Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner mit einer Flusenfiltervorrichtung zum
Entfernen von Flusen aus dem Prozessluftstrom mit einer Flusenfilterkassette, umfassend
ein Hauptfilter und einen Flusenabscheider mit einem Flusensammelbehälter.
Hintergrund
[0002] In einem Wäschetrockner sollte zur Entfernung von Flusen aus einem Prozessluftstrom
eine Flusenfiltervorrichtung vorhanden sein. Die Flusenfiltervorrichtung weist dabei
ein Hauptfilter auf, das aufgrund der am Hauptfilter abgelagerten Flusen periodisch
von Hand gereinigt werden muss oder durch eine automatische Reinigungsvorrichtung
sauber gehalten wird.
[0003] In
EP 2 495 363 ist ein Wäschetrockner dargestellt mit einem Hauptfilter und einer Absaugdüse. Das
Flusenfilter kann relativ zur Absaugdüse rotiert werden, so dass die Absaugdüse das
ganze Flusenfilter überstreicht und dabei die Flusen vom Hauptfilter absaugt. Die
mit Flusen angereicherte Luft, welche durch die Absaugdüse tritt, strömt in Richtung
Abscheidevorrichtung, wo die abgesaugten Flusen abgeschieden und einem Flusenbehälter
zugeführt werden.
[0004] Ein sich automatisch reinigendes Hauptfilter hat den Vorteil, dass die Flusenfiltervorrichtung
weniger oft gereinigt werden muss. Nachteilig ist allerdings, dass zusätzlich zur
Reinigung des Hauptfilters auch der Flusenbehälter entleert und der Flusenabscheider,
welcher die abgesaugten Flusen dem Flusenbehälter zuführt, gereinigt werden sollten.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine sich automatisch reinigende Flusenfiltervorrichtung
eines Wäschetrockners so auszugestalten, dass die Flusenfiltervorrichtung durch einen
Benutzer effizient gewartet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird vom Wäschetrockner gemäss Anspruch 1 erfüllt. Demgemäss umfasst
der Wäschetrockner eine Trommel zur Aufnahme von Wäsche, ein erstes Mittel zum Erzeugen
eines Prozessluftstroms zum Trocknen der Wäsche und eine Flusenfiltervorrichtung zum
Entfernen von Flusen aus dem Prozessluftstrom. Die Flusenfiltervorrichtung umfasst
eine Flusenfilterkassette und ein zweites Mittel zur Erzeugung eines Absaugluftstroms.
Die Flusenfilterkassette umfasst ein Kassettengehäuse, ein Hauptfilter und einen Flusenabscheider
mit einem Flusensammelbehälter. Die Flusenfilterkassette ist derart im Gerät angeordnet,
dass der Prozessluftstrom durch das Hauptfilter tritt und derart ausgestaltet, dass
der Absaugluftstrom die Flusen vom Hauptfilter entfernt. Der Flusenabscheider ist
derart ausgestaltet, dass Flusen aus dem Absaugluftstrom in den Flusensammelbehälter
abgeschieden werden.
[0007] Auf diese Weise wird der Hauptfilter automatisch gereinigt, indem die am Hauptfilter
abgelagerten Flusen mittels des Absaugluftstroms zum Flusenabscheider transportiert
werden und die Flusen sich im Flusensammelbehälter absetzen.
[0008] Die Flusenfilterkassette ist derart ausgestaltet, dass sie dem Wäschetrockner als
einzelne Baugruppe zur Reinigung entnehmbar ist. Mit anderen Worten kann der Benutzer
die Flusenfilterkassette also als Ganzes vom Wäschetrockner trennen, vorteilhaft ohne
Werkzeuge, um sie zu reinigen. Die Entnahme ist dabei reversibel, sodass die Flusenfilterkassette
in einer unbestimmten Anzahl von Vorgängen entnommen und wieder eingesetzt werden
kann.
[0009] Durch diese Anordnung wird die Reinigung der Flusenfiltervorrichtung vereinfacht,
weil sämtliche Komponenten des Filtersystems, welche vom Benutzer regelmässig gereinigt
werden müssen, in einer Einheit angeordnet sind und durch einen einzigen Vorgang vom
Wäschetrockner entnommen werden können.
[0010] Vorzugsweise weist das Hauptfilter eine erste und eine zweite Seite auf. In einer
Ausführung ist das Hauptfilter derart im Gerät angeordnet, dass der Prozessluftstrom
das Hauptfilter in Richtung von der ersten Seite zur zweiten Seite und der Absaugluftstrom
das Hauptfilter in Richtung von der zweiten Seite zur ersten Seite durchströmt.
[0011] Das Hauptfilter dient vorzugsweise als erstes Filter zum Filtern der Prozessluft,
nachdem die Prozessluft die Trommel verlassen hat.
[0012] Die Flusen aus dem Prozessluftstrom setzen sich sodann auf der ersten Seite des Hauptfilters
ab und werden insbesondere in der Zeit zwischen zwei Trocknungsvorgängen, während
derer der Prozessluftstrom gar nicht oder nur mit (verglichen mit einem Trocknungsvorgang)
geringer Geschwindigkeit strömt, durch den Absaugluftstrom von der ersten Seite des
Hauptfilters wieder entfernt.
