[0001] Die Erfindung betrifft ein Akustikpaneel gemäß des Oberbegriffs des unabhängigen
Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Herstellen eines Akustikpaneels gemäß des Oberbegriffs
des unabhängigen Anspruchs 9.
[0002] Akustikelemente zur Verwendung als Wand- oder Deckenbelag dienen der Beeinflussung
der Raumakustik. Die Raumakustik wird von direkt von einer Schallquelle abgestrahlten
Schallwellen und von Wänden, Decken und Einrichtungsgegenständen reflektierten Schallwellen,
die in einem Raum auftreten beeinflusst. Entscheidend für die Verbesserung der Raumakustik
ist die Verminderung der direkten Schallreflexion im Raum. Als Maß hierfür dient der
Schallabsorptionsgrad der jeweiligen Materialien.
[0003] Akustikelemente sind insbesondere zum Einsatz in Besprechungsräumen, Eingangsbereichen,
Gaststätten, Büros, Konzerthallen, Versammlungsräumen, Schulen oder Sportstätten vorgesehen.
Ein derartiges Akustikelement ist bspw. aus der
DE 10 2014 207 852 A1 bekannt, das ein Paneel mit einer Holzfaserdämmplatte, einer Holzwerkstoffplatte
und einer auf der Holzwerkstoffplatte aufliegenden sichtbaren Vollholzoberfläche offenbart,
wobei in die Vollholzoberfläche und die Holzwerkstoffplatte Schlitze bis in den Holzfaserdämmstoff
eingebracht sind. Zum Verbinden der Paneele ist eine Nutfederverbindung in der Holzwerkstoffplatte
vorgesehen. Weitere Akustikelemente sind bspw. aus der
DE 20 2009 016 944 U1, der
EP 2 216 773 B1 und der
WO 2006/056351 A1 bekannt.
[0004] Ein weiteres als Fußbodenbelag ausgebildetes Akustikpaneel ist aus der
WO 2010/089271 A1 bekannt, das eine Trägerplatte mit einer oberseitig angebrachten Dekorschicht und
einem unterseitig angebrachten Akustikvlies aufweist. Zur Aufnahme von Raumschall
sind die Deckschicht und die Trägerplatte mit Ausnehmungen durchsetzt. Um das Eindringen
von Flüssigkeiten in die deckseitigen Ausnehmungen zu verhindern, ist der Querschnitt
der Ausnehmungen entsprechend klein ausgebildet, sodass Flüssigkeiten ab einer bestimmten
Oberflächenspannung nicht mehr in die Ausnehmungen eindringen können. Das Dokument
WO 2010/089271 A1 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0005] Eine weitere als Wandverkleidung geeignete Schallabsorptionsvorrichtung ist aus der
DE 20 2005 018 659 U1 bekannt. Die Schallabsorptionsvorrichtung weist eine Trägerplatte mit im Querschnitt
zweiteiligen Ausnehmungen auf. An der Rückseite der Trägerplatte sind Abstandshalter
angeordnet, an denen wiederum ein Rückwandelement befestigt wird. Im Zwischenraum
kann ein Absorptionsmaterial angeordnet sein.
[0006] Bekannte Akustikpaneele sind mehrschichtig aufgebaut und weisen eine zum Raum hin
ausgerichtete mit Perforationen oder anderen Ausnehmungen versehene Sichtoberfläche
auf, die dazu ausgebildet ist, dass die Schallwellen durch sie hindurch in eine Absorberoberfläche
eindringen und sich dort verlaufen. Der strukturelle Aufbau der bekannten Paneele
ist zum Erreichen eines hohen Wirkungsgrades besonders aufwendig ausgestaltet. Jedes
Paneel ist als eigenständiges Bauelement ausgebildet und zum jeweils separaten Befestigen
an der Wand oder Decke vorgesehen. Das Herstellen optisch besonders ansprechender,
akustisch besonders wirksamer und präzise montierbarer Akustikpaneele, d.h. Akustikpaneele
mittels der ohne Versatz montierbare Belagsoberflächen hergestellt werden können,
ist mit den bekannten Akustikpaneelen und Herstellungsverfahren aufwendig und kostenintensiv.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein strukturell besonders einfach
aufgebautes und kostengünstig herstellbares Akustikpaneel bereitzustellen, mit dem
versatzlose und optisch ansprechende Oberflächen ausgebildet werden können. Weiter
ist es Aufgabe, ein entsprechendes Verfahren zum Herstellen eines derartigen Akustikpaneels
bereitzustellen.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Akustikpaneel mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Dabei sind die beschriebenen
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung,
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0009] Das erfindungsgemäße Akustikpaneel zur Verwendung als Decken- und/oder Wandbelag
weist eine Basisplatte auf, die mindestens eine Holzwerkstoffplatte mit einer Oberseite
und einer Unterseite und einer auf der Oberseite angeordneten Deckschicht umfasst
und die an den Längsseiten und/oder Stirnseiten zueinander korrespondierende Verriegelungsprofile
zum klebstofffreien Verbinden mit weiteren Akustikpaneelen und eine an der Unterseite
angeordneten Absorbereinheit zum Absorbieren von Raumschall und eine Vielzahl die
Basisplatte vollständig durchsetzende Ausnehmungen zum Durchleiten von auf die Oberseite
treffenden Raumschalls in die Absorbereinheit aufweist.
[0010] Die Ausführung des Akustikpaneels mit korrespondierenden Verriegelungsprofilen ermöglicht
in besonders einfacher Weise, Wand- und Deckenbeläge mit versatzlosen Oberflächen
herzustellen, da die Verriegelungsprofile ein versatzloses Verbinden der Akustikpaneele
garantieren. Selbst bei Unebenheiten an der direkten Wand- oder Deckenoberfläche,
bzw. bei den Befestigungsmitteln für die Akustikpaneele ist die von den Akustikpaneelen
erzeugte im Raum sichtbare Oberfläche versatzlos. Aufgrund der Verrieglungsprofile
ist zudem gewährleistet, dass die Oberfläche dauerhaft versatzlos bleibt und die Positionierung
der einzelnen Paneele zueinander dauerhaft gleich bleibend ist, so dass bspw. selbst
bei Setztätigkeiten des Bauwerks und/oder bei klimabedingten Veränderungen einzelner
Baustoffe, wie bspw. der Holzwerkstoffplatte, die Oberfläche des erzeugten Belages
dauerhaft gleichbleibend erhalten bleibt. Unter versatzlos wird verstanden, dass die
Paneeloberflächen in einer Ebene angeordnet sind.
[0011] Das erfindungsgemäße Akustikpaneel kann durch ein auf das Akustikpaneel abgestimmtes
Verfahren hergestellt werden, das besonders kostengünstig ist, da einzelne Verfahrensschritte
zumindest teilweise aus der Herstellung von Fußboden-, Wand- oder Deckenlaminaten
bekannt sind. Ein weiterer besonderer Vorteil des erfinderischen Akustikpaneels ist,
dass alternativ auch ein an sich bekanntes und in großer Vielfalt kostengünstig herstellbares
Fußboden-, Wand- oder Deckenlaminat durch Modifikation mit den entsprechenden Ausnehmungen
und dem Verbinden mit einer unterseitigen Absorbereinheit besonders kostengünstig
zu einem erfinderischen Akustikpaneel weiterverarbeitet werden kann. Der besonders
einfache strukturelle Aufbau des erfinderischen Akustikpaneels ermöglicht es somit
jedes als Wand-, Decken- oder Fußbodenlaminat bekannte Paneel auf einfache und kostengünstige
Weise zum Akustikpaneel zu modifizieren.
[0012] Unter Decken- und Wandbelägen sind vom Rauminnern aus sichtbare Beschichtungen (Verkleidungen,
Beläge) auf den Wänden und Decken zu verstehen. Diese können entweder direkt mit der
Wand oder der Decke verbunden oder über eine Befestigungsvorrichtung und entsprechende
Verbindungsmittel wie bspw. über Abhang- oder Unterdecken, Clipsysteme, sowie Schienensysteme
mit Montagekrallen an diesen angeordnet sein.
[0013] Die Holzwerkstoffplatte kann insbesondere eine Spanplatte oder Faserplatte, bspw.
eine MDF- oder HDF-Platte, oder eine mineralfasergebundene Platte, sein. Dabei ist
die Holzwerkstoffplatte in Abhängigkeit vom vorgesehenen Einsatzgebiet insbesondere
als formaldehydarm oder formaldehydfrei verleimte Holzwerkstoffplatte mit einer Formaldehydausgleichskonzentration
von ≤ 0,02 ppm, entsprechend EN 717-1, ausgebildet. Hierzu kann die verwendete Holzwerkstoffplatte
insbesondere ein formaldehydfreies Bindemittel, bspw. ein Isocyanat aufweisen. Somit
können die für das erfinderische Akustikpaneel vorzugsweise verwendeten Span-, oder
Faserplatten zumindest in großen Teilen Isocyanat als Bindemittel enthalten. Zudem
können die Holzwerkstoffplatten weitere Additive, wie bspw. Brandhemmer, enthalten.
[0014] Unter einer Basisplatte wird ein einzelner Abschnitt einer in mehrere Abschnitte
aufgeteilten, beschichteten Holzwerkstoffplatte verstanden, die noch keine Profilierung
an den Längs-, und/oder Querseiten aufweist. Dementsprechend kann auch die Basisplatte
eine Spanplatte oder eine Faserplatte, bspw. eine MDF- oder HDF-Platte, umfassen.
Eine Basisplatte weist zudem zumindest weitestgehend die spätere Paneellänge und Paneelbreite
auf und kann auf der Oberseite neben mindestens einer Deckschicht, bspw. einer Dekorschicht,
weitere Beschichtungs-Schichten aufweisen. Zudem kann die Basisplatte auch an der
Unterseite eine Beschichtung aus einer Schicht oder mehreren Schichten, bspw. eine
unterseitige Unterzugbeschichtung, aufweisen. Die Basisplatte ist mit Beschichtungen
vorzugsweise zwischen 4 mm und 12 mm dick.
[0015] Unter einem Paneel (bspw. Akustikpaneel) wird im Zusammenhang mit der Erfindung eine
Basisplatte mit zueinander korrespondierenden Verriegelungsprofilen an den Stirn-
und/oder Längsseiten der Basisplatte verstanden.
[0016] Die Verriegelungsprofile des Paneels sind zum klebstofffreien Verbinden mehrerer
Paneele untereinander ausgebildet. Dabei können jeweils die an den Längsseiten angeordneten
Profile und die an den Querseiten (Stirnseiten) angeordneten Profile zueinander korrespondieren,
so dass mittels einer Mehrzahl von Akustikpaneelen eine vollständig ebene (absatzlose)
Fläche (Wand- oder Deckenbelag) ausgebildet werden kann.
[0017] Die Deckschicht kann, wie bereits erwähnt, insbesondere als Dekorschicht ausgebildet
sein. Dabei kann die Dekorschicht insbesondere einfarbig ausgebildet sein oder ein
Holzdekor, eine Steinoberfläche, ein Fliesendekor oder ein Fantasiedekor zeigen. Alternativ
kann die Deckschicht bspw. auch als Nutzschicht ausgebildet sein. Die Deckschicht
kann zudem mehrlagig sein.
[0018] Eine ggf. an der Unterseite angeordnete Beschichtung kann bspw. als Gegenzug ausgebildet
sein und eine oder mehrere Schichten umfassen. Die Beschichtung kann an die Absorbereinheit
angrenzend angeordnet bzw. mit der Absorbereinheit verbunden sein. Die als Gegenzug
wirkende Schicht kann bspw. bei der Ausbildung der Dekorschicht mittels eines Dekorpapiers
ein Gegenzugpapier sein. Bei einem direkt bedruckten Paneel kann bspw. eine Lackschicht,
die als Gegenzug zur Dekorschicht wirkt, angeordnet sein.
[0019] Unter der Unterseite wird im Weiteren somit die der Deckschicht gegenüberliegende
unterseitige Oberfläche der Holzwerkstoffplatte, der Basisplatte oder des Paneels/Akustikpaneels
verstanden, die entsprechend dem Kontext unbeschichtet oder beschichtet (bspw. mit
einer Gegenzugschicht) sein kann. Um bspw. von beiden Seiten sichtbare Elemente zur
Raumteilung bereitzustellen, kann die Unterseite alternativ auch mit einer oder mehreren
Deckschichten, bspw. einer Dekorschicht, beschichtet sein.
[0020] Unter einer Absorbereinheit wird ein Baukörper verstanden, der zur Aufnahme der Schallwellen
ausgebildet ist und in dem sich die Schallwellen zerstreuen. Absorbereinheiten weisen
insbesondere eine besonders geringe Dichte im Bereich von 50 kg/m
3 bis 300 kg/m
3 auf und sind bevorzugt offenporig ausgebildet. Absorbereinheiten können bspw. aus
Kunststoffen bestehen. Vorzugsweise sind die Absorbereinheiten jedoch aus Holzwerkstoff,
bspw. aus einer Holzfaserdämmplatte, ausgebildet. Die Absorbereinheit ist insbesondere
plattenförmig ausgebildet und flächig mit der Holzwerkstoffplatte oder deren Beschichtung
verbunden.
[0021] Die Ausnehmungen in der Basisplatte können unterschiedliche geometrische Formen aufweisen.
Sie können bspw. als runde oder eckige Löcher oder auch schlitzförmig ausgebildet
sein. Die Ausnehmungen sind nebeneinander in Längs- und/oder Querrichtung des Paneels
angeordnet. Die Ausnehmungen durchsetzen die Basisplatte vollständig, d.h., die Ausnehmungen
durchsetzen neben der Holzwerkstoffplatte auch alle Schichten der Beschichtung, d.h.
sowohl die Deckschicht oder weitere Schichten auf der Oberseite, als auch alle auf
die Unterseite aufgetragenen Schichten, wie bspw. eine Gegenzugschicht. Die Ausnehmungen
sind somit dazu ausgebildet, dass auf die Beschichtung auf der Oberseite auftreffende
Schallwellen durch die Ausnehmungen hindurch geleitet werden, auf die Absorbereinheit
treffen, in diese eindringen und sich in dieser zerstreuen.
[0022] Ergänzend können neben den die Basisplatte vollständig durchsetzenden Ausnehmungen,
insbesondere in Randbereichen des Paneels, Dekorausnehmungen angeordnet sein, die
durch die Deckschicht bis in die Holzwerkstoffplatte hineinragen, diese jedoch nicht
durchdringen. Die Dekorausnehmungen gewährleisten eine besonders hohe Stabilität des
Akustikpaneels im Randbereich und somit eine besonders sichere und dauerhafte Verbindung
mehrerer Akustikpaneele miteinander mittels der bindemittelfreien Verriegelungsprofile.
[0023] Die Absorbereinheit kann direkt bei der Herstellung der Basisplatte, bspw. mit Hilfe
eines an der Unterseite angeordneten klebenden Gegenzuges, mit der Holzwerkstoffplatte
verbunden werden. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist jedoch zwischen der Unterseite
(d.h. der Oberfläche der Holzwerkstoffplatte oder der ggf. vorliegenden Beschichtung)
und der Absorbereinheit eine zusätzliche Klebstoffschicht zum Verbinden der Absorbereinheit
mit der Unterseite angeordnet. Dies kann insbesondere ein Schmelzkleber (HotMelt),
eine Klebfolie oder ein Einkomponentenklebstoff, wie z.B. Weißleim, sein.
[0024] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausnehmungen die Klebstoffschicht durchsetzen.
D.h., die Ausnehmungen ragen durch die Klebstoffschicht hindurch. Hierdurch wird eine
deutliche Verbesserung der Schallabsorption erreicht, da die in die Ausnehmungen eindringenden
Schallwellen besonders einfach in die Absorbereinheit eindringen können und nicht
von der Klebstoffschicht reflektiert werden.
[0025] Zudem ist nach der Erfindung vorgesehen, dass die Ausnehmungen bis in die Absorbereinheit
ragen. D.h., die Ausnehmungen ragen über die Unterseite des Paneels und eine ggf.
angeordnete Klebstoffschicht hinaus in die Absorbereinheit hinein, so dass in der
Absorbereinheit ebenfalls Ausnehmungen angeordnet sind. Vorzugsweise durchdringen
die Ausnehmungen die Absorbereinheit dabei nicht. Die sich in die Absorbereinheit
erstreckenden Ausnehmungen verbessern die Schallabsorption nochmals deutlich.
[0026] Besonders bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass die das Paneel durchsetzenden Ausnehmungen
und ggf. auch die Dekorausnehmungen sich über die gesamte Länge des Akustikpaneels
erstrecken, wodurch eine weiter verbesserte Schallabsorption des auf das Paneel treffenden
Schalls ermöglicht wird.
[0027] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind an der Unterseite, insbesondere quer
zur Längsrichtung der Holzwerkstoffplatte bzw. Basisplatte oder quer zu einer Längsrichtung
der Ausnehmungen ausgerichtete Verstärkungselemente angeordnet. Die Verstärkungselemente
können bspw. als Leisten (stabförmig) ausgebildet sein. Die Verstärkungselemente sind
mit der Unterseite verbunden, insbesondere verklebt, und sorgen für eine erhöhte Festigkeit
des Paneels, bspw. bei einer hohen Anzahl von das Paneel durchsetzenden Ausnehmungen.
Die Verstärkungselemente sind insbesondere an das Material der Holzwerkstoffplatte
angepasst und bestehen somit bevorzugt aus Holzwerkstoff, wie Spanplatte, HDF oder
MDF. Die Verstärkungselemente sind bevorzugt beabstandet zueinander angeordnet, wobei
bspw. im Bereich der Stirnseiten, insbesondere an die stirnseitigen Verriegelungsprofile
angrenzend, jeweils ein in Querrichtung des Paneels ausgerichtetes Verstärkungselement
angeordnet ist.
[0028] Die Verstärkungselemente sind bevorzugt zwischen 10 mm - 50 mm, insbesondere 20 mm
+/-2 mm breit. Die Verstärkungselemente sind in ihrer Dicke an die Dicke der Absorbereinheit
angepasst. Bspw. abhängig vom Pressdruck bzw. dem angewendeten Pressverfahren beim
Verpressen des Verstärkungselementes mit der Basisplatte ist die Dicke des Verstärkungselementes
gleich der Dicke des Absorbereinheit oder bis zu 20% niedriger als die Absorbereinheit
ausgebildet, wodurch ein sicheres Verpressen von Verstärkungselement und Absorberelement
mit der Unterseite gewährleistet ist. Insbesondere zur Ausbildung von besonders dünnen
Akustikpaneelen mit einer Höhe von 15 mm +/- 5 mm ist die Absorbereinheit, entsprechend
an die Höhe der Basisplatte angepasst, zwischen 4 mm bis 14 mm hoch ausgebildet. Die
besonders bevorzugten Maße gewährleisten ein optimales Verhältnis aus hoher Stabilität,
geringen Herstellungskosten, minimaler Dicke und hohen Schallabsorptionsraten. Besonders
gute Schallabsorptionsraten werden zudem ab einem Höhenverhältnis von ca. 1:1 zwischen
Basisplatte und Absorbereinheit erreicht.
[0029] Die Absorbereinheit ist bevorzugt einstückig, ausgebildet und deckt die Unterseite
der Holzwerkstoffplatte weitestgehend (ggf. bis auf Randbereiche) vollständig ab.
Bei einer Anordnung von Verstärkungselementen an der Unterseite weist die Absorbereinheit
jedoch besonders bevorzugt eine Vielzahl von Absorberelementen auf, die insbesondere
zwischen den Verstärkungselementen angeordnet sind. Hierdurch wird eine hohe Schallabsorption
bei entsprechend ausreichend hoher Festigkeit des Akustikpaneels erreicht. Die bereits
erwähnte von der Höhe der Basisplatte abhängige optimierte Höhe der Absorbereinheit
zwischen 4 mm - 14 mm, gewährleistet eine optimale Schallabsorption, so dass ein besonders
dünnes Akustikpaneel mit einer Höhe von 15 +/- 5 mm bereitgestellt werden kann. Der
besonders dünne Aufbau des Akustikpaneels ermöglicht es, wie bereits oben erwähnt,
Räume, in denen bei der Bauplanung keine Akustikpaneele vorgesehen waren, ohne wesentliche
Raumverluste mit Akustikpaneelen nachzurüsten.
[0030] Die auf der Oberseite angeordnete Deckschicht kann als Vollholzschicht ausgebildet
sein, ist besonders bevorzugt jedoch als auf die Oberfläche der Holzwerkstoffplatte
aufgetragene Schicht aus PVC, PE, PP, Polyester, PU, als Schichtstoff, HPL, DPL, CPL,
Folie, Acrylfolie, und/oder als auf die Oberfläche aufgedruckte Lack- und/oder Kunstharzschicht
ausgebildet, die bspw. im Digitaldruck aufgetragen wird. Die Deckschicht kann zudem
sämtliche für das Auftragen der Deckschicht oder einer Dekorschicht notwendigen Hilfsschichten,
wie bspw. Klebschichten, Grundierungen, Spachtelschichten usw., umfassen.
[0031] Besonders bevorzugt ist zudem (außenseitig) eine (insbesondere transparente) Nutzschicht
und/oder Strukturschicht oder eine strukturierte Nutzschicht zur Verbesserung der
Oberflächenbeständigkeit des Akustikpaneels vor äußeren Einflüssen, bzw. zur optischen
Aufwertung und/oder haptischen Ausbildung der Oberfläche, angeordnet. Die Nutzschicht
und/oder Strukturschicht kann bspw. als Kunstharzschicht oder Overlayjeweils flüssig
oder fest aufgetragen werden. Insbesondere wird die Nutzschicht und/oder Strukturschicht
mittels eines schichtbildenden digitalen Druckverfahrens aufgetragen. Einzelne Schichten,
wie bspw. eine Strukturschicht, können nur abschnittsweise aufgetragen sein, um eine
haptische, bspw. auf das Dekor abgestimmte, negative oder positive Oberflächenstruktur
zu erzeugen.
[0032] Die Profile an den Längsseiten und Querseiten sind besonders bevorzugt als Rastprofile,
d.h. zum gegenseitigen Verriegeln, ausgebildet. Dabei sind die Profile insbesondere
als Dreh-Schwenk-Profil oder als vertikales Rastprofil ausgebildet. Vertikal heißt,
dass zwei zueinander korrespondierende Profile in einer senkrecht zur Oberseite zeigenden
Richtung ineinander bringbar sind.
[0033] Vorzugsweise sind die Profile an den Längsseiten und den Querseiten korrespondierend
zueinander, so dass ein erstes Paneel mit einer Querseite in eine Längsseite eines
zweiten Paneels eingerastet werden kann. Hierzu können die Profile bspw. als Dreh-Schwenk-Profil
oder vertikales Rastprofil ausgebildet sein. Bei der Ausführung von bspw. rechteckigen
Paneelen können somit eine Vielzahl von unterschiedlichen Verlegemustern (bspw. Querseite
an Längsseite) verwirklicht werden.
[0034] Alternativ weisen jeweils die Querseiten korrespondierende Verriegelungsprofile,
bspw. vertikale Rastprofile, und jeweils die Längsseiten korrespondierende Verriegelungsprofile,
bspw. Dreh-Schwenk-Profile auf, wodurch insbesondere die Montage der Akustikpaneele
im Wand- oder Deckenbereich deutlich erleichtert wird.
[0035] Die Befestigung der Akustikpaneele kann direkt an einer Wand oder Decke bspw. durch
Klebemittel erfolgen. Vorzugsweise werden die Akustikpaneele jedoch über bspw. mechanische
Verbindungsmittel an einer an der Wand oder Decke angeordneten Befestigungsvorrichtung
zur Aufnahme der Paneele angebracht. Besonders bevorzugt ist hierfür im Bereich der
längsseitigen Verriegelungsprofile ein Mittel zur Aufnahme von Verbindungsmitteln
für die Befestigung des Akustikpaneels an der Befestigungsvorrichtung angeordnet.
Die Mittel am Akustikpaneel sind auf die Verbindungsmittel abgestimmt. Hierfür ist
vorzugsweise das längsseitige Verriegelungsprofil zumindest abschnittsweise modifiziert
und zur Aufnahme des Verbindungsmittels ausgebildet, bspw. durch eine zumindest abschnittsweise
Veränderung der Profilgeometrie. Alternativ oder ergänzend ist eine Ausnehmung, bspw.
eine Nut in unmittelbare Nähe des längsseitigen Profils, bspw. im Bereich eines Profilgrundes
(Nutgrund) oder an einem unterseitigen Abschnitt des Paneels angeordnet.
[0036] Weiter wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen eines
Akustikpaneels mit den Schritten: Beschichten einer eine Oberseite und eine Unterseite
aufweisenden Holzwerkstoffplatte mit mindestens einer Deckschicht auf der Oberseite,
Aufschneiden der Holzwerkstoffplatte zum Erzeugen von Basisplatten, Profilieren von
Längs- und/oder Stirnseiten der Basisplatte mit Verriegelungsprofilen zum klebstofffreien
Verbinden mehrerer Akustikpaneele miteinander, Verbinden einer Absorbereinheit mit
der Unterseite, Einbringen von die Basisplatte vollständig durchsetzenden Ausnehmungen,
zum Durchleiten von auf die Oberseite der Basisplatte treffenden Raumschalls in die
Absorbereinheit.
[0037] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung eines in seiner Struktur
besonders einfach aufgebauten Akustikpaneels mit besonders hohem Schallabsorptionsgrad.
Dabei werden zahlreiche zumindest in Teilen aus der Herstellung von Wand-, Decken-
oder Fußbodenlaminaten bekannte Verfahrensschritte genutzt, wodurch das Akustikpaneel
besonders kostengünstig hergestellt werden kann. Zudem ermöglicht das Verfahren die
Herstellung besonders dünner Akustikpaneele im Dickenbereich von 15 mm +/- 5 mm mit
besonders hohem Schallabsorptionsgrad, wodurch auch eine Nachrüstung von Akustikpaneelen
in Räumen, in denen ursprünglich keine Akustikpaneele vorgesehen sind, ermöglicht
wird. Abhängig von der gewählten Reihenfolge der Verfahrensschritte sind unterschiedliche
Herstellungsverfahren ausführbar.
[0038] Nach der Erfindung werden zuerst die Verfahrensschritte Beschichten, Aufschneiden
und Profilieren nacheinander und nachfolgend das Verbinden und Einbringen in beliebiger
Reihenfolge durchgeführt. D.h., dass zuerst ein Wand-, Decken- oder Fußbodenlaminat
hergestellt wird (Beschichten, Aufschneiden und Profilieren) und anschließend erfolgt
die Modifizierung des fertig hergestellten Paneels in ein Akustikpaneel durch das
Aufbringen der Absorbereinheit und das Einbringen der Ausnehmungen. Dabei kann das
Paneel bspw. nach dem Profilieren auch vorerst eingelagert und erst bei entsprechendem
Bedarf aus dem Lager entnommen und zu einem Akustikpaneel weiterverarbeitet werden.
[0039] Neben der Modifizierung von bereits bestehenden Paneelen können gemäß einer Weiterbildung
des Verfahrens auch zuerst die Verfahrensschritte Beschichten, Verbinden, Aufschneiden
und Profilieren nacheinander und nachfolgend oder gleichzeitig mit dem Verbinden,
Aufschneiden oder Profilieren das Einbringen durchgeführt werden. Hierdurch kann unter
Ausnutzung zum Teil bekannter Verfahrensschritte eine großformatige Holzwerkstoffplatte
in einem speziell auf die Herstellung von Akustikpaneelen ausgerichteten Verfahren
besonders kostengünstig hergestellt werden.
[0040] Abhängig von der Ausgestaltung des Akustikpaneels kann die Absorbereinheit auch aus
mehreren Absorberelementen bestehen, so dass zum Anordnen der Absorbereinheit mehrere
Absorberelemente ggf. mit Verstärkungselementen aufgebracht werden.
[0041] Insbesondere im Zusammenhang mit dem Beschichten können zahlreiche zusätzliche Verfahrenschritte
durchgeführt werden. So kann bspw. eine entsprechende Gegenzugschicht auf die Unterseite
aufgebracht werden oder es können weitere Schichten auf oder unter die Deckschicht
aufgetragen werden. Insbesondere können Grundierungs-, Nutz- und/oder Strukturschichten
angeordnet werden.
[0042] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird eine Verbindungsmittelaufnahme zur Aufnahme
eines Verbindungsmittels, welches zur Befestigung des Paneels an einer Befestigungsvorrichtung
ausgebildet ist, angeordnet. Die Verbindungsmittelaufnahme kann in die Holzwerkstoffplatte
oder die Absorbereinheit eingebracht werden. Insbesondere wird die Verbindungsmittelaufnahme
jedoch in die Basisplatte oder mindestens ein Verstärkungselement eingebracht, um
einen besonders sicheren Halt der Paneele an der Befestigungsvorrichtung zu gewährleisten.
Vorzugsweise wird die Verbindungsmittelausnehmung gleichzeitig oder nach dem Profilieren
oder dem Einbringen der die Basisplatte durchsetzenden Ausnehmungen eingebracht, wodurch
eine besonders effiziente Produktion möglich ist. Die Verbindungsmittelausnehmung
wird bspw. als sich in Längsrichtung des Paneels erstreckende Nut ausgebildet.
[0043] Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht
es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen,
so dass ein Block- oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender
Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist.
Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt
beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details
oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar.
[0044] Im Weiteren wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisch in einer Ansicht eine erste Ausführungsform des Akustikpaneels;
- Fig. 2
- schematisch in einem vertikalen Längsschnitt die Ausführungsform aus Fig. 1;
- Fig. 3
- schematisch in einer Ansicht eine zweite Ausführungsform des Akustikpaneels;
- Fig. 4
- schematisch in einem vertikalen Längsschnitt die Ausführungsform des Akustikpaneels
aus Fig. 3;
- Fig. 5
- schematisch in einem vertikalen Querschnitt die Ausführungsform des Akustikpaneels
aus Fig. 3 und 4.
[0045] Fig. 1 und 2 zeigen ein Akustikpaneel 1 aus einer Basisplatte 2, d.h. einer beschichteten,
in Plattenabschnitte aufgeteilten Holzwerkstoffplatte 2a, hier einer MDF-Platte. Die
Basisplatte 2 weist auf einer Oberseite 5 eine Deckschicht (hier nicht dargestellt),
hier eine Dekorschicht und eine oberhalb der Dekorschicht angeordnete Strukturschicht
(hier nicht dargestellt) zum Herstellen einer haptischen Oberfläche auf. Auf einer
Unterseite 6 ist eine Gegenzugschicht (hier nicht dargestellt) angeordnet.
[0046] An den Längsseiten 3a, 3b der Basisplatte 2 sind Verriegelungsprofile 13a, 13b hier
zueinander korrespondierende, miteinander verriegelbare Dreh-Schwenk-Profile (siehe
auch Fig. 5) angeordnet, über die das Akustikpaneel 1 mit weiteren (hier nicht dargestellten)
Akustikpaneelen 1 bindemittellos zu einer absatzlosen Fläche verbunden werden kann.
An den Stirnseiten 4a, 4b des Akustikpaneels 1 sind zum vertikalen Aufeinandersetzen
korrespondierend ausgebildete Rastprofile 10 angeordnet.
[0047] Die Dekorschicht ist als Lackschicht ausgebildet. Die Gegenzugschicht ist hieran
angepasst ebenfalls als Lackschicht ausgebildet. Die Dekorschicht zeigt ein Holzdekor
(hier nicht dargestellt).
[0048] An der als Lackschicht ausgebildeten Gegenzugschicht ist eine Absorbereinheit 7 aus
einer Holzfaserdämmplatte mit einer Dichte von 150 kg/m
3 angeordnet. Die Absorbereinheit 7 ist unterbrechungsfrei, d.h. durchgängig (bis an
die Verriegelungsprofile angrenzend) über die Unterseite 6 der Basisplatte 2 angeordnet.
Die Absorbereinheit 7 ist mit der Unterseite 6, hier an der als Gegenzug ausgebildeten
Lackschicht, mittels einer Klebstoffschicht (hier nicht dargestellt), hier einer Schmelzkleberschicht,
verbunden.
[0049] In das Akustikpaneel 1 sind eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten, die Basisplatte
2 durchsetzenden Ausnehmungen 8 eingebracht. Die Ausnehmungen 8 sind als in Längsrichtung
des Akustikpaneels 1 ausgerichtete Schlitze ausgebildet. Die Ausnehmungen 8 sind nur
partiell in die Basisplatte 2 eingebracht. Die Ausnehmungen 8 sind sowohl im Randbereich
9a, 9b der Stirnseiten 4a, 4b als auch in einem Zentralbereich 9c der Basisplatte
2 ausgesetzt, so dass die Basisplatte 2 in den Randbereichen 9a, 9b keine Ausnehmungen
8 aufweist. Hierdurch wird eine besonders gute Stabilität des Akustikpaneels 1 gewährleistet.
[0050] Die Ausnehmungen 8 ragen durch die gesamte Basisplatte 2 und durch die Klebstoffschicht
in die Absorbereinheit 7 hinein, so dass auf die Sichtseite des Akustikpaneels 1 auftreffende
Schallwellen (hier nicht dargestellt) durch die Ausnehmungen 8 bis in die Absorbereinheit
7 geleitet werden können. Die Basisplatte 2 weist eine Höhe von 6 mm und die Absorbereinheit
7 eine Höhe von 8 mm auf.
[0051] Fig. 3 bis 5 zeigen eine zweite Ausführungsform des Akustikpaneels 1 mit sich über
die gesamte Länge des Akustikpaneels 1 erstreckenden Ausnehmungen 8. Die Ausnehmungen
8 sind ebenfalls schlitzförmig angeordnet und parallel zueinander in Längsachsenrichtung
ausgerichtet. An der Unterseite 6 der Basisplatte 2 sind Verstärkungselemente 11 (in
Fig. 3 durch gestrichelte Linien dargestellt) angeordnet, die sich quer zur Längsrichtung
des Akustikpaneels 1 erstrecken und mit diesem verbunden sind. Die Verstärkungselemente
11 sind als Leisten, hier entsprechend der Basisplatte 2 ebenfalls aus MDF ausgebildet,
und mit der Unterseite 6 verklebt. Zwischen den Verstärkungselementen 11 sind Absorberelemente
15 der Absorbereinheit 7 angeordnet. Die Höhe der Absorbereinheit 7 ist (hier nicht
dargestellt) um ca. 10 % höher als die Höhe der Verstärkungselemente 11. Aufgrund
der sich über die gesamte Länge des Akustikpaneels 1 erstreckenden Ausnehmungen 8
wird eine besonders gute Schallabsorption durch das Akustikpaneel 1 beim Auftreffen
von Schallwellen erreicht. Zudem bietet diese Ausführungsform des Akustikpaneels 1
die Möglichkeit, fugenlose Akustikpaneelflächen mit unterbrechungsfreien Ausnehmungen
8 auszubilden.
[0052] In vertikaler Richtung erstrecken sich die Ausnehmungen 8 durch die gesamte Basisplatte
2 hindurch bis in die einzelnen Absorberelemente 15 der Absorbereinheit 7 bzw. in
die Verstärkungselemente 11 und bilden in diesen Nuten 14 aus. Für ein gleichmäßiges
Erscheinungsbild sind zudem im längsseitigen Außenbereich des Akustikpaneels 1 sich
bis in die Holzwerkstoffplatte 2a erstreckende Dekorausnehmungen 12 angeordnet, die
zum einen für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild des Akustikpaneels 1 und zum anderen
für eine Zerstreuung der auftreffenden Schallwellen ausgebildet sind.
[0053] Das in Fig. 3 bis 5 dargestellte Akustikpaneel 1 weist entsprechend der Ausführungsform
aus Fig. 1 und 2 an den Stirnseiten 4a, 4b und an den Längsseiten 3a, 3b jeweils zueinander
korrespondierende Verriegelungsprofile auf, die als Dreh-Schwenk-Profile bzw. als
vertikale Rastprofile 10 ausgebildet sind.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Akustikpaneel
- 2
- Basisplatte
- 2a
- Holzwerkstoffplatte
- 3a, 3b
- Längsseiten
- 4a, 4b
- Stirnseiten
- 5
- Oberseite
- 6
- Unterseite
- 7
- Absorbereinheit
- 8
- Ausnehmungen
- 9a, 9b
- Randbereich
- 9c
- Zentralabschnitt
- 10
- vertikales Rastprofil
- 11
- Verstärkungselement
- 12
- Dekorausnehmungen
- 13a, 13b
- Verriegelungsprofil
- 14
- Nuten
- 15
- Absorberelemente
1. Akustikpaneel zur Verwendung als Decken- und Wandbelag, aufweisend
- eine Basisplatte (2) mindestens umfassend eine Holzwerkstoffplatte (2a) mit einer
Oberseite (5) und einer Unterseite (6) und einer auf der Oberseite (5) angeordneten
Deckschicht,
- an den Längsseiten (3a, 3b) und/oder Stirnseiten (4a, 4b) der Basisplatte (2) zueinander
korrespondierende Verriegelungsprofile (13a, 13b) zum klebstofffreien Verbinden mit
weiteren Akustikpaneelen (1),
- eine an der Unterseite (6) angeordneten Absorbereinheit (7) zum Absorbieren von
Raumschall,
- eine Vielzahl die Basisplatte (2) vollständig durchsetzende Ausnehmungen (8) zum
Durchleiten von auf die Oberseite (5) des Paneels treffenden Raumschalls in die Absorbereinheit
(7), dadurch gekennzeichnet, dass
- zwischen der Unterseite (6) und der Absorbereinheit (7) eine Klebstoffschicht zum
Verbinden der Absorbereinheit (7) mit der Unterseite (6) angeordnet ist, und dass
- die Ausnehmungen (8) die Klebstoffschicht durchsetzen und
- sich die Ausnehmungen (8) in die Absorbereinheit (7) erstrecken.
2. Akustikpaneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht ein Schmelzkleber, eine Klebefolie oder ein Einkomponentenklebstoff
ist.
3. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmungen (8) über die gesamte Länge des Akustikpaneels (1) erstrecken.
4. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (6) zueinander beabstandet angeordnete Verstärkungselemente (11)
angeordnet sind und zwischen den Verstärkungselementen mindestens ein Absorberelement
(15) angeordnet ist.
5. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht als PVC-Schicht, PE-Schicht, PP-Schicht, Polyester-Schicht, PU-Schicht,
Schichtstoff, HPL, DPL, CPL, Folie, Lack- oder Kunstharzschicht ausgebildet und/oder
im Digitaldruck aufgetragen, ist.
6. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht eine Dekorschicht umfasst, wobei insbesondere oberhalb der Dekorschicht
eine Nutzschicht und/oder eine Strukturschicht oder eine strukturierte Nutzschicht
angeordnet ist.
7. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsprofile als Dreh-Schwenk-Profile und/oder als vertikale Rastprofile
ausgebildet sind.
8. Akustikpaneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der längsseitigen Verriegelungsprofile Mittel zur Aufnahme von Verbindungsmitteln
für die Befestigung des Akustikpaneels an einer Befestigungsvorrichtung angeordnet
sind.
9. Verfahren zum Herstellen eines Akustikpaneels (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8
mit den Schritten:
- Beschichten einer eine Oberseite (5) und eine Unterseite (6) aufweisenden Holzwerkstoffplatte
(2a), mit mindestens einer Deckschicht auf der Oberseite (5),
- Aufschneiden der Holzwerkstoffplatte (2a) zum Erzeugen von Basisplatten (2),
- Profilieren von Längs- und/oder Stirnseiten (3a, 3b, 4a, 4b) der Basisplatte (2)
mit Verriegelungsprofilen (13a, 13b) zum klebstofffreien Verbinden mehrerer Akustikpaneele
(1) miteinander,
- Verbinden einer Absorbereinheit (7) mit der Unterseite (6),
- Einbringen von die Basisplatte (2) vollständig durchsetzenden Ausnehmungen (8),
zum Durchleiten von auf die Oberseite (5) der Basisplatte (2) treffendem Raumschall
in die Absorbereinheit (7)
dadurch gekennzeichnet, dass
- zuerst die Verfahrensschritte Beschichten, Aufschneiden und Profilieren nacheinander
und nachfolgend das Verbinden und nachfolgend das Einbringen durchgeführt werden,
oder
- dass die Verfahrensschritte Beschichten, Verbinden, Aufschneiden und Profilieren
und nachfolgend oder gleichzeitig mit dem Verbinden, Aufschneiden oder Profilieren
das Einbringen durchgeführt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- beabstandet zueinander angeordnete Verstärkungselemente (11) und
- zwischen den Verstärkungselementen (11) angeordnete Absorberelemente der Absorbereinheit
(7) mit der Unterseite (6) verbunden werden.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungsmittelaufnahme zur Aufnahme eines Verbindungsmittels zur Befestigung
des Akustikpaneels (1) an einer Befestigungsvorrichtung angeordnet wird.
1. An acoustic panel for use as a ceiling or wall covering, having
- a base plate (2) at least comprising a wood material plate (2a) with an upper side
(5) and an underside (6) and a top layer arranged on the upper side (5),
- interlocking profiles (13a, 13b) on the longitudinal sides (3a, 3b) and/or end sides
(4a, 4b) of the base plate (2) that correspond to each other for connecting to further
acoustic panels (1) without glue,
- an absorber unit (7) arranged on the underside (6) for absorbing ambient sound,
- a plurality of cut-outs (8) that pass completely through the base plate (2) for
conducting the ambient sound that hits the upper side (5) of the panel into the absorber
unit (7), characterized in that
- an adhesive layer for connecting the absorber unit (7) to the underside (6) is arranged
between the underside (6) and the absorber unit (7), and in that
- the cut-outs (8) pass through the adhesive layer and
- the cut-outs (8) extend into the absorber unit (7).
2. The acoustic panel according to claim 1, characterized in that the adhesive layer is a hot-melt adhesive, an adhesive film or a single-component
adhesive.
3. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that the cut-outs (8) extend over the entire length of the acoustic panel (1).
4. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that reinforcing elements (11) that are arranged spaced apart from each other are arranged
on the underside (6) and at least one absorber element (15) is arranged between the
reinforcing elements.
5. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that the top layer is designed as a PVC layer, PE layer, PP layer, polyester layer, PU
layer, laminated material, HPL, DPL, CPL, film, paint or synthetic resin layer and/or
is applied by digital printing.
6. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that the top layer comprises a decorative layer, wherein a wear layer and/or a structural
layer or a structured wear layer is arranged in particular above the decorative layer.
7. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that the interlocking profiles are designed as rotary swivel profiles and/or as vertical
latching profiles.
8. The acoustic panel according to one of the preceding claims, characterized in that means for accommodating connecting means for attaching the acoustic panel to an attachment
device are arranged in the region of the longitudinal interlocking profiles.
9. A method for manufacturing an acoustic panel (1) according to one of claims 1 to 8,
with the steps:
- coating a wood material plate (2a) having an upper side (5) and an underside (6)
with at least one top layer on the upper side (5),
- cutting the wood material plate (2a) to create base plates (2),
- profiling longitudinal and/or end sides (3a, 3b, 4a, 4b) of the base plate (2) with
interlocking profiles (13a, 13b) for connecting multiple acoustic panels (1) to each
other without adhesive,
- connecting an absorber unit (7) to the underside (6),
- introducing cut-outs (8) that pass completely through the base plate (2) for conducting
the ambient sound that hits the upper side (5) of the base plate (2) into the absorber
unit (7)
characterized in that
- first the method steps coating, cutting and profiling are performed one after the
other and then connecting and then introducing are performed, or
- the method steps coating, connecting, cutting and profiling are performed and then
introducing is performed after or simultaneously with connecting, cutting or profiling.
10. The method according to claim 9,
characterized in that
- reinforcing elements (11) that are arranged spaced apart from each other and
- absorber elements of the absorber unit (7) that are arranged between the reinforcing
elements (11) are connected to the underside (6).
11. The method according to at least one of claims 9 to 10, characterized in that a connecting means seat for accommodating a connecting means for attaching the acoustic
panel (1) to an attachment device is arranged.
1. Panneau acoustique destiné à être utilisé comme revêtement de plafond ou de mur, présentant
- une plaque de base (2) comportant au moins une plaque en matériau à base de bois
(2a) avec une face supérieure (5) et une face inférieure (6) et une couche de couverture
disposée sur la face supérieure (5),
- des profilés de verrouillage (13a, 13b) correspondant les uns aux autres sur les
côtés longitudinaux (3a, 3b) et/ou les côtés frontaux (4a, 4b) de la plaque de base
(2), pour l'assemblage sans colle avec d'autres panneaux acoustiques (1),
- une unité d'absorption (7) disposée sur la face inférieure (6) pour l'absorption
du bruit ambiant,
- une pluralité d'évidements (8) traversant entièrement la plaque de base (2) pour
diriger le bruit ambiant tombé sur la face supérieure (5) du panneau vers l'unité
d'absorption (7), caractérisé en ce que
- une couche de colle destinée à assembler l'unité d'absorption (7) avec la face inférieure
(6) est disposée entre la face inférieure (6) et l'unité d'absorption (7), et en ce que
- les évidements (8) traversent la couche de colle, et
- les évidements (8) s'étendent dans l'unité d'absorption (7) .
2. Panneau acoustique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de colle est une colle fusible, une feuille adhésive ou une colle à un
composant.
3. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les évidements (8) s'étendent sur toute la longueur du panneau acoustique (1).
4. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des éléments de renforcement (11) espacés les uns des autres sont disposés sur la
face inférieure (6) et au moins un élément d'absorption (15) est disposé entre les
éléments de renforcement.
5. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de couverture est conçue comme une couche de PVC, une couche de PE, une
couche de PP, une couche de polyester, une couche de PU, un stratifié, un HPL, un
DPL, un CPL, une feuille, une couche de vernis ou de résine synthétique et/ou appliquée
par impression numérique.
6. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de couverture comporte une couche décorative, une couche d'usure et/ou
une couche de structure ou une couche d'usure structurée étant en particulier disposée
au-dessus de la couche décorative.
7. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les profilés de verrouillage sont conçus comme des profilés pivotants rotatifs et/ou
comme des profilés d'encliquetage verticaux.
8. Panneau acoustique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens destinés à recevoir des moyens d'assemblage pour fixer le panneau acoustique
à un dispositif de fixation sont disposés dans la région des profilés de verrouillage
longitudinaux.
9. Procédé pour la fabrication d'un panneau acoustique (1) selon l'une des revendications
1 à 8, comprenant les étapes suivantes :
- application d'un revêtement d'au moins une couche de couverture sur la face supérieure
(5) d'une plaque en matériau à base de bois (2a) présentant une face supérieure (5)
et une face inférieure (6),
- découpage de la plaque en matériau à base de bois (2a) pour fabriquer des plaques
de base (2),
- profilage de côtés longitudinaux et/ou frontaux (3a, 3b, 4a, 4b) de la plaque de
base (2) avec des profilés de verrouillage (13a, 13b) pour l'assemblage sans colle
de plusieurs panneaux acoustiques (1) entre eux,
- assemblage d'une unité d'absorption (7) avec la face inférieure (6),
- formation d'évidements (8) traversant entièrement la plaque de base (2) pour diriger
le bruit ambiant tombé sur la face supérieure (5) de la plaque de base (2) vers l'unité
d'absorption (7),
caractérisé en ce que
- les étapes d'application de revêtement, de découpage et de profilage sont d'abord
exécutées successivement, suivies de l'assemblage, puis de la formation, ou
- les étapes d'application de revêtement, d'assemblage, de découpage et de profilage
sont exécutées, et la formation est exécutée après ou simultanément avec l'assemblage,
le découpage ou le profilage.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
- des éléments de renforcement (11) espacés les uns des autres et
- des éléments d'absorption de l'unité d'absorption (7) disposés entre les éléments
de renforcement (11) sont reliés à la face inférieure (6).
11. Procédé selon l'une au moins des revendications 9 à 10, caractérisé en ce qu'il est prévu un logement de moyen d'assemblage destiné à recevoir un moyen d'assemblage
pour la fixation du panneau acoustique (1) à un dispositif de fixation.