mit einem Bodenteil (4) sowie zumindest im Wesentlichen parallel zueinander
orientierte Seitenteile (5) und der Clip (22) mindestens eine Oberwandung (24), mindestens
eine Unterwandung (25) sowie mindestens zwei Seitenwandungen (23) aufweisen.
b) Zusammenzufassende Behälter (2) werden mit ihren jeweiligen Unterseiten auf das
Bodenteil (4) des Einfassteils aufgestellt, wobei jeweils ein Behälter mit einem Aufstellbereich
(6) des Bodenteils (4) korrespondiert.
c) Der Clip (22) wird in eine vertikale Montagerichtung derart mit den Behältern (2)
in Eingriff gebracht, dass jeweils ein Behälter (2) sowohl eine Ausnehmung (27) der
Unterwandung (25) als auch eine korrespondierende Ausnehmung (26) der Oberwandung
(24) durchdringt.
d) Dem Bodenteil (4) abgewandte Verbindungsbereiche der Seitenteile (5) des Einfassteils
werden mit den Seitenwandungen (23) des Clips (22) in Kontakt gebracht und in Kraft
übertragender Weise mit diesen verbunden, sodass das Einfassteil und der Clip (2)
fortan eine Einheit bilden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Clip (22) soweit auf die Behälter (22) aufgeschoben wird, dass ein Rand mindestens
einer Ausnehmung (27) der Unterwandung (25) in unmittelbaren Kontakt mit einer Mantelfläche
eines jeweils korrespondierenden Behälters (2) tritt.