[0013] In einer besonderen Ausführung ist das Hauptfilter derart im Gerät angeordnet, dass
der Prozessluftstrom das Hauptfilter in Richtung von der ersten Seite zur zweiten
Seite durchströmt, und der Absaugluftstrom entlang der ersten Seite des Hauptfilters
strömt. In dieser Ausführung tritt der Absaugluftstrom nicht durch das Hauptfilter
hindurch sondern strömt der ersten Seite des Hauptfilters entlang, nimmt die durch
den Prozessluftstrom auf der ersten Seite des Hauptfilters abgesetzten Flusen auf
und transportiert diese zum Flusensammelbehälter.
[0014] Vorzugsweise weist der Wäschetrockner eine Steuerung auf, die dazu ausgestaltet ist,
dass während dem Absaugen des Hauptfilters das erste Mittel zum Erzeugen eines Prozessluftstroms
betrieben wird. Insbesondere ist die Leistung des ersten Mittels zum Erzeugen eines
Prozessluftstroms während dem Absaugen des Hauptfilters niedriger als während dem
Trocknungsbetrieb.
[0015] Diese Ansteuerung des ersten Mittels führt dazu, dass während des Flusenfilter-Reinigungsvorgangs
keine mit Flusen beladene Prozessluft in rückwärtiger Richtung, d.h. der Strömungsrichtung
des Prozessluftstroms während des Trocknungsvorgangs entgegengesetzt, durch die Vorrichtung
zur Lufttrocknung, insbesondere durch die Wärmetauscher der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung,
strömt, sodass sich an der Vorrichtung zur Lufttrocknung Flusen absetzen könnten,
welche die Trocknungseffizienz, insbesondere die Effizienz der Wärmetauscher, reduzieren
würden.
[0016] In einer besonderen Ausführung sind die Trommel und die Flusenfilterkassette derart
angeordnet, dass der Prozessluftstrom durch die Trommel und durch die Flusenfilterkassette
strömt. Der Prozessluftstrom führt durch die Trommel zur Trocknung der Wäsche und
wird dabei mit Feuchtigkeit und mit Flusen angereichert. Zur Entfernung der Flusen
wird der Prozessluftstrom nach dem Durchströmen der Trommel durch die Flusenfilterkassette
geführt. Insbesondere durchläuft der Prozessluftstrom sodann erst nach der Flusenfilterkassette
die Wärmetauscher der Vorrichtung zur Lufttrocknung.
[0017] Vorteilhaft ist das Hauptfilter kreisscheibenförmig ausgebildet, und es ist ein Drehantrieb
vorgesehen, um das Hauptfilter um eine Kreismittelachse des Hauptfilters zu drehen.
[0018] In einer besonderen Ausführung weist das Kassettengehäuse eine Absaugdüse auf, welche
relativ zum Hauptfilter derart angeordnet ist, dass sich die Absaugdüse von der Kreismittelachse
des Hauptfilters zu einer Peripherie des Hauptfilters erstreckt.
[0019] Einerseits kann durch diese Anordnung die Absaugdüse klein ausgestaltet sein, damit
der Prozessluftstrom, welcher durch das Hauptfilter strömt, durch die Absaugdüse nicht
unnötig behindert wird, aber andererseits kann das Hauptfilter trotzdem vollständig
abgesaugt werden, indem das Hauptfilter durch den Drehantrieb gedreht wird.
[0020] Vorzugsweise weist die Flusenfilterkassette ein erstes Zahnrad und der Drehantrieb
ein zweites Zahnrad auf, derart, dass das erste Zahnrad und das zweite Zahnrad im
eingesetzten Zustand der Flusenfilterkassette ineinandergreifen und eine lösbare Verbindung
zur Antriebskraftübertragung bilden.
[0021] In einer besonderen Ausführung ist die Flusenfilterkassette dem Wäschetrockner von
der Frontseite entnehmbar. Unter Frontseite ist diejenige Seite des Wäschetrockners
zu verstehen, an welcher die Benutzertüre (1a) zum Be- und Entladen der Trommel angeordnet
ist. Aufgrund dessen, dass der Benutzer den Wäschetrockner derart positioniert, dass
er problemlos die Trommel füllen und entleeren kann, ist durch die Entnehmbarkeit
der Flusenfilterkassette von der Frontseite her diese ebenfalls problemlos zugänglich
und für die Reinigung einfach zu entnehmen.
[0022] Vorzugsweise ist der Flusensammelbehälter mindestens teilweise aus einem luftdurchlässigen
textilen Material und/oder aus luftdurchlässigem Kunststoff gebildet. Insbesondere
kann der Flusensammelbehälter aus einem für den Einmalgebrauch vorgesehenen Material
gebildet sein. Beim Einmalgebrauch ist vorgesehen, dass der Flusensammelbehälter nicht
geleert wird, sondern, insbesondere wenn er voll ist, mit dem Inhalt entsorgt wird.
Unter textilem Material ist ein Gebilde zu verstehen, welches aus Fasern hergestellt
wird, wie z.B. ein Gewebe, Vlies, Gewirk oder Gestrick. Optional kann der Flusensammelbehälter
der Flusenfilterkassette entnehmbar sein. Durch die Luftdurchlässigkeit wird erreicht,
dass die Luft, welche in den Flusensammelbehälter eintritt, diesen unter Ablagerung
der Flusen durch dessen Wände wieder verlassen kann.
[0023] Vorteilhaft ist der Flusensammelbehälter im Kassettengehäuse angeordnet, und das
Kassettengehäuse weist einen abnehmbaren Deckel auf, welcher den Flusensammelbehälter
abdeckt. So bildet das Kassettengehäuse eine Führung für die aus dem Flusensammelbehälter
austretende Luft, und dennoch hat der Benutzer durch Abnehmen des Deckels Zugriff
auf den Flusensammelbehälter.
[0024] In diesem Fall ist der Deckel mit Vorteil, ohne Entnahme der Flusenfilterkassette
aus dem Wäschetrockner, von einer Aussenseite des Wäschetrockners zugänglich. Für
den Fall, dass der Benutzer beispielsweise nur den Flusensammelbehälter mit einem
Staubsauger entleeren möchte.oder einen als Flusensammelbehälter ausgestalteten Textilsack
auswechseln möchte, ist dies auf einfache Weise möglich, weil nicht die gesamte Flusenfilterkassette
dem Wäschetrockner entnommen werden muss.
[0025] In einer weiteren besonderen Ausführung weisen der Flusensammelbehälter eine Dichtlippe
und das Kassettengehäuse eine Absaugdüse auf. Die Dichtlippe dichtet den Flusensammelbehälter
gegen die Absaugdüse ab und der Absaugluftstrom tritt durch die Absaugdüse in den
Flusensammelbehälter. Unter "dichtet gegen die Absaugdüse ab" ist zu verstehen, dass
die Dichtlippe des insbesondere auswechselbaren Flusensammelbehälters die Absaugdüse
mit dem Flusensammelbehälter derart verbindet, dass bei Durchströmung dieser Verbindung
durch den Absaugluftstrom keine oder nur vernachlässigbar wenig Luft entweicht.
[0026] Vorteilhaft weist der Flusenabscheider ein Nebenfilter im Absaugluftstrom nach dem
Flusensammelbehälter auf, d.h. der Absaugluftstrom tritt zunächst durch den Flusensammelbehälter
und erst dann durch das Nebenfilter. Das Nebenfilter dient zum Entfernen restlicher
Flusen aus dem Absaugluftstrom auf, d.h. zum Entfernen von Flusen, welche nicht im
Flusensammelbehälter zurückgehalten wurden. Das Nebenfilter entfernt dabei die im
Absaugluftstrom übriggebliebenen Flusen, die sich noch nicht im Flusensammelbehälter
abgesetzt haben, damit ein möglichst sauberer Absaugluftstrom die Flusenfilterkassette
verlässt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0027] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Wäschetrockner mit Ansicht Frontseite,
Fig. 2 eine Flusenfilterkassette mit Ansicht von der Rückseite ohne Hauptfilter,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Prozessluft- und Absaugluftstroms für zwei
Ausführungsvarianten (3a) und (3b),
Fig. 4 eine Flusenfilterkassette mit Ansicht von der Frontseite in Explosionsdarstellung,
Fig. 5 einen Flusensammelbehälter,
Fig. 6 eine Flusenfilterkassette mit Ansicht von der Rückseite in Explosionsdarstellung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0028] Fig. 1 zeigt eine Ausführung eines Wäschetrockners 1 mit einer Trommel 2, wobei sich
die Frontseite 11 des Wäschetrockners 1 im Vordergrund der Figur befindet. Die Trommel
2 ist von der Frontseite her durch das Öffnen einer Türe 1a zugänglich, um Wäsche
zur Trocknung einzufüllen. Weiter weist der Wäschetrockner 1 eine Flusenfilterkassette
3-10 auf, in welcher aus dem Prozessluftstrom Flusen entfernt werden. Die Flusenfilterkassette
ist Teil der Flusenfiltervorrichtung, welche zusätzlich ein Absauggebläse (nicht gezeigt)
aufweist. Während des Trocknungsvorgangs wird die Trommel 2 mit einem Prozessluftstrom
durchströmt, um die Wäsche zu trocknen. Der Prozessluftstrom wird dabei mit Feuchtigkeit
und Flusen angereichert. In der vorliegenden Ausführung verlässt der feuchte und mit
Flusen angereicherte Prozessluftstrom die Trommel 2 in Richtung Frontseite 11 und
tritt von oben her in die Flusenfilterkassette 3-10 ein.
[0029] Die Flusenfilterkassette 3-10 ist unterhalb der Trommel 2 im Sockel des Wäschetrockners
1 an der Frontseite 11 angeordnet.
[0030] Der Prozessluftstrom tritt von oben in die Flusenfilterkassette 3-10 ein. Vorteilhaft
ist die Flusenfilterkassette 3-10 quaderförmig und besitzt eine Oberkante, durch welche
die Prozessluft von der Trommel 2 in sie eintreten kann. Der Prozessluftstrom tritt
sodann gegen hinten (d.h. durch die der Frontseite 11 gegenüber liegende Seite der
Flusenfilterkassette 3-10) wieder aus der Flusenfilterkassette aus, um sodann in eine
(weiter unten beschriebene) Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 des Wäschetrockners
einzutreten.
[0031] Fig. 2 und 6 zeigen die Flusenfilterkassette 3-10 von der Rückseite betrachtet. Die
Flusenfilterkassette 3-10 umfasst ein Kassettengehäuse 3, eine Absaugdüse 4, ein Hauptfilter
5 mit einer ersten Seite 51, einer zweiten Seite 52 und einer Kreismittelachse 53.
In der vorliegenden Ausführung ist das Hauptfilter 5 kreisscheibenförmig ausgestaltet.
Die erste Seite 51 des Hauptfilters 5 ist dabei zum Inneren der Flusenfilterkassette
3-10 gerichtet und die zweite Seite 52 nach aussen, wobei die zweite Seite 52 in Fig.
6 von vorne her betrachtet wird.
[0032] Das Hauptfilter 5 ist auf der der Frontseite 11 gegenüber liegenden Seite der Flusenfilterkassette
3 - 10 angeordnet.
[0033] Der Prozessluftstrom tritt von oben her durch eine Gitterstruktur 31 in die Flusenfilterkassette
3-10 ein und verlässt die Flusenfilterkassette 3-10, wie erwähnt, in Richtung Rückseite
(in Fig. 2 und 6 die vordere Seite), wobei der Prozessluftstrom dabei durch das Hauptfilter
5 strömt. Der Prozessluftstrom tritt dabei in das Hauptfilter 5 durch die erste Seite
51 ein und verlässt das Hauptfilter 5 durch die zweite Seite 52. Die sich im Prozessluftstrom
befindlichen Flusen werden vom Hauptfilter 5 gefiltert, wobei aufgrund der Strömungsrichtung
die Flusen sich auf der ersten Seite 51 des Hauptfilters 5 sammeln.
[0034] Der aus der Flusenfilterkassette 3-10 austretende, von Flusen gereinigte Prozessluftstrom
kann beliebig weiterverwendet werden. In der vorliegenden Ausführung wird der Prozessluftstrom
durch eine Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 im Sockel des Wäschetrockners 1 aufbereitet
und erneut in die Trommel 2 zur Trocknung von Wäsche eingeführt.
[0035] Die Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 weist in bekannter Weise beispielsweise
einen ersten, gekühlten Wärmetauscher auf, in welchem der Prozessluft Feuchte entzogen
wird, und (im Prozessluftstrom hinter dem ersten Wärmetauscher) einen zweiten, geheizten
Wärmetauscher, mit welchem die Prozessluft zur Aufnahme neuer Feuchte wieder aufgeheizt
werden kann.
[0036] Die Figuren 3a und 3b zeigen schematisch den Aufbau sowie die Luftströme des Wäschetrockners.
In beiden Figuren wird die mit Feuchte und mit Flusen beladene Prozessluft (durchgezogene
Linie mit Pfeilen) aus der Trommel 2 zur Flusenfilterkassette 3-10 befördert, wobei
ein Prozessluftventilator 14 die Saugleistung erbringt. Der Prozessluftstrom verlässt
die Flusenfilterkassette 3-10 durch den Hauptfilter 5, strömt durch die Entfeuchtungs-
und Heizvorrichtung 13 und gelangt zurück in die Trommel.
[0037] Zum Absaugen der Flusen vom Hauptfilter 5 ist ein Absauggebläse 15 vorgesehen, der
die Luft in einer Rohrleitung 18 von der Flusenfilterkassette 3 - 10 an der Entfeuchtungs-
und Heizvorrichtung 13 vorbei zu einer Stelle befördert, die sich im Prozessluftkreislauf
zwischen der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 und der Trommel 2 befindet.
[0038] In der Rohrleitung 18 ist ein Absperrventil 17 angeordnet, mit welchem die Rohrleitung
18 blockiert werden kann, um zu verhindern, dass Luft während der Wäschetrocknung
durch die Rohrleitung 18 fliesst. Dies wäre unerwünscht, da damit einerseits die Entfeuchtungs-
und Heizvorrichtung 13 umgangen und andererseits Feuchtigkeit in den Flusenbehälter
eingebracht würde.
[0039] Die Figuren 3a und 3b unterscheiden sich im Weg des Absaugluftstroms (gestrichelte
Linie mit Pfeilen).
[0040] Beim Betrieb gemäss Fig. 3a werden während des Absaugvorgangs sowohl der Prozessluftventilator
14 als auch das Absauggebläse 15 betrieben. Der Prozessluftventilator 14, welcher
primär zur Erzeugung des Prozessluftstroms während der Wäschetrocknung dient, wird
während des Absaugvorgangs auf einer niedrigeren Leistung betrieben als während des
Trocknungsvorgangs. Indem der Prozessluftventilator 14 nicht völlig abgeschaltet wird,
kann annähernd vollständig verhindert werden, dass während des Absaugvorgangs mit
Flusen beladene Prozessluft in rückwärtiger Richtung (d.h. der Strömungsrichtung des
Prozessluftstroms während des Trocknungsvorgangs entgegengesetzt) durch die Entfeuchtungs-
und Heizvorrichtung 13 strömt und durch ein Ablagern von Flusen an den Wärmetauschern
dessen Effizienz reduziert. Der Absaugluftstrom gelangt deshalb durch die weiter unten
beschriebene Gitterstruktur 31 in die Flusenfilterkassette 3-10, strömt zur Entfernung
der Flusen vom Hauptfilter 5 entlang der ersten Seite 51 des Hauptfilters 5 und tritt
durch die Absaugdüse 4 in den Flusensammelbehälter 6 und wird in die Trommel 2 zurückbefördert.
[0041] Beim Betrieb gemäss Fig. 3b wird während des Absaugvorgangs der Prozessluftventilator
14, nicht betrieben. Der Absaugluftstrom tritt in diesem Fall durch die Rohrleitung
18 in den Bereich zwischen Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 und Trommel 2. Von
dort kann die Luft über die Trommel 2 und/oder durch die Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung
13 wieder zurück in die Flusenfilterkassette 3-10 strömen. Gegenüber der Betriebsvariante
gemäss Fig. 3a hat diese Variante den Nachteil, dass sich unter Umständen Flusen auf
den Wärmetauschern auf der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung 13 absetzen und dessen
Effizienz reduzieren können.
[0042] Der Absaugvorgang wird beispielsweise zwischen zwei nachfolgenden Trocknungsvorgängen
durchgeführt, oder der Trocknungsvorgang wird zur Absaugung des Hauptfilters 5 kurz
unterbrochen. Ein Absaugvorgang kann beispielsweise ausgelöst werden, indem eine Steuerung
16 des Wäschetrockners nach einer vorprogrammierten Prozesslaufzeit die Absaugung
des Hauptfilters 5 einleitet, oder wenn ein Messgerät die sich auf dem Hauptfilter
5 angesammelte Flusenmenge detektiert und aufgrund dessen die Absaugung des Hauptfilters
5 einleitet.
[0043] Während des Absaugvorgangs strömt der Absaugluftstrom nach Aufnahme der Flusen am
Hauptfilter 5 in die Absaugdüse 4. Aufgrund der Ausführung nach Fig. 2 und 6 schmal
und länglich ausgeführten Absaugdüse 4, welche sich von der Kreismittelachse 53 des
Hauptfilters 5 zu einer Peripherie des Hauptfilters 5 erstreckt, werden durch den
Absaugluftstrom lediglich die Flusen, welche sich unmittelbar vor der Absaugdüse 4
an der ersten Seite 51 des Hauptfilters 5 befinden, entfernt.
[0044] Es ist ein Drehantrieb vorgesehen, um das Hauptfilter 5 um die Kreismittelachse 53
des Hauptfilters 5 zu drehen. Durch Drehung des Hauptfilters 5, während dem die Flusen
durch den Absaugluftstrom vor der Absaugdüse 4 entfernt werden, wird das gesamte Hauptfilter
5 gereinigt. Eine schmale Absaugdüse führt einerseits zu einer lokal besseren Saugleistung
und behindert andererseits den Prozessluftstrom nur geringfügig. Die Absaugdüse 4
ist dabei unmittelbar entfernt zum Hauptfilter 5 angeordnet, wobei die Absaugdüse
4 beispielsweise um 2 mm vom Hauptfilter beabstandet ist.
[0045] Die Absaugdüse 4 ist in einer Trennwand 20 des Kassettengehäuses 3 angeordnet. Die
Trennwand 20 trennt einen Filterraum 21 von einer Behälterkammer 22, welche beide
von der Filterkassette 3-10 angeordnet sind.
[0046] Am Filterraum 21 ist eine Eintrittsöffnung 23 vorgesehen, durch welche die von der
Trommel 2 kommende Prozessluft in die Filterkassette 3-10 eintritt. Die Eintrittsöffnung
23 ist vorzugsweise an einer Kante der Filterkassette 3-10, insbesondere an deren
Oberkante angeordnet. An der Eintrittsöffnung 23 ist in der dargestellten Ausführung
eine Gitterstruktur 31 vorgesehen, welche verhindert, dass Grobteile in den Filterraum
21 eindringen und dort das Hauptfilter 5 beschädigen.
[0047] Weiter ist am Filterraum 21 eine Austrittsöffnung 24 vorgesehen, welche vorzugsweise
rund ist. An dieser Austrittsöffnung ist das Hauptfilter 5 angeordnet.
[0048] Die Austrittsöffnung 24 ist vorteilhaft quer, insbesondere senkrecht, zur Eintrittsöffnung
23 angeordnet.
[0049] Der Filterraum 21 weist einen eingangsseitigen Abschnitt 21a und einen ausgangseitigen
Abschnitt 21b auf (Fig. 2). Der Eingangsseitige Abschnitt 21a ist näher an der Eintrittsöffnung
23 als der ausgangsseitige Abschnitt 21b angeordnet. Der eingangsseitige Abschnitt
21a besitzt in einer Richtung senkrecht zum Hauptfilter 5 eine grössere Ausdehnung
als der ausgangsseitige Abschnitt 21b. Damit bietet der eingangsseitige Abschnitt
21a einen grossen Leitungsquerschnitt für den eintretenden Prozessluftstrom, während
der ausgangsseitige Abschnitt 21b Raum für die Behälterkammer 22 lässt.
[0050] Fig. 4 zeigt die Flusenfilterkassette 3-10 aus seitlicher Perspektive in einer Explosionsdarstellung.
Die Flusenfilterkassette 3-10 umfasst einen Flusensammelbehälter 6, welcher in der
Behälterkammer 22 angeordnet ist.
[0051] Weiter ist ein Nebenfilter 9 an einer Ausgangsöffnung der Behälterkammer 22 angeordnet,
durch welche die Absaugluft die Behälterkammer verlässt.
[0052] Das Nebenfilter 9 umfasst einen Nebelfilterdeckel, eine Filtermatte, einen Grundkörper
und ein eingearbeitetes Sieb (Einzelteile nicht gezeigt). Der mit Flusen beladene
Absaugluftstrom tritt durch die Absaugdüse 4 in den Flusensammelbehälter 6 ein (Pfeilrichtung).
[0053] Ein Deckel 10 ist zur Frontseite 11 des Wäschetrockners 1 gerichtet und schliesst
die Behälterkammer 22 in dieser Richtung ab.
[0054] Der Flusensammelbehälter 6 ist beispielsweise aus einem luftdurchlässigen, textilen
Material hergestellt, wobei die Fasern im Textil als Filter dienen und den grössten
Teil der Flusen im Flusensammelbehälter 6 zurückbehalten. Als Flusensammelbehälter
6 kann beispielsweise ein Staubsack ähnlich wie bei einem Staubsauger verwendet werden.
[0055] Der Absaugluftstrom verlässt den Flusensammelbehälter 6 durch dessen luftdurchlässige
Wände und wird durch das Nebenfilter 9 aus der Behälterkammer 22 geführt, um die im
Absaugluftstrom übrig gebliebenen Fasern und Staubpartikel möglichst vollständig zu
entfernen. Der gereinigte Absaugluftstrom verlässt die Flusenfilterkassette über einen
Auslassstutzen 12 (gezeigt in Fig. 2).
[0056] Der Flusensammelbehälter 6 ist je nach Ausführungsform ein einmal zu gebrauchendes
Wegwerfteil oder er ist zur mehrfachen Verwendung vorgesehen.
[0057] In einer anderen Ausführung kann beispielsweise auf einen luftdurchlässigen Sack
verzichtet werden, wenn die Flusen z.B. durch Zentrifugalkräfte in einem robusten
Flusensammelbehälter 6 abgelagert werden.
[0058] Der Flusensammelbehälter 6 ist von der Frontseite 11 des Wäschetrockners 1 durch
Öffnen des Deckels 10 zugänglich, ohne dass die ganze Flusenfilterkassette dem Wäschetrockner
entnommen werden müsste. Dadurch kann der Flusensammelbehälter mühelos ausgewechselt
oder ein als Kunststoffbehälter ausgestalteter Flusensammelbehälter mit einem Staubsauger
gereinigt werden.
[0059] Der Deckel 10 kann optional von der Blende des Wäschetrockners 1 abgedeckt sein.
[0060] Fig. 5 zeigt in Detailansicht den Flusensammelbehälter 6 mit einer Aufnahmeplatte
7 und einer Dichtlippe 8. Die Aufnahmeplatte 7 umgibt die Dichtlippe 8. Die Dichtlippe
8 umgibt ihrerseits eine Öffnung im Flusensammelbehälter 6. Die Aufnahmeplatte 7 wird
dabei in eine Vorrichtung (nicht gezeigt) am Kassettengehäuse 3 eingeführt, um den
Flusensammelbehälter 6 relativ zum Kassettengehäuse 3 auszurichten.
[0061] Im montierten Zustand des Flusensammelbehälters ragt das Flusensammelbehälter-seitige
Ende der Absaugdüse 4 durch die erwähnte Öffnung in den Flusensammelbehälter 6. So
gelangt der durch die Absaugdüse 4 geführte Absaugluftstrom direkt in den Flusensammelbehälter.
Die Dichtlippe 8 dichtet den Flusensammelbehälter 6 gegen die Absaugdüse 4 ab, sodass
ohne grössere Strömungsverluste der Absaugluftstrom in den Flusensammelbehälter 6
eintritt.
[0062] Die Flusenfilterkassette 3-10 ist von der Frontseite 11 des Wäschetrockners 1 in
einfacher Weise entnehmbar. Durch die kompakte Bauweise der Flusenfilterkassette ist
sowohl das Hauptfilter 5, der Flusensammelbehälter 6, als auch das Nebenfilter 9 in
einer Baugruppe untergebracht, welche als Einheit aus dem Wäschetrockner 1 entnommen
werden kann. Dadurch liegen nach Entnahme der Flusenfilterkassette 3-10 dem Benutzer
sämtliche regelmässig zu reinigende Bauteile vor, und ein komplizierter Ausbau unterschiedlicher
Komponenten erübrigt sich. Der Benutzer legt die Flusenfilterkassette 3-10 auf einer
Arbeitsfläche ab und reinigt die einzelnen Bauteile. Das Kassettengehäuse 3, das Hauptfilter
5 und das Nebenfilter 9 sind derart ausgestaltet, dass sie mit Wasser gereinigt werden
können. Damit die Flusenfilterkassette 3-10 relativ zum Wäschetrockner 1 richtig positioniert
ist, kann eine Verriegelung vorgesehen sein, die durch den Benutzer von Hand betätigt
werden kann.
Bemerkungen:
[0063]
- In einer besonderen Ausführung kann die Flusenfilterkassette (3-10) derart angeordnet
sein, dass die Flusenfilterkassette (3-10) nur bei geöffneter Benutzertüre 1a entnehmbar
ist.
- Die Flusenfilterkassette kann eine Kassettenverrieglung aufweisen, um eine Entnahme
der Flusenfilterkassette während eines Trocknungsvorgangs zu verhindern.
- Insbesondere ist die Flusenfilterkassette (3-10) derart angeordnet, dass der Absaugluftstrom
durch das Hauptfilter (5) und durch den Flusenabscheider (6-9) strömt oder dass der
Absaugluftstrom entlang dem Hauptfilter (5),insbesondere entlang der ersten Seite
(51) des Hauptfilters (5), und durch den Flusenabscheider (6-9) strömt.
- In einer besonderen Ausführung ist das Hauptfilter 5 an der Flusenfilterkassette 3-10
an der im eingesetzten Zustand der Frontseite 11 des Wäschetrockners gegenüberliegenden
Seite angeordnet. Diese Anordnung führt zu einem einfacheren Einsetzen der Flusenfilterkassette,
weil durch die durch den Benutzer vorzunehmende Einsetzbewegung das erste Zahnrad
der Flusenfilterkassette mit dem zweiten Zahnrad des Drehantriebs unmittelbar ineinandergreift.
- In einer besonderen Ausführung, wird der Absaugluftstrom aus der Flusenfilterkassette
abgesaugt und wird in den Kanal des Prozessluftstroms zwischen der Trommel und der
Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung eingeleitet.
[0064] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
1. Wäschetrockner (1) mit
einer Trommel (2) zur Aufnahme von Wäsche, einem ersten Mittel (14) zum Erzeugen eines
Prozessluftstroms zum Trocknen der Wäsche,
einer Flusenfiltervorrichtung zum Entfernen von Flusen aus dem Prozessluftstrom umfassend
eine Flusenfilterkassette (3-10) und ein zweites Mittel (15) zur Erzeugung eines Absaugluftstroms,
wobei die Flusenfilterkassette (3-10)
- ein Kassettengehäuse (3), ein Hauptfilter (5) und einen Flusenabscheider (6-9) mit
einem Flusensammelbehälter (6) umfasst und
- derart angeordnet ist, dass der Prozessluftstrom durch das Hauptfilter (5) tritt
und
- derart ausgestaltet ist, dass die Flusen vom Hauptfilter (5) mittels des Absaugluftstroms
entfernbar sind,
- wobei der Flusenabscheider (6-9) derart ausgestaltet ist, dass Flusen aus dem Absaugluftstrom
im Flusensammelbehälter (6) abgelagert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flusenfilterkassette (3-10) dem Wäschetrockner (1) als einzelne Baugruppe zur
Reinigung entnehmbar ist.
2. Wäschetrockner (1) nach Anspruch 1, wobei das Hauptfilter (5) eine erste Seite (51)
und eine zweite Seite (52) aufweist, derart angeordnet, dass der Prozessluftstrom
das Hauptfilter (5) in Richtung von der ersten Seite (51) zur zweiten Seite (52) und
der Absaugluftstrom das Hauptfilter (5) in Richtung von der zweiten Seite (52) zur
ersten Seite (51) durchströmt.
3. Wäschetrockner (1) nach Anspruch 1, wobei das Hauptfilter (5) eine erste Seite (51)
und eine zweite Seite (52) aufweist, derart angeordnet, dass der Prozessluftstrom
das Hauptfilter (5) in Richtung von der ersten Seite (51) zur zweiten Seite (52) durchströmt
und der Absaugluftstrom entlang der ersten Seite (51) strömt.
4. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Wäschetrockner
(1) eine Steuerung (16) aufweist, die dazu ausgestaltet ist, dass während dem Absaugen
des Hauptfilters (5) das erste Mittel (14) zum Erzeugen eines Prozessluftstroms betrieben
wird und insbesondere die Leistung des ersten Mittels zum Erzeugen eines Prozessluftstroms
während dem Absaugen des Hauptfilters (5) niedriger ist als während des Trocknungsbetriebs.
5. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flusenfilterkassette
(3-10) derart angeordnet ist, dass der Prozessluftstrom von oben in die Flusenfilterkassette
(3-10) einströmt und sodann durch eine einer Frontseite (11) des Wäschetrockners gegenüber
liegende Seite aus der Flusenfilterkassette (3-10) aus der Flusenfilterkassette (3-10)
ausströmt.
6. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Hauptfilter (5)
kreisscheibenförmig ausgebildet ist und wobei ein Drehantrieb vorgesehen ist zur Drehung
des Hauptfilters (5) um eine Kreismittelachse (53) des Hauptfilters (5), und insbesondere,
wobei das Kassettengehäuse (3) eine Absaugdüse (4) aufweist und relativ zum Hauptfilter
(5) derart angeordnet ist, dass sich die Absaugdüse (4) von der Kreismittelachse (53)
des Hauptfilters (5) zu einer Peripherie des Hauptfilters (5) erstreckt.
7. Wäschetrockner (1) nach Anspruch 6, wobei der Drehantrieb zur Drehung des Hauptfilters
(5) stationär im Wäschetrockner (1) angeordnet und mechanisch lösbar mit der Flusenfilterkassette
(3-10) gekoppelt ist, derart, dass die Flusenfilterkassette (3-10) ohne den Drehantrieb
entnehmbar ist.
8. Wäschetrockner (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei die Flusenfilterkassette
(3-10) ein erstes Zahnrad (54) und der Drehantrieb ein zweites Zahnrad aufweist, derart,
dass das erste Zahnrad (54) und das zweite Zahnrad im eingesetzten Zustand der Flusenfilterkassette
(3-10) ineinandergreifen.
9. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
wobei die Flusenfilterkassette (3-10) einen Filterraum (21) und eine Behälterkammer
(22) bildet, welche von einer Trennwand (20) getrennt sind,
wobei der Flusensammelbehälter (6) in der Behälterkammer (22) angeordnet ist,
wobei der Filterraum (21) eine Eintrittsöffnung (23) zum Eintritt des Prozessluftstroms
sowie eine Austrittsöffnung (24) zum Austritt des Prozessluftstroms in die bzw. aus
der Flusenfilterkassette (3-10) aufweist, und wobei das Hauptfilter (6) an der Austrittsöffnung
(24) angeordnet ist, und
wobei die Absaugdüse (4) an der Trennwand (20) angeordnet ist.
10. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flusenfilterkassette
(3-10) dem Wäschetrockner (1) von einer Frontseite (11) entnehmbar ist, und insbesondere
wobei das Hauptfilter (5) an einer der Frontseite (11) gegenüber liegenden Seite der
Flusenfilterkassette (3-10) angeordnet ist.
11. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Flusensammelbehälter
(6) mindestens teilweise aus einem luftdurchlässigen textilen Material und/oder aus
luftdurchlässigem Kunststoff gebildet ist und wobei der Flusensammelbehälter (6) insbesondere
der Flusenfilterkassette (3-10) entnehmbar ist.
12. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Flusensammelbehälter
(6) im Kassettengehäuse (3) angeordnet ist und das Kassettengehäuse (3) einen abnehmbaren
Deckel (10) aufweist, welcher den Flusensammelbehälter (6) abdeckt, und insbesondere
wobei der Deckel (10) ohne Entnahme der Flusenfilterkassette (3-10) aus dem Wäschetrockner
(1) von einer Aussenseite des Wäschetrockners zugänglich ist.
13. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Flusensammelbehälter
(6) eine Dichtlippe (8) und das Kassettengehäuse (3) eine Absaugdüse (4) aufweisen,
wobei die Dichtlippe (8) den Flusensammelbehälter (6) gegen die Absaugdüse (4) abdichtet
und der Absaugluftstrom durch die Absaugdüse (4) in den Flusensammelbehälter (6) tritt.
14. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Flusenabscheider
(6-9) ein Nebenfilter (9) im Absaugluftstrom nach dem Flusensammelbehälter (6) aufweist
zum Entfernen restlicher Flusen aus dem Absaugluftstrom, und insbesondere wobei der
Nebenfilter (9) mit Wasser reinigbar ist.
15. Wäschetrockner (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche mit
einer Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung (13) zum Entfeuchten und Heizen des Prozessluftstroms,
wobei die Flusenfilterkassette (3-10) im Prozessluftstrom zwischen der Trommel (2)
und der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung (13) angeordnet ist, und
einer Rohrleitung (18) von der Flusenfilterkassette (3-10) zu einer Stelle im zwischen
der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung (13) und der Trommel (2) zur Führung des Absaugluftstroms
nach Verlassen der Flusenfilterkassette (3-10) an der Entfeuchtungs- und Heizvorrichtung
(13) vorbei und
einem Absperrventil (17) zum Blockieren der Rohrleitung